Portrait der Schopfheimer Ehrenbürgerin Emma Elisabetha Sutter
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut …
22.03.1838, Schopfheim – † 20.04.1919, Schopfheim
Familienhintergrund und persönliche Daten
Tochter aus einer Fabrikantenfamilie, unverheiratet und allgemein bekannt als das ledige „Fräulein Emma Sutter“. Vater: Johann Sutter (1805–1883), Papierfabrikant. Mutter: Maria Katherina Vogelbach (1811–1909). Geschwister und Schwiegerfamilien verknüpften die Sutter‑ und Bally‑Familien sowie die Schweickhard‑ und Kym‑Familien, aus denen später weitere Ehrenbürger hervorgingen.
Unternehmerische Tätigkeit
Um 1900 betrieb Fräulein Sutter gemeinsam mit ihren Neffen Otto Bally und Karl Sutter die seit 1834 bestehende „Papierfabrik Sutter Schopfheim“. Sie blieb ihr Leben lang in Schopfheim, war nicht nur aktiv in der Fabrik, sondern engagierte sich in allen Bereichen der Wohltätigkeit und öffentlichen Belange.
Philanthropisches Wirken
Emma Sutter ist im Verzeichnis der Stifter und Schenkgeber für die Pfründneranstalt und das Krankenhaus Schopfheim verzeichnet. 1909 spendete sie zusammen mit ihren Neffen 40 000 Mark zum Andenken an ihre Mutter Maria Katharina Sutter. 1916 gewährte sie ein Darlehen von 50 000 Mark für den Neubau des Krankenhauses, da das Stiftungskapital nicht ausreichte.
Ehrenbürgerschaft und Würdigung
1918 wurde sie am 22. März unter Bürgermeister Franz Heeg zur Ehrenbürgerin ernannt – ein Akt der Anerkennung für ihr stilles, aber umfangreiches philanthropisches Wirken. Im Markgräfler Tagblatt wurde sie als „stille Wohltäterin bei jeder Gelegenheit“ zitiert.
Vermächtnis
1919 hinterließ Emma Sutter ein Vermächtnis zur Errichtung eines Kinderhortes in Schopfheim. Sie ist die erste weibliche Ehrenbürgerin von Schopfheim und ruht im denkmalgeschützten Familiengrab der Papierfabrikanten Sutter auf dem städtischen Friedhof.
Der Text ist ein Auszug aus einem Beitrag Ulla K. Schmids, der im Schopfheimer Jahrbuch 2011 erschienen ist. Leider ist keine Original‑Aufnahme von Emma Sutter überliefert.