
Für die Stadt Schopfheim war 2000 wirklich etwas Besonderes, wir konnten 750 Jahre Stadtrecht feiern und ein solches Jubiläumsjahr richtig gestalten, und sind wir ehrlich, bei so vielen Höhepunkten verging das abgelaufene Jahr wie im Fluge. Mit der Silvesterfeier, dem gemeinsamen Jahresempfang des Landkreises mit der Stadt und dem Festvortrag von Prof. Dr. Rademacher gab es bereits den ersten richtigen Einstieg.
Februar-Highlight: Hesträger, Landesmissionsfest und neue Städtepartnerschaft
Und als dann im Februar die rund 5.000 Hesträger die 15.000-20.000 Zuschauer in der Innenstadt begeisterten, stellten alle fest, so viele Besucher hatte die Innenstadt noch nie aufweisen können. Unsere große Gastfreundschaft konnten wir beim Landesmissionsfest unter Beweis stellen, die ausländischen, farbenfroh gekleideten Delegationen aus allen Erdteilen fühlten sich sehr wohl, und waren wirkungsvolle Botschafter ihrer jeweiligen Landeskirchen. Unvergesslich bleibt sicherlich der Festakt, wo in einem würdigen Rahmen nun offiziell die Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Dikome in Kamerun und der Stadt Schopfheim beschlossen wurde, nachdem bereits seit 20 Jahren eine Zusammenarbeit aufgrund der kirchlichen Partnerschaften stattfand.
Historisches Altstadtfest und internationale Partnerschaftswoche
Welches Kleinod unsere Altstadt darstellt, herrliche Gässchen, Winkel und Plätze in diesem historischen Stadtkern vorhanden sind, vermittelte eindrucksvoll das »Historische Altstadtfest«. Dieses Fest bildet auch gleichzeitig den Abschluss der Partnerschaftswoche mit den Vertretern von Poligny/Frankreich, Ronneby/Schweden, Kleinmachnow/Brandenburg und Dikome/Kamerun. Und was war dies für ein Fest. Petrus spielte mit, der Planet brannte und machte durstig und die Schopfheimerinnen und Schopfheimer waren sehr zahlreich unserem Aufruf gefolgt und kamen in selbstgeschneiderten oder geliehenen historischen Kostümen und Kleidern. Nicht nur alle Besucher schwärmen noch heute von diesen drei Tagen, sondern auch die verschiedenen professionellen Akteure von »Kramer, Zunft und Kurtzweyl« hatten ihre große Freude an dem so aktiven Mitwirken der Bevölkerung und der Vereine.
Theaterstück 7.5.0 und weitere kulturelle Höhepunkte
7.5.0. - ein gelungenes Theaterstück, extra für das Stadtjubiläum geschrieben und von Sebastian Nübling inszeniert - war trotz der verregneten und leider abgesagten ersten drei Spieltage eine einmalige Möglichkeit, auf dem Museumsplatz mit der historischen Altstadtkulisse auf besondere Weise unsere Stadtgeschichte sowohl kritisch wie auch humorvoll Revue passieren zu lassen. Und wenn dann noch sieben Aufführungen mit rund 2.000 Zuschauern trotz des nicht immer optimalen Wetters gelangten, so hat die Stadt zumindest aufgezeigt, wie vielseitig dieser Museumsplatz genutzt werden kann und diese Vielseitigkeit hatten bereits vorher die beiden Gesangvereine Fahrnau und Eichen mit der gelungenen Gemeinschaftsproduktion von »Carmina Burana« eindrucksvoll bewiesen.
Industrie im Fokus: „... made in Schopfheim“ Ausstellung
»... made in Schopfheim«, die Schopfheimer Industrie als Global-Player war das Thema einer hochinteressanten Ausstellung unserer mittelständischen Industrie. Unter einheitlicher Gestaltung präsentierten die Unternehmen in der Stadthalle ihre Betriebsphilosophie und Produkte und zeigten eindrucksvoll, dass diese Betriebe mit ca. 270 Niederlassungen und Vertretungen im Ausland sich auch als Mittelständler weltweit am Markt behaupten können. Fürwahr, dies war auch eine gute Werbung für neue Arbeitskräfte und Arbeitsplätze.
Organisation und Engagement: Dank an die Organisatoren
Rund drei Jahre Vorbereitungszeit in der Verwaltung und im gemeinderätlichen Arbeitskreis waren notwendig, ein so umfassendes und erfolgreiches Programm zu konzipieren und auch durchzuführen. Es war ein überdurchschnittliches Engagement zahlreicher Mitarbeiter und Bürger. Die Hauptlast lag jedoch bei den bewährten Organisatoren Klaus Jäckh und Klaus Strütt. Jeder erbrachte innerhalb seiner Zuständigkeiten absolute Spitzenleistungen. So möchte ich noch einmal allen, die sich für das Jubiläum engagiert haben, herzlich Danke sagen. Da im Jahre 2007 die erstmalige urkundliche Erwähnung von Schopfheim und Wiechs als Feier ansteht, ist das nächste Jubiläumsjahr bereits programmiert.
Hochwasser 2000: Schäden und neues Hochwasserkonzept
Leider war das Jubiläumsjahr überschattet von zwei Hochwässern im Mai, die insbesondere in Eichen und im südlichen Teil der Stadt erhebliche Schäden anrichteten. Der Himmel öffnete bei diesem lokal begrenzten Regenereignis seine Schleusen so weit, dass in rund 100 Minuten nahezu 10 % der gesamten Jahresniederschlagsmenge herunter kam, Straßen und Häuser überschwemmte, in kurzer Zeit durchzogen riesige Wassermassen das Tal. Zusammen mit dem Hochwasserereignis vom Februar 1999 hat die Stadt nun innerhalb von zwei Jahren so verheerende Überschwemmungen erlebt, so dass ein umfassendes Hochwasserkonzept in Auftrag gegeben wurde. Am 13. Dezember 2000 stellten wir das in den ersten Umrissen geformte Gesamtkonzept der Bevölkerung in der Stadthalle vor, dies wird nun konkretisiert und ausgearbeitet. Erste grobe Kostenschätzungen ergaben dabei einen Rahmen von rund 20 Mio. DM, eine Summe, die unsere Stadt nur mit entsprechend hohen Zuschüssen realisieren kann.
Einweihung des Bürgersaals in Kürnberg und Perspektiven für Enkenstein
Am Jahresende feierten wir mit der Einweihung des Bürgersaales im Ortsteil Kürnberg noch einmal ein gelungenes Gemeinschaftswerk. Die Eigenleistungen für den Bau durch die Kürnberger Bürger waren sehr beachtlich. Nachdem im vergangenen Jahr das Land die Mittel für den Versammlungsraum Enkenstein bewilligte, liegt es nur noch an der Grundstücksfrage, wann mit dem Bau begonnen werden kann und Enkenstein als letzter Ortsteil ohne entsprechende Begegnungsmöglichkeit nun endlich seinen Ortsmittelpunkt bekommt.
Aufgaben, die noch liegen, und Ausblick
Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Durch viele Sonderaktionen im Jubiläumsjahr, aber auch durch die beiden Hochwässer konnten nicht alle notwendigen und wünschenswerten Arbeiten in dem Umfang realisiert werden, wie wir es bisher gewohnt waren und dies alles aufzuarbeiten, wird auch noch weitere Zeit benötigen. Doch sind wir alle bemüht, bald dies aufzuholen, was liegen geblieben ist.
Wenn wir weiterhin die so gute Unterstützung der Bevölkerung erfahren, können wir gemeinsam vieles in den nächsten Jahren bewältigen.
Leitmotiv
»Traditionsbewusst in die Zukunft« ist unser Leitmotiv. Lasst uns danach handeln, wir wollen auch daran gemessen werden.
Klaus Fleck, Bürgermeister
01. Januar 2000
Zum Auftakt des Jubiläumsjahres begrüßt der Bürgermeister rund 400 Gäste beim Silvesterund Neujahrsball in der Stadthalle. »Prost Neujahr« tönte es zur Jahrtausendwende unter dem Kupferdach, und wildfremde Menschen fallen sich in die Arme und wünschen einander Glück, Gesundheit und Erfolg. Unter den Klängen eines Orchesters um Markus Götz tanzen die Gäste beschwingt bis in die frühen Morgenstunden. Für das leibliche Wohl sorgt der Gastronom des »Markgrafen«, Bernd Greiner. Ein einmaliges Ereignis, das die Stadt mit der Sparkasse zusammen zum Millennium veranstaltet hat.
Sowohl die BZ als auch das MT bringen heute eine Sonderausgabe heraus. Die Perspektive für Schopfheim im nun folgenden Jubiläumsjahr und ein Interview mit dem Bürgermeister sind die wesentlichen Beiträge.
Im »Goldenen Löwen« klang das alte Jahr mit Klängen der »Pepperhouse Stompers« aus.
Eine ruhige Silvesternacht erlebten sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr.
04. Januar 2000
Regina Benz-Mini, die in der Gartenstraße in Schopfheim aufwuchs und derzeit bei Villingen-Schwenningen lebt, wurde mit ihrem Ehemann Ludwig Mini Weltmeisterin im Rock'n'Roll.
05. Januar 2000
Das 25-jährige Dienstjubiläum als Busfahrer feiert Kurt Michel bei der SBG. Seit 1976 ist er täglich in Schopfheim und auf den Busstrecken im Kreis Lörrach bis Titisee und Waldshut unterwegs.
Zum ersten Raitbacher »Plauderstündle« kamen 29 interessierte Einwohnerinnen und Einwohner ins Rathaus. Initiator Erwin Jost war sichtlich erstaunt über das rege Interesse. Das »Plauderstündle« soll nun einmal monatlich stattfinden.
07. Januar 2000
»Das Jahr 2000 soll ein Jahr der Kernstadt werden«, erklärt Fraktionsvorsitzender Artur Cremans, SPD, beim »Dreikönigs-Hock« dieser Partei im »Hans Sachs«. Die Ortsteile seien sicher nicht zu kurz gekommen, während die Stadt in den letzten Jahren eher etwas zurückgesteckt habe. Ein Schwerpunkt sei deshalb neben der Kernstadt die Jugendpolitik. Auch soll die Schopfheimer Aussegnungshalle auf dem Friedhof neu gestaltet werden. Auf fruchtbaren Boden gefallen sei der SPD-Antrag, auf dem Brendlin-Areal ein vhs-Haus zu schaffen. Dies sei möglich, ohne dass die Kultur zu kurz komme, gibt er zu verstehen.
Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende, Rolf Strohm, freut sich darüber, dass die SPD nach anfänglichen Fehlern sich wieder berappelt hat, mehr noch - sie werde als führende Kraft wahrgenommen und mache mit der Steuerreform, dem neuen Staatsbürgerrecht und dem geplanten Ausstieg aus der Atomenergie erfolgreiche Politik. Finanzminister Hans Eichel habe großen Anteil am zunehmenden Vertrauen der Bevölkerung in die Regierungsfähigkeit der Partei.
Zwischen der Scheffelstraße und der Einfahrt zum Marktplatz auf der westlichen Seite soll nach dem Willen der Stadt eine Fußgängerzone eingerichtet werden. Damit wird die Durchfahrt durch die Innenstadt unmöglich. Der Gemeinderat wird sich in der nächsten Sitzung damit beschäftigen.
Mit einem Operetten-Auftakt beginnt der Kulturring das neue Jahr. »Die Fledermaus« von Johann Strauß wird in der Stadthalle von der Operettenbühne Wien unter wahren Beifallsstürmen aufgeführt.
08. Januar 2000
Der Eichener See ist wieder ans Tageslicht getreten. Allerdings fiel der markante Baum dort dem Orkan »Lothar« zum Opfer.
»Jeder, der einmal in Ronneby war, kam begeistert zurück«, meint Hans Moser, Vorsitzender des Partnerschaftskreises Ronneby.
Bevor an der Bismarckstraße neben dem Raiffeisenmarkt der neue ALDI-Markt errichtet werden kann, müssen Altlasten beseitigt werden. Das Landratsamt hat die Bodensanierung auf dem Grundstück zur Auflage gemacht. Früher wurde das Gelände als Kohleund Heizölumschlageplatz genutzt. Etwa 500 cbm belastetes Erdreich muss auf Sonderdeponien entsorgt werden.
Die Feuerwehrabteilung Wiechs hat Abteilungs-Hauptversammlung. Helmut Bäckert wurde auf eigenen Wunsch durch Klaus Dietsche als Abteilungskommandant abgelöst. In die damit freiwerdende Stellvertretung rückt Michael Wassmer nach.
Die Sportgemeinschaft Eichen hat 700 Fans in die Stadthalle gelockt. Dort trat die »Feldberger Spaß-GmbH« auf. Gäste kamen aus der ganzen Region.
Generalversammlung beim Hundesportverein Fahrnau. Die Versammlung bestätigte Jürgen Hein als 1. Vorsitzenden.
10. Januar 2000
Mitten in den Vorbereitungen für die Fasnachtssaison hat der »Auma-Zinken« Jahreshauptversammlung. Nach 22-jähriger Vorstandsarbeit schied der zweite Zinkenvogt, Wolfgang Korloch, aus. Paul Laukart übernimmt nun die Funktion. Marcus Walter, der dem Zinken zum anstehenden 50-jährigen Jubiläum gratulierte, kündigte für die Generalversammlung der Narrenzunft einige Ideen zur besseren Stadt-Dekoration an. Die Innenstadt anderer Städte werde mit mehreren Hundert Flaggen geschmückt. Er richtete eine Kritik an die Schopfheimer Geschäftswelt, die zu wenig zur Stadt-Dekorierung beitrage.
Zum Jahreswechsel stand Nationalspielerin Nicole Grether in der Weltrangliste des internationalen Badminton-Verbandes an fünfzehnter Stelle. Damit ist ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen 2000 in greifbare Nähe gerückt.
Der Landkreis Lörrach hat zum ersten Mal zusammen mit der Stadt Schopfheim und der Sparkasse Schopfheim den Neujahrsempfang hier in Schopfheim durchgeführt. Die Stadthalle beherbergte einige Hundert Gäste aus Politik, Wirtschaft und Behörden. Bürgermeister Fleck begrüßte die Gäste, nicht ohne Stolz, zumal dies auch einen würdigen Auftakt zum Stadt-Jubiläum bedeutete. Landrat Rübsamen ging in seiner Ansprache der Frage nach, welche Brücken man vom alten zum neuen Jahrhundert schlagen könne. Es war ihm dabei wichtig, enge Freundschaften und Bindungen zum Nachbarland Frankreich auszubauen. Das neue Jahrhundert stehe im Zeichen der Globalisierung. »Es wäre fatal«, so der Landrat, »wenn der Markt alles bestimmen würde. Dies hätte auch Folgen für die Demokratie«. Im Zentrum des Empfangs stand ein beeindruckender Redebeitrag von Prof. Dr. Dr. Franz Josef Rademacher vom Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung an der Universität Ulm. Er sprach zum Thema »Gesellschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts«. Dieses Thema befasste sich insbesondere mit der Globalisierung der Weltwirtschaft und deren Folgen. Es befasste sich aber auch mit der Umweltbelastung und dem Bevölkerungswachstum. Insgesamt zeichnete Rademachers Redebeitrag ein krasses Schwarz-Weiß-Bild, das ein Szenarium Positiv und ein Szenarium Negativ beinhaltete. Schließlich meinte er, dass in 50 Jahren eher das negative Szenarium zutreffen dürfte. Während der Feierstunde wurde der Schopfheimer Roland Hallbauer mit einer Urkunde des Ministerpräsidenten Erwin Teufel ausgezeichnet. Hallbauer hatte im vergangenen April unter Einsatz seines eigenen Lebens in Lörrach ein Kind vor dem Ertrinken im Kanal gerettet.
11. Januar 2000
Zum Jahreswechsel und zum Jubiläumsjahr ist rechtzeitig die Chronik der Schopfheimer Kolpingsfamilie, die vor 75 Jahren gegründet wurde, fertiggestellt worden.
Ein umfangreiches kirchenmusikalisches Programm stellt die Kantorei Schopfheim vor. Besonderer Höhepunkt ist die Wieder-Einweihung der Voit-Orgel, die für den Juni geplant ist.
Die SPD will nach Eröffnung der Mediathek in Wehr, dass auch in der Schopfheimer Stadtbibliothek schnellstens Internetplätze angeboten werden können.
Die Stadt hat wieder einen Streetworker: Wilhelm Grimm übernimmt im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme diese Aufgabe.
12. Januar 2000
An der Spitze der Sparkasse Schopfheim steht ein Wechsel bevor. Am Rande des Neujahrsempfangs wurde bekannt, dass Vorstandsmitglied Alfred Horn ausscheiden wird.
Der Gesangverein Kürnberg hielt dieser Tage während der Jahreshauptversammlung Rückblick auf ein arbeitsreiches Vereinsjahr. Werner Keller, der Vorsitzende, begrüßte auch den Vorsitzenden des Männerchores Raitbach, Bernd Strittmatter, der wiederum die gutnachbarliche gegenseitige Unterstützung der befreundeten Vereine hervorhob. Erfreulich war für die Kürnberger, dass der Jugendund Kinderchor unter der Leitung von Bettina Weidner wieder gegründet werden konnte. Außerdem hat sich im Ortsteil vor wenigen Wochen ein Männerchor, der vierzehntägig probt, gegründet.
Der Arbeitslosen-Treff der KAB, der sich vierzehntägig zusammenfand, wurde aufgelöst. Mangelndes Interesse in den vergangenen Monaten und der Umstand, dass neue Leute nicht dazugestoßen sind, führten dazu.
13. Januar 2000
Wenn durch neue Wohngebiete Landschaft verbraucht wird, hängt damit immer die Frage nach möglichen Ausgleichsmaßnahmen zusammen. Der Gemeinderat wird sich kommende Woche mit dem Thema auf Antrag von Michael Straub, GRÜNE, beschäftigen.
Ein wenig Kummer macht dem Vorsitzenden des Skatclubs »As raus« der Mitgliederstand. Auf einen Neuzugang kamen im Berichtsjahr — so war an der Hauptversammlung dieser Tage zu hören - acht Abgänge. 23 Mitglieder hat der Verein noch. Der Club trifft sich jeden Montag im »Markgrafen«.
Ende der vergangenen Woche hatte der Musikverein Raitbach seine Jahreshauptversammlung. Ursula Meyer, die Vereinsvorsitzende, informierte, dass der Mitgliederstand derzeit bei 211 liege. 178 Passive, 25 Aktive und acht Zöglinge begründen diese Zahlen. 43 Proben und 14 öffentliche Auftritte begleiteten die Arbeit im Verein. Ursula Meyer erhielt bei den anschließenden Wahlen einen großen Vertrauensbeweis und wurde wiedergewählt. Neu besetzt wurde die Stelle des Dirigenten. Nach nur zweijähriger Tätigkeit in Raitbach hat Robert Gsell einen andern Verein übernommen. Dem neuen Dirigenten Ralf Sickinger, der aus Hasel kommt, wurde ein guter Start gewünscht.
Das THG wurde zusammen mit dem Blaise-Pascal-Gymnasium in Colmar für ein Projekt zur Sucht-Prävention, das vom badischen Landesverband gegen Suchtgefahren ausgeschrieben wurde, mit einem Preis bedacht. Beide Schulen zusammen haben FF 100.000,- gewonnen. Allerdings meint Bernd Höchst, Leiter der BLV-Beratungsstelle in Lörrach, es sei paradox, dass es sehr schwierig sei, für das kommende Jahr eine deutsche Partnerschule zu finden.
14. Januar 2000
Nach 24-jähriger Tätigkeit im Vorstand der Sparkasse Schopfheim geht Alfred Horn zum 31. März in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernimmt der 34-jährige Georg Andreas Ückert, Diplom-Sparkassenbetriebswirt, der seit April 1997 stellvertretendes Vorstandsmitglied bei der Sparkasse Engen ist. Sparkassendirektor Dr. Manfred Neubauer teilt dies der Presse mit.
Die Einzelhändler pochen darauf, dass die Hauptstraße auch nicht in Teilen zur Fußgängerzone wird. Sehr viel Emotionen kommen auf. Werner Bühler meint, die Hauptstraße werde so beruhigt wie das »Pflug«-Areal. Karl-Heinz Glombitza meinte gar, dies sei eine Straßensperrung und er fühle sich an die Berliner Mauer erinnert. Eine Fußgängerzone - auch in einem kleinen Teil - empfindet Stefan Klever als existenzgefährdend und als Anfang vom Ende des Einzelhandels.
Theater im kleinen Kreis (TIKK), ein literarisches Kabarett, präsentiert sich bei zwei Vorstellungen mit einem exzellenten Tucholsky-Abend im Museumskeller.
Jahreshauptversammlung des Gesangvereins Fahrnau. Der Dirigent Volker Brenzinger nahm zunächst eine Standortsbestimmung der Choraufgaben vor. Später gab es lebhafte Diskussionen über die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Martin Link wurde schließlich mit überwältigender Mehrheit als 1. Vorsitzender wiedergewählt. Der Chor wird im Jahr 2000 die »Carmina burana« in der Altstadt aufführen und beim mittelalterlichen Markt aktiv mitwirken.
15. Januar 2000
Unter der Spendenaffäre der CDU haben auch die Mitglieder vor Ort zu leiden. Die Basis sei frustriert, meint Ortsverbandsvorsitzende Marianne Zabel und macht keinen Hehl aus der derzeitigen Gemütslage. Den Rücktritt von CDU-Chef Schäuble will der Ortsverband derzeit aber nicht einfordern.
Revue passieren lässt Hanspeter Meyer, Abteilungskommandant der Feuerwehr, Abteilung Stadt, das vergangene Jahr. Die Abteilung rückte zu insgesamt 266 Einsätzen aus. Davon lösten allein das Hochwasser im Februar 99 und der Orkan »Lothar« 140 Einsätze aus. Die übrigen 126 teilen sich in 29 Brände, 77 technische Hilfeleistungen und 14 sonstige Einsätze. Daneben waren sechs Fehlalarme zu verzeichnen. Eine Wettkampf-Gruppe errang das Leistungsabzeichen der baden-württembergischen Feuerwehren in Gold. Jugendwart Martin Geiger berichtete über die Aktivitäten in der Jugendwehr. Die 29 Jugendlichen können auf ein aktionsreiches Jahr zurückblicken. Neben der Ausbildung zur Feuerwehr standen Zeltlager, Hüttenaufenthalte, Besichtigungen u.a. auf dem Programm.
In den vergangenen Tagen versandte der katholische Pfarrgemeinderat St. Bernhard ein Schreiben an Schopfheimer Betriebe, Einzelhändler und Handwerker. In einem Fragebogen möchte die Kirche wissen, wie viele Ausbildungsplätze vorhanden sind und welche Erfahrungen mit der Ausbildung von Jugendlichen gemacht worden sind. Gefragt wird auch, ob sich die Betriebe eine Patenschaft vorstellen könnten, bei der Jugendliche während ihrer Ausbildung von einem Erwachsenen begleitet werden. Der Grund hierfür: Es gibt einige Pfarreien, wo Pensionäre und Erwachsene einzelne Jugendliche auf dem Weg zum Berufsabschluss begleiten und unterstützen würden. Nach Rücklauf der Fragebogen soll über diese Patenschaften dann weiter gesprochen werden.
Wolfgang Bartsch kandidierte bei der Generalversammlung des Gesangvereins Langenau nicht mehr. Belinda Spettl wurde zur Nachfolgerin gewählt. Damit führt erstmals eine Frau den GV Langenau.
Zu einem beliebten Treff und einer großartigen Einrichtung wurde der Warentauschtag der SPD. Fast 500 Nulltarif-Schnäppchenjäger drängten sich um die Wühltische in der Festhalle Fahrnau. Bücher, Geschirr, Babykleidung, Langlaufskis, Brotschneidemaschinen und, und, und... alles war zu haben.
Die Abteilung Gersbach der Feuerwehr hat ihre Jahreshauptversammlung im »Hägihof«. Die Feuerwehrleute kritisieren die bürokratischen Vorgehensweisen beim Sturm »Lothar«. Sie meinen dabei das Forstamt. Von dort wurde eine Rechnung für einen zweistündigen Einsatz mit der Begründung zurückgesandt, dass das Forstamt dazu keinen Auftrag erteilt habe. Es ging dabei um die Beseitigung von Bäumen, die auf der Kreisstraße Richtung Todtmoos und Richtung Schopfheim gelegen hatten. Für 40-jährigen Dienst zum Wohle der Bevölkerung erhielten Max Strütt und Wolfgang Sutter die Auszeichnung eines Ehrenmitglieds.
Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr hält der Gesangverein Eichen bei seiner 135. Generalversammlung. Auftritte an der Landesgartenschau, die Operette »Maske in Blau« sowie das Afrika-Musical bestimmten das vergangene Jahr. Der Verein ehrte drei Personen und nahm sie als Ehrenmitglieder auf: Martin Jost, Gerhard Meyer und Walter Schaubhut.
16. Januar 2000
Der Neujahrsempfang in Langenau scheint sich zu einem Fixpunkt im Jahreskalender zu entwickeln. Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger durfte eine große Zahl von Bürgern in der Festhalle begrüßen.
Der Ortsteil Enkenstein möchte sich, so ist aus dem Ortschaftsrat zu hören, beim mittelalterlichen Markt im Sommer mit einem eigenen Beitrag beteiligen.
17. Januar 2000
Über Ausgleichsmaßnahmen bei Bebauungsplänen lässt sich der Gemeinderat informieren. Bürgermeister Fleck musste in der Sitzung allerdings eine andere Meinung gegenüber den Ausgleichsflächen durch das Landratsamt hinnehmen. Regierungsdirektor Müller erläuterte die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen und sagte deutlich, dass der Naturpark, wie es der Bürgermeister meine, dafür keinen Ausgleich darstelle.
Die Abgrenzung des Einzelhandels wird nach dem Willen des Gemeinderates nicht geändert. Damit bleibt die ESSO-Tankstelle bis hin zum Autohaus Cascio Einzelhandelsfläche. Auf Antrag von Herrn Cascio, der einen Getränkemarkt bauen will, wollte die Verwaltung die Einzelhandelsfläche reduzieren. Die FWV und der Gewerbeverein sprachen sich stark für die Reduzierung der Einzelhandelsfläche aus.
Das Thema »Fußgängerzone« bleibt bis auf weiteres erledigt. Eine Teilsperrung der Hauptstraße, wie es die Verwaltung zur Verkehrsberuhigung vorgeschlagen hatte, kommt nicht in Frage. Der Gemeinderat schloss sich mehrheitlich einem Antrag der FWV an, bis zur Fertigstellung und Nutzung der Süd- und Nordumfahrung Entscheidungen über Änderungen in der Hauptstraße generell zurückzustellen.
Der Gemeinderat vergibt die Architekten-Aufträge zur Erweiterung der Friedrich-Ebert-Schule und des THG. Weiterhin wird im »Oberfeld« die Planungsgrundlage für eine Tennishalle (Dreifeld-Halle) geschaffen.
18. Januar 2000
Die Schopfheimer Sternsinger sammeln DM 10.400,- für notleidende Kinder.
Zum Urteil des europäischen Gerichtshofes, dass Frauen zum Dienst an der Waffe zuzulassen sind, meint Christa Hoheisel in einem Leserbrief: »Entsetzlich unerträglich sind die täglichen Nachrichten in unserm Land. Müssen da noch die Frauen sich das Recht zum Schießen erkämpfen?«.
19. Januar 2000
Ein erster Leserbrief beschäftigt sich mit der Fußgängerzone und versteht die Argumente der Einzelhändler und des Gewerbevereins, wonach eine Fußgängerzone nicht eingerichtet werden darf, nicht. »Die meisten Äußerungen beziehen sich auf Vermutungen, fast Unterstellungen«, meint der Schreiber des Briefes. Dieser Tage feierten die Schopfheimer GRÜNEN ihren 20. Geburtstag. Einer der Gründerväter, Dieter Nestle, warf einen Blick zurück in die 70er-Jahre. Die politischen Aktivitäten der GRÜNEN seien vor 20 Jahren nicht so vielschichtig gewesen, wie sie dies heute seien, sagt Klaus Böttger, jedoch sei man diese Aktivitäten mit mehr Herzblut angegangen.
20. Januar 2000
Dr. Gerhard Rieger, Leiter des staatlichen Forstamtes, appelliert an die Bevölkerung, zusätzlich durch den Sturm »Lothar« angefallenes Holz zu verwenden, sei es für Umbauten, Neubauten oder Innenausbauten, auch in Form von Holzwaren, Papier oder als Brennstoff. Durch die Sturmkatastrophe ist in Schopfheim etwa dreimal soviel Holz angefallen wie üblicherweise. Anstatt einer Normalernte von etwa 50.000 cbm sind es jetzt 150.000 cbm, die vermarktet werden müssen.
Das Konzept für die künftige Kulturfabrik hat der Bürgermeister dem Gemeinderat zur Beratung vorgelegt.
Vereine treffen sich im Narrenkeller, um das »Mittelalterliche Lager der Spiel- und Handwerksleut« Anfang Juni vorzubereiten. Klaus Strütt ist zuversichtlich, dass es zu einem guten Fest wird, zumal nun etwa 20 Vereine und Gruppierungen in unterschiedlichster Form mitwirken werden.
Der Förderverein »Freunde der Grundschule Fahrnau« trifft sich im »Steak-Hüsli« zur Jahreshauptversammlung, bei der Rainer Boehme über die Tätigkeiten im Vereinsjahr, die recht vielversprechend waren, berichtete. Erste Aktivität zur Unterstützung der Grundschule war die Installation einer Beleuchtung unter der Schulhofüberwachung und der Kauf von zehn fast neuwertigen Monitoren für das Lernen mit Computern. Schulleiter Reinhold Fetscher dankte namens der Schule und nannte als Wünsche der Schule einige moderne, multimedia-fähige Computer, Schulhofspielgeräte und die finanzielle Unterstützung bei der Kooperation mit Vereinen.
Die IHK Hochrhein-Bodensee hat in der Stadthalle ihren Neujahrsempfang. Präsident Dietrich H. Boesken meint in seiner Festrede: »Die Politik ist gefordert, der Wirtschaft die Möglichkeit zu geben, blockierte Wachstumspotenziale auszuschöpfen«. Der Festakt wurde durch eine Ballettaufführung der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim mit der Tanzstiftung der ehemaligen Primaballerina und Professorin Birgit Keil umrahmt. Damit hat die IHK einen völlig neuen Weg des Neujahrsempfangs beschritten.
21. Januar 2000
Studiendirektor Bernhard Stockmar erhielt dieser Tage die Urkunde des Landes für 25-jährige Tätigkeit im Öffentlichen Dienst. Stockmar unterrichtet seit 1981 an der kaufmännischen Schule.
Zum Leserbrief von Kurt Härzschel, der sich mit der Spendenaffäre Anfang Januar beschäftigt, kommen immer mehr Reaktionen. Nun schreibt auch Rolf Strohm von der SPD auf diesen Brief eine Antwort.
Der Turnverein Fahrnau hat in der Sportgaststätte des SV Schopfheim seine Jahreshauptversammlung. Brigitte Möhrle, die Vorsitzende des Vereins, wurde mit der Gau-Ehrennadel ausgezeichnet. Einer der Höhepunkte im Berichtsjahr aus turnerischer Sicht war der Besuch des Gau-Turnfestes in Weil.
22. Januar 2000
Ein reges Vereinsleben herrscht bei den Gersbacher Kraftsportlern, die neben ihrer sportlichen Betätigung - so war bei der Hauptversammlung zu hören - auch kräftig beim Bau der neuen Halle mitgewirkt haben.
Bei den Vereinsmeisterschaften der Abteilung Tischtennis im TV Fahrnau waren verletzungsbedingt nur 18 Teilnehmer am Start. Spannend blieb es bis zum Schluss. Mit Athanasios Alipliotis, Eva Abert und Andreas Ruhnau standen schließlich die Vereinsmeister fest.
Die Turnerschaft Langenau trifft sich im »Maien« zur Jahreshauptversammlung. Die Zahl der Mitglieder ging um 30 Personen auf nunmehr 528 nach oben. Dies entspreche fast einem Drittel sämtlicher Langenauer Einwohner, meint der Vorsitzende, Gert Franke. Dass die Turnerschaft auch auf jungen Füßen steht, zeigt die stolze Zahl von 257 aktiven Kindern und Jugendlichen.
Besonders stolz zeigte sich die Turnerschaft über den seit langen Jahren sehr erfolgreich für den Verein antretenden Leichtathleten Joachim Klein. Dieser wurde nach erfolgreichem Bestreiten zahlreicher Wettkämpfe in die Liste der zehn besten Leichtathleten Baden-Württembergs aufgenommen.
Begeisterung kommt auf beim SVS-Familienabend in der vollbesetzten Stadthalle. Der SVS hat Jung und Alt und unzählige Akteure, die auf der Bühne wirken, zusammengeführt, um gemeinsam einige schöne Stunden zu verbringen.
Hochwasser und Sturm waren auch bestimmende Themen bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Langenau. Abteilungskommandant Walter Würger gab einen Rückblick über ein Mammut-Programm, das die Langenauer im vergangenen Jahr zu bewältigen hatten.
Freunde und Mitglieder des Turnvereins Wiechs treffen sich im Vereinsheim zur Jahreshauptversammlung. Der Mitgliederbestand ist leicht angestiegen. 415 Personen sind nun eingeschrieben. Roland Klingele, der Vorsitzende, konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Insbesondere waren die Männer und die Kinder beim Gau-Turnfest während der Grün 99 in Weil erfolgreich.
23. Januar 2000
Die CDU hat in der Stadthalle ihren Neujahrsempfang, der ganz im Zeichen der Spendenaffäre von Bonn, Berlin und Hessen stand. Ortrun Schätzle, ehemalige MdB, die im Auftrag der Stadtverbandsvorsitzenden Marianne Zabel die Gäste begrüßte, meint, die Volkspartei als politische Kraft im Dienst am Gemeinwohl sei mehr und müsse mehr sein als der Spenden- und Finanzskandal. Die CDU lasse sich nicht auf diese Vorgänge reduzieren. Gleichwohl seien die CDU-Mitglieder geschockt und schmerzhaft getroffen. Die Vorkommnisse treffen bis ins Mark. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dorothea Störr-Ritter meinte: »Das Denkmal Helmut Kohl ist ins Wanken geraten. Wenn wir nicht aufpassen, bekommen die Menschen eine Gesellschaft der Rücksichtslosigkeit, Ethik verkommt zur Worthülse«. Der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Zeiher ging in seinem Rückblick auf den erfolgreichen Kommunalwahlkampf ein, bevor auch er zum Skandal Stellung nimmt. »Ich getraue mich ja gar nicht mehr, die Nachrichten anzuschauen, weil wieder eine neue Ungeheuerlichkeit ans Tageslicht kommt«, resümiert er.
»Es ist wie ein Traum«, schreibt die Zeitung über die märchenhafte Geschichte »Der Echogeist«, die Marianne Neininger im »Theater auf der Au« inszeniert hat und nun aufführte.
Vokale und instrumentale Entdeckungen abseits gängiger Klassik-Pfade, so die Kritikerin des Konzertes, gab es zu hören beim Konzert der vhs, das vom »Ensemble Solange«, New York, in der Schopfheimer Stadthalle aufgeführt wurde. Die Zahl der Besucher ließ allerdings zu wünschen übrig.
24. Januar 2000
Die Anschaffung von neuen Stühlen für die Stadthalle wird im Ortsbauausschuss beschlossen.
Der Bauausschuss beschäftigt sich mit der Aufstockung der »Linde« in der Hauptstraße. Das Haus darf um ein Stockwerk aufgestockt werden. Bernhard Kuri, SPD-Stadtrat, meint, dass die Hauptstraße die neue Gebäudehöhe ertrage. Es entspreche dies einer modernen Stadtentwicklung.
25. Januar 2000
Andreas Nickel, Abteilungskommandant der Feuerwehr Kürnberg, blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Hochwasser und Sturm haben die Wehr gefordert. Ortsvorsteher Siegfried Schmidt, der sich bei den Wehrmännern und -frauen bedankte, meinte, es habe sich in diesem Jahr einmal gezeigt, dass es gut sei, wenn Ortsteilswehren im Ernstfall vorhanden seien und Ersthilfe leisten könnten.
26. Januar 2000
Die SPD überreicht Walter Flößer für die Renovierung der ehemaligen Fahrnauer Kirche St. Agathe einen Scheck über DM 500,-.
Durch den Schneefall der letzten Tage haben sich in Gersbach hervorragende Wintersportmöglichkeiten aufgetan. Die Skilifte sind in Betrieb.
27. Januar 2000
Vor einigen Tagen wurde nun die Stelle eines Geschäftsführers bei der SWS örtlich und überregional ausgeschrieben. Der derzeitige und neue ehrenamtliche Geschäftsführer Ruthard Hirschner, der neben der bisherigen Geschäftsführerin Brigitte Leisinger amtiert, meinte der Presse gegenüber, er sei zuversichtlich, dass trotz der knappen Frist ein nahtloser Übergang geregelt werden könne.
Dem Stil legendärer Rockmusiker aus den 70er-Jahren fühlt sich die vierköpfige Schopfheimer Band »Cocon« verpflichtet. Das Quartett hat jetzt seine Produktion auf eine CD gepresst.
Die vhs stellt ihr neues Programmheft mit einem neuen Logo vor. Margit Jüngerkes präsentiert darin 400 Angebote für die verschiedensten Zielgruppen, darunter alleine 70 Sprachkurse.
28. Januar 2000
Die Fahrnauer Zunfträte der Fasnachtsgesellschaft haben sich eine neue Kopfbedeckung zugelegt. Das Fahrnauer Wappen und ein Blaufuchsschwanz sind als zusätzlicher Kopfschmuck angebracht worden.
Die Selbständigkeit der evangelischen Kirchengemeinde Gersbach bleibt erhalten. Diese Aussage macht Dekanin Gerhild Widdess bei der Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde am vergangenen Sonntag. Die Versammlung folgte dem Anraten des Kirchengemeinderates, das Pfarrhaus samt Grundstück von der staatlichen Hochbauverwaltung zu übernehmen. Damit sichere man sich das Haus für eine spätere Wieder-Besetzung durch einen Pfarrer.
Während dreier Tage ist die Stadthalle Treffpunkt der Gesundheit. Die Heilpraktikerschule Verimeer in Schweigmatt veranstaltet die Gesundheitstage, zu denen Bürgermeister Fleck bei der Begrüßung meint, er freue sich über das unwahrscheinlich große Spektrum an Naturheilverfahren, die in Schopfheim präsentiert würden.
Am Golfplatz Ehner-Fahrnau wird Richtfest bei der Abschlaghalle gefeiert. Für Mai wird der Vollbetrieb erwartet.
Der langjährige 1. Vorsitzende des Fußballvereins Fahrnau, Jürgen Jäckh, gibt seinen Posten auf. Ihm folgt Bernhard Bischoff. Auch der 2. Vorsitzende, Andreas Gsell, findet in Markus Hörner einen Nachfolger. Jürgen Jäckh, der, wie er meint, vor zehn Jahren den Verein in einer schweren Krise übernahm, hinterlasse nun einen Verein mit Struktur.
29. Januar 2000
»Die FWV«, so schreibt die Presse heute, »entdeckt die Jugend«. Man strebt einen engeren Kontakt an und denkt an Gesprächsrunden über Themen wie Freizeitangebote, Politikinteresse oder die Frage »Sind Streetworker sinnvoll?«. Überlegungen werden angestellt zu Zielsetzungen, Verfahrensweisen und Öffentlichkeitsarbeit.
Das große Narrentreffen am kommenden Wochenende wird von der Narrenzunft mit großen Kraftanstrengungen vorbereitet.
Bereits vor einer Woche konnte das Rauschgift-Dezernat der Kripo Lörrach bei der Hausdurchsuchung bei einem 30-jährigen Schopfheimer 240 g Haschisch sicherstellen.
Die Hintergründe liegen noch im Dunkeln. Am vergangenen Dienstag wurde in Fahrnau ein 32-jähriger Mann mit einer Schussverletzung am Kopf ins Krankenhaus gebracht. Der Verletzte ist noch in Lebensgefahr. Die Polizei hat noch kein genaues Bild, ob möglicherweise eine unbekannte Person bei der Schussabgabe anwesend war. Es ist nicht klar, ob ein Unglücksfall vorliegt. Die Polizei sucht noch Zeugen.
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Musikvereins Gersbach wurde Stefan Deiß als Vorsitzender bestätigt. Für Dirigent Andreas Weber, der die Musiker seit zwei Jahren leitet, sind die musikalischen Aktivitäten und die Zöglingsarbeit erfreulich. Die musikalische Leistung des Vereins sei im Mittelstufenbereich anzusiedeln. Dies erfordere aber auch weiterhin Fleiß und Probenarbeit.
Der in Langenau lebende Kurt Ückert, Autor der Kolumne »Us der Heimet verzellt« im MT und Autor mehrerer heimatgeschichtlich orientierter Publikationen, feiert in Langenau seinen 65. Geburtstag.
Im Probelokal trifft sich der Musikverein Wiechs zur Jahreshauptversammlung. Reinhold Hagist meinte in seinem Rückblick: »Es war eines der schönsten Jahre« und begründete dies damit, dass alle ohne Ausnahme an einem Strang des Vereinsschiffes gezogen haben. Es habe nie ein Nein gegeben, kein Murren sei zu hören gewesen, wenn es um Arbeitseinsätze, Auftritte oder Proben gegangen sei. Die Neuwahlen brachten keine Veränderungen.
Generalversammlung auch beim Musikverein Langenau. Der Vorsitzende Hans-Jörg Sprich blickt auf ein gut laufendes erstes Jahr als Vorsitzender zurück. Der gute Erfolg der Unternehmungen des Vereins demonstriere, was es mit dem eigentlichen Zweck eines solchen Vereins auf sich habe, meinte die Schriftführerin, Rita Brutschin, und hob die gelebte Kameradschaftlichkeit und Gemeinsamkeit quer durch die Generationen hervor. Dirigent und Ausbilder Erwin Lenz sprach von einem erfolgreichen, wenn auch nicht immer einfachen Jahr.
Voll besetzt war die Langenauer Festhalle beim alljährlichen Senioren-Nachmittag für die älteren Langenauer und Enkensteiner Bürger. Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger aus Langenau und der neue Ortsvorsteher Rainer Strittmatter aus Enkenstein begrüßten die Gäste. Für eine Bombenstimmung sorgten die »Wiesental-Musikanten«. Die fast alle aus Langenau stammenden Musiker hatten damit seltsamerweise in ihrem Dorf zum ersten Mal einen Auftritt.
Bei der Generalversammlung des Gersbacher Gesangvereins wurden die Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Die Nachwuchssuche bleibt ein wichtiges Anliegen. 13 Kinder singen derzeit im Kinderchor mit. Die Freude über die Möglichkeiten in der neuen Halle ist groß. Zwar habe es bei der Einweihung noch Probleme mit der Beschallungsanlage gegeben.
Bei der Jahreshauptversammlung des Tennisclubs spielte das Hochwasser vom Februar 99 eine wesentliche Rolle, denn es hat die Kasse des Vereins nicht nur belastet, sondern viele Gespräche, die sich nicht um den Sport drehten, erfordert.
Auf ein sehr einsatzintensives Jahr konnte die Abteilung Raitbach der Feuerwehr bei der Jahreshauptversammlung zurückblicken. Mit 22 Einsätzen erreichte das Jahr, so Abteilungskommandant Walter Meier, eine bisher noch nie dagewesene Dimension.
30. Januar 2000
Gut besucht war das Konzert des Förderkreises für Kirchenmusik in der evangelischen Stadtkirche. An der Orgel spielte Martin Winkler, während Traugott Forschner ihn am Alphorn bzw. mit der Trompete begleitete.
31. Januar 2000
Der Beigeordnete Ruthard Hirschner feiert heute seinen 50. Geburtstag. Bürgermeister Fleck, der ihm bei einer Feierstunde gratulierte, meinte: »Seit fünf Jahren sind wir nun ein Team und alle haben davon profitiert«. In den fünf Jahren sei schon viel bewegt worden, vor allem die Neuordnung der Verwaltung mit den zentralen Verwaltungsstrukturen und die Einführung der Budgetierung.
Der Hauptausschuss beschäftigt sich mit dem Konzept zur Kulturfabrik. Mit den Stimmen von SPD, CDU und FWV wurde das »Grundkonzept«, wie der Bürgermeister die Vorlage bezeichnet, beschlossen. Lediglich die Unabhängigen wollten vor einem Beschluss die ursprünglich zugesagte inhaltliche Diskussion. Dem schlossen sich auch die GRÜNEN an.
01. Februar 2000
An der Hauptversammlung des Krankenunterstützungsvereins Fahrnau vor einigen Tagen im »Hirschen« wurde Hans Strütt für 70-jährige Mitgliedschaft und Treue durch den Vorsitzenden, Peter Schiller, geehrt. Karl Selz, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen, empfiehlt den Mitgliedern die aktive Unterstützung des Volksbegehrens »Mehr Demokratie in Baden-Württemberg«.
Beide Zeitungen berichten heute über den Beschluss der Kulturfabrik in unterschiedlicher Weise.
Wie es im ersten Jahr nach Fritz Schrank im MSC ging, erfuhr man bei der Jahreshauptversammlung. Interessant war dabei, dass das Jugend-Motocross erstmals in der Vereinsgeschichte des MSC als Gemeinschaftsveranstaltung mit dem MSC Hügelheim durchgeführt wurde. Erfolgreicher als im Vorjahr verlief das normale Motocross. Die Wahlen bestätigten im Übrigen alle Vorstandsmitglieder.
02. Februar 2000
Todunglücklich über das beschlossene Konzept über die Kulturfabrik ist der Kulturamtsleiter Klaus Strütt. »Ich kann hinter dem Zustandekommen des Beschlusses nicht stehen«, meinte er gegenüber dem MT.
Eine Ausstellung über die Fasnacht, über das Häs und ein kleiner geschichtlicher Einblick in die Schopfheimer Fasnacht wird im Museum eröffnet.
03. Februar 2000
Ganz im Gegensatz zum Kulturamtsleiter ist die vhs-Leiterin Margit Jüngerkes über den Beschluss zur Kulturfabrik zufrieden, meint sie doch, die vhs habe ein Kulturangebot auf breiter Basis.
Geschmückt zeigt sich die Markgrafenstadt. Sie erwartet am Wochenende nahezu 4.000 Narren beim Narrentreffen.
Wegen eines Erdrutsches am Entegast ist die Baier-Hütte für Fußgänger bis auf Weiteres gesperrt.
Die vhs startet eine einmalige Rückrufaktion. Wegen der großen Nachfrage sind alle Programme vergriffen. Nun soll jeder, der sich bereits informiert oder angemeldet hat, möglichst sein Heft an das vhs-Büro zurückgeben.
Seit Ende November 99 sind die Bauarbeiten für einen neuen Bus-Bahnhof der SBG im »Lus« in vollem Gange. Der neue Betriebshof sei ideal, so ein Sprecher der SBG. Er liege relativ nahe beim Verkaufsbüro und in der Nähe der Umgehungsstraße.
Joachim Rive, Amtsgerichtsdirektor a.D., bekam für seine besonderen Verdienste um die Belange der Verkehrssicherheit die »Senator-Lothar-Danner-Nadel« verliehen. Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr würdigte damit Rives Einsatz.
04. Februar 2000
Die Vorbereitungen für den farbenprächtigen Umzug beim Narrentreffen, der zu einem Schopfheimer Spektakel werden soll, sind nahezu abgeschlossen.
Die Eichener »Seewicht« stiften einen neuen Baum, der als Ersatz für den beim Orkan »Lothar« gefällten, markanten Birnbaum am Eichener See neu gepflanzt werden soll.
Der Musikverein Fahrnau hat Jahreshauptversammlung. Von 351 Mitgliedern wirken derzeit 43 Aktive im Verein. Der Auftritt der Fahrnauer beim Dorffest, das Doppelkonzert in Frankreich und das Wunschkonzert mit Moderator Reinhold Fetscher waren durchschlagende Erfolge, lässt sich dem Jahresbericht entnehmen. Dirigent Ulrich Winzer lag eigentlich nur Eines am Herzen: das Probelokal bereitet ihm Sorgen, aber nicht das Gebäude an sich, sondern, wie das Umfeld auf die Planung reagiert. Ob das nun mit Neid zusammenhänge, wolle er nicht beurteilen, aber die hervorragende Jugendarbeit und seine Arbeit werden dadurch kaputtgemacht. Sollte dies so weitergehen, fand er, sehe er sich gezwungen, zurückzutreten. Andreas Bernauer gab nach vierjähriger Tätigkeit sein Amt als Vorsitzender ab. Für ihn wurde Christoph Balzer gewählt. 2. Vorsitzender ist nun Gerald Blüss.
Nach 10-jähriger Amtszeit gibt Hartmut Heise den Vorsitz bei den Naturfreunden ab. Friedhelm Zitlau übernimmt sein Amt.
05. Februar 2000
Die Fahrnauer »Bättelsäcke« sind im Internet zu finden.
Marie Asal aus Wieslet gewinnt beim Gewinn-Sparen der Volksbanken einen nagelneuen Mercedes der A-Klasse.
Die 13. Jahrgangsstufe des THG nimmt sich während eines Projekttages das »Dritte Reich« vor. Aktuell befasst sie sich auch mit der Planung des Holocaust-Mahnmals in Berlin.
Seit 25 Jahren ist Manfred Goossens bei der IHK Hochrhein-Bodensee. Der Geschäftsführer hat heute, nachdem er viele Jahre lang in Schopfheim war, seinen Sitz in Konstanz.
Zum Zeichen der beginnenden Narretei erstellen die »Enninger« am Rathaus den Narrenbaum. Die Figur des »Enningers«, der auf dem Narrenbaum sitzt, soll während der närrischen Wochen das fasnächtliche Treiben fest im Auge behalten. »Enninger«-Chef Anton Weber kündigte ein neues Häs für die Schopfheimer Straßenfasnacht an. Ganz in schwarz und grimmig ist die neue, handgeschnitzte Holzmaske, die dem »Ennikon«-Dämonen verpasst wurde.
Auf ein sehr wichtiges und bewegtes Jahr blickt der Abteilungskommandant der Feuerwehr Enkenstein, Ernst Brutschin, bei der Jahreshauptversammlung zurück. Vor allem das Hochwasser zum Jahresbeginn, das das Dorf für einen Tag von der Außenwelt abschnitt, sorgte nicht nur für große Schäden, sondern bewies eindrucksvoll, dass die Welt im Ortsteil noch intakt ist, so der Kommandant.
06. Februar 2000
Wunderschönes Wetter war den Narren beim Narrentreffen der Zünfte aus dem Dreiländereck beschert. Tausende Menschen stehen am Straßenrand, um dem Narrentreiben mit Begeisterung zuzusehen. Zum Auftakt des Tages empfing Bürgermeister Klaus Fleck die Narrenschar am Vormittag im Rathaussaal. Rund 4.200 Hästräger und Musiker verwandeln die Schopfheimer Innenstadt in ein stimmungsvolles Bild. Gefeiert wird in den Straßen, auf den Plätzen, in der Altstadt und in den Gasthäusern.
07. Februar 2000
Der Bürgermeister informiert die Gemeinderäte über einen Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt, der bestätigt, dass mit den drei Fachbereichen und der Delegation von Verantwortung die Ablauforganisation der Stadtverwaltung sehr zweckmäßig neu geordnet wurde. Den EDV-Einsatz bezeichnet sie als sehr effizient. Außerdem liege in Städten zwischen 12.000 und 20.000 Einwohnern die Personalausstattung bei 3,23 Bediensteten je Tausend Einwohner, in Schopfheim nur bei 2,98.
Der Gemeinderat vergibt einer Firma aus Karlsruhe den Auftrag, ein Gutachten über den City-Bus zu erarbeiten.
Das Aktionskomitee »Kind im Krankenhaus«, das die Dorfgemeinschaft Eichen ins Leben gerufen hat, spendet der Kinderklinik Lörrach eine rollbare Bücherbar. Damit soll – wie bei der letztjährigen Aktion – weiter dazu beigetragen werden, dass in der Kinderklinik die Bedingungen verbessert werden können.
08. Februar 2000
Die Sparkasse Schopfheim sucht einen neuen Chef. Nach dem Ausscheiden von Alfred Horn, der zum 01. April die Bank verlassen wird, will nun auch Dr. Manfred Neubauer zum Sommer das Geldinstitut verlassen. Er möchte aus Altersgründen aus dem Amt ausscheiden. Die Stelle ist zum 01. August oder später in der FAZ ausgeschrieben.
09. Februar 2000
In der Jahreshauptversammlung des katholischen Kirchenchores wurde dieser Tage Ruth Volz für 60 Jahre aktives Singen geehrt. Der Vorsitzende, Rudolf Haußmann, wurde bei der Versammlung wiedergewählt.
10. Februar 2000
Am THG ist eine Projektgruppe »Gewaltprävention« als Elterninitiative ins Leben gerufen worden.
Im »Hirschen«-Saal in Wiechs traf sich dieser Tage der Tennisclub Wiechs zur Generalversammlung. Reinhold Pfuhl informierte, dass der Club derzeit 145 Mitglieder hat, davon 81 Erwachsene und 64, die das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.
11. Februar 2000
Die BZ meint heute: »Es rumort im Markus-Pflüger-Heim«. Mitarbeiter und Heimleitung beklagen, dass die Patienten nur unzureichend aus der Pflegeversicherung finanziert würden, weil der Betreuungsaufwand für psychisch Kranke und geistig Behinderte nicht richtig eingeschätzt werde. Letzte Hoffnungen, dass sich etwas ändert, setzt man auf die mittlerweile angerufene Schiedsstelle. Sonst – so der Heimleiter, Bernd Sevecke – werde man gezwungen sein, sich von den nicht rentablen »Geschäftsfeldern« zu trennen oder auch über einen weiteren Personalabbau die vom Landkreis geforderte Kostendeckung zu erreichen. Als Erstes stünde da wohl die Betreuung psychisch Kranker zur Debatte.
12 Bewerbungen, darunter eine Frau, sind für den Posten des Geschäftsführers bei der SWS eingegangen.
Vor einigen Tagen hatte der Langenauer Schäferhundeverein Jahreshauptversammlung. Hans Dantl kandidierte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Michael Reimann wurde daraufhin von der Versammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Karin von der Warth gibt den Vorsitz bei der AWO ab, da sie nach Freiburg verzieht. Der bisherige Gersbacher Ortsvorsteher Horst Sutter wird neuer Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt. Bei der Hauptversammlung wird auch wieder deutlich, was die zwölf ehrenamtlichen Helfer für den Dienst »Essen auf Rädern« erbracht haben. 21.000 warme Mahlzeiten wurden im Berichtsjahr ausgeliefert.
Generalversammlung beim Jugendtreff in der Langenau, zu dem fast alle Langenauer Vereine sowie der Ortsvorsteher kamen. Vom Jugendtreff wurden beispielsweise ein Kinder-Grümpelturnier, die Teilnahme am Kinderferienprogramm, die Bewirtung beim Kinderumzug und manch anderes mitorganisiert. Mit einem »Tag der offenen Tür«, Filmnachmittagen für Kinder und den mehrfach veranstalteten Kindertheater-Aufführungen stellten sich die Jugendlichen der Öffentlichkeit vor.
12. Februar 2000
Die Stadtbibliothek scheint beliebter denn je zu sein. Über 60.000 Leseinteressierte besuchten vergangenen Jahr die Einrichtung, was für 187.775 Ausleihungen sorgte, so Kurt Menter bei einem Pressegespräch. Der Bibliotheksleiter berichtet auch darüber, dass insgesamt 37.541 Medieneinheiten zur Verfügung stünden.
Bei der Jahreshauptversammlung der SPD meint der Vorsitzende, Rolf Strohm, zu den Kommunalwahlen, bei denen die SPD das Ziel nicht erreicht hat, gegen den vorherrschenden bundespolitischen Meinungstrend zur CDU sei kein kommunalpolitisches Kraut gewachsen und wohl kein besseres Ergebnis möglich gewesen. Zwar schmerze der Verlust eines Mandats, trotzdem müsse man nicht in Trauer gehen. Der Geist der schwarzen CDU-Kassen spukte nur selten im »Restaurant am Park« während der Hauptversammlung der Fraktion. Trotz der Spendenaffäre stehe die Demokratie aber noch immer auf festem Boden. Dr. Jost Noller verurteilte den fahrlässigen Umgang mit Gesetz und ethischen Normen. Rolf Strohm möchte bei der nächsten regulären Vorstandswahl nicht mehr kandidieren. Zu neuen 2. Vorsitzenden wählte die Versammlung Stefan Maas und Jürgen Jäckh.
Vor ausverkaufter Stadthalle spielte das Ensemble des Ballettstudios Aurelia Poloczek das Märchen »Schneewittchen«. Die 60 kleinen Tänzerinnen haben zweieinhalb Jahre für diesen Auftritt geprobt.
Noch werden Schauspieler für das Theaterstück »7-5-0«, das im Sommer Uraufführung haben soll, gesucht.
14. Februar 2000
Schlechte Nachrichten für Langenau: Die Firma Kunert verlagert ihr Sockenlager. Dies gefährdet 40 Arbeitsplätze bei Arlington Socks. Wer von den Kündigungen betroffen sein wird, ist noch ungeklärt.
Der vor vier Jahren gegründete Gospelchor »Resonance of Life« kann heute auf 49 Stimmen zählen. Die SängerInnen kommen nicht nur aus dem Raum Schopfheim, sondern auch aus Lörrach und Haltingen.
15. Februar 2000
Die SPD begrüßt alle Maßnahmen, die zur Verkehrsberuhigung beitragen und den Durchgangsverkehr in der Hauptstraße fernhalten. Rainar Eidmann erinnerte an ein Umfrageergebnis vor fünf Jahren. Darin wollen 90% der Schopfheimer langfristig eine Fußgängerzone. »Eine gute Idee, die man mittragen kann«, meint Artur Cremans zur Mini-Fußgängerzone. Dass der Gewerbeverein dies ganz anders sieht, verstehen die Genossen um Artur Cremans nicht.
Das Tournee-Theater Greve ist in der Stadthalle mit Kleists »Prinz Friedrich von Homburg« zu Gast. Wahrlich kein leichter Stoff, der die volle Konzentration des Publikums erforderte.
16. Februar 2000
48 Beschäftigte sollen einer Pressemitteilung der Kunert AG zufolge in der kommenden Woche die Kündigung bei der Arlington Socks GmbH in Langenau erhalten. Grund dafür ist die Verlegung der Sockenlager und des Versandbereiches nach Immenstadt im Allgäu. Zu den Befürchtungen wegen der Standortfrage erklärt das Unternehmen, dass das »hochqualifizierte Mitarbeiterteam« und die »strategisch günstige Lage im Dreiländereck« den Standort auch langfristig für die Kunert AG »unverzichtbar« machen.
Heinz Sado, Vorsitzender der Schopfheimer Kaninchenzüchter, hielt dieser Tage bei der Jahreshauptversammlung im »Markgrafen« Rückblick über die Aktivitäten. Keine Chance hatte dabei eine Erhöhung der Jahresbeiträge. Renovieren und wetterfest machen wollen die Kaninchenzüchter einen Geräteschuppen in Eichen, in dem dann die Geräte und Materialien untergebracht werden sollen.
Im Entegastwald ging ein Erdrutsch nieder. Ein größeres Hangstück hat sich gelöst, riss größere Mengen Erdreich und Bäume mit sich und endete in der Wiese.
17. Februar 2000
Der Musikverein Fahrnau kann sich über Preisträger beim Wettbewerb »Jugend musiziert« freuen. Markus Wittnebel erspielte sich im Fach Trompete einen hervorragenden 3. Preis; Adrian und Benedikt Vogt, Trompeten, belegten einen 2. Platz; Oliver Boehme, Horn, konnte ebenfalls einen 2. Platz in demselben Kreiswettbewerb erringen.
Bei der Generalversammlung des Kaninchenzuchtvereins Fahrnau hält der Vorsitzende, Otto Möhrle, Rückblick und Vorausschau. Er dankte insbesondere dem Fußballverein dafür, dass sein Verein die Ausstellungen immer wieder auf dem Gelände des Fußballvereins abhalten darf.
Seit heute ist die Hauptstraße wieder durchgehend befahrbar. Die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen.
Zum Richtfest des Eingangspavillons der EXPO 2000, dem als tragende Säulen Gersbacher Tannen dienen, verweilen Jutta Beer vom Verkehrsbüro und Martin Buchleither von der »Mühle« Gersbach in Hannover. Mit Produkten aus Gersbach – wie Wurst und Käse – werben sie für den Erholungsort.
18. Februar 2000
Bei der Jahreshauptversammlung des Sportvereins Schopfheim will Hermann Unger das Vorstandsamt niederlegen. Ebenso möchte Frank Ullmann als Trainer aufhören.
Bei der Jahreshauptversammlung des Schwarzwaldvereins bedauert der Vorsitzende, Prof. Dr. Gerold Blümle, dass die Zahl der Mitglieder von 627 auf 594 gesunken ist. Insgesamt hat der Verein 46 Wanderungen organisiert und durchgeführt. Wanderkönig wurde Werner Opitz mit einer Gesamtwanderstrecke von 666 km.
19. Februar 2000
Stolz sind Teilnehmerinnen an einem vhs-Nähkurs. Sie haben die ersten prächtigen Gewänder für das mittelalterliche Fest geschneidert.
Im Kreis Lörrach waren Ende Dezember 1999 7.441 Personen arbeitslos. In Schopfheim zählt man 824 Arbeitslose.
Im Nu stand der Narrenbaum vor dem Langenauer Rathaus. Wie’s närrisch weitergehen soll, erfährt man von der frisch gekürten Prinzessin »Heidrun vo der Insel«, die nun die närrischen Tage im Ortsteil beherrschen wird.
Ein vollbesetztes Haus ist den Narren beim 1. Zunftabend in der Stadthalle beschert. Applaus und immer wieder Gelächter – kurz, eine gute Stimmung – war den Akteuren sicher, die mit Florian Sprich einen Neuling auf die Bühne stellten. Ihm folgte Stefanie Schöchlin, die bereits in gekonnter Manier das Lokalgeschehen auf den närrischen Prüfstand stellte. Die »3 Ex« – Bernhard Springmann, Hans Itzin und Wolfgang Bühler – redeten kommunalpolitischen Klartext, ehe Klaus und Peter Strauß als »Zwei us em Park« auf ihre gekonnte Art der Moritatensänger weiter erheiterten. Jeannot Weißenberger und sein Gehilfe Hansi Glöggler hatten nicht nur bei der Schnitzelbank die Lacher auf ihrer Seite, sondern zündeten – wie immer zum Schluss des Programms – ein Feuerwerk als die »Zwei Tropfe vo Schopfe«. In wunderbaren mittelalterlichen Kostümen traten Claus Stockburger und Gisela Glöggler auf, die vom Balkon des »Pflugs« all Jene närrisch betrachteten, die zum Stadtfest gingen. Neu in der Bütt war Siegfried Schmidt als »Zwuggel vom Buggel«. Er zeigte den Schopfheimern, wo man richtig feiern kann und meinte damit sein Kürnberg. Für orientalischen Zauber und den Flair von 2001 Nacht sorgte das Jazz-Ballett der TSG.
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass für den Ton Hanspeter Hilbert, für das Licht Jochen Gräf und für die Maske Doris Segner mit ihrer Mannschaft zuständig und verantwortlich waren. Die Narren-Verantwortlichen, allen voran Statthalter »Hans vo de Sockenau«, der sein närrisches Volk begrüßte, durften mit dem Abend voll zufrieden sein.
Hans-Dieter Albiez wollte sein Vorstandsamt bei der Sportgemeinschaft Eichen niederlegen. »Mir vergeht jegliche Freude am Hobby im Verein«, meinte er. Die Punktekonten und die Zuschauerräume seien leer, dies hätte er noch verkraften können, wenn nicht seine Helferliste auch ständig leer gewesen wäre. Schließlich ließ er sich noch einmal zum Weitermachen überreden.
20. Februar 2000
Voll besetzt war die Fahrnauer Festhalle beim Konzert der Jugendorchester des Musikvereins Fahrnau, der Stadtmusik Schopfheim und des Musikvereins Rickenbach.
21. Februar 2000
Der Umweltausschuss beschäftigt sich mit Hundetoiletten. Schließlich wurde beschlossen, am Hintermattweg zwei Behälter für Hundekot mit den dazugehörigen Kottüten probeweise aufzustellen.
Die Diskussion um den Abwasserkanal in der Stabhalter-Flury-Straße findet heute einen vorläufigen Abschluss. Der Umweltausschuss lässt sich durch das Wasserwirtschaftsamt, das eingeschaltet wurde, berichten. Im gesamten Wohngebiet ist aufgefallen, dass große Dachflächen nicht am Regenwasser, sondern an den Schmutzwasserkanal angehängt wurden, wodurch es zu hoffnungslosen Überlastungen kam und noch kommt. Viele Anwohner sind bereits dabei, die Fehlanschlüsse an ihren Häusern zu ändern. Ein Umlenkungsschacht soll noch in diesem Jahr gebaut werden.
Beschlossen hat der Ortsbauausschuss auch die neuen Wartehäuschen am zentralen Omnibusbahnhof in der Bahnhofstraße. Es werden nun nicht, wie von der SPD einmal gefordert, eigens gestaltete Unterstellmöglichkeiten realisiert, sondern Wartehäuschen »von der Stange«.
22. Februar 2000
Die Kürnberger Bevölkerung war sich bei einer Bürgerversammlung, zu der Ortsvorsteher Siegfried Schmidt eingeladen hatte, einig, beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« mitzumachen.
Bürgermeister Klaus Fleck und die Förster Helmut Bäckert und Jörg Gempp betrachten sich aus der Luft die Schäden, die der Orkan »Lothar« in den Waldungen verursacht hat. Die Förster konnten einige Schäden bisher wegen der massiven Schneefälle, die den Wald unbegehbar machen, noch nicht besichtigen. Jörg Gempp, der für Gersbach zuständige Förster, meint, dass wohl über 40.000 Festmeter Stammholz im Gersbacher Revier anfallen werden.
23. Februar 2000
»Mehr Demokratie in Baden-Württemberg« – unter diesem Motto treffen sich zahlreiche Bürger bei einem Workshop mit Prof. Geitmann von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Kehl, in der Waldorfschule.
25. Februar 2000
Bei der Generalversammlung des Gesangvereins Wiechs ist im Rechenschaftsbericht davon die Rede, dass der Verein derzeit 42 Aktivmitglieder, davon 21 Frauen, zählt. Aber auch ein Kinderchor mit 25 Stimmen unter der Leitung von Monika Argast kann sich sehen und hören lassen. Lothar Gisin ist und bleibt Vorsitzender. Mit Hannelore Lay ist der Posten der 2. Vorsitzenden wieder besetzt. Heinrich Schweikert, der Dirigent des Chores, bedankte sich für die gute Mitarbeit und die Treue seiner Mitglieder. Ein Dank des Vorsitzenden ging auch an die Inhaber der »Krone«, die das Gasthaus als Probelokal zur Verfügung stellen.
Agenda 21 – ein wichtiges Schlagwort, das nun Realität bzw. Alltag werden soll. Zunächst wird sich der Gemeinderat am kommenden Montag mit diesem Thema beschäftigen. Den Startschuss zum eigentlichen Prozess des gesamten Erarbeitens wird eine Auftaktveranstaltung am 05. April geben. Es sollen dann Arbeitskreise gegründet werden, die sich um die Themen »Stadtentwicklung«, »Umwelt« und in einem dritten Arbeitskreis um »Gesellschaft« kümmern sollen. Bei der Stadtverwaltung wurde eigens Dr. Eva-Maria Jopski für diese Maßnahme eingestellt.
Der in Wiechs wohnende Kunstmaler Ernst Hänßler, ein Nachkomme des bekannten Portraitmalers aus Steinen, stellt derzeit Arbeiten im »Goldenen Löwen« aus.
Da war selbst »Hans vo de Sockenau«, amtierender Statthalter Schopfheims, von den Socken, als er in der Fahrnauer Fasnachts-Hochburg beim Zunftabend ein Paar handgestrickte Socken, die das Hochwasser in der Langenau besser aufsaugen sollten, überreicht erhielt. Neben den »Düfzelwälder Dreckspatzen«, Bernhard Springmann, Hans-Peter Schwald, den »Schnäderenten« aus Kürnberg war auch Kathrin Lange in der Bütt. Auch Stefan Brunner und Jörg Meier sorgten wieder für fasnächtliches Lokalkolorit.
26. Februar 2000
Heute wird bekannt, dass vor einigen Tagen Thomas Burth, ein in Schopfheim sehr engagierter Mundart-Dichter, der in Minseln lebte, kurz nach Vollendung seines 66. Lebensjahres verstorben ist.
Gustav Greiner erhält vom Beigeordneten Ruthard Hirschner für die ehrenamtliche Tätigkeit bei den Imkern die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg einschließlich Verleihungsurkunde des Ministerpräsidenten überreicht.
27. Februar 2000
Bei schönem Wetter und hartem Schnee hat der Skiclub Fahrnau Vereinsmeisterschaften am Hochkopf. Andreas Kropf (alpin), Sabine Fedtke (Snowboard), Nadine Ludwig (alpin) und Andreas Gundlach (Snowboard) waren die glücklichen Sieger.
Als Vakanzpfarrer wirkte Markus Wagenbach bereits seit vielen Monaten in Gersbach. Nun wurde er offiziell durch Dekanin Gerhild Widdess und den Kirchengemeinderat in das Amt des Pfarrers in Gersbach eingeführt.
28. Februar 2000
Der Gemeinderat beschäftigt sich mit der Agenda 21 und gibt grünes Licht für eine Auftaktveranstaltung. Er beschließt auch die Einrichtung von drei Arbeitskreisen, in denen nicht zuvorderst die Kommunalpolitiker mitarbeiten sollten. Die Teilnahme an den Arbeitskreisen ist für alle Beteiligten, auch für die Gemeinderäte, völlig freiwillig.
Bei drei Nein-Stimmen hat der Gemeinderat das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes »Sport- und Freizeitzentrum Oberfeld« in die Wege geleitet. Vorgesehen ist neben der Einrichtung des Freizeitgeländes auch die Verkehrsanbindung an die B 518. Dabei soll durch einen Kreisverkehr zunächst die Geschwindigkeit aus Richtung Wehr reduziert werden und außerdem die Zufahrt zu den neuen Parkplätzen im »Oberfeld« geleitet werden. Dadurch wird das Wohngebiet »Oberfeld« bei Sportveranstaltungen weniger belastet.
Vehement argumentiert eine Bürgerin aus Sattelhoff erneut für Tempo 30 in der engen Ortsdurchfahrt des Ortsteiles.
29. Februar 2000
Kein Problem war der Bauantrag für den Umbau des alten Schlachthauses im Ortsbauausschuss. Zum Problem wurde jedoch die Straßenführung. Artur Cremans und Claus Stockburger lenkten den Blick auf die Kurve, die die Straße um das Gebäude machen muss. Stockburger meinte: »Dort soll einmal die Nordumfahrung hin«, ihn beschleiche jedoch jetzt das Gefühl, dass hier ein Nadelöhr geschaffen werde. »Diese Bedenken teilen wir«, versicherte Beigeordneter Hirschner, jedoch die Tiefbauer hätten hoch und heilig versprochen, dass der Platz für die Straße reiche.
In ungewohnter Schärfe – so die Presse – erfolgte eine Debatte im Bauausschuss zur Bebauung in der Belchenstraße. Karl Selz und Claus Stockburger traten mit einfachen Nachfragen eine Lawine los. Karl Selz kritisierte die Architektur und nannte die Pläne »Einheitsbrei«. Claus Stockburger wollte nur wissen, warum der Gemeinderat seinerzeit das Objekt nur an einen Investor vergeben habe. Artur Cremans verstand die ganze hitzige Diskussion nicht. Es sei doch alles schon beschlossene Sache, man könne nicht alles von vorne aufrollen.
01. März 2000
Bei der letzten Fraktionssitzung der CDU war der geschäftsführende Schulleiter der Schopfheimer Schulen, Wolfgang Gabriel, zu Gast. Die Substanzerhaltung der Schulen soll für die Zukunft verstärkt beachtet werden, um teure Sanierungsmaßnahmen zu verhindern, so die Runde der Politiker. Langfristig müsse man vielleicht doch an die Einrichtung einer Realschule in Schopfheim denken, da die Schulen dieser Art in der Nachbarschaft aus allen Nähten platzen, hört man weiter.
Der Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN entschloss sich, die Initiative »Mehr Demokratie e.V.« zu unterstützen. Diese möchte über einen landesweiten Volksentscheid den Bürgerentscheid auf kommunaler Ebene erheblich erleichtern.
Thomas Burth, Mitbegründer der Mundart-Literaturwerkstatt Schopfheim, wird heute in Radolfzell am Bodensee bestattet.
Das Mütterzentrum ist nun in die Bahnhofstraße 1 (neben der Volksbank) umgezogen.
Wolfgang Steinröder, Leiter der Musikschule Steinen-Schopfheim, wird in den Ruhestand verabschiedet. In einer Feierstunde im Haus der Sicherheit in Steinen dankt ihm Bürgermeister Stumböck für seine fast 25-jährige Tätigkeit. Für die Trägergemeinde Schopfheim würdigte Bürgermeister Klaus Fleck die hervorragende Zusammenarbeit Steinröders im Musikschulausschuss. In der gleichen Feierstunde konnte Susanne Kagerer als neue Musikschulleiterin vorgestellt werden.
02. März 2000
Heute erst wird bekannt, dass seit dem 01. Februar die 27-jährige Anna Herting neue Richterin am Amtsgericht Schopfheim ist. Sie übernahm mit je einer halben Stelle in Schopfheim und Lörrach die Nachfolge von Richter Martin Maurer, der nach Schönau wechselte.
Insgesamt 46 Teilnehmer konnten in diesem Jahr beim Sportverein Schopfheim das Sportabzeichen erringen. Koordinator Joachim Harder zeigte sich über die guten Leistungen erfreut, merkte aber an, dass immer weniger Jugendliche teilnehmen.
Die Aruba-Narren stürmen den Rathaussaal wie jedes Jahr. »Hans vo der Sockenau« verbannt den Bürgermeister nach Afrika (er geht tatsächlich für einige Tage nach Dikome). Den närrischen »Dilldapp-Orden 2000« erhielt der TSG-Vorsitzende Gerhard Doll. Ozume Marcus Walter meinte an den neuen Dilldappen gerichtet: »Fast jeder Dilldapp wurde bisher auch Statthalter«.
Beim Hemdglunki geht’s zum Start in die tollen Tage. Mit Kind und Kegel, im Nachthemd, mit Pauken und Saublootere starten die Glunki in Fahrnau und in Schopfheim. Im Ortsteil waren es laut Presse etwa 200 in Nachthemden Gekleidete, die durchs Dorf zur Festhalle zogen. In Schopfheim war die Glunki-Schar um ein Vielfaches größer, die, von der Stadtmusik angeführt, mit Fackeln u.a.m. unters Kupferdach der Stadthalle zogen und dort die Nacht durchfeierten. Die verstärkten Kontrollen, die die TSG angekündigt und eingesetzt hat, zeigten Wirkung.
Närrisch ging’s bei den Senioren in der Stadthalle zu. Ein riesiger Besucherandrang überraschte die Veranstalter. Während Zunftabend-Akteure für Unterhaltung sorgten, nutzten die Senioren auch ausgiebig die Gelegenheit zum Tanzen.
03. März 2000
Die Schopfheimer Firma AFT wurde von der Schweizer Kardex Remstar-International-Gruppe übernommen. AFT soll als eigenständige Gesellschaft erhalten bleiben. Geschäftsführer ist weiterhin Gerhard Brutschin. Die Kardex-Gruppe, die Systeme für die Lager- und Bereitstellungslogistik herstellt, erzielt knapp 300 Mio. Sfr. Umsatz; AFT kommt auf rund 100 Mio. Die deutschen AFT-Standorte in Schopfheim und Bautzen, an denen 180 Menschen beschäftigt sind, sollen uneingeschränkt bestehen bleiben, so das Unternehmen.
04. März 2000
In der ersten Runde des 13. Landeswettbewerbs Mathematik sicherte sich Rafael Gieschke aus der Klasse 7b des THG in seiner Jahrgangsstufe einen 1. Preis.
05. März 2000
Die Schnitzelbank-Sänger des »Sternen-Zinkens« ziehen durch die Schopfheimer Gaststätten und singen ihre Verse.
Ein farbenfroher Fasnachtsumzug zieht durch die Straßen der Stadt. Mit Konfetti sparten weder die Fußgruppen noch die Narren, die sich auf den Wagen befanden. Die Umzugs-Jury prämierte dann den Wagen des »Hexen-Zinkens«, der die Sanio’schen Immobilien unter dem Hammer sah.
Narrentreiben beim Kolpingball im katholischen Gemeindehaus.
Über das Wochenende wurden drei Autos in der »Pflug«-Tiefgarage beschädigt. Lack wurde zerkratzt und die Autos aufgebrochen, danach verschiedene Gegenstände entwendet.
06. März 2000
Strahlender Sonnenschein beim Kinderumzug, der die Jüngsten in froher Laune zur Stadthalle führt.
Verkleidet war ein Täter, der in den frühen Morgenstunden des Rosenmontags Angehörige einer Fasnachtsclique abkassierte. Kurz nach 5 Uhr morgens trat der Maskierte einem Cliquenmitglied entgegen und forderte es auf, das Geld herauszugeben. Mit mehr als DM 1.000,- gelang es dem Vermummten, zu fliehen.
In der Nacht kommt es zu einer Schlägerei in der Stadthalle.
Auch im dritten Anlauf war der Guggebal 2000 in der Fahrnauer Festhalle wieder ein voller Erfolg.
07. März 2000
Das JuZ will mit einer neuen Konzeption einen Neuanfang wagen.
Großes Wehklagen begleitet die Schar der Hemdglunki. Sie verbrennen am Kronenbrunnen die Fasnacht. »Aruba 2000 war für Alli s’Signal un de Erfolg war phänomenal«, so Aruba-Pfarrer Oliver Schaubhut beim Zugrabetragen des Kerli. Höhepunkt war in diesem Jahr das Narrentreffen mit 3.000 Hästrägern und 30.000 Zuschauern.
08. März 2000
In der jüngsten Sitzung der Schopfheimer GRÜNEN ging es um das Schlagwort »Öko-Strom«. Bereits in diesem Monat wollen die Ortsvereine Schopfheim und Zell zusammen mit den Schönauer Elektrizitätswerken über dieses Thema und den Wechsel des Stromanbieters auf dem Wochenmarkt informieren.
Aus und vorbei: Am Aschermittwochabend hat auch der Narrenregent »Hans vo de Sockenau« sein Szepter zurückzugeben. In Abwesenheit des Bürgermeisters erhält Beigeordneter Ruthard Hirschner den Schlüssel des Rathauses wieder in Händen. Zuvor gilt es jedoch beim Heringsessen den Schnelleren zu ermitteln. Wie immer hat die weltliche Macht keine Chance gegen den närrischen Hunger des Statthalters. Er war auch hier nicht zu stoppen und verschlang den Hering wesentlich schneller als der Beigeordnete.
09. März 2000
Im Landkreis Lörrach sank die Arbeitslosenquote auf 8,2%.
Am 25. März wird sich die evangelische Bezirkssynode mit der bisher gültigen Bestattungsagenda, die 28 Jahre alt ist, beschäftigen. Aus bisherigen Überlegungen heraus wurde diese neu bearbeitet. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Tod eines Menschen und mit dem eigenen Leben und Sterben verlangt ein seelsorgerliches Handeln an den Hinterbliebenen von höchster Sensibilität.
Die erste Mannschaft der TSG-Badminton-Abteilung ist wieder in die Verbandsliga aufgestiegen.
»Reinhard der Dritte« (Reinhard Heckendorn) regiert auf dem Wiechser Buckel die nächsten Tage.
10. März 2000
Laut vorläufigem Investitionsprogramm des Straßenbauamtes ist mit einem Straßenumbau des Knotens Wiechser Straße nicht vor dem Jahre 2004 zu rechnen. Die neue Anbindung an die B 518 kommt in den Planungen bis zum Jahre 2005 überhaupt nicht vor. Der Leiter des Straßenbauamtes meint, dass dieses Investitionsprogramm nur einen Vorschlag bedeute.
Martin Zieher, CDU-Landtagsabgeordneter, wird – so gibt er dem Kreisvorstand gegenüber zu erkennen – bei der nächsten Wahl nicht mehr als Kandidat antreten.
In der Ortschaftsratssitzung in Raitbach wird beschlossen, dass der Ortsteil nicht am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« teilnimmt. Außerdem lehnt der Ortschaftsrat auch eine Beteiligung am Stadtfest vom 04.-06. Juni in der Altstadt ab.
11. März 2000
Das MT meint in einer groß angelegten Überschrift: »Wieso nicht gleich eine Fußgängerzone?« und bringt mit diesem Artikel die Unsicherheit der Fußgänger und der Kraftfahrer im neu ausgebauten Teilstück der Hauptstraße auf den Nenner.
Vor dem strengen Narrengericht durfte Ex-Statthalter Hans Weinbrechtinger noch einmal beim »Rätsch-Obe« in der Langenauer Halle Rede und Antwort stehen. Prinzessin »Heidrun I.« aus Langenau hielt Hof und hieß den Ex-Statthalter mit seinem Gefolge herzlich willkommen. Bei diesem »Rätsch-Obe« glossierten die Langenauer Narren das dörfliche Geschehen.
Enkensteins Ortschaftsrat beschloss, sich erst im Jahre 2002 am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« der Jury zu stellen.
12. März 2000
Bei strahlendem Sonnenschein können die Wiechser ihre Wibufa feiern. Kein Hochwasser oder eine andere Katastrophe hinderte die Narren, sich ganz ausgelassen zu zeigen. Getrübt wurde der Himmel nur durch Konfettiwolken.
Langenau startet einen Kinderumzug zur Buurefasnacht, zu dem die Gündenhausener »Hexen« mit ihren Wagen wesentlich beitragen.
Scheibenschlagen – ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter zu Ende geht. Die Fasnacht ist endgültig vorbei. Auf den Höhen um die Stadt brennen in den Ortsteilen die Scheibenfeuer. Einzig in Schopfheim brannte das Feuer bereits am Samstag.
13. März 2000
Agnes Siebold feiert heute im Georg-Reinhardt-Haus, in dem sie seit 23 Jahren lebt, ihren 100. Geburtstag. Früher hatte sie über 50 Jahre lang im katholischen Kirchenchor mitgesungen.
Claudia Brenzinger wird zur Konrektorin an der Friedrich-Ebert-Schule ernannt. Schulrat Diethard Spira vom Schulamt gratulierte der Nachfolgerin von Clemens Theilacker und freut sich, dass nach einem halben Jahr der Vakanz die Stelle wieder neu besetzt werden konnte. Claudia Brenzinger ist seit 1991 an dieser Schule tätig.
Der Hauptausschuss des Gemeinderates nimmt den Bericht des Stadtjugendpflegers über das JuZ entgegen. Mehr Deutsche gehen danach wieder ins JuZ.
In gleicher Sitzung beschäftigte sich der Hauptausschuss mit den Plänen der Bibliothek. Klar wurde dabei, dass die Bibliotheks-Internetplätze nicht grundsätzlich dazu dienen sollen, im Internet zu surfen, sondern dass sie zur Informationsnutzung herangezogen werden.
Der Landkreis Lörrach hat zu einer Auftaktveranstaltung der lokalen Agenda 21 in die Stadthalle eingeladen. Hauptredner des Abends war Prof. Klaus M. Leisinger. Er meinte in seinem Vortrag, die künftigen Probleme der Welt ließen sich nur dann lösen, wenn begriffen werde, dass diese »Bevölkerungspolitik mit menschlichem Antlitz«, die bei den »Armen« soziale Sicherheit und bei den »Reichen« respektvollen Umgang mit der Umwelt schaffe, nicht nur die Grundlage für die Agenda bilde, sondern gleichsam die Umschreibung des von ihr angestrebten Prozesses und ihrer Ziele ist. Die Agenda-21-Auftaktveranstaltung erfreute sich einer großen Resonanz.
14. März 2000
Erich Zimmermann, stellvertretender Vertriebsleiter und Handlungsbevollmächtigter der Firma EKATO, erhielt für seine 40-jährige Tätigkeit im Unternehmen die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg. Bürgermeister Klaus Fleck überreichte die Urkunde des Ministerpräsidenten. Begonnen hatte Erich Zimmermanns Tätigkeit im Jahre 1960 als Maschinenschlosser-Azubi. Die Ehrung erfolgte in Anwesenheit des Geschäftsführers der Firma, Gerhard Zeiler, und des Betriebsratsvorsitzenden Roland Steinebrunner, die beide dem Jubilar ebenfalls gratulierten.
15. März 2000
Bei der Hauptversammlung des Gewerbevereins Schopfheim gibt es einen Wechsel. Dr. Thomas Wieland übergab sein Vorstandsamt nach 12 Jahren an Stefan Klever. Das Vorstandsteam besteht nun aus Claus Stockburger, Stefan Klever und Bärbel Weber. Hart ins Gericht geht der Gewerbeverein wieder mit der Stadt und der Stadtverwaltung. Es sei schon fast beleidigend - so Stockburger -, wenn im Gemeinderat immer wieder behauptet werde, der Gewerbeverein sage zu allen Projekten Nein. Zur Verkehrsberuhigung in der Innenstadt meint er, sie sei »ein Witz«, insbesondere dann, wenn sie mit zunehmendem Durchgangsverkehr begründet werde. Die Stadt habe schließlich versäumt, Möglichkeiten zur Umfahrung der Innenstadt zu schaffen. Nicht einmal Pläne zur Nordumfahrung seien in den letzten 15 Jahren vorgelegt worden. Zum Jubiläumsjahr der Stadt möchte der Gewerbeverein nun einen Parktaler kreieren. Er soll in 15.000-facher Auflage geschaffen und zum Füttern der Parkautomaten benutzt werden. Auch Alfred Horn, der 18 Jahre lang das Vereinsschiff des Gewerbevereins als Kassier mitsteuerte, hört auf.
16. März 2000
Die Kolpingfamilie feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird der Presse die Festschrift »Kolpingsfamilie 1925-2000«, die 60 Seiten umfasst, vorgestellt. Die Festbroschüre haben Georg Neumann und Heiner Baur erarbeitet.
Seit mehr als 25 Jahren vertreten Rolf Strohm und Horst Sutter die Gersbacher SPD. Artur Cremans, Fraktionschef der Sozialdemokraten, würdigt im Beisein der langjährigen kommunalpolitischen Wegbegleiter Ruth Sprich und Robert Zapp die beiden Gersbacher Kommunalpolitiker.
Die Bewohner des »Rebacker-Rütteberg« in Wiechs haben Angst, dass durch das Wohngebiet gerast wird und man es als heimliche Umfahrung benutzt.
Ein SWR-Team war rund 24 Stunden lang bei »Kanal Ratte«. Die Sendung soll voraussichtlich im Rahmen der SWR-Produktion »Hierzuland« ausgestrahlt werden.
Die Schopfheimer Arbeitslosen-Initiative zieht bei der ersten Jahreshauptversammlung Bilanz. Arbeit ist genug vorhanden, jedoch die Fördermaßnahmen sind so verändert worden, dass das Programm von 10 Jugendlichen auf sechs Jugendliche reduziert werden muss.
17. März 2000
Rainar Eidmann wird an der Gewerbeschule Schopfheim zum Fachleiter zur Koordinierung schulischer Aufgaben an der Gewerbeschule bestellt. Gleichzeitig erhält der zum Schulleiter ernannte Jakob Rauter die Ernennung zum Oberstudien-Direktor. Zum Stellvertreter des Schulleiters wird Studiendirektor Otfried Eckert, der ebenfalls seine Ernennungsurkunde erhielt, ernannt.
Vor einigen Tagen wurde in Fahrnau ein neuer Seniorentreff ins Leben gerufen. Im evangelischen Gemeindehaus sollen diese Treffs, die Ursel Scheithauer und ein sechsköpfiges Team betreuen, in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Das erste Internet-Café Schopfheims geht on line. Die Möglichkeit bietet Andreas Schlageter in seinem »Steakhüsli« in Fahrnau. In einem separaten Saal der Gaststätte sind drei Computer und ein Drucker für die Internet-Surfer installiert. Für DM 10,- pro Stunde kann man sich nach Herzenslust im Internet bewegen.
Wunderbare Fotos zeigen die Foto-Freunde zum Thema »Wasser« noch bis Ende März in der Sparkasse Schopfheim. Auch die 22. Ausstellung der Foto-Freunde kann wieder vollauf begeistern, so wie jedes Jahr.
Der Ortschaftsrat Gersbach beschäftigt sich mit einem Papier zur Sicherung der Landwirtschaft. Eine Arbeitsgruppe hat sich mit der Situation der Landwirte, dem Naturschutz und dem Tourismus auseinandergesetzt. Vorgeschlagen wird nun in Gersbach ein Weidepark, der auch einen Mutterkuhstall und einen Milchviehstall beinhaltet. Gleichzeitig gedenkt man aber auch, in den Park andere Viehrassen aufzunehmen. Gedacht wird dabei an gefährdete Rinderrassen Europas, die so zooartig in Gersbach gezeigt werden könnten. Der Umweltausschuss wird sich am 03. April mit diesem Thema befassen.
Die vhs veranstaltet ein Konzert mit dem Ehepaar Michael Deusch und Yvonne Deusch-Cammarosano im Museumskeller.
18. März 2000
Allen Grund zur Freude haben Reinhold und Karl Deiß in Gersbach. Sie besitzen ein Prachtexemplar von einer Vorderwälder-Kuh. »Diana« ist 17 Jahre alt und hat bereits 16 Kälber geworfen. Ihre Milchleistungsprüfung hat in diesem Jahr die 100.000-Liter-Marke überschritten. Es ist außergewöhnlich, dass ein Tier bei einer so guten Leistung dieses Alter erreicht.
Voll besetzt ist die Alte Kirche St. Michael bei der Eröffnungsfeier der Ausstellung über 750 Jahre Geschichte der Stadt Schopfheim. Dr. Ulla K. Schmid hat im Museum eine Dokumentation zusammengetragen, die an die 750 Jahre Geschichte unserer Stadt erinnert. Die doch beengten Raumverhältnisse beherbergen eine sehr umfangreiche Ausstellung mit Originalstücken aus der Stadtgeschichte. Umrahmt wurde die Ausstellung vom Ensemble »Hahnenkrai« mit mittelalterlichen Liedern und Tänzen.
Für zwei Tage öffnet die Stadthalle ihre Tore für Autos. Eine Kraftfahrzeugausstellung wird unter dem Kupferdach präsentiert.
Der türkische Verein von Schopfheim, »Halkevi«, stellt sich im Saal des evangelischen Gemeindehauses einen Abend lang mit Folklore vor.
20. März 2000
Vor einigen Tagen las Axel Lerner Verse und Texte von Wolfgang Borchert im Musiksaal des THG. Am Flügel wurde er von Nicolai Trefzger begleitet.
Kurz nach 17 Uhr muss die Feuerwehr ins Rathaus ausrücken. Es brannte eine öffentliche Toilette. Der angerichtete Schaden beträgt DM 40.000,-.
Ellen Schwiers inszenierte und spielte in der Stadthalle. Brechts »Mutter Courage und ihre Kinder« wurde sehr eindrücklich aufgeführt. Ein betroffenes und begeistertes Publikum belohnte die Darsteller mit viel Applaus.
21. März 2000
Der Touristikverein Gersbach und die SPD beklagen sich darüber, dass im Internet der Stadt Schopfheim immer noch die touristischen Unterkunftsmöglichkeiten fehlen.
Der Skiclub Fahrnau will ab April Anfängerkurse für Kinder und Erwachsene im Inline-Skaten anbieten.
Der Vorstand des CDU-Stadtverbandes votierte bei der jüngsten Sitzung einhellig für die Kandidatur Angela Merkels als Bundesvorsitzende der Partei. Es sei außerdem wichtig, so Marianne Zabel, dass in der CDU »mal eine Frau« an die Spitze rücke.
Die Hauptstraße wird zwischen der Hebelstraße und dem Viehmarktplatz wieder gesperrt. Ausbesserungsarbeiten am Pflaster sind hierfür die Ursache.
Die SPD lädt zu einem Schopfheimer Forum ein, um zu erfahren, warum kein Politikinteresse mehr besteht. Ein Besucher wollte nicht nur die kommunale Seite der Politik sehen, sondern meinte, dass man hier zu sehr im Mikrokosmos-Denken verharre (Lokalpolitik). Europa sei dabei, sich zu einem Großunternehmen zu entwickeln. Aus seiner Sicht wäre es wichtig, sich mit den Möglichkeiten und Nachteilen, die daraus für den regionalen Bereich resultieren, auseinanderzusetzen. Ein weiterer Besucher möchte darüber diskutiert wissen, ob Ämter nicht nur für begrenzte Amtsperioden vergeben werden sollen.
22. März 2000
Aller Wahrscheinlichkeit nach hat ein Unbekannter den Handtuchhalter in der Toilette des Rathauses angezündet. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.
Zum ersten Mal trafen sich, nachdem über 30 Anmeldungen vorlagen, Senioren, um gemeinsam mit jungen Menschen am PC zu arbeiten. Die Vorsitzende der Stadtsenioren, Waltraud Wirth, hatte diese Initiative ins Leben gerufen.
23. März 2000
Die Freunde des Gymnasiums machen sich nicht allzu sehr publikumswirksam bemerkbar. Dennoch sind sie für das Haus da. Bei der Jahreshauptversammlung vor einigen Tagen wurde deutlich, dass sie hohe Geldsummen für den Computerbereich zur Verfügung gestellt haben. Außerdem wurden das Jahrbuch und auch die Sanitäts-AG des Gymnasiums unterstützt. Der Verein sprang auch in die Bresche, als es darum ging, dem bestohlenen Abiturs-Jahrgang zu helfen. Den Preis für »soziales Engagement«, den die Freunde jedes Jahr einem Abiturienten verleihen, ging an den langjährigen Schüler-Sprecher Axel Lerner.
Die Agenda 21 hat für Schopfheim nun auch ein Logo. Dr. Eva-Maria Jopski stellte den »Regenbogen« der Presse vor.
In einer Presseinformation stellen Klaus Strütt und Ralf Schulz das »Mittelalterliche Lager der Spiel- und Handwerksleut« vor.
Die Schriftstellerin Renate Feyl las vor einem großen Publikum in der Buchhandlung Uehlin aus ihrem Buch »Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit«.
24. März 2000
Eine für die 750-Jahrfeier der Stadt geschaffene Mappe mit fünf Radierungen wird heute in der Presse vorgestellt. Die Radierungen stammen von dem in Moskau lebenden Künstler Sergej Jakuschew.
Nun kann es mit dem mittelalterlichen Fest im Juni richtig losgehen. Die Stadt hat bei den Filmstudios Babelsberg Kostüme ausleihen können, die sie an die Bürger weitergeben will. Ab heute sind Bestellungen möglich.
20.000 Besucher erwartet die Stadt zum »Mittelalterlichen Lager der Spiel- und Handwerksleut« Anfang Juni in der Altstadt. Heute wird über die Presse publiziert, wer mitmacht: von »Kramerzunft und Kurtzweyl«, welche Schopfheimer Vereine, Gastronomen und Handwerker mit von der Partie sind.
An der Gewerbe-Akademie beginnt ein zweitägiger Holz-Energie-Kongress, der von der Akademie und vom Landesgewerbeamt ausgerichtet wird.
Hauptversammlung bei der Sportschützengesellschaft in Fahrnau. Für seine Treffer wurde Werner Keller zum Schützenkönig ausgerufen.
Harald Klemm bleibt auch bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Museumsgesellschaft Vorsitzender. Sein Vize bleibt mit Rudolf Lenzer ebenfalls unverändert. Der Verein kann auf ein sehr intensiv gestaltetes Jahr mit Ausstellungen und Exkursionen zurückblicken.
25. März 2000
Die 10-jährige Kooperation zwischen der Johann-Peter-Hebel-Schule und den Gewerblichen Schulen Schopfheim war der Anlass für eine kleine Feierstunde. Regelmäßig freitags können die 8. Klassen der Hebel-Schule in den Alltag der Berufsschule schnuppern.
Die Schopfheimer Feuerwehr zieht Bilanz. Bei der Jahreshauptversammlung berichtet Kommandant Bernd Schwöble von 482 Einsätzen. Für 40-jährige aktive Arbeit in der Feuerwehr werden Wolfgang Sutter und Max Strütt von der Abteilung Gersbach geehrt. 25 Jahre sind weitere sieben Feuerwehrmänner dabei und wurden ebenfalls mit dem Ehrenkreuz des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet: Bernd Asal, Ernst Brutschin jun., Werner Keller, Erwin Reichert, Karlheinz Rümmele, Walter Meier und Ingo Ühlin. Zum Stadt-Hauptbrandmeister wurden Rolf Greiner und Hanspeter Meyer befördert. »Gemeinderat und Stadt sind stolz auf diese Feuerwehr«, sprach Bürgermeister Klaus Fleck den Feuerwehrkameraden ein dickes Lob aus. Er erinnerte auch an die vorbildhafte Einsatzfähigkeit und das bürgerschaftliche Engagement, das die Wehr - gerade bei den Hochwasser- und Sturmeinsätzen - gezeigt hat.
Das Thema »Bestattung« steht im Zentrum der Bezirkssynode des evangelischen Kirchenbezirkes Schopfheim. In Arbeitsgruppen wurde das Thema vertieft.
26. März 2000
Die Stadthalle wird zum Paradies für Eisenbahn-Fans. Zusammen mit der vhs wurde eine große Eisenbahn-Ausstellung dort präsentiert. Selbst ein SWR-Fernsehteam, das die Sendung »Eisenbahn-Romantik« produziert, nahm sich der Ausstellung an.
Mit einer Erich-Kästner-Matinée erfreut Reinhard Seiberlich ein zahlreiches Publikum in der Stadtbibliothek. An der Gitarre begleitet ihn Sabine Ging aus Lörrach. Beide verstehen es, mit Worten und Tönen in die Welt Kästners einzuführen. Langanhaltender Beifall beendete die Sonntagmorgen-Veranstaltung.
27. März 2000
Der Ortschaftsrat Gersbach nimmt zustimmend davon Kenntnis, dass die Gemeindekasse im Ortsteil geschlossen wird.
Mit knapper Mehrheit lehnt der Bauausschuss des Gemeinderates eine Bauvoranfrage für einen Getränke-Abholmarkt im Gebiet »Kleine und Obere Schleife« ab.
In gleicher Sitzung stellt der Ausschuss einen Antrag des Golfclubs zurück. Der Golfclub will ein Gebäude anders als bisher nutzen. Nach Meinung der Verwaltung wäre die Nutzung möglich. Der Ausschuss will die Zurückstellung beibehalten, bis der Wiesensteg gebaut ist.
Im Bauausschuss des Gemeinderates erklärt Bürgermeister Fleck auf den Wunsch verschiedener Eltern hin, im Schwimmbad einen Spielbereich für kleine Kinder einzurichten, dass in diesem Jahr kein Geld dafür vorhanden ist. Bei den Etatberatungen für das Jahr 2001 - so der Bürgermeister - könnte dieser Wunsch in Abwägung mit anderen Maßnahmen eventuell berücksichtigt werden.
28. März 2000
Bei der Jahreshauptversammlung der Stadtmusik am Wochenende verkündet Matthias Tondar, dass auch die Stadtmusik zum Gelingen der 750-Jahrfeier beitragen wird. Die Musiker werden als Turmbläser beim »Mittelalterlichen Lager der Spiel- und Handwerksleut« aufspielen. Am 15. April lädt die Stadtmusik zu einem ersten Höhepunkt in die Stadthalle ein. Zusammen mit dem Orchester aus Poligny wird ein Konzert gegeben. Die Neuwahlen bestätigten Matthias Tondar als Vorsitzenden.
29. März 2000
An verschiedenen Stellen der Stadt wird ein Banner für die 750-Jahrfeier Schopfheims aufgehängt. Heute meint die BZ: »Nicht jedem gefällt die Flagge«. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Die Firma Durlum erhält in Frankfurt einen Innovations-Preis. Auf der »Light + Building« wurde der Preis für Architektur und Technik, der zum ersten Mal verliehen wurde, an die Firma gegeben. Unter 42 renommierten Bewerbern hat die Jury das Schopfheimer Unternehmen in der Kategorie »Licht« ausgewählt. Der Geschäftsführer, Matthias Reuter, nahm den Preis stellvertretend für das Unternehmen entgegen.
30. März 2000
Derzeit läuft eine intensive Vorbereitungsphase für das Landesmissions-Fest, das vom 12.-14. Mai in Schopfheim stattfindet. Es wird von den katholischen, evangelischen und altkatholischen Kirchengemeinden und Dekanaten in Südbaden gemeinsam veranstaltet.
Zusammen mit ihrer Lehrerin Margot Günzl säubern Schüler der Grundschule Fahrnau den Hintermattweg von Unrat. Neben Auto- und Fahrradteilen sammeln sie Teppichreste, Flaschen, Wolldecken, Schuhe, Dosen und Silvesterraketen ein.
Das THG hatte ein kleines Jubiläum: Zum zehnten Mal fand ein Schüler-Austausch mit der rumänischen Partnerschule in Klausenburg statt. Die jungen Menschen von Rumänien verlebten - so ist der Presse zu entnehmen - gute Tage in der Markgrafenstadt, bevor sie nach drei Tagen Aufenthalt wieder die Heimreise antreten mussten.
31. März 2000
Ein normales Jahr - so die Polizei - sei 1999 gewesen, mit 1.154 angezeigten Straftaten, der größte Teil davon Diebstähle. Sorgen bereitet der Polizei allerdings der anhaltend hohe Anteil junger Straftäter. Der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren stieg von 31,3 auf 37,6%. 39% der Ladendiebe waren unter 14 Jahre alt.
01. April 2000
Positiv zeigt sich die Jahresbilanz des Reitvereins Schopfheim. Mit Erfolg wurde am Ausbau des sommerlichen Spring-, Dressur- und Vielseitigkeits-Turniers gearbeitet. Aushängeschild des Vereins bleibt auch weiterhin Rebecca Trefzger. Sie hat nun auch bereits erste Erfolge mit großen Pferden. Aber auch andere Nachwuchsreiter haben erste Meriten: So standen mit Susanne und Frieder Anders zwei Mitglieder in der Mannschaft, die für den Reiterring Oberrhein den Landesmeistertitel in der Vielseitigkeit holten. Horst Rüdtlin wurde bei den Gespann-Fahrern Nationalmannschafts-Vizeweltmeister. Mit Saskia Cataldo, Sabrina Förster und Stefanie Engler hat der Verein drei weitere hoffnungsvolle Pony-Reiterinnen, die in den Landeskader berufen wurden. Die Neuwahlen ergaben keine Veränderungen, Volker Trefzger wurde als Vorsitzender wiedergewählt.
Hans Sprich ist seit 40 Jahren bei der Stadt Schopfheim, besser in deren Waldungen, beschäftigt. Vor der Eingemeindung übte er diese Tätigkeit bereits in der Gemeinde Langenau aus. Bürgermeister Fleck gratulierte dem Jubilar.
Manege frei! Der Zirkus »Montana« ist für einige Tage Gast in Schopfheim.
Die Welt ist für die Schopfheimer Fußballer wieder in Ordnung. Mit einem 3:0-Sieg trennten sich die SVS-Fußballer von den Fahrnauer Fußballern beim Spiel im »Oberfeld«. 500 Besucher waren zum Lokalderby gekommen, eine Kulisse, die sonst selten zu sehen ist.
Für zwei weitere Jahre schenken die Mitglieder der TSG während der Jahreshauptversammlung dem Vorsitzenden Gerhard Doll ihr Vertrauen. Am Ende seines Jahresrückblickes richtete er sich mit ernsthaften Sorgen an die Versammlung. Er wollte die Frage, wie mit Trendsportarten umzugehen sei, beantwortet wissen. Schwer sind Übungsleiter zu finden, aber gerade in Sachen Inline-Skating könnte man sich eine Mit-Nutzung der Freizeitanlage im »Oberfeld« vorstellen.
02. April 2000
Während zweier Tage zeigt sich das Schopfheimer Gewerbe in der Stadthalle bei einer Leistungsschau. Viele Hundert Besucher finden den Weg dorthin, um die Produkte der einheimischen Unternehmen aus der Nähe zu betrachten.
Die katholische Pfarrgemeinde St. Bernhard wählt einen neuen Pfarrgemeinderat. 12,7% der Wahlberechtigten gingen - so Pfarrer Felix Baumann - an die Urne. Für ihn ist dies immer noch ein zufriedenstellendes Ergebnis.
03. April 2000
Am THG beginnen für 60 Schüler die Abitur-Prüfungen.
Die Stadt hat ein einmaliges Projekt mit Gersbach zusammen vor. DM 50.000,-, die im Haushalt vorgesehen sind, werden bereitgestellt, um erste gutachterliche Vorbereitungen für den Weidepark Gersbach zu treffen. Dieser Weidepark, der derzeit etwa 74 ha umfassen soll, hat im Kern einen Gemeinschaftsstall für die Milchkuhhaltung und einen weiteren Gemeinschaftsstall für die Mutterkuhhaltung. Bei der Milchkuhhaltung soll die komplette Käseverarbeitung, ein gastronomischer Betrieb und eine Selbstvermarktungsstelle mit untergebracht werden. Außerdem werden im Gelände seltene oder vom Aussterben bedrohte Rinderrassen gehalten werden. Dies könnte zu einer touristischen Attraktion werden. Besucher aus nah und fern sollten sowohl als Naherholer als auch Touristen diesen attraktiven Weidepark, der - so die Ansicht im Umweltausschuss - in Deutschland einmalig ist, besuchen können.
Forstdirektor Dr. Gerhard Rieger berichtet im Umweltausschuss über die Schäden des Orkans »Lothar«. Insgesamt seien 77.000 Festmeter dem Sturm zum Opfer gefallen, so seine jüngste Schätzung. Auf den Stadtwald entfallen davon 44.000 Festmeter. In der Gesamtsumme hat der Sturm je Hektar Wald 21,5 Festmeter niedergemacht. Der Gesamtschaden beträgt etwa das Viereinhalbfache des Normalhiebsatzes eines Jahres. Die Holzaufbereitung werde so zügig wie möglich erfolgen. Dennoch werden auch mit Verstärkung von Waldarbeiterrotten aus Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz und eines Unternehmens aus Finnland die Arbeiten frühestens bis Ende dieses Jahres beendet sein.
Mit den Wildschadenszahlen am Tunnel der Umgehungsstraße, die von der Verwaltung dem Umweltausschuss vorgelegt wurden, war dieser nicht ganz zufrieden. Die Verwaltung jedoch konnte keine genaueren Zahlen liefern, da es nur Daten für die B 317 und B 518 insgesamt gibt. Unabhängig von diesen wenig aussagekräftigen Zahlen will die Stadt nun beim Straßenbauamt einen Antrag stellen, Wildschutzzäune beim Tunnel auf Kosten des Bundes zu errichten.
04. April 2000
Zum wahren Publikumsrenner gerät eine Zwangsversteigerung im Amtsgericht. Der »Drahtzug« soll einen neuen Eigentümer bekommen. 2 Mio. DM will nun eine Baufirma aus Lörrach hinblättern, um das Gelände, dessen Verkehrswert auf DM 5,3 Mio. taxiert wird, zu erhalten. Die Entscheidung über den Zuschlag vertagt der Rechtspfleger bis zum 19. April. Der Grund dafür ist, dass die beteiligten Kreditinstitute Forderungen von insgesamt mehr als DM 3 Mio. geltend machen. Bei DM 2 Mio. müssten die Banken erkleckliche Teile ihrer Darlehen abschreiben.
Weil kein Interesse bestand, musste der Kulturring das Stück »Fräulein Steins Monster«, eine deutsche Erstaufführung, die von der Württembergischen Landesbühne Esslingen auf die Bühne gebracht werden sollte, absagen. Der Kulturring zeigt sich irritiert.
Die SPD Schopfheim trifft sich, um eine Empfehlung für den künftigen Landtagskandidaten abzugeben. Nachdem sich Günther Schlecht und Rainer Stickelberger vorgestellt hatten, verzichteten die Mitglieder auf eine förmliche Abstimmung. Der Ortsverein Schopfheim entsendet seine 17 Delegierten im Mai ohne eindeutige Wahlempfehlung zur Kreisdelegierten-Konferenz.
Ein Fahrlehrer musste sein Auto stehen lassen. Nachdem er von der Polizei gestoppt worden war, wurde Alkohol-Einfluss festgestellt. Er konnte seine Fahrschüler danach nicht mehr abholen, der Führerschein wurde einbehalten.
05. April 2000
Bei der jüngsten Hauptversammlung des Harmonika-Orchesters Schopfheim wurde Peter Weiß neuer Vize. Der Vorsitzende, Klaus Strauß, war stolz auf ein »Wahnsinnsjahr« - wie er es beschrieb. Bei insgesamt 85 Anlässen galt es dabeizusein, so der Vorsitzende. Ein musikalischer Leckerbissen, auf eine CD gepresst, die nun auch zu kaufen ist, krönt das Berichtsjahr.
Das Mütterzentrum hatte dieser Tage Besuch von der Bundestagsabgeordneten Dorothea Störr-Ritter. Mit großem Interesse hörte sie vom großen Einzugsbereich des Mütterzentrums, der von Schönau bis Riehen reiche. Die Abgeordnete anerkannte die Leistung des Führungsteams um Karin Bischet-Schwendele. Der CDU-Stadtverband wird seine Bemühungen fortsetzen, dass der Zuschuss der Stadt an diese Einrichtung erhöht wird.
Der bekannte Leichtathletik-Trainer des SVS, Alfred Schneider, verstirbt im Alter von 81 Jahren.
Die Stadt lädt zur Auftakt-Veranstaltung für die lokale Agenda 21 in die Stadthalle ein. Nur wenige Menschen fanden den Weg zu dieser Veranstaltung, bei der drei Arbeitskreise gebildet wurden. Dr. Eva-Maria Jopski, Leiterin des städtischen Agenda-Büros, meint: »Heute ist der Durchbruch. Die Pflanze Agenda 21 kommt ans Tageslicht«. Der Arbeitskreis »Soziales«, zu dem sich bisher weitere 10 Teilnehmer eingetragen haben, wird von Ortrun Schätzle geleitet. Für den Arbeitskreis »Umwelt« hat sich Rolf Strohm als Moderator bereit erklärt. Ihm stehen derzeit acht Interessenten zur Seite. Für die »Stadtentwicklung« haben sich bisher fünf Bürger eingetragen. Dieser Arbeitskreis wird von Dieter Leppert geleitet.
06. April 2000
Stadträtin Henny Timmermann, die sich seit vielen Jahren für den Ortsteil Langenau in vielfältigster Form engagiert, feiert heute ihren 70. Geburtstag.
Für 40-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst wird Friedrich Katzer bei der Stadtverwaltung geehrt.
07. April 2000
Kinder des Kindergartens am Marktplatz sind dabei, mittelalterliche Kostüme zu fertigen. Ihren Spielgarten wollen sie zum Fest in eine Ritterburg verwandeln.
Vor einigen Tagen hatte der DRK-Ortsverband die Jahreshauptversammlung. Beigeordneter Ruthard Hirschner eröffnete die Sitzung als Vorsitzender. Zunächst galt es, den Ortsverband Fahrnau zu übernehmen und einzugliedern. Das Katastrophenschutz-Fahrzeug bekam eine neue Unterkunft in der Straßenmeisterei. Über 20 Einsätze wusste Bereitschaftsführer Peter Hölzle zu berichten. Über eine rege Tätigkeit berichtete Hanspeter Post, der das Jugend-Rotkreuz verantwortlich leitet. Schließlich konnten aktive Mitglieder ausgezeichnet werden: Bruno Mutter ist seit 45 Jahren dabei, Wolfgang Stahl, Dieter Baier, Helmut Argast und Gisela Hagm leisten seit 40 Jahren ihre treuen und zuverlässigen Dienste.
08. April 2000
Vergeblich blieben die Bemühungen, für die SWS einen neuen Geschäftsführer zu finden. Brigitte Leisinger wurde am 31. März auf eigenen Wunsch im kleinen Kreis verabschiedet. Der ehrenamtliche Geschäftsführer, Ruthard Hirschner, und die Aufsichtsratsvorsitzende, Bettina Bethlen, meinen, eine nochmalige Ausschreibung habe wenig Sinn, nachdem der ausgewählte Bewerber aus gesundheitlichen Gründen das Amt nicht antreten konnte. Es wird darüber nachgedacht, einen Teil des Geschäftsbereiches an einen Dienstleister zu übergeben.
»Freut Euch, singt mit uns« unter diesem Thema steht das Frühjahrskonzert des Musikvereins Wiechs in der Ortsteilhalle. Während des Konzerts konnte Willi Jakob für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Markus Hauri, Wolfgang Link und Harald Stocker sind seit 25 Jahren aktiv beim Verein.
Die Kolpingfamilie Schopfheim eröffnet eine Foto-Ausstellung im katholischen Gemeindehaus, die Einblicke in die 75-jährige Geschichte der Schopfheimer Gruppierung verschafft.
Die DLRG-Ortsgruppe trifft sich zur Jahreshauptversammlung im Vereinsheim im Schwimmbad.
12. öffentliche Lesung der Mundart-Literaturwerkstatt im Museumskeller. Beim Zusammentreffen der unterschiedlichsten Mundart-Schriftsteller war der Museumskeller bis auf den letzten Platz belegt. Doch vieles war dieses Mal anders: der erst vor wenigen Wochen verstorbene Thomas Burth wurde schmerzlich vermisst. Die Veranstaltung war daher dem Gedenken an ihn gewidmet. Markus Manfred Jung las eingangs einige Texte und Gedichte von Burth. Jungs Schlusswort lässt auf eine Fortsetzung der Werkstatt hoffen, er meinte: »Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr«.
09. April 2000
Die Kolpingfamilie Schopfheim feiert das 75-jährige Bestehen. In einem Festakt würdigen die Anhänger der Bewegung Adolf Kolpings Idee. Nach einem Festgottesdienst fanden sich zahlreiche Gäste, Mitglieder und Freunde im katholischen Gemeindehaus ein. Über die Geschichte des Vereins hielt Heiner A. Baur einen Rückblick. Die Glückwünsche überbrachten für die Stadt Bürgermeister Fleck, für das Markus-Pflüger-Heim Bernd Sevecke, für den Pfarrgemeinderat Roland Kleinbub. SPD-Landtagsabgeordneter Peter Reinelt übergab dem Vorsitzenden des Vereins, Bernhard Fröhlin, ein Zugschild eines ICE mit dem Namen »Adolf Kolping«. Über dieses Jubiläum ist eine Dokumentation erschienen.
Fast DM 3 Mio. hat die SWS im Berichtsjahr 1999 an Verlusten erwirtschaftet, so ist heute in der Presse zu lesen. Die »Wiederbelebung« ist eingeleitet«, erklärt die Aufsichtsratsvorsitzende Bettina Bethlen bei der Vorlage der Bilanz. Auch der amtierende Geschäftsführer, Ruthard Hirschner, schöpft trotz aller düsterer Zahlen Optimismus. Er lässt keinen Zweifel daran, dass sich die SWS künftig auf ihre Kernaufgabe – Vermietung eigener Liegenschaften ohne zusätzliche Bautätigkeit – konzentrieren muss.
10. April 2000
»Entwicklung braucht Entschuldung«, so lautet die These eines Vortrags, den Marliese Sehringer bei einer Gemeinschaftsveranstaltung von GRÜNEN, evangelischer Kirchengemeinde und Pax Christi im evangelischen Gemeindehaus hielt. Die Referentin demonstrierte während des Weltwirtschaftsgipfels in Köln mit Tausenden für dieses Ziel.
Im Stadtteil Wiechs wird es keine Spielstube für die zweieinhalb- bis dreijährigen Kinder geben. Eine Gründungsversammlung in der vergangenen Woche zeigte, dass der Bedarf nicht mehr vorhanden ist. Lediglich drei Interessierte kamen zur Veranstaltung.
Der Gemeinderat entschied sich bei der Wertung von vier Entwürfen für eine Anbauvariante der Friedhofskapelle Schopfheim. Die Erweiterung ist, so die Gemeinderäte, seit langem überfällig. Bürgermeister Klaus Fleck empfahl dem Rat, den Entwurf des Schopfheimer Architektenbüros Brüderlin & Klemm zu akzeptieren und die weiteren Schritte zur Realisierung der Erweiterung in Angriff zu nehmen. Wie es weitergeht, muss nun bei den Haushaltsberatungen im Herbst klar werden.
Zum Golfen in Schopfheim braucht man nicht nur Schläger und Ball; wichtiger als dieses ist eine Brücke. Ohne sie gibt es in Ehner-Fahrnau kein Golf, daran lässt der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung keinen Zweifel aufkommen.
11. April 2000
Die SPD beantragt eine »Projektgruppe Pflug«. Es habe sich bisher gezeigt, dass es nicht gelungen sei, das »Pflug«-Areal in die Urbanität der Innenstadt einzubinden. Die Diskussionsgruppe soll nun versuchen, Ideen zu entwickeln und zu realisieren.
Der Schopfheimer Felix Rümmele, Sohn des ehemaligen Rektors Meinrad Rümmele, ist seit Anfang dieses Monats neuer Marketing-Chef der IBM Personal System Group (PSG) Deutschland.
Beim Landeswettbewerb »Jugend musiziert 2000« in Wehr wurde in der Kategorie Blockflöte Agnes Waibel mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Einen 3. Preis erhielt Adrian Vogt im Fach Trompete/Flügelhorn.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich weiter entspannt. Am Monatsende März lag die Quote im Arbeitsamtsbezirk bei 8,1 %.
12. April 2000
Noch in diesem Monat soll es mit dem Krankenhaus-Umbau losgehen. Hinter verschlossener Tür, so schreibt heute die Zeitung, befasste sich der Gemeinderat am Montagabend mit den Bilanzen der SWS. Die Gesellschafter können mit dem Ergebnis insgesamt zufrieden sein, weil sichergestellt ist, dass es mit der Wohnbau weitergehen kann.
13. April 2000
Einen bewegenden Theaterabend organisiert der Kulturring mit dem Stück »Gottes vergessene Kinder« von Mark Medoff, in dem Marion Kracht eine stumme Rolle in Gebärdensprache spielt. Langanhaltender Applaus belohnt das Ensemble für eine großartige Leistung.
In Gersbach treffen sich die Landwirte, um zusammen mit der Ortsverwaltung über eine Flurneuordnung zu sprechen. Der Arbeitskreis »Landwirtschaft und Tourismus« hatte dieses Thema vor wenigen Wochen angesprochen. Vom Leiter des Flurneuordnungs- und Landesentwicklungsamtes Bad Säckingen, Klaus-Konrad Umbreit, ließen sich die Landwirte informieren. Grundsätzlich herrschte eine positive Haltung vor, bei einer Probeabstimmung waren 28 der 39 Anwesenden für die Einleitung eines Flurneuordnungsverfahrens. Der Ortschaftsrat beschäftigt sich in der nächsten Sitzung mit dem Thema.
Für 40-jährige Betriebstreue wird der ehemalige Gersbacher Ortsvorsteher Horst Sutter geehrt. Bürgermeister Klaus Fleck überreicht ihm eine Dankesurkunde des Ministerpräsidenten. Horst Sutter hatte bei der damals noch unter dem Namen Demag Wittig firmierenden Maschinenbaufirma die Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen. Eine wechselvolle Betriebsgeschichte führte ihn nun hin zum Prokuristen des Unternehmens Gardner Denver.
14. April 2000
Dekan i.R. Helfried Heidler freut sich über die von der Friedrich-Ebert-Schule angefertigte Dikome-Dokumentation im Internet. Die Schule hat bereits im vergangenen Jahr im Rahmen ihres »Africa«-Musicals für dieses beispielhafte Projekt geworben.
Kein Platz blieb dieser Tage im »Goldenen Löwen« leer, als die »Liverpool Beats« zu heißen Rocksongs aus den Sechzigern aufspielten.
Still und heimlich bekam der SWR-Sendemast in Gersbach Zuwachs. Ortsvorsteher Ralf Ühlin ordnete die zusätzlichen Antennen der Firma Mannesmann zu und fragte bei der Stadtverwaltung, ob es entsprechende Anträge und Genehmigungen gebe. Die Stadtverwaltung hat deshalb bereits den SWR angeschrieben und um Stellungnahme gebeten.
Mit einer vierwöchigen Aktion heißt der Gewerbeverein den Frühling willkommen. Schopfheimer Geschäfte locken fast täglich ihre Kunden mit ausgefallenen Wettbewerben und Sonderaktionen.
Fünf Solisten des Harmonikaorchesters Schopfheim stellten sich bei einem Wertungsspiel für Solo- und Duospieler einer Jury. Alle kamen mit Pokalen und Urkunden zurück.
15. April 2000
Alfred Horn, Vorstand der Sparkasse Schopfheim, räumte in aller Stille den Vorstandstisch bei der Sparkasse. Heute steht im MT: »Ich wollte keine Heuchelei«. Werner Müller meint in diesem Artikel: »So ein Abschied kommt auch nicht alle Tage vor«. Nach fast 25 Jahren im Vorstand der Sparkasse räumte Horn in aller Stille, ohne offizielle Abschiedsfeier, ohne Reden, Pomp und Gloria den Schreibtisch. Dies ist umso bemerkenswerter, als Horn es sich selbst ausbedungen hat. »Ich wollte keine Heuchelei«, begründete er seinen Verzicht.
Sechs junge Bereitschaftspolizisten unterstützen das hiesige Polizeirevier im Kampf gegen die Jugendkriminalität.
Vor einigen Tagen ehrte Bürgermeister Klaus Fleck im Beisein des DRK-Vorsitzenden und Beigeordneten Ruthard Hirschner im Museumskeller 31 Blutspender aus der Kernstadt und aus Fahrnau. Guido Gräf, Albert Metzger, Wilhelm Peter, Rolf Tröndle und Inge Winker haben fünfzigmal Blut gespendet.
Zum musikalischen Feuerwerk wurde das Frühlingskonzert der Stadtmusik am Samstag in der Stadthalle, das zusammen mit dem Orchester aus Poligny zu einem glänzenden Doppelkonzert wurde. Wenig begeistert konnte der Verein aber vom schwachen Besuch des Konzerts sein.
16. April 2000
Mit einem Benefiz-Konzert trägt die Musikschule Steinen-Schopfheim zur Renovierung der Agathen-Kirche in Fahrnau bei.
Das Markgräfler Vokalensemble unter der Leitung von Rainer Marbach konzertiert in der katholischen Pfarrkirche. Fast zwei Stunden lang zelebriert - so der Rezensent - das Amateur-Ensemble Chormusik auf so hohem Niveau, dass die zahlreichen Zuhörer in Beifallsstürme ausbrachen. Ergänzt wurde die Chormusik durch Orgelwerke, gespielt von Birgit Tittel.
Am Palmsonntag fertigen junge katholische Christen Palmbäume, die sie in einer Prozession zur Kirche tragen.
17. April 2000
Der Bauausschuss genehmigt einstimmig den Bauantrag für eine Dreifeld-Tennishalle im »Oberfeld«. »Ende Mai soll es mit dem Bau losgehen«, so Rolf Kuri, einer der Tennishallen-Bauherren. Bereits im November sollen die ersten Matches dort möglich sein. Neben diesen Plätzen gibt es eine Sauna, ein Solarium, einen Tennis-Shop mit Cafeteria, aber keine Squashhalle mehr.
Zwei junge Asylbewerber sahen sich Ordnungshütern gegenüber. Die beiden jungen Männer hatten Lautsprecher vor das Fenster ihres Zimmers gestellt und ließen Koran-Lieder laufen. Weil dies ziemlich laut war, kam es zu Beschwerden von Anwohnern. Die Polizei wies die Asylbewerber auf die hiesigen Gepflogenheiten hin. Diese sahen dies ein und bauten die Lautsprecher wieder ab.
Marianne Zabel begnügte sich bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes mit einem unspektakulären Rückblick auf ein spektakuläres Jahr. Zur Spendenaffäre meint sie: »Wir alle sind sehr enttäuscht. Für viele von uns ist eine Welt zusammengebrochen. Trotzdem werden wir selbstbewusst an unseren Zielen weiterarbeiten«. Für Heinrich Lübbe, der nach 37 Jahren das Amt des Kassierers aus gesundheitlichen Gründen abgibt, wurde in geheimer Wahl Hans Peter Werner gewählt. Solidarität mit der Bundespartei fordert der CDU-Kreisvorsitzende Walter Bronner auch von den Schopfheimer Mitgliedern. Er warb bei der Hauptversammlung um Verständnis, die Ortsverbände zur Parteifinanzierung heranzuziehen. Sein Vorstoß erntete in Schopfheim nicht nur Beifall. »Ich bin nicht bereit, auch nur eine müde Mark zu bezahlen, bevor die Bundespartei nicht reinen Tisch gemacht
hat und der Verbleib oder die Herkunft der letzten Millionen ausgegraben ist«, sagt Rolf Hetzel. Kurt Härzschel hingegen warnt davor, die Verdienste der einstigen Parteiführung außer Acht zu lassen und die großen Politiker zur Verantwortung zu ziehen.
Auf ein arbeitsreiches Jahr blicken die Mitglieder des Kinderschutzbundes während der Hauptversammlung im »Kranz« zurück. Der Verein ist mittlerweile auf 169 Mitglieder angewachsen. Der vom Kinder- und Jugendpsychotherapeuten Raymund Giebel verfasste Bericht über das Kinder- und Jugendtelefon macht die Notwendigkeit dieser Einrichtung deutlich. Insgesamt 4.711 Anrufe konnten 1999 verzeichnet werden. Vorsitzende Rita Geth dankte allen Vereinsmitgliedern für den unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz.
Die Stadtmusik sucht Mädchen und Jungen ab 10 Jahren, die ein Instrument im Verein erlernen wollen.
18. April 2000
Gerhard Zeiher und Rudi Quandt empfinden das im Zeichen der 750-Jahrfeier der Stadt veranstaltete Konzert der Stadtmusik Schopfheim und des Musikvereins Poligny als deprimierend. Die musikalische Leistung wurde mit minutenlangem Beifall belohnt. Wenn die Stadtmusik 50 Plätze für Stadtverwaltung, Gemeinderäte, Vereinsvertreter, Partnerschaftskomitees usw. reserviert und gerade mal vier Stühle besetzt sind, darf man zusammen mit dem übrigen schwachen Besuch des Konzerts von absolut deprimierender Interessenlosigkeit sprechen.
Die beiden neuen Sektoren-Antennen am Fernseh-Füllsender in Gersbach stammen in der Tat von der Firma Mannesmann Mobilfunk. Weder der Stadt noch der Ortsverwaltung war bekannt, wer die Antennen angebracht hat, und ob es dafür einer Genehmigung bedurft hätte. »Baurechtlich ist nichts zu machen«, konstatiert ein Sachbearbeiter der Regulierungsbehörde für Telekommunikation in Freiburg. Eben von dieser Behörde bekam Mannesmann aber das Placet für die Antennen, die sogenannte Standortbescheinigung.
19. April 2000
Im Rahmen der Frühlingsaktion des Gewerbevereins hat sich die Buchhandlung Uehlin etwas Besonderes einfallen lassen. Für 15 Minuten besteht die Möglichkeit, sich ins Schaufenster zu setzen und zu lesen. Die Belohnung dafür winkt in Form eines Taschenbuches. Viele Interessierte sah man im Tagesverlauf im Schaufenster lesend sitzen.
20. April 2000
Jörg-Uwe Sanio ist den »Drahtzug« nun endgültig los. Das Amtsgericht Waldshut-Tiengen erteilte der Baufirma aus Lörrach endgültig den Zuschlag. Das Unternehmen hatte vor zwei Wochen bei der Zwangsversteigerung für das Anwesen DM 2 Mio. geboten.
21. April 2000
Am Karfreitag kommen in der evangelischen Stadtkirche die »Letzten Worte des Erlösers am Kreuz« von Joseph Haydn zur Aufführung. Das »Corda«-Quartett überzeugte — so der Rezensent - auch dadurch, dass die letzten Stunden Christi ohne Mitwirkung der menschlichen Stimme, nur durch Instrumente, dargestellt wurden.
22. April 2000
Die Festlaune in der Stadt wird immer deutlicher spürbar. Zum 750-jährigen Jubiläum wurden nun an verschiedenen Stellen in der Innenstadt (Marktplatz, Verkehrskreisel) Fahnen, die auf das Jubiläumsjahr hinweisen, in größerer Zahl aufgestellt. Sie flattern nun werbend im Wind.
Der Ortschaftsrat Enkenstein stellt den Kindern des Dorfes — zunächst probeweise — einen Raum im Rathaus zur Verfügung.
Riesenandrang herrscht beim Senioren-Stammtisch. Waltraud Wirth, die Vorsitzende der Stadt-Senioren, hat zu diesem Nachmittag ins »Andi’s Steakhüsli« nach Fahrnau eingeladen. 50 wissensdurstige Männer und Frauen kamen, um sich über den Umgang mit Computern informieren zu lassen.
Schülerinnen und Schüler des THG und der Friedrich-Ebert-Schule gestalten heute eine Zeitungsseite im MT. »Schule macht Zeitung« greift Alltagsthemen aus dem Stadtleben auf. So schreiben die jungen Leute etwa über einen Blick hinter die Kino-Kulisse, über die T-Online-Aktien und die Frage »Was ist Börse überhaupt?«, über Europa ohne Grenzen und den Euro, aber auch darüber, ob der SC Freiburg absteigt und welche Erfolge Badminton- und Tischtennismeisterschaften an der Friedrich-Ebert-Schule gebracht haben.
Die katholische Kirchengemeinde feiert mit ihren Gläubigen die Östernacht.
23. April 2000
Der Ostersonntag wird von vielen Menschen für einen Kirchgang genutzt.
24. April 2000
Die 13-jährige Hoai-my Wälin aus Freiburg gewinnt den 18. Schlagerwettstreit in der Stadthalle, der — wie immer - von der TSG bestens organisiert und veranstaltet wurde. Im Sinne des Stadtjubiläums wurde eine mittelalterliche Bühnen-Burgdekoration aufgebaut. Passende Kostüme rundeten das Bild ebenso ab wie Bläser des Fanfarenzuges Zell und eine Tanzgruppe der TSG.
Ihren großen Tag hatten in Eichen wieder die »Butzimummel« beim Eierspringen am See. Knapp 300 Zuschauer waren bei bewölktem Wetter gekommen, um dem Spektakel zuzusehen.
Leicht hatten es die Eierdiebe auf dem Schulhof in Wiechs nicht, denn auch dort wird der Brauch des Eierspringens gepflegt.
Nach 21 Jahren gab es erstmals auch wieder in Gersbach ein Eierspringen an Ostern.
25. April 2000
Erna und Kurt Härzschel feiern das Fest der Goldenen Hochzeit.
Einer Mitteilung des Landratsamtes zufolge können Drogenabhängige nun auch in Schopfheim Spritzen tauschen. Während zweier Stunden täglich können gebrauchte Spritzen gegen eine kostenlose neue Einmal-Spritze in der Bahnhof-Apotheke in der Scheffelstraße eingetauscht werden.
Marion Caspers-Merk, MdB, die dieser Tage im Georg-Reinhardt-Haus war, wurde von Klaus Haas darüber informiert, dass das Haus vor keiner Seite bezuschusst wird. Eine Riesenwarteliste besteht für das mit 230 Betten voll ausgelastete Haus.
27. April 2000
Nur mit verhaltener Freude reagiert die Städtische Wohnbau auf die Beschlüsse des Gemeinderates. Ruthard Hirschner, Geschäftsführer und Beigeordneter, sowie Bettina Bethlen, Aufsichtsratsvorsitzende der SWS, meinen in einem Pressegespräch: »Es war nicht der große Sprung in die Zukunft und auch nicht der erwünschte Befreiungsschlag, aber zumindest ein (kleiner) Schritt in die richtige Richtung«. Mit Bedauern nehmen sie jedoch zur Kenntnis, dass der Gemeinderat keine Mittel für die Modernisierung und Renovierung von Mehrfamilienhäusern locker machen wollte. Es ist weiter beabsichtigt, die Verwaltung der Wohnungen an einen privaten Dienstleister zu vergeben. Verhandlungen werden geführt. Damit sollen die Verwaltungskosten pro Wohnung von derzeit etwa DM 1.600,- auf etwa DM 1.000,- reduziert werden.
Bei den bevorstehenden Baumaßnahmen zur Veränderung der »Linde« in der Hauptstraße hat der Bauausschuss unterschiedliche Meinungen. Eine ursprünglich abgelehnte Satteldach-Version wurde nun in eine Mansard-Dachvariante umgeplant. Plötzlich gefiel das Satteldach viel besser. Es füge sich besser in die Fassaden der Häuserzeile ein. Bei zwei Enthaltungen votierte der Ausschuss für das vier Wochen zuvor verschmähte Satteldach.
Nicole Grether hat die Olympia-Qualifikation im Badminton-Doppel geschafft. Sie wird in Sydney starten.
Der Kulturring stellt das Programm für die Spielzeit 2000/2001 der Presse vor. Für das Jubiläumsjahr der Stadt sind drei Sonderkonzerte der Landesjugendorchester und des Landesjugendchores eingeplant.
Der erste symbolische Spatenstich bzw. der offizielle Startschuss für den Umbau und die Sanierungsarbeiten am Kreiskrankenhaus ist vollzogen. Die Sanierungsarbeiten sollen ein Jahr dauern. Diesen symbolischen Akt nahmen Landrat Rübsamen, Architekt Tammer, Kreiskliniken-Geschäftsführer Ahlbrecht und Beigeordneter Hirschner gemeinsam vor.
28. April 2000
Zum Stadtjubiläum hat Dr. Ulla Schmid ein Kartenspiel, das Schopfheimer Persönlichkeiten in der Rolle von Bauer, Jungfrau und König darstellt, aufgelegt.
Hoher Schaden an der D2-Mobilfunkanlage in Gersbach. Ein Unbekannter beschädigte die Antennen am SWR-Sendemast. Die Polizei spricht von einem nicht alltäglichen Fall. Die Presse meint: »Der Gersbacher Protest gegen die Mobilfunkanlage nimmt militante Formen an«.
Kommissarisch wird Hermann Unger das Amt des SVS-Fußball-Abteilungschefs bis zum Saisonende weiterführen. Bei der Jahreshauptversammlung in der Vereinsgaststätte im »Oberfeld« wählte die Versammlung aber bereits Gerhard Bechtel zu dessen Nachfolger.
29. April 2000
Die BZ will in einer Umfrage wissen, wie die Menschen in der Innenstadt zur Verkehrsberuhigung stehen. »Ich finde es unverständlich, dass man die große Chance, die sich jetzt bietet, nicht nutzt«, meint ein Passant. Eine andere Passantin wiederum meint, sie finde die Verkehrsberuhigung schon gut. Dennoch würden immer noch genauso viele Autos durch die Innenstadt fahren wie vorher. Fußgänger seien nur noch unsicherer. Ein 33-Jähriger findet die momentane Situation in Ordnung. »Man muss nur ein bisschen langsamer fahren, aber es sind weiterhin genügend Parkplätze vorhanden«. Sehr viele finden die gegenwärtige Situation in Ordnung. Eine Frau meint: »Für die Anwohner ist der Verkehr die schiere Katastrophe«.
30. April 2000
Um 15 Uhr kommt es in Fahrnau zu einem Brand in einer Wohnung. Im Schlafzimmer brannte eine Bettdecke.
Der Mini-Sengelen-Cup hat am Wochenende 141 Badminton-Spieler in die Friedrich-Ebert-Sporthalle gelockt. Aus 30 Vereinen aus Baden-Württemberg, Bayern, der Schweiz und Österreich kamen die jungen Spieler. Hans-Georg Kolodziej freut sich über das Engagement der jungen Spieler und der Eltern für diese Mammut-Veranstaltung. Ein ausdrückliches Lob spendete er auch dem Entgegenkommen von Institutionen wie der Gewerbe-Akademie, die die auswärtigen Spielerinnen und Spieler übernachten ließ.
01. Mai 2000
Alle Hände voll zu tun hatte die Polizei am Maifeiertag. In Eichen hatten Unbekannte den Maibaum umgesägt. Dieser war am Samstag mit viel Mühe von der SG Eichen aufgestellt worden.
Die Feuerwehr im Ortsteil Gersbach stellt einen Maibaum auf.
Das neue Cabaret »Schönwetterfront« gibt sein Debüt im Museumskeller.
02. Mai 2000
Ein Gewitter in den Nachtstunden bringt Eichen enorme Schäden. Sintflutartige Regenfälle machen den Dorfbach zum reißenden Fluss. Die Wassermassen unterspülen die Straße an der oberen Ortsausfahrt. Die Straße sieht aus wie nach einem Erdbeben. Zahlreiche Keller, Scheunen und Garagen liefen voll Wasser. Teilweise stand das Wasser bis 1,70 m hoch. Die Feuerwehr war bis 2 Uhr in der Frühe mit dem Auspumpen von Kellern beschäftigt. Aber auch am Tag danach dauerten die Aufräumarbeiten an. Auch die K 6352 zwischen Fahrnau und Kürnberg war durch Geröll und umgestürzte Bäume einige Stunden nicht passierbar. Meterhoch zogen sich die Flutwellen durchs Dorf Eichen. Bewohner meinen: »Es war die Hölle«. Ortsvorsteher Hans Keller kann sich nicht erinnern, eine solche Naturkatastrophe im Dorf schon einmal mitgemacht zu haben. Auch der Knoten B 518/B 317 der Umgehungsstraße verwandelte sich in einem metertiefen See. Die Straße musste gesperrt werden.
Die Stadt wird, so verkündet der Beigeordnete während der Gemeinderatssitzung, gegen den SWR klagen, damit die D2-Mobilfunkanlage in Gersbach auf dem Sendemast des Rundfunks nicht in Betrieb gehen kann.
Während der Gemeinderatssitzung will Karl Selz wissen, was mit den Asbest-verseuchten Minigolfbahnen passiert. Diese dürfen nicht mehr eingebaut, sondern müssen entsorgt werden. Die Kosten hierfür seien nicht Sache der Stadt, so der Bürgermeister. Außerdem, so betont das Stadtoberhaupt, müssten die Kosten für die unbrauchbaren Platten vom Gesamtbetrag, den der bisherige Eigentümer erhalten hat, abgezogen werden.
Nicht geklärt ist, wer das Loch in der Wuhrdecke beim Schuhhaus Klever in der Hebelstraße schließen wird. Die Stadt, so betont der Bürgermeister, sei jedenfalls nicht zuständig.
Die Stadt Schopfheim sei von den Auswirkungen des geplanten Ausbaues des Flughafens Basel-Mulhouse nicht betroffen, versichert der Bürgermeister. Nicht verstehen könne er Kommunen, die keinen Fluglärm wollen, aber in ihren Prospekten mit dem Standortvorteil des nahen Flughafens werben.
Der Gemeinderat hat eine Projektgruppe »Pflug-Areal« gegründet. Die Unabhängigen machen aber dabei nicht mit. Es sei Aufgabe der Mieter und allenfalls noch Sache des Gewerbevereins, sich Gedanken über Verbesserungen zu machen, so Karl Selz.
Die Friedrich-Ebert-Schule eröffnet in der Sparkasse eine Ausstellung von Schülerarbeiten unter dem Motto »FES 2000 Kunst und Handwerk«. Die Schülerarbeiten sind bis Ende des Monats zu sehen. Rektor Wolfgang Gabriel meint bei der Eröffnung: »Die Ausstellung bietet die Möglichkeit eines Brückenschlages zwischen Schule und Öffentlichkeit«. Zugleich sieht er die Verbindung zu anderen Schularten.
03. Mai 2000
Die im Georg-Reinhardt-Haus seit 1994 lebende Anna Räuber feiert heute den 100. Geburtstag. Bevor sie nach Schopfheim kam, lebte sie 27 Jahre lang in Adelhausen.
Die Firma ppe erhält das Öko-Audit »gemäß DIN ISO 14001«.
Beim Kulturring musste das angekündigte Schauspiel »Scherben« wegen Erkrankung des Hauptdarstellers umdisponiert werden. Ein unbekanntes Brecht-Stück, »Happy-End«, kam dafür zur Aufführung. Der Rezensent schreibt: »Man freut sich regelrecht, im Weill-Jahr einmal ‚Happy-End‘ in Schopfheim zu sehen und zu hören, obwohl es eigentlich gar nicht auf dem Spielplan stand«.
04. Mai 2000
Kürzlich haben 12 ältere Mitglieder des MSC im Clubhaus eine Altersmannschaft gegründet.
05. Mai 2000
Das Programm für das »Mittelalterliche Lager der Spiel- und Handwerksleut« ist fertig. Die Stadtverwaltung ist derzeit dabei, es unter das Publikum zu bringen.
Lebhaft wird die Stadtgeschichte in alten Stadtansichten an verschiedenen Stellen der Innenstadt großformatig gezeigt. Man sieht Straßenzüge und Häuser, wie sie im 19. oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewesen sind.
Gut vorbereitet ist die Mannschaft des Schwimmbades zur Saisoneröffnung, die am Sonntag stattfindet.
06. Mai 2000
130 Hobby-Sportler sind am Start des diesjährigen Triathlon, der entgegen den früheren Jahren bereits zu Beginn der Schwimmbadsaison durchgeführt wird.
Begeistert war das Publikum beim Jahreskonzert des Musikvereins Fahrnau in der Stadthalle. Ulrich Winzers Aktive haben sich das Motto »Charles Ives« auf die Fahnen geschrieben. Dass der Dirigent mit seiner Wahl richtig lag, bewies nicht zuletzt der gute Besuch. Für den Bezirksvorsitzenden des Alemannischen Musikverbandes war das Jahreskonzert ein »Erlebnis, das für jeden Musikfreund etwas Besonderes ist«. Verdiente Musiker wurden geehrt. So erhielten Holger Brutschin, Jürgen Brändle und Christian Bäckert für 25-jährige aktive Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel des Verbandes. Sie wurden außerdem zusammen mit Wolfgang Philipp zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Glimpflich verlief ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Gündenhausen. Aus noch nicht geklärten Gründen fingen mehrere Kinderwagen im Treppenhaus Feuer. 21 Bewohner wurden vorsichtshalber evakuiert. Nach etwa einer halben Stunde konnten sie, nachdem die Arbeit der Feuerwehr beendet war, ihre Wohnungen wieder beziehen.
Bei den German Masters in Zell i. W. gelang dem 70-jährigen Schopfheimer Simon Sigl im Finale gegen den Ringer-Veteranen-Weltmeister Ludwig Lechner ein Überwurf nach Zwiegriffhaltung. Ein guter Weg auf dem Weg zur Senioren-Ringer-Weltmeisterschaft.
07. Mai 2000
Seit Ostersonntag gehen Buben und Mädchen der katholischen Pfarrgemeinde zur ersten heiligen Kommunion. Heute hat die letzte Gruppe ihr Fest.
Frühjahrsprüfung auf dem Vereinsgelände des Schäferhunde-Vereins Langenau.
Die Camerata Vocale Schopfheim hat Rossinis Spätwerk »Petite messe solennelle« einstudiert und in der evangelischen Stadtkirche aufgeführt. Dem Chor stand ein Solisten-Quartett zur Seite, das allen Aufgaben gewachsen war, so der Rezensent.
08. Mai 2000
Innert weniger Tage wird Schopfheim vom zweiten verheerenden Unwetter heimgesucht. Regengüsse mit Blitz und Hagel überschwemmen zahllose Keller in der Stadt. Die Bundesstraße B 317 ist auf der gesamten Länge zwischen B 518 und der »Wejermatt« überflutet. Die Lärmschutzwand wird auf Höhe des Frieseneggerweges vom Wasser eingedrückt. Der Frieseneggerweg wird von Wassermassen, die vom Dinkelberg herabschießen regelrecht unter- und weggespült. Der gesamte »Floßkanal« und die »Weiermatt« stehen unter Wasser. Zahlreiche Einliegerwohnungen sind bis zu 1,70 m überflutet. In der »Käppelematt« sind ebenfalls zahlreiche Kellerüberflutungen zu verzeichnen, aber nicht nur dort, selbst auf dem »Altig« und erneut in Eichen hat das Hochwasser gewaltige Schäden hinterlassen. Mit allen Mann und allen Abteilungen waren die Feuerwehr und das THW im Einsatz. Überlandhilfe kam außerdem aus Steinen. Alle Ortsteilswehren mit Ausnahme von Gersbach halfen mit, die Nöte der Menschen zu lindern.
09. Mai 2000
Der Musikverein Fahrnau möchte baldigst mit dem Bau der »Villa Musica«, einem eigenen Vereinsheim, beginnen. Dazu fordern sie Spendenwillige auf, einen Beitrag zu leisten.
Die Firma Stradinger-Risorgi kann vorerst mit dem ersteigerten »Drahtzug« nichts anfangen. Gegen den Zuschlag hat der bisherige Besitzer, Jörg-Uwe Sanio, Beschwerde eingelegt.
10. Mai 2000
Im Museum eröffnet Clemens Fabrizio zusammen mit der Museumsgesellschaft eine Sonderausstellung über »Musik aus Buch und Dose«, die bis zum 05. Juli zu sehen ist.
Der Gewerbeverein bereitet sich auf das letzte Wochenende der Aktion »Schopfheim im Frühling« vor. So findet beispielsweise im Schreibwarengeschäft Uehlin ein Schnäppchenmarkt statt. Außerdem gibt es am Samstag Parktaler als Geschenk des Gewerbevereins. Jeannot und Christian Weißenberger umrahmen den Aktionstag musikalisch auf dem Marktplatz.
Bei der letzten Ortschaftsratssitzung in Raitbach wurde Walter Meier eine besondere Ehrung zuteil. Nie zuvor durfte ein Raitbacher die begehrte Auszeichnung für 50-maliges Blutspenden entgegennehmen.
Die beiden Tageszeitungen berichten heute erneut über das Hochwasser vom Montag. Feuerwehrkommandant Schwöble berichtet dabei über 120 Einsatzorte in Eichen, der »Käppelematt«, im »Lus«, in der »Wejermatt«, auf dem »Altig« und in den »Sengelen«, auch von der Stadthalle, der Dr. Max-Metzger-Schule und dem THG. »Es war wieder ein lokales Unwetter«, bilanzierte Bürgermeister Klaus Fleck der Presse gegenüber. Das Krattenbecken sei beispielsweise leer geblieben. Die unvorstellbaren Wassermassen fielen ausschließlich zwischen Eichen und dem Westteil der Stadt. Für ihn war auch nicht der Schlierbach der Hauptschuldige. Nach seiner Beobachtung ergoss sich die Flut hauptsächlich von den Dinkelberghängen herab ins Tal. Allein im öffentlichen Bereich schätzt der Bürgermeister den Schaden auf DM 1 Mio. Wie es im Wald aussieht, wisse man noch gar nicht, lediglich ein weiterer Erdrutsch am Entegast, in Höhe des Bauhofes sei bisher bekannt. Die Presse meint in einem weiteren Artikel: »Aufräumen und Schadensbilanz ist eine Frage, die Frage nach den Ursachen und mögliche Vorsorge eine andere«. Der Bürgermeister meint zum Dorfbach in Eichen: »Da müssen wir dran«. In Eichen werde man außerdem auf absehbare Zeit nicht mehr bauen. Das ist die Konsequenz, denn sichtlich verstärkt das Regenwasser, das von den Hausdächern gesammelt wird, die Wasserlast der Bäche. Beim Wasserwirtschaftsamt meint dessen Leiter, Klaus Büttner, es sei eine schwierige Frage, ob zu den natürlichen Faktoren auch andere, von Menschen verantwortete Einflüsse hinzukämen. Sicherlich könne man den Eindruck gewinnen, dass extreme Unwetter immer häufiger aufträten. Hinzu komme ebenso, dass heutzutage auch in unmittelbarer Nähe zu Wasserläufen Flächen bebaut werden, die früher als Überschwemmungsgebiete dienten. Das erhöhe das Hochwasser-Risiko. Schopfheimer Bürger meinen zur Lage der B 317 direkt am Fuße des Dinkelberges: »Früher war das alles Sumpfgebiet. Da konnten bei Platzregen alle Wassermassen gefahrlos versickern«. In einem Kommentar meint Werner Müller vom MT: »Die Stadt wäre wirklich gut beraten, wenn sie mit den zuständigen Behörden, vor allem mit dem Straßenbauamt über Abhilfe nachsinnt und sich selbst auch kritisch fragt, ob wirklich auf jedes Grundstück ein Haus oder eine Fabrik kommen muss. Mit dem Austiefen von Schlierbach und Floßkanal ist es jedenfalls nicht getan. Die Hochwasser-Schutzkonzeption für die gesamte Stadt muss kritisch unter die Lupe genommen werden«.
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des SVS wurden Ulrich Röttel und Kurt Woldrich zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zum Sportler des Jahres erkoren die Handballer Clemens Bruzek, der mit seinem Talent und seiner Ballgewandtheit ein Vorbild für die Jugend sei. Der Leistungsträger spielt auch in der südbadischen Auswahl. Er hat auch schon an einem Lehrgang des Deutschen Handballbundes teilgenommen.
Dieser Tage nahm der Ortschaftsrat Langenau zusammen mit zwei interessierten Bürgern bei schönstem Maiwetter eine Ortsbegehung vor.
Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen des Briefmarkenvereins Schopfheim, der zum Stadtjubiläum am 20./21. Mai eine große Ausstellung mit Großtauschtag veranstaltet.
Der April-Arbeitsmarkt im Landkreis führt den positiven Trend weiter. Gegenüber der Quote des Vorjahres sank die Arbeitslosigkeit um 1,3%. Ende April waren im Arbeitsamtsbezirk 7.245 Menschen arbeitslos. Dies bedeutet eine Quote von 7,3%. Es gibt daneben 913 Stellenangebote und 411 Kurzarbeiter.
Kurz vor Mitternacht verlor ein 32-jähriger Kraftfahrer die Kontrolle über seinen Kleinlaster. Er kam ins Schleudern, geriet von der Straße ab, überschlug sich mehrfach an einer Böschung. Das demolierte Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen. Doch nicht genug: Der Verletzte flüchtete. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf und konnte den Unfallflüchtigen, der unter Alkoholeinfluss stand, festnehmen.
11. Mai 2000
Im Rahmen des Landesmissionsfestes führen die Friedrich-Ebert-Schule und der »Lollypop Chor« des Gesangvereins Eichen das »Africa«-Musical unter der Leitung von Dieter Waibel in der fast ausverkauften Stadthalle erneut auf.
Die SWS findet einen starken Partner. Die Städtische Wohnbau Gesellschaft Lörrach will bei der Schopfheimer Wohnbau einsteigen. Beide Unternehmen haben vereinbart, dass die Lörracher künftig die Miethausbewirtschaftung übernehmen. Der Aufsichtsrat stimmte am Dienstag dieser Woche der Zusammenarbeit zu. Die SWS erhofft sich von der Kooperation erhebliche Kostenvorteile. Welche Aufgaben im Detail die Lörracher erledigen, muss aber noch geklärt werden, teilt der nebenamtliche SWS-Geschäftsführer, Ruthard Hirschner, mit. Eine Fusion mit der Städt. Wohnbau Gesellschaft Lörrach sei jedoch nicht das Ziel. »Wir bleiben selbständig«, führt er weiter aus.
Dr. Manfred Neubauer meint bei der Gewährträgerversammlung: »Nicht Leistung um jeden Preis ist unser Ziel, sondern Wachstum in der Qualität unserer Leistungen«. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse informiert über eine Bilanzsumme im Jahre 1999 von DM 778 Mio. Bei 140 Beschäftigten entwickelte sich auch ein Kundenkreditgeschäft auf DM 816 Mio. Für die Gewährträger gab der Verwaltungsvorsitzende, Bürgermeister Klaus Fleck, den uneingeschränkten, positiven Prüfungsvermerk den übrigen Mitgliedern zur Kenntnis. Der neue Maulburger Bürgermeister, Jürgen Multner, nimmt im Verwaltungsrat den Platz für den ausscheidenden Bürgermeister Gerd Arzet ein. Nach 40 Jahren ist auch der Schopfheimer Unternehmer Fritz Reuter ausgeschieden. Seinen Posten übernimmt bis zu den regulären Wahlen im Oktober Rechtsanwalt Heinz Leuger.
Der Gewerbeverein wird ab Samstag 5.000 Parktaler in Umlauf bringen. Mit diesem Geschenk an die Schopfheimer besteht die Möglichkeit, eine halbe Stunde lang kostenlos zu parken.
Der Gemeinderat trifft sich in der kommenden Woche zu einer Sondersitzung, um sich mit dem Hochwasser der letzten Tage zu beschäftigen.
Bei der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Mittleres Wiesental ehrte der Verbandsvorsitzende den scheidenden Stellvertreter, den Steinener Bürgermeister Herbert Stumböck. Bei der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes werden auch die zu großen Wassermassen, die auf die Anlage zukommen, kritisiert. Betriebsleiter Glaser meinte, sie seien in den letzten Jahren geradezu explosionsartig nach oben geschnellt. Die Gemeinden müssten etwas tun, um den Zufluss von Fremdwassern zu reduzieren.
12. Mai 2000
Im Rathaussaal werden die Gäste des Landesmissionsfestes durch Bürgermeister Fleck empfangen. »Dass die Gäste aus aller Welt ganz pünktlich in Schopfheim angekommen sind, ist an sich schon ein kleines Wunder«, freute sich Maulburgs Pfarrer Peter Widdess. Der Bürgermeister freute sich in seinen Begrüßungsworten über dieses Fest und verband dies gleichzeitig mit der 750-Jahrfeier der Stadt. Mit diesem Empfang im Rathaus und dem Eröffnungsgottesdienst mit Gästen und Chören aus Afrika, Asien, Südamerika und Europa beginnt heute das dreitägige Landesmissionsfest. Die Predigt hält Kirchenrat Dr. Dr. Epting.
Das MT startet eine Serie zur Schopfheimer Stadtgeschichte und druckt dabei die erste namentliche Erwähnung Schopfheims in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 807 ab.
Während eines Pressegespräches erklärt die vhs-Leiterin, Margit Jüngerkes, ihr neues Konzept zur Konzertreihe »Kultur in St. Agathe«. Die neue Idee beinhaltet, dass die hochkarätigen Musiker einen regionalen Bezug haben müssen. Die Reihe beschränkt sich nicht nur auf Kammermusik, sie soll auch Nachwuchsmusikern ein Sprungbrett sein. Die Agathenkirche bietet Platz für 130 Personen.
13. Mai 2000
In seinem »Stadtspiegel« geht Werner Müller heute nicht gerade freundlich mit der Hochwasser-Situation der vergangenen Tage um. Unter der Überschrift »Aquaplaning« meint er, dass vieles durch die Bautätigkeit mitverursacht worden sei.
Viele Bewohner Schopfheims haben Angst vor dem nächsten Hochwasser. Anlieger fordern bessern Schutz. In einem Brief an den Bürgermeister wurde dies zum Ausdruck gebracht. Von der Stadt werden Maßnahmen erwartet, die ähnliche Hochwasser, egal, ob dies in der »Weitermatt«, im »Lus« oder in Eichen sei, künftig abwenden sollen. »So kann es nicht weitergehen«, schimpfte ein Mann in Eichen, dessen Hof samt Inventar zweimal innert weniger Tage in den Fluten versunken war.
Drei Arbeitskreise haben für die lokale Agenda 21 ihre Arbeit aufgenommen.
Die Narrenzunft Schopfheim überreichte durch ihren Oberzunftmeister, Marcus Walter, an verschiedene Kindergärten insgesamt DM 2.000,- an Spenden, die von den Einnahmen des Narrentreffens abgezweigt wurden.
Über das Wochenende feiern Gäste aus aller Welt mit den Christen verschiedener Konfessionen des Landesmissionsfest 2000 in der Markgrafenstadt. Der Landesmissionstag soll ein lebendiger Dialog unter Christen aus aller Welt sein. Frischer Wind sollte von dem Fest ausgehen, das evangelische und katholische Christen gemeinsam veranstalten und für drei Tage die Welt zum »Dorf« vereinte. Der Samstag blieb dem »Markt der Möglichkeiten« offen. Bunte Gewänder, Musik, wie sie sonst nicht zu hören ist, erfüllen den Marktplatz. Im Hof der Dr. Max-Metzger-Schule wird ein Kinderfest gefeiert. Die Stadthalle war bis auf den letzten Platz besetzt beim »Fest der Völker«. Das Fest stand im Zeichen des Regenbogens. Dekanin Gerhild Widdess meinte in der Begrüßung an die Gäste: »Wir sind hier versammelt als Menschen der ‚einen‘ Welt«. Sie mahnte ein weiteres Mal, die Unterschiede der Hautfarbe nicht als Grund zur Diskriminierung einzusetzen, sondern als eine große Chance zu begreifen.
Die Parktaler-Aktion des Gewerbevereins fand am Samstag regen Zuspruch.
Mit Verspätung begann die Jahreshauptversammlung des »Hexen-Zinkens« Gündenhausen. Dies hatte seinen Grund: Zuvor stellten die Hexen ihre mittelalterliche Burg und all das, was dazugehört - sie haben sie mit großem Einsatz und Ideenreichtum für das »Mittelalterliche Lager der Spiel- und Handwerksleut« gebaut - der Öffentlichkeit vor. Zinkenvogt Gerhard Kiefer ging nach der Vorstellung dieser Arbeit zur Tagesordnung der Versammlung über. Bei den Wahlen übernahm Tony Schmidt den Posten des 2. Zinkenvogtes von Wolfgang Bühler.
Gute Resonanz findet die Velo-Börse der IG Velo im Pflughof.
Die 1. Schülermannschaft der TV-Tischtennisabteilung Fahrnau holte sich den Meistertitel in der höchsten Schülermannschaftsklasse. Die dadurch bedingte Qualifikation für das südbadische Mannschaftsturnier war ebenfalls erfolgreich, sodass die Schüler und Spieler Daniel Sackmann, Christopher Johannsen, Kristoffer Gudmundsson und Till Leppert schließlich auf dem 3. Platz standen.
In der neuen Bergkopf-Halle konzertiert der Musikverein Harmonie Gersbach zusammen mit Abordnungen aus Twann und Uffheim im Elsass. Im zweiten Teil des Abends trat dann der Musikverein Raitbach auf. Alle begeisterten das Publikum des Höhenerholungsortes.
Im Rahmen des Kulturfestes am THG sprach auch der SPD-Politiker Kurt Ehrler, MdB, im Polit-Pub über den Tschetschenien-Konflikt.
14. Mai 2000
Bei herrlichstem Wetter präsentiert Bäckermeister Fritz Trefzger eine rund 300 kg schwere und 17,5 qm große Mega-Muttertagstorte im »Pflug«-Areal. Der Erlös des Verkaufs ist für den Kinderschutzbund bestimmt. Angeschnitten wurde die große Festtagstorte von der Bürgermeister-Stellvertreterin Marianne Zabel.
Zum »Tag der offenen Tür« lädt das Mütterzentrum in seine neuen Räume in der Bahnhofstraße ein.
Die vhs veranstaltet mit dem Collegium Vocale ein Benefizkonzert in der Agathenkirche in Fahrnau. Unter der Leitung von Klaus Dürrschnabel überzeugten der Chor und das Orchester das begeisterte Publikum.
15. Mai 2000
Fast bis auf den letzten Zentimeter war der Rathaussaal mit Menschen gefüllt bei der öffentlichen Sitzung. Rund 100 Betroffene kamen, um der öffentlichen Ratssitzung, in der über das Unwetter und das Hochwasser beraten werden sollte, zuzuhören. Sehr viele mussten die Sitzung im Stehen verfolgen. Die Sitzung war sehr spannungsgeladen und drohte einige Male gar zu eskalieren. Eine gegenteilige Wirkung, als der Bürgermeister es sich erhofft hatte, rief ein bei ihm eingegangener anonymer Brief hervor. Der Bürgermeister zeigte den Brief, der auf ein Kalenderblatt geschrieben und mit Hakenkreuzen verunziert war, dem Publikum und meinte, dass er auf diesem Niveau nicht diskutieren möchte. Von dieser Aktion des Bürgermeisters fühlten sich die Anwesenden brüskiert, denn sie wollten sich mit solchem Schund nicht in Beziehung bringen lassen. Nach einigem Hin und Her, nach Darstellungen des Tiefbauamtsleiters Springmann und des Kommandanten der Feuerwehr, Bernd Schwöble, bei dem sich die Anwesenden bedankten, konnte der Gemeinderat Beschlüsse fassen. Ein Planungsbüro wird umgehend mit der Arbeit zur Schadensfeststellung beginnen. Es werden auch Lösungsvorschläge erarbeitet. Außerdem hat der Bauhof den Auftrag, Sofortmaßnahmen zu realisieren, die im Übrigen in der Katastrophennacht durch diesen ebenfalls bereits angegangen wurden.
Der Pressekommentator meinte zur Gemeinderatssitzung: »Die Stimmung im Rathaussaal ist umso bedauerlicher, als durchaus vernünftige Fakten und sinnvolle Beschlüsse noch zu vermelden waren, die in der Woge der Wut beinahe unbemerkt untergingen. Fast auf verlorenem Posten stand etwa Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann mit seinen betont sachlichen Ausführungen«.
16. Mai 2000
Der Golfplatz Ehner-Fahrnau rückte bei der jüngsten SPD-Vorstandssitzung ins Blickfeld. Auf die Presseveröffentlichungen und Internet-Einträge eingehend, die den Spielbetrieb bereits für den Juni ankündigen, geht aus der SPD-Runde hervor, dass die Verbreiterung der Brücke unverzichtbar und im Gemeinderat beschlossene Voraussetzung für die Aufnahme des Spielbetriebes sei.
Im Gemeindesaal der Freien Christen (Hauptstraße 65) wird ein Film zum Thema »Brennpunkt Israel« gezeigt. Diese Video-Filmreihe soll der Versöhnung zwischen Juden und Christen dienen. Weitere Filme, die bis Mitte Juni gezeigt werden, sollen folgen.
Die Sparkasse Schopfheim hat zu einem alemannischen Abend mit Musik, Gesang und Lesungen eingeladen. Drei Autoren - Esther Strube aus Furtwangen, der elsässische Liedermacher René Egles und der Wehrer Markus Manfred Jung - boten anregende, amüsante und auch nachdenkliche Vielfalt. Der Abend war aber auch einem vierten Autor gewidmet, Thomas Burth, der erst vor wenigen Monaten verstarb. Seine Tochter, Andrea Graf, erinnerte mit einigen Gedichten, die sie in Bodensee-Alemannisch vortrug, an ihren Vater.
17. Mai 2000
Vor einer großen Zuhörerkulisse traf sich der Ortschaftsrat Eichen, um über das Hochwasser und die Schutzmaßnahmen dagegen zu sprechen. Bernhard Springmann, städtischer Tiefbauamtsleiter, erhielt von den Zuhörern Beifall für seine Ausführungen. Der Ortsvorsteher, Hans Keller, hatte die Sitzung auf die Schnelle einberufen, obwohl für Ende Juni eine Bürgerversammlung in der Hülschenmatthalle mit Fachleuten des Wasserwirtschaftsamtes, des Amtes für Gewässerschutz und des Straßenbauamtes vorgesehen war, um konkrete Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Klar wurde dabei, dass Durchlässe und Engstellen überprüft und verändert werden müssen, aber auch private Maßnahmen bleiben unerlässlich. Die Planung eines Regenrückhaltebeckens im Gebiet des Gasthauses »Sonne« muss weiter diskutiert werden. Spontan stellten sich Bürger zur Verfügung, um gemeinsam den Dorfbach zu putzen.
Ihrer Freude ließen türkische Fußballfans freien Lauf. Nach dem UEFA-Pokal-Sieg von Galata Saray Istanbul fuhren die Anhänger fahnenschwingend und hupend mehrere Runden durch die Innenstadt. Die feiernden Fans wurden dann allerdings von der Polizei zur Ordnung gerufen.
18. Mai 2000
Zwischen der Ausgrabung der Fasnacht am 11.11. und der Verbrennung lagen ungewöhnlich viele Wochen, womit die Fasnacht 2000 als eine der längsten Kampagnen in die Vereinsgeschichte eingeht, wird bei der Jahresversammlung des »Sternen-Zinkens« durch deren Vogt Rolf Denner hervorgehoben. Nachdem Ozume Marcus Walter den gesamten Vorstand entlasten konnte, bedankte er sich beim Zinken für den Beitrag zu Aruba 2000.
Ein Schopfheimer Bürger beschäftigt sich heute in einem Leserbrief mit der Gemeinderatssitzung vom Montag und verurteilt das Verhalten des Bürgermeisters gegenüber den vom Hochwasser geschädigten Menschen.
Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen der Briefmarkenfreunde für die Sonderausstellung zum Stadtjubiläum.
19. Mai 2000
Spezialisten der Orgelbaufirma Späth aus Freiburg sind derzeit dabei, die Voit-Orgel in der evangelischen Stadtkirche wieder aufzubauen. Die Orgel wurde beim Kirchenbrand zerstört. Am 18. Juli sollen die Arbeiten an der restaurierten Orgel ihren Abschluss finden. Der Schaden an dem Instrument lag bei rund DM 500.000,-. Den überwiegenden Teil der Summe, so Klaus Thiele von der evangelischen Kirchenverwaltung, habe die Brandversicherung getragen. Mit einem Zuschuss der Landeskirche und Spenden von Gönnern wurde die Restaurierung schließlich möglich.
Der VdK-Ortsverband darf bei einer sehr gut besuchten Hauptversammlung auf das vergangene Jahr zurückblicken. Zahlreiche Mitglieder wurden für 50 Jahre Treue geehrt. Schwerpunkt, so der Vorsitzende Alfons Lienhart, soll im VdK weiterhin die Arbeit für Kriegshinterbliebene und Kriegsbeschädigte sein. Doch die Sorge um Behinderte, Rentner und Verunglückte wird immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Die »Enninger« treten bei der Jahreshauptversammlung auf die Finanzbremse. Besonders gut war die Stimmung bei der Versammlung um den Zinkenvogt, Anton Weber, der wiedergewählt wurde, nicht, da nur wenige der Mitglieder überhaupt gekommen waren.
20. Mai 2000
Das Sprengstoffunglück in Enschede macht auch den Journalisten Werner Müller vom MT hellhörig. Er entdeckt dabei im Langenfirst in Fahrnau einen 25-Tonnen-Sprengstoffbunker der Firma Dynamit Nobel. Nach seinen Recherchen wusste man beim Landratsamt in Lörrach nichts davon. Das Gewerbeaufsichtsamt, das erst vor drei Tagen eine Kontrolle vorgenommen hatte, teilt die Meinung des Betreibers, dass alles in Ordnung sei. Das Fahrnauer Lager sei das größte seiner Art im Zuständigkeitsbereich der Freiburger Behörde. Die Stadtverwaltung hat keine genauen Kenntnisse. Eine Baugenehmigung aus den 60er- bzw. 70er-Jahren macht ein Sprengstofflager, in dem allenfalls Kleinstmengen enthalten sind, aktenkundig. »Irgendwie bekannt, aber nichts Genaues«, so beschreibt der Feuerwehrkommandant seinen Informationsstand.
Der Schopfheimer Briefmarkensammler-Verein hat zu einer großen Ausstellung anlässlich des Stadtjubiläums in die Stadthalle eingeladen. Interessant und sehr informativ war eine Zusammenstellung, die sich mit lokalen philatelistischen Raritäten und stadtgeschichtlich interessanten postalischen Dingen befasste. Zur Ausstellung selber gab es auch einen Sonderstempel. Das Postamt drückte am Wochenende allen Briefen diesen Stempel auf, soweit sie bei der Briefmarken-Ausstellung abgegeben und von dort aus zum Versand kamen. Mit der Ausstellung war auch ein Groß-Tauschtag verbunden.
Die Langenauer Feuerwehr hat allen Grund zum Feiern: Ein nagelneues Fahrzeug LF 8/6, das die Stadt für DM 233.000,- angekauft hat, ersetzt das bisherige, 30 Jahre alte Gefährt. Der Bürgermeister wünschte den Langenauern weiterhin eine funktionierende Teamarbeit und vor allem Eines, dass das Fahrzeug wenig zum Einsatz komme, aber immer zum Einsatz bereit sei.
Rebecca Trefzger hat in Warendorf auf ihrem neuen Pony Pushkin Blackson, das erst seit einem halben Jahr im Stall steht, völlig überraschend den westfälischen Preis der Besten in der Springprüfung der Klasse M gewonnen. Die ebenfalls für den RV Schopfheim startende Stefanie Engler landete im ersten M-Springen auf Rang 14 in der Endabrechnung.
Dieter Leppert, langjähriger Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank, feiert heute seinen 70. Geburtstag.
Die Zahl 750 ist nun auch blumig festgehalten. Auf den Verkehrsinseln haben Stadtgärtner die Beete so gestaltet, dass die Jubiläumszahl eindrucksvoll zu erkennen ist.
22. Mai 2000
Über das Thema »Globalisierung« diskutieren Schüler des THG im Polit-Pub. Zu Gast waren Konrad Hesse, ehemaliger Geschäftsführer, und Peter Niggli, Geschäftsleiter des Dachverbandes der fünf großen Caritas-Verbände in der Schweiz.
Dass nicht nur Kleider und Möbel Zeitgeschichte bedeuten, beweist das Orthopädie-Geschäft Pfeifer an der Hauptstraße 8. Zum Jubiläumsjahr werden dort Schuhe aus der Gründerzeit, dem Rokoko und dem Biedermeier ausgestellt.
Zu einer nicht alltäglichen Pressekonferenz hat die Stadt in den Rathaussaal eingeladen. »Kramer Zunft & Kurtzweyl« war mit Akteuren bereits vor Ort, um in Gewandung Rede und Antwort zu stehen. Die Stadt bittet die Menschen in der Innenstadt, insbesondere in der Altstadt, ihre Häuser beim »Mittelalterlichen Lager der Spiel- und Handwerksleut« zu schmücken.
Die SPD stellt den Antrag, zum Thema »Hochwasser« eine Sondersitzung mit Vor-Ort-Besichtigung anzuberaumen.
Artur Cremans, Fraktionsvorsitzender der SPD, weckt in der Gemeinderatssitzung gegen den ehemaligen vhs-Leiter Hoch Misstrauen. Dieser könnte bei versandten Werbebriefen ehemalige Daten der vhs benutzt haben, so der SPD-Stadtrat. Franz Hoch ist nebenberuflich als Reisevermittler tätig.
Das Sprengstofflager der Firma Dynamit Nobel soll, so will es die SPD, zum Thema einer nichtöffentlichen Sitzung gemacht werden.
Erneut wird der Golfplatz Ehner-Fahrnau zum Thema im Gemeinderat. Dabei informiert Tiefbauamtsleiter Springmann darüber, dass für die Verbreiterung der Wiesen-Brücke der Golfclub weder eine wasserrechtliche noch eine baurechtliche Genehmigung, sondern lediglich eine Statikberechnung benötige. Zum weiteren Thema wird ein Zaun, der um einen Teil des neu eingesäten Golfplatzes gezogen wurde. Springmann bestätigte, dass dieser nicht zulässig sei. Golfclub-Präsident Wetzel habe jedoch versichert, dass dieser Zaun nur während der Einsaatzeit stehenbleiben soll. Auch die Schranke zum Parkplatz soll anders angebracht werden, sodass die Zufahrt ab Hausen, anders als bisher geplant, ausgeführt werden kann.
Der Gemeinderat nimmt die Wahl von 18 Schöffen, die nun dem Landgericht zur endgültigen Auswahl vorgeschlagen werden, vor.
Gegen 21 Uhr rückt die Feuerwehr zu einem Kaminbrand in die Bachtalstraße nach Wiechs aus. Da die Holzverschalungen der Wohnräume schon verkohlt waren, bestand eine nicht unerhebliche Gefahr, die durch den Kaminbrand entstanden war.
121 Handwerksgesellen können bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft in der Gewerbe-Akademie Schopfheim ihren Gesellenbrief in Empfang nehmen. Kreishandwerksmeister Gerhard Lorenz betont während der Feier: »Wer heute nicht mehr ausbildet, hat morgen keine Fachkräfte mehr«.
Ortsvorsteher Rainer Strittmatter war zwar damit einverstanden, dass die Stadtverwaltung in diesem Jahr die für Enkenstein vorgesehenen DM 400.000,- für die Hochwasser-Maßnahmen umschichtet. Gleichwohl bittet er, dass der Gemeinderat diese Mittel wieder in den Haushalt 2001 aufnimmt.
23. Mai 2000
Die SPD möchte wissen, ob Schopfheim nicht doch eine richtige Fußgängerzone haben möchte. Noch in dieser Woche werden allen Bürgern Umfrage-Unterlagen zugehen. Im Gegensatz zu Interessengruppen wie dem Gewerbeverein seien die Kunden bislang zu diesem Thema direkt noch nicht befragt worden, meint die SPD.
24. Mai 2000
Franz Hoch, ehemaliger vhs-Leiter, weist den am Montag im Gemeinderat gegen ihn erhobenen Verdacht zurück.
»Es war eine der bedrückendsten Aufgaben der letzten Wochen«, meint der SWS-Geschäftsführer, Ruthard Hirschner, gegenüber der Presse, denn die Wohnbau hat jetzt allen 13 Mitarbeitern gekündigt. Betroffen sind neben den Verwaltungsangestellten auch die Hausmeister und Reinemachefrauen. Für einen Teil der Mitarbeiter besteht indes noch Hoffnung. Es kann durchaus sein, dass die Wohnbau Lörrach, die als Dienstleister die Schopfheimer Wohnbau übernimmt, den einen oder anderen Mitarbeiter wieder einstellt.
Zu einem spontanen Fest mit den Gästen aus Kamerun kommt es an der Friedrich-Ebert-Schule. Rektor Wolfgang Gabriel erhielt dafür vom Dikome-Chief ein Foto der Kameruner Schüler, die von den Schopfheimern unterstützt werden.
In der jüngsten Sitzung informiert Ortsvorsteher Siegfried Schmidt den Ortschaftsrat Kürnberg über den Stand der Bauarbeiten am Bürgersaal, der kurz vor der Aufrichtung des Daches steht.
25. Mai 2000
Beide Tageszeitungen würdigen die 750-Jahrfeier der Stadt Schopfheim heute mit einer mehrseitigen Sonderbeilage.
Ein SWR-Fernsehteam macht die ersten Aufnahmen für das »Mittelalterliche Lager der Spiel- und Handwerksleut« am ersten Juni-Wochenende.
26. Mai 2000
Der Dachstuhl des Bürgersaales in Kürnberg ist fertig. Ortsvorsteher Siegfried Schmidt freut sich über die Einhaltung des Zeitplanes.
Langsam aber sicher kommt der zentrale Omnibus-Bahnhof. Die ersten Buswartehäuschen werden derzeit aufgestellt. Die Bahnhofstraße erfährt so auch eine völlig neue optische Gestaltung.
Die Stadt bereitet sich intensiv auf das morgen stattfindende große Jubiläum vor. Mit einer Ausstellungseröffnung in der Kulturfabrik über die Partnergemeinden und dem Festakt wird der Höhepunkt des Festjahres eingeleitet. Um die Partnerschaften zu unterstreichen, künden Flaggen die Nationalitäten der Partnerstädte im gesamten Stadtgebiet an.
Die Fans schwelgen in der Stadthalle beim Gala-Abend von Radio Seefunk. Umjubelte Stars des Abends waren Bernhard Brink, die »Paldauer« und Petra Frey. Ein gelungener Festbeitrag.
27. Mai 2000
Das Areal der ehemaligen Straßenmeisterei Gündenhausen, das die Stadt gerne für den Bauhof nutzen möchte, wird nun öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben. Die Stadt wurde mit ihren Preisvorstellungen und denen des Regierungspräsidiums nicht handelseinig.
Im Rahmen des Stadtjubiläums kamen die französischen Freunde der Pfarrgemeinde nach Schopfheim. Der Kirchenchor Poligny wurde aus diesem Grunde auch vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Roland Kleinbub herzlich willkommen geheißen.
Die Sport-Kegler ermitteln bei den Stadtmeisterschaften die Besten. 35 Herren und 21 Damen waren im Kegelcenter »Rosengarten« am Start. Henrik Steingräber, Vorsitzender des Clubs Blau-Weiß Schopfheim, konnte schließlich bei der Jugend Melanie Pollichino auszeichnen. Bei den Damen stand Erika Hilbold und bei den Herren Wolfgang Schwalke auf dem Siegerpodest.
In der Kulturfabrik eröffnet Bürgermeister Klaus Fleck eine Foto-Ausstellung, die sich Schopfheim und den Partnergemeinden Poligny, Ronneby, Kleinmachnow und Dikome widmet.
Mit einem Festakt in der Stadthalle begeht Schopfheim das Jubiläum der 750-jährigen Stadtrechtsverleihung. Auch wenn kein genaues Datum für dieses Recht feststeht, war die Stadthalle dennoch vollbesetzt. Man wollte bei diesem historischen Anlass dabeisein. Die Festrede hielt Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg, wobei Bürgermeister Klaus Fleck unter den zahlreichen Gästen auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Marion Caspers-Merk, Ehrenbürger Walter Faller und Delegationen aus den Partnerstädten Poligny, Ronneby, Kleinmachnow und Dikome begrüßen durfte. Viele Bürgermeister der Nachbargemeinden und Ortschaftsräte weilten ebenfalls unter den Festgästen. Ganz besonders grüßte der Bürgermeister das Ehepaar Waldi, das während der Nazizeit aus Schopfheim vertrieben wurde. Der Regierungspräsident überbrachte auch die Grüße der Landesregierung. Als Geschenk überreichte er einen Stich vom Basler Hof in Freiburg. In der Zentralrede, die gleichzeitig Verpflichtung für die Zukunft sein sollte, sprach Dr. Albrecht Bangert über die mediale Stadt. Musikalisch umrahmte das Brassquintett aus Wiechs die Feierstunde. Zum Mittelpunkt des Festaktes wurde die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit Dikome. Bürgermeister Klaus Fleck und Bürgermeister John Ngoe aus Dikome besiegelten unter dem Beifall der Festgäste die Vereinbarung.
28. Mai 2000
Nicht besonders gut meint es der Wettergott mit dem Jugend-Motocross auf der Schopfheimer Rennstrecke. Nur am Samstag konnten Wertungsläufe durchgeführt werden. Der immer tiefer werdende Boden veranlasste Rennleiter Theodor Ehrler vom MSC Hügelheim dazu, die zweiten Läufe zu streichen. Die Gesundheit der jungen Rennfahrer habe absoluten Vorrang, so der Schopfheimer Rennleiter, Thomas Grässlin.
Zum Stadt-Jubiläum spielte das »Theater auf der Au« in der Stadthalle Molières Komödie »Die erzwungene Heirat«. Am Vormittag des gleichen Tages gab das Collegium musicum mit seinem Leiter, Wolfgang Neininger, eine Matinée. Insbesondere die beiden jungen Solistinnen Thamar Timm, Oboe, und Imke Burkhardt, Violine, begeisterten dabei. Die dritte junge Solistin, Diana Bauchinger, brachte mit ihrer Piccolotrompete einen strahlend-festlichen Klang in den Konzertraum.
In der Alten Kirche St. Michael findet zur 750-Jahrfeier ein ökumenischer Gottesdienst statt. Ein Kammerorchester mit Konzertmeisterin Angela Balzer führte die 119. Kantate von J.S. Bach unter der Leitung von Martin Winkler auf. Nach der Eröffnung des Gottesdienstes durch den katholischen Pfarrer Felix Baumann hielt der Liturg, Pfr. Dr. Michael Hoffmann, seine Laudatio vor den anwesenden Missionsgästen aus Afrika in der übervollen Kirche. Eine Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus sollte die vorhergegangenen Worte noch einmal wiedergeben und im Gottesdienst einen charakteristischen Vergleich zur Bibel schaffen.
30. Mai 2000
Nach längerer Pause waren dieser Tage wieder Schüler der französischen Partnerschule aus Masevaux zu Gast an der Dr. Max-Metzger-Schule.
Den Abschluss der kaufmännischen Schulen feiern 112 Schüler. 106 davon legten die Prüfung mit Erfolg ab, einige sogar mit Lob und Preis. Die Prüfung bezeichnet der Leiter der kaufmännischen Schulen, Herwig Friedl, als wichtigen Meilenstein auf dem subjektiven Lebensweg.
Direktor Dr. Manfred Neubauer von der Sparkasse überreicht 12 Schulen, die in kommunaler Trägerschaft stehen, aus dem PS-Sparen der Sparkassen Spenden zwischen DM 300,- und DM 3.100,-.
Bei einer Jubiläumsfeier nach 20 Jahren Direkt-Partnerschaft zwischen dem evangelischen Kirchenbezirk Schopfheim und dem Kirchendistrikt Dikome wurde eine erfreuliche Bilanz gezogen. Es gab aber auch Kritik am mangelnden Interesse in den einzelnen Kirchengemeinden. Dekan i.R. Helfried Heidler rief dazu auf, sich ganz neu zu engagieren und unsere Region in Bewegung zu setzen, um den Menschen in Dikome weiterhin Hoffnung zu geben.
Die Württembergische Landesbühne gastiert mit dem Stück »Beirut« von Alan Bowne an ungewöhnlicher Spielstätte. Der Kulturring hat das Ensemble eingeladen, die Firma EKATO hat zur Aufführung das Produktionsgebäude im »Lus« zur Verfügung gestellt. Ein hartes Stück, das Isolation und Liebe zum Inhalt hatte, wurde dort in passendem Rahmen gespielt.
31. Mai 2000
Zum 42. Mal können sich Freunde, Gönner und Mitglieder des »Städtli-Zinkens« zur Jahreshauptversammlung treffen. Wie zu erwarten war, bildete beim Jahresbericht die Fasnachtskampagne und das große Vogtei-Treffen den Höhepunkt des Berichtsjahres. Zinkenvogt Matthias Räuber freute sich, dass seine Burg, von der er die Untertanen begrüßte, erhalten bleiben konnte, der TSG beim Schlager-Wettbewerb als Kulisse diente und nun beim »Mittelalterlichen Markt« den »Hexen« wiederum Kulisse für ihre Kneipe bietet.
Schonungslos ging es beim Kabarett »Zähne(f)letschereien« in der vollbesetzten Hülschenmatthalle in Eichen zu.
01. Juni 2000
Die Enkensteiner Kinder treffen sich mit ihren Eltern am Feuerwehrhaus, um den Umzug des »Uffert-Brüttli« zu begehen. Angeführt wurde die fröhliche Schar vom schmuck gekleideten Kinder-»Brautpaar« Jeannina Mönch und Thomas Schwald.
Voll besetzt ist die Alte Kirche St. Michael bei der Vorstellung der neuen Stadtchronik, die mit dem Titel »Schopfheim - Natur - Geschichte - Kultur« pünktlich im Jubiläumsjahr herausgebracht wurde. Ein Großteil der Autoren war bei der Buchvorstellung dabei. In einem sehr unterhaltsamen Vortrag in der Alten Kirche referierte Prof. Dr. Klaus Schubring über die wechselvolle Geschichte dieses Gotteshauses. Danach war es Prof. Glatt, ein gebürtiger Schopfheimer, der das Geschichtsbuch mit all seinen Facetten vorstellte und die kulturpolitisch weitsichtige Entscheidung des Stadtrates, dieses Buch herauszugeben, lobte. Er meinte auch, das neue Stadtbuch brauche neue Leser. Allzu heftigem Lokalpatriotismus werde jedoch einiges an Stehvermögen abverlangt.
Die Kripo Lörrach hat zwei Schopfheimer Heroin-Dealer im Alter von 43 und 50 Jahren bei einer sogenannten Beschaffungsfahrt in die Schweiz gefasst.
02. Juni 2000
Junge Leute im Alter von 10-14 Jahren erlebten in der Gruppenstunde der Pfarrgemeinde St. Bernhard einen Dia-Vortrag der etwas anderen Art. Der aus Schopfheim stammende Klaus Opitz berichtete dabei von seiner Missionsarbeit im kleinen westafrikanischen Land Elfenbeinküste. Er schilderte die vier Jahre Dienst in der evangelischen Auslandsarbeit.
Marianne Zabel, Stadtverbandsvorsitzende der CDU, will als Zweitkandidatin mit dem Lörracher Bewerber Günther Kainz zusammen für den Landtag kandidieren.
Die Altstadt wird für drei Tage ins Mittelalter zurückversetzt. Das Fest des »Mittelalterlichen Lagers der Spiel- und Handwerksleut«, das während dreier Tage andauert und viele Menschen in die Stadt, insbesondere in die Altstadt lockt, wird eröffnet. Schopfheimer Vereine, zwei Ortsteile und »Kramer Zunft & Kurtzweyl« bieten Vielfältiges, Kulinarisches und Kulturelles in der gesamten Altstadt.
03. Juni 2000
Bei den Wahlen anlässlich der Generalversammlung der Narrenzunft im Narrenkeller wurde Ozume Marcus Walter einstimmig auf die Dauer von zwei Jahren wiedergewählt. Silvia Bernauer übernahm das Amt der Kanzellarin. Insbesondere als positiv wurden im Jahresrückblick das gewaltige Narrentreffen mit 4.000 Hästrägern und 35.000 Besuchern sowie das »Städtli-Fest« und die »Neuen Füchse« gesehen und gewertet. Auch die Wanderausstellung im Museum trug zur positiven Bilanz bei. Das Narrenschiff des »Schlattholz-Zinkens« befinde sich in ruhigem Fahrwasser, aber noch lange nicht im sicheren Hafen, mahnt Ozume Marcus Walter.
Auf überwältigende Resonanz stößt die Bürgerbefragung der SPD zur Fußgängerzone.
Auf dem Platz vor der IHK fallen Plastiken des Bildhauers Hauser auf, die bereits jetzt von der Ausstellung Mitte Juni künden.
Im Gasthaus »Sonne« in Eichen findet eine Jungtierschau des deutschen Riesen-, Riesenschecken- und Widder-Clubs Oberrhein statt.
Eine schmerzhafte Erfahrung musste die Ortsgruppe des BUND machen. Bei ihrer Mitgliederversammlung in Steinen kamen gerade mal eine Handvoll Mitglieder, zu wenig für eine Mitgliederversammlung. Auch Dr. Michael Sladek, Stromrebell aus Schönau, der ein Referat hielt, konnte nicht mehr Zuhörer zur Versammlung bewegen. Wahlen mussten daher aus formellen Gründen ausbleiben. Klaus Böttger will zu einem andern Termin die Versammlung erneut einladen.
Tausende von Menschen feiern fröhlich »Mittelalter« zum Stadtjubiläum.
04. Juni 2000
Bei strahlendem Sonnenschein endet das dreitägige Fest zum Stadtjubiläum.
05. Juni 2000
Eine Presseüberschrift lautet heute »Knallheiß, knallvoll - Freilichtfest ist der Knüller«.
06. Juni 2000
Erneut greift die Presse mit Schlagzeilen das mittelalterliche Lager, das am Sonntag zu Ende gegangen war, auf und würdigt es mit ganzen Zeitungsseiten. Es war ein friedliches Fest, ein Fest der freundlichen Gesichter. Es war ein Fest, das Gefühle zuließ. Der Dank geht aber auch an alle Altstadtbewohner, die einige Tage lang Mühen hatten in Kauf nehmen müssen.
Rund 28.000 Besucher feierten das Fest zum Stadtjubiläum, das auch vom SWR 3 aufgezeichnet wurde, über das vergangene Wochenende mit.
Ruth Sprich, Alt-Stadträtin, feiert heute ihren 70. Geburtstag.
Noch wenige Tage ist die Ausstellung über Miniaturschuhe, die die Firma Maha in Maulburg zum Stadtjubiläum zusammengetragen hat, in der Sparkasse zu sehen.
Bei einem Brunch im »Markgrafen« verabschiedet Bürgermeister Klaus Fleck die drei Delegationen aus den Partnerstädten Poligny, Kleinmachnow und Dikome. Die Vertreter aus Ronneby mussten schon früher zurückreisen. Er konnte die Tage der Begegnung als eine glückliche Zeit mit vorwiegend schönem Wetter werten. Die Freundschaften sind vertieft worden. Die Freunde aus Kleinmachnow bedankten sich insbesondere bei Organisator Klaus Jäckh, der sie in der Begegnungswoche ständig begleitet und für viele schöne Erlebnisse gesorgt hatte.
08. Juni 2000
Die SVS-Kicker verabschieden mit Dank und Anerkennung Frank Ullmann und Hanspeter Osswald, die zum Saisonende als Trainer den SVS verlassen.
Zum zweiten Mal trägt der Schopfheimer Reitverein ein internationales Reitturnier aus. Die Vorbereitungen für das Wochenende vom 16.-18. Juni, an dem etwa 350 Reiter und 500 Pferde teilnehmen werden, laufen auf Hochtouren.
Bei der Jahreshauptversammlung des Kegelclubs Blau-Weiß Schopfheim vor einigen Tagen ernannte der Vorsitzende, Henrik Steingräber, die Aktiven Kurt Eichin, Werner Keller, Walter Klatt zu Ehrenmitgliedern. Der Sportwart Rainer Kiefer freute sich insbesondere, bei der Versammlung mitteilen zu können, dass im Jubiläumsjahr der Stadt ein Freundschaftsspiel zwischen dem Deutschen Meister »Victoria Bamberg« und dem deutschen Vize-Meister »Vollkugel Eppelheim« im Juli im Kegelcenter »Rosengarten« stattfinden wird.
Eine 72-jährige Frau musste, nachdem sie bei Waldarbeiten im Entegast verunglückt war, vom Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.
09. Juni 2000
Auf der Gemarkung Schopfheim gibt es insgesamt 11 Mobilfunkstationen. Dies zeigt ein Kataster, das die Stadtverwaltung für den Gemeinderat erstellt hat, auf.
Vor einigen Tagen präsentierten die CDU-Senioren eine Modeschau im Café »Augarten« in »Schärers Au«. Models waren ausschließlich Schopfheimer Seniorinnen.
Die Arbeitslosigkeit im Mai 2000 ging deutlich zurück. Die Quote gab um 0,4 %-Punkte nach. Sie liegt nun noch bei 6,8 %. Im Land Baden-Württemberg beträgt der Durchschnitt 5,7 %.
Alle Vorstandsmitglieder werden bei der Hauptversammlung des Fördervereins Krankenhaus in ihren Ämtern bestätigt.
Die Firma Binder & Blum feiert mit rund 500 geladenen Gästen in der Stadthalle ihr 20-jähriges Bestehen. Gleichzeitig wird in der »Niedern und Oberen Schleife« das letzte der Reihenhäuser mit dem Richtkranz aufgerichtet. Die vom Zimmermann Johannes Schwald beim Richtspruch zerschmetterten Gläser mögen dem Unternehmen Glück bringen, so der Geschäftsführer, Wilfried Blum.
Die Brücke über die Wiese hin zum Golfplatz ist fertiggestellt. Über schnelle Handwerker sind Golfchef Rolf Wetzel und Bürgermeister Klaus Fleck auch am Richtfest erfreut.
10. Juni 2000
Das Schweigmatter Bad eröffnet die diesjährige Saison.
Sehr gut angelaufen ist die Badesaison im Schwimmbad Schopfheim. Bereits 16.400 Badegäste sind in den ersten vier Wochen zu verzeichnen.
Die SPD hat ihre Umfrage zum Thema »Fußgängerzone in der Hauptstraße« bis zum 16. Juni verlängert.
Bei idealem Wetter feiern die Kürnberger Richtfest für ihren Bürgersaal. Viele Kürnberger, nicht nur aus Vereinen, haben sich beim Bau bisher aktiv gezeigt.
Junge Musiker aus Ronneby und Kleinmachnow sind in Schopfheim zu Gast. Sie machen Quartier in der Ebert-Sporthalle. Während der nächsten Tage werden sie an verschiedenen Plätzen in der Stadt aufspielen.
11. Juni 2000
Die Urabstimmung im Öffentlichen Dienst ergab im Kreis Lörrach eine Zustimmung von 87,67 %. Die Streikbereitschaft, so die Gewerkschaft, sei in Schopfheim noch höher.
Der Kulturring hat das Sinfonische Jugendblasorchester des Landes Baden-Württemberg im Jubiläumsjahr eingeladen. Mit dem Dirigenten Felix Hauswirth überzeugten die 50 jungen Musiker, die fast alle Preisträger im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« sind, das Publikum, das nicht gerade zahlreich zu dieser Veranstaltung gekommen war. Aus Schopfheim waren im Orchester Vanessa Brenzinger und Friedemann Dürrschnabel zu hören. Wären nicht die jungen Musiker aus Kleinmachnow und aus Schweden zum Konzert gekommen, wäre die Enttäuschung der Kulturring-Verantwortlichen noch größer ausgefallen.
12. Juni 2000
Jugendliche Musiker aus Kleinmachnow und Ronneby haben sich zu einem Orchester formiert und konzertieren vor der Stadthalle.
14. Juni 2000
In einer Versammlung der CDU begrüßte die stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Ortrun Schätzle die Bewerber um das Landtagsmandat, Werner Bundschuh und Günther Kainz. Walter Brunner nahm wegen eines andern Termins an dieser Besprechung nicht teil. Nach den Vorstellungen wurde lebhaft über die Meinungen zu schulischen und ausbildungstechnischen Problemen diskutiert.
Kurz vor der Mittagszeit fielen in Schopfheim die Lichter, Computer, Kassen, automatischen Türen und vieles mehr aus, denn bei Tiefbauarbeiten in der Bismarckstraße/Karlstraße beschädigte ein Bagger das Stromversorgungskabel. Erst nach einer Stunde waren Umschaltungen möglich, so dass der Strom wieder fließen konnte.
Musik verbindet. Jungmusiker aus Ronneby geben vor dem Rathaus während des Wochenmarktes ihr Abschiedskonzert nach der Besuchswoche.
Bürgermeister Klaus Fleck empfängt im Rathaussaal Schüler aus der englischen Partnergemeinde des THG, Broxbourne. Die Gruppe ist bereits seit dem 03. Juni in Schopfheim zusammen mit den Begleitlehrern Clare Newton und Adam Cook.
15. Juni 2000
Bei der Jahreshauptversammlung des Kunstvereins kündigt Hans Theo Baumann seinen Rücktritt im Jahre 2001 an. Er bemängelt in seinen Ausführungen die fehlende Unterstützung durch die Stadt.
16. Juni 2000
Um rd. DM 16 Mio. oder 6,6 % steigerte die Volksbank Schopfheim ihre Bilanzsumme auf nun DM 262 Mio. im Geschäftsjahr 1999. In der kommenden Woche wird die Vertreterversammlung darüber beschließen. Dieter Leppert will nach 35 Jahren sein Aufsichtsratsmandat aus Altersgründen niederlegen.
17. Juni 2000
Der Golfplatz in Ehner-Fahrnau erfährt heute seine Einweihung. »Dein Traum geht in Erfüllung«, meint Vizepräsident Dr. Richard Zahoransky an die Adresse von Rolf Wetzel gerichtet. Bei der Gratulationscour, die Bürgermeister Klaus Fleck eröffnete, sah er die Anlage als eine Aufwertung des Mittelzentrums Schopfheim.
Die Unabhängigen haben sich für eine Projektgruppe Innenstadt ausgesprochen. In dieser würden sie mitarbeiten, nachdem sie vor wenigen Wochen die Mitarbeit in einer Projektgruppe »Pflug«-Areal abgelehnt hatten. Dabei erinnern sie daran, dass die Unabhängigen seinerzeit aus der Bürgerinitiative »Pflug«-Areal entstanden sind.
In Schopfheim sprechen viele davon, das »Mittelalterliche Lager« doch in Abständen zu wiederholen.
In Hausen im Wiesental sammelt eine Gruppe, die sich »Bürgerinteressen Hausen« nennt, Unterschriften gegen die jetzt geplante Verkehrsanbindung des Golfplatzes. Die Gruppe meint, dass der Hausener Gemeinderat gegen den Willen der Bürgeranhörung verstoßen habe.
Im Jubiläumsjahr veranstaltet die Stadtjugendpflege ihr Kreisjugend-Festival in der Markgrafenstadt. Ob Akro-Bungee, Karaoke oder Abseilen vom Kirchturm der St. Bernhardskirche, ob Rockband oder Break- and Street-Dancer - alle hatten ein tolles Fest.
18. Juni 2000
Die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Wiechs stellt diesen Sonntag unter das Thema »Engel«. Wer aus der Bevölkerung seinen persönlichen Engel zur Ausstellung beitragen möchte, ist dazu eingeladen, heißt es in einer Gemeindemitteilung.
Mit einer Niederlage gegen den SV Blau-Weiß Murg erreichten die SVS-Fußballer das Ziel des Aufstiegs nicht. Sie belegen nun in der Kreisklasse A nur den 2. Platz. Die Betreuung während der nun folgenden Relegationsspiele übernimmt Jürgen Hauser.
Bei strahlendem Wetter und großem Publikumsandrang ging das Reitturnier in den »Sengelen« »über die Bühne«. Im Mittelpunkt standen die Wettbewerbe im Ponyreiten. Rebecca Trefzger, die letztmals in dieser Alterskategorie startete, wurde selbstverständlich zum Anziehungspunkt. Über 400 Pferde und Ponys waren in Schopfheim am Start.
Bezirkskantor Martin Winkler nimmt auf der Empore der evangelischen Stadtkirche am Spieltisch der Voit-Orgel Platz. Nach dem Brand wurde dieses Instrument nun restauriert und der Öffentlichkeit hiermit wieder vorgestellt.
Der Kunstverein Schopfheim eröffnet eine Ausstellung über den bekannten Bildhauer Erich Hauser. Die Ausstellung mit neueren Arbeiten wird während des ganzen Sommers im Museum zu sehen sein. Drei Großplastiken stehen im Park der IHK und sind Teil der Ausstellung. Trotz angeschlagener Gesundheit ließ es sich Erich Hauser nicht nehmen, selbst nach Schopfheim zu kommen.
Bei den German open errang sich der Ringer-Oldie Simon Sigl in beiden Stilarten die Goldmedaille. Im Freistil gelang ihm der Sieg gegen einen 16 Jahre Jüngeren.
19. Juni 2000
Bürgermeister Klaus Fleck berichtet während einer Gemeinderatssitzung, dass das Storchennest-Gerüst auf der Alten Kirche St. Michael nun endgültig abgebaut wird, nachdem der Sturm »Lothar« es beschädigt hatte und seit Jahren kein Storch den Turm der Alten Kirche mehr besucht hat.
Die Einrichtung des LKW-Parkplatzes, wie die CDU dies beantragte, wird im Gemeinderat aus Kostengründen abgelehnt.
Der Gemeinderat nimmt von einer Aufstellung, die sämtliche Mobilfunk-Stationen in Schopfheim aufzeichnet, Kenntnis. Die Erhebung durch die Stadtverwaltung ergab, dass lediglich drei von zehn Standorten auf städtischem Gelände stehen. Der Bürgermeister sieht keinen weitern Handlungsbedarf.
20. Juni 2000
Beim letzten Saisonspiel am vergangenen Wochenende sicherten sich die TSG-Basketballer den Aufstieg in die Landesliga.
Bürgermeister Fleck empfängt polnische Jugendliche im internationalen Jugendcamp, das beim JuZ aufgeschlagen wurde.
Bei der Bezirkssynode des evangelischen Kirchenbezirkes am vergangenen Wochenende berichteten Pfarrer i. R. Frieder Walz und Pfr. Traugott Schillinger darüber, dass vom Landesmissionsfest in Schopfheim viele Impulse ausgegangen sind. Die Ökumene vor Ort und weltweit sei mit Christen aus acht Ländern spürbar geworden.
Vor einigen Tagen besichtigte der Ortschaftsrat Wiechs das Neubaugebiet »Rebacker-Rütteberg«, wobei auch der neue Brunnen, der den Namen »Lindenbrunnen« erhalten soll, in Augenschein genommen wurde.
21. Juni 2000
Bei der Vertreterversammlung der Volksbank geht eine Ära zu Ende: Nach 35 Jahren ehrenamtlicher Aufsichtsratstätigkeit und 14-jähriger Tätigkeit als Vorsitzender des Aufsichtsrates scheidet Dieter Leppert altersbedingt aus. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Claus Faller, würdigt Lepperts Engagement und bescheinigt ihm unternehmerischen Weitblick und immensen Sachverstand. Vom Verbandsvertreter, Gerhard Roßwog, erhielt Dieter Leppert die höchste Auszeichnung, die der Genossenschaftsverband zu vergeben hat, die Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Plakette. Bürgermeister Klaus Fleck lobte den ausscheidenden Aufsichtsrats-Vorsitzenden, indem er sagte: »Wir wären alle froh, wenn wir noch genügend solche Vorbilder wie Dieter Leppert hätten«.
Im Europa-Park Rust wird ein Jugend-Musikfest gefeiert. Unter 50 Musikgruppen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, aus dem vokalen und instrumentalen Bereich, war auch der Schulchor der Dr. Max-Metzger-Schule vertreten, der viel Beifall erntete.
22. Juni 2000
Die katholischen Christen Schopfheims feiern wie andernorts das Fronleichnamsfest mit einer Prozession.
23. Juni 2000
Auf Hochtouren laufen die Proben des Gesangvereins Fahrnau und des Gesangvereines Eichen für die Aufführung der »Carmina burana« am ersten Juli-Wochenende. Die Sängerinnen und Sänger würden sich freuen, wenn auch viele Besucher ihre mittelalterlichen Kostüme wieder aus dem Schrank nähmen und so gewandet für das entsprechende Flair sorgten.
57 Schüler am THG haben das Abitur in der Tasche. Ein Drittel bestand die Reifeprüfung mit einer Eins vor dem Komma. Beste Abiturientin ist Sibylle Peter. Den Preis der Freunde des Gymnasiums für vorbildliches soziales Engagement erhielt Kerstin Düsch. Mit der Abi-Feier in der Stadthalle gehen 13 Jahre Schulzeit zu Ende. Schuldirektor Adolf Winterhalder überreichte die Reifezeugnisse. Den Scheffel-Preis für die besten Leistungen im Fach Deutsch erhielt Katharina Baur, die in ihrer anschließenden Rede die Maxime der Schulbildung zum freien und verantwortungsbewussten Menschen in Frage stellte.
24. Juni 2000
Die ehemalige Chefarzt-Sekretärin am Schopfheimer Krankenhaus, Hedwig Spengler, feiert in ihrem Wohnort Steinen ihren 80. Geburtstag.
Mit einem Leserbrief fordert der ehemalige Vorsitzende der Unabhängigen, Johannes Kehm, seine Mitstreiter auf, dem »Pflug« nicht ewig nachzuheulen.
Im ehemaligen Rathaus Fahrnau zieht die Fasnachtsgesellschaft Fahrnau bei der Jahreshauptversammlung Bilanz. Während der Bunte Abend ausverkauft war, konnten sich die Narren mit dem Besuch der Zunftabende nicht zufriedengeben. Positiv stimmte den Vorsitzenden der Hemdglunki-Ball, da man diesen mit freiem Eintritt besuchen konnte.
Die »Musik zur Marktzeit« zeigte heute ein Kontrast-Programm: Ein Kinderchor aus Frenkendorf BL erfreute die Besucher mit Tänzen und Appenzeller Streichmusik. Auch die Aufführung von Toggenburger Hausorgeltänzen stand auf dem Programm. An der Orgel begleitete Gerhard Förster und am Akkordeon Doris Garn.
25. Juni 2000
Etwa 1.800 Menschen kamen zum Motocross-Gelände, um dem diesjährigen Sport-Ereignis zuzusehen. Auf der 1.200 m langen Rennstrecke an der Dossenbacher Landstraße dröhnten die Motoren beim 35. Motocross-Spektakel des MSC. Die Wetterbedingungen waren ziemlich schwierig, aber regulär, meinte Rennleiter Thomas Grässlin. Am Samstag hatte es den ganzen Tag über geregnet. Über 120 Fahrer waren auf den Pisten, bevor die Sieger ermittelt werden konnten. Die Lokal-Matadoren Armin Böhler und Franz Frech wurden im ersten Lauf Dritte und landeten nach einem Kraftakt im Lauf 2 auf Rang 2, was ihnen den Gesamtplatz 2 einbrachte. Die anderen Lokal-Matadoren Karl-Heinz Renner und Josua Lüscher entschädigten in der Seitenwagen-Klasse nach einem miserablen Start im 1. Lauf mit einer atemberaubenden Aufhol-Jagd. Vom letzten Platz fuhren sie auf Platz 5 vor. Nach dem zweiten Lauf reichte es dem Duo allerdings nicht auf die Siegertreppe.
Zum Jubiläumsjahr der Stadt trägt das festliche Singen und Musizieren der Neuapostolischen Gemeinde in der Stadthalle bei.
26. Juni 2000
Chor und Orchester der Freien Waldorfschule begeisterten das Publikum vor einigen Tagen mit einem Konzert in der evangelischen Stadtkirche. Mit der Messe in G-Dur, einem Jugendwerk Franz Schuberts, sorgten die Mitwirkenden für eine imposante Aufführung.
Im Bauausschuss ärgert sich der Bürgermeister über eine Entscheidung des Landwirtschaftsamtes. Dieses hat im Bereich »Sengelen« nachträglich vier Schwarz-Umbauten zugestimmt. Der Bürgermeister meint: »Dies ist eine Gefälligkeitsentscheidung. Es geht in erster Linie nicht um Schwarzbauten an sich, sondern um das Bauen im Außenbereich, das mal erlaubt wird und mal nicht. Warum soll immer nur der Bauherr bestraft werden? Mir geht es um Gleichberechtigung«.
27. Juni 2000
Die 92-jährige Flora Wunderle aus Todtnau erhält aus den Händen von Landrat Alois Rübsamen im Georg-Reinhardt-Haus in Schopfheim das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Landrat bezeichnet die Geehrte als herausragendes Vorbild für Menschlichkeit und Verlässlichkeit. Die Hochbetagte besucht seit 33 Jahren jeden Tag ihre taubstumme, blinde und hilflose Schwester Olga im Georg-Reinhardt-Haus. Für diese Leistung hat ihr der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Geehrte sagte, sie erzähle ihrer Schwester täglich die Neuigkeiten, streichle sie, trinke mit ihr Kaffee und bete mit ihr. Sie habe nie einen einzigen Tag ausgelassen, nie Urlaub gemacht. Dies sei die Kurzbeschreibung einer aufopferungsvollen Geschwisterliebe, meint der Landrat. Auch Bürgermeister Klaus Fleck sowie der Heimleiter Klaus Haas beglückwünschen die Geehrte.
28. Juni 2000
In einer Pressekonferenz stellt Sebastian Nübling seine Inszenierung »Sieben-Fünf-Null«, das Freilichttheater über die Geschichte der Stadt, vor. Auch Markus Götz, der die musikalische Seite übernimmt, informiert über seine Kompositionen. Nübling meinte: »Wir zeigen einen relativ frechen Umgang mit den Ereignissen der Geschichte«. Ein pseudo-höfisches Geplauder werde es nicht geben. Das Stück ist in der Hochsprache geschrieben, es wird auch so gesprochen. Die des Alemannischen Mächtigen werden auch ihre Sprache darin verwenden. Insgesamt wirken rund 40 Aktive beim Stück mit.
Die Muettersproch-Gsellschaft veranstaltete einen Benefiz-Abend zugunsten des Kinder- und Jugendtelefons. Die Mundart-Autoren Christa Heimann-Buß, Inge Tenz, Hansfrieder Geugelin, Markus Bachmann und Heidi Knoblich wirkten dabei mit.
29. Juni 2000
Die von der SPD durchgeführte Befragung zur Hauptstraßengestaltung liegt nun im Ergebnis vor. Mehr als 90 % aller befragten Bürger, so Artur Cremans, votierten dafür, dass die Hauptstraße in der Innenstadt für den Verkehr gesperrt wird, entweder in einer kleinen Lösung Wall- bis Scheffelstraße — oder in einer großen Lösung — Wall- bis Hebelstraße. »Das ist ein Auftrag, den wir umsetzen werden«, meint der Fraktionsvorsitzende. »Es darf keinesfalls beim Status quo bleiben«. Nur 9 % wollen es bei der derzeitigen Situation belassen. Sehr viele Befragte ergänzten ihr Votum durch Bemerkungen wie »Hauptsache, der Verkehr kommt weg« oder »Der Verkehr ist unerträglich«. Andere meinten, die Schopfheimer sollten sich mal ein Beispiel an Lörrach nehmen, wo man die Fußgängerzone ohne Theater verwirklicht habe.
Das Stadtjubiläum kommt teurer als geplant zu stehen. Der Bürgermeister möchte in der nächsten Gemeinderatssitzung einen weiteren Zuschuss in Höhe von DM 150.000,- bewilligt haben.
Der Leiter der Baurechtsbehörde im Landratsamt, Wilfried Berger, erläutert der Presse gegenüber, warum eine baurechtliche Erlaubnis in den »Sengelen« erfolgte, die der Bürgermeister am Montag kritisiert hatte.
30. Juni 2000
In der nächsten Gemeinderatssitzung wird sich der Gemeinderat mit einer Teilsperrung der Innenstadt beschäftigen müssen. Eine entsprechende Vorlage der Verwaltung sieht vor, die Hauptstraße von der Scheffelstraße bis zur Wallstraße zu sperren. Die »Pflug«-Kurve soll weiterhin beobachtet werden, um dort möglichst bald eine weitere Verkehrsberuhigung bzw. Sperrung zu erreichen.
01. Juli 2000
Alle Prüflinge an der Waldorfschule Schopfheim haben das Abitur bestanden. Drei von ihnen schlossen die Reifeprüfung sogar mit einer Eins vor dem Komma ab.
Wunderschönes Wetter ist dem Gewerbeverein beim diesjährigen Sommermarkt beschert, der mittlerweile zu einem Anziehungspunkt geworden ist. Die Hauptstraße wird von der Feldbergstraße bis zur Adolf-Müller-Straße Fußgängerzone und ist mit Ständen und Auslagen der Geschäfte und mit zusätzlichen Marktangeboten bestückt. Lediglich der Pflughof bleibt ohne Aktivitäten.
Informationen über die Arbeitswelt der Firma Rietschle werden beim »Tag der offenen Tür« gegeben. Das Gelände und die Produktionshallen in der »Grienmatt« stehen von 10 bis 14 Uhr für interessierte Menschen zur Besichtigung offen. Das Unternehmen feiert in diesen Tagen sein 50-jähriges Bestehen. Im Anschluss an den »Tag der offenen Tür« feiert die Firma Rietschle in einer Tennishalle in Lörrach ihr großes Jubiläum. Eingeladen waren die Mitarbeiter von Rietschle Deutschland, der internationalen Rietschle-Gruppengesellschaften und Vertretungen sowie Kunden und Lieferanten. Rund 1.500 Gäste fanden sich ein. Geschäftsführer Dieter Rietschle und Firmengründer Werner Rietschle dankten den Mitarbeitern für den Einsatz und die gute Zusammenarbeit in den vergangenen 50 Geschäftsjahren. Außerdem wurde bekanntgegeben, dass zum 01. Juli die Gründung einer neuen Rietschle-Gruppengesellschaft in Brasilien erfolgt ist. Ein buntes Programm verwöhnte anschließend die Gäste.
Das Experiment der Ortsverwaltung Enkenstein, einen Flohmarkt, den Kinder veranstalten und durchführen, zu organisieren, ist bestens gelungen.
Zum Jubiläumsjahr der Stadt haben der Gesangverein Fahrnau, der Gesangverein Eichen und SchülerInnen des THG-Chores ein großes Chorwerk einstudiert. Auf dem Platz zwischen der Alten Kirche und dem Museum vor großer Zuschauerkulisse singen und spielen 200 Mitwirkende ein mittelalterliches Spektakel. Auch Schüler der Friedrich-Ebert-Schule und der »Lollypop«-Chor Eichen waren mit von der Partie. Im ersten Teil des von Volker Brenzinger und Dieter Waibel dirigierten Abends stand die »Suite malicieuse«, während im zweiten Teil Orffs »Carmina burana« aufgeführt wurden. Bereits am Freitag waren zahlreiche Menschen bei der öffentlichen Probe anwesend. Erlebnis und Spektakel zugleich — ein Höhepunkt im Festkalender.
02. Juli 2000
Die zweite Freilicht-Aufführung der »Carmina burana« wurde durch einen Gewitterregen unterbrochen. Nach einer Pause in der Alten Kirche ging das Spiel weiter. Die Regie der Aufführungen hatte Anita Waibel.
Gersbach feiert bei Bilderbuchwetter sein Dorffest.
Wiechs steht ganz im Zeichen alter Traktoren. Dies ist bereits der 12. Treff landwirtschaftlicher Maschinen in diesem Ortsteil.
Ziemlich machtlos war die Polizei nach dem EM-Finale zwischen Frankreich und Italien. Obwohl Italien nur Vize wurde, lieferten die hier lebenden italienischen Fans ein langandauerndes Hupkonzert. Laut Polizeibericht war dies nur schwer in den Griff zu bekommen. Einen ganz andern Einsatz hatten die Ordnungshüter am gleichen Abend. In der Hegnestraße sonnte sich eine Schlange in den letzten Sonnenstrahlen. Es wurde dann festgestellt, dass es sich um eine ungefährliche Ringelnatter handelte, die, als sie gestört wurde, auch schnell wieder weg war.
03. Juli 2000
Der Umweltausschuss beschäftigt sich u. a. mit Schwachstellen, die sich beim Hochwasser im Mai gezeigt haben. Dabei sind insbesondere die Bachläufe des Schlierbaches, die fehlenden Regenrückhaltungen in Eichen und der Eichener Dorfbach sowie der Floßkanal im Blickpunkt.
Während der Sitzung des Umweltausschusses stellt Artur Cremans, SPD, die Frage, ob man das Nadelöhr bei der Kleingartenanlage in der »Niederen Schleife« nicht für den Verkehr öffnen sollte, damit auch der Verkehr nördlich der Stadt besser abfließen könne. Derzeit staue sich vieles beim Hieber-Markt auf.
»Das Straßenbauamt hat keine Ahnung davon, wie es in Eichen aussieht«, so wendet sich der Ortschaftsrat Eichen an das Bad Säckinger Straßenbauamt und bittet: »Sagen Sie uns doch, was wir machen sollen«. Den anwesenden Bürgern brannte das Problem der B 518 heiß unter den Nägeln. »Das Wasser schießt wie aus Röhren direkt auf die Häuser zu«, nehmen sie die Situation ins Visier. »Schon bei kurzen Gewittern haben wir teilweise Wasser im Keller«, ist zu hören. Am Sonntag, 09. Juli, werden sich nun die Ortschaftsräte zu einer Ortsbesichtigung treffen. Über den City-Bus ärgert sich Ortschaftsrat Wolfgang Bühler und bringt nach eigenen Angaben sein Lieblingsthema an den Ratstisch. Seit Monaten habe sich nichts getan, meint er, obwohl ihm der Ortsvorsteher versichert, dass derzeit ein Arbeitskreis sich mit dem Thema beschäftige. Bühler meinte weiter: »Es interessiert mich nicht, ob die einen dritten Bus brauchen. Wir werden zu Bürgern dritter Klasse degradiert«.
Die Big-Band der Musikschule wollte eigentlich ein Konzert auf dem Museumsplatz geben. Bei einsetzendem Regen blieb aber nur die Flucht übrig. Das Konzert wurde dann in die Aula der Friedrich-Ebert-Schule verlegt, wobei sich die Band um Markus Götz in Hochform präsentierte.
04. Juli 2000
Nach langem Warten geht für die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Langenau ein Wunsch in Erfüllung: Der letzte noch nicht genutzte Raum des Gemeindezentrums soll für die Jugendgruppen ausgebaut werden. Kosten in Höhe von DM 101.000,- sind zu erwarten. Ein Zuschuss des Oberkirchenrates sowie ein zinsgünstiges, längerfristiges Darlehen sichern einen Teil der Finanzierung. Das restliche Drittel ist von der Gemeinde aufzubringen, informierte Ältestenkreisvorsitzende Irmgard Sutter in der Gemeindeversammlung.
Kurzerhand in die Stadthalle hat die Musikschule ihr Musical vom »Ritter Rost« verlegt. Was die Theater- und Musikgruppe der Musikschule mit den beiden Regisseurinnen Birgit Vaith und Martina Ühlin auf die Bühne brachte, war ein wahres Vergnügen und ein gelungener Jubiläumsbeitrag.
05. Juli 2000
Pfr. Detlev Jobst verlässt aus familiären und persönlichen Gründen vermutlich im Oktober die evangelische Pfarrei St. Michael-Ost.
»Die Meinungen über die Sperrung der Hauptstraße liegen gar nicht so weit auseinander«, stellten der Gewerbeverein und der Bürgermeister in der Sitzung des Vorstandes und des Beirates fest, zu der sich das Stadtoberhaupt zur Überraschung der Gewerbevereins-Mitglieder eingefunden hatte. Der Gewerbeverein gibt folgende Empfehlung an den Gemeinderat ab: Man möge die Teilsperrung zwischen Wall- und Scheffelstraße erst verwirklichen, wenn die Südumfahrung (Bahnhof-/Bismarckstraße) ganz fertig gebaut sei (inkl. Anbindung über den Bahnübergang) und wenn die Nord-Tangente zumindest planerisch in trockenen Tüchern sei. In diesem Zusammenhang seien auch Zwischenlösungen ins Kalkül zu ziehen. Zur Verkehrssituation in der Hauptstraße war man sich einig, dass sich hier etwas ändern muss.
Die Schopfheimer Vereine treffen sich, um noch einmal über das »Mittelalterliche Lager der Spiel- und Handwerksleut« zu sprechen. Insgesamt wurde ein sehr positives Resümee gezogen. Einzig der Verkauf der Festbecher verlief nicht nach den Vorstellungen. Bei diesem Treffen wurde auch klar, dass man das Fest, so wie es war, obwohl mehrfach gefordert, direkt nicht wiederholen kann. Andere Ideen sind gefragt.
Die Sparkassen haben beim Bunten Abend in der Stadthalle, den sie für die PS-Sparer gestalten, ein »volles Haus«. Die Freunde der Volksmusik kamen beim Auftritt der »Schäfer« auf ihre Kosten.
Das Storchennest auf dem Turm von St. Michael wurde nun abgebaut, da es »Lothar«-geschädigt war.
06. Juli 2000
Die IHK eröffnet ein neues Info-Center in der Kammer. Das Foyer wurde dazu neu gestaltet. Mit der Eröffnung des Centers soll der Kunden-Service verstärkt werden.
Der Notdienst in »Schärers Au«, der von Ehrenamtlichen betreut wird, scheint zusammenzubrechen. Trotz Beteuerung hat die Städt. Wohnbau die hauptamtliche Kraft in »Schärers Au« nicht weiter beschäftigt. Geblieben ist eine Halbtagskraft. Einige, die ehrenamtlich Notdienst leisteten, sind unter den aktuellen Gegebenheiten nicht mehr bereit, mitzumachen. Auch ein Hausmeister fehlt; ihm war ebenfalls gekündigt worden. SWS-Geschäftsführer Ruthard Hirschner meint der Presse gegenüber, unter Einbindung der Mitarbeiter müsse ein Konzept entwickelt werden, wobei eine Dienstleistung für den kaufmännischen Bereich und für die Mietervereinbarungen vorstellbar sei. Er schätzt im Übrigen die Arbeit des privaten Helferkreises.
07. Juli 2000
Die Verkehrswacht begrüßt die Sperrung der Hauptstraße. Entscheidungen über eine große oder eine kleine Lösung überlasse man den politischen Gremien, so der Vorsitzende, Bernhard Schlachter. Die täglichen Fahrzeugkolonnen stehen dem derzeitigen Ausbauzustand der Straße in krassem Missverhältnis gegenüber.
Die Gersbacher Kirche ist derzeit eingerüstet. Reparaturen am Dachstuhl sind notwendig.
Der Schopfheimer »Auma-Zinken« besteht seit 50 Jahren. Der Name schließt das Gebiet zwischen der Au- und der Mattenlee-Straße ein. Mittelpunkt des Zinkens war damals das Gasthaus »Goldener Löwe« um die Gründungsmitglieder Eduard Kalinowsky, Fritz Kaucher, Hans Kropf, Heinz Metzger, Hans Metzger, Rudolf Meier, Alfred Selz und Männi Brombacher.
Mit zwölf Pflanzkübeln will der Gewerbeverein die Innenstadt verschönern. Am 15. Juli sollen diese in einer Aktion vorgestellt werden.
Seit heute fährt ein neuer City-Bus in Schopfheim seine Runden. Bernd Deiß, Betreiber der Linie, stellt ein neues, modernes Niederflur-Fahrzeug vor.
392 Frauen und Männer gehen beim Schopfheimer Stadtlauf an den Start. Auch 12 Teilnehmer aus Kleinmachnow sind mit von der Partie. Die TSG veranstaltet damit bereits den fünften Stadtlauf.
08. Juli 2000
Dem schlechten Wetter fällt das »Linden-Fest« zum Opfer.
Eine Projektgruppe am THG kümmert sich um ein Tabu-Thema: »Gewalt an der Schule«. Diesem Thema widmet sich neben verschiedenen Gesprächen auch ein Theaterstück, das aufgeführt wird.
Das Südbadische Blechbläser-Ensemble und der Freiburger Organist Carsten Klomp konzertieren in der evangelischen Stadtkirche. Das Besondere an diesem Konzertabend war, dass gleich zwei hervorragende Orgeln zur Verfügung standen. Dies, nachdem die Voit-Orgel erst vor wenigen Wochen wieder eingeweiht wurde.
Der zweite Teil der Ausstellung »Musik aus Buch und Dose«, die im Museum gezeigt wird, eröffnet der Vorsitzende der Museumsgesellschaft, Harald Klemm. Die ausgestellten Gegenstände stammen aus der Sammlung Clemens Fabrizio.
09. Juli 2000
Zahlreiche Gäste durfte der Vorsitzende des deutschen Pudel-Clubs auf dem Fahrnauer Vereinsgelände des Pudel-Clubs Schopfheim begrüßen. Dieser nutzt bereits seit 1973 das Übungsgelände im »Kratten«.
10. Juli 2000
Die Änderung der Verkehrsführung in der Hauptstraße wird vorläufig auf Eis gelegt. Die Gemeinderäte legen eine Vollbremsung hin (so die Presse) und vertagen die Entscheidung. Der Grund hierfür war, dass der Vorschlag der Verwaltung keine Mehrheit finden konnte und ein Kompromissvorschlag des Bürgermeisters erst der Diskussion in den Fraktionen bedarf. Das neue Konzept sieht vor, zwischen der Scheffelstraße und der Wallstraße eine unechte Einbahnstraße einzurichten, ebenso zwischen dem Viehmarktplatz und der Himmelreichstraße. Außerdem sind Vorfahrtsregelungen in der Wehrer-/Hebelstraße und der Bahnhof-/Hebelstraße angedacht.
Der Gemeinderat fordert von der Regio-S-Bahn bzw. von den künftigen Betreibern, dass sie elektrisch betriebene Fahrzeuge mit niedriger Einstieghöhe einsetzen. Nur unter diesen Bedingungen beteiligt sich die Stadt an den Umbaukosten für Haltepunkte.
Der Gemeinderat verabschiedet den Rechenschaftsbericht 1999, der mit Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt mit DM 54.651.541,48 abschließt. Aus diesem Haushalt wurden dem Vermögenshaushalt DM 8.562.284,31 zugeführt. Die Ein- und Ausgaben des Vermögenshaushaltes lagen im Berichtsjahr bei DM 16.935.389,32. Der Haushalt wurde mit einem unerwarteten Geldsegen in der Gewerbesteuer bedacht. Damit konnten die Hochwasserschäden in Höhe von DM 1,4 Mio. abgedeckt und die Kulturfabrik angekauft werden. In der gleichen Sitzung beschließt der Gemeinderat, den Haushalt für das Jubiläumsjahr um DM 150.000,- anzuheben. Die diesjährigen Ausgaben übersteigen die vorgesehene Summe.
11. Juli 2000
Die evangelische Kirchengemeinde St. Michael-Ost muss mit einer längeren Vakanz ihrer Pfarrstelle rechnen. Dekanin Widdess meinte: »Die Stelle wird ausgeschrieben. Die mögliche Neubesetzung dauert dann voraussichtlich bis nach Weihnachten«.
Waldorfschüler der 10. bis 13. Klasse entführen die Besucher in die Welt der Zigeuner, der Artistik und des Zirkus. Für viele Schüler war es auch gleichzeitig der Abschied von der Schule.
Die für den 12. Juli geplante Premiere des Theaterstückes »7-5-0« wird des schlechten Wetters wegen auf den Samstag verschoben.
Im Alter von 45 Jahren verstarb der Wiechser Ortschaftsrat Günter Gräßlin, der seit seinem Sturz von einem Kirschbaum im vergangenen Jahr querschnittgelähmt war.
Ein Dutzend Mitglieder kann Adolf Winterhalder bei der Jahreshauptversammlung der FWV begrüßen. Die positive Bilanz verwies insbesondere auf das Wahlergebnis des vergangenen Jahres. Es konnten gemeinsam mit der CDU-Liste fünf statt bisher drei Mandate errungen werden. Keine Einigkeit war zum Thema »Verkehrsberuhigung in der Innenstadt« zu spüren. Während die einen eine Beruhigung möchten, aber eine leistungsfähige Umfahrung vermissen, wollen andere den Verkehr weiterhin durch die Innenstadt fließen lassen. Adolf Winterhalder stellte die Unechte Teilortswahl, deren Auflösung derzeit in Lörrach diskutiert wird, zur Diskussion. Eine eindeutige Antwort darauf gab es jedoch nicht. Abwarten will man, ob die Stadtverwaltung etwas bringt. »Wir sollten hier nicht die Avantgarde spielen«, warnte Ernst Nägelin dabei vor der Abschaffung der Unechten Teilortswahl. Für Dieter Leppert wäre die Abschaffung ein psychologisches Problem, da man den Teilorten schließlich etwas wegnehme, das man ihnen zugesagt habe.
12. Juli 2000
Der zentrale Omnibus-Bahnhof an der Bahnhofstraße ist fertiggestellt. Er wird nun von den Bussen benutzt. Allerdings werden die Fahrwege während der Ausbauzeit der Bahnhofstraße noch als Umleitungsstrecken verwendet.
Der 15. Band des Schopfheimer Jahrbuches wird heute vorgestellt. Ein Großteil des Inhaltes widmet sich den Naturkatastrophen des Berichtsjahres und den Kommunalwahlen. Geschichtsbeiträge kommen aber - wie in den Vorjahren - auch nicht zu kurz.
Die Sanierung der SWS sei einen weiteren großen Schritt vorangekommen, teilen Aufsichtsratsvorsitzende Bettina Bethlen und Geschäftsführer Ruthard Hirschner in einer Presse-Information mit. Die SWS hat sich mit Hilfe der Stadt etwas Luft verschaffen können. Diese verlängerte eine Bürgschaft über die Summe von DM 1,2 Mio. um fünf Jahre bis zum 31.3.06. Damit kann die Liquidität verbessert werden. Zu dem von der Lörracher Gesellschaft zu übernehmenden operativen Geschäft gehöre auch das Betreute Wohnen in »Schärers Au«. Nach den dort erfolgten Kündigungen musste in den letzten Tagen ein Notdienst organisiert werden.
13. Juli 2000
Der städtische Bauhof hat einen neuen Leiter: Zum 01. Januar 2001 hat der Gemeinderat den in Gersbach lebenden Stefan Wetzel bestellt. Wetzel ist derzeit noch Betriebshofleiter in Weil am Rhein.
Als Erntehelfer betätigt sich die Polizei: In einem Maisfeld hat ein Unbekannter in Raitbach Cannabis gepflanzt. Die Polizei erntet die aufgegangene Saat.
Der Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen der SWS und der Lörracher Wohnbau GmbH wird von Thomas Nostadt und Ruthard Hirschner unterschrieben. Von den dreizehn ehemaligen Mitarbeitern der SWS fanden nur vier einen neuen Job beim Lörracher Unternehmen. Der Vertrag ist zunächst auf fünf Jahre abgeschlossen worden. Die Lörracher GmbH zeichnet künftig als Dienstleister für alle mit der Mietwohnungsverwaltung zusammenhängenden Fragen verantwortlich. Die unternehmerischen Kernentscheidungen verbleiben bei der SWS. Thomas Nostadt, Geschäftsführer der Lörracher Stadtbau, meinte, vor dem Hintergrund eines sich verschärfenden Wettbewerbs auf dem Wohnungsmarkt sei die Zusammenarbeit von großer strategischer Bedeutung. »Bei der Sanierung des SWS-Hausbesitzes gibt es allerdings zunächst einen ungeheuren Handlungsbedarf, bevor bessere Zeiten anbrechen«, meint der Lörracher Geschäftsführer.
14. Juli 2000
Die Sparkasse Schopfheim benennt den Nachfolger von Dr. Manfred Neubauer, der seinen Posten altershalber verlassen möchte. Josef Bogazinski wird am 01. August den Vorstandsvorsitz bei der Sparkasse übernehmen. Der 52-Jährige ist seit 1990 Vorstandsmitglied der Sparkasse Korschenbroich.
Die Friedrich-Ebert-Schule feiert den Schulabschluss 2000. Den Schülerinnen und Schülern wurden von allen gute Wünsche auf den Zukunftsweg mitgegeben.
Studiendirektorin Marie-Luise Müller wurde nach 39 Dienstjahren an der Gewerbeschule in den Ruhestand verabschiedet.
15. Juli 2000
Die BZ portraitiert heute den City-Bus-Fahrer Benito d’Onofrio, der seit 15 Jahren den City-Bus der Firma Deiß jahrein und jahraus fährt. »Im Laufe der Zeit hat er durch seine liebenswürdige Art die Herzen der Fahrgäste erobert«, schreibt die Zeitung.
Wetterbedingt muss auch der zweite Premierentermin für das Theater »7-5-0« verschoben werden. Auch am Sonntag wird nicht gespielt, denn die Wettervorhersagen sind sehr schlecht. Premiere ist nun erst am Freitag, den 21. Juli.
Kürnberg beteiligte sich am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«. Die Bewertungskommission war dieser Tage unterwegs und hat auch Kürnberg begutachtet. Zwar erhält der Ortsteil keinen Preis, freuen darf sich das Dorf aber trotzdem über einen Förderpreis, der mit DM 500,- für die Renovierung des Husaren-Brunnens zuerkannt wurde.
Zur Verschönerung der Innenstadt startete der Gewerbeverein eine Pflanzkübel-Aktion. Zwölf bepflanzte, gusseiserne Blumenkübel wurden nun in der Hauptstraße aufgestellt. Claus Stockburger meinte, damit sollte das wilde Parken verhindert und gleichzeitig Farbtupfer, die in der Innenstadt noch fehlen, gesetzt werden. Die Erstbepflanzung übernahm der Gewerbeverein, die übrigen Kosten teilen sich Gewerbeverein und Stadt.
Für zwei Tage wird die Stadthalle zu einem exotischen Schaugelände. Eine Reptilien-Ausstellung ist unter dem Kupferdach zu sehen.
Das Sommerfest des Musikvereins Raitbach musste des schlechten Wetters wegen in die Halle verlegt werden. Für alle Freunde der Blasmusik war es dennoch ein gelungenes Fest.
16. Juli 2000
Die katholische Pfarrgemeinde feiert das 120-jährige Patrozinium von St. Bernhard. Am Nachmittag wurde das Kinder-Musical »Der kleine Elefant«, das von der Kantorin Birgit Tittel einstudiert worden war, aufgeführt.
17. Juli 2000
Die Tennisspieler Schopfheims und der Umgebung müssen sich noch etwas gedulden. Der Bau der neuen Tennishalle, der für dieses Jahr erwartet wurde, verzögert sich. Rolf Kuri, einer der Investoren, meint, dass mit dem Neubau in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen sei.
Der Bauausschuss besichtigt das Wohnbaugebiet »Rebacker-Rütteberg«. Zufrieden zeigen sich die Räte damit, dass von 56 vorhandenen Grundstücken 49 verkauft worden sind. Im zweiten und vierten Bauabschnitt, auf den sich die Begehung konzentrierte, sind von 50 Bauplätzen 12 verkauft.
18. Juli 2000
Der Schopfheimer Wolfram Walter ist zusammen mit Heinz Korella aus Feldkirch Deutscher Meister im Ultraleichtfliegen geworden.
Der Schopfheimer Journalist Jörg Rittweger wurde zum Vorsitzenden des Fachausschusses Neue Technik im Deutschen Journalisten-Verband Baden-Württemberg gewählt.
Zu Beginn der letzten öffentlichen Sitzung vor den Sommerferien gedachte der Ortschaftsrat Wiechs des kürzlich verstorbenen Mitglieds Günter Gräßlin.
Ein kurioser Vorfall ereignet sich: Die Polizei wird vom Krankenhaus gebeten, einen frisch operierten Patienten zu suchen. Mehrere Beamte nahmen die Suche auf und fanden den Vermissten in einer städtischen Grünanlage, wo er sich mit Bier volllaufen ließ. Zunächst war er durch nichts zu bewegen, in das Krankenhaus zurückzukehren. Nachdem ihm das Bier allerdings ausging, wankte er freiwillig in sein Krankenzimmer zurück.
19. Juli 2000
Die Unabhängigen fordern, nachdem in der letzten Gemeinderatssitzung die Verkehrsführung in der Innenstadt vertagt wurde, hierzu eine Sondersitzung. Gleichzeitig wollen sie eine Klärung der künftigen Parkraumbewirtschaftung.
»Schule anders« erlebten die Kinder der Dr. Max-Metzger-Schule bei den diesjährigen Projekttagen. Hatte man früher die Klassenverbände aufgelöst und in altersgemischten Gruppen gearbeitet, behielt man dieses Mal die Klassenverbände während der drei Tage bei. Den Pädagogen bot dies die Chance, ohne Unterbrechung durch Fachunterricht an einem Thema - auch ohne Schulglocke und Pausenzwang - zu arbeiten.
20. Juli 2000
Bademeister Erich Walter kann den diesjährigen 50.000. Badegast begrüßen. Die Maulburgerin Susanne Teipel erhielt als Geschenk eine Dauerkarte für die nächste Saison.
180 Mitglieder des SPD-Ortsvereins sind aufgefordert, den Landesspitzenkandidaten zu wählen. Wird es Ute Vogt oder Siegmar Mosdorf? Die Stimmen können entweder im Büro Zapp oder in der Kreisgeschäftsstelle abgegeben werden.
Dorothea Störr-Ritter, MdB, besuchte das Kreiskrankenhaus, um sich über die medizinische Versorgung einen Überblick zu verschaffen. Die Gesundheitsreform sei nicht optimal, das habe sie geschildert bekommen, zieht sie Bilanz. »Es muss über die im Bereich der Finanzierung neu beschlossene Regelung nachgedacht werden. Das Krankenhaus ist den Erhalt wert«, resümiert sie. Frau Störr-Ritter verwies auf die medizinische Versorgungsrolle im ländlichen Raum und die derzeitigen Investitionen.
Viele Schopfheimer fahren Richtung Lörrach oder auf den Dinkelberg, um die vorbeifahrenden Rad-Profis bei der Tour de France zu sehen und ihnen zuzujubeln.
21. Juli 2000
Die Senioren-Union sammelt Unterschriften gegen die geringe Rentenanpassung.
Die SPD will eine Bürgerversammlung zum Thema »Fußgängerzone«, bevor der Gemeinderat darüber abstimmt. Dies ist Beschlusslage des SPD-Vorstandes aus der jüngsten Sitzung.
Das Theaterstück »7-5-0« von Wolfgang Duffner hat in der Altstadt Premiere. Sebastian Nübling führt beim Freilichttheater zwischen St. Michael und dem Museum Regie. Er verstand es in glänzender Weise, modernes, erfrischend freches Theater mit Spannung, Spiel und Unterhaltung zu verbinden, ohne dass der Inhalt und dessen Vermittlung verloren gegangen wären. Langanhaltender Beifall war der Mühe Lohn. Die Stadt hatte das Stück zum Jubiläumsjahr in Auftrag gegeben. Der Autor war bei der Premiere anwesend.
Das Georg-Reinhardt-Haus feiert das diesjährige Sommerfest ganz im Stil des Mittelalters.
Im JuZ kümmert sich Eva Wuchner stundenweise um junge Mädchen. Mit einem eigenen Mädchentag soll ein bisheriges Manko aufgefangen werden.
Sommerfest des Gesangvereins Kürnberg.
Die Wiechser Grundschule hat ihr Haus verbal zur Ritterburg umgestaltet. Das Schulfest steht unter dem Motto »Mittelalter«.
22. Juli 2000
Die Sparkasse Schopfheim feiert das 40-jährige Bestehen der Fahrnauer Zweigstelle.
Flohmarkt in der Altstadt.
Die Friedrich-Ebert-Schule feiert ihr Schulfest.
»7-5-0« wird zum zweiten Male aufgeführt. Auch am Sonntag wird die Aufführung vom Regen nur kurz beeinträchtigt und das Stück zweimal auf dem Platz in der Altstadt gespielt.
Die »Sengelen« machen - wie seit vielen Jahren - Platz für den Holz-Rock. Acht Bands spielten während zweier Tage unter dem Laubdach der alten Eichenbäume auf.
Das Jugend-Jazzorchester des Landes Baden-Württemberg gastiert mit Bandleader Prof. Bernd Konrad in der Stadthalle und begeistert ein nicht sehr zahlreiches Publikum.
Die Gersbacher »Selbsthilfegruppe Mobilfunk« schlägt Alarm: An unterschiedlichen Stellen im Ort wurden bei Personen Blutdruckmessungen und Blutbild-Untersuchungen vor der Installierung und nun nach Inbetriebnahme vorgenommen. Sowohl der Blutdruck sei angestiegen als auch die Blutwerte seien verändert. Einzelne Gersbacher seien auch bereits erkrankt, ist heute in der BZ zu lesen.
Die Violin-Klasse der Musikschule Steinen-Schopfheim gibt in St. Agathen ein Konzert. Interessant ist, dass dabei die erst sechs Jahre alte Sonka Zeyner auf ihrer Kindergeige ein Volkslied spielte.
23. Juli 2000
Der Kaninchenzuchtverein Fahrnau stellt 77 Tiere bei der traditionellen Jungtierschau aus.
Der 16-jährige Daniel Röther war auch dieses Jahr bei den Stadtmeisterschaften des Tennisclubs nicht zu schlagen. Den Damen-Wettbewerb gewann Katharine Olmes. Den Vorjahrestitel im Herren-B-Wettbewerb sicherte sich erneut Sebastian Gröll.
24. Juli 2000
Bei der Urwahl der SPD zur Bestimmung des Spitzenkandidaten für den Wahlkampf 2001 entschieden sich in Schopfheim 72% für Ute Vogt. Für eine parteiinterne Wahl sei dieses Ergebnis ganz gut, erklärte Rolf Strohm nach der Stimmenauszählung.
Ein Sachverständigen-Gutachten geht davon aus, dass, wenn die »Pflug«-Tiefgarage saniert würde, dies einen Aufwand von DM 3,8 Mio. verursachen würde.
25. Juli 2000
Die Damen des Tennisclubs Langenau sind in die 1. Bezirksliga aufgestiegen.
Die Unabhängigen sind bei der Jahreshauptversammlung mit dem politisch erreichten Ergebnis zufrieden. Gar nicht zufrieden mit dem Verlauf des Wahlkampfes und dem Resultat hingegen war Andreas Kiefer. Die Unabhängigen hätten über 5% verloren. Die Fraktion zeichne sich durch Überalterung aus und gute Sachthemen seien unter den Tisch gefallen. Dem widersprachen Dr. Ottmar Nübling und Johannes Kehm. Beide meinen, 26% seien ein tolles Ergebnis und dass man sich angesichts der hundsmiserablen Wahlbeteiligung nicht über eine Überalterung der Fraktion beklagen dürfe. Bei den Vorstandswahlen gab Dr. Wolfgang Seehringer nach fünf Jahren den Vorsitz in jüngere Hände. Zum Nachfolger wurde Horst Lüttner gewählt. Jörg Rittweger unterlag mit seiner Kandidatur. Er gibt seine Arbeit als Pressereferent für die Unabhängigen auf. Er betont, dass dies wegen Differenzen über die Zusammenarbeit mit der Fraktion erfolge. Auf die Frage, wie es weitergehen soll, meinte Ino Hodapp: »Die Fraktion muss jetzt selber sehen, wie sie in die Zeitung kommt«.
26. Juli 2000
In kulanter Weise haben die Versicherungen die Hochwasserschäden vom Mai akzeptiert und geregelt. Einige Gutachten, so ist heute zu lesen, stehen allerdings noch aus. Karl-Heinz Schneider von der Badischen Gebäudeversicherung, die einen Marktanteil von 80% hat, informiert darüber, dass sich der Schaden in Schopfheim auf DM 1,7 Mio. beziffert hat. In den letzten beiden Jahren seien in Schopfheim 242 Schadensmeldungen zu verzeichnen gewesen, davon die Hälfte im Mai. Von der Schadenssumme seien mehr als DM 1 Mio. bereits ausbezahlt worden.
Die Programme für das Kinderferienprogramm, das von den Vereinen und der Stadtjugendpflege gemeinsam organisiert wird, finden reißenden Absatz.
Dr. Manfred Neubauer, Direktor der Sparkasse Schopfheim, wird heute in den Ruhestand verabschiedet. Der Vorstandsvorsitzende verlässt die Sparkasse nach 12 Jahren. Bei der Verabschiedung überreichte der Sparkassen-Verbandspräsident Josef Schmidt dem scheidenden Vorstand die Sparkassen-Medaille in Gold.
27. Juli 2000
Bei der jüngsten Turnratssitzung der TSG sprach Gerhard Doll Dieter Andris volles Lob für die Organisation des 5. Stadtlaufes aus. Obwohl der Fünfte eigentlich der letzte Stadtlauf sein sollte, erklärten sich aufgrund der positiven Resonanz von Sportlern und Zuschauern die Aktiven bereit, weitere Stadtläufe zu organisieren.
Die Vereine bereiten sich mit großem Engagement auf das »Städtli-Fest« vor, das am kommenden Wochenende in Schopfheim zusammen mit dem SWR veranstaltet wird.
28. Juli 2000
Bei der Mitglieder-Versammlung des Badischen Kirchenmusik-Verbandes wurde der Schopfheimer Kantor Martin Winkler zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Dr. Jost Noller, Stadtrat der SPD, gibt sein Mandat als Beirat im Kreisvorstand zurück. Die Öko-Steuer belaste Familien mit Kindern, weshalb über einen Ausgleich nachgedacht werden müsse. Es sei aber sinnlos, solche Gedanken zu äußern, wenn eine Bereitschaft der SPD auf Kreisebene, sich mit langfristigen gesellschaftlichen Themen zu befassen, nicht vorhanden sei. »Deshalb habe ich das Handtuch geworfen«, meint er.
29. Juli 2000
Eine überraschende Mitteilung: Die ppe wechselt den Chef. Hans-Joachim Friedrichkeit geht nach 16 Jahren vom Leiterplatten-Unternehmen weg. Zu den Gründen und dem genauen Hergang der plötzlichen Trennung hüllt sich die Muttergesellschaft von ppe, die Endress + Hauser Holding, in Schweigen. Schon am Montag will der Konzern einen neuen Geschäftsführer präsentieren, so Holding-Chef Klaus Endress. Die Mitarbeiter wurden lediglich durch einen Aushang am Schwarzen Brett informiert.
Schlagzeile macht der Golfplatz. Ein Schopfheimer Stadtrat behauptet, dass ein Abschlagsplatz des Golfplatzes nun doch auf Hausener Gemarkung liege. »Dies kann nicht stimmen«, so Bernd Benz von der Schopfheimer Bauverwaltung. Der Golfclub-Präsident, Rolf Wetzel, empfindet die Mitteilung als erneute Miesmacherei.
Wiechser Bürger haben Angst um die Sicherheit ihrer Kinder. Die Ortsdurchfahrt wird nicht mit km/h 30, sondern wesentlich schneller befahren. Im Eingangsbereich zum Dorf eine Verengung in die Straße setzen, um den Verkehr zu verlangsamen, will das Straßenbauamt nicht. Selbst wenn die Stadt die Kosten trüge, würden Ansprüche geschaffen, die andernorts nicht erfüllt werden. Die Wiechser Bürger sind über die Verkehrssituation sehr unzufrieden und ungehalten.
Vor einigen Tagen fand in der Waldorfschule ein Benefiz-Konzert der Gruppe »Sarah-music and Art« statt. Der Erlös des Konzerts kommt Kindern im Kongo zugute.
Es regnet beim Fassanstich zum »Städtli-Fest« im Jubiläumsjahr. Mit geübten Händen und gekonnt zapft Bürgermeister Klaus Fleck das erste Glas Bier. Zur Eröffnung spielen die »Bättelsäcke«.
30. Juli 2000
Das Wetter wird am zweiten Tag des »Städtli-Festes« etwas besser, doch die Regenschirme bestimmen immer wieder das Bild. Heinz Siebeneicher moderiert die SWR 4-Wunschmelodie, was zahlreiche Zuhörer anlockt und das Stadtjubiläum um einen weiteren Farbtupfer im Festkalender bereichert.
Helikoptergeräusche über der Stadt. Ein Polizei-Hubschrauber hilft bei der Suche nach einem 85-Jährigen, der seit Freitagabend im Kreiskrankenhaus vermisst wird. Der geistig Verwirrte konnte jedoch nicht gefunden werden.
31. Juli 2000
Nach dem Ausscheiden von Dieter Leppert wurde nunmehr Immo Leisinger, IHK-Geschäftsführer, einstimmig zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Volksbank Schopfheim gewählt.
01. August 2000
Dass der überraschende Abschied mit den Anlaufschwierigkeiten des Werkes Pulversheim zusammenhängt, bestätigt Hans-Joachim Friedrichkeit auf Anfrage des MT. »Es gab unterschiedliche Auffassungen über die Ursache der Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten«, so der bisherige ppe-Chef. Daraus habe die Konzernleitung nunmehr die Konsequenzen gezogen.
Die ppe hat einen neuen Geschäftsführer. Siegfried Schlag folgt Hans-Joachim Friedrichkeit. Schlag war bisher Vorstandsmitglied der Alcatel SEL.
Simon Sigl, Schopfheimer Ringer-Legende, erringt bei den Senioren-Weltmeisterschaften im griechisch-römischen Stil die Bronze-Medaille.
03. August 2000
Die Proteste von Wiechser Frauen wegen der Gefährlichkeit der Ortsdurchfahrt scheinen nun Früchte zu tragen. Es soll im September zu einem Ortstermin der Verkehrsbehörde, der Polizei und der Bürgerinitiative kommen. Diese Zusage erhielt Kreisrat Dieter Gebhardt, der im Landratsamt eine Unterschriftenliste mit 600 Unterschriften übergab. Der Verkehr in der Ortsdurchfahrt Wiechs soll, nachdem eine neue Straßendecke aufgebracht wurde, noch schneller geworden sein, so die Einsprecher.
04. August 2000
Dass durch die Mobilfunkanlage das Blutbild verändert wird, behaupten bekanntlich Gersbacher Bürger. Diesen ursächlichen Nachweis könne man nicht führen, sagt das Gesundheitsamt in Lörrach. Blutbild und Blutdruck seien keine statischen Zustände, erläutert dessen Leiter, Jochen Walther.
Am letzten Schultag wurde Birgit Uhlich, die seit 1964 im Schuldienst ist, an der Dr. Max-Metzger-Grundschule in den Ruhestand verabschiedet. Seit 1969 war die Pädagogin an der späteren Dr. Max-Metzger-Schule tätig. Sie blieb in diesem Hause, nachdem die Hauptschule in die Friedrich-Ebert-Schule gezogen war.
05. August 2000
Tödliche Verletzungen erlitt ein Mann, der sich aus dem Fenster des Kreiskrankenhauses stürzte.
Ein Spaziergänger entdeckt in einem schwer zugänglichen Waldgebiet im Gewann »Seehölzle« in Eichen die Leiche eines Mannes. Es dürfte sich um den vermissten 85-Jährigen handeln.
Eine Müll-Landschaft hinterließen nächtliche Besucher in den Rathaus-Arkaden, sehr zum Leidwesen von zwei Hochzeitspaaren, die am Samstagmorgen am Müll vorbei ins Trauzimmer gehen mussten.
06. August 2000
Die Freilicht-Aufführung »7-5-0« ging zum achten und letzten Mal über die Freilichtbühne auf dem Museumsplatz. Bis auf den allerletzten Platz belegt war die Tribüne. Das Spiel konnte bei gutem Wetter stattfinden, während am Tag zuvor die Zuschauer nach der Pause im strömenden Regen verharrten.
08. August 2000
Das Landratsamt bestätigt, dass der Golfplatz teilweise auf Hausener Gemarkung liegt. Eine Nachprüfung, die aufgrund der Anzeige eines Stadtrates erfolgt war, erbrachte dieses Ergebnis. Bürgermeister Bühler aus Hausen sieht keinen Spielraum, den auf der Gemarkung errichteten Abschlag zu dulden. Monika Zahoransky, Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft, weist darauf hin, dass von einer Sperrung nur der Herren-Abschlag der Bahn 7 betroffen wäre, während der Damen-Abschlag (kürzere Bahn) nutzbar bliebe.
Das Mädchen-Café im JuZ hat bereits eine gute Resonanz gefunden.
09. August 2000
Die Arbeitslosenquote im Landkreis ist im Juli bei 6,6% geblieben.
10. August 2000
Die IHK teilt mit, dass die aktuellen Konjunkturdaten für weite Teile der Wirtschaft im Kammerbezirk Hochrhein-Bodensee so gut sind wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Alle regional bedeutsamen Industriezweige weisen derzeit eine gute bis sogar sehr gute allgemeine Geschäftslage auf. Dies gilt sowohl für die Chemie, die Metallindustrie, den Maschinenbau als auch für die Elektrotechnik/Elektronik wie auch - mit leichten Abstrichen - für die am Hochrhein nach wie vor bedeutende Textil- und Bekleidungsindustrie.
Bisher Unbekannte haben heute morgen zwischen 6.40 Uhr und 7.00 Uhr auf der Zugstrecke Schopfheim-Maulburg dafür gesorgt, dass mehrere Züge eine Notbremsung durchführen mussten. Nur durch Zufall kam niemand zu Schaden. Der oder die Täter rissen am Hauptsignal der Bahnstrecke, kurz vor dem Maulburger Bahnhof, ein Kabel aus der Verankerung. Dadurch wurde allen Zügen das Signal »Rot« gegeben, obwohl die Strecke frei war. Es wurden dadurch automatisch Notbremsungen ausgelöst.
In Raitbach, bei der Heilpraktiker-Schule Verimeer haben etwa 20 Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren ihr Feriencamp aufgeschlagen. Organisiert wurde diese Gruppe, die Kinder aus Deutschland und Canada aufgenommen hat, von der CISV Childrens International Summer Villages. Das Zeltlager wurde spontan organisiert im Rahmen eines dreiwöchigen Austausch-Programms. An einem Nachmittag malten die Jugendlichen auch eine gemeinsame Flagge zum Thema »Frieden«.
11. August 2000
Im MT ist heute zu lesen, dass der DGB sich derzeit mit der Situation der Zwangsarbeiter im deutschen Dreiländereck während des 2. Weltkrieges beschäftigt. Einige Betriebe, so ergaben die Recherchen, sind bereits dem Entschädigungs-Fonds, den die deutsche Wirtschaft anlegt, beigetreten. »Es gibt kaum wissenschaftliche Arbeiten über die Zwangsarbeiter«, heißt es weiter.
12. August 2000
Den daheimgebliebenen Kindern wird es auch in Schopfheim nicht langweilig. Das Kinderferienprogramm hat jeden Tag etwas zu bieten.
13. August 2000
Ein renitenter Autofahrer machte der Polizei zu schaffen. Der alkoholisierte Fahrer, der auf eine Verkehrsinsel in Gündenhausen fuhr, musste schließlich in Handfesseln gelegt werden, damit er Ruhe gab.
Der Luzerner Organist Oliver Eisenmann konzertiert im Rahmen des Schopfheimer Orgel-Festivals in der evangelischen Stadtkirche. Er nutzte bei seinem Konzert das Klangvolumen der Voit-Orgel und der Schuke-Orgel.
14. August 2000
Über die Uni-Bibliothek Freiburg ist die Stadtbibliothek Schopfheim jetzt wie andere Bibliotheken des Landkreises im Internet. Der Medienbestand kann damit abgerufen werden.
15. August 2000
Die BZ stellt in einem Artikel die Glaubensgemeinschaft der neuapostolischen Kirche in der Stadt Schopfheim vor. Erich Zimmermann, Vorsteher der Schopfheimer Gemeinde, berichtet, dass in Schopfheim jeden Mittwoch und Sonntag fast 200 Christen dem Gottesdienst beiwohnen.
17. August 2000
Die Naturschutzbeauftragte Dr. Ruth Noack sieht im Sturm »Lothar« eine rein waldwirtschaftliche Katastrophe. Aus ökologischer Sicht werde der Wald nicht zugrunde gehen, er könne sich sehr gut selbst regenerieren, meint sie in einem Interview des MT.
Chefarzt Dr. Hadji Cheykh von der Allgemeinen Chirurgie am Schopfheimer Kreiskrankenhaus wird, wenn er im Januar in den Ruhestand geht, nicht mehr ersetzt. Dr. Günter Zabel wird die Leitung der gesamten Chirurgie übernehmen.
18. August 2000
Die Privatwälder im Bereich des Forstamtes Schopfheim haben das pan-europäische Gütesiegel PEFC erhalten. Dies bescheinigt u.a. eine dauerhafte Walderhaltung, pflegliche Holzernte, den Verzicht auf flächige Anwendung chemischer Mittel, den Einsatz von fachlich ausgebildetem Personal und den Verzicht auf Kahlschläge in Steillagen.
Ein Traum geht für Nicole Grether in Erfüllung: Nur noch etwas mehr als vierzehn Tage dauert es bis zur Eröffnung der Olympiade in Sydney, an der sie teilnehmen wird.
19. August 2000
Die leeren Geschäfte in der Innenstadt sind heute Thema eines Artikels im MT. Auffallend ist, dass der ehemalige ALDI-Markt leersteht, die »Stoffpalette« im ehemaligen Gasthaus »Linde«, die Eisenwarenhandlung Meier, die ehemalige Apotheke am Markt. Vom Gewerbeverein kritisiert Stefan Klever die Leerstände. Er meint, es gebe noch weitere Wackel-Kandidaten. Die Fehlentwicklung habe vor 20 Jahren angefangen, als man bei allem Einsatz für die Umgehungsstraße verpasst habe, die Weichen für die Innenstadt neu zu stellen. Vor allzu einfachen Rezepten warnt hingegen Beigeordneter Hirschner. Außerdem meinte er, große Geschäfte seien Frequenzträger.
Erheblichen Schaden richteten Unbekannte in der Nacht an fünf Mehrfamilienhäusern am Wiesenweg und an der Friedrich-Hecker-Straße an. Die Außenwände wurden mit Farbe beschmiert. Schwarze und lilafarbene Sprays wurden dabei benutzt.
21. August 2000
Der langjährige Bibliothekar der Stadt, Wilhelm Uecker, verstirbt im Alter von 88 Jahren.
Schopfheims Vereine haben Zuwachs bekommen: Die »Freunde von St. Agathe in Fahrnau« haben ihre Gründungsversammlung. Zweck des Vereins ist die ideelle, materielle und praktische Unterstützung und Förderung der kulturellen Nutzung von St. Agathe. Walter Flößer, Gönner und Förderer der Kirche, wird 1. Vorsitzender. Stellvertreterin ist Bettina Bethlen.
Dr. Ernst Wieland, Senior der Schopfheimer Stadt-Apotheke, ist im Alter von 92 Jahren verstorben.
22. August 2000
Nach dem Erfolg beim Kinderferien-Programm in der vergangenen Woche hat der MSC ein weiteres Argument in Händen: die Überlegung, eine eigene Jugendabteilung aufzubauen.
Über seine Arbeit auf Schopfheims Straßen spricht der Streetworker Wilhelm Grimm bei einem Pressegespräch mit der BZ. Noch ist nicht sicher, ob seine jetzt acht Monate dauernde Tätigkeit im kommenden Jahr weitergeführt werden kann.
23. August 2000
Der in Schopfheim gebürtige und derzeit in Hausen im Wiesental lebende Regisseur Sebastian Nübling hat den Baselbieter Kulturpreis 2000 zugesprochen erhalten. Die Übergabe des Preises wird am 13. September in Liestal stattfinden.
Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, der die Diakonie Baden leitet, ist Gast im Georg-Reinhardt-Haus.
24. August 2000
Die Bäckerei Hansjörg Adolph feiert dieser Tage das 250-jährige Jubiläum. Im Jahre 1750 gründete Mathies Adolph aus Altstetten am Kaiserstuhl die Schopfheimer Bäckerei, die sich ursprünglich im Hause Hauptstraße 52 (heute Reisebüro Heizmann) befand.
26. August 2000
Das Reinigungsunternehmen Drefs GmbH erhielt das Qualitätszertifikat DIN ISO 9002.
Die Ornithologische Gesellschaft hat Jahreshauptversammlung, eine Gesellschaft, die nunmehr 90 Mitglieder umfasst und von Friedrich Adolph geleitet wird. Während es heftige Diskussionen über das »Städtli-Fest« gab, wird das Kinderferienprogramm als positives Erlebnis hochgehalten.
29. August 2000
Derzeit schnitzt Marek Puk aus einem Lindenstamm eine Skulptur beim Hotel »Hohe-Flum« in Wiechs. Die Figur des Kochs, die aus dem Stamm entstehen soll, hält eine Vielzahl von Früchten im Arm. Zu seinen Füßen steht alles, was Küche und Keller zu bieten haben. Mit dieser Holzarbeit betritt Puk Neuland.
30. August 2000
Kunst in der Wiese. Die BZ publiziert ein Bild von Steinfiguren in der Wiese, die ein/e unbekannter KünstlerIn unterhalb der Langenauer Brücke aufgebaut hat.
Im MT ist ein Bericht über die Sammelleidenschaft von Annemarie und Kurt Kropf veröffentlicht. Das Paar sammelt seit vielen Jahren museumswürdige Objekte aus der Landwirtschaft, alte Geräte und Maschinen füllen die Scheune auf dem »Bürgele-Hof«.
Die vhs präsentiert ihr neues Programmheft.
Noch läuft das Kinderferienprogramm auf vollen Touren. Eine interessante Begegnung fand zwischen jungen Menschen und der Hundestaffel der Polizei statt.
31. August 2000
In der Serie »Glaubensgemeinschaften in Schopfheim« stellt die BZ heute die Schopfheimer Moschee im Gewerbepark »Höfen« vor. Die Schopfheimer Moschee ist klein, die muslimischen Vereine in Atzenbach oder Rheinfelden haben im Gegensatz zu Schopfheim sogar einen eigenen Imam.
In die seit längerer Zeit leerstehenden Räume im ehemaligen Möbelmarkt auf der »Gänsmatt« soll ein Vögele-Bekleidungsmarkt einziehen.
Das MT meint heute: »Vorbei ist's mit der Sommerruhe, am 11. September tagt der Gemeinderat wieder«. Dabei geht es zum einen um die Verkehrsberuhigung in der Hauptstraße, zum andern um das Schicksal der Bäume in der Bahnhofstraße. Die Verwaltung hat eine Vorlage gefertigt, die vorsieht, die Kastanien in dieser Straße zu fällen und durch junge Bäume zu ersetzen.
01. September 2000
In der nächsten Sitzung des Ortsbauausschusses wird sich dieser mit dem Baugesuch für den Versammlungsraum Enkenstein beschäftigen.
Nach dem Willen der Stadtverwaltung soll neben den Kastanien in der Bahnhofstraße auch die Linde an der Einmündung zur Hebelstraße der Motorsäge zum Opfer fallen.
Die vhs präsentiert ihr Programm erstmals im Internet.
02. September 2000
Zum letzten Mal soll in den Fünfziger-Jahren im Landkreis Lörrach ein »Perückenbock« geschossen worden sein. Kurt Sütterlin entdeckte jetzt einen Rehbock mit dieser Anomalie. Obwohl er schon seit 30 Jahren zur Jagd geht, hat er so etwas noch nicht gesehen.
Mit altrussischen Volksliedern erfreut ein Basler Chor in der Alten Kirche St. Michael. Bis auf den letzten Platz war das Gotteshaus besetzt. Das Konzert war ein Geschenk an die Schopfheimer Michaelsgemeinschaft.
03. September 2000
Mehrere Hunderttausend DM Sachschaden entstehen beim Brand im »Sudhaus«. 50 Männer der Feuerwehren Schopfheim und Steinen waren im Einsatz, um den Dachstuhlbrand dort zu löschen.
05. September 2000
Das Eckgrundstück Feldbergstraße soll überbaut werden. Der ehemalige eingeschossige Lebensmittelladen Hossbein wird aufgestockt. Die Lücke zwischen dem ehemaligen Kino Eldorado und dem Hossbein’schen Laden wird geschlossen.
Die Schopfheimer Musiklehrerin Susanne Fink sucht Blechblasinstrumente für Straßenkinder in Kampala. Trotz privatem Inserat hatte sie bisher wenig Erfolg.
06. September 2000
Betroffen und schockiert von den in den letzten Wochen und Monaten immer offensichtlicher gewordenen Gewalttaten von Rechtsextremen zeigen sich der Kreisverband der Jungsozialisten und die Jungen Grünen im Kreis. Sie wollen nun mit einer Filmnacht in den »Sengelen« das Problem aufgreifen und neben dem Thema »Gewalt« auch Minderheiten wie Homosexuelle oder Obdachlose in die zu zeigenden Filme aufnehmen.
07. September 2000
Nicht alle Schopfheimer freuen sich über die geplante Ansiedlung von McDonalds im »Lus«. Stocksauer reagiert Dieter Brödner, ihm wurde eine Schnell-Imbiss abgelehnt.
08. September 2000
Die Volksbank Schopfheim wird zum 30. September ihre Zahlstelle in Wiechs aus betriebswirtschaftlichen Gründen schließen.
Sie sind hart, die Fronten, aber noch immer hofft Bernd Benz vom Bauamt der Stadt, dass diese »weichgekocht« werden können, so das heutige MT. Die Stadt setzt auf die laufenden Gespräche mit dem Rechtsanwalt eines Eigentümers in Enkenstein, um den Herzenswunsch der Enkensteiner endlich zu realisieren: den Bau des langersehnten Gemeindesaales. Führen die Grundstücksverhandlungen zu keinem Ergebnis, so sei das Projekt mit dem Anbau ans Rathaus gestorben, meint Bernd Benz.
09. September 2000
Die Unabhängigen wollen eine Sondersitzung zum Thema »Verkehr«, um eine Teillösung Hauptstraße zu entscheiden.
Für 30 Jahre Tätigkeit im Öffentlichen Dienst ehrt der Bürgermeister seine langjährige Sekretärin, Silvia Fricker.
In der Bahnhofstraße zeigt sich ganz offen der Protest gegen das Fällen der Kastanien. Mit Plakaten wehrt sich der Ortsverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gegen die Pläne der Stadtverwaltung.
Eine Delegation japanischer Förster weilt in den Gersbacher Wäldern. Beeindruckt waren die Damen und Herren von der Artenvielfalt der Gersbacher Waldungen.
10. September 2000
Rund 250 Wanderer werden vom Hohe-Möhr-Turm magisch angezogen. Der Schwarzwaldverein Schopfheim hat zum »Tag der Heimat« dorthin eingeladen.
Ganz unterschiedliche Menschen schauen in der Filmnacht, die für Toleranz und Verständigung steht, im »Sengelen«-Wäldchen auf die Leinwand. Etwa 100 Personen waren gekommen, um den Film »Aimée und Jaguar« zu sehen.
Der Zirkus »Lamberti« hat über das Wochenende sein Zelt in Gündenhausen aufgeschlagen.
Zur 20. Sommer-Matinée hat Wolfram Lorenzen in den Martin-Luther-King-Saal eingeladen.
Bei herrlichem Wetter veranstaltet die evangelische Kirchengemeinde Fahrnau ihr Sommerfest rund um die Kirche und das Gemeindehaus.
11. September 2000
Über 85.000 Personen strömten in dieser Saison ins Schopfheimer Freibad. 6.000 Besucher zählte das Bad in Schweigmatt, das zum 03. September seine Tore geschlossen hat. Das Schopfheimer Bad schließt, sobald das Wetter schlechter wird.
Nach dem Brand im Dachgeschoss des »Sudhauses« Anfang September haben Spurensicherung und Brandsachverständige ihre Arbeit vorläufig abgeschlossen. Vieles deutet – so der Pressesprecher der Polizeidirektion Lörrach, Dietmar Ernst – auf Brandstiftung hin.
Bürgerproteste während der Gemeinderatssitzung gegen die geplante Fällaktion der zwölf Kastanien in der Bahnhofstraße. Der Rathaussaal war völlig überfüllt und viele Bürger brachten ihren Unmut über diese Planung zum Ausdruck. Während die einen das Stadtbild und den Charakter der Stadt im Vordergrund sahen, meinten andere: »Wann passiert etwas in dieser Stadt, das auch die Bürger wollen?« GRÜNE und Unabhängige plädierten für den Erhalt der Bäume, nicht nur aus ökologischen Gründen, wie Dr. Ottmar Nübling argumentierte. Abgestimmt wurde schließlich darüber, ob eine Achsenverschiebung der Straße möglich ist, um die Bäume zu erhalten.
»Wenn der Ausbau der Bahnhofstraße verzögert wird, ordne ich in der Hauptstraße wieder Tempo 30 an«, mahnt Bürgermeister Klaus Fleck bei dieser Sitzung. Er warte nur noch die Bürgerversammlung zum Thema »Hauptstraße« am 21. September und die darauffolgende Ratsentscheidung ab.
»Wir beantragen die Vertagung zur Verkehrsberuhigung in der Hauptstraße und fordern zuerst eine Bürgeranhörung«, stellten die Unabhängigen zur Abstimmung im Gemeinderat fest. Artur Cremans sprach sich ebenfalls für eine Bürgerversammlung aus, indem er daran erinnerte, dass die SPD mit ihrer Fragebogen-Aktion eine große Mehrheit für eine Fußgängerzone erhalten habe. Auch Claus Stockburger war für die FWV für den Vertagungsantrag.
Die Schäden, die durch das Hochwasser und den Orkan »Lothar« entstanden sind, können noch im Haushalt finanziert werden. Dies teilt der Bürgermeister dem Gemeinderat mit. Das Jahr 2001 wird jedoch mehr als knapp werden. Aus heutiger Sicht, so betont er, könne der Verwaltungshaushalt nicht ausgeglichen werden.
14. September 2000
Bürgermeister Klaus Fleck macht deutlich, dass er, die Verwaltung und der Gemeinderat immer davon ausgehen, sich für das Gute in der Stadt zu engagieren. Was die Bäume in der Bahnhofstraße betreffe, meinte er, man müsse längerfristig planen und das Gesamtwohl sehen. Nicht nur der Mensch, auch die Bäume seien endlich. Damit warb er für eine Neupflanzung und war für die Unterstützung des ehemaligen Stadtbaumeisters Hermann Unger dankbar.
An der Dr. Max-Metzger-Schule wurden Anfang dieser Woche zum Schuljahresbeginn 67 ABC-Schützen neu eingeschult. In Fahrnau waren es 70 Erstklässler. In Langenau waren 20 junge Menschen erstmals in der Schule, in Wiechs fanden 23 Erstklässler – wie in allen Orten begleitet von ihren Eltern – den Weg ins Schulhaus.
Seit fünf Jahren ist der freie Radiosender »Kanal Ratte« im Äther. Gefeiert wird dies mit viel Musik im Stadtpark und in der Bahnhofstraße neben dem Senderaum.
Das Schwimmbad hat nun endgültig seine Pforten geschlossen.
Nach Auskunft des Ordnungsamtsleiters Ralf Schulz wurden bis zum Ablauf der Meldefrist in Schopfheim vier Kampfhunde angemeldet.
15. September 2000
Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg war bei seinem Schopfheimer Besuch auch in Gersbach. Er war begeistert vom hochinteressanten Konzept des Gersbacher Weideparkes und sicherte dem Pilot-Projekt seine rückhaltlose Unterstützung zu. Unterstützung erhielt die Stadt auch in Sachen Anschluss an die B 317.
Zwischen 10.000 und 15.000 Besucher erwartet die Ausstellung »Made in Schopfheim«, die heute in der Stadthalle eröffnet wird. Die dreitägige Schau wird von Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg eröffnet. Die Ausstellung will verdeutlichen, dass mittelständische Unternehmen mit Standort Schopfheim weltweit tätig sind. Bürgermeister Fleck meint ergänzend: »Elf der 13 ausstellenden Firmen sind mit ihren Produkten auch Marktführer«. Es sei großartig, so der Bürgermeister weiter, wenn im Jubiläumsjahr die Schopfheimer Industriebetriebe dokumentieren, dass sich der Mittelstand einer weltweiten Konkurrenz stellen und sich behaupten könne.
Bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause ärgert sich der Ortschaftsrat Langenau über einen negativen Bescheid des Straßenbauamtes, das ablehnt, eine Verkehrsinsel am Ortsausgang in Richtung Enkenstein zu installieren. Langenau wollte damit nicht nur größere Sicherheit, sondern auch die Geschwindigkeit reduzieren.
Die Musikanten der Fahrnauer »Bättelsäcke« starten nach Berlin, um beim THW-Bundesjubiläumsfest dort mitzuwirken.
Die Feuerwehr Langenau jubiliert. Die Jugendfeuerwehr wurde 25 Jahre alt.
16. September 2000
Erni’s Modeshop in der Hebelstraße 4 schließt die Ladentüren. Damit ist nach 16-jähriger Tätigkeit die Stadt wieder um ein Textilgeschäft ärmer und ein weiteres Ladenlokal steht leer.
Mit Erstaunen hat der Gewerbeverein darauf reagiert, dass im ehemaligen Möbelmarkt auf der »Gänsmatt« ein Vögele-Bekleidungsmarkt einziehen soll.
Landwirt Hans-Dieter Reif ist im Ortschaftsrat Wiechs durch Ortsvorsteher Ino Hodapp als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Günter Gräßlin verpflichtet worden. In der Fragestunde beschäftigt die anwesenden Bürger insbesondere die Verkehrslage in Wiechs. Eine Klärung erhofft man sich vom Besuch des Landrates in der kommenden Woche. Wiechs möchte unbedingt einen Fußgängerüberweg realisiert wissen.
Der ehemalige Geschäftsführer der ppe, Hans-Joachim Friedrichkeit, der am 01. August überraschend von Siegfried Schlag abgelöst wurde, klagte vor dem Arbeitsgericht. Eine Entscheidung wurde gestern vor dem Arbeitsrichter nicht gefällt. Am 04. Oktober soll das Landgericht Waldshut-Tiengen entscheiden.
17. September 2000
Feierlich schnitten Bürgermeister Klaus Fleck, Planer Horst Leber und Ortsvorsteher Hans Keller das über die Alte Wehrer Straße gespannte Band durch und gaben die Straße nach der Sanierung für den Verkehr frei. Für Eichen ist damit ein langgehegter Wunsch endlich in Erfüllung gegangen.
Zum Welt-Kindertag veranstaltet der Kinderschutzbund ein Familienfest.
Wenn in Wiechs Grümpel-Kicken angesagt ist, steht Gaudi pur auf dem Programm. In diesem Jahr waren »Asterix« und Konsorten fast unschlagbar.
Kein Durchkommen gab es für einen Landwirt aus Raitbach. Der Bauausschuss schmetterte zwei Anträge auf Errichtung eines riesigen Laufstalles samt Dunggrube sowie Geräteschuppen direkt an der Bundesstraße zwischen Fahrnau und Hausen ab. Hauptgrund ist die Sorge um das Trinkwasser.
18. September 2000
Rundum zufriedene Gesichter über die Ausstellung der 13 Global Players in der Stadthalle. Überwältigt zeigten sich die Verantwortlichen der Stadt und der Industrie von dem riesigen Interesse der Besucher an den Produkten, Arbeits- und Ausbildungsplätzen der Betriebe in der Markgrafenstadt.
Der Gemeinderat hat die Ansiedlung des Vögele-Bekleidungsmarktes in Gündenhausen vertagt. Zuvor hatte Hochbauamtsleiter Artur Gutmann die Ansiedlungspläne dem Bauausschuss vorgestellt. Laut Bebauungsplan seien in dem Gebiet für Textilwaren maximal 500 qm Verkaufsfläche vorgesehen. Diese Menge beansprucht indes bereits ein vorhandener Anbieter. Wenn man Vögele zulasse, müsse man die Begrenzung um 100 % überschreiten. »In Schopfheim wird es nie mehr Möbel geben«, betont der Bürgermeister mit Blick auf die übermächtige Konkurrenz in unmittelbarer Nachbarschaft. Er verweist andererseits darauf, dass es in Schopfheim Bedarf an Textilwaren gebe. »An Leerflächen in der Innenstadt beißt aber kein Textiler an«, erklärt er weiter.
19. September 2000
Spitzenleistungen machen es möglich: Nicole Grether hatte gestern bei der Olympiade in Sydney ihr Auftaktspiel im Doppel mit ihrer Partnerin Karin Stegmann, das sie gegen die Weltmeisterschafts-Dritten von 1999 gewannen.
Zufrieden äußern sich der SPD-Vorstand und die Fraktion über die rasche Anberaumung einer Bürgerversammlung zum Thema »Verkehrsberuhigung in der Innenstadt«. Die Genossen bleiben dabei: Die Fußgängerzone birgt die meisten Vorteile.
20. September 2000
Der Versammlungsraum Enkenstein wurde verkleinert. Nun sieht er noch Platz für 100 Menschen vor und soll nicht mehr als DM 1 Mio. kosten, so die von Hochbauamtsleiter Artur Gutmann dem Bauausschuss vorgetragene Version.
21. September 2000
Unter dem Motto »Lieder von Liebe und Herbst« gestalten Andrea Menne und Evelyne Schneider zusammen mit dem Pianisten Michael Donkel einen Liederabend in der Alten Kirche St. Michael.
Von der Olympiade in Sydney führt ein direkter Draht zu den Eltern Nicole Grethers in die Weiermattstraße. Die Familie wäre gerne in Sydney dabei gewesen, aber nicht immer lässt sich alles realisieren. Am Dienstag, den 19. kam dann das Aus im Achtel-Finale. Dies bedeutet für Nicole Grether einen beachtlichen 9. Platz im Einzel. Es ist das bisher beste Ergebnis einer deutschen Athletin im Badminton. Einen 9. Platz belegte sie auch im Doppel.
Jürgen Höfflin, Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, ist auf der Suche nach Firmen, die während des 2. Weltkrieges Zwangsarbeiter beschäftigt hatten. So fragte er auch beim Stadtarchiv in Schopfheim an. Beigeordneter Hirschner meint, der Datenschutz habe Priorität, dieser gelte auch für Betriebe und gibt deshalb keine Antwort.
Die BZ berichtet heute in Wort und Bild und zeigt eine 10 kg schwere Eisenplatte, die Unbekannte in Höhe der Wiechser Straße auf die Schienen der Wiesental-Bahn gelegt haben. Damit sollte versucht werden, den Regional-Express zum Entgleisen zu bringen. Der Bundesgrenzschutz bittet um Mithilfe.
Wie effektiv sich oft zähe Rituale des europäischen Einigungsprozesses beschleunigen lassen, machte dieser Tage die Gewerbeschule Schopfheim vor. Eine hochrangige Delegation aus dem spanischen Bundesland Rioja unter Leitung des Ministerpräsidenten Pedro Alonso verbrachte einen Vormittag an der Schule, um sich über die Grundlagen der beruflichen Ausbildung in Deutschland zu informieren. Ein Teil seines Kabinetts und Vertreter der spanischen Berufsverbände kamen auf Einladung der Todtnauer Bürstenmaschinenfabrik Zahoransky ins Wiesental.
Bürgerversammlung in der Stadthalle zur Verkehrssituation in der Hauptstraße. Nach dem klaren Tenor in dieser Versammlung will die Verwaltung dem Gemeinderat nun die Teilsperrung der Hauptstraße zwischen Wall- und Scheffelstraße vorschlagen.
22. September 2000
Die Arbeitskreise zur Lokalen Agenda 21 treffen sich nach der Sommerpause in der kommenden Woche wieder. Nach Angaben der Agenda-Mitarbeiterin Dr. Eva-Maria Jopski soll mittels eines Fragebogens von den Einwohnern erhoben werden, wie zufrieden sie mit ihrer Wohnsituation sind.
Der Musikverein Fahrnau kann sich über vier weitere Träger des Jugend-Musikleistungsabzeichens freuen. Markus Wittnebel, Adrian und Benedikt Vogt (alle Trompete) sowie Oliver Boehme (Waldhorn) dürfen sich über das Errungene freuen.
Bei einer Ortsbegehung in Wiechs kritisiert Landrat Rübsamen die Resignation im Schopfheimer Rathaus zum Thema »Gehweg an der Wiechser Straße«. Man sollte, auch wenn nicht alle Grundstückseigentümer mitmachen, den Gehweg aber wenigstens teilweise bauen, eben dort, wo die Anlieger einverstanden seien, meint der Landrat. Er sieht bei der Begehung kein Problem, einen Zebrastreifen in der Nähe des alten Postamtes einzurichten. Er meinte: »Ich kann sicher zusagen, dass wir das machen«. Die Stirn runzelte der Landrat allerdings über einen weiteren Zebrastreifen beim »Buurelade«.
Direktor Edwin Baur gab im Foyer der Volksbank den Startschuss zu einer Ausstellung der »Minifossis«. Daneben stellte sich der Geschichtsverein Markgräferland 100 Zuhörern vor. Das der Markgrafenstadt Schopfheim gewidmete Heft 2/2000 ist zum Jubiläumsjahr der Stadt geschaffen worden und beinhaltet einige wichtige und bisher nicht oder kaum behandelte Beiträge zur und über die Stadtgeschichte. Begleitet wurde die Feierstunde von der Gruppe »Hahnenkrai«, die im Jubiläumsjahr in Schopfheim schon mehrfach auf sich aufmerksam gemacht hat.
23. September 2000
In Gersbach erwachen alte Pläne zu einem Campingplatz neu. Die Wiederaufnahme des Verfahrens stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates, der einstimmig beschloss, erneut über eine derartige Einrichtung zu sprechen.
Schüler der Klasse 6c am THG verkaufen auf dem Wochenmarkt Bleistifte für Dikome. Der Erlös von DM 750,- kommt der Sekundarschule in Dikome/Kamerun zugute.
24. September 2000
Das letzte Orgelkonzert im Rahmen des Festivals zum Stadtjubiläum gibt Prof. Dr. Martin Weyer in der evangelischen Stadtkirche.
Weideabtrieb in Gersbach. Ein Forum, das während des Festes durchgeführt wurde, befasste sich mit dem Thema »Sturmhilfe«. Es war wieder einmal ein Fest wie aus dem Bilderbuch. Bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen feierten viele hundert Gäste mit den Direktvermarktern und den Bergbauern.
25. September 2000
Pfr. Detlev Jobst wurde zum Pfarrer in Laufenburg gewählt. Wann er dorthin wechseln wird, steht noch nicht fest.
Nach den Schulferien hatte der Tennisclub Langenau seine Vereinsmeisterschaften. Nach spannenden Duellen gewannen am Schluss Gaby Naskrent und Manfred Schnell die Mixed-Vereinsmeisterschaften. Im Damen-Doppel siegten Martina Kummle und Angelika Schnell.
Das vom Umweltausschuss im Grundsatz begrüßte neue City-Bus-Konzept mit Einführung des Stundentaktes kann 2001 nicht verwirklicht werden. Wegen der zu erwartenden Haushaltsprobleme tritt der Bürgermeister auf die Bremse.
Der Umweltausschuss hat der Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessanlage für das Ordnungsamt zugestimmt. Damit sollen künftig auch in 30er-Zonen und im Innenstadtbereich mehr Kontrollen möglich sein.
26. September 2000
Die Herkunft der Eisenplatte auf der Wiesental-Bahnstrecke ist aufgeklärt. Die Beamten des Bundesgrenzschutzes fanden auf einem Areal in der Nähe des Tatortes weitere Eisenplatten gleicher Machart.
27. September 2000
Überlegungen der Gemeinde Steinen, sich in Zukunft zum Mittelbereich Schopfheim hin zu orientieren, sind in Schopfheim mit Interesse registriert worden. Der Bürgermeister meint allerdings: »Das ist Sache von Steinen, wir mischen uns nicht ein«. Er meint aber auch, der Stadt tue es nicht weh. In der Regionalplanung ist Steinen dem Raum Lörrach zugedacht.
28. September 2000
Hoher Schaden ist durch Schmierereien am Bahnhof in Fahrnau entstanden. Unbekannte Schmierfinken haben die erst neulich renovierten und frisch gestrichenen Wartehäuschen verunziert.
29. September 2000
»Auf die Markgrafenstadt kommen magere Zeiten zu«, so prophezeit der Bürgermeister. Vor allem im Haushaltsjahr 2001 ist mit einer Finanzierungslücke von DM 1,5 Mio. zu rechnen. Dies bedeutet für das kommende Jahr äußerste Ausgabendisziplin, heißt es in einer Vorlage an den Gemeinderat.
Der Vorverkauf beginnt für ein Projekt der Kantorei in Zusammenarbeit mit dem »Theater auf der Au«. Am 07. Oktober soll das Oratorium »Paulus« von Felix Mendelssohn-Bartholdy in der evangelischen Stadtkirche zur Aufführung kommen.
30. September 2000
Überraschung in Ehner-Fahrnau. Auf dem Golfplatz nehmen neue Leute das Ruder in die Hand. »Regio-Golf-Club Schopfheim«, so heißt der neue Club, der sich Anfang der Woche gegründet hat. An der Spitze steht der Präsident Joachim Laempe mit der Vizepräsidentin Doris Hornberger und Gerhard Brutschin. Damit spannt sich die heimische Industrie vor den Golfplatz. Der alte Golfclub »Hofgut Ehner-Fahrnau« verschmilzt mit dem neuen Verein, betont Laempe. Mitbegründer Rolf Wetzel ist aus der Geschäftsführung der Betriebs GmbH ausgeschieden.
Bei der Jubiläumsausstellung der Schopfheimer Industrie in der Stadthalle sei der Gedanke gereift, das Potenzial der hiesigen Betriebe für den Golfplatz zu nutzen. Häufig fragten ausländische Gäste, vor allem amerikanische und asiatische Kunden, nach einem Golfplatz.
Die Tierversuchsgegner Hochrhein, Gemeinschaft für Tierrechte, nehmen die Gersbacher Fleischdirektvermarktung ins Visier und meinen, es gebe eine Reihe »schwarzer Schafe«, die im Winter ihre Kälber, obwohl gesetzlich verboten, im Stall anbinden. Der 2. Vorsitzende der Fleischdirektvermarktung, Willi Greiner, begründet dies mit der Größe der Betriebe und damit, dass die Betriebsinhaber schon sehr alt sind und Umbauten von kleinen Ställen mit zwei bis vier Tieren nicht mehr möglich sind.
»Fahrnau hat seine Dorfmitte wieder gefunden«, meint das MT und berichtet über die Einweihung der St. Agathen-Kirche. Walter Flößer, Initiator und unermüdlicher Trommler, so Bürgermeister Fleck, sowie Architekt Rolf Nabbefeld, wurden bei der Einweihungsfeier für ihr Engagement hochgelobt. Etwa 100 Gäste sind zur Feierstunde, die von der Musikschule Steinen-Schopfheim musikalisch umrahmt wurde, gekommen. Pfr. Andreas Ströble meinte, St. Agathe könne sich sehen lassen. Vor drei Jahren habe das ehemalige Gotteshaus noch einer Rumpelkammer geglichen. Aber ohne Engagement, den Erfolg der Sammlungsaktion durch Walter Flößer und die Initiativen bei Dorffesten wäre die Renovierung nicht möglich gewesen, so Bürgermeister Fleck.
Unter dem Motto »Kreispolitik auf dem Marktplatz« stellen sich Kreispolitiker zusammen mit dem Landrat während des Wochenmarktes der Öffentlichkeit vor. Nach zwei Stunden reger Diskussionen zog Landrat Rübsamen eine positive Bilanz der Veranstaltung und kündigte für das Frühjahr eine Fortsetzung der Marktgespräche an.
Der 3. Flohmarkt in diesem Jahr wurde bei herrlichem Herbstwetter ein großer Erfolg.
Bis zum 04. Oktober weilen 20 Gemeindemitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Kleinmachnow in Schopfheim.
02. Oktober 2000
Die SPD zeigt sich in ihrem Vorstand ausnahmslos zufrieden mit der jüngsten Entwicklung der VerkehrsEntlastung in der Innenstadt.
Der 8. »Theatermonat für junge Leute« hat mit dem Familien-Musical »Die kleine Meerjungfrau« von der Musikbühne Mannheim seinen Auftakt genommen. Insgesamt folgen fünf weitere Aufführungen, teils in der Stadthalle, teils im Museumskeller.
03. Oktober 2000
In St. Agathe fand zum 10. Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung eine ökumenische Andacht statt. Unter den 100 Gästen weilte auch eine Delegation aus Kleinmachnow. Pfr. Dr. Hoffmann meinte zum Streit über den Hauptverdienst der Einheit, dass dieser nicht nur kleinlich, sondern peinlich sei.
Am »Tag der deutschen Einheit« hat der Kulturring das Sorbische National-Ensemble aus Bautzen zur Eröffnung der Saison 2000/2001 eingeladen. Mit einer, wie es in der Presse heißt, »sagenhaften Mischung aus Oper und Tanz« (Das Jahr der Könige) gelang dem Kulturring ein wunderbarer Saison-Auftakt.
04. Oktober 2000
Die Konfirmanden der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde beschäftigen sich in diesem Jahr mit einem sozialen Projekt: Sie unterstützen die Brillensammlung von Henny Timmermann. Dieser Tage trugen sie zusammen mit Pfr. Kunick Kisten voller gebrauchter Brillen ins Kloster Hirsingue/Elsass.
Nach zweimonatiger Pause ist im Rathaussaal in Raitbach das gewohnte »Plauderstündli« der Senioren.
Im Rahmen der Serie »Glaubensgemeinschaften« stellt die BZ heute die Zeugen Jehovas vor.
»Wir haben keine Haushaltssperre«, meint Bürgermeister Klaus Fleck und will damit verdeutlichen, dass das laufende Haushaltsjahr nicht herhalten muss, um das Millionenloch von 2001 aufzufangen.
06. Oktober 2000
Lob erntet die Bundesregierung vom SPD-Ortsverein. Die Regierung müsse an der Öko-Steuer festhalten, sie habe gut daran getan, mit der Entfernungspauschale für Pendler einen Ausgleich zu den Belastungen durch hohe Benzinpreise zu schaffen.
Der Arbeitsmarkt hat sich im Landkreis Lörrach wie auch auf Landesebene verbessert. Insgesamt suchen derzeit 11.092 arbeitslose Männer und Frauen eine Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote sank von 6,6 auf 6,4 %.
Die Endress + Hauser-Gruppe tritt der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft »Erinnerung, Zukunft und Verantwortung« bei. Das Geld wird – den Zielen der Stiftung entsprechend – ehemaligen Zwangsarbeitern des NS-Regimes zugute kommen.
Die vhs hat einen brillanten Auftakt ihrer Konzertreihe in der Kirche St. Agathe. Silke Marchfeld und Andreas Wälde eröffnen mit einem Konzert die neue Reihe. Der ehemalige Kirchenraum war bis auf den letzten Platz besetzt.
07. Oktober 2000
Das Oratorium »Paulus« von Mendelssohn wird in der evangelischen Stadtkirche von der Kantorei Schopfheim zusammen mit dem »Theater auf der Au« aufgeführt. Mit dieser fast dreistündigen Aufführung setzte Martin Winkler die Konzerttradition fort und gestaltete einen besonderen Jubiläumsbeitrag.
Die Bebauung für den Einzelhandel kann sich nun doch nach Westen erweitern. Die Stadtverwaltung empfiehlt überraschend eine Lockerung des bisherigen Verbotes im Gewerbegebiet westlich des Hieber-Marktes. Auslöser für dieses Umdenken ist der Antrag zur Umnutzung des ehemaligen Möbelmarktes auf der »Gänsmatt« zu einem Textilmarkt mit 740 qm Verkaufsfläche. Zum neuen Denken meint Bernd Benz von der Bauverwaltung, man wolle den bisher gültigen strikten Ausschluss von Einzelhandel entlang der Hauptstraße im Interesse der Innenstadt lockern. In Absprache mit der IHK wird es allerdings Auflagen geben, sodass nur Waren, die nicht zentrumsrelevant sind, verkauft werden dürfen.
Seit 25 Jahren ist Jutta Greiner im Schuhhaus Eiche beschäftigt.
Beim Grümpel-Schießen der Fahrnauer Sportschützen beteiligen sich in diesem Jahr 16 Herrenmannschaften und sechs Damenmannschaften. In der Damenklasse schnitten die Dreistern-Damen am besten ab, bei den Herren ebenfalls die Mannschaft des Dreisternwerkes. Den Preis für den besten Schuss auf die Ehrenscheibe sicherte sich Peter Strauß.
Der katholische Pfarrgemeinderat äußert sich über die jüngste Glaubenserklärung des Vatikans, welche die Einzigartigkeit der katholischen Kirche betont. »Wir haben zwar nicht herausgefunden, welches das genaue Ziel und Motiv der Erklärung ist, Kommunikation ist aber, was ankommt«, so Michael Loebbert, Mitglied des Pfarrgemeinderatsvorstandes. Der Pfarrgemeinderat stellt fest, dass die Erklärung »Dominus Jesus« zu einer Störung des ökumenischen Miteinander geführt hat. Pfr. Felix Baumann berichtet von der Erleichterung des evangelischen Pfarrers Dr. Hoffmann über die Stellungnahme des Dekanatsrates, die auch die evangelische Kirche ausdrücklich als gleichwertige Partnerin anerkennt.
Gegner und Befürworter der Änderung des Flächennutzungsplanes Schweigmatt tauschen erstmals Argumente direkt und gegeneinander aus. Neben sachlichen Argumenten gab es auch emotionale Regungen. Im Wesentlichen sind die unterschiedlichen Meinungen zwischen Alteingesessenen und Neubürgern festzustellen.
08. Oktober 2000
Der »Tag der offenen Tür« in der Kirche St. Agathe wurde nach der Restaurierung von vielen Menschen rege genutzt.
35 Motorflug-Begeisterte nahmen am Herbstfest der Modellfluggruppe Schopfheim auf dem Fluggelände an der Dossenbacher Straße teil.
Herbst-Hundeprüfung beim Hundesportverein in Fahrnau auf dem Gelände an der Wiese. Die Besten dieser Prüfung waren Jürgen Hein, Patrick Zeiler und Klaus Ziegler mit ihren Schäferhunden.
09. Oktober 2000
Heftig war die Diskussion um die Verkehrsberuhigung in der Hauptstraße. Schließlich beschloss der Gemeinderat, dass das Teilstück zwischen der Scheffelstraße und der Wallstraße in der Hauptstraße für den Verkehr gesperrt wird. Es wird eine allgemeine Verkehrssperrung geben. Der Rat sprach sich gegen eine Beschilderung als Fußgängerzone aus. Die Veränderung wird dann eingerichtet, wenn die Bahnhofstraße als Umfahrung genutzt werden kann. Die Einrichtung wird noch während der Baustellenphase erfolgen. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig.
Den Bebauungsplan »Kleine und Obere Schleife« hat der Gemeinderat ebenfalls geändert. Nunmehr sind Einzelhandelsnutzungen mit nicht-zentrumsrelevanten Sortimenten möglich.
Einer Neumöblierung des Rathaussaales entsprach der Gemeinderat nicht. Bei der derzeit schlechten Finanzlage sollte das Vorhaben aufgeschoben werden. Der Bürgermeister sagte, dass er gleichwohl die neue Beleuchtung und neue Vorhänge in eigener Zuständigkeit beschaffen werde.
»Der Haushalt 2000 kann planmäßig erfüllt werden«, verkündet Bürgermeister Fleck im Gemeinderat. Voraussetzung ist allerdings, dass die erhofften Gewerbesteuer-Mehreinnahmen mit DM 900.000,- zum Ausgleich des entstandenen Defizits von DM 1,3 Mio. (durch Hochwasser, Sturm und Stadtjubiläum) tatsächlich zur Verfügung stehen. Für 2001 erwartet die Stadt eine Finanzlücke von DM 1,5 Mio. »Hier müssen noch einige Anstrengungen unternommen werden«, so der Bürgermeister. Eventuell werde man auch eine gewisse Unterdeckung des Haushaltes in Kauf nehmen.
Im Gemeinderat wird die Schlussabrechnung für die Gersbacher Halle mit DM 2,385 Mio. vorgelegt. Der ursprüngliche Ansatz lag bei DM 2,4 Mio.
10. Oktober 2000
Schüler der 3. Klasse der Waldorfschule haben im Garten hinter dem Haus Columban ein Lehmhaus für den Waldorfkindergarten errichtet.
11. Oktober 2000
Showtime auf dem Laufsteg: Gut besucht ist die Herbst-Modeschau in der Schopfheimer Stadthalle, die wie seit vielen Jahren vom Schopfheimer Einzelhandel organisiert wird.
Zu einem brutalen Überfall kommt es in der Bahnhofstraße. Zwei 18-jährige Frauen wurden gegen 22 Uhr von Männern angegriffen, die versuchten, ihnen die Handtaschen zu entreißen. Die Täter legten große Brutalität an den Tag. Da sich die Frauen vehement wehrten, ließen sie schließlich von ihnen ab und suchten das Weite. Die Polizei fahndet.
12. Oktober 2000
In größerem Stil ist anfangs September die Konstanzer Firma arriva briefe und service angetreten, den Briefmarkt für private Briefsendungen im Landkreis Lörrach neu zu ordnen. Die Zusammenarbeit dieses Unternehmens geschieht auch mit dem in Schopfheim bereits tätigen André Schmidt.
Eher im Verborgenen hat seit sechs Jahren die Hospiz-Gruppe Schopfheim gewirkt. Die acht engagierten Frauen wollen dies nun ändern. Der bisher im losen Verband wirkende Aktionskreis konnte nun das Diakonische Werk als Träger und Partner gewinnen. Der Gang an die Öffentlichkeit soll getan werden, um bekannter zu werden. Die Gruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, schwerkranke und sterbende Menschen zu begleiten.
Die Stadt will die Hundesteuersatzung ändern und für Kampfhunde DM 900,- im Jahr erheben.
13. Oktober 2000
Die Courage-Frauen beteiligen sich heute am Aktionstag zum Weltfrauenmarsch 2000 in Basel.
Pünktlich um 24 Uhr öffnet die Buchhandlung Uehlin ihre Tore, um den Fans das neue »Harry Potter«-Buch zu verkaufen. In der ganzen Republik gibt es einen Ansturm auf diese neue Publikation.
14. Oktober 2000
Eine private Kurzzeit-Pflegeeinrichtung in Schopfheim wurde vom Landratsamt geschlossen. Die Behörde verhängte diese Maßnahme wegen erheblicher Mängel. Das Verwaltungsgericht Freiburg hat nun den angeordneten Sofortvollzug bestätigt.
Eine größere Investition steht auf der Wiesentalbahn zwischen Maulburg und Schopfheim bevor. Die Deutsche Bahn investiert DM 3 Mio. in die Erneuerung der Gleise auf einer Strecke von rund 2.200 m. Diese wird in der Zeit vom 31.10. bis 6.11. erfolgen. Die Strecke bleibt in dieser Zeit für den Zugverkehr gesperrt. Die Beförderung erfolgt mit Bussen.
Die Turnerschaft Langenau feiert in der Halle das diesjährige Herbstfest. Viele Mitglieder und Freunde des Vereins kommen zum Familienabend.
15. Oktober 2000
Das Lokal-Derby gegen den Fußballverein Fahrnau gewinnt der SV Schopfheim mit 4:1 Toren.
Gleich über zwei Tage feierte der Gesangverein in Raitbach sein Herbstfest. Am Samstagabend durfte der Verein zahlreiche Gäste in der herbstlich geschmückten Halle begrüßen. Der Abend stand unter dem Motto »Südländische Lieder«. Zu Gast war der Jodlerclub aus Olten/Schweiz.
150 Personen kommen auf Einladung des Geschichtsvereins Markgräflerland nach Schopfheim. In der Stadthalle wird bei der Herbsttagung nach dem Empfang von Prof. Walter Glatt ein Vortrag, der die Entwicklung Schopfheims zwischen 1945 und 1978 aufzeigt, gehalten. Schmunzeln erzeugte dabei Glatts Feststellung »Bürokraten überstehen viele Systeme«. Erinnert wird in dieser Feierstunde an den früheren Stadtpfarrer und Mitinitiator des 1913 gegründeten Geschichtsvereins, Rudolf Faißt.
Mit einer eindrucksvollen »Kaspar-Hauser«-Aufführung in der Alten Kirche St. Michael macht sich die Michaelsgemeinschaft selbst das schönste Geschenk zum 25-jährigen Bestehen. Doch bevor die Zuhörer in der fast voll besetzten Kirche mit der Geschichte Kaspar Hausers vertraut gemacht wurden, lobte Bürgermeister Klaus Fleck die gegenwärtige Gemeinschaftsarbeit.
16. Oktober 2000
Vor einigen Tagen wurde eine Ausstellung über die Geschichte des Hohe-Möhr-Turms in der Sparkasse eröffnet. Mit von der Partie war natürlich als Organisator – wie schon sehr oft – Clemens Fabrizio. Aber auch Rolf Müller und Bruno Aucktor zeigten ihre Raritäten.
Der Hauptausschuss beschäftigt sich in einigen Tagesordnungspunkten mit den Kindergärten. So werden die Beiträge statt bisher für zwölf künftig nur noch für elf Monate erhoben. Der Gesamtjahresbeitrag bleibt sich aber gleich. Die Stadt sah sich zu diesem Schritt gezwungen, weil viele Eltern die Plätze schon vor dem 30. Juni kündigten und so die Ferienmonate sparen wollten.
Beim Kindergarten am Hintermattweg wird ab Januar 2001 eine integrative Gruppe eingerichtet, d. h. der Kindergarten nimmt behinderte Kinder auf. Gleichzeitig wird deutlich, dass ab dem Jahr 2003/2004 eine Ganztagsgruppe eingerichtet werden kann, denn dann liegt der Bedarf an Kindergartenplätzen erstmals weit unter dem Angebot.
In der gleichen Sitzung lehnt der Gemeinderat die beantragte Höhe des Zuschusses für Kinder im Waldorf-Kindergarten ab. Gleichwohl werden die laufenden Zuschüsse aber um über 30 % erhöht.
Vor der Sitzung besichtigt der Hauptausschuss den Kindergarten am Marktplatz und erfährt dabei, dass dort derzeit Kinder aus neun Nationen unter einem Dach sind.
Bei der Jahreshauptversammlung der F.D.P. wurde ohne Gegenstimme der Vorsitzende, Peter Neumann, erneut bestätigt. Dabei bezeichnete er rückblickend auf die Arbeit der letzten beiden Jahre die Bundestagswahl 1998 als ausreichend, eher bescheiden jedoch das Resultat der Kommunalwahlen.
17. Oktober 2000
Der vom Land Baden-Württemberg geplanten Verkürzung der Sperrzeit stehen die Schopfheimer Gastronomen positiv gegenüber. Alfred Schmidt, Vorsitzender des Wirtevereins, meint: »Es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung«.
Die TSG gründet eine Aikido-Abteilung.
Rund 100 Mitarbeiter legen bei der Firma Arlington spontan die Arbeit nieder, um vor den Werkstoren zu demonstrieren. Die Langenauer fürchten um ihren Arbeitsplatz. Sorge bereitet den Arbeitnehmern die Frage: »Wird der Standort Langenau aufgegeben?«. Die Aufsichtsratsvorsitzende, Evelyne Röttel, meint: »Von offizieller Seite wissen wir nichts, doch was inoffiziell durchgesickert ist, wurde auch nicht dementiert«. Gegen Mittag erklärt das Pressebüro München auf BZ-Anfrage, dass der Strumpf-Konzern wegen der Marke Burlington am Standort Schopfheim festhalte. Es wird keine Stilllegung des Werkes in Langenau geben.
Der Arbeitskreis »Frieden wahren« trifft sich, um über Brandanschläge auf Synagogen, Bombenattentate auf jüdische Passanten, Gewaltexzesse gegen Ausländer zu sprechen. »Sollen wir aufstehen und ein Zeichen setzen, oder besteht kein Bedarf?« lautet die Frage. Der Streetworker Willi Grimm meinte: »Die Jugendlichen in Schopfheim wollen keine Rechten hier haben«. Auch der stellvertretende Leiter des Polizeireviers meinte: »In Schopfheim gibt es bisher keine rechtsextremen Ansätze«. Der Arbeitskreis will bis zum 08. November nachdenken, ob in Schopfheim Signale angezeigt sind mit der Botschaft »Wir sind wach«.
Bei der Bürgeranhörung zum Freizeitgelände »Oberfeld« wird deutlich, dass die Anwohner befürchten, mehr Lärm und Verkehr zu bekommen. 52 Bürger nutzen die Gelegenheit, um ihre Meinung zum Neubau der Tennishalle, einer Skater-Anlage, eines Boule-Spielfeldes und eines Bolzplatzes zu bekunden.
19. Oktober 2000
Auf der Wirtschaftsseite der Tageszeitungen ist heute zu lesen, dass laut Finanzvorstand der Kunert AG noch unklar ist, ob der Standort Schopfheim neben andern Standorten der Kunert-Gruppe bestehen bleibt. Nachdem bei Arlington in Langenau vor wenigen Tagen noch demonstriert wurde und positive Nachricht kam, wird nun deutlich, dass ein Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich kommen wird, heißt es jedenfalls.
Jochen Greven ist literarischer Gast in der Stadtbibliothek. Er liest aus seinem Buch »Ein Lächeln für Morgen, Orte und Zeiten«, das sich mit dem Lebenswerk Klaus Nonnemanns beschäftigt. Nonnemanns Lebensgefährtin, Brigitte Schrap, war bei der Lesung in der Stadtbibliothek anwesend.
20. Oktober 2000
Fünf junge Leute sammeln am Samstag in der Stadt Unterschriften zur Erhaltung der Kastanien-Allee in der Bahnhofstraße. Die fünf Initiatoren Nadine Seid, Andreas Ernst, Mario Scheer, Thomas Sedelmaier und Lukas Gudmundsson meinen, fälle man die Kastanien, so säge man am Ast, auf dem ein bedeutender Teil des Schopfheimer Stadtbildes sitze.
Im Mütterzentrum treffen sich erstmals Frauen im internationalen Frauen-Café.
Die SPD unterstützt Aktionen gegen den Fluglärm und weist dabei auf die Bedeutung des Tourismus in Gersbach hin.
Der Bundesgrenzschutz hat die Jugendlichen, die im Bahnhofbereich Fahrnau mit Farbschmierereien auf sich aufmerksam gemacht hatten, ausfindig gemacht und gefasst.
Beim jährlichen Treffen der Gemeinderäte der Verwaltungsgemeinschaft erhielt die Stadt von den Gemeinden im Jubiläumsjahr einen Gutschein über DM 1.000,- zugunsten der Deutschlehrer-Stelle in Dikome.
Zum Thema »Verkehrsberuhigung« spricht Dr. Horst Reichert, Dozent für Städtebau an der Universität Stuttgart, bei der Schopfheimer Verkehrswacht. Dem Handel stellte Reichert eine eher optimistische Prognose. Wenn das Ambiente stimme, passiere vieles, was man sich im Moment nicht vorstellen könne. Erfahrungen zeigten, dass die Gewerbetreibenden im Vorfeld immer Bedenken hätten, obwohl sie im Nachhinein die Nutznießer seien. Der Bürgermeister lehnte allerdings eine große Fußgängerzone ab. Eine Innenstadt müsse viel mehr Attraktionen bieten, die das Bummeln zum Erlebnis machen, dann seien die Kunden bereit, für die Qualität einer Fußgängerzone ihr Auto stehen zu lassen, so der Referent des Abends.
21. Oktober 2000
Die Beschäftigten von Arlington rechnen in der Zwischenzeit mit dem Schlimmsten. Wenn das Konzept der Konzernleitung so durchgehe, sei der Standort Langenau weg, befürchtet der Betriebsrat.
Vor einigen Tagen hat die vhs zu einem Tanzfest in die Hülschenmatthalle eingeladen. Die seit dem Mittelalter-Fest sich formierte Live-Musik »Gradhytt« und fünf weitere Formationen sorgten für den Erfolg der Veranstaltung.
Dass Gospel-, Pop- und Akkordeon-Musik zusammenpassen kann, zeigte das Herbstkonzert des Harmonika-Orchesters Schopfheim zusammen mit dem Gospelchor »Resonance of Life« in vollbesetzter Stadthalle.
Angeregte Gespräche und Informationen gab es bei der Immobilien-Ausstellung in der Deutschen Bank 24.
Ein bunter musikalischer Abend bot sich den zahlreichen Zuhörern beim Herbstkonzert des Gesangvereins Wiechs in der Festhalle.
22. Oktober 2000
In der CDU/FWV-Fraktion wird kontrovers darüber diskutiert, ob die Kampfhundesteuer in der vorgesehenen Höhe erhoben werden soll.
23. Oktober 2000
Der Gemeinderat beschließt die Erhöhung der Hundesteuer für Kampfhunde. Diese gilt für vier Kampfhunde, die bis dato in Schopfheim gemeldet sind. Mit den nun festgelegten DM 900,- ist das Sechsfache der normalen Hundesteuer festgesetzt. Einzig Dr. Ottmar Nübling von den Unabhängigen vermisst eine ähnlich große Betroffenheit, wenn Kinder dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Weil die normale Hundesteuer ihren ursprünglichen Zweck, die Verringerung der Hundezahl zu erreichen, nicht erfüllt habe, werde man wohl auch von der Kampfhundesteuer nicht die erhoffte Wirkung haben.
Jüngste Verkehrszählungen in der Kürnberger Straße lassen nun jene, die einen Fußgänger-Überweg wollen, hoffen. Die gezählten Fußgänger, aber auch die gezählten LKWs sprechen für eine Einrichtung.
24. Oktober 2000
»Wir werden in jedem Jahr mehr«, freut sich die Vorsitzende des Mütterzentrums, Karin Bischet-Schwendel, bei der Jahreshauptversammlung. Im Tätigkeitsbericht ging sie auf Neuheiten wie beispielsweise den Alleinerziehenden-Treff, auf die zunehmende Beliebtheit des Second Hand-Ladens, auf eine Gymnastikstunde am Vormittag mit gleichzeitiger Kinderbetreuung und auch auf das internationale Frauen-Café ein. Nicht von Erfolg gekrönt war die Schaffung einer AB-Stelle, die vom Arbeitsamt so gut wie zugesagt worden war, so Karin Bischet-Schwendel. Weiterhin besteht die Hoffnung, dass sich die Stadt finanziell beteiligt. En bloc wurde das Vorstandsteam um Karin Bischet-Schwendel wiedergewählt.
Ein dreister Diebstahl in einem Autohaus in Gündenhausen. Ein Geländewagen Marke BMW und ein PKW, beide im Gesamtwert von DM 150.000,-, wurden entwendet.
25. Oktober 2000
Die BZ berichtet heute darüber, dass bei der Stadt seit Wochen Anfragen von ehemaligen Zwangsarbeitern eingehen, die eine Bescheinigung benötigen, um Entschädigungsansprüche geltend machen zu können. Beigeordneter Hirschner bestätigt der Zeitung gegenüber, dass dem DGB auf der Suche nach Firmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt hatten, der Zugang zum Stadtarchiv verweigert worden ist. Er begründet dies damit, dass man keinen Betrieb an den Pranger stellen wolle. Vom DGB wurde beklagt, dass nur Schopfheim keinen Zugang zum Archiv gewährt hat. Für das Verhalten der Stadt habe sich eine Firma inzwischen ausdrücklich bedankt und werde von sich aus tätig werden, teilt Ruthard Hirschner der Zeitung mit.
26. Oktober 2000
Auf den Wirtschaftsseiten der Zeitungen macht Schopfheim erneut Schlagzeilen. Dabei heißt es: »Kunert schließt Standort, Schopfheim bleibt erhalten«. Der Kunert-Sprecher meint, der Standort Schopfheim solle auf jeden Fall erhalten bleiben, allerdings seien auch dort starke Kürzungen geplant. Spekulationen, wonach nur noch 15 der derzeit 160 Arbeitsplätze bestehen bleiben sollen, wies er aber zurück. »So drastisch wird es nicht sein«.
Das Amtsgericht hat für den Gewerbepark Höfen eine Zwangsverwaltung eingesetzt.
Der Gewerbeverein will als Hauptgewinn bei der diesjährigen Weihnachtsaktion einen Mini-Cooper auslosen.
Die SPD fordert im »Lus« ein Parkverbot für Lastwagen.
Viel Freude herrscht in der Ortschaftsratssitzung in Enkenstein. Ortsvorsteher Rainer Strittmatter bedankt sich bei Hans Cremans, der am Gresger Weg eine Ruhebank gestiftet hat.
DM 1,8 Mio. hat die Volksbank für den Umbau und die Renovierung ihres Hauses investiert. Der Abschluss der Arbeiten wurde im Beisein der Direktoren Edwin Baur und Wilfried Maus sowie des Architekten Harald Klemm gefeiert.
27. Oktober 2000
Der Erhalt der Kastanien-Allee in der Bahnhofstraße würde, so Bürgermeister Fleck, DM 110.000,- Mehrkosten verursachen. Klar wurde aber auch, dass für dieses Geld nicht alle Bäume erhalten werden können. Bedenken habe man bei den Kastanien auf der Nordseite. Die Verwaltung bevorzugt ohnehin die Lösung, komplett neue Bäume zu pflanzen - wie der Bürgermeister sagt - mit einem ordentlichen Stammumfang von rund 40 cm.
Im Gersbacher Ortschaftsrat wird befürwortet, für das ganze Dorf Tempo 30 zu beantragen. Sehr gut angenommen worden ist die neue Halle. In diesem Jahr erfolgte bereits 37mal eine Vermietung.
Die Sanierung der undichten »Pflug«-Tiefgarage soll im November beginnen, ist heute in der BZ zu lesen.
Eine Ortschaftsratssitzung in Kürnberg scheint in die Geschichte des Dorfes einzugehen. Zum Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« meinte eine Bürgerin vorwurfsvoll: »Mir bruache kei Wettbewerb. Unser Dorf isch au so schön«. Sie machte kein Hehl daraus, dass es Ratsherren und Kommissionsmitglieder nichts angehe, ob Mitbürger auf ihrem eigenen Grund und Boden Ordnung halten oder nicht. Sie wolle künftig vom Ortsvorsteher nicht mehr mit Werbebriefen belästigt werden. Der Bericht der Kommission, so Ortsvorsteher Siegfried Schmidt, sei in einer Form verfasst, in der man ihn in keinem Fall veröffentlichen könne, ohne private Sphären einzelner Hausbesitzer zu verletzen. Kürnberg hat von 100 möglichen Punkten mit 68 Punkten besser abgeschnitten als erwartet.
28. Oktober 2000
Ein gelungenes Herbstkonzert des Gesangvereins Gersbach erfreut die Zuhörer, die einen stimmgewaltigen Höhepunkt am Schluss des Konzerts mit einem Gemeinschaftschor der Sängerinnen und Sänger aus Gersbach, Kürnberg und Bürchau sogar mit Zugabe-Rufen bedachten.
Die Firma Demag Wittig tritt dem Entschädigungs-Fonds für ehemalige Zwangsarbeiter bei. Dies erklärte der Geschäftsführer, Peter Köllensberger, gegenüber dem MT. Die Firma Gardner Denver Wittig will ein Promille des letztjährigen Gesamtumsatzes in den Entschädigungs-Fonds einzahlen. Das Unternehmen schätzt vor allem die detaillierten Unterlagen aus dem Rathaus, seien diese doch bei den Nachforschungen sehr hilfreich gewesen. Die Firma hält das restriktive Verhalten der Stadt für korrekt.
Bei der Firma Dreistern werden 33 Arbeitsjubilare für langjährige Zugehörigkeit zum Unternehmen geehrt. 40 Jahre gehört Anton Hoffmann der Firma an. Die übrigen Geehrten sind der Firma 35, 25, 20 und 10 Jahre treu.
Ortsvorsteher Ino Hodapp will in Wiechs eine Interessengruppe finden, die heimische, aber verdrängte Tiere züchten will. Zum Beispiel könnte man das nur noch ganz seltene und bedrohte Bayrische Bergschaf auf dem Dinkelberg halten.
Der evangelische Frauenkreis Wiechs sparte in den letzten Monaten DM 6.000,- zusammen, um für die Küche des Gemeindehauses eine Industrie-Spülmaschine anzuschaffen.
29. Oktober 2000
Die Foto-Freunde zeigen in der Kulturfabrik wunderschöne Fotos des mittelalterlichen Lagers vom Juni dieses Jahres.
30. Oktober 2000
Beim jüngsten Familienabend des Schwarzwaldvereins konnten langjährige Mitglieder geehrt werden. Das Ehrenzeichen in Gold für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Ewald Graf, Lina Keller, Pfr. i.R. Karl Winter, Fred Brüderlin, Hedwig Jutzler und Ernst Maier.
Die CDU unterhielt sich in der vergangenen Woche mit dem Streetworker der Stadt, wobei großes Interesse an der Arbeit durch den Vorstand der CDU erkennbar wurde.
31. Oktober 2000
Kurz vor Allerheiligen berichtet das MT über die Erfahrungen der beiden Schopfheimer Bestattungsunternehmen. Immer mehr Verstorbene ruhen im Stillen Gräberfeld. Die Angehörigen sparen sich dadurch Kosten und Arbeit der Grabpflege. Außerdem, so vermuten die Bestatter, werden bis zu 50% der Verstorbenen feuerbestattet.
Der geplante Umbau zum sog. Service-Store im Bahnhof verzögert sich. Bahnhofsmanager Klindt meint: »Im nächsten Jahr kommt der Service-Store aber ganz bestimmt«.
Fast drei Stunden lang dauerte die Betriebsversammlung der 157-köpfigen Belegschaft der Firma Arlington Socks. Anschließend gingen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschüttert nach Hause. Das 3. Deutsche Fernsehen berichtet am Abend in den Nachrichten über die Demonstration der Mitarbeiter im Ortsteil Langenau. Finanzvorstand Hubert Nopper hat ein Gutachten vorgestellt, wonach der Export-Abteilung Langenau 15 Personen verbleiben. Als Alternative bietet Geschäftsführer Gerhard Mollenkopf ein Konzept an, neben dem Export auch noch andere Betriebsteile und die Produktentwicklung mit rund 50 bis 60 Mitarbeitern in Schopfheim zu belassen. Dieses Modell hielt auch Nopper für verwirklichbar. Durch die Medien ging deutlich hervor, dass bestenfalls ein Drittel im Langenauer Betrieb verbleiben kann.
02. November 2000
Neun Bewohner des Wohngebietes »Rebacker-Rütteberg« wollen mehr Sicherheit für die Kinder und fordern Tempo 20 statt Tempo 30.
03. November 2000
Vor einigen Tagen traf sich der SPD-Landtagskandidat Rainer Stickelberger mit Bürgermeister Klaus Fleck, um sich über Schopfheim zu informieren. Der Name Schopfheim hat für den Kandidaten einen guten Klang. Aufgrund der prosperierenden Wirtschaft sprach er von »Schopfheim-Valley«. Eine progressive Wirtschaftspolitik müsse aber auch mit einer schlüssigen Strukturpolitik verbunden sein, wozu auch der Kultur-Sektor zähle, so Stickelberger. Zu den Schulerweiterungs-Projekten meinte der SPD-Kandidat: »Das Land muss hierbei der Stadt Schopfheim finanziell tatkräftig unter die Arme greifen«.
Die Firma EKATO, die 1944 kriegsbedingt nach Schopfheim umgesiedelt wurde, will der Stiftung zur Zwangsarbeiterentschädigung ebenfalls beitreten.
Die ppe hat große Pläne: Für einen dreistelligen Millionenbetrag soll der Standort Schopfheim erweitert werden. Gleichzeitig wird ein massiver Zuwachs an Arbeitskräften angekündigt. Geschäftsführer Siegfried Schlag stellte den Beschäftigten in der Stadthalle das Projekt »ppe 2003« vor.
Reinhold Fetschers »Zähne(f)letschereien« werden in der seit Monaten ausverkauften Hülschenmatthalle aufgeführt.
04. November 2000
Wie die BZ heute mitteilt, haben Grundstücksbesitzer in der »Kleinen und Oberen Schleife« ein Normen-Kontrollverfahren beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim in Gang gesetzt. Beigeordneter Hirschner bestätigt dies und meint, dass noch im November mit einem Urteil zu rechnen sei.
In der Presse wird ein neues Museum vorgestellt. Klaus Max Trefzer hat über lange Jahre hinweg Linotype-Setzmaschinen gesammelt und diese nun in einer musealen Sammlung zusammengetragen. Im Hanf-Union-Gebäude wird dieses neue Museum am 10. November eröffnet werden.
Der Skiclub Fahrnau hat mit Hans-Werner Weiß und Stefan Schwörer zwei lizenzierte Inline-Instruktoren.
Zum ersten Mal bot sich dieser Tage die Gelegenheit, dass Mitarbeiter von ppe Schopfheim und Pulversheim unter einem Dach zusammenkamen.
Kurzweil war angesagt beim Familienabend der TSG in der Stadthalle. Der Abend stand unter dem Motto »Olympische Spiele« und überzeugte voll und ganz. Vorsitzender Gerhard Doll sprach von einem Erfolg, insbesondere für die Mühen der Gruppen und die Dekoration der Halle. Beim Familienabend der TSG wurden auch treue Mitglieder geehrt. Zu Ehrenmitgliedern wurden Gertrud Kröger, Günther Hellwig, Hermann Hauser, Dorle Mutter und Werner Sprich ernannt.
Der Alemannische Sängerbund hält die Herbst-Hauptversammlung in der Bergkopfhalle in Gersbach ab.
05. November 2000
Ganz Alltägliches und Außergewöhnliches gibt es im katholischen Gemeindehaus während zweier Tage zu besichtigen. Die Kolpingsfamilie veranstaltet ihre erste Hobby-Ausstellung, die vielfache Beachtung findet.
Der Landesjugendchor Baden-Württemberg und das Minsk Orchestra gastieren unter der Leitung von Wilhelm Keitel in der Stadthalle. Aufgeführt wird ein seltenes Werk: Messa di Gloria von Gioacchino Rossini. Für den Chor, das Orchester und die Solisten gab es langanhaltenden Applaus. Das Ensemble schloss damit die Einladungsserie des Kulturrings im Jubiläumsjahr ab.
Im Museumskeller stellen sich Lehrer der Musikschule konzertant vor. Harry de Ville spielt zusammen mit Markus Bauer Gitarre, während Gigi Gomeira-Ullrich den Abend gesanglich gestaltet.
06. November 2000
Mit dem Ballettmärchen »Die verschwundene Elster« gastiert das Sorbische National-Ensemble in der Stadthalle. Das getanzte Märchen wird von 550 Kindern besucht. Es ist gleichzeitig die Abschlussveranstaltung eines überaus erfolgreichen »Theatermonats für junge Leute«.
07. November 2000
Die Schmerzhilfe Südbaden mit ihrem Sitz in Schopfheim feiert in diesem Jahr das 10-jährige Jubiläum. Initiator und Vorsitzender bis heute ist der Schopfheimer Anästhesist Dr. Winfried Faust.
Bruno Haas, Maler, der nun von Langenau nach Lörrach verzogen ist, stellt in der Sparkasse aus.
Für die Kirche St. Agathe in Fahrnau soll ein Trägerverein gegründet werden, bestätigt Bürgermeister Fleck auf Anfrage der BZ. Dabei erwähnt er auch, dass die Denkmalstiftung Baden-Württemberg für diese Kirche einen Zuschuss in Höhe von DM 45.000,- gewährt. Walter Flößer hatte den Antrag gestellt und wurde nun prompt bedient.
08. November 2000
Der Förderverein des Kreiskrankenhauses zeigt sich erfreut über den Baufortschritt. Das Haus wird derzeit renoviert und umgebaut. Inzwischen ist die erste Station fertiggestellt.
Mit nunmehr 6.244 gemeldeten Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von 6,3% ist die Situation immer noch angespannter als in andern Regionen des Landes. Dennoch fiel die Arbeitslosenquote um 1,7% gegenüber dem Vorjahr.
Mit dem Bau des seit vielen Jahren geplanten Wiese-Wasserkraftwerks in Fahrnau will das KWR am 08. Januar 2001 beginnen.
09. November 2000
»Wir haben uns Gehör verschafft«, sagt Kurt Härzschel, der der Schopfheimer Senioren-Union zum 10-jährigen Bestehen gratuliert. Eine Lobby für die Senioren sei aber nötiger denn je, insbesondere, wenn es um die Gesundheits- und Rentenreform gehe. CDU-Kreisvorsitzender Walter Brunner überreichte Elfriede Bruttel für ihre Leistungen als Vorsitzende die bronzene Ehrennadel der CDU.
Relativ gelassen sieht Bürgermeister Klaus Fleck dem Ausgang des Normen-Kontrollverfahrens für das Entwicklungsgebiet »Kleine und Obere Schleife« entgegen.
10. November 2000
Vor einigen Tagen zeigte der Kaninchenzuchtverein Fahrnau in einer Herbstschau, welch wertvolle Qualität bei den gezüchteten Langohren vorhanden ist.
Unter dem Motto »Kein Fremdenhass in unserer Stadt« verfolgt der Arbeitskreis »Den Frieden in der Stadt wahren« das Ziel, auch in Schopfheim ein Signal gegen die rechte Gewalt zu setzen. Beim jüngsten Treffen war die Gruppe sich einig darüber, die geplante Aktion auf eine breitere Basis zu stellen. Bürgermeister, Stadtverwaltung, Gemeinderat sollen ins Boot geholt werden. Ehrenfried Barnett, der die Abschiebepraxis anprangert, sprach gar von »staatlicher Ausländerfeindlichkeit«.
1.500 junge Menschen haben den »Theatermonat für junge Leute«, den der Kulturring zum achten Mal mit Hilfe der Sparkasse veranstaltet hatte, besucht. Kulturamtsleiter Strütt sprach von einem »traumhaften Ergebnis«, das beweise, dass junge Menschen das direkte Theatererleben suchen.
Im Beisein von 100 Personen kann Klaus Max Trefzer sein Linotype-Museum in einem ehemaligen Fabrikationssaal der Hanf-Union eröffnen. Bürgermeister Fleck meint bei der Eröffnung: »Klaus Max Trefzer könnte in der zweiten Jahreshälfte des Stadtjubiläums der Stadt kein schöneres Geschenk machen«.
»Grenzgänge der Seele«, eine Eurythmie-Veranstaltung, zieht sehr viele Zuschauer in die Stadthalle.
11. November 2000
»Der ‚Pflug‘ ist und bleibt das Sorgenkind der Stadtpolitik«, meint heute das MT. Allen Ankündigungen zum Trotz will es einfach nicht recht vorwärts gehen. Im Pflughof lassen demnächst wohl sogar mehrere Geschäftsinhaber die Rollläden runter. Von zwei Läden, die schließen werden, weiß das MT bereits. Bürgermeister Klaus Fleck meint zur interfraktionellen Projektgruppe »Pflughof«, man sei derzeit dabei, interessante Vorschläge auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen.
Die Stadtbibliothek erhält fünf PCs aus einer Aktion, die vom Bundeskanzler Schröder ins Leben gerufen wurde. Es werden damit fünf Internet-Arbeitsplätze einzurichten sein.
»Die Satzung für das Entwicklungsgebiet ‚Kleine und Obere Schleife‘«, so berichtet die BZ, »ist vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim im Normen-Kontrollverfahren für nichtig erklärt worden«. Zu den Konsequenzen meint der Bürgermeister, die angefochtene Satzung könne nach einer Korrektur von Verfahrens- und Abwägungsfehlern wohl rückwirkend wieder in Kraft gesetzt werden.
Die 12. Klasse der Waldorfschule setzt das Stück »König Ubu« in Szene.
»Michael vom Fuchsestei« ist seit heute an der Macht. Bei der Fasnachtsausgrabung wird Michael Krückels zum neuen Statthalter gekürt. Pünktlich um 19.11 Uhr böllerte die Hurlibaus-Kanone die närrische Zeit ein. Einer der Höhepunkte bei der Eröffnung war sicherlich der Tanz der »Enninger«, die mit ihrer neuen Maskengruppe »Dämone« unterstützt von Feuerwerk und Nebel der Ausgrabung ein schauerlich-unheimliches Stimmungsbild verpassten.
Auch die Fahrnauer Narren starten den Fasnachtsauftakt mit einem Bunten Abend in der Festhalle.
Auch die Wiechser Wibufa beginnt mit der närrischen Zeit mit einem Auftakt in der Halle.
12. November 2000
Bezirkskantor Martin Winkler stellt den Freunden der Kirchenmusik eine neue Orgel-CD, die an der Voit-Orgel aufgenommen wurde, vor.
13. November 2000
In einer gut besuchten öffentlichen Gemeinderatssitzung beschließt dieser nun, dass sämtliche Kastanien in der Bahnhofstraße abgeholzt und durch neue ersetzt werden. Etwa 50 Zuhörer waren bei der Sitzung. Es kam jedoch weder zu Demonstrationen noch zu sonstigen massiven Erhaltungsbekundungen. Die Unabhängigen und die GRÜNEN argumentierten vehement für den Erhalt der Kastanien.
Der Leiter der gewerblichen Schulen, Direktor Rauter, übergibt dem Bürgermeister zusammen mit der Malerklasse der Gewerbeschule während der öffentlichen Gemeinderatssitzung die Wappen der Stadt und ihrer Ortsteile. In einer länderübergreifenden Aktion wurden die Arbeiten durch die Malerklasse der Schule gefertigt.
Der Gemeinderat erhält den Entwurf des Haushaltsplanes 2001, der eine Deckungslücke von DM 1,5 Mio. aufweist.
Der Gemeinderat lehnt den Erlass einer Rechtsverordnung zum Sonntagsverkauf an Heiligabend ab. Ein Gartenbaubetrieb hat für dieses Jahr den Antrag gestellt. Zustimmung kam von der IHK und dem Gewerbeverein. Die Kirchen lehnten den Weihnachtsverkauf jedoch ab.
Unbekannte legen in der Nacht am neuen Busbahnhof Feuer.
In Gündenhausen schlägt eine Gruppe junger Männer eine Telefonzelle ein.
14. November 2000
Es kriselt erneut bei den Narren. In dieser Woche soll es eine Pressekonferenz geben, denn das Präsidium hat, so die Presse, den Rücktritt erklärt.
Fachbereichsleiter Klaus Strütt sitzt für eine Dreiviertelstunde an der Kasse des neueröffneten dm-Marktes an der Scheffelstraße. Die Einnahmen, die während dieser Zeit registriert werden, fließen dem Kinderschutzbund und dem Mütterzentrum je zur Hälfte zu. Die dm-Kette hat den eingenommenen Betrag von DM 1.345,- auf DM 2.000,- aufgestockt. Dieser Betrag wird nun halbiert.
16. November 2000
Der Überfall auf zwei junge Frauen vom vergangenen Oktober in der Bahnhofstraße hat sich im Nachhinein als Liebestragödie entpuppt. Eine 17-Jährige wollte ihrem Angebeteten durch die Vortäuschung eines Überfalls einen Denkzettel verpassen.
Dr. Wolfgang Sehringer wundert sich in einem Leserbrief zu der Kastanien-Entscheidung des Gemeinderates darüber, dass ausgewachsene Männer und Frauen in der Sache während der Gemeinderatssitzung nichts zu sagen hatten. Er meint damit die Gemeinderatsmitglieder der SPD, CDU und FWV.
Fundsachenversteigerung vor dem Bezirksamt. Ernst Greiner, städtischer »Auktionator«, bringt es fertig, alle 36 Fahrräder und ein Mofa an die Frau oder an den Mann zu bringen.
Das Theater des Ostens Berlin mit Vera Oelschlegel als Iphigenie gastiert mit dem Goethe-Stück »Iphigenie auf Tauris« in der Stadthalle. Zur inszenierten Prosa-Fassung meinte der Kritiker Jürgen Scharf: »Die Olympier waren mit dieser Inszenierung«.
Die gebürtige Inderin Shashi Sharma-Kahl und Eva-Maria Berg lasen in der Stadtbibliothek aus ihren Werken.
17. November 2000
Als »kontrollierte Explosion« bezeichnet Ozume Marcus Walter die spektakuläre Aktion des Vorstandes der Narrenzunft. Dieser trat in der jüngsten Zunftratssitzung geschlossen zurück. Die Zunftoberen wollen ihre Ämter weiterhin kommissarisch führen. In der Vergangenheit harzte es nach Darstellung der Zunftspitze vor allem bei der Zusammenarbeit zwischen Zunft und Zinkenvögten in den Gremien »Präsidium« und »Zunftrat«. Dass in Schopfheim wie in andern Städten auch die sogenannten »Straßen-Fasnachter« (Zunft und Zinken) künftig getrennte Wege gehen, ist zwar nicht erklärtes Ziel der Rücktrittsaktion, eine von mehreren denkbaren Alternativen, so Zunftrat Gerhard Doll, aber schon.
Im katholischen Gemeindehaus zeigt die katholische Kirchengemeinde eine Buchausstellung.
Jüngst konzertierte die Camerata Vocale unter der Leitung von Martin Winkler gemeinsam mit dem Motettenchor Villingen in der evangelischen Stadtkirche.
18. November 2000
Die CDU kämpft um ein eigenes Profil. Ein gutes Jahr nach den Gemeinderatswahlen, so die Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzende, Marianne Zabel, wird selbstkritisch Bestandsaufnahme gemacht. Mit dem Zuwachs von sechs auf acht Sitze am Ratstisch war die CDU der eigentliche Gewinner der letzten Wahlen, jedoch ging diese seit Ende letzten Jahres inzwischen ziemlich sang- und klanglos unter. Die CDU will nun wieder mehr Flagge zeigen und soziale und kommunale Kompetenzen zurückgewinnen, so die Fraktionsvorsitzende.
Das Stadtbauamt plant einen Bauhof-Neubau. Damit soll zum einen das Regierungspräsidium ein wenig unter Zugzwang gesetzt werden, die Ausschreibung der Straßenmeisterei zu beschleunigen, zum andern will der Bürgermeister mit den Neuplanungen beweisen, dass der Bauhof optimaler gestaltet werden kann, um die Folgekosten zu reduzieren, sodass die Rechnung unter dem Strich fast Null auf Null aufgehen würde.
Die Gründung eines Trägervereins für St. Agathe am Donnerstag endete ohne Beschluss. »Es geht nun ohne Trägerverein«, so der Bürgermeister. Vom Trägerverein distanzierte sich vor allem Walter Flößer, Motor der Renovierung, in einem unmissverständlichen Brief an alle Stadträtinnen und Stadträte.
Nach dem Erfolg im Normen-Kontrollverfahren meint Bernd Sanio der BZ gegenüber: »Die Familie nimmt den Erfolg mit Genugtuung auf und erwartet nun eine Entschuldigung der Stadt und einen Schadensausgleich«.
Nach über elf Jahren verabschiedet sich Pfarrer Detlev Jobst von seiner Pfarrgemeinde, um in Laufenburg eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Der Ältestenkreis der St. Michael-Ost-Gemeinde und Eichen wird Pfr. Jobst am 26. November während eines Gottesdienstes verabschieden.
»Tiefstes Mittelalter« lautet das Thema des Musikvereins Fahrnau beim Herbstkonzert in der Fahrnauer Festhalle.
Zu einem Martinsumzug anderer Art lädt die Waldorfschule auf den Marktplatz ein. St. Martin hoch zu Ross, im Schein von Fackeln und Laternen, teilt seinen Mantel mit dem frierenden Bettler. Nach einem Spiel zog die Schar in einem langen Laternenumzug zum Martinsfeuer bei der Waldorfschule und zum Kürbissuppen-Essen.
Marianne Neiningers »Theater auf der Au« führt ein von ihr geschriebenes und inszeniertes Stück »Mechthild von Basel« in der Stadthalle auf. Mit diesem Stück will sie an das 750-jährige Jubiläum der Stadt erinnern. Jürgen Scharf meint in seiner später folgenden Rezension: »Der Umzug in die Stadthalle hat die Erwartungen natürlich höher geschraubt. Was auf der kleinen, intimen Theaterbühne auf der Au von sich aus schon märchenhaft und privatissime anmutet, kommt auf der riesigen Stadthallenbühne anders an.«
19. November 2000
Volkstrauertag. Bürgermeister Klaus Fleck meint bei der Feierstunde auf dem Schopfheimer Friedhof, dass der Fremdenhass nicht passiv hinzunehmen sei. Es gelte, so der Bürgermeister weiter, nicht nur der 65 Millionen Menschen, die Opfer der Weltkriege geworden seien, zu gedenken, sondern auch aller Frauen und Kinder, Vertriebenen und Verfolgten, Menschen, die getötet wurden, weil sie einem andern Volke angehörten oder einer andern Rasse zugerechnet wurden. Zahlreiche Teilnehmer waren zusammen mit der Stadtmusik und dem VdK bei der Gedenkfeier anwesend.
Die Fahrnauer Schützen küren ihre diesjährigen Sieger. Beim Karl-Schmid-Gedächtnisschießen während des Wochenendes siegten Christoph Savoy, Svenja Sinz, Heinz Schmidt und Uwe Renk.
Hunderte von Besuchern kommen zum Martini-Basar in die Waldorfschule.
20. November 2000
Der Vinzentius-Verein hielt vor Tagen Jahresrückblick bei der Hauptversammlung. Im Berichtsjahr war Ordensschwester M. Gerburga als Leiterin der Station voll beschäftigt. Dazu kommen einige Halbtags- und Aushilfskräfte.
Der Skiclub Fahrnau hatte dieser Tage im »Kranz« Jahreshauptversammlung und ließ das Jahr Revue passieren. Beim alpinen Rennsport trauert der Club erfolgreichen Zeiten nach. Hans Schwietale meint: »Da haben wir noch immer keinen durchschlagenden Erfolg«. Besser sieht es allerdings bei den Trend-Sportarten aus. Hierbei ist Inline-Skating und Mountain-Biken besonders zu erwähnen.
In der öffentlichen Hauptausschusssitzung berät dieser den Haushalt für das Jahr 2001. Die Finanzen sollen erst ab 2002 wieder rosig aussehen, so der Bürgermeister. Der Haushalt selbst wird mit einer Deckungslücke von DM 1,5 Mio. schließen. Für die Folgejahre soll keine Zuführung vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt mehr nötig sein. Während der Haushaltsdebatten stellt Frau Bethlen für die SWS einen Zuschuss-Antrag zur Sanierung der Wohnhäuser am Wiesenweg. Bürgermeister Fleck lehnt den Antrag in kategorischer Form ab.
21. November 2000
In der jüngsten Vorstandssitzung der SPD erinnern diese an den kürzlich verstorbenen ehemaligen Reichstagsabgeordneten Josef Felder. Die Genossen begrüßen, dass das Landratsamt beschlossen hat, die Flaggen auf Staatstrauer zu setzen. Ein wichtiges Zeichen habe dieser Tage die IHK mit ihrem eindeutigen Bekenntnis gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt, als sie an die heimische Wirtschaft die Forderung gerichtet habe, keine Toleranz gegenüber rechtsextremen Tätern und deren Unterstützung zu dulden. Die SPD wertet diesen Appell als beispielhaft.
Leserbriefschreiber wenden sich heute gegen die Entscheidung des Gemeinderates und damit gegen den Beschluss, die Kastanien in der Bahnhofstraße zu fällen.
Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes war der Landtagskandidat der CDU, Walter Brunner, im Rathaus, um sich vom Beigeordneten Ruthard Hirschner informieren zu lassen.
Wenn auch die vhs-Ausschusssitzung mit Verspätung begann, so war doch ein sehr positiver Bericht Inhalt des Abends. Margit Jüngerkes stellte das Internet-Programm vor und erwähnte, dass sie die Bereiche junge vhs und Senioren ausbauen wolle. Auf die Feststellung von Dr. Ottmar Nübling hin, er vermisse den Bereich Politik, entgegnete die vhs-Leiterin, dass es schwierig sei, aufgrund von Preis-, Raum- und Nachfragebedingungen ein Angebot zu erstellen. Mitgeteilt hat sie auch, dass es keine Kleinkunst im Museumskeller mehr geben werde.
Heiko Thieme, ein bekannter Fonds-Manager und Börsen-Fachmann, spricht in der Stadthalle vor 600 Besuchern. Die Volksbank hat zu diesem Wiesentäler Anlage-Forum eingeladen, um in die Geheimnisse der Aktienwelt einzuführen.
Zum Thema »Gewalt« hat das katholische Bildungswerk ins Gemeindehaus eingeladen. Referent des Abends war Wolfgang Gabriel, Rektor der Friedrich-Ebert-Schule, der meint, Gewalt in der Schule könne nicht losgelöst vom Thema »Gewalt in der Gesellschaft« gesehen werden. Das Bild der Gewalt in der Schule, die zweifellos zugenommen habe, werde jedoch verzerrt. Als weitere Referenten waren vom Polizeirevier Sigi Schmidt und Achim Hottinger eingeladen. Dabei wurde festgehalten, dass Schopfheim in der Jugendkriminalität über dem Kreis-, Landes- und Bundesdurchschnitt liegt. Über 50% der Jugendstraftaten sind jedoch Ladendiebstähle.
22. November 2000
Die Zwangsversteigerung des Schopfheimer »Drahtzuges« wurde nun abgewickelt. Die BZ berichtet heute, dass eine eingereichte Beschwerde vom Gericht zurückgewiesen wurde. Der Zuschlag für DM 2 Mio. wurde nun der Bietergemeinschaft Stradinger-Risorgi GmbH erteilt bzw. bestätigt.
Unter dem Motto »Unser Dorf soll schöner werden« will sich Eichen dem Bezirkswettbewerb im Jahre 2003 stellen. Dafür wird nun ein Arbeitskreis gebildet, der den Wettbewerb vorbereiten soll.
23. November 2000
Bauarbeiten in der Hauptstraße. Wieder einmal muss die Hauptstraße gesperrt werden, denn im Bereich des Kronenbrunnens und der Hebelstraße heben sich Pflastersteine aus dem Boden. Dies muss nun wieder bereinigt werden.
Wenn es um die Wirtschaftlichkeitsberechnung der SWS geht, gehen die Meinungen von SWS-Geschäftsführer Beigeordneter Ruthard Hirschner und die von Bürgermeister Klaus Fleck auseinander. Bei einem Schuldenstand von über DM 31 Mio., so der ehrenamtliche Geschäftsführer, sei die Grenze für die SWS erreicht. Die SWS könne vor allem ihrem Auftrag, den Schuldenstand abzubauen und den Finanzplan zu konsolidieren, nicht mehr gerecht werden. Die Übernahme der SWS sei unter der Voraussetzung eines Sanierungskonzeptes der Gebäude und der Konsolidierung erfolgt, erinnert der Beigeordnete der BZ gegenüber.
24. November 2000
Die SWS bleibt bei ihrer Forderung, dass mit der Sanierung des Hauses Wiesenweg 30/32 begonnen werden muss. Die Parole der Aufsichtsratsvorsitzenden und des Geschäftsführers lautet daher: »Jetzt nicht nachgeben, sondern weiter fordern«. Von den ursprünglich DM 900.000,- ist die SWS auf DM 778.000,- heruntergegangen — auf eine betriebswirtschaftliche Untergrenze, wie Hirschner in einem Pressegespräch betonte. Zu den Differenzen zwischen der Gesellschafterin, vertreten durch den Bürgermeister, und Hirschner als Geschäftsführer und der nur knapp dargestellten Meinung von ihm meinte er im Pressegespräch: »Meine Funktion als Beamter und Beigeordneter der Stadt hat mir aufgrund meiner Loyalitätsverpflichtung zum Dienstherrn keine weiteren Stellungnahmen bis auf die kurze, sachliche Äußerung erlaubt.«
Der frühere SPD-Fraktionschef Robert Zapp wird heute 60 Jahre alt.
Bürgermeister Klaus Fleck überreicht an das Mütterzentrum und den Kinderschutzbund je DM 1.000,-, die von einer Werbeaktion des dm-Marktes stammen.
Einen großartigen Erfolg erlebt die Musikschule Steinen-Schopfheim bei ihrer ersten Musikschul-Nacht in der Stadthalle. Für jeden Musik-Geschmack war das Passende im Verlaufe des Abends zu hören. Unterstützung bekam die Musikschule von dem vor Monaten gegründeten Förderverein. Die Vorsitzende, Heidrun McKenzie, überreichte die ersten Schecks als Früchte der Vereinsarbeit. Dafür dankte die Musikschulleiterin, Susanne Kagerer, herzlich.
Um Ortsvorsteher Ino Hodapp bildet sich in Wiechs eine Interessengemeinschaft, die das Braune Bergschaf wieder ansiedeln möchte.
25. November 2000
Gerhard Mollenkopf, einer der drei Arlington-Geschäftsführer, hat beim Unternehmen gekündigt. Von der Betriebsratsvorsitzenden wird dies als Hiobsbotschaft betrachtet, denn er hat sich stark dafür gemacht, dass ein Teil der Belegschaft in Langenau bleiben kann.
Die Geschäfte im Pflughof wollen am Samstag, den 02. Dezember, einen Weihnachtsbaum aufstellen, um für etwas mehr Attraktivität zu sorgen.
Enkensteiner Landwirte fürchten um ihre Existenz. Nach der Offenlage des Bebauungsplanes »Dorfzentrum Enkenstein« hat vor allem eine Erbengemeinschaft, die noch Landwirtschaft betreibt, Ängste. Sie sieht ihre Existenz gefährdet und wehrt sich vehement gegen den Neubau des Versammlungsund Veranstaltungsraumes Enkenstein. Ein Rechtsanwalt vertritt die Interessen der Erbengemeinschaft.
Rainer Boehme wird auch weiterhin die Eltern an der Grundschule Fahrnau vertreten. Er bedankte sich bei Eltern, Lehrern und der Schulleitung für die gute Zusammenarbeit.
Der SVS-Förderkreis ist nicht auf Rosen gebettet. Trotz intensiver Werbemaßnahmen ist die Zahl der Mitglieder von 38 auf 21 zurückgegangen. Die Eltern, so der Vorsitzende Rudolf Becker, honorierten die Arbeit des Vereins zu wenig.
Der MSC feiert Jubiläum. Unter dem Dach der Stadthalle wird während einer großen Feierstunde vor 300 Gästen an die 75-jährige Geschichte des Vereins erinnert. Claus Stockburger erinnert bei seinem Rückblick an Personen, die den Motorsport in der Markgrafenstadt prägten und nannte dabei Reinhard Böhler, Klaus Hottinger, Heinrich Kibelka, Heinz Metzger, Konrad Schlageter, Hugo Wacker, Robert Haas, Ernst Keller, Lorenz Löffler, Franz Müller, Arthur Schneider, Adolf Ückert, Sepp Weber und nicht zuletzt Fritz Schrank, der die Geschicke von 1966 bis 1999 engagiert lenkte. Zu den Gratulanten zählte Bürgermeister Klaus Fleck und die Bundestagsabgeordnete Dorothea Störr-Ritter, CDU. Zu Ehrenmitgliedern wurden Horst Ewert und Walter Faller ernannt.
Unter dem Motto »Europa singt« veranstaltet der Gesangverein Langenau das Jahreskonzert in der Festhalle. Mit von der Partie waren auch der Männerchor Zell und der Gesangverein Hägelberg.
26. November 2000
Der Gesangverein Fahrnau gedenkt der Toten mit einem Singen auf dem Fahrnauer Friedhof.
Die evangelische Kirchengemeinde St. Michael-Ost verabschiedet sich nach elf Jahren von Pfarrer Detlev Jobst, der aus persönlichen Gründen die Gemeinde verlässt, um eine neue Pfarrstelle in Laufenburg anzutreten. Die stellvertretende Vorsitzende des Ältestenkreises, Elisabeth Linz, dankte ihm für sein Wirken namens der Gemeinde und gab ihm die besten Wünsche auf den Weg an den Hochrhein mit. Verabschiedet hat ihn aber auch Pfarrer Dr. Michael Hoffmann, sein evangelischer Mitpfarrer, der meinte, in jedem Abschied liege doch eine Verheißung. V N, Pia _ , N Pfr. Jobst habe als Botschafter des Glaubens Licht in das Leben der Gemeinde getragen. Für die menschliche Nähe und die Begegnung in ökumenischer Verbundenheit sprach der katholische Pfarrer Felix Baumann dem evangelischen Amtsbruder den Dank aus. Dekanin Gerhild Widdess überreichte Pfr. Jobst zum Abschied ein paar Früchte mit Symbolcharakter.
Zum ersten Modell-Hubschrauber-Treffen kamen auf das Gelände an der Dossenbacher Straße 25 Piloten.
Die Museumsgesellschaft richtet im Museum eine Gedenkecke Kleines Wiesental ein. Mit Ernst Niefenthaler und Philipp Flettner haben zwei Künstler aus diesem Tal einen kleinen, noch überschaubaren Bereich im Museum erhalten.
Auch dieses Mal war die Stadthalle bei der Aufführung »Schneewittchen« durch das Ballettstudio Aurelia Poloczek sehr gut besucht.
27. November 2000
Überwältigt zeigt sich das Organisationsteam der Waldorfschule über den Erfolg des neuen Martinsumzuges vom 18.11.
Mindestens DM 10 Mio. werden in den nächsten Jahren für Hochwasserschutzmaßnahmen benötigt. Auf Drängen von Stadtrat Hans-Jörg Klein, SPD, gibt dies der Bürgermeister bei der Vorberatung des Investitionsbudgets 2001 bekannt. Grund der Nachfrage waren die eingesetzten Planungskosten in Höhe von DM 200.000,-. Das Volumen des Kratten-Staubeckens soll erhöht werden. Oberhalb von Eichen wird der Bau eines oder besser von zwei Rückhaltebecken angepeilt. Ein weiteres Becken ist für den Krebsbach bei Wiechs geplant. In Enkenstein soll oberhalb des Gresger Wegs ebenfalls ein Rückhaltebecken gebaut werden.
Im Bauausschuss werden verschiedene Baugesuche behandelt. U.a. hat der Musikverein Fahrnau das Baugesuch für ein Probehaus eingereicht, das genehmigt wurde.
28. November 2000
Die ehemalige Straßenmeisterei Schopfheim ist nun von der Bundesvermögensverwaltung der Oberfinanzdirektion Freiburg zum Verkauf ausgeschrieben worden.
Der Gewerbeverein steht vor einem Rätsel: Wo bleiben die Parktaler? 25.000 solcher Taler sind im Umlauf, nur ein geringer Teil kam bisher zurück. Die Gewerbevertreter fragen sich, was die Kunden und Kundinnen mit dem Parktaler machen.
Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins Hebelschule konnte das 101. Mitglied begrüßt werden.
Der Arbeitskreis »Frieden wahren« beschließt bei der Sitzung zum Jahresende, als Zeichen gegen Rassismus eine Aktion »Kartengrüße« zu realisieren. Die Aktion soll unter dem Thema »Rassismus - nicht in Schopfheim, wir wollen friedlich mit Andern zusammenleben« stehen.
Bei der Sitzung der Elternbeiräte wurde Andrea Möhrle von der Versammlung einstimmig weiterhin als Vorsitzende des Gesamtelternbeirates der Schopfheimer Schulen gewählt, ebenso ihre Stellvertreterin, Jutta Reif-Kramer.
29. November 2000
Das MT berichtet über eine Umfrage bei Schopfheimer Metzgern zum BSE-Fall in der Bundesrepublik. Dabei meinen die Befragten, dass man nach dem Motto, das auch der Bund für Umwelt und Naturschutz ausgegeben habe »Bewußt entscheiden, statt Rindfleisch meiden« vorgehen sollte. Eine 100%ige Sicherheit, das wissen die Befragten, gebe es nicht, aber eine 99%ige. Sie machen deutlich, dass das Risiko in dieser Region stark minimiert, ja so gut wie ausgeschlossen werden könne, da der Weg des Fleisches genauestens zurückverfolgt werden könne. Das Vertrauen der Kunden sei groß. Ein Metzgermeister meint, man kenne die Landwirte aus der Region - Kürnberg oder Gersbach etwa - und damit werde auch ein gewisses Maß an Sicherheit geschaffen. Auch für den Hieber-Markt meint der zuständige Metzgermeister, dass das Fleisch aus Gersbach und Wies genau bezeichnet und damit nachverfolgbar sei. Andere Metzgermeister, die teilweise auch noch selbst schlachten, planen nun BSE-Schnelltests. Ein sofortiges Verbot von Tiermehl und wenn möglich ein BSE-Test schon bei kleinen Tieren fordert auch Willi Greiner, der Vorsitzende der Bergland e.V. Gersbach.
Johann Stülpnagel, Leiter des Landwirtschaftsamtes Lörrach, meint auf Anfrage des MT hin: »Ich bin sicher, dass der Kreis BSE-frei ist.«
Die Schopfheimer GRÜNEN sind on line. Der Ortsverband eröffnet die Internet-Homepage offiziell.
Im Alter von 76 Jahren verstirbt der Alt-»Auerhahn«-Wirt Alfred Geist.
30. November 2000
Der Arbeitskreis Umwelt präsentiert im Rahmen der Agenda 21 das Ergebnis. Dabei wird das Energiesparen in öffentlichen Gebäuden als wesentlich angesehen. Die Sauberkeit in der Stadt, die Hundehaltung sind ebenso Themen wie Stadtpläne am Bahnhof oder Leitsysteme für Quartiere und Parkplätze.
Der Musikverein Fahrnau braucht einen neuen Dirigenten. Ulrich Winzer teilt in einer Vorstandssitzung mit, dass er aus zeitlichen und familiären Gründen nach 15 Jahren aufhören will.
Einen bewegenden Abschied erhält Dr. Ali Akbar Hadji-Cheykh, Chefarzt der Chirurgie am Kreiskrankenhaus. Seine Verdienste würdigte Kreiskämmerer Wolfgang Eisele in Vertretung des Landrates. Mit der Wahl Dr. Cheykhs zum Chefarzt im Jahre 1990 sei Ruhe und Frieden in das zuvor arg gebeutelte Haus eingekehrt, erinnerte sich Dieter Ahlbrecht, Geschäftsführer der Kreiskliniken GmbH. Hohe fachliche Kompetenz und eine tadellose menschliche Haltung attestiert Anästhesie-Chefarzt Dr. Winfried Faust seinem Kollegen.
Der Verwaltungsrat der Sparkasse verabschiedet den Sallnecker Alt-Bürgermeister Heiner Kunz. Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Klaus Fleck dankte dem Scheidenden, der dem Gremium seit 1996 als ordentliches Mitglied angehörte.
01. Dezember 2000
In einer Zunftratssitzung wurde einstimmig beschlossen, den zurückgetretenen Vorstand der Narrenzunft bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung im April kommissarisch einzusetzen. Bis dahin sollen auch die angestrebten Satzungsänderungen beschlussreif sein. Dies erklärte Oberzunftmeister Marcus Walter.
Für die Kirchen Schopfheims wurde ein neuer kleiner Kunstführer aufgelegt und ist nun in den Gotteshäusern und im Museum der Stadt erhältlich.
Obwohl man die Lage der Wohnungswirtschaft ganz allgemein nicht als rosig bezeichnen kann, zeigt sich bei der Jahreshauptversammlung der Baugenossenschaft Schopfheim der Geschäftsführer Albert-Josef Zettler positiv, vor allem bei den Vermietungen. Er hat im Laufe dieses Jahres die Geschäftsführung von Karl-Heinz Scheffler übernommen. Bei der Baugenossenschaft gibt es keine leerstehenden Wohnungen.
02. Dezember 2000
Resignation bei Arlington. Der Betriebsrat gibt den Kampf um die Arbeitsplätze auf. Mitte der kommenden Woche sollen Verhandlungen über einen Sozialplan beginnen. Zwischen 80 und 100 Mitarbeiter werden ihren Job verlieren.
Eltern des Kindergartens »Hintermatt« bauen in Eigenarbeit ein Schutzdach für Kinder. Es kann auch als Unterstand für Kinderwagen genutzt werden.
In der vor einigen Tagen stattgefundenen 19. Hauptversammlung des Angelsportvereins wird Klaus Jäckh erneut zum 1. Vorsitzenden und Rolf Nabbefeld zu seinem Stellvertreter gewählt.
In einer Feierstunde verabschieden Geschäftsführung, Gesellschafter und Mitarbeiter der Firma Rietschle den langjährigen Personalchef Hans Hönninger, der zur Firma INA nach Lahr wechselt.
Mit einer Aktion zur Adventszeit wollten die Geschäftsleute im »Pflug«, allen voran Fritz Trefzger, etwas Leben in die Passage bringen. Während es am Vormittag noch ziemlich ruhig blieb, zog es nachmittags bei frühlingshaftem Wetter doch eine ansehnliche Zahl von Besuchern in den Pflughof.
03. Dezember 2000
Der Turnverein Fahrnau feiert Nikolaus und den Jahresabschluss in einem. Der fröhliche Nachmittag, wie die Vorsitzende, Brigitte Möhrle, bei der Eröffnung meint, wird gestaltet mit Tanz und Sport. Junge Akteurinnen und Akteure zeigen ihr Können.
Wie jedes Jahr lädt die AWO zur Senioren-Weihnacht in die Stadthalle ein. Dabei lobt der Bürgermeister die Arbeit des Ortsverbandes über Jahre hinweg, insbesondere für Senioren und Gruppen, die irgendwie benachteiligt sind. Bei dieser Feier singt sich der Kinderchor des Gesangvereins Fahrnau in die Herzen der älteren Menschen.
Eine Ausstellung »Junge Kunst«, die von Stipendiaten der Kunststiftung Baden-Württemberg gestaltet wurde, wird im Beisein der Geschäftsführerin, Ingeborg Kimmig, im Museum eröffnet. Bürgermeister Fleck meint bei der Eröffnung, dass die Ausstellung junger Menschen ins Jubiläumsjahr passe und gleichsam in die Zukunft weise.
Im Zeichen praktizierter Ökumene stand der Altennachmittag in der Raitbacher Gemeindehalle. Eingeladen hatten die evangelische Kirchengemeinde Hausen-Raitbach und die katholische Pfarrgemeinde Hausen.
Bereits zum fünften Mal findet in der Stadthalle eine Ausstellung, an der 30 Hobby-Künstler teilnehmen, statt. Sigrid Reif vom »Bastellädele« hat auch die diesjährige Ausstellung organisiert.
Zum 25. Schulfest im Advent laden die Schüler der Grundund Hauptschule Gersbach in die Bergkopfhalle ein. Über 50 kleine und große Rollen gab es zu verteilen und zu spielen beim Märchen »Der gestiefelte Kater«, für das die jungen Akteure viel Applaus erhielten.
Die aus Belgien stammende und in Schopfheim lebende und arbeitende Patricia Krijger stellt ihre Batik-Arbeiten im Einrichtungshaus »Wohnen & Sparen« aus.
04. Dezember 2000
Der frühere Innungs-Obermeister und Stadtrat Karl Bäumle feiert heute seinen 80. Geburtstag.
Fachbereichsleiter Klaus Strütt teilt dem Gemeinderat mit, dass die vor kurzem gefasste Rechtsverordnung über die Nicht-Zulassung des Verkaufs an Heiligabend nichtig ist. Das Landratsamt Lörrach vertritt für den ganzen Landkreis diese Meinung und lässt den Verkauf zu. Als Rechtsgrundlage dient eine Verordnung des Landkreises aus dem Jahre 1961.
Ein Bewohner des Neubaugebietes »Rebacker-Rütteberg« beklagt sich während der Gemeinderatssitzung über Tempo 30 in der Wohnstraße. Diese Temporeduzierung reiche nicht aus. Man will eine Spielstraße. Ortsvorsteher Ino Hodapp soll nun mit dem Bewohner noch einmal ein Gespräch führen.
Einen Aufschub für den weiteren Ausbau der Bahnhofstraße und damit das Fällen der Kastanien will Michael Straub (GRÜNE) erreichen. Er kündigte einen Antrag an, das Thema noch einmal auf die Tagesordnung des Gemeinderates zu setzen, weil bei der Entscheidung nicht alle Daten und Fakten vorgelegen hatten, so seine mündliche Begründung während der Gemeinderatssitzung.
Der Gemeinderat berät den Haushaltsentwurf für das Jahr 2001 in Rekordzeit, obwohl die Finanzlage nicht rosig ist.
Großes Interesse kann der Gemeinderat erkennen, denn 20 Zuhörer kamen alleine aus Enkenstein, um beim Bebauungsplan-Verfahren für das Dorfzentrum Enkenstein dabeizusein und so die Wichtigkeit und Gewichtigkeit zu unterstreichen.
05. Dezember 2000
Sonnenschein begleitet den Auftakt zum diesjährigen »Kalten Markt«, der wiederum das gesamte Altstadtbild verändert, denn vom Marktplatz bis zur Straße an der Wiese und teilweise in der Wallgrabenstraße stehen Händler mit ihren reichhaltigen Angeboten.
Viele Menschen suchen am »Kalten Markt« vergeblich nach dem Billigen Jakob. Er, der mit seinen unterhaltsamen, launigen und manchmal auch frechen Sprüchen für Unterhaltung sorgte, wird schmerzlich vermisst.
Michael Schubert, Mitbegründer der Michaelsgemeinschaft, war eine Woche lang in Russland und hat in Tscheboksary, einem Ort 500 km östlich von Moskau, mitgewirkt, ein heilpädagogisches anthroposophisches Zentrum mit Schulbereich, Werkstätten und Landwirtschaft zu installieren.
Der Gesamtelternbeirat der Schopfheimer Schulen will einen Runden Tisch zum Thema »Gewalt-Prävention« ins Leben rufen.
Die BZ unterstützt das Projekt »Gewalt-Prävention« am THG und überreichte dieser Tage dem Schuldirektor 35 Exemplare des Buches »Warum haben wir nichts gesagt?« von Jan de Zanger.
Einen Tag vor Nikolaus gastiert eine Gruppe junger Absolventen des Konservatoriums und der Musikhochschule Wien an der Friedrich-Ebert-Schule. Sie entführten die Schüler in das Reich der Oper, wobei das aktive Mitwirken gefragt war.
06. Dezember 2000
Die Arbeitsmarkt-Zahlen sind ähnlich wie im Land, die Arbeitslosenquote stieg im Land leicht an. Im Landkreis verharrte sie aber wie im Oktober bei 6,3 %. Im November 1999 lag die Quote noch bei 8,1 %.
Im evangelischen Gemeindehaus bescheren die katholische, die evangelische Kirchengemeinde und die AWO die älteren Menschen. Pfr. Dr. Michael Hoffmann erinnerte mit besinnlichen Worten an das weihnachtliche Geschehen.
07. Dezember 2000
Das JuZ will ein Internet-Cafe einrichten. Es soll im Landkreis quasi als Pilotprojekt neue Nutzerkreise erschließen.
08. Dezember 2000
Der Golfplatz Schopfheim hat seinen Betrieb aufgenommen. Seit zwei Wochen wird auf der 9-Loch-Anlage gespielt, so eine Pressemitteilung des Club-Präsidenten, Joachim Laempe. Dieser meint weiter, dass die Anlage wegen erheblicher Auflagen überdurchschnittlich viel gekostet habe. Ca. DM 4,5 Mio. wurden investiert.
Die Firma Kuri hat diese Woche einen mit Hilfsgütern beladenen LKW nach Tuzla in Bosnien geschickt. Damit soll der vierköpfigen Familie Colic, die beim Holzbauunternehmen Kuri beschäftigt war und wieder in ihre Heimat zurückkehren musste, geholfen werden.
Der europäische Markt boomt. Investitionsgüter sind gefragt wie lange nicht mehr. Das Dreisternwerk Schopfheim freut sich derzeit über den größten Auftrag in der Firmengeschichte.
Die Firma Brüderlin Friedrich Söhne GmbH ehrt Werner Lay, der seit 40 Jahren dem Unternehmen angehörte heute als Prokurist. Dem Glückwunsch des Seniorund Junior-Unternehmers schließt sich Bürgermeister Klaus Fleck an, der dem Jubilar im Auftrag des Ministerpräsidenten die Ehren-Urkunde des Landes Baden-Württemberg überreicht.
Im Museumskeller trifft sich der SPD-Landtagskandidat Rainer Stickelberger mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik, um über das Thema »E-Commerce« zu diskutieren. Chancen und Risiken werden deutlich, wobei der ÖTV-Kreisvorsitzende Frank Jung insbesondere den Personenkreis derer vertrat, die die Technik der Zukunft nicht beherrschen können.
09. Dezember 2000
Beim festlichen Adventskonzert in der Freien Waldorfschule Schopfheim erfreuten die Harfenistin Ursula Holliger und die Sopranistin Sylvia Nopper.
Während der Weiler Oberbürgermeister untersagte, dass die Stadt Spenden entgegennehmen darf, sieht Bürgermeister Fleck hier keine Probleme bei Spenden von Firmen und Banken für öffentliche Zwecke.
Einen Führungswechsel gab es bei der Hauptversammlung der Privatwald-Besitzer in Gersbach. Im »Hägihof« wurde Jörg Gempp zum Nachfolger von Herbert Weniger gewählt.
Um St. Agathe in Fahrnau gruppiert sich der 4. Adventsmarkt. Der Erlös ist je zur Hälfte für das Probelokal des Musikvereins und für die Naturarena auf dem Schulhof bestimmt.
Die Stadtmusik Schopfheim begeistert mit ihrem Weihnachtskonzert in der Stadthalle. Uraufgeführt wurde von Markus Götz »Song of hope and dance of freedom«, ein Stück, in dem Melodien und Tempi wohlgeordnet durcheinander purzelten. Beim Konzert wurden auch verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Hans Moser war 40 Jahre aktiv in der Stadtmusik; mit diesem Weihnachtskonzert hört er nun auf.
10. Dezember 2000
Fast bis auf den letzten Platz besetzt war die Kapelle in Wiechs bei einem Adventskonzert, das das »Wiesentäler Saitenspiel« und der »Wiesentäler Stubegsang« gaben.
Nach dem Sonntagsgottesdienst verabschiedet die katholische Pfarrgemeinde Bärbel Böhm. Sie hat 20 Jahre lang das Pfarrbüro der St. Bernhards-Pfarrei betreut. »Sie waren das Gedächtnis für uns alle und für mich«, so Pfarrer Felix Baumann in seinen Dankesworten. Durchaus selbstkritisch räumt Roland Kleinbub, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, bei der Verabschiedung ein, erst beim Abschied werde einem bewusst, was man an einem Menschen gehabt habe.
Die TSG Schopfheim feiert in der Stadthalle insbesondere mit ihren jungen Mitgliedern Nikolaus. Mit Eltern und Großeltern kamen rund 150 junge Menschen zwischen drei und 14 Jahren unters Kupferdach.
Nikolausfeier bei der Turnerschaft Langenau in der Festhalle.
11. Dezember 2000
Über 100 Seniorinnen und Senioren kommen zur besinnlichen Weihnachtsfeier, zu der das Sozialamt der Stadt die über 70-jährigen Alleinstehenden eingeladen hat.
Den Bau von 16 Reihenhäusern plant ein Investor im Bereich des Baugebietes im »Bremt«. Die Begeisterung des Bauausschusses hielt sich in Grenzen.
12. Dezember 2000
In der letzten Sitzung des Ortschaftsrates Wiechs beschäftigte sich dieser u.a. mit Geschwindigkeitsregelungen im Ortsteil, wobei sich Räte eindeutig dafür aussprachen, keine Ausnahmen von Tempo 30 zuzulassen. Damit widersprechen sie Neubürgern im »Rebacker-Rütteberg«, die eine 20 km/h-Regelung wollen. Vertreterinnen der Eltern-Initiative »Sicherer Schulweg« überraschen während der Sitzung des Rates mit Hinweisschildern, die sie im Ort aushängen wollen. Das Schild zeigt zwei Kinder und hat folgenden Text: »Wir wollen keines verlieren. Helft mit«.
Kürzlich erhielt der Schopfheimer Psychologie-Professor Dr. Wolfgang Sehringer von der American Society of the Psychology of Expression einen Preis für sein neuestes Werk »Zeichnen und Spielen als Instrument der psychologischen Diagnostik«. Das knapp 600 Seiten starke Buch gilt als Standardwerk für dieses Fachgebiet.
Arbeitsjubiläen bei der Firma Gardner Denver Wittig. Der Leiter der Service-Abteilung, Fritz Läuger, feierte am 03. Oktober das 45-jährige Arbeitsjubiläum. Er und weitere Arbeitsjubilare durften dieser Tage von der Firmenleitung Dank und Anerkennung entgegennehmen.
Erfolgreiche Ermittlungen der Polizei führen dazu, dass 48 von 54 registrierten Graffiti-Verunstaltungen an Hauswänden aufgeklärt werden konnten. Sieben Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren haben aus Langeweile und Anerkennungsbedürfnis ihre Logos an die Hauswände gesprüht. Der Gesamtschaden wird auf DM 30.000,- geschätzt. Die Haupttäter kommen aus Schopfheim und besuchen Schulen in Schopfheim, Zell und Lörrach.
Bei einem kleinen Konzert wird der zwar gebrauchte, aber neu angeschaffte Flügel in der Kirche St. Agathe eingeweiht. Zum Auftakt spielt Johannes Michalski von der Musikschule mit seinem Lehrer Thomas Klein. Bürgermeister Fleck freute sich über die Einweihung im kleinen Kreis und dankte den Geldgebern, die es erst ermöglicht haben, den Flügel zu beschaffen.
13. Dezember 2000
Pfr. Alexander Kunick wurde zum Pfarrer für die Hörgeschädigten-Seelsorge ernannt. Die regionale Gemeinde der Gehörlosen und Hörgeschädigten feiern in der Regel ihre Gottesdienste in der Friedensgemeinde in Lörrach.
Prof. Hans Theo Baumann hat in der Luisenstraße ein Studio eingerichtet, in dem er bei der Eröffnung dieser Tage auf 50 Jahre Kunst und Design Schopfheim verwies. Baumann macht sich Gedanken - so in seiner Rede -, ob seine Sammlung eine Stiftung werden soll, oder ob sie ein Museum bekommt.
Etwa 150 Personen kommen zur Bürgerversammlung in die Stadthalle, um sich über die notwendigen Maßnahmen, die sich durch die Hochwässer 1999 und 2000 gezeigt haben, informieren zu lassen. Der Bürgermeister macht bei dieser Versammlung deutlich, dass die Sicherung nur nach dem hundertjährigen Hochwasser möglich ist. Ein weiterer Schutz ist nicht möglich. Es werde daher nie eine absolute Sicherheit geben. Klar wurde bei der Besprechung auch, dass sich die Niederschlagsmengen für das hundertjährige Hochwasser und damit die Abflussmengen rechnerisch gegenüber bisherigen Annahmen wesentlich erhöht haben. Dies resultiert aus neuen Daten des deutschen Wetterdienstes. Bisherige Annahmen, die mit Zahlen aus der Zeit des Anlagenbaues gerechnet wurden, sind damit hinfällig. Der Gemeinderat wird nun im Haushalt 2001 die Planung zu vergeben haben, genauere Untersuchungen über Beschaffenheit, Genauigkeit der Höhenlinie usw. anzustellen. Dann kann es zu einem mehrjährigen Programm mit Errichtung verschiedener Sicherungsmaßnahmen und Rückhaltungen kommen. Die Kosten, so schätzt der Bürgermeister, liegen bei DM 20 Mio., wobei die Stadt bei dieser Summe einen Anteil von mindestens DM 6 Mio. selbst aufbringen muss.
Eine Liste mit 518 Unterschriften überreichen Schüler-Vertreter des THG dem Bürgermeister. Sie wollen mit der von ihnen ins Leben gerufenen Aktion den Döner-Stand (Kiosk) beim Bahnhof erhalten wissen.
14. Dezember 2000
Der Arbeitskreis »Den Frieden in der Stadt wahren« wird zwischen Weihnachten und Silvester in Schopfheim auf 3.000 Postkarten und 100 Plakaten für ein friedliches Miteinander werben. Damit soll ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenhass nicht mit der großen moralischen Keule, sondern behutsam gesetzt werden.
Beim amüsanten Päckle-Schießen des Schützenvereins Fahrnau war Trubel und Heiterkeit angesagt. Insgesamt 23 Schützen beteiligten sich am Turnier, das von Tanja Günther gewonnen wurde. Die Ehrenscheibe sicherte sich Ralf Geisler.
Die Stadt will die Energie-Zentrale Bifig im nächsten Jahr durch einen Energieträger betreiben lassen. Das Anlagevermögen, so teilt die Stadtverwaltung mit, soll für DM 226.000,- an die BEC-Energie-Contracting GmbH Freiburg verkauft werden. Gebäude und Verteilernetz verbleiben im Eigentum der Stadt. Im Umweltausschuss sei die Vorentscheidung bereits gefallen. Der Grundpreis für die Fernwärme soll um DM 10,- je kW sinken, der Arbeitspreis in Megawatt-Stunde um DM 8,- steigen.
15. Dezember 2000
Ein Traum geht in Kürnberg in Erfüllung. Ortsvorsteher Siegfried Schmidt stellt bei der Einweihung des Bürgersaales fest, dass fast alle Einwohner Kürnbergs da sind. Der Bürgersaal bietet 98 Personen auf 162 qm Platz. Das Gebäude kostete DM 820.000,-. Die Stadt investierte DM 500.000,-, das Land gewährte einen Zuschuss von DM 320.000,-. Bürgermeister Klaus Fleck meinte bei der Einweihung, dass die Bürger eine enorme Leistung erbracht hätten. Jeder Bürger inklusive Kindern hat 16 Stunden seiner Zeit am Bau investiert. Vor drei Jahren habe er noch nicht an die Realisierung des Traumes geglaubt, aber die Kürnberger bohrten hartnäckig und nutzten ihre Chance. Begeistert hat bei der Einweihung der Kürnberger Kinderchor unter der Leitung von Bettina Weidner. Der Gesangverein gab einen Vorgeschmack auf künftige Konzerte, die in der sehr guten Akustik möglich sein werden. Erfolgreich testeten auch die Laienspieler den neuen Saal.
Die Enkensteiner Feuerwehr hatte die Idee, den Kindern des Ortsteiles eine eigene kleine Nikolausfeier zu bescheren. Nikolaus und Knecht Ruprecht kamen zum Bauernhof von Klaus Brutschin, um im Schein von Fackeln zwischen Scheune und Wohnhaus, neben dem offenen Stall, wo Kühe und Kälber standen, gemeinsam Nikolaus zu feiern.
Der rumänische Schriftsteller Mircea Vaida-Voevod liest am THG. Mit Stolz verwiesen bei dieser Veranstaltung sowohl Deutschlehrer Markus Manfred Jung als auch der Autor auf die bis heute existierende Schulpartnerschaft zwischen der rumänischen Schule und dem THG.
16. Dezember 2000
»Der Streit um die Wohnbau spitzt sich zu«, so ein Artikel im MT. Zwischen Bürgermeister Fleck und seinem Beigeordneten Hirschner herrsche ein frostiges Klima. Begründet wird diese Schlagzeile mit einer vom Bürgermeister bzw. Gemeinderat nicht gewährten Finanzspritze an die SWS und einer nichtöffentlichen Gemeinderatsvorlage, in der es heißt, es sei ungewöhnlich, dass die Gesellschaft mit der Eigentümerin nur noch schriftlich verkehre. Klaus Fleck räumte auf Nachfrage unumwunden die unterschiedlichen Betrachtungsweisen ein.
Die Sparkasse steht unter Kostendruck und will acht ihrer Kleinst-Zweigstellen schließen. In der Stadt Schopfheim ist die Zahlstelle in Gündenhausen, die bislang in einem Großmarkt angesiedelt war, von der Schließung betroffen. Die Entscheidung fällte der Verwaltungsrat in einer Sitzung am 14.12.
Die Stadt trennt sich von der Energiezentrale in der Stadthalle. Für DM 260.000,- verkauft sie den Großofen an einen Freiburger Contractor. Bürgermeister Fleck verspricht, es werde für die Abnehmer kostengünstiger. Der Energievertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Beschlossen wurde in nichtöffentlicher Sitzung die Empfehlung, die der Gemeinderat am 18.12. endgültig zu treffen hat.
Bei sehr wechselhaftem Wetter beginnt der diesjährige Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz. Mit von der Partie sind auch wieder das MT und die BZ mit ihren Weihnachtsaktionen.
Die Foto-AG der Hebelschule erhielt zusammen mit ihrem Lehrer Konrad Grund bei einem Foto-Wettbewerb des Müttergenesungswerkes einen 3. Preis. Der Preis wird für die Fotoserie »Starke Mütter« zuerkannt.
Unter dem Dirigat von Erwin Lenz mit seinen 40 Musikern konnte der Musikverein Langenau in der Festhalle zahlreiche Konzertbesucher erfreuen.
Für 40 Jahre aktives Musizieren wird beim Jahreskonzert des Musikvereins Langenau Hans Weinbrechtinger geehrt. Er erhält die Goldene Ehrennadel des Deutschen Blasmusik-Verbandes.
Weihnachtskonzert des Gesangvereins Fahrnau in der Fahrnauer Festhalle. Den zahlreichen Zuhörern war ein amüsantes Feuerwerk von schillernden Tänzen und glänzenden Instrumental-Einlagen und Gesangsvorträgen des Gemischten Chores, des Kinderchores und des Männerchores vergönnt. Während der Weihnachtsfeier konnte der Vereinsvorsitzende Martin Link für 40-jährige aktive Mitgliedschaft Liesel Wohlschlag, Karl-Heinz Leber und Heiner Imbery ehren. Heiner Imbery wurde gleichzeitig Ehrenmitglied.
17. Dezember 2000
Claus Stockburger dankte für den Gewerbeverein dem Hauptorganisator des Weihnachtsmarktes, Wolfgang Grether. Gleichzeitig wurde auch der am schönsten dekorierte Stand ausgezeichnet. Die Märchenstube der Sparkasse und der Stand der Bäckerei Adolph erreichten die gleiche Punktzahl für den 3. Platz. Die zweitmeisten Punkte erreichte der Stand des »Kleinen Möbelladens«. Am besten gefallen konnte der Antikund Trödelstand Bockstaller, der als Gewinner die Standgebühren nun nicht zu bezahlen braucht.
Die Kinderkantorei der katholischen Pfarrei stimmte in der Pfarrkirche unter der Leitung von Birgit Tittel auf die kommende Weihnachtszeit ein.
18. Dezember 2000
Bürchaus Bürgermeister Baier ärgert sich über die Entscheidung des Verwaltungsrates der Sparkasse, die Zweigstellen im Kleinen Wiesental aufzugeben. Aus Verärgerung hat er nun die am 28. November vorgenommene Wahl, ihn zum Mitglied des Verwaltungsrates zu berufen, abgelehnt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Arlington werden in einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand des Interessenausgleichs und des Sozialplanes informiert. Da die Sozialplanverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, werden diese am 08. Januar 2001 fortgesetzt.
Der Gemeinderat verabschiedet in der letzten Sitzung dieses Jahres traditionsgemäß den Haushalt für das kommende Jahr. Lediglich vier Stadträte, je zwei von den Unabhängigen und von den GRÜNEN, versagten dem Zahlenwerk die Zustimmung. In finanziell besseren Zeiten war der Widerstand aus dem Gremium meist größer gewesen. Bürgermeister Klaus Fleck räumte in der Haushaltsrede ein: »Der Sparstrumpf ist leer.« Die Stadt muss zunächst rd. DM 1,3 Mio. zusätzlich für den Verwaltungshaushalt, der nicht auszugleichen ist, dem Vermögenshaushalt entnehmen. Der Gemeinderat beschließt schließlich ein Verwaltungsbudget mit DM 47.079.900,-, ein Investitionsbudget mit DM 10.101.100,- und erhöht die Grundsteuer um 10 auf 330 Punkte. Im Rahmen der Haushaltsberatung hielten die Fraktionsvorsitzenden ihre Haushaltsreden, wobei die Unabhängigen insbesondere die fehlende Klausurtagung für die Haushaltsberatung bemängelten. Die SPD meinte, dass beim Haushalt nicht nur in Molltönen gesprochen werden sollte, obwohl es sich alles in allem um einen äußerst unbefriedigenden Haushalt handle. Artur Cremans sprach sich — wie übrigens auch andere — vehement für die Schulbauten aus. »Die Zahlen zwingen zu höchster Sparsamkeit«, bringt die CDU-Fraktionsvorsitzende Marianne Zabel den Haushalt aus ihrer Sicht auf einen Nenner. Sie meint, dass die Entnahme aus dem Vermögenshaushalt hoffentlich eine einmalige Maßnahme sei. Priorität hat nach Ansicht der CDU der Ausbau des Hochwasserschutzes und die Umwandlung des Bauhofes in einen Eigenbetrieb. Von DM 14.500,- Zinsen pro Tag, die die Stadt erwirtschaften müsse, sprach FWV-Fraktionsvorsitzender Adolf Winterhalder. Das Minus im Haushalt sei nicht nur eine Folge von »Lothar«, sondern es habe auch hausgemachte Ursachen. Möglicherweise, so führt er weiter aus, seien künftig auch sehr unpopuläre Maßnahmen zu treffen.
Im Rahmen der Haushaltsberatungen stockt der Gemeinderat das Eigenkapital für die SWS um DM 1,75 Mio. auf. Allerdings wird dies nicht auf einen Schlag, sondern in fünf Jahresraten zu jeweils DM 350.000,- an die Wohnbau überwiesen. Der Bürgermeister meinte dazu: »Ich habe grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden.«
Den Verkauf der Energiezentrale an den Freiburger Energie-Contractor beschließt der Gemeinderat.
Die Vorlage über den erneuten Beschluss einer neuen Hundesteuer-Satzung mit Einführung erhöhter Steuerbeträge für Kampfhunde wurde im Gemeinderat vertagt.
Wolfram Lorenzen konzertiert im Rahmen der vhs-Konzerte in der Kirche St. Agathe.
19. Dezember 2000
Der Aktionsstand des MT beim Weihnachtsmarkt brachte DM 1.400,für die Weihnachtsaktion ein.
Das Diakonische Werk übernimmt als neuer Träger das Betreute Wohnen in der Senioren-Anlage »Schärers Au«. Die Stadt bezahlt DM 15.000,- Zuschuss, damit auch öffentliche Senioren-Veranstaltungen angeboten werden können.
Die BZ meint, dass derzeit kursierende Gerüchte, dass die Firma ppe verkauft werden soll, durch den Geschäftsführer Schlag auf entsprechende Anfrage nicht bestätigt worden sind.
Die 12. Jahrgangsstufe am THG diskutierte dieser Tage mit dem F.D.P.- Zweitkandidaten für die Landtagswahl, Christian Mack. Da die Diskussionsrunde wohl sehr gut war, wird Mack sie im THG noch einmal wiederholen.
25 Jahre im Öffentlichen Dienst ist Bernd Benz bei der städtischen Bauverwaltung. Zu diesem Jubiläum gratulierte ihm der Bürgermeister im Beisein des Personalrates herzlich.
Die Stadt ehrt im Rathaussaal die erfolgreichsten Sportler des Jahres 2000. Bürgermeister Fleck bezeichnet die Geehrten als Aushängeschilder der Stadt und der Vereine. Allen voran wurde der über 70-jährige Arvid Hager, der die Deutschen Meisterschaften im Ultra-Triathlon gewann, geehrt. Von den Triathleten wurden weiter Margot Bau, Hubert Klemm, Kirsten Holzhüter geehrt. Für Schopfheim ging Wolfram Walter erfolgreich in die Lüfte. Er wurde im Ultraleichtfliegen der Doppelsitzer-Klasse deutscher Meister. Sehr erfolgreich waren junge Nachwuchssportler der TSG-Badminton-Abteilung. Geehrt wurden dabei Janine Bayer, Katharina Eckert, Florian und Patric Dörflinger, Stefan Potschka. Nicole Grether, erfolgreiche Olympionikin, konnte bei der Ehrung nicht dabei sein.
Die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz konzertiert in der Stadthalle unter dem Dirigat von Petr Altrichter, GMD. Das Konzert stimmt festlich in die bevorstehenden Weihnachtstage ein.
20. Dezember 2000
Gegen die Schließung der Bankfiliale der Sparkasse in Gündenhausen läuft eine Unterschriftenaktion.
Die evangelische Kirchengemeinde hat eine Ausstellung von 380 Grußkarten zu Weihnachten und Neujahr in der Kirche St. Agathe eröffnet. Die Ausstellung hat der Schopfheimer Sammler Clemens Fabrizio aus seiner Sammlung zusammengestellt.
21. Dezember 2000
Die Tombola »Hilfe zum Helfen« der BZ während des Weihnachtsmarktes erbringt DM 6.711,- Erlös.
Nachdem das Führungsteam bei Arlington Langenau in der vergangenen Woche weitere Kündigungen zu verzeichnen hatte, meldet Kunert jetzt einen Neuzugang. Ab Januar 2001 gehört Peter van Eupen zur Geschäftsführung.
Für den Partnerschaftsbezirk Dikome wird ein großer Container mit Hilfsgütern aus Schopfheim beladen. Bürgermeister Klaus Fleck und Mitarbeiter der SAI (Schopfheimer Arbeitslosen-Initiative) beladen gemeinsam den Container für Übersee. Insgesamt werden 33 alte Singer-Nähmaschinen verladen. Nach Angaben von Sigrid Ehninger, der Vorsitzenden des Freundeskreises, steckt dahinter die Idee für ein Frauenprojekt. Es sei geplant, in jedem Dorf eine bis zwei Maschinen zur Verfügung zu stellen. Mit auf die Reise geht ebenfalls eine Ledernähmaschine, mit der man beispielsweise Schuhe flicken kann. Für das Krankenhaus wird ein elektrischer Operationstisch in den Container verladen, dazu jede Menge Operationsbestecke, ein Inkubator und vieles andere. Bürgermeister Fleck schätzt den Wert der Hilfssendung auf DM 20.000,-. Fast DM 5.000,- werden der Farmer-Kooperative und der Schülerhilfe gespendet.
22. Dezember 2000
Zum ersten Mal traf sich dieser Tage in Eichen das neugegründete Komitee für den Kreiswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«. Die Eichener wollen 2003 an diesem Wettbewerb teilnehmen.
23. Dezember 2000
In der Weihnachtsausgabe wünscht die Badische Zeitung allen Lesern ein frohes Fest und dankt für die vielen erhaltenen Kartengrüße. Dabei berichtet die Zeitung über die Festbräuche in den Partnerstädten.
Die Bahnhofstraße ist nun bis zur Einmündung der Scheffelstraße komplett asphaltiert, so der Tiefbauamtsleiter, Bernhard Springmann.
In den Gemeinschaftsunterkünften am Wiesenweg 2 und 4, in denen derzeit 81 Asylbewerber, darunter etliche Familien, untergebracht sind, wird Weihnachten gefeiert. Die Heimleiterin Petra Mayer und die Sozialarbeiterin Ingrid Fischer organisieren ein kleines Fest.
Einen Teilerfolg erzielte die Familie in Wiechs, deren Haus in unmittelbarer Nachbarschaft »kopiert« wurde. Die 1. Zivilkammer des Landgerichtes Waldshut-Tiengen hat dem Bauträger mit einer einstweiligen Verfügung untersagt, die Kopie weiterzubauen. Mit dieser Verfügung ist jedoch eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen.
Zur kleinen Fußgängerzone in der Hauptstraße äußert die Polizei ihre Bedenken. Das Referat Verkehr bei der Polizeidirektion Lörrach meinte, dass diese Zone nur eine Alibi-Funktion habe. Der Revierleiter der Schopfheimer Polizei, Bernhard Schlachter, meinte, dass zwischen der Stadt Schopfheim und dem Revier Schopfheim keine Probleme bestünden. Bürgermeister Fleck ist von den Einwendungen der Lörracher Polizei unbeeindruckt.
54 Frauen und Männer sind auf einem Plakat und auf Postkarten zu sehen, mit der der Arbeitskreis »Den Frieden in der Stadt wahren« für ein friedliches Miteinander im Jahre 2001, 2002, 2003 ... in Schopfheim wirbt.
Lieber Geld, als Geschenke. Mit diesem Motto feierten dieser Tage der ehemalige SPD-Stadtrat Robert Zapp und der Maulburger ehemalige Gemeinderat Willi Roth ihre runden Geburtstage. Sie baten darum, das Geld der Farmer-Kooperative in Kamerun zur Verfügung zu stellen. Nun konnten Beide dieser Kooperative einen Betrag von fast DM 5.000,- zukommen lassen.
24. Dezember 2000
Die evangelische Kirchengemeinde Fahrnau beginnt die Weihnachtsfeierlichkeiten mit einem Familien-Gottesdienst um 14.30 Uhr im neuen Bürgersaal in Kürnberg. Um 16 Uhr ist der Familien-Gottesdienst auch in der Fahrnauer Kirche, dem um 22 Uhr die Christmette folgt.
Pfr. Dr. Michael Hoffmann fordert in seiner Predigt bei der Christnachtfeier in der evangelischen Stadtkirche eine menschlichere Welt. Er fragte, wo es den Frieden denn wirklich gebe. Verblendet seien die Mütter in Bethlehem, die ihre Kinder nicht vor Gewalt schützten, sondern sie zum Steinewerfen auf die Straße schickten. »Und in unserem Land? Wer hätte gedacht«, so führt er weiter aus, »dass in Berlin eine Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit und Gewalt nötig sein würde? Als Aufstand der Anständigen?« Pfr. Felix Baumann meinte in seiner Predigt in der Christmette in der katholischen Pfarrkirche, dass es sogar an Weihnachten gnadenlose Gewalt auch gegen Kinder in vielen Regionen der Erde gebe. »Und dennoch hoffen die Menschen, dass die Gewalt aufhört.«
Die Stadtmusik Schopfheim spielt mit einer Abordnung im Georg-Reinhardt-Haus und im Kreiskrankenhaus und erfreut die Bewohner und Patienten mit weihnachtlichen Melodien.
Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat feierten Personal und Bewohner des Georg-Reinhardt-Hauses Weihnachten. Im Mittelpunkt stand ein von den Azubis einstudiertes Krippenspiel. Zuvor hatten die »Glöckler« vom »Städtli-Zinken« mit ihrem Dirigenten Kurt Kiefer Weihnachtslieder gespielt.
25. Dezember 2000
Den 1. Weihnachtsfeiertag nutzt der Musikverein Raitbach, wie jedes Jahr, zu einem Weihnachtskonzert. Der neue Dirigent Ralf Sickinger verstand es, nach knapp einem Jahr Amtszeit ein Konzert zu präsentieren, das den Beifall des Publikums uneingeschränkt erhielt. Zu den Raitbacher Weihnachtskonzerten gehört traditionell auch ein Theaterstück. Dieses Mal wurde der Schwank »Wenn die Vroni mit dem Toni« aufgeführt.
26. Dezember 2000
Traditionell ist das Weihnachtskonzert des Musikvereins Wiechs unter der Leitung von Stadtkapellmeister Max Lehmann. Die 15-jährige Tina Dietsche erntete mit ihrem Solo-Spiel viel Beifall. Diesen erhielten auch die Laienschauspieler mit ihrem Zweiakter »Alles wegen Gesangverein«.
27. Dezember 2000
Die Marionetten-Bühne aus Arlesheim gastiert mit dem Stück »Das Licht des Christkindes« im Haus Columban.
Nachdem Willi Greiner bereits seit einigen Monaten kommissarisch das Vorstandsamt der Bergland e.V. von Gerhard Suyter übernommen hatte, wurde er nun offiziell gewählt. Die Gemeinschaft blickt bei ihrer Generalversammlung auf ein insgesamt erfolgreiches Jahr zurück. Der Fleischdirektvermarktergruppe gehören nunmehr 70 Mitglieder an. Sehr enttäuscht war man von der schlechten Akzeptanz des beim Weideabtrieb eingesetzten Sonderbusses von Schopfheim nach Gersbach. Der Verein erwägt, dieses Angebot künftig entfallen zu lassen.
In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Gersbach beschloss dieser, eine Machbarkeitsstudie für einen Höhen-Campingplatz im Erholungsort in Auftrag zu geben.
28. Dezember 2000
Ins Goldene Sportlerbuch trug sich zum wiederholten Male die Badminton-Spielerin Nicole Grether ein. Bürgermeister Klaus Fleck hat ihr beim Empfang zum 9. Rang an der Olympiade in Sydney namens der Stadt herzlich gratuliert und überreichte ihr den Silbernen Dukaten und einen Bildband.
30. Dezember 2000
Beide Zeitungen blicken auf Höhen und Tiefen des vergangenen Jahres zurück. Während die Jubiläumsfeiern positiv zu Buche schlagen, haben die Unwetter die Negativ-Seite arg gefüllt.
Noch einmal Mittelalter: Das Redaktionsteam der BZ präsentiert sich in der letzten Ausgabe des Jahres in mittelalterlicher Gewandung.
Wie in jedem Jahr, grüßt der Bürgermeister zum Jahresende die Bevölkerung und veröffentlicht seinen Neujahrsgruß. Er erinnert dabei an das Festjahr, an die Unwetter, aber auch an die Baumaßnahmen in der Hauptstraße, Bahnhof- und Bismarckstraße mit dem zentralen Omnibus-Bahnhof, an die Skater-Fläche im Freizeitgelände »Oberfeld«. »Das Miteinander in den offiziellen Partnerstädten, im Kindergarten, in der Schule, in der Freizeit und am Arbeitsplatz muss wie das Miteinander aller Nationen gepflegt werden«, so der Bürgermeister.
Nur Wenige kamen zur Auslosung des Mini-Coopers, den der Gewerbeverein als Hauptgewinn der Weihnachtsaktion bereitstellte. Felix Klever zog mit Heimo Schaubhut aus Wieslet den künftigen Besitzer.
Der SWR 4 sendet von 10 bis 11 Uhr einen Beitrag live über die älteste Zeitung im Landkreis und interviewt dazu die Redakteure des Markgräfler Tagblattes.
31. Dezember 2000
Ein junger Mann rutschte mit seinem Fahrzeug in der Silvesternacht Richtung Raitbach von der Fahrbahn ab. Die Polizei fand den unter Alkoholeinwirkung stehenden, leicht verletzten Mann und nahm ihm am letzten Tag des alten Jahres den Führerschein ab.
Die CDU trifft sich zum traditionellen Silvester-Hock im »Hans Sachs«. Marianne Zabel zieht dabei als Stadtverbandsvorsitzende eine positive Bilanz. Sie wünscht sich allerdings einen Vorstand, der vollzählig zur Stelle ist, wenn es an die Arbeit geht, denn die Vorsitzende sei keine »Alleinunterhalterin«. Viel Lob gab es für Elfriede Bruttel, die mit viel Schwung für die Senioren-Union tätig ist. Karl Bäumle wandte sich an die CDU-Vorsitzende und meinte, dass trotz der Misere in der großen CDU die Basis sich erfolgreich darum bemüht habe, dass die schlechte Stimmung auf Bundesebene hier nicht um sich gegriffen habe. Fraktions-Vize Marcus Walter berichtete über die Arbeit im Stadtrat, die sich nicht als besonders einfach herausgestellt hat. Die Fraktion habe keinen großen Rhetoriker in ihren Reihen und deswegen käme sie oft bei der Presse zu kurz. Trotzdem habe sich die CDU bei allen wichtigen Themen am Ratstisch engagiert für die Stadt eingesetzt. Gleichwohl meinte er, übersehe der Bürgermeister sehr oft die CDU, weil er mit einem gewissen Linksdrall mehr zu den Wortmeldungen von Artur Cremans, SPD, sehe. Scherzhaft meinte Marcus Walter, er vermute, dass die Rednerliste von der SPD gesponsert worden sei.
Der Silvestertag bringt auf den Höhen um die Stadt etwas Schnee.
Zu einer besonderen Silvester-Aktion lädt Hans Schwald nach Eichen ein. 50 Gäste kamen, um zum Jahreswechsel einen »Silvester-Brand« herzustellen. Hans Schwald, ausgebildeter Landwirt und Nebenerwerbs-Obstbauer, brennt seit drei Jahren eigenen Schnaps und Likör.