1989

Bürgermeister Klaus Fleck: Ein älterer Mann mit grauen Haaren und einem ernsten Gesichtsausdruck trägt ein gelbes Hemd vor einem unscharfen Hintergrund.

Politische Umbrüche und ihre lokalen Folgen

Die politischen Veränderungen im Osten, insbesondere in der DDR, haben unsere lokalpolitischen Probleme viel stärker überlagert, als wir es zuerst wahrhaben wollten. Aufmerksam und zustimmend verfolgten wir das Öffnen der ungarischen Grenze, die Ausreise aus Prag und zum Schluss das Öffnen der Mauer und Grenzbarrieren der DDR. Der Strom von Aus- und Übersiedlern machte auch in Schopfheim nicht halt.

Die neu eingeweihte Hülshchenmatthalle wurde zum Notquartier und Auffanglager. Wir konnten persönliche Kontakte knüpfen, Schicksale erfahren und Optimismus kennenlernen, den viele von uns in einer solchen Situation nicht aufbringen würden. Die große Hilfsbereitschaft unserer Bürger, insbesondere aber aus Eichen, half mit, das Leben im Massenquartier ohne große Konflikte zu ertragen.

Kultureller Austausch und Perspektiven aus Osteuropa

Nach und nach wird nun allmählich die gesamte Situation im östlichen Europa offengelegt und für uns einschätzbar. Wie gut es uns hier geht, nicht nur finanziell und sozial, sondern auch in der Frage der Umweltbelastung, der persönlichen Freiheit und Mobilität, zeigt die tägliche Berichterstattung in Wort und Bild. Mancher an uns herangetragene oder geforderte Anspruch wird dann zum kleinen Problem, verglichen mit den Missständen und Zuständen für den einzelnen Bürger in Osteuropa.

In diesem Zusammenhang war auch die Begegnung mit vier russischen Künstlern aus Voronezh zu sehen, die im November in der Sparkasse ausstellten und dabei berichteten, dass sie seit ca. zwei Jahren mit freigewählten Themen arbeiten dürfen. Und kurze Zeit später konnte ein junger polnischer Maler im Park‑Café seine interessanten Werke zeigen, beredte Beispiele dafür, wie Kunst Staatsgrenzen überwindet.

Städtebauliche Erfolge und Sanierung der Altstadt

Das vergangene Jahr war jedoch auch für die Entwicklung unserer Stadt erfreulich, das Stadtbild veränderte sich weiterhin positiv. Mit dem Abschluss der Sanierung Altstadt/Bifig haben wir das wichtigste Projekt unserer Stadt in den 80er Jahren vollendet. Als Sanierungsexperte beriet ich die Stadt 1978, überzeugte den Gemeinderat zur Durchführung der Bifig‑Sanierung und konnte dann ab 1979 dies als 1. Bürger Schopfheims konsequent durchführen.

Unser »Städtle« kann sich mit seiner historischen Substanz und Neugestaltung landesweit sehen lassen. Die Neubebauung Bifig ist ein städtebauliches Kleinod mit hohem Wohnwert und dokumentiert gleichzeitig, dass eine höhere Baudichte nicht unbedingt mit räumlicher Enge verknüpft sein muss.

Innenminister Dietmar Schlee, Justizminister Dr. Heinz Eyrich, Regierungspräsident Dr. Norbert Nothhelfer und viele weitere geladene Gäste haben in einem eindrucksvollen Festakt das Ende der Sanierung gefeiert. Der Festakt war gleichzeitig Abschluss eines dreitägigen Seminars des Instituts für Städtebau Berlin, zu dem zahlreiche Experten aus der gesamten Bundesrepublik für drei Tage in Schopfheim weilten.

Kunst im öffentlichen Raum und Neubauprojekte

Kunst und Gestalten war ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr. Beeindruckend ist die künstlerische Arbeit von Leonhard Eder für die Aussegnungshalle Fahrnau, für den Brunnen in der Torstraße wurde der Rheinfelder Künstler ebenfalls beauftragt. Eine Jubiläumsspende des Markgräfler Tagblatts und weitere Spenden von Bürgern und Vereinen machen es möglich, dass dieser Brunnen bis Anfang 1991 fertiggestellt sein wird.

Bleiben wir noch beim Baugeschehen. Die »Kolonie« ist zwischenzeitlich zu einem Schmuckstück geworden, die angrenzende Neubebauung fügt sich hervorragend in das Gesamtbild ein. Nachdem die ersten Radfahrer auf der Bitukiesdecke der Umgehungsstraße die Strecke abfahren konnten, wird kaum mehr an der baldigen Fertigstellung der für die Innenstadt so wichtigen Entlastung gezweifelt.

Politische Zusammenarbeit nach den Kommunalwahlen

Die Kommunalwahlen am 22. Oktober 1989 brachten für mich und viele andere auch zahlreiche Überraschungen. Die angenehmste dabei ist, dass die Zusammenarbeit im Gemeinderat durch offene Dialoge und Kompromissbereitschaft geprägt ist und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglicht. Der Konsens über Einzelmaßnahmen innerhalb der Stadt ist größer geworden. Und das ist gut so.

Wirtschaft, Pendler und Wohnraummangel

Das Mittelzentrum Schopfheim hat seine Bedeutung innerhalb des Landkreises ausbauen können: Nach den Ergebnissen der Volkszählung 1987 pendeln nahezu 3 000 Beschäftigte nach Schopfheim ein, die gleiche Zahl von erwerbstätigen Bürgern hat einen Arbeitsplatz außerhalb der Stadtgrenzen. Die negative Pendlerbilanz vergangener Jahrzehnte konnte somit aufgefangen und ausgeglichen werden. Nur die Arbeitsplätze wachsen schneller als die Zahl der Wohnungen.

Das Wohnraumproblem ist mehr als angespannt. Mit der Bebauung an der Hirschenkreuzung Fahrnau und dem 1. Abschnitt »Bremt« wird sicherlich nur ein geringer Teil von Wohnungsproblemen zu lösen sein. Hier zeigt sich, dass die Sozialpflichtigkeit von Grund und Boden und die Verfügbarkeit von Baugrundstücken für Geschoß‑ und Mietwohnungsbau in den Gesetzen äußerst unbefriedigend gelöst ist. Auf diesen Tatbestand konnte ich als Kommunalexperte bei der Anhörung des Bundestages zum Wohnungsbau‑Erleichterungsgesetz hinweisen, nachdem der zuständige Ausschuss mich nun zum dritten Mal bei neuen Gesetzen zum Hearing einlud.

Umweltschutz und zukünftige Bauherausforderungen

Umweltschutz und Wohnungsbau werden uns in den nächsten Jahren verstärkt beschäftigen und zusätzliche finanzielle Belastungen verursachen. Mit Optimismus, Augenmaß und der Bereitschaft, eine Finanzierung nach dem Verursacherprinzip zu ermöglichen, werden auch diese Probleme gelöst werden können.

Schopfheim im Februar 1990, Klaus Fleck, Bürgermeister

1. Januar

Das neue Jahr beginnt mit Glockengeläut und Raketen. Es hat keinen Schnee, auch auf den Höhen Gersbachs nicht.

2. Januar

Aller Voraussicht nach, so weiß das MT heute zu berichten, wird Ortrun Schätzle im Juni in den Bundestag nachrücken.

Der Hausmeister des Rathauses war überrascht. Mehrere Feuerwerkskörper wurden im Rathausbriefkasten entdeckt. Zum Glück kam es nur zu einem kleinen Schwelbrand.

Dieter Ahlbrecht nimmt im Städtischen Krankenhaus seine Tätigkeit als neuer Krankenhausverwalter auf.

3. Januar

Bürgermeister Fleck konnte dieser Tage in Gersbach die Familien Becher, Kaufmann, Korde und Rollseck für 20, 25, und für 30 Jahre Ferientreue ehren.

Gewerbevereinsvorsitzender Veit sieht sich als Buhmann abgestempelt. Das Ordnungsamt ermittelt gegen ihn, da verschiedene Weihnachtsmarktbeschicker ohne entsprechende Erlaubnis gewirtet haben.

Die Aktion des MT »Leser spenden Weihnachtsfreude« erbrachte insgesamt DM 6.000,—.

Der Aldi-Lebensmittelmarkt bleibt nun in der Scheffelstraße erhalten.

4. Januar

Die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde sind unterwegs. Der Erlös soll Schulen und Kindergärten in Peru und Indonesien zukommen. Das Standesamt informiert, daß im vergangenen Jahr 110 Paare getraut wurden. Als schlechte Nachricht kann man hören, daß die Zahl der Geburten auf 156 zurückging, während die Zahl der Sterbefälle auf 281 stieg. In diesen Zahlen sind jedoch die Kinder von Schopfheimern, die in anderen Krankenhäusern zur Welt kamen, nicht berücksichtigt.

Bei den Ski-Langlaufbezirksmeisterschaften erringen die Geschwister Claudia und Christian Meier vom Skiclub Fahrnau den ersten bzw. dritten Rang in der Schülerklasse.

Die vor einigen Wochen ins Gerede gekommene Klingelanlage im Krankenhaus soll nun mit geringem Kostenaufwand wieder funktionsfähig gemacht werden.

Ohne Einigung verläuft ein Gespräch zwischen der Stadt und Anwohnern am Bifigkanal. Diese wollen das Wasserrauschen reduziert haben. Die Zeltdachlösung wird aus städtebaulichen Gründen, wie bereits im Vorjahr berichtet, abgelehnt. Ein Prozeß scheint nun unvermeidlich. Altennachmittag im katholischen Gemeindehaus: Erich Gnädig rundet den Nachmittag mit einem Lichtbildervortrag ab.

5. Januar

Die kommunalpolitischen Runden der Gemeinderatsfraktionen beginnen wieder mit der Arbeit, da die Weihnachtspause des Gemeinderates beendet ist.

Es schneit.

Die Narretei oder die fünfte Jahreszeit rüstet sich zum bevorstehenden Großeinsatz.

260.000 Glückstaler, so ist zu hören, hat der Gewerbeverein für die Weihnachtsaktion ausgegeben.

Der seit einigen Monaten in Schopfheim lebende Graphiker und Maler Jürgen Stork und seine Frau Renate Stork zeigen eine Ausstellung in der neuen Gaststätte »Sudhaus«.

Das vhs-Wintersemester-Programm erscheint.

Bewohner der neu benannten Straße »In der Kolonie« beschweren sich über den Grundstückseigner bei der Stadt. Sie empfinden die Straßenbezeichnung als diskriminierend.

Zur Jahreshauptversammlung trifft sich der Hundesportverein Fahrnau im Vereinsheim Ehner-Fahrnau. Hans Schickle wurde bei den Neuwahlen ebenso wiedergewählt wie sein Stellvertreter Wolfgang Korloch. Für 25jährige Treue zum Verein werden Hermann Münzer und Heinrich Zäh zu Ehrenmitgliedern ernannt.

6. Januar

Die SPD will in Sachen Jugendzentrum nicht locker lassen. Man will hier ein Jugendhaus, das für alle Jugendlichen der Stadt offen steht und in das auch das »Irrlicht« integriert werden könnte.

Ehrenbürger und SPD-Mitglied Walter Faller sieht bei der möglichen Installierung eines Ältestenrates einen Keil zwischen die Fraktionen getrieben.

Die Senioren des Ortsteiles Eichen werden vom Gesangverein in die »Sonne« eingeladen.

7. Januar

Mit den Gemeinderatsvorlagen erhalten die Räte eine neue Haushaltsschätzung, die um DM 1 Mio. günstiger ausfällt als die bisherige Planung. Beim traditionellen Dreikönigstreffen der SPD meint Artur Cremans, die Stadtverwaltung habe bewiesen, daß sie mit Geld nicht umgehen könne. »Wir müssen bremsen und die Euphorien dämpfen«. Spitzenhandball in der Friedrich-Ebert-Sporthalle. Die komplette Bundesligamannschaft des SG Wallau-Massenheim spielt vor ausverkaufter Tribüne gegen die Schopfheimer, die mit 36:9 unterliegen. Vladislaw Stenzel, der ehemalige Nationaltrainer, ist unter den Zuschauern.

Die Tischtennisabteilung des TV Fahrnau trägt die Vereinsmeisterschaften aus. Franco Orlando siegt bei den Jungen, während bei den Mädchen Karin Bitterlich Siegerin wird. In der Gruppe der Schüler steht Wolfgang Maier auf dem Siegerpodest. Im Doppel haben die Abonnementsieger Ganter/Schwald überraschend gegen Rätz/Fischer das Nachsehen. Im Einzel setzt sich der Routinier Peter Ganter souverän durch.

Ein Generationswechsel vollzieht sich bei der Generalversammlung des Schäferhundevereins Langenau. Franz Schattenkirchner gibt den Vorsitz an André Herzog ab. Manfred Schäuble bleibt als Vize im Amt. Fußball mit Herz wird beim C- und D-Jugendmannschafts-Hallenfußballturnier in der Friedrich-Ebert-Halle gespielt. Der SVS lud Mannschaften aus Frankreich, der Schweiz und der BRD ein.

8. Januar

Ganz im Zeichen der Harmonie steht die Generalversammlung des Gesangvereins Raitbach unter dem Vorsitz von Heinrich Strittmatter. Die Neuwahlen bestätigen den Vorstand. Höhepunkt des vergangenen Jahres war das Vereinsjubiläum.

In Schopfheim sind an das Kabel bisher 1.326 Wohneinheiten angeschlossen, verlautbart die Bundespost. Man ist zufrieden. Es können bis zu 2.500 Einheiten angeschlossen werden.

In diesen Tagen jährt sich der 20. Geburtstag des evangelischen Jugendheimes in Gersbach. Gebaut wurde die Hütte allerdings schon in den 20er Jahren von Mitgliedern des Zwinglibundes aus Basel.

In der »Sonne« in Eichen trifft sich die SG zur Generalversammlung, Julius Wassmer bleibt weiterhin Vorsitzender.

Hochklassiges Tennis bei den Bezirksmeisterschaften. Katja Senn aus Schopfheim wird bei den Juniorinnen Vizemeisterin.

Roland Steinebrunner wird erneut Stadtschützenmeister. Turnusgemäß wird die Meisterschaft in diesem Jahr in Maulburg ausgetragen.

9. Januar

Die SPD will dem Verkauf von städtischen Wohnungen nur dann zustimmen, wenn diese an die Mieter selbst verkauft werden. Sie erinnert in einer SPD-Runde an die Verdienste der Stadt im Wohnungsbau der Nachkriegszeit. Solche Errungenschaften will man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

Mit denkbar knappem Ergebnis verabschiedet der Gemeinderat den Haushalt 1989. 16 Ja- gegen 15 Nein-Stimmen setzen die Einnahmen und die Ausgaben auf DM 52.050.000,— fest. Der Verwaltungshaushalt ist mit DM 40.235.000,— und der Vermögenshaushalt mit DM 11.815.000,— festgeschrieben. Die knappe Entscheidung für den Haushalt resultiert vor allem aus der offenen Finanzierungsfrage. Die SPD, die GRÜNEN und die FDP lehnen eine Finanzierung des Haushaltes mit dem Verkauf von Immobilien ab. Sie würden eher eine Neuverschuldung hinnehmen, wogegen sich die Freie Wähler Vereinigung und die CDU ausdrücklich stellen.

Architekt Dürr stellt eine geänderte Planung für das Baugebiet »Auf der Bremt« dem Gemeinderat vor. Es sind nur noch einige Änderungen vorzunehmen, danach wird der vom Grundsatz her gebilligte Plan weiterberaten.

Im Gemeinderat ist zu hören, daß eine Einigung mit den Metzgern in Sachen Schlachthaus in Sicht ist.

Stadtrat Selz meint in der Gemeinderatsdebatte, der Pflug sei in einem desolaten Zustand. Die Treppe zum Jugendzentrum sei aus der Verankerung gerissen und man habe auch versucht, die Reste der ehemaligen Bibliothek zusammenzuschlagen.

Gut besucht war das Dreikönigsspiel der Waldorfschule, das Lehrer und Freunde dieser Schule in der Vicemooshalle aufführten.

10. Januar

Der Kulturring hat erstmals eine Operette in seinem Programm. Das Ensemble und das Orchester der Niedersächsischen Kammeroper Hannover gastieren mit dem »Vogelhändler« vor vollbesetztem Haus.

Die CDU-Fraktion stellt einen Antrag auf eine Energiedebatte im Gemeinderat.

11. Januar

Noch hat die all-Bau keinen Mieter für das künftige Kaufhaus. Kaufring ist weiter im Gespräch, will jedoch die Mietbedingungen von all-Bau nicht akzeptieren.

67 Schüler am THG beginnen mit der Ablegung ihrer Reifeprüfung. Der zweite Teil des Abiturs ist für den 11. und 12. Mai vorgesehen. Vollbesetzt ist die Stadthalle zur Verlosung des Hauptgewinnes, den der Gewerbeverein bei der Weihnachtsaktion ausgesetzt hat. Glücklicher Gewinner des Abends ist Mykremin Gercek, ein türkischer Junge, der vor acht Jahren in Schopfheim zur Welt kam. Die Schlüssel für das neue Auto nehmen seine Eltern in Empfang.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird entfernt.

Schopfheimer Lehrer ärgern sich über die Arbeitszeitverkürzung, wie sie der Kultusminister verordnet hat. Viele sind der Meinung, es müßten neue Lehrer eingestellt und kein zusätzlicher Urlaub gewährt werden. Die GEW-Vorsitzende Gisela Sevecke will am 25. Januar eine Fahrt nach Stuttgart zur Teilnahme an einer Demonstration organisieren.

Das Sportheim auf dem Wiechser Sportplatz kann nun gebaut werden, obwohl bei durchgeführten Probebohrungen Gasbildungen auf der ehemaligen Hausmülldeponie festgestellt wurden.

In einem Kommentar meint Marlies Jung von der BZ, daß das Vertrauen der Bevölkerung in den Gemeinderat verloren gehe. Sich kompromißbereit zu zeigen, habe nichts mit dem Verlust der Ehre zu tun, meint sie weiter, und greift damit die Diskussion um den Haushalt 1989 auf.

13. Januar

Die SPD verbreitet beim Dreikönigstreffen in Sachen Bibliothek Unwahrheiten, so Bürgermeister Fleck, der heute im MT mit einer Stellungnahme reagiert.

Stadtrat Kurt Härzschel wendet sich in einem Leserbrief gegen Äußerungen der SPD während des Dreikönigstreffens. Er meint, diese Entgleisungen ließen für einen Wahlkampf nichts Gutes erwarten.

Vor 20 Jahren wurde der Abwasserverband Mittleres Wiesental gegründet. Dieter Leppert erinnert an die Anfänge des Verbandes und weist insbesondere auf die Vorarbeit von Regierungsoberbaurat Kiessel vom Wasserwirtschaftsamt hin.

Die neuen Bänke werden am Kronenbrunnenplatz aufgestellt. In das 125jährige Vereinsjahr geht der Gesangsverein Fahrnau. Dies wird bei der Generalversammlung deutlich, die Manfred Vogt ebenso im Amt bestätigt, wie seinen Stellvertreter Heinz Hinz.

Gustav Greiner wird auch weiterhin den Imkerverein führen. Der Verein hofft, daß stadteigene Brachen, beispielsweise Böschungen und Waldränder, mit bienengerechten Sträuchern bepflanzt werden; eine Anregung, die man sicher bei der Stadt noch diskutieren muß und auch mit dem Schwarzwaldverein besprechen sollte, so ist es aus der Generalversammlung zu hören.

Für 50jährige Mitgliedschaft wird Gretel Müller bei der Generalversammlung des katholischen Kirchenchores geehrt und mit einer Ehrenurkunde des Diözesan-Cäcilienverbandes ausgezeichnet. Albrecht Kordeuter bleibt Vorsitzender des Chores.

14. Januar

Mit viel Aufwand wird in einer fast dreistündigen Aktion der Narrenbaum durch D’Enninger aufgestellt. Er steht nun vor dem Kronenbrunnen. Auf ein erfolgreiches Jahr blickt man bei der Generalversammlung des Turnvereines Langenau zurück. Der Vorsitzende Gerd Franke weist darauf hin, daß man in diesem Jahr das 25jährige Vereinsjubiläum feiert. Hermann Reinhard begrüßt rund 80 Mitglieder bei der Generalversammlung der AWO. Als Höhepunkt kann die Ausrichtung des Delegiertentreffens im vergangenen Oktober gesehen werden. Die Neuwahlen bestätigen den bisherigen Vorstand weitestgehend. Die SPD lädt zu einem Pressegespräch ein. Sie will in die Offensive gehen, um, wie sie meint, so manches richtigzustellen. Es sei der SPD nicht um die Bibliothek gegangen, sondern einzig darum, am Beispiel der Bibliothek die Problematik der Schopfheimer Politik zu verdeutlichen. Hart gehen die vier Sozialdemokraten Artur Cremans, Walter Faller, Jost Noller und Robert Zapp mit dem Stadtoberhaupt ins Gericht. Der Kulturring lädt erstmals zu einem Neujahrskonzert in die Stadthalle. Die Weiler Orchestergesellschaft spielt mit den Solisten Alicia Conrad (Klavier), Alejandro Rutkauskas (Violine) und Carlos Conrad (Violoncello) Werke von Beethoven und Bizet unter der Leitung von Fridolin Uhlenhut. Im Gasthaus »Kranz« trifft sich der Tanzsportclub zur Generalversammlung und wählt Heidi Pomarenke zur neuen Vorsitzenden. Walter Flößer reagiert für die Freie Wählervereinigung mit einem Leserbrief auf das Dreikönigstreffen der SPD. Erneut feiert in Poligny eine Frau das Fest des 100. Geburtstages. Eugen Herzog schreibt in seinem Monatsbrief, daß im Dezember Marie Thiebaut dieses Jubiläum feiern konnte. Er erinnert in seinem Brief an die Geschichte der Feuerwehr, wie diese nach der Französischen Revolution entstanden ist. Vor einigen Tagen, so weiß er zu berichten, ist auch eine Tennishalle in der Partnerstadt eröffnet worden. Die Bürgermeisterwahlen im März werfen bereits Schatten voraus. So ist zu lesen, daß sich Bürgermeister Tinguely wieder aufstellen lassen will. Rundum zufrieden war der Fußballverein Fahrnau bei der Generalversammlung im Vereinsheim. Auch der Vorsitzende Jürgen Jäckh wurde wiedergewählt. Martin Krafft wird künftig als Zweiter fungieren, nachdem Uli Naatz nicht mehr kandidierte. Bombenstimmung herrscht beim Narrentreffen der Fahrnauer Chrattenhexen in der Festhalle. Raitbachs Musiker treffen sich in der Gemeindehalle zur Generalversammlung. Der bisherige Dirigent Gerd Rotzinger spielt nun bei den Aktiven mit. Roland Helde aus Nollingen übernimmt das Dirigat.

15. Januar

Labib Sharaf liest aus seinem Werk »Ein Mann ohne Identität« in der neuen Gaststätte »Sudhaus«.

16. Januar

Dieser Tage trifft sich die TSG-Badmintonabteilung zur Abteilungsversammlung. Abteilungsleiter Thomas Spohn gibt das Amt an Artur Seger ab.

Der Hauptausschuß beschließt, keine Änderung in der Gemeinderatsarbeit eintreten zu lassen. Die Stadtverwaltung hat vorgeschlagen, künftig einen dreiwöchigen Sitzungsrhythmus zu organisieren.

17. Januar

Die Staatsanwaltschaft Waldshut stellt das Verfahren wegen der mysteriösen Verletzung eines Babys im städtischen Krankenhaus ein. Bekanntlich hat ein einen Tag altes Baby einen Schädelbruch erlitten. Mangelnde Hinweise führten zur Einstellung des Ermittlungsverfahrens.

Das Verkehrsministerium in Bonn hat der vorgelegten Weiterführung der B 317 von der Kürnberger Straße an mit einem Lange-First-Tunnel zugestimmt.

Johann Baptist Heinemann, der fast vierzig Jahre an der Schopfheimer Volksschule Lehrer war, verstirbt im Alter von 89 Jahren.

18. Januar

Die Brandversuche im Haseler Tunnel laufen an. Die eigentlichen Versuche sollen aber erst im Mai oder Juni beginnen.

Dieser Tage gastierte Volkmar Staub, Autor der Kabarettgruppe »Din A Dry«, im Kulturcafé »Irrlicht«. Es war ein Kabarett der Spitzenklasse, wie man hört.

Venezianische Masken, die der Schopfheimer Bernd Mühlbach modellierte und gestaltete, sind in der Sparkasse zu sehen.

19. Januar

93 Mitglieder, davon 21 Aktive, zählt der gemischte Chor Kürnberg, der dieser Tage die Generalversammlung hatte und seit einigen Monaten von Dietmar Eisfeld aus Wehr geleitet wird.

Bei Verkehrskontrollen in Gündenhausen wurde ein Kraftfahrer mit 85 km/h durch die Radarkontrolle festgestellt.

Der gemeinsame Ausschuß tagt im Rathaus über den Flächennutzungsplan.

20. Januar

Auf der Freifläche beim Hirschendreieck in Fahrnau soll ein SB-Markt entstehen. Die Stadtverwaltung ist jedoch gegen einen solchen Plan. Bei der vor einigen Tagen stattgefundenen Jahresversammlung der evangelischen Kantorei wurde Johanna Weber erneut Kantoreiobfrau. Stellvertreter ist Dr. Ottmar Nübling. Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Kantorei erhielt Karin Polarzyk eine Ehrung, für 30 Jahre Siegfried Klemm und für 40 Jahre Margret Stein.

Die Naturfreunde publizieren ihr Jahresprogramm.

Einen Verkehrsleitplan und das Pflugareal als Bestandteil des Bebauungsplanes möchte die Verkehrswacht realisiert wissen.

Die Baubetreuungs GmbH, die noch 24 Eigentumswohnungen am Bifig errichten wollte, will dieses Gebäude nun für Aussiedler erstellen, ist zu hören.

In der Sitzung des Kreissozialausschusses erinnert Landrat Otto Leible noch einmal an die Sendung des SWF vom 17. Dezember 1988, die sich mit der Verpflegung im Markus-Pflügler-Heim in Wiechs beschäftigte.

»Die Sendung war unter dem Strich für uns nicht akzeptabel«, urteilt er und erinnert daran, daß ein Brief von ihm bisher von der Intendanz des SWF nicht beantwortet worden sei.

Die Aussegnungshalle in Fahrnau ist im Rohbau fertig. Zimmermeister Karlheinz Greiner spricht den Richtspruch beim Richtfest mit Bauherren und Handwerkern.

»Kunst war noch nie billig.« Unter diesem Thema steht eine Podiumsdiskussion in und um das »Irrlicht«.

Die Feuerwehr hat Generalversammlung. Fritz Kropf wird dabei für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Der Bürgermeister war bei dieser Hauptversammlung in seinem Rückblick stolz auf die tatkräftige Wehr der Stadt mit all ihren Abteilungen. Erstmals verlief die Generalversammlung mit einem hauptamtlichen Kommandanten.

»Onkel, Onkel«, ein Theaterstück von Günter Grass, wird im Museumskeller vom Theaterkollektiv Lörrach an zwei Abenden aufgeführt. Der Besuch ist jedoch mäßig.

21. Januar

Bürgermeister Fleck wird von »Dieter vom Himmelreich«, dem neuen Stadthalter, im Rathaussaal entmachtet. Es geht danach zum ersten Zunftabend in die Stadthalle.

Schopfheims bekannte Akteure, erstmals ohne Gotti Schleer, bieten wiederum einen Zunftabend, der eine großartige Stimmung unter dem Kupferdach zur Folge hatte.

Die Skikurse müssen wegen Schneemangels abgesagt werden.

Auf ein 20jähriges Bestehen der Filiale Langenau blickt der Vorstand der Sparkasse zurück. Die Außenstelle wird derzeit von Otto Bieri geleitet. Siegfried Schmieg verläßt den Gesangverein Wiechs. Der Chor sucht einen neuen Leiter.

Der Schwarzwaldverein hat Generalversammlung.

Sie war einst hoch gelobt, ja geradezu verhätschelt, die Heizzentrale im Bifig. Nach sieben defizitären Jahren versucht die Stadt nun, diese an das KWR abzustoßen, so ist dem MT zu entnehmen. Kommt in die St. Michaels-Pfarrei Ost nun doch bald ein neuer Pfarrer? Dem Vernehmen nach soll sich ein Vikar für die Stelle interessieren.

Der längst geforderte Radweg von Langenau nach Enkenstein kann, so sagt die Straßenbauverwaltung, 1991 realisiert werden.

Reibungslos verläuft die Generalversammlung des Musikvereins Wiechs. Ohne Probleme und sehr zügig wird Reinhold Hagist erneut zum Vorsitzenden gewählt.

Bei der Generalversammlung des Singkreises Schopfheim trennt man sich von der Chorleiterin Myrtle Sheller. Lilo Betzold wird, bis eine neue Chorleitung gefunden ist, die musikalische Leitung übernehmen. Nach 14jähriger Tätigkeit als erster Vorsitzender bat Werner Opitz um Ablösung. Helga Lützelschwab wird nun als erste Vorsitzende, zusammen mit Friedrich Allmannsberger als Vize, den Verein leiten.

22. Januar

Der Friedhof Fahrnau erhält nach dem Willen des Gemeinderates nun eine künstlerische Ausschmückung, die vom Bildhauer Leonhard Eder gestaltet wird.

Lebhaft diskutiert man im Gemeinderat auch darüber, ob am Haus Hauptstraße 62/64 künftig Arkaden gebaut werden sollen. Die Verwaltung meint, daß dies aus städtebaulicher Sicht nicht notwendig sei und das Landesdenkmalamt sich außerdem dagegen ausspreche. Der Gemeinderat hingegen will an der Arkadenlösung festhalten.

Erst vor einigen Wochen beschloß der Gemeinderat, die renovierten Häuser an der Wiechser Straße mit der Straßenbezeichnung »In der Kolonie« zu versehen. Der Beschluß wird nun nach Einsprüchen des Eigners revidiert und erhält die Bezeichnung »Am Floßgraben«.

Den Antrag, einen eigenen Sozial- und Krankenhausausschuß wieder einzuführen, hat die CDU bis nach der Gemeinderatswahl zurückgezogen.

In öffentlicher Stadtratssitzung werden erneut Klagen von Bifigbewohnern über die zu hohen Heizkosten vorgetragen.

24. Januar

Vertreter des BUND, Ortsgruppe Wehr und Schopfheim, sowie des Schwarzwaldvereins, der AG Dinkelberg und der Eisenbahnfreunde treffen sich auf Einladung der GRÜNEN, um über die Brandversuche zu sprechen. »Notfalls«, so sagt Peter Schmidt, »setzen wir uns vor den Tunnel, wenn wir auf legalem Wege nichts erreichen.«

Die Sternsinger-Aktion erbrachte in diesem Jahr DM 9.393,67.

In etwa zwei bis drei Wochen rechnet die Stadtverwaltung mit einer Antwort des KWR, ob diese die Bifigheizzentrale übernehmen will. Franz Schäuble begrüßte vor einigen Tagen die Mitglieder des Krankenunterstützungsvereins Fahrnau zur 108. Generalversammlung. Er wurde in offener Wahl ebenso wiedergewählt wie sein Stellvertreter Peter Schil- ler.

25. Januar

»Los Crotalos«, eine Freiburger Flamencogruppe, tanzt im Sudhaus.

Prof. Dr. Gerold Blümle wird bei der Generalversammlung des Ortsverbandes der FDP als Vorsitzender bestätigt. Als Stellvertreter stehen ihm weiterhin Peter Schelb und Alfred Bühler zur Seite. Bei der Versammlung spricht man über die Unsitte der Plakatiererei und will nun die anderen Parteien bitten, während des Kommunalwahlkampfs auf Plakate zu ver- zichten.

26. Januar

Das Projekt »Jugendwohngruppe« in der Hammerschmiedgasse in Fahrnau wird von der Michaelsgemeinschaft aufgegeben. Man will in den Räumen eine Kinderheimgruppe unterbringen.

Das Landgericht Waldshut hat die Heimbau verurteilt, die Mieterhöhungen auf Grund von Staffelmietvereinbarungen zurückzuzahlen.

Ursula Späth, Ehefrau des Ministerpräsidenten, ist in Schopfheim. Für den Gewerbeverein überreicht Dr. Thomas Wieland der Präsidentin der »AMSEL« einen Scheck in Höhe von DM 1.250,—.

Den Ortsbauausschuß beschäftigt der Wiederaufbau des Gretherhofes auf den Sengelen. Man ist skeptisch über die vorgesehene Nutzung, da man nicht weiß, für wen dieses Gebäude nun wieder aufgebaut werden soll.

Auf der Eichener Höhe muß ein Hubschrauber zur Rettung eines Kleinkindes landen. An einen Start ist jedoch wegen Nebels nicht zu denken. Mit Hilfe der Polizei kann der Hubschrauber doch nach Wehr fliegen. Am Tag danach war er wieder einsatzklar.

Zur Seniorenfasnacht im katholischen Gemeindehaus kommen weniger Besucher, als man erwartete.

27. Januar

Der Ortschaftsrat Langenau beschäftigt sich dieser Tage mit einer beabsichtigten Recyclinganlage für Baumaterial bei der Mülldeponie. Nicht alle werden dieser Anlage zustimmen, weil man noch mehr Schwerlastverkehr durch den Ortsteil befürchtet.

Zum 1. April 1989 wird Pfarrvikar Albrecht Berbig nach Schopfheim versetzt und mit der Versehung des Pfarrdienstes in der St. Michaels-Gemeinde Ost beauftragt.

Antje Ufer dirigiert nun den Gesangverein Konkordia Gersbach, nachdem der bisherige Dirigent Hachmann wegzog. Die Wahlen bei der Generalversammlung bestätigen die bisherige Vorstandschaft mit Ernst Frieder Schmidt als Vorsitzendem.

Fahrnaus Narren beginnen die Fasnacht mit ihrem ersten Zunftabend. Man ist richtig in Fahrt. Neu bei den Akteuren ist Rolf Detterbeck, der als Hansi vom Rosengarten das Publikum begeistert. S’Bärbele und S’Klärle aus Zell waren auf Schopfheim und Fahrnau bestens eingestellt und begeisterten das närrische Publikum.

Zur 106. Generalversammlung trifft sich der Musikverein Fahrnau im Probelokal. Thomas Hoyer bleibt Vorsitzender.

Schüler des THG konzertieren mit Werken von Cherney bis Vivaldi im Musiksaal der Schule.

Der Verkehrsverein Gersbach schaut bei seiner Generalversammlung auf ein gutes Jahr zurück. Man verzeichnet eine 17%ige Zunahme bei den Gästeübernachtungen. Dies freut den Vorsitzenden Klaus Stark sehr, zumal die Zahlen weit über dem Durchschnitt des Landes liegen.

In der evangelischen Kirche in Fahrnau gestalten die Oboisten Ingo Balzer und Xaver Duss, zusammen mit dem evangelischen Kirchenchor unter der Leitung von Ino Mantei, ein geistliches Abendkonzert.

28. Januar

Die SPD stellt die Weichen zur bevorstehenden Hauptversammlung. Meinrad Rümmele berichtet über die Vorbereitungen zur Kreistagswahl und sagt, daß bislang schon drei Frauen zur Kandidatur bereit seien. Die SVS-Jugend sammelt zu Gunsten des Selbsthilfevereins für krebskranke Kinder am Marktplatz DM 1.040,—.

»Wir können auf ein aktives Vereinsjahr zurückblicken«, stellt zufrieden Vorsitzender Wolfgang Greiner bei der Generalversammlung des Gesangvereines Wiechs fest. Einiges Kopfzerbrechen bereitet allerdings das Ausscheiden des Dirigenten.

Es scheint sich mit den Metzgern ein Kompromiß über den weiteren Betrieb des Schlachthofes anzubahnen. Die Stadt hat diesen ein Angebot unterbreitet, über das sie nun sprechen und entscheiden müssen.

Die Wartelisten im evangelischen Kindergarten »Lus« werden nicht kürzer. Langenauer Eltern überlegen derzeit, ob man im Ortsteil nicht eine Spielstube einrichten könne, da ohnehin die meisten »Lus«-Anmeldungen aus Langenau sind.

Im »Maien« hält der Gesangverein Langenau die Generalversammlung ab. Walter Kindorf, Vorsitzender des Vereines, läßt das Vereinsjahr Revue passieren. Er sieht als Hauptaufgabe die Gewinnung neuer Sänger für den augenblicklich 173 Mitglieder zählenden Verein. Die Zahl der Sänger beläuft sich nur noch auf 22. Kindorf selbst bleibt für die nächsten zwei Jahre Vorsitzender.

Erika Thoma und Hartmut Heise werden weiterhin die Naturfreunde führen. Die Generalversammlung bestätigte beide in den Ämtern.

29. Januar

Alexander Dettmar stellt mit dem Kunstverein sein Oeuvre im Heimatmuseum aus.

Das Streichquartett des Hessischen Rundfunks konzertiert mit Werken von Mozart, Haydn und Tschaikowsky im evangelischen Gemeindehaus. Das vhs-Konzert bot wahrlich hohe Kunst, die das Publikum begeisterte.

30. Januar

Der Tennisclub will bis Ende Mai eine Werbeaktion für Mitglieder starten und senkt dazu die Aufnahmegebühr. Vorsitzender bleibt bei der Generalversammlung Walter Geng mit dem Vize Matthias Mrachacz.

Der Reitverein Schopfheim wählt bei der jüngsten Generalversammlung in der »Blume« in Schlechtbach Volker Trefzger zum Vorsitzenden. Hans Klemm kandidierte nicht mehr.

Der Ortsbauausschuß besichtigt bei der Mülldeponie Gelände, auf dem eine Bauaushubrecyclinganlage errichtet werden soll. Von der Sache her begrüßt man eine derartige Anlage, hält den Standort jedoch für nicht geeignet.

Die Ampelanlage in Langenau gibt erneut Gesprächsstoff. Man will nun, daß Radarkontrollen durchgeführt werden.

Erstmals soll mit einem Ortsschild auf »Gündenhausen« hingewiesen werden.

Der Ortsbauausschuß beschließt eine Fülle von Straßen, auf denen künftig eine Tempobeschränkung von 30 km/h gilt.

Die Feuerwehr muß zu einem Großbrand nach Hasel ausrücken.

In der Ortschaftsratssitzung in Wiechs plädiert Ino Hodapp auch dafür, Tempo-30-Zonen im Ortsteil einzurichten.

Frau Dr. Jopski fragt im Umweltausschuß nach, ob es zutreffe, daß vor einigen Jahren Untersuchungen über den PCB-Gehalt in Socken der Firma Arlington vorgenommen wurden. Der Unternehmenssprecher Poralla meint, daß seit Anfang der 80er Jahre die Verpflichtung bestehe, keine umweltbeeinträchtigenden Stoffe zu verwenden und sagt weiter, die Anfrage der GRÜNEN beziehe sich auf ein Gutachten des Kantonallaboratoriums Basel aus dem Jahre 1984. Geringe PCB-Mengen wurden damals gefunden, sind aber seither aus der Produktion herausgenommen worden.

Drillingsgeburt in Schopfheim. Im Basler Frauenspital erblicken Bianca, Natalie und Julia Dargatz das Licht der Welt. Mutter Rita und Vater Hanspeter, die in Schopfheim in der Johann-Karl-Grether-Str. 3 wohnen, freuen sich über das seltene Ereignis.

31. Januar

Mit Beginn des nächsten Monates geht Herbert Weniger, der bisher den Schopfheimer Privatwald als Förster betreut hat, in den Ruhestand. Er ist seit 1953 im Forst beschäftigt.

Bei der Generalversammlung des Musikvereines Gersbach ergaben die Wahlen keine Änderungen im Vorstand. Frieder Blum wurde in seinem Amt bestätigt. Der nicht mehr kandidierende Herbert Weniger gab das Amt des zweiten Vorsitzenden an Dietmar Ühlin ab.

Hartmut Bertsch diskutiert als Umweltbeauftragter der Stadt in einer BUND-Veranstaltung über Möglichkeiten des Umweltschutzes.

1. Februar

Die Fasnacht beginnt mit den Hemglunkiumzügen und den anschließenden Glunkibällen in der Stadthalle sowie in der Fahrnauer Festhalle.

Beim nachmittäglichen Altentreffen im evangelischen Gemeindehaus war Fasnacht Trumpf.

2. Februar

Unterwegs mit seinem Gefolge ist »Dieter vom Himmelreich«, um den seit einigen Jahren nun traditionellen Ohm einzutreiben.

Vor dem obligaten Kuttelnessen im »Hans Sachs« gab es dort noch mit Senf gefüllte Berliner zu speisen.

Der Gemeinderat Wehr will die Brandversuche im Haseler Tunnel verhindern. Gegen Versuche mit Holz hat man nichts einzuwenden, lehnt jedoch die Verbrennung von Kunststoffen ab. Der Gemeinderat dieser Nachbarstadt setzt dem Forschungsministerium eine Frist von vier Wochen zur Entscheidung, andernfalls will man eine einstweilige Verfügung gegen die Versuchsreihe erreichen. Bürgermeister Denzinger ist vom Vorgehen und den Erfolgsaussichten überzeugt.

Zu lasch wird nach Ansicht des BUND der Umweltschutz im Bereich der Gewässerschutzzonen gehandhabt.

3. Februar

Neun Schüler aus der letztjährigen elften Klasse am THG haben beim bundesweit ausgeschriebenen Schreib-Wettbewerb mit einer Geschichte über den France Comté in Poligny einen zweiten Preis zuerkannt bekommen.

Auch in Gersbach beginnt sich die Fasnacht zu etablieren. Die Latschi-Clique lädt zu einem Maskenball in die Aula der Schule ein.

5. Februar

Herrlicher Sonnenschein begleitet die Narren und ihren Umzug durch die Stadt. Der Bürgermeister war Hauptthema des närrischen Treibens. Er wird gar als Dreigestirn - Bürgermeister, Stadtplaner und Chefarzt - verkörpert dargestellt.

Gottis Schnitzelbank, vorgetragen durch Hanspeter Greiner, findet Anklang in den Schopfheimer Gasthäusern.

6. Februar

Die Kinderumzüge mit den kleinsten Narren ziehen durch die Stadt. Die Narrenzunft Schopfheim stellt den Kinderumzug erstmals unter ein Motto und lädt zum Narrentreiben auf dem Marktplatz ein.

Gähnende Lehre herrscht beim Narrengericht im Rahmen des Rosenmontagsballs in der Fahrnauer Festhalle. Dort wurde Rolf Nabbefeld zur Verantwortung gezogen. Dieses zweite Narrengericht war auch das letzte, da die Attraktivität nicht groß genug war, so der Präsident der Gesellschaft, Adolf Schilling.

Der Winterschlußverkauf ist nicht zur Zufriedenheit der Händler zu Ende gegangen. Das Wetter war einfach zu frühlingshaft, ist zu vernehmen.

7. Februar

Der Narrenbaum wird abgenommen.

Schopfheims Narren verbrennen ihren Glunki beim Kronenbrunnen und »Dieter vom Himmelreich« nimmt dabei Abschied von der Fasnacht. In Fahrnau hält Dieter Nestle Rückblick auf die kurze, aber prächtige Narrenzeit, bevor man auch dort den Fasnachtskerli den Flammen übergibt.

8. Februar

Obligat ist auch dieses Jahr das Heringsessen im Zunftkeller, mit dem die Fasnacht beendet wird.

Die Narren in Langenau und Wiechs beginnen mit ihren Hemdglunkiumzügen die Buurefasnacht.

Die erste Wirtschaftsstrafkammer des Mannheimer Landgerichtes tagt im Amtsgericht, um Licht in die dubiosen Geschäfte um den Berliner Popitzweg zu bringen. Ein Schopfheimer Immobilienmakler und eine hiesige Bank sind in das Verfahren verwickelt.

9. Februar

Im Haseler Tunnel wurden nun doch Fledermäuse entdeckt. Dies kann zu Verzögerungen bei den Brandversuchen führen. Der Naturschutz schlägt vor, von Oktober bis März die Fledermäuse im Winterquartier in Ruhe zu lassen, und erst danach mit den Versuchen und dem Auskleiden des Tunnels zu beginnen. Zum nächsten Winter soll das Tunnel dann den Tieren wieder als Winterquartier dienen.

Der Ortsbauausschuß besichtigt das Baugebiet Rebacker-Rütteberg. Über vorgelegte Planvarianten kommt es dabei zu Unstimmigkeiten.

Bürgermeister Fleck ehrt drei Familien aus dem Raum Hamburg, die teilweise seit 30 Jahren ihre Ferien in der Gersbacher »Mühle« verbringen.

10. Februar

Der Gemeinderat beschließt, dem Betreiber des Kinos »Scala« einen jährlichen Zuschuß in Höhe von DM 6.000,— zu bezahlen, um den Fortbestand dieses Schopfheimer Lichtspielhauses zu sichern. Das Kino soll in Kürze umgebaut und modernisiert werden.

Werner Müller schreibt in seinem heutigen MT-Kommentar, es sei schlimm, daß auch in Schopfheim die Narren offenbar nicht um dumme Ausländerwitze herumkämen.

11. Februar

Die Schopfheimer CDU will beim kommenden Kommunalwahlkampf nicht auf die Plakatierung verzichten. Man reagiert auf einen Vorschlag der FDP, die dies anregte.

Das bestgehütete Geheimnis für die Fasnachtssaison in Wiechs ist gelüftet. Prinz Franz II., bürgerlich Franz Eisenmann, wird das Narrenzepter in den nächsten Tagen führen.

In seinem Monatsbrief äußert sich Eugen Herzog aus der Partnerstadt. Er weiß, daß der neue Club 89 derzeit fleißig arbeitet, um für die Festlichkeiten des 200. Jahrestags der Französischen Revolution ein Freilichtspiel aufzuführen. Im Monat März, so schreibt er, soll ein neuer Gemeinderat gewählt werden, doch sei über die Kandidatenaufstellung noch nichts bekannt.

Das extrem milde Winterwetter sehen die Skiclubs der Stadt mit wachsender Besorgnis.

Stimmungsvoll und hoch gings beim Rätschobe in Langenau zu. Ein närrisches Ereignis, das nun schon Tradition hat.

12. Februar

Großer Fasnachtstrubel in Wiechs. Wie jedes Jahr, werden lokale Themen beim Umzug auf den verschiedensten Wagen glossiert.

Die Scheibenfeuer brennen auf den Höhen um die Stadt.

13. Februar

Die Geschichte der Lokalzeitungen im Markgräflerland ist Thema einer Ausstellung, die in der Volksbank gezeigt wird.

Ino Hodapp und Dr. Eva Maria Jopski sowie Jürgen Brokatzky kandidieren bei der nächsten Gemeinderatswahl nicht mehr für die GRÜNEN.

Auch Schopfheimer fahren mit Pkw's oder mit den eingesetzten Sonderzügen zum Morgenstreich nach Basel.

Kinderumzug in Wiechs.

Die Stadträte Flößer und Andris plädieren dafür, das Jugendzentrum und das Sportheim unter einem Dach zu vereinen. Der Gemeinderat will dies jedoch nicht.

Pfarrer Gerhard Trautwein aus Gersbach stellt wunderschöne Fotografien des Ortsteiles in der Stadtbibliothek aus.

Die Stadtmusik wirbt Jugendliche zur Mitwirkung in der Jugendkapelle.

Das Schopfheimer Schlachthaus scheint nun gerettet. Für die Sanierung will die Stadt DM 350.000,— zur Verfügung stellen, da die Metzger sich bereit erklärten, das Haus mit einer Jahrespacht zu übernehmen und selbst zu betreiben. Der Pachtvertrag, so ist zu hören, liegt unterschriftsreif vor.

Auf zehn Jahre Amtszeit blickt Bürgermeister Klaus Fleck bei seinen Bürgergesprächen, die er in allen Ortsteilen durchführen wird, zurück. Im Laufe der nächsten drei Wochen werden diese Bürgergespräche in Anwesenheit aller Amtsleiter der Verwaltung stattfinden. Das erste Bürgergespräch in Schopfheim war jedoch nicht von großem Interesse geprägt, es kamen nur 34 Personen.

Die Wiechser Narren verbrennen ihren Fasnachtskerli.

15. Februar

Schopfheimer Vereinsvertreter treffen sich mit dem Bürgermeister im Rathaussaal, um über die Zukunft des Städtlifestes zu sprechen. Man will weg vom bisherigen Standort und das Fest zur gewohnten Zeit in die Altstadt, ähnlich wie beim SWF-Fest, verlegen. Fahrnau will mitmachen, hält aber am eigenen Dorffest weiterhin fest.

Im Gewerbepark Sanio stünden für DM 24.000,— Jahresmiete insgesamt 236 m² für die Weiterführung des »Irrlicht« zur Verfügung. Über das Angebot wird man nun sprechen müssen.

Die Stadt will das Gebäude Gottschalkweg 5 den Mietern zum Kauf anbieten.

16. Februar

Erneut wird die Stadthalle zur Antiquitätenschau. Sie hat mittlerweile bereits einen Namen und zieht Interessenten aus einem weiten Umkreis an.

Die Stadt beabsichtigt, für ihre städtischen Wohnhäuser die Mieten anzuheben. Bisher verlangte sie zwischen DM 1,66 und DM 5,83 für den Quadratmeter. Nun sollen die Mieten auf Richtwerte von DM 3,50 bis DM 6,— angehoben werden.

Optimistisch ist Bürgermeister Fleck, wenn er meint, daß bereits 1990 die ersten Autos die B 317-Umfahrung bis zur Wehrer Straße nutzen können.

Die SPD wählt bei ihrer Generalversammlung im Parkcafé einen neuen Vorstand. Der seit sechs Jahren amtierende Vorsitzende Bernhard Kuri gab das Amt ab. Bei der Wahl siegte schließlich Dr. Jost Noller vor seinem Gegenkandidaten Ulrich Stölzle. Dr. Noller führt nun die Partei zusammen mit Rolf Strohm, Angelika Keil, Inge und Robert Zapp und Hannelore Kaiser. Ulrich Stölzle wurde in den achtzehnköpfigen Beirat gewählt.

17. Februar

Eine zweite Zählung im City-Bus ergab, daß etwa 1.250 Personen pro Woche die Linien nutzen.

Die in Schopfheim lebenden eritreischen Asylbewerber gründen einen eigenen Verein.

Ein Mülltransporter ist am späten Nachmittag an der L 139 umgekippt. Ein Mitfahrer wurde dabei so schwer verletzt, daß er mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden mußte.

Aus den Händen von Landrat Otto Leible erhält Karl Bäumle das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. In der gehaltenen Laudatio wird insbesondere sein kommunalpolitisches Engagement und sein Wirken für die Handwerkerschaft zum Ausdruck gebracht.

Beim Bürgergespräch in Wiechs, das sehr gut besucht war, beschäftigt man sich insbesondere mit der Tempolimitierung im Ortsteil.

Roland Kröll mit seinen zeitkritischen Seitenblicken gastiert im Museumskeller. Das Publikum war leider nicht sehr zahlreich erschienen.

Im Sportheim trifft sich die Abteilung Fußball des SVS zur Jahreshauptversammlung. Kein Zweifel, so hört man, die Fußballabteilung des SVS ist in die Knie gegangen. Heinz Glombitza wird jedoch weiterhin die Abteilung leiten, man hofft, das Vereinsschiff in ruhigere Gefilde fahren zu können.

18. Februar

Der Müschelen-Tiefbrunnen mußte dieser Tage wegen leichter Verunreinigung chloriert werden.

Die Sportschützengesellschaft Fahrnau trifft sich im Schützenhaus zur Generalversammlung. Sportliches Aushängeschild ist einmal mehr Roland Steinebrunner, der zum vierten Male hintereinander die Kreismeisterschaft sicherte.

Hans Moser ist nach dem Willen der heutigen Generalversammlung der Stadtmusik weiterhin Vereinsvorstand, ebenso wie sein Vertreter Erich Sutter. Man geht allerdings, so ist zu hören, mit leeren Kassen in ein Jubiläumsjahr.

Positiv war auch die Bilanz der diesjährigen Generalversammlung des MSC. Gespannt blickt man auf den Weltmeisterschaftslauf der Seitenwagen am 6. August dieses Jahres. Der Club hat derzeit 302 Mitglieder. Die im Schnellverfahren durchgeführten Wahlen bestätigten Fritz Schrank, der in sein 24. Amtsjahr geht.

Die Segelfluggruppe trifft sich zur Generalversammlung um den Vorsitzenden Detlef Barth.

Positives und Negatives wechseln einander ab bei der jüngsten Generalversammlung des Kraftsportvereins Gersbach. Die Unstimmigkeiten zeigen sich allein durch das Fehlen der Ringer. Jürgen Blum wird den Verein weiterhin führen.

Beim ersten Schopfheimer Hallenfußballturnier für Firmenmannschaften hat die Mannschaft der EKATO unter 14 Teams in der Friedrich-Ebert-Sporthalle die Nase vorn.

19. Februar

Das Eurythmeum Dornach ist im Rahmen einer vhs-Veranstaltung Gast in Schopfheim.

20. Februar

Auch die SPD will nicht auf die Plakatierung bei den Kommunalwahlen verzichten.

21. Februar

Der Schopfheimer Heiner A. Baur veröffentlicht dieser Tage, zusammen mit Reinhard Seiberlich, die Geschichte der SPD in Hausen, die eng mit der Geschichte des hiesigen Ortsverbandes verbunden ist.

Ingeborg Hecht las vor einigen Tagen vor der Klasse 10 c des THG.

Nur wenige Monate nach seiner Pensionierung verstirbt Polizeihauptmeister Werner Kufner.

22. Februar

Die Chlorierung des Wassers im Müschelen wurde wieder eingestellt.

Zur Verbesserung der schwierigen Personalsituation will man am Schopfheimer Krankenhaus Teilzeit-Krankenschwestern einstellen.

Über zweieinhalb Stunden lang stand Bürgermeister Fleck beim Bürgergespräch in Langenau den Einwohnern Rede und Antwort, die hauptsächlich Verkehrsprobleme zur Sprache brachten.

Hans Rädel, Stadtbauaufseher in Ruhe und unermüdlicher Streiter für den Sportverein, und darin insbesondere für die Boxer, verstirbt im Alter von 65 Jahren. In den Sportvereinen hat er über drei Jahrzehnte in vielen Ämtern das Geschehen wesentlich mitgeprägt. Seit 1983 war er, nachdem er 25 Jahre lang die Leitung des städtischen Bauhofes innehatte, im Ruhestand.

Für 25jährige Zugehörigkeit zur Schopfheimer SPD wurden dieser Tage Artur Cremans, Christel Brunner, Erwin Oberle und Kurt Sütterlin geehrt. Für den gleichen Zeitraum erhielten Bodo Wolf und Helmut Krumbholz die Ehrung.

Die TSG-Skiabteilung muß wegen schlechter Schneebedingungen ihre Meisterschaften verschieben.

24. Februar

Komplett neu ist die Vorstandschaft bei der Ortsgruppe des DRK Fahrnau. Vorsitzender ist nun Helmut Mutter. Er wird vom Zweiten Vorsitzenden Rolf Nabbefeld assistiert. Neuer Bereitschaftsführer wurde Andreas Kneusslin, der bisher Vizevorsitzender war. Gerhard Brutschin hat nach vierzehn Jahren der Tätigkeit als Bereitschaftsführer dieses Amt niedergelegt, ebenso wie Werner Schultheiß, der viele Jahre das Amt des Ersten Vorsitzenden bekleidete.

Fahrnaus Kaninchenzüchter treffen sich in ihrem Heim im Krattenweg zur Hauptversammlung. Stolz ist man auf die im vergangenen Jahr errungenen Titel bei der Landesmeisterschaft und auf Kreisebene. Für zwanzig Jahre treue Kassenführung erhält Josef Schmidt eine Urkunde verliehen.

Sanio legt der Stadtverwaltung einen neuen Pachtvertragsvorschlag vor. Bei einer Fläche von 171 m² berechnet er nun eine Warmmiete von DM 16.500,— für Räume, die dem »Irrlicht« dienen könnten.

Monika Peitsch und Wolf Roth gastieren beim Kulturring in der Stadthalle mit dem Stück »Hochzeitsreise«.

Im ehemaligen Huthaus Maushardt, in dem bis vor einem Jahr ein Modeladen untergebracht war, und das seither leer steht, soll nun ein Restaurant für Vollwertkost Einzug halten. Der Bauausschuß wird sich in der kommenden Woche mit dem Antrag beschäftigen.

Das MT schreibt heute, daß die Abrechnung für die Stadtbibliothek statt DM 700.000,— nach dem Voranschlag ein Ergebnis von DM 1,047 Mio. erbrachte.

Der Skiclub Fahrnau verlegt wegen Schneemangels die Vereinsmeisterschaft.

Den Ökonomieteil wollen die Besitzer des Gasthauses »Löwen« in Gündenhausen abbrechen, um eine Hotelerweiterung vorzunehmen.

Der Schopfheimer Thomas Hauser, bisher Fußballer vom FC Basel, geht als Fußballprofi zum FC Sunderland in die zweite Fußballdivision nach England.

Auf DM 450.000,— beziffert das Stadtbauamt die Kosten für ein neues Jugendzentrum am Riedmattweg. Dies könnte nach dem Muster des Baues, der am Dammweg steht, errichtet werden.

25. Februar

Die Bezirkssynode der evangelischen Kirche unter dem Vorsitz von Dr. Johann Georg Linz aus Schopfheim tagt in Zell zur Vorbereitung auf die »Europäische Ökumenische Versammlung«, die im Mai in Basel tagen wird.

Eine Überlegung von Bürgermeister Fleck, neue Schulbezirksgrenzen zu planen, sorgt in Fahrnau für helle Aufregung. Der Elternbeirat der Grund- und Hauptschule Fahrnau, unter dem Vorsitz von Waldemar Lutz, ist »wild entschlossen«, gegen jede Einschränkung der Fahrnauer Schule nötigenfalls vor das Verwaltungsgericht zu gehen. Der Gemeinderat wird sich wohl in Kürze mit dem Problem beschäftigen, zumal dort die Frage nach der Fahrnauer Schule gestellt wurde.

Bei der Generalversammlung des Musikvereins Langenau war man auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden, da Hans Weinbrechtinger nach vierzehn Jahren zurücktreten wollte. Zwei Jahre will er nun doch noch weiter machen. Während dieser Zeit soll sich Günter Schaffrina einarbeiten, um dann das Vereinsschiff lenken zu können. Zum Ehrenoberschützenmeister wird Helmut Reichert bei der Wiechser Schützengesellschaft während der Generalversammlung ernannt. Er wird aber weiterhin das Amt des Vorsitzenden neben seinem Vize Uwe Kibelka ausüben.

Brigitte Hofmann plädiert in einem BZ-Interview für ein Jugendhaus. Es gibt keine Alternative und keinen Ersatz für eine derartige Einrichtung.

Droht dem Mobilen Hilfsdienst das Aus? Die soziale Einrichtung der Stadt wird nicht mehr im bisherigen Umfang vom Arbeitsamt gefördert. Der Bürgermeister will nun, um die Einrichtung bestehen zu lassen, einen Zuschuß des Landkreises beantragen.

Nach langem Suchen hat nun die St. Michaels-Pfarrei Ost wieder einen Pfarrer. Zum 1. Juni kommt Detlef Jobst, der bisher Pfarrer in Heidelberg-Wieblingen war, um das Amt zu übernehmen. Der 38jährige Geistliche ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Seit kurzem hat Schopfheim eine eigene Moschee. Der türkisch-islamische Verein richtet ein mohammedanisches Gebetshaus im ehemaligen Freudenbergareal ein. Ibrahim Erbay, der Vorsitzende, meint, ohne gute Erziehung gebe es keine guten Menschen, deshalb solle in der neuen Moschee nicht nur gebetet, sondern auch unterrichtet werden. Die Moschee verfolgt die sunnitische Glaubensrichtung.

Am Rande der Altstadt, zur Austraße hin, will ein Privatmann eine Spielhalle einrichten. Baurechtlich ist dieser Antrag zulässig. Der Bauausschuß ist jedoch nicht glücklich über dieses Vorhaben.

Seit 16 Jahren steht Richard Knittel dem Kaninchenzuchtverein in Schopfheim als Vorsitzender vor. Er wurde bei der Generalversammlung für zwei weitere Jahre bestätigt.

26. Februar

Mit zwei deutschen Meistertiteln kehrt Nicole Grether von der Deutschen Meisterschaft im Badminton aus Neustadt an der Weinstraße zurück. Mit ihr freut sich insbesondere die Badmintonabteilung der TSG.

500 Zuschauer verfolgen mit Spannung und Interesse eine Hengstschau im Pferdegestüt Trefzger.

Die evangelische Kirchengemeinde lädt zum Suppensonntag. Der Erlös soll dieses Jahr für ein Kopiergerät der DDR-Partnergemeinde Kleinmachnow verwendet werden.

Ein Konzert für Orgel und Panflöte mit Matthias Schneider und Philipp Emanuel Haas beeindruckt die Zuhörer in der evangelischen Stadtkirche.

27. Februar

Es schneit bis in das Stadtgebiet. Allerdings bleibt der Schnee in den Tallagen nicht lange liegen.

Die Idee der Teilzeitbeschäftigung von Pflegepersonal im Krankenhaus gefällt auch dem Südwestfunk, der ein Fernsehteam hierher schickte.

Mit einer ganzen Reihe von Anträgen zum Bebauungsplan Kleine und Obere Schleife beschäftigt sich heute der Gemeinderat. Damit sind einige Nutzungsänderungen im heutigen Sanio/Matt-Gewerbepark möglich.

Zum neuen Bebauungsplan Kleine und Obere Schleife wird es noch Gespräche mit dem Architekturbüro Sass geben müssen, um auch hier eventuell den Wünschen von Herrn Sanio entgegenkommen zu können.

Für das Kulturcafé »Irrlicht« beschließt das Ratsgremium, daß die baurechtliche Zulässigkeit im Sanio-Freudenberg-Areal geprüft werden soll, und daß, wenn keine baulichen Investitionen notwendig werden, diese Zuschüsse an das »Irrlicht« fließen können. Diskussionen, die kontrovers geführt wurden, verdeutlichen, daß man das Gefühl hat, das »Irrlicht« werde finanziell besser behandelt als andere Kulturvereine.

Zu den Abrechnungen für die Erweiterung des Städt. Krankenhauses blieb die Frage offen, wer und wie das erneute Defizit von DM 650.000,— trägt.

Die Abrechnung der Baukosten für das neue Feuerwehrgerätehaus erzeugt im Gemeinderat Unmut, mehr noch, Unverständnis, da die Abrechnung erheblich über der Vergabesumme liegt.

Erneut war das Jugendzentrum Thema der Gemeinderatssitzung. Beigeordneter Bertsch stellt erstmals die Frage an die Gemeinderäte nach der grundsätzlichen Berechtigung eines Jugendzentrums, da, wie er meint, hier eine Überprüfung vorgenommen werden sollte, ob eine derartige Einrichtung in der bisherigen Form noch benötigt wird. Ein Jugendhaus, wie vielfach gefordert, so äußerte er deutlich, sei in einer Stadt der Größenordnung Schopfheims finanziell nicht tragbar, da baulich und personell zu aufwendig. Der eigentliche Antrag, den Bebauungsplan beim Schwimmbad so zu ändern, daß ein Jugendzentrum zulässig wäre, wird auf Grund der Meinung von Herrn Bertsch vertagt. Gleichzeitig bat man die Stadtverwaltung, zu prüfen, ob das Pförtnerhaus im Freudenbergareal nicht als Jugendzentrum nutzbar wäre.

Vor einigen Tagen stellte auch Klaus Kochendörfer im MT die Frage nach der Notwendigkeit eines Jugendzentrums.

Die Stadtjugendpflegerin zeigt sich erschüttert und erschrocken über die Gedanken von Hartmut Bertsch in der öffentlichen Gemeinderatssitzung, ob überhaupt Bedarf für ein Jugendzentrum bestehe. Jugendliche zeigen ihre Wünsche bei dieser Gemeinderatssitzung auf, beziehungsweise stellen Forderungen an ein neues Jugendzentrum. Sie meinen aber, daß diese Wünsche im Pförtnerhaus des Freudenbergareals nicht zu realisieren seien.

28. Februar

Die Neueinteilung von Schulbezirken ist derzeit ein Reizwort. Elternvertreter protestieren schon, obwohl anscheinend nur einige Informationen die Öffentlichkeit erreicht haben. Ein klärendes Gespräch mit den Schulen und den Elternvertretern wird in einigen Tagen stattfinden.

Die Musikvereine stellen erneut das Mißverhältnis der Ausbildungsförderung von Musikschülern der Musikschule und der Ausbildung von Jugendlichen in den Vereinen heraus. Man möchte für die eigene Ausbildung höhere Zuschüsse.

Mit Blitz und Donner fängt es in den Nachmittagsstunden an zu schneien.

Bei der Bürgergesprächsrunde in Eichen bewegt die Einwohner insbesondere der fehlende Gehweg entlang der Eichener Straße und der Alten Wehrer Straße, neben der Straßenbeleuchtung und dem nicht vorhandenen eigenen kleinen Baugebiet.

Arbeiter einer Baufirma finden bei Aufräumungsarbeiten in der Nähe der neuen Brücke am Frieseneggerweg eine Stielhandgranate aus dem letzten Weltkrieg.

1. März

Schulamtsdirektor Zimpfer dementiert vor dem Elternbeirat der Grund- und Hauptschule Fahrnau, daß das Staatliche Schulamt die Auslagerung der siebten bis neunten Hauptschulklasse an die Friedrich-Ebert-Schule empfohlen habe. Die Einteilung der Schulbezirke ist eindeutig Sache des Schulträgers, also der Stadt. Zipfer meint aber, daß Überlegungen für neue Schulbezirke durchaus vernünftig seien.

»Rausch und Realität« so der Titel einer Ausstellung, die Frau Dr. Ulla Schmid für das Museum konzipierte, und die bis Ende März im Museum gezeigt wird.

Nicole Grether kehrt von den Deutschen Meisterschaften als Deutsche Juniorenmeisterin U 14 zurück. Sie errang auch den Meistertitel im Doppel. Damit scheint ihre weitere große sportliche Zukunft vorprogrammiert.

2. März

Die etwa 120 Jahre alte Kastanie beim Brunnen an der Bismarckstraße wurde gefällt. Bauhofchef Dieter Geiger will eine neue Kastanie pflanzen.

Nach Wissen des Verkaufsdirektors des Coop-Absatzgebietes Süd, Otto Görke, sind die Märkte und Filialen der Lebensmittelkette in Schopfheim und Fahrnau rentabel und nicht gefährdet. Man will in Schopfheim gar erweitern, ist zu hören. 

Entsprechend einer Anregung von Stadtrat Walter Flößer wird eine direkte Zufahrt von der Bundesstraße zum Friedhof Fahrnau geplant.

Altennachmittag im evangelischen Gemeindehaus. Die erst sechsjährige Katharina Rozgoniy spielt sich auf ihrer Geige in das Herz der Senioren.

Geteilte Meinung herrscht im Ortsbauausschuß über den Bauantrag für ein Verwaltungsgebäude der Firma Rietschle. Das Gebäude ist nach Meinung des Ausschusses mit 15 Metern Höhe und einem Flachdach von der Umgebungsbebauung zu verschieden.

Durch die Zurruhesetzung des Försters Herbert Weniger wurde eine Neuordnung des Forstreviers notwendig. Forstamtsleiter Dr. Gerhard Rieger stellte dieser Tage die neuen Zuständigkeitsbereiche vor. Forstamtsinspektor Siegfried Jost aus Hasel wird künftig den Privatwald Gersbach betreuen. Forstoberinspektor Herbert Wehner aus Hausen ist für den Gemeinde- und den Privatwald Hausen und den Staats- und Privatwald Enkenstein, Raitbach, Fahrnau, Schopfheim und Wiechs zuständig. Forstinspektor Wolfgang Scherb aus Maulburg betreut den Gemeinde- und Privatwald Maulburg, den Staats- und Privatwald Langenau sowie Wieslet. Neben diesen staatlichen Förstern hat auch die Stadt zwei eigene Forstbeamte; Herrn Forstamtmann Werner Sutter und Herrn Forstoberinspektor Helmut Bäckert.

Heinz Glatt, von 1963–1975 stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, verstirbt im Alter von 70 Jahren. Er war ein unermüdlicher Verfechter des Feuerwehrgedankens und bei den Kameraden allseits sehr beliebt.

3. März

Der neu gewählte SPD-Vorstand trifft sich, um unter anderem zur Frage der Aussiedlerproblematik zu diskutieren. Meinrad Rümmle wirft der Bundesregierung schwerwiegende Versäumnisse vor, da man nicht alle deutschstämmigen Menschen in die Heimat zurückrufen könne, ohne sich Gedanken über die Wohnraumbeschaffung zu machen.

Heiner Schneegaß will aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den Kreistag kandidieren.

Kürnbergs »Schiibechnächte« treffen sich zur Generalversammlung. Zeno Haselwander wird weiterhin den aus 14 aktiven und 18 passiven Mitgliedern bestehenden Verein mit dem Vize Manfred Dreher führen.

Zur Vorsicht wird am Bahnübergang der ehemaligen Linie Schopfheim–Säckingen an der Kürnberger Straße gewarnt, denn die Strecke wird nun während der in Kürze beginnenden Brandversuche gelegentlich befahren.

4. März

Autohändler im Gewerbeverein präsentieren Träume in Lack und Chrom. Ihre besten und schönsten Autos sind in der Stadthalle zu sehen.

Bezirkskantor Matthias Schneider, so wird heute bekannt, erhielt einen Lehrauftrag an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche in Heidelberg.

5. März

Die Sparkasse eröffnet die zwölfte Fotoausstellung unter dem Thema »Formen, Farben, Strukturen«. Zum ersten Mal ist auch der Fotoclub Poligny mit einigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit vertreten.

Zu Gunsten der Kirchenrenovation geht der Erlös des heutigen Suppensonntages der katholischen Kirchengemeinde.

Daniela Rusowa gastiert im evangelischen Gemeindehaus.

6. März

Der Elternbeirat Fahrnau will prüfen, ob ein Rückbau am Hirschendreieck doch noch möglich ist, da die Kinder den Fußgängerüberweg an der Schulstraße nicht annehmen.

Noch in diesem Jahr will der Förderkreis Ferienzentrum eine hauptamtliche Kraft einstellen, um die vielen Freizeiten zu organisieren. Diese Mitteilung gibt Vorsitzender Johannes Hofert-Thümig in der Mitgliederversammlung bekannt.

Die Stadtmusik ist auf der Suche nach Gastfamilien, die im April die Jungmusiker aus Ronneby aufnehmen können.

Der Umweltausschuß, die Ortschaftsräte aus Enkenstein und Langenau besichtigen in Wallbach eine Bauschuttzerkleinerungsanlage. Man will klären, ob eine derartige Anlage auch bei der Mülldeponie Scheinberg errichtet werden könnte.

Vertreter des Innenministeriums und der Bürgermeister sowie Vertreter von Behörden des Landkreises, Kirchenvertreter und Vertreter der Politik und der Wirtschaft treffen sich in der Stadthalle, um über die Unterbringung und die Integration von Aussiedlern zu sprechen. Die Vertreter der Landesregierung stoßen auf äußerst kritische und teilweise sogar verärgerte Gesprächspartner. Man war sich bei dieser Versammlung einig, daß die Anstrengungen zu Gunsten der Aussiedler nicht zu Lasten der heimischen Bevölkerung gehen darf.

Marianne und Michael, die Könige der Volksmusik, gastieren vor vollbesetzter Stadthalle mit dem Alpenoberkrainer-Sextett.

Das Städtlefest ist gesichert. Markus Walter, Udo Riegel und Richard Knittel bilden zunächst das Organisationskomitee.

Im katholischen Gemeindehaus referiert Dr. Ulrich Ruh über die Splittergruppen in der katholischen Kirche.

7. März

Gustav Blessings Wurm-Farm am Kirchrain erfreut sich internationaler Interessen. Vor einigen Tagen hat der Südwestfunk in der Abendschau über die Schopfheimer Humusgewinnung berichtet. Nun hat sich eine »Weltorganisation für Humus« für diese Woche angemeldet, um die von Blessing organisierte Technik vor Ort zu besehen.

DM 35.000,— wird die Küche in der neuen Hülschenmatthalle in Eichen kosten. Die Vereine werden DM 31.000,— selbst beisteuern. Besorgt ist man allerdings im Gemeinderat über die möglichen Folgekosten für eine derart teure Einrichtung. Stadtrat Gerhard Reichert zeigt sich enttäuscht, weil er meint, die Vereine würden die Investitionen nur mit Geld unterstützen, und nicht wie in anderen Ortsteilen üblich, auch mit Eigenleistungen am Bau.

Heiner Schneegaß erinnert in einem Artikel in der BZ an Ernst Grether, der wesentlich zum Aufbau des Museums der Stadt beitrug.

Es scheint sich eine Tradition neu zu entwickeln; in der Alten Kirche St. Michael finden Trauerfeiern statt.

Bürgergespräch in Raitbach. Es war zu hören, daß von 103 Gebäuden jetzt erst 44 an die Kanalisation angeschlossen sind. Weitere 60 Gebäude müssen noch mit einem Kostenaufwand von mehr als DM 3,5 Mio. die Möglichkeit eines Anschlusses erhalten.

Die Mieter der Seniorenwohnanlage Bifig treffen sich mit der Heimbaugeschäftsführerin Brigitte Leisinger zu einer öffentlichen Mieterversammlung.

Kleinere und größere Probleme, die vorhanden sind und den Hausfrieden teilweise stören, gilt es auszuräumen. Gewählt hat man nun einen Mieterbeirat, der künftig für einen besseren Informationsfluß sorgen soll.

8. März

Erwartungsgemäß hat sowohl die TSG-Skiabteilung als auch der Skiclub Fahrnau die für das kommende Wochenende geplante Stadtskimeisterschaft abgesagt. Es hatte kaum Schnee auf den Höhen.

Auf Einladung der DKP Schopfheim gastieren Kirsten Steineckert, Matthias Tost und Peter Datschef mit einem Programm »Heiß und Kalt« im Museumskeller.

Bürgermeister Fleck empfängt die Deutsche Meisterin im Badminton der Junioren, Nicole Grether, im Rathaus und gratuliert ihr und ihrem Trainer Hans Kolodziej herzlich.

Beim Bürgergespräch in Gersbach plagt die Bevölkerung die Frage, ob die Hauptschule im Ort gesichert bleibt, was Bürgermeister Fleck absolut bejahte.

9. März

Joerg Uwe Sanio hat der Stadt gegenüber die grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft erklärt, aus dem ehemaligen Pförtnerhaus ein Jugendzentrum zu machen.

Enttäuscht und resigniert reagieren die Delegierten des Stadtjugendringes über die Behandlung des Jugendzentrums im Gemeinderat. Man hat, so sagen sie, uns geduldig zugehört und das Problem nun ad acta gelegt. Jörg Schwietale, der auch vor dem Gemeinderat die Erwartungen des Stadtjugendringes darlegte, meinte, man solle das Thema ein Jahr lang ruhen lassen, um die wirklichen Bedürfnisse zu erkennen.

Zu Gast bei der FDP weilt der Kinderschutzbund. Für diesen hatte Edith Walter die Gelegenheit, Vorstellungen zu unterbreiten, insbesondere auch zu reklamieren, daß im Bifig ein Kinderspielplatz fehle. Außerdem will der Kinderschutzbund für die Realisierung eines Jugendzentrums Druck machen, da die Kinder von heute die Nutzer des Jugendzentrums von morgen sind.

Noch in dieser Woche darf mit den Brandversuchen im Tunnel begonnen werden. Eine entsprechende Erlaubnis des Landratsamtes wurde erteilt. Parallel zu den Schopfheimer Versuchen sollen in Braunschweig Brandversuche unternommen werden, um die mögliche Entstehung von Dioxin und Furanen zu erkennen. Nötigenfalls kann der Versuch im Tunnel auch abgestoppt werden.

Das Bürgergespräch in Kürnberg zeigt insbesondere die Problematik mit der Ortskanalisation. Das Dorf endlich zu kanalisieren, war deutlicher Wunsch der Anwesenden, damit dann auch die Möglichkeit des Bauens im Dorf eröffnet wird und der Abwanderung entgegengewirkt werden kann.

In Hasel treffen sich Umweltschützer aus Schopfheim, Wehr und Hasel mit Bewohnern der Gemeinde zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Brandversuche im Tunnel.

10. März

Eine Pressemitteilung des Stuttgarter Innenministeriums besagt, daß das Planfeststellungsverfahren für die B 317 ab Kürnberger Straße bis Einmündung in die alte B 317 eingeleitet werden kann. Die Finanzierung, einschließlich des bergmännisch gebauten Tunnels, wird in Aussicht gestellt.

Heute beginnen auch in Schopfheim die vom Kultusminister verordneten Hauptschultage.

Die zweite Autoschau in diesem Jahr ist in der Stadthalle zu sehen.

Die innerstädtische Verkehrsberuhigung, beziehungsweise deren Planung, stößt auf Widerstand. Johanna Brüderlin will verhindern, daß diese vor Fertigstellung der Umgehungsstraße realisiert wird.

Der Ortschaftsrat Langenau will keine Neueinteilung der Schulbezirke; man meint, damit langfristig die Grundschule im Ort zu gefährden. Diese Entscheidung steht im Gegensatz zur Langenauer Schulkonferenz, die eine Neueinteilung einstimmig beschloß.

Zum 17. Mal lädt die Friedrich-Ebert-Schule zum Sportabend ein. Einen würdigen Abschluß bildete das traditionelle Fußballspiel Lehrer gegen Schüler, das die Schüler für sich entschieden.

Auch der Schlattholzzinken hat Jahreshauptversammlung. Joachim Steinebrunner kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Es soll eine Guggenmusik auf die Beine gestellt werden.

Ungewöhnlich viele Besucher hat Ortsvorsteher Hermann Schmitt während seiner Langenauer Sprechstunde. Gut ein Dutzend Mütter und Väter äußern ihren Unmut über die Haltung des Ortschaftsrates zum Schulbezirksbeschluß.

Die TSG trifft sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus »Adler«. Heinz Leuger wird als Vorsitzender bestätigt. Aus den Reihen des Vereines spürt man sehr viel Freude über die Deutsche Badminton-Meisterin Nicole Grether.

Nach langen Jahren gibt Erich Gnädig sein Amt als Pressewart ab, das nun Emil Siebold übernimmt. Gnädig erhielt zum Dank ein Geschenk und Blumen. Zweiter Vorsitzender bleibt weiterhin Lothar Lutz.

Im »Statthalter« treffen sich die Mitglieder des Harmonika-Orchesters zur Generalversammlung, wobei deutlich zum Ausdruck kommt: musikalischer Höhepunkt war das Herbstkonzert.

11. März

Die SVS Fußballjugend überreicht dem Förderverein krebskranker Kinder in Freiburg einen Scheck in Höhe von DM 1.510,—, die bei einer Hilfsaktion gesammelt wurden.

Um den Vorsitzenden Kurt Fischer und seinen Stellvertreter Bernhard Springmann trifft sich die Kolpingfamilie zur Generalversammlung. Beide werden in den Ämtern bestätigt. Der Fahrnauer Wilhelm Geppert erfährt für 60jährige Mitgliedschaft eine Ehrung.

Die neuesten Informationen aus der Partnerstadt Poligny sind dem Monatsbrief von Eugen Herzog zu entnehmen. Er schreibt unter anderem über die Aktivitäten der Musikschule und über die Erfolge des Vereines ALCG (Kampf gegen die Verschwendung), von dem er zu berichten weiß, daß man bereits eine Filiale in der Stadt Champagnole einrichten konnte. Eine Jury begutachtete unter anderem 60 Weinsorten, um auszusuchen, welche zur nächsten landwirtschaftlichen Ausstellung vorgestellt werden sollen. Jean Beduvet, Bahnsekretär, der zwanzig Jahre in Poligny tätig war, geht in Pension und feiert den Abschied mit einer großen Zahl von Freunden. Herzog meint, daß bei den anstehenden Gemeinderatswahlen am 12. 3. wohl keine großen Überraschungen zu erwarten seien.

Die Stadtverwaltung beantragt beim Landratsamt, zwischen Gündenhausen und Langenau eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h anzuordnen.

Zur Generalversammlung trifft sich der Sternenzinken im »Sternen«. Der bisherige zweite Zinkenvogt Lothar Baumgartner wird nun an der Spitze stehen, nachdem Alfred Wüst, wie bereits angekündigt, nicht mehr kandidierte. Walter Meier ist zweiter Zinkenvogt.

Der Wohnungsmarkt in Schopfheim ist zusammengebrochen, so ist aus einer Vorlage der Stadtverwaltung an den Gemeinderat zu entnehmen.

Dr. Carlheinz Keller, Chefarzt der inneren Abteilung des Städtischen Krankenhauses, feiert den 65. Geburtstag.

12. März

Die Bürger Polignys waren an der Wahlurne. Die Union für Poligny erreichte 47,5 %, die linksorientierte Liste »Poligny 89« 23,8 % und die mit den GRÜNEN vergleichbare Liste »Poligny Anders« kam auf 28,7 %. Es muß aber in der kommenden Woche noch einmal gewählt werden.

Es kommt doch zu den Vereinsmeisterschaften Nordisch auf der Hohtannloipe. Bei guten Schneeverhältnissen läuft Karin Lay souverän davon und wird Vereinsmeisterin.

13. März

In diesem Jahr gibt es keinen Sportlerball, läßt der SVS verkünden. Karlheinz Glombitza meint, daß im kommenden Jahr dieses Ereignis in einem anderen Rahmen stattfinden wird.

Eine Aktion gemeinsam mit dem Innenministerium unter dem Titel »Job-Contact« wird im BBZ gestartet. Man will damit den beschäftigungslosen Jugendlichen die Möglichkeit geben, eine konzentrierte Beratung und Vermittlung von Arbeitsstellen durch das Arbeitsamt zu erhalten. Die Maßnahme wird sowohl von der Handwerkerschaft, als auch von der Industrie- und Handelskammer, dem Arbeitsamt und dem Oberschulamt mitgetragen, allerdings, so resümiert man, war die Nachfrage der Jugendlichen nicht überwältigend. Die Staatssekretärin im Kultusministerium, Frau Dr. Schulz-Hector ließ es sich nicht nehmen, die Aktion selbst zu eröffnen, die bis zum 16. März dauert.

Tumultartig geht es bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung zu, nachdem die SPD die Abrechnung der neuen Bibliothek kritisierte, die sich durch eine wesentliche Überschreitung der veranschlagten Baukosten auszeichnet.

Auch über die Frage, ob die Stadt selbst beim sozialen Wohnungsbau tätig sein soll, entzweien sich die Meinungen.

Nicht einigen kann man sich im Gemeinderat auch über ein Bonussystem für Lehrmittel am THG und anderen Schulen der Stadt. Es sollen zunächst Details erarbeitet werden. Der Elternbeirat des THG plädiert für dieses System, während sich die Schulleitung unter differenzierten Gesichtspunkten ablehnend verhält.

Der vhs-Workshop Cabaret hat Premiere im Museumskeller.

14. März

Die neu gegründete Bürgerinitiative will am Ostermontag demonstrativ einen Marsch zum Tunnelportal Hasel veranstalten.

Auf gar keinen Fall werden es die Schopfheimer Vereine zulassen, daß sich bei der Stadthallenbenutzung Änderungen ergeben. Dieser einheitliche Tenor ist bei der Sitzung des Vereinsparlamentes zu hören. Man hat nun, nach dem wieder bevorstehenden Weggang des Wirtes Angst, daß der Gemeinderat in diese Richtung Überlegungen anstellt.

15. März

Etwa 70 Senioren und Seniorinnen kommen zum Altennachmittag ins Gemeindehaus Langenau.

Die Kleinsten des SVS, des TV Wehr und des TV Grenzach treffen sich in der Friedrich-Ebert-Halle zu einem sportlichen Leichtathletikvergleichskampf.

16. März

Den Ortschaftsrat Langenau plagen »Hundehaufen« am Müschelenweg.

In einem Kommentar liest man im MT heute, der Stadtjugendring, der immer schon um seine Existenz kämpfen mußte, habe wohl seine besten Tage hinter sich. Gleich zweimal eingeladen werden mußte, um den zweiten Vorsitzenden zu wählen, und auch da mußten Delegierte zusammengetrommelt werden, um überhaupt beschlußfähig zu sein. Ein großes Interesse scheint an diesem Gremium nicht mehr zu bestehen.

Im Engel treffen sich die GRÜNEN. Sie begrüßen die Aktivitäten der Brandversuchsgegner und loben hierbei sehr Bürgermeister Denzinger aus Wehr, der, wie sie sagen, den Mut aufgebracht habe, in aller Öffentlichkeit zu sagen, daß er gegen die Versuche sei. Die Hauptproblematik sieht der Ortsverband in der Müllsituation, im öffentlichen Nahverkehr und in der Situation der Einwanderer. Beim Müllproblem will man die Entprivatisierung. Als Augenwischerei und Feigenblattfunktion werden die bisherigen Recyclingaktivitäten bezeichnet.

Im Rahmen der beginnenden ersten Schopfheimer Literaturwerkstatt sprechen die Autoren mit Schülern.

Voller Aktion, Spaß und Hintersinn war das Gastspiel des Odem-Theaters Freiburg im »Irrlicht« mit dem Stück »Stillkracher«, das für Kinder gegeben wurde.

Zum türkischen Café wird das »Irrlicht«. Myjdat Kos war mit türkischen und aserbaidschanischen Volksliedern aus seiner ostanatolischen Heimat zu hören.

Der Ortsbauausschuß stimmt dem Büroneubau der Firma Rietschle an der Roggenbachstraße über vier Etagen zu, nachdem zuvor im Gemeinderat noch einmal darüber gesprochen wurde.

Jörg Uwe Sanio will Blumenkübel für den Marktplatz stiften.

Schüler zählen in Gündenhausen den Verkehr, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich der Schwerlastverkehr nach Langenau (Mülltransporte) entwickelt.

17. März

Die Real Blues Band gastiert im »Sudhaus« mit der New Yorker Sängerin Anna Renee Green.

Der ehemalige Stadtbaumeister Hermann Unger hat für den SVS einen Rohentwurf zu einem neuen Sportvereinsheim entwickelt. Der Entwurf verursacht Kosten von etwa DM 1,5 Mio. Claus Huber, Vorsitzender des Sportvereines, dankt dem Stadtbaumeister i. R. für seine Mühe und die ehrenamtliche Arbeit.

In der »Kupferpfanne« treffen sich die Mitglieder des VdK Fahrnau zur Generalversammlung.

18. März

Thomas Burth und Markus Manfred Jung organisieren die erste Mundart-Literaturwerkstatt. Am Abend lesen die Autoren im Museumskeller, der bis auf den letzten Platz gefüllt ist.

Die Spitze der SVS-Handballer wird bei der Generalversammlung des Gesamtvereins einen Antrag auf Erneuerung des Verteilerschlüssels der Mitgliederbeiträge stellen. Diskutiert wurde auch die Abkopplung der Abteilung vom Gesamtverein.

Die zweite Generalversammlung des Hammerzinken eröffnet Horst Attinger. Viel Lob gibt er seinen Mitgliedern weiter für den Häs, der neu geschaffen wurde.

Die Schopfheimer Hauptschultage mit all ihren Aktivitäten gehen zu Ende.

Ein Symbol, das Sympathie schaffen will, präsentiert der Gewerbeverein. »Schopfe isch fit«, mit diesem Titel und neuem Emblem soll künftig Imagewerbung betrieben werden.

Zum Thema »Lebensformen im Matriarchat« treffen sich Frauen im »Irrlicht«.

19. März

Die Kommunalwahlen sind auch in unserer Partnerstadt Poligny zu Ende. Die Liste von Bürgermeister Tinguely erhält die Mehrheit, somit wird er auch weiterhin Bürgermeister bleiben.

Klaus Fleck gratuliert dem Wiedergewählten.

Passionskonzert in der katholischen Kirche St. Bernhard unter der Leitung von Kantor Cornelius Holdermann. Als Vokalsolist wirkt der Wehrer Gerhard Böhler (Bass) mit. Sehr begeistert waren die Zuhörer vom Fahrnauer Oboisten Ingo Balzer.

20. März

Nicht, ohne daß andere Meinungen aufgekommen wären, beschloß der Hauptausschuß, den Kalten Markt künftig bis zum Wiesenweg zu erweitern, um den Vergnügungspark vom Marktplatz an den Wiesenweg zu verlegen. Allerdings sollen auf dem Marktplatz künftig Marktstände stehen, damit soll der neu gestaltete Marktplatz geschont werden.

Raitbachs Ortschaftsräte treffen sich, um über eine neue Hausnumerierung zu sprechen.

Über die Literaturwerkstatt und die Autorenlesungen in Schopfheim sendet der Südwestfunk im ersten Programm einen Bericht.

Norbert Halmer hält im Rahmen der vhs einen Farblichtbildervortrag über das Thema »Die Nordsee – bald ein totes Meer«. Leider kamen nur wenige Zuhörer, was den vhs-Leiter veranlaßte, zu sagen, er vermisse vor allem Interesse aus den Reihen der GRÜNEN, wahrscheinlich wüßten die schon alles.

21. März

90 kleine Sängerinnen und Sänger des Chores der Dr. Max Metzger-Grundschule nehmen an einem vom Oberschulamt organisierten Frühlingskonzert in Müllheim teil.

Christiane Hörbiger und Stefan Wigger gastieren in einer Kulturringveranstaltung mit dem Schauspiel »Candida« von G. B. Shaw in der Stadthalle.

Der Gewerbeverein organisiert erneut eine Primelaktion und bringt 2.000 Topfpflanzen auf dem Rathausplatz zur Verlosung.

Im Rathaussaal trifft sich der Ausschuß »Fließender Verkehr«, um sich mit der Verkehrsführung in der Innenstadt zu beschäftigen. Alle drei Bahnübergänge sollen nach dem Wunsch des planenden Diplomingenieurs Salzmann verschwinden. Ihre Aufgabe können zwei Unterführungen übernehmen. Die Verkehrsplanung verursacht für die Stadt, so Bürgermeister Fleck, etwa DM 1,5 Mio. Kosten.

22. März

Die Urteile im »Popitzweg-Prozeß« wurden verkündet. Das zwei Monate dauernde Verfahren verhängte Haftstrafen auf Bewährung und Geldstrafen.

Der DRK-Ortsverein Gersbach traf sich vor einigen Tagen zur Generalversammlung.

Die Job-Contact-Aktion der vergangenen Woche in Schopfheim war, so ist zu hören, kein Erfolgsrezept gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Nur 104 von 200 langzeitarbeitslosen Jugendlichen kamen ins BBZ, ist vom Leiter des Arbeitsamtes, Direktor Biewer, zu hören.

23. März

Die Fotofreunde wählen den Gewinner der Fotoausstellung aus.

In Eichen laufen die Vorbereitungen zum traditionellen Eierspringen.

Die religiösen Osterfeiern in den Kirchen beginnen unter Teilnahme zahlreicher Gläubigen.

24. März

In der evangelischen Stadtkirche zeichnet Bezirkskantor Matthias Schneider den Leidensweg Christi mit Duprés Kreuzweg musikalisch nach.

25. März

Die Gemeinderäte Maulburg und Schopfheim haben sich in einer gemeinsamen Besprechung darüber geeinigt, sich die Kosten für das Weiherbecken zu teilen.

Die Wahlkreiskonferenz der SPD nominiert die Kandidaten für die Kreistagswahlen. Aus Schopfheim werden Meinrad Rümmele, Regina Blum, Hannelore Kaiser, Otto Faller und Inge Zapp kandidieren.

Man will in Raitbach keine Änderung der Hausnummern, so beschloß dieser Tage der Ortschaftsrat.

26. März

Während des Marktes am Ostersamstag steht erstmals ein Wanderprediger vor dem Rathaus und versucht, sich Gehör zu verschaffen. Die Passanten gehen jedoch vorüber.

Die TSG feiert eine große Osterparty in der Stadthalle mit nationalen und internationalen Stars. 500 Gäste kamen voll auf ihre Kosten.

Auf frischer Tat ertappt die Polizei drei Frauen, die an der Eisenbahnbrücke der Wiechserstraße Parolen aufsprühen.

Die evangelischen und katholischen Christen feiern in ihren Pfarrkirchen, auch in den Ortsteilen, das Osterfest.

27. März

Auch Schopfheimer beteiligen sich am Ostermarsch, um von Lörrach aus zum Basler Kasernenareal zu gehen.

Hochsommerlich sind die Temperaturen am zweiten Osterfeiertag. Ganze Völkerscharen kommen zum Eichener See, um dem Eierspringen beizuwohnen. Gaudi und Brauchtum enttäuschten die Zuschauer nicht.

Sicher waren auch Schopfheimer, die sich zur Bürgerinitiative gegen die Brandversuche im Tunnel bekennen, beim Osterspaziergang zum alten Bahnhof in Hasel dabei.

28. März

Wegen Veruntreuung von Firmengeldern hat die zweite Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichtes Mannheim einen ehemaligen Geschäftsführer der Firma Arlington-Socks zu einer Haftstrafe verurteilt.

Über Ostern hat ein falscher Arzt versucht, in einer Schopfheimer Apotheke rezeptpflichtige Medikamente zu erhalten.

Der Ortschaftsrat Eichen beriet vor Tagen den Standort, wo künftig ein Weihnachtsbaum und ein Narrenbaum vor der Hülschematthalle stehen soll. Die Eichener Räte beschlossen auch, den schwarzbunten Bullen nicht gegen einen rotbunten auszutauschen. Man spricht sich auch weiterhin gegen die generelle Regelung der künstlichen Besamung aus.

29. März

Auf Wunsch des Ortschaftsrates Raitbach prüfte ein Meßwagen des Südwestfunks die Möglichkeit der Installation eines Füllsenders. Die Messungen ergaben, daß etwa 150 bis 180 Einwohner einen sehr schlechten Fernsehempfang haben, bei einem Füllsender jedoch muß die erforderliche Zahl bei 200 liegen. Der SWF will keine Sendeverbesserung vornehmen.

Kurt Ueckert aus Langenau weist, nachdem in Gündenhausen nun Ortstafeln stehen, darauf hin, daß »Höfen« ein fast vergessener Ortsteilname sei.

Auch in Schopfheim heulen die Sirenen probeweise, wie im ganzen Land.

Zu einem tragischen Unfall kommt es in Gündenhausen. Ein dreijähriger türkischer Junge fällt beim Spielen in den Gewerbekanal. Er wird mehrere hundert Meter abgetrieben und kann schließlich von zwei Männern gerettet werden. Stundenlange Wiederbelebungsversuche in der Kinderklinik Lörrach führen zum Erfolg. Das Kind ist nun in der Freiburger Uniklinik.

30. März

»Schopfe isch fit«, mit diesem Slogan ging der Gewerbeverein vor Tagen an die Öffentlichkeit. Das MT befragte hierzu Bürger. Alle Gefragten äußerten sich sehr kritisch, wenn nicht gar ablehnend zu diesem neuen Slogan, da sie meinen, der Erwartung würde dadurch nicht Rechnung getragen.

In einem Gastkommentar auf der politischen Seite der BZ nimmt Prof. Uta Ranke-Heinemann zur Haltung der katholischen Kirche im Dritten Reich Stellung. Sie erwähnt darin unter anderem auch Dr. Max Josef Metzger, den Schopfheimer Priester, der im Dritten Reich hingerichtet wurde.

Vor einigen Tagen trat Ivan Neumann (Bariton), Sohn des berühmten tschechischen Dirigenten Vazlaw Neumann, im Haus Columban auf.

Dr. med Carlheinz Keller wird im Rathaussaal durch Bürgermeister Klaus Fleck verabschiedet. Dr. Keller war 28 Jahre als leitender Chefarzt der Inneren Abteilung am Städtischen Krankenhaus beschäftigt. Im Beisein von Damen und Herren des Gemeinderates und von vielen Kolleginnen und Kollegen Dr. Kellers, seien es Krankenhausärzte oder niedergelassene Ärzte Schopfheims und der Umgebung, dankten Dr. Matthaei und Dr. Tari dem scheidenden Arzt für all die Arbeit, die er zum Wohle seiner Patienten leistete. Während der Feier, die im Rahmen eines Stehempfanges im Rathaussaal stattfand, wurde auch Herr Dr. med. Josef Fabian-Krause als neuer leitender Chefarzt der Inneren Abteilung begrüßt, wobei ihm alle guten Wünsche für sein Wirken in Schopfheim mit auf den Weg gegeben wurden.

Für die SPD ist das Verkehrskonzept wie es Bürgermeister Fleck und Planer Salzmann sehen »erschreckend«. Man will erst die Fertigstellung der Umgehungsstraße abwarten und dann Pläne zur Gestaltung der Innenstadt schmieden.

31. März

Heinz Müller, der sich selbst Sperrmüller nennt, muß seine neue Bleibe nun bis Mai aufgeben. Das Landratsamt will zu diesem Zeitpunkt die Beseitigungsverfügung durchsetzen.

Das MT geht in großen Lettern und einem Kommentar auf den Prüfungsbericht der Gemeindeprüfungsanstalt ein, der in der kommenden Woche im Gemeinderat zu behandeln sein wird. Im Kommentar spricht Werner Müller gar von einer Mißwirtschaft.

Entgegen bisherigen Äußerungen bei der Bürgerinitiative gegen die Brandversuche sagt nun Kreisbrandmeister Lamb, daß große Löschwassermengen nicht anfallen. Es werde nur Sprühwasser zum Ablöschen der Glutreste eingesetzt.

Der Ortsbauausschuß wird sich in einigen Tagen mit einem Abbruchantrag der Firma Burkhardt & Schmidt beschäftigen müssen. Diese will sämtliche Gebäude auf dem Betriebsareal an der Hauptstraße abbrechen.

Grabschänder haben auf dem Friedhof in Fahrnau eine Anzahl von Grabsteinen umgeworfen.

In den frühen Morgenstunden kann eine Zeitungsausträgerin des MT in der Sparkasse flackernde Lichter beobachten. Sie alarmiert die Polizei, die bei Eintreffen den bereits verlassenen Tatort vorfindet. Ein oder mehrere Einbrecher wollten den Nachttresor knacken.

Erich Albat geht nach mehr als 23 Jahren Tätigkeit bei der Tiefbauabteilung der Stadtverwaltung in den Ruhestand.

Norbert Rieger und Klaus Strauß, im Sozialamt und im Grundbuchamt beschäftigt, werden von Bürgermeister Fleck für 25jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst geehrt.

Peter Hackel (Gitarre) und Claudia Gondola (Querflöte) konzertieren im Museumskeller. Leider kamen nur wenige Zuhörer.

1. April

Kein Aprilscherz war die Alarmierung der Feuerwehr zum Markus-Pflüger-Heim, aber wie schon so oft, ein Fehlalarm.

Zum Frühjahrskonzert lädt der Gesangverein Kürnberg in die Raitbacher Festhalle ein. Willi Kiefer und Robert Greiner werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Kein Problem gibt es bei der Generalversammlung des Turnvereines Wiechs im »Hirschen«. Die Wiederwahl des Vorsitzenden Jan Schipper ist reine Formsache.

Berthold Sutterer übernimmt die Leitung der Filiale der Deutschen Bank in Schopfheim.

2. April

Wettkampfmäßiges Skatturnier mit 130 Spielern im katholischen Gemeindehaus. Hans Medau geht als Gewinner vom Tisch.

Frühjahrskonzert des Musikvereines Gersbach in der Schulaula. Zum ersten Mal konzertieren die Zöglinge des Vereines, von denen man sich in den nächsten Jahren eine Stärkung erhofft.

Die Boxabteilung des SVS hat Generalversammlung. Nach dem Tode von Hans Rädel, der eine tiefe Lücke in der Abteilung hinterläßt, werden Neuwahlen erforderlich. Gerhard Fehrke übernimmt, zusammen mit seinem Stellvertreter Gömert Bektas das Amt des Vorsitzenden.

3. April

Der Gemeinderat beschäftigt sich mit dem Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg. Diese hat die Jahresrechnungen der Stadtverwaltung der Jahre 1983 geprüft und auch Rügen erteilt sowie Änderungen empfohlen.

Mit dem Kraftwerk sind Gespräche zu führen, wie die Kostenübernahme des Gewerbekanal-Rückbaues in Fahrnau erfolgen kann.

Die Stadt Schopfheim beteiligt sich am Regenrückhaltebecken-Weierbecken in Gündenhausen mit 50 %.

Die kontroverse Diskussion über die Mehrkosten am Feuerwehrgerätehaus geht ohne große Debatte im Gemeinderat zu Ende, nachdem Architekt Hinzpeter den Mehrkostenaufwand erläutert hat.

Ortsvorsteher Schmitt aus Langenau ärgert sich darüber, daß im Ortsteil jetzt wieder »unverschämt« schnell gefahren wird. Schuld daran ist die Ampel, die entsprechend Langenauer Wunsch auf Dauergrün geschaltet wurde.

Stadtrat Böttger bemängelt, daß in der Altstadt Fassadenbepflanzungen nicht im gewünschten Maße vorgenommen wurden, und in den Pflanzbeeten nur kleine Blumen stehen.

4. April

Die Stadt denkt gegenwärtig darüber nach, von gewerblichen Schnittgutanlieferern am ehemaligen Müllgelände Kirchrain eine Gebühr zu erheben. Immer mehr gewerbliche Betriebe nutzen die Möglichkeit, Schnittgut dort zu häckseln.

Zum wiederholten Male war die Gaststätte »Sudhaus« brechend voll, als vor einigen Tagen bolivianische Folklore zu hören war.

5. April

Die Tischtennisabteilung in der Turnerschaft Langenau, die erst seit fünf Jahren besteht, hat mit viel Fleiß den Aufstieg in die Bezirksklasse errungen.

Großer Zuspruch findet die im Parkcafé gezeigte Ausstellung des Graphikers Klaus Staeck, der von der Schopfheimer SPD eingeladen wurde. Klaus Staeck sprach vor Schülern des THG im überfüllten Filmsaal. Er sagt, Satire sei immer als Ausdruck des Schwachen gegen die Starken zu verstehen und verdeutlicht den Schülern, daß sein Widerstand gegen die Mächtigen in der Schule anfange. Er rät den Schülern auch dazu, denn er meint, wer nicht in jungen Jahren den Mumm habe, seine eigene Meinung zu artikulieren, schaffe es später auch nicht mehr.

Die Volksbank Schopfheim sponsert künftig Nicole Grether. Dies sagt der stellvertretende Direktor der Bank, Wilfried Maus, bei einer Ausstellungseröffnung, die den sportlichen Werdegang der jungen Badmintonspielerin aufzeigt.

6. April

Müllentsorgung in den 90er Jahren, Thema einer CDU-Veranstaltung im »Statthalter.«

In einem Kommentar setzt sich das MT mit der Gemeinderatsdebatte über den Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt auseinander. Zu den Kreditverpflichtungen gibt es die unterschiedlichsten Argumentationen; während die Freien Wähler eine Kreditverpflichtung von nur 23 % bei den Investitionen als günstig ansehen, meint die SPD: »Wir haben Glück gehabt«, und verweist auf die Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Die GRÜNEN halten die pro Kopf-Verschuldung überdurchschnittlich hoch, während die CDU so differenziert: »Wir können die Schulden bewältigen, aber wir dürfen keine neuen machen.«

Selten hat Schopfheim so viele Fahrzeuge der Nobelmarken gesehen wie beim Geburtstag der IHK, die heute ihr 100jähriges Jubiläum feiert.

Die Benutzerstatistik der Stadtbibliothek zeigt eine Steigerung der Ausleihe gegenüber dem Vorjahr von 30.000 auf 69.000 auf. Auch die Zahl der Benutzer stieg von 1.484 auf 3.147 an.

Der Bauausschuß gibt für den Abriß des Industriegeländes der Firma Burkhardt & Schmidt an der Hauptstraße noch kein grünes Licht. Die Schetthalle, das Kesselhaus und der Hochkamin, einschließlich der Dampfmaschinen, sind, so räumte das Landesdenkmalamt ein, ein Kulturdenkmal. Das Fabrikareal sei ein Stück Geschichte, das man nicht mit einem schnellen Abriß beenden könne.

Mit der Verkehrsführung Bahnhofstraße/Bismarckstraße beschäftigt sich der Umweltausschuß. Man meint, daß die Planung einen gewaltigen Eingriff in die Stadtstruktur darstelle. Den von der SPD vorgetragenen Bedenken schließen sich die übrigen Gemeinderatsfraktionen an.

Einige aufgestellte Parabolantennen beschäftigen den Umweltausschuß, da baurechtlich die Aufstellung nicht zu vermeiden ist, und vor einiger Zeit eine Ortsbausatzung, die dies verhindern könnte, abgelehnt wurde.

7. April

Über die Neueinteilung der Schulbezirke treffen sich Schulleiter und Elternvertreter mit dem Bürgermeister und einem Vertreter des Schulamtes. Die Neueinteilung der Schulbezirksgrenzen soll ausgeglichenere Verhältnisse zwischen Fahrnau und Schopfheim im Grundschulbereich ermöglichen. Am Rande des Gespräches war auch die Auflösung der Fahrnauer Hauptschule Gesprächsthema.

Ernst Seufert, der letzte Bürgermeister der selbständigen Gemeinde Langenau und späterer Ortsvorsteher, wird heute 70 Jahre alt.

Um 11.20 Uhr muß die Feuerwehr zu einem Brand in die Hammerschmiedgasse ausrücken.

Im Sportheim trifft sich der SV zur jährlichen Generalversammlung. Nach dem Weggang von Ralph Mouchbahani gilt es, einen Fachmann für die sportliche Beratung und Betreuung des Gesamtvereins zu finden. Sowohl Claus Huber als auch sein Stellvertreter Werner Smutny werden bei den Wahlen bestätigt.

Markus Walter bleibt bei der Generalversammlung des Auma-Zinkens stellvertretender Vogt. Der Zinkenvogt Joachim Brokatzky macht deutlich, daß der Auma-Zinken als legitimer Erbe und Bewahrer der Tradition der historischen Stadtkompanie anzusehen ist und dies nicht vom neugegründeten Hammerzinken reklamiert werden kann.

Hermfried Richter aus Wehr stellt Zeichnungen, Schmuckdesign und Keramik in der Sparkasse aus.

8. April

Gegen die Brandversuche im Haseler Tunnel sammelt die Bürgerinitiative Unterschriften auf dem Marktplatz.

Manfred Goossens wird zum zweiten Geschäftsführer der IHK ernannt. Der 46jährige Jurist vertritt an der Schopfheimer Hauptgeschäftsstelle die Ressorts Recht und Verkehr.

Das MT weist heute darauf hin, daß die Stadthalle im vergangenen Jahr etwa 10.000 Besucher weniger hatte.

Eine Ausstellung im Museum erinnert an die Monarchie in Deutschland nach der Französischen Revolution.

Dietmar Eisfeld aus Wehr wird künftig den Wiechser Gesangverein dirigieren.

»Schopfe isch fit«, unter diesem neuen Werbeslogan steht die dritte Leistungsschau des Gewerbes in der Stadthalle. Dieser Slogan soll kurz, dynamisch, heimatverbunden und sportlich sein, meint der Vorsitzende Gerhard Zeiher. »Daran glauben wir«, so sagt bei der Eröffnung der Beigeordnete Harmut Bertsch, »auch wenn es kritische Stimmen zum neuen Motto gibt.« Während zweier Tage überzeugen sich viele Menschen vom Leistungsangebot Schopfheimer Firmen.

Die Frauen- und Müttergruppen der Turnerschaft Langenau organisierten die erste Kinderbörse im Ortsteil.

Trinkbares und einen älteren Radiowecker erbeuten Einbrecher im Fahrnauer Schützenhaus.

In einer Eigeninitiative renovieren Raitbacher Väter den Spielplatz.

Rund 200 Frauen treffen sich zum Bezirksfrauentag des evangelischen Kirchenbezirkes und beschäftigen sich mit dem Begriff Gerechtigkeit.

9. April

Zu Ehren des 70. Geburtstages von Dr. Johannes Lorenzen findet in der evangelischen Stadtkirche ein Festkonzert statt. Bürgermeister Fleck ehrt den Jubilar.

Strahlende Gesichter gibt es beim Gewerbeverein, denn die viele Mühe um die Ausstellung hat sich gelohnt.

10. April

Einen fortgeschriebenen Bauzeitenplan zur B 317-Umfahrung will die SPD im Gemeinderat beantragen.

Norbert Männlin dirigiert nun den Singkreis Schopfheim.

Problemmüllentsorgung.

11. April

Gegen die Vermehrung der Tauben im Stadtgebiet will die Vogelschutzgemeinschaft vorgehen, ist bei der Generalversammlung zu hören.

12. April

Alexander Lipping liest eindrückliche Collagen von Texten Deutscher Schriftsteller im Exil. Leider kamen nur wenige zu diesem anspruchsvollen Abend in den Museumskeller.

Wie bekannt wird, klagt »Gottlieb« gegen die jetzigen Grundstücksbesitzer, um den Abbruch des Provisoriums zu erreichen.

Markus Götz, Jungmusiker beim Musikverein Fahrnau, konnte dieser Tage das goldene Leistungsabzeichen des Alemannischen Musikverbandes in Empfang nehmen.

Zu einem großen Erfolg wird der erste Diabetestag im Krankenhaus, den der neue Chefarzt Dr. Fabian-Krause organisierte.

Zur Jahreshauptversammlung trifft sich der Kinderschutzbund in »Andy’s Steakhüsli«.

13. April

Gegen die Teilnahme beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« spricht sich der Ortschaftsrat Kürnberg aus.

Den Husarenbrunnen will man wieder in Kürnbergs Dorfmitte verbringen und einer Funktion zuführen.

Die Chancen für ein Kaufhaus, so schreibt heute die BZ, werden immer kleiner, nachdem der Investor all-Bau bis heute keinen Textiler für dieses Haus gefunden hat. Lediglich Kaufring hat noch Interesse, jedoch können die Preisvorstellungen des Warenhausbetreibers nicht akzeptiert werden.

Die »Irrlicht«-Betreiber halten Rückblick und meinen, daß sich das Konzept des letzten Jahres bewährt hat.

20 Schülerinnen und Schüler aus Poligny besuchen Schopfheim und werden vom Beigeordneten im Rathaussaal begrüßt.

Verständigung über die Grenzen hinweg mit den Kosaken von Wolga und Don, die zahlreiche Besucher in der Stadthalle begeisterten.

14. April

Südbadischer Vizemeister im Oberschulamtsbezirk Freiburg wird die Schachmannschaft der Friedrich-Ebert-Schule.

Die frischgebackene Juniorenweltmeisterin in der alpinen Kombination, Edda Mutter aus Todtnau, wird von ihren Mitschülerinnen am Berufskolleg in Schopfheim geehrt. Der Schulleiter Herwig Friedel gratuliert seinerseits der Schülerin.

Beigeordneter Hartmut Bertsch war dieser Tage in den Musikcafés, um dort mit den Jugendlichen über die Bedürfnisse nach einem Jugendzentrum zu sprechen. Furchtbar viel, so meint er, sei dabei nicht herausgekommen.

Die CDU hat Generalversammlung. Fritz Michalek legt den Vorsitz nieder. Zum ersten Mal führt eine Frau den CDU-Ortsverband an. Ortrun Schätzle wird zur Vorsitzenden gewählt. Sie wird vertreten von ihren Stellvertretern Rolf Hetzel und Rolf Kuri. Selbst zum Ziel hat sie sich gesetzt, die Partei aus dem derzeitigen Stimmungstief herauszuführen. Sie will Sachinformationen gegen die »Ohnmacht und Sprachlosigkeit« stellen.

Der seit zwei Jahren bestehende Kunstverein trifft sich zur Generalversammlung. Vom Vorsitzenden H. Th. Baumann ist zu hören, daß zunächst die Mitgliederwerbung intensiviert werden soll.

Die Sengelengeister treffen sich in »Andy’s Steakhüsli« zur Generalversammlung. Dem noch jungen Verein steht Thomas Leuthner vor.

15. April

Diskussionen gibt es während der Generalversammlung des Gewerbevereines, vor allem zur innerstädtischen Verkehrssituation. Dr. Thomas Wieland und Werner Bühler sind frustriert und verwundert darüber, daß das innerstädtische Konzept Bahnhof-/Bismarckstraße vorläufig ruhen soll. Zum Slogan »Schopfe isch fit« kamen keinerlei Wortmeldungen, was Jörg Bertsch nicht verwunderte, sondern zur Feststellung animierte, daß mit dem Signet wohl alle voll zufrieden sein müssen. Beschäftigt hat den Verein auch die Kaufhausplanung.

Bei der traditionellen Winterabschlußfeier des Skiclubs Fahrnau verabschiedete man sich von einem nicht befriedigenden Winter.

In der Reithalle in Gersbach wird eine hervorragend organisierte Rindviehschau durchgeführt. Züchterobmann Alfred Sutter begrüßte Gäste aus benachbarten Bezirksvereinen, des Rinderzuchtverbandes und Vertreter der Stadt. Sieger bei der Zuchtschau wurde der erst zwei Jahre alte Bulle Marillo des Bullenhaltungsringes Gersbach.

Nach ziemlich genau einem Jahr ist die Sanierung der sogenannten »Kolonie« durch den Bauträger Peter Kober abgeschlossen.

Das wichtigste des vergangenen Monates, so weiß Eugen Herzog aus Poligny zu berichten, waren die Wahlen. Im zweiten Wahlgang gelang es der RDP/UFD-Liste des Bürgermeisters Tinguely, die Mehrheit zu erreichen. Er wird künftighin Bürgermeister bleiben. Sein erster Stellvertreter ist René Gualandi. Herzog informiert auch darüber, daß die Osterferien das Städtchen sehr belebt haben und es an allen Ecken und Enden an Parkplätzen mangelte. Die alte Pfarrkirche, die ein halbes Jahr wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen war, wurde von Bischof Duchêne in Gegenwart zahlreicher Persönlichkeiten feierlich übergeben.

Blasmusik auf höchstem Niveau war beim Jubiläumskonzert der Stadtmusik in der Stadthalle zu hören. Mit diesem Konzert beginnt das 175jährige Jubiläum. Neben der Stadtmusik brachte auch die Jugendkapelle ihr Können zu Gehör. Beide Klangkörper stehen unter dem Dirigat von Max Lehmann. Beim Konzert gratulierte neben Bürgermeister Fleck auch Regierungspräsident Dr. Norbert Nothhelfer dem Verein.

Zwei Kraftfahrer gerieten vor dem Lagerhaus in der Bismarckstraße/Karlstraße aneinander. Schlußendlich bedrohte der eine den anderen mit einer Pistole, die glücklicherweise nur eine Spielzeugpistole war.

Walter Kindorf, der Vorsitzende des Gesangvereines Langenau, darf eine große Zahl von Freunden zum Frühlingskonzert erstmals unter der Leitung von Georg Diehl begrüßen. Ein Mundartstück trägt zur weiteren Unterhaltung bei.

16. April

Hans Schickle freut sich beim Hundesportverein Fahrnau über den großen Erfolg bei der Schutzhundeprüfung, den Mitglieder seines Vereines verbuchen können.

17. April

Das Bonussystem beim Kauf von Schulbüchern beschäftigt erneut den Elternbeirat im THG. Man befürwortet die Einführung im Gegensatz zur Schulleitung.

Wie vorgesehen und vom Bürgermeister vorgeschlagen, wird eine neue Einteilung der Grundschulbezirke vom Gemeinderat beschlossen. Künftig müssen Kinder in die Grundschule nach Fahrnau, auch wenn sie im Gemarkungsgebiet Schopfheim wohnen. Die neue Abgrenzung zwischen Schopfheim und Fahrnau ist in der Bühlmatt und beim Spielplatz an der Roggenbachstraße sowie bei der Bahnlinie. Im Gegenzug müssen die Kinder aus Gündenhausen nicht mehr nach Langenau, sie werden in die Dr. Max-Josef-Metzger-Schule eingeschult. Die Kinder aus der Weiermatt müssen weiterhin die Grundschule in Wiechs besuchen.

Die Überprüfung der Neonleuchten im THG erbringt lediglich einen undichten PCB-haltigen Kondensator. Alle PCB-haltigen Aggregate werden ausgetauscht, egal ob defekt oder nicht.

Über Europa debattiert die SPD in Fahrnau. Die Bundesrepublik profitiert am meisten vom gemeinsamen Markt, und es gibt keine Alternative zur Gemeinschaft, so ist zu hören.

18. April

Für Lkw mit Gefahrgut ist die Durchfahrt durch Wiechs nun gesperrt.

Manfred Vohrer, Spitzenkandidat der FDP und Hans Günter Gutberlet, liberaler Kandidat für die Europawahlen im Landkreis Lörrach, erläutern bei einer Diskussionsrunde insbesondere die Vorstellung von einer ökologischen Marktwirtschaft.

Die evangelische Pfarrgemeinde Fahrnau hat eine neue Gemeindeschwester. Die gelernte Altenpflegerin Charlotte Frommherz wurde am Sonntag in der Matthäus-Kirche in ihre neue Aufgabe eingeführt. Sie übernimmt damit die Nachfolge von Gertrud Vogel.

80 Interessenten besuchen den Informationsabend zum Thema »Biotopschutz« in Gersbach.

Das »Drama« um Heinz Müller, scheint einem Ende zuzugehen. Er hat sich, so ist aus der BZ zu entnehmen, bereiterklärt, das Gelände in der Weiermatt endgültig bis Ende Mai zu räumen. Seine Kühe stünden inzwischen in einem Stall auf dem Dachsberg, er selbst arbeitet angeblich in einer Sägerei in Hägelberg und wohnt nun in der Altstadt Schopfheims.

Die SPD stellt den Antrag an die Stadtverwaltung, künftig bei allen Hochbaumaßnahmen von einem bestimmten Gesamtkostenaufwand an, eine Kostenschätzung nach DIN vorzulegen.

Helmut Hruschka und Moni Fluhr-Lau stellen im »Sudhaus« aus.

19. April

Dr. Peter Matthaei, Chefarzt der Allgemeinchirurgie im Schopfheimer Krankenhaus, will zum 1. September die Stadt verlassen. Er bat um vorzeitige Auflösung seines Vertrages. Mit Bestürzung und Überraschung sowie auch mit allgemeinem Bedauern, aber auch mit Verständnis wird diese Entscheidung in der Stadt und im Krankenhaus aufgenommen.

Kurt Härzschel war sich Bravo-Rufen sowie eines heftigen Applauses sicher, als er bei der Generalversammlung der CDU dem Neubau eines Sportheimes Priorität vor dem Jugendzentrumsbau einräumte.

20. April

Nur 40 Zuschauer kommen in die Stadthalle zu einem Dokumentationsfilm über Adolf Hitler. Die vhs hat hierzu den Referenten H. A. Baur verpflichtet.

Die Gruppe »D’ Waidbueche« liest in der Stadtbibliothek.

In Kommentaren beschäftigen sich beide Zeitungen mit dem Weggang von Dr. Matthaei.

SPD-Vorsitzender Dr. Jost Noller will auch in den Gemeinderat, es wird also bei einem Doppelmandat bleiben, obwohl es in der Vorstandssitzung Kritik an der Ämterhäufung gab.

Bevor in der Pfingstwoche in Basel die Europäische Ökumenische Versammlung »Frieden in Gerechtigkeit« stattfindet, ist von heute bis zum 1. Mai in der Predigerkirche die Ausstellung Dr. Max-Josef-Metzger zu sehen, welche vor zwei Jahren in Schopfheim konzipiert und gezeigt wurde.

Zur ökumenischen Versammlung organisiert die evangelische Kirchengemeinde einen Busdienst.

Bebauungsplanentwürfe werden für die »Schärers Au« im Ortsbauausschuß vorgestellt. Einem neuen Bauantrag zur Erweiterung des »Löwen« in Gündenhausen hat der Gemeinderat nun zugestimmt, da man sich mit den neuerlichen Plänen besser anfreunden kann.

22. April

Ein bestens vorbereiteter Klangkörper des Musikvereines Fahrnau präsentiert sich beim Frühjahrskonzert in der Stadthalle. Das von Dirigent Ulrich Winzer geleitete Konzert wurde mit Diaprojektionen begleitet.

Obwohl er eigentlich nicht mehr wollte, bleibt Walter Schott noch zwei Jahre Zinkenvogt der Gündenhausener Hexen.

Flott und harmonisch, so heißt es, bringen die Enninger ihre Generalversammlung über die Bühne.

Peter Schütt gibt die Betreuung der Herrenhandballmannschaft ab. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt.

Auch bei den Handballdamen wird es Änderungen geben. Andreas Kuhny gibt das Traineramt an Dieter Petersen ab.

Erneut sind Schüler aus dem französischen Massevaux zu Gast bei Grundschülern der Dr. Max-Metzger-Schule.

Künftig wird die Stadt keinen Golddukaten mehr verleihen. Die bestehenden Richtlinien wurden aufgehoben. Man will von Fall zu Fall über Ehrungen entscheiden, so die Entscheidung des Gemeinderates.

Gegen die Brandversuche im Haseler Tunnel werben nun auch Spruchbänder und Plakate.

23. April

Zum Auftakt des 125jährigen Vereinsjubiläums lädt der Gesangverein Fahrnau zu einem Festkonzert in die evangelische Stadtkirche. Werke aus dem 17. Jahrhundert wissen das zahlreiche Publikum zu begeistern und zeugen von der Leistungsfähigkeit dieses Klangkörpers unter der Leitung von Volker Brenzinger.

Der 17jährige, in Raitbach lebende Jörg Denner, der erst vor wenigen Tagen Deutscher Meister der A-Jugend im Ringen wurde, hat beim großen Preis von Schweden in Göteborg einen dritten Platz erreicht.

24. April

Fünf Landwirte, davon vier aus dem Gemarkungsgebiet Schopfheim, wollen als eigene Fleischproduzenten auftreten und selbst vermarkten. Diese Initiative ging vor Jahren schon vom evangelischen Pfarrer in Gersbach, Gerhard Trautwein, aus.

Der Ortschaftsrat Wiechs fordert Tempo 30 für den gesamten Ortsteil.

Im Mittelpunkt einer Elternbeiratssitzung der Grund- und Hauptschule Fahrnau steht die beschlossene Grundschulbezirksänderung. Viel Unruhe und Unmut löst die erneut aufgetauchte Frage über den Fortbestand der Hauptschule im Ortsteil aus.

25. April

Das Jahrbuch 1988 wird durch den Bürgermeister der Presse vorgestellt.

Eine geringe Menge Öl muß von der Feuerwehr auf der Wiese beseitigt werden. Woher die Verschmutzung kam, steht noch nicht fest.

Bei der Bezirksversammlung in der Stadthalle wirbt die Coop-AG um Vertrauen der Aktionäre.

Der Ortschaftsrat Langenau spricht sich gegen die Errichtung einer Bauschuttwiederaufbereitungsanlage bei der Deponie Scheinberg aus.

Im Rahmen der »Mädchenwoche« informiert die Studentin für Sozialarbeit Ulrike Schießl und die Sozialpädagogikstudentin Marion Kerkmann zum Thema »Gewalt gegen Frauen und Mädchen«.

26. April

Dieser Tage blickt die Schopfheimer Modellfluggruppe, die 35 Mitglieder zählt, auf ihr zehnjähriges Bestehen zurück.

Siebdruckarbeiten, Aquarell-, Glas und Ölmalereien stellt die Hobbymalerin Elisabeth Werschner in der Volksbank aus.

Die Arbeiten für die Brücke über die B 518 bei Eichen beginnen. Im Alter von 81 Jahren verstirbt Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Boos.

Der Kreisverband der Freien Wähler Vereinigung trifft sich im Gasthaus »Adler«, um sich vom Sozialdezernenten des Landkreises über die Entwicklung der Sozialkosten informieren zu lassen.

Senioren aus Wiechs treffen sich zum Altennachmittag.

27. April

Nur acht Mitglieder kommen zur Generalversammlung des Schopfheimer BUND. Einstimmig wird Frau Dr. Ruth Noack für die nächsten zwei Jahre zur Vorsitzenden und Inge Böttger-Fisch zu ihrer Stellvertreterin gewählt. Hauptaugenmerk für das kommende Jahr wird auf die Verkehrsplanung für die »Stadtautobahn« gelegt. Was da von den Planern vorgestellt wurde, meint Frau Dr. Noack, sei eine Katastrophe.

Dieser Tage beschloß der Haseler Gemeinderat eine Resolution an das Bundesforschungsministerium zum sofortigen Stopp der Brandversuche im Tunnel.

»Unbeschreiblich weiblich« ist das Thema einer Ausstellung in der Stadtbibliothek, die von der Kreisjugendpflege zusammengestellt wurde.

An die 20 Schülerredakteure aus ganz Südbaden sind drei Tage im BBZ damit beschäftigt, sich mit dem Thema Ausbildung im Handwerk auseinanderzusetzen.

Seit Tagen ist schlechtes Wetter, in Gersbach schneit es sogar. Die heftigen Regenfälle der letzten Tage haben den Steilhang am Entegast wieder ins Rutschen gebracht.

Jochen Kelter, ein seit Jahren in der Schweiz lebender Schriftsteller, liest in der Stadtbibliothek.

»Die Gerechten«, ein Schauspiel von Albert Camus, wird von der Württembergischen Landesbühne Esslingen in der Stadthalle aufgeführt. Ein beeindruckender Theaterabend.

In der »Sonne« trifft sich die Museumsgesellschaft zur Generalversammlung. Derzeit ist man dabei, ein weiteres Stockwerk im Museumsgebäude einzurichten. Bei den Wahlen werden Rolf Hans Brüderlin als Vorsitzender und Rudolf Lenzer als Stellvertreter bestätigt.

28. April

Evangelische Christen als Minderheit in Ost- und Westeuropa, ihre Problematik und Bedürftigkeit, so das Thema eines Referats von Dr. Karl Christoph Epting im evangelischen Gemeindehaus in Langenau.

Matthias Trapp und Bernd Schnabel verstanden es bei einem Klavierkonzert im THG, das nicht gerade zahlreich erschienene Publikum zu begeistern.

Sein 25jähriges Betriebsjubiläum feiert das Optik- und Uhrengeschäft Ellgring.

Zum dritten Male hintereinander schafft die Jugend-Tischtennisabteilung der Turnerschaft Langenau einen Aufstieg. Sie wurde nun Meister in der A-Klasse und wird künftig in der Bezirksklasse spielen.

Zinkenvogt Wolfgang Sprich eröffnet die 31. Generalversammlung in der »Sonne«. Bei den Fegern des Städtlezinkens werden künftig auch Frauen sein. Die bisherige Waggisgruppe wurde der Fegergruppe zugeführt.

Die Interessengemeinschaft gegen die Brandversuche trifft sich in der »Kupferpfanne« in Fahrnau. Man will bei der nächsten Gemeinderatssitzung den Schopfheimer Räten eine Unterschriftenliste gegen diese Versuche überreichen. Harald Siebold, Sprecher für Schopfheim, informiert auch darüber, daß eine Strafanzeige gegen den Bundesforschungsminister erhoben wurde.

Mit der ersten öffentlichen Aufführung stellt sich die »Freie Bühne Schopfheim« im Museumskeller vor.

Peter Grüninger vom »Nicht-kommerziellen Künstlerforum Freiburg« liest im Parkcafé aus Werken von Kästner und Tucholsky.

29. April

Die Gruppe »Bigamie« spielt im Musikcafé »Channel«.

Bei den Parteien wirbt der SVS für den Sportheimbau und zeigt sich bei einer jüngsten Vorstandssitzung enttäuscht über das Verhalten der SPD, die nicht sofort einmütig hinter dem Vorhaben stand.

Die Interessengemeinschaft Wehratalbahn ist einen kräftigen Schritt weitergekommen. Ein Schreiben aus dem Innenministerium Baden-Württemberg stimmt die Vereinigung zuversichtlich, da ein sogenanntes Anforderungsprofil an die geplante Regio-S-Bahn-Konzeption die Strecke Schopfheim–Bad-Säckingen miteinbezieht.

Das Dreistern-Werk feiert sein 40jähriges Firmenjubiläum.

Wie der Presse zu entnehmen ist, spricht sich die SPD-Kreistagsfraktion gegen die Brandversuche im Haseler Tunnel aus.

Zur Stadtmeisterschaft der Turner treffen sich Sportler der TSG, der Turnerschaft Langenau, des Turnvereins Fahrnau und des Kraftsportvereines Gersbach.

30. April

Walpurgisnacht der Chrattenhexen in der Festhalle in Fahrnau.

Einige Tage weilt das Jugendblasorchester aus Ronneby in Schopfheim, um auf zehn Jahre Freundschaft zurückzublicken und das 20jährige Bestehen der Jugendkapelle Schopfheim mitzufeiern.

Marie Claire Alain eröffnet die zweiten internationalen Orgeltage mit einem hervorragenden Orgelkonzert in der katholischen Kirche St. Bernhard. Begeistertes Publikum feiert den in Schopfheim weilenden Weltstar.

Der Tierschutzverein hält Rückblick auf ein Berichtsjahr.

Zu einer Jubiläumsausstellung lädt die Modellfluggruppe anläßlich des zehnjährigen Bestehens ins katholische Gemeindehaus.

Ungewohnt war die Umgebung bei der Generalversammlung der Schopfheimer Narrenzunft im evangelischen Gemeindehaus. Verstärkt will man sich Gedanken um die Kinderfasnacht machen, so ist zu hören. Außerdem wurden der Hammerzinken und die Sengelengeister in die Zunft aufgenommen.

1. Mai

125 Radsportler aus etwa 45 Vereinen nehmen am vierten Radkriterium, einem offiziellen Rennen des Südbadischen Radsportverbandes, teil.

Die ersten Sonnenstrahlen nach einigen Wochen locken auch in Schopfheim die Menschen in die Natur hinaus. An verschiedenen Plätzen in der Gemarkung werden für die Maiwanderer wieder Waldschänken aufgebaut.

2. Mai

Nur vier Schopfheimer Gemeinderäte kamen zur gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte aus Steinen, Maulburg, Wieslet, Hausen, Zell und Häg-Ehrsberg in die Alemannenhalle nach Maulburg. Dort stellte das Planungsbüro Dr. Weber die Erweiterungsplanung der Kläranlage mit einem Kostenaufwand von DM 37 Mio. vor.

3. Mai

Das Kraftwerk Rheinfelden klagt gegen die Entscheidung des Regierungspräsidiums über den Wasserkraftwerksbau an der Fahrnauer Lege.

Dieser Tage hatten die Eichener Seeteufel ihre Generalversammlung. Jeannette Lämmlin gab das Amt an den neu gewählten ersten Vorsitzenden Fritz Bühler ab. Diskutiert wurde während der Versammlung über eine Namensänderung.

Ortrun Schätzle wurde vor einigen Tagen als Kreisvorsitzende der Frauenunion wiedergewählt.

Für das Sanierungsgebiet Altstadt-West/Bifig hat das Land weitere DM 1,2 Mio. zur Verfügung gestellt.

Die Presse berichtet über das Orgelkonzert mit Marie-Claire Alain und meint, daß für Kantor Cornelius Holdermann mit dieser Verpflichtung wohl der Traum jeden Veranstalters in Erfüllung ging.

Zusammen mit dem Jugendblasorchester Ronneby feiert die Jugendkapelle Schopfheim nicht nur die zehnjährige Freundschaft, sondern das beiderseitige 20jährige Bestehen. Ein sehr gut besuchtes gemeinsames Konzert in der Stadthalle läßt den Leistungsstandard beider Blasorchester deutlich werden. Es war eine Freude, dem von Stig Lindberg geführten Orchester zuzuhören, ebenso der von Max Lehmann dirigierten Schopfheimer Jugendkapelle.

Im Foyer der Stadthalle werden die in Schopfheim weilenden Gäste empfangen. 70 Touristen kamen zusammen mit dem Jugendblasorchester in die Markgrafenstadt.

Bürgermeister Fleck empfängt Jörg Denner, Eric und Karsten Backhaus, um sie für ihre sportlichen Erfolge zu ehren. Jörg Denner wurde Deutscher Meister im Freistil, während Eric und Karsten Backhaus Deutsche Meister im griechisch-römischen Stil wurden. Alle drei ringen für die RG Zell.

4. Mai

Anton Weinmann, von 1956 bis 1975 dem Gemeinderat der Stadt angehörend, verstirbt im Alter von 84 Jahren. Er engagierte sich insbesondere im sozialen und kirchlichen Bereich.

5. Mai

Wolfgang Gabriel wird neuer Rektor an der Friedrich-Ebert-Hauptschule. Er tritt die Nachfolge von Meinrad Rümmele an, der in den Ruhestand gehen wird. Der 49jährige Pädagoge ist seit 1982 Konrektor an dieser Schule.

Das Jugendzentrum kann auch im Pförtnerhaus des Sanio-Areals keine Bleibe finden, das Gebäude ist bereits längerfristig vermietet.

Helga Nötzold wurde dieser Tage für 25jährige Mitarbeit im Hause Medima geehrt.

Kurt Ueckert schreibt im MT unter anderem, daß vor 75 Jahren, am 13. Mai, das elektrische Licht in das damalige Dorf Eichen kam.

»Wir müssen kürzer treten«, ist Haupttenor in der Hauptversammlung der Fasnachtsgesellschaft Fahrnau. Es gibt dort einige personelle Veränderungen. Der Präsident des Zunftrates, Adolf Schilling, scheidet aus, ohne daß bisher ein Nachfolger gefunden wurde. Auch die Gruppenführer der Bürgerwehr Uli Hermann, der Düfzelgeister Andreas Gäunzle sowie der Bettelsäcke Bernhard Springmann sind von ihren Ämtern zurückgetreten.

Mit einem Platzkonzert präsentiert sich das Ronneby-Jugendblasorchester und die Jugendkapelle Schopfheim vor dem Musikhaus in der Altstadt.

6. Mai

Fahrnaus Turner feiern ihren Familienabend, das Turnerkränzle, in der Festhalle. 800 Wohnungen sind, nach einer Analyse des Wohnungsbedarfes, bis 1995 in Schopfheim erforderlich, im »Bremt« soll ein Großteil dieser Wohnungen errichtet werden. Eugen Herzog schreibt aus der Partnerstadt wieder die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Monates. Er erinnert insbesondere daran, daß Maurice Chouquet eine Gedenktafel enthüllte, die die Namen der am 17. April 1944 in Poligny festgenommenen Israeliten trägt. 23 Vereine spielen um den Sengelencup in der Friedrich-Ebert-Sporthalle. Die Schopfheimerin Nicole Grether wurde schließlich Siegerin im Einzel und im Doppel zusammen mit Michael Fleuter. Dieser sorgte im Einzel für eine Überraschung, er schlug im Finale den in der Schweiz auf Platz 2 stehenden Michael Steffen. Die CDU-Frauen sammeln für UNICEF auf dem Marktplatz.

7. Mai

Jugendkapellen aus der Stadt und der Umgebung präsentieren sich am Nachmittag in der Stadthalle. Der Alemannische Musikverband hat für das traditionelle Jugendkonzert Schopfheim ausgewählt, da die hiesige Jugendkapelle das 20jährige Jubiläum feiert.

Josef Sluys aus Brüssel gestaltet das zweite Konzert im Rahmen der zweiten internationalen Orgeltage in der evangelischen Stadtkirche. Der Domorganist zeichnet sich, so ist aus den Kritiken zu entnehmen, durch konzertante Gelöstheit, Spielfreude und Werktreue aus.

Bei der Eröffnung der Baden-Württembergischen Triathlonsaison erringt Hubert Klemm in Külsheim den ersten Gesamtsieg.

8. Mai

Die SPD-Fraktion äußert sich in einer Presseerklärung zur Kündigung des Chefarztes Dr. Matthaei. Daraus wird klar, daß die Partei die Ansicht vertritt, daß der Mediziner Schopfheim nicht aus finanziellen Gründen verläßt, sondern schwerwiegende Anlässe am Krankenhaus Auslöser war. Nach dem Wunsch der SPD, so ist zu lesen, gilt es, eine Kompetenzabgrenzung zwischen Allgemeinchirurgie und Handchirurgie zu erreichen.

Außerdem, so meint die SPD, wäre die permanente Einflußnahme des Bürgermeisters in hausinterne Angelegenheiten ein Kündigungsgrund. Die SPD-Gemeinderatsfraktion will den Musikvereinen mehr Zuschüsse zukommen lassen.

Regierungsbaudirektor Schmid vom Straßenbauamt stellt dem Gemeinderat den berichtigten Zeitplan für die B 317-Umfahrung vor. Er geht nach wie vor davon aus, daß der bisherige Zeitplan eingehalten werden kann.

Es sei schon fünf nach zwölf, meint Harald Siebold, Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Tunnelbrandversuche im Gemeinderat. Er fordert diesen auf, nachdem er 1.000 Unterschriften gegen die Versuche überreichte, über die Brandversuche zu diskutieren. Beigeordneter Bertsch entgegnet dem Sprecher, daß die Stadt juristisch nichts zu sagen habe und verspricht sich von einer politischen Willenserklärung nichts, bevor nicht zumindest die letzten Untersuchungen von Dioxin-Größen und vom Ökoinstitut vorliegen.

Der Fremdenverkehrsverband Schwarzwald hält die Jahreshaupt- und Mitgliederversammlung in Schopfheim ab. Im Verlaufe des Nachmittages steht ein Referat der Europaabgeordneten Ursula Braun-Moser über das Fremdenverkehrsgeschäft im Europäischen Binnenmarkt im Mittelpunkt.

Von einem Staatsbegräbnis erster Klasse spricht Artur Cremans betreffend die Situation der Jugendzentrumspläne.

9. Mai

Die SPD plädiert für eine Koordinationsstelle zur besseren Kindergartenbelegung. Gleichzeitig wendet man sich gegen einen Pressebericht des SVS, der den Eindruck erwecken ließ, als hätte die Fraktion kein Interesse an einem Informationsgespräch über das Sportheim.

Die Assistenzärzte der Allgemeinchirurgie am Krankenhaus beklagen sich in einem Leserbrief über den Weggang von Dr. Matthaei und sagen, daß damit gerechnet werden müsse, daß nahezu alle im Team noch in diesem Jahr Schopfheim den Rücken kehren werden.

Alfred Ühlin, Vorsitzender der Privatwaldgemeinschaft in Gersbach, tritt nach 19 Jahren vom Amt zurück. Neuer Vorsitzender wird Herbert Weniger.

Der Tierschutzverein und die Polizei ermitteln gegen eine Familie, die mehrere Hunde getötet haben soll.

Über die Steuerbürokratie spricht auf Einladung der IHK Wilfried Krahwinkel, Vorstandsmitglied des Bundes der Steuerzahler.

Der Bürgermeister und Vertreter des Straßenbauamtes zeigen den betroffenen Grundstückseigentümern an der Kürnberger Straße die neue Streckenführung der B 317-Umfahrung. Die Erregung der Betroffenen war so stark, daß sie sich nicht abhalten ließen, trotz strömenden Regens zwei Stunden in freier Natur zu diskutieren.

175 Jahre Stadtmusik. Unter diesem Thema wird in der Sparkasse eine Ausstellung eröffnet.

10. Mai

Zur kommunalpolitischen Diskussion ist die CDU in Gersbach und spricht insbesondere über die Entwicklung der Landwirtschaft und den Fremdenverkehr. Dabei ist deutlich zu hören, daß nun eine eigene Gemeindehalle, die sowohl den Ortsbewohnern, als auch den Feriengästen zu Gute kommt, errichtet werden muß.

Die CDU und die Freien Wähler wollen im Gemeinderat eine Debatte über den Bau eines neuen Sportheimes.

Zu Hebels Geburtstag rezitiert Doris Hubach-Kruse, unterstützt von Gotthard Killian am Cello und an der Querflöte, Werke des Dichters in der Waldorfschule.

11. Mai

Ein Wunschbild ist zerplatzt, so die Überschrift im heutigen MT. Was die Spatzen schon seit Wochen von den Dächern pfeifen, ist in nichtöffentlicher Sitzung auch gemeinderätlich Gewißheit geworden. Ein Kaufhaus, wie man es sich einst wünschte, wird es wohl nicht geben, da für das Obergeschoß des Bauwerkes kein Textilvollsortiment zu finden ist. Noch will jedoch der Bürgermeister die Kaufhausidee nicht aufgeben.

Der Elternbeirat vom Städt. Kindergarten am Marktplatz sieht die flexible Öffnung der Kindergärten in Frage gestellt. Man will über die personelle Situation diskutieren.

Bewohner aus dem Bereich der Bismarck-/Hebel- und Roggenbachstraße sowie der Wehrer- und Himmelreichstraße wollen sich gegen die Planungen zur Verkehrsneulenkung solidarisieren und gegen die Planungsgigantomanie, wie sie sagen, vorgehen.

Die heutige Sitzung des Ortsbauausschusses muß wegen Verfahrensfehlern wiederholt werden.

12. Mai

Sehr zufrieden sind die Gersbacher Bergbauern mit dem unerwartet positiven Echo auf ihre Selbstvermarktungsidee. Schüler der Klasse 4b der Dr. Max-Metzger-Schule gestalten die Bahnhofsunterführung unter fachkundiger Leitung von Inge Laugstien.

13. Mai

Das Schwimmbad eröffnet die neue Badesaison. Für zwei Tage lädt der Musikverein Langenau zu einem großen Zeltfest ein. Ein Erweiterungsvorhaben beim Reiterhof Sengelen bewegt die Gemüter des Ortsbauausschusses, da eine Jauchegrube direkt neben die Caféstube kommen sollte. Spaß und Unterhaltung war beim Pfingstsportfest der Gersbacher angesagt. 13 Schüler haben an der Waldorfschule das Abitur bestanden. Christian Kronberg erreichte mit 1,4 die beste Gesamtbenotung. Die CDU und die Freien Wähler bedauern das SPD-Vorgehen im Fall Matthaei und bringen in Leserbriefen ihre Meinungen zum Ausdruck. In Gersbach ist Weideauftrieb.

14. Mai

Dieser Tage feierte Meinrad Rümmele an der Friedrich-Ebert-Schule sein 40jähriges Dienstjubiläum, wobei ihm nicht nur das Lehrerkollegium, sondern auch das Oberschulamt herzlich gratulierte.

Mit einem außergewöhnlichen Orgelkonzert in der Alten Kirche St. Michael gehen die zweiten internationalen Orgeltage zu Ende. Der Amsterdamer Professor für Orgelkunst und Organist, Ewald Kooiman, durfte zum Schluß wahre Ovationen der Zuhörer entgegennehmen.

15. Mai

In Basel beginnt die Europäische Ökumenische Versammlung, die erste Versammlung der europäischen Christen seit der Trennung durch die Reformation. Viele Gläubige, auch aus unserer Stadt, fahren zu den verschiedensten Anlässen in die benachbarte Stadt. Aus Publikationen in Basel ist mehrfach auch der Name Dr. Max Josef Metzger herauszulesen, der mit diesem Friedenskonzil in Verbindung gebracht wird. Er ist oft in einem Atemzug mit Dietrich Bonhoeffer genannt. Um dem ökumenischen Charakter Gewicht zu verleihen, teilen sich bei den abendlichen Gebetstreffen die örtlichen Pfarrer die Arbeit. Während des Zeltmusikfestes in Langenau wird auch ein Fußballgrümpelturnier im »Löwenzahnstadion« ausgetragen. Derzeit wird im Wiesental für das Schulfernsehen ein Dokumentationsfilm über die Entwicklung der Textilindustrie gedreht. Auch Aufnahmen im Museum sind dabei. Jakob und Helene Freund feiern in der Schwarzwaldstraße das Fest der Goldenen Hochzeit.

16. Mai

Zur augenblicklichen Debatte um das Krankenhaus, die allerdings hinter vorgehaltener Hand geführt wird, überschreibt Klaus Kochendörfer seinen Kommentar »Das Scherbengericht beginnt zu tagen«.

Dumm und niveaulos nennen die GRÜNEN das CDU-Wahlplakat zur Europawahl, indem es heißt »Radikale und SPD, Wohlstand ade«. Die SPD wollte bereits vor einigen Tagen eine Distanzierung der CDU auf Orts- und Kreisebene zu diesem Slogan.

17. Mai

Wie zu hören ist, hat der CDU-Kreisverband beschlossen, am Wochenende die Wahlplakate im Landkreis zu überkleben. Man will nicht, daß SPD und Radikale in einen Topf geworfen werden.

Gersbacher Schüler tragen eine Ausstellung über die Beziehung des Ortes zur Markgrafschaft Baden-Durlach zusammen und zeigen sie im Rathaus des Ortsteiles.

Schopfheims Straßen sind nach 20.00 Uhr leer. Alles will das Europacup-Spiel Stuttgart-Neapel am Fernseher verfolgen. Auch das Vereinsparlament, das an diesem Abend tagen wollte, hat kurzfristig umdisponiert. Im Museum wird eine Ausstellung »Schriftkunst am Nil« eröffnet. Heiner Schneegass fasziniert in seinem Vortrag die Senioren Langenaus. Er versteht es, die Schopfheimer Altstadt, wie sie vor 40 bis 50 Jahren war, so richtig lebendig in Erinnerung zu rufen.

18. Mai

In seinem Stadtspiegel meint der »Stadtschreiber« vom MT, daß wohl im Dezember des vergangenen Jahres Aufzeichnungen über ein Gespräch Dr. Matthaeis in öffentlicher Sitzung gefertigt wurde, ohne daß dazu die rechtliche Grundlage bestand. Die Rathausspitze wird auf diese mißbräuchliche Praxis hingewiesen. Für einige Tage treffen sich 150 Turnlehrer aus neun Ländern in der Vicemoos-Waldorfschule. Das Gasthaus »Krone« in Fahrnau, das seit Jahren leersteht, wurde nun von einer Gaststätten GmbH aus Gottenheim gekauft und soll nach einem Umbau bald wieder seinem bisherigen Zweck dienen. 66 Schüler am THG bestehen das Abitur.

19. Mai

Vor einigen Tagen war MdB Klaus-Dieter Oswald bei seinen Schopfheimer Genossen zum Auftakt des SPD-Europawahlkampfes. Ins Metropole kamen allerdings nur ein Dutzend Zuhörer. Er meint, eine geringe Wahlbeteiligung stärke die rechtsradikalen Republikaner, die garantiert ihre Anhänger bei der Wahl mobilisieren könnten.

In einem Leserbrief wendet sich Manfred Rühmann, der in der Fahrnauer Langgasse wohnt, gegen die neuerliche Planung der B 317-Umfahrung im Ortsteil. Insbesondere wendet er sich gegen die vorgesehenen Erdwälle und den Fußgängerweg, der einen erheblichen Umweg gegenüber der bisherigen Fußwegverbindung zum Dorf darstelle.

An die Fertigstellung des Haseler Tunnels vor 100 Jahren erinnert heute das MT.

Die örtliche CDU hat die Wahlplakate überklebt.

Der Sportkegelclub Blau-Weiß bestätigt Henrik Steingräber als Vorsitzenden, und Vize wurde Walter Klatt.

20. Mai

Von Unbekannten wurde der Wanderparkplatz am Saubrünnle vandalenhaft zerstört.

Unter der Leitung von Bela Guyas gastiert das Neue Orchester Basel in der Stadthalle. Wolfram Lorenzen wurde zu diesem Konzert vom Kulturring als Solist verpflichtet. Langanhaltender Beifall begleitet den musikalischen Abend.

21. Mai

245 Pferde sind bei einem Reitturnier im Pferdegestüt Trefzger in den Sengelen am Start.

22. Mai

Noch ist das letzte Wort zum Abbruch der Gottliebbaracke nicht gesprochen. Die Eigner der Grundstücke, die vier Schopfheimer Geschäftsleute und die Firma Gottlieb trennen sich in Waldshut vor Gericht ohne Ergebnis. Gottlieb will, wie zugesagt, auch gegen den Willen der Eigentümer das Gebäude abbrechen.

Der Hasler Bürgermeister Klaus Haas dementiert eine Information der Brandversuchsgegner, die sagten, die Schweiz würde die Tunnelbrandversuche finanziell mittragen. Er meint, die Schweiz sei an den Ergebnissen sehr interessiert.

Ernst Ranft ist neuer Leiter des Bezirks- und Postendienstes beim Polizeirevier Schopfheim. Dem jungen Polizeikommissar wird herzlich gratuliert.

23. Mai

Zum ehrenamtlichen Richter wurde dieser Tage Arthur Cremans, SPD-Kommunalpolitiker, ans Sozialgericht Freiburg berufen. Er vertritt dort die Arbeitgeberseite.

In der kommenden Woche wollen die Irrlichter einen Verein gründen. 789 Grundstückseigentümer sprechen in der Ortschaftsratssitzung in Gersbach über das Biotoppflegekonzept.

Der Ortschaftsrat Wiechs hält weiterhin an einer Temporeduzierung bei der Ortsdurchfahrt fest.

Auf die Kritik der SPD wegen der Europawahlplakate schreibt die CDU an die Adresse der SPD, wer im Glashaus sitze, solle nicht mit Steinen werfen und zielt dabei auf eine Plakataktion vor einigen Wochen, die die Partei mit dem Politgraphiker Klaus Staeck durchführte.

18 Mitarbeiter des Krankenhauses Schopfheim schreiben in einem Leserbrief: »Wir verlieren mit Dr. Matthaei eine Leitfigur.«

Vor einigen Tagen feierte Karlheinz Klein sein 40jähriges Betriebsjubiläum bei der Raiffeisen-Zentralgenossenschaft.

Beim Vereinsparlament meint der Vorsitzende der Stadtmusik, Hans Moser, es sei beschämend, wenn man bei großen Jubiläen noch Mieten für die Stadthalle bezahlen müsse. Ebenso verstehe er es nicht, wenn Partnerschaftsvereine eingeladen würden und hierfür die Stadthalle nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werde.

Die Freie Schauspielschule Schopfheim gastiert mit dem Schauspiel »Der Hirte mit dem Kahn« im Haus Columban.

24. Mai

Von der Bezirks- in die Landesliga ist jüngst die Tischtennisjugend des SV Schopfheim mit den Spielern Antonio Orlando, Alex Rossach, Markus Wellinger und Marcel Rossack aufgestiegen.

Die Stadtverwaltung will prüfen, ob nicht doch großflächige Märkte in Gündenhausen zugelassen werden.

Die Stadtverwaltung will prüfen, ob nicht doch großflächige Märkte in Gündenhausen zugelassen werden.

25. Mai

Die katholische Kirchengemeinde feiert das Fest Fronleichnam mit einer Prozession bei herrlichstem Sonnenschein.

26. Mai

25 Leiter der Handelskammern von Niederösterreich werden von Bürgermeister Klaus Fleck im Rathaussaal empfangen. Das Interesse der IHK-Hochrhein am Austausch mit Österreich bekundet bei diesem Empfang auch Hauptgeschäftsführer Röllgen von der IHK. Zusammen mit ihrem Lehrer Werner Störk war eine Gruppe von Schülern der Friedrich-Ebert-Schule, die sich in der Arbeitsgemeinschaft »Mineralien und Fossilien« zusammengeschlossen hat, in der Grube Messel im Kreis Darmstadt. Mit einer seltenen Ausnahmegenehmigung durften die Schüler zusammen mit den dort weilenden Wissenschaftlern auf die Suche nach Fossilien gehen. Klaus Fleck wird für die Kreistagswahl kandidieren. Dies gibt die CDU bekannt. Außerdem werden Kurt Härzschel und Karl Bäumle weiter kandidieren, daneben die Schopfheimerin Hildegard Hetzel und Marianne Zabel. Mit Leserbriefen und persönlichen Schreiben wenden sich erneut Anwohner der Langgasse in Fahrnau gegen die neue Straßenführung der B 317-Umfahrung. Die Eichener Hülschenmatthalle wird eingeweiht. Der Ortsteil verfügt nun über einen eigenen Treffpunkt. In einer vom Gesangverein umrahmten Feierstunde übergibt Architekt Trefzger symbolisch den Schlüssel an den Bürgermeister und dieser an Ortsvorsteher Keller.

27. Mai

Zum 1. Juli 1989 wird Franziska Gerhardt aus Freiburg den Mobilen Hilfsdienst leiten. Jutta Brickl, deren AB-Förderung endet, scheidet aus. Für die Sommermonate wird erneut die Orgelmusik zur Marktzeit aufgenommen. Mit einem Tag der offenen Tür präsentiert Eichen die neue Halle.

Der erste Flohmarkt dieses Jahres in der Altstadt.

Den Wochenmarkt nutzen die Ortsvereine der CDU und der SPD für Wahlwerbung der Europawahl.

Die BZ zeichnet ein Bild des Historikers Heiner A. Baur auf.

Lore Gumprecht-Eiche bezieht in einem Leserbrief deutlich Position für Dr. Matthaei und eine Gegenposition zu Bürgermeister Klaus Fleck. Begehrt ist die Trophäe der Kegelstadtmeisterschaft. 42 Teams und 203 Einzelspieler bemühen sich darum. Schließlich siegt Erika Hilbold und bei den Herren Karlheinz Kiefer.

28. Mai

Bei herrlichem Sonnenschein trifft man sich in der neuen Eichener Halle. An den Spätfolgen des Sturzes in den Gewerbekanal im März ist das türkische Kind verstorben.

29. Mai

Schwarze Rauchwolken liegen über der Altstadt. Die Feuerwehr muß einen Brand bei der Firma Rolf Obermeier in der Entegaststraße löschen. Der Gemeinderat beschließt die Erweiterung der Kläranlage in Steinen mit einem Kostenaufwand von DM 33 Mio. Der Bebauungsplan »Bremt« wird im Gemeinderat gebilligt und kann nun öffentlich ausgelegt werden.

30. Mai

Der Volkshochschulbeirat nimmt Kenntnis vom weiteren Aufwärtstrend dieser Bildungseinrichtung.

31. Mai

In einem ganzseitigen Artikel informiert die BZ heute über den Stand der Regio-S-Bahn. In der Bundesrepublik sind die Entscheidungsträger auf vorsichtige Distanz gegangen, da die Kosten vielen wohl den Spaß verdorben haben, ist zu lesen.

1. Juni

Pfarrer Detlev Jobst tritt heute seinen Dienst in der St. Michaels-Ost-Pfarrei an. Er, der die seit langem vakante Pfarrei besetzt, kommt aus Heidelberg, wo er zehn Jahre lang im Ortsteil Wieblingen tätig war. Die Verkehrswacht trifft sich zu einer Diskussion über Temporeduzierung. Fazit des Abends ist: Nicht mit Schildern, sondern nur mit baulichen Maßnahmen kann dies erreicht werden.

2. Juni

Soziokultur Schopfheim e. V., unter diesem Namen haben sich die Irrlichter zu einem Verein zusammengefunden. Erste Vorsitzende wurde bei der Gründungsversammlung Susanne König.

Berta Pfeil, Diakonisse im Schopfheimer Krankenhaus von 1946 bis 1964, verstirbt im Alter von 82 Jahren und wird im Mutterhaus in Karlsruhe-Rüppurr beigesetzt.

In neuer Zusammensetzung spielt die Redhouse-Jazzband im »Sudhaus«. Die GRÜNEN haben bei ihrer Mitgliederversammlung Probleme, Bewerber für die Wahlen im Herbst dieses Jahres zu finden.

3. Juni

Vom Schulkindergarten nimmt Elfriede Bruttel Abschied. Schulamtsdirektor Dischinger verabschiedet sie bei einem Sommerfest ebenso herzlich wie der Rektor der Dr. Max-Metzger-Schule, der ihr für die vielen Jahre geleisteter Arbeit dankt.

Alte Fotoapparate sind in einer Ausstellung, die die Volksbank zeigt, zu bewundern.

Einen zweiten Bildband über Langenau verlegt Kurt Ueckert, der alte Häuser zeigt, die durch Umbau verändert oder ganz verschwunden sind. Ein Stück Zeit- und Ortsgeschichte.

Unter dem Motto »Bella Italia« steht das Frühlingsfest, das zum ersten Mal vom Männerchor Eichen in der Hülschenmatthalle gefeiert wird. Alfons Lienhardt hält Rückblick auf ein Jahr VdK-Arbeit. Er wird als erster Vorsitzender bestätigt.

Der Gesangverein Langenau läßt es sich ebenso wenig nehmen wie der Musikverein des Ortsteiles, Hermann Münzer zum 80. Geburtstag zu gratulieren.

Auf das Gelände des Hundesportvereines kommen 27 Hundeführer, um an einem Pokalwettbewerb zu Ehren von Hermann Münzer teilzunehmen.

Zahlreiche THW’s aus den Bereichen Freiburg und Waldshut treffen sich bei einem Vergleichswettkampf, zu dem der Landrat einen Pokal stiftet. In die Vicemoossporthalle kommen 50 Teilnehmer zur Tischtennisstadtmeisterschaft, die Uli Brutschin einmal mehr bei den Herren gewann. Bei den Damen siegte Erika Metzger.

4. Juni

Zusammen mit seinen Amtsbrüdern hält der neue evangelische Pfarrer Detlev Jobst Einzug in die Evangelische Stadtkirche. Dekan Heidler und viele Gläubige begrüßten den Pfarrer in seinem neuen Wirkungsbereich. Als sportlich sehr gutes Ergebnis wertet die Schützengesellschaft Wiechs das diesjährige Vereinswanderpokalschießen. Fast traditionell siegte bei den Frauen Helen Bublitz, während bei den Männern Michael Wassmer die Trophäe errang.

5. Juni

Der Umweltausschuß nimmt Kenntnis von einer Vorlage der Verwaltung, daß aus rechtlichen Gründen keine Getränkeverpackungssteuer möglich ist.

Das Gelände bei der Scheinbergmülldeponie ist, nach Ansicht des gemeinderätlichen Ausschusses, nicht geeignet, um dort eine Bauschuttrecyclinganlage zu errichten.

6. Juni

Droht der Zimmererklasse an der hiesigen Gewerbeschule das »Aus«? Bei der Innung sindedenfalls Befürchtungen zu hören. Im »Statthalter« tagt der Gewerbeverein, zusammen mit der CDU und den Freien Wählern, um über das Pflugkonzert zu sprechen. Der Gewerbeverein hält an seiner positiven Stellungnahme zum Kaufhausprojekt fest, einzig Hubert Probst meint, daß das Kaufhaus gescheitert sei und auch das Gutachten längst passé sei.

7. Juni

Nach einem 7:2 Erfolg in Binzen steigt die B-Jugend des SV Schopfheim in die Verbandsstaffel auf. Vor einigen Tagen feierte man im Frauencafé »Irrlicht« ein Bauchtanzfest, wobei deutlich wurde, daß dies ein sehr persönliches, positives Körperbewußtsein und eine Kommunikation des Körpers mit dem Ich bedeutet. 90 Kinder aus Poligny sind zusammen mit Eugen Herzog, der die Fahrt organisierte, hier. Es handelt sich um eine Gruppe von Kindern im Alter von 6—14 Jahren, denen Herzog auf privater Ebene seit einem Jahr Deutsch-Unterricht erteilt.

8. Juni

Kurt Härzschel feiert seinen 65. Geburtstag. Aus den Händen des Staatssekretärs Mühlbauer vom Sozialministerium erhält er das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Die SPD-Stadtratsfraktion läßt sich in Gersbach über den Wald und insbesondere über den Zustand der Großen Tanne informieren. Man hört, daß diese nicht mehr gesund ist und wohl bald gefällt werden muß.

9. Juni

Das Krankenhaus kämpft weiterhin mit roten Zahlen. Der Rechenschaftsbericht des Jahres 1988 endet mit einem Defizit von DM 460.000,—.

Ihre Arbeiten aus dem Kunstunterricht zeigen derzeit Schüler des THG in der Sparkasse.

Mit einem Aufwand von rund DM 85.000,— sollen 75 Stellplätze beim Berufsschulzentrum befestigt werden. Die Parkplatzsituation bleibt prekär, da hierdurch keine neuen Parkplätze geschaffen werden.

Mit einem Festakt in der Stadthalle begeht der Gesangverein Fahrnau sein 125jähriges Jubiläum. Bürgermeister Fleck und Landrat Leible beglückwünschen den Jubelverein mit ihrem Vorsitzenden Manfred Vogt und dem Dirigenten Volker Brenzinger. Den festlich feierlichen Abend gestaltet der Gesangverein in einem Doppelkonzert mit dem Musikverein Fahrnau, wobei der zweite Teil des Abends von den Ortsteilgesangvereinen bestritten wurde.

10. Juni

Die Parteien werben auf dem Wochenmarkt um Wählerstimmen. Mit einem Robert-Stolz-Galaabend feiert der Gesangverein sein Jubiläum in der Stadthalle weiter. Ein bestens gelaunter Chor mit dem Dirigenten Volker Brenzinger und den Solisten des Abends, Madeleine Strütt-Chappuis (Sopran), Joachim Kraus (Tenor) und dem Saarbrücker Pianisten Wolfgang Heinzel begeistern das Publikum. Sehr gekonnt moderiert wurde der Abend von der Sprecherin des Saarländischen Rundfunks, Frau Carell.

Über 100 Buben und Mädchen kommen zu dem vom SV veranstalteten Sportnachmittag der Grund- und Hauptschule Schopfheim, Langenau, Fahrnau und Wiechs ins Oberfeldstadion.

11. Juni

Über das Geschehen im Mai berichtet Eugen Herzog aus unserer Partnerstadt. Mit einer Stunde des Chorgesanges, an dem sehr viele Gastvereine in der Stadthalle mitwirken, beendet der Gesangverein Fahrnau sein Jubiläum. Eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Wiechs kehrt aus Bräunlingen zurück, wo man das goldene Leistungsabzeichen der Baden-Württembergischen Feuerwehren errang. Ernst Baier, 40 Jahre Funktionär bei der TSG, davon alleine 25 Jahre ohne Unterbrechung im Vorstand, feiert seinen 80. Geburtstag.

12. Juni

Den Rechenschaftsbericht des Jahres 1988 beschließt der Gemeinderat.

Im Verwaltungshaushalt wird das Volumen mit DM 39.104.536,48 und im Vermögenshaushalt mit DM 11.085.322,65 festgeschrieben. Nicht-öffentlich beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Fortbestand der Fahrnauer Hauptschule. In der Gemeinderatssitzung sind Stadträte darüber verärgert, daß die zuständigen Behörden bisher nicht im Geringsten zu erkennen gaben, wie und wann sie die Ampelanlage in Gündenhausen installieren wollen. Aktueller Anlaß zur politischen Äußerung war der neuerliche Unfall in diesem Bereich, bei dem ein Junge schwer verletzt wurde. Ein Arbeitskreis, so will es der Gemeinderat, soll die Vereinsförderrichtlinien überarbeiten.

13. Juni

Der Schopfheimer Dr. Fritz Lenz errang vor einigen Tagen bei einem Seniorenmasters-Schwimmen in St. Louis einen beachtlichen Erfolg. Vor ihrem Vereinsheim in der Wehrer Straße pflanzt die TSG eineunge Eiche, die sie als Geschenk von der Stadt Berlin erhielt.

Mit verkehrstechnischen Problemen in der Stadt beschäftigt man sich während der Verkehrsschau.

14. Juni

Eine Delegation von acht Gemeinderäten, einem Pressevertreter und drei Vertretern der Verwaltung fährt zur Partnerstadt nach Ronneby. Der Vorsitzende des Fahrnauer Vereinsparlamentes, Klaus Jäckh, überreicht dem Bürgermeister DM 4.000,—. Das Geld erzielten die Fahrnauer Vereine aus zwei Verlosungen bei den Dorffesten 1986 und 1987. Es soll für ein Lesepult in der neuen Aussegnungshalle Verwendung finden. Der Bürgermeister bedankt sich nicht nur für die Spende, er zollt den Vereinen des Ortsteiles großen Respekt.

15. Juni

In Fahrnau will Investor und Bauträger Gernot Pöpperl 80 Miet- und 50 Eigentumswohnungen errichten. Dieser gewaltige Schub zur Behebung der Wohnungsnot soll am Hirschendreieck in Fahrnau erfolgen. Gegenüber der Presse zeigt sich Bürgermeister Fleck glücklich, daß er dieses Projekt vorstellen kann.

Das Landratsamt will nun doch eine Ampelanlage in Gündenhausen erstellen. Allerdings nicht bei der Einfahrt in die L 139, sondern an der Kreuzung Johann-Sutter-Straße.

In Leserbriefen wenden sich auch Bürger heute wieder gegen die Tunnelbrandversuche.

Trotz Quellensteuer-Hickhack sei die Sparkasse auch weiter im Aufwind, so Direktor Dr. Neubauer bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes des Jahres 1988 vor Vertretern der Gewährträgergemeinden. Die Sparanlagen sind um knapp 5 % auf 160 Mio. gestiegen, auch die Bilanzsumme stieg um DM 21 Mio. auf nunmehr DM 387 Mio. an.

Die Bewertungskommission des Wettbewerbs »Unser Dorf soll schöner werden« ist in Wiechs und Langenau unterwegs.

16. Juni

Die SPD hat die Europaspitzenkandidatin Heike Sallisch und den Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Dr. Dieter Spöri zu Gast in der Stadthalle. Damit soll der Europawahlkampf im Wahlkreis Lörrach abgeschlossen werden, wobei deutlich wird, daß nur mit einer hohen Wahlbeteiligung der Einzug der Rechtsradikalen ins Europäische Parlament verhindert werden kann. Die Forderungen nach einem sofortigen FCKW-Stopp ist Inhalt einer Aktion, die innerhalb weniger Tage 1.000 Unterschriften sammelte.

17. Juni

Eichen grümpelt Fußball am See. Im »Löwenzahnstadion« in Langenau treffen sich Jugend-Rot-Kreuz-Mitglieder aus dem gesamten Landkreis zu einem Indiacaturnier. Zu einem beeindruckenden Konzert spielt das Markgräfler Sinfonie-Orchester unter der Leitung von Uwe Müller-Feser in der Stadthalle auf und begeistert das Publikum mit Werken der Klassik- und der Barockzeit. Das rund 60 Musiker zählende Orchester wurde vor etwa drei Jahren durch den Dirigenten gegründet. Gefeierter Solist des Abends war Ulrich von Wrochem (Viola). Das Verkehrsbüro ist zum Wahllokal für Italiener, die zur Europawahl gehen wollen, geworden. Die Bürgerinitiative gegen die Tunnelbrandversuche organisiert ein Tunnelfest in der Fahrnauer Festhalle. Wiechser Schulkinder spielen vor selbst gemalten Kulissen Zirkus für ihre Eltern auf dem Schulhof. Die Freie Schauspielschule Schopfheim führt im Museumskeller während dreier Tage das Stück »Der Doppeladler« auf.

18. Juni

Wahltag für das Europäische Parlament. Die Wahlen bringen auch in Schopfheim erhebliche Überraschungen mit sich. Erdrutschartige Verluste muß die CDU hinnehmen, während die SPD stattliche Stimmengewinne verbuchen kann. Die Christdemokraten verloren gegenüber 1984 13 %, während die Sozialdemokraten 7 % zulegten. Erschreckend muß das Abschneiden der DVU mit 3,5 % und das der Republikaner mit 3,8 % der gültigen Stimmen angesehen werden. Die FDP verbesserte sich leicht von 6,3 % auf 7,6 %, während die GRÜNEN nahezu stagnierten, ihr Wahlergebnis stieg von 11,6 % auf 11,7 %.

19. Juni

Im Hauptausschuß beschäftigt man sich mit der Lage der Kindergärten in der Stadt. Er ist beabsichtigt, am Kindergarten Fahrnau eine Personalaufstockung vorzunehmen.

In neuen Räumen präsentiert sich die katholische Bücherei im Gemeindehaus.

Leser wenden sich in Briefen gegen die Verzögerung der Ampelanlage in Gündenhausen. Mit dieser beschäftigt sich auch MdL Peter Reinelt, der an den Innenminister schreibt und ihn bittet, sich rasch des Problems anzunehmen.

20. Juni

Die Schopfheimer Delegation kehrt erfüllt von neuen Eindrücken und der Gewißheit, Freunde in der schwedischen Stadt Ronneby gefunden zu haben, von ihrer Besuchsreise zurück.

Ortrun Schätzle wird in den Bundestag einziehen. Obwohl sie für den Wahlkreis Odenwald-Maintauber ins Parlament einzieht, will sie, so sagt sie der Presse gegenüber, in Schopfheim ihren Wohnsitz beibehalten.

Die Friedrich-Ebert-Schule feiert wieder Schulabschluß in der Stadthalle. Gleichzeitig bot dieser Anlaß dem Rektor Meinrad Rümmele die Gelegenheit, sich von den Schülern zu verabschieden, da er in wenigen Tagen nach 40 Dienstjahren in den Ruhestand geht. Artur Cremans äußert sich zufrieden mit dem Abschneiden seiner Partei bei der Europawahl. Immerhin liegt Schopfheim mit 39,6 % deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Erschreckt ist Cremans über das Ergebnis der Rechtsradikalen. Er meint, was die DVU und die Republikaner erreichten, sei ein bißchen zuviel. »Das Ergebnis ist für die CDU enttäuschend«, sagte Ortrun Schätzle. Angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung ist sie erstaunt, daß die Ereignisse in Polen und China die Wähler nicht stärker motivierten, für Freiheit und Demokratie in Europa einzutreten. Die europäische Politik ist im täglichen Leben des Bürgers anscheinend nicht spürbar, meint sie. »Mit dem Ergebnis der FDP bin ich einigermaßen zufrieden«, so Gerold Blümle. Die mangelnden Zuhörerzahlen bei Wahlveranstaltungen zeigen ihm, daß Europapolitik schwer vermittelbar sei. Blümle führt das auf die eingeschränkte Macht des Europäischen Parlamentes zurück. Wenn die Parlamentarier mehr Befugnisse besitzen werden, prognostiziert er eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung. 11,7 % erwartete Klaus Böttger, Fraktionssprecher der GRÜNEN im Stadtrat, nicht, er rechnete mit 9–10 %. Im flauen Wahlkampf hielt sich die Partei zurück. Sein Schrecken über das Abschneiden der Rechtsradikalen sei nicht so groß gewesen wie befürchtet, trotzdem stimme ihn die Entwicklung bedenklich. Die SPD habe sich gefestigt, und er erhoffe sich eine rot-grüne Koalition bei der Bundestagswahl.

Nach nur viermonatiger Bauzeit wird am Pöpperlwohnblock im Bifig Richtfest gefeiert.

21. Juni

Über das MT informiert Herzog, wie die Europawahlen in der Partnerstadt zu Ende gingen. Die Sozialisten mußten erhebliche Einbußen hinnehmen. Als stärkste Gruppierung gingen im Jurastädtchen die Rechtsparteien hervor, auch die Front Nationale von Le Pen erreichte zehn Prozent der Stimmen.

Im Leistungskurs Deutsch am THG las der rumänische Schriftsteller Dr. Mircamircea Vaida-Voevod. Sein 25jähriges Dienstjubiläum feierte dieser Tage Fritz Michalek an der Friedrich-Ebert-Schule. Seit 1966 unterrichtet er in Schopfheim.

22. Juni

Walter Faller, Alt-Bundestagsabgeordneter und Ehrenbürger der Stadt Schopfheim, wurde auf dem SPD-Landesparteitag in Konstanz für seine Verdienste um die Partei geehrt.

Für 25jährige Zugehörigkeit zum Freiwilligen Polizeidienst erfuhr Klaus von den Eicken eine Ehrung in der Polizeidirektion in Lörrach.

Ulrich Hermann löst den Präsidenten der Fahrnauer Fasnachtsgesellschaft, Adolf Schilling, im Amt ab. Vize bleibt Hermann Drumm.

Die dritte Zivilkammer für Handelssachen am Landgericht Waldshut gibt der Firma Gottlieb Recht. Der Behelfsbau muß nun durch die Firma Bau 4 abgebrochen werden.

Fahrnauer Eltern nehmen an der öffentlichen Sitzung des kommunalpolitischen Ausschusses der SPD teil. Sie wollen, daß ihre Kinder von der Fahrnauer zur Schopfheimer Hauptschule wechseln können.

23. Juni

Die Fahrt der Gemeinderäte nach Poligny zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution wird kurzfristig abgesagt. Nur wenige Gemeinderäte wollten das strapaziöse Programm mitmachen, wobei auch viele Schopfheimer Termine und der Umstand, daß der Tag nicht schulfrei war und außerdem ein Schulfest stattfand, den Teilnehmerkreis immer mehr schrumpfen ließ. Der Stadt erschien es als eine Blamage, nur mit wenigen Gemeinderäten in die Partnerstadt zu fahren und sagte daher generell ab. Nicht in die preisverdächtigen Ränge kommen die Ortsteile Langenau und Wiechs beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«.

Eine Erweiterung der Kläranlage mit einem Kostenaufwand von DM 37 Mio. beschließt der Abwasserverband Mittleres Wiesental in Steinen.

24. Juni

Schulfest in der Dr. Max-Metzger-Grundschule. Wenn auch der Gemeinderat nicht nach Poligny fuhr, so war doch eine Delegation des Krankenhauses und der Feuerwehr in der Partnerstadt, um dort mit den französischen Freunden die 200. Wiederkehr der Revolution zu feiern. Seit zehn Jahren gibt es die Altenbegegnungsstätte. Beigeordneter Bertsch dankt aus diesem Anlaß insbesondere Elli Rümmele und Ruth Sprich, die zu den Hauptinitiatoren der Begegnungsstätte zählen. Für ihre zehnjährige Tätigkeit wurden Wanda Hüglin, Elsa Otto, Luise Elsässer, Martha Seger und Margarete Weiser mit einem Präsent geehrt. Auch das THG hat Schulfest. Einige Schüler sammeln Unterschriften für ein Verbot aller Ozonkiller, andere wiederum machen auf die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei aufmerksam. Sommerfest auch bei der Grundschule Langenau. Die Fahrnauer Musiker feiern bei herrlichem Wetter unter der Schillerlinde ihr Waldfest.

25. Juni

Unter der Leitung von Susanne Kargerer spielt im Anna Kym-Garten der Blockflötenspielkreis der Musikschule. Beim 19. internationalen Dreiländerecksvolkslauf war die Schopfheimerin Irmi Klemm mit persönlicher Bestzeit Schnellste und konnte auf der 10 km-Distanz den Sieg erringen. 170 Radsportanhänger beteiligen sich an dem von der TSG-Radsportabteilung ausgetragenen Radkriterium rund um den Belchen.

26. Juni

Emotionsgeladen ist die Diskussion im Gemeinderat über die Tunnelbrandversuche. Beigeordneter Bertsch wehrt sich in einem Gegenangriff gegen Äußerungen von Stadtrat Karl Selz und Robert Zapp. Selz wirft dem Umweltbeauftragten, der sein Amt zurückgeben wollte, in der Sitzung vor, er habe wenig Gespür für die Ängste der Bevölkerung. Schlußendlich einigte man sich dann doch, die Informationsveranstaltung am 4. Juli abzuwarten, um auf Grund der dort zu erfahrenden Kenntnisse Entscheidungen treffen zu können.

Das Straßenbauamt stellt während einer Gemeinderatssitzung in Langenau die dortige Ortsumfahrung vor. Beide vorgestellten Varianten finden jedoch zunächst keine Begeisterung. Es gilt nun, die Umfahrungsvarianten weiter zu überdenken und zu präzisieren.

Plakate, die von der DVU vom Europawahlkampf her noch im Stadtgebiet hängen, sind dem SPD-Fraktionschef Artur Cremans ein Dorn im Auge. Er bittet das Ordnungsamt um Beseitigung. Auch Plakate der DKP müßten noch weg, meint Dieter Leppert von den Freien Wählern ergänzend.

Der Pflegesatz im Städtischen Krankenhaus liegt nun nach der neuen Vereinbarung bei DM 292,42 täglich.

Den ersten Nachtragshaushalt für das Jahr 1989 verabschiedet der Gemeinderat. Lediglich den Krankenhausetat gilt es in diesem ersten Nachtragshaushalt festzusetzen. Im Erfolgsplan schließt der Krankenhausetat mit DM 17.171.000,— und im Vermögensplan mit DM 299.000,— ab.

Das Ordnungs- und Sozialamt stellt zusammen mit der Stadtjugendpflege das neue Kinderferienspaßprogramm vor, das durch Mitwirkung der Schopfheimer Vereine und Organisationen wieder zu einem vortrefflichen Jugendsommerprogramm zusammengestellt wurde.

Dr. Grieshaber vom Landesmuseum in Karlsruhe führte Kinder spielerisch in die Ägyptische Schriftkunst, die Hieroglyphen, ein. 30 Kinder kommen zu diesem einfühlsamen Vortrag ins Museum.

27. Juni

Mit einer großen Sonderbeilage feiert das MT das 125jährige Jubiläum. Am 2. April 1864 erschien mit dem »Der Statthalter von Schopfheim« die erste Ausgabe. Der jubilierenden Tageszeitung gratulierten Politikerpersönlichkeiten aus dem ganzen Land zu diesem Ereignis. Vorwiegend Schüler der 12. Klassen am THG treten in einen spontanen Sitzstreik. Mit Spruchbändern und Diskussionen untereinander geben sie ihrer Empörung Ausdruck, daß die schlechte Note im Fach Religion versetzungsrelevant ist.

Walter Flößer stellte im Fahrnauer Vereinsparlament die mögliche Umgestaltung der Gedenkstätte des Zweiten Weltkrieges innerhalb des Fahrnauer Friedhofes vor.

Die F-Jugend des Fußballvereines Fahrnau wird Staffelmeister. Ein hohes Lob gilt den Trainern Eugen Ludin und Uwe Lenz.

28. Juni

Mit der SPD setzt sich der Gewerbeverein im »Metropole« mit der Zukunft des Kaufhauses auseinander. Dr. Wieland als Sprecher des Gewerbevereines meint gar, daß die Suche nach einem Investor an den schauerlichen Rahmenbedingungen (Verkehr) im Städtle scheitere. Wichtig sei aber, so ist zu hören, daß ein Magnet in die Innenstadt komme, um Supermärkte auf der grünen Wiese zu verhindern. Seitens der SPD hört man, wenn kein großes Vollsortimentkaufhaus zu finden sei, man sich neue Gedanken machen müsse, die etwa in Richtung einer aufgelockerten Anordnung von Geschäften, Plätzen usw. gehen könnten. Auch eine derartige Lösung wäre in der Lage, Käuferströme anzulocken, wobei Robert Zapp und Karl Selz, der selbst nie ein großer Befürworter des Kaufhauses war, meinen, bei einer abgespeckten Variante könne die Stadt sogar finanzielle Zugeständnisse in Kauf nehmen. Beschäftigt hat den Gewerbeverein und die SPD auch die Verzögerung beim Bau der Umgehungsstraße.

Als politisch nicht machbar sieht man die von Planer Salzmann vorgelegten Pläne der Innenstadtstraßengestaltung über die Bismarck-/Bahnhof- und Roggenbachstraße an.

Der Bebauungsplan »In der Vorstadt IV« wird in der Bürgerversammlung besprochen.

Die Seniorenmannschaft des TC Schopfheim schafft den Aufstieg in die höchste Spielklasse des Badischen Tischtennisverbandes.

Eine ganze Palette möglicher Sicherheitsvorkehrungen möchte Artur Cremans abgeklopft wissen, wenn sich am Wochenende Behörden an einen Tisch setzen, um über Sicherheitsmaßnahmen nach dem Unfall in Gündenhausen zu sprechen. Kurt Härzschel meint für die CDU, daß das Tempo auf der B 317 im Abschnitt von Gündenhausen das Hauptübel darstelle.

29. Juni

Fahrnaus Grundschüler verabschieden sich in einer Schulfeier, bevor viele in weiterführende Schulen übergehen. Schopfheims Musikvereine wenden sich schriftlich an die Stadt, um höhere Zuschüsse für die Jugendausbildung zu erhalten. Eine Delegation, bestehend aus Vertretern der Stadt und der Kirchen besucht die Glockengießerei Bachert in Kochendorf bei Heilbronn. Dort wird das kleine Glöcklein für die Aussegnungshalle in Fahrnau gegossen.

30. Juni

Konrektor Berthold Dietsche von der Dr. Max-Metzger-Schule geht in den wohlverdienten Ruhestand. Sowohl Rektor Hermann Egner, als auch Schulamtsdirektor Zimpfer bedanken sich für die in 40 Jahren geleistete Arbeit und wünschen dem Pädagogen im Ruhestand alles Gute.

Drei Mannschaften des THG erreichen beim Leichtathletikwettbewerb »Jugend trainiert für Olympia« das Landesfinale.

Überraschend kommt die Mitteilung, daß nach 22 Jahren die Metzgerei Trost in der Hebelstraße in neue Hände übergeht. Herbert und Verena Trost haben den Betrieb an die Firma Kalbacher, die am 6. Juli wiedereröffnen wird, übergeben.

Rechtsanwalt Joachim Rauch hat sich dieser Tage an den Bundeswahlleiter gewandt und über die übermäßige Inanspruchnahme bei der Europawahl beklagt. Er meint, 15 Stunden Öffnung der Wahllokale seien zuviel. Die Antwort des Bundeswahlleiters, der seine Einwendungen teilt, ist so, daß weiterhin darauf hingearbeitet werde, auch bei der Europawahl die Wahllokale um 18.00 Uhr zu schließen.

In einer groß organisierten Feierstunde wird Rektor Meinrad Rümmele von der Friedrich-Ebert-Schule in den Ruhestand verabschiedet. Voll des Lobes für den Pädagogen und Schulleiter waren nicht nur die Beiträge von Schulamtsdirektor Willi Zimpfer, dem es oblag, die förmliche Versetzung vorzunehmen. Auch die Worte der Lehrerkollegen, Vertreter der Kirchen und die des Bürgermeisters, der dem scheidenden Rektor bescheinigte, auch bei der Schulpolitik immer auf die Gelder des Steuerzahlers Rücksicht genommen zu haben, bestätigten dies.

Schüler der Klasse 8b fahren für eine Woche nach Poligny, um dort nicht nur Gleichaltrige kennenzulernen, sondern auch ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

1. Juli

Ein zweieinhalbjähriges Mädchen wird auf der B 317 in Gündenhausen zu Tode gefahren.

Mit einem Jubiläumskonzert feiert die Stadtmusik ihr 175jähriges Jubiläum im Festzelt im Oberfeld. Zahlreiche Gastvereine beehren mit Konzerten die Schopfheimer Musikfreunde und erfreuen das zahlreiche Publikum. Viel Lob für die Leistungen des Vereines dürfen an diesem Abend der Vorsitzende Hans Moser und der Dirigent Max Lehmann entgegennehmen. Farbenprächtig, stimmungsvoll und sogar ohne Regen war der Festumzug, den die Stadtmusik aus der Altstadt zum Festzelt inszenierte und in Bewegung setzte. Es regnete vor dem Umzug und es regnete unmittelbar danach wieder. Zum Teil historisch gewandet marschierten acht Musikvereine mit klingendem Spiel durch die Innenstadt.

Der Kindergarten Fahrnau feiert sein Sommerfest.

Freiburgs Domsingknaben faszinieren bei einem Konzert in der katholischen Stadtkirche die Zuhörer.

2. Juli

Drei Stunden Blasmusik im Festzelt. Ein gelungenes Wunschkonzert unterhält die Besucher in einem gut besetzten Festzelt. Mit flotten Sprüchen moderieren Jeannot Weißenberger und Reinhold Fetscher den Festzeltabend der Stadtmusik.

3. Juli

Eine Bombenstimmung herrscht im Festzelt im Oberfeld beim Konzert der Original Schwarzwälder Stockmihli-Musikanten.

Es kommt zu einem schweren Unfall an der B 317-Umfahrung. Ein 28jähriger Arbeiter war dabei, mit einem Walzenzug einen Flächenlärmschutzwall zu ebnen. Die Walze rutschte dabei die Böschung hinunter, überschlug sich und begrub den Arbeiter unter sich.

Auftakt zu den Kindertagen, bzw. zum Sommerferienspaß der Stadtjugendpflege.

4. Juli

Einem Antrag Fahrnauer Eltern, ihre Kinder in die Friedrich-Ebert-Hauptschule geben zu dürfen, entspricht der Gemeinderat.

Adelheid Kolodziej vom Kinderschutzbund äußert sich in einem Leserbrief zur Verkehrssituation in Gündenhausen. Es müsse einiges in puncto Verkehrssicherheit zum Positiven verändert werden, wobei sie nicht nur die Ampelanlage in Gündenhausen meint, sondern auch auf die Schulwege verweist.

Die Tunnelbrandversuche sind Thema einer öffentlichen Gemeinderatssitzung und einer Bürgerversammlung in der Festhalle in Fahrnau. Nahezu 300 Personen finden den Weg in den Saal, bei der nicht nur die STUVA und das Wissenschaftsministerium Bonn Gesprächspartner waren, sondern viele Fachleute von Behörden und Universitäten Rede und Antwort standen. Die Diskussion wird allerdings sehr emotional, ohne daß ernsthaft diskutiert wurde, geführt. Deutlich ist aus der Bürgerversammlung das Fazit zu ziehen, daß die Bevölkerung größtenteils gegen die Brandversuche ist und sich auch von Argumenten kaum beeinflussen läßt.

6. Juli

Die CDU trifft sich in der Wiechser »Krone« und verabschiedet die Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen im Oktober. Diese wird von Kurt Härzschel angeführt.

Studiendirektor Helmut Niedner, der 33 Jahre lang am THG unterrichtete, geht in den Ruhestand. Gleichzeitig mit seiner Verabschiedung wird er für sein 40jähriges Dienstjubiläum geehrt.

Im Gemeinderat von Schwörstadt wird über die Einrichtung eines Ortschaftsrates in Dossenbach diskutiert. Dabei sagen einige Dossenbacher, daß sie geprüft haben möchten, ob ein Austritt aus der Gemarkung Schwörstadt möglich und eine Zuordnung des Ortsteiles von Schwörstadt zur Stadt Schopfheim erfolgen könnte.

7. Juli

Auftakt zum Wood-Rock-Festival in den Sengelen, das wie jedes Jahr während dreier Tage von mehreren Tausend Besuchern begleitet wird.

Vertreter des Landratsamtes und der Polizei treffen sich mit der Stadt, um über die Gefährlichkeit der B 317 in Gündenhausen zu sprechen. Es soll eine Ampel an der Johann-Sutter-Straße, nicht jedoch in der Einmündung der L 139 errichtet werden, außerdem will man bei den Bushaltestellen zur Sicherheit der Fußgänger eine Insel errichten.

8. Juli

Glück hatten die Wiechser, die das 13. Dorffest auf dem Schulhof organisierten und durchführten. Eine Atmosphäre der Gemütlichkeit beherrscht den Dorfplatz bis zum Sonntagabend.

Festzeit ist auch in der Altstadt, wo der Städtlezinken zum Rettichfest einlädt.

Das 100jährige Jubiläum der Grundsteinlegung zur evangelischen Pfarrkirche wird gefeiert. Ein Presseartikel erinnert an dieses Ereignis.

Das Bahnhofsrestaurant, das nun »Restaurant am Park« heißt, wurde äußerlich sehr schön renoviert.

Mit einem Abendkonzert, zu dem nur wenige Zuhörer kamen, gastiert die Vereinigung der Volkshochschulen des Kantons Bern in der evangelischen Stadtkirche.

Der Umbau der Schule in Gersbach beschäftigt den dortigen Ortschaftsrat. Er begrüßt eine vom Bauamt vorgelegte Variante, die eine gegliederte Dachlandschaft vorsieht. Ob mit dem Umbau auch Freizeiteinrichtungen geschaffen werden können, bleibt abzuwarten. Ortsvorsteher Max Ühlin meint, daß man nicht den Fehler machen solle, krampfhaft nach irgendwelchen Freizeitaktivitäten zu suchen.

9. Juli

Im Sengelengestüt ist eine Zuchtschau für Pferderassen aller Art zu sehen, zu der der Zuchtverband für Deutsche Pferde e. V. einlud.

10. Juli

Prof. Dr. Klaus Dieter Oswald, SPD, Bundestagsabgeordneter, forderte in einem Brief an den Bundesforschungsminister, die Tunnelbrandversuche, beziehungsweise die Vorbereitungen hierfür einzustellen.

11. Juli

Über die Zukunft des Wood-Rock denken die Verantwortlichen nach. Nach fünf Jahren geht die Überlegung dahin, das Fest eventuell zu verkleinern oder gar aufzugeben, da zuviel Arbeit und Streß mit den Vorbereitungen verbunden seien.

Maria Weiss wurde dieser Tage für 40jährige Mitgliedschaft bei den Naturfreunden durch die Vorsitzende Erika Thoma geehrt. Sie erhielt die goldene Ehrennadel.

Drei Klassen des THG nehmen im Neckarstadion in Stuttgart am Leichtathletikwettkampf »Jugend trainiert für Olympia« teil. Die Schopfheimer Schule war die einzige in Baden-Württemberg, der es gelang, mit drei Klassen am Landesfinale teilzunehmen.

In der Staatsgalerie Stuttgart wird eine Ausstellung über Fritz Heeg-Erasmus eröffnet. Es werden 30 ausgewählte Werke gezeigt.

12. Juli

Die Sparkasse besitzt einen Computer, der Banküberweisungen nun voll elektronisch lesen kann. 506 Unterschriften übergeben Initiatoren einer Aktion dem SPD-Landtagsabgeordneten Peter Reinelt im »Löwen« in Gündenhausen. Sie wollen damit für eine Ampel an der B 317/L 139 kämpfen. Der Abgeordnete versprach, die Unterschriftensammlung dem Innenminister zu überreichen. Gleichzeitig kündet Artur Cremans für den 14. 9. ein Verkehrssicherheitsforum an.

13. Juli

Die CDU-Stadtratsfraktion stellt einen Antrag an den Gemeinderat, über die Möglichkeit der Müllvermeidung und Reduzierung nachzudenken. Eventuell wären finanzielle Anreize damit zu verbinden.

29 Kinder und Jugendliche verbringen derzeit ihre Ferien in einem Jugendlager auf dem Hundesportplatz in Fahrnau. Alle aus dem Südwestdeutschen Hundesportverband haben zu diesem Lager auch ihre vierbeinigen Freunde mitgebracht.

Alte Radiogeräte im Museum. Der 16jährige Schopfheimer Stefan Schubert hat in vier Jahren eine beträchtliche Sammlung aus den 20er bis zu den 60er Jahren dieses Jahrhunderts zusammengetragen, die im Museum gezeigt wird.

Zum 95. Geburtstag von Julchen Blum kommt sogar ein Fernsehteam des Südwestfunks ins Georg-Reinhard-Haus.

Eine vom Südwestfunk begleitete Wandergruppe, die vom Feldberg herkommt, trifft in Schopfheim ein.

14. Juli

Fast täglich erscheinen Leserbriefe, die sich gegen die Tunnelbrandversuche wenden. Demnächst sollen Gespräche zwischen dem DRK und den Krankenhausärzten geführt bzw. weitergeführt werden, um für Schopfheim eine Notarztversorgung zu erreichen.

15. Juli

Ende Oktober wird der Schlachthof geschlossen. Die Schopfheimer Metzger wollen den von der Stadt vorgelegten und von ihnen zunächst akzeptierten Vertrag einer zehnjährigen Nutzung nicht mehr unterschreiben, nachdem Herbert Trost sein Metzgereigeschäft in der Hauptstraße aufgegeben hat. Das Risiko, so Georg Räuber, sei den übrigen Metzgern zu groß. Die Stadt ihrerseits wird auch die DM 350.000,— nicht investieren, wenn dieser vorbesprochene Vertrag nicht unterzeichnet wird. Einen Hoffnungsschimmer haben die Metzger, da ein Fahrnauer Viehhändler einen Schlachthof für Notschlachtungen plant. Wo dieser allerdings realisiert werden könnte, ist noch völlig offen.

Eugen Herzog meldet sich auch in den Sommermonaten aus der Partnerstadt mit seinem monatlichen Brief an das MT. Er geht dabei insbesondere auf die Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Revolution ein und bedauert, daß die Schopfheimer Ratsherren ihren Besuch abgesagt haben. Er meint, die wahren Gründe für diese Absagen seien den Einwohnern von Poligny unbegreiflich. In einem BZ-Interview äußert sich Artur Cremans, Fraktionsvorsitzender der SPD, zur Gemeinderatsarbeit und zur Kandidatenkür für die bevorstehende Kommunalwahl. Das Interview ist von Themen wie Kaufhaus, Chefarztstelle in der Chirurgie und dem Fehlen eines Stadtbaumeisters geprägt.

16. Juli

Raitbacher aus Oberbayern sind im gleichnamigen Ortsteil der Stadt zu Besuch. Die Motocross-Fahrer des MSC Schopfheim, Armin Böhler/Jochen Zimmermann, haben sich für den Weltmeisterschaftslauf in der Seitenwagenklasse in Schopfheim qualifizieren können. Gar manchen zog es zum Geigerschopf in Gersbach, um dort ein paar gemütliche Stunden beim Grillen zu verbringen.

17. Juli

Unter der Leitung von Dr. Fingerlin beginnt das Landesdenkmalamt Freiburg mit Grabungen auf der ehemaligen Wiechser Gemarkung zwischen Gündenhausen und Maulburg. Bereits am ersten Tag stößt der Arbeitstrupp, zusammen mit den Archäologen und dem örtlichen Grabungsleiter, Herrn Zwernemann, auf römisches Mauerwerk. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob die Geschichtsschreibung des Wiesentals und die von Schopfheim eine neue Facette erhalten wird. Mit vier Fahrzeugen und etwa 30 Mann Besatzung muß die Feuerwehr zu einem Flächenbrand in den Bifig ausrücken, dort brennt ein abgeerntetes Getreidefeld.

18. Juli

Schopfheims Wirte zeigen sich über die Verkürzung der Sperrzeit, die nun seit zehn Monaten andauert, befriedigt. Es ist davon auszugehen, so Beigeordneter Bertsch, daß die Verkürzung beibehalten wird, da keine Anliegerbeschwerden vorgetragen wurden. Mit den Brandversuchen im Haseler Tunnel befaßte sich vor einigen Tagen der CDU-Vorstand. Dem Vorwurf, der aus Leserbriefen hervorgeht, man habe sich nicht klar geäußert, wird heftig widersprochen. Kurt Härzschel, Fraktionsvorsitzender seiner Partei, sagte, man habe nach tragfähigen Lösungen gesucht und keine profilistische Parteipolitik betrieben.

19. Juli

Nicole Grether, Schopfheims erfolgreiche Badmintonspielerin, wird in der neuen Saison ins Deutsche C-Kader aufgenommen. Eine Woche lang arbeiten britische Pioniere in Gersbach und errichten dort, oberhalb der Straße nach Todtmoos, eine neue Grillhütte.

20. Juli

Die Unterstützung des BLHV haben Hasels Landwirte erhalten. Die Vereinigung der Landwirte hat nun einen Rechtsanwalt eingeschaltet, der den Rechtsweg einer möglichen Haftungsfrage bei den Brandversuchen klären soll.

Kurt Härzschel äußert sich für die CDU in einem BZ-Interview zu Fragen der Kommunalpolitik. Er freut sich insbesondere, daß noch vor den Sommerferien die Kandidatennomination zur Kommunalwahl erfolgte. Erstmals, so sagt er, wird es bei diesen Wahlen keine gemeinsame Liste mit den Freien Wählern geben, wobei weiterhin ein gutes Verhältnis zu diesen angestrebt und erhofft wird. Zum Kaufhaus meint er, daß man versuchen solle, doch noch ein attraktives Haus zu realisieren. Wenn dies aber nicht möglich sei, was zu befürchten sei, solle man versuchen, attraktive Einzelhandelsgeschäfte anzusiedeln, um die Aufwertung der Innenstadt als Einkaufszentrum zu erreichen.

Es ist nun ganz offiziell, Wolfgang Gabriel erhält die Bestätigung als Rektor an der Friedrich-Ebert-Schule. Er wird damit Nachfolger von Meinrad Rümmele.

21. Juli

Die Tempobeschränkungen auf dem Altig und im Lus bleiben auch nach Auslauf der Versuchsphase erhalten. Das neue Seniorenwohnstift im Bifig ist fertiggestellt und wird heute eingeweiht. DM 12,5 Mio. wurden in den Bau investiert, und es ist weiter zu hören, daß dieser in 17 Monaten errichtet wurde. Auf zwei Pflegestationen stehen 76 Betten zur Verfügung, daneben gibt es im Haus 23 Wohnheimplätze. Der Geschäftsführer Richt meint bei der Einweihung, daß man den Sandplatz vor dem Haus begrünen sollte und mit Ruhebänken ausstatten. Er selbst würde dazu einen Brunnen stiften.

22. Juli

Kurt Echtle ist seit 25 Jahren bei der BZ. In der Geschäftsstelle feiert er dieser Tage sein Betriebsjubiläum.

Zum Heimatabend lädt der Verkehrsverein Gersbach die Feriengäste ein.

23. Juli

Charlotte und Helmut David feiern das Fest der Goldenen Hochzeit.

24. Juli

Vor Ablauf der Sommerferien will die SPD; so ist aus der Zeitung zu entnehmen, eine Sondersitzung des Gemeinderates, um über das Rettungswesen in Schopfheim zu sprechen.

Der für die Ringergemeinschaft Hausen/Zell startende Schopfheimer Eric Backhaus erreicht bei den Freistileuropameisterschaften der A-Jugend in Bursa (Türkei) den undankbaren vierten Platz.

25. Juli

Wolfgang Klein, zuständig bei der Deutschen Bundesbahn für Sicherheitsfragen, äußert sich gegenüber dem MT sehr kritisch über die geplanten Brandversuche im Tunnel. »Wenn keine besseren Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, läuft mit uns«, so sagt er, gemeint ist die Bundesbahn, »nichts«. Er zeigt sich enttäuscht, so ist aus dem heutigen Artikel in der Tageszeitung zu entnehmen, wie unbeweglich die STUVA beim Bürgergespräch vom 4. Juli in dieser Frage war.

26. Juli

Bürgermeister Fleck und Hauptamtsleiter Strütt waren bei der Staatsgalerie in Stuttgart, um dort mit dem Direktor Prof. Beye über den Maler Heeg-Erasmus zu sprechen. Sie besuchten nicht nur die Ausstellung des Künstlers, sondern erreichten auch, daß sich Beye dafür einsetzen wird, nach Schopfheim drei Bilder als Dauerleihgaben zu geben.

27. Juli

Ein dreijähriger Junge wäre beinahe im Schwimmbad ertrunken. Die Stadt hat drei kurdische Asylbewerber für einige Wochen unter der Obhut des Sozialamtes für Arbeiten an Spielplätzen eingesetzt. Eine Tempobegrenzung auf 70 km/h erfolgt nun auf der L 139 ab der Bundesstraße bis zum Ortseingang Langenau. Unter der Leitung von Marianne Neininger probt derzeit der vhs-Theaterworkshop für ein deutsch-schwedisches Theaterfestival in den ersten Septembertagen. Silvia Edwinson aus Ronneby wird mit einer Theatergruppe aus der schwedischen Partnerstadt in Schopfheim weilen und ein Stück aufführen.

28. Juli

Es scheint so, als hätte die Stadt einen neuen Pächter für die Stadthalle gefunden. MdL Reinelt bat den Innenminister um Stellungnahme zu den Brandversuchen. Dieser ließ über den Ministerialdirektor Dr. Vogel antworten. Aus dieser Antwort sei Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung zu entnehmen, aber auch die Notwendigkeit und die Erkenntnis wichtiger Ergebnisse bei der Planung sowie für im Bau befindliche Tunnelanlagen zu entnehmen. Eine Information des Bürgermeisters gibt die BZ wieder. Danach waren in Schopfheim im Jahre 1987 knapp 8.300 Kraftfahrzeuge angemeldet. Bei 6.218 Haushalten entfallen durchschnittlich 1,33 Fahrzeuge auf jeden Haushalt.

29. Juli

Flohmarkt in der Altstadt. Die neulich gesammelten Unterschriften übergibt MdL Peter Reinelt dem Innenminister und hofft, damit eine Verbesserung der Verkehrssituation in Gündenhausen zu erreichen. In der Reihe der BZ-Interviews meint Klaus Böttger für die GRÜNEN, daß Schopfheim keine Repräsentativbauten mehr benötige. Zur Kandidatenfrage der bevorstehenden Kommunalwahl meint er, daß in Schopfheim vor allem zu wenig Frauen kandidieren wollen. Zum Pflugobjekt, das er als klar gescheitert ansieht, solle man in einer Bürgerversammlung mit besonderer Würdigung des Frauenvotums einen eventuellen Bedarf klären.

30. Juli

Hunderte von Pferdefreunden erleben bei prächtigem Sonnenschein das fünfte Reitturnier des RV Tannenhof auf der Schweigmatt. Hans J. Klemm hat zusammen mit seinem Team wiederum hervorragende Voraussetzungen für den Pferdesport geschaffen. Eichens Vereine organisieren kurzerhand ein kleines Sommerfest, um 

den Hintergrund für eine dreistündige Rundfunkreportage des Schwarzwaldradios zu bilden.

31. Juli

Nach Wochen anhaltender Hitze und Trockenheit regnet es heute zum ersten Male wieder.

In Gersbach will der Südwestfunk einen Füllsender erstellen, um den Fernsehempfang im Ortsteil zu verbessern.

2. August

Die 19jährige Delphine Javaux aus Poligny ist seit einigen Wochen Praktikantin bei der Stadtjugendpflege.

Auch nach dem Urteil des Landgerichtes Waldshut, das der Firma Gottlieb im Streit um den Abbruch der Baracke Recht gab, wird der unerwünschte Holzbau noch einige Zeit stehen bleiben. Die Eigentümer (Bau 4) legen gegen das Urteil Berufung ein.

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für den Weltmeisterschaftslauf der Motocross-Fahrer.

Der Enkensteiner Manfred Wagner, von Beruf Polizeihauptwachtmeister, spielt im bezahlten Fußball des FC Basel.

3. August

50 Forstbedienstete aus dem schweizerischen Aargau waren dieser Tage zusammen mit Schopfheimer Förstern in den Gersbacher Waldungen, um sich ein Bild über den Zustand des Waldes zu machen.

Die erst vor einigen Wochen gegossene kleine Glocke ziert nun den Turm der Aussegnungshalle in Fahrnau.

Bis auf den letzten Quadratmeter, so ist aus der BZ zu entnehmen, ist der Gewerbepark Sanio ausgebucht. Elf gewerbliche Nutzer beschäftigen etwa 100 Personen.

4. August

Von den GRÜNEN kommt ein Antrag an die Stadtverwaltung. Dr. Eva-Maria Jopski bittet für die Fraktion um Diskussion im Gemeinderat über die sogenannte Wertmarke. Damit könnte das Müllaufkommen auf der Deponie Scheinberg wirksam reduziert werden. Im Antrag ist auch die Idee enthalten, Zuschüsse zu Eigenkompostiergeräten zu gewähren.

Im Alter von 53 Jahren verstirbt völlig unerwartet Stadtrat Gerhard Reichert. Seit 1980 vertrat der Raitbacher seinen Ortsteil im Stadtrat. Im Ortschaftsrat war er seit der Eingliederung.

Armin Böhler wird der einzige Lokalmatador beim diesjährigen Motocross-WM-Lauf in Schopfheim sein. Er möchte sich auf jeden Fall auch für den Endlauf qualifizieren.

Für die Freien Wähler äußert sich heute Dieter Leppert in der Reihe der BZ-Interviews und meint, daß sie keine besonderen Schwierigkeiten bei der Aufstellung der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen im Oktober haben. Auf das Kaufhausprojekt angesprochen, will er noch nicht von einem Scheitern sprechen, da nach einer Absage noch alle Möglichkeiten offen stehen. Er ist ebenso davon überzeugt, daß auch nach dem Weggang von Dr. Matthaei wieder ein besonders befähigter Chirurg nach Schopfheim kommen wird. Auf die Frage, ob in der Vergangenheit in Schopfheim eine Nummer zu groß gebaut und geplant wurde, meint er, daß sich dies wohl nur auf das Feuerwehrgerätehaus beziehen könne. Dies sei jedoch im weitesten Sinne für die Sicherheit der Bevölkerung geschaffen und werde über Jahrzehnte den steigenden Anforderungen genügen. Von überzogener Größe könne, so meint er, keine Rede sein.

Einen einzigen Ring trennt den Sportschützen Roland Steinebrunner von der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft im Luftgewehrschießen. Der Topmann der Fahrnauer Sportschützengesellschaft meint, an diese Situation habe er sich langsam gewöhnt.

5. August

Dr. Riemer wird nach dem Weggang Dr. Matthaeis die Chirurgie im Städtischen Krankenhaus vorübergehend verstärken.

Die Trainings- und Qualifikationsläufe zum Großen Preis von Deutschland im Weltmeisterschaftslauf der Seitenwagen findet statt.

Der MSC Schopfheim, der ADAC Südbaden und die Stadt Schopfheim laden zu einem Begrüßungsempfang in die Räume der Firma Auto-Kabel in Hausen ein, um einen würdigen Auftakt zum bevorstehenden Wertungslauf zur Weltmeisterschaft zu garantieren.

Schwer verletzt wird ein Motorradfahrer bei einem Unfall auf der Zufahrt zum Zuschauerparkplatz des Motocrossgeländes.

Bei einem weiteren schweren Verkehrsunfall zwischen Langenau und Gündenhausen muß auch dieser Fahrer ins Krankenhaus gebracht werden.

Mit einem schönen Bilderbogen dokumentiert die BZ die einladende Atmosphäre der sanierten Altstadt.

Derzeit sind Eichener Väter dabei, die Fundamente für die Spielgeräte des neuen Spielplatzes herzustellen.

6. August

Ausgesprochenes Pech hatte der Schopfheimer Lokalmatador und Nachwuchsmann Armin Böhler mit seinem Beifahrer Jochen Zimmermann. In der Qualifikation zu den WM-Läufen waren die Zeiten sehr gut, es täuschte sich jedoch offenbar der Computer, sodaß die später bekanntgegebene Zeit eine Teilnahme an den Endläufen ausschloß.

Schätzungsweise 7.000 Zuschauer verfolgen an der Dossenbacher Landstraße die Entscheidungen zum Großen Preis von Deutschland in der Motocross-Seitenwagenklasse. Die Organisation klappte wieder bestens, wobei man sich etwas mehr Zuschauer gewünscht hätte, um nicht in die roten Zahlen zu gelangen. Klarer Sieger beim Wettbewerb wurden die Schweizer Brüder Hüsser. In den Soloklassen kamen von den Fahrern des MSC Schopfheim nur Georg Kunert und Stefan Zimmermann in den Endlauf, wobei diese dann die Plätze 22 und 29 belegten.

8. August

Das Fahrerlager am Motocrossgelände ist geräumt. An der 1.771 Meter langen Strecke machen sich die Planierraupen zu schaffen, um das Gelände für die Landwirtschaft wieder nutzbar zu machen.

Die Leute haben Unmenschliches geleistet, deshalb spricht Fritz Schrank seinem Helferteam ein hohes Lob aus. Die Verantwortlichen der Internationalen Motorradföderation (FIM) haben den in Schopfheim Verantwortlichen bereits angedeutet, daß in drei bis fünf Jahren erneut die Möglichkeit bestünde, einen WM-Lauf hier zu veranstalten.

Für den verstorbenen Gerhard Reichert rückt Bernd Marterer in den Gemeinderat nach.

Die schlechte Baustellenbeschilderung und den Zustand der Radwege beklagt die Interessengemeinschaft Velo.

Ein Unbekannter in Lederhose und Lederjacke, der maskiert war, bedrohte ein zehnjähriges Mädchen bei der Abzweigung von der Kreisstraße oberhalb Kürnberg nach Sattelhof mit einem Messer. Das Mädchen konnte fliehen.

9. August

Die CDU verschickt mit den Zeitungen einen Fragebogen und will damit Schwerpunkte des kommunalen Interesses ermitteln.

In schlechter Erinnerung wird die Stadt einem 21jährigen Australier bleiben. Aus der Telefonzelle am Bahnhof, die er kurz verließ, um bei einem Taxifahrer Hilfe zu erbitten, wurde ihm eine Tasche mit Kleidung, Schecks, Flugticket, Kreditkarte und Paß entwendet.

Vom Kraftwerk Rheinfelden liegt ein Angebot zur Übernahme der Städtischen Energiezentrale in der Stadthalle auf dem Tisch. Der Preis, so das KWR, orientiere sich an Rentabilitätsgrenzwerten.

10. August

Die Stadt gewährt dem Eigentümer des Eckgrundstückes im Bifig, zwischen Gefängnis und Picardplatz, bis zum Oktober eine letzte Frist zur Bebauung. Wenn diese nicht genutzt wird, geht das Gelände an die Stadt zurück.

11. August

Die Senioren des Georg-Reinhard-Hauses feiern ihr Sommerfest.

Der GRÜNEN-Stadtrat Jürgen Brokatzky wechselt das Fähnlein, so ist heute in der BZ zu lesen, da er bei den kommenden Wahlen bei den Freien Wählern kandidiere.

Die geklaute Tasche des Australiers ist wieder da. Ein Bahnbeamter sah die Tasche und nahm sie, um sie zu sichern, in Verwahrung.

Das Hegne und einige andere Straßen in Schopfheim, insbesondere das Oberfeld, wird mit Geschwindigkeitsbegrenzungen ausgeschildert.

Die Sandoz-Katastrophe war Anlaß für Schopfheimer Betriebe, Einsatzpläne auszuarbeiten. Ein Klein-Sandoz wird es nach Überzeugung der Verantwortlichen auf Grund der neuesten Einsatzpläne nicht geben. Dies ist aus den Darlegungen des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr, Volker Greiner, zu entnehmen.

12. August

Auf die Wohnungsnot, und darauf, daß mindestens 130 Quartiere fehlen, weist Bürgermeister Fleck hin. Er veröffentlicht dieser Tage Ergebnisse der Wohnungszählung. Dabei äußert er nochmals die Hoffnung auf die baldige Realisierung des Gebietes Bremt und Wohnsiedlung am Hirschendreieck in Fahrnau.

Reinhard Hänßler spielt mit seiner Drehorgel während der Marktzeiten oder beim Flohmarkt und sammelte dabei insgesamt DM 790,—. Die Volksbank hat den Betrag auf DM 1.000,— aufgerundet und dieser Tage der Lebenshilfe überreicht.

Auch während der Sommerzeit erfahren wir über Eugen Herzog Interessantes aus der Partnerstadt. Er berichtet, daß im Juli ein Wirbelsturm und Gewitter Bäume entwurzelte, Dächer abdeckte und daß der Blitz in verschiedene Bäume eines Parkes einschlug, ohne dabei Schäden zu verursachen. Auch die Weinberge waren betroffen. Die Winzer Reverchon und Morelle haben etwa 50 % bis 80 % der nächsten Ernte verloren. Am Abend des Nationalfeiertages (13. 7.) bildete sich ein Fackelzug durch die Stadt zur Sporthalle. Am Umzug und dem anschließenden Ball nahmen viele Einwohner aus der Partnerstadt und der Umgebung teil. Er informiert auch, daß die Firma Solveigh seit 1921 Wasser aus dem Boden Polignys fördert und mit Hilfe von Pipelines 30 km transportiert. Das so transportierte Salzwasser versickerte über einige Lecks in der Leitung und gelangte in Bäche, was schließlich zu einem Fischsterben führte.

Tempo 30 km/h-Schilder hin oder her, so meint die BZ heute, der Schopfheimer Autofahrer drücke weiterhin mächtig aufs Gaspedal.

Der Musikverein Raitbach richtet, wie alljährlich, das Eckwaldfest aus. Allerdings mußten einige Veranstaltungsteile in der Halle stattfinden. Am Sonntag gar störte ein Schwarm von Wespen die Gäste und die Musiker.

60 Spielerinnen und Spieler kommen ins Schwimmbad zum diesjährigen Tischtennisturnier. Edgar Steinfelder, Verantwortlicher der TSG, meint, daß sich dieser beliebte Wettkampf zu einer inoffiziellen Freiluftbezirksmeisterschaft gemausert habe. Zu den Ergebnissen: Herren A: 1. Roland Asch (Zell); bei den Jungen siegte Hong Han Dat (Zell), bei den Damen war Helga Kunzelmann (Zell) auf dem Siegertreppchen, während bei den Schülern Torsten Spitznagel aus Basel, bei den Mädchen Ariane Spitznagel aus Fahrnau siegreich waren. Als beste Mannschaft wurde der TV Fahrnau ausgezeichnet.

13. August

Reißenden Absatz finden auch in diesem Jahr die Güggeli beim gleichnamigen Fest des Hexenzinkens in Gündenhausen.

14. August

Landrat Rübsamen hat in einem Schreiben an das Regierungspräsidium die Forderung Langenaus und der Stadt Schopfheim nach einer Umgehungsstraße ins Kleine Wiesental nachhaltig unterstützt. Gleichzeitig will der Landkreis einen Rangierplatz für Müllastzüge bei der Deponie Scheinberg errichten. Diese beiden Situationen veranlassen heute Klaus Kochendörfer im MT zu einem hinterfragenden Kommentar.

Seit 20 Jahren fährt das Technische Hilfswerk Schopfheim während der Sommermonate Patrouille auf der Autobahn. Willi Güntert, der seit 34 Jahren dieser Technischen Hilfsorganisation angehört, baute für diese einen Brunnen.

15. August

In Gersbach bereitet man sich auf das 125jährige Bestehen der Feuerwehr vor. Eine alte Spritze aus dem Jahre 1870 wird auf Hochglanz gebracht.

Hans Georg Kolodziej erhielt die Ernennungsurkunde zum Konrektor der Dr. Max-Metzger-Schule. Der 37jährige Pädagoge ist seit 1978 an der Schopfheimer Schule. Er widmet sich neben seiner schulischen Tätigkeit insbesondere als Trainer der TSG Badminton-Abteilung.

Aus dem Herzen gesprochen, meint Henny Timmermann, hätte der Kommentator des MT ihr in Sachen Ortsumfahrung und Müllplatz. Der Preis bestehe aus erneut anschwellendem Müllverkehr und in einer nicht gerade begeisterten Trassenplanung für die Umfahrung.

Ihre erste Generalversammlung seit 18 Jahren hält die Freie Wählervereinigung ab und beendet ein Kuriosum, das sich unter dem Vorsitz von Walter Flößer erstaunlich lange hielt. Der Stadtrat der Freien Wählervereinigung, der als einziger aus dem damaligen Vorstand noch im Amt ist, wurde nach der Entlastung für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Stellvertreter sind Karlfrieder Andris und Fritz Trefzger jun. Der Fraktionsvorsitz im Gemeinderat bleibt bei Dieter Leppert.

16. August

Trotz Ferien trifft sich die Bürgerinitiative gegen die Brandversuche im Restaurant »Am Park«, um über das weitere Vorgehen zu sprechen. Sollte aus den verfügbaren Geldmitteln etwas übrig bleiben, will man die Haseler Landwirte bei ihrem Klagevorhaben finanziell unterstützen.

Heiner A. Baur stellt die während der Dokumentationsarbeit über Dr. Max Josef Metzger zusammengetragenen Materialien dem Stadtarchiv zur Verfügung.

Bäume stürzen um, Dachteile lösen sich, Glassplitter von zertrümmerten Fenstern, Werbeschilder und Dachziegel fliegen durch die Luft. Regelrechte Windhosen, die Geschwindigkeiten von über 100 km/h erreichen, setzen um 21.30 Uhr ein und dauern eine knappe halbe Stunde. Sie richten verheerende Schäden im gesamten Stadtgebiet an. Der gewaltige Sturm zerstört auch das zum Feuerwehrjubiläum aufgestellte Festzelt in Gersbach. Die Sturmnacht verursacht Millionenschäden an Gebäuden und im Wald.

17. August

Nachdem seit dem Monat Juli das Müllaufkommen gewogen und nach Gewicht berechnet wird, weiß man, daß in diesem ersten Monat rund 500 Tonnen aus der Stadt angeliefert wurden. 45 Fuhren Hausmüll (280 Tonnen) und 31 Fuhren Sperrmüll (150 Tonnen) sowie 20 Tonnen aus Gaststätten und Großbetrieben summieren sich zur Monatsgröße, wobei noch 35 Tonnen, die der städtische Bauhof ablieferte, dazukommen.

Die Renovationsarbeiten an der Kirche St. Bernhard waren teurer als erwartet.

Die CDU kürt die Kandidaten für die Ortschaftsratswahlen.

18. August

Der in Atzenbach geborene Maler Max Fritz stellt seine expressionistische Arbeit im »Sudhaus« aus.

Überall im Stadtgebiet und auch in Gersbach ist man dabei, die Schäden der Sturmnacht zu beheben.

Bis gestern Nachmittag haben 200 Privatpersonen und Firmen Schäden an Gebäuden bei der Gebäudeversicherungsstelle des Rathauses angemeldet. Dabei werden Schäden unter DM 400,— sofort abgewiesen.

Zwei Monate, so meint Tiefbauamtsleiter Springmann, werde es wohl dauern, bis der Schaden im Sengelenwäldchen behoben sei und dieses wieder für Fußgänger freigegeben werden könne. Dieses Gebiet wurde ganz besonders vom Sturm heimgesucht.

Überschattet ist das Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Gersbach vom Sturm der vergangenen Tage. Trotzdem treffen sich die Floriansjünger nun in der Reithalle zu ihrem 125jährigen Bestehen.

Landrat Rübsamen und Bürgermeister Fleck sind ebenso Gäste des Festaktes wie Stadträte und der Kreisbrandmeister. Die Glückwünsche durfte vertretend für die Wehr der Abteilungskommandant und Ortsvorsteher Max Ühlin entgegennehmen. Hermann Sutter sowie Rolf und Karl Deiss wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der langjährige Gerätewart Rolf Deiss wird für 40jährige Tätigkeit in der Wehr mit der goldenen Feuerwehrehrennadel des Landes aus den Händen des Kreisbrandmeisters geehrt.

Mit dem Schopfheimer Flötisten Rainer Kellmayer gastiert das Regio-Ensemble Basel in der Alten Kirche St. Michael.

20. August

Zu den urigsten seiner Art zählt das Wiechser Fußballgrümpelturnier. Man traf sich hierzu am Wochenende beim Schützenhaus.

500 gutgelaunte Gäste erleben im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten den Geburtstag der Feuerwehr in Gersbach.

Ein turbulenter Pokalwettkampf, an dem sich 150 Floriansjünger des ganzen Landkreises beteiligen, sorgt für Stimmung.

Herrliches Wetter herrscht auch beim Gartenfest des Eichener Gesangvereines.

22. August

Mehr als die derzeit sieben Mandate wollen die Schopfheimer Freien Wähler bei den Kommunalwahlen erringen, meint Walter Flößer bei der Kandidatenvorstellung im »Sternen«.

Die Änderung der Grundschulbezirke durch den Gemeinderat scheint Makulatur. Den Anträgen von Eltern, ihre Kinder statt nach Fahrnau doch in die Dr. Max-Metzger-Grundschule zu geben, wurde entsprochen.

Im Schlechtbacher »Auerhahn« formieren die Unabhängigen und die SPD ihre Kandidatenliste für die Ortschaftsratswahlen in Gersbach. Erstmals kandidiert auch eine Frau für dieses Gremium.

23. August

Das 20jährige Bestehen der Zweigstelle Wiechs der Sparkasse war Anlaß genug, daß die Direktoren Dr. Manfred Neubauer und Alfred Horn zusammen mit Bürgermeister Fleck in den Ortsteil kamen, um das Jubiläum zu begehen.

Wenn im September die Feier zur Beendigung der Stadtsanierung erfolgt, wird Innenminister Schlee die Festansprache halten.

Etwas mehr Erstkläßler als im Vorjahr verzeichnen fast alle Schopfheimer Grundschulen. 84 Kinder konnten zum ersten Mal in die Dr. Max-Metzger-Schule gehen, in Wiechs werden 19 Kinder eingeschult.

Das MT publiziert eine Gegendarstellung, nachdem das MT am 22./23. Juli berichtet hat, daß der Tierschutzverein mit einem Fahrnauer Schafhalter noch ein Hühnchen zu rupfen habe.

24. August

Beigeordneter Bertsch diskutierte dieser Tage in Hasel mit dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband, dem Bürgermeister des Ortes und den Landtagsabgeordneten Reinelt und Nicolai über das weitere Vorgehen bei den Brandversuchen. Beide Abgeordneten wollen mit entsprechenden Anträgen im Landtag offene Fragen abklären.

Heidi Hermann, eine gebürtige Schopfheimerin, wird zum ersten September das Restaurant »Zum Markgrafen« übernehmen.

Der SVS-Athlet Reiner Wenk springt beim Leichtathletikmeeting in La Chaux-de-Fonds 7,80 Meter. Dies bedeutet nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern einen neuen Oberrheinrekord. Außerdem ist es die drittbeste Weite, die in diesem Jahr überhaupt von einem deutschen Weitspringer erzielt wurde.

25. August

Nach zeitraubender Suche, so ist zu hören, steht die Liste der SPD-Kandidaten für den Gemeinderat und Ortschaftsrat fest. Die Kandidatenliste wird heute publiziert. Ausgewogen, so meint der Vorsitzende, sei die Liste aus erprobten Kommunalpolitikern und engagierten neuen Leuten.

Als kleine Sensation wird die Tatsache gewertet, daß Alfred Horn, Sparkassendirektor, bei der SPD für den Ortsteil Wiechs auf Platz eins in den Wahlkampf gehen will.

Dr. Peter Matthaei hat die Markgrafenstadt nun endgültig verlassen und sich seiner neuen Wirkungsstätte in Hamburg zugewandt.

Mit einem Rekordangebot von 200 Kursen stellt Franz Hoch das Herbstsemester der vhs vor.

Dr. Jost Noller, Vorsitzender der SPD, läßt am Bürgermeister kein gutes Haar. Es sei kaum zu glauben, so sagt er, daß noch 200 Jahre nach der Französischen Revolution ein Bürgermeister einer Stadt im Stile eines kleinen, wenn auch etwas spät gekommenen Sonnenkönigs zu regieren versuche.

Dr. Hansjörg Jaumann, Verleger des MT, des OV und der Weiler Zeitung, überreicht dem Bürgermeister einen Scheck über DM 10.000,— anläßlich des 135jährigen Jubiläums des MT. Er will damit den Grundstock für einen Brunnen in der Torstraße schaffen. Der Bürgermeister freut sich über diese Spende und hofft, daß die Realisierung eines Brunnens, ausgelöst durch diesen Grundstock, bald erfolgen können wird.

26. August

Die Verkehrswacht bittet Autofahrer um Vorsicht, da nun wieder Erstkläßler den noch ungeübten Schulweg zurücklegen müssen.

Mit großer Betroffenheit reagiert man in Schopfheim und im Ortsteil Fahrnau auf die Nachricht, daß die Frankfurter Coop-AG die geplante Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag der ehemaligen Fahrnauer Konsumgenossenschaft abgeblasen hat. »Es fällt nicht nur ein bunter Abend aus, es stirbt eine Idee«, meint hierzu der Vorsitzende der Verbraucher- und Aktionärsvereinigung bei Coop-Schwaben, Eugen Metzler. Die Vorsitzende des Bezirkes, Nelly Brokatzky, sucht, nachdem auch sie ihre Enttäuschung über das Absagen zum Ausdruck brachte, neue Wege, die Verbraucherinformation weiterzuführen.

Unter der Leitung der neuen Vorsitzenden Helga Lützelschwab wirbt der Singkreis mit einem Flugblatt für das offene Singen und hofft, hierbei auch neue Sängerinnen und Sänger zu gewinnen.

Die Firma Fluid-Misch- und Dispergiertechnik GmbH mit 30 Beschäftigten (eine Tochter der EKATO) will nach Lörrach abwandern, um dort zu expandieren. Für die Erweiterungspläne reicht der Platz auf dem Gelände der Hanf-Union, wo Fluid seit der Firmengründung vor sieben Jahren ansässig ist, nicht mehr aus.

Die Helfer des THW sind verärgert und frustriert, weil die vierzig Mann starke Truppe bei der Sturmnacht vor gut einer Woche nicht zum Einsatz gerufen wurde. Auf Anfrage meint der Bürgermeister, daß die Alarmierung Sache der Feuerwehr gewesen wäre, diese jedoch gemeint habe, ohne die Hilfe der »Blauen Truppe« auskommen zu können.

Das Schwimmbad Schweigmatt schließt für die diesjährige Badesaison die Pforten.

Faßanstich zum Schopfheimer Straßenfest, das nach dem SWF-Fest des vergangenen Jahres nun erstmals in der Altstadt stattfindet. 22 Buden bilden die Feststadt, wobei auch Fahrnauer sich unter den Budenwirten befinden.

27. August

Mit etwa 30 Steinen warf ein Unbekannter drei Fenster in der evangelischen Stadtkirche ein. Der Schaden an den bleiverglasten Scheiben beläuft sich auf ca. DM 1.000,—.

28. August

Die Feuerwehr Schopfheim erhält ein DM 360.000,— teures neues Feuerwehrfahrzeug, das vom Gemeinderat am heutigen Tage besichtigt wird. Es hat unter anderem eine Chemieausrüstung und ein Sprungrettungspolster, das innerhalb von 30 Sekunden mit Preßluft aufgeblasen, eine Rettungsfläche von 4 × 4 Meter bietet.

Bernd Marterer, der nach dem Tode von Gerhard Reichert als Vertreter des Ortsteils Raitbach in den Stadtrat nachrückt, wird von Bürgermeister Fleck verpflichtet.

Im Gemeinderat werden die Pläne des Straßenbauamtes zur Umgehung der B 317 im zweiten Bauabschnitt besprochen. Wenn alles glatt läuft, so Regierungsbaudirektor Grotzer, können bereits im Jahre 1991 die Bagger in diesem Abschnitt anrollen. Ca. DM 25 Mio. soll nach Schätzung der Planer dieser Abschnitt kosten, wobei allein der 235 Meter lange Tunnel DM 7,5 Mio. verschlingen wird.

Allein für die Stadt hat die Sturmnacht vor 14 Tagen einen Schaden von rund DM 300.000,— verursacht. Wie hoch der Schaden bei den privaten Grundstückseigentümern ist, läßt sich noch nicht exakt beziffern. Der Bürgermeister informiert, daß etwa 270 Schäden gemeldet wurden. Ca. 8.000 Ster Holz hat der Orkan, so informiert er weiter, gefällt; dies entspricht etwa den Festmetern, die pro Jahr im Schopfheimer Wald geschlagen werden dürfen.

Den Bebauungsplan Bremt hat der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause abgesegnet. Ebenso eine Veränderungssperre für das untere Dorf in Fahrnau.

29. August

Der FDP-Ortsverband nominiert die Kandidaten zur Gemeinderatswahl im Oktober. Bei der Versammlung wird deutlich, daß für die Partei das Pflugareal für ein Kaufhaus nicht in Frage kommt, außerdem spricht man sich bereits gegen eine Langenauer Umfahrungsstraße aus.

30. August

In den Quellen der Ortsteile Kürnberg, Raitbach und Schweigmatt sind Colibakterien festgestellt worden, sodaß das Wasser derzeit gechlort werden muß. Es wird empfohlen, dieses nur in gekochtem Zustand zu verwenden.

31. August

Die GRÜNEN präsentieren ihre Kandidatenliste für die bevorstehende Gemeinderatswahl und die Ortschaftsratswahlen. Die Frauenquote, so sagt der Vorsitzende Barnet, sei nicht erfüllt. Man habe außerdem lieber Profundis statt Promis auf der Kandidatenliste. Es kandidieren die bisherigen Stadträte Dr. Jopski, Ino Hodapp und Jürgen Brokatzky nicht mehr.

Keine Bedenken hegt das Landratsamt gegen die von der STUVA geplanten Holzbrandversuche im Hasler Tunnel.

Im Ortsbauausschuß erläutert Walter Flößer seine Vorstellungen, wie auf dem Fahrnauer Friedhof die Ehrenmale des ersten und des zweiten Weltkrieges neu gestaltet werden könnten. Die Frage wird allerdings sein, ob im kommenden Haushalt Gelder hierfür zur Verfügung stehen werden.

1. September

Unter der Leitung von Silvia Edwinson gastiert eine Laienspielgruppe aus Ronneby hier. Leider kommen nur wenige Zuschauer zu diesem herrlichen Theaterabend, den die schwedischen Kinder auf der Freilichtbühne zwischen dem Museum und der Kirche St. Michael darbieten.

Das MT hat heute eine Umfrage bei Schopfheimern durchgeführt, um sie nach dem Datum 1. 9. 1939 (Einmarsch der Deutschen Truppen in Polen) zu befragen.

Gegen die Äußerung des SPD-Vorsitzenden Dr. Noller, der dem Bürgermeister den Stil des Sonnenkönigs nachsagte, wendet sich die FWV.

Das KWR hat der Stadt DM 850.000,— für die Energiezentrale in der Stadthalle angeboten. Der Handel ist jedoch, wie zu lesen ist, noch nicht perfekt. Bei dieser Summe müsse die Stadt einen erheblichen Verlust einstreichen.

2. September

Eichen feiert zum 16. Male das Bockbierfest.

Der katholische Kirchenchor, den enge freundschaftliche Bande mit Poligny verbinden, war in der Partnerstadt zu Gast.

Auch die CDU antwortet auf die Noller-Angriffe gegen den Bürgermeister: sie meint, daß die Äußerungen des SPD-Vorsitzenden als Armutszeugnis für eine große Partei zu werten sei.

3. September

Großes Pech mit dem Wetter hatten die Organisatoren des Sommerfestes im Wiechser Markus-Pflüger-Heim.

Die Laienspielgruppe aus Ronneby präsentierte sich in einer Matinee zusammen mit der Theatergruppe »Auf der Au« um Marianne Neininger. Das Theaterstück »Diener zweier Herren«, das von dem Theater »Auf der Au« gezeigt wurde, mußte kurzerhand in die Stadthalle umdisponiert werden, da das Wetter für die Freilichtbühne zu schlecht war.

4. September

Im Schwimmbad messen sich Schüler aus Schopfheim, Maulburg und Hausen in verschiedenen Disziplinen.

5. September

Der Ortschaftsrat Gersbach besichtigt die großen Schäden der Sturmnacht. Die größte Sorge galt einem stattlichen Baum, der »Rappenbüchle« genannt wird. Dieser 250-300 Jahre alte Baum muß nun saniert werden, um ihn zu erhalten.

6. September

Die derzeitige Flüchtlingswelle aus der DDR ist auch bei uns optisch erkennbar, da immer wieder DDR-Kraftfahrzeuge durch das Stadtgebiet fahren.

Nachdem in der vergangenen Woche Colibakterien in der Wasserversorgung Kürnberg, Raitbach und Schweigmatt festgestellt wurden, ist eine entsprechende Behandlung erfolgt. Nun gibt es wieder Entwarnung.

Die BZ meint, wieder einmal beschäftige sich der Gemeinderat am Montag hinter verschlossenen Türen mit einem Konzept für das Pflugareal. Sie berichtet weiter, es handle sich bei dem jetzt noch verbleibenden Interessenten um die »Famila«-Handelskette.

»Schopfheim zur Zeit der Französischen Revolution«. Frau Dr. Ulla Schmid hat eine Ausstellung im Museum zusammengestellt und präsentiert derzeit, wie sich Schopfheim während der Revolutionsjahre zeigte.

140 Rennradler der 4. Radtouristik-Fernfahrt von Dortmund nach Genf treffen in Schopfheim als Etappenort ein. Bürgermeister Fleck begrüßt die Rennradler zusammen mit der Stadtmusik auf dem Marktplatz. Zum Empfang wird Bier ausgeschenkt.

Eine Travestie-Schau ist in der Stadthalle zu sehen.

7. September

Die Badesaison im Schwimmbad endet. Insgesamt waren 67.000 Besucher dieses Jahr im Bad.

Der verheerende Sturm von vor zwei Wochen hat auch in den Wiechser Waldungen Zeugen der Vorzeit freigelegt. Im Bereich der Heidengräber hat ein umgestürzter Baum Bestattungsplätze freigelegt, die derzeit vom Denkmalamt ausgewertet werden.

Das Straßenbauamt Bad Säckingen führt eine Verkehrsbefragung in Langenau durch.

8. September

Die FDP hat für den Ortsteil Eichen vor einigen Tagen noch einen Kandidaten nachnominiert. Bei dieser Versammlung sprach man sich erneut gegen das Kaufhausprojekt im Pflugareal aus, ebenso entschieden ist man gegen die Umgehungsstraße Langenau.

Der Jazz-Gitarrist Sammy Vomackas beeindruckt ein großes Publikum im »Sudhaus«.

Das EKATO-Werk will im Lus neu bauen und dabei in den Neubau, so ist heute aus der Presse zu erfahren, DM 12 Mio. investieren. Im ersten Bauabschnitt wird eine Fläche von 12.000 m² für 215 Arbeitsplätze überbaut.

9. September

Die Kandidaten der SPD für die kommende Gemeinderatswahl sind mit den Fahrrädern unterwegs. Ebenfalls auf Wahlkampftour befinden sich die Kandidaten der CDU, die das Stadtgebiet auch mit ihren Fahrrädern bereisen.

Die Waldorfschule feiert ihr jährliches Sommerfest.

Wolfgang Gabriel wird durch Schulamtsdirektor Willi Zimpfer nun offiziell in das Schulleiteramt der Friedrich-Ebert-Hauptschule eingeführt. Der dienstälteste Lehrer an der Schule, Rudi Steiger, meint, daß der neue Schulleiter einen gewaltigen Vorschuß an Vertrauen habe. Auch Bürgermeister Fleck begrüßt die Ernennung Gabriels und gratuliert ihm ebenso herzlich wie das Lehrerkollegium.

Die Gegner der Tunnelbrandversuche sind nun auch gegen die geplanten Holzbrandversuche eingestellt. Sie meinen, daß auch hier Schadstoffe in die Wasserläufe gelangen können und der Tunnel bald rußig wie eine alte Schwarzwaldküche sein werde.

Schopfheims Gewerbeverein fordert erneut ein innerstädtisches Verkehrskonzept vor dem Jahre 1991.

Mitglieder des Gemeinderates wollen in der kommenden Woche »Famila«-Häuser in Rheinfelden und Bad Säckingen besichtigen, um so die Entscheidung für die Niederlassung in Schopfheim besser beurteilen zu können.

10. September

Der Zirkus »Medrano« gastiert im Oberfeld. Fast völlig ausverkauft war das 2.500 Personen fassende Zelt am Samstagnachmittag.

Das Sommerfest des Sternenzinkens, das sonst in den Sengelen stattfindet, wird kurzerhand zum »Sternen« verlagert. In den Sengelen sind Feste derzeit nicht möglich, da der Sturm vor einigen Wochen Schäden verursachte, die noch nicht behoben sind.

112 Teilnehmer spielen um die Tennisstadtmeisterschaften in elf Disziplinen. Bei den Damen A siegte Ruth Strauch, in der Damen B-Meisterschaft stand Hildur Bergmann auf dem Siegerpokal. Ingrid Laugstien und Hanni Sczepanski entschieden das Damendoppel für sich, während im Herrendoppel Wolfgang Schröder und Volker Lamb den Meister davontrugen. Das Herren-A-Endspiel sicherte sich Frank Sutter.

Schopfheimer Vereine treffen sich im Sportschützenhaus Fahrnau zum Wanderpokalschießen. Schließlich siegte die Rietschle-Damen-Mannschaft und die Herrenmannschaft der Firma EKATO.

In der Alten Kirche St. Michael gastiert das Ensemble Musica Antiqua Basel mit den moralischen Kantaten von Georg Philipp Telemann. Die Mitglieder des Quartetts, die in Schopfheim lebende Sopranistin Madeleine Strütt-Chappuis, das Künstlerehepaar Rita und Fridolin Uhlenhut aus Basel (Cembalo und Cello) sowie der Luzerner Heinz Meier (Flöte) wußten das Publikum mit hervorragender künstlerischer Interpretation zu begeistern.

Zur Mitgliederversammlung trifft sich die evangelische Krankenpflege und zieht Bilanz über die geleistete Arbeit.

11. September

Der Gemeinderat verabschiedet den Nachtragshaushalt und setzt in der zweiten Nachtragssatzung dieses Jahres den Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben auf DM 40.465.000,— fest. Der Vermögenshaushalt wird um DM 1.775.000,— auf DM 13.590.000,— erhöht. Die wesentliche Erhöhung resultiert aus dem Erlös verkaufter Grundstücke von DM 1 Mio. Dieser Mehrerlös soll der Rücklage für die Erweiterung der Sanierung des Krankenhauses zugeführt werden.

Erneut war das Jugendzentrum, beziehungsweise die Errichtung eines solchen, Thema im Gemeinderat. Die Frage, ob das bisherige Schlachthaus als Jugendzentrum eingerichtet werden könnte, wird diskutiert und insbesondere von der SPD befürwortet. Die CDU ist noch etwas zurückhaltend. Man schloß jedoch einen Kompromiß, indem man feststellte, daß das ehemalige Schlachthaus grundsätzlich für ein Jugendzentrum geeignet sei. Der Ortsbauausschuß soll nun das Gebäude noch einmal besichtigen, wobei dann das Bauamt, zusammen mit der Stadtjugendpflege, eine erneute, überarbeitete Planung vorlegen muß.

Mit der Verkehrssituation in Gündenhausen und mit der Installierung einer Ampel setzt sich der Gemeinderat auseinander. Es wird nun, dem Vorschlag der Verkehrsbehörde folgend, eine Ampel an der Kreuzung B 317/Johann-Sutter-Straße eingerichtet. Beim Autohaus Lehmann soll eine Fußgängerhilfe die Überquerung der Straße erleichtern. Die Einmündung der L 139 in die Bundesstraße wird nur durch eine Fahrbahnmarkierung optisch verändert.

Mit der Verkürzung der Sperrzeit einer geplanten Diskothek im Gewerbegebiet Sanio/Matt ist der Gemeinderat einverstanden. Es ist an einen Betrieb bis drei Uhr gedacht.

Eine Bürgerinitiative in Gündenhausen macht sich stark für eine Fußgängerampelanlage in Höhe des Gasthauses »Löwen«.

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Gündenhausen wird ein Auto mit 109 km/h gestoppt.

Das Bild »Anbetung der heiligen drei Könige«, das über Jahre im Rathaussaal der Stadt hing, und nach dem Willen der Roggenbach-von-Gayling-Stiftung ins Museum soll, hat nun seinen angestammten Platz gewechselt. Hinter stoß- und säurefestem Glas ist das aus dem 14. Jahrhundert stammende Werk nun zu sehen.

Der Gemeindewahlausschuß prüft die eingegangenen Wahlvorschläge für die bevorstehenden Gemeinderats- und Ortschaftsratswahlen und akzeptiert alle ohne Beanstandungen.

12. September

In einem Schreiben an die Stadtverwaltung beschäftigt sich die Interessengemeinschaft »Velo« mit dem Verkehrskonzept der Stadt und bemängelt die nach ihrer Meinung zu geringe Beachtung der Radfahrer bei dieser Planungsstudie.

13. September

Die im Oktober stattfindenden Gemeinderatswahlen finden Niederschlag in den Tageszeitungen. Viele Parteiveranstaltungen und Äußerungen zu Themen sind nun fast täglich festzustellen, wobei diese jedoch im Jahrbuch nicht erwähnt werden sollen, um nicht zu viel Verwirrung zu stiften, beziehungsweise um eine allzu häufige Wiederholung zu vermeiden.

Im Ortsteil Eichen steht die Gründung eines Kinderchores, den der Dirigent des Gesangvereines, Dieter Waibel, leiten will, bevor.

Das Institut für Städtebau der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung in Berlin veranstaltet während zweier Tage in der Stadthalle in Schopfheim ein Symposium über das Thema »Entwicklung im ländlichen Raum«. Viele hochkarätige Referenten stehen den 100 Teilnehmern zur Verfügung. Bürgermeister Fleck spricht dabei über die Stadtsanierung und bezeichnet diese als eine rundum gelungene Sache.

14. September

Der FDP-Vorsitzende Prof. Dr. Gerold Blümle drängt auf eine Neuabwägung der Kaufhauspläne, insbesondere unter denkmalschützerischen Gesichtspunkten.

MdB Klaus-Dieter Oswald stellt an den Bundesforschungsminister vier Fragen zu den geplanten Tunnelbrandversuchen.

Gegen die innerstädtische Verkehrslenkung über die Bismarck-/Bahnhof-/Hebel-/Roggenbach-/Wehrer- und Himmelreichstraße (als Stadtautobahn bezeichnet) wenden sich 1.000 Personen mit ihren Unterschriften. Man will, so ist zu hören, eine bürgergerechte Stadt und keine Stadtautobahn. Außerdem ist man erbost über die ungebremste Planungswut, wie es heißt.

Die Sozialdemokraten treffen sich im »Adler« zu einem Verkehrsforum. Die Verkehrssituation in Gündenhausen beschäftigt die Kommunalpolitiker ebenso wie die Schulwege und die 30 km/h-Zonen in Wohngebieten.

15. September

Die Dokumentation über die Stadtsanierung, die heute der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, sorgt bereits für Pressewirbel. Die Herstellungskosten von rund DM 65.000,— bewegen das MT zu der Feststellung, daß die Arbeit ohne Gemeinderatsbeschluß vergeben wurde.

Der von Coop angemeldete Vergleich wirft seine Schatten auch in die Markgrafenstadt. 100 Arbeitsplätze in Schopfheim hat Coop, die möglicherweise gefährdet sind. Der Verkaufsdirektor für Süd, Otto Gehrke, meint der Presse gegenüber, der Schopfheimer Standort sei so gefestigt, daß die Arbeitsplätze gesichert seien, gleichgültig wie immer auch der Eigentümer heißen sollte.

Beendet hat der Schwarzwaldverein seine Arbeiten am »Saubrünnle«, das wieder in eine schöne Anlage verwandelt wurde.

Innenminister Dietmar Schlee, Justizminister Heinz Eyrich, MdL Peter Reinelt, Regierungspräsident Norbert Nothelfer und Regierungsdirektor Müller vom Landratsamt waren in der Stadthalle zum Festakt des Abschlusses der Stadtsanierung Schopfheim anwesend. Der Innenminister hielt die Festansprache und beglückwünschte die Stadt und den Bürgermeister für die während einer Zeitdauer von sechs Jahren geleistete Sanierungsarbeit. Zur Feierstunde waren auch einige Bewohner der Altstadt und des Bifig der Einladung gefolgt.

Nach mehrmonatiger Umbauphase öffnet das »Irrlicht« in neuen Räumen im Saniopark. Der Verein für »Soziokultur«, der nun das »Irrlicht« selbständig betreibt, hat auch eine Gaststättenkonzession beantragt und wird für das leibliche Wohl seiner Gäste sorgen können.

16. September

Zum ersten Schopfheimer Jazzfestival lädt die vhs zusammen mit dem MT und Fallers Modeladen in die Stadthalle ein.

Die Schopfheimer Real Blues Band unterhält zunächst die angereisten Gäste bestens, bis die Münchner Hallodria-Jazzband auch den noch zurückhaltenden Teil des Publikums restlos in Bann zieht und für eine lange Jazznacht sorgt.

Walter Flößer, Stadtrat der FWV, feiert seinen 70. Geburtstag.

Die Schopfheimer Ärzteschaft nimmt Stellung zu den Brandversuchen, wie sie im Tunnel geplant sind. Dr. Lenz, der die Standesorganisation der Mediziner vertritt, äußert sich im Grundtenor so, daß die Gesundheit auch eines einzigen Menschen durch die Versuche nicht gefährdet werden dürfe. Man schließt sich schließlich der Reihe derer an, die versuchen, die Brandvorhaben generell zu stoppen.

18. September

Mit der möglichen Trasse einer Umfahrung von Langenau und Enkenstein beschäftigt sich der Umweltausschuß des Gemeinderates im evangelischen Gemeindezentrum in Langenau. Die Diskussion mit Langenauer Bürgern zeigt erhebliche Widerstände gegen eine derartige Umfahrung, egal auf welcher Trasse. Nun muß sich zunächst der Ortschaftsrat Langenau und Enkenstein mit der Problematik beschäftigen, bevor sich der Gemeinderat weiter mit dem Thema auseinandersetzen wird.

Die Konsequenzen aus dem abfallwirtschaftlichen Gutachten für den Landkreis Lörrach werden im Umweltausschuß besprochen. Beigeordneter Bertsch hat hierfür eine umfangreiche Vorlage gefertigt, die von allen Mitgliedern des Ausschusses sehr begrüßt wird.

19. September

Das Fahrnauer Dorffest ist vom Wetterglück verfolgt. Nachdem es noch am Tag zuvor beim Aufbau gewaltig regnete, verwöhnte die sommerliche Sonne die Festbesucher an den beiden folgenden Tagen.

Vor einigen Tagen stellte die Ski-Abteilung der TSG in der Hauptversammlung die neuen Weichen für die bevorstehende Wintersaison. Georg Kötzle hat auch weiterhin das Vertrauen der Mitglieder und bleibt, ebenso wie sein Stellvertreter Heinz Postleb, für eine weitere Wahlperiode.

Die Verantwortlichen des Kinderferienprogramms treffen sich dieser Tage zusammen mit Brigitte Hoffmann und Hartmut Bertsch. Allen beteiligten Vereinen galt ein herzliches Dankeschön, denn ohne diese wäre die Realisierung nicht möglich gewesen. Vom kommenden Jahr an, so ist zu hören, wird das Angebot für die Daheimgebliebenen wieder aufgenommen.

»Links und rechts der Wiese«, ein wunderschön bebildertes Buch, das Postkarten des Wiesentales zeigt, wird beim Bürgermeister der Öffentlichkeit vorgestellt. Clemens Fabrizio hat diese schöne, im Verlag Uehlin erschienene Dokumentation zusammengetragen. Bei der Vorstellung zeigt sich Bürgermeister Fleck beglückt über die gelungene Arbeit, dankt dem Autor und ebenso dem Druck- und Papierhaus Uehlin, das den Bildband anläßlich seines 125jährigen Firmenjubiläums herausgegeben hat.

Die OFD hat dem neuen Raumprogramm für den Ausbau des Schopfheimer Krankenhauses in den 90er Jahren zugestimmt. In der nächsten Woche muß sich der Gemeinderat nun mit der Vergabe für dieses DM 12-15 Mio. umfassende Bauwerk beschäftigen.

Mit dem Sartre-Stück »Kean - oder Unordnung und Genie« hat der Kulturring für die diesjährige Spielzeit Premiere in der Stadthalle. Günter Mack als Kean begeisterte in dieser Rolle ein zahlreiches Publikum.

Für mehrmaliges Blutspenden kann Bürgermeister Fleck im Museumskeller eine Zahl von Frauen und Männern ehren. Die Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz für 40maliges Spenden erhalten Egon Harder, Johann Walch, Elisabeth Vortisch und Christoph Stoffel.

20. September

Klaus Schotte ist der erste Vorsitzende des neugegründeten Vereins »Freundes- und Förderkreis der Kantorei Schopfheim«. Zweiter Vorsitzender wird Dr. László Bethlen.

Das Debut im eigenen Haus gibt dieser Tage die Freie Bühne Schopfheim. Die Initiative von German und Christel Greull wird nun Früchte tragen und in der ehemaligen Freudenbergvilla laufend Theaterinszenierungen ermöglichen.

21. September

Markus Manfred Jung stellt sein neues Buch »Halbwertzeit« im Rahmen einer Lesung in der Regio-Buchhandlung vor.

23. September

Eine große Delegation des Schopfheimer Gemeinderates besucht die Partnerstadt Poligny und wird dort herzlich empfangen.

24. September

Dicht gedrängt sitzen die Gläubigen in der frisch renovierten Wiechser Kapelle, die in einem Festgottesdienst wieder eingeweiht wurde. Pfarrer Sieghard Schaupp freut sich für die evangelische Kirchengemeinde des Ortsteiles ebenso wie die katholische Gemeinde, die die Kapelle auch nutzen kann. Die erste Predigt im neu gestalteten Kirchenraum hält Dekan Schmoller aus Freiburg.

Ideales Wetter begleitet die Herbstprüfung des Schäferhundevereins Langenau. André Herzog wird mit seinem Hund »Xandro« Tagessieger.

25. September

Der Gemeinderat lehnt die Brandversuche im Haseler Tunnel, auch die reinen Holzbrandversuche, energisch ab. Eine Abstimmung im Gemeinderat ergab keinen einstimmigen, aber einen Mehrheitsbeschluß mit 15 Ja- gegen 12 Nein-Stimmen, bei einer Enthaltung. Man beschloß auch, demnächst den Tunnel zu besichtigen. Der Gemeinderat folgt einem Vorschlag des Beigeordneten in dieser Sache nicht, der es gerne gesehen hätte, wenn der Gemeinderat beschlossen hätte, daß zwar juristisch nichts gegen die Brandversuche zu sagen sei, wobei er hier nur die erste Stufe - die Holzbrandversuche - meint, aber aus politischer Sicht, nach dem Motto »Wehret den Anfängen«, man sich dagegen ausspräche.

Der Gemeinderat beauftragt Architekturbüros und Ingenieurbüros mit der Planung der Baumaßnahmen zur Erweiterung und zum Umbau des Pflegebereiches am Städt. Krankenhaus.

Auf positive Resonanz stößt der vom Beigeordneten vorgelegte Sozialbericht im Gemeinderat. Beigeordneter Bertsch berichtet auch, daß Schopfheim vom 01.10.1989 an eine Notarztversorgung erhält.

Nach einem Gespräch mit dem DRK, den Ärzten und dem Krankenhaus wird künftig ein Krankenhausarzt als Notarzt bei Unfällen eingesetzt.

Mit einem Startkapital von DM 10.000,—, die das Verlagshaus Jaumann für einen Brunnen stiftete, soll in der Torstraße ein Brunnen realisiert werden. Der Gemeinderat beschloß einen Spendenaufruf und eine Beteiligung der Stadt von 50 % an den geplanten Kosten. Leonhard Eder soll die Gestaltung des Brunnens vornehmen.

Die Vereine ziehen Bilanz über das bisherige Straßenfest, das vom kommenden Jahr an »Schopfheimer Städtlefest« heißen soll. Es wird kein Monopol mehr bei den Getränken geben, jeder Verein, so beschloß man, soll anbieten können, was er will. Lediglich bei den Speisen will man sich weiterhin absprechen.

26. September

In Schopfheim wird ein neuer Verein gegründet: »Förderkreis Fußball Schopfheim«. Er soll Sponsoren finden, die die finanzielle Grundlage für die Unterstützung der Fußballabteilung schaffen.

Die SPD begrüßt die Modernisierungspläne des Krankenhauses, hat aber Bedenken, daß die bei der Stadt verbleibenden DM 4 Mio. vom Haushalt nicht finanziert werden können.

27. September

Elisabeth Kym verstirbt im Alter von 104 Jahren im Georg-Reinhard-Haus.

28. September

Der Ortsbauausschuß besichtigt den Schlachthof, um zu prüfen, ob dort ein Jugendzentrum Platz finden kann.

Grünes Licht gibt der Ausschuß auch dem Bauantrag Pöpperl für die Errichtung von 130 Wohnungen im Bereich des Hirschendreiecks in Fahrnau.

29. September

Der BUND diskutiert das Müllgutachten für den Landkreis Lörrach, das von Prof. Jäger erarbeitet wurde. Mit dem gesamten Gutachten konnte man sich nicht beschäftigen, da man dies nicht in Händen hat, sondern nur eine Zusammenfassung der Stadtverwaltung.

Der neue Verein, der die Fußballabteilung des SVS sponsern und unterstützen soll, ist gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wird Bernhard Kuri gewählt. Als Stellvertreter fungieren Artur Cremans und Wilfried Rünzi.

Der Friedrich-Bödecker-Kreis Baden-Württemberg feiert sein 10jähriges Bestehen in Schopfheim. 16 Autoren sind in der Stadtbibliothek bei einer kleinen Feierstunde und wollen mit ihrem Kommen die Bedeutung des Friedrich-Bödecker-Kreises unterstreichen. Der Sohn des Gründers, Hans Bödecker, läßt es sich nicht nehmen, zur Feier aus dem hohen Norden nach Schopfheim zu kommen. Am Vormittag des Tages lesen die Autoren in den Schopfheimer Schulen. Sie lesen auch in den Schulen der Umgebung. Für manchen Schüler war es die erste Begegnung mit einem leibhaftigen Schriftsteller. Großer Dank gilt dem in Schopfheim am THG lehrenden Markus Manfred Jung, der die örtliche Organisation vorbereitet und mustergültig durchgeführt hat. Der Bürgermeister begrüßt die Autoren in der Stadtbibliothek und freut sich, daß Schopfheim die Ehre erhielt, eine derartige Veranstaltung austragen zu dürfen.

30. September

Bei herrlichem Sonnenschein ist die Altstadt Kulisse für den dritten und letzten Flohmarkt dieses Jahres.

Ungewohntes Bild in der Alten Kirche St. Michael: Zum Auftakt der Kantoreifestwoche findet ein Tanzseminar in den Mauern der alten Stadtkirche statt.

Eingeweiht wird der neue Narrenkeller im ehemaligen Bezirksamt. »Das Werk ist vollbracht«, hört man nach eineinhalbjähriger Bauzeit den Oberzunftmeister Enrico Blokbergen über die neue Heimat der Schopfheimer Narren sagen.

Brigitte Aepfelbach, seit fünf Jahren Leiterin des Verkehrsbüros der Stadt, verläßt Schopfheim. Sie will zum 01. Januar 1990 als Verkehrsamtsleiterin ins Obere Wiesental, nach Schönau.

Heinz Werner Seger erinnert in einem Artikel im MT an den 27. 9. 39, den Tag der Kapitulation der polnischen Hauptstadt, und wie es da in Schopfheim ausgesehen hat.

Die dreitägige Antiquitätenschau, die wiederum in der Stadthalle zu sehen war, geht zu Ende.

1. Oktober

Almut Teichert-Hailperin, Sopran, Silke Marchfeld, Alt, Gerhard Böhler, Baß, wirken an einem Kantatengottesdienst in der evangelischen Stadtkirche mit.

In der von der evangelischen Kantorei veranstalteten Musikwoche findet eine Kurt Weill-Revue in der Stadthalle statt.

Alfred Schmidt feiert sein 25jähriges Betriebsjubiläum in der »Sonne«.

2. Oktober

Elisabeth Kym wird zu Grabe getragen und auf dem Schopfheimer Friedhof im Familiengrab beigesetzt.

Die Gemeinderäte der Freien Wählervereinigung, der CDU und der SPD verzichten auf ihre Sitzungsgelder zu Gunsten des geplanten Brunnens in der Torstraße.

3. Oktober

Fast täglich finden Veranstaltungen zu den bevorstehenden Kommunalwahlen statt.

Konzert in der Alten Kirche St. Michael.

4. Oktober

Werner Müller meint in seinem MT-Kommentar heute zum Mißbilligungsantrag der SPD gegen den Bürgermeister, daß der Gemeinderatskarren nach fünf ziemlich verkorksten Jahren wohl zu tief im Dreck stecke. Man könne einfach nicht mehr miteinander. »Höchste Zeit«, so sagt er weiter, »daß der Souverän, der Bürger, ein Machtwort spricht, um mit den Kommunalwahlen einen Neuanfang vorzunehmen«.

Wie heute bekannt wird, will der Hauptgeschäftsführer der IHK, Karlheinz Röllgen, Mitte des kommenden Jahres in den Ruhestand gehen. Er soll durch Dr. Harro Eden abgelöst werden, der jedoch nicht mehr in Schopfheim, sondern in Konstanz residieren wird.

Eine Umfrage des MT ergibt, daß kein Dienstleistungsunternehmen von der Möglichkeit des Dienstleistungsabends Gebrauch machen will.

Der Kreistag beschäftigt sich unter anderem auch mit den geplanten Brandversuchen im Haseler Tunnel. Bevor ein Votum abgegeben wird, will man noch weitere Fragen geklärt wissen.

5. Oktober

10,6 % der von der Partei ausgegebenen Fragebogen, so hört man von der CDU, seien zurückgekommen und können nun ausgewertet werden. Als sehr gut bezeichnet dies Ortrun Schätzle, wobei auch Kurt Härzschel meint, die Fragebogenaktion beinhalte in erster Linie das Bemühen, mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen.

Der in der Bundesrepublik zum ersten Mal mögliche Dienstleistungsabend wird in Schopfheim nicht in Anspruch genommen. Kein einziger Betrieb, keine Behörde und keine Institution nutzen die Möglichkeit, bis 20.30 Uhr zu öffnen.

Monika Cämmerer, die aus Hamburg stammende Autorin, liest Lyrik und Prosa in der Stadtbibliothek.

6. Oktober

Vor 25 Jahren gründeten 12 Langenauer um Willi Herbster die Turnerschaft. Aus einem reinen Turnverein der Anfangsjahre ist nun ein Sportclub mit relativ breitem Angebot geworden.

Noch vor den Kommunalwahlen soll der Gemeinderat den neuen Chefarzt für die Chirurgie wählen, ist heute zu lesen.

Bürgermeister Fleck schließt nicht aus, daß DDR-Flüchtlinge nach Schopfheim kommen und eventuell in der Eichener Hülschenmatthalle vorläufige Unterkunft finden werden.

Der neue Eichener Spielplatz wird eingeweiht. Ortsvorsteher Hans Keller dankt der Stadt und den Gemeinderäten für die Zurverfügungstellung des Geldes.

Klaus Jäckh, Vorsitzender des Fahrnauer Vereinsparlamentes, überreicht dem Bürgermeister einen Scheck über DM 2.000,— für zwei Ruhebänke vor der neuen Aussegnungshalle.

Im Rahmen der Festwoche der evangelischen Kantorei gibt Matthias Schneider ein Orgelkonzert in der alten Stadtkirche.

Der Stadtjugendring will mit den Parteien über ein Jugendzentrum diskutieren. Mit Ausnahme der Freien Wähler nehmen die im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen an der Diskussionsrunde teil.

7. Oktober

Während einer Disco-Veranstaltung kommt es zu einer Schlägerei vor der Stadthalle.

Unter Beteiligung des Musikvereines und des Gesangvereines Fahrnau wird die Aussegnungshalle im Ortsteil eingeweiht. Der Bürgermeister begrüßt ein zahlreiches Fahrnauer Publikum sowie Vertreter der Vereine. Er dankt dem Architekten Rolf Nabbefeld für das gelungene Werk. Pfarrer Baumann vor der katholischen Kirchengemeinde und Pfarrer Lichdi von der evangelischen Kirchengemeinde Fahrnau nehmen die Segnung des Hauses vor. Der Bildhauer Leonhard Edler erläutert das von ihm geschaffene Relief.

Im Kulturcafé »Irrlicht« tritt die Gruppe »Les Raviolets« aus Poligny mit Rock aus den 60er Jahren und beherztem Blues auf. Die vier Musiker begeistern das Schopfheimer Publikum.

Nun hat das Landratsamt eine zweite Ampel in Gündenhausen als Fußgängerhilfe angeordnet.

Umgezogen ist der Mobile Hilfsdienst aus dem ehemaligen Bezirksamt in die Stettiner Straße.

Trotz Nieselregen und aufgeweichten Wegen treffen sich etwa 30 Einwohner in Langenau auf Initiative von »Pro Langenau«, um die mögliche Ortsumfahrung des Ortsteiles zu begehen.

8. Oktober

Jubel herrscht beim Schopfheimer Motorsportclub. Souverän verteidigen Wolfgang Kühn und Beifahrer Hartmut Keller den Deutschen Junioren-Meistertitel. In der 500er Klasse gelang es Matthias Kiok, einen zweiten Platz in der Deutschen Meisterschaft zu erringen.

Das neue Löschfahrzeug LF 16, das auch für Chemieunfälle gerüstet ist, wird vom Bürgermeister der Wehr übergeben.

Die gültigen Wahlvorschläge für die kommenden Kirchenwahlen werden in den evangelischen Kirchengemeinden bekanntgegeben.

Als Höhepunkt der Musiktage wird das Oratorium »Elias«, das Matthias Schneider in der evangelischen Stadtkirche dirigiert und leitet, aufgeführt. Es gab nicht nur Seltenes zu hören, sondern auch zu sehen. Der Chor der Kantorei und die Vokalsolisten führten ein im romantischen Geist geführtes Chorwerk auf. Die Stadtkirche war überfüllt, um die Solisten Stefan Kramp (Bariton), Isolde Siebert (Sopran), Heide Scherer-Müller (Sopran), Susanne Schlegel (Alt), Silke Marchfeld (Alt), Niklaus Rüegg (Tenor) und Hanno Müller-Brachmann (Baß) zu hören. Während des Oratoriums zeigt ganz ungewohnt Marie Kleinpaß klassischen Ausdruckstanz. Das junge Kammerensemble Baden-Württemberg mit dem Konzertmeister Martin Schäfer stand unter dem Dirigat des Kantors Matthias Schneider.

9. Oktober

Bürgermeister Fleck meint, daß kein Anlaß mehr bestünde, derzeit mit Übersiedlern aus der DDR zu rechnen.

Nach Mitteilung des SPD-Vorsitzenden Jost Noller ist die Interessentin für das ehemalige Amtsgerichtsgefängnis »abgesprungen«. Die Nutzung des Gebäudes sei somit wieder offen und der für das Jugendhaus vorgesehene Erlös noch nicht erzielt.

Der MSC feiert seine erfolgreichen Motocrossfahrer, wobei der Bürgermeister die Gelegenheit wahrnimmt, dem Deutschen Meister und dem Vizemeister herzlich zu gratulieren.

Mitglieder des Ausschusses für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Deutschen Städte- und Gemeindetages sind während zweier Tage im Schopfheimer Rathaussaal. Wesentliches Thema dieser Tagung war die grenzüberschreitende, regionale Zusammenarbeit zur Verbesserung der Infrastruktur durch die Einrichtung von Güterverteilzentren.

10. Oktober

Eine Art »Ideenbörse Pflug« will die SPD schaffen, nachdem offensichtlich die hochgesteckten Kaufhauspläne gescheitert sind.

11. Oktober

65 Jahre sind Gertrud und Wolfgang Hertig, die seit einigen Jahren in der Markgrafenstadt leben, verheiratet. Sie feiern das seltene Fest der Eisernen Hochzeit.

In den Zügen der Bundesbahn und den Bussen werden heute Fahrgäste befragt, um Erkenntnisse für eine mögliche Regiobahn zu gewinnen. Als »absoluten Blödsinn« hat der Basler Kantonschemiker Dr. Schüpbach in einem Schreiben an die Bürgerinitiative die Brandversuche im Hasler-Tunnel bezeichnet.

Auf die Frage des MT meint der Bürgermeister, daß ein neuer Interessent für den Erwerb des Amtsgerichtsgefängnisses vorhanden sei.

Etwa 15 Vertreter von Volkshochschulen der Region treffen sich zu einer Arbeitssitzung im Rathaussaal.

Die Tibs-GmbH informiert Schopfheimer Vermieter über die Möglichkeit, ihre Betriebe künftig über Datenverarbeitung zu verwalten. Am gleichen Tag informiert der Hauptamtsleiter Klaus Strütt die Verbandsversammlung im Kleinen Wiesental, um diesen die Möglichkeit zu geben, auch ihre Beherbergungsbetriebe an den Tibs-Computer bei der Stadt Schopfheim anzuschließen.

Frau Dr. Ruth Noack wurde vom Landkreis zur Naturschutzbeauftragten bestellt.

Zu einem bunten Unterhaltungsabend lädt die Sparkasse in die Stadthalle, bei dem die PS-Auslosung des Jahres stattfindet.

12. Oktober

In einer in den Zeitungen erschienenen Äußerung meint der ehemalige Stadtbaumeister Unger, die erst kürzlich erschienene Altstadtbroschüre halte er nicht für vollständig. Er hält es auch nicht für gut, daß ein Karlsruher Autor die Dokumentation geschrieben hat.

Zu den Kaufhausplänen äußert er sich ebenso und meint, daß eine aufgelockerte Bebauung mit Passage ebenso vorstellbar wäre. Wolfgang Roth wird neuer Elternsprecher an der Grundschule in Langenau. An der Friedrich-Ebert-Hauptschule wird Manfred Behr zum Elternbeiratsvorsitzenden gewählt, er tritt die Nachfolge von Günter Eichin an. Mit Sorgen nimmt der Gersbacher Ortschaftsrat von der rückläufigen Quellschüttung Kenntnis. Die langanhaltende Trockenheit der vergangenen Monate wirkt sich sehr negativ aus. Zunächst wünscht man sich Regen, bevor Schnee und Frost einsetzen. Der Ortschaftsrat beschäftigt sich mit der möglichen attraktiveren Gestaltung des Schwimmbades. Es soll, wenn in den Haushaltsberatungen entsprechendes Geld zur Verfügung gestellt wird, für die Kinder eine wesentlich spielfreundlichere Landschaft erstellt werden.

13. Oktober

»Ein Neuling zahlt Lehrgeld«, meint heute die seit 50 Tagen amtierende Bundestagsabgeordnete Ortrun Schätzle in einem MT-Interview. Viele der Vorstellungen, die sie hatte, müssen wohl, so meint sie, der Alltagsarbeit, die von Terminen geprägt ist, weichen. Der Bürgermeister verweist auf einen Brief, der dieser Tage vom Innenministerium ins Rathaus kam. Danach werde geprüft, ob künftig Gemeinden mit weniger als 20.000 oder mehr als 10.000 Einwohnern ein eigenes Mietniveau feststellen, um in der Wohngeldberechnung eine bessere Ausgangsbasis zu haben. Die Veranstaltungen der Parteien vor der Wahl in der kommenden Woche fordern diese ständig heraus, ihre politischen Ziele darzustellen. Über Schlagworte werden die Aufgaben der kommenden Jahre fixiert. Der Umweltschutz spielt hierbei bei allen Parteien eine große Rolle. Mit einem bunten Abend stellt der SPD-Ortsverband die Kandidaten zur Gemeinderatswahl in der Fahrnauer Festhalle vor.

14. Oktober

Im evangelischen Gemeindehaus gastiert die Theaterwerkstatt Weil am Rhein. In Gersbach ist Weideabtrieb. Man ist mit dem Ergebnis der Sommerweide zufrieden.

In den Briefkästen der Stadt befinden sich die Wahlprospekte der kandidierenden Parteien und Gruppierungen. Reges Treiben auf dem Wochenmarkt. Neben den Marktständen sind auch die an der Gemeinderatswahl beteiligten Parteien mit Infoständen vertreten. Es wird um Wähler und deren Stimmen geworben. Aus dem Wahlbüro des Rathauses ist zu hören, daß derzeit eine schwache Wahlbeteiligung zu erwarten ist, zumal erst etwa 400 Personen Briefwahl beantragten. Der Fußballverein Fahrnau beginnt mit der Erweiterung des Sportheimes in Eigenarbeit. Im Ortschaftsrat Raitbach ehrt der Ortsvorsteher Erwin Jost den Deutschen Meister Jörg Denner.

16. Oktober

Heinz Wagner aus Langenau meint in einem Leserbrief, es sei Dringlichkeitsstufe I, für Langenau eine Umfahrung zu schaffen. Die TSG Radabteilung, beziehungsweise deren Vorsitzender Karlheinz Gutmann, teilt mit, daß im kommenden Jahr eine Radfahrt nach Ronneby vorgesehen ist. Meinrad Rümmele wendet sich in einem Leserbrief gegen die Farbbroschüre über die Altstadtsanierung. Er meint, daß Geschichtliches vergessen wurde und schließt sich den Äußerungen des ehemaligen Stadtbaumeisters Hermann Unger an.

17. Oktober

Iva Pochatzkova liest in der Stadtbibliothek aus ihren Werken. Aus dem vhs-Workshop hat sich ein Kabarett mit dem Namen »Grünkernknacker« entwickelt. Die feste Gruppe gastiert im Museumskeller mit ihrem ersten Auftritt.

18. Oktober

Gegen den Leserbrief des Vortages wendet sich Kurt Härzschel und bezeichnet die unbefangene Redaktion eines Karlsruher Redakteurs als seiner Meinung nach sachlich und zutreffend. Auf sein 25jähriges Dienstjubiläum konnte dieser Tage Polizeihauptmeister Jörg Seifert zurückblicken. Er ist seit 1971 am Schopfheimer Revier. Eine beachtliche Spende erhielt der neue Förderkreis Fußball vom Immobilienmakler Gernot Pöpperl aus Freiburg. Bei der jüngsten Generalversammlung der Fahrnauer »Chrattenhexen« war zu hören, daß diese derzeit 23 aktive und 25 passive Mitglieder haben. Man plant im nächsten Jahr einen närrischen Dorfabend. Während einer Woche veranstaltet die evangelische Kirchengemeinde in Gersbach eine Missionswoche.

19. Oktober

Der Hasler Bürgermeister erhält Post aus dem Bundesforschungsministerium wegen der Brandversuche. Danach hat das Ministerium nichts gegen die vorgezogene Abfackelung von Holzstößen. Man meinte, wenn etwas schief ginge, müsse man sich an der STUVA schadlos halten.

Von seinen Mitbewerbern im Gewerbeverein fühlt sich der Vorsitzende Bernhard Veit im Stich gelassen. Der Weihnachtsmarkt soll nun doch nur an einem Tage, und nicht wie geplant an zwei Tagen stattfinden.

Das Interesse an einer Ausweitung ist nicht groß. Außerdem wird es wohl nicht zu vermeiden sein, beim Weihnachtsmarkt auch Anbieter von außen aufzunehmen, da das Interesse der Schopfheimer zu gering ist. Ortsvorsteher Heinz Grässlin meint bei der letzten Sitzung des Ortschaftsrates Wiechs, er hätte schon etwas mehr bewegt werden können in den vergangenen fünf Jahren, aber die finanziellen Mittel seien verstärkt in die Kernstadt geflossen. Man will sich auch selbst noch ein Denkmal setzen und pflanzt auf dem Schulhof zum Abschluß der Legislaturperiode einen Lindenbaum. Auf dem Spielplan des Kulturringes steht Ottfried Preusslers Stück »Die Kleine Hexe«, das vor begeisterten 750 Kindern durch das Westdeutsche Tourneetheater aufgeführt wurde. Das Bühnenbild stammt vom Maler Otmar Alt. DM 2.400,— hat Peter Kober für den Brunnen in der Altstadt gestiftet.

20. Oktober

Brillant, wenn auch, wie die Kritiker schreiben, nicht unumstritten, war das Theaterstück des Berner Theaters »Hawoi« das im »Irrlicht« gastierte.

21. Oktober

Der DRK Ortsverein Schopfheim feiert sein 100jähriges Jubiläum im Martin-Luther-King-Saal mit einem Festakt. Baronin von Rothberg, die Vizepräsidentin des Landesverbandes, hält die Ansprache. Landrat a.D. Otto Leible in seiner Eigenschaft als Präsident des Kreisverbandes ehrt Ernst Baier für die 55jährige Treue mit einer neugeschaffenen Medaille. Im Kulturcafé »Irrlicht« ist eine Ausstellung über den Faschismus, insbesondere in der Stadt Lörrach, zu sehen. Der Gemeinderat hat einen neuen Chefarzt für die Allgemeinchirurgie gewählt. Den Namen will man jedoch erst nach Unterzeichnung des Vertrages bekannt geben. Eugen Herzog schreibt auch diesen Monat aus der Partnerstadt und erinnert noch einmal an den Besuch des Schopfheimer Gemeinderates im vergangenen Monat. Bürgermeister Pierre Tinguely, so ist zu lesen, wurde zum Generalinspekteur der Nahrungsmittelindustrie ernannt. Eine für ihn und für die Stadt sicher bedeutende Ernennung. Zusammen mit dem Gesangverein Eichen gestaltet das Harmonikaorchester ein Herbstkonzert in der Stadthalle. Die zu diesem Anlaß festlich geschmückte Halle bot den passenden Hintergrund für ein gelungenes Konzert. Die Pokalwettkämpfe beim Volksschützenkönigsschießen werden im Wiechser Schützenhaus ausgetragen. Der katholische Weihbischof Dr. Kirchgässner firmt in der Pfarrkirche St. Bernhard junge Christen. Etwa 50 kleine Besucher kommen ins »Irrlicht«, um das Theaterstück »Die Ziege des Herrn Zack« mitzuerleben.

22. Oktober

Bei hochsommerlichen Temperaturen gehen die Schopfheimer zur Gemeinderats- und Kreistags- und in den Ortsteilen außerdem zur Ortschaftswahl. Im THG, wo ab 19.00 Uhr sämtliche Wahlbezirke ausgezählt

werden, fiebert man um die künftige Sitzverteilung im Gemeinderat. Bis Mitternacht waren keine Ergebnisse erkennbar.

23. Oktober

Es ist ziemlich amtlich: Die SPD geht aus der Gemeinderatswahl mit 14 Sitzen hervor, während die CDU 8 Sitze, die FWV 5 Sitze für sich verbuchen können. Die GRÜNEN erringen 3 Sitze, und die FDP wird mit einem Sitz vertreten sein. Das Gremium umfaßt noch 31 Personen, wobei davon fünf Ausgleichsmandate sind. Die große Überraschung war das Erringen des Direktmandates für die SPD in Raitbach und in Gersbach. Auch Kürnberg ging an die SPD. Roswitha Blümle von der FDP verliert ihr Direktmandat und wird nur über ein Ausgleichsmandat dem Gemeinderat angehören. Am unerwartesten traf es wohl Max Ühlin, der nicht mehr in den Gemeinderat gewählt wurde. Auch Brigitte Leisinger und Joachim Brokatzky (beide SPD) werden dem neuen Rat nicht mehr angehören. Jürgen Brokatzky, der für die FWV kandidierte und bis jetzt für die GRÜNEN im Gemeinderat sitzt, wird ebenso wie Ernst Nägelin und Fritz Trefzger von den FWV nicht mehr im neuen Rat vertreten sein. Auch die Wahlen für die Ortschaftsräte sind ausgezählt.

24. Oktober

»Wir sind nicht zufrieden mit den Gemeinderatsergebnissen«, meint Kurt Härzschel der BZ gegenüber. Nicht unproblematisch, so gibt er zu verstehen, war sicher die Listentrennung von CDU und FWV. Der Verlust des Mandates Gersbach schmerzt bei der Partei sehr. Walter Flößer meint für die FWV, jede Stadt verdiente den Stadtrat, den sie sich gewählt habe. Wir haben unsere Erfolge zu wenig vertreten. Für die FDP meint Peter Schelb: »Wir sind etwas enttäuscht, mit einem zweiten Mandat hatten wir schon gerechnet«. Klaus Böttger für die GRÜNEN hält das Ergebnis mit 10 % der Stimmen immer noch für gut. Die Rechnung sei jedoch nicht aufgegangen, sagt er. Man werde jetzt aber nicht gleich an Koalitionen denken, sondern biete weiterhin punktuelle Zusammenarbeit mit allen Seiten an. Artur Cremans sagt, daß der Stimmengewinn für die SPD einen großen Erfolg bedeute. »Der Grund für das gute Abschneiden in Gersbach ist,« so sagte er, »uns unbekannt«. Er meint aber auch, daß in Gersbach nicht in Beton gegossen sei und man um die Mehrheit ringen müsse. Als Wermutstropfen empfindet er allerdings, daß sich die Zahl der SPD-Frauen im Gemeinderat verringert hat.

Simon Sigl erhielt dieser Tage eine Ehrung als »Kavalier der Landstraße«.

25. Oktober

Die Kommunalwahlen vom vergangenen Wochenende füllen die Seiten der Zeitungen mit Ergebnissen und Kommentaren.

Gleich zweimal muß die Feuerwehr ausrücken, um einen Containerbrand bei der Deponie zu löschen.

26. Oktober

Alle Parteien haben sich mittlerweile getroffen und eine Nachlese zur Wahl vom vergangenen Sonntag vorgenommen.

Fünf Peruaner gastieren derzeit im »Sudhaus«.

Frau Dr. Eva-Maria Jopski von den GRÜNEN und Professor Gerold

Blümle von der FDP erhalten nun ein Ausgleichsmandat für den Kreistag.

Für die CDU wurden Klaus Fleck und Kurt Härzschel und für die SPD Meinrad Rümmele aus Schopfheim in das Kreisparlament gewählt. Zwei Skulpturen des Bildhauers Konrad Winzer stehen derzeit an der Stadtgrabenstraße. Die Galerie Klueglein präsentiert eine Ausstellung des Lörracher Künstlers. Unter dem Dirigat von Prof. Walter Hügler gastiert in der Stadthalle das Rundfunkorchester Pilsen mit Werken von Mozart, Martinu und Mendelssohn-Bartholdy.

27. Oktober

Prof. Hans Theo Baumann feiert heute seinen 65. Geburtstag. Man würdigt in beiden Zeitungen das Schaffen des international renommierten Designers.

Die TSG Judokas Anja Bertsch und Silke Lais kehren von den Badischen Meisterschaften aus Freiburg mit einem Vizemeistertitel zurück und qualifizieren sich gleichzeitig für die Süddeutschen Meisterschaften.

28. Oktober

Eine Ausstellung mit Plastiken und Teppichen des Designers Prof. Hans Theo Baumann wird im Museum eröffnet. Gleichzeitig wird ein Buch, das das Schaffen des Künstlers darlegt, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die in der Altstadt aufgestellten Plastiken von Konrad Winzer verunzieren

derzeit Kleidungsstücke. Ob diese ein Scherzbold oder ein Moralist ange-

bracht hat, bleibt offen.

Bürgermeister Fleck dankt allen Helfern bei der Kommunalwahl.

Die Staatsgalerie in Stuttgart teilt mit, daß es möglich sein wird, Anfang des kommenden Jahres drei Bilder des Malers Heeg-Erasmus als Dauerleihgabe zu erhalten.

Das Herbstkonzert des Musikvereins in vollbesetzter Halle steht ganz im Jubiläumszeichen. Max Lehmann dirigiert den Verein seit 10 Jahren. Der Vorsitzende Reinhold Hagist, der seit 1981 im Amt ist, erhielt für 25jährige Treue zum Verein die Ernennung zum Ehrenmitglied. Erstmals in DIN A 4-Format erscheint das 18. Einwohnerbuch der Stadt Schopfheim im KBK-Verlag Karlsruhe.

Die Arbeiten an der B 317-Umfahrung schreiten voran. Das erste Teilstück zwischen Maulburg und dem Lus hat bereits eine Bitumendecke erhalten. Auch das letzte Brückenbauwerk an der Hebelstraße wird in absehbarer Zeit vergeben, so Arnold Schmidt, Chef der Bauleitung des Straßenbauamtes Lörrach.

30. Oktober

Vor den Wirtschaftsjunioren der Industrie- und Handelskammern spricht Prof. Dr. Peter Kern über das Thema »Wirtschaft und Ethik«. Er fordert ein ganzheitliches und vernetztes Denken. Die Zukunftsverträglichkeit müsse im Mittelpunkt stehen. Wer die Zukunft gefährde, so sagt er, sei ethisch nicht mehr zu legitimieren. Wir leben in einer Zeit des epochalen Umbruches, jenseits der alten antiquierten Kategorien ist ein neues Denken erforderlich.

Die Vorstellungen der Volksbank hinsichtlich des Bilanzwachstums haben sich im Geschäftsjahr 1988 nicht ganz zufriedenstellend entwickelt, ist zu hören. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 0,32 % auf DM 139 Mio.

Marianne Gastiger wird vom Bürgermeister in den Ruhestand verabschiedet. Sie hat 15 Jahre auf dem Personalamt der Stadtverwaltung gearbeitet.

31. Oktober

Henny Timmermann beschwert sich in einem Leserbrief darüber, daß sie vom Landratsamt nicht zum Richtfest auf der Kreismülldeponie eingeladen wurde. Sie habe einfach hören wollen, was der Landrat und seine Mitarbeiter zur Anlage sagten.

Waldemar Lutz wird erneut Vorsitzender des Elternbeirates an der Grund- und Hauptschule Fahrnau. Stellvertreterin wird Cindy Lorenz.

1. November

Auf dem Stadtfriedhof Schopfheim gestaltet der katholische Kirchenchor zusammen mit Pfarrer Baumann eine Feier zu Allerheiligen.

2. November

Eine Broschüre, die sich mit Tips und Hinweisen in Sachen Umweltschutz beschäftigt, wird vom Weka-Verlag zusammen mit dem Rathaus aufgelegt. Sie ist kostenlos erhältlich.

Noch verhandeln das Kraftwerk und die Stadt wegen der Übernahme der Bifig-Heizzentrale, so läßt der Bürgermeister verlautbaren.

4. November

Schüler des Harmonikaorchesters Schopfheim stellen sich einer Jury zu einem Wertungsspiel.

Die Arbeitsgemeinschaft Markgräflerland feiert das 60jährige Bestehen am Gründungsort in Schopfheim. In der Alten Kirche St. Michael, die vollbesetzt ist, findet die Festveranstaltung statt.

Grüße der Museumsgesellschaft Schopfheim, die mit der Arbeitsgemeinschaft Markgräflerland eng verbunden ist, überbringt der Vorsitzende Rolf Hans Brüderlin. Für die Stadt Schopfheim gratuliert Beigeordneter Hartmut Bertsch der jubilierenden Gemeinschaft und lädt anschließend zu einem Umtrunk in den Museumskeller ein.

Bunter Abend der »Eichener Seeteufel« in der Hülschenmatthalle. Spannend waren die Auseinandersetzungen bei den Vereinsmeisterschaften der Tischtennisspieler im SV. Schließlich standen Bernhard Mascha bei den Herren und Irene Schreck bei den Damen als Titelträger fest.

5. November

Gegen 2.40 Uhr muß die Feuerwehr in die Kistenfabrik Rothmeier in den Lus ausrücken. Der Brand konnte jedoch bereits im Entstehen durch die Wehr gelöscht werden.

Bei Radarkontrollen im Stadtgebiet wurde ein Pkw-Fahrer in der Blasistraße mit 90 km/h gemessen.

Erstmals wird eine Skulpturen- und Bilderausstellung in der neuen Galerie »Grüne Schlange« in der ehemaligen Villa Bally (Freudenbergareal) eröffnet. Die Galerie wird vom Ehepaar Andrae geführt.

Pierre Barnard, ein französischer Maler, stellt im Museum aus. Der Künstler wurde durch den Schopfheimer Kunstverein zur Ausstellung eingeladen; es ist die dritte Ausstellung. Zahlreiche Besucher kommen. In der Alten Kirche St. Michael gastiert das Arcadia-Ensemble aus Freiburg auf Einladung der vhs. Interessant war die Programmgestaltung mit Werken des Frühbarock mit Instrumenten aus dieser Zeit und Gesangsvorträgen von Ada Kübler.

7. November

Zahlreiche Fans sind im »Sudhaus«, um die Gruppe »Groovin« live zu hören. Derzeit wird der Anna-Kym-Park verschönert. Büsche und Sträucher auf der westlichen Seite werden, da diese in den Zaun eingewachsen waren, entfernt. Es sollen eine neue Hainbuchenhecke, blühende Sträucher und eine Rasenfläche zur Neugestaltung beitragen. Als »Kavaliere der Straße« wurden dieser Tage Albert und Martin Metzger ausgezeichnet. Nach gut einer Stunde war die Vertreterversammlung der Volksbank Schopfheim im katholischen Gemeindehaus beendet. Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Leppert dankte dem Vorstandsvorsitzenden Walter Ammann, der seinerseits die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung innerhalb des Geschäftsjahres und die Auswirkungen auf die Volksbank darlegte. Das Hauptärgernis für die Banken, so ist zu hören, sei die Quellensteuer gewesen. Ammann informierte auch darüber, daß die Loco-Grundstücks-GmbH und Co nun endgültig aus dem Handelsregister gestrichen worden sei.

8. November

Bodo Karger liest im Museumskeller Gedichte von Paul Celan, die von Anne und Dorothea Tübinger musikalisch illustriert wurden. Das MT gibt einen Schlußbericht wieder, den das Landesdenkmalamt über die römischen Funde bei Gündenhausen fertigte. Dieser Tage beschäftigte sich der wissenschaftliche Antiquar Donald Cuntz in der Regio-Buchhandlung mit dem Leben und Werk Gottfried Benns. Die Zuhörer ließen sich schnell mitreißen, es wurde deutlich, daß diese Gesprächsrunden weitergeführt werden sollten. Aus der BZ ist zu erfahren, daß eine kleine Gruppe von Jugendlichen der evangelischen Kirchengemeinden in der Partnergemeinde Klein-Machnow in der DDR war und zurückkehrte. Im Vordergrund der Diskussionen stand begreiflicherweise die neueste Entwicklung in der DDR. Die Gruppe um Ernst Herold meinte, daß keine Ausreisewünsche mehr zu verspüren seien, sondern man eher das Gefühl habe, die Jugendlichen wollten sich im eigenen Staat mehr engagieren. Begeistert waren die Senioren beim monatlichen Altennachmittag über den Schulchor der Friedrich-Ebert-Schule, der mit flotten Gesängen das mittägliche Programm gestaltete.

9. November

Robert Zapp wird künftig die Fraktion der SPD im Gemeinderat führen. Ida und Hermann Greiner feiern in Gersbach das Fest der Goldenen Hochzeit.

Die Bevölkerung Schopfheims, so darf der Chronist annehmen, freut sich auch in hohem Maße über die neuesten Entwicklungen in der DDR.

10. November

Am Vortag des 80. Geburtstages von Walter Faller lädt die SPD in die Aula der Friedrich-Ebert-Schule ein, um dem Jubilar die Glückwünsche zu überbringen. Meinrad Rümmele hielt die Laudatio auf den Ehrenbürger der Stadt und langjährigen Bundestagsabgeordneten. Für den Kreisverband der SPD gratuliert MDL Reinelt herzlichst. Bundestagsabgeordneter Klaus Dieter Oswald überbringt die herzlichsten Glückwünsche von Willy Brandt und vom SPD-Vorsitzenden Hansjoachim Vogel. Die Bundesbahn montiert dieser Tage die Oberleitungen über dem vierten Gleis am Bahnhof ab.

Etwa DM 300,—, die die FDP während des Kommunalwahlkampfs am Infostand gespendet erhielt, überreichte der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Peter Schelb dieser Tage der Spielstube in Eichen. Die Firma EKATO hat ein neues Schwesterunternehmen unter dem Namen ESD GmbH, Sicherheits- und Dichtungstechnik, in Maulburg eingerichtet. Zur 29. Hauptversammlung trifft sich der Skiclub Fahrnau im SVS-Sportheim. Nach 28jähriger Arbeit im Vorstand gibt das Gründungsmitglied Eberhard Lapp die Arbeit in andere Hände. Hans Schwietale kann den Mitvorstandskollegen als Dank zum Ehrenmitglied ernennen.

11. November

Für den Fall, daß auch Übersiedler weiter in größerer Zahl in den Regierungsbezirk aufgenommen werden müssen, sagt der Bürgermeister vor zwei Tagen dem Regierungspräsidium entsprechende Hilfsbereitschaft zu. Seit gestern trifft man nun erste Vorbereitungen in der Eichener Hülschenmatthalle, um dort eventuell 120 Übersiedler aufzunehmen. Die BZ hat Schopfheimer nach dem Öffnen der Berliner Mauer über deren Meinung befragt. Sehr erfreute Meinungen konnte man aus den Antworten nicht generell ableiten. Es herrscht eher Skepsis. Auch das MT befragt Menschen in Schopfheim über das Geschehen in der DDR, wobei hier sehr freundliche und positive Meinungen wiedergegeben werden.

Für DM 48.000,— hat das Georg-Reinhard-Haus einen Rollstuhlbus beschafft. DM 20.000,— hierfür stammen aus einer Spende von Frau Elisabeth Kym. Walter Faller, Ehrenbürger der Stadt, feiert heute seinen 80. Geburtstag. »Er hat sich um diese Stadt in hohem Maße verdient gemacht«, heißt es in seinem 1981 verliehenen Ehrenbürgerbrief. Am Abend gibt die Stadt sich die Ehre, dem Jubilar bei einem kleinen Empfang im Rathaussaal zu gratulieren. Bürgermeister Fleck erinnert hierbei an die Verdienste des langjährigen Stadtrates, Bundestagsabgeordneten und Europaabgeordneten. Zur Geburtstagsfeier spielt auch die Jugendkapelle der Stadtmusik vor dem Rathaus auf. Einhellig sprechen sich die CDU-Gemeinderäte während einer internen Versammlung dafür aus, daß Kurt Härzschel erneut die Fraktion im Gemeinderat führt. Die Mitglieder des Gewerbevereines wollen sich treffen, um zu einem Meinungsbild über den Dienstleistungsabend zu kommen. Das Schul-, Schreib- und Bürobedarfsgeschäft Neumann und das Radio- und Fernsehgeschäft Berger halten bereits jetzt donnerstagabends ihre Geschäfte offen und beginnen so mit dem Dienstleistungsabend in Schopfheim. In der Stadt und in einigen Ortsteilen sind heute wieder Martinsumzüge der Kindergärten und Grundschulen angesagt. In der Dinkelbergstraße in Wiechs brennt an einem Haus das Holzfachwerk. Durch die Wehr kann größerer Schaden verhindert werden. Am Kronenbrunnen wird die Fasnacht 1990 ausgegraben. Wolfgang Lenz erhält an diesem Abend das Zepter des Statthalters. Er wird als »Wolfgang II« in die Chronik der närrischen Tage eingehen. Auch um 20.11 Uhr wurde in Wiechs auf dem Narrenbuckel die Fasnacht ausgegraben. Traditionell fangen die »Düfzelgeister« im Wald bei der Schillerlinde in Fahrnau ihre Narren ein, um damit auch die Fasnacht für das kommende Jahr aus der Taufe zu heben. Martinsbazar in der Waldorfschule. Im katholischen Gemeindehaus feiert der Schwarzwaldverein seinen jährlichen Familienabend, an dem Hans Eichin und Ernst Wieland für 40jährige Mitgliedschaft das goldene Ehrenzeichen des Vereines erhalten. Über 300 Gehölze, vor allem Erlen dicht am Wasser, außerdem Eschen, Eichen, Linden, Ulmen, Haseln, Weiden, Heckenrosen, Hartriegel und Pfaffenhütchen pflanzen Mitglieder des BUND und der Urwald AG des THG am heutigen Tage. Die Maßnahme ist zum größten Teil aus Mitteln des Landkreisbiotoppflegeprogrammes finanziert.

12. November

Die Kirchengemeinderatswahlen bei den evangelischen Gemeinden sind vorbei. Die geringste Wahlbeteiligung erlebt die St. Michaels-Ost-Gemeinde mit 13,2 %. In Kürnberg gingen 40,1 % der evangelischen Gläubigen zur Wahl.

13. November

Die Fahrzeugbrandversuche scheinen nun endgültig nicht im Haseler Tunnel stattzufinden. Die STUVA, so ist zu lesen, will nur die Holzbrandversuche durchführen. Die Brandversuche an den Waggons sollen ins Ausland verlagert werden. Über diesen Teilrückzug informierte am Freitag der Umweltdezernent des Landkreises Lörrach. Die Verlagerung ist wohl auch dem immer größer werdenden Widerstand und der breiten politischen Ablehnung, die die STUVA erfahren mußte, zuzuschreiben.

120 Aussiedler aus der DDR treffen in der Hülschenmatthalle in Eichen ein und werden dort vom Bürgermeister und von Ortsvorsteher Keller aufs Herzlichste begrüßt.

Bürgermeister Fleck verabschiedet in der letzten Sitzung des Gemeinderates 11 Mitglieder, die entweder nicht mehr für das Gremium kandidierten, oder bei der Wahl am 22. Oktober nicht mehr die erforderliche Stimmenzahl erhielten, um in das Ratsgremium einzurücken. In seinem Rückblick, den er mit dem Dank an die Gemeinderäte verband, informierte er darüber, daß binnen der letzten fünf Jahre insgesamt DM 61 Mio. investiert worden seien, ohne daß sich die Verschuldung der Stadt erhöht habe.

14. November

Als einen Rückzug erster Klasse bezeichnen Vertreter von Parteien und

Bürgerinitiativen den Sinneswandel bei der STUVA. Der Hinweis, daß weltweites Interesse eine europäische Zusammenarbeit erwarten läßt, und daher die Versuche ins Ausland verlegt werden, so meint man, vertusche nur notdürftig die politische und inhaltliche Pleite. Auch gegen die Holzbrandversuche wird man weiterhin energisch vorgehen, meint Rolf Brändlin vom BUND Wehr und der Bürgerinitiative gegen die Brandversuche Im THG wird Dorothea Neuborner (Wehr) zur Elternbeiratsvorsitzenden gewählt, nachdem nach dreijähriger Amtszeit Erika Held das Amt abgab. Der Landrat besucht, zusammen mit dem Bürgermeister, die Aussiedler in der Eichener Hülschenmatthalle und begrüßt sie herzlich. Im Gewerbeverein berät man über den Dienstleistungsabend nicht ohne Kontroversen. Trotzdem will man nunmehr bis Weihnachten jeweils Donnerstagabends vom Dienstleistungsabend Gebrauch machen und die Geschäfte geöffnet halten. Wie es nach Weihnachten weitergeht, bleibt, so der Vorsitzende Bernhard Veit, derzeit noch offen.

15. November

Das Hauinger Künstlerehepaar Kastel zeigt erstmals sein künstlerisches Schaffen in der Schopfheimer Freimaurerloge »Friedrich zur Eintracht«. Saniert wird nun das Sengelenwäldchen, das Mitte August arg verwüstet wurde. In Absprache mit dem Naturschutzbeauftragten des Landratsamtes soll unter naturschutzrelevanten Gesichtspunkten eine Durchforstung erfolgen, um einzelnen Bäumen mehr Freiraum zu geben.

Der Kulturring Schopfheim e.V. hält in der »Sonne« die Gründungsversammlung ab. Die bereits seit sechs Jahren dauernde Arbeit wird nun fest in eine Satzungsform gebracht. Roland Meder wurde zum ersten Vorsitzenden auf Dauer von zwei Jahren gewählt, während Volker Brenzinger das Amt des zweiten Vorsitzenden übernahm. Der Kulturring unterhält eine Geschäftsstelle, die vom Haupt- und Kulturamtsleiter der Stadt, Klaus Strütt, geleitet wird. Bürgermeister Fleck wird die CDU-Kreistagsfraktion nicht wie teilweise angenommen, führen. Man fürchtet, so der Kreisvorsitzende der CDU, Werner Richter, Dauerfehden mit dem Schopfheimer Kontrahenten und SPD-Fraktionschef Meinrad Rümmele. Im Rathaus findet ein Gespräch mit dem neuen Chefarzt der Allgemeinchirurgie über dessen Arbeitsvertrag statt. Wie der Beigeordnete der Presse gegenüber mitteilt, hat er keinerlei Bedenken, daß es zum Abschluß des Arbeitsvertrages kommen wird.

Die SPD-Kreistagsfraktion trifft sich in der »Sonne« in Schopfheim und wählt Meinrad Rümmele einstimmig erneut zum Fraktionsvorsitzenden,

16. November

Die Hilfsangebote aus der Bevölkerung an die Aussiedler in der Eichener

Hülschenmatthalle sind groß. In einem Kommentar meint Helmut Burkhardt im MT, daß es auch für den Gewerbeverein gut wäre, wenn dieser sich um die Aussiedler kümmere. Das Regierungspräsidium läßt mitteilen, daß man sich möglichst umgehend bemühen will, die Eichener Hülschenmatthalle wieder zu räumen und die DDR-Übersiedler im Umkreis in Hotels, Jugendherbergen usw. unterzubringen. André Weckmann, ein weit bekannter Elsäßer Literat, liest in der Stadtbibliothek vor ungewohnt großem Publikum. Im Laufe des Abends entwickelt sich eine rege Diskussion über den Dialekt und die Hochsprache.

17. November

Die Volksbank Schopfheim zahlt die ersten DM 1.000,— auf ein Soforthilfekonto für die DDR-Umsiedler in Eichen ein.

Der Sozialausschuß des Landkreises versagt für das kommende Jahr dem Mobilen Hilfsdienst Schopfheim einen beantragten Zuschuß.

Die Stadthalle wird zum Schauplatz kulinarischer Genüsse. Der Kochclub Schopfheim feiert zusammen mit nahezu 700 Gästen das 25jährige Bestehen, wobei die Gourmets alle auf ihre Kosten kamen.

18. November

Zum Thema »Wahl« findet im evangelischen Gemeindehaus das Projekt »Jonas« statt. In Anlehnung an die alttestamentliche Geschichte des Jonas hatte Bildhauer Gerhard König den Abend überschrieben.

Ein buntes Programm bietet die TSG beim Familienabend in der Stadthalle. Heinz Leuger, der Vorsitzende des Vereines, darf eine große Zahl von Gästen in der mit prächtiger Kulisse gestalteten Halle begrüßen. Eugen Herzog läßt auch diesen Monat die Schopfheimer nicht im Stich. Er informiert, was im vergangenen Monat in der Partnerstadt geschah. Große Aufregung, so ist zu lesen, herrschte in Poligny, als die ehrwürdigen Kastanienbäume auf dem Marktplatz gefällt wurden. Sie sollen, so der Bürgermeister, durch Linden ersetzt werden. Er informiert auch darüber, daß die Finanzbeamten, da sie zu wenig verdienen, streiken würden. Die derzeitige Ausreisewelle aus der DDR veranlaßt die BZ zu einem Rückblick auf die Flüchtlingsbetreuung der Jahre nach 1952. Karl Schmid, Stadtrat aus Fahrnau, der damals im Landratsamt zuständig war, berichtet über seine Erfahrungen vor mehr als 35 Jahren.

Das Berufsschulzentrum des Landkreises öffnet die Klassenzimmer zu einem Tag der offenen Tür.

19. November

Volkstrauertag. Auf allen Friedhöfen der Stadt werden Gedenkfeiern

abgehalten. Neben Vertretern der Stadt, des VdK, des Reichsbundes legen auch Vertreter der Antifa Kränze nieder. Zum Herbstkonzert lädt der Musikverein Fahrnau in die Festhalle des Ortsteiles ein. Ein hochkonzentriertes Publikum ließ sich vom Klangkörper unter der Stabführung von Ulrich Winzer begeistern. Zu einem besonderen Erlebnis des Abends wurde das Klarinettenquintett.

Gleich drei Titel sicherte sich Antje Fregin bei den Bezirksmeisterschaften der Badmintonbezirke Süd I und Süd II in Waldshut. Sie wurde im Damen-Einzel, Damen-Doppel und Mix-Set auf die Siegertreppe gehoben. Die Baden-Württembergische Meisterschaft sichert sich in Schorndorf im Badminton-Einzel wiederum Nicole Grether.

Fast ausnahmslos waren die DDR-Übersiedler in Schopfheimer Familien eingeladen, so daß sich das Eichener Lager am Nachmittag als ziemlich leer erwies.

Alle Register des Könnens, so schreibt der Kritiker, zieht das Kammerorchester der Musikschule Steinen-Schopfheim beim Konzert in der Alten Kirche St. Michael unter der Leitung von Cornelia Piltz-Reichelt.

20. November

Emma und Walter Brutschin feiern in Fahrnau das Fest der Goldenen Hochzeit. Walter Brutschin war vor der Eingemeindung Fahrnaus dessen Bürgermeister und danach acht Jahre Beigeordneter der Stadt Schopfheim.

15 Köche wirken in der »Mühle« in Gersbach, um für die Gourmets zu sorgen. Eine Veranstaltung, die bereits seit einigen Jahren Gäste in den Ortsteil zieht.

Christian Kohlund und Christiane Wodetzky, TV-bekannte Schauspieler, gastieren mit dem Stück »Gefährliche Liebschaften« vor ausverkaufter Stadthalle.

21. November

Den Zeitungen ist es eine Bemerkung wert, daß der Bürgermeister wieder ohne Bart ist.

Noch immer sind etwa 80 DDR-Bürger in der Eichener Hülschenmatthalle untergebracht. Im Rathaussaal findet eine Behördenanhörung zur Straßenführung der Kreisstraße/Silberrankstraße statt. Nach etwa zehn Jahren, so meint der Beigeordnete, wird dieses Straßenstück nun im kommenden Jahr entschärft werden. Der Gesangverein Eichen trifft sich zur Generalversammlung, die zügig abgewickelt werden kann. Man bereitet sich bei dieser Sitzung insbesondere auf das bevorstehende 125jährige Vereinsjubiläum im kommenden Jahr vor. Für den vorbildlichen Einsatz im vergangenen Vereinsjahr dankt der Vorsitzende Volker Jost dem Dirigenten Dieter Waibel. Drei russische Künstler stellen erstmals in der Sparkasse aus. Durch persönliche Kontakte des Bürgermeisters wurde dieser Kulturaustausch mit den aus Woronesch stammenden Kunstschaffenden möglich. Direktor Dr. Neubauer begrüßt eine große Zahl von Vernissagebesuchern. Die Sängerin Oksana Soviak sang während der Eröffnungsfeier, begleitet von Werner Fischer an der Gitarre, polnische und ukrainische Lieder. Der Basler Kunstkritiker Sigmar Gassert gab einen Überblick über die Kunstszene in der UdSSR und deren Öffnung nach Westen. Sichtlich beeindruckt waren die drei russischen Künstler Oleg Alekseewitsch Sasanow, Alexander Alexandrowitsch Woroschilin und Alexey Wladimirowitsch Sagorodnych. Interessant ist die starke Auseinandersetzung mit der Religion, wie sie in den dargestellten Bildern und Schnitzarbeiten vermittelt wird.

22. November

Bürgermeister Klaus Fleck wurde zu einer Tagung der Niederösterreichischen Handelskammer nach Baden bei Wien eingeladen, um dort ein Referat über Kommunale Wirtschaftsförderung zu halten.

23. November

Noch immer leistet das DRK große Arbeit im Aussiedlerlager der Hülschenmatthalle. Die größte Verantwortung hat wohl die Bereitschaftsführerin des DRK, Erna Fries, in den letzten Tagen vor Ort zu bewältigen.

Alle Kandidaten der CDU trafen sich dieser Tage, wobei man besprach, in den nächsten Monaten Arbeitskreise, die sich mit Übersiedlern, der Umwelt und der Seniorenarbeit befassen sollen, einzurichten.

24. November

Die Kinderspielstube in Eichen nimmt sich derzeit der DDR-Aussiedlerkinder an. Aus einer Pressekonferenz der Badischen Gas- und Elektrizitätsversorgungs AG darf geschlossen werden, daß diese eine Gashochdruckleitung ins Wohngebiet Rebacker-Rütteberg legen will. Damit könnte auch Wiechs, das bisher keine Erdgasversorgung hat, an das Gasnetz angeschlossen werden. In der Designer Musikkneipe »Sudhaus« trifft man sich erneut, um der »Los Crotalos« zuzuhören. Das Flamenco-Konzert fasziniert 150 Gäste. Hartmut Bertsch, der Umweltbeauftragte der Stadt, meint, daß der Großbrand bei der Firma Oschwald keine Auswirkungen auf die Müll- und Recyclingsituation in Schopfheim habe. Andere Firmen seien nach dem Brand im Recyclingwerk eingesprungen. Allein aus Schopfheim wurden wöchentlich acht Tonnen Papier, Glas und Metall in das Bugginger Werk, das ausbrannte, geliefert.

Ein Schopfheimer fand in einem Waldstück beim Sattelhof einen französischen Wetterballon. Im Polizeibericht heißt es hierzu, daß die französischen Behörden keinen Wert auf Rückgabe legten. Der Männergesangverein Raitbach hat einen Betrag von DM 1.650,—, der im vergangenen Jahr erwirtschaftet wurde, an ein Hospital in Olinda, Brasilien, gespendet. Doris Nixdorf zeigt ihre Bilder in der Volksbank. Die Ausstellungseröffnung gerät zu einer multikulturellen Show, wie die Presse meint, da diese mit klassischer Musik und Rezitalen begleitet wurde. Bei der Jahreshauptversammlung der GRÜNEN gibt Ehrenfried Barent sein Vorstandsamt ab. Zu Nachfolgern wählte der Ortsvorstand Brigitte Hoffmann und Karl Mennecken-Martensen. Bernhard Genswein bleibt weiterhin Sprecher. Wir müssen mehr agieren und auch mit Alternativen kommen, meinte er. Man will ein Rederecht der Bürger im Gemeinderat fordern, ist zu hören.

25. November

Jahresabschlußfeier beim MSC. Man läßt die Veranstaltung des vergangenen Jahres, insbesondere den WM-Lauf, noch einmal Revue passieren. Auch das gibt es: In einem Leserbrief wendet sich eine Schopfheimerin gegen die allzu große Hilfsbereitschaftswelle, die den DDR-Aussiedlern entgegenkommt.

Peter Kober, der erst die Kolonie in der Wiechser Straße sanierte, will auch das alte Gefängnis umbauen. Beim Herbstkonzert des Musikvereins Langenau konnte der Bezirksvorsitzende des Alemannischen Musikverbandes dem Langenauer Günter Richert für 25jährige aktive Tätigkeit im Musikverein die silberne Ehrennadel des Verbandes überreichen. Viel Beifall findet die Jugendgruppe des Vereins unter dem Dirigent von Peter Geissler. Die Löschgruppe Raitbach der Feuerwehr trifft sich im »Tannenhof« zum Jahresrückblick, wobei der Löschgruppenführer Walter Meier bestätigt wurde.

26. November

Der gemeinsame Skibazar der Skiabteilung der TSG und des Skiclub Fahrnau in der Dr. Max-Metzger-Schule findet statt. Zum Konzert lädt der evangelische Kirchenchor Fahrnau in die Matthäuskirche ein. Dies wird vom Chor, unter der Leitung von Dirigentin Ino Mantei, und vom Gitarrenensemble Günter Mantei gestaltet.

27. November

Elfriede und Wilhelm Bromma feiern das Fest der Goldenen Hochzeit. Das Ehepaar lebt seit 1957 in Schopfheim. Der neue Gemeinderat konstituiert sich. Bürgermeister Fleck verpflichtet in öffentlicher Sitzung die Kommunalpolitiker für die Amtsdauer von fünf Jahren. Zu ehrenamtlichen Bürgermeisterstellvertretern wählte der Gemeinderat Artur Cremans, SPD, Kurt Härzschel, CDU, und Walter Flößer, FWV, die auch in dieser Reihenfolge die Stellvertretung einnehmen. In nichtöffentlicher Sitzung beschäftigt sich der Gemeinderat noch einmal mit der Stellenbesetzung des Chefarztes für die Allgemeinchirurgie. Das Rathaus wird sich erweitern: Im angebauten Haus Hoffmann (erstes Obergeschoß des Reisebüro Veit) werden künftig das Büro des Hauptamtsleiters und Teile der Hauptverwaltung untergebracht sein. Den Antrag der CDU auf Wiedereinführung eines Sozial- und Krankenhausausschusses, hat der Gemeinderat mit den Stimmen der SPD und der GRÜNEN abgelehnt. Dafür wird aber im Gemeinderat ein erweiterter Krankenhausausschuß zur Begleitung der Baumaßnahmen eingerichtet, der gegebenenfalls als beratender oder gar beschließender Ausschuß in die Hauptsatzung aufgenommen werden soll. Wie und ob der Schlierbach bei der Kürnberger Straße in Fahrnau durch den Bau der Umgehungsstraße verändert werden soll, wird einer späteren Entscheidung des Gemeinderates vorbehalten. Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Schopfheim gibt einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 1988: Man erfährt, daß 151 Wohnungen vorhanden sind und der Bilanzgewinn DM 32.000,— beträgt. Der Ortschaftsrat in Raitbach konstituiert sich. In der gleichen Sitzung verabschiedet Bürgermeister Fleck den Ortschaftsrat Fritz Sutter, der seit 1975 Mitglied des Gremiums war. Erwin Jost wurde für die neue Legislaturperiode zum Ortsvorsteher vorgeschlagen. Zu seinem Stellvertreter wählte man Heinz Metzger. Es wird nun Sache des Gemeinderats sein, die Vorschläge zu bestätigen.

Der Verein der Freunde des Gymnasiums Schopfheim hat Generalversammlung im Gasthaus »Sonne«. Nur 13 Personen des 252 Mitglieder zählenden Vereines kommen. Der Vorsitzende Dr. Karl Busch wird wiedergewählt.

29. November

Werner Müller meint in seinem MT-Kommentar heute, ob der neue Geist der Sachlichkeit, wie er am Montag im Gemeinderat gezeigt worden sei, mehr als nur ein Strohfeuer sei oder bald wieder erlösche, werde sich im Alltag bald zeigen. Kurt Schlinke feiert bei der Firma Hanf-Union das 40jährige Betriebsjubiläum. Bürgermeister Klaus Fleck gratulierte ihm im Beisein des Betriebsinhabers und Geschäftsführers mit Überreichung der Ehrenurkunde und Ehrenmedaille des Landes Baden-Württemberg. Die SPD ist zu einem Gespräch beim Bürgermeister. Man will in Sachen »Pflug« rasch handeln. Entweder es kommt ein Vollsortimenter oder es müssen neue Pläne geschmiedet werden. »Famila«, so hört man aus der Parteispitze, sei für sie gestorben. Der Ortschaftsrat Wiechs konstituiert sich neu. Verabschiedet wurden Roland Rotzler und Günter Bublitz. Heinz Grässlin wurde ohne Gegenstimmen vom Ortschaftsrat zum Ortsvorsteher vorgeschlagen. Karl Bäumle soll Stellvertreter bleiben.

30. November

Noch etwa 40 Personen sind derzeit in der Hülschenmatthalle untergebracht. Nach Auskunft der DRK-Betreuer gehen hiervon etwa die Hälfte täglich zur Arbeit und wohnen weiterhin im Massenquartier. Man sucht verzweifelt nach Wohnraum.

Um Haaresbreite entging das im Schweizer Stil erbaute Holzhaus in der Mühlengasse in Fahrnau einem Großbrand. Der Schaden konnte, da der Brand als Schwelbrand bereits gelöscht werden konnte, gering gehalten werden.

Bürgermeister Fleck hat als Gründungsmitglied die Satzung des neuen Fremdenverkehrsvereines Wiesental-Markgräflerland, der de facto seit 1957 besteht, in Bad Bellingen mitunterzeichnet.

Thomas Burth liest bei den Senioren.

Schopfheims Geschäfte öffnen erstmals in größerer Zahl zum Dienstleistungsabend.

Schopfheim trauert um den mit der Fasnacht eng verbundenen Karlfrieder Hermann, der im Alter von 59 Jahren verstarb.

1. Dezember

50 bis 60 neue DDR-Aussiedler sollen ins Übergangslager in die Eichener Hülschenmatthalle kommen.

Auftritt für »Bleule«. Ein Theaterstück, das sich mit der Chemie und der Umwelt beschäftigt und von den Badischen Kammerschauspielen in der Stadthalle aufgeführt wird. Eingeladen hat die Firma Ciba-Geigy. Rund 600 Hauptschüler und Gymnasiasten besuchen die Veranstaltung. Die SPD veröffentlicht ein Aktionspapier mit den Kernthemen für die nächsten fünf Jahre. Dies wurde vor zwei Tagen mit dem Bürgermeister besprochen. Die Sanierung der Kernstadt/Geschäftszentrum mit der Pflugarealbebauung und das Verkehrskonzept haben absoluten Vorrang. Zum zweiten steht die Erweiterung der Kanalisation, die Verbesserung der Schul- und Radwege, der Durchstich der Straße an der Wiese als Verbindung nach Langenau, sowie die Wiechser Straße über den Wiesenweg, an. Das dritte Aufgabengebiet ist die Erschließung von Baugebieten. Die SPD will den Mietwohnungsbau aktivieren und gleichzeitig erreichen, daß städtische Wohnungen nicht mehr verkauft werden. Der Umweltschutz ist als vierter Punkt mit dem Ausbau von Wasserschutzzonen und permanenter Überprüfung der Kanalisationsrohre genannt. Weiter sind Einzelaufgaben, wie die Errichtung eines Jugendhauses, eines Sportheimes und eines Veranstaltungsraums für Gersbach sowie die weitere Krankenhaussanierung geplant. Die SPD will außerdem eine Erweiterung der Aufgabengebiete der Ortschaftsräte bei entsprechender Finanzausstattung. Bürgermeister Fleck verpflichtet den neuen Ortschaftsrat in Enkenstein, der seinerseits Dieter Meißner zum Ortsvorsteher vorschlägt. Vertreten werden soll er durch den neuen Ortschaftsrat Eugen Bernbach. Ulrike Heider liest und diskutiert im Café »Irrlicht« aus ihrem Buch »Der arme Teufel«, in dem der Weg des mit Schopfheim eng verbundenen Robert Reitzel nachgezeichnet wird. Die Gemeinnützige Baugenossenschaft stellt ihren Geschäftsbericht der Mitgliederversammlung vor. An eine Bautätigkeit, so Vorstandsmitglied Alfred Wirtensohn, ist derzeit nicht zu denken.

2. Dezember

Bei Tempokontrollen in den 30 km/h-Zonen wird in der Feldbergstraße ein Kraftfahrer mit 58 km/h gemessen. Der Singkreis feiert sein Jahreskonzert in der Stadthalle. Ein hoch zufriedenes Publikum erkennt auch deutlich die Handschrift des neuen Dirigenten Norbert Männlin. Das Konzert wurde durch den Männerchor Maulburg und den Gesangverein Steinen mitgestaltet. Zur Generalversammlung trifft sich die Feuerwehrabteilung Gersbach. Kommandant Max Ühlin blickt insbesondere auf das Jubiläum zurück und auf das, was in der Sturmnacht vom 16. August passierte. Lebhaft diskutiert man auch die fehlende Brandwasserversorgung im Bereich 

Mettlenhof. Man beauftragt den Stadtbrandmeister Volker Greiner, das Problem dem Gemeinderat vorzutragen.

3. Dezember

Der Freundeskreis für die Kantorei der evangelischen Kirche stellt eine neue Musikkassette und eine CD mit Klängen der Schuke-Orgel im evangelischen Gemeindehaus vor. Auf der eingespielten CD spielt Bezirkskantor Matthias Schneider an der neuen Orgel der evangelischen Stadtkirche.

Zur Weihnachtsfeier lädt die AWO unter das Dach der Stadthalle ein. Eine türkische Folkloregruppe sorgt dabei für einen unterhaltsamen Nachmittag.

Total überfüllt war das katholische Gemeindehaus beim Weihnachtskonzert des THG unter der Leitung von Uwe Müller-Feser. Das Orchester des Schopfheimer Gymnasiums beeindruckte die zahlreichen Zuhörer. Mit einem Basar, dessen Erlös für die neue Kapelle in Wiechs bestimmt ist, feiert die Friedrich-Bonhoeffer-Gemeinde auch die verspätet vorgenommene Grundsteinlegung.

In einer Aussparung der Kapelle deponierten Kirchen und Architekten Pläne, Münzen und ähnliches im Mauerwerk der renovierten Kirche. Komplimente von mancher Seite darf der Gesangverein Gersbach beim Adventskonzert entgegennehmen.

4. Dezember

Nicole Grether, so ist der heutigen BZ zu entnehmen, ist derzeit Nr. 1 in ihrer Altersklasse der Badmintonspielerinnen. Vor zwei Wochen wurde sie in Schorndorf Baden-Württembergische Meisterin.

Der Vinzenziusverein der Pfarrgemeinde St. Bernhard hatte vor Tagen Vorstandssitzung, wobei Pfarrer Felix Baumann als Vorsitzender bestätigt wurde. Josef Kiefer wurde als Vertreter wiedergewählt. Seit Januar 1989 hat der Verein den katholischen Kindergarten in der Trägerschaft.

Vor einigen Tagen traf sich die Modellfluggruppe Gersbach im »Café Deiss« zur Generalversammlung. Man hat, so ist zu hören, Sorgen, weil ehemalige Mitglieder des Vereins ungenehmigt einen Flugbetrieb vornehmen. Aus Sicherheitsgründen will man notfalls auf den eigenen Flugbetrieb verzichten, wenn sich nichts ändert.

5. Dezember

Wie jetzt bekannt wird, sind nicht nur Aussiedler in der Eichener Halle, es kamen Übersiedler aus Polen und der UdSSR nach Schopfheim. Sowohl die BZ als auch das MT veranstalten derzeit wieder Weihnachtsaktionen zu Gunsten sozial Bedürftiger.

Bei Minustemperaturen beginnt der Kalte Markt und lockt wieder viele Menschen aus der näheren Umgebung in die Altstadt. Erstmals ist der Markt auch in Teilen des Wiesenweges ausgelegt. Der Rummel ist durch Gemeinderatsbeschluß endgültig vom Marktplatz, auf dem nun Marktbuden stehen, zum Parkplatz an den Wiesenweg verlegt worden. Der Ortschaftsrat Langenau konstituiert sich neu. Hermann Schmitt wird auch die nächsten fünf Jahre Ortsvorsteher bleiben. Man schlägt ihn zur Wahl dem Gemeinderat vor. Der von Klaus Dürrschnabel (GRÜNE) vorgeschlagene Hans Weinbrechtinger lehnt eine Kandidatur gegen den bisherigen Ortsvorsteher ab. Stellvertreterin des Ortsvorstehers bleibt auch in der neuen Amtszeit Henny Timmermann. Lothar Lutz wurde als Ortschaftsrat verabschiedet, da er in das neue Gremium nicht mehr gewählt wurde. Erneut zum Ortsvorsteher wird Hans Keller im neu konstituierten Ortschaftsrat Eichen gewählt. Stellvertreter soll nach dem Willen des Ortschaftsrates Hansdieter Albietz werden. Bürgermeister Fleck verabschiedet Georg Meier aus dem Amt des Ortschaftsrates und überreicht ihm den silbernen Dukaten der Stadt.

6. Dezember

Die Interessengemeinschaft »Pro Langenau« hat ihre Erfahrungen über Gebäudeschäden an der Ortsdurchfahrt und den Bedarf an Lärmschutz-

maßnahmen zusammengetragen und an den Regierungspräsidenten wei-

tergeleitet. Man will eine Verbesserung der Wohnsituation und geht bewußt den außerparlamentarischen Weg, so ist zu lesen.

Für die Schopfheimer Vereinswelt hat die Sparkasse einen Computerser-

vice angeboten. Zum Selbstkostenpreis können auf zur Verfügung stehenden PC’s Korrespondenz, Beitragseinzug, Adressen und Mitgliederverwaltung usw. organisiert werden.

Ernst Schmidt aus Gersbach hat sein Wasserkraftwerk am Brandbach im Wehratal an einen Stuttgarter verkauft, der bald mit der Stromproduktion für den Ortsteil beginnen will.

Der polnische Künstler Roguslaw Ptoskonka, Graphiker und Maler, stellt seine Bilder im »Parkcafé« aus. Bei der Vernissage freut sich Bürgermeister Fleck insbesondere über die Öffnung der Kunstszene für Schaffende aus dem Osten.

Am Nikolaustag singt Lolita in der Stadthalle mit einem Tourneensemble.
Mit »Weihnacht in den Bergen« ist die gebotene Stubenmusik überschrieben.

7. Dezember

Vor dem Hintergrund der sich radikal verändernden Lage im Ostblock

diskutieren die GRÜNEN im »Metropole« über Perspektiven der Friedens- und Abrüstungspolitik.

Der Jahrmarkt ist zu Ende. In den Straßen der Altstadt liegen Unmengen Papier und Reste, die auf zwei erfolgreiche Tage der Händler und der Bevölkerung, die diesen Markt sehr mag, schließen läßt

In den Tageszeitungen wird eine neue Variante der möglichen Verkehrslenkung Bahnhofstraße/Wehrerstraße, die im Stadtbauamt entstanden

ist, vorgestellt. Danach könnte der Verkehr ohne Abriß der Post und ohne Tieferlegung gelenkt werden. Allerdings bliebe der Bahnübergang in der Hebelstraße erhalten.

Unerwartet viele Besucher kommen in das katholische Gemeindehaus
zur Seniorenadventsfeier.

»Wo der Pfeffer wächst«, dies ist das Thema einer Ausstellung, die am heutigen Tage im Museum eröffnet wird.

8. Dezember

Das Scala-Kino soll nun, um heutigen Bedürfnissen zu entsprechen, umgebaut werden.

Seit einigen Tagen steht ein Ford Fiesta, der Hauptattraktion der diesjährigen Weihnachtsaktion des Gewerbevereins ist, an der Hauptstraße. Abgerissen werden soll in Gündenhausen das Haus Nr. 2, um einem Neubau Platz zu machen. Konstituierende Sitzung des Ortschaftsrates in Gersbach. In den neuen Reihen sitzt zum ersten Mal auch eine Frau. Bei der Verabschiedung der bisherigen Räte erhält Max Greiner für 24jährige kommunalpolitische Tätigkeit die Ehrenmedaille des Gemeindetages Baden-Württemberg aus den Händen von Bürgermeister Fleck überreicht. Er hat, so der Bürgermeister, die Geschichte des Bergdorfes mitgeschrieben und wesentlich zur Entwicklung des Ortsteiles beigetragen. Außerdem erhält er den goldenen Dukaten der Stadt Schopfheim für sein Engagement in der Kommunalpolitik. Max Ühlin wird auch weiterhin, so ergaben die Wahlen, als Ortsvorsteher dem Ortschaftsrat vorstehen. Stellvertreter bleibt Horst Sutter. Mit Dr. Bernd Vetter wird zum 1. Februar 1990 ein neuer Chefarzt der Allgemeinchirurgie ans Krankenhaus kommen. Beigeordneter Bertsch stellt den vom Gemeinderat Gewählten heute in der Presse vor. Der 41jährige Arzt ist derzeit noch am Lahrer Krankenhaus tätig. In Gündenhausen wurde in der Höhe der Einmündung Hohe-FlumStraße eine Fußgängerampel eingerichtet. Damit ist der lang gehegte Wunsch besorgter Eltern in Erfüllung gegangen.

9. Dezember

Mit einem Informationsstand ist der Ökumenische Friedensgesprächskreis Schopfheim auf dem Wochenmarkt. Unterstützung durch die Musikschule Steinen-Schopfheim findet die BZAktion »Kinder helfen Kindern«. Unter der Leitung von Frau Susanne Kargerer spielt der Blockflötenspielkreis auf dem Wochenmarkt. Der eingespielte Erlös kommt der Aktion zugute. Ortsvorsteher Hermann Schmitt bedankt sich bei der Generalversammlung des Löschzuges Langenau für das vergangene Jahr und wünscht den Feuerwehrleuten eine stetige Einsatzbereitschaft und ein gutes, brandfreies Jahr. Der Löschzugführer Horst Roser kann nicht nur auf eine gut ausgerüstete Wehr blicken, sondern auch stolz auf den Ausbildungsstand und Probenbesuch seiner 24 aktiven Männer sein. Zur 107. Jahreshauptversammlung trifft sich der TV-Fahrnau in »Andy’s Steakhüsli«. Nach zwei Jahren Amtszeit trat Gerd Steiner vom Amt des Vorsitzenden zurück. Die Suche nach einem Nachfolger bleibt vergeblich. Sein Vize Norbert Schwald verwaltet nun zunächst das Amt, bis in einigen Wochen eine außerordentliche Mitgliederversammlung über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Der frühere Vorsitzende, Dr. Eberhard Faaß, meinte gar, wenn es nicht gelinge, einen Vorsitzenden zu finden, sei der Verein in einem Jahr am Ende. 120 Eltern und Schüler der Waldorfschule fahren zur Großdemonstration nach Stuttgart, um gegen die Gesetzesnovelle für Privatschulen zu protestieren.

Die CDU will geprüft wissen, inwieweit aufgrund der geänderten politischen Verhältnisse in der DDR mit einer Stadt des anderen deutschen Staates eine Partnerschaft angestrebt werden kann. Vier Jahre war Bärbel Weiss Vorsitzende des Elternbeirates der Dr. Max-Metzger-Schule. Die Schule dankte ihr für ihren Einsatz, nachdem sie nun den Vorsitz an Rosmarie Schneider abgab. So mild wie im November meint Eugen Herzog, sei das Wetter in Poligny lange nicht mehr gewesen. Man beachtet, so schreibt er auch, die Probleme in der DDR und ist in der Partnerstadt erleichtert. Manchmal aber hat man auch Angst vor der Zukunft, so ist zu lesen. Zur jährlichen Weihnachtsfeier hat auch dieses Jahr der Fußballverein Fahrnau die Senioren des Ortsteiles in die Festhalle eingeladen.

10. Dezember

Beeindruckend war das Orgelkonzert in der katholischen Kirche St. Bernhard, das Kantor Cornelius Holdermann anläßlich des 10jährigen Jubiläums der Orgelweihe erklingen ließ.

11. Dezember

Mehr Zuschüsse für die Vereine beschließt der Gemeinderat. So erhalten

künftig die Sportvereine eine erweiterte Förderung. Die Musikvereine erhalten jeweils DM 100,— je Auszubildendem. Anlieger der Johann-Sutter-Straße protestieren in öffentlicher Gemeinderatssitzung energisch gegen den Bebauungsplan »Kleine und Obere Schleife«, der ein Sondergebiet für die Einrichtung einer Diskothek vorsieht. Man fürchtet in der Nähe der Wohnhäuser eine ständige Lärmbelästigung auf sich zukommen.

12. Dezember

Ludwig Dürrmeier, wohl sehr bekannt unter dem Namen »Ludi«, feiert

in Langenau seinen 70. Geburtstag. Beide Tageszeitungen gratulieren dem Langenauer Original. Vom Gault-Millaut wird die Stadtmühle erneut ausgezeichnet. Horst Kuhfuss erhält für seine renommierte Gaststätte 17 von 20 möglichen Punkten und drei rote Kochmützen als Symbol für höchste Kreativität und Qualität. Ausgezeichnet wird aber auch der »Auerhahn« in Schlechtbach für seine kräftigen Vesper und die gehobene Küche für anspruchsvolle Gäste. Dieser Tage traf sich die Bergwacht, Ortsgruppe Schopfheim, zur Generalversammlung. Aus persönlichen Gründen kandidierte Dieter Eckhard nicht mehr; sein Amt als erster Vorsitzender übernahm nun Hans Bress. Vize wurde Arno Reichert. 25 Jahre sind Hansjörg Zeiher und Hanspeter Motsch im Dreistern-Werk beschäftigt. Für das 35jährige Arbeitsjubiläum wurde dieser Tage im selben Werk Josef Hess geehrt. Das Wintermärchen »Frau Holle« begeistert eine fast voll besetzte Stadthalle.

13. Dezember

Weihnachtliche Seniorennachmittage im Schopfheimer katholischen Gemeindehaus und im Gemeindezentrum der Dictrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Langenau.

Ein Wiener Ballettheater gastiert mit dem »Nußknacker« in der Stadthalle. Die Aufführung wird, so schreibt die Presse, in bester Erinnerung bleiben.

14. Dezember

Auf den Versand von Weihnachtskarten an Kunden verzichtet dieses Jahr das Autohaus Lehmann und übergibt stattdessen der Arbeiterwohlfahrt eine Spende in Höhe von DM 1.000,—.

Rolf Strohm, Gersbach, Armin Scherer, Wiechs und Manfred Kaiser, Langenau, wurden nun, nachdem sie seit Jahren Leiter ihrer Schulen sind, formell durch das Oberschulamt zum Rektor ernannt.

Mit Glühwein und heißen Maronen wirbt der Gewerbeverein für den dritten offenen Donnerstagabend des Schopfheimer Einzelhandels. Den Haushalt des Jahres 1990 beschäftigen die kommunalpolitischen Runden der Gemeinderatsfraktionen. Einen Schwerpunkt im Haushalt möchte die CDU beim Umweltschutz sehen.

Indra Capek, ein in Schopfheim lebender Kinderbuchillustrator, stellt in der Regio-Buchhandlung eine Auswahl seiner Bilderbücher vor.

Zwei Linden an der Roggenbachstraße gegenüber der Ebert-Schule sollen weichen, damit ein Mietwohnungsbau realisiert werden kann.

15. Dezember

Ein Gespräch mit der Initiative »Pro Langenau« hat Landrat Rübsamen zugesagt. Die Langenauer Initiative will neben Lärmschutzmaßnahmen auch erreichen, daß ein Teil des Verkehrs über den Schillinghof zum Müllplatz geleitet wird.

Bürgermeister Fleck ist geladener Gast beim Treffen der Regierungschefs Mitterand, Kohl und De La Muraz in Basel.

16. Dezember

Zahlreich kommen die Besucher in die Eichener Kirche, in der der Kinderchor Eichen, der Schülerchor der Ebert-Schule und die Flötengruppe Langenau ein kleines Weihnachtskonzert veranstalten.

Einige Prominente, darunter Hartmut Bertsch, Bernhard Springmann, Rolf Nabbefeld und Bernd Sevecke stellen sich in den Dienst des Gewerbevereins und gehen, verkleidet als Nikolaus, durch die Innenstadt. In der Fraktion der SPD beharrt man auf dem Stadtbaumeister. Es ist damit zu rechnen, daß in der kommenden Woche der Antrag auf Ausschreibung der Stelle im Gemeinderat gestellt wird. Die Umweltschützer gegen die Tunnelbrandversuche in Hasel lassen nicht locker, man will auch die jetzt noch verbliebenen 14 Holzbrandversuche verhindern. In der Ortschaftsverwaltung in Eichen war man vor einigen Tagen besorgt über den Zustand der Ortsteilshalle, die deutliche Gebrauchsspuren aufzeigt. Der frühere Stadtpfarrer der katholischen Gemeinde St. Bernhard, Monsignore Oskar Kopp, feiert in Atzenbach sein 50. Priesterjubiläum. Max Lehmann wird für die 25jährige Mitgliedschaft in der Stadtmusik Schopfheim vom Vorsitzenden Hans Moser zum Ehrenmitglied ernannt. Beim Weihnachtskonzert des Gesangvereins Fahrnau überreichte der Vorsitzende Manfred Vogt DM 4.570,— an den Förderkreis für krebskranke Kinder in Freiburg. Dieser Betrag kam statt eines Tombolaerlöses zusammen.

17. Dezember

Wolken und schauerartige Regenfälle bilden den äußeren Rahmen für l den Schopfheimer Weihnachtsmarkt. Am Nachmittag kam die Sonne durch die dichte Wolkendecke, jedoch die Kälte, die zu einem Weihnachtsmarkt gehört, fehlte. Dennoch zeigte sich, daß dieser Markt einmal mehr ein Treffpunkt für Jung und Alt ist. Die Stadtmusik freut sich über den vortrefflichen Besuch beim Weihnachtskonzert in der Stadthalle, das wiederum unter der Stabführung des Stadtkapellmeisters Max Lehmann stand. 10.000 Lose verkauft die BZ am Weihnachtsmarkt zu Gunsten ihrer Hilfsaktion. Viele Gemeinderäte stellen sich nicht nur der BZ, sondern auch dem MT für ihre Aktion »Hilfe zum Helfen« während des Weihnachtsmarktes zur Verfügung. Das Jugendorchester Wollbach und das Jugendorchester des Musikvereins Fahrnau konzertieren unter dem Dirigat von Ulrich Winzer in der Festhalle Fahrnau. Mit Absicht hat der Dirigent keine Weihnachtslieder in das Programm aufgenommen, da, wie er sagt, man diese täglich auf den Weihnachtsmärkten, aus dem Radio oder sonstwo hört. Er wollte ; mit dem Konzert dem sonst Üblichen entgegenwirken. Die Schüler der vierten Klasse der Dr. Max-Metzger-Schule gestalten am Nachmittag ein Krippenspiel in der Pfarrkirche St. Bernhard. Eine Sammlung nach diesem Spiel erbrachte DM 315,—, die man an die BZ für die Aktion »Leser spenden Weihnachtsfreude« weitergab. Voller Erwartungen waren die Kleinsten des Dorfes zusammen mit ihren Eltern beim Krippenspiel in der Spielstube Raitbach. Im katholischen Gemeindehaus lädt wiederum die VdK-Ortsgruppe Schopfheim zur jährlichen Weihnachtsfeier ein.

18. Dezember

Der Gemeinderat berät den Haushalt und nimmt erstmals seit einigen Jahren wieder eine leichte Zunahme der Neuverschuldung in Kauf. Mit der Neuverschuldung sollen umweltrelevante Investitionen, wie der Ausbau der Kanalisation in Langenau und Wiechs finanziert werden. Klar wird aber auch, daß es zu einer Gebührenerhöhung, nicht nur durch den Ausbau der Kläranlage in Steinen, sondern auch durch den Ausbau der eigenen Kanalisation kommen wird. In den Haushalt des kommenden Jahres werden wohl auch die Kosten für einen Stadtbaumeister, den die Sozialdemokraten in der Gemeinderatssitzung fordern, einbezogen werden. Bürgermeister Fleck sieht jedoch die Schaffung der Stelle eines Stadtplaners, und nicht die eines Stadtbaumeisters. Schopfheims Gartenfreunde überreichen dem Gemeinderat zu Beginn der öffentlichen Sitzung ein Weihnachtsgesteck.

19. Dezember

Stolze DM 12.902,— kommen in der BZ-Weihnachtsaktion zusammen. Wahrlich ein beachtlicher Betrag.

Vor einigen Tagen traf sich der Angelsportverein zur Jahreshauptversammlung. Probleme verursacht dem Verein die bisherige Brutbachbewirtschaftung, die nach dem Willen des Regierungspräsidiums Freiburg nicht mehr erlaubt wird, weil diese dem fischereilichen Gedanken der Hegepflicht widerspräche, und außerdem befürchtet man beim Elektroabfischen Schäden am Krebsbestand. Der Vorsitzende Klaus Jäckh informierte, daß bei der Gewässerputzete 1,5 Tonnen Unrat abtransportiert wurden.

Die Stadtverwaltung lädt alte und alleinstehende Menschen zu einer besinnlichen Weihnachtsfeier ins katholische Gemeindehaus ein. Bürgermeister Fleck begrüßt die Anwesenden und wünscht allen ein besinnliches Weihnachtsfest.

Zwischen 18.00 und 19.00 Uhr wird eine junge Frau auf dem Heimweg, etwa 300 Meter nach dem letzten Haus in der Kürnberger Straße in Fahrnau, von einem Unbekannten überfallen. Sie kann sich jedoch losreißen. Die Polizei sucht noch Zeugen und den Täter.

20. Dezember

Eine Anzahl städt. Mitarbeiter werden durch den Bürgermeister in den Ruhestand verabschiedet.

21. Dezember

Bis Heiligabend, so ist heute in der BZ zu lesen, wird die Hülschenmatthalle in Eichen geräumt sein. Alle der bisherigen 170 Über- und Aussiedler sollen dann mit anderem Wohnraum im Landkreis versorgt sein. Die Betten werden aber noch nicht abgebaut, da nicht auszuschließen ist, daß weitere Übersiedler zugewiesen werden.

Weihnachtsfeier im Markus-Pflüger-Heim.

Die Stadt Müllheim hat Postkarten mit Motiven des Stühlinger Malers Johann Martin Morath geschaffen. Eines der vielen Motive zeigt Schopfheim zur Zeit des Biedermeier. Die Karten wurden in einer Vernissage in Müllheim vorgestellt.

Die neue Trinkwasserverordnung bringt es mit sich, so Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann, daß das Wasser der Schopfheimer Wasserversorgung entsäuert werden muß. Hierzu ist die Anschaffung vom Marmorfiltern, die wiederum eine Wasserverhärtung verursachen, notwendig. Zunächst sollen nach dem Willen des Gemeinderates jedoch nur Teile umgerüstet werden.

22. Dezember

Der Wirtschaftsplan des Krankenhauses ist derart, daß von der Verwaltungsleitung aus Optimismus erkennbar wird. Für 1993 werden schwarze Zahlen angepeilt.

Erste Kontakte hat der Ortschaftsrat Gersbach mit einer DDR-Gemeinde geknüpft. Man will eventuell eine Partnerschaft begründen. Insgesamt elf Einsprüche liegen bei der Straßenbauverwaltung gegen die Fortführung der B 317 im Bereich Fahrnau vor.

23. Dezember

Gemeinsam feiern die Heimbewohner des Georg-Reinhard-Hauses Weihnachten.

Die letzten Aus- und Übersiedler verlassen Eichen. Das Quartier ist geräumt.

24. Dezember

Die Bundesbahn, so schreibt die BZ, will nach Information der Eisenbahnergewerkschaft den Güterbahnhof in Schopfheim im kommenden Jahr stillegen. Zu weihnachtlichen Weisen laden die Glöckler in die Alte Kirche St. Michael. Die Christen der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinden feiern das Weihnachtsfest in großer Zahl in den Pfarrkirchen. Mit weihnachtlichen Weisen erfreut der Musikverein Raitbach die Ortsteilsbewohner. Auch über dieWeihnachtsfeiertage hat die Leitung des Hauses Columban ein reichhaltiges Programm für die Hausbewohner vorbereitet.

25. Dezember

Erstmals führt Dietmar Eisfeld beim Weihnachtskonzert des Gesangvereins Wiechs in der Festhalle den Taktstock. Während des gut besuchten Konzertes wurden Rudolf Leisinger und Heinz Bäumle zu Ehrenmitgliedern ernannt. Überfüllt war die Raitbacher Festhalle beim Weihnachtskonzert des Gesangvereins. Selbstverständlich wurde auch ein Lustspiel in alemannischer Mundart, wie dies der Brauch ist, mit herzerfrischender Freude aufgeführt.

26. Dezember

Langenaus Gesangverein braucht dringend Nachwuchs. Gerade noch 18 Sänger zählt der heute sein Jahreskonzert feiernde Chor.

27. Dezember

Die von der SPD initiierte »Ideenbörse Pflug« wurde ausgewertet. Danach lehnen die meisten Zuschreibenden ein Kaufhaus im Pflugareal ab und sehen auf dem Gelände der Gottlieb-Baracke an der Einmündung Bismarckstraße in die Hauptstraße den günstigsten Standort, wenn ein Kaufhaus kommen sollte. Gut vorstellen könne man sich eine überdachte Markthalle im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus.

28. Dezember

Dieter Brettschneider, Frau Harscher und Ralf Freimuth feiern dieser Tage bei der Firma Demag Wittig ihr 25jähriges Arbeitsjubiläum. Einziehen können dieser Tage die letzten Bewohner des neuen Wohnblocks im Bifig, der nach einem Dreivierteljahr Bauzeit durch den Freiburger Investor Pöpperl entstand. Nach diesen 32 Wohnungen will der Bauunternehmer mit dem Neubau von 130 Wohnungen in Fahrnau beginnen.

29. Dezember

Der Bürgermeister trifft sich mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates und Pressevertretern zum traditionellen Silvesterhock. Der Hexenzinken spendet der Arbeiterwohlfahrt DM 250,—.

30. Dezember

Auch in Schopfheim ist eine Hilfsaktion für Rumänien angelaufen. Der Bürgermeister wendet sich in Neujahrsgrüßen an die Bürger. Er spricht angesichts der Entwicklung im Osten die Hoffnung aus, daß Abrüstung nicht nur eine leere Worthülse im politischen Alltagsgeschäft bleibe. Er freut sich darüber, daß das vergangene Jahr einiges auf den Weg gebracht hat und die Stadt mit der Entwicklung insgesamt zufrieden sein kann.

31. Dezember

Langenaus Jedermänner aus der Turnerschaft treffen sich zum alljährlichen Silvesterlauf rund um den Ortsteil. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein erfährt man, daß sie im vergangenen Jahr an 19 Wettkämpfen teilnahmen und 1990 Marathonteilnahmen in München, Hamburg, Berlin und Bräunlingen planen. Am letzten Tag des Jahres veranstaltet der Musikverein »Harmonie« Gersbach das Jahreskonzert in der Aula der Schule. Eine Karikatur von Jeannot Weißenberger, mitTexten von Werner Müller, gestaltet eine ganze Zeitungsseite im MT mit der Überschrift »Von Böllern, Blindgängern, Querschlägern und Senkrechtstartern«. Die wichtigsten Ereignisse der Kommunalpolitik werden ins Visier genommen. In der Stadthalle feiert vor großem Publikum der Tanzsportclub »Excelsior« eine Silvesterparty. Zum Silvesterhock trifft sich die CDU traditionell, um Rückblick zu halten und Vorausschau für das kommende Jahr zu nehmen. CDU-Ortsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Ortrun Schätzle meint dabei auch, daß die Ostpolitik jeden beeinflusse. Mit Sekt und Knallkörpern verabschiedet man sich auch in Schopfheim vom letzten Jahr dieses Jahrzehnts.