2003

Bürgermeister Christof Nitz: Ein Mann mittleren Alters in einem Anzug schaut freundlich mit leichtem Lächeln in die Kamera.

14° Celsius empfingen mich am 2. Januar 2003 in meinem neuen Dienstzimmer im Rathaus von Schopfheim. »Die Heizung ist mal wieder kaputt«, waren die erklärenden Worte für den frostigen Empfang in meiner neuen Umgebung. Frostig war der Empfang jedoch nur durch dieses kleine technische Malheur. Ansonsten wurde ich in der gesamten Verwaltung sehr warmherzig, offen, freundlich und natürlich etwas abwartend empfangen.

Erster Arbeitstag und erste Eindrücke

Eine neue Herausforderung lag vor mir und es gab unglaublich viel Neues für mich in Erfahrung zu bringen und zu erlernen.

Neue Aufgaben und Zusammenarbeit

Ganz wichtig war mir dabei, ein neues Miteinander im Gemeinderat und ein neues Miteinander zwischen Gemeinderat und der Verwaltung zu finden. Dies ist gelungen, wobei das neue Miteinander sicherlich noch weiter verbesserungsfähig ist.

Entscheidungen und Projekte

Die grundsätzlich schwierige Situation der Stadt machte es dem Gemeinderat nicht leicht, Entscheidungen zu treffen. Gerade aus diesem Grunde war ich sehr dankbar, dass trotz allem einzelne Sachentscheidungen – aus meiner Sicht positiv – entschieden wurden. Im Einzelnen darf ich daran erinnern, dass

der Betrieb des Schwimmbades Schweigmatt in die Hände des Schweigmattvereins e. V. gelegt werden konnte, der Fortbestand dieses wunderschönen Kleinods damit im Jahre 2003 gesichert war und die finanziellen Belastungen der Stadt verkleinert wurden;
die städtische Förderung der Landwirtschaft beibehalten wurde;
nach intensiver Diskussion die Hauptstraße für den Durchgangsverkehr wieder geöffnet wurde;
die Reaktionen des Einzelhandels mit überwältigender Mehrheit positiv waren;
eine halbe Stunde parken nun kostenfrei ist, dank Einführung der sogenannten »Brötchentaste«. Ein weiterer Grund, wieder in Schopfheim einkaufen zu gehen;
heiß diskutiert wurde über die Anschaffung der sogenannten Lenk-Plastik und vor allem die sich daraus ergebende Frage des Standorts;
die Tiefgarage Pflug mit einem 2‑jährigen Pachtvertrag von der Stadt Schopfheim übernommen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde;
die Fortschreibung des Einzelhandelsgutachtens in Auftrag ist, um für die zukünftigen Jahre eine entsprechende Beschlussgrundlage für die Weiterentwicklung unserer Stadt im Sinne des Einzelhandels zu haben;
die neue Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden des Kleinen Wiesentals und den Gemeinden von Häg‑Ehrsberg bis nach Steinen an einem gemeinsamen, neuen Image‑Prospekt wohl einmalig ist. Der neue Weg gemeinsamer touristischer Werbung wird die jeweiligen Gemeinden entlasten und die Region insgesamt stärken;
ein großer Erfolg und eine große Freude für mich der Gewinn der Goldmedaille unseres Ortsteils Gersbach beim Landeswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft« war. Ein großartiger Beweis, dass bürgerschaftliches Engagement erlebt, aber vor allem auch belohnt wird. Dieser Sieg war gleichermaßen Werbung für den Ortsteil Gersbach wie auch für die Stadt Schopfheim;
es wunderschöne persönliche Augenblicke gab beim großen Partnerschaftstreffen mit allen unseren Partnerstädten im Oktober. Drei wirklich interessante und intensive Tage konnten genutzt werden, um die Partnerschaft mit den einzelnen Städten zu pflegen und zu intensivieren. Froh bin ich in diesem Zusammenhang, dass vor allem im Bereich der Schulen und der Vereine viele Austausche mit den Partnerstädten durchgeführt werden, um das Verständnis für die jeweils anderen Kulturen und Sprachen zu stärken und zu festigen;
das neue Kindergartengesetz nun die Bedarfsplanung für die jeweiligen Kindergärten in die Hände der Stadt legt. Daraus hat sich ein neuerlicher Dialog zwischen den Trägern der Kindergärten (die katholische und evangelische Kirche, die freien Träger wie z. B. die Waldorfkindergärten und die Stadt Schopfheim) ergeben. Im Sinne einer zukünftig besseren Betreuung in den Kindergärten haben wir die Absenkung der Kindergartengruppen von 28 auf 23 Kinder beschlossen. Bei der gesamten Bedarfsplanung wird nicht vergessen, dass die Zahl der Kinder insgesamt in den nächsten Jahren rückläufig ist. Daraus hat sich eine insgesamt sinkende Zahl an notwendigen Kindergartenplätzen ergeben. Konkret wurde dabei die Schließung des Kindergartens Oberfeld ab dem Jahre 2005/2006 beschlossen. Durch eine weitere intensive Zusammenarbeit zwischen den Trägern der Kindergärten wird das weitere Vorgehen geklärt werden müssen.
ich froh war und bin über den zügigen Fortgang der Bauarbeiten am Theodor‑Heuss‑Gymnasium (Erweiterung des Theodor‑Heuss‑Gymnasiums um 12 Klassenzimmer) und den Wiederaufbau der Vicemooshalle in gemeinsamer Trägerschaft mit dem Landkreis Lörrach und der Waldorfschule;
der erste Abschnitt, nämlich der Brückenbau in der Mattenleestraße realisiert wurde, so dass der langgehegte Wunsch der innerörtlichen Umgehungsstraße – Mattenleestraße – sicher im Jahr 2004 angepackt werden kann;
die Anträge zur Aufnahme in das Landessanierungsprogramm und zur Aufnahme in das Programm »Soziale Stadt« gestellt werden konnten und ich bin mir sicher, dass die Stadt Schopfheim gute Chancen hat, in beiden Programmen eine entsprechende finanzielle Förderung durch das Land Baden‑Württemberg zu erhalten. Die Aufnahme hat viele positive Facetten in unserer Stadt, vor allem für die Bauwirtschaft, aber in gleichem Maße für die Bevölkerung;
mit der Übernahme des Dinkelberger Wasserversorgungsverbandes die Stadt Schopfheim nunmehr für ein breites Einzugsgebiet Verantwortung in Sachen Grundversorgung mit Wasser trägt. Eine große Herausforderung, die wir bisher mit Bravour gemeistert haben;
das Feuerwehr‑Gerätehaus in Enkenstein fertiggestellt wurde;
das größte Thema und vor allem das emotionalste aus meiner Sicht die Debatte um den Fortbestand unseres Krankenhauses war. Dabei war für alle Beteiligten das einzig und alleinige Ziel, dass unser Krankenhaus auch in den nächsten Jahren in seiner Funktion erhalten bleibt und die Bedeutung Schopfheims als Mittelzentrum und als Zentrum für die Region weiterhin gestärkt wird. Innigster Wunsch ist mir dabei, dass dieses Ziel tatsächlich erreicht werden kann – gleich auf welchem Weg;
die Einstellung eines Kulturbeauftragten für mich eine besondere Freude und ein inniges Herzensanliegen war. Mit dieser neu geschaffenen Halbtagsstelle können wir in den nächsten Jahren ganz sicher ein breiter gefächertes und noch intensiveres Kulturangebot schaffen.
Ausblick

Insgesamt will ich mich bedanken beim Gemeinderat, der Stadtverwaltung, den Kirchen, den Vereinen, der Industrie, dem Gewerbeverein, den Kreditinstituten für das positive und konstruktive Miteinander. Ich freue mich auf eine noch intensivere Zusammenarbeit im kommenden Jahr und ich freue mich darauf, dass wir menschlich – unabhängig von politischen Positionen – die durchaus schwierigen finanziellen Probleme unserer Stadt meistern, um daraus Kraft für die neuen Jahre zu schöpfen.

Christof Nitz, Bürgermeister

01. Januar 2003

Das MT hat sein Äußeres verändert. Das Zeitungsformat wurde verkleinert, dazu können farbige Bilder die Berichterstattung bereichern.

Die Polizei muss in der Neujahrsnacht bei verschiedenen Randalen einschreiten. Auch auf dem Schopfheimer Friedhof haben Zeitgenossen ihr Unwesen getrieben. Grablaternen wurden mit Böllern gesprengt, Grableuchten entfernt und Gestecke und Schalen zerstört. Die Stadt hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Mehrfach wurden Briefkästen mit Silvesterkrachern demoliert, so die Polizei. Unbekannte warfen in Langenau Verkehrszeichen auf den Gehweg.

02. Januar 2003

Schwere Stürme toben auch in der Markgrafenstadt – so wie in ganz Süddeutschland. Glimpflich ist die Stadt bei den Orkanböen der Nacht davon gekommen. Von 62 Feuerwehreinsätzen im Landkreis waren es in Schopfheim nur deren fünf oder sechs. Die Kernstadt wurde verschont. In den Ortsteilen mussten Bäume und Äste auf den Straßen beseitigt werden. Einsätze in Wiechs, Enkenstein, Gersbach und Langenau wurden notwendig. In Wiechs war ein Baum auf einen Strommast gefallen; es ging jedoch keine größere Gefahr davon aus. In Langenau hat der Sturm außerdem ein Dach abgedeckt.

Christof Nitz nimmt sein Amt als neuer Schopfheimer Bürgermeister auf. Klaus Fleck, der scheidende Bürgermeister, übergibt dem neuen Rathauschef die Schlüssel des Hauses.

03. Januar 2003

Zum Jahresauftakt lädt der Kulturring wiederum zur leichten Muse ein. Ein »Feuerwerk der Operette« – präsentiert vom Wiener Operetten-Ensemble von Antje Karon – begeistert ein ausverkauftes Haus.

Erster leichter Schneefall in Schopfheim in diesem Winter.

04. Januar 2003

Beim Gesangverein Fahrnau gab es bei der Nachfeier zum Jubiläumskonzert des Dirigenten Volker Brenzinger verschiedene Ehrungen. So wurden Marianne Löffler für 50 Jahre aktives Singen, Anneliese Hinz und Axel Schwabe für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Gesangverein Fahrnau geehrt. Diese beiden wurden außerdem zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Vor einigen Tagen überreichten Schüler und Eltern der Grundschule Langenau dem Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg einen Scheck in Höhe von 1.000,– Euro.

05. Januar 2003

Beim traditionellen Senioren-Nachmittag zum Jahresbeginn kann Ortsvorsteher Hans Keller in Eichen neben den Senioren auch Bürgermeister a. D. Klaus Fleck begrüßen und ihn in den Ruhestand verabschieden. Der Ortsvorsteher überreichte dem scheidenden Bürgermeister und dessen Frau einen Geschenkkorb als »Wegzehrung« im Namen der Eichener Bürgerschaft. Achim Hottinger, Vorsitzender des Gesangvereins, lobte insbesondere die gute Zusammenarbeit mit dem scheidenden Bürgermeister in Form einer Geldspende, die für das Schulprojekt in Kamerun verwendet werden soll.

06. Januar 2003

Helene Siebold feiert im Haus Edelberg im Bifig ihren 100. Geburtstag.

Rolf Strohm nennt beim Dreikönigs-Hock der SPD die Einführung von Französisch als erster Fremdsprache an den Grundschulen einen Skandal. Christoph Balzer erhofft sich beim gleichen Treffen, dass die Deutschen auch im UN-Sicherheitsrat standhaft bleiben und es zu keiner deutschen Beteiligung an einem möglichen Irak-Krieg kommt. Dr. Jost Noller meint zum Irak-Krieg, es gehe den Amerikanern vielmehr um das Öl, nicht um die Terrorbekämpfung. Die Schopfheimer SPD will – so bekräftigte Robert Zapp – an der Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt festhalten. Gleichzeitig spricht er sich für die Beibehaltung der Sperrung der Hauptstraße zwischen Scheffelstraße und Adolf-Müller-Straße aus. Zur Bürgermeisterwahl meinte Artur Cremans beim Hock im »Adler«: »Wir haben die Wahl verloren, Wunden lecken war aber nicht angesagt. Was den neuen Bürgermeister angeht, so bin ich recht optimistisch, denn er ist gesprächsbereit und die bisherigen Kontakte lassen hoffen.«

In der Bergkopf-Halle in Gersbach feiert der Ortsteil erstmals einen Neujahrsempfang, zu dem Ortsvorsteher Ühlin und der Ortschaftsrat eingeladen haben. Bei dieser Gelegenheit verabschiedet sich Gersbach auch von Bürgermeister Klaus Fleck und heißt den neuen Bürgermeister Christof Nitz herzlich willkommen.

08. Januar 2003

Kurz vor Weihnachten wurde am Amtsgericht das Urteil über einen 19-jährigen Autofahrer, der im August 2002 einen Motorradfahrer aus der Schweiz mit seinem Porsche tödlich verletzt hatte, gesprochen. Die Angehörigen des 35-jährigen Schweizer Opfers zeigen sich in einem Brief an die Öffentlichkeit nun enttäuscht und sprachlos darüber, dass der Prozess ohne sie geführt worden ist. Amtsgerichtsdirektorin Margarete Basler meint auf Anfrage der BZ, hätte sie gewusst, wie wichtig den Angehörigen die Anwesenheit bei der Verhandlung gewesen sei, hätte sie es anders gehandhabt. Es sei nicht selbstverständlich, dass Geschädigte einer Gerichtsverhandlung beiwohnen, es sei denn, sie werden als Zeugen gehört. Es sei auch nicht üblich, sie automatisch über den Prozesstermin zu verständigen. Die Amtsgerichtsdirektorin wird sich eventuell mit der Familie persönlich in Verbindung setzen. »Ich bin nicht ganz glücklich, wie es verlaufen ist, auch vom Strafmaß her nicht«, so Frau Basler.

Bei der Sparkasse Schopfheim können langjährige Mitarbeiter geehrt werden. Bernd Wengenmayr ist 30 Jahre und Jürgen Schächtele 25 Jahre beim Kreditinstitut tätig.

Der Sturm vom 03. Januar 2003 hat in den städtischen Waldungen insgesamt etwa 500 Festmeter Holz gefällt.

09. Januar 2003

Bei der ersten Gewährträgerversammlung der neu gegründeten Sparkasse Schopfheim-Zell wurde der neue Verwaltungsrat bestimmt. Die Gewährträger werden durch die Bürgermeister Christof Nitz, Schopfheim, Rudolf Rümmele, Zell, Jürgen Multner aus Maulburg, Helmut Kima aus Hasel sowie Gerhard Wagner aus Tegernau, Martin Bühler aus Hausen und Bruno Schmidt aus Häg-Ehrsberg repräsentiert. Freie Mitglieder sind Ingeborg Braunagel und Karl-Dieter Löhr aus Zell, Gerhard Brutschin, Heinz Leuger und Franz Stutz aus Schopfheim. Der Vorsitz im Verwaltungsrat wechselt alle zwei Jahre zwischen den Bürgermeistern von Schopfheim und Zell. Zells Bürgermeister Rudolf Rümmele wird die ersten beiden Jahre den Vorsitz übernehmen. Seitens der Mitarbeiter wurden Stefan Bühler, Heidi Janus, Gotthard Dietsche, Jörg Wendland, Bernd Wengenmayr und Bernhard Grass in den Verwaltungsrat gewählt.

10. Januar 2003

Die Arbeitslosenquote ist in Bund und Land im Dezember 2002 erneut gestiegen. Im Landkreis Lörrach liegt der aktuelle Wert nun bei 5,6 %, wobei der Vormonat noch bei 5,4 % gelegen hatte. Das Land Baden-Württemberg schließt das Jahr im Dezember mit einer Quote von 5,8 % ab.

Von einem zufriedenen Geschäftsjahr spricht man bei der VR-Bank. Sie konnte ihre Zuwachsraten weiter festigen und ausbauen und zeigt sich daher im zweiten Jahr nach der Fusion zufrieden. Vorstandsmitglied Günther Heck und Bernhard Schlageter erläutern den Geschäftsbericht der Presse gegenüber und geben das Bilanzvolumen, das sich um 4,9 % erhöhte, mit 340 Mio. Euro an. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf die gute Entwicklung bei den Kundenkrediten zurückzuführen, die sich um 9,4 Mio. Euro auf insgesamt 243 Mio. Euro erhöht haben.

Die Brüder Jeannot und Christian Weißenberger haben ihre neue CD »Chäfi-Musigg« präsentiert. Mit einfühlsamen Balladen, melodischen Blues- und Boogie-Klängen ist die Silberscheibe vollgepackt.

Bis auf den letzten Platz belegt ist die Stadthalle beim Neujahrsempfang der Stadt, in dessen Mittelpunkt die Verabschiedung von Bürgermeister Klaus Fleck stand. Die Bürgermeister der kreisangehörigen Gemeinden einschließlich der großen Kreisstädte waren ebenso gekommen wie die Bundestagsabgeordnete Marion Caspers-Merk und der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger. Auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete Ortrun Schätzle ließ es sich nicht nehmen, der Feierstunde beizuwohnen. Für den Gemeinderat sprach Marianne Zabel, bevor Landrat Alois Rübsamen davon redete, dass Klaus Fleck die Stadt kräftig vorangebracht habe und mit seinem unermüdlichen Schaffen Maßstäbe gesetzt habe, die Spuren hinterlassen hätten. Für die Mitarbeiter des Rathauses verabschiedete sich der Personalratsvorsitzende Joachim Lange, bevor Christian Seger vom Gemeindetag Baden-Württemberg dem scheidenden Stadtoberhaupt die Freiherr-vom-Stein-Medaille verlieh. Vor den Verabschiedungsfeierlichkeiten war es Bürgermeister Christof Nitz, der die Gäste zum Neujahrsempfang willkommen hieß. Schließlich verabschiedete sich das Publikum nach einer Dankrede des scheidenden Alt-Bürgermeisters mit Standing Ovations. Die Feierstunde selbst wurde von der Stadtmusik Schopfheim musikalisch umrahmt. Durch das Programm führte Beigeordneter Ruthard Hirschner.

11. Januar 2003

Die israelische Anwältin Felicia Langer, Trägerin des alternativen Nobel-Preises, spricht im katholischen Gemeindehaus auf Einladung des »West-östlichen Diwans« über die Situation der Palästinenser unter dem Titel »Quo vadis, Israel?«. Der Saal konnte die vielen Zuhörer kaum fassen, die gekommen waren, um der Autorin ihr Ohr zu leihen. Auf die Frage, wie die Deutschen mit ihrer Schuld gegen das israelische Volk es wagen könnten, dieses zu kritisieren, antwortete Felicia Langer, dass gerade Deutschland nicht schweigen dürfe. Man könne die Vergangenheit nur bewältigen, wenn man die Wahrheit sage. »Das Problem der neuen Beziehung der Palästinenser zum Tod kann nur gelöst werden, wenn man ihnen die Pforte zum Leben öffnet«, so die Menschenrechts-Anwältin.

12. Januar 2003

Die Seelsorgeeinheit Mittleres Wiesental wird offiziell eingerichtet. Dekan Franz Kreutler verliest als Vertreter der Bistumsverwaltung die Urkunde, die Weihbischof Paul Wehrle unterzeichnet hat. Zur Verwaltungsstruktur gehören die katholischen Kirchengemeinden von Schopfheim, Hausen und Steinen-Höllstein mit Maulburg. Pfarrer Richard Dressel wird zum Leiter der Seelsorgeeinheit bestellt, Hermann Bindner bleibt bis auf Weiteres Pfarrer in Hausen, während Hermann Kohler als sogenannter Kooperator auf Ebene der Seelsorgeeinheit vorwiegend in Höllstein mitarbeitet.

Zum Höhepunkt des gemeinsamen Neujahrsempfangs von Langenau und Enkenstein wurde die Verabschiedung des Alt-Bürgermeisters Klaus Fleck. Als treuen Mitstreiter lobte der Langenauer Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger den Scheidenden. Er habe die Entwicklung des Ortsteils entscheidend mitgetragen. Den lobenden Worten schloss sich auch der Enkensteiner Ortsvorsteher Rainer Strittmatter an. Die Dorfgemeinschaft habe dem Bürgermeister vieles zu verdanken. Er habe in all den Jahren Enkenstein immer unterstützt, zuletzt beim Bau des Maiberg-Saales. Für die Langenauer und Enkensteiner Vereine bedankte sich Gert Franke, Vorsitzender der Turnerschaft Langenau, beim scheidenden Stadtoberhaupt.

Beim vierten und letzten Frühschoppen unter dem Titel »Historischer Frühschoppen« der vhs ging es um die Unterschiede von Baden und Württemberg. Markus Manfred Jung und Thomas Blomenkamp waren die Referenten, die sich zur Hochzeit von Baden und Württemberg im Jahre 1952 äußerten. Die Badener hätten bei der Gründung des Südweststaates immer Angst gehabt, über den Tisch gezogen zu werden, meinte Blomenkamp. Es gebe ein schwäbisches Selbstbewusstsein und einen gewissen badischen Minderwertigkeitskomplex. Ökonomisch sei der Erfolg gewesen, durchschlagend und hartnäckig indes hielte sich die Meinung, Schwaben seien tüchtig, fleißig und sparsam, während die Badener ihren Frohsinn dagegensetzten. Markus Manfred Jung meinte: »Die Badener haben einen ganz andern Humor.« Auch sprachlich, vom Dialekt her, erkannte er große Unterschiede. Es sollte dies aber keine »Anti-Schwaben-Veranstaltung« werden, versicherte Blomenkamp, wobei es aus dem Publikum tönte, dass es Rivalitäten zwischen beiden Volksgruppen immer geben werde.

13. Januar 2003

Der mittlere Saal der Stadthalle war festlich geschmückt zur ersten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr, die einzig der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters Christof Nitz diente. Die Big Band des Musikvereins Fahrnau eröffnete die von Bürgermeister-Stellvertreter Artur Cremans geleitete Sitzung. Ihm war es vorbehalten, dem neuen Bürgermeister den Amtseid abzunehmen und die Amtskette zu überreichen. Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg sprach in seinen Begrüßungs- und Glückwunschworten für den neuen Bürgermeister von einer »Zäsur« und gratulierte zu diesem dynamischen neuen Stadtoberhaupt Schopfheims. Landrat Alois Rübsamen meinte, auch die angespannte Finanzsituation bedeute noch keinen Stillstand, denn nicht alles koste Geld. Eine solche Situation fördere die Kreativität. Schopfheim sei für den neuen Bürgermeister Christof Nitz ein Quantensprung von einer 2.000-Seelen-Gemeinde in eine bald 20.000 Einwohner zählende Stadt. Beide Redner wünschten dem neuen Bürgermeister eine geschickte und glückliche Hand. Für das Personal der Stadt gratulierte Joachim Lange als Vorsitzender des Personalrates und wünschte eine gute und gedeihliche Zusammenarbeit. Christof Nitz meinte: »Es ist eine große Ehre und eine Freude und ein besonderer Tag, hier stehen zu dürfen.« Sein Dank galt allen, die ihn gewählt hatten. Er schloss seine Rede aber mit der Hoffnung, all jene, die ihn nicht gewählt hatten, im Laufe der bevorstehenden Jahre von seinen Qualitäten überzeugen zu können. Er identifiziere sich mit seinem neuen Amt und betonte, Menschen zu helfen sei ihm ein Anliegen. In seiner Antrittsrede schlug er auch programmatisch einige Pflöcke ein. Zunächst änderte er innerhalb der Stadtverwaltung die Zuständigkeiten. Den Fachbereich I – Hoch- und Tiefbau sowie Bau-Verwaltung – wird Beigeordneter Ruthard Hirschner übernehmen. Der Bürgermeister selbst übernimmt den Fachbereich II – Kämmerei und Innere Verwaltung. Er wird die Finanzen daher selbst in die Hand nehmen. Beim Fachbereich III verändert sich hingegen für Klaus Strütt nichts. Bei den Finanzen müsse es darum gehen, den Haushalt 2003 mit Maß und Ziel abzuwickeln. Zu den wichtigsten Aufgaben zählt er die Erweiterung des THG. Er möchte zusammen mit dem Gemeinderat auch alles tun, um die Lenk-Plastik im Pflughof zu realisieren. Ob Schopfheim eine Fußgängerzone braucht bzw. verkraften kann, will er in enger Abstimmung auch mit dem Gewerbeverein möglichst rasch entscheiden. Dasselbe gelte in diesem Zusammenhang auch für die Parkraumbewirtschaftung. Noch in diesem Monat will er Gespräche mit Eigentümern des »Pflug«-Areals und dem Gewerbeverein in puncto Belebung der Fläche führen. Außerdem will Christof Nitz das Vereinsparlament wieder zum Leben erwecken und die Kulturlandschaft beleben. Er lässt auch keinen Zweifel daran, dass er den Wirtschaftsstandort Schopfheim stärken und zu diesem Zweck auch Wohnraum schaffen will. Regierungspräsident Dr. von Ungern-Sternberg überreichte dem neuen Stadtoberhaupt während der Gemeinderatssitzung die Landesfahne mit der Erinnerung an das 50-jährige Jubiläum des Bundeslandes Baden-Württemberg. Auch die Schlusstöne der Amtseinführung gehörten der Big Band des Musikvereins Fahrnau, die mit ihrer beschwingten Melodienfolge – vielleicht programmatisch – die Amtseinführung begleitete.

14. Januar 2003

Durch die Kälte der letzten Tage hat der Eichener See eine geschlossene Eisdecke erhalten. Eine Gruppe von Männern aus der Region frönt daher auch gleich ihrem Hobby, dem Eisstockschießen.

Bei der Firma Rietschle feiert Dieter Grether das 40-jährige Arbeitsjubiläum. Für Bürgermeister Christof Nitz war dies die erste Ehrung eines Arbeitsjubilars. Auch Seniorchef Werner Rietschle ließ es sich nicht nehmen, dem langjährigen Mitarbeiter für die treuen Dienste zu danken.

Vor einigen Tagen traf sich die Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Wiechs zur Jahreshauptversammlung unter ihrem Abteilungskommandanten Klaus Dietsche. Exakt wurden vom Schriftführer 13 Feuerwehreinsätze aufgelistet, wobei auch die Großeinsätze beim Brand in der Schopfheimer Austraße und der Vicemoos-Halle darunter waren. Der Abteilungskommandant berichtete über 30 Aktive, darunter zwei Frauen. Des Weitern hat die Abteilung zwölf Jugendliche und 22 Mitglieder der Altersmannschaft. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurde Marco Frank ausgezeichnet.

Bei der Hauptversammlung des Hundesport-Vereins Schopfheim-Fahrnau wurde Monika Schulte erneut auf zwei Jahre zur Vorsitzenden gewählt. Besonders erfreute sich der Verein in seinem Jahresbericht darüber, dass die Premiere des »Plausch-Turniers« erfolgreich verlief. Mit der Goldenen Sportnadel wird während der Versammlung Hans Schickle ausgezeichnet. Für 25 Jahre Aktivität beim Hundesport-Verein erhielt Kurt Seger die Ehrennadel.

15. Januar 2003

Die Schopfheimer »Minifossis« haben im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Freiburger Colombi-Schlösschen Mitte Februar eine kleine Präsentation. Sie zeigen dort die Gersbacher Glasfunde.

16. Januar 2003

In einer ersten Pressemitteilung dieses Jahres meinen die Unabhängigen, sie wollten mit dem neuen Bürgermeister konstruktiv an der Bewältigung der zahlreichen Probleme in unserer Stadt mitarbeiten. Große Hoffnung setzen sie »auf den Wandel zu einem gemeinsamen Wir in unserer Stadt«. Zur Gestaltung des Pflughofes mit einer Lenk-Plastik stellen sich die Unabhängigen einen Wettbewerb vor, bei dem die Bürger ihre Vorstellungen und Ideen einbringen können.

Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald aus Raitbach scheint eine Lösung zum Betrieb des Schweigmatter Schwimmbades gefunden zu haben. Interesse eines Privatmannes, das Bad zu betreiben, sei vorhanden.

Die evangelische Kantorei hatte dieser Tage Jahreshauptversammlung und wählte Dr. Eva-Maria Jopski zur 1. Vorsitzenden. Gudrun Schuhmacher wurde Stellvertreterin.

Die Chirurgie am Schopfheimer Krankenhaus ist wieder in Betrieb. Sie wurde Ende vergangenen Jahres aus Kostengründen vorübergehend geschlossen.

In einer Pressemitteilung verlautbaren die Unabhängigen, dass sie als einen wesentlichen Einsparungseffekt im überkommunalen Bereich die Forderung der SPD unterstützen, die Regierungspräsidien in Baden-Württemberg abzuschaffen. Diese Forderung wurde von den Sozialdemokraten auf Landesebene publiziert.

Das Amtsgericht Waldshut-Tiengen eröffnete vor zwei Tagen das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Autohauses Rütschlin im Gewerbegebiet »Lus«.

Die IHK Hochrhein-Bodensee feiert in der Stadthalle ihren Neujahrsempfang mit mehr als 300 Gästen. Der Präsident, Kurt Grieshaber, fordert in seiner Neujahrsrede Mut zu neuen Wegen. Er sprach auch von einer neuen Kultur der Selbstständigkeit, die sich positiv bei der Überwindung der wirtschaftlichen Missstände auswirken werde.

17. Januar 2003

Bei der Jahreshauptversammlung des Gesangvereins Fahrnau im ehemaligen Rathaus des Ortsteils wurde Anneliese Hinz erneut zur 2. Vorsitzenden gewählt. Martin Link meinte: »Wir haben einen guten Namen und auch unser Dirigent Volker Brenzinger hat einen hervorragenden Namen weit über die Grenzen Schopfheims hinaus.« Der Präsident des Alemannischen Sängerbundes, Horst Sutter, übergab dem langjährigen Dirigenten den Ehrenbrief des Badischen Sängerbundes für seine großen Verdienste um den Chorgesang während 40 Jahren und bescheinigte ihm, dass viele Vereine den Gesangverein Fahrnau um einen solchen Könner beneiden.

Wiechser Bewohner der Dinkelbergstraße besuchen mit ihrem Sprecher, Johannes Kehm, die erste Fraktionssitzung der SPD in diesem Jahr und tragen ihre Probleme mit dem zu schnellen Durchgangsverkehr in der Ortsmitte vor. Die SPD will nun an den Bürgermeister einen Antrag auf Behandlung im Umweltausschuss stellen. Es soll über die vom Regionalplan geforderte leistungsfähige Verbindung zwischen den Mittelzentren Rheinfelden und Schopfheim beraten werden. Die Anwohner beklagen vor allem das wilde Parken und eine verbesserungswürdige Tempo-30-Beschilderung sowie das Fehlen eines zweiten Fußgängerüberweges beim Buurelade.

Bei der jüngsten Hauptversammlung der F.D.P. Mittleres Wiesental wurde der bisherige 1. Vorsitzende, Peter Neumann, wiedergewählt. Neben seinem Jahresrückblick war zu vernehmen, dass die Partei nach 100 Tagen der Amtsführung durch Bürgermeister Christof Nitz erst zu einem Bilanzgespräch eingeladen werden soll.

Trotz intensiver Suche konnte für Jürgen Blum beim Kraftsportverein Gersbach kein Nachfolger als Vorsitzender gefunden werden. Blum führt den Verein seit 22 Jahren. Er will den Vorsitz noch für ein Jahr führen, dann müsse aber ein Nachfolger gefunden sein.

Robert Müller, langjähriger ehemaliger Bezirkswegewart des Schwarzwaldvereins, feiert im Georg-Reinhardt-Haus seinen 90. Geburtstag.

18. Januar 2003

Die Schopfheimer Narren bereiten sich auf ihre Zunftabendauftritte intensiv vor.

Ab sofort firmiert die Firma Rietschle unter dem Namen Rietschle Thomas.

Einen ungewöhnlichen Besucherandrang konnte der Ortschaftsrat Raitbach bei einer Sitzung feststellen. Es ging um die Zukunft des Schweigmatter Bades. Ortsvorsteher Oswald konnte von Bemühungen um einen privaten Betreiber für das Bad berichten. Zuerst soll nach einer langfristigen personellen Lösung gesucht werden, dann soll ein Träger- oder Betreiberverein in Gründung gehen.

Weniger um das Freizeitvergnügen ging es bei der Beratung über die Bullenhaltung im Ortsteil, nachdem die Stadt die Kostenübernahme für die künstliche Besamung abgelehnt hatte. Raitbach will das Thema noch einmal im Stadtrat besprochen wissen, um den Beschluss rückgängig zu machen.

Die IG Velo möchte die Orientierungsphase des neuen Bürgermeisters nutzen und ihm Wünsche und Ideen der Radler im Raum Schopfheim vorlegen.

»Es ist Sache des Bürgermeisters, die Arbeit in der Verwaltung zu organisieren«, bekräftigt Christof Nitz sein Vorgehen bei der Neuordnung der städtischen Fachbereiche. Die Fraktionsvorsitzenden – so ist heute zu lesen – wurden bei der Amtseinführung des Bürgermeisters von dieser Entscheidung nicht überrascht. Sie waren zuvor über seine Absichten informiert worden. Ernsthafte Einwände gegen die Neuverteilung melden die Gemeinderatsfraktionen denn auch nicht an.

Mit einem breiten Angebot an Gegenständen aller Art lockte der diesjährige Warentauschtag der SPD viele Menschen in die Fahrnauer Festhalle. Bereits einige Zeit bevor sich um 13 Uhr die Türen dort öffneten, sammelte sich eine große Menschenmenge vor der Halle an. Die diesjährige Spendenaktion ging zu Gunsten der Telefon-Seelsorge.

Bei der Generalversammlung des TV Wiechs konnte Roland Klingele zwei neue Ehrenmitglieder auszeichnen. Renate Mößner und Astrid Schöbel erhielten die Ehrenurkunden vom Vorsitzenden ausgehändigt. Renate Mößner ist seit über 30 Jahren Turnwartin und war auch über 20 Jahre lang Schriftführerin. Auch Astrid Schöbel dient dem Verein seit über 30 Jahren als Turnwartin.

Bei der Jahresversammlung des Förderkreises Krankenhaus Schopfheim berichtet der Vorsitzende, Ruthard Hirschner, über das Vereinsjahr. So wurden z. B. ein Reha-Stuhl im Wert von 8.000,– Euro und zwei vollautomatische Anti-Decubitus-Matratzen zum Stückpreis von ca. 4.500,– Euro gekauft und dem Haus übergeben. Ruthard Hirschner übernimmt auch 2003 den Vorsitz und wird von Regina Blum assistiert.

Die Feuerwehr Schopfheim blickt in der Abteilungs-Versammlung auf ein arbeitsreiches Jahr 2002 zurück, in dem es 168 Einsätze zu verzeichnen gab. 88 technische Hilfeleistungen, 51 Brandeinsätze, 18 Notfalleinsätze und 11 sonstige Einsätze sind der Bilanz zu entnehmen. Bei den Brandeinsätzen waren der Wohnhausbrand in der Austraße, wobei ein Feuerwehrmann sich schwer verletzte, der Großbrand der Vicemoos-Halle, wo ebenfalls ein Feuerwehrmann sehr schwer verletzt wurde, und der Großbrand des Kegel-Centers die schwierigsten Herausforderungen. Abteilungskommandant Hanspeter Meyer und alle Feuerwehrkameraden waren sehr froh darüber, dass die Verletzten wieder gesund und einsatzfähig sind.

Auch die Abteilung Raitbach der Feuerwehr trifft sich zur Abteilungsversammlung. Walter Meier, Abteilungskommandant, bedankte sich bei den Kameraden für den guten Probenbesuch. Das größte Geschenk, das man der Wehr machen konnte, war das neue LF 8/6, das am 21. April der Abteilung übergeben wurde.

20. Januar 2003

Am vergangenen Wochenende feierte der Deutsche Badminton-Verband das 50-jährige Bestehen. Dabei konnte Nicole Grether ihren 55. Auftritt im National-Dress feiern. Dies macht sie gleichzeitig zur deutschen Rekordspielerin. Auch die junge Janine Bayer macht von sich reden. Im kommenden Monat tritt sie in der U 15-Nationalmannschaft beim Acht-Nationen-Turnier im englischen Norwich an.

Bei der Firma EKATO durften vor einigen Tagen langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt werden. Ihr 40. Arbeitsjubiläum feiern Günter Greiner und Kurt Mühlbradt.

Bei der ersten öffentlichen Gemeinderatssitzung mit dem neuen Bürgermeister Christof Nitz im Rathaussaal kommt dieser wenige Minuten zu spät, da er sich einen andern Sitzungsbeginn notiert hatte. Die Ratsmitglieder sahen über dieses Versehen noch großzügig hinweg. Noch in der ersten Jahreshälfte, an einem Wochenende im Mai oder Juni, ist eine Klausurtagung des Gemeinderates geplant. Dies gibt Bürgermeister Christof Nitz in der öffentlichen Gemeinderatssitzung bekannt. Er schlägt vor, dass sich der Gemeinderat aktiv an der Aufstellung der Tagesordnung beteiligen soll. Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass vor der Klausurtagung eine öffentliche Veranstaltung mit dem Stadtmarketing-Experten Christian Klotz geplant ist. Es soll dabei das Thema »Fußgängerzone« ebenso wie die Parkraumbewirtschaftung behandelt werden. Nitz ist im Wahlkampf dafür eingetreten, die Parkschein-Automaten abzuschaffen und eine größere Fußgängerzone zu prüfen.

Jahreshauptversammlung des Skat-Clubs »As raus«. Als größter Erfolg wird der Aufstieg in die Regional-Liga im vergangenen Jahr angesehen. Diesen Erfolg konnte man bisher in der 25-jährigen Vereinsgeschichte noch nie verbuchen, so der Vorsitzende, Helmut Pohl. Es gelang Horst Oettle und Kurt Stellmacher gar, sich für die Landesmeisterschaften zu qualifizieren.

21. Januar 2003

Die Verkehrslenkung und Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Ortsdurchfahrt Wiechs scheint in Bewegung zu geraten. Das Ehepaar Regina und Markus Voeltz will dem Landkreis oder der Stadt einen Grundstücksstreifen zur Anlegung eines Gehweges vor seinem Haus schenken.

Zum 40-jährigen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag ist heute in der BZ auch ein Artikel über den Schopfheimer Professor Andreas Digeser zu lesen, der 1948 bereits in Frankreich studierte und 1958 als Mitbegründer der Partnerschaft mit Poligny fungierte. Er hatte die ersten Schülerreisen zwischen den Gymnasien der Orte organisiert. Gleichzeitig werden junge Menschen über den Elysée-Vertrag befragt. Alle Befragten meinten zunächst über Frankreich: »Es ist ein Urlaubsland. Es ist ein Land mit Käse und Wein.« Andere Meinungen sind nicht sehr ausgeprägt. Die einen meinen, mit Franzosen gute Erfahrungen gemacht zu haben, die andern haben das Gefühl, dass der Nachbar nicht gut auf Deutsche zu sprechen ist.

Abteilungskommandant Walter Würger meinte bei der Hauptversammlung der Feuerwehr im Ortsteil Langenau, dass das vergangene Jahr insgesamt gut gewesen sei. Für 25 Jahre Feuerwehrdienst erhielt Armin Strübe die Ehrennadel überreicht. Zum neuen Stellvertreter des Abteilungskommandanten wurde Dirk Oßwald gewählt.

22. Januar 2003

Die vhs Schopfheim hat derzeit zwei Praktikanten aus Südafrika. Zusammen mit den beiden werden sich auch einige Angebote im neu vorgestellten vhs-Programm Problemen Südafrikas zuwenden. Untergebracht sind die Praktikanten in Gastfamilien in Hausen.

Bei der Jahreshauptversammlung des Gesangvereines Langenau im »Maien« wurde Belinda Spettl einstimmig für zwei Jahre als Vorsitzende wiedergewählt. Dirigent Georg Diehl bedankte sich für das Engagement des Chores im abgelaufenen Jahr.

Der Abwasserverband Mittleres Wiesental verabschiedet den langjährigen Vorsitzenden, Bürgermeister Klaus Fleck, und dankt ihm für seine Konzeptarbeit während 24 Jahren. Von Klaus Flecks Wissen und Weitblick hätten alle Verbandsgemeinden in hohem Maße profitiert, betonte Steinens Bürgermeister Rainer König in seinen Dankesworten.

23. Januar 2003

Eine Wanderausstellung über die Erweiterung der Europäischen Union wird derzeit im Foyer der IHK gezeigt.

Bernd Strittmatter bleibt auch nach der diesjährigen Generalversammlung des GV Raitbach dessen Vorsitzender. Chorleiter Herbert Maisch, der im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Dirigentenjubiläum beim Raitbacher Verein feiern konnte, lobte die gute Kameradschaft und Zusammenarbeit mit den Sängern und gelobte dabei, den Verein noch eine Weile weiter zu dirigieren.

Bürgermeister Christof Nitz empfängt erstmals Schüler aus Poligny, die Gast des THG sind, im Rathaussaal.

24. Januar 2003

Nach dem plötzlichen Tod des Geschäftsführer-Ehepaares Müller von der Firma Müller Stahlbau bei einem Hubschrauber-Unfall musste die neue Betriebsleitung gesichert werden. Der 71-jährige Herbert Schmidt, Schwiegervater des ehemaligen Firmenchefs, nahm die Geschäfte nun in seine Hände. Er war bis 1995 Werkstattleiter. Grundsätzlich möchte er die Betriebsführung abgeben, doch muss zuerst jemand gefunden werden, der kompetent ist, das Unternehmen erfolgreich zu leiten.

Bei der Hauptversammlung der Gersbacher Feuerwehr wurde der Neubau eines Gerätehauses erneut angemahnt. Stadtbrandmeister Schwöble betonte, dass diese Planung in die Gänge kommen müsse, um Zuschüsse beantragen zu können. Er erinnerte auch an die Verantwortung der Stadt für die ehrenamtlichen Helfer.

Aus dem MT ist zu entnehmen, dass Schopfheims Ärzte am vergangenen Mittwoch nicht in den Ausstand getreten sind, obwohl dies in bundesweiten Aktionen der Fall gewesen ist. Der Sprecher der Niedergelassenen Ärzte Schopfheims, Dr. Fritz Lenz, meint, es habe an diesem Tag weder Praxisschließungen noch Dienst nach Vorschrift gegeben. Ein Streik wäre auf dem Rücken der Patienten ausgetragen worden, so der Mediziner. »Dennoch – uns stinkt die so genannte Spar-Politik ganz gewaltig.« Die Ärzte verursachten keine Kostenexplosion. Er meinte auch, dass kein anderer Berufszweig in Deutschland solche Arbeitsbedingungen habe wie die Ärzte. »Bei jedem Medikament, das ich verschreibe«, führt er weiter aus, »muss ich überlegen, ob ich mir das noch leisten kann. Es geht an die Substanz.«

Die Sparkasse Schopfheim-Zell verabschiedet zehn ehemalige Mitglieder ihres Verwaltungsrates. 24 Jahre lang leitete Klaus Fleck, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Schopfheim, kraft seines Amtes den Verwaltungsrat. Für seine Verdienste um das Kreditinstitut erhielt der Alt-Bürgermeister vom Geschäftsführer des Verbandes baden-württembergischer Sparkassen, Peter Schmidt, die Große Sparkassen-Verdienstmedaille in Gold. Diese bekam auch Siegfried Walliser, der dem Verwaltungsrat 27 Jahre lang angehörte.

25. Januar 2003

Mit Stolz blickt der Förderkreis Ferienzentren auf das vergangene Jahr zurück. 1.476 Kinder und Jugendliche nahmen laut Pressemitteilung an organisierten Freizeiten, internationalen Begegnungen, Seminaren und Projekten des Vereines teil.

In der Abteilungsversammlung der Feuerwehr Kürnberg wurde Andreas Nickel als Abteilungskommandant einstimmig für weitere fünf Jahre gewählt. Einzig einen Kaminbrand hatte die Wehr im eigenen Ortsteil zu löschen.

Nach einem gelungenen Jubiläumsjahr wendet sich der Langenauer Schäferhunde-Verein wieder dem Alltag zu. Übungswart André Herzog lobte das vergangene Jahr und auch der Ortsvorsteher Langenaus, Hans Weinbrechtinger, bezeichnete das Jubiläumsjahr als »tolle Sache«.

Die Polizei sucht eine 16-jährige Chinesin, die seit dem 06. Dezember 2002 verschwunden ist. Die Jugendliche lebt im Asylbewerberheim an der Wiese.

Der Gewerbeverein sprach mit dem neuen Bürgermeister Christof Nitz über die Situation in der Innenstadt. »Auf jeden Fall wollen wir nicht mehr in der Vergangenheit herumkramen«, so der Vorsitzende, Stefan Klever, »sondern nach vorne schauen und Perspektiven entwickeln.« Bevor konkrete Konzepte zur Innenstadt entwickelt werden, will man zunächst den Besuch des Stadtmarketing-Experten Christian Klotz im Mai abwarten.

Der Kaninchenzuchtverein Fahrnau hat im Vereinsheim Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende, Otto Möhrle, bedankte sich insbesondere beim Fußballverein, der den Züchtern stets hilfreich zur Seite steht. Im vergangenen Jahr war das 90. Vereinsjubiläum als Höhepunkt zu verzeichnen. Neuer 2. Vorsitzender wurde Günther Jäckh, während Otto Möhrle weiterhin den Verein präsidiert.

Wie ein roter Faden zog sich der Rückblick auf das 100-jährige Vereinsjubiläum durch die Jahreshauptversammlung des Musikvereins Wiechs. Vorsitzender Reinhold Hagist konnte erstmals auch den neuen Präsidenten des Vereins, Bürgermeister Christof Nitz, begrüßen. Der bisherige Vorsitzende bleibt auch nach dieser Hauptversammlung für zwei weitere Jahre im Amt.

Bei der 39. Generalversammlung der Turnerschaft Langenau wurde der Vorstand neu besetzt. Für den nach über 20 Jahren ausscheidenden Gert Franke wurde als Nachfolger einstimmig Wolfgang Schmidt gewählt. Auch der seit längerer Zeit verwaiste Posten des 2. Vorsitzenden konnte mit Stefan Kutz besetzt werden. Für den bisherigen Geschäftsführer Wolfgang Schmidt rückte Carola Schreyer nach, während für den nach 30 Jahren vom Amt des Kassenführers zurückgetretenen Hans Moser Giovanni Turturro gewählt wurde. Manfred Geiger vom Markgräfler Turngau zeichnete den langjährigen Vorsitzenden Gert Franke für seine ehrenamtlichen Verdienste mit der Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes aus.

26. Januar 2003

Einstimmig hat dieser Tage der Gemeinderat eine Veränderungssperre für den Bebauungsplan »Dorfzentrum Wiechs« beschlossen. Mit dieser Möglichkeit kann die Stadt die Erweiterung der Wiechser Halle mit den privaten Bauvorhaben in der direkten Nachbarschaft in Einklang bringen.

Die Langenauer Festhalle war Schauplatz des jüngsten Senioren-Nachmittages, zu dem Langenaus Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger die Langenauer und die Enkensteiner Bürgerinnen und Bürger eingeladen hatte. Nachdem der Langenauer Gesangverein unter der Leitung von Georg Diehl eröffnete, kündigte Enkensteins Ortsvorsteher Rainer Strittmatter einen heiteren Sketch an, der die Lachmuskeln strapazieren sollte.

Die katholische Pfarrgemeinde Schopfheim feiert gleich doppelt: Die bisherige Kantorin Birgit Tittel wurde mit viel Dankesworten verabschiedet und ihr Nachfolger Matthias Kühn vorgestellt. Matthias Kühn stammt aus Braunschweig. Er studierte in Freiburg Musik und ist heute als Lehrer an der Waldorfschule in Schopfheim tätig. Mit Blumen und Präsenten bedacht wurde bei dem Empfang auch die langjährige Pfarrsekretärin Roswitha Zimmermann, die in den Ruhestand verabschiedet wurde. Gleichzeitig konnte ihre Nachfolgerin Marion Wenk-Räuber vorgestellt werden.

27. Januar 2003

Trotz Schneetreibens kommt im Ortsteil Gersbach eine stattliche Anzahl von Bürgern zur ersten Bürgerversammlung im Jahre 2003 zusammen; galt es doch u. a., die weitere Vorgehensweise im Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« zu besprechen. »Wir sollten unser Dorf in erster Linie für uns verschönern, damit sich auch die Gäste und Besucher wohlfühlen«, meinte Ortsvorsteher Ralf Ühlin. Es gelte auch den Begriff »Dorf aus einem Guss« mit Leben zu füllen.

Die Schopfheimer Einzelhändler hoffen auf Kälte, denn heute beginnt der Winterschlussverkauf.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wird in der Stadthalle »Feuerwerk der Operette« vom Wiener Operetten-Ensemble aufgeführt.

28. Januar 2003

Die Stadtbibliothek zählt das Jahr 2002 zu einem der erfolgreichsten in ihrer Geschichte. Nachdem die Ausleihe- und die Leserzahlen im Jahre 2000 kurzfristig zurückgegangen waren, stiegen sie nun wieder an. 176.000 Ausleihen konnte die Einrichtung verzeichnen.

Pfarrer Alexander Kunick wird zum 01. Mai die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Wiechs und Langenau verlassen. Er übernimmt in Karlsruhe im Stadtteil Oberreut eine neue Aufgabe.

Das Streichquartett »Amaryllis« spielte dieser Tage in der Agathen-Kirche in Fahrnau. Die vier jungen Künstler aus Bern durften den begeisterten Applaus des ausverkauften Hauses entgegennehmen.

Bei der Generalversammlung des Weide- und Landschaftspflegevereins Gersbach berichtete der Vorsitzende, Ernst Ühlin, dass 410 Stück Vieh 280 ha gemeinschaftlichen Weidelandes offen gehalten haben. Walter Martin von der Weideinspektion Schönau bestätigte den Gersbacher Landwirten, dass das Landschaftsbild über Jahre hinweg stabil geblieben sei. Der Geißen-Verein habe sich nach einigen Diskussionen gut entwickelt, doch sollte überlegt werden, ob die Ziegen nicht auch für andere Flächen eingesetzt werden könnten. Ortsvorsteher Ralf Ühlin dankte den Landwirten für die hervorragende Bewirtschaftung der Flächen, seien sie doch die billigsten Landschaftspfleger. Beate Gottstein, die zur Weidewartin gewählt wurde, ist die erste Frau, die in Südbaden dieses Amt bekleidet.

29. Januar 2003

»Narrespott macht Münggis flott« – dieses Motto der Schopfheimer Narren ziert die Fasnachtsplakette, die nun käuflich zu erwerben ist.

Vor einigen Tagen tagte der Ausschuss, der sich mit dem Neubau der abgebrannten Vicemoos-Halle beschäftigt. Nach Angaben von Bürgermeister Nitz sind sich alle drei Eigentümer über die Grundsatzplanung einig. Er geht davon aus, dass noch in diesem Jahr mit dem Neubau begonnen wird.

30. Januar 2003

Der Freundeskreis Partnerschaft Übersee durfte den Erlös des im katholischen Gemeindehaus aufgeführten Kinder-Musicals »Ein Leben, so frisch wie der Morgen« in Höhe von 321,– Euro entgegennehmen.

Langsam aber sicher heben sich die Schleier von einer längst vergessenen Epoche unserer Region. Die »Minifossis« sind dabei, die Schanzenanlagen rund um Schopfheim und Gersbach, die in der Zeit des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden (1655–1707) entstanden sind, zu kartieren.

Eine kleinere Lösung für die Wohnbebauung »Hammer Nord« strebt nun die Firma Juwel-Wohnbau an. Statt 32 Doppel- und Reihenhäuser will der Bauträger nur noch 14 Reihenhäuser in verdichteter Bauweise erstellen. Die Stadtverwaltung empfiehlt jedoch dem Bauausschuss, den Antrag abzulehnen, weil eine Insel-Lösung entstehe und damit nicht alle städtebaulichen Probleme in diesem Gebiet gelöst seien.

Bunt war gestern die Stadt bei starkem Schneetreiben, denn die Narrenzunft hat die Straßen nun närrisch dekoriert.

Der erste große Schnee in diesem Winter bedeutet für einige Mitarbeiter des städtischen Bauhofes Schwerstarbeit. Von morgens 02.20 Uhr an waren die Männer mit dem Schneepflug und der Fräse unterwegs, um die Ortsstraßen und die Zufahrten freizuräumen. Etwa 40 cm Neuschnee wurde dem Ortsteil Gersbach beschert.

Ein gefährliches Spiel treiben Kinder: Um 12.45 Uhr wirft ein Junge nach Polizeiangaben von der nach Eichen führenden Brücke einen größeren Schneeball auf die Bundesstraße. Ein vorbeifahrender Mercedes wurde davon getroffen. Die Scheibe des Autos zersplitterte – der Fahrer wurde verletzt. Ähnliches spielte sich zwischen 20 und 21 Uhr im Bereich der Wehrer und der Stettiner Straße ab. Kinder versteckten sich hinter Büschen und bewarfen vorbeifahrende Autos mit Schneebällen, die glücklicherweise aber keine Schäden verursachten.

31. Januar 2003

Auf ein aktives Jahr, das auf sportlicher Ebene etliche Erfolge brachte, blickte das Tri-Team Hochrhein in der jüngsten Jahreshauptversammlung zurück. Rainer Mayer wurde zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt.

Das Amtsgericht Schopfheim hat einen neuen Geschäftsleiter. Andreas Zimmel löst den langjährigen Chef der Behörde, Manfred Engesser, ab.

Für das erste Orgelkonzert in diesem Jahr wurde der in Freiburg lebende Organist Jörn Bartels gewonnen. Mit Orgelstücken deutscher, italienischer und französischer Meister gestaltete er vor einigen Tagen in der evangelischen Stadtkirche eine Reise durch die Orgelgeschichte.

01. Februar 2003

Zum vierten Mal hintereinander hat die Familie Matthias und Jeannette Kipf von Schwörstadt-Dossenbach von ihrem Weihnachtsbaumverkauf vor der Sparkasse eine Spende an den Kinderschutzbund übergeben.

Nach einer mehrjährigen Pause trafen sich die Mitglieder und Freunde der IG Velo, um den Verein wieder mit Leben zu erfüllen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Wunsch nach Mitsprache bei der Verkehrsplanung für die Innenstadt. Wichtig seien weiterhin Veränderungen an einigen gefährlichen Kreuzungen. In Kürze will der Verein Kontakt mit dem neuen Bürgermeister aufnehmen und die erste Sammlung von Wünschen und Vorstellungen überreichen.

Der katholische Pfarrgemeinderat begrüßte die Erklärung der deutschen Bischöfe zum Irak-Konflikt. Eine Sicherheitspolitik, die einen Präventivkrieg befürworte, stehe im Widerspruch zur katholischen Lehre und zum Völkerrecht. Der Pfarrgemeinderat beauftragte Roland Kleinbub, den Bischöfen dafür Dank auszusprechen.

Ganz so glatt geht die Entscheidung, dass der Bürgermeister den Fachbereich Finanzen bei der Stadtverwaltung übernimmt, nun doch nicht über die Bühne. Der Gemeinderat muss diesen Zuständigkeitswechsel zuerst noch absegnen, da die Hauptsatzung dies so vorsieht.

Winterzeit ist Märchenzeit – im Schopfheimer »Theater auf der Au«. Marianne Neiningers neues Märchen mit dem Titel »Der klingende Kristall« verzaubert bei der Premiere Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Die Rockoper »Evita« von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice wird vom Ensemble der Württembergischen Landesbühne Esslingen auf der Schopfheimer Stadthallen-Bühne aufgeführt. Das Sondergastspiel des Kulturrings wurde für gut 700 Zuschauer zum Erlebnis. Ein aufwändig gestaltetes Bühnenbild mit riesiger, geschwungener Treppe bestimmte die Szene.

Als wichtigstes Ereignis im vergangenen Jahr bezeichnet Lothar Gisin, Vorsitzender des Gesangvereins Wiechs, während der Jahreshauptversammlung im Gasthaus »Krone« das Herbstkonzert. Bei den anschließenden Wahlen wurde der Vorsitzende dann auch wieder für zwei weitere Jahre gewählt.

Klaus Fleck wurde bei der Jahreshauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Schopfheim zum Ehrenmitglied ernannt. Dem Vorsitzenden, Jürgen Vetter, oblag es, über die zurückliegenden Ereignisse zu berichten. Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Jubiläumsveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der Ortsgruppe. Unvergessen bleibt vor allem wohl die »Karibische Nacht« im Freibad. Zur neuen 2. Vorsitzenden wurde von der Versammlung Yasmin Flemming gewählt.

02. Februar 2003

Bilderbuchwetter in Gersbach. Hunderte von Menschen zieht es zum Skilift und zum Rodeln. Winterwanderer kommen in der herrlichen Winterlandschaft ebenfalls auf ihre Kosten.

Dem Vorsitzenden des Musikvereins Harmonie Gersbach, Stefan Deiß, ist es wichtig, möglichst bald einen Dirigenten oder eine Dirigentin zu finden. Bei der Jahreshauptversammlung verabschiedete der Verein den bisherigen Dirigenten, Andreas Weber, und dankte ihm für sein musikalisches Wirken in fünf Jahren. Stefan Deiß bleibt auch nach den Wahlen Vorsitzender des Vereins.

03. Februar 2003

Josef Gerspacher feiert heute im Senioren-Pflegestift Haus Edelberg seinen 101. Geburtstag. Bis vor sechs Tagen wohnte der in Zell gebürtige Jubilar noch allein in seiner Wohnung in Lörrach, bevor er nach Schopfheim umzog.

Trauer um Ehrenbürger Walter Faller. Der große alte Mann der SPD stirbt im Alter von 93 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Die traurige Nachricht kam überraschend für alle, die den Ehrenbürger gekannt hatten. Noch bis vor Kurzem erfreute er sich einer stabilen Gesundheit und geistiger Frische. Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder – alle SPD-Kanzler – zählte Walter Faller zu seinen persönlichen Bekannten. Mit Willy Brandt verband ihn sogar so etwas wie eine freundschaftliche Beziehung. Für seine 70-jährige Zugehörigkeit ehrte die SPD ihren treuen Genossen 1998 mit der Ehrennadel und der Ehrenmitgliedschaft. Die Stadt Schopfheim würdigte Walter Faller für seine Verdienste, indem sie ihn 1981 zum Ehrenbürger ernannte.

04. Februar 2003

Der Förderverein der Grundschule Fahrnau traf sich dieser Tage zur Jahreshauptversammlung, die mit launigen Worten vom Vorsitzenden Rainer Boehme eröffnet wurde. Höhepunkt war die anlässlich des Sommerfestes im vergangenen Jahr erfolgte Einweihung der Naturbühne. Reinhold Fetscher, Rektor der Fahrnauer Schule, dankte dem Vorsitzenden, der nicht mehr kandidierte, als einem der Gründungsväter für seine in vier Jahren geleistete Arbeit im Verein. Renate Maindok übernimmt nun das Ruder des Fördervereins.

Fast pausenlos waren die Räumfahrzeuge der Stadt unterwegs, um der Schneemassen, die vom Himmel rieselten, Herr zu werden. Bernhard Springmann meint als technischer Betriebsleiter, dass rund 20 Leute im Einsatz seien, um die Straßen und Wege vom Schnee freizuhalten.

05. Februar 2003

Der Landkreis Lörrach ist bereit, für die Einrichtung einer Kindergarten-Ganztagsgruppe in Schopfheim einen Zuschuss von 48.400,– Euro zu gewähren.

Bei der Jahreshauptversammlung des Tennisclubs Schopfheim, der ins 50. Jahr des Bestehens geht, wurde Wilfried Maus nach 15 Jahren offiziell als Kassierer verabschiedet. Die Nachfolge übernimmt Axel Zimmermann.

Ein spektakulärer Verkehrsunfall ereignet sich kurz nach 19 Uhr in Raitbach: Ein LKW-Fahrer mit Tierfuttermittel wollte zu einem Hof fahren. Das knapp 30 t schwere Fahrzeug blieb jedoch auf der ansteigenden und spiegelglatten Zufahrtsstraße hängen. Der Fahrer konnte das Fahrzeug nicht mehr stoppen, so dass es sich drehte und seitwärts die Straße hinunter rutschte. Mit Traktoren, Seilwinden und anderen Lastwagen konnte das Fahrzeug vor weiterem Abrutschen gesichert und später geborgen werden.

06. Februar 2003

Die Straße von Gersbach nach Todtmoos ist für den gesamten Verkehr gesperrt. Bäume, die der Schnee gebrochen hat, liegen über der Straße. Die Feuerwehr kann sie nicht beseitigen; sie muss aus Sicherheitsgründen fernbleiben, denn die schwere Schneelast auf den Ästen bringt ständig neuen Schneebruch.

Die BZ befragt Schopfheimerinnen und Schopfheimer zur Irak-Krise und zur Haltung der Bundesregierung.

Die Schopfheimer Sozialdemokraten trauern um ihren profiliertesten Genossen, Walter Faller. Sein profundes Wissen um die Politik, seine Geradlinigkeit, seine soziale Einstellung, den Sinn für Gerechtigkeit werden nicht nur den Schopfheimer Genossen fehlen. Die Lücke, die er hinterlässt, sei – wenn überhaupt – nur schwer zu schließen. Walter Faller werde fehlen.

07. Februar 2003

In der Kulturfabrik stellen Kursteilnehmerinnen des Herbst-/Winter-Semesters 2002 ihre Patchwork-Arbeiten aus.

Im Museum der Stadt konnte erneut eine Ausstellung eröffnet werden. Inhalt war das wichtigste Utensil einer Frau – die Handtasche.

Der Landkreis und das Markus-Pflüger-Heim in Wiechs hegen ehrgeizige Pläne mit der Landwirtschaft, die zum Heim gehört. Wenn der Vertrag mit dem bisherigen Pächter im Sommer 2004 ausläuft, will man auf dem Bauernhof ein Konzept verwirklichen, das Ökologie und Therapie unter einen Hut bringen soll. Ein Projekt »IG Hofprojekt« ist angedacht. Dies will den Betrieb ökologisch führen, gleichzeitig sollen auf dem Hof und in der Gärtnerei den Heimbewohnern aber auch arbeitstherapeutische Möglichkeiten angeboten werden.

Wegen der großen Schneemassen ist die Strecke ins Höhendorf Gersbach derzeit für LKWs gesperrt.

08. Februar 2003

Die Langenauer Narren haben mit Helga I vo de Insle (Helga Roser) eine neue närrische Regentin. Beim Erstellen des Narrenbaumes am Rathaus wurde im Beisein des Schopfheimer Statthalters die närrische Prinzessin gekürt. Helga I ist die 10. Prinzessin der Langenauer Buurefasnacht. Die »Alte Schachtle« rühmten ihre neue Prinzessin – sie sei »irgendwie Lava und Eis«. Die Langenauer Prinzessin muss mindestens 50 Jahre alt sein.

Der Vorsitzende der Gersbacher Skilift-Gesellschaft, Hartmut Deiss, freut sich über das schöne Winterwetter. Seit über drei Jahren ist es das erste Mal, dass der Gersbacher Lift mehr als eine Woche lang in Betrieb sein kann. Herrliches Schneewetter im Höhenort.

Auf ein erfolgreiches Jahr blickt der Gesangverein Eichen bei seiner Jahreshauptversammlung zurück. Vorsitzender Achim Hottinger betont in seinem Jahresrückblick, Stillstand bedeute Rückschritt und appelliert an die Mitglieder, sich auch weiterhin für den Verein und das Singen einzusetzen. Ortsvorsteher Hans Keller bedankte sich beim aktiven Ortsteilsverein dafür, dass er einmal mehr eine sehr gute Werbung für das Dorf dargestellt hat. Er bedankte sich auch für das gelungene See-Konzert im Sommer. Dass auch dem Dirigenten Dieter Waibel die Arbeit in Eichen Spaß macht, durfte seinem Bericht entnommen werden. Der Vorsitzende erhielt dann auch bei den anstehenden Wahlen erneut das Vertrauen ausgesprochen.

Der Tennisclub Wiechs hatte dieser Tage zur Generalversammlung in die »Krone« eingeladen. Vorsitzender Reinhold Pfuhl erinnerte noch einmal an den Spatenstich zum Clubheim und an den derzeitigen Baustand. Der Club hat heute 142 Mitglieder. Zum Zeitplan des Clubhauses meint der Vorsitzende: »Wir liegen zeitlich und finanziell voll im Plan.« Er spendete Lob für die vielen Eigenleistungen der Mitglieder, allem voran dem »Leitwolf« Willi Gorgos.

09. Februar 2003

Der Skiclub Fahrnau kann auf dem Hochkopf die Vereinsmeisterschaften bei idealen Schneeverhältnissen durchführen. Vereinsmeisterin der Alpinen wurde die 14-jährige Ulla Friedrich. Bei den Herren konnte der Vorjahressieger Daniel Becker wieder den Erfolg für sich verbuchen. Dennis Hinz wurde Vereinsmeister bei den Snowboardern. Auch die Sieger bei den Schülerinnen und Schülern durfte Vereinsvorsitzender Hans Schwietale ehren. Vereinsmeisterin bei den Damen wurde Conny Mrachacz, bester Senior war Max Schwörer.

Zwei Frauen aus zwei Generationen stehen im Mittelpunkt der literarischen Matinée in der Stadtbibliothek. Herta Simon aus Karlsruhe und Juliane Braun stellen bei ihrer Lesung, einer Gemeinschaftsveranstaltung der Stadtbibliothek und der Buchhandlung Uehlin, vor zahlreichem Publikum das Buch »Ein Teil Heimat seid ihr für mich« vor.

10. Februar 2003

Die Museumsgesellschaft will ein neues Museum in der Markgrafenstadt realisieren. Im ehemaligen Betriebsgelände der Schuhfabrik Fahrnau soll im Sommer 2003 ein Technik-Museum eingerichtet werden. Neben Rechenmaschinen und einer alten Schreinerei soll eine Klopfsäge aufgebaut werden. Auch das Linotype-Museum soll in die neue, 800 qm große Museumsfläche integriert werden.

Der Gemeinderat stimmt bei einer Enthaltung der Organisationsänderung im Rathaus nachträglich zu. Nach der Hauptsatzung muss der Gemeinderat das Einvernehmen bei der Zuständigkeit zwischen Bürgermeister und Beigeordnetem herstellen.

Henny Timmermann verlässt nun nach 18 Jahren den Gemeinderat. Obwohl sie formell bereits daraus entlassen wurde und ihr Nachfolger nachgerückt ist, würdigte Bürgermeister Nitz die Verdienste der langjährigen Gemeinderätin und verlieh ihr den großen Goldenen Dukaten der Stadt. In den 18 Jahren habe sie sich durch ihr breites Engagement um die Bürger und die Stadt verdient gemacht, so das Stadtoberhaupt in seiner Laudatio.

Auf den desolaten baulichen Zustand der Vogel-Volière im Stadtpark macht Jörg Rittweger während der Gemeinderatssitzung aufmerksam.

11. Februar 2003

Die zur Faller-Gruppe gehörende Firma Trefzer Druck verlässt Schopfheim und zieht in das neue Pharma-Service-Center nach Binzen. Betroffen von dem Umzug sind alle 110 Mitarbeiter. Das Druckhaus zählt in Europa zu den Marktführern bei der Produktion von pharmazeutischen Packungsbeilagen. Bei Faller spricht man in diesem Zusammenhang von einer strategischen Entscheidung, obwohl bei der Übernahme im März 2002 deutlich gesagt wurde, der Standort Schopfheim bleibe erhalten. In den Schopfheimer Räumen werden künftig Haftetiketten hergestellt. Außerdem soll ein zukunftsorientiertes, richtungsweisendes Zentrum für Druckversuche im Digitaldruck entstehen. Die Firma Meyerhofer & Fries, die auch zur Faller-Gruppe gehört und bisher in Lörrach angesiedelt war, zieht zu diesem Zweck mit 35–40 Mitarbeitern nach Schopfheim.

Hauptversammlung bei der Schopfheimer SPD im »Bahnblick«. Zunächst nahmen die Schopfheimer Genossen Abschied von ihrem Mitglied Walter Faller und wählten einen neuen Mann an die Spitze des Ortsvereins. Peter Ulrich erhielt das einstimmige Vertrauen der Versammlung. Der 43-Jährige arbeitet als Laborleiter in Basel und wohnt seit sieben Jahren in Schopfheim. Stefan Maas, der bisherige Vorsitzende, hat Schopfheim beruflich verlassen. Dies erforderte eine Neuwahl. In seinem Rechenschaftsbericht betonte der scheidende Vorsitzende, dass der negative Bundestrend sich auch im Ortsverein niederschlage. Die Mitgliederzahl sei von 168 auf 162 gesunken. Er erinnerte an die Bundestagswahl und an den zunächst gut gelungenen Start bei der Bürgermeisterwahl, die dann weniger gut geendet hatte. Neue Stellvertreter wurden Manuela Szmerlowski und Rolf Strohm. Artur Cremans und Kurt Sütterlin wurden für 40-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel und einem Präsent geehrt. Auf ebenfalls 40 Jahre Parteizugehörigkeit können Christel Brunner und Bodo Wolf zurückblicken. Bei der Hauptversammlung erinnerte Rolf Strohm insbesondere an den vehementen Widerstand gegen das Vorhaben der Landesregierung, in den Grundschulen am Oberrhein Französisch als erste Fremdsprache einzuführen. Die schwierige Haushaltslage der Stadt war Anlass für Fraktionschef Artur Cremans, dies noch einmal zu betonen und dabei zu erwähnen, dass das Kindergarten-Angebot dennoch verbessert werden konnte.

12. Februar 2003

Die traditionelle Gewerbeschau des Schopfheimer Gewerbevereins scheint in Gefahr. Das Lörracher Landratsamt will, dass am Sonntag nicht mehr verkauft werden darf. Diese Einschränkung, so der Organisator der Gewerbeschau, Gerhard Zeiher, würde die Schau selbst in Frage stellen. Zum ersten Mal – so Zeiher – seien die Kirchen zu dieser Gewerbeschau befragt worden. Beide Kirchengemeinden bestätigten ihre Haltung gegen den Sonntagsverkauf.

Das Diakonische Werk und die evangelische Erwachsenenbildung suchen Freiwillige über 60 für das »Diakonische Jahr ab 60«. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich zehn Personen, von denen fünf übriggeblieben sind, an der Aktion beteiligt. Zu den Aufgaben gehören z. B. Krankenhausbesuche, Hausaufgabenbetreuung von Kindern im Ausländerwohnheim oder Mitbetreuung im Café »Augarten« in »Schärers Au«, um nur einige Punkte zu nennen.

13. Februar 2003

Die »Zünsler von Schopfe« mit rund 30 Mitgliedern bestehen aus der ehemaligen »Fuchsen«-Gruppe, die der Zunft im vergangenen November den Rücken gekehrt hat, erklärt Joachim Amend, Pressewart der neuen Gruppe. Zu den Gründen der Abkehr meint er, es habe unter anderem Differenzen wegen der Ausgabenpolitik gegeben. Vorstand und Oberzünsler ist Michael Krückels, der vor zwei Jahren noch als Statthalter über die Schopfheimer Fasnacht geherrscht hat. Die »Zünsler« stellen sich im Modehaus Lenzer der Presse und der Öffentlichkeit vor. Das Fleckenhäs, umgesetzt von Ilse Corona, in den badischen Nationalfarben Rot und Gelb, soll gleichzeitig Flamme und Feuer symbolisieren. Die schwarzen Hosen stehen für das Verbrannte – Vergangene; die Holzschuhe zeigen: Ein »Zünsler« schleicht nicht, man darf ihn hören. Die Maske von Dani Srock hat einen guten Riecher, d. h. eine markante Nase, ein energisches Kinn, wache Augen und spitze Ohren, denen nichts entgeht. Im großen, schwarzen Umhängebeutel ist ein hölzernes Streichholz mit der Aufschrift »A mir chasch di riibe«.

Der Tennisclub Langenau hat ein Angebot der Stadt, die Traglufthalle im Vicemoos nach ihrem Abbau zu übernehmen, abgelehnt. Bei der Jahreshauptversammlung im Hotel »Lus« wurde Manfred Schnell als Vorsitzender wiedergewählt. Christoph Bloch erhielt von den Mitgliedern das Vertrauen als Stellvertreter.

14. Februar 2003

Beim Schwimmbad Schweigmatt hofft man, dass durch private Initiative eine Fortführung möglich wird.

Als eine »profilierte Schul-Stadt« bezeichnet Artur Cremans die Markgrafenstadt; deshalb sei man froh über die Erweiterung der Friedrich-Ebert-Schule und des THG. Für die Gemeinderatswahl im Jahr 2004 brauche die SPD eine gute Liste mit kompetenten Kandidaten auch aus den Teilorten. Diese müssten nicht unbedingt Parteimitglieder sein, so der Fraktionsvorsitzende der SPD.

Vor einigen Tagen hatte der TV Fahrnau die Jahreshauptversammlung, die unter der Leitung der Vorsitzenden, Brigitte Möhrle, sehr zügig verlief. Sorge bereiten dem Verein eventuelle Benutzungsgebühren für Sportstätten, die seit einiger Zeit diskutiert werden.

Der Kinderschutzbund zeigt sich erfreut über die große Resonanz auf seinen ersten Eltern-Kurs. »Starke Eltern – starke Kinder – starkes Leben« hat 22 Erziehende interessiert. Bereits im Mai soll ein nächster Kurs angeboten werden.

Der Musikverein Fahrnau hat Jahreshauptversammlung in der Fahrnauer Grundschule. Der 1. Vorsitzende, Thomas Hoyer, und sein Vorstandsteam wurden wiedergewählt. Der Verein zählt derzeit 335 Mitglieder. Seit dem Spatenstich für die »Villa musica« seien 4.385 ehrenamtliche Stunden von Vereinsmitgliedern investiert worden. Trotzdem blieb noch Zeit für 18 öffentliche Auftritte, so Dirigent Andreas Meier.

Die Kreisstraße zwischen Gersbach und Todtmoos ist – so die Straßenmeisterei in Schönau – ab sofort wieder befahrbar. Sie wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Vor einigen Tagen fand ein Gespräch mit Anwohnern und Bürgermeister Nitz über die bekannten Wiechser Verkehrsprobleme statt. Nitz betonte, dass im »Rebacker-Rütteberg« keine Bodenwellen eingebaut werden, auch wenn juristische Schritte angedroht worden sind. Die Verwaltung kann sich allerdings im Bereich des Spielplatzes einschlägige bauliche Maßnahmen vorstellen, um die Straße und deren Verlauf etwas zu verändern. Zur Verkehrsanbindung an die A 98 ist sich der Bürgermeister auch mit Landrat Rübsamen einig gewesen, dass dieses Problem nur im regionalen Vorgehen gelöst werden kann. Landrat Rübsamen will als Koordinator die betroffenen Gemeinden einladen, um das weitere Verhalten abzustimmen.

15. Februar 2003

Landrat Rübsamen hat für Anfang der kommenden Woche eine Klärung darüber zugesagt, ob bei der geplanten Gewerbeschau der Sonntagsverkauf möglich bleibt.

Bei Renovierungsarbeiten im brandgeschädigten Haus in der Entegaststraße sind gut erhaltene Decken- und Wandmalereien zum Vorschein gekommen. Der Bauausschuss wird am kommenden Montag die Malereien, die aus der Renaissance-Zeit stammen dürften, besichtigen. Prof. Bernhard Bischoff spricht von einem künstlerisch historischen Fund, wie er nicht alle Tage vorkomme.

Bei der Jahreshauptversammlung des Regio-Golfclubs Schopfheim durfte Dr. Richard Zahoransky darüber berichten, dass sich die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt hat. Im März wird die neue Saison gestartet. Interessant zu erfahren war auch, dass 20 Jugendliche wöchentlich auf dem Golfplatz trainieren.

Mit der derzeitigen politischen Weltlage und den Friedensbemühungen beschäftigt sich heute klar, aber in gewohnt ironischer Art Werner Müller in seiner MT-Kolumne.

Joachim Harder durfte auch in diesem Jahr an 41 Teilnehmer das errungene Sportabzeichen aushändigen. Willi Schäfer hat bereits zum 30. Male dieses Abzeichen absolviert. Eine seltene Ehrung.

Es ist wieder einmal soweit: Der Vorhang geht in der Stadthalle zum ersten diesjährigen Zunftabend auf. Ein zahlreiches Publikum kam, um das bunte Narrentreiben zu hören und zu sehen. Vier Stunden lang schossen die Narren dann ihr fasnächtliches Pulver ab. Büttenreden, Tanzeinlagen, Klamauk und Kalauer sorgten auch in diesem Jahr für beste Unterhaltung. Am Anfang musste jedoch der neue Bürgermeister Christof Nitz eine Art Entmachtung über sich ergehen lassen. Da er erst im Januar gekommen war und sich »klammheimlich« auf den Ratssessel gesetzt hatte, erhielt er von Ozume Gerhard Kiefer einen Ruhestands-Orden. Heidi Walz und Rosi Schmidt führten als Raumpflegerinnen durch das Programm. Nico Gsell und Jeannot Weißenberger als Vater-Sohn-Gespann gaben zum Besten, was sie mit der PISA-Studie zu tun hatten. »Schopfheim sucht den Superstar« hieß es anschließend, als Andi Gsell, Salvatore Invernale, Ingrid Kropf und Daniel Becker fünf Kandidaten unter die Bürgermeister-Lupe nahmen. Eine Lösung für das Schweigmatter Schwimmbad hatte der »Zwuckel vom Buckel« (Siegfried Schmidt) zu bieten. »None wenig früsch« sei der Ballrechter-Dottinger, fanden die »Zwei vom Park« (Klaus und Peter Strauß). Sie würden deshalb erst in einem Jahr über ihn herfallen. Für die närrische Note sorgte natürlich wieder Jeannot Weißenberger mit Hermann Wendland und der Narresome sowie eine flotte SVS-Tanztruppe. Mit gepfefferten Sprüchen geizten die »3 Ex« (Hans Itzin, Wolfgang Bühler, Wolfgang Lenz) auch dieses Jahr nicht.

Der Narrenbaum kann bei strahlender Sonne und niedrigen Temperaturen aufgestellt werden. Zunächst gedachten die »Enninger« Fritz Müller, des langjährigen Chefs der Baumaufstell-Mannschaft, und seiner Frau Marlene, die im letzten Jahr mit einem Helikopter tödlich verunglückt waren.

Während weltweit Menschen für den Frieden und gegen den Irak-Krieg demonstrieren, geschieht auch in Schopfheim etwas. Vor der Alten Kirche St. Michael fanden sich Menschen ein, die der Auffassung sind, dass der Irak-Konflikt friedlich beigelegt werden müsse.

Bei der Abteilungsversammlung der Feuerwehr Enkenstein wurde Peter Kropf im Maiberg-Saal für 25 Jahre Feuerwehrdienst geehrt. Ausrücken musste die Wehr zu einem Böschungsbrand und zu einem Hochwassereinsatz.

16. Februar 2003

Mit einem überraschend deutlichen 15:6-Heimsieg gegen den TV Todtnau sicherten sich die D-Mädchen der Handball-Abteilung des SVS in der Friedrich-Ebert-Sporthalle die Bezirksmeisterschaft.

Gersbach hat soviel Schnee wie seit langen Jahren nicht mehr. Das ganze Wochende genießen Skifahrer und Rodelfreunde die weiße Pracht, aber auch Spaziergänger freuen sich am Winterzauber.

17. Februar 2003

Der Bauausschuss besichtigt nach der Sitzung im Rathaus die freigelegten Deckenmalereien im Haus Entegaststraße 10 und zeigt sich über den Fund äußerst beeindruckt. Harald Klemm, der bauleitende Architekt und gleichzeitig Vorsitzender der Museumsgesellschaft, erläutert dem Ausschuss die Funde.

Wenig entscheidungsfreudig zeigt sich der Bauausschuss um die Bebauung des Gebietes »Hammer Nord«. Erst diskutierte man leidenschaftlich über die vorgelegten Pläne, einen Bauträger und mögliche Alternativen. Schließlich wurde jedoch die Vertagung beantragt und auch beschlossen.

18. Februar 2003

Die Gersbacher Chäschuchi und die Fleischdirektvermarkter sowie der Tourismus e. V. präsentieren sich derzeit auf der Muba in Basel.

Das geschichtsträchtige Schützenhaus am Entegast, einst von den Schopfheimer Schützen errichtet, wurde nun durch die Stadt verkauft. Es wird zu Wohnzwecken umgenutzt. Vor dem Verkauf mussten jedoch Rechte des Schützenvereins noch finanziell abgelöst werden.

Die Leistungsschau des Gewerbevereins ist nun doch nicht in Gefahr. Das Landratsamt wird auch die Verkaufsberatung an Sonntagen wie bisher üblich genehmigen.

Bei der jüngsten, 119. Generalversammlung im Restaurant »Lus« ließ der Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Schopfheim, das Jahr Revue passieren. Die Wegwarte Gallmann und Müller hatten im vergangenen Jahr ein gerütteltes Maß an Arbeit entlang der neuen Wanderwege zu leisten. Die bislang 105 km Wanderwege, für die die Schopfheimer Gruppe verantwortlich zeichnet, mussten neu ausgeschildert werden. Sehr viel Kraft und Zeit nahmen aber auch die Wachtage am Hohe-Möhr-Turm in Anspruch. Das Ehepaar Ilse und Hermann Bühler und das Ehepaar Marita und Hermann Sütterlin erhielten das Ehrenzeichen des Schwarzwaldvereines in Bronze. Maria Gallmann und ihr Mann Walter durften das Ehrenzeichen in Silber entgegennehmen.

Die Schüler der 8. bis 10. Klasse der Friedrich-Ebert-Schule beteiligten sich an einem Präventionsprojekt in Kooperation mit der Polizei zum Thema »Gewalt und Fremdenhass«. Während zweier Tage wurde im Scala-Kino ein Film über die Vielschichtigkeit der Gewalt gezeigt. Nach dem Film bestand die Möglichkeit zur Diskussion, die eifrig genutzt wurde. Mit dem Kino-Seminar sind neue Wege beschritten worden. Rektor Wolfgang Gabriel meinte, wer mit Medien kritisch umgehe, sei ihnen nicht ausgesetzt. Der Umgang mit Gewalt sei ein gesellschaftliches Problem und gehöre zur Sozialerziehung auch an der Schule. Die Medienpädagogin Ingeborg Havran vom Institut für Kino und Filmkultur in Köln stand den Schülern zur Diskussion zur Verfügung.

19. Februar 2003

Die Sportgemeinschaft Eichen traf sich vor einigen Tagen zur Jahreshauptversammlung. Der Vereinsvorsitzende, Hans-Dieter Albiez, erwähnte in seinem Jahresbericht auch den Brand der Vicemoos-Halle und dass die Ringer dadurch unter erschwerten Bedingungen trainieren mussten. Eine vorläufige Bleibe hat der Verein in der Hülschenmatthalle gefunden. Jugendleiter Hanspeter Waßmer wünscht sich, dass bei Jugendwettkämpfen mehr Eltern oder Bekannte im Publikum säßen, um den Ansporn der Wettkämpfer zu erhöhen. Bei den Wahlen gab es nur wenige Veränderungen. Hanspeter Waßmer scheidet als Jugendleiter aus.

20. Februar 2003

Mit kommunalpolitischen Themen beschäftigt sich die Mitgliederversammlung der GRÜNEN dieser Tage. Themen wie die Ortsumfahrung Wiechs und eine Absage an eine neue Diskussion um die »Sengelen«-Trasse beherrschten die Versammlung ebenso wie die Nordumfahrung der Stadt, wobei die GRÜNEN keine echte Nordumfahrung wollen. Auch einen Experten aus Bayern, der den Gemeinderäten sagen soll, wie die Verkehrslenkung und Innenstadtverkehrsplanung erfolgen könnte, brauche man nicht. Es gebe bereits Gutachten genug, so die Gemeinderäte Straub und Barnet. Die Idee einer Fußgängerzone zwischen Kronenbrunnen und Wallstraße warfen sie dafür in die Diskussionsrunde.

21. Februar 2003

Ende der kommenden Woche werden Gemeinderäte zu Peter Lenk nach Bodman an den Bodensee fahren, um sich mit ihm über die Skulptur, die er für den Pflughof schaffen soll, zu unterhalten. Die Räte haben dann die Möglichkeit, das Modell zu besichtigen.

Künftig veröffentlicht die Stadt wöchentlich Ergebnisse der Tempomessungen.

Auf das Landesdenkmalamt wartet Bürgermeister Christof Nitz, bevor eine Entscheidung über das Gebäude in der Entegaststraße 10, in dem die eindrucksvollen Deckenmalereien entdeckt wurden, gefällt werden kann. Auf jeden Fall ist der dortige Raum der geringen Größe wegen nicht als städtischer Sitzungssaal geeignet. Nitz denkt auch an die Gründung eines Fördervereines.

Die Mahnwache für den Frieden wird vom kommenden Samstag an nicht mehr vor der Kirche, sondern am Marktplatz im gesperrten Hauptstraßen-Teilstück stattfinden.

Die Fahrnauer Narren feiern in der Festhalle beim ersten Zunftabend mit der Polit-Prominenz, die auch im Mittelpunkt der närrischen Glossen stand. Statthalter Roland I vo de Golfbruck (Roland Schwald) freute sich mit den Fahrnauer Narren über den Abend. »Tschüss Burgi Fleck, du hesch di Job do ganz guet gmacht«, sangen die »Düfzelwälder Dreckspatzen«. Der andere Burgi, Christof Nitz, amüsierte sich königlich über den Heiligenschein, der sich langsam, aber sicher über Flecks Rentnerhaupt breitmachte. Für den neuen Bürgermeister hatten die »Dreckspatzen« den Song »Über viele Hürden musst du gehn, doch auch schöne Dinge wirst du sehn« auf den Lippen. Ruthard Hirschner wurde auf seinen neuen Aufgabenbereich Bautechnik eingeschworen. Damit er ein paar Eigenleistungen erbringen kann, erhielt er einen Hammer, um auf den Putz zu klopfen, eine Waage, damit nichts schiefläuft, und ein Senkblei, um alles im Lot zu halten. Die »Bättelsäcke« sorgten zu Beginn für frischen Wind in der Halle. Mit Dominik Meier und Kevin Burger gingen zwei Nachwuchs-Narren in die Bütt. In gewohnt sicherer Art beobachtete Kathrin Lange die Vorgänge in Fahrnau und Schopfheim. Bernhard Springmann alias »Posaunen-Börni« würdigt nach 20-jähriger Zunftabend-Karriere den Themen-Lieferanten Klaus Fleck. Zu Fahrnau gehörte aber auch ein zünftiger Auftritt des Fanfaren-Zuges unter der Leitung von Susanne Kiefer. Martin Gerner glänzte als Elektro-Lehrling und Jochen Sutter, der mit Stefan Echle witzig durch das Programm führte, erklärte, dass die »Schnäderenten« (Monika Schmidt und Gerda Blank), die wiederum ein mächtiges Pointen-Feuer auf die Fahrnauer Bühne zauberten, zum letzten Mal auftreten. Natürlich heizten die »Bättelsäcke« den Narren mit ihren närrisch-grotesken Klängen gehörig ein.

Die Schüler des THG und der Waldorfschule haben gemeinsam ein Fest organisiert: Zu einer »Multi-Kulti-Waldi-Gymi-Party« wurde eingeladen. Eine Unterstufen-Disco für jeden Musikgeschmack, der Einmarsch der THG-Guggemusik, ab 21 Uhr die »Ruling Phones« und später die »Spiritual Vibes« verwöhnten das Publikum mit Klängen aus der Rock- und Reggae-Szene bis spät in die Nacht.

22. Februar 2003

ppe-Geschäftsführer Volker Objartel wollte auf Anfrage des MT über den Verkauf des Unternehmens nur soviel sagen: »Wir verhandeln intensiv.« Gerüchte, wonach die Würth-Gruppe, ein renommierter Hersteller von Schrauben und Befestigungssystemen, ein ernsthafter Verhandlungspartner sei, wollte er nicht kommentieren.

Fritz Trefzger, ehrenamtlicher SWS-Geschäftsführer, informiert in der Presse darüber, dass in Kürze ein Nachfolger benannt werde. Bei der Suche nach der Nachfolge der Geschäftsführung sei man fündig geworden. Dem Vernehmen nach handelt es sich um einen Mitarbeiter aus der städtischen Verwaltung.

Im Georg-Reinhardt-Haus feiern Alfons und Sonja Maier das Fest der Goldenen Hochzeit.

Unter dem Kupferdach versammeln sich die Narren zum 2. Zunftabend vor einem ausverkauften Haus. Zu vorgerückter Stunde erschütterte ein mittelschweres Erdbeben, dessen Epizentrum in den Vogesen lag, das Gebäude und sorgte für nicht geringe Aufregung. Am gleichen Abend ging auch der zweite Zunftabend der Fahrnauer Narren über die Bühne der Festhalle.

23. Februar 2003

40 Jugend-Mannschaften kämpfen bei spannenden Fußball-Duellen in der Friedrich-Ebert-Sporthalle gegeneinander. Angetreten waren mehr als 400 junge Fußballer und Fußballerinnen, die sich die begehrten Klassensiege erspielen wollten.

24. Februar 2003

Gespannte Ruhe bei 60 Schülerinnen und Schülern im THG: Die Kinderbuchautorin Bettina Obrecht, in Lörrach geboren, las vor einigen Tagen im Gymnasium.

25. Februar 2003

Um 19 Uhr findet in der evangelischen Stadtkirche ein Friedens-Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinden Schopfheim und Fahrnau sowie der katholischen Kirchengemeinde statt.

Die Wiechser Schülerin Johanna Mittl durfte dieser Tage im Rosenheim-Museum in Stuttgart einen vom BUND ausgeschriebenen Wettbewerbspreis entgegennehmen. Mit ihrem »Natur-Tagebuch« konnte sie die Jury überzeugen. Die 13-Jährige hat über mehrere Monate hinweg Pflanzen in der nächsten Umgebung beobachtet und dabei eigene Theorien aufgestellt. Diese wiederum wurden zu phantasievollen Geschichten verarbeitet. Ministerialdirigent Rainer Arnold überreichte der Preisträgerin den Preis.

Vor Schulbeginn demonstrieren Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule und des THG für den Frieden. Am Samstag beteiligen sie sich auch an einer Demo auf dem Lörracher Bahnhofplatz.

26. Februar 2003

Das Amtsgericht Schopfheim hat mit dem 47-jährigen, aus Pforzheim stammenden Juristen Wolfram Lorenz einen neuen Zivil-Richter.

Die BZ schreibt heute, dass sich die ppe vor dem Verkauf an die Würth-Gruppe befinde.

Ein neuer Verein »Außer der Norm« wurde in Schopfheim gegründet. Dieser will sich gezielt Jungen und Mädchen beim Besuch der Regelschule widmen. Es geht dabei nicht nur um Kinder mit klassischen Behinderungen, sondern auch um Schülerinnen und Schüler mit begrenzten Leistungsschwächen und um Hochbegabte.

Schüler aus Broxbourne sind am THG und treffen sich mit dem Direktor beim neuen Bürgermeister Christof Nitz im Rathaussaal. Thema war natürlich auch hier der drohende Irak-Krieg.

27. Februar 2003

Während die einen friedlich ihren Hemdglunki-Umzug in Schopfheim und Fahrnau feiern, anschließend in die Stadthalle oder in die Festhalle gehen, um fröhlich Fasnacht zu begehen, nutzen andere die Gunst der Stunde für Krawall. In Fahrnau musste kurz nach Mitternacht die Polizei eingreifen, da randalierende Personen die Nachtruhe störten. In der Stadthalle kam es gar zu mehreren Auseinandersetzungen, in deren Verlauf zwei Personen verletzt wurden. In einem Fall hatte ein Mann einen anderen um eine Zigarette gebeten. Als er ihm keine gab, schlug er ihm mehrfach mit der Faust und verletzte ihn nicht unerheblich. Gegen 3.15 Uhr wurde ein Mann im Zuge einer Rangelei vor der Stadthalle mit einer Flasche ins Gesicht geschlagen. Der Verletzte musste später sogar in die Uni-Klinik nach Freiburg verlegt werden. Die Polizei sucht noch nach Zeugen.

Die Senioren der Stadt treffen sich wie jedes Jahr zusammen mit dem Statthalter zum närrischen Altennachmittag. Gotti Schleer und viele Akteure der Fahrnauer und Schopfheimer Saalfasnacht begeisterten die alten Menschen während einiger Stunden.

Bürgermeister Nitz bespricht zusammen mit Vertretern des Landesdenkmalamtes im Haus Entegaststraße 10 die kunsthistorischen Funde. Das Denkmalamt will für den freigelegten Renaissance-Saal lediglich die Grundförderung übernehmen, d. h. 50% der reinen Restaurierungskosten. Bürgermeister Nitz meint, dass es noch keine Verwendungsmöglichkeit gebe. Zunächst soll mit dem Hauseigentümer über einen möglichen Verkauf gesprochen werden. Die Finanzlage der Stadt lässt ein eigenes Engagement nicht zu. Denkbar seien aber eine Art Baustein-Aktion, die Gründung eines Fördervereins und Spendenaufrufe, um das Kulturgut – es soll sich um die ehemalige Rats-Stube der Stadt handeln – zu erhalten. Die Erbschaft von Fritz Heeg-Erasmus – so der Bürgermeister – komme für die Verwendung auf keinen Fall in Frage.

An der Friedrich-Ebert-Schule soll vom nächsten Schuljahr an eine Bläser-Klasse eingerichtet werden. Schüler und Eltern dürfen sich auf einen ganz und gar ungewöhnlichen Musikunterricht freuen, kündigt Musiklehrer Dieter Waibel an. Das Pilot-Projekt sieht vor, dass interessierte Kinder zwei Jahre lang mit erfahrenen Ausbildern und Instrumentallehrern der Schopfheimer Vereine und der Musikschule in Gruppenstunden ein Blasmusikinstrument erlernen.

Die SWS hat – so die Aufsichtsratsvorsitzende, Bettina Bethlen – am Dienstag einen neuen Geschäftsführer gewählt. Man habe sich aber darauf verständigt, den Namen noch nicht bekannt zu geben.

Um 8.15 Uhr ziehen die Narren in den Narrenkeller ein, um nicht nur die närrischen Tage lautstark zu beginnen, sondern auch, um den neuen »Dilldappen« zu küren. Dem Weckruf der Guggenmusiker war auch Bürgermeister Christof Nitz im Glunkihemd gefolgt. Schließlich konnte Karl Selz als »Dilldapp 2003« ausgerufen werden. Gerhard Zeiher erinnerte, dass sowohl er als auch Selz einst Prinz an der Schopfheimer Fasnacht waren, und dass Karl Selz lange als Lieferant von Fasnachtsglossen tätig war. Statthalter Roland I erhielt dann auch noch von einem Ex-Dilldappen (Ralf Schulz, seines Zeichens Ordnungsamtsleiter) einen riesigen Parktaler, denn die echten, die wie Goldvreneli gehortet werden, seien nirgends mehr zu haben.

28. Februar 2003

Stirbt in der Innenstadt ein weiterer Einzelhändler? Der HL-Markt in der Hauptstraße steht offenbar auf der Kippe. Andreas Krämer, Pressesprecher der Rewe-Gruppe, bestätigte auf Anfrage des MT: »Der Standort ist problematisch.« Von Schließung könne aber noch keine Rede sein. Es komme in Schopfheim zu einem starken Wettbewerb, da in unmittelbarer Nähe andere Einzelhandelsmärkte um die Gunst der Kunden buhlen, u. a. auch der Minimal-Markt auf der »Gänsmatt«, der ebenfalls zu Rewe gehört. »Wir rechnen mit spitzem Bleistift«, so der Pressesprecher. Eine Entscheidung sei frühestens im Mai zu erwarten.

Eine Abordnung des Gemeinderates ist zusammen mit Bürgermeister Christof Nitz beim Künstler Peter Lenk in Bodman am Bodensee. Gemeinsam wird das von ihm geschaffene Modell »Badische Revolution 1848« besichtigt. Nitz meint, am 7. April solle der Gemeinderat über die Anschaffung dieses Kunstwerkes entscheiden.

Bürgermeister Nitz sieht Chancen für den Weiterbetrieb des Schweigmatter Schwimmbades. Über den Vorschlag soll der Gemeinderat am 7. April befinden. Interesse als Schwimmbad-Betreiber hat der bisherige Kiosk-Pächter. Viele Helfer wollen mit Eigenleistungen dazu beitragen, die Unterhaltskosten zu senken und Einsparungen zu ermöglichen.

01. März 2003

Die Mitglieder des DRK Schopfheim trafen sich dieser Tage unter dem Vorsitz von Ruthard Hirschner zur Jahreshauptversammlung. Insgesamt konnte über ein befriedigendes Jahr berichtet werden, bei dem jedoch der Einsatz beim Brand der Vicemoos-Halle einen wichtigen Anlass bildete. 2.000 Stunden Dienst für den Notfall wurden geleistet. Der Jugendgruppen-Leiter, Hanspeter Post, teilte mit, dass er im kommenden Jahr zurücktreten werde und man sich bereits heute um seine Nachfolge Gedanken machen solle.

02. März 2003

Es regnet ganz gewaltig, als der lange Narrenwurm beginnt, sich durch die Stadt zu schlängeln. Wolfgang Lenz erklärte die einzelnen Gruppen und Wagen wie gewohnt vom Marktplatz aus. Guggenmusiker und bunte Hästräger zogen ebenso durch die Stadt wie interessant und kunstvoll gestaltete Wagen. Gigantisch ragten eine Hexe und ein Teufel aus Anlass des 44. Jubiläums des »Hexen-Zinkens« über die Köpfe der Zuschauer. Der »Schlattholz-Zinken« kreierte eine Narren-Galeere, die schließlich auch preisgekrönt wurde, und zeigte, dass alle Narren buchstäblich in einem Boot sitzen und gemeinsam rudern. Roland I vo de Golfbruck residierte im Führerhaus eines nachgebauten LKWs. Aber auch das Krankenhaus oder der »Pflug«-(Fried)hof beschäftigte die Narren. Mit der Schließung des Schweigmatter Schwimmbades zeigten sich die »Enninger«-Narren nicht einverstanden und glossierten dieses Thema entsprechend. Die Steuerpolitik der Bundesregierung geht soweit, dass die »Schlatthölzler« noch zahlreiche Steuer-Ideen auf ihrem Wagen präsentierten, die vom Bundeskanzler und vom Außenminister umgesetzt werden könnten. Große Sprünge machte der »Städtli-Zinken«-Vogt, der in einer Sprungschanze stand, von der sich ein närrischer Sven Hannawald stürzte. Der Regen ließ später nach und die Narren konnten dann zwar durchnässt, aber immerhin ohne Regenschirm den Rest des Umzuges bewältigen.

Acht Musikgruppen aus der ganzen Region zieht es am heutigen Fasnachts-Sonntag zum Guggenball in die Fahrnauer Festhalle. Bis tief in die Nacht hinein wurde getanzt und geschunkelt. Die Halle platzte aus allen Nähten, denn kein Fasnachts-Fan lässt sich dieses Spektakel entgehen.

Die »Sternen-Zinken«-Schnitzelbanksänger sind auch in diesem Jahr jeweils bis spät in die Nacht in den Schopfheimer Gaststätten und tragen ihre Verse vor, wobei wie immer Jörg Jost als Sänger wirkt.

Gegen 18.30 Uhr warten am Bahnhof Fahrnau zwei Schüler auf den Zug. Zwei Jugendliche tauchen auf und fordern die Wartenden auf, Zigaretten und Bargeld herauszugeben. Einer der Schüler, ein Zwölfjähriger, wurde dann brutal niedergeschlagen. Er gab 30 Cent heraus, die Täter nahmen das Geld und verschwanden. Die beiden Angreifer sollen etwa 16 Jahre alt sein. Die Polizei bittet um Hinweise.

03. März 2003

Die Kinder in Schopfheim und Fahrnau haben ihren Spaß als Hästräger oder als kostümierte kleine Indianer, Cowboys, Teufel etc. bei ihren Umzügen und beim Narrentreiben in der Fahrnauer Festhalle und Schopfheimer Stadthalle.

04. März 2003

Mit der Verbrennung des Fasnachts-Kerli am Kronenbrunnen geht pünktlich um 19.11 Uhr mit einem Trauerzug unter der Leitung des Langenauer Musikvereins die Schopfheimer Fasnacht zu Ende. Martin Reimann, Zinkenvogt des »Schlattholz-Zinkens«, verlas die von Gerhard Zeiher verfassten Abschieds-Verse. Das herumstehende Narrenvolk flennte (weinte) kräftig, während die Musikkapelle noch einmal zünftig zum Schunkeln anregte.

05. März 2003

Margarete Matt feiert heute im Georg-Reinhardt-Haus ihren 101. Geburtstag.

Zur Schlägerei in den Morgenstunden nach dem Hemdglunki-Ball meldet sich heute ein anonymer Zeuge über die Presse und meint, er habe ein schlechtes Gewissen, selbst nicht geholfen zu haben, obwohl er Augenzeuge gewesen sei. Er meint jedoch auch, die Polizei sei mit dem Streifenwagen auf der anderen Straßenseite gestanden und habe nicht eingegriffen. Bernhard Schlachter, Revierleiter, sagte der BZ gegenüber, die Beamten seien zu weit weg gewesen und seine Leute hätten das Geschehen, so wie es der Zeuge geschildert habe, nicht gesehen. Weil die Beamten nur zu zweit gewesen seien, hätten sie sogleich Verstärkung angefordert, die binnen weniger Minuten eingetroffen sei. Schlachter will den Vorfall nicht herabspielen, gesteht aber ein, dass es optisch natürlich kein gutes Bild mache, wenn die Polizei präsent zu sein scheint, aus Sicht des Beobachters jedoch nicht eingreife. »Mehr Sicherheitsvorkehrungen als bisher praktiziert, sind nicht drin«, erklärte der Vorsitzende, Gerhard Doll, und meint, vor der Stadthalle habe er ohnehin kein Hausrecht und könne demzufolge als Veranstalter nicht eingreifen.

Vor einigen Tagen traf sich die Bürgerinitiative »Hammer Nord« mit Bürgermeister Christof Nitz, um über die vorgesehene Bebauung zu sprechen. Zwischenzeitlich wurde von der Bauträgerin eine kleinere Lösung erarbeitet. Statt der bisher vorgesehenen 32 Doppel- und Reihenhäuser sieht die neue Bebauung noch 14 Reihenhäuser in verdichteter Bauweise vor. Der Bürgerinitiative hat der Bürgermeister versichert, sich vor einer neuen Diskussion noch einmal zu treffen.

Zu einem Kaminbrand muss die Feuerwehr nach Langenau ausrücken.

Aschermittwoch auch für die Narren. Mit Spannung wurde das erste Herings-Wettessen zwischen Statthalter Roland Schwald und Bürgermeister Christof Nitz erwartet. Der Statthalter sprach von einer tollen Fasnacht und der neue Bürgermeister war ebenso von der Fasnacht begeistert und bedankte sich bei allen, die daran beteiligt waren. Als letzte Amtshandlung musste der Statthalter den Rathausschlüssel zurückgeben. Zuvor jedoch maßen sich die beiden »Regenten« beim Heringsessen, das natürlich der Statthalter für sich entschied.

06. März 2003

Die Bahn bestreikt nicht nur in der ganzen Republik die Beförderung – auch die Wiesental-Strecke ist heute vom Streik betroffen. Wer sehr früh zur Arbeit muss, muss andere Fortbewegungsmittel suchen, denn die Lokführer-Gewerkschaft bestreikt auch die Wiesental-Linie. Zwischen 6.00 Uhr und 6.45 Uhr blieben die Züge stehen. Nicht jeder Fahrgast zeigte dafür Verständnis.

Mit dem Abbruch der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Schwarzwaldstraße wird begonnen. Demnächst soll dort ein Wohnhaus, dessen Errichtung im vergangenen Jahr im Gemeinderat heftig umstritten war, entstehen.

Die Rostgänse vom Eichener See sind zurück. Beim Landwirt Mäder brüten dieses Jahr zwei Pärchen. Vielleicht gelingt es in diesem Jahr, die jungen Rostgänse wieder in den Eichener See zu setzen.

Ein Fernsehteam des WDR macht Filmaufnahmen am Eichener See für das Wissenschafts-Magazin »Quarks & Co«. Der Autor der Sendung ist der Schopfheimer Jo Siegler, der in Wiechs aufgewachsen ist. Zunächst verschafften sich die Filmer aus der Luft einen Überblick über den See und die Dolinen-Landschaft bei Hasel.

07. März 2003

Das Scheibenfeuer der Eichener brennt am Eichener See.

Wenn im Sommer die Schweizer SBB die Wiesental-Strecke und damit den Nahverkehr der Züge übernimmt, müsse das DB-Personal nicht zwingend übernommen werden, auch wenn dies empfohlen worden sei, so Friedhelm Töppler, Dezernent beim Landratsamt.

Neue Pläne gibt es für das Gebäude des ehemaligen Wohnen & Sparen-Marktes. Es soll dort eine Versammlungsstätte für 300 Personen entstehen. Ein Antragssteller aus Weil will im einstigen Fachmarkt für größere Veranstaltungen (Geburtstage, Hochzeiten, Verlobungen), vor allem für türkische Mitbürger, einen Versammlungsraum einrichten. Die Stadt lehnt dies mit der Begründung ab, dass ein überregionaler Einzugsbereich zu erheblichen Belästigungen führen würde; außerdem handle es sich um eine Vergnügungsstätte, die sich der gewinnbringenden Freizeitunterhaltung widme. Solche Einrichtungen sind im Bebauungsplan ausgeschlossen.

Die Arbeitslosenzahlen waren in der Bundesrepublik seit dem Amtsantritt von Gerhard Schröder noch nie so hoch. Im Landkreis Lörrach sank die Arbeitslosenquote im Februar um einen Zehntelpunkt auf 6,0% gegenüber dem Vormonat. Insgesamt sind 6.734 Personen im Landkreis Lörrach arbeitslos. Im Vorjahr waren es 6.289 oder 5,7%.

Volker I vom Röth (Volker Richert) ist neuer Wibufa-Prinz und wurde vor dem Hemdglunki-Umzug inthronisiert. Zuvor wurde jedoch Ortsvorsteher Ino Hodapp aufgefordert, den Rathausschlüssel dem neuen Regenten auszuliefern, was er auch ohne Widerstand tat.

Auch die Langenauer haben mit Prinzessin Helga I vo de Langenau (Helga Roser) eine närrische Regentin, die am Hemdglunki-Obe den Ortsvorsteher, Hans Weinbrechtinger, entthronte. An seiner Stelle regieren jetzt die »Alten Schachteln«.

Die Enkensteiner treffen sich zum ersten Mal, um im Maiberg-Saal Fasnacht zu feiern. Beim ersten »Schnäder-Hock« ging es dann auch rund. Ortsvorsteher Rainer Strittmatter durfte sich freuen und meinte: »S’ganze Dorf isch uf de Bei.« Entmachtet wurde er allerdings nicht.

08. März 2003

Die Enkensteiner brennen ihr Scheibenfeuer ab. Mit einem Fackelzug gehen die Menschen des Ortsteiles auf den »Sturmen«, wo die Kinder das Feuer entzünden dürfen.

Zum »Tag der Frau« wurden im Kreiskrankenhaus Schopfheim die Frauen vom neuen Pflegedienstleiter Scheffler mit Nelken beschenkt.

Auch die Schopfheimer brennen am Samstag bei den »Sieben Tannen« ihr traditionelles Scheibenfeuer ab. Verantwortlich ist – wie immer – der »Sternen-Zinken«.

Vor einer Woche wurde Ursel Güdemann von Pfarrer Richard Dressel für über 30-jährige Tätigkeit als Mesnerin in der katholischen Kirche in Fahrnau geehrt.

Zum 18. Langenauer »Rätsch-Oobe« ist der Festsaal bis auf den letzten Platz belegt. Prinzessin Helga I vo der Insle mit ihren sieben »Alte Schachtle« kann so auf ein großes Narrenvolk blicken. Als jüngste Akteurin stand Nicole Roser auf der Bühne und nahm so manches Langenauer Ereignis der letzten Monate auf die Schippe. Frieder Köpfer und Jürgen Kilchling waren als »Klaus & Klaus vo der Nordseeküste« auf der Bühne, assistiert von einem Background-Chor und vom unverwüstlichen Klaus Strauß am Akkordeon. Rolf Rümmele plauderte als »Friseur« prominenter Personen aus dem Nähkästchen, während Nicole Roser manches Geheimnis in der Rolle von Frau Holle lüftete. Traditionell war das »Rentner-Bänkle« mit Karl Heinz Opitz und Helga Roser.

09. März 2003

Bei herrlichstem Frühlingswetter geht der Wiechser Buurefasnachts-Umzug, der jedes Jahr für Überraschungen gut ist, durch die Straßen des Ortsteiles. Das Dorfgeschehen wurde wie immer auf aufwändig gebauten Wagen ausgespielt. Donnergrollen und Rauchschwaden begleiteten die Inszenierung auf den Wagen. Wibufa-Präsident Fritz Streule freute sich nicht nur über die vielen Zuschauer und die zahlreichen Gruppen – zufriedene Gesichter beim Publikum und den Organisatoren, bei Cliquen und Gastzünften zeigten auch, dass es wieder einmal mehr gelungen war, einen tollen Umzug zu gestalten.

Scheibenfeuer brennen auf den Höhen in Kürnberg, Wiechs und Langenau. Damit wird auch dort die Buurefasnacht beendet.

Christa Hoheisel und Margit Jüngerkes von der vhs laden anlässlich des Frauentages zu einer Lesung unter dem Motto »Wenn du geredet hättest...« in die Stadtbibliothek ein. Christa Hoheisel wollte sich nicht nur auf deutsche Ansichten und Meinungen beschränken und hatte Frauen aus unserer Umgebung, die aus Russland, Afghanistan, Portugal, der Schweiz und aus Eritrea stammen, gebeten, Texte vorzulesen, die ihnen selbst viel bedeuten.

11. März 2003

Einsparungen im Gesundheitswesen zwingen auch das Schopfheimer Krankenhaus zu eingehenden Strukturveränderungen. Während die Krankenhäuser noch bis einschließlich 2002 hauptsächlich nach den sog. Abteilungs-Pflegesätzen bezahlt wurden, gibt es nun eine diagnoseorientierte Fall-Pauschale, die jeder Krankheit einen genau bestimmten Erlös zuteilt. Finanzielle Auswirkungen habe dies jedoch noch nicht, so Verwaltungsdirektor Joachim Tempel vom Schopfheimer Krankenhaus der BZ gegenüber, denn bis 2004 bekomme Schopfheim dasselbe Budget wie in den Jahren zuvor.

Manfred Asal wird für 40-jährige Betriebszugehörigkeit zur Firma Rietschle Thomas im Rahmen einer Feierstunde geehrt. Zu den Ehrenden zählte nicht nur der Betriebsratsvorsitzende, sondern auch Seniorchef Werner Rietschle, Geschäftsführer Flechsenhaar und Bürgermeister Christof Nitz, der dem Arbeitsjubilar die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg überreichte.

12. März 2003

Die SPD fordert eine Diskussion im Gemeinderat über die Folgen des Hemdglunki-Balles und darüber, was mit den in der Entegaststraße 10 entdeckten Deckenmalereien geschehen soll. Weiterhin fordert sie eine Aussprache über die Kostensituation des Umbaus in der Kulturfabrik und über weitere Überlegungen zur Nutzung der Räume.

Zum Ende dieses Monats schließt die Bäckerei Walter Fischer in der Feldbergstraße nach 48 Jahren die Backstube und den Laden.

Im Georg-Reinhardt-Haus ehrte dieser Tage Geschäftsführer Klaus Haas Arbeitsjubilarinnen. Loni Schwärzel und Marianne Stark sind seit 30 Jahren im Alten- und Pflegeheim beschäftigt. Haas meinte, man könne sich glücklich schätzen, wenn man sich so lange Jahre auf Mitarbeiterinnen verlassen könne.

Bürgermeister Christof Nitz empfängt Preisträger von »Jugend musiziert« und freut sich mit den jungen Musikerinnen und Musikern der Musikschule Steinen-Schopfheim. Susanne Kagerer dankte den Eltern für die stets zuverlässige Begleitung und Unterstützung ihrer Kinder.

13. März 2003

Eine bahnbrechende Neuheit soll an der Gewerbe-Akademie erprobt werden. Der Leiter der Akademie, Arno Baumann, informiert, dass es durch eine Gesetzesänderung möglich wurde, dass auch Handwerker ohne Abitur an jeder Universität studieren dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass die Handwerker den Abschluss »Economic Bachelor of Business Administration« erlangt haben. Dieser neue Studiengang wird an der Schopfheimer Gewerbe-Akademie angeboten, einer Einrichtung der Handwerkskammer Freiburg. Er geht über drei Semester mit Präsenztagen in Schopfheim, ansonsten werden die Handwerker on line betreut. »Dies ist bundesweit eine einmalige Neuheit«, so der Akademie-Leiter.

Zweifel an Gemeinderatsbeschlüssen hegt der Unabhängigen-Stadtrat Dr. Ottmar Nübling. Er meint, bei den Beschlüssen zur Schließung des Schwimmbades Schweigmatt im Dezember hätte der Ortschaftsrat beteiligt werden müssen.

Bürgermeister Nitz wollte zusammen mit den Gemeinderäten in eine Klausur-Tagung außerhalb Schopfheims gehen, um über die Finanzsituation und die Ziele der Stadt zu diskutieren. Die Unabhängigen jedoch sind nicht gegen eine solche Tagung an sich; sie erscheine sogar notwendig, aber die Fraktion sei gegen unnötige Geldverschwendung in diesem Zusammenhang. Man könne sich auch in Schopfheim zu einer Intensiv-Sitzung treffen.

14. März 2003

Der Musikverein Fahrnau konzertiert mit teilweise acht Trompetern in der Fahrnauer Matthäuskirche. »Mal etwas anderes«, charakterisierte Dirigent Andreas Meier den Auftritt.

Beigeordneter Ruthard Hirschner bestätigt, dass vor der Schließung des Schweigmatter Schwimmbades der Ortschaftsrat hätte gehört werden müssen. Falls es mit der Offenhaltung des Bades klappen sollte, wolle Raitbach aber nicht auf dem Formfehler herumhacken, meint Ortsvorsteher Oswald.

Die geplante Haltestelle der Wiesental-Bahn bei der Firma VST in Gündenhausen soll noch einmal überdacht werden. Bürgermeister Nitz favorisiert eine Haltestelle beim Einkaufszentrum »Gänsmatt«. Am 7. April wolle er seine Überlegungen im Gemeinderat besprechen, so der Rathauschef.

Für die Firma ppe und ihre Mitarbeiter könnte der 14. April eine neue Phase einläuten. An diesem Tag nämlich könnte die komplette Belegschaft in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft eintreten. Die Mitarbeiter wurden am Mittwoch in einer Betriebsversammlung darüber informiert. Die Würth-Gruppe will ppe übernehmen, so der Insolvenzverwalter Jobst Wellensiek. Die Schaffung dieser Auffanggesellschaft ist Voraussetzung für die Übernahme durch die Würth-Gruppe. Danach würde Würth diejenigen Beschäftigten, die auch künftig bei ppe arbeiten, aus dieser Gesellschaft herausnehmen und übernehmen. Allerdings wird der neue Eigentümer von den rd. 385 ppe-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht alle, mindestens aber 260 Personen beschäftigen. Kerngeschäft der Würth-Gruppe mit Sitz in Künzelsau ist der weltweite Handel mit Befestigungs- und Montagematerial.

Das THG erhält zum Schuljahresbeginn einen neuen Direktor. Der langjährige Direktor Adolf Winterhalder geht in den Ruhestand. Wie das MT heute berichtet, soll aller Voraussicht nach der in Schopfheim lebende, 47-jährige Pädagoge Wolfgang Stocker die Schulleitung übernehmen. Stocker ist derzeit stellvertretender Schulleiter am Georg-Büchner-Gymnasium in Rheinfelden. Beim Oberschulamt in Freiburg rechnet man damit, dass das förmliche Verfahren bis Ende April abgeschlossen sein wird, sodass Stocker sein Amt zum 1. August antreten könnte.

15. März 2003

Erneut demonstrieren Menschen am Marktplatz für den Frieden, wie dies seit einigen Wochen jeden Samstag geschieht.

Die beiden Tageszeitungen bringen eine Zwischenbilanz nach 10 Wochen Amtszeit des neuen Bürgermeisters Christof Nitz. Beide meinen: »Das Fazit des Bürgermeisters: Vieles braucht einfach seine Zeit«.

Den Haltepunkt Schopfheim West will Bürgermeister Christof Nitz näher an die Einkaufsmärkte verlegen. Laut Gemeindeordnung, meint er bei einer Pressebesprechung, könne Schopfheim bei der nächsten Gemeinderatswahl nur 22 Gemeinderäte erhalten. 26 Räte, wie bei dem Beschluss über die Abschaffung der Unechten Teilortswahl im vergangenen Jahr, sind nur möglich bei einer Einwohnerzahl von über 20.000. Anfang April muss der Gemeinderat nun noch einmal entscheiden, was er definitiv will für die kommenden Jahre.

Zum Marktplatz glänzender Karossen wird die Stadthalle während zweier Tage. Die 31. Schopfheimer Autoschau lockt wieder viele Besucher an, wobei in diesem Jahr die Cabrios und Vans hoch im Kurs stehen.

16. März 2003

Der Fotograf Christophe Meyer stellt Schwarzweiß-Fotografien im Museum aus. Der Kunstverein präsentiert in den Portraits des Künstlers Menschlichkeit, Liebenswürdigkeit und einen Blick mit Herz. Die Ausstellung des elsässischen Fotografen ist noch bis Ende April zu sehen.

17. März 2003

Überraschte Gesichter gibt es im Bauausschuss. Beigeordneter Ruthard Hirschner erklärt, dass Christof Nitz, der sich derzeit im Urlaub befindet, beschlossen hat, dass der Betreiber der Gaststätte »Linde« nun doch Tische und Stühle auf der Straße vor seinem geplanten Restaurant aufstellen und Gäste im Freien bedienen darf. Zu diesem Schluss sei der Bürgermeister nach einem Vor-Ort-Termin mit dem Investor gelangt. Verwunderung rief diese Bekanntgabe bei den Gemeinderäten hervor, da im Dezember einstimmig gegen das Straßen-Café votiert wurde. Der Gemeinderat wollte über diese Frage erst entscheiden, wenn über die Zukunft der Fußgängerzone und die Verkehrsführung entschieden worden ist. Ein solches Konzept liegt jedoch noch nicht vor. Karl Selz befand das als einen Skandal und fragte, warum ein Gremiumsbeschluss überhaupt in so kurzer Zeit aufgehoben werden konnte. Artur Cremans, SPD, verlangte, dass die Angelegenheit in der nächsten Sitzung dargelegt und behandelt wird.

Dem Nutzungsänderungsantrag, den ehemaligen Fachmarkt Wohnen & Sparen in eine Vergnügungsstätte umzubauen, hat der Ortsbauausschuss nicht entsprochen.

In der Sitzung des Bauausschusses wird der Ausfall von Sitzungen mangels Themen kritisiert. Die Parlamentarier fühlen sich übergangen. Es hieß dann schließlich auch: »Die Schonfrist ist vorbei«. Bürgermeister Nitz hatte den »Rebacker«-Anwohnern zugesagt, nun eine Schwelle am Lindenweg zu installieren. Stadtrat Hubert Probst hat Bedenken gegen diese Zusicherung, denn solche Einrichtungen seien schon an vielen Stellen gefordert worden, z. B. an der Roggenbachstraße. Hans-Jörg Klein, SPD, reagierte mit Erstaunen, dass bei einem Thema, das im Gemeinderat zuletzt kontrovers diskutiert worden ist, offenbar Zusagen gemacht und danach Sitzungen mangels Themen abgesagt würden. »Dazu fällt mir nichts mehr ein«, so der SPD-Stadtrat. Dr. Ottmar Nübling, Unabhängige, sieht einen regelrechten Anfragenstau und sprach von »Entzugserscheinungen«. Der Bürgermeister habe wohl etwas falsche Vorstellungen von der Wichtigkeit des Gemeinderates als Hauptorgan der Gemeinde.

Den derzeitigen Zustand der Wehrer Straße nennt Stadtrat Artur Cremans, SPD, im Bauausschuss einen Skandal. Ruthard Hirschner hielt die Kritik für berechtigt. Man werde nicht mehr dulden, die Straße länger so zu belassen. Die Baufirma hat die Fertigstellung auf Ende März angekündigt.

Die SVS-Handballabteilung traf sich dieser Tage um Abteilungsleiter Gernot Lay zur Jahreshauptversammlung. Er meinte in seinem Bericht, dass die Handballer auf jeden Fall einen Rückschritt vermeiden wollten, mit dem Erreichten dürfe man sich nicht begnügen. Die Handballer haben nach wie vor das Ziel, einer der stärksten Vereine am Oberrhein zu sein, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Das eine Ziel – 300 Mitglieder – habe man bereits erreicht, am zweiten müsse man hart arbeiten.

18. März 2003

Derzeit wird – so Ingrid Steven – geprüft, ob es jetzt ausreicht, die Klage wegen der Einführung von Französisch an den Grundschulen einzureichen. Unterdessen laufen an den Schulen die Vorbereitungen für den Französisch-Unterricht im nächsten Jahr. Die Lehrkräfte werden in Kursen geschult.

19. März 2003

Jürgen Sänger ist neuer Geschäftsführer der SWS. Bettina Bethlen, Aufsichtsratsvorsitzende, gab dies in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses bekannt. Jürgen Sänger, der hauptberuflich als Grundbuch-Ratsschreiber bei der Stadt Schopfheim beschäftigt ist, nimmt seine ehrenamtliche Geschäftsführertätigkeit am 1. April auf.

Einen internationalen Kunsthandwerker-Markt im September planen Frank Hedtke und Claudia Hofmann in der Altstadt.

20. März 2003

Um 19 Uhr findet in der evangelischen Kirche in Fahrnau eine Friedens-Andacht statt. Aufgrund der aktuellen politischen Weltlage werden diese Andachten bis auf Weiteres jeden Donnerstag um die gleiche Uhrzeit abgehalten.

Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, kann die Welt sich verändern – nach diesem Motto handelt das Friedensnetzwerk Wiesental, eine Bewegung, die erst vor einigen Wochen entstanden ist, als das Thema »Irak« immer aktueller wurde. Die Bewegung wurde von den zwei Waldorfschülern Ulrich Blaschke und Ephraim Minzloff ins Leben gerufen. Heute versammelten sich wieder etwa 50 Schüler der Waldorfschule und des THG und demonstrierten am Kreisverkehr in der Hebelstraße. Um 15 Uhr versammelten sie sich zu einer Demo auf dem Marktplatz und zu einem Demozug durch die Stadt. Um 18 Uhr nahmen sie an einer Kundgebung in Lörrach teil.

Ärger gibt es in Enkenstein. Anwohner des Maiberg-Saales fühlen sich von der Stadt betrogen, denn nicht nur dieser Saal ist höher geworden als die Planungen es vorgesehen hatten; auch das derzeit sich im Bau befindliche Feuerwehrgerätehaus soll um 80 cm in der Höhe anwachsen. »Wir werden gegen jede weitere Veränderung Einspruch einlegen«, so die betroffenen Anwohner.

Bis einschließlich Dienstag der kommenden Woche gastiert der Zirkus »Montana« auf einem freien Platz beim Hieber-Markt.

21. März 2003

Der Vorstand der Unabhängigen beschloss in der jüngsten Sitzung, neben einer Wahlliste für den Gemeinderat im kommenden Jahr auch für den Kreistag zu kandidieren.

Anfang dieser Woche musste eine Schülerin der Friedrich-Ebert-Schule mit Meningitis (Hirnhautentzündung) ins Krankenhaus gebracht werden.

Die TSG trifft sich im »Kranz« zur Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Gerhard Doll wies ausdrücklich darauf hin, dass sich die unerfreulichen Ereignisse beim Hemdglunki-Ball in diesem Jahr nach Ende der Veranstaltung abgespielt hätten. Er signalisierte auch die Bereitschaft, eventuell zu einem Gespräch mit der Stadt und der Polizei zur Verfügung zu stehen. Im weiteren Jahresbericht wurden dann die stattlichen Erfolge des Vereins beleuchtet. Zu den Highlights der gesellschaftlichen Erfolge rechnet die TSG einmal mehr den Schlagerwettbewerb, der unter der Regie der Turn-Abteilung durchgeführt wird. Bei der Jahreshauptversammlung konnte der Vorsitzende dann Hans Jenisch für sein Engagement bei Vereinsanlässen zum Ehrenmitglied ernennen. Lothar Lutz bleibt weiterhin stellvertretender Vereinsführer.

Einen Wermutstropfen gibt es bei der Jahreshauptversammlung der Stadtmusik: Die Dirigentin der Jugendkapelle, Kirsten Lin, verabschiedet sich nach zwölfjähriger Tätigkeit. Man fand jedoch Verständnis für ihr Handeln und dafür, dass sie ein neues Engagement in andern Aufgabenbereichen sucht. Der Vorstand hat sich durch die Neuwahlen nicht verändert. Peter Bühler führt ebenso wie seine Stellvertreterin, Renate Feuchtmann, das Vereinsschiff weiter.

In der Kirche St. Agathe spielt das »Trio Arc-en-ciel« mit der Geigerin Ursula Widmer, dem Pianisten Michael Herrmann und dem Cellisten Andreas Henrici. Die Musiker wurden mit viel Beifall belohnt.

22. März 2003

Allem Anschein nach steht einer Übernahme der insolventen Firma ppe durch die Würth-Gruppe nichts mehr im Wege. Die Belegschaft hat der Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zugestimmt. »Es sieht sehr gut aus«, so der Betriebsratsvorsitzende, René Glatt.

»Die Fasnacht ist vorbei, aber nur fast, zumindest in Schopfheim«, so kritisiert heute die BZ. Es flattern nämlich weiterhin die bunten Tücher mit den Namen der Zinken über den Straßen der Innenstadt.

Die Schopfheimer »Minifossis« mit ihrem Leiter, Werner Störk, entdeckten weitere Schanzen-Anlagen. Zusammen mit Forstoberinspektor Wolfram Scherb haben sie eine bislang völlig unbekannte Sperrwallanlage nördlich von Enkenstein entdeckt.

Schopfheims Unabhängige planen in der kommenden Woche eine öffentliche Diskussionsveranstaltung über die Lenk-Plastik.

Der Kinderschutzbund Schopfheim vermittelt nicht nur Tagesmütter, sondern ermöglicht jetzt auch deren Ausbildung und Qualifizierung.

Henrik Ibsens Schauspiel »Die Frau vom Meer« wird von der Bühne 64 aus Zürich in der Stadthalle aufgeführt. In den Hauptrollen sind Eleonore Weisgerber als Ellida, Volker Petzold als Dr. Wangel und Michael Kausch als Oberlehrer zu sehen.

In der Nacht nehmen Polizeikräfte von Schopfheim, der Kripo Lörrach und Zollbeamte Alkohol- und Drogenkontrollen vor. Von den zahlreichen kontrollierten Verkehrsteilnehmern wurden 40 einem Alkoholtest unterzogen, vier wurden zur Blutprobe gebeten, bei drei Personen wurde eine Urinprobe veranlasst. Vier Autofahrern wurde daraufhin die Weiterfahrt untersagt. Bei drei Fahrern im Alter von 22 und 23 Jahren wurde der Konsum von Amphetaminen, Cannabis oder Kokain festgestellt. Außerdem hätten sie noch Alkohol getrunken. Selbstverständlich wurde ihnen die Weiterfahrt nicht erlaubt.

Das wunderschöne Wetter wird vom BUND genutzt, um mit ersten Maßnahmen am »Bremt«-Spielplatz zu beginnen. Der Gewerbekanal wurde ja rückgebaut. Mitte dieser Woche kann auch Wasser durch das neue Bachbett fließen, und inmitten des Spielplatzes wird dann ein kleiner See entstehen.

Die SPD hält heute in der Bergkopf-Halle in Gersbach ihren Kreisparteitag ab. Kreisvorsitzende wurde mit 107 von 108 abgegebenen Stimmen Margarete Hundorf, die damit wiedergewählt wurde.

23. März 2003

Der Jahrgang, der 1953 in Fahrnau aus der Schule entlassen und konfirmiert wurde, trifft sich zur Goldenen Konfirmation. Mehr als 20 Männer und Frauen, die vor 50 Jahren in der Agathen-Kirche durch Pfarrer Waßmer konfirmiert worden sind, feierten einen Festgottesdienst mit dem derzeitigen Pfarrer, Andreas Ströble.

Mit einem 3:1-Erfolg gegen die favorisierte Mannschaft des Schachclubs Dreiländereck (Weil/Lörrach) sicherten sich die Senioren der Schachgesellschaft Schopfheim erstmals den Titel eines Bezirksmeisters.

Die Kantorei führt in der evangelischen Stadtkirche die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach auf. Auf den an die 70 Stimmen zählenden Chor konnte sich Bezirkskantor Christoph Bogon ebenso verlassen wie auf die Vokal-Solisten, wobei der Rezensent an erster Stelle die Leistung des aus den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben hervorgegangenen Tenors Hans-Jörg Mammel hervorhob. Neben dem Tenor sind die Mezzosopranistin Ruth Brückner-Quast und die Sopranistin Silke Schwarz zu nennen. Der Bass Bernhard Adler glänzte ebenso wie der aus Genf stammende Bass-Bariton Marc-Olivier Oetterli.

24. März 2003

Mit dem dreijährigen dualen Berufskolleg Textil-Technik erweitert die Gewerbeschule Schopfheim zum neuen Schuljahr 2003/04 ihr Bildungsangebot. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport gab für diese Einrichtung nun grünes Licht. Es entsteht in Schopfheim das bundesweit erste dreijährige gewerblich-technische Kolleg der Fachrichtung Textil-Technik.

Die Sparkasse baut ihre Kundenhalle um. Seit heute ist ein Ausweichquartier auf dem Parkplatz hinter dem Geldinstitut geschaffen. In einem Container-Bau mit zwölf Raumeinheiten werden die Kunden in den nächsten Monaten betreut.

25. März 2003

Es kommt nicht allzu oft vor, dass sich ein Verein auflöst. Bei der fünften Generalversammlung des Fördervereins Kürnberg wurde der Antrag auf Auflösung mangels Zielen gestellt. Die Vorsitzende Ursula Flemming, die seit der Gründung des Fördervereins dieses Amt führt, berichtete zunächst über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Danach gab sie bekannt, dass sich fast der gesamte Vorstand nicht mehr zur Wahl stelle. In vier Jahren habe man alles herausgeholt, was machbar sei. Das Hauptziel, eine Küche für den Bürgersaal anzuschaffen, sei erreicht. Auch der Husaren-Brunnen konnte mit Zuschüssen des Fördervereines wieder aufgebaut werden. Ortsvorsteher Siegfried Schmidt unterstrich die großen Mühen und die tolle Arbeit, die der Förderverein geleistet hat. Unter seiner Wahlleitung wurde zunächst geheim ermittelt, ob sich der Verein auflösen sollte oder nicht. Da die absolute Mehrheit nicht erzielt wurde, beschloss man, den Verein vorläufig mit einem neuen Vorstand weiterzuführen, um noch vor den Sommerferien eine neue Mitgliederversammlung abzuhalten. Gerold Schmidt führt den Verein bis zur nächsten Hauptversammlung.

Der Gewerbeverein bereitet sich auf die nächste Leistungsschau, die am 5. und 6. April in der Stadthalle stattfinden wird, vor.

26. März 2003

Die Museumsgesellschaft startet einen Aufruf zum Erhalt und zur Nutzung des Hauses »Zur Stube« in der Entegaststraße 10. Sie ruft zu Spenden auf, um den Erhalt der wertvollen Malereien zu garantieren. Mit den Spenden, so Harald Klemm, könnten die Bürger dazu beitragen, dass ein altes Stück Schopfheim erhalten bleibe.

Der Spielplatz im »Rebacker-Rütteberg« in Wiechs nimmt nach langen Anläufen nun Konturen an.

Die Bauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Enkenstein sind bis auf Weiteres eingestellt, da ein Anwohner Einspruch eingelegt hat. Diese Information erteilt Ruthard Hirschner.

Im »West-östlichen Diwan« treffen sich amerikanische, arabische und deutsche Staatsbürger, um zum Thema »Irak und der Krieg« zu diskutieren. Rätselraten in der gesamten »Diwan«-Runde im Chupferschmiedgässle herrschte darüber, warum von der politischen Klasse in Washington ausgerechnet der Irak als Kriegsziel ausgewählt wurde, da doch die überwiegende Mehrheit der Attentäter des 11. September 2001 aus Saudi-Arabien stammte. Auch die Frage: »Blut oder Öl?« kam auf, wobei sich ein Diskussionsteilnehmer erst gar nicht darauf einlassen wollte. Für ihn war der Gegenstand rein pekuniärer Art. Im Prinzip – so erläuterte er – sei das ganze Szenario ein Krieg der Dollars gegen den Euro, denn die neugeschaffene europäische Währung gewinne im Osten (Iran und China) immer mehr an Kraft gegenüber dem Dollar. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer alle darüber, dass der Krieg gegen internationales Völkerrecht verstoße.

27. März 2003

Nun ist Schopfheim ganz Fasnachts-frei. Die letzten Relikte sind beseitigt. Die Dekorationen über den Straßen der Innenstadt wurden jetzt – wenn auch mit erheblicher Verspätung – entfernt.

Ingeborg Kaiser liest in der Stadtbibliothek aus ihrem Buch über Rosa Luxemburg.

28. März 2003

Die erste Herren-Mannschaft des Sportkegelclubs Blau-Weiß Schopfheim hat den Aufstieg in die Landesliga geschafft. Derzeit trainieren die Kegler im Kegelheim Brombach.

Der Bildung einer Beschäftigungsgesellschaft bei der Firma ppe steht nichts mehr im Wege. Damit ist die Voraussetzung für die dingliche Übernahme zum 14. April geschaffen worden. Thomas Oberle, Partner des Insolvenzverwalters Jobst Wellensiek, bestätigte dies. Der Vertrag mit Würth sei zwar noch nicht unterschrieben. Dies stehe aber nicht im Widerspruch zum Zeitplan.

29. März 2003

Zum dritten Mal ist die Stadthalle Veranstaltungsort für den Bauern-Ball. Es wird dabei zwar oft getanzt, Kernpunkt aber sind die Gratulationen zur bestandenen Abschlussprüfung und zu Meisterprüfungen in land- und hauswirtschaftlichen Berufen.

Bei der Jahreshauptversammlung der AWO wurden Rolf Strohm, Roland Meder und Horst Sutter für 25-jährige Mitgliedschaft mit der Silbernen Ehrennadel geehrt.

31. März 2003

Dass der Irak-Krieg trotz seiner geografischen Entfernung auch in Deutschland Ängste und Sorgen auslöst, veranlasst den Kinderschutzbund, auf das Kinder- und Jugendtelefon aufmerksam zu machen. Die »Nummer gegen Kummer« hilft Kindern und Jugendlichen anonym und kostenfrei, über ihre Fragen und Ängste, die sich auch um das Thema »Krieg« drehen, zu reden.

01. April 2003

Gerhard Brutschin, Mitbegründer und Chef des renommierten Fördertechnik-Herstellers AFT, zieht sich aus der Geschäftsführung zurück. Als sein Nachfolger rückt der 44-jährige Matthias Günther an die Spitze des Unternehmens. Brutschin, der zwar aus der Geschäftsleitung ausscheidet, wird der Firma aber als Generalbevollmächtigter im Auftrag der Gesellschafter weiterhin in herausgehobener Funktion beratend verbunden bleiben. Matthias Günther, der gebürtige Steinener, arbeitet seit 1986 bei AFT, zuletzt als Leiter des Projekt-Managements. Er wird das Unternehmen gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern Horst-Jürgen Raup (Finanzen) und Ulrich Meloh (AFT Bautzen) führen.

Die Unabhängigen treffen sich, um über das Erbe von Fritz Heeg-Erasmus und die Lenk-Plastik zu sprechen. Der Ankauf einer Plastik des Künstlers Peter Lenk wird abgelehnt. Stattdessen denken die Unabhängigen an eine Art Stiftung, in die das Geld aus dem Testament Heeg fließen soll. Aus dem Kapitalertrag könnte die Stadt dann in zwei- oder dreijährigem Rhythmus einen Kunst- oder Kulturpreis ausloben. Insbesondere in Schopfheim lebende Bildende Künstler sprachen sich gegen den Ankauf der Lenk-Plastik aus.

Kein April-Scherz: Knapp 50 Anwohner des Käppelemattweges und der Belchenstraße lehnen die ins Gespräch gebrachte S-Bahn-Haltestelle in Höhe der »Gänsmatt« ab. Sie sehen den Zugang zur Haltestelle als ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Kinder, insbesondere weil diese Häuser durch ein Landesförderprogramm für Familien finanziell unterstützt wurden. Es leben dort überwiegend Familien mit Kindern.

Der frühere Chefredakteur des Markgräfler Tagblattes, Jürgen Martini, verstarb in Hamburg im Alter von nur 55 Jahren.

02. April 2003

Beim Modehaus Lenzer wurde Christiane Peschka für ihre 40-jährige Zugehörigkeit geehrt. Rudolf Lenzer, Inhaber des gleichnamigen Modehauses, gratulierte ihr. Gleichzeitig erhielt sie die Urkunde der IHK zu diesem Dienstjubiläum überreicht.

Wie Jahr für Jahr fand auch jüngst beim Schützenverein Fahrnau das Grümpel- und Königsschießen statt. Während das Grümpel-Schießen Tanja Kupferschmidt für sich entschied, erhielt die Königswürde Siegfried Schmidt überreicht. Unverständnis äußerten die Schützen während ihrer 45. Hauptversammlung darüber, dass das Sportschießen in der Öffentlichkeit teilweise unqualifiziert mit kriegerischen Auseinandersetzungen in Verbindung gebracht wird.

Erst heute wird bekannt, dass im Februar Dr. Günter Zabel und seine Frau Marianne in Guatemala waren, wobei sie zusammen mit einem elfköpfigen Team drei Wochen lang im Ort Salama Menschen mit Brandwunden, Hasenscharten oder Hand- und Fuß-Fehlbildungen operativ behandelten. Aufgrund der begrenzten Zeit konnten aber nur 141 Personen operiert werden. Das Ärzte-Team bittet um Spenden für Interplast Germany, um auch im kommenden Jahr erneut einen Einsatz in Guatemala vornehmen zu können.

04. April 2003

Im Alter von 70 Jahren verstirbt der ehemalige Schulleiter der Grundschule Langenau, Manfred Kaiser.

Jazz im Kino – etwas ganz Neues bietet die Big Band des Fahrnauer Musikvereins im Scala-Kino. In einer abwechslungsreichen Mischung, die Jazz, Blues und auch Stücke aus dem Pop unter einen Hut brachte, konnte die Big Band überraschen und ein großes Publikum bei bester Laune halten.

Bei der Jahreshauptversammlung der Abteilung Fußball im SVS wurde Gerhard Bechtel als Vorsitzender bestätigt. Mit einem großen Geschenkkorb bedankten sich die Fußballer bei der Familie Föhring, die vier Jahre lang die Jugendleitung aktiv gestaltet hat. Hermann Unger erhielt für sein jahrzehntelanges Engagement den Ehrenteller der Fußball-Abteilung überreicht.

Während die Alte Kirche St. Michael außen bald in neuem Gewand erstrahlen wird, wurde im Innern ein nicht alltäglicher Diebstahl begangen. Bisher unbekannte Täter entwendeten mehrere Pfeifen aus der Merklin-Orgel und beschädigten dabei die Mechanik.

Die SPD-Fraktion will sich am Montag in der Gemeinderatssitzung für den Erwerb der Peter-Lenk-Plastik über die badische Revolution entscheiden. Sie wird auch konkrete Standort-Vorschläge machen. Kunst – und das gelte nicht nur für Peter Lenk, sondern auch für Heeg-Erasmus – sei nie unumstritten.

Die Unabhängigen beschäftigen sich mit der Zukunft der historischen »Stube« im Haus Entegaststraße 10. Während die einen hohe Kosten, die die Stadt zu tragen hätte, sehen, meint Jörg Rittweger, man könnte das Haus kaufen, es versiegeln und es dann je nach Haushaltslage in einzelnen Schritten renovieren.

05. April 2003

Die Feuerwehr Schopfheim zieht bei der Jahreshauptversammlung in Raitbach eine Jahresbilanz. 155 der insgesamt 216 aktiven Wehrmänner kamen zu dieser Veranstaltung, bei der Andreas Lenz zum Stellvertreter von Bernd Schwöble gewählt wurde. Kritik übte Schwöble an den Minderungen des Haushaltes 2003, denn dabei gehe es um die Effizienz der Dienstleistungssicherheit. Bei der Hauptversammlung wurden auch Ehrungen ausgesprochen: So erhielten Peter Kropf aus Enkenstein, Stefan Deiß aus Gersbach, Armin Strübe aus Langenau, Dieter Greiner und Holger Zdziarstek aus Raitbach, Andreas Gaenzle und Christian Leisinger von der Abt. Stadt, Marco Frank aus Wiechs das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber überreicht. In Gold durften Hanspeter Ziegler und Udo von Ahnen das Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Empfang nehmen.

Bei der Hauptversammlung der Kolpingfamilie wurde Franz Josef Wolf für 50-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrenurkunde geehrt. Für 40-jährige Treue erhielten Franz Kiefer und Clemens Zimmermann eine Auszeichnung. Die Ehrungen nahm der Vorsitzende, Bernhard Fröhlin, vor.

Der Gersbacher Tourismus hat sich ein Maskottchen geschaffen, das Sympathie vermitteln soll. Es soll insbesondere Familien mit Kindern ansprechen. Die Kuh »Gerlinde« ist eine freundliche, von Markus Olivieri und Christine Gelderblom entworfene Werbefigur.

Bereits 17.200,- Euro an Spenden sind nach einem entsprechenden Aufruf bei der Museumsgesellschaft für die »Stube« eingegangen.

Für zwei Tage öffnet die Stadthalle sich für die Leistungsschau des Schopfheimer Handels und Gewerbes. Ein vielfältiges Angebot lockt zahlreiche Menschen in die Halle. Die Organisation lag – wie seit vielen Jahren – in den Händen von Gerhard Zeiher. Er meinte bei der Eröffnung, es gehe bei vielen Betrieben ums Überleben; die Zeiten hätten sich radikal geändert in den 20 Jahren, die seit der ersten Leistungsschau in der damals neuen Stadthalle vergangen seien. Mit dieser Schau wolle man der Bevölkerung in erster Linie vor Augen führen, dass Schopfheim immer noch eine Stadt ist, die eine breite Palette zum Einkaufen bietet und in der fast alle Handwerksberufe noch ein Zuhause haben.

07. April 2003

Mit einem Leserbrief wendet sich Prof. Bernhard Bischoff an die Zeitungen und plädiert für den Erhalt des Hauses Entegaststraße 10. Es wäre dies eine einmalige Gelegenheit für Schopfheim. Der künstlerische Neufund sei einzigartig. Nirgends in der Umgebung gebe es vergleichbare Beispiele.

Einen klaren Auftrag hat der Gemeinderat der Stadtverwaltung erteilt. Die Stadt soll das Haus Entegaststraße 10 mit den neu entdeckten Deckenmalereien der Nachwelt erhalten. Der Gutachter-Ausschuss erhält den Auftrag, das Gebäude zu schätzen, damit danach mit dem Grundstückseigentümer Verhandlungen über den Kauf der Liegenschaft aufgenommen werden können.

Der Gemeinderat hat sich in einer knappen Entscheidung für den Ankauf einer Plastik von Peter Lenk zum Thema »Badische Revolution« entschieden. 15 Gemeinderäte einschließlich Bürgermeister sprachen sich dafür, 13 dagegen aus. Von Anfang an war klar, dass die Räte eine Entscheidung suchten; sie hatten auch einen Vertagungsantrag der Unabhängigen mit 18:10 Stimmen abgelehnt.

Mit den Schlägereien um den Hemdglunki-Ball beschäftigt sich der Gemeinderat und lässt sich dazu vom Leiter des Polizeireviers, Bernhard Schlachter, über das, was in jener Nacht vorgefallen ist, informieren. Den Gewaltausbrüchen soll die Stadt mit einer veränderten Hausordnung, die schärfere Anforderungen an den Mieter beinhalten soll, begegnen.

Der Gemeinderat beschließt zum Schwimmbad Schweigmatt, dass der Schweigmatt-Verein das Bad für die Dauer eines Jahres anmieten und auf seine Kosten betreiben soll. Die bisherigen Überlegungen in Richtung private Betreiber sind damit vom Tisch.

Die CDU stellt den Antrag, über ein integratives Konzept behinderter Kinder an den Schulen der Stadt Schopfheim zu sprechen. Der Gemeinderat wird sich in der nächsten Sitzung mit diesem Thema beschäftigen.

08. April 2003

Um 21 Uhr sendet der WDR in der Wissenschafts-Sendung »Quarks und Co.« einen Beitrag zum Thema »Lebensquell Regen«. Ein eigenständiger, dreiminütiger Abschnitt widmet sich dabei dem Eichener See.

Die Schopfheimer Zimmerei Matthias Räuber schenkt dem Kindergarten am Marktplatz eine Spielebene, die während der Gewerbeausstellung am Wochenende in einem Gruppenraum eingebaut wurde.

09. April 2003

Wie angekündigt, startet die Stadtverwaltung jetzt eine groß angelegte Fragebogen-Aktion unter allen Eltern, um den Bedarf an verlängerten Öffnungszeiten der Kindergärten in Erfahrung zu bringen.

Seit 40 Jahren ist Johanna Greiner bei der Firma Rietschle Thomas beschäftigt. Seniorchef Werner Rietschle ließ es sich denn auch nicht nehmen, der im Alter von 14 Jahren beim Unternehmen eingetretenen kaufmännischen Angestellten selbst zu gratulieren und seinen Dank auszusprechen. Die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg überreichte der Beigeordnete, Ruthard Hirschner.

Wie an andern Orten auch, hat die Deutsche Post in Schopfheim Briefkästen abgebaut.

»Wir stehen vor einem Neuanfang im Miteinander mit der Stadtverwaltung«, freute sich Claus Stockburger bei der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereines. Nach ersten Gesprächen mit dem neuen Stadtoberhaupt zeichne sich ab, dass man sich auf einem vernünftigen Weg befinde. Nitz meinte, es sei notwendig, dass Politik und Gewerbe zuzusammenrückten. Er verteidigte in diesem Zusammenhang auch den Gemeinderatsbeschluss zum Ankauf der Lenk-Plastik und meinte: »Kunst ist auch längst ein Standortfaktor.« Stefan Klever erklärte, dass im vergangenen Jahr der Kontakt zur Verwaltungsspitze eingestellt worden sei. Man freue sich deshalb, dass jetzt alles wieder in Bewegung sei, und sieht Klärungsbedarf in puncto Fußgängerzone, Teilsperrung der Hauptstraße, »Pflug«-Areal und »Pflug«-Tiefgarage. Der Gewerbeverein fordert zum Schluss noch einmal, den Wildwuchs von großflächigem Einzelhandel auf der grünen Wiese zu stoppen.

Mit »Vibrating Africa« hat der Kulturring eine Musical-Show aus Südafrika engagiert, die das Publikum in der ausverkauften Stadthalle restlos begeisterte. Rhythmus und Lebensfreude pur kamen über die Rampe der Stadthallenbühne.

10. April 2003

Bei der Firma ppe ist der Weg für eine Übernahme frei. Am Montag, 14. April 2003, soll das Unternehmen von der Künzelsauer Würth-Gruppe übernommen werden. Der halbfertige Parkplatz, eine Art Mahnmal der ppe-Misere, wird von Würth nicht übernommen.

Ein wichtiger Schritt für die Schopfheimer Schullandschaft wird mit dem Spatenstich für den Erweiterungsbau am THG getan. Rd. 4 Mio. Euro wird der Bau von zwölf zusätzlichen Klassenräumen kosten. Bürgermeister Christof Nitz nimmt den historischen Spatenstich zusammen mit dem Elternbeiratsvorsitzenden Jürgen Vetter, dem Direktor des Gymnasiums, Adolf Winterhalder, und dem Bauamtsleiter Bertram Ludwig sowie dem Planer Bernhard Tammer und der Schülersprecherin Frauke Kleinedler vor.

Der Winter kehrt zurück! Am Nachmittag beginnt es mit Macht zu schneien. Der Schnee bleibt sogar liegen.

11. April 2003

Bei der Jahreshauptversammlung der »Füürteufel« vor einigen Tagen gab Arthur Steckel den Vorsitz an Niels Klemm ab. Den Verein gibt es seit 10 Jahren.

Seit November vergangenen Jahres waren 28 Jugendliche im Alter zwischen 8 und 14 Jahren eifrig dabei, den Schopfheimer Schach-Jugendmeister zu ermitteln. Die Schützlinge von Franz Hoch ermittelten ihre Meister in zwei Kategorien: bei den Jugendlichen bis Jahrgang 1991 und vom Jahrgang 1992 an. In der ersten Kategorie erhielt Fabian Eichin den begehrten Pokal, während bei den Jüngeren Jonas Marquardt den Sieg davon trug.

Die CDU wählt bei ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung Rolf Kuri zum neuen Stadtverbands-Vorsitzenden. Hans-Peter Werner hatte für dieses Amt nach zwei Jahren nicht mehr kandidiert. Die Stellvertreter, Rolf Hetzel und Heidi Malnati, blieben in ihren Ämtern. Bei der Mitgliederversammlung meinte Bürgermeister Christof Nitz, der an diesem Tag 101 Tage im Amt ist, dass ein zentrales Thema in nächster Zukunft die Gestaltung der Innenstadt sei.

Der SVS hat Jahreshauptversammlung im Sportheim. Dabei wird die D-Jugend der Handball-Abteilung als Mannschaft des Jahres durch den 2. Vorsitzenden, Werner Smutny, geehrt. Wichtigstes Ereignis im Berichtsjahr war das 90-jährige Jubiläum der Fußball-Abteilung. Vorsitzender Claus Huber stellte heraus, dass die Abteilungen im SVS die eigentliche Arbeit leisteten und der Gesamtvorstand den Verein nach außen vertrete und die Einzel-Aktivitäten unterstütze. Die besonderen Leistungen von Werner Smutny für den Verein stellte der Vorsitzende sehr deutlich dar und ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Gleichzeitig wurde ihm die Goldene Ehrennadel des Vereins verliehen.

12. April 2003

Der Förderverein Krankenhaus übergab durch den Vorsitzenden Ruthard Hirschner und im Beisein von Regina Blum zwei Anti-Decubitus-Betten an das Kreiskrankenhaus.

Im langjährigen Rechtsstreit um das Entwicklungsgebiet »Kleine Schleife« hat nun das Verwaltungsgericht Freiburg eine Klage der Eigentümer-Familie, die von der Stadt 5 Mio. Mark an Ausgleichszahlungen zurückhaben wollte, abgewiesen. Beigeordneter Hirschner vertrat die Stadt in diesem Prozess.

Die Vorbereitungen des Musikvereins Fahrnau auf das erste internationale »Triangel«-Festival laufen derzeit auf Hochtouren.

Die SPD spendet den Erlös des Warentauschtages, 445,- Euro, an die Telefon-Seelsorge.

Wie gewohnt war der Museumskeller bei der 15. Schopfheimer Mundart-Literatur-Werkstatt bis auf den letzten Platz besetzt. Mehr als 1.000 km Mundart-Landschaft – von der dänischen Grenze bis zur Schweiz und dem österreichischen Vorarlberg – erstreckten sich zwischen den Autoren, so Moderator Rudolf Post bei der Vorstellung der Schriftsteller.

Mit einem großartigen Konzert der Stadtmusik wird der Frühling begrüßt. Max Lehmann verstand es einmal mehr, die Zuhörer zu begeistern.

Rund 90 Jugendliche und 30 Jäger waren zusammen mit dem Förster Helmut Bäckert auf den Beinen, um die Waldgebiete in Schopfheim und Umgebung von Abfällen und Müll zu befreien. Die jungen Helfer aus den Jugendfeuerwehren, dem Jugend-THW und dem DRK sammelten enorme Mengen an Unrat, der dann entsorgt werden konnte.

13. April 2003

Pfarrer Alexander Kunick verlässt die Langenauer und die Wiechser Pfarrei. Als traurigen Anlass sah man die Verabschiedung des beliebten Geistlichen, der aus persönlichen Gründen einen Orts- und Gemeindewechsel anstrebt. Bis Ende April wird er noch in Wiechs und Langenau bleiben; im Mai übernimmt er dann seinen neuen Posten in Karlsruhe-Oberreut. Dekanin Gerhild Widdess, die Alexander Kunick während des Gottesdienstes am Samstag verabschiedete, nannte ihn »einen Pfarrer für die Dorfbewohner«. Joachim Schaupp vom Ältestenkreis Wiechs bedankte sich ebenso wie Rolf Blank vom Langenauer Ältestenkreis. Pfarrer Dr. Michael Hoffmann meinte: »Dies ist kein Tag zum Feiern.« In der Wiechser Festhalle wurde die Verabschiedung musikalisch durch die Musikvereine Langenau und Wiechs, aber auch vom Gesangverein Wiechs gestaltet.

Die Christen der katholischen Pfarrgemeinde St. Bernhard feiern das Palmsonntags-Fest und ziehen mit ihren geschmückten Palmen vom Hof der Dr. Max-Metzger-Schule zur Kirche.

15. April 2003

Die Rettung ist geglückt: Die Schopfheimer Firma ppe gehört jetzt der Würth-Gruppe. Am vergangenen Freitag wurden – so Thomas Oberle, Partner des Insolvenzverwalters Jobst Wellensiek – die Verträge unterzeichnet. Wie angekündigt, wolle Würth mindestens 260 der 385 Mitarbeiter übernehmen. Die ppe sei nun Teil des Würth-Konzerns. Es wurde eine neue Gesellschaft – Würth Electronic Schopfheim GmbH & Co. KG – gegründet.

Das Textilgeschäft Becker in der Austraße schließt zum 03. Mai seine Pforten.

Soll das Einkaufszentrum auf der »Gänsmatt« erweitert werden? Die von der Kölner Immobilienverwaltung Ebertz & Partner angestrebten Nutzungen reichen von großflächigem Drogeriemarkt, Lebensmittelmarkt bis Getränke- und Sportmarkt. Der Gewerbeverein setzt sich gegen ein weiteres Ausbluten der Innenstadt zur Wehr.

16. April 2003

Nicole Grether hat einen neuen Verein gefunden. Die Badminton-Sportlerin spielt künftig für den Bundesliga-Aufsteiger Empor Brandenburger Tor Berlin. Zuvor war sie bei Bayer Uerdingen.

Die Polizei Schopfheim präsentiert die Kriminal-Statistik für das Jahr 2002. Diese ist gegenüber dem Vorjahr schlechter ausgefallen. Fast jeden dritten Tag wird ein Fahrrad gestohlen. Dies ist dem Bericht ebenso zu entnehmen wie die Zunahme von Diebstählen in Büros, Betrieben, Werkstätten und Lagerräumen.

Vor dem Landgericht sind inzwischen drei Anklagen wegen bandenmäßiger Geldfälschung erhoben worden. Mitte November vergangenen Jahres war eine Falschgeld-Bande, an der auch ein Schopfheimer Versicherungsmakler beteiligt war, aufgedeckt worden.

17. April 2003

Die beiden Zeitungen reden mit Bürgermeister Christof Nitz über seine ersten 100 Amtstage. Dieser meint zur Frage des MT, dass Schopfheim in acht Jahren attraktiver, kommunikativer, interessanter sein werde und man ihn hoffentlich noch einmal zum Bürgermeister wählen werde.

Beim Schopfheimer Polit-Pub am THG sprach der Geschäftsführer der Freiburger Bistumsstelle von Pax Christi zum Thema »Krieg und Frieden«.

Nach Umbauarbeiten im Eingangsbereich des Georg-Reinhardt-Hauses präsentiert sich dieses nun mit einer neugestalteten Fassade und freundlich gestaltetem Eingangsbereich.

18. April 2003

Bezirkskantor Christoph Bogon führt in der evangelischen Stadtkirche zwischen Texten, die von Reinhard Seiberlich gelesen wurden, eine eigene Komposition zur Passionsgeschichte auf.

Gegen 2.45 Uhr ereignet sich auf der Eichener Höhe wegen vermutlich überhöhter Geschwindigkeit ein tödlicher Unfall. Ein Auto kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Die Feuerwehr musste den Kraftfahrer aus dem Fahrzeug bergen.

19. April 2003

Die Museumsgesellschaft ermöglicht die Besichtigung des Hauses Entegaststraße 10. Interessierte können sich die Deckenmalereien ansehen.

Die Schopfheimerin Regina Benz-Mini setzt ihre erfolgreiche Sportlerinnen-Karriere fort und wurde am 22. März mit der Rock and Roll-Formation »Wilder Süden« Europameisterin. Dafür erhielt sie dieser Tage von Innenminister Otto Schily in Berlin die höchste Sportler-Auszeichnung, das Silberne Lorbeerblatt, überreicht.

Am Abend des Karsamstags erlebten rund 25 Kinder im Pfarrgarten der evangelischen Kirchengemeinde St. Michael das Ostergeschehen auf neue Art und Weise. Ein Team hatte für die 5- bis 9-Jährigen einen »Kinder-Kreuzweg« vorbereitet. Es gelang, die Stationen Jesu auf dem Weg zur Kreuzigung zu verdeutlichen. Als die Stille des Leidensweges vom lodernden Osterfeuer abgelöst wurde, war auch den Kleinen die Osterbotschaft »Es ist das Licht, das die Finsternis durchbricht, und die Finsternis konnte dieses Licht nicht auslöschen« klar.

Die Christen beider Konfessionen Schopfheims und der Ortsteile feiern nach dem Karfreitag das Osterfest mit Festgottesdiensten.

20. April 2003

Hochklassig wurde wiederum der diesjährige Schopfheimer Schlagerwettbewerb präsentiert, den die TSG erneut meisterlich inszenierte und veranstaltete. Nicht zu schlagen waren auch in diesem Jahr Hoay-My Wäldin und ihre Schwester Thuy-Linh Wäldin. Gekonnt führte Jeannot Weißenberger vom Piratenschiff aus Regie, während hinter den Kulissen Thilo Herbster und sein Helferteam die Verantwortung trugen.

21. April 2003

Das Eierspringen am Eichener See hatte so viele Zuschauer wie noch nie. Das herrliche Wetter trug dazu sicherlich ein Übriges bei. Das zahlreiche Publikum amüsierte sich prächtig, vor allem, wenn sich die jungen »Butzimummel« mit allen Kräften gegen die Eindringlinge zur Wehr setzten.

Nachdem im Jahre 2000 der alte Brauch des Eierspringens auch in Gersbach wieder belebt wurde, fühlte sich die Gruppe »Freistaat Gerschbach« für die diesjährige Austragung verantwortlich. Während es in Gersbach im Ortsmittelpunkt zur Durchführung kam, wurde das Eierspringen im Ortsteil Wiechs auf dem Schulhof ausgetragen. Knapp 700 Eier hatte die Wiechser Bevölkerung dem Wibufa-Präsidenten Fritz Streule, der die Verantwortung übernommen hatte, gespendet. Am Spektakel beteiligten sich vor allem die Vereins-Jugendlichen. Die übriggebliebenen Eier spendet die Buurefasnachtsgesellschaft dem Markus-Pflüger-Heim.

22. April 2003

Über die Ostertage nutzten viele Schopfheimer die Möglichkeit, das Haus Entegaststraße 10 zu besichtigen.

Der Schweigmatt-Verein wird nun das Schwimmbad im Ortsteil pachten. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins wurde dem Vorhaben der Vereinsführung zugestimmt.

Der Zirkus »René und Patricia Althoff« gastiert auf dem Zirkusplatz im »Oberfeld«. Dieser Zirkus wurde 1994 neu gegründet und tourt seither durch Deutschland.

Beim internationalen Masters-Schwimmfest in Villingen-Schwenningen konnten die Schopfheimer Senioren-Schwimmer wieder hervorragende Plätze belegen. Nicht nur in den Einzel-Disziplinen, sondern auch in den Staffel-Wettbewerben schnitten sie erfolgreich ab.

23. April 2003

Zu den Reformplänen des Landes, die Landratsämter zu stärken und Sonderbehörden aufzulösen, äußert sich heute der Direktor des Staatl. Forstamtes Schopfheim, Dr. Gerhard Rieger, denn seine Behörde – das Staatl. Forstamt – würde ebenfalls in das Landratsamt Lörrach integriert werden.

In einem Leserbrief meint heute Bernhard Heß zur Übernahme der ppe durch die Würth-Gruppe, dass die nicht übernommenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Hiobsbotschaft teilweise per Telefon erhalten haben. Der Leserbrief-Schreiber wundert sich, wie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich lange Hoffnungen auf Übernahme in das neue Unternehmen gemacht hatten, umgegangen wird.

24. April 2003

Etwa 120 ehemalige Beschäftigte der Firma ppe werden bis Ende September von der Beschäftigungsgesellschaft betreut und für eine andere Arbeit qualifiziert. Alle Mitarbeiter befinden sich während dieser Zeit in einer »Struktur-Kurzarbeit«. Sie erhalten in dieser Zeitspanne 60% des Netto-Lohnes. Die Insolvenzverwaltung stockt diesen Betrag auf 80% auf. Die Beschäftigungsgesellschaft Mypegasus in Reutlingen hat seit 1994 schon etwa 44.000 Menschen in Auffanglösungen begleitet.

Jugendliche aus der rumänischen Stadt Cluj-Napoca und ihre deutschen Partner vom THG werden von Bürgermeister Nitz empfangen. Die Partnerschaft zwischen dem THG und dem Licul Teoretis Gheorghe Sincai besteht seit 1989.

25. April 2003

Die Post hat ihren Agenturen neue Verträge zu schlechteren Bedingungen vorgelegt. Während zweier Wochen haben sie Bedenkzeit, ob sie die neuen Verträge annehmen. Ingrid Deiß aus Gersbach richtete 1995 im »Kaufhaus« eine Post-Agentur als Service-Stelle ein. Sie will trotz der schlechteren Bedingungen weitermachen, denn sie denkt in erster Linie an ihre Kunden, die sonst für jede Briefmarke weite Wege auf sich nehmen müssten.

Die Städt. Wohnbau hat am Wiesenweg 20–22 mit der Sanierung eines weiteren Wohnhauses mit 24 Wohnungen begonnen. Die Sanierung der Häuser 26–28 und 30–32 ist abgeschlossen. Eingebaut wurden neue Isolierfenster. Die Fassade erhielt einen Vollwärmeschutz und Balkone wurden angebaut.

Der Gemeinderat wird sich am 5. Mai mit einer Vorlage beschäftigen, die die Größe des Gemeinderates auf 22 Mitglieder festschreiben soll. Dies steht gegen den Beschluss vom vergangenen Jahr. Bei der Auflösung der Unechten Teilortswahl hatte man damals für 26 Sitze plädiert. Nun meinen einige Gemeinderäte: »Da machen wir nicht mit.« Sie sind verärgert über die neue Sitzungsvorlage des Bürgermeisters, die eine weitere Reduzierung plant.

Die Frauen-Union Südbaden der CDU hat Bezirksdelegiertentag in der Gewerbe-Akademie in Schopfheim. Nur grundlegend zu Gunsten der Familie veränderte Strukturen ermöglichten den Eltern, in Zukunft ihren Erziehungsauftrag wahrzunehmen, betonte Katharina Reiche, Bundestagsabgeordnete und Mitglied des CDU-Bundesvorstandes. »Wir brauchen mehr familiengerechte Jobs und nicht jobgerechte Familien«, meinte sie und plädierte für flexiblere Arbeitszeiten.

26. April 2003

Seit Anfang dieses Monats ist die 28-jährige Marion Lais die erste Dienstgruppenführerin im Schopfheimer Polizeirevier.

Die Feuerwehr muss zu einer Gewässerverunreinigung im Schlierbach ausrücken. Ein öliger Film wurde dort festgestellt. Die Wehr zog eine Ölsperre im Bereich der Blauenstraße – Gewerbegebiet »Lus«. Die Rückverfolgung führte dann zu einem abgestellten Auto-Transporter aus Estland im Gewerbegebiet »Lus«.

Die Flötistin Tabea Resin und der Pianist Caspar Dechmann konzertieren in der Kirche St. Agathe.

28. April 2003

Am THG beginnt heute die Abiturprüfung.

Die Kürnberger »Schnäderenten« führten mehrmals ihr neues Stück »Zweibeinigi Hypothek« als Publikumserfolg auf.

29. April 2003

Gersbachs Vereine engagieren sich wieder mit Eigenleistungen. Sie wollen mit der Sanierung des bisher unbefestigten Hofes hinter dem Rathaus beginnen und damit das Ortsbild verbessern.

Vor einigen Tagen traf sich der »Sternen-Zinken« zur jährlichen Hauptversammlung, wobei das Scheibenfeuer, das von diesem Zinken ausgetragen wurde, auf die Positiv-Seite der Bilanz gestellt wurde, denn es wurde gut angenommen. Höhepunkt war aber – wie immer – die Straßenfasnacht. Zinkenvogt bleibt Rainer Grether; Julia Trambetzki wurde zur Vertreterin gewählt.

Bei der Jahreshauptversammlung der Sport-Kegler Blau-Weiß Schopfheim wurden nicht nur verdiente Sportler geehrt; der Vereinsvorsitzende, Henrik Steingräber, durfte auch das Gründungsmitglied Karl-Heinz Andris für 40-jährige Mitgliedschaft auszeichnen.

Glimpflich verläuft in den frühen Nachmittagsstunden ein Wohnungsbrand im Wiesenweg. In einer Küche schmorte das Kabel eines Mikrowellen-Gerätes durch und setzte Teile der Kücheneinrichtung in Brand. Die Feuerwehr spricht von geringem Schaden.

30. April 2003

Die SPD ist verwundert über die Gemeinderatsvorlage zur Verringerung der Gemeinderatssitze. Stadtrat Hans-Jörg Klein verlangt, dass Vorlagen umfassend und objektiv informieren müssen und nicht – wie geschehen – die Möglichkeiten, die Zahl der Sitze zu erhöhen, verschwiegen werden.

01. Mai 2003

Gleich mehrfach über die Stränge schlugen Unbekannte in der Walpurgisnacht. Vermeintliche Scherzbolde hatten Bewohnern und Hauseigentümern teilweise übel mitgespielt, wie die Polizei meint. Pfiffige Streiche waren dabei laut Polizeibericht absolute Ausnahme. Sachbeschädigungen standen im Vordergrund. Holzzäune wurden herausgerissen, Wäscheleinen abgeschnitten, Garten- und Liegestühle geklaut; Farbbeutel wurden an Hauswände geworfen.

02. Mai 2003

Mitglieder-Begehren im Bundesgebiet: Ja oder Nein? Der Reformstreit zwischen den Linken in der SPD und der Parteispitze ist auch in Schopfheim Thema. Peter Ulrich, Ortsvereinsvorsitzender, ist prinzipiell nicht gegen ein Mitglieder-Begehren. Nicht so toll findet er aber die Art und Weise, wie der Ruf danach laut wurde.

Der Musikverein Fahrnau bereitet sich auf das erste internationale Bläser-Festival vor, das vom Verein am 9. und 10. Mai 2003 in der Markgrafenstadt ausgetragen wird.

03. Mai 2003

Die SWS Schopfheim hatte Glück. In einem Schadensersatzprozess, den ein Stuttgarter Architekt angestrengt hatte, verglich man sich. Seit rund sechs Jahren streiten der Planer aus Stuttgart und die Wohnungsbaugesellschaft um das Projekt eines Holzhauses im »Bremt«, das nie gebaut worden ist. Mit dem Vergleich ist das langjährige Verfahren nun abgeschlossen.

Ein neuer Pfarrer für die evangelische St. Michaels-Gemeinde Ost ist in Sicht: Matthias Weber, Vikar in Berghausen, stellt sich der Gemeinde am Sonntag im Gottesdienst vor.

Über eine Spende freut sich Kurt Häuptli, der seit 40 Jahren die Vogel-Volière im Stadtpark betreut. Da diese in renovierungsbedürftigem Zustand ist, hatte ein Schopfheimer anlässlich einer Familienfeier zur Spende aufgerufen und dem Betreuer dieser Tage 500,- Euro für die Renovation überreicht.

Die IG Velo organisiert zum wiederholten Mal im Pflughof eine Velo-Börse.

04. Mai 2003

Bis auf den letzten Platz besetzt war das evangelische Gemeindehaus beim Auftritt der Folk-Gruppe »Tammorra«. Eingeladen hatte die 8. Klasse der Zeller Montfort-Realschule, die es geschafft hat, die italienischen Stars in die Markgrafenstadt zu locken. Der Abend wurde unter der Leitung ihres Lehrers Bernhard Wehrle und von Sibylle Rottach im Rahmen des Wirtschaft-Verwaltung-Recht-Unterrichts organisiert.

05. Mai 2003

Der Gemeinderat lehnt eine Verkleinerung des Gremiums auf 22 Sitze von der nächsten Wahlperiode an mit Mehrheit ab. Bürgermeister Nitz wollte die Verkleinerung, obwohl der Gemeinderat erst im vergangenen Jahr bei der Aufhebung der Unechten Teilortswahl 26 Sitze festgelegt hatte. Die Zahl 26 gilt nunmehr für die Wahlperioden 2004 und 2009. Heftige Diskussionen gingen der Entscheidung voraus, wobei der Tenor war, dass eine Entscheidung, wie Bürgermeister Nitz sie will, eine Täuschung der Teilorte wäre. Kritisiert wurde auch die offenbar nicht umfassende Vorlage des Bürgermeisters. Die SPD war vehement gegen eine Reduktion der Gemeinderatssitze. Auch Michael Straub (GRÜNE) plädierte für die Beibehaltung des bisherigen Beschlusses. Unterschiedliche Meinungen vertraten die Vertreter der Freien Wähler, und auch die CDU war geteilter Meinung. Die Unabhängigen wiederum wollen klar eine Verkleinerung, die aber mit einer Kompetenzerhöhung der Ortsverwaltungen verbunden sein müsste.

Bürgermeister Nitz kann Blutspender für ihr Engagement ehren. Mit der Blutspender-Ehrennadel in Gold zeichneten er und der DRK-Ortsvorsitzende und Beigeordnete Ruthard Hirschner Marlies Albat und Norbert Rieger aus.

06. Mai 2003

Nachdem der bereits begonnene Bau am Feuerwehrgerätehaus in Enkenstein wegen Fehlens der erforderlichen Genehmigung eingestellt wurde, herrscht weiterhin Stillstand. Der Anwalt der angrenzenden Eigentümer hat jetzt gar Strafanzeige gegen die Stadt wegen Schwarzbauens gestellt.

Die Renovierungsarbeiten an der Matthäus-Kirche in Fahrnau wurden im Verlaufe der vergangenen Woche abgeschlossen. Zum Konfirmations-Sonntag am 18. Mai soll auch die Außen-Renovation des 1964 erstellten Kirchenbaus beendet sein.

Der Kunstverein hat Jahreshauptversammlung. Dabei macht der Vorsitzende, Prof. H. Th. Baumann, deutlich, dass er sich von Seiten der Stadt durch den neuen Bürgermeister mehr Verständnis für den Kunstverein erhofft. Der Kunstverein wünscht auch, mit dem Bürgermeister über die Kulturfabrik zu sprechen. Der Bürgermeister meint, die Stadt sei derzeit dabei, im Bereich der Kultur neue Wege zu suchen. Ein Kulturbeirat ist aufgerufen, bis Ende Juni ein Nutzungskonzept für die Kulturfabrik zu entwerfen. Deswegen soll der Kunstverein auch zur nächsten Sitzung des Beirates eingeladen werden.

07. Mai 2003

Im Kommentar beschäftigt sich heute Werner Müller mit dem Beschluss des Gemeinderates über die Anzahl der Sitze und meinte: »Die Diskussion war unnötig wie ein Kropf. Warum Christof Nitz ausgerechnet die Verkleinerung des Parlaments durchboxen wollte, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.«

Mit der Literatur, den Literaten aus Schopfheim setzt sich eine neue Ausstellung im Museum auseinander, die heute durch Prof. Hermann Wiegandt von der Universität Heidelberg eröffnet wurde. Als Besonderheit gilt die Entdeckung eines Hochzeitsgedichtes von 1576 mit 5.000 Versen in lateinischer Sprache. Verfasst hat es Jost Rupp anlässlich der Vermählung von Barbara Höcklin und Hans von Ulm in Schopfheim. Das kostbare Original-Exemplar hat die Universitätsbibliothek Basel für die Ausstellung dem Museum ausgeliehen. Die Ausstellung beschäftigt sich natürlich auch mit Johann Peter Hebel, mit Johann Georg Uehlin, dem Arbeiterdichter Johann Thoma, mit Robert Reitzel, mit Dr. Max Picard und mit Dr. Max Josef Metzger, um nur einige zu nennen.

08. Mai 2003

Während in der Bundesrepublik die Arbeitslosenzahlen im April den höchsten Wert seit 1990 erreichten, war der Arbeitsmarkt im Arbeitsamtsbezirk Lörrach zweigeteilt. Die Meldungen aus Waldshut waren positiver als die aus Lörrach. Eine Trendwende ist aber auch hier nicht in Sicht.

Der Umweltausschuss des Kreistages befasste sich gestern mit dem Weiterbau der A 98. Damit der gesamte Zubringerverkehr künftig nicht durch Wiechs rollt, soll ein zusätzlicher Autobahnanschluss zwischen Karsau und Schwörstadt geprüft werden.

Der Umzug von 78 Linotype-Setzmaschinen aus der Hanf-Union (im Jahre 2000 eingeweiht) ins Fahrnauer Krafft-Areal ist in vollem Gange. Die Museumsgesellschaft will dort ein neues Technik-Museum einrichten, das auch die Setzmaschinen integriert.

Mit dem Schicksal der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge, die nach dem letzten Krieg in Schopfheim sesshaft geworden sind, beschäftigen sich die Realschülerinnen Marina und Sandra Kiefer im Rahmen der Geschichts-AG an der Zeller Montfort-Realschule. Die Arbeit, begleitet von Realschullehrer Heiner A. Baur, haben die Schülerinnen nun dem Bürgermeister der Stadt Schopfheim für das Stadtarchiv überreicht.

Die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz unter der Leitung von Petr Altrichter gastiert in der Schopfheimer Stadthalle. Mit diesem Konzert geht die Spielzeit 2002/2003 des Kulturringes zu Ende. Solistin des Abends war Dinorah Varsi, Klavier, die mit Chopins Klavierkonzert Nr. 2 das Publikum durch ihr einfühlsames und nuancenreiches Spiel restlos begeisterte.

09. Mai 2003

Der Schweigmatt-Verein ist im Zeitplan, um das Schwimmbad im Höhenort am 29. Mai eröffnen zu können, so Ortsvorsteher Karl Friedrich Oswald.

Der Musikverein Fahrnau richtet während zweier Tage das erste trinationale Blasmusik-Festival »Triangel« aus. Mit einem Eröffnungskonzert dieses Vereins wird der hochrangige Wettbewerb eingeleitet. Unter dem Dirigat des Fahrnauer Dirigenten Andreas Meier wird der »Herr der Ringe« musikalisch präsentiert. Volker Brenzinger spricht zum besseren Verständnis der einzelnen Sätze zuvor Textpassagen. Ganz im Element war die Fahrnauer Musik dann auch in der dreisätzigen Komposition »Villa Musica« des Schopfheimers Markus Götz, einer symphonischen Variante des badischen Volksliedes »In Muetters Stübele«. Der Vorsitzende des Musikvereins, Thomas Hoyer, bedankte sich nach dem Konzert für die Vorbereitungen des Vereins, aber auch bei den dafür Verantwortlichen. Er dankte auch der Stadt für die Unterstützung dieses Festivals.

Die Unabhängigen haben Jahreshauptversammlung. Dabei machen sie deutlich, dass sie nicht rundum glücklich sind mit dem neuen Bürgermeister und tadeln ihn auch.

10. Mai 2003

Die beste Werbung für die Blasmusik stellt der heutige Tag im Zeichen des Festivals »Triangel« dar. Die Wertungsspiele gewann das Verbandsjugendorchester Hochrhein unter der Leitung von Julian Gibbons mit 181,7 von möglichen 200 Punkten. Insgesamt vier Orchester haben sich den kritischen Ohren der Jury und des Publikums gestellt. Die drei erfahrenen Juroren kommen aus drei Ländern. Den Vorsitz hat Felix Hauswirth aus der Schweiz; daneben wirken Johann Mösenbichler aus Österreich und Reinhold Rogg aus Deutschland. 162 Punkte erhielt der Musikverein 1906 aus Östringen, während 162,3 Punkte die außer Konkurrenz spielende Musikgesellschaft Möhlin erhielt. Die Stadtkapelle Biberach durfte für ihr Konzert 137 Punkte verbuchen.

Am Abend spielte das Polizeimusikkorps Baden-Württemberg unter der Leitung von Tony Scholl und erfreute das begeisterte Publikum in der Stadthalle.

Die Alte Kirche St. Michael steht nun wieder in vollem Glanz in der Altstadt. Die Außen- und Dachrenovation ist abgeschlossen. Das die Kirche monatelang verhüllende Gerüst wurde entfernt. Die Menschen unserer Stadt freuen sich über das außen renovierte Wahrzeichen Schopfheims.

Anwohner des »Hegne« beklagen sich über Geruchsbelästigungen, die von der Gießerei der Firma Rietschle Thomas ausgehen. Firmenchef Dieter Rietschle versprach auf Anfrage des MT, sich um die Sache zu kümmern.

Eine eigenartige Form der Selbstjustiz ist im Entegastwald festzustellen. Ein Zeitgenosse oder eine Zeitgenossin verlegt Nagelbretter auf schmalen Wanderwegen. Fußgänger sind bereits verletzt worden.

Heute beginnt die 21. Saison der »Musik zur Marktzeit« in der Alten Kirche St. Michael. Bis Ende September wird diese beliebte Veranstaltung nun jeden zweiten und vierten Samstag im Monat stattfinden.

Eine erste Begegnung des Pop- und Gospelchors »Resonance of Life« aus Schopfheim mit dem Gospelchor »Spiritual Songs« aus Varazze an der ligurischen Küste Italiens verlief sehr herzlich und erfolgreich. Die Gäste aus Italien boten am Abend in der evangelischen Stadtkirche unter der Leitung von Filippo Piceda und unterstützt von einer achtköpfigen Band ein Konzert, das begeistert aufgenommen und mit viel Applaus bedacht wurde.

Die Basler Theatergruppe »Quasi« von Claudia Picenoni ist zu Gast in der Waldorfschule und präsentiert eine zeitgenössische Collage mit Elementen aus Musik und Text.

11. Mai 2003

Im Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche stellt sich der neue Pfarrer der Kirchengemeinde St. Michael Ost und Eichen mit einer Predigt über den vorgeschriebenen Text aus Johannes 15 (»Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben«) vor. Matthias Weber, der aus Esslingen stammt, verheiratet ist und drei Kinder hat, ist derzeit noch in Berghausen bei Karlsruhe im Pfarrvikariat. Der Kirchengemeinderat hat bereits seine Zustimmung zum neuen Pfarrer gegeben.

Mit einem einstimmigen Votum des Ältestenkreises hofft die evangelische Kirchengemeinde St. Michael Ost, die Stelle von Pfarrer Jobst wieder mit dem 37-jährigen Matthias Weber besetzen zu können. Weber könnte seinen Dienst am 1. September 2003 antreten.

12. Mai 2003

Ein klares Nein sagt der Gemeinderat zum Bau eines weiteren Büro-Containers im Gewerbegebiet »Lus«. Ein dortiger Gebrauchtwagenhandel, über den der Bauausschuss verärgert ist und den er als Schandfleck im Gewerbegebiet bezeichnet, hatte einen derartigen Antrag gestellt.

Staatssekretärin Marion Caspers-Merk, SPD, informiert sich bei Bürgermeister Christof Nitz und Beigeordnetem Hirschner über die Sorgen und Wünsche der Stadt. Dabei stehen die vierspurigen Ausbauarbeiten der B 317 und eine sinnvolle Anbindung der Stadt an die A 98 im Vordergrund. Ebenso war die lokale Drogenszene Gesprächsthema.

13. Mai 2003

Der Vorsitzende des Musikvereins Fahrnau, Thomas Hoyer, zieht eine erste Bilanz über das Festival »Triangel«. »Es war ein Erlebnis, vom Image her hat es viel gebracht, auch der Blasmusik«, lautet sein Resümee. Viel Interesse und viel Nach-Resonanz fand auch der Workshop für Dirigenten, der am Samstagvormittag mit etwa 20 Dirigenten aus der Region stattfand. Hoyer erhofft sich vom Wettbewerb einen Motivationsschub und Ansporn für junge Blasmusiker, bei einem solchen Wettbewerb einmal mitzumachen. In zwei Jahren kann sich der Vereinsvorsitzende eine Neuauflage vorstellen.

Die Raitbacher streben im Tourismus und in der Gastronomie eine Kooperation mit Gersbach an.

Marion Caspers-Merk, SPD-Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, ist Gast bei der vhs, um zum Thema »Gesund und fit – neue Gesundheitspolitik« zu sprechen und zu diskutieren.

14. Mai 2003

Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des »Hexen-Zinkens« gab es keine Veränderungen an der Spitze. Tony Schmidt und Thomas Mönk bleiben als Vogt und Vize in Amt und Würden.

Der Kulturring sagt die Aufführung des Stückes »Obersalzberg« von Rudolf Zollner, das in der Kulturfabrik aufgeführt werden sollte, ab. Nur sechs Karten wurden im Vorverkauf für diese Uraufführung an den Mann gebracht. Kulturamtsleiter Klaus Strütt meint der Presse gegenüber fragend: »Ist Schopfheim nicht reif für experimentelles Theater?«

15. Mai 2003

Die Baugenehmigung für das Feuerwehrgerätehaus in Enkenstein ist nun nach langen Wochen des Hoffens beim Bauamt eingetroffen. Das Landratsamt hat – so Beigeordneter Ruthard Hirschner – auch die Einsprüche der Nachbarn als unbegründet zurückgewiesen. Er hofft außerdem, dass die Arbeiten nun zügig vorangehen können und das Gerätehaus zum Jahresende bezogen werden kann.

Ronny Langendorf übernimmt ab Juni 2003 die musikalische Leitung des Musikvereins Gersbach. Dies teilt der Vorsitzende des Vereins, Stefan Deiß, beim jüngsten Frühjahrskonzert in der Bergkopf-Halle mit.

Die Sparkasse spendet aus dem Prämiensparen erneut Beträge an soziale Einrichtungen. Insgesamt 6.000,- Euro werden ausgeschüttet.

Das Bürgerforum 21 stellt in der »Krone« Vorschläge für ein Innenstadt-Konzept vor, gerade rechtzeitig vor dem Auftritt des Stadtmarketing-Experten Christian Klotz in der kommenden Woche. Man wolle neuen Schwung in die Diskussion bringen, so Silke Radlbeck-Dantona von der Initiative, es gehe nicht darum, ein fertiges Konzept vorzulegen, sondern Ansätze aufzuzeigen, so der Mitstreiter, George Heist. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht die große Stärke der Schopfheimer Wochenmärkte. Aus diesem Grunde wird ein Abendmarkt einmal in der Woche, etwa von 16 oder 17 Uhr bis 20 Uhr vorgeschlagen. Dies könne zusätzliche Anziehungskraft entwickeln. Die Umfrage des Bürgerforums erbrachte, dass von den Befragten mehr Kultur und mehr Einkaufszeit sowie mehr Ruhezonen gewünscht werden. Eine deutliche Mehrheit sprach sich für eine Fußgängerzone aus, und zwar für eine richtige – von der Sparkasse bis zum Pflughof. Im Wunschkatalog stehen verstärkte kulturelle Angebote auf dem Marktplatz – Kleinkunst, Konzerte, Aufführungen von Schulen und Vereinen, außerdem mehr Straßencafés und ein verbessertes Angebot in der Kinderbetreuung. In der Innenstadt fehle außerdem ein Kaufhaus als Magnet. Nicht wenige der befragten Personen bemängelten auch die Kundenfreundlichkeit und das Service-Angebot in den Geschäften. Als besonderes Manko wird die uneinheitliche Ladenöffnungszeit gesehen.

16. Mai 2003

Kurt Ueckert aus Langenau veröffentlicht ein neues Buch: »Für die Heimat unterwegs«.

Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des »Städtli-Zinkens« wurde Frank Pfeiffer als Zinkenvogt bestätigt. Im Bericht war auch zu hören, dass das vergangene »Rettich«-Fest das letzte in der bisherigen Form gewesen ist.

Einstimmig akzeptiert der Langenauer Ortschaftsrat den Antrag von Henny Timmermann auf vorzeitiges Ausscheiden aus dem Rat. Nachrücken wird Gottfried Hintner.

Die BZ und der Leser-Shop der Redaktion in Zell schließt heute. Die Redakteure und die weiteren Mitarbeiter ziehen in die Schopfheimer Redaktion um. »Mit der Zusammenlegung lassen sich Sachkosten sparen«, so Bernd Seger, der Leiter der Heimat-Redaktion der BZ. Die Qualität der Lokal-Ausgabe soll unter dieser Entscheidung nicht leiden. Bei der Zeitung glaubt man sogar an das Gegenteil. Hubert Döbele, der seit rund 40 Jahren das Obere Wiesental journalistisch betreut, wird dies weiterhin tun, nun allerdings von seinem Haus in Zell aus, wo er ein Büro unterhält. Die Zeller und Schopfheimer Kollegen bilden künftig gemeinsam die Redaktion, als da sind Marlies Jung-Knoblich, Robert Bergmann, Hermann Jacob, Markus Maier, Wolfgang Roth sowie Hubert Döbele. Eva Kozuch, Angelika Schmidt und Marianne Vetter verstärken die Redaktion als Redaktionssekretärinnen.

Im Alter von 69 Jahren verstirbt Herbert Weis, der sich viele Jahre lang politisch und kulturell aktiv betätigt hat. Seine über 30-jährige ehrenamtliche Arbeit im Geschichtsverein Markgräflerland wurde von diesem gewürdigt, nachdem Herbert Weis krankheitsbedingt von seinem Vorstandsamt zurücktrat.

Die Schule in Fahrnau wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Den Auftakt bildet ein Filmabend auf dem Schulhofgelände. »Das fliegende Klassenzimmer« nach Erich Kästners Roman ließ die 50er-Jahre auf der Großleinwand am Schulhaus wieder lebendig werden.

17. Mai 2003

Renn-Atmosphäre am Motocross-Gelände. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte wird das Jugend-Motocross an zwei Tagen ausgetragen. An beiden Tagen gibt es auch Punkte für die baden-württembergische Jugend-Meisterschaft. 101 Teilnehmer starten in fünf Klassen, darunter sind auch sieben Mädchen am Start.

In Gersbach wird das Thema »Holz« zentral. Während des Wochenendes hat das Bergdorf zu den zweiten Holz-Tagen eingeladen. Mit Prof. Natterer holte man wissenschaftlichen Glanz nach Gersbach. Der vielfach ausgezeichnete Spezialist, der zuletzt durch die Konstruktion des berühmten EXPO-Holzdaches auf sich aufmerksam gemacht hat, referierte in einem zweistündigen Vortrag über die Verwendungsmöglichkeiten des Holzes im Bauwesen. »Ohne Ökonomie keine Ökologie« – erst die professionelle Nutzung des Waldes mit seinem Rohstoff Holz könne dem überalterten Wald die Rettung bringen, so Natterer. Er hat seit 1978 den Lehrstuhl für Holzkonstruktionen an der Eidgenössischen Polytechnischen Hochschule in Lausanne inne.

Vor einigen Tagen hatten die »Enninger« Jahreshauptversammlung. Der langjährige 2. Vorsitzende, Klaus Malnati, macht Platz für einen Nachfolger, der mit Gabriel Glatt von der Versammlung gewählt wurde. Jürgen Kupferschmidt ist weiterhin an der Spitze dieser Narrengruppe.

In der letzten Sitzung des Langenauer Ortschaftsrates werden Blutspender für ihr vorbildliches Engagement geehrt. Für 25-maliges Blutspenden erhielten Walter Würger und Manfred Kaiser die Auszeichnung und den Dank übermittelt.

18. Mai 2003

Der Sonntagsgottesdienst in der evangelischen Stadtkirche wurde von der Kantorei mit Mozarts Spatzenmesse umrahmt.

Hunderte von Menschen sind in Gersbach, um sich bei den Holz-Tagen zu informieren.

Allen Grund zum Feiern hat die D-Jugend im Fußballverein Fahrnau. Sie holte sich die Meisterschaft und sicherte sich damit den Aufstieg in die Kreisstaffel.

19. Mai 2003

Der Krankenunterstützungsverein Fahrnau sucht dringend neue Mitglieder. Von den 224 Mitgliedern musste im Berichtsjahr ein Verlust von rd. 10 % verkraftet werden. Pfarrer Andreas Ströble möchte möglichst viele junge Familien gewinnen, Mitglied in diesem Verein zu werden. Er dankte am Schluss der Hauptversammlung Anneliese Brändle für ihre unermüdliche Tätigkeit als Schriftführerin des Vereins.

Der Umweltausschuss beschäftigt sich mit der Autobahn-Zubringung zur A 98, die mitten durch Wiechs führen soll. Die Zusage des Regierungspräsidenten, eine weitere Ausfahrt im A-98-Abschnitt Karsau-Schwörstadt zu prüfen, stößt auf Skepsis. In Wiechs hält man es für fraglich, ob Ausfahrten in so kurzem Abstand genehmigt werden. Deshalb drängt jetzt auch die Stadt mit Wiechs zusammen darauf, das nachgeordnete Straßennetz auf dem Dinkelberg im Zuge der Planfeststellung auf seine Kapazitäten zu überprüfen. Bürgermeister Nitz erinnert in diesem Zusammenhang an Planungen, die auch eine »Sengelen«-Trasse ansprechen.

Der Umweltausschuss trifft sich, um eine eventuelle S-Bahn-Haltestelle im Bereich des Wohnparks Belchenstraße zu überprüfen.

20. Mai 2003

Die Schopfheimer Arbeitslosen-Initiative gibt während der Hauptversammlung Bericht über die Leistungen. In dieser Initiative sind durchschnittlich zehn Personen beschäftigt, die teilweise arbeitslos waren oder dem Arbeitsmarkt noch nie zur Verfügung standen. Als neuer Geschäftsführer dieses Vereins wurde Oliver Batt gewählt. Alt-Bürgermeister Klaus Fleck gab den Bericht für das Jahr 2002 und wurde dann bei den Wahlen durch seinen Amtsnachfolger Christof Nitz auch als Nachfolger im Vorsitz der SAI abgelöst.

Beim Kinderschutzbund verändert sich die Vereinsspitze. Schweren Herzens verabschiedete die Vorsitzende, Christa Merz, ihre langjährige, sehr engagierte Kollegin Rita Geth aus dem Vorstand. Für sie wurde als gleichberechtigter Vorsitzender während der Jahreshauptversammlung Reinhard Baumgärtner gewählt. Er wird auch gleichzeitig die Kasse des Vereines führen. Der Kinderschutzbund kümmert sich weiterhin um die Ausbildung und Vermittlung von Babysittern und Tagesmüttern. »Wir wollen die Qualität der Tagespflege steigern«, war zu hören. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist und bleibt das Kinder- und Jugendtelefon unter der Leitung des Familientherapeuten Raymund Giebel. Dieses kostenlose Sorgen-Telefon verzeichnete auch im vergangenen Jahr einen Zuwachs an Anrufen. Insgesamt stehen 21 Berater an den Telefonen zur Verfügung.

Das Amtsgericht Freiburg hat einen Schopfheimer Versicherungsmakler wegen Geldfälschung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Die Waldorfschule möchte nun auch die Verlässliche Grundschule der Klassen 1 bis 4 mit einer Betreuung bis kurz nach 13 Uhr einrichten.

21. Mai 2003

Während des Wochenmarkts sind zum ersten Mal türkische Frauen mit einem Sonderstand vertreten. Sie verkaufen Waren, deren Erlös an ein Waisenhaus in der Nähe von Istanbul geht.

Bürgermeister Nitz macht das lange unter Verschluss gehaltene Kulturgutachten öffentlich.

Die Firma Kuri Holzbau spendet den Ornithologen 25 Nistkästen. Die Spende wurde von Lehrlingen des Holzbauunternehmens hergestellt und soll für verschiedene Vogelarten nutzbar sein, denn immer weniger Brutplätze gibt es an Wohnhäusern.

Aufgrund der neuen Steuerschätzungen rechnet Bürgermeister Nitz in diesem Jahr mit einem Einkommenssteuerrückgang von 300.000,- bis 400.000,- Euro. Ähnlich fällt auch der Rückgang bei der Gewerbesteuer aus.

Christian Klotz aus Bad Reichenhall ist in Schopfheim, um mit den Offiziellen und den Bürgern dieser Stadt zu sprechen. Den ganzen Nachmittag lang diskutiert der Marketing-Experte mit Vertretern der Banken, des Gewerbevereins und der Stadtverwaltung über das, was Schopfheim ist und insbesondere, was es nicht ist. Um 20 Uhr wurde in die Stadthalle eingeladen zu einem öffentlichen Vortrag. Mehrere hundert Menschen kamen, um die teils provokanten Äußerungen von Christian Klotz zu hören. Das Publikum bedachte ihn von Zeit zu Zeit immer wieder mit Szenen-Applaus. Er plädierte für mehr Farbe, Licht und Leben in der Stadt. »Schopfheim hat viel zu bieten, aber Sie brauchen mehr Unruhe in der Stadt«, so sein Credo. Auch wenn vielen das Gesagte irgendwie bekannt vorkam, wirkte die Rede von Klotz dennoch wie ein heilsamer Schock. Der Blick in die leeren Ladengeschäfte beweist, es ist fünf vor Zwölf. Frei von Fehlern, so Klotz, sei in der Vergangenheit keiner geblieben, sei es in der Verwaltung oder im Gemeinderat, aber auch der Gewerbeverein nicht. Klotz’ Eindruck war, dass in Schopfheim überhaupt nichts los ist. »Die Stadt ist dunkel, grau, abweisend, kein Willkommensgruß, kein Wegweiser in die Innenstadt.« Er meinte, dass Tarnfarben überwiegten. In der Innenstadt verböten Verbotstafeln die Durchfahrt, außerdem habe er hier die vergammelteste Bahnunterführung in Europa gesehen. Nicht gerade schmeichelhaft. Im Zentrum der Stadt herrsche tödliche Ruhe. Die Stadt sei dabei, überflüssig zu werden. Ein vernünftiges Parkleitsystem fehle, alles fahre auf die grüne Wiese, denn die Angebote seien dort. Auch gegen Parkgebühren wandte sich Christian Klotz, denn schließlich koste das Parken bei den großen Einkaufsmärkten am Stadtrand auch nichts. Zum Pflugareal meinte er, dieses wirke so keimfrei, dass man dort gar operieren könne. Klotz stocherte noch in vielen anderen Bereichen in offenen Wunden. Dem Gemeinderat, den Banken, dem Gewerbeverein empfahl er einen 200-Punkte-Katalog, der in den nächsten Jahren abgearbeitet werden müsse. Der Gewerbeverein sollte die Aufgabe haben, alle Beschlüsse des Gemeinderates auf die Innenstadt relevant zu prüfen. Klar war sein Credo natürlich mit Blick auf den Einzelhandel, der verdienen müsse. Er plädierte für die Etablierung einer Werbegemeinschaft, in die jeder Betrieb pro Mitarbeiter 5,- Euro jährlich einzahlen müsse, die Stadt wiederum den gleichen Betrag noch einmal dazugebe, sodass für Schopfheim ein Werbe-Etat von jährlich 200.000,- Euro zusammenkomme. Davon müssten 50 % für ständige Werbung in den Lokalzeitungen ausgegeben werden, 20 % für kulturelle Angebote, 20 % für Schulungen der Mitarbeiter und 10 % für Verwaltungsaufwand und Personal. Er empfahl außerdem einen Tourismus- und Kulturbeirat, der die gesamten kulturellen Angebote in der Innenstadt in die Hand nehmen soll. Schopfheim brauche mehr Dynamik. Nach drei Stunden gab es dann genügend Diskussionsstoff, den der bayerische Allein-Unterhalter den Schopfheimerinnen und Schopfheimern mit auf den Weg gab.

22. Mai 2003

Durchatmen dürfen alle Mountain-Biker und Wanderer, denn die Polizei ermittelte einen tatverdächtigen Rentner, der in den letzten Wochen Nagelfallen in den Waldwegen aufgestellt hatte. Der Mann muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Die IHK sieht in ihrem ersten Quartalsbericht die Wirtschaftslage etwas entspannter. Gegenüber dem vierten Quartal 2002 hat sich die konjunkturelle Situation für die Wirtschaft der Region Hochrhein-Bodensee entspannt, so der Kammerpräsident, Kurt Grieshaber.

Die SPD lädt zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema »Ganztagesschule«. Dabei sprechen Rektor Schlotter und dessen Konrektor Hüttemann von der Theodor-Frank-Haupt- und Realschule aus Teningen.

23. Mai 2003

Die SVS-Handballer haben mit Franz Iwertowski einen neuen Herren-Trainer verpflichtet.

In der Wiechser Halle treffen sich Bürger zum Thema »Verkehrsanschluss des Dinkelberges an die A 98«. Über 100 Menschen kamen, um darüber nachzudenken, wie die betroffenen Gemeinden Wiechs, Dossenbach, Minseln und Nordschwaben gemeinsame Strategien zum Verkehrsfluss ausarbeiten können. Alle sprachen sich dann dagegen aus, den gesamten Verkehr ins Wiesental nur über die K 6336 anzubinden. Sollte es beim bisherigen Sachstand bleiben, wollen die Bürger vom Landkreis eine komplette Umfahrung ihrer Dörfer fordern, um so dem Schwer-Lastverkehr zu entgehen, der über die Ende 2005 fertiggestellte Brücke an das Schweizer Autobahnnetz zu kommen droht. Die Initiatoren des an diesem Abend gegründeten Verkehrsausschusses Dinkelberg wollen nun beim Landratsamt Verkehrszählungen fordern, um anhand aktueller Zahlen ein tatsächliches Bild der heutigen Verkehrssituation zu erhalten.

24. Mai 2003

Die SPD fordert nach dem Vortrag des Bad Reichenhaller Marketing-Experten Christian Klotz rasche Schritte. In einem Schreiben an den Bürgermeister fordert die Partei, den bisherigen Umweltausschuss in »Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Technik und Landwirtschaft« umzubenennen. Zielrichtung sei es, die zahlreichen Vorschläge schnell zu prüfen und die Teile, die mit geringem Aufwand realisiert werden können, ohne große Verzögerung umzusetzen.

Christian Klotz hat gewirkt, auch wenn nicht alle Erkenntnisse neu waren. Bürgermeister Nitz hofft, dass jetzt ein Ruck durch die Bevölkerung geht. Die Stadt werde aber nicht gleich daran denken, die Sperre in der Hauptstraße abzubauen, sondern erst Klarheit schaffen über die einzelnen Schritte im Rahmen eines Gesamt-Konzepts. Stefan Klever für den Gewerbeverein meinte, mit der Öffnung der Hauptstraße seien die Probleme nicht zu lösen. »Wir brauchen ein Bekenntnis der Kommunalpolitik, dass draußen auf der grünen Wiese keine weiteren Flächen mehr zugelassen werden«, so der Vertreter des Gewerbevereins.

Die Stadthalle ist bei der Schüleraufführung des THG »Joseph an the amazing technicolor dream-coat« von Andrew Lloyd Webber bis auf den letzten Platz besetzt. Die Schülerinnen und Schüler als Akteure dürfen bei dieser Aufführung ebenso wie das Orchester, eine Big Band unter Leitung von Markus Götz, Standing Ovations entgegennehmen. Der Regisseur und Moderator des Abends, Lukas Engelke, führte in lockerer Form durch das Programm. Die Band, glänzend aufgelegt und eingespielt, steht unter der Leitung von Markus Götz. Martina Rosskopf entführte mit klarer, schöner Stimme ins Kanaan des Alten Testaments, während die Rolle von Joseph bei der Premiere von Nadja Weiss überzeugend verkörpert wurde. Es würde sich lohnen, alle Akteure bzw. Akteurinnen einzeln aufzuführen. Die Schüler und Schülerinnen hätten dies aufgrund ihrer überzeugenden Leistung verdient. Erwähnt sei aber noch Diana Hauser, die als fetziger Pharao die Stimmung gewaltig anheizte.

Seit 30 Jahren gibt es in Schopfheim den Service »Essen auf Rädern«. Die ehemalige Gemeinderätin Ruth Sprich schlug damals dem Sozialausschuss der Stadt vor, einen solchen Service einzurichten. Am 5. Februar 1973 konnten die Leistungen mit freiwilligen Helfern der AWO sowie der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden aufgenommen und die ersten Essen ausgefahren werden. Waren es zunächst noch 15 Mahlzeiten pro Tag, so sind es heute täglich zwischen 60 und 80 Essensportionen, die verteilt werden. Heute ist »Essen auf Rädern« in Schopfheim zu einem Begriff und zu einer nicht wegzudenkenden Einrichtung geworden. Der AWO-Vorsitzende, Horst Sutter, sprach denn auch Ruth Sprich und den zahlreichen Helfern ein herzliches Dankeschön aus und ernannte die Begründerin zum Ehrenmitglied der AWO.

Der Musikverein Langenau ist Gastgeber eines weiteren Gala-Abends in der Halle des Ortsteils. Nicht nur das Kulinarische mit Spargel-Spezialitäten und einer Weinprobe bestimmte den Abend, nach den Gaumengenüssen sorgte die Big Band des Musikvereins auch für beste Unterhaltung. Während des Essens spielten die »Knast-Brüder« (Jeannot und Christian Weißenberger) Lieder zur Gitarre.

Die Narrenzunft Schopfheim trifft sich im Narrenkeller zur Jahreshauptversammlung. Das Berichtsjahr, zunächst optimistisch gestartet, war aber nicht nur von sonnigen Tagen gezeichnet. Zu Anfang trat Zunftmeister Jochen Amend, kurz darauf der halbe Vorstand sowie die »Fuchsen«-Gruppe zurück. Einige Vorstandsämter sind bis dato nicht wieder besetzt. Auch nach der Sitzung bleibt der Posten des Zunftmeisters, des stellvertretenden Mundschenks, des Zeugmeisters und seines Stellvertreters verwaist. Für die Zunftabende der nächsten Jahre zeichnet weiterhin Jeannot Weißenberger verantwortlich. Zu ganz besonderen Ehren kam der ehemalige Oberzunftmeister Enrico Blokbergen, der für seine außergewöhnlichen Verdienste um die Fasnacht den Verdienstorden des VON erhielt.

Bei der Delegierten-Versammlung des Schwarzwaldvereins in Lossburg wurde Günter Horschig aus Schopfheim mit dem Goldenen Ehrenzeichen geehrt.

Der vhs-Chor Salto Vocale unter der Leitung von Klaus Dürrschnabel konzertiert in der Alten Kirche St. Michael. Im Mittelpunkt des Abends stehen Zigeunerlieder von Johannes Brahms.

25. Mai 2003

»Museumsgeflüster mit Blütenzauber« – eine neue Reihe, die Musik und Geschichten vereint, hatte dieses Mal den Frühling zum Thema. Michael Herrmann spielte am Tafelklavier passende Musik, während Christa Hoheisel aus ihrem reichen Märchenschatz las.

Auf große Resonanz stößt der »Tag der offenen Tür« bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Der Pop- und Gospelchor »Resonance of Life« singt in der evangelischen Stadtkirche u. a. auch Melodien aus der Rock-Oper »Jesus Christ Superstar«. Christoph Bogon verstand es, seinen Chor in diesem abwechslungsreichen Konzert so zu leiten, dass Lebensfreude und Rhythmik auf Sänger, Musiker und Publikum übersprangen.

26. Mai 2003

Ulrich Zimmermann liest in der Stadtbibliothek. Der 59-Jährige war Stipendiat der baden-württembergischen Kunststiftung. Er »seziert« mit spitzer Feder das scheinbar Belanglose in kurzweiligen Erzählungen.

27. Mai 2003

In einem offenen Brief an Mitglieder, Parteigremien und die Bundesregierung bekennt sich der Vorstand der Schopfheimer SPD unmissverständlich zur Strukturreform, die den Namen verdiene und deren Halbwertzeit nicht nur auf zwei oder drei Jahre angelegt sei. »Deutschland muss fit gemacht werden für die nächsten 50 Jahre. Diese Regierung muss Geschichte schreiben als eine verantwortungsvoll handelnde, reformfähige Regierung, die Deutschland aus dem Lobbyisten-Sumpf herauszuziehen in der Lage ist.« Zu lange hätten CDU und F.D.P., aber auch Rot-Grün die Illusion unaufhörlich fließender staatlicher Wohltaten genährt.

Bürgermeister Nitz und Fachbereichsleiter Klaus Strütt stellen das neue Jahrbuch 2002 vor.

28. Mai 2003

Bei der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Mittleres Wiesental wird Betriebsleiter Gerhard Glaser für 25-jährige Tätigkeit auf der Verbandskläranlage geehrt. Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Christof Nitz gratulierte dem gelernten Elektriker, der 1983 die Leitung der Anlage übernommen hatte und seit 1978 auf der Anlage beschäftigt ist.

Die Presse informiert heute, dass das Musical »Joseph« in mehreren Aufführungen in der Stadthalle von insgesamt 2.000 Zuschauern besucht worden ist.

29. Mai 2003

Zahlreiche Besucher kommen bei schönstem Wetter zur Eröffnung des Freibades Schweigmatt. Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald zeigt sich sichtlich erfreut und stößt mit Bürgermeister Christof Nitz auf das Gelingen des Werkes an. Zu den ersten Badegästen zählt auch Stadtrat Karl Selz. Das Aufsichtspersonal des Schwimmbades wurde durch die DLRG Schopfheim ausgebildet.

Christi Himmelfahrt. An diesem Tag zieht das Uffert-Brüttli mit Anhang durch Enkenstein und erfreut die Menschen mit Liedern. Väter feiern heute den Vatertag.

Gut besucht war der Jugendhilfe-Tag in der Stadthalle, den die Stadt organisierte. Unter dem Thema »JuVis 2003« (Junge Vision) sollte dargestellt werden, was die Analyse des Zustandes und die Wünsche der Jugendlichen und der im Jugendbereich tätigen Vereine und Organisationen, die während eines Jahres erhoben wurden, erbrachten. Das offizielle Ergebnis präsentierte Prof. Spiegelberg von der evangelischen Fachhochschule in Freiburg. Jugendhilfeplaner Holger Ebner und Sozialdezernent Dieter Kowohl vertraten den auftraggebenden Landkreis, während Bürgermeister Christof Nitz das Ergebnis ebenso mit Interesse entgegennahm wie die zahlreichen Schulleiter und ihre Schüler. Das Nachmittagsprogramm war dann allerdings weniger stark besucht und die abendliche Disco-Party in der Stadthalle wurde gar zu einem Flop, denn nur ganz wenige kamen, um den Bands und DJs zuzuhören.

30. Mai 2003

Kursteilnehmer, Kursleiterinnen und Gäste freuen sich im katholischen Gemeindehaus beim 7. Tanzfest der vhs.

Die Unabhängigen betrachten die Äußerungen des Stadtmarketing-Experten Klotz als beachtens- und bedenkenswert. Sie meinen, er habe Themen aufgegriffen, die die Unabhängigen schon seit Jahren zu ihrem Anliegen gemacht und vertreten hätten. Ganz entscheidend seien die Verkehrsführung und die Fragen der Parkraumbewirtschaftung. Entscheidungen, die notwendig werden, dürften nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Schüler der Abiturklasse an der Waldorfschule zeigen ihr Kunstschaffen unter der Leitung des Kunstpädagogen Helmut Mally in der VR-Bank. Portraits und Landschaftsbilder stehen dabei im Vordergrund.

31. Mai 2003

Hellmuth Stern, ein kosmopolitischer Musiker und Autor, las während einer Matinee in der Schopfheimer Stadtbibliothek. Stern, der in diversen großen Symphonieorchestern der Welt als Erster Geiger gespielt hat, kann auf ein ungemein bewegtes Leben zurückblicken, das 1928 in einem jüdischen Elternhaus in Berlin begann. Er las und plauderte aus seinem Buch mit dem beziehungsreichen Titel »Saitensprünge«.

Ein Ruck geht durch die Schopfheimer Vereinslandschaft: Die Tischtennis-Abteilungen des SVS und des TV Fahrnau fusionieren und gründen einen neuen Verein: TTC Schopfheim/Fahrnau. Volker Fischer ist der 1. Vorsitzende, während Helga Isenmann das Amt der 2. Vorsitzenden übernahm. Harald Lipian ist der erste Pressewart des Vereins, Eva Abert die erste Schriftführerin und Jürgen Brüderlin wird als Erster in der Geschichte dieses Vereins die Kasse verwalten.

Das Linotype-Museum ist aus den Räumen der ehemaligen Hanf-Union ausgezogen. Es findet sein neues Domizil im Technik-Museum der Museumsgesellschaft in den ehemaligen Räumen der Schuhfabrik Krafft in Fahrnau. In der kommenden Woche soll das neue Museum eröffnet werden. Bürgermeister Christof Nitz freut sich über diese Aktivitäten der Museumsgesellschaft und beglückwünscht die Hausherren zum neuen technischen Museum. Er sagte eine hundertprozentige Unterstützung der Stadt zu, wenn sich der Verein daran machen wird, das Kleinod der Museumsgesellschaft der Markgrafenstadt zu erweitern. Ohne die Initiative und die Willenskraft von Klaus Max Trefzer, der im Jahre 2000 das Linotype-Museum in der Hanf-Union eröffnet hatte, wäre diese Ausstellung nicht möglich. Das Museum ist jeden Sonntag von 10-12 Uhr geöffnet.

01. Juni 2003

Zum »Preis des Präsidenten« hat Dr. Richard Zahoransky vom Regio-Golfclub auf das Golfgelände Spieler aus Südbaden und der Schweiz eingeladen.

02. Juni 2003

Vor einigen Tagen konnte Ortsvorsteher Ralf Ühlin in Gersbach Ernst-Frieder Schmidt für 75-maliges unentgeltliches Blutspenden ehren.

03. Juni 2003

Gemeinsam haben in einer ersten Sitzung die CDU-Fraktion und der Vorstand zu einer »Klotz-Analyse« getagt. Erster und dringender Schritt, so die Partei nach einstimmiger Meinung, sei die Aufhebung der Miniatur-Fußgängerzone und dies so schnell wie möglich. Es soll dies der erste Schritt einer breiten Meinungsbildung und Ideensammlung mit allen Gremien unter Führung der Stadtverwaltung und in Kooperation mit dem Gewerbeverein sein.

Bei der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereines Schopfheim wurde Gaby Kurz für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Der Schopfheimer Verein zählt 141 Mitglieder, doch von diesen sind nur 11 ständig aktiv. Der Jahresbericht umfasste die sehr breite und oft tragische Einsatztätigkeit der Vereinsmitglieder.

Bürgerversammlung zum Thema »Schließung des Bahnüberganges Wehrer Straße«. Bürgermeister Christof Nitz möchte abklären, ob es möglich ist, dass die Schranken für zwei bis drei Monate geschlossen bleiben. So könnte herausgefunden werden, wie sich die Verkehrsströme entwickeln und ob die Gegner der Schließung mit ihren Befürchtungen Recht hätten. Über 100 Interessierte kamen in den Kleinen Saal der Stadthalle, die meisten, um ihren Unmut über die Schließungsabsicht zu artikulieren. Wolfgang Lenz sprach sowohl als Anwohner als auch für den Gewerbeverein den meisten aus dem Herzen, als er davor warnte, das Gebiet der Wehrer Straße »abzuschotten«. Lebhaften Beifall erhielt Rechtsanwalt Claus Huber, der ebenfalls für die Offenhaltung und Aufrechterhaltung der historisch gewachsenen Strukturen plädierte. Zu Beginn der Sitzung stellte Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann den Generalverkehrsplan und die vom Gemeinderat gefassten Beschlüsse vor. Daraus geht auch hervor, dass die Wehrer Straße nicht als Hauptverkehrsstraße geplant ist.

04. Juni 2003

Mit einer Fragebogenaktion wandte sich die Stadt im April an alle Eltern, um zu erkunden, wie groß der Bedarf an verlängerten Öffnungszeiten in den Kindergärten ist. Nur knapp 30% der befragten Eltern haben eine Antwort gegeben. Das Ergebnis sieht aber dennoch so aus, dass zwischen 140 und 150 Eltern an flexibleren Öffnungszeiten interessiert sind.

Der Naturpark Südschwarzwald bezuschusst Gersbacher Vorhaben. So sollen ein Info-Haus und ein Wisent-Gehege mit erheblichen EU-Mitteln kofinanziert werden.

Verschwindet der sensationelle Fund in der »Alten Stube« (Entegaststraße 10) wieder unter dem Mantel der Geschichte? Ein Kauf kam bisher nicht zustande.

Die Arbeiten zum Wiederaufbau der Vicemoos-Halle haben heute begonnen.

Bei der Zwangsversteigerung des Firmenareals der ehemaligen Bus-Unternehmung Schlozer erhielt die ATT-Immobilien-GmbH den Zuschlag. Das Gelände liegt direkt neben dem Betriebsgrundstück der Firma AFT. Das Reisebus-Unternehmen Heizmann, das die Busse von Schlozer übernommen hat, kann auch weiterhin in den Räumen bleiben, da die AFT die Fläche derzeit nicht verwerten wird.

05. Juni 2003

Vertreter der regionalen Politik und der Wirtschaft treffen sich mit Wirtschaftsminister Walter Döring in der IHK zum Gedankenaustausch über die Überregulierung mittelständischer Unternehmen.

06. Juni 2003

Die Gersbacherin Frieda Ziegler feiert heute ihren 100. Geburtstag. Der Betrieb im Schweigmatter Schwimmbad ist nach Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald super angelaufen. Das herrliche Wetter seit Himmelfahrt habe dem von der Schließung bedrohten Bad bereits den 1.000. Besucher beschert.

Kurt Ühlin feiert bei der Firma Rietschle Thomas seine 40-jährige Betriebszugehörigkeit. Firmengründer Werner Rietschle gratulierte dem Jubilar ebenso wie Schopfheims Bürgermeister Christof Nitz.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis geht leicht zurück. Die Mai-Quote liegt im Landkreis bei 5,7%.

07. Juni 2003

Die einst 160 Tiere zählende Rinderherde eines Landwirtes, die den Behörden ein Dorn im Auge war, wurde unter Beteiligung des Veterinäramtes erheblich reduziert. Der jetzige Bestand beträgt noch etwa 100 Tiere.

Auf dem Wochenmarkt ist ein Informationsstand, der für Organspenden wirbt, aufgebaut worden. Die allgemeine Spendenbereitschaft sei zurückgegangen und immer mehr Menschen müssten jahrelang auf eine lebensrettende Spende warten, heißt es.

08. Juni 2003

Das Schweigmatter Schwimmbad hat einen Bus-Transfer von Schopfheim zum Höhenbad eingerichtet. Leider gab es auf dieses erstmalige Angebot keine große Resonanz.

11. Juni 2003

Clemens Fabrizio erhielt von einigen aus dem Fernsehen bekannten Größen ein Lob für sein Liederbuch »Sing ein Lied«.

12. Juni 2003

Das heiße Sommerwetter beschert auch dem Schopfheimer Schwimmbad ständig neue Höchstbesucherzahlen.

Beim Bundesentscheid »Jugend musiziert« konnte Agnes Waibel in der Solo-Wertung für Blockflöte einen 3. Platz belegen.

13. Juni 2003

Vor 20 Jahren wurden die Kürnberger »Schiibechnechte« gegründet. Der Vorsitzende seit der Vereinsgründung, Zeno Haselwander, wurde nun bei der Jahreshauptversammlung zum ersten Ehrenmitglied ernannt. Neue 1. Vorsitzende des Vereines wurde Elke Urban.

14. Juni 2003

Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald ehrte dieser Tage den Raitbacher Heinrich Strittmatter für 50-maliges Blutspenden.

Anwohner aus der Nähe der Gießerei Rietschle Thomas beklagen sich über den Lärm und einen tieffrequenten Ton, der vom Firmengelände ausgehe. Sie sind nicht länger bereit, dies zu dulden. Umweltschutzamt, Gewerbeaufsicht und Gesundheitsamt sind eingeschaltet. Das Unternehmen hat ein Institut beauftragt, Messungen vorzunehmen.

Das Wirtschaftsergebnis der VR-Bank Schopfheim-Maulburg ist zufriedenstellend verlaufen. Sowohl im Zinsergebnis als auch im Dienstleistungsergebnis ergaben sich Verbesserungen. Das Bilanzvolumen betrug 286.827.000,- Euro, das sind 231.000,- Euro weniger als im Vorjahr. Die Bilanzsumme, die etwas geringer ist, sei auf den weiteren Abbau der Banken-Refinanzierung zurückzuführen. Der Bilanzgewinn lag bei 352.000,- Euro. Über die Verteilung der Dividende wird in wenigen Tagen die Vertreterversammlung entscheiden.

Die baden-württembergische Textil- und Bekleidungsindustrie startet im September 2003 das bundesweit erste Berufskolleg Textil-Technik an der Gewerbeschule in Schopfheim. Die dreijährige duale Ausbildung soll den Engpass an Fachpersonal verringern und eröffnet außerdem neue Perspektiven in diesem Wirtschaftszweig.

Raitbach will einen Arbeitskreis bilden, um »Unser Dorf schöner werden — unser Dorf hat Zukunft« vorzubereiten, denn auch die Raitbacher wollen in den Wettbewerb eintreten.

Der Tennisclub Schopfheim feiert sein 50-jähriges Vereinsbestehen. Wettkämpfe und gesellschaftliche Feiern bestimmen das Jubiläumswochenende. Viele Zuschauer wünschten sich angesichts der Temperaturen über 30 Grad wohl eher eine Wasserball-Begegnung statt eines Tennis-Matchs. Der Samstagabend war geprägt vom offiziellen Festakt, für den Karl Selz die Glückwünsche des Bürgermeisters überbrachte.

Einen nicht alltäglichen Einsatz hat die Polizei im Schwimmbad: Die hochsommerlichen Temperaturen veranlassten in der Nacht drei jüngere Frauen, völlig hüllenlos im Schopfheimer Schwimmbad Abkühlung zu suchen. Die Polizei wies die Damen auf die regulären Öffnungszeiten hin und beendete den Badespaß.

15. Juni 2003

Jetzt fahren auf der Wiesental-Strecke die Nahverkehrs-Pendelzüge der Schweizer Bundesbahnen. »Wir sind im öffentlichen Personen-Nahverkehr kräftige Schritte vorangekommen«, erklärte Lörrachs Landrat Alois Rübsamen vor einer vielköpfigen Schar geladener Gäste bei der Übernahme der Bahn durch die Schweizer. Während des ganzen Tages fahren die Züge kostenfrei auf der Wiesental-Strecke. Zwischen Zell und Lörrach entwickelt sich ein regelrechtes Volksfest.

30 Mannschaften treten beim Vereins-Wanderpokal-Schießen der Wiechser Schützengesellschaft an. Bei einem Schuss auf die Ehrenscheibe gelang es Ernst Bäumle, mit neun Ringen alle Mitbewerber hinter sich zu lassen. In der Einzelwertung der Herren lag Arno Klug mit 93,4 Ringen vorne, während bei den Damen Anita Wiedemann den 1. Platz belegte.

16. Juni 2003

Fraktionsübergreifend fordern die Gemeinderäte eine verkehrspolitische Konsequenz aus der Analyse des Stadtmarketing-Experten Christian Klotz. Sie wollen eine möglichst schnelle Aufhebung der Sperrung der Hauptstraße zwischen Wall- und Scheffelstraße. Christof Nitz versprach eine zügige Behandlung in der nächsten Sitzung.

Dr. Ottmar Nübling vertritt im Gemeinderat die Auffassung, dass Schopfheim mehr Mitspracherecht bei der Musikschule, die gemeinsam mit Steinen betrieben wird, haben sollte. Er fordert eine Struktur-Debatte, in der die Gewichte anders verteilt werden sollen.

17. Juni 2003

Die Renovierungsarbeiten im Kultur-Café »Irrlicht« wurden durch unerwünschte Maler erheblich gestört. Frisch gestrichene Wände sind bereits mit Farbschmierereien verunziert worden.

Genau vor 50 Jahren ereignete sich in der ehemaligen DDR der Arbeiteraufstand, der vom herrschenden Regime niedergeschlagen wurde. An diese Ereignisse und dieses Datum erinnert eine Veranstaltung in der Partnerstadt Kleinmachnow.

18. Juni 2003

Die Stadt und der Eigentümer von Entegaststraße 10 konnten sich nicht auf einen Kaufpreis verständigen. Sämtliche Funde werden nach einer entsprechenden Auflage des Landesdenkmalamtes zugedeckt und sollen so der Nachwelt erhalten bleiben.

20. Juni 2003

Sichtbare Fortschritte macht die Erweiterung des THG.

21. Juni 2003

Wolfgang Stocker wird neuer Direktor des THG. Der Pädagoge, der in Wiechs wohnt, wurde Mitte der Woche offiziell zum Direktor ernannt. Der 47-jährige Mathematik- und Physiklehrer ist seit zehn Jahren stellvertretender Schulleiter am Gymnasium in Rheinfelden. Er will am Schopfheimer Haus sein Amt mit klaren Grundsätzen angehen, bezeichnet sich als »offenen Typ« und als »jemand zum Anfassen«.

Das MT bittet Schopfheimer Pfarrer um Äußerungen zum gemeinsamen Abendmahl auf dem Kirchentag. Bekanntlich hatte Rom das gemeinsame Abendmahl beim Berliner Kirchentag abgelehnt. »Was die Äußerung erreicht hat, sind Scherben«, warnt Pfarrer Richard Dressel. Pfr. Dr. Michael Hoffmann meint, es sei schade, dass man das Trennende so herausgestellt habe — »aber unsere Ökumene vor Ort wird es jedenfalls nicht zurückwerfen«.

Christof Nitz war es vorbehalten, den Fassanstich beim zweiten »Altstadt-Brunnen-Fest« vorzunehmen. Der Wettergott war den Veranstaltern in diesem Jahr wohlgesonnen, denn viele Besucher kamen bei herrlichstem Wetter in den historischen Stadtkern, um kulinarische Leckereien zu genießen, Kunsthandwerk, Sammlungen und Geschenkideen zu bewundern.

Der längste Tag des Jahres ist in Eichen Anlass für ein Fest. Die SG Eichen gab der Bevölkerung zum vierten Mal die Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre »mitenander z’schwätze« bei einem kühlen Bierchen. Zwei Tage und eine Nacht ging es hoch her rund um die Hülschenmatthalle.

22. Juni 2003

Das Jugendblasorchester Kleinmachnow und die Jugendkapelle Schopfheim konzertieren vor etwa 80 Zuhörern, die allesamt begeistert waren, in der Stadthalle.

23. Juni 2003

Der Wiesendamm an der Brücke nach Langenau wird in Kürze saniert. Der Radweg ist in dieser Zeit nur abschnittsweise befahrbar. Die Standsicherheit des Dammabschnittes bei der Firma ppe sei nicht mehr gewährleistet, so die Gewässerdirektion Waldshut.

24. Juni 2003

Es heißt Abschiednehmen von Arlington in Langenau. Nach der Verlagerung der Produktion und des Lagers des Markenherstellers von Socken und modischer Kleidung hat jetzt der Kunert-Konzern den letzten Schritt getan. Voraussichtlich zum Jahresende sollen die mitten im Dorf liegenden Fabrikgebäude endgültig leer sein. Von der Verlagerung sind 60 Mitarbeiter betroffen.

Die 16 Organisatoren sind sich einig: Das »Brunnen-Fest« vom Wochenende war ein voller Erfolg. Vor allem seien sich durch die Zusammenarbeit die Ladenbesitzer und Gastronomen aus der Altstadt ein Stück näher gekommen, erzählt Frank Hedtke.

Das Friseurgeschäft von Intercoiffure Dieter Zimmermann wurde von Intercoiffure Deutschland zum »Salon des Jahres 2003« gekürt. Überrascht waren Elke und Nadine Hölscher, die als 50.000. Freibadbesucherinnen in Schopfheim begrüßt und beglückwünscht wurden.

25. Juni 2003

Beflügelt vom Erfolg der vergangenen Jahre, wird der Gewerbeverein auch im kommenden Herbst, am 28. September, einen verkaufsoffenen Sonntag organisieren.

Der Rechtsstreit ist beendet: Beim inzwischen dritten Zwangsversteigerungstermin für den Gewerbepark Höfen erhielt die Firma WKW Wasserkraftwerk Wiesental oHG am 23. Oktober des vergangenen Jahres den Zuschlag. Der Eigentümer — Jörg-Uwe Sanio — legte dagegen Beschwerde ein. Das Landgericht Waldshut-Tiengen entschied nun und hat die Beschwerde des früheren Eigentümers zurückgewiesen. Mit Beschluss des Landgerichtes vom 16. Juni ist der Zuschlag nunmehr rechtskräftig.

Völlig überrascht wurde die Belegschaft von den Plänen der Firma Arlington. »Wir haben alle eine wahnsinnige Wut«, beschreibt eine Mitarbeiterin die derzeitige Stimmung. Der Betriebsrat fühlt sich unfair behandelt.

Grundsteinlegung der neuen Vicemoos-Halle. Vor fast genau 20 Jahren wurde schon einmal Richtfest gefeiert; am 13. Juni des vergangenen Jahres brannte die Halle nieder. Bürgermeister Christof Nitz begrüßte die weiteren Bauherren des Landkreises und der Waldorfschule. Gemeinsam habe man unter der Federführung von Alt-Bürgermeister Klaus Fleck das Projekt konstruktiv vorangetrieben. Grund zur Freude hatte auch Bernd Sevecke als Sprecher der Waldorfschule. Der Vertreter des THG, Markus Manfred Jung, machte keinen Hehl aus seiner Freude, dass endlich das Bauen losgehen kann. Die Metallrolle, die später unter dem Fundament des Haupteinganges der Halle im Grundstein deponiert wird, ist mit Erinnerungsstücken und Symbolen bestückt. Neben den beiden Schopfheimer Tageszeitungen vom Mittwoch bleiben der Nachwelt der aktuelle Jahresbericht des THG, Schriftstücke und Disketten mit der Homepage der Berufsschule und ein Feuerstein von Albert Staiger (Waldorfschule) erhalten.

26. Juni 2003

Eine neue Kirche soll in absehbarer Zeit am Stadtrand Schopfheims gebaut werden. Die Schopfheimer Christengemeinschaft will das Projekt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus Columban realisieren.

Nach dem Rückzug aus Langenau sucht die Firma Kunert derzeit in Mulhouse und in Colmar Räumlichkeiten. Zehn Mitarbeiter, die jetzt die Frankreich-Kontakte pflegen, sollen dort ihren neuen Arbeitsplatz finden. Der Werkverkauf in Langenau soll allerdings erhalten bleiben.

Von 130 Mitarbeitern der Firma ppe, die im April in eine Beschäftigungsgesellschaft übertraten, konnten bisher 103 an neue Arbeitsplätze vermittelt werden.

»Sparen« hieß die Devise im vergangenen Vereinsjahr bei den Freunden des Gymnasiums. Dies war auch der Grund dafür, dass dem THG nur 2.000,- Euro für verschiedene Verwendungszwecke gespendet wurden. Diese Ansparphase ist notwendig geworden, um im kommenden Jahr, wenn die Schülerbibliothek fertiggestellt sein wird, mit einer ansehnlichen Summe unterstützend tätig sein zu können. Nicht mehr dem Vorstand angehören wird Wolfgang Stocker, der das THG künftig als Direktor leitet. Vorsitzender Sami Busch schlug darauf hin den ehemaligen Direktor Adolf Winterhalder als neuen Beisitzer vor, der auch sofort gewählt wurde.

27. Juni 2003

Zum »Tag der Bildung« demonstrieren auf dem Marktplatz die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Kindergärten. Die Bildung, so die Langenauer Kindergarten-Leiterin Angelika Keil, beginne nicht erst in der Schule, sondern schon im Kindergarten. Dass dies die Kommunen so sehen, beweist die Teilnahme von Bürgermeister Nitz an der Kundgebung.

Die VR-Bank ist auf einem guten Weg. Die Vertreterversammlung genehmigte den Geschäftsbericht 2002. Aufsichtsratsvorsitzender Immo Leisinger erhielt von den 90 Vertretern in der Stadthalle den Geschäftsbericht genehmigt. Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Nach einem schwierigen Jahr könnten sich die Zahlen wieder sehen lassen und man ernte jetzt die ersten Früchte der Fusion. Leisinger lobte in diesem Zusammenhang Gerhard Weiß, den langjährigen Vorstand der einstigen Raiffeisen-Bank Maulburg. Er würdigte seine überragenden Leistungen. Für seine bleibenden Verdienste um die Banken erhielt Weiß aus den Händen von Wirtschaftsprüfer Rainer Haag die Ehrennadel in Silber mit Urkunde des badischen Genossenschaftsverbandes.

28. Juni 2003

Das Blasmusikorchester aus Poligny feiert sein 30-jähriges Bestehen. Dieser Anlass wird zusammen mit der Jugendkapelle Schopfheim gefeiert. In Poligny wurden die jungen Schopfheimer Musiker dieser Tage vom Vorsitzenden herzlich empfangen. In der vollbesetzten Halle der Partnerstadt bestritten die Orchester dann ein Konzert. Man freute sich in Poligny über die Schopfheimer Beteiligung an diesem Jubiläumskonzert. Der Vorsitzende der Schopfheimer Stadtmusik, Peter Bühler, durfte denn auch ein Geschenk zur Erinnerung mit in die Markgrafenstadt nehmen.

Yvonne Sommer, Leiterin des Waldkindergartens, ist stolz auf einen Lehmofen, den sie zusammen mit dem Erzieher Oleg Stavnicuk in den letzten Monaten gebaut hat. Der funktionierende Brennofen macht den Kindern sehr viel Spaß.

Die Schopfheimer Sportkegler feiern ihr 40-jähriges Bestehen. Mit einem Kuriosum begann die erfolgreiche Geschichte der Schopfheimer Kegler im Gasthaus »Adler«: Auf einem Bierdeckel hatten sich die sieben Gründungsmitglieder Karl-Heinz Andris, Günther Manske, Franz Meise, Fritz Peter, Martin Paulus, Frank Hagen und Bernd Flöscher verewigt. Mit dem Bau des Schopfheimer Kegel-Centers kamen die Sportkegler wieder nach Schopfheim zurück. Sie waren zum Training und den Wettkämpfen einige Jahre lang im Kegelheim in Brombach beheimatet. Nach dem Brand des Kegel-Centers im vergangenen Jahr hat sich das Blatt für den Verein schlagartig gewendet. Finanzielle Verluste und die drohende Vereinsauflösung machten der heimatlos gewordenen Gruppierung alle Mühe. Vorsitzender Henrik Steingräber meinte, das Schlimmste sei mittlerweile überstanden. Die Kegler spielen derzeit wiederum im Brombacher Kegelheim.

Ein Organisationsteam bereitet das Schulfest an der Dr. Max-Metzger-Grundschule vor, das unter dem Motto »Was ich einmal werden möchte« steht. Einen umfangreichen Spiel-Parcours haben die vielen Helfer zusammen mit der Elternbeiratsvorsitzenden Angelika Kiefer aufgebaut.

51 Firmlinge empfangen in der katholischen Pfarrgemeinde St. Bernhard die Firmung durch Weihbischof Dr. Bernhard Uhl. Der Festgottesdienst wurde von der Musikgruppe In-Takt umrahmt.

29. Juni 2003

Bewunderung erregen einmal mehr die Motocross-Fahrer auf dem Gelände an der Dossenbacher Straße. Rund 2.300 Zuschauer kommen an die Rennstrecke, die von 130 ehrenamtlichen Helfern für dieses Großereignis vorbereitet wurde.

Das Sommerfest des Musikvereins Raitbach lockt viele Menschen ins Freie. Der Musikverein Hasel sowie der Musikverein Höllstein waren als Gäste in den Ortsteil gereist, um die vielen Festbesucher mit ihren musikalischen Beiträgen zu unterhalten.

Bezirkskantor Christoph Bogon eröffnet in Schopfheim die Konzertreihe »Schopfheimer Orgelsommer«.

30. Juni 2003

Auch in Gersbach strahlt die Sonne beim 7. Dorffest, zu dem sich Beigeordneter Ruthard Hirschner mit vier Pferdestärken chauffieren ließ, um den Fassanstich profihaft zu bewerkstelligen. Mit den Gästen freuen sich auch Ortsvorsteher Ralf Ühlin und der Organisator des Festes, Christian Walter.

Das in einer Arbeitsgruppe erdachte Konzept für die Nutzung der Kulturfabrik stellt Georg Ückert als Vorsitzender des Kulturbeirates dem Hauptausschuss vor. Die Arbeitsgruppe, in der auch die Fraktionen vertreten waren, habe eine überraschende Übereinstimmung bezüglich der Nutzungsmöglichkeit ergeben. In der Diskussion gab es im Ausschuss des Gemeinderates dann Bedenken, dass die Kulturfabrik zum reinen Unterrichts- und Schulgebäude werden könnte. Jeannot Weißenberger meinte, man müsse dann von einer »Schulfabrik« reden. »Die Kulturfabrik muss mehr bieten, als nur die Aufnahme zweier bestehender Einrichtungen«, meint Ehrenfried Barnet von den GRÜNEN. Gegen einen Umzug der vhs-Verwaltung, wie es das Konzept vorsieht, wandte sich Dr. Ottmar Nübling.

Ino Hodapp löst im Hauptausschuss eine kleine Sparkassen-Debatte mit der Frage aus, warum zur Gewährträgerversammlung nicht wie bisher drei Vertreter des Gemeinderates eingeladen worden sind. Dass bisher immer drei Gemeinderäte angeschrieben und eingeladen worden seien, sei rechtlich nie o.k. gewesen, erklärte Bürgermeister Nitz. Unklar sei, warum sich dieser Usus etabliert habe. Bei der Fusion mit der Sparkasse Zell sei im Rahmen der Harmonisierung klargestellt worden, dass nur die Bürgermeister eingeladen werden. Karl Selz fragte dann auch, wie lange es die gefährliche Liaison zwischen Stadt und Sparkasse noch gebe im Hinblick auf die europaweite Bestrebung zur Abschaffung der Gewährträgerhaftung. Dass dies in der Diskussion sei, bestätigte Bürgermeister Nitz.

01. Juli 2003

Besser geht es kaum: Beim Abitur am THG schafften von 64 Abiturienten 22 die Reifeprüfung mit einer Eins vor dem Komma.

Gute Nachricht für die Markgrafenstadt: Für den Umbau und die Erweiterung des THG bekommt sie vom Land Baden-Württemberg (Ausgleichsstock) einen Zuschuss in Höhe von 1,325 Mio. Euro.

Gegen 10 Uhr wird in einem Mehrfamilienhaus in Gündenhausen in einer Wohnung Rauch festgestellt. Polizei und Feuerwehr mussten die verschlossene Wohnungstür gewaltsam aufbrechen. In der Küche qualmten Essensreste. Der Wohnungsinhaber lag während dieser Zeit tief schlafend auf einem Sofa und musste erst einmal wachgerüttelt werden, da er unter Alkoholeinwirkung stand.

Vorstandsvorsitzender Josef Bogazinski stellte bei der Gewährträgerversammlung der Sparkasse Schopfheim-Zell das Betriebsergebnis vor. Kurz und bündig wurde berichtet, dass beide Häuser über moderate, oft recht komfortable, über dem Verbandsdurchschnitt liegende Zuwachsraten in fast allen Bereichen haben. Mit einem Geschäftsvolumen von 459,4 Mio. Euro und einer Bilanzsumme von 445 Mio. Euro habe die Sparkasse Schopfheim-Zell an die zufriedenstellende Entwicklung der Vorjahre anknüpfen können, so der Vorstandsvorsitzende. Insgesamt steht das Schopfheimer Kreditinstitut auf ähnlich gesunden Beinen wie sein Zeller Pendant.

04. Juli 2003

In den städtischen Obdachlosen-Unterkünften im Dammweg muss der Kammerjäger tätig werden. Große Mengen von Kakerlaken hatten sich dort durch die feucht-heiße Luft der letzten Wochen entwickelt. Ordnungsamtsleiter Ralf Schulz teilte mit, dass das befallene Gebäude Dammweg 4 geräumt worden ist.

Die Öffnung der Hauptstraße soll vorgeschlagen werden. Am 14. Juli will der Gemeinderat entscheiden. Er will auch entscheiden, ob künftig eine halbe Stunde gratis parkiert werden darf.

05. Juli 2003

Die Württembergische Landesbühne Esslingen war mit dem Musik-Schauspiel »Die Comedian Harmonists« von Alexander Kuchinka und Heiko Wohlgemuth in der Stadthalle zu Gast. Der Rezensent schreibt: »Die Aufführung traf den Nerv jener Zeit, den Traum, den die sechs Comedian Harmonists vom Anfang bis zum bittern Ende hatten«.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr 21.735 Touristen in Schopfheim und Gersbach - 500 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen sank von 50.929 auf 48.746, so lautet der Geschäftsbericht des Tourismus-Büros.

Einen schönen sportlichen Erfolg erzielen 10 Mädchen der Dr. Max-Metzger-Schule: Beim Grundschultag Leichtathletik wurden sie bei den Wettkämpfen »Jugend trainiert für Olympia« ganz überlegen Kreismeister.

Zufriedene Gesichter beim Gewerbeverein und zufriedene Besucher, die in großer Zahl zum Sommermarkt nach Schopfheim kommen. Hauptstraße, Hebel- und Scheffelstraße wurden mit attraktiven Angeboten zur jährlichen Festmeile. Der Gewerbeverein hat sich einmal mehr bemüht, in Zusammenarbeit mit den einzelnen Geschäften einen attraktiven Markt auf die Beine zu stellen. Auf den Straßen der Innenstadt glänzten neue Automodelle, auf dem Podium an der Ecke Hebelstraße war wieder ein volles Programm mit Modeschau und Bauchtanz angesagt und schließlich gab es noch ein »Tisch-Fußballspiel« in Lebensgröße zwischen der Rathausspitze und dem Gewerbeverein.

Gegen 01.30 Uhr kommt es bei einer Musikveranstaltung im »Sengelen«-Wäldchen zu einer Schlägerei. Das Opfer konnte nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Polizei vernimmt einen tatverdächtigen 17-Jährigen.

In der jüngsten Sitzung des Wiechser Ortschaftsrates ging es erneut um die Verkehrsberuhigung im »Rebacker-Rütteberg«. Der Ortschaftsrat genehmigte nun vier Aufpflasterungen im Wohngebiet. Mit der Zustimmung ist jedoch eine Bedingung verbunden: Die Bürger-Initiative muss noch die schriftliche Zustimmung aller Anlieger zu diesen Straßenhemmnissen einholen. Der Gemeinderat wird den Wiechser Beschluss in Kürze zu bestätigen haben.

Auch bei der Waldorfschule sind die Abitur-Prüfungen abgeschlossen. Ein Schüler hat die Traumnote 1,0 erzielt.

06. Juli 2003

Wiechs ist erneut Mekka alter Traktoren, Unimogs und Lastwagen. Beim Traktoren-Treff kamen 150 alte und neue Traktoren und ähnliche Gefährte angefahren.

Zu einem musikalischen Dorfspaziergang lädt der Gesangverein Eichen in den Ortsteil ein. Während des ganzen Tages wird im gesamten Dorf gefeiert. Die Sonntags-Matinee in der Hülschenmatthalle war bereits sehr gut besucht, danach spielte das Harmonika-Orchester auf. Auch einzelne Bauernhöfe öffneten ihre Tore, um ihre Produkte zu präsentieren. Ein Streichel-Zoo für die Kleinen sorgte für Attraktivität, während in einer andern Scheune eine Kaffeestube eingerichtet wurde. Später ertönte dann der Startschuss zum eigentlichen »Dorfspaziergang«, den die Gesangvereine aus Raitbach, Nordschwaben, Gresgen, Eichen und Hüsingen zusammen mit der Friedrich-Ebert-Schule auf den entlang der Straßen aufgestellten Bühnen gestalteten - eine gute Werbung für den Chor und ein tolles Fest für das Dorf.

Ideales Wetter war dem Reitverein Schopfheim für das während dreier Tage stattfindende Reitturnier beschert. Am Freitag lockte eine Tanzband auch Publikum an, das nicht nur reitsportlich interessiert war. Dazu wurde die Reithalle kurzfristig zum »Tanzpalast« umfunktioniert. Höhepunkt für die vielen Hundert Zuschauer an den drei Sporttagen war sicherlich das Flutlicht-Springen am Samstag, integriert in eine »Spanische Nacht«, wobei auch kostümierte Mitglieder der Pony-Equipen mit dabei waren. Über 500 Pferde und Ponys gingen in 38 Konkurrenzen an den Start.

Bei optimalen Wetterbedingungen richtet der Hundesportverein Schopfheim-Fahrnau den Städtepokal-Wettkampf aus. Die Fahrnauer Hundeführer erreichten beim Wettbewerb schließlich den 1. Platz.

Bei prächtigem Sommerwetter feiert das Markus-Pflüger-Heim ein sehr gut besuchtes Sommerfest mit Freunden und Gästen.

Dem zweiten Konzertabend des Schopfheimer Orgelsommers in der Alten Kirche St. Michael wurde das Motto »Italienische Reise« gegeben. Bezirkskantor Christoph Bogon spielte Werke italienischer Komponisten, während seine Frau, Ina Schabon, poetische Texte über Italien las.

Die Spielstube in Raitbach feiert ihr 30-jähriges Bestehen.

07. Juli 2003

Auch am zweiten Tag des »Linden-Festes« ist der Stadtmusik herrlichstes Sommerwetter vergönnt. Die auf dem Marktplatz aufgestellten Tische und Bänke waren während des ganzen Tages gut besetzt.

08. Juli 2003

Die SPD-Mitgliederversammlung war sich einig, dass es vor einer Beschlussfassung zur Änderung der Verkehrsführung in der Kernstadt eine Bürgeranhörung geben muss. Für die Schließung der Hauptstraße als Minimallösung hatte es seinerzeit gute Gründe gegeben, diese müssten nun in einer sachlichen Gegenüberstellung abgewogen werden. Zur lebendigen Kernstadt gehöre — so die SPD - ein ganzes Mosaik von Vorzügen wie einheitliche Ladenschlusszeiten, die Bereitschaft der Hauseigentümer und Ladeninhaber zur Sanierung und Modernisierung von Gebäuden und Ladengeschäften sowie »Freundlichkeit und Herzlichkeit hinter der Ladentheke«.

Der Turnrat der TSG beschloss dieser Tage, künftig beim »Städtli-Fest« nur noch alle zwei Jahre mitzumachen. Es gebe nicht mehr genügend Helfer, musste der Verein feststellen.

09. Juli 2003

Frau Ingrid Stehlin wendet sich in einem Leserbrief an den Gemeinderat und bittet, die Innenstadt verkehrsfrei zu halten. Es sei eine Fehleinschätzung, die Gründe für die Probleme des Einzelhandels in der Verkehrsführung zu suchen, so die Briefschreiberin.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis bzw. im Arbeitsamtsbezirk ist leicht rückläufig. Die Quote sank um 0,1%-Punkte auf 5,4% und liegt um 0,5%-Punkte unter dem Landesdurchschnitt. Im Landkreis Lörrach liegt die Quote bei 5,5%.

»Mit Lehrer Laempel um die Welt« – Dr. Ulla K. Schmid zeigt im Museum der Stadt eine neue Ausstellung. Die Sonder-Ausstellung gibt einen Einblick in das Schulleben vor 100 Jahren. Das Material dazu stammt im Wesentlichen aus der einstigen Oberrealschule (heutiges Gymnasium).

10. Juli 2003

Das Landratsamt hat sich der Auffassung der Stadt und des Bauausschusses angeschlossen und lehnt die Einrichtung einer Versammlungsstätte im ehemaligen Fachmarkt »Wohnen & Sparen« ab. Beigeordneter Ruthard Hirschner meint jedoch, dass der Antragsteller bereits geänderte Pläne angekündigt habe.

Vor wenigen Tagen ist das neue Programmheft für das Schopfheimer Kinderferienprogramm, an dem sich wieder zahlreiche Vereine beteiligen, erschienen. Stadtjugendpfleger Dietmar Hermann kann eine Fülle von Veranstaltungen während der langen Ferienwochen präsentieren.

Die Deutsche Bahn hatte bis vor wenigen Monaten regelmäßig Prügel wegen ihrer Verspätungen der Wiesental-Bahn bezogen, die SBB hingegen wird nun wegen ihrer Pünktlichkeit gescholten. Die Züge im Wiesental fahren pünktlich auf der Linie S 6, wie sie nun genannt wird. Die Koordination mit verspäteten DB-Anschlusszügen ist nicht optimal. Aus diesem Grunde sind DB-Umsteiger oft enttäuscht, weil der SBB-S 6-Bahnverkehr äußerst pünktlich ist.

Die Deutsche Bahn will den Kundenservice in Schopfheim nicht abbauen, sondern spätestens im September einen zweiten Fahrkartenschalter einrichten.

11. Juli 2003

Das Forstamt Schopfheim und dessen Leiter, Dr. Gerhard Rieger, möchten zur beabsichtigten Verwaltungsreform des Landes Baden-Württemberg und der damit verbundenen Eingliederung des Forstamtes in das Landratsamt noch weitere Informationen. Auf jeden Fall möchte Dr. Rieger dafür kämpfen, dass die betrieblichen Aufgaben nach wie vor von Personal vor Ort, von den Ämtern und Revieren erledigt werden kann. Dr. Rieger missbilligt die Eingliederungsgedanken ebenso wie sein Todtnauer Kollege.

Die Unabhängigen kritisieren die am Montag zu behandelnde Gemeinderatsvorlage, in der Innenstadt Tempo 20 einzuführen. Sie meinen, zunächst sollte man auf die Polizei hören. Zur Parkraumbewirtschaftung vertritt die Gemeinderatsfraktion die Meinung, dass auch die Parkzonen neu definiert werden müssten. Die Schließung des Wehrer Bahnüberganges lehnen sie außerdem kategorisch ab.

Die 8. Klasse der Freien Waldorfschule führt das Stück »Das Haus in Montevideo« von Curt Goetz auf.

Mit einem tollen Sommer- und Schulfest feiert die Grundschule Fahrnau das 100-jährige Bestehen des alten Schulhauses. Zunächst erinnerte ein Festakt an die Entstehung des Gebäudes, wobei auch hier gleich das Motto des Tages »Junge Schule in altem Haus« herausgestellt wurde. Anerkennung und Freude über das Fest und das Jubiläum äußert Christof Nitz, aber auch – im Namen der andern Schulen – der geschäftsführende Schulleiter, Wolfgang Gabriel. Die Glückwünsche für den Elternbeirat überbrachte Thomas Schwörer, während für den Förderverein dessen Vorsitzende, Renate Maindok, gratulierte. Einen Scheck in Höhe von 500,– Euro überreichte der Vorsitzende des Fahrnauer Vereinsparlamentes, Jürgen Vetter, dem Fahrnauer Schulleiter. Reinhold Fetscher freute sich aber auch über den Männerchor des Gesangvereines Fahrnau, der den Festakt musikalisch ebenso begleitete wie ein Schülerchor.

Ein zahlenmäßig starker Jahrgang feiert den Abschluss und den Abschied aus der Friedrich-Ebert-Schule.

Die Band »Monohop« aus Bordeaux gibt am Abend ein vom Inhaber des Cafés Tesnaz organisiertes Gastspiel vor dem Rathaus.

12. Juli 2003

Bei den Kaufmännischen Schulen Schopfheim startet im neuen Schuljahr ein Experiment: Das Projekt »Übungsfirma« wird derzeit von Schulleiter Bernhard Stockmar und dessen Stellvertreter, Ino Hodapp, vorbereitet.

Der SPD-Agrar-Experte im Stuttgarter Landtag, Gerd Teßmer, besuchte dieser Tage Gersbach und ließ sich über die Aktionen im Bergdorf informieren. Er wurde dabei von Rolf Strohm, dem Vorsitzenden des Gersbacher SPD-Stützpunktes und dem SPD-Kreisrat Karl Heinz Vogt aus Hausen sowie Matthias Wehrlin aus Marzell begleitet. Teßmer imponierte besonders die Vielfalt der in Gersbach laufenden Initiativen.

Ganz im Zeichen der Piraten stand die jüngste Abschlussfeier der Grundschule in Wiechs.

Andreas König äußert sich zur vorgesehenen Sperrzeit-Verkürzung bei Gartenwirtschaften an Wochenenden und meint, es gebe auch Interessen von Nachbarn, die zu berücksichtigen seien. Als absurd betrachtet er daher die gleichzeitige Behandlung von Lärmschutzmaßnahmen entlang der Skater-Anlage.

Die Abiturienten feiern in der Stadthalle den offiziellen Abschied. Simon Tempel, einer der Abiturienten, beschrieb den langen und oft beschwerlichen Weg bis zur Reifeprüfung. Oberstudiendirektor Adolf Winterhalder hielt wohl seine letzte Abschiedsrede, in der er die Leistungen des Abschlussjahrganges würdigte.

Der Kaninchenzuchtverein Fahrnau zeigt in einer Jungtierschau etwa 50 Jungtiere. Vereinsmeister wurde Otto Möhrle.

13. Juli 2003

Beim Sommerfest der evangelischen Kirchengemeinde Fahrnau ging es auch ganz weltlich zu, denn eine Auswahl badischer Pfarrer traf sich auf dem Fußballfeld, um gegen Vertreter des Gemeinderates und der Stadtverwaltung anzutreten. Die Stadtväter verließen dann das Spielfeld auch als Sieger.

Bei der Jahreshauptversammlung der Fasnachtsgesellschaft Fahrnau wurde deutlich, dass Frieder Burger nicht mehr als Präsident zur Verfügung stehen will. Bei der konstituierenden Sitzung des Zunftrates Ende Juli wird sich dann zeigen, wer das Vereinsschiff lenken wird. Burger meinte, das Ziel der Gesellschaft müsse sein, für die Zunftabende besser zu werben, denn diese seien relativ schwach besucht gewesen. Selbstverständlich wurden – wie es bei Jahreshauptversammlungen der Brauch ist – auch treue Mitglieder mit Ehrennadeln geehrt.

Ganz schön ins Schwitzen kamen die Helfer des »Hexen-Zinkens« Gündenhausen nicht nur des Wetters wegen – beim 42. »Güggeli-Fest« kamen zahlreiche Besucher, um sich während zweier Tage gut zu unterhalten.

14. Juli 2003

Der Gemeinderat beschäftigt sich unter anderem mit der Öffnung der »Pflug«-Garage in nichtöffentlicher Sitzung. In der Presse wird dennoch veröffentlicht, dass die Stadt Verträge hat, die für eine Umsetzung bzw. eine Öffnung der Tiefgarage nicht taugen.

Intensiv und teils leidenschaftlich beschäftigt sich der Gemeinderat mit der Innenstadt und deren Verkehrsführung. Während der Gewerbeverein die Öffnung und die Einrichtung eines erweiterten verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches fordert und die CDU sich hinter diesen stellt sowie den gleichlautenden Antrag eines Arbeitskreises unterstützt, fordert die SPD, eine Fußgängerzone und eine verkehrslenkende Beschilderung mit einem Park- und Fußgänger-Leitsystem endlich in die Tat umzusetzen. Eine durchgängige Straße an der Wiese hält SPD-Fraktionsvorsitzender Artur Cremans neben dem Leitsystem für vorrangig. Bürgermeister Christof Nitz plädiert für eine Öffnung der Straße und meint, man müsse auch nach einem Jahr den Mut haben, eventuell eine Fehlentscheidung zu korrigieren. Der Gewerbeverein hat zugesagt, in einem Jahr die veränderten Umsatzzahlen darzulegen. Die GRÜNEN wollen hingegen den verkehrsberuhigten Bereich um die Scheffelstraße und Hebelstraße erweitern und lehnen daher den Vorschlag der Verwaltung, des Gewerbevereins und des Arbeitskreises ab. Einen Vertagungsantrag, den Stadtrat Ehrenfried Barnet stellte, um die Bürger an der Entscheidung zu beteiligen, wurde abgelehnt, denn schließlich vertritt der Gemeinderat die Menschen in dieser Stadt über die parlamentarische Demokratie. Der Gemeinderat beschloss danach, die Hauptstraße für den gesamten Verkehr wieder zu öffnen und in einen sogenannten verkehrsberuhigten Geschäftsbereich, der Tempo 20 zulässt, umzuwidmen.

In der gleichen Gemeinderatssitzung verabschiedet dieser eine neue Rechtsverordnung, die das Wirten in Gartenwirtschaften von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag um eine Stunde länger zulässt. Die Gartenwirtschaften müssen daher an diesen Tagen erst um 24 Uhr schließen. Einzelne Bürger haben sich gegen diesen Beschluss gewandt und fürchten Störungen.

Die Errichtung eines Lärmschutzwalles bei der Skater-Anlage im »Oberfeld« wurde vertagt, weil die SPD geprüft haben möchte, ob die Anlagen im vorgesehenen Wall eventuell garagenähnlich – wie in der Altstadt – untergebracht werden könnten.

Überraschend lehnte der Gemeinderat die Aktualisierung eines bestehenden Einzelhandelsgutachtens, dessen Finanzierung der Gewerbeverein und die Stadt sich teilen sollten, ab. Die Hinweise des Gewerbevereins auf den geplanten weiteren Ausbau des Gewerbezentrums »Gänsmatt« und das Bauvorhaben des Autohauses Cascio waren für eine große Mehrheit kein Anlass, das bisherige Gutachten überarbeiten zu lassen.

Vertagt hat der Gemeinderat auch eine Entscheidung über die Park-Gebühren. Vorgeschlagen wurde, eine sogenannte »Brötchen-Taste« in den Park-Automaten einzurichten. Diese ermöglicht ein halbstündiges Gratis-Parken. Da die Straßenverkehrsordnung eine solche Lösung bisher nicht akzeptiert (aber bundesweit praktiziert), hat der Gemeinderat diese Entscheidung vertagt, bis die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen sind.

Während der Gemeinderatssitzung ging es nicht nur in der Diskussion heiß her, die Temperaturen im Saal waren ebenfalls sehr hoch, zumal auch etwa 40 Zuhörer sich neben den Gemeinderäten im Raum aufhielten. Viele Menschen kamen auch, um zu hören, was mit der Wehrer Straße bzw. mit dem Bahnübergang dort werden soll. Bürgermeister Nitz informierte, dass die Deutsche Bahn geforderte Zahlen als Entscheidungshilfe für die Stadt nicht rechtzeitig geliefert habe. Aus diesem Grunde – und hier erntete er heftigen Beifall – wird es beim Bahnübergang bleiben. Eine Schließung – auch probeweise – wird nicht erfolgen.

Während der Gemeinderatssitzung stellt in der Fragestunde ein Einzelhändler von der Scheffelstraße den Antrag, diese Straße zur Fußgängerzone umzuwidmen. In der späteren Diskussion wird auf diesen Antrag nicht mehr eingegangen.

Bei der Gemeinderatssitzung interessierte es Dr. Ottmar Nübling, ob die Wasserversorgung trotz Dauerhitze gesichert sei. Wassermeister Martin Metzger meinte, der Grundwasserspiegel liege 1,20 m unter dem, was normalerweise in Monaten mit viel Regen vorhanden sei. Es gebe mit der Wasserversorgung daher keine Probleme.

Jürgen Jäckh hätte in Fahrnau gerne wieder eine Post-Filiale, meinte der Stadtrat in der öffentlichen Sitzung.

Der Gemeinderat beschließt den Rechenschaftsbericht für das Haushaltsjahr 2002. Die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt werden mit 29.303.709,15 Euro festgesetzt. Die Zuführungsrate beträgt 4.184.170,36 Euro, ein Ergebnis, das wesentlich über dem Planansatz liegt, der noch eine Negativzuführung zum Vermögenshaushalt vorsah. Dieser Umstand führt allerdings zu Leistungen in den folgenden Jahren, die dieses Ergebnis wieder egalisieren. Dies löste bei den Gemeinderäten nur verhaltene Freude aus.

15. Juli 2003

Dieser Tage wurde von einem Ortschaftsrat in Gersbach das Ergebnis einer Verkehrszählung vom Pfingstsonntag vorgestellt. Zwischen 7 und 19 Uhr fuhren 641 Fahrzeuge, davon 285 Motorräder, aus Richtung Schlechtbach ins Wehratal. Aus dem Wehratal kamen 439 Fahrzeuge, davon 211 Motorräder. Ein besonderes Augenmerk will man den Motorradfahrern schenken, die das Dorf immer wieder mit überhöhter Geschwindigkeit passieren – so der Ortschaftsrat. Zur Sicherheit will man über Tempo-30-Abschnitte im Dorf reden. Positiv aufgenommen wurde der Beschluss der Landesregierung, die Flurneuordnung in Gersbach im Jahre 2004 ins Arbeitsprogramm aufzunehmen.

Bei der Jahreshauptversammlung des Kulturrings wird Roland Meder für die Dauer von zwei Jahren erneut zum Vorsitzenden gewählt.

Für zwei Tage gastiert der Zirkus »Voyage« im »Oberfeld«. Die Hauptattraktion sind afrikanische Elefanten.

16. Juli 2003

Die Herren 40 des Tennisklubs Langenau holten am letzten Spieltag den Meistertitel in der 2. Bezirksklasse.

Die Leichtathletik-Mädchen-Mannschaft der Dr. Max-Metzger-Schule wurde vor wenigen Tagen Dritte beim Oberschulamts-Finale in Konstanz, bei dem über 500 Sportlerinnen und Sportler in drei Altersklassen antraten.

Petra Martin meint heute in ihrem Kommentar im MT zur Öffnung der Hauptstraße: »Die Stadt hat sich entschlossen, dem Einzelhandel eine Chance zu geben. Nun liegt es an den Gewerbetreibenden, diese Gelegenheit beim Schopf zu packen. Die Händler müssen in einem Jahr nicht nur bewiesen haben, dass ihre Umsätze stimmen, sie müssen auch zeigen, dass die Innenstadt für alle Bürger ein attraktives Pflaster ist«.

Ein Autofahrer glaubte, ein Ufo zwischen Dossenbach und Wiechs gesichtet zu haben. Er alarmierte die Polizei. Im Polizeibericht stand, es habe sich um einen Wetterballon mit einem Behälter für Messgeräte, der mit einem Dauerblinklicht versehen war, gehandelt.

Ein großes Sommerfest veranstaltete der Minimal-Markt. Der Erlös kam jetzt einem wohltätigen Zweck zugute: 3.000,– Euro durften Bürgermeister Christof Nitz und die Kindergartenleiterin Brigitte Grether von Bezirksleiter Josef Borowicz zur Ausgestaltung des Spielplatzes beim Kindergarten am Marktplatz in Empfang nehmen.

17. Juli 2003

Ein Störfall am Wiese-Kraftwerk in Fahrnau löste ein Fischsterben aus. Das Absenken des Oberwassers führte dazu, dass der Fischpass trocken lief und dadurch das Fischsterben ausgelöst wurde. Mit Pumpen wurde dem Fischaufstieg und dem Kanal Wasser zugeführt.

Dieter Strass war als einziger Teilnehmer der TSG bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften. In der Altersklasse 55 gelang es ihm, über 100 m Rücken den Titel des deutschen Vize-Meisters zu erringen.

Kommt McDonald’s doch nach Schopfheim? Die Imbiss-Kette hat offenbar – so die BZ – immer noch Interesse, in Schopfheim eine Filiale zu eröffnen. Die Verhandlungen laufen derzeit im Gemeinderat, der sich in nichtöffentlicher Sitzung damit beschäftigt haben soll.

Zimmermann Hans-Dieter Eichin hielt die traditionelle Richtfest-Rede vom Dach des neuen Feuerwehrgerätehauses in Enkenstein. Ortsvorsteher Rainer Strittmatter freut sich und hofft für die Feuerwehr, dass sie bald optimale Bedingungen vorfinden wird.

18. Juli 2003

Nach 20-jähriger Tätigkeit im Ortschaftsrat Langenau nimmt Henny Timmermann Abschied. Die engagierte Rätin und Stellvertreterin des Ortsvorstehers sei immer für das Dorf da gewesen, so Hans Weinbrechtinger. In Langenau wurde Henny Timmermann als gute Seele ins Herz geschlossen. »Es fällt mir nicht ganz leicht, hier aufzuhören«, betonte die Verabschiedete und bedankte sich für die gute Harmonie, die am Ratstisch des Ortsteils stets geherrscht habe. Gottfried Hintner rückt für Henny Timmermann nach.

Die IHK hat zu einer Veranstaltung mit zwei Anlässen eingeladen: Zum einen wurde eine Wanderausstellung der Landeszentrale für politische Bildung zum Thema »Islam in Deutschland« eröffnet, zum andern referierte die Historikerin und Politologin Suzan Firat-Steppan zusammen mit den beiden Maulburger Geschäftsführerinnen Ayhan Busch und Ayla Busch-Muderris aus ihrer Sicht zum gleichen Thema.

19. Juli 2003

Die vorgesehene Umstrukturierung der Produktion bei Trefzer Druck wird – so die BZ – vorerst zurückgestellt. Bislang war vorgesehen, die komplette Packungsbeilage-Produktion nach Binzen zu verlagern. Aus organisatorischen Gründen soll auch die rechtliche Fusion der Trefzer Druck GmbH mit der August Faller KG vorerst zurückgestellt werden, teilte das Unternehmen mit.

Mit innovativen Profilkonzepten für die Automobilindustrie befassten sich Teilnehmer eines Forums, das der Schopfheimer Profiliermaschinen-Hersteller Dreistern vor einigen Tagen in der Stadthalle organisiert hatte. Mit dieser neuartigen Profilkonstruktion ist eine Kostenreduktion durch flexible Plattformen möglich.

Oberstudiendirektor Adolf Winterhalder, seit 25 Jahren Direktor des THG, geht in den Ruhestand. Er wollte keine große Feier und keine großen Reden, daher wurde die Verabschiedung im Rahmen eines Schul- und Kulturfestes begangen. Udo Müller, Abteilungsleiter des Oberschulamtes, war es vorbehalten, die offiziellen Verabschiedungsworte zu sprechen und die Urkunde des Ministerpräsidenten, mit der Winterhalder in den Ruhestand gehen darf, zu überreichen. Müller meinte, dass der scheidende Pädagoge ein hochgeschätzter Lehrer der Naturwissenschaften sei und ein Schulleiter, der es nie allen recht machen wollte, sondern sein Handeln stets an dem ausgerichtet habe, was er für erforderlich gehalten hat. Er dürfe auf eine hochpositive Bilanz auf vielen Ebenen zurückblicken.

Der »Tag der offenen Tür« im THG, zu dem Schüler, Eltern und Großeltern kamen, ließ keine Wünsche offen. Auch am Abend blieb es spannend, denn vier Bands schafften es, den THG-Innenhof gehörig zu beleben.

Die Musikschule Steinen-Schopfheim führte das Musical »Mtoto Boga« (»Kürbiskind«) im Rahmen des Jubiläumsprogramms zum 30-jährigen Bestehen in der Schopfheimer Stadthalle auf. Weit über 100 Kinder und Jugendliche tanzten, sangen und spielten die Geschichte eines Mädchen, das als Kürbis zur Welt kam. Monatelang hatten die Jugendlichen mit Kinderchorleiter Christoph Bogon und Michael Herrmann, der für die musikalische Gesamtleitung verantwortlich zeichnete, geübt.

Ganz im Zeichen von Punk und Rock steht das »Sengelen«-Wäldchen während des Wochenendes. Das Holzrock-Festival für die kleinen und großen Gäste zieht erneut Besucher aus Nah und Fern an.

20. Juli 2003

Das Jugendorchester des Musikvereins Fahrnau nimmt in einem Konzert Abschied von seiner langjährigen Jugendorchester-Dirigentin Pia Schanz. Neben dem Jugendorchester dirigierte Pia Schanz auch ein Zöglingsorchester, das sie selbst aufgebaut hatte.

Der Chronist zählte in den Abendstunden neun Weißstörche, die sich auf dem Dach von St. Michael niedergelassen hatten. Seit einigen Wochen sind ständig Störche auf dem Dach und fühlen sich hoch über Schopfheim offenbar recht wohl.

21. Juli 2003

Prof. Hans Theo Baumann wurde dieser Tage nach Pforzheim-Arlingen zum 50-jährigen Jubiläum der dortigen Matthäus-Kirche eingeladen. Der damals gerade 28-jährige Designer und Glaskünstler hat in dieser Kirche Glasbausteine, die bis heute nichts an Leuchtkraft und künstlerischer Aussage verloren haben, erstmals eingebaut. Die damals ganz neue Art von Glas-Betonsteinen wurde aus dem Schutt der Bombenangriffe geschaffen. Eingegossen wurden farbige Glassplitter.

Enormen Zuspruch fand die »Mondnacht«, die Museumsleiterin Dr. Ulla K. Schmid im Museum veranstaltete. Musikalisches, Literarisches und Geschichtliches bildeten den Hintergrund eines Spazierganges durch die Stadt, der – begleitet von musikalischen Darbietungen – im und vor dem Museum vielen Menschen Spaß gemacht hat.

Verändern wird sich das Ortsbild in der Altstadt: Die Austraße 21 soll abgebrochen werden. Dort plant ein Hausbesitzer, die alte Scheune und den Stall abzureißen. Während die Häuser im dahinterliegenden Bereich nach Ansicht von Stadtrat Bernhard Kuri durch die neue Planung gewinnen würden, meinen Michael Straub und Karl Selz, die lückenlose Bebauung der Altstadt werde damit aufgebrochen. Dennoch stimmten die Ratsmitglieder mehrheitlich dem Abbruchantrag zu.

22. Juli 2003

Donato Accocella vom Beratungsbüro für Stadt- und Regionalentwicklungsplanung äußert sich zur jüngsten Diskussion im Gemeinderat. Das Accocella-Gutachten befürwortet eine Ausweitung des Innenstadtbereichs in die »Gänsmatt«. Ein Irrtum, wie Accocella jetzt deutlich macht. »Das ist eine ständige Mär« – in seinem 1996er-Gutachten heiße es »Auf der Gänsmatt kann als sortimentsspezifischer Ergänzungsstandort für die Innenstadt dienen und als teilintegrierter Standort definiert werden«. Die Ansiedlung zentral relevanter Sortimente sollte möglichst ausgeschlossen werden. Die Hieber-Niederlassung mache Sinn, doch was die Ansiedlung anderer Geschäfte in der »Gänsmatt« mit Innenstadt-relevantem Sortiment angehe, sei er nicht gefragt worden. Es sei also ein Missverständnis, zu glauben, dass diese Ansiedlung durch sein Gutachten begründbar sei.

Die Freien Wähler haben sich vor 50 Jahren – genau am 30. Juni 1953 – gegründet. In einer kleinen Festschrift stellt Ehrenvorsitzender Walter Flößer die historische Entwicklung fest.

Bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr wollen die Freien Wähler Schopfheims mit einer eigenen Liste antreten. In den vergangenen Wahlperioden hatten CDU und FWV kooperiert und eine gemeinsame Liste aufgestellt, bildeten danach aber getrennte Fraktionen.

Zum ersten Mal veranstaltete der Kinderschutzbund einen Qualifizierungs-Kurs für Tagespflege-Personen. Neun Tagesmütter erhielten dieser Tage ihr Zertifikat.

In der jüngsten Mitgliederversammlung der Waldorfschule ging es auch um den zukünftigen konfessionellen Unterricht. Einige Eltern stellten den Antrag, dass dieser an der Waldorfschule weitergeführt werde, gleichzeitig wurde die Frage zur Abstimmung gestellt, ob auf das geforderte Arbeitsverhältnis mit den Kirchen einzugehen sei, was einen Kostenersatz pro Kind von 5,– Euro im Monat vorsieht. Bis jetzt war der Religionsunterricht integraler Bestandteil der Schule. Die Forderungen der katholischen und der evangelischen Kirche hätten sich nun geändert. Die 71 Stimmberechtigten lehnten mit knapper Mehrheit den Antrag ab, d. h. es wird im kommenden Jahr keinen von den Kirchen erteilten Religionsunterricht mehr geben.

Im Schwimmbad Schweigmatt konnte Frank Ühlin dem 10.000. Badegast, Herrn Matthias Sturm aus Hausen, gratulieren.

Gersbach feiert den Sieg im Bezirkswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« zusammen mit Frieda Ziegler, die vor wenigen Tagen ihren 100. Geburtstag gefeiert hat. Ortsvorsteher Ühlin meinte zu seinen Bewohnern: »Ihr habt die Qualifikation für den Landesentscheid verdient«, und dankte allen, die mitgeholfen hatten, das Dorf für die Zukunft fit zu machen. In Gersbach ist die Freude groß: Die Weidepark-Konzeption des Ortsteils hat bei der Präsentation im Bezirksentscheid eine wesentliche Rolle gespielt. Gersbach ist zusammen mit zwei anderen Orten zum Sieger erkoren worden. Nun kann sich der Schopfheimer Ortsteil im September dem Landesentscheid stellen. Dort haben die drei Siegergemeinden aus dem Regierungsbezirk Freiburg die Chance, sich für den Bundesentscheid im Jahre 2004 zu qualifizieren.

23. Juli 2003

Dieser Tage wurde ein 65 Jahre alter Schopfheimer, der im Entegast Nagelbretter auf den Wanderweg vergraben hatte, vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt.

Gerda Steiger und Horst Unger wurden an der Friedrich-Ebert-Schule am heutigen letzten Schultag in den Ruhestand verabschiedet. Gerda Steiger war 36 Jahre lang an der Schopfheimer Schule tätig. Horst Unger war in den letzten Jahren neben der Ebert-Schule auch in Fahrnau und Gersbach beschäftigt.

Die Forschungsarbeiten der Schopfheimer »Minifossis« ziehen weitere Kreise: Zusammen mit dem Maulburger Heimatforscher Günter Waßmer wandern sie im Gemeindewald-Distrikt »Heubächle« auf Spurensuche und entdecken alte Verteidigungslinien aus dem 17. Jahrhundert.

Für den Gesangverein Eichen übergibt dessen Vorsitzender, Achim Hottinger, dem Heimbeiratsvorsitzenden des Georg-Reinhardt-Hauses, Willi Jakob, einen Scheck über 1.000,– Euro. Damit kann eine neue Lautsprecheranlage angeschafft werden.

24. Juli 2003

Mit Ferienbeginn an den Schulen startet auch das diesjährige Kinderferienprogramm. Eine bunte Palette von sportlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Angeboten wartet auf die Jüngsten, die in den Ferien zu Hause bleiben. Die Schopfheimer Vereine haben im Wesentlichen das Programm gestaltet, das von der Stadtjugendpflege organisatorisch betreut wird.

Der britische Organist Roger Fisher aus Edinburgh war der illustre Interpret des vierten Orgelabends im Rahmen des Orgelsommers, der in diesem Jahr unter dem Motto »Italienische Reise« stand. Das Publikum spendete dem Virtuosen, der sowohl an der Voit- als auch an der Schuke-Orgel konzertierte, reichen Applaus.

25. Juli 2003

Der neugestaltete Kinderspielplatz im Baugebiet »Rebacker-Rütteberg« wurde nach einigen Verzögerungen nun spielfertig, obwohl Anpflanzungen und Begrünungen noch fehlen.

Auf Einladung der Wahlkreisabgeordneten, Staatssekretärin Marion Caspers-Merk, SPD, reiste die Klassenlehrerin Hannelore Beck mit ihrer Klasse 9d der Friedrich-Ebert-Schule nach Berlin. Ein Besuch im Bundeskanzleramt bescherte den Jugendlichen ein Erinnerungsfoto mit Kanzler Gerhard Schröder.

26. Juli 2003

Die Stadt, der Landkreis und die Waldorfschule können als Eigentümer der Vicemoos-Halle aufatmen. Der Grund liegt darin, dass die Gebäudeversicherung bei der Begleichung des Brandschadens noch einmal ein ordentliches Sümmchen nachschiebt. Ganz aus dem Schneider ist die Stadt bei der Bewältigung der Brandfolgen allerdings noch nicht. Dennoch – so Ruthard Hirschner, Beigeordneter der Stadt – bei Kostendisziplin müsste der Wiederaufbau ohne zusätzliche Zuschüsse der drei Eigentümer finanzierbar sein.

Bei Einbruch der Dunkelheit kommen immer mehr Störche, um sich in der Innenstadt, vor allem aber in der Altstadt auf den Dächern niederzulassen.

27. Juli 2003

Nachdem sich das Wiechser Dorffest im letzten Jahr eine Pause gegönnt hat, war es jetzt wieder soweit: Für zwei Tage war auf dem Schulhof Feiern angesagt. Nach dem Fassanstich durch Ortsvorsteher Ino Hodapp und dem Beigeordneten Ruthard Hirschner war der Wettergott dem Ortsteil leider nicht für beide Tage hold. Die Wiechser Vereine boten wieder ein gewohnt tolles Angebot. Die Schützengesellschaft, der Musikverein, der Turnverein, die Feuerwehr und die Wibufa-Narren sorgten für das Gelingen der Festtage.

Jugendfeuerwehren aus Schopfheim, Wiechs, Langenau, Raitbach waren gemeinsam im Zeltlager beim Fahrnauer Hundesportplatz. Für ganze vier Tage amüsierten sich die 75 Jugendlichen auf dem Gelände, wo sie ihre Zelte aufgeschlagen hatten.

29. Juli 2003

Nach fast dreijähriger Vakanz hat die evangelische Kirchengemeinde St. Michael-Ost und Eichen mit Matthias Weber einen neuen Pfarrer. Matthias Weber ist derzeit Pfarrvikar in der Kirchengemeinde Berghausen-Wöschbach bei Karlsruhe. Am 14. September wird der neue Seelsorger in sein Amt eingeführt.

Die Schopfheimer Magnetic Autocontrol-Gruppe, Hersteller von Schranken und Zugangskontroll-Systemen, ist von der »CRH Fencing + Security« übernommen worden. Damit gehört Magnetic zum irischen CRH-Konzern, der weltweit mehr als 50.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mit dem Verkauf ist die von den bisherigen fünf Schweizer Gesellschaftern angestrebte Nachfolgeregelung zur Zufriedenheit der Unternehmensleitung unter Dach und Fach gebracht worden. Geschäftsführer Dieter Schwald beurteilt in einem Pressegespräch die Übernahme »überaus positiv«, da man in Verbindung mit andern Firmen, die der Sparte Fencing + Security angehören, sehr große Synergie-Potenziale sieht. Die Mitarbeiter wurden gestern über den Eigentumswechsel informiert. Der Name Magnetic Autocontrol bleibt erhalten. Zugesichert wurde auch, dass sich für die 90 Mitarbeiter im Fahrnauer Gewerbegebiet keine Änderungen ergeben. Es komme auch kein neuer Geschäftsführer ins Haus.

Bei den nächsten Kommunalwahlen wollen die GRÜNEN mehr Sitze im Gemeinderat. Dies stand im Mittelpunkt einer erweiterten Vorstandssitzung.

Bis zum vergangenen Wochenende trugen die tennisbegeisterten Langenauer im TC Langenau die Vereinsmeisterschaft aus. Stefan Schmidt besiegte den Endspiel-Routinier Peter Naskrent und wurde erstmals Vereinsmeister. Bei den Damen siegte, wie schon in den beiden Jahren zuvor, Doris Bannwarth, die im Endspiel Marianne Gorski bezwang.

Auf das 30-jährige Bestehen des Restaurants »Glöggler« am Viehmarktplatz kann Hans Glöggler mit seiner Ehefrau Heike zurückblicken. Die ursprüngliche Weinstube wurde seinerzeit von Verena Glöggler im elterlichen Haus am Viehmarktplatz eröffnet.

30. Juli 2003

In der Alten Stube – im Haus Entegaststraße 10 in der Altstadt – wird eine zweite historische Säule entdeckt.

Bundestagsabgeordnete und Gesundheits-Staatssekretärin Marion Caspers-Merk, SPD, besuchte dieser Tage das Gesundheitszentrum Verimeer, das als Pilot-Projekt mehrere alternative Therapieverfahren unter einem Dach vereint.

31. Juli 2003

Dass Narren auch Fußball spielen können, bewiesen sie vergangene Woche bei einem Gaudi-Fußballturnier der Narrenzunft Schopfheim eindrücklich im Löwenzahn-Stadion in Langenau. Sämtliche Zinken, die Narrenzunft und die Zunftabendspieler waren angetreten, um ihren Meister zu ermitteln. Den ersten Platz belegten die Zunftabendspieler und der »Schlattholz-Zinken«.

Dem Wandel des Gesundheitssystems muss sich auch das Schopfheimer Krankenhaus anpassen, zuletzt mit einem Einschnitt in der Chirurgie. Über die Probleme und die daraus resultierenden Konsequenzen wird in einem Interview der BZ Dr. Fritz Lenz befragt. Er meint: »Wenn man von der Entwicklung der letzten 30 Jahre ausgeht, hat das Haus viele Funktionen eingebüßt«. Auf die Frage, ob ein Krankenhaus in zehn Jahren in dieser Form noch vorstellbar sei, meinte er klar: »Ja, aber nur, wenn keine weiteren Einschnitte, keine weiteren Amputationen an der medizinischen Substanz erfolgen«. Auf die Frage, welche Folgen ein Verlust des Krankenhauses für Schopfheim mit sich brächte, meinte der Schopfheimer Mediziner, dies würde schwere Folgen nach sich ziehen. Schopfheim liege als einziges Krankenhaus im Zentrum des Landkreises. Bei Verkehrsunfällen oder Notfällen werden die Patienten sehr gut erstversorgt und je nach Diagnose entweder stationär aufgenommen oder per Krankenwagen oder Hubschrauber auf die zuständigen Spezialabteilungen weiterverlegt.

Zeno Bianchini beschließt den Schopfheimer Orgelsommer mit einem Konzert in der evangelischen Stadtkirche.

01. August 2003

Inzwischen sind die in Schopfheim weilenden Störche zu einer Attraktion geworden.

Umwege müssen Verkehrsteilnehmer in Kauf nehmen, um zur Bahnhofstraße zu kommen. Das kleine Teilstück zwischen Wehrer Straße und Bahnhofstraße muss neu verfugt werden. Die Arbeiten finden bewusst während der Ferien statt, da in dieser Zeit keine Schulbusse unterwegs sind.

Die Geschäftsleitung der Rettungsdienst GmbH des DRK teilt auf Anfrage einer Zeitung mit, dass der Schopfheimer Einsatzleiter ab sofort freigestellt sei, dies ohne Angabe von Gründen, wie der langjährige Mitarbeiter klagt. Die drei andern im Kreis tätigen Einsatzleiter erklärten sich daraufhin solidarisch und legten ihre Ämter ebenfalls nieder. Alle vier sind bereit, ihre ehrenamtliche Arbeit wieder aufzunehmen, falls sich die Dinge mit der Geschäftsführung ins Lot bringen lassen.

Zu einem Riesenerfolg wurde im Rahmen des Kinderferienprogramms der Wald-Circus »Rambazamba« in den »Sengelen«. Das Mütterzentrum hatte dort eine Welt für kleine Akrobaten, für Clownerie und Dressur aufgebaut. Über 100 Kinder kamen zu diesem wunderschönen Ferienerlebnis.

02. August 2003

In gemütlicher Runde feierten die Freien Wähler Schopfheims ihr 50-jähriges Jubiläum. Nach einer Besichtigung der Alten Kirche St. Michael begrüßte Adolf Winterhalder die Gäste im »Adler«. Einen Rückblick auf wichtige kommunale Ereignisse gab Ehrenvorsitzender Walter Flößer. Er erinnerte u. a. an legendäre Entscheidungen wie die Rückgängigmachung des Abbruchbeschlusses für das Altstadt-prägende, historische Haus Wallstraße 16. Frank Dietsche, der alemannische Liedermacher, sorgte danach für einen humorvollen Abschluss des Jubiläumsabends.

Der Wiechser Simon Ressel und der Maulburger Benjamin Sommer haben statt ihres Wehrdienstes ein Jahr Friedensdienst als Ersatzdienst in Kumbo und Manyemen im Südwest-Distrikt von Kamerun geleistet. »Wir würden diesen Dienst auf jeden Fall noch einmal machen«, meinten sie. Simon Ressel berichtete aber auch über Ängste, die er in der Stadt Kumbo gehabt hat. Raubüberfälle hatten sich dort gehäuft, so dass er als Weißer zeitweise nach Manyemen gegangen sei, um dort Unterschlupf zu finden.

04. August 2003

Die Stadtverwaltung ehrt Dienstjubilare: Seit 25 Jahren ist Anja Becker bei der Stadtverwaltung, ebenso Mario Bertolotti. Während Frau Becker im Personalamt der Stadt tätig ist, leistet Mario Bertolotti seine Arbeit im Grundbuchamt. In den Ruhestand verabschieden konnte Beigeordneter Ruthard Hirschner den seit 36 Jahren im Bauhof tätigen Walter Asal und Hanspeter Maier, der 33 Jahre bei der Stadtverwaltung tätig war, zuletzt als Leiter der Grundstücksabteilung.

05. August 2003

Der Regio-Golfclub veranstaltete zu Gunsten der Museumsgesellschaft und des neuen Technik-Museums ein Benefiz-Partnerturnier. Der Präsident des Clubs, Prof. Zahoransky, überreichte der Museumsgesellschaft einen Scheck in Höhe von 1.000,- Euro.

Klaus Thiele geht nach 16 Jahren als Leiter der evangelischen Kirchengemeinde-Verwaltung in den Ruhestand.

06. August 2003

Die Trockenheit der letzten Wochen bereitet den Landwirten zunehmend Sorgen. Landwirt Gerd Meyer aus Eichen fehlt ein kompletter Grünschnitt für seine 16 Rinder, denn das Silofutter, das er als Ersatz verwendet, hat nicht die Nährstoffqualität von frischem Gras. In Gersbach meint Landwirt Ernst Ühlin, eine Situation wie diesen Sommer habe er noch nie erlebt. Ühlin, der über 100 Rinder hält und rund 10 % der Weiden und Wiesen auf Gersbacher Gemarkung bewirtschaftet, musste schon Herden abtreiben, weil auf den nicht mehr grünen, sondern gelben Wiesen zu wenig Grünfutter wächst.

Die anhaltende Hitze führt dazu, dass das staatliche Forstamt in einer Pressemitteilung Warnungen und Ratschläge zur akuten Waldbrandgefahr veröffentlicht.

Auf Einladung der Initiative »Lebenshilfe für Kinder aus Tschernobyl«, die in Gresgen ihren Sitz hat, weilen eine Woche lang Kinder aus der Ukraine im evangelischen Jugendheim in Gersbach. Die zwölf Kinder werden von einem Ehepaar und einer Studentin, die bereits 1996 im Wiesental war, begleitet.

Nach den Diskussionen der letzten Zeit wird nun der »Löwenkäfig« beim Schwimmbad für parkende Autos freigegeben. Das Gelände wurde vor zwei Jahren eingezäunt, um dort einen Minigolf-Platz, der allerdings nie errichtet wurde, zu etablieren.

07. August 2003

Das Schwimmbad in Schweigmatt hat Hochbetrieb. Rund 5 Grad kühler als im Tal ist die Höhenluft und dies zieht zusätzlich Gäste in den Höhenort.

In den letzten Tagen haben Mitglieder der Schopfheimer Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins das Gelände um den Hohe-Möhr-Turm hergerichtet.

Maria und Johannes Reich in der Hauptstraße 94a feiern heute das Fest der Diamantenen Hochzeit. Vor sieben Jahren kamen die beiden ins Wiesental.

Nicht nur Rekordumsätze bei den Getränkehändlern werden durch die Hitze ausgelöst, Eisdielen haben ebenso Hochkonjunktur. Viele Menschen suchen mit ihren Kindern auch Erfrischung und Abkühlung in der Wiese, im neuangelegten Bach auf dem Spielplatz »Bremt« oder im »Bifig-See«.

Die Arbeitslosigkeit im Arbeitsamtsbezirk stieg im Juli um 404 Personen. Sie liegt nun bei 5,9 %. Im Vorjahr lag die Quote zur gleichen Zeit bei 5,6 %.

08. August 2003

Lisa Hrdina ist die 100.000. Besucherin des Schwimmbades. Mit ihr verzeichnet das Bad auch einen neuen Besucherrekord. Schwimmmeister Matthias Wüst informiert aus den Statistiken, dass im Jahre 1975 138.000 Besucher und ein Jahr später 129.000 Besucher das Schwimmbad besuchten. Dies in einer Zeit, als das Bad bis November geöffnet war.

Eine coole (oder kühle) Idee hatte der Gesangverein Langenau für das Kinderferienprogramm. Er lud 18 Kinder mit 10 Begleitern zum Besuch des Bergwerkes Finstergrund ein. Zuhause in Langenau angekommen, badeten die Kinder einfach im Dorfbrunnen.

09. August 2003

Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger konnte dieser Tage den neuen Grillplatz am »Dachsgrabenbrünnele« in Langenau der Öffentlichkeit übergeben. Die Markgräfler Alphornbläser, die Jagdhornbläser des Hegerings vom Dinkelberg und aus dem Wiesental umrahmten die Feierstunde. Ganz besonders würdigte Weinbrechtinger die Arbeit des Langenauers Kurt Marqua, der Bänke und Holztische kunstvoll geschnitzt hatte. Ebenso hat Kurt Marqua den hl. Hubertus in einen Baum geschnitzt. Hans Weinbrechtinger bedankte sich auch bei der Forstbehörde für die Genehmigung, einen solchen Platz einzurichten.

Zwischen Kürnberg und Schlechtbach ist die Fahrbahn der Kreisstraße 6352 auf einer Länge von ca. 45 m durch instabile Untergrundverhältnisse stark verformt und in Bewegung. Die Kreisstraße wird für drei bis vier Wochen zwischen der Abzweigung Hasel und der Abzweigung nach Raitbach voll gesperrt bleiben.

Der Gersbacher Geißen-Verein hat Probleme. Auf der Fetzenbacher Bergweide wurden fünf Jungtiere gerissen. Es muss sich dabei wohl um einen wildernden Hund gehandelt haben, so die Vereinsverantwortlichen.

10. August 2003

Nachdem die Straße im Wehratal aus Sicherheitsgründen für jeden Verkehr gesperrt werden musste, kam Gersbach unverhofft in den Genuss der Durchfahrt der Regio-Tour 2003. Einige Zuschauer standen auch im Höhenort am Straßenrand, um dem Radsportereignis zuzujubeln.

Schopfheim scheint immer mehr ein Anziehungspunkt für Weißstörche zu werden. Der Chronist zählt am heutigen Abend 45 Tiere in der Innenstadt, die sich in den Abendstunden auf Dächern, Kaminen und Lichtmasten niedergelassen haben, angefangen von den Straßenlampen auf dem Kreisel beim Friedhof zu den Bäumen der IHK, dem Hochhaus Gottschalkweg, dem Kamin der Stadthalle, der Alten Kirche St. Michael und vielen andern Gebäuden in der Altstadt.

11. August 2003

Die diesjährigen Vereinsmeisterschaften der DLRG-Ortsgruppe kürten Tanja Knie zur Vereinsmeisterin.

14. August 2003

Die andauernde Hitze und Trockenheit, die schon viele Wochen, ja Monate andauert, lässt die Schopfheimer Angler langsam verzweifeln. Sie meinen, dass sie den Schlierbach, der derzeit nur noch ein Rinnsal ist, noch ein paar Tage »halten« können und bitten erneut darum, kein Wasser für das Gießen der Gärten und Rasenflächen aus den Fließgewässern zu entnehmen. Auf dem Trockenen landen derzeit Tiere im Krebsbach. Rund 500 Bachneunaugen sowie Krebse und Schmerlen mussten umgesetzt werden, damit sie überhaupt überleben können. Erneut wird in der Presse darauf hingewiesen, dass es verboten ist, aus öffentlichen Gewässern Wasser, insbesondere mit Pumpen, zu entnehmen.

Trotz der anhaltenden Hitze gibt es in Schopfheim keine Trinkwasserprobleme.

Der Energiedienst AG Rheinfelden geht laut Pressesprecher Thomas Zwigart nicht davon aus, dass der Strom abgeschaltet werden muss. Die derzeitige Zwangslage durch weniger Wasser sei kein Problem des Energie-Dienstes. Die großen Rheinkraftwerke in der hiesigen Region laufen weiterhin, aber mit reduzierter Kraft. Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen fallen und für das Voralpengebiet sei Regen vorhergesagt, was eine relative Entspannung der Situation bringen würde. Der Stromverbrauch liege in einem durchschnittlichen Sommer bei 8.000 Megawatt, derzeit liege der Verbrauch, u. a. durch die Benutzung von Klimaanlagen, bei 9.000 Megawatt.

Christa Hoheisel erzählt »Märchen zur Dämmerstunde« im Garten der Buchhandlung Uehlin.

15. August 2003

Wenn am 9. September die Landeskommission dem Ortsteil Gersbach eine Visite im Rahmen des Dorfverschönerungs-Wettbewerbs abstattet, wird auch ein bekanntes Gesicht dabei sein: Klaus Fleck gehört der Landeskommission als Vertreter des Städte- und Gemeindetages an.

Das Schwimmbad Schweigmatt bricht alle Rekorde. Aller Voraussicht nach wird zum Ende der kommenden Woche der 17.000. Badegast die Bestmarke aus den Achtzigerjahren erreicht und in diesem Jahr wohl übertroffen haben.

Das Kinderferienprogramm der Schopfheimer Vereine läuft auf Hochtouren. Dieser Tage waren die Jüngsten bei der Feuerwehr zu Gast und durften dort ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

16. August 2003

Mit der Ansiedlung weiterer Märkte auf der »Gänsmatt« wollen die Kölner Eigentümer der Eberts-Gruppe schon bald beginnen. Ein entsprechender Bauantrag wird bei der Stadt in Kürze eingehen. Der Gewerbeverein und die IHK haben Bedenken, während ein Gutachten der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung keine Bedenken wegen der Raumordnung und der Innenstadt-Relevanz beinhaltet. Der Wunsch nach Erweiterung sei frühzeitig an die Stadt herangetragen worden, so ein Sprecher der Gruppe. Auf Anfrage des damaligen Bürgermeisters Klaus Fleck sei dann auch das Beratungs-Unternehmen GMA mit der Erarbeitung eines Gutachtens beauftragt worden.

Nach seinem Abstecher in die Profi-Liga der Formel 3 knüpft der Schopfheimer Markus Lehmann im Amateurlager dort an, wo er vor drei Jahren ausgestiegen ist. Der ehemalige Europa-Champion belegt nach acht von zehn Rängen eine ausgezeichnete dritte Position. Für den Schopfheimer Rennfahrer dieser kleinen Rennmaschinen geht ein Traum in Erfüllung, denn er wird aller Voraussicht nach am 7. September auf dem Nürburgring gegen Michael Schumacher antreten. Schumacher wird selbstverständlich nicht in seinem Ferrari, sondern in einem Cart gegen Lehmann starten.

Das MT berichtet heute über den Schopfheimer Polizisten Jörg Jansen, der sich seit zehn Monaten im ehemaligen Kriegsgebiet im Kosovo befindet. Der 34-jährige Polizei-Oberkommissar, der im Schopfheimer Revier Dienst tat, hat sich freiwillig im Rahmen eines UNO-Einsatzes auf dem Balkan gemeldet. Er leistet dort zusammen mit Polizisten aus 46 andern Ländern Dienst und meint, wenn er wieder einmal die Chance bekommen sollte, als Polizist im Ausland für Recht und Ordnung zu sorgen, würde er keine Sekunde lang zögern. »Mit der Erfahrung aus dem Kosovo würde ich das jederzeit wieder tun«, so der Polizeibeamte.

Überraschende Entwicklung in Sachen Bahnübergang Wehrer Straße: Die Deutsche Bahn AG hat der Stadtverwaltung Schopfheim mitgeteilt, dass die Schließung dieses Bahnüberganges doch nicht mehr allererste Priorität habe. Für Bürgermeister Nitz ist dies eine überraschende Wendung.

Ein angebrannter Kochtopf sorgte für eine enorme Rauchentwicklung in der Goethestraße und für das Ausrücken der Feuerwehr.

17. August 2003

Gemeinsam mit dem Regio-Golfclub Schopfheim hat die Badische Zeitung zu einem Golf-Schnupperkurs auf das Hofgut Ehner-Fahrnau eingeladen. Schon am Morgen kamen die ersten Leser, um den Abschlag zu üben. Die Talaufwärts-Redaktion der BZ freut sich über die Aktion, die auf so großes Interesse gestoßen ist.

Die Schopfheimer Schwimmer trauern um Heinz Strass, der im Alter von 84 Jahren verstarb. Er war Mitbegründer des Schwimmclubs Schopfheim und blieb dem Wettkampfsport bis ins hohe Alter treu.

Auch das zweite »Geißen-Fest« in Gersbach wurde zu einem vollen Erfolg. Der Vorsitzende des Geißen-Vereins, Andreas Deiß, ist mit dem Festverlauf zufrieden und damit der Verwirklichung einer Ziegen-Schutzhütte ein Stück näher gekommen.

18. August 2003

Die Polizei ermittelt erneut, denn bereits zum wiederholten Male wurden durch unbekannte Täter zwei Beleuchtungsstrahler des Hubschrauber-Landeplatzes beim Krankenhaus abgerissen und in den angrenzenden Floßkanal geworfen.

19. August 2003

Nicht überraschend kam für Johannes Kehm, den Sprecher der Wiechser Verkehrsinitiative, die Ablehnung eines zusätzlichen A 98-Anschlusses bei Schwörstadt durch das Bundesverkehrsministerium. Dort hält man den bereits planfestgestellten Anschluss bei Minseln für ausreichend. Im April hatte Landrat Rübsamen eine Verlegung des Minselner Anschlusses ins Gespräch gebracht, um Wiechs als Ortsdurchfahrt nicht zum Nadelöhr für den Zubringerverkehr zur Autobahn zu machen. Auch Regierungspräsident Dr. von Ungern-Sternberg hat eine Prüfung des zweiten Anschlusses für den Dinkelberg zugesagt. Dies hat sich nun als illusorisch erwiesen.

20. August 2003

Ein profitables Wachstum gegen den Branchentrend meldet die Schopfheimer Firma AFT bei der Bilanzkonferenz in Stuttgart. Im Jahre 2002 kletterte der Umsatz von 96 auf 102 Mio. Euro. Für das Jahr 2003 wird ein Wachstum von 15 % erwartet. Die Auftragsbücher sind voll. Allein der Autohersteller BMW hat Fördertechnik für 68 Mio. Euro bestellt. Derzeit beschäftigt AFT 117 Mitarbeiter in Schopfheim und 89 in Bautzen. Weltweit sind es 308 Beschäftigte.

22. August 2003

Gegen 11 Uhr gehen in Schopfheim (Kernstadt) plötzlich alle Lichter aus. Kein Computer funktioniert mehr. Das Einkaufen ist, da die Ladenkassen nicht mehr funktionieren, unmöglich. Im Eiscafé schmilzt die köstliche Abkühlung. Aus Sicherheitsgründen riegelt die Sparkasse ihren Container, der während des Umbaus der Schalterhalle als Provisorium dient, ab. Die Post macht dicht. Aber nicht alle Geschäfte und nicht alle Häuser sind betroffen. Bis zu einer Stunde dauerte der Stromausfall zwischen »Pflug«-Areal und Gündenhausen. Ursache waren Kurzschlüsse durch Kabelfehler in Gündenhausen und Maulburg an der 20-kV-Leitung. Gerüchte, es habe sich um eine geplante Abschaltungsaktion gehandelt, wurden von der Energiedienst-Sprecherin dementiert.

Nachdem die letzten Tage weniger heiß waren, haben sich auch viele der sich seit Wochen in Schopfheim aufhaltenden Störche auf den Flug in den Süden gemacht. Auf den Wiesen um die Stadt, insbesondere in Langenau und Enkenstein, wurden täglich bis zu 70 Störche gezählt. Während in der Innenstadt, hauptsächlich in der Altstadt, sich nachts nahezu 50 Störche aufhielten, sind es jetzt seit zwei Tagen nur noch 20 Tiere. Expertenaussagen zufolge werden auch diese Störche in den nächsten Tagen den Flug in den Süden antreten. Die Schopfheimer Bevölkerung hatte während der letzten Wochen eine Riesenfreude am Besuch von Meister Adebar. Viele Leute waren abends in der Altstadt unterwegs, um die seit den Fünfzigerjahren selten mehr die Markgrafenstadt besuchenden Vögel zu beobachten und ihrem Geklapper zuzuhören.

23. August 2003

Nachdem im Oberen Wiesental Feuerwehrabteilungen schließen und in die Stützpunktwehr integriert werden, stellt sich diese Frage auch dem Schopfheimer Feuerwehrkommandanten Bernd Schwöble. Er meint der BZ gegenüber: »Es gibt in Schopfheim keine Überlegungen, die Ortsteilwehren abzuschaffen«, und plädiert in starkem Maße für die Erhaltung dieser Wehren, denn alle Abteilungen seien für den Ersteinsatz gerüstet, obwohl die Stützpunktwehr im Ernstfall ohnehin alarmiert werde.

In gut einer Woche wird Matthias Weber, der neue Pfarrer von St. Michael-Ost und Eichen, in der Markgrafenstadt sein. In einem Presseartikel meint der künftige Geistliche, Vorfreude sei vorhanden: »Es hat mich gereizt, dass ich in einem Team arbeiten kann«. Auch die schöne neogotische Kirche, das kleinstädtische Umfeld und nicht zuletzt die Tatsache, dass es eine gute kirchenmusikalische Arbeit gebe, hätten bei seiner Entscheidung eine Rolle gespielt. Der 37-Jährige hält es für eine Zukunftsaufgabe der Kirche, »ob und wie wir Kinder und Jugendliche erreichen«.

Heimleiterin Petra Mayer organisiert für die Kinder im Asylbewerberheim am Wiesenweg ein großes Sommerfest. Von den 82 Menschen, die derzeit in diesem Doppelhaus wohnen, sind 35 Kinder zwischen 3 Monaten und 17 Jahren. Sie kommen aus Jugoslawien, Syrien, dem Irak, dem Iran, China, der Türkei und dem Kosovo.

24. August 2003

Nachdem sich in den letzten Tagen die Zahl der Störche durch den Weiterflug reduziert hat, ist nun heute auch der letzte Storch, der in Schopfheim Zwischenstopp eingelegt hat, ins Winterquartier weitergeflogen. Der Storchenbesuch wird sicherlich bei vielen Menschen in lebhafter Erinnerung bleiben. Ob er sich wiederholen wird, werden die nächsten Jahre zeigen. Das diesjährige Ereignis war auf jeden Fall bis anhin einmalig.

25. August 2003

Bei einem Verkehrsunfall auf der K 6352 verunfallte bei Gersbach eine 52-jährige Frau schwer. Ihr Auto überschlug sich und stürzte eine Böschung hinunter. Die schwerverletzte Fahrerin konnte sich aus dem demolierten Fahrzeug befreien.

26. August 2003

Die Musikschule Steinen-Schopfheim und die Volkshochschule stellen gemeinsam ihr neues Musikprogramm der Saison 2003/2004 vor, wobei es insofern Neuerungen gibt, als ein Forum für junge Musikerinnen und Musiker in Form von Matinée-Konzerten, jeweils sonntags um 11 Uhr, ins Programm aufgenommen wurde.

Schopfheim bereitet sich auf das »Städtli-Fest« am kommenden Wochenende vor. Vorbereiten müssen sich auch die Marktfahrer, denn wie jedes Jahr wird der Wochenmarkt während dieses Anlasses vor die Stadthalle verlegt.

Beim Bau des THG kommt es gegen 14.30 Uhr zu einem schweren Arbeitsunfall: Ein 50-jähriger türkischer Bauarbeiter, der mit Flex-Arbeiten auf einer Arbeitsplattform im 2. OG beschäftigt war, hat sich schwerste Verletzungen an beiden Oberschenkeln zugezogen. Ein Notarzt aus dem Kreiskrankenhaus musste die Erstversorgung einleiten. Mit dem Rettungshubschrauber kam eine weitere Notärztin aus Basel hinzu, die vom Helikopter direkt auf das Dach des Neubaues abgeseilt wurde. (Es gab keine Treppen zur Arbeitsebene.) Der Verletzte wurde, nachdem er transportfähig war, am Seil in den Helikopter gehievt und ins Kantonsspital nach Basel geflogen. Laut Auskunft des Notarztes besteht akute Lebensgefahr.

27. August 2003

Auch während der Sommerferien wird an der Umstellung und Sanierung des städtischen Kanalnetzes gearbeitet. Entlang der Bahnlinie in Raitbach werden die Wohnhäuser an das städtische Abwassernetz angeschlossen. Diese Häuser waren bisher mit Kläranlagen versehen gewesen. Weitere Arbeiten sind An der Halden in Wiechs im Gange. Dort wird das Mischsystem auf ein Trennsystem umgestellt. Kanalarbeiten am »Sturmen« in Enkenstein haben in den letzten Wochen die letzten noch nicht angeschlossenen Häuser mit dem Kanal verbunden. Auch in der Austraße in Schopfheim, in Kürnberg und im Käppeleimattweg stehen noch Kanalmaßnahmen an.

Auch das gibt es in Schopfheim: Friedhilde Kühn in Enkenstein hatte vor zwei Jahren eine Ananasfrucht gekauft und den Strunk anschließend ins Wasser gestellt. Als die Ananas Wurzeln schlug, hat sie diese Pflanze eingetopft. Aus einer Blüte wurde nun die erste Ananasfrucht, die in Enkenstein je herangereift ist.

Im Schatten alter Bäume und im Schutze des Berghotels »Hohe Flum« arbeitet der Künstler Marek Puk. Aus Linden-, Weiden- und Pappelholz sowie Kirschbaumholz schnitzt er Tierfiguren.

28. August 2003

Bei der Vorstellung des neuen vhs-Programmes beklagte sich dieser Tage Margit Jüngerkes über die zurückgehenden Kreiszuschüsse.

29. August 2003

Die Eltern im Gesamtelternbeirat der Schopfheimer Schulen wehren sich gegen die Bestrebungen des Kreistages, künftig für die Beförderung der Hauptschüler einen Fahrkostenanteil zu verlangen.

Frank Hedtke, der im September den ersten internationalen Kunsthandwerkermarkt in der Altstadt durchführen wollte, hat diese Veranstaltung nun abgesagt. Die von ihm angestrebte Mindestteilnehmerzahl konnte nicht erreicht werden. Ein Versuch soll noch einmal anno 2004 gestartet werden.

Erstmals seit vielen Wochen beginnt ein Tag regnerisch. Auch die Tagestemperaturen gehen unter die langezeit gewohnte 30-Grad-Marke zurück.

Der Schopfheimer Wohnungsmarkt ist praktisch leergefegt, es gibt fast keine Mietwohnungen mehr. Diese Beobachtung eines Immobilienmaklers deckt sich laut der BZ mit den Auskünften des Geschäftsführers der SWS, Jürgen Sänger. Derzeit stehen alleine bei der SWS 229 Wohnungsinteressenten auf der Warteliste.

30. August 2003

Das Autohaus Haberbusch bekennt sich zum Standort Schopfheim und will mit dem Kauf des Betriebsareals ein Zeichen für die Zukunft setzen. Zuletzt war das Areal von der Eigentümerfamilie Bohler an Haberbusch verpachtet gewesen. Für das Schopfheimer Autohaus mit seinen 15 Mitarbeitern bedeutet die Entscheidung das Ende einer langen Unsicherheit.

Bürgermeister Christof Nitz durfte erstmals das obligatorische Fass zur Eröffnung des »Städtli-Festes« anstechen. Zu dieser Eröffnung schwebte Eberhard Gienger mit dem Fallschirm auf den Hof der Dr. Max-Metzger-Schule hinunter. Nach der Landung präsentierte sich der 52-Jährige turnerisch und zeigte, dass er am Reck nichts verlernt hat. Während sich die Vereine große Mühe um das Fest machten, blieben doch einige Besucher des schlechten Wetters wegen aus.

Mit einem Fest beendet der Schweigmatt-Verein die diesjährige Badesaison. Seit der Eröffnung am 29. Mai wurden in Schweigmatt 19.350 Badegäste gezählt. 30 aktive Mitglieder des Schweigmatter Kurvereins haben zusammen mit sieben Badeaufsehern im Ehrenamt etwa 200 Arbeitsstunden zum Betrieb des Schwimmbades geleistet, so der Vorsitzende, Frank Ühlin. Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald meint, dass noch etwa 20 Wochenstunden für die Wartung der Badetechnik dazugekommen seien. Der Supersommer sorgte nicht nur für eine Supermotivation, sondern insbesondere auch für einen Superbesuch. Nicht bewährt hat sich der Versuch, einen Shuttle-Bus vom Tal zum Schweigmatter Bad einzurichten.

02. September 2003

Der Hochwasserdamm entlang der Wiese wird zum Schutz des Gewerbegebietes »Niedere Schleife« zur Zeit stabilisiert und etwas erhöht.

Während die CDU beim »Städtli-Fest« mit ihren Besucher-Magneten Eberhard Gienger und Bernd Effing zufrieden waren, äußerten sich andere Vereine entgegengesetzt. »Wetterbedingt haben wir nur die Hälfte des normalen Umsatzes eingenommen«, bilanziert Organisatorin Heike Zeiher. Manche Vereine hätten noch nicht einmal ein Drittel des sonstigen »Städtli-Fest«-Erlöses erwirtschaftet.

Demonstrativ kehren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Arlington den Herren aus der Chefetage den Rücken zu. Sie wollen wissen, woran sie sind. Heike Haigis von der IG Metall meint: »Um jeden Cent laufen seit Anfang Juli Verhandlungen um den Sozialplan«. Die drei Geschäftsführer Nopper, Peters und Meyden wollen qualifizierte Mitarbeiter mit nach Immenstadt nehmen. Allerdings sei bisher unklar, an wieviele Mitarbeiter dabei gedacht werde. Die Verhandlungen um den Sozialplan werden heute vorgestellt. Gibt es eine Abfindung, eine Weiterqualifizierung oder eine Beschäftigungsgesellschaft? Fragen, die geklärt werden müssen.

03. September 2003

Mit 1.129 Schülern geht das THG ins neue Schuljahr. Davon sind 159 Fünftklässler. »Dies ist ein absoluter Rekord«, stellt der neue THG-Direktor, Wolfgang Stocker, fest. Der neue Schulleiter freut sich zusammen mit seiner erst vor einem Jahr ernannten Stellvertreterin, Birgit Müller, über die derzeitigen Baumaßnahmen zur Erweiterung des Hauses und über die ausreichende Lehrerversorgung. Das Kollegium zählt aktuell 72 Lehrkräfte.

Das Landratsamt Lörrach informiert während einer Bürgerversammlung über die Biotop-Kartierung in Gersbach. Leider sind nur Wenige der Einladung gefolgt, um sich informieren zu lassen.

04. September 2003

Nach zehnstündigen, teils zähen Verhandlungen einigten sich vor zwei Tagen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei Arlington auf einem Eckpunkte-Papier. Dies sieht u. a. so aus, dass sich die Abfindung für die Beschäftigten an einem vorherigen Sozialplan orientiert und Geld für eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zur Verfügung gestellt wird. Für den 22. September ist bei Arlington eine Betriebsversammlung geplant, in der die Vorteile, die eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für die Mitarbeiter bringt, erläutert werden sollen.

Gersbach war vor einigen Tagen Treffpunkt für ein internationales Trainingscamp für junge Ringer. Jugendliche aus der Region und aus der Schweiz ließen sich in einer neuen Stil- und Ringertechnik ausbilden.

Die dauerhafte Schließung des Bahnüberganges Wehrer Straße ist inzwischen zwar kein Thema mehr, doch lässt es sich nach Auskunft der Deutschen Bahn wohl nicht vermeiden, für ein paar Wochen oder gar Monate die Wehrer Straße zu schließen. Die Deutsche Bahn meint, es sei zu lange diskutiert worden, nun müsse man Schluss machen, um die Bahnübergänge für den S-Bahn-Start Ende 2004 zur Verfügung zu haben. Erhöhte Sicherheitsanforderungen sind notwendig, zumal es künftig statt der Vollschranken nur noch Halbschranken geben wird. Diese werden auch nicht mehr örtlich überwacht, denn die Steuerung erfolgt vom Stellwerk Lörrach aus. Auf der Wiesental-Strecke, so Herr Pastorini von der Deutschen Bahn, werden ca. 30 Bahnübergänge angepasst. Er bedauert, dass es in Schopfheim nicht möglich geworden ist, auf einer Strecke von 262 m einen der drei sich kurz hintereinander befindlichen Übergänge zu schließen.

05. September 2003

Zu einem absoluten Rekord kam es in diesem Sommer im Schwimmbad. Der Badebetrieb ging offiziell zu Ende, doch des schönen Wetters wegen wird das Bad noch offen gehalten. Schon jetzt ist aber festzustellen, dass mit bisher 127.000 Besuchern ein neuer Rekord erzielt worden ist.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Lörrach sank im August um 0,1 auf 5,7 %. Arbeitsamtsdirektor Ingo Zenker führt die leichte Entspannung auf ein vielfältiges Förderungsangebot für Arbeitslose zurück. Eine positive Aussage über die konjunkturelle Situation im Kreis geht damit aber nicht einher. Insgesamt sind 6.457 Menschen im Arbeitsamtsbezirk ohne Arbeit.

Die Nutzung der Kulturfabrik und damit die Möglichkeit, ein eigenes Haus zu haben, hat sich auf die vhs positiv ausgewirkt. Mehr Unterrichtsstunden und eine gestiegene Teilnehmerzahl, so Margit Jüngerkes, seien der Beweis dafür.

06. September 2003

Trotz Regen lassen sich die Fahrnauer ihre Festtagslaune beim zweitägigen Dorffest nicht vermiesen. Gute Stimmung verlagerte sich einfach vom Schulhof in die Festzelte. Bürgermeister Christof Nitz hat zwar beim obligaten Fassanstich den Zapfhahn perfekt gesetzt, brach aber danach den Drehhahn ab, so dass die Festbesucher einige Zeit auf das Bier warten mussten. Während das erste Dorffest noch der Kirche St. Agathe zugute gekommen war, dient es heute vor allem dazu, den Fahrnauer Vereinen die Vereinskassen zu füllen.

07. September 2003

Schönes Wetter war den Fahrnauern am zweiten Tag ihres Dorffestes vergönnt. Zufriedenstellend, aber nicht berauschend – trotz des zahlreichen Publikums – war der Umsatz, so Brigitte Möhrle. Einen Generationenwechsel könne man feststellen, so der Vorsitzende des Gesangvereines Fahrnau, Martin Link, der sich ebenfalls an umsatzträchtigere Feste erinnert.

Zum Ende der diesjährigen Schwimmbadsaison konnten Profi- und Hobbysportler sich beim ersten Schopfheimer Swim and Run unter Beweis stellen. Das Tri-Team Hochrhein hat diese Veranstaltung organisiert.

Den »Tag der Heimat« feiert der Schwarzwaldverein auf der Hohen Möhr. Bei herrlichem Wanderwetter wurde das Zusammensein genossen. Zur musikalischen Umrahmung spielten die »Markgräfler Alphornbläser« auf.

08. September 2003

Emerentia Piepenbrink feiert heute im Georg-Reinhardt-Haus ihren 104. Geburtstag.

09. September 2003

Der Gemeinderat beschäftigt sich mit einem CDU-Antrag, der die Schaffung der Stelle eines Kulturbeauftragten zum Ziel hat. Ein derartiger Kulturbeauftragter soll mit den Vereinen zusammen auch die Terminkoordination in der Stadt vornehmen. Dass sich die Stadt einen solchen Kulturbeauftragten leisten sollte, sei keine Frage, meinte Dr. Ottmar Nübling von den Unabhängigen. Die Frage aber sei allerdings, ob sie es sich finanziell auch werde leisten können. Für die SPD meinte Artur Cremans, die Kassen seien knapper geworden, dem müsse die Stadt Rechnung tragen. Er regte deshalb hinsichtlich der Stelle eines Kulturbeauftragten an, eventuell die vhs mit einzubeziehen. Zum Vereinsparlament meinte er: »Was hat das mit der Stadt zu tun?« Beschlüsse wurden denn auch keine gefasst, obwohl der Grundsatzbeschluss für die Schaffung der Stelle bereits im Jahre 2001 getroffen worden war, die Umsetzung allerdings bereits damals von den Haushaltsmitteln abhängig gemacht wurde. Bürgermeister Nitz sprach sich schließlich auch für einen Kulturbeauftragten aus, allerdings – so meinte er – müsse geprüft werden, wie die Kosten nach einer Stellenschaffung anderswo etwas abgefedert werden könnten.

Verärgert verließen einige Zuhörer am Montag die Ratssitzung, als der Tagesordnungspunkt »Lärmschutzmaßnahmen der Skateranlage im „Oberfeld“« auf Antrag der CDU-Fraktion vertagt wurde. Die CDU beantragte, dass sich die Verwaltung mit den kommunalen Spitzenverbänden und andern Kommunen in Verbindung setzen soll, um zu erkunden, wie dort Lärmschutzmaßnahmen realisiert werden.

Der Gemeinderat unterstützt eine Aktion des Elternbeirates Schopfheim, wonach dieser den Kreisrat auffordern soll, von einer Fahrtkostenbeteiligung der Hauptschüler abzusehen.

Die Landeskommission zum Dorfverschönerungswettbewerb ist in Gersbach. Der Ortsteil präsentiert sich als intakte Gemeinschaft. Überrascht und fast sprachlos über den netten Empfang zeigt sich denn auch Kommissionsleiter Matthias Stickmann während der Begrüßung in der Bergkopf-Halle. Der Musikverein empfing die elfköpfige Kommission, während es Ortsvorsteher Ralf Ühlin vorbehalten blieb, den Ort danach vorzustellen. In seinen begrüßenden Worten meinte er: »Seit dem Kreisentscheid haben sich noch mehr Gersbacher für die Idee engagiert und motivieren lassen. Wir haben in Gersbach keine Probleme, sondern Herausforderungen«.

Der Gemeinderat gibt seinen Segen zum dritten verkaufsoffenen Sonntag am 28. September und beschließt eine Rechtsverordnung, die an diesem Sonntag eine Ladenöffnung von 12 bis 17 Uhr ermöglicht. Der Beschluss ist allerdings nicht einstimmig gefasst worden. Einige Gemeinderäte schließen sich dem Votum der Kirchen an, auf den Sonntagsverkauf zu verzichten.

Die heutigen Geschwindigkeitskontrollen zeigten wieder, wie wenig diszipliniert Verkehrsteilnehmer oft waren. Vor der Friedrich-Ebert-Schule wurde ein Kraftfahrer mit 64 km/h gemessen. Tatsächlich fahren darf er auf dieser Strecke 30 km/h. Auf der Höhe des Kreiskrankenhauses wurde auf der auf 30 km/h beschränkten Schwarzwaldstraße ein Kraftfahrer mit 65 km/h gemessen. Auch er erhält Fahrverbot.

11. September 2003

Alexander Beer ist neuer Dirigent beim Zöglingsorchester des Musikvereines Fahrnau. Er leitet außerdem noch das Jugendorchester der Stadtmusik Lörrach und die Stadtharmonie Laufen in der Schweiz. Beer, 1978 in Krefeld geboren, hat eine solide musikalische Ausbildung. Als Trompeter spielte er im Bundesjugendorchester auch unter so renommierten Dirigenten wie Kurt Masur.

12. September 2003

Der Ortschaftsrat Wiechs lehnt die Einrichtung eines Kleintier-Friedhofes unter städtischer Regie ab. Einen entsprechenden Antrag hatte die städtische Bauverwaltung an den Ortsteil gerichtet.

25 Jahre im Öffentlichen Dienst ist Christa Rätzer. Die Justiz-Hauptsekretärin wurde dieser Tage von Amtsgerichtsdirektorin Margarete Basler hierfür geehrt. Frau Rätzer protokolliert den Verlauf der Gerichtsverhandlungen.

In der Kulturfabrik werden Bilder von Guido Giovannini ausgestellt. Er sei ein Multitalent, sagte bei der Eröffnung die vhs-Leiterin, Margit Jüngerkes, denn der Maler sei auch als Kunsthistoriker, Galerist und Autor von Kurzgeschichten tätig.

13. September 2003

Die Unabhängigen wollen, dass die Straße an der Wiese bei der Kleingarten-Anlage für den Verkehr geöffnet wird.

14. September 2003

Der neue Pfarrer der evangelischen Gemeinde St. Michael-Ost, Matthias Weber, wird nach dreijähriger Vakanz der Stelle im Rahmen eines Gottesdienstes in sein Amt eingeführt. Er ist auch Pfarrer für Eichen. Beim Gottesdienst am Nachmittag, bei dem Weber offiziell von Dekanin Gerhild Widdess eingeführt wurde, begrüßten ihn auch seine Mitpfarrer, Dr. Michael Hoffmann und Gemeindediakonin Renée Moucheboeuf. Bettina Bethlen vom Ältestenkreis St. Michael-Ost hieß den neuen Pfarrer anschließend im Gemeindehaus herzlich willkommen und erinnerte an die lange Zeit der Suche nach einem neuen Seelsorger. Pfr. Dr. Hoffmann wünschte dem neuen Kollegen, dass er in Schopfheim nicht nur Aufgaben, sondern auch Erfüllung finden möge.

100 Sängerinnen und Sänger des Gesangvereines Fahrnau sowie des Kirchenchores St. Martin aus Wehr treffen sich in der Festhalle Fahrnau mit Chorleiter Volker Brenzinger, um sich während eines Proben-Wochenendes auf die neue Aufführung »Canto General« von Mikis Theodorakis vorzubereiten.

15. September 2003

Freude bei den großen, noch mehr Freude bei den kleinen Wiechser Bürgern über den fertiggestellten Kinderspielplatz. Der neue Platz im »Rebacker-Rütteberg« kann allerdings schon seit einigen Wochen genutzt werden.

Nicht wie vorgesehen Anfang Oktober, sondern zu einem noch unbekannten Zeitpunkt soll ein zweiter Bahnschalter eingerichtet werden.

Der Bauausschuss lehnt eine Erweiterung des Döner-Standes an der Ecke Bahnhof-/Scheffelstraße erneut ab. Der Kioskbetrieb sollte um eine Straßenwirtschaft erweitert werden. Außerdem sollten öffentliche Toiletten zur Verfügung gestellt werden. SPD, Unabhängige und GRÜNE sprachen sich grundsätzlich gegen die Planung aus. Einzig Marcus Walter von der CDU setzte sich für die Erweiterung ein.

16. September 2003

Bei den »Pflug«-Tiefgaragen tut sich etwas. Der Reitstall-Besitzer Volker Trefzger vom Gestüt Sengelen hat die noch freien Stellplätze in der Tiefgarage im »Pflug« erworben. Es handelt sich um den Teil der Tiefgaragenplätze, den Gernot Pöppel noch im Eigentum hatte. Was das Verpachtungs- bzw. Nutzungskonzept angeht, meinte Trefzger, er sei nach allen Seiten offen. Derzeit vermiete er die Plätze jedoch monatsweise.

17. September 2003

Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn wurde bei der Waldorfschule eine Mosaikarbeit der Lehrerinnen Anne Tietz-Beyer und Ulrike Villinger fertig. Insgesamt drei Wochen lang haben die zwei an einer Mosaikbank neben dem Haupteingang des Schulgebäudes gearbeitet. Die beiden Aktionskünstlerinnen haben sich bei ihrer Arbeit von Niki de St. Phalle inspirieren lassen.

Dieser Nachmittag wird in Gersbach geprägt von Glücksgefühlen: Der Ortsteil qualifizierte sich im Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« als Landessieger. Er erhält nun eine Goldmedaille und darf am Bundeswettbewerb im kommenden Jahr teilnehmen. »Unfassbar«, freut sich Ortsvorsteher Ralf Ühlin, als er die Botschaft aus dem Landwirtschaftsministerium in Stuttgart entgegennehmen darf. Gersbach setzte sich bei starker Konkurrenz unter zwölf teilnehmenden Dörfern durch. Was letztlich den Ausschlag für Gersbach gegeben hat, wissen allerdings nur die Juroren, zu denen u. a. auch Schopfheims Alt-Bürgermeister Klaus Fleck zählte. Ralf Ühlin meinte: »Allzuviele Gedanken wollen wir nun nicht auf Vergangenes richten, sondern für die neuen Aufgaben verwenden«. Er bedankte sich bei den Mitstreitern der fünf Arbeitsgruppen, die dieses Ziel für das Dorf gemeinsam erreicht haben. Diese Gruppen werden sich weiterhin anstrengen, um sich im kommenden Jahr erneut hervorragend zu präsentieren. Die Gersbacher feiern im Rathaus den Sieg des Landeswettbewerbes. Bürgermeister Christof Nitz dankt allen Dorfbewohnern für die aktive Teilnahme, die nun zu diesem großen Erfolg geführt hat.

Beim Erweiterungsbau der THG wird Richtfest gefeiert. Dieser Erweiterungsbau für 12 Klassenzimmer steht im Rohbau fertig. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christof Nitz sprach der Maurer Roland Eckert auf dem Dach des Hauses den Richtspruch. Er beendete ihn traditionsgemäß, indem er ein Weinglas zu Boden schmetterte. Schulleiter Wolfgang Stocker durfte den Dank des Hauses aussprechen, während Architekt Bernhard Tammer kurz auf die bisherige Baugeschichte einging.

18. September 2003

In ihrer jüngsten Ortschaftsratssitzung stimmen die Kürnberger Räte über die künftige Landwirtschaftsförderung ab und unterstützen, dass die Stadt die Vatertierhaltung und die Kosten für die künstliche Besamung der Rinder weiterhin fördert. Außerdem pochen die Kürnberger auf die kostenlose Schülerbeförderung zur Hauptschule.

Im Amtsgericht wird derzeit der Sitzungssaal renoviert. Eine neue Lüftungsanlage wird eingebaut, neue Decken werden eingezogen. Der gesamte Umbau des 1978/79 zum letzten Mal renovierten Saales soll Ende Oktober abgeschlossen sein.

Der Ortschaftsrat Gersbach hat ebenfalls über die künftige Landwirtschaftsförderung diskutiert. Die Landwirte des Ortsteiles wollen den Farrenstall erhalten und nicht – wie in einer Stadtratsvorlage erwähnt – in eine Pensionshaltung überführen. Mit dieser Lösung soll laut Stadtverwaltung die Landwirtschaft insgesamt die gleiche Förderung erhalten, lediglich die Lohnkosten sollen gesenkt werden.

19. September 2003

Gersbach kann auch eine Rarität vorweisen: Bei der Familie Heizmann wuchsen in diesem Sommer Wassermelonen! Eine der Früchte wog gar 5 kg, ein Ereignis, das sonst in dieser Höhenlage nicht denkbar ist bzw. war.

20. September 2003

Wie es mit dem Schwimmbad Schweigmatt weitergehen soll, werden Gespräche, die nach Vorliegen einer Bilanz mit der Stadt geführt werden, ergeben.

Rund 30 Gäste erwartet die Stadt Anfang Oktober aus den Partnerstädten Dikome, Kleinmachnow, Poligny und Ronneby.

Marion Schlenke dirigiert als Nachfolgerin von Kirsten Lin die Jugendkapelle der Stadtmusik Schopfheim. Die neue Dirigentin ist selbst seit 1990 Mitglied der Stadtmusik und spielt auch weiterhin Querflöte im Orchester. Außer dem Dirigat hat sie auch den Querflöten-Unterricht für die Zöglinge und Mitglieder der Jugendkapelle beim Verein übernommen.

»Dance the fantastic night« – eine irische Tanztruppe, die zum zweiten Mal mit dieser Choreographie in der Schopfheimer Stadthalle auftrat, bot ein fantastisches Spektakel für ein begeistertes Publikum.

Auf 50 erfolgreiche Jahre kann die Schützengesellschaft Wiechs zurückblicken. Während des Wochenendes wird das Jubiläum gefeiert. Beim Jubiläumsabend in der Wiechser Halle verweist Ortsvorsteher Ino Hodapp vor allem auf das große Engagement der Schützen und Schützinnen im Wiechser Dorfleben. Auch Bürgermeister Christof Nitz lobte die gesellschaftlichen und sportlichen Erfolge und überreichte das obligate Geldgeschenk. Während des Festaktes wurde Roswitha Güdemann mit der Goldenen Ehrennadel für die Verdienste und das Engagement im Verein geehrt. In seiner Rede richtete der Vereinsvorsitzende, Uwe Kibelka, den Dank an alle Mitglieder und Sponsoren, bevor der Abend in ein gemütliches Beisammensein überging.

21. September 2003

Den Weltkindertag feiert der Kinderschutzbund mit einem Familienfest bei strahlendem Sonnenschein vor dem evangelischen Gemeindehaus. Die Junior-Band der Musikschule Steinen-Schopfheim eröffnete das Fest, während die Kinder den Tag im weiteren Verlauf mit Spielen und Basteln, Schminken und viel anderem mehr verbrachten. Die Eltern informierten sich über die vielseitigen Aktionen des Kinderschutzbundes, z. B. Hausaufgabenhilfe, Babysitterkurse, über Film- und Theaternachmittage oder Spielgruppen für Mütter und Kinder.

22. September 2003

Für die 38 Mitarbeiter bei Arlington Socks in Langenau steht der Sozialplan. Unterzeichnet, so Heike Haigis von der IG Metall, wurde er allerdings noch nicht, denn eine Bankbürgschaft fehlt bisher. Berücksichtigt werden das Alter, die Kinderzahl, die Dauer der Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 17 ehemalige Mitarbeiter der Firma Arlington sollen mit nach Immenstadt gehen. Zum Teil sei die Beschäftigung auf einen bis drei Monate befristet.

Die SPD möchte den Tagesordnungspunkt »Brötchentaste«, die ein halbstündiges Gratis-Parken ermöglicht, vertagt wissen. Im Umweltausschuss kommt der Antrag jedoch nicht durch. Schließlich wird der Beschluss, diese Gratis-Parkmöglichkeit zu schaffen, mit Mehrheit getroffen. Man erhofft sich dadurch, das Image Schopfheims zu optimieren. Die SPD stellte den Vertagungsantrag, da die gesetzliche Vorgabe für die Einführung der Brötchentast noch nicht klar sei, obwohl viele Städte dies bereits praktizierten. Artur Cremans, SPD, fragt den Bürgermeister, ob er nicht gehalten sei, gegen einen rechtswidrigen Beschluss ein Veto einzulegen. Darauf meinte der Bürgermeister: »Grundsätzlich schon«, räumte jedoch ein: »Ich bin Pragmatiker und werde keinen Einspruch einlegen«.

Die Lenk-Plastik bzw. deren möglicher Standort beschäftigt den Umweltausschuss. Bürgermeister Christof Nitz schloss nicht aus, dass ein Modell in Kürze zu sehen sein wird. Mit der Fertigstellung, so der Bürgermeister, sei nicht vor September 2004 zu rechnen. Die Debatte hatte Karl Selz losgetreten. Er verwies auf eine Umfrage der Unabhängigen und meinte: »Wir haben schon viele Antworten«. Das Interesse am Standort sei groß.

Mit der Verkehrssituation um das THG und die Waldorfschule beschäftigt sich der Umweltausschuss. Er sucht nach Möglichkeiten zur Verbesserung des Verkehrsflusses in der Schlierbachstraße und der Goethestraße. Anwohner hatten sich über Lärm, Abgase und Verkehrsbehinderungen beklagt. »Den Verkehr entzerren«, fordert Adolf Winterhalder für die Freien Wähler. Man müsse endlich Nägel mit Köpfen machen. Alle Autos müssten von der Schule weg und einem separaten Parkplatz zugeführt werden. Der Ausschuss beschloss dann, über die Verlegung der Schulbus-Haltestelle zu sprechen und die Kosten für die Errichtung eines Bus-Parkplatzes an der Eichener Straße zu eruieren.

Vor der Sitzung waren die Mitglieder des Umweltausschusses in der Austraße unterwegs, um sich über den dortigen Straßenzustand, der als »holperig« bezeichnet wurde, zu informieren.

Während der Umweltausschusssitzung wird vom Forst verdeutlicht, dass nicht nur ausgezeichnete Wuchsbedingungen vorherrschen, sondern dass die Stadt in den kommenden zehn Jahren unbedingt die Wälder und das Holz nachhaltig nutzen sollte. Höhere Nutzung, schlechtere Absatzbedingungen – wie das zusammenpassen sollte, wollte Hans-Jörg Klein von der SPD wissen. Dr. Gerhard Rieger, Forstdirektor, erinnerte dabei daran, dass es sich um einen Zehnjahresplan handle und daher der Absatzmarkt über diesen Zeitraum hinweg gesehen werden müsse.

25. September 2003

Nach fast 50-jähriger Tätigkeit bei der Firma Durlum wurde dieser Tage Gerhard Krumm in den Ruhestand verabschiedet.

Die Schopfheimer Schülerin Katharina Weeber und die Maulburger Schülerin Sara Müller, beide am THG, können einen Riesenerfolg verbuchen: Sie gewannen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird, einen Förderpreis. Unter dem Titel »Weggehen – Ankommen – Migration in der Geschichte« beschäftigten sie sich mit der Migration und der Industriegeschichte in der Region Lörrach, ausgehend von der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und den einhergehenden Firmengründungen. Die beiden Schülerinnen mussten ihren Beitrag auch präsentieren und sich einer Befragung stellen. Betreut wurden sie bei ihrer 50-seitigen Arbeit, die bereits einer Seminararbeit gleicht, durch die Geschichtslehrerin Silke Wiesner. Über das großartige Abschneiden freut sich auch der neue Direktor, Wolfgang Stocker, der den Schülerinnen ebenfalls gratulierte.

Staatssekretärin Marion Caspers-Merk, SPD, MdB, gratuliert den Gersbachern zu ihrem Erfolg bei »Unser Dorf soll schöner werden«.

Ein Raub der Flammen wird ein Einfamilienhaus am Hägweg in Gersbach. Kurz vor 12 Uhr entdecken Nachbarn Rauch, der aus dem Haus quillt. Eine Familie mit drei Kindern wird obdachlos. Im Einsatz waren die Gersbacher Wehr mit 19 und die Schopfheimer Wehr mit 22 Mann. Hinzu kam die Todtmooser Wehr zum Einsatz. Das Haus wurde völlig zerstört.

26. September 2003

Die Veranstaltung mit dem Stadtmarketing-Experten Christian Klotz zeigt erste Wirkung: Ab kommenden Sonntag wird nicht nur die Hauptstraße geöffnet, sondern auch die Brötchentaste, die ein 30-minütiges kostenfreies Parken ermöglicht, eingeführt. Um ein Parkleitsystem aus einem Guss mit einem schlüssigen Konzept und einer einheitlichen Beschriftung zu erhalten, soll zunächst eine Konzeptplanung über einen Grafiker in Auftrag gegeben werden. Die Bahnunterführung, die bisher schmutzig und unansehnlich war, wird in den nächsten Tagen einen neuen Anstrich erhalten. Außerdem herrscht Aufbruchstimmung zur Verbesserung des Stadtbildes. Nicht nur, dass Schopfheim in ein Sanierungsprogramm aufgenommen werden soll, die Sparkasse und die VR-Bank haben auch ein Sonderkredit-Programm zur Modernisierung privater gewerblicher Objekte zugesichert. Die Betragsobergrenze liege bei 30.000,- Euro, wobei dieses Programm bis zum 30.3.2004 befristet sein soll.

Stefan Klever, der zusammen mit Bürgermeister Nitz das Pressegespräch zum Klotz-Arbeitskreis führte, teilte mit, dass der Gewerbeverein eine Werbegemeinschaft ins Leben rufen werde.

Die Sparkasse weiht zusammen mit zahlreichen Gästen ihre neue Kundenhalle ein. Vorstandsvorsitzender Josef Bogazinski würdigt vor allem den reibungslosen Verlauf der Umbauarbeiten und betonte, dass dieser nach rund 20 Jahren des Bestehens der bisherigen Halle notwendig geworden sei. Gewandelt hätten sich nicht nur die Kundenbedürfnisse, sondern auch die technischen Bedingungen. Architekt Urs Furrer verriet, welche Gedanken er sich beim Umbau machte. Die Grundüberlegung habe darin gelegen, den Kunden die Schwellenangst zu nehmen und eine klare Orientierung zu bieten. Überflüssige Elemente sollten beseitigt und Geradlinigkeit hergestellt werden. Als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Schopfheim-Zell würdigte der Zeller Bürgermeister Rudolf Rümmele den bemerkenswerten Umbau, während Bürgermeister Christof Nitz der Sparkasse die Gratulation der Stadt überbrachte. Die Gäste feierten bis spät in die Nacht zusammen mit den Bankern eine Party in den Räumen des ganzen Hauses.

Ohne Genehmigung bringt ein neuer Ladeninhaber in der Hauptstraße (ehemaliges Schreibwarengeschäft Uehlin) als Folklore-Bauwerk ein Vordach an.

Der Spielplatz im »Bremt« ist erneut bereichert worden. Seit heute überspannt ein Sonnensegel die beiden Sandkästen.

27. September 2003

Die Ortsverwaltung Gersbach hat für die Brandopfer ein Spendenkonto eingerichtet.

Das freie Radio Kanal Ratte startet nach der Sommerpause aus seinem Studio in der Bahnhofstraße mit gewohnt abwechslungsreichem Programm. Wer Interesse hat, in einer Gruppe, die ehrenamtlich arbeitet, mitzuwirken, ist aufgefordert, sich beim Radio Kanal Ratte zu melden.

Zu einer neuen Konzertreihe hat die Museumsgesellschaft in ihr Technik-Museum im Gelände der ehemaligen Schuhfabrik Krafft in Fahrnau eingeladen. Über 120 Zuhörerinnen und Zuhörer kommen, um am Konzertabend des Trios »Con brio«, das Tangos des argentinischen Komponisten Astor Piazolla spielte, teilzunehmen.

28. September 2003

Zum dritten Mal heißt es in Schopfheim: Verkaufsoffener Sonntag. Obwohl der Sonnengott der Veranstaltung nicht hold war, waren sehr viele Menschen unterwegs in der Innenstadt, um das Warenangebot und die Unterhaltung beim bunten Markt der Möglichkeiten zu genießen.

Das Weideabtriebsfest oder – wie es heute heißt – das Weidefest Gersbach zieht wieder Tausende von Menschen in den Erholungsort, der erst vor wenigen Tagen die Goldmedaille des Landes Baden-Württemberg erhielt. Im Mittelpunkt der leider auch vom Regen getrübten Veranstaltung stand die große Schau der Vorderwälder-Rinder. Die Kinder fanden ihren Gefallen bei den kleinen Ferkeln, den Pferden, Schafen und Ziegen.

Seit den Abendstunden gilt eine neue Tempo-Regelung durch die Hauptstraße bzw. die Innenstadt. Ab sofort besteht das Tempo-Limit mit 20 km/h. Dieser verkehrsberuhigte Bereich erstreckt sich auf die Hauptstraße zwischen der Sparkasse und Schärers Au, in der Feldbergstraße bis zur Einmündung in die Himmelreichstraße sowie in der Scheffelstraße.

»Total durchgeknallt«, so die Life-Tour von Knallinger, der in der Stadthalle gastierte. Heiner Knallinger sorgte denn auch für Lachsalven, wobei nicht alle seiner vermeintlichen Opfer ihm auf den Leim gingen.

Ein Blechbläser-Ensemble eröffnete die Verabschiedungsfeier des Verwaltungsleiters Klaus Thiele, der 16 Jahre lang das Verwaltungsamt der evangelischen Kirchengemeinde leitete. Pfr. Dr. Michael Hoffmann war es vorbehalten, die Dankesworte und die Wertschätzung für die lange Tätigkeit des Verwaltungsmannes zu artikulieren. Thiele habe sich mit der Kirche identifiziert, sie sei für ihn mehr als bloß ein Arbeitsplatz gewesen.

30. September 2003

Das rustikale Schwarzwalddach inmitten der Stadt erhitzt die Gemüter. Bürgermeister Nitz teilt mit, es sei dazu keine Genehmigung vorhanden. Das Vordach müsse also wieder weg. Zwar könne der Bauherr ein nachträgliches Baugesuch einreichen. Dieses hat in seinen Augen jedoch kaum Chancen auf Genehmigung, widerspricht es doch jeder Bebauungsvorschrift. Außerdem steht die gesamte Häuserzeile unter Denkmal- und Ensembleschutz.

Höchst wahrscheinlich lässt sich der Großbrand in Gersbach auf eine technische Ursache zurückführen. Nach dem vorläufigen Ermittlungsergebnis brach das Feuer im Wohnzimmer im Bereich des Fernsehers aus.

Dieser Tage blickte die Ortsgruppe der DLRG auf den vergangenen Sommer zurück. Mehr Sonne, mehr Besucher, mehr Arbeit, so das Ergebnis. Mit 315 Wachstunden hatten die 34 ehrenamtlichen DLRG-Helfer in dieser Saison einen vollen Terminkalender und fanden dabei fast doppelt soviel Beschäftigung als im vergangenen Jahr. Die Badesaison verlief ohne größere Zwischenfälle trotz der enormen Besucherströme.

01. Oktober 2003

Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg kam eigens nach Schopfheim in den Rathaussaal, um im Rahmen einer Feierstunde dem Schopfheimer Arzt Dr. Günter Zabel das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. Diese hohe Auszeichnung erhielt der Mediziner für sein herausragendes Engagement vor allem für die Armen in der Dritten Welt. Der Regierungspräsident würdigte den Geehrten als Experten für Hand- und plastische Chirurgie, dessen Herz den Armen und Benachteiligten gehöre. Vielen Menschen habe er durch seine Hilfe wieder Lebensmut und eine neue Lebensperspektive gegeben. Bei insgesamt 16 OP-Auslandseinsätzen war Dr. Günter Zabel in Kamerun, Indien, Pakistan und seit neuestem auch in Guatemala tätig.

32 Schüler der Klasse 5e des THG säuberten dieser Tage den Spazierweg entlang des Floßkanals vom Gymnasium bis zum Toom-Baumarkt. 20 Säcke Müll kamen dabei zusammen.

02. Oktober 2003

Nach über zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit im Aufsichtsrat stellt sich die derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende Elisa Mehlin bei der Jahreshauptversammlung der Baugenossenschaft nicht mehr zur Verfügung. Sie wurde 2001 in diese Funktion gewählt. Anja Pflüger übernimmt nun das Amt der Aufsichtsratsvorsitzenden. Trotz Wirtschaftsflaute sei es der Baugenossenschaft gelungen, preiswerten Wohnraum anzubieten. Hans Kneusslin, der im Frühjahr nach 46 Jahren vorbildlicher ehrenamtlicher Tätigkeit als Finanzverwalter zurücktrat, konnte bei einem Gesamtvolumen von über 4,9 Mio. Euro einen Jahresüberschuss von 71.000,- Euro vorweisen.

03. Oktober 2003

Am »Tag der deutschen Einheit« empfängt Bürgermeister Christof Nitz Delegationen aus den vier Schopfheimer Partnerstädten. Der Stellvertreter des Bürgermeisters aus Poligny, Dominique Boney meinte: »Die Städtepartnerschaften sind die Basis für ein gemeinsames Europa«. Insbesondere Kleinmachnows Bürgermeister Wolfgang Blasig freute sich darüber, dass dieses Treffen im europäischen Gedanken gerade am Tag der deutschen Einheit zustande gekommen sei. Aber auch der Bürgermeister aus Ronneby, Jan Anders Palmquist, und der Vertreter aus Kamerun, Tobias Mosedi, freuten sich über das Treffen und den Empfang im Rathaussaal.

04. Oktober 2003

Vor einigen Tagen hat sich in Schopfheim ein neuer Verein, der sich dem ökologischen Landbau widmen will, unter dem Namen »Kambium« gegründet.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Zunftrat der Fahrnauer Fasnachtsgesellschaft Angelo Turturro zum neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Präsident, Friedrich Burger, stand seit der letzten Hauptversammlung nicht mehr zur Verfügung. Nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 10. September folgte die Zunftratssitzung, die am 19. September nun einen neuen Präsidenten kürte. Der Gewählte gehört seit 1995 dem Zunftrat an.

05. Oktober 2003

Fast ein Jahr nach der Aufführung in der Kulturfabrik brillieren die Schopfheimer »Cats« erneut. Gestern hatten sie die Besucher aus den Partnerstädten erfreut und heute Sonntag ein weiteres, hochinteressiertes Publikum. Die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Ebert-Schule und der »Lollypop Chor« des Gesangvereins Eichen stehen wie bisher unter der musikalischen Leitung von Dieter Waibel und unter der Regie von Anita Waibel.

Der Kunstverein eröffnet seine diesjährige Herbstausstellung mit einer Bilderschau australischer Ureinwohner. Die eigene Bildsprache und die leuchtende Farbintensität ist auf 44 Bildern im Museum zu besichtigen. Die Werke stammen aus der Sammlung von Inge und Johannes Kehm. Sie verbinden archaische Formen, Zeichen und Symbole der Mythologie mit moderner, abstrakter Ausdrucksweise.

Zum Festival der Kinder- und Jugendchöre des Alemannischen und des Obermarkgräfler Sängerbundes kamen junge Menschen in die Gersbacher Bergkopf-Halle. Mit dem Treffen wurde gleichzeitig auch das 10-jährige Jubiläum des Gersbacher Kinderchores gefeiert.

Der Hundesportverein Schopfheim-Fahrnau führt die Herbstprüfungen auf dem vereinseigenen Gelände durch. Bei der Begleithunde-Prüfung belegte Kathrin Schiller mit »Shadow« den 1. Platz. Im Rahmen der Fährten-Prüfung wurde Jürgen Hein Erster mit seinem Hund »Erik vom Haus Schulz«. In der Vielseitigkeits-Prüfung lag Klaus Ziegler mit »Cassia vom Aslerbach« an vorderster Stelle.

06. Oktober 2003

Im Rahmen eines Schulaustausches besuchen derzeit Schüler und Lehrer eines Gymnasiums aus dem polnischen Teil von Görlitz die Freie Waldorfschule Schopfheim. Zu dem Projekt und dem Besuch kam es durch eine Zwölftklässler-Jahresarbeit einer Waldorfschülerin über das Konzentrationslager Buchenwald. Ein ehemaliger KZ-Häftling stellte den Kontakt zu dem polnischen Gymnasium her.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung wird der seit acht Jahren sich in Arbeit befindliche und noch nicht beschlossene Landschaftsplan noch einmal vorgestellt und schließlich durch den Gemeinderat beschlossen. Er wird eher als ungeliebtes Kind, denn als wichtige Planungshilfe angesehen und abgesegnet. Einzig Stadtrat Straub setzte sich vehement für die Umsetzung ein. Der Landschaftsplaner meinte: »Die Landschaft in Schopfheim ist ökologisch wertvoll, doch dient der Landschaftsplan nicht nur dazu, den Schatz zu bewahren, sondern er macht auch Vorgaben für die Siedlungsentwicklung. Klima, Grundwasserbildung und Grünzäsuren seien wichtige Voraussetzungen hierfür«. Bernhard Kuri von der SPD lobte zwar die umfangreiche Arbeit, meinte aber, man könne geteilter Meinung über einen derartigen Plan sein: »Das Bauen und die Wohnraumbeschaffung ist bald nicht mehr bezahlbar, auch wegen solcher Pläne«. Sehr emotional war Regina Blum von der SPD. Sie versagte der Vorlage ihre Zustimmung, weil sie »weiteren bürokratischen Blödsinn« nicht mehr hinnehmen wolle. Als wichtiges Arbeitsinstrument sieht der Bürgermeister das Planwerk an.

Der Kinderbuchautor Tino begeistert sein junges Wiechser und Langenauer Publikum und entzückte die Zuhörer mit seiner Schriftstellerei, so ein Pressebericht.

07. Oktober 2003

Landwirtschaftsminister Willi Stächele ehrt den Gersbacher Forstmann Jörg Gempp für seinen uneigennützigen Einsatz bei Projekten wie Rinderlehrpfad, Organisation der Holz-Tage in Gersbach, in der Beratung von Projekten der Hauptschule und beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«. Die Auszeichnung wurde während des landwirtschaftlichen Hauptfestes in Stuttgart vorgenommen. Geehrt werden Nachwuchskräfte, die nicht älter als 40 Jahre alt sind.

In den Abendstunden herrscht im Ortsteil Gersbach reges Schneetreiben. Während noch vor wenigen Tagen die Quecksilbersäule über 20 Grad anzeigte, sank die Temperatur nun auf winterliche Werte. Den ersten Schnee hatte es bereits am Sonntag gegeben. Er blieb jedoch nur Stunden liegen.

Die vhs erhält in der Kulturfabrik neue Räume und kann nach den vom Hauptausschuss nun freigegebenen Planungen ab kommendem Sommer mit der gesamten Verwaltung in das Gebäude an der Johann-Karl-Grether-Straße umziehen. Stadtrat Dr. Ottmar Nübling bedauert diese Entscheidung, meint aber: »Sie war wohl aus finanziellen Gründen notwendig«. Er sieht in der vhs sehr wohl einen kulturellen Auftrag, der jedoch mehr der Bildung und Fortbildung gewidmet ist, und bedauert, dass in der Kulturfabrik nun der Grundidee des Erarbeitens, des kreativen Umgangs mit Neuem, des Probierens und Experimentierens kein Raum mehr gegeben ist. Bürgermeister Christof Nitz meinte bei der Diskussion im Hauptausschuss, dass sich der Gemeinderat über die Zukunft der großen Halle in absehbarer Zeit Gedanken machen müsse. Auch hier sind finanzielle Zwänge derzeit ein kaum zu bewältigendes Hindernis.

Während der Hauptausschusssitzung meinte Bürgermeister Christof Nitz in Zusammenhang mit dem Budget-Bericht des ersten Halbjahres, man müsse darüber nachdenken, wie der Haushalt so zu stabilisieren sei, dass er genehmigungsfähig werde und ergänzt dazu: »Wir müssen uns von Gebäuden trennen«.

SPD-Fraktionschef Artur Cremans will wissen, ob die Stadt Gewährleistungsansprüche prüft, denn in der neuen Friedhofskapelle sollen sich zwischen Wänden und Decke Risse zeigen. Hochbauamtsleiter Ludwig bestätigte die Mängel und meinte, das Verfahren zur Beseitigung sei eingeleitet.

SPD-Stadtrat Artur Cremans bewegt in der Hauptausschusssitzung das ungenehmigte Schwarzwalddach in der Hauptstraße. Er meint aber, dass die Stadt keine Schritte einleiten möchte, bevor sich nicht der zuständige Bauausschuss mit dem Thema befasst habe. Ein Bauantrag auf nachträgliche Genehmigung – so der Bürgermeister – sei bisher jedoch noch nicht eingegangen.

Die Überbauung des »Drahtzuges« mit Mehrfamilienhäusern kann nun bald beginnen. Der Gemeinderat billigt den Vorhaben- und Erschließungsplan zur Realisierung von 55–60 Wohnungen. Während die einen die lange Planungszeit kritisieren, verteidigt diese insbesondere Adolf Winterhalder von den Freien Wählern und begrüßt die Sorgfältigkeit, mit der hier gearbeitet worden ist. Die Stadt muss sich absichern, um den weiteren Betrieb der Stadthalle zu garantieren.

Mit dem Stück »Als der Tag noch schlief« beginnt der diesjährige 11. »Theatermonat für junge Leute«.

08. Oktober 2003

Vor wenigen Tagen wurden die Wettkämpfe des Tennisclubs Schopfheim um den neuen Stadtmeister abgeschlossen. Nach rund drei Wochen errang Michael Krispin den Titel des neuen Herren-Stadtmeisters.

Mitte April hat die Beschäftigungsgesellschaft Mypegasus GmbH die 130 ppe-Mitarbeiter aufgefangen, die nach der Übernahme durch die Würth-Gruppe ziemlich abrupt arbeitslos geworden waren. Das Programm der Qualifizierung und Weiterbildung läuft nun aus und wie bekannt wird, konnten 74 der ursprünglichen Mitarbeiter inzwischen zumindest vorläufig mit einem Arbeitsplatz versorgt werden. 18 davon gehen über die sogenannte »Rentenbrücke«, 13 haben Erziehungsurlaub, 2 versuchen es mit Selbständigkeit und 41 können sich über ein neues Beschäftigungsverhältnis freuen. Über die Zukunft der übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird soviel bekannt, als Mypegasus für die nächsten drei Monate sich weiter für diese engagiert. Ansonsten sind die nicht Vermittelten jetzt auf Arbeitslosengeld angewiesen.

09. Oktober 2003

Über eine große Schenkung freut sich die Stadt Schopfheim: Aus dem Nachlass der Schwester des in Schopfheim verstorbenen Malers Fritz Heeg-Erasmus durften 97 Bilder als Schenkung entgegengenommen werden. Fachbereichsleiter Klaus Strütt, der die Fracht in Stuttgart abholte, unterrichtete den Hauptausschuss über die Donation.

10. Oktober 2003

Die Arbeitslosigkeit nahm im September dieses Jahres leicht ab. Insgesamt waren nach der Statistik des Arbeitsamtes im gesamten Bezirk (Waldshut und Lörrach) 10.861 Menschen arbeitslos, darunter befinden sich 1.379 Jugendliche. Die Quote sank so im Vergleich zum August um 0,2% auf 5,4%. Im Bezirk Lörrach liegt die Quote allerdings bei 5,5%.

Wie jedes Jahr während der Frankfurter Buchmesse, beschäftigt sich die Buchhandlung Uehlin mit dem literarischen Schwerpunkt des Gastlandes. In diesem Jahr steht die russische Literatur im Mittelpunkt. Der große Andrang in der Buchhandlung beweist, dass die bereits zur Tradition gewordenen Lesungen ankommen. Zunächst lasen die Mitarbeiterinnen des Hauses, nachdem sie die Werke erläutert hatten. Lena Kornijtschuka aus der Ukraine wurde willkommen geheißen; sie las – quasi als Gast – russische Lyrik.

11. Oktober 2003

Obwohl die Hauptstraße erst seit einigen Tagen wieder befahrbar ist, sind die Einzelhändler schon sehr optimistisch. »Es ist wieder mehr Leben in der Stadt«, lautet der freudige Tenor. Martin Bühler findet die Entwicklung positiv, die Stadt werde stärker frequentiert, ohne dass der Verkehr rasant zugenommen hätte.

Die Unabhängigen stellen das Ergebnis der Umfrage nach dem Standort der Lenk-Plastik vor. Die meisten Meinungen wurden für den Bus-Bahnhof abgegeben.

Andrea Möhrle als Vertreterin der Schopfheimer Elternbeiräte überreicht dem Landrat eine Unterschriften-Liste mit 600 Unterschriften für den Erhalt der kostenfreien Schülerbeförderung der Hauptschüler.

Beim Dauerthema »Pflug-Tiefgarage« scheinen die Stadtverwaltung und der Gemeinderat gewillt, einen Schlussstrich zu ziehen. Das MT schreibt heute, dies sei offenbar die Quintessenz, die das Gremium jüngst hinter verschlossenen Türen gezogen habe. Der Rechtsanwalt habe noch einmal dargelegt, dass aus dem Kaufvertrag eine öffentliche Nutzung der Tiefgarage nicht abzuleiten sei. Es gebe im Gemeinderat zwar Stimmen, die dafür plädierten, die Sache auf juristischem Wege anzufechten, andererseits will man das Thema jedoch abgehakt wissen.

Von lang anhaltendem Beifall begleitet wurde die Aufführung des »Canto General« von Mikis Theodorakis in der Schopfheimer Stadthalle unter der Leitung von Volker Brenzinger. Der Gesangverein Fahrnau und der Kirchenchor St. Martin Wehr brachten das Werk des Griechen nach Texten von Pablo Neruda auf die Bühne. Der großen Herausforderung stellten sich beide Chöre, wobei die spanische Sprache, die ungewöhnliche Stimmführung und die ungewohnte Harmonik die Sängerinnen und Sänger vor schwierige Aufgabe gestellt hat, die sie beachtlich meisterten, während die Kontraaltistin Natalia Bourlina und der Bass Gottfried Driesch Seele und Gefühl in ihre Solopartien einfließen ließen. Der Sprecher Reinhard Seiberlich mit seiner tragenden Stimme trug die Gedichte von Neruda vor. Michael Herrmann und Jacqueline Schaub an den beiden Flügeln, die Flötistinnen Vanessa Brenzinger, Martha Klowazki und Beate Dürrschnabel, die Gitarristin Uli Pfleiderer, Lukas Roos und Marek Stößinger sowie Gebhard Lohmüller am Kontrabass begleiteten die Chöre. Viel Beifall erntete schließlich der Dirigent Volker Brenzinger, der einmal mehr mit seinen Chören eine hervorragende Leistung auf die Bühne gebracht hat.

Mit einem Konzert unter Beteiligung von Gastchören aus Freiburg und Zürich-Kloten beginnt der Gesangverein Raitbach das diesjährige Herbstfest. Wie in Raitbach üblich, rundet ein Sketch – dieses Mal mit dem Titel »Zwei Straßenkehrer« – den Abend ab. Der Sonntag beginnt mit einem Frühschoppen-Konzert; am Nachmittag ist der Gesangverein Langenau zu Gast, bevor der Sonntag mit einem gemeinsamen Fest zu Ende geht.

Die Unabhängigen informieren sich während einer Rundfahrt durch die Ortsteile über Wünsche, um sich auf die Haushaltsberatungen vorzubereiten. In den Ortsteilen werde sehr vieles von den Bewohnern in Eigenregie bewegt und dies mit eigenen, geringen finanziellen Mitteln, so die Fraktion.

12. Oktober 2003

Auf das 120-jährige Bestehen blickt der Schwarzwaldverein Schopfheim zurück. Im katholischen Gemeindesaal, der voll besetzt war, durfte der Vorsitzende, Günter Horschig, die Freunde des Vereines begrüßen. Als besondere Ehrung durften Walter Gräßlin, Walter Greiner und Ernst Klemm für 50-jährige Mitgliedschaft die Ehrenurkunde entgegennehmen.

13. Oktober 2003

Der Landkreis Lörrach hat zu einem Tourismus-Tag in die Stadthalle eingeladen. Die einzelnen Vorträge standen alle unter dem Thema »Wie aus Kunden Stammkunden werden«.

14. Oktober 2003

Der renommierte Hersteller von Rührwerken, die Firma EKATO, hat offenbar unter den Folgen der allgemeinen Wirtschaftsflaute zu leiden. Die Firma musste dieser Tage 20 Beschäftigte entlassen. Ursprünglich waren – so das MT heute – sogar 80 Kündigungen geplant. Die Kündigungen beschäftigen mittlerweile auch das Arbeitsgericht. Weder Geschäftsleitung noch Betriebsrat waren – so die Zeitung – zu einer Stellungnahme zu erreichen.

27 Absolventen der einjährigen Altenpflege-Schule Schopfheim freuen sich über ihr abgelegtes Examen. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt hatte das Lörracher Landratsamt an der Hauswirtschaftlichen Schule in Schopfheim einen einjährigen Ausbildungslehrgang für Altenpflege ins Leben gerufen, um dem herrschenden Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Da die Ausbildungsbestimmungen bundesweit geändert wurden, dürfte es allerdings keine Fortsetzung dieser Ausbildung mehr geben.

In einem Kurzbeitrag erinnert der SWR 2 heute in einem zehnminütigen Beitrag an den Schopfheimer Priester Dr. Max Josef Metzger, der am 14. Oktober 1943, also vor 60 Jahren, zum Tode verurteilt wurde. Ein nach Schweden geschmuggeltes Friedensmemorandum sollte dem Pazifisten zum Verhängnis werden.

15. Oktober 2003

Es werde vorerst keine weiteren betriebsbedingten Kündigungen geben, erklärte Personalleiter Gregor Dietrich von der Firma EKATO der BZ gegenüber.

Der HL-Markt in der Hauptstraße schließt zum Jahresende. Seit Anfang des Jahres stand der Lebensmittelmarkt auf der Kippe; nun sei die endgültige Entscheidung getroffen worden, so Pressesprecher Andreas Krämer. »Der Markt ist mit bloß 580 qm Verkaufsfläche und den wenigen Parkplätzen einfach nicht mehr rentabel«, meint der REWE-Sprecher. Die 12 betroffenen Mitarbeiter wurden in einer Betriebsversammlung von der Schließung in Kenntnis gesetzt. Man ist bemüht, sie in anderen REWE-Märkten unterzubringen.

Es scheint nun eine Leserbrief-Aktion wegen des ungenehmigten Schwarzwalddaches in der Hauptstraße zu beginnen. Zwei Briefschreiber meinen heute, es sei schade, dass in Schopfheim jede noch so kleine Neuerung – wohlgemerkt zur Verschönerung der Stadt – von Anfang an zum Scheitern verurteilt sei. Eine andere Briefschreiberin meint: »Warum fällt zu diesem freudigen Ereignis der Begriff ‚Absoluter Sündenfall‘? Wo sind die Verantwortlichen, die uns Bürger vor dieser Sünde bewahren?«

Das Landesdenkmalamt begutachtet zusammen mit Vertretern der Stadt das Schwarzwalddach in der Hauptstraße. Die Referentin des Landesdenkmalamtes, Christiane Kendel, kommt zu einem klaren Urteil: »Das Dach fügt sich nicht ein«. Auch Kreisbaumeister Hartmann musterte das Vordach kritisch, will aber die Stellungnahme des Landesdenkmalamtes und des Ortsbauausschusses abwarten.

Einen interessanten Nachmittag verbringen die katholische Kirchengemeinde St. Bernhard und Mitglieder des Freundeskreises Kamerun mit 16 Gästen aus Indonesien und Kamerun auf der Bernhardshütte in Ehrsberg.

Konrad Grund stellt ausgefallene Buch-Objekte als Kunstwerke in der Buchhandlung Uehlin aus. Grunds »Bücher« bestehen aus Holz, Stein, Metall, Papier, Leder und anderen Materialien.

16. Oktober 2003

Auf Einladung des Freundeskreises Partnerschaft Übersee weilt eine achtköpfige Delegation aus Kamerun in den evangelischen Kirchenbezirken Schopfheim und Lörrach. Gäste und Gastgeber nehmen Erfahrungen und Eindrücke von dieser Begegnung mit. Die Kameruner machten völlig neue Erfahrungen in den Altersheimen und sprachen die Unterschiede beim Gottesdienst an (in Kamerun gibt es dabei Trommeln und Händeklatschen, in Deutschland stehen alle still). Die deutschen Gastgeber meinten: »Wir können von ihrem Glauben und ihrer Frömmigkeit nur lernen«.

Der Schriftsteller Thommie Bayer liest in der Stadtbibliothek aus seinem Roman »Das Aquarium«. Bibliotheksleiter Kurt Menter stellte seinen bekannten Gast als vielseitig und schöpfungsfreudig, erfolgreich in verschiedensten Künsten vor, hatte der Autor doch zunächst Malerei studiert und vor der Schriftstellerei eine Musikkarriere eingeschlagen. Die Stuhlreihen waren dicht besetzt, die Gäste begeistert.

17. Oktober 2003

Bei einem Schopfheimer Gastwirt stellte die Polizei 1,5 kg Haschisch sicher. Der 40-jährige, einschlägig vorbestrafte Gastwirt wurde dem Haftrichter vorgeführt.

Die SWS investiert in die Wohnbauten am Wiesenweg. Balkons, die angebaut wurden, erhöhen nun die Lebensqualität. Neue Fenster und eine Wärmedämmung helfen Energie einzusparen. SWS-Geschäftsführer Jürgen Sänger informiert, dass für diese Arbeiten rd. 430.000,- Euro investiert worden sind. Im kommenden Jahr sollen die Häuser Nr. 12 und 14 am Wiesenweg ebenfalls auf diesen Stand gebracht werden.

Die ehemalige ARAL-Tankstelle beim Autohaus Haberbusch (ehemals Böhler-Enderlin) wird endgültig stillgelegt und abgebaut.

18. Oktober 2003

Am Montag und Dienstag wird der Gemeinderat in einer zweitägigen Abendklausur sich mit dem Haushalt und den Wünschen für das Jahr 2004 auseinandersetzen. Es fehlen, so die städtische Finanzverwaltung, Millionen Euro.

Ein Baumarkt-Eigentümer im »Lus« fordert von der Stadt Schadenersatz in Millionenhöhe. Beigeordneter Ruthard Hirschner bestätigt den Eingang einer Klage. Das Unternehmen will von der Stadt Geld dafür, dass der Baumarkt beim Hochwasser im Jahre 2000 im Wasser versunken war. Der Beigeordnete meint der Presse gegenüber jedoch, das Baumarktgebäude sei zu tief gebaut worden, um die Kosten für die Aufschüttung zu sparen. Hinzu komme eine mangelhafte Grundstücksentwässerung. Weiter verweist er darauf, dass die Hauptwelle des Hochwassers damals nicht durch den Floßkanal, der als Grund für die Klage angegeben wurde, gerauscht, sondern eine Springflut vom Dinkelberg herab über die Bundesstraße ins »Lus« geschossen sei.

Mit seinem Herbstkonzert in der Stadthalle präsentiert das Harmonika-Orchester Schopfheim dem zahlreichen Publikum einen bunten Melodienstrauß. Während des Konzertes erhielt Erwin Müller für seine Verdienste um die Schopfheimer Harmoniker die Goldene Ehrennadel des HOS überreicht.

19. Oktober 2003

Das Wochenende gehörte wieder den Kaninchenzüchtern, die 73 Tiere im Autohaus Haberbusch ausstellten.

Zu einem schweren Unfall kommt es auf der B 317, kurz nach der Tunnel-Ausfahrt in Richtung Hausen. Ein vermutlich alkoholisierter Autofahrer kam kurz nach dem Tunnel rechts von der Straße ab, steuerte gegen und geriet dadurch frontal auf ein entgegenkommendes Fahrzeug. In diesem Fahrzeug wurden die Fahrerin leicht und ihre Mitfahrerin schwer verletzt. Der Unfallverursacher zog sich leichtere Verletzungen zu.

Etwas ganz Besonderes früh morgens um 7.00 Uhr: Museumsgeflüster mit musikalischen Beiträgen und Textlesungen im Museum. Michael Herrmann ließ das mehr als 200 Jahre alte Tafelklavier erklingen. Dr. Ulla K. Schmid, die Museumsleiterin, las verschiedene Lyrik-Texte. Christa Hoheisel war es schließlich, die auch noch das Grimm’sche Märchen »Die Nixe im Teich« erzählte. Sowohl der Titel »Nebelmorgen«, als auch der wirklich neblige Morgen hielten die zahlreichen Besucher von der frühen Veranstaltung keineswegs fern.

20. Oktober 2003

Ein schwerer Arbeitsunfall ereignet sich auf dem Neubau der Vicemoos-Halle in Schopfheim. Mehrere Arbeiter waren – so der Polizeibericht – unter Verwendung eines Krans mit Dachstuhlarbeiten beschäftigt, als dieser beim Umdrehen eines etwa 20 m langen und 2 t schweren Leimbinders umschwenkte und einen weitern, freistehenden Leimbinder traf. Dieser fiel im Domino-Effekt um und riss weitere mit sich. Hierbei geriet ein 34-jähriger Arbeiter zwischen die umstürzenden Teile, wurde eingeklemmt und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

21. Oktober 2003

Im Schlösschen Ehner-Fahrnau feiert heute Hedwig Müller geb. Stang ihren 100. Geburtstag. Vor 60 Jahren zog sie ins ehemalige Roggenbach’sche Schloss.

22. Oktober 2003

Die finanzielle Förderung der Stadt Schopfheim für den Deutschunterricht in Dikome scheint erste Erfolge zu zeigen, ist beim Besuch der Delegation aus dem Partnerdistrikt zu erfahren.

Der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft tagt im Schopfheimer Rathaus. Wichtigster Punkt hierbei ist das Maulburger Hallenbad. Maulburgs Bürgermeister Jürgen Multner informiert über das Vorhaben, wobei Bürgermeister Nitz deutlich macht, dass sich Schopfheim finanziell nicht am Bad beteiligen könne. Maulburgs Gemeinderat Bruno Sahner brachte dennoch eine verstärkte Kooperation ins Spiel und meinte, es könne auch eine Art Bäder AG zwischen Steinen, Schopfheim und Maulburg überdacht werden.

23. Oktober 2003

Besorgt zeigt sich die Elternbeiratsvorsitzende der Dr. Max-Metzger-Schule, Angelika Kiefer, über den Zustand des Schulhofes, der außerhalb des Schulbetriebes von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt wird.

Reinhard Schimmelpfeng ist in der Alten Kirche St. Michael zu Gast und gibt ein Obertonmusik-Konzert.

24. Oktober 2003

Das Dächli in der Hauptstraße soll nach dem Willen der Stadtverwaltung beseitigt werden. Am 10. November wird der Bauausschuss sich mit dem nun eingereichten Bauantrag beschäftigen, wobei die Verwaltung den Abbruch will.

Das Lokal »Blue Moon« im ehemaligen »Statthalter« in der Wehrer Straße ist geschlossen. Das Haus soll zu Wohnzwecken umgebaut werden. Ein Plakat weist darauf hin, dass sich die Besitzer des »Blue Moon« demnächst in der »Linde« als ihrem neuen Domizil treffen werden.

Vandalen in der katholischen Pfarrkirche St. Bernhard: Sämtliche Gesangbücher wurden dort in Brand gesetzt und mehrere Sitzpolster wurden dadurch beschädigt. Auch die Osterkerze erlitt Schaden. Die Polizei ermittelt auf eine Personengruppe, die in jüngster Zeit in der Kirche schon einmal ein Feuer entfacht haben soll.

25. Oktober 2003

Die Abwassergebühren sollen im kommenden Jahr leicht erhöht werden. Der Gemeinderat wird sich in seiner nächsten Sitzung damit zu beschäftigen haben. Statt bisher 2.66 Euro soll die Abwasserbeseitigung künftig 2.80 Euro betragen.

Heute werden in der BZ drei Fußball-Brüder – Bernd, Michael und Jürgen Itzin – vorgestellt. Sie haben beim SVS von 21 Treffern des Bezirksligisten alleine acht Tore geschossen.

Margret Ühlin ist seit 25 Jahren bei der Geschäftsstelle der Badischen Zeitung tätig. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die Jubilarin geehrt.

Der Beschluss des Kreistages, von den Hauptschülern einen Elternbeitrag für die Schülerbeförderung zu verlangen, stößt bei vielen Eltern auf wenig Verständnis. Andrea Möhrle, die Elternbeiratsvorsitzende, meint, man müsse über Konsequenzen nachdenken und plant ggf. auch Fahrgemeinschaften. Auch Schulleiter Wolfgang Gabriel weiß noch nicht, wie das Geld von den 140 betroffenen Schülern kassiert werden soll.

Aus der Wirtschaft kommt eine neue Hiobsbotschaft: Die Schopfheimer Firma Müller Stahlbau ist im Insolvenzverfahren. Uwe Kreis aus Dachsberg wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das Schicksal des Unternehmens entbehrt nicht einer gewissen Tragik: Ziemlich genau vor einem Jahr sind der Firmeninhaber und seine Ehefrau bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben gekommen. Nach einer Übergangszeit, in der der Schwiegervater des verstorbenen Firmenchefs die Geschicke leitete, war ein Geschäftsführer gekommen, der – so die Zeitung von heute – noch vor Ablauf der Probezeit das Unternehmen wieder verließ.

Dem Forstamt Schopfheim droht für 2005 die Auflösung. Es soll – wie andere Landesbehörden – ins Landratsamt eingegliedert werden.

Zu einem abwechslungsreichen Konzert heißt der Musikverein Wiechs seine zahlreichen Gäste in der Wiechser Festhalle willkommen. Stadtkapellmeister Max Lehmann, der wie schon seit Jahren das Orchester in gewohnt bewährter Weise führt, kann bemerkenswert viele junge Gesichter in den Reihen der Musiker aufweisen.

26. Oktober 2003

Die katholische Kirchengemeinde St. Bernhard nimmt Abschied von den Franziskanerinnen Schwester Gerburga und Schwester Floriberta. Beide gehen ins Mutterhaus nach Gengenbach zurück. Mit dem Abzug dieser beiden Ordensfrauen geht ein über 100-jähriges Kapitel sozialen Engagements in der Markgrafenstadt zu Ende. Mit Wehmut blickte Roland Kleinbub vor zahlreichen Gästen auf diese Geschichte zurück, die 1895 mit dem Bezug des Schwesternhauses begonnen hatte. Insgesamt wirkten 89 Franziskanerinnen in den 108 Jahren in Schopfheim. »Die beiden Schwestern standen, was in unserer Zeit nicht wegzudenken ist, für die Krankenpflege und Seelsorge in christlicher Verantwortung«, so Helfried Heidler, der sich im Namen der ökumenischen Sozialstation ebenso von den Ordensfrauen verabschiedete.

27. Oktober 2003

Erneut wird die St. Bernhardskirche der katholischen Kirchengemeinde Opfer von Sachbeschädigungen. Bänke wurden mit Kerzenwachs verschmiert. Aus den Gesangbüchern wurden Blätter herausgerissen und brennendes Papier lag in den Opferstöcken.

28. Oktober 2003

Vom Insolvenzverfahren der Schopfheimer Firma Müller Stahlbau sind 29 Beschäftigte betroffen.

In ein orientalisches Märchen aus 1001 Nacht verzaubern Schlangenkinder-Schleiermädchen und ein auf dem Pferd trabender Ali Baba den Fahrnauer »Wiese-Hof«. Ganz im Zeichen des Orients stand das Herbstfest für die Teilnehmer des heilpädagogischen Reitens auf dem Reiterhof.

Für die vakante Pfarrstelle in Wiechs und Langenau gibt es nun einen Bewerber. Dekanin Gerhild Widdess informiert darüber, dass Kai-Peter Tilgner, der derzeit Pfarrvikar in der Nähe von Ettlingen ist, sich dem Ältestenrat in der vergangenen Woche vorgestellt hat.

29. Oktober 2003

Dieser Tage konnte Udo Kressin sein 25-jähriges Betriebsjubiläum bei der Firma Unger feiern. Im Rahmen einer Feierstunde dankte die Geschäftsleitung dem Mitarbeiter für seinen Arbeitseinsatz und seine Zuverlässigkeit.

Bei der bevorstehenden Weihnachtsaktion des Gewerbevereins winkt in diesem Jahr kein Auto als Gewinn-Attraktion, sondern ein Einkaufsgutschein in Höhe von 1.000,- Euro.

30. Oktober 2003

Den Reinerlös des »Tages der offenen Tür« vom vergangenen Juli im THG überreichte Direktor Wolfgang Stocker dem Jesuitenpater Michael Windey. Das Geld ist für dessen Hilfsprojekt in Indien bestimmt. Die überreichte Geldsumme reicht, um ein Doppelhaus in fester Bauweise im südindischen Chinna Venmani (Bundesstaat Tamil Nadu) zu finanzieren. Dazu können Hilfsmittel für eine Schule und das Jahresgehalt eines Lehrers mit der Spendensumme erbracht werden.

Claudia Mutterer will nicht, dass sich McDonald’s in Schopfheim ansiedelt. Innert kürzester Zeit hat sie nahezu 300 Unterschriften gegen diese Ansiedlung gesammelt und will diese im Rathaus abgeben. »Reichen die McDonalds in Lörrach und Rheinfelden nicht völlig?«, meint die Mutter von sieben Kindern und denkt dabei auch an die Müll-Lawine und die schlechte Ernährung.

Von den 20 Kündigungen bei der Firma EKATO wurden zwei wieder zurückgenommen. Mit den übrigen Betroffenen sei eine gütliche Abfindung erreicht worden, so Personalleiter Dietrich.

31. Oktober 2003

Unzufriedene Unabhängige liebäugeln mit einer eigenen Gemeinderatsliste im kommenden Jahr. Jörg Rittweger meinte für sich und Andreas Kiefer, der vor zwei Jahren dem Gemeinderat den Rücken kehrte: »Wir dementieren nicht«. Andreas Kiefer meint, die Fraktion habe in letzter Zeit nicht mehr allzu viel bewegt und Jörg Rittweger beklagt eine gewisse Anpassungshaltung. Der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen, Karl Selz, meint hingegen, er habe Kiefer und Rittweger längst noch nicht abgeschrieben.

Die Presse teilt heute mit, dass bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Sechser im Lotto auf Schopfheim gefallen ist. Zuletzt am Mittwoch.

Die Kandidatensuche für die Gemeinderatswahl im kommenden Jahr gestaltet sich für alle Fraktionen nach eigenen Aussagen als mühsames Geschäft. Die Wahl ist in zweifacher Hinsicht eine Premiere: Zum einen findet erstmals keine Unechte Teilortswahl mehr statt, zum andern wird der Gemeinderat nur noch 26 Sitze vergeben. Bei der SPD steht definitiv fest, dass die Gemeinderäte Roland Meder und Hermann Schmitt nicht mehr kandidieren werden. SPD-Fraktionsvorsitzender Artur Cremans freut es, dass alle andern erneut zur Wahl antreten. »Fast alle unserer Stadträte kandidieren wieder«, freut sich die CDU-Fraktionschefin Marianne Zabel. Vor allem jüngere Frauen und Männer, die man gerne hätte, seien durch Familie und Beruf so eingespannt, dass sie für ein Engagement in der Kommunalpolitik kaum zu gewinnen seien, meint die CDU-Fraktionschefin weiter. Auf vollen Touren läuft auch die Suche bei den Unabhängigen, trotz der Gedankenspiele von Andreas Kiefer und Jörg Rittweger. Fraktionschef Karl Selz hofft, dass alle amtierenden Stadträte wiederum zur Verfügung stehen werden. Weit gediehen sind die Vorbereitungen bei den Freien Wählern. »Vier von fünf Stadträten machen weiter, einer überlegt es sich noch«, verkündet Adolf Winterhalder für diese Fraktion. Etwas gemächlicher lassen es derzeit noch die GRÜNEN angehen. »Wir sind noch nicht soweit«, berichtet Michael Straub.

Der Ortschaftsrat Wiechs lässt sich von Markus Veith und Markus Hurter über die geplante Neuausrichtung des landwirtschaftlichen Betriebes beim Markus-Pflüger-Heim unterrichten. Anfang 2004 wechselt auch der Pächter des Hofes mit der Gärtnerei. Dann übernehmen die beiden studierten Landwirte die Verantwortung über das ca. 20 ha große landwirtschaftliche Gelände und die 4 ha der Gärtnerei. Die beiden jungen Landwirte handeln dann im Auftrag des neuen Vereins Kambium und wollen sowohl Landwirtschaft als auch Gärtnerei beim Kreispflegeheim auf biologischen Landbau ausrichten.

Im Ortsteil Wiechs feiern heute Werner und Helene Hauri das Fest der Goldenen Hochzeit.

Wenn man derzeit durch die Markgrafenstadt geht, sieht man überall Kürbisse und Hexenmasken in den Schaufenstern der Läden. Halloween ist allgegenwärtig. Auch bei vielen Privathäusern sieht man die ausgehöhlten und geschnitzten, von Kerzen erhellten Kürbisse. Im THG wird eine Halloween-Party gefeiert. In der Festhalle Fahrnau war am vergangenen Samstag ebenfalls eine Halloween-Party. Oberzunftmeister Gerhard Kiefer meint, dass Schopfheimer Hexengruppen zu diesen Partys nicht im Häs erscheinen sollten, wie dies mancherorts geschehen sei. Man solle nicht versuchen, auf der Halloween-Welle mitzuschwimmen, nur um aktuell zu sein.

Der Schweigmatter Hans Klemm ist als Parcours-Chef für den Weltverband SEI im internationalen Reitsport unterwegs, um den Osten an den europäischen Turniersport heranzuführen. Er berichtet heute in der BZ über seine Erfahrungen in russischen Gestüten, aber auch in Deutschland ist Klemm weiterhin Parcours-Chef bei großen Turnieren.

Die Jugendabteilung des Skiclubs Fahrnau hat einen neuen Vorstand. Kristin Bauer gab ihr Amt an Petra Schmidt weiter.

02. November 2003

Die »Egerländer Musikanten« begeistern in der ausverkauften Stadthalle ihr Publikum mit musikalischer Unterhaltung vom Feinsten.

Beim Fußball-Turnier der Jugendfeuerwehren kämpften in der Friedrich-Ebert-Sporthalle 27 Mannschaften um die begehrten Pokale. Das Finale konnte die Jugendfeuerwehr Präg-Herrenschwand schließlich gegen die Mannschaft aus Langenau für sich entscheiden. Der 3. Platz wurde von der Jugendfeuerwehr Gersbach belegt.

03. November 2003

Die Polizei nimmt in Schopfheim zwei Männer von 28 und 34 Jahren fest. Sie stehen im Verdacht, im Stadtgebiet einen schwunghaften Handel mit Rauschgift, insbesondere Marijuana und Ecstasy zu betreiben. Im Zuge der Ermittlungen konnte die Polizei auch 45 Abnehmer identifizieren, von denen 32 jünger als 18 Jahre alt sind. Der Jüngste ist gerade mal 13 Jahre alt.

Werner Müller schreibt heute über eine Aufsichtsratssitzung der Kreiskliniken GmbH vom vergangenen Freitag. Drei, wenn nicht gar vier von fünf Szenarien, die zu behandeln waren, ziehen die Schließung des Schopfheimer Klinikums endgültig vor.

Der Gemeinderat hat im zweiten Anlauf nun doch die Vergabe eines Einzelhandelsgutachtens beschlossen. Der Auftrag geht an Donato Accocella. Karl Selz für die Unabhängigen lehnt das neue Gutachten jedoch ab, da die bisherigen Einzelhandelsstudien ins Gegenteil verkehrt werden sollen, die die Misere in der Innenstadt auf wissenschaftlicher Basis schließlich erst eingeleitet hätten.

Der Gemeinderat beschließt die Errichtung von zehn Reihenhäusern und eines Doppelhauses im Baugebiet »Hammer Nord«. Froh, dass in Schopfheim wieder gebaut wird und Familien Wohnraum erlangen können, ist Artur Cremans (SPD). Bürgermeister Christof Nitz sprach von einem Antragsstau im Wohnungsbau und Karl Selz meinte für die Unabhängigen, durch den Einsatz von Bürgern sei eine bessere Lösung gefunden worden.

Trotz SPD-Antrag wird die Verbindungsstraße an der Kleingartenanlage Richtung Gündenhausen für den Verkehr nicht geöffnet. Die SPD wollte ihren Antrag nicht weiter verfolgen. Die Mehrheit des Rates hatte wohl Sicherheitsbedenken wegen einer möglicherweise entstehenden »Rennstrecke« Wiesenweg.

Stadtrat Jörg Rittweger kritisiert in öffentlicher Sitzung den Bürgermeister und meint: »Seit Ihrem Amtsantritt verstoßen Sie permanent gegen das Gesetz«. Er wirft dem Stadtoberhaupt vor, dass es nichtöffentlich gefasste Beschlüsse entgegen der Vorschrift der Gemeindeordnung in öffentlicher Sitzung nicht verkündet habe und damit eindeutig gegen bestehende Vorschriften verstoße. Der Angesprochene wollte diesen Vorwurf nicht stehen lassen und sagte: »Ich verstoße keineswegs gegen das Gesetz«. Nichtöffentliche Beschlüsse gebe er in den folgenden Sitzungen sehr wohl bekannt. Außerdem seien viele Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung erst Beratungen, die dann in öffentlicher Sitzung beschlossen würden.

Der Gemeinderat beschließt, die Wassergebühren auch für das Jahr 2004 nicht zu verändern, hingegen werden die Abwassergebühren von 2,66 Euro auf 2,80 Euro je Kubikmeter erhöht. Diese Summe entspricht aber trotzdem erst dem Preisniveau des Jahres 1995.

04. November 2003

Die drohende Krankenhausschließung führt zu ersten Reaktionen. »Es wird langsam brenzlig«, reagiert der Förderverein des Krankenhauses. Regina Blum sieht die Gefahr der Auflösung so groß wie noch nie. Wie die Presse heute mitteilt, bestätigt Landrat Alois Rübsamen, dass der Kreis vor großen Problemen, ja Herausforderungen stehe, und dass in diesem Zusammenhang Mitte des Monats ein Gespräch in Stuttgart stattfinden werde. Vorher könnten keine Entscheidungen getroffen werden. Landesweit stünden rund 14.000 Betten oder 70 Krankenhäuser zur Disposition. Der Beigeordnete und Vorsitzende des Fördervereines, Ruthard Hirschner, will keine Aktion ins Blaue starten, sondern warten, bis gesicherte Erkenntnisse über die künftige Kliniklandschaft im Landkreis auf dem Tisch liegen. Das Hauptargument ist nach wie vor die Grundversorgung der Bevölkerung im Mittleren und Oberen Wiesental. Aber auch die wirtschaftlichen Faktoren sprechen für das Schopfheimer Haus.

Seinen 85. Geburtstag feiert heute Prof. Dr. Johannes Lorenzen. Er hat das Musikleben in der Stadt Schopfheim in den 60er- und 70er-Jahren entscheidend geprägt.

In der jüngsten Wiechser Ortschaftsratssitzung kommen vermehrt Beschwerden darüber zum Ausdruck, dass wieder der gesamte Schwerlastverkehr durch die Dinkelbergstraße führt, nachdem in der Rebackerstraße Bodenschwellen eingebaut worden sind. Mit einer Beschwerde über eine starke Zunahme des Mülls und von An- und Abfahrten mit Kraftfahrzeugen am Hohe-Flum-Turm hatte sich der Rat ebenfalls zu beschäftigen.

Bei den diesjährigen Vereinsmeisterschaften der Boule-Spielgemeinschaft »Le Cochonnet« stand Ute Böhringer am Ende als Siegerin auf der Treppe.

05. November 2003

Die Krankenhaus-Problematik füllt bereits große Teile der Tageszeitungen. In einer von fünf Varianten – so ist heute zu lesen –, die der Aufsichtsrat der Kliniken GmbH diskutierte, wird auch dargestellt, was es hieße, sich vom Krankenhaus Schopfheim zu trennen. Bei einer Aufgabe würde Schopfheim zum Zentrum der ambulanten Versorgung durch niedergelassene Ärzte oder zu einem Pflegeheim umgewandelt, lauten die Überlegungen. Die in Schopfheim niedergelassenen Ärzte nehmen auch Stellung zum Krankenhausproblem. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: »Jetzt, wo das Haus von Grund auf saniert ist und allseits schon auf das Nötigste abgespeckt wurde, damit es wirtschaftlich arbeitet, jetzt, wo zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhaus eine gute Zusammenarbeit entstanden ist, von der die Bevölkerung eines Gebietes von Todtnau, Neuenweg, Gersbach bis Wehr und Steinen profitiert, jetzt ist es natürlich höchste Zeit, das Haus zu schließen. Wir bedauern es sehr, dass ein gut arbeitendes Krankenhaus geopfert werden soll, damit in Lörrach, kaum 500 m voneinander entfernt, zwei Häuser sich gegenseitig Konkurrenz machen können«.

Die Bauarbeiten am THG mussten in den vergangenen Tagen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion revidiert werden. Nach Mitteilung des MT von heute bestand akute Gefahr, dass 12 tonnenschwere Fassadenelemente sich lockern und ins Rutschen geraten könnten. »Es gibt Probleme mit der Standsicherheit«, bestätigte der Zeitung gegenüber der Beigeordnete Ruthard Hirschner. Die Platten seien viel zu groß und viel zu schwer für die vorhandenen Konsolen. Die Stadtverwaltung, so der Beigeordnete weiter, habe mittlerweile ein Prüfbüro eingeschaltet.

Mit dem Theaterstück »Der gestiefelte Kater« endet der 11. »Theatermonat für junge Leute« in der Stadthalle. Insgesamt 1.500 junge Menschen haben die sechs Veranstaltungen mit zehn Aufführungen während der letzten vier Wochen besucht.

06. November 2003

Die Unabhängigen, allen voran Karl Selz und Hubert Probst, sammeln Unterschriften für den Erhalt des Schopfheimer Krankenhauses. In den Schopfheimer Geschäften wurden Listen ausgelegt, auch in den Nachbargemeinden wollen die Unabhängigen solche Unterschriftslisten bereit halten.

Die Baugenossenschaft Schopfheim hat nun Andrea Pfeil als Nachfolger von Elsa Mehlin in den Vorsitz des Aufsichtsrates gewählt.

Schärfere Kontrollen in der Wiesental-Bahn brachten es an den Tag: Es gibt sehr viele Schwarzfahrer.

07. November 2003

ie die BZ heute zu berichten weiß, will der Schweigmatt-Verein das Höhenbad Schweigmatt für weitere drei Jahre in Pacht übernehmen und damit in Eigenregie betreiben.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Oktober im Arbeitsamtsbezirk leicht an.

Bei der IHK Hochrhein-Bodensee wurden dieser Tage Verdienstplaketten für 20-jährige Ausbildertätigkeit verliehen. Mit dabei war der Schopfheimer Manfred Frala, der seit 20 Jahren Ausbilder beim Dreisternwerk in Schopfheim ist.

Harry-Potter-Fieber auch in der Markgrafenstadt. Die Harry-Potter-Fans sammeln sich in Ermangelung eines Gleises 9¾ am Gleis 1 am Schopfheimer Bahnhof. FackelträgerInnen starten einen kleinen Zauberumzug zur Buchhandlung Uehlin, wo es dann um Mitternacht die ersten Bücher gab.

Das Basler Trio »Avodah« – Wanderer zwischen musikalischen Welten – gastierte in der ausverkauften St. Agathen-Kirche zum Auftakt der vhs-Musikreihe. Drei außergewöhnliche Musiker bewegten sich mühelos über musikalische Grenzen hinweg. Volksmusik, Jazz und Klassik gaben sich bei diesem fulminanten Konzert die Hand.

Seit zehn Jahren besteht das JuZ im »Oberfeld«. Mit einem »Tag der offenen Tür« informiert der Stadtjugendpfleger, Dietmar Hermann, über die derzeitige Nutzung und die Jugendeinrichtung. Mittlerweile treffen sich dort 100 Jugendliche verschiedener Nationen.

Die Firma Dreisternwerk ehrt langjährige Mitarbeiter. Seit 30 Jahren sind Ilse Schmidt, Klaus Vollmer, Werner Sütterlin, Maximiliane Germann und Veronika Banholzer beim Unternehmen. 35 Jahre gehören dem Werk Gerhard Spitz, Konrad Jehle, Wolfgang Zimmermann, René Muesser und Heinz Scherble an. In einer Feierstunde konnte der Geschäftsführer der IHK, Immo Leisinger, an Peter Paspa, Christa Carullo und Uwe Hotz die Urkunde für 25-jährige Treue zum Unternehmen aushändigen. Er und Beigeordneter Hirschner von der Stadtverwaltung ehrten schließlich den seit 40 Jahren dem Betrieb angehörenden Hanspeter Röther.

Berenice und Albert Staiger stellen zeitgenössische Kunstwerke im Kirchenraum von St. Michael aus.

08. November 2003

Der Förderverein für das Schopfheimer Krankenhaus stellt zur derzeitigen Krankenhaus-Diskussion kritische Fragen. »Die Wirtschaftlichkeit«, so der Förderverein, »muss bei der Entscheidung für oder gegen das Haus eine entscheidende Rolle spielen«.

Die Zeitungen füllen ihre Spalten mit dem Thema »Schopfheimer Krankenhaus«. »Ausradieren wäre einfach grotesk. Schopfheim braucht ein Haus der Grundversorgung«, so der Tenor. »Die Unabhängigen mit ihrer Unterschriftenliste rennen offene Türen ein«, »Gleiches Recht auf medizinische Versorgung«. Die Kommentare: »Zum einen kalt erwischt, zum andern Bett-Roulett«.

Auf dem Marktplatz, in Schopfheimer Geschäften – überall tragen sich Menschen in die Unterschriftslisten für den Erhalt des Schopfheimer Klinikums ein.

Zur Finanzierung der dringend erforderlichen General-Überholung der Winterhalter-Orgel in der katholischen Pfarrkirche St. Bernhard wurde ein Orgel-Förderverein gegründet. Die Kosten werden auf etwa 50.000,- Euro veranschlagt. Die 1979 eingeweihte Orgel zeigt in den letzten Jahren erhebliche Verschleißerscheinungen im Bereich der Windladen, beim Pfeifenmaterial und am Spieltisch.

Eine grausige Entdeckung machen am frühen Morgen Feuerwehrleute. Sie fuhren um 5.30 Uhr zu einem Einsatz in die Johann-Sutter-Straße. Auf einem Firmenparkplatz brannte ein Auto lichterloh. Während der Löscharbeiten entdeckten die Wehrmänner auf dem Fahrersitz des Autos eine völlig verkohlte Leiche. Momentan ist noch unklar, um wen es sich dabei handelt.

Die Wiechser Narren beginnen ihre fünfte Jahreszeit mit einem Wibufa-Abend in der Halle.

Im katholischen Gemeindehaus wird das Musical »Aktion Arche« vor rund 150 begeisterten Zuschauern aufgeführt. Erzählt wird die Geschichte der Arche Noah.

09. November 2003

Die evangelischen Christen gedenken während eines Gottesdienstes der Reichspogromnacht. Der Gottesdienst, von Pfarrer Matthias Weber gestaltet, lässt unter anderem auch eine jüdische Mitbürgerin aus Schopfheim zu Wort kommen.

10. November 2003

Der Landrat will sich zusammen mit dem Regierungspräsidium ganz vehement für einen zusätzlichen Anschluss an die A 98 einsetzen. Mit der bereits planfestgestellten A 98-Anschlussstelle bei Minseln werde der Abwicklung des weiträumigen Verkehrs ausreichend Rechnung getragen, hatte das Bundesverkehrsministerium im Juli mitgeteilt. Eine zusätzliche Anbindung drei Kilometer weiter östlich sei nicht erforderlich. »Diese Aussage können wir nicht akzeptieren«, schrieb Alois Rübsamen dieser Tage an Regierungspräsident von Ungern-Sternberg. Ein zusätzlicher Anschluss beim »Blauen Bock«, vier km nach dem Anschluss Minseln, würde eine Entzerrung des Verkehrs über den Dinkelberg bringen.

Überraschende Wende im »Schwarzwald-Dächli«-Streit in der Hauptstraße: Der Bauausschuss des Gemeinderates stimmt dem Dach nach einem Antrag von Bernhard Kuri zu. Einzig Beigeordneter Hirschner zeigte sich über den Beschluss »erschüttert und geplättet«, da das Gremium den offenkundigen Verstoß gegen Baurecht und Denkmalschutz hinnehmen will. Auf Antrag der SPD-Fraktion, Stadtrat Bernhard Kuri, wird die Verwaltung beauftragt, mit der Eigentümerin des Ladens einen Vertrag, der zunächst auf drei Jahre befristet sein wird, abzuschließen. In diesem Vertrag soll die Duldung festgeschrieben werden. Beigeordneter Hirschner meinte aber, dass er den Beschluss gleichwohl mit dem zuständigen Baurechtsamt beim Landratsamt Lörrach abstimmen müsse.

Wie ein Haus sein Gesicht verändert, zeigen Fassaden-Ansichten vom ehemaligen »Statthalter« in der Wehrer Straße. Der Bauausschuss hat sich den Plänen des Bauherrn, der die Fassade mit blauer Eternit-Verkleidung versehen will, widersetzt und das Baugesuch abgelehnt.

11. November 2003

Ortsvorsteher Ralf Ühlin aus Gersbach hat in einem Schreiben an Sozialminister Repnik eindringlich davor gewarnt, das Krankenhaus Schopfheim zu schließen. Die Entfernung nach Lörrach bedeute im Notfall eine Anfahrtszeit von bis zu 90 Minuten. Ühlin fragt den Minister, ob er bereit sei, die Verantwortung hierfür zu übernehmen.

Die F.D.P. Schopfheim-Mittleres Wiesental spricht sich eindrücklich für den Erhalt des Krankenhauses in der Markgrafenstadt aus.

Der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger, SPD, gibt den Schopfheimern Schützenhilfe. Er meint: »Das Schopfheimer Krankenhaus ist aufgrund seiner Lage und seiner Bedeutung für den ländlichen Raum unverzichtbar«. Er unterstützt die Forderung nach dem Erhalt der Klinik.

Pünktlich um 19.11 Uhr wird die Fasnacht am Kronenbrunnen ausgegraben. Fast gleichzeitig wird auch das Motto »Do mien mir no dra schaffe« verkündet. Wer wird neuer Statthalter? Diese Frage fand eine Antwort in Ralf I. vom Floßkanal (Ralf Schulz), seines Zeichens Leiter des Ordnungsamtes der Stadtverwaltung. Zum ersten Mal musste auch der neue Bürgermeister, Christof Nitz, die Schlüssel des Rathauses an den nun regierenden Statthalter abgeben. Begleitet wurde die Zeremonie vom ohrenbetäubenden Krachen der Hurlibaus-Kanone. Die Narren hingegen meinen, es sei »Glockenklang«. Gleichzeitig proklamieren auch die Fahrnauer Narren mit ihrem Oberdüfzel Markus Kraft die Fasnacht. Deren Motto »Mir kriege des scho uff d’Reihe« soll die Aktivitäten der nächsten Wochen und Monate begleiten.

12. November 2003

Die Schließung des Schopfheimer Krankenhauses füllt heute in der Badischen Zeitung auch eine halbe Seite des Landesteiles.

Die Brandruine des ehemaligen Kegelcenters »Rosengarten«, das im Juli 2002 abgebrannt ist, soll nun abgebrochen und dem Erdboden gleichgemacht werden.

Der Förderverein für das Krankenhaus Schopfheim schreibt dem Landrat: »Wir können im strukturschwachen ländlichen Raum nicht tatenlos zusehen, wie Krankenhäuser sterben«. Verurteilt wird das bisherige Vorgehen, wonach alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit hinter verschlossenen Türen beraten und entschieden wurde.

Bürgermeister Christof Nitz bemüht sich derzeit, die gesamte Raumschaft des Mittleren und Oberen Wiesentals für den Erhalt des Schopfheimer Krankenhauses unter einen Hut zu bringen. Er meint der Presse gegenüber: »Wir sind dabei, uns zu verbünden«. Am kommenden Montag wird sich der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung um 18 Uhr mit dem Thema beschäftigen. Chefarzt Dr. Günter Zabel wird den Kommunalpolitikern Rede und Antwort stehen. Hauptveranstaltung soll eine Podiumsdiskussion am 18. November in der Stadthalle sein. Eingeladen hierzu wurden Landrat Alois Rübsamen, Klinikgeschäftsführer Dieter Ahlbrecht sowie der Personalratsvorsitzende Peter Kapitz. Mit auf dem Podium sitzen außerdem Vertreter der Schopfheimer Ärzte sowie Bürgermeister aus der Nachbarschaft. Auch Rainer Stickelberger, SPD, der sich bereits für den Erhalt des Schopfheimer Hauses ausgesprochen hatte, wurde zur Teilnahme angefragt.

Die von Feuerwehr und Polizei in einem brennenden Auto in der Johann-Sutter-Straße gefundene Leiche scheint nun identifiziert zu sein. Es handelt sich um einen 23 Jahre alten Mann aus Kandern. Als Todesursache konnte eine Rauchgasvergiftung festgestellt werden. Gewalteinwirkungen oder sonstige Fremdeinwirkungen konnten, so die Polizei, ausgeschlossen werden.

Die Interessengemeinschaft Lärmschutzwall bei der Skater-Anlage hat nun einen Anwalt eingeschaltet und pocht auf den seit langem geplanten Lärmschutz.

Der gebürtige Ost-Berliner Thomas Luckow aus Berlin gibt am THG tiefgründige Einblicke in die diktatorische Staatsform der ehemaligen DDR. Den Klassen 11b und 11d vermittelte er persönliche Erfahrungen und strukturelle Arbeitsmethoden des Ministeriums für Staatssicherheit.

13. November 2003

Als »Faustschlag ins Gesicht« empfindet die SPD Beschlüsse der Krankenhaus GmbH, am Elisabethen-Krankenhaus in Lörrach einen neuen Bettentrakt zu genehmigen, während gleichzeitig über die Schließung des Schopfheimer Hauses gesprochen wird. Positiv wertet die SPD die Unterschriften-Aktion der Unabhängigen und das Schreiben des Gersbacher Ortsvorstehers Ralf Ühlin. Fraktion und Vorstand fordern die SPD-Kreisräte auf, sich vehement für den Erhalt der dezentralen Krankenhausstruktur im Landkreis einzusetzen.

Erhebliche Verletzungen erleidet ein Mann bei einem Arbeitsunfall in Enkenstein. Der 57-jährige Arbeiter führte Arbeiten an einem Strommast aus. Während der Mann in sieben Metern Höhe arbeitete, kippte das Fahrzeug mit dem Arbeitskorb um. Der Mann stürzte auf die Wiese und verletzte sich dabei erheblich.

Professor Bernhard Raffelhüschen referiert auf Einladung der VR-Bank in der Schopfheimer Stadthalle. »Sie sollten gut aufpassen«, ermahnt der Referent zu Beginn seine Zuhörer der Jahrgänge 1950 und aufwärts. Diese Gruppe müsse bei ihrer Altersversorgung mit scharfen Einschnitten rechnen. Er verdeutlichte an diesem Abend die bedrückende finanzielle Wirklichkeit der sozialen Sicherungssysteme und die Konsequenzen in einer alternden Gesellschaft.

14. November 2003

Die Diskussion um die drohende Schließung des Schopfheimer Kreiskrankenhauses ist in vollem Gang. Bürgermeister Nitz hat nach eigenen Angaben einige Hebel in Bewegung gesetzt und will mit der betroffenen Region um das Krankenhaus kämpfen. In einem Gespräch mit der BZ sagte der Bürgermeister, dass er von den Planspielen nur aus der Zeitung erfahren habe, das Strategie-Papier habe er bis heute nicht gesehen.

Bürgermeister Christof Nitz händigt den Waldwirten Sven Schapfel und Josef Thiel sowie dem Stadtförster Helmut Bäckert eine Urkunde für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe südwestlich von Dresden im September 2002 aus.

Die Unabhängigen treffen sich zum jährlichen Nussknacker-Hock. Der Abend galt fast ausschließlich dem Thema »Krankenhaus«. Kreisrat Dieter Gebhardt nannte die Veröffentlichung bzw. die Indiskretionen, die zur Veröffentlichung von Plänen geführt hatten, eine »Sauerei«. Der Inhalt dieser Dokumente sei dann völlig falsch interpretiert worden. Es seien lediglich Fallbeispiele ohne konkreten Hintergrund diskutiert worden. Ruthard Hirschner, Vorsitzender des Fördervereines, meinte, über das Schicksal der Häuser dürfe nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt werden. Heimlichkeiten führten zur Verunsicherung der Menschen. Dr. Günter Zabel meinte: »Es müssen Ideen und Projekte entwickelt werden, um das Krankenhaus auf Dauer zu halten. Wir brauchen dafür Zeit, um uns profilieren zu können.« Akut gefährdet sei das Krankenhaus jedoch nicht. Karl Selz fordert schließlich Einsicht in die Verträge, die bei der Übernahme des Hauses geschlossen worden sind.

15. November 2003

Die Haushaltsplanungen für das kommende Jahr gestalten sich in Schopfheim erneut schwieriger. Die zweite Steuerschätzung des Bundes wirkt sich mit weiteren Mindereinnahmen von 247.000,- Euro auf die Stadt aus. Ebenso fordert die Erhöhung der Kreisumlage der Stadt weitere 169.000,- Euro ab.

In seiner Kolumne meint heute Werner Müller im MT zum Schwarzwald-Dächli-Entscheid des Ortsbauausschusses: »Die neue Duldsamkeit mag manchen überraschen. Wir können uns in den nächsten Monaten noch auf einige neue Rechtsfälle gefasst machen, denn wenn sich erst einmal herumgesprochen hat, dass man in der Markgrafenstadt alles nicht so eng sieht, gerne Fünfe grad sein lässt, beide Augen zudrückt, wird der Gemeinderat eine Menge von Duldungsverträgen auch zum Rasen oder Falschparken vorgelegt bekommen«.

Dieser Tage las Markus Orths in der Buchhandlung Uehlin aus seinem neuen Buch »Lehrerzimmer«.

Zum Auftakt der Fasnacht treffen sich die Fahrnauer Narren in der Festhalle des Ortsteiles.

Die Waldorfschule nimmt am Samstagabend bei Dämmerlicht erneut Besitz vom Marktplatz und führt ein Martins-Spiel auf. Der ganze Platz war von Kindern umsäumt, die darauf warteten, dass St. Martin seinen Mantel mit dem armen Bettler teilt. Anschließend zog ein Laternenumzug vom Marktplatz zur Waldorfschule, wo es heißen Kräutertee und Kürbissuppe gab.

Landeskantor Carsten Klomp führt mit der Freiburger Kantorei und einer freien Kammersymphonie Baden-Württemberg Mozarts Requiem d-moll, KV 626, in der evangelischen Stadtkirche auf. Wie der Rezensent meint, stellt Klomp die vokalen und instrumentalen Parts des Messe-Fragmentes gleichberechtigt nebeneinander. Der Chor erreichte teilweise eine gewaltige Klangentfaltung, der homogene Gesamteindruck sei auch durch ein stimmlich ausgewogenes Solisten-Quartett zustande gekommen.

16. November 2003

Enkenstein hat einen neuen Treff für Senioren: den Maiberg-Saal.

In der Kulturfabrik gibt es Gelegenheit, der Kunst der Glasbläserei zuzusehen. Glasbläsermeister Wilfried Markus demonstriert sein Können.

Auf dem Fahrnauer Friedhof findet die diesjährige zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt, bei der Pfr. Andreas Ströble der Toten der Kriege, der zivilen Toten und jener Orte, an denen auch heute Gewalt an der Tagesordnung ist, gedenkt. Bürgermeister Christof Nitz und der Vorsitzende Alfons Lienhart vom Verein der Kriegshinterbliebenen legten Kränze nieder, während die Feier vom Musikverein Fahrnau und vom Gesangverein Fahrnau musikalisch begleitet wurde.

17. November 2003

Landrat Alois Rübsamen hält nichts von einer öffentlichen Veranstaltung zu den Krankenhäusern. Er schreibt dem Bürgermeister, nachdem ein Gespräch im Sozialministerium stattgefunden hatte: »Ich schlage vor, Sie sagen die Veranstaltung in der Stadthalle ab«.

Der Gemeinderat beschäftigte sich in öffentlicher Sitzung mit dem Schopfheimer Krankenhaus und bat aus diesem Grunde Chefarzt Dr. Günter Zabel, aus seiner Sicht zu berichten. Da die Wirtschaftlichkeit eines Hauses in starkem Maße zur Bewertung herangezogen werde, das Schopfheimer Haus derzeit aber noch positiv arbeitet, meint er: »Wir stehen mit dem Rücken zur Wand«. Erforderlich sei rasches Handeln, um ein hohes Maß an Flexibilität zu erreichen. »Es wird nichts so bleiben, wie es war«, prognostiziert Dr. Zabel. Eine Veränderung müsse es geben. Während der Sitzung verabschiedet der Gemeinderat eine Resolution, in der sich das Gremium mit Nachdruck für den Erhalt des Schopfheimer Kreiskrankenhauses ausspricht. Ehrenfried Barnet von den GRÜNEN, der die Resolution verteilt hatte und zu ihrer Verabschiedung aufrief, fragte, warum in Schopfheim Konsequenzen stärker spürbar sein sollten, als anderswo. Bürgermeister Nitz bedankte sich bei der Bevölkerung für die bisher 7.000 Unterschriften und meinte, es wäre ein Gebot der Fairness gewesen, die Stadt im Vorfeld zu informieren und nicht erst durch die Presse. Artur Cremans, SPD, bedankte sich bei den Unabhängigen für die Unterschriften-Aktion und sprach sich auch deutlich für den Erhalt des Hauses aus. Mit dem Satz: »Wir müssen alle zusammenstehen, auch mit den Ortsteilen und anderen Gemeinden« forderte Karl Selz zum Handeln auf.

Bürgermeister Nitz teilt dem Gemeinderat mit, dass er gegen die Entscheidung des Ortsbauausschusses, das Schwarzwalddach in der Hauptstraße zu belassen, Widerspruch eingelegt habe. Das Thema wird am 8. Dezember erneut auf der Tagesordnung stehen.

Die Schopfheimer Firma Laempe hat den Rudolf-Eberle-Preis für wegweisende Innovation in Stuttgart in Empfang nehmen können. Das Verfahren nennt sich Beachbox-Verfahren. Erfinder dieses anorganischen Verfahrens ist Bernhard Kuhs. Wie bedeutungsvoll dieses Gieß-Verfahren ist, zeigt sich darin, dass das Bundesministerium für Umwelt dieses als best available technology in die EU-Richtlinien empfohlen und aufgenommen hat.

18. November 2003

Drei Mitarbeiter der Firma Gardner Denver Wittig feiern ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit. Ruth Köberlin, Jörg Nie und Thomas Tempel wurden in einer Feierstunde Urkunden durch den Geschäftsführer Peter Köllensperger überreicht. Das 45-jährige Jubiläum der Betriebszugehörigkeit feierte Hannelore Harscher.

Das bewährte Vorstandsteam des Skiclubs Fahrnau macht auch nach der diesjährigen Jahreshauptversammlung weiter. Einzig Alfred Ludwig wollte nach 20 Jahren im Vorstand eine Pause einlegen. Für ihn übernahmen Chantal Steger und Antje Matt den Job der Pressewartin. Hans Schwietale, bisheriger und neuer Vorsitzender, informierte, dass die Mitgliederzahl konstant bei 750 gehalten werden konnte. Der Skiclub Fahrnau bietet seinen Mitgliedern eine breite Angebotspalette an Sportmöglichkeiten, vom klassischen Skifahren über Snowboarden bis hin zu sommerlichen Trend-Sportarten wie Inline-Skaten, Mountain-Biken und Nordic Walking. Damit sei es gelungen, den Verein zu einem Ganzjahres-Sportverein umzubauen.

Bürgermeister Nitz trifft sich mit dem Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger, SPD, und den Schopfheimer Fraktionsvorsitzenden sowie Beigeordnetem Ruthard Hirschner, um über die Zukunft des Krankenhauses Schopfheim und die Klinikstruktur im Landkreis zu sprechen. Es soll nun ein gemeinsames persönliches Gespräch mit Sozialminister Repnik in Stuttgart stattfinden. Neben der hohen medizinischen Qualität und der Wirtschaftlichkeit des Schopfheimer Hauses betont Stickelberger besonders den Aspekt der Erreichbarkeit.

Etwa 350 Menschen kommen in die Stadthalle zu einer Podiumsdiskussion über das Schopfheimer Krankenhaus. Deutlich wird dabei, dass die Bürgermeister des Umlandes hinter dem Schopfheimer Haus stehen. Auch Landrat Rübsamen versucht den Eindruck zu vertiefen, dass ihm nichts an der Schließung des Krankenhauses gelegen sei. Dr. Günter Zabel und der Vertreter des Personalrates, Peter Kapitz, betonen die Perspektive der Mitarbeiter. »Ein motiviertes Team braucht Sicherheit und Sicherheit bedeutet, dass gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich neue Arbeitsstellen suchen«.

19. November 2003

Die Schopfheimer Spielbühne hat mit Dürrenmatts »Der Meteor« Premiere im Museumskeller. Regie führt Wolfgang Künzel. Im Verlauf der nächsten Wochen sind zehn Aufführungen des Stückes geplant.

»Biedermann und die Brandstifter« – das Tournee-Theater Greve aus Hamburg gastiert auf Einladung des Kulturrings mit dem Max Frisch-Stück. In der Rolle der beiden Brandstifter überzeugten Reinhard von Hach und Udo Thomer und erhielten schließlich ausgiebigen Beifall.

20. November 2003

In der Nacht fährt ein alkoholisierter Autofahrer in der falschen Richtung in den Kreisverkehr. Pech – die Polizei hat ihn gesehen und hat eine Blutprobe genommen.

Verena Stoessinger aus Basel liest in der Stadtbibliothek aus ihrem neuen Roman »Spielzeit Nr. 12«. Die Basler Autorin teilt dabei mit, dass das Buch erst in einigen Wochen erscheinen wird.

Die Deckungslücke des kommunalen Haushaltes für 2004 ist mit 5,4 Mio. Euro sehr groß. Die Haushaltslage ist äußerst angespannt. Der Gemeinderat muss entscheiden, ob sich die Stadt verschulden soll oder ob andere Maßnahmen ergriffen werden sollen. Grund des Defizits sind die rückläufigen Steuereinnahmen bei Bund, Ländern und Gemeinden sowie die Erhöhung der Kreisumlage.

Die CDU-Kreisvorsitzende Christa Bernauer spricht sich für den Erhalt des Schopfheimer Krankenhauses aus. Das Haus sei für das Obere und Kleine Wiesental von enormer Wichtigkeit.

21. November 2003

Geehrt wurden einige Mitarbeiter bei der Firma Rietschle Thomas für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit. Roland Strütt, Heinz Büchele, Markus Maier, Robert Kulbe, Walter Kalla, Leonardo Gentili, Bernd Baumm und Giacomo Cammarata sind 25 Jahre im Unternehmen. Das Wissen dieser Mitarbeiter sei unverzichtbar, meint Peter Matra, Mitglied der Geschäftsleitung am Schopfheimer Standort. Auf die große Bedeutung dieses Mitarbeiter-Wissens verwies auch Ralf Kurz, der als Betriebsratsvorsitzender ebenfalls zu den Gratulanten zählte.

Andrea Möhrle vertritt auch weiterhin die Eltern als Vorsitzende des Schopfheimer Elternbeirates in der Friedrich-Ebert-Schule.

Das Vordach im Schwarzwald-Stil in der Hauptstraße 40 muss nun doch beseitigt werden. Diese Anordnung wird das Landratsamt treffen. Die Meinung des Schopfheimer Bauausschusses spielt dabei keine Rolle.

Das Baden im Schwimmbad wird in der nächsten Saison etwas teurer werden.

22. November 2003

Gustav Greiner konnte beim Herbstkonzert des Gesangvereines Kürnberg im Bürgersaal ein zahlreiches Publikum willkommen heißen. Zu Beginn freute er sich, den Kinderchor unter der Leitung von Bettina Weidner vorstellen zu können. Gerda Blank und Monika Schmidt hatten im Verlaufe des Abends die Lacher mit der gespielten Szene »Zwei alte Schachteln« von Werner Richter auf ihrer Seite. Zu Gast waren der Gesangverein Elbenschwand und der Gesangverein Langenau.

Frank Hedtke und Claudia Hofmann werden auch in diesem Jahr den Schopfheimer Weihnachtsmarkt organisieren. 56 Standbetreiber stehen bereits fest, wird während eines Interviews der BZ mitgeteilt.

Die von der Bundesregierung anvisierte Einführung einer Abgabe für nicht zur Verfügung gestellte Ausbildungsplätze hält Rolf Kuri, Präsident des badischen Zimmerer- und Holzverbandes sowie Obermeister der Zimmerer-Innung Lörrach, für keine gute Idee. Es birgt dies nach Auffassung des Schopfheimer Unternehmers die Gefahr, dass sich Unternehmen freikaufen können. Er selbst sagt: »Ich bilde aus, wenn ich Arbeit habe«.

Seit 25 Jahren gibt es die Schopfheimer Fotofreunde, die ihr Jubiläum in der kommenden Woche mit einer Vernissage begehen werden.

Die Idee eines Abend-Marktes, meint Frank Hedtke, Organisator des Weihnachtsmarktes, sei an ihn herangetragen worden. Er möchte nun den Bedarf bei jenen klären, die für eine Beteiligung in Frage kämen.

Nach Ansicht der Verkehrswacht bedeutet die Langenauer Verkehrsinsel aus Richtung Enkenstein, die nicht begrünt ist, sondern mit Steinbrocken belegt, eine Gefahr für Kraftfahrer.

Die Attentate in Istanbul entsetzen auch die Schopfheimer türkischer Herkunft. In einer Umfrage des MT äußern sich einige von ihnen und meinen, dass die Explosionen die Rache für den Irak-Krieg seien.

Derzeit werden Einzelhändler in einer Erhebung für das neue Gutachten zur Stadt befragt.

Ein Dorf jubelt: Eine große Delegation aus Gersbach weilt mit Ortsvorsteher Ralf Ühlin zusammen in Ludwigsburg, um aus den Händen des Ministers für Ernährung und ländlichen Raum, Willi Stächele, die schönste Ehrung entgegen zu nehmen. Gersbach erhielt im Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft« eine Goldmedaille und ist als eine von zwei Gemeinden berechtigt, im kommenden Jahr am Bundeswettbewerb teilzunehmen. Den Preis durften stellvertretend für das ganze Dorf, das sich enorm engagiert hat, Ortsvorsteher Ühlin und Bürgermeister Christof Nitz entgegennehmen.

Der Musikverein Fahrnau konzertiert in der evangelischen Stadtkirche. Der Konzertabend stand unter dem Motto »Sagenhaftes Konzert«. Andreas Meier setzte mit seinem Orchester in der Geschichte des Vereines einen weiteren Meilenstein.

Herbstkonzert des Musikvereins Raitbach. Vorsitzende Ursula Meyer darf sich über einen guten Besuch freuen. Ebenso erfreut zeigt sie sich darüber, dass sie Roland Langendorf für 30-jährige Treue zum Verein die Ehrenmitgliedschaft mit einer entsprechenden Urkunde verleihen darf. Im zweiten Programmteil zeigen acht Zöglinge, was sie musikalisch gelernt haben. Die Bewohner des Ortsteils waren über den gelungenen Konzertabend so erfreut, dass sie die Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne ließen.

23. November 2003

Wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten fand auch heuer in der Stadthalle eine Hobby-Ausstellung statt, die von sehr vielen Besuchern frequentiert wurde.

25. November 2003

Herbert Niermann liest im Museumskeller aus seinem stark autobiografisch geprägten Buch, das die Geschichte der Verlegerfamilie Josef Weinmann zu Beginn des 2. Weltkrieges erzählt. Etwa 80 Besucher sind im Museumskeller, um über das Erstlingswerk des Autors zu diskutieren.

Nicht nur in der Innenstadt werden in der Nacht Mülleimer umgeworfen – vor dem Friedhof werden auf dem gesamten Vorplatz alle Erika-Pflanzen ausgerissen. Die Friedhofsarbeiter müssen sie am Sonntag wieder einsetzen, damit der Vorplatz am Totensonntag wieder intakt ist.

Aus der BZ ist zu entnehmen, dass am vergangenen Sonntag eine suspekte Feier auf dem Schopfheimer Friedhof stattgefunden hat. Eine Gruppe junger Leute habe zwei Fahnen geschwungen. Eine davon sei die badische Fahne gewesen, die andere sei nicht zuzuordnen gewesen. Außerdem hätten sie am Mahnmal eine Blumenschale abgestellt. Die Polizei hat die Personengruppe, die nicht aus Schopfheim stammte, überprüft. Mit den Verwüstungen vor dem Friedhof habe die Gruppe allerdings nichts zu tun. Ob sie einem rechten Umfeld zuzuordnen ist, wird noch überprüft. Die Ermittlungen dauern noch an.

26. November 2003

Dieser Tage traf sich die Privatwald-Betriebsgemeinschaft Gersbach zur Mitgliederversammlung in der »Blume« in Schlechtbach. Dabei wurde deutlich, dass sich der Holzmarkt, insbesondere die Preise, auch im Jahre 2003 nicht erholt hat. Beigetragen hat dazu auch der Borkenkäfer. Auch für 2004 seien größere Mengen Käferholz zu erwarten, so Jörg Gempp. Als Höhepunkt der Vereinsarbeit seien mittlerweile die zwei Gersbacher Holz-Tage in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsregion und der Stadt zu sehen. Eine Neuauflage ist für das Jahr 2005 vorgesehen.

Zufrieden über den unheimlich guten Effekt durch die Kursverlagerung in die Kulturfabrik zeigt sich Margit Jüngerkes bei der Sitzung des Eigenbetriebs-Ausschusses, der gleichzeitig den Haushalt für das Jahr 2004 beschloss. Der Erfolgsplan geht allerdings von 528.000,- Euro auf 502.000,- Euro zurück, da die Kursgebühren im laufenden Jahr zu optimistisch gesehen worden sind. Letztlich macht der vhs auch die Reduktion der Zuschüsse durch das Land erheblich zu schaffen.

Die Fotofreunde eröffnen im 25. Jahr ihres Bestehens in der Sparkasse eine Ausstellung zum Thema »Bewegung«. In seiner Ansprache hob Sparkassen-Direktor Josef Bogazinski hervor, dass mit dieser Ausstellung gleichzeitig die erste solche Veranstaltung in der neugestalteten Kundenhalle stattfinde. Herbert Weniger, Sprecher der Fotofreunde, dankte der Sparkasse, die bereits zum 25. Mal ihre Räume als Plattform für die Präsentation bzw. die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. 49 Fotografien von 16 Fotografen sind in der diesjährigen Schau zu sehen. Der Fotokreis, der vor 25 Jahren mit Jürgen Neumann und acht Mitgliedern aus der Taufe gehoben wurde, zählt heute 26 Aktive.

27. November 2003

In einem Brief an Landrat Alois Rübsamen verlangt der Förderverein Krankenhaus von der Gesellschafterin und der Klinikleitung, dass endlich und umgehend folgende Leistungen im Krankenhaus dauerhaft eingerichtet werden: Proktologie (Enddarm-Erkrankungen) und Pulmologie (Lunge, Asthma). Außerdem soll die Konzentration der Diabetologie (einschließlich des operativen Bereiches) für das gesamte Kreisgebiet in Schopfheim als Ausgleich für die nach Lörrach abgegebene Bauch-Chirurgie erfolgen. Weiter wird die Einrichtung der Kurzzeitpflege für Patienten, die bettlägerig sind, aber keiner Intensiv-Pflege bedürfen, gefordert. Des weitern sollen Hotel-Angebote für Angehörige zum obligaten Angebot gehören. Ruthard Hirschner und seine Stellvertreterin, Regina Blum, hoffen auf baldige Antwort aus Lörrach.

In Erwartung der Visitation durch den Landesbischof Ulrich Fischer meint Dekanin Gerhild Widdess gegenüber dem MT, sie erwarte von der Visitation, dass die Menschen und die Gemeinden des Kirchenbezirkes zusammenstehen und sich festigen sollten. Weiter erwartet sie, dass die Kirchenleitung die Fragen und Probleme aus Schopfheim besprechen wird, und dass danach Ziele für die Arbeit in den nächsten Jahren festgelegt werden können.

Der Förderkreis Friedrich-Ebert-Schule um den Vorsitzenden Reinhold Jaksch traf sich dieser Tage zur Jahreshauptversammlung. 90 Mitglieder zählt der Freundeskreis, der die Schule in vielfältiger Weise unterstützt.

28. November 2003

Der Krankenhaus-Förderverein zündet – wie die Presse heute meint – seine zweite Rakete. Die medizinisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung, so der Verein, für die künftige Klinikstruktur im Landkreis wäre es, die Akut-Versorgung für Innere, Chirurgie und Geburtshilfe/Gynäkologie an nur einem Haus in Lörrach zu konzentrieren. Nach Ansicht des Fördervereins hat die Kliniken GmbH bei den bisherigen Varianten noch längst nicht alle Einsparungs-Potenziale ausgeschöpft. Ausdrücklicher Zweck des Lörracher Weges sei, Doppelkapazitäten abzubauen. Für die gesamte Akut-Versorgung, so der Förderverein weiter, komme dabei durchaus auch das Elisabethen-Krankenhaus in Frage. Diese Aussage der Konzentration auf ein Haus hätten auch schon leitende Ärzte am Kreiskrankenhaus Lörrach gemacht, so Ruthard Hirschner und Regina Blum, nur habe man diese Vorschläge in den Gremien bis heute nicht aufgegriffen. Am zweiten Lörracher Haus könnten dann die Disziplinen Psychiatrie, Kinderpsychiatrie, Geronto-Psychiatrie, geriatrische Nachsorge und Hospiz eingerichtet werden. Daraus ergebe sich drittens eine Garantie für die beiden anderen Standorte Schopfheim und Rheinfelden, die als Häuser der Grundversorgung mit Schwerpunkten der Diabetologie, Proktologie, Pulmologie und Kurzzeitpflege in Schopfheim nach einem maßvollen Bettenabbau eine Perspektive hätten.

Der evangelische Landesbischof, Dr. Ulrich Fischer, empfängt Vertreter aus Politik, Verwaltung, Justiz, Schulen, Handel, Handwerk, Kirche und Kultur im Martin-Luther-King-Saal. Im Rahmen des Vernetzungsgedankens werden dabei die Beziehungen zwischen Kirche und Staat dargestellt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine kurze Diskussion zwischen dem Landesbischof und dem Einzelhändler Jörg Hieber über das Thema »Unser tägliches Brot«.

Bernd Sevecke erinnerte während der Mitgliederversammlung der Waldorfschule noch einmal an die Probleme, die sich durch den Brand und den Wiederaufbau der Vicemoos-Halle ergeben haben. Von der Schule wurden ursprünglich 4,1 Mio. Euro gefordert, wobei nur 3,7 Mio. zugesprochen wurden. Der Vorstand kalkuliert nun mit einem Anteil von 3,3 Mio. Euro für den Neubau. Der Restbetrag steht für die Wiederherstellung des Zwischentraktes, der beim Brand aus Sicherheitsgründen abgebrochen wurde, zur Verfügung. Mit diesem Bau wurde noch nicht begonnen. Die Situation der Schulfinanzen ist immer noch problematisch. Es wurden daher auch die Elternbeiträge erhöht, um das wirtschaftliche Ergebnis zu verbessern. Bei den Neuwahlen wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt. Einzig Beate Eingeser wurde neu gewählt.

29. November 2003

Die SPD hält in der Stadthalle Rückblick auf den 100. Geburtstag. Dass die Gesellschaft, insbesondere deren Sozialsysteme vor einem großen Umbruch stehen, wollte keiner der Gastredner übergehen. Die Forderung aber, im Zeitalter fortschreitender Globalisierung des Kapitals alte sozialdemokratische Grundsätze nicht zu vergessen, sondern sie vielmehr verstärkt ins Bewusstsein zu rücken, hat die SPD an diesem Abend deutlich gemacht. Rolf Strohm, der die Festschrift zum Jubiläum verfasste, blickte in seinem Vortrag auch auf die 100 Jahre der Schopfheimer Entwicklung zurück. Lang anhaltenden Applaus erntete der ehemalige Staatssekretär und Landtagsabgeordnete Peter Reinelt für seine Rede. Unter dem Motto »Wozu wir gebraucht werden« appellierte er daran, die sozialdemokratischen Grundsätze in den Vordergrund der Politik zu stellen. »Existenzielle Fragen wie die Massenarbeitslosigkeit sind nicht über Nacht über uns herein gebrochen. Der Globalisierung des Kapitals muss mit der Globalisierung des Ethos begegnet werden«, meinte er und sparte nicht mit Kritik in den eigenen Reihen.

Pünktlich zum ersten Advent eröffnet Dr. Ulla K. Schmid, Leiterin des Museums, eine Ausstellung unter dem Thema »Hilfe, es weihnachtet ... mit jedem Türchen ein bisschen mehr«. In der Ausstellung sind Weihnachtskalender von 1920 bis heute zu sehen. In der Ausstellungseinführung verwies die Museumsleiterin auf die Entwicklung des Türchen-Kalenders und auf die seitherige Vielfalt.

Ganz im Zeichen von Ehrungen steht die Jahresabschlussfeier des MSC in der Fahrnauer Festhalle. Mit viel Spannung wurde das Ergebnis der Sportlerwahl erwartet. Marco Ziefle kam auf den 3., Björn Lützelschwab auf den 2. und schließlich Peter Kraft auf den 1. Platz.

Zum ersten Mal präsentiert der Langenauer Musikverein unter seinem Dirigenten Erwin Lenz eine 15 Jugendliche zählende Zöglingsgruppe beim Weihnachtskonzert. Das Aktiv-Orchester des Vereins stellt sich mit einem anspruchsvollen Klasse-Programm vor, das auch manchen Solisten aus den Vereinsreihen ins rechte Licht rückte. Seit 55 Jahren spielt Hans Wassmer im Verein mit, nun wurde er in den »Ruhestand« verabschiedet, wobei ihm der Vorsitzende des Vereins, Hansjörg Sprich, den jahrzehntelang gespielten Bass als Geschenk überreichte.

Die »Adventsmusik bei Kerzenschein« in der evangelischen Stadtkirche erfreut sich großer Beliebtheit. Erfreulich viele Zuhörer sind gekommen, um sich von der Vokalmusik in Adventsstimmung versetzen zu lassen. Kantor Christoph Bogon hat für das Konzert passende geistliche Vokalwerke vom 16. bis 19. Jahrhundert ausgewählt. Zwischen den geistlichen Gesängen spielte der Kantor an der Orgel und beeindruckte mit seiner kraftvollen, dynamischen Spielweise. Mit Beifall dankt das Publikum für das eindrückliche Adventskonzert.

30. November 2003

Traditionsgemäß feiert die AWO am 1. Advent mit den Senioren in der Stadthalle. Bürgermeister Christof Nitz würdigt die tragende Rolle der AWO in der Stadtgemeinschaft. Das Programm wurde vom Harmonika-Orchester musikalisch begleitet. Horst Sutter, Vorsitzender der AWO, erinnerte nicht nur an die Weihnachtsfeier-Tradition, sondern las auch Gedichte des Heimatdichters Gerhard Jung vor.

Mit sportlichen Darbietungen wusste der Nachwuchs des TV Fahrnau bei der Nikolaus-Feier in der Festhalle des Ortsteils zu begeistern. Statt der Weihnachtsgeschichte bekam das zahlreiche Publikum ein buntes Programm aus Turnen, Spielen und Tanz geboten.

01. Dezember 2003

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung wird über den Haushalt des kommenden Jahres diskutiert. »Die Stadt muss ihre Rücklagen aufzehren, Vermögen veräußern, hohe Schulden machen, um finanziell über das nächste Jahr hinwegzukommen. Wir retten uns mit zwei dicken blauen Augen über die Runden«, beschreibt Bürgermeister Christof Nitz die prekäre Situation. Die wesentlichen Faktoren der Einkommenseinbrüche sind beim Anteil der Einkommensteuer und bei den Finanzausgleichsmitteln zu sehen. Des weiteren erhöht der Landkreis wiederum die Kreisumlage, was die Stadt Schopfheim in zusätzliche Nöte bringt. Um den Haushalt auszugleichen, muss die Stadt 5,4 Mio. Euro Schulden aufnehmen und ihre Rücklagen in Höhe von 3,8 Mio. Euro aufzehren. Für den Bürgermeister ist es trotzdem sehr positiv, dass der Gemeinderat der Versuchung widersteht, höhere Steuern und Gebühren festzulegen. Es wäre ein falsches Zeichen zu dieser Zeit. Spätestens ab 2005 aber müssen sich die Bürger auf schmerzhafte Einschnitte gefasst machen. Eine neugegründete Arbeitsgruppe wird sich mit den Finanzen beschäftigen und den Verwaltungshaushalt durchforsten. Auf den Prüfstand kommen dabei die Personalkosten und die Zuschüsse an dritte freiwillige Leistungen. »Das wird gerade in einem Wahljahr keine leichte Aufgabe«, so der Bürgermeister. Trotz knapper Kassen hat sich der Gemeinderat aber mit Stimmenmehrheit dafür entschieden, im kommenden Jahr eine halbe Stelle für einen Kulturbeauftragten zu schaffen.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung klagen Elternvertreter der Dr. Max-Metzger-Grundschule über die derzeitige Situation im Schulhof. »Es wird immer schlimmer mit dem Vandalismus«, klagt die Elternbeiratsvorsitzende, Angelika Kiefer. Scherben nach nächtlichen Alkohol-Gelagen und gebrauchte Spritzen vom Drogenmissbrauch lägen auf dem Schulhof herum. Wenn der Hausmeister sie nicht ständig wegräumen würde, bestünde eine reale Gefahr für die Kinder. Dennoch könne dies nicht hingenommen werden. Bürgermeister Christof Nitz konnte keine direkte Abhilfe versprechen. Allerdings werden – wie bisher – ständig Kontrollen durchgeführt und ein gegründeter Arbeitskreis Kriminal-Prävention wird sich in der nächsten Sitzung intensiv mit diesem Thema, das auch an andern Stellen der Stadt akut ist, beschäftigen.

Stadträtin Regina Blum beklagte sich im Gemeinderat darüber, dass nach ihrer Information die Kreiskliniken GmbH derzeit alles tut, um das Schopfheimer Krankenhaus unwirtschaftlich zu machen. Sie bezieht sich dabei auf den Abzug der Bauch-Chirurgie ab Januar und der Kurzzeitpflege nach Lörrach. Damit reagiert sie auf Äußerungen des Landrates, der jüngst die Vorschläge des Fördervereins als Eigentor bezeichnet hatte. Adolf Winterhalder, FWV, kritisierte die in Lörrach genannten Patientenströme, wonach die Patienten sich »mit den Füßen« ohnehin für Lörrach entscheiden würden. Der Ehrlichkeit wegen müsste man aber sagen, welche Kranken hierzu gezwungen werden, weil es die Einrichtung in Schopfheim nicht mehr gebe. Erst müssten alle Varianten, die in Betracht kommen, einbezogen werden. Der Bürgermeister will versuchen, an der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates teilzunehmen.

Im Gemeinderat freuen sich alle darüber, dass der Schweigmatt-Verein das Bad im Höhenort auch in den nächsten Jahren weiterbetreiben wird. Die Freude wird dadurch unterstrichen und gefestigt, dass der Verein einen Zuschuss von 8.000,- Euro jährlich erhält und je nach Erfolg ein weiterer Zuschuss bis maximal 8.000,- Euro durch die Stadt gewährleistet wird.

02. Dezember 2003

Die Kooperation soll verstärkt und bestehende Strukturen weiter ausgebaut werden, so das Resümee des evangelischen Landesbischofs Dr. Ulrich Fischer nach der Schopfheimer Visitation. Insgesamt zeigte sich der Landesbischof laut Pressemitteilung sehr beeindruckt von der guten Stimmung und den richtungsweisenden Ansätzen. Es sollen in Zukunft beispielsweise mehr junge Theologen und angehende Pfarrer im Kirchenbezirk eingesetzt werden. Außerdem habe er hier Ansätze gesehen, die in der Landeskirche weiterverbreitet werden sollen. Für die kommenden Jahre wurde eine Zielvereinbarung formuliert. Dabei wird nicht nur der Kirchenbezirk, sondern auch die Karlsruher Kirchenleitung in die Pflicht genommen.

Der Jugendhilfe-Ausschuss des Kreistages erkannte in der jüngsten Sitzung das Schopfheimer Mütterzentrum als Träger der freien Jugendhilfe an.

Am Samstag dieser Woche schließt der HL-Markt in der Hauptstraße seine Türen. Die Schließung des Lebensmittelmarktes, der genau 30 Jahre lang an dieser Stelle bestand (1973 als Coop-Markt eröffnet), bedeutet für viele Menschen im Umkreis einen weiteren schmerzlichen Verlust. An seiner Stelle könnte eine Art Markthalle entstehen – so ist heute in der BZ zu lesen. An dem Konzept haben die Eigentümer großes Interesse im Sinne einer belebten Innenstadt, denn die Verkaufsfläche soll erhalten bleiben.

125 Buden und Verkaufsstände gibt es in diesem Jahr beim Kalten Markt, um die Besucher mit Waren zu versorgen. Tausende pilgern über diesen traditionsreichen Markt, der in diesem Jahr ideales Wetter bietet. Es ist kalt, aber nicht zu kalt – es ist trocken und es schneit nicht!

03. Dezember 2003

Wenn es nach dem Willen des Bürgermeisters geht, soll die Tiefgarage im »Pflug« noch im Dezember für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Der Zeitung zufolge hat der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung am Montag dem Vorhaben – allerdings unter anderen Bedingungen als vorgesehen – zugestimmt. Mit dem Eigentümer, einem Schopfheimer Reitstall-Besitzer, müssen vor der Öffnung die Bedingungen neu diskutiert werden.

Die christliche Gemeinde »Freie Christen« in Schopfheim hat sich dem Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) angeschlossen. Dieser Bund umfasst in Deutschland derzeit 567 Gemeinden mit einer Gesamtmitgliederzahl von 36.000 Erwachsenen.

Der Schopfheimer Komponist Markus Götz hat einen weiteren Erfolg zu feiern: Beim Komponisten-Wettbewerb »Komponisten-Werkstatt« in Sachsen gewann er mit seiner Komposition »Adebards Reise – der Flug der Störche« den 1. Preis im Schwierigkeitsgrad Unterstufe. Mit diesem Stück erinnert Götz an Schopfheim als die wahre Stadt der Störche. Unzählige Störche bevölkerten die Altstadt im vergangenen Spätsommer. Dieses unvergessliche Bild hat er nun in seiner preisgekrönten Komposition verarbeitet.

Mit ansehnlichem Ergebnis und einem größeren Teilnehmerfeld als im vergangenen Jahr wurde das diesjährige Grümpelschießen der Fahrnauer Schützengesellschaft zu einem erfolgreichen Wettbewerb. Am Ende triumphierten in den einzelnen Disziplinen Oberschützenmeister Roland Steinebrunner, Siegfried Schmidt und Ernst Meier. Beim Schuss auf die Ehrenscheibe zeigte Peter Bühler zum ersten Mal die ruhigste Hand.

In der jüngsten Sitzung des Elternbeirates der Fahrnauer Grundschule wurde Elke Philipp zur neuen Elternbeiratsvorsitzenden gewählt. Ihr Stellvertreter wurde der bisherige Vorsitzende, Thomas Schwörer.

04. Dezember 2003

Karl Selz kann es kaum fassen: Rund 18.000 Unterschriften für den Erhalt des Schopfheimer Krankenhauses haben die Unabhängigen in den vergangenen Wochen gesammelt. An diesem Wochenende will die Wählervereinigung die Aktion abschließen.

05. Dezember 2003

Im Rahmen der Reihe »Museumsgeflüster« war der heutige Abend dem Thema »Schneeabend« mit Musik und Literatur gewidmet. Die nun zu Ende gehende Reihe fand heuer soviel Anklang, dass sie im kommenden Jahr weitergeführt werden soll, so die Museumsleiterin, Dr. Ulla K. Schmid.

»Der Beschluss des Kreistages, die Kreisumlage um 2,4%-Punkte anzuheben, ist eine Katastrophe für Schopfheim«, so Bürgermeister Nitz. Eine glatte Viertelmillion Euro mehr muss die Stadt durch diesen Beschluss an den Landkreis überweisen. Die Mehrausgaben für den Haushalt, so der Bürgermeister, müssten durch nochmalige Entnahmen aus den Rücklagen sowie aus zusätzlichen Grundstücksverkäufen finanziert werden.

Das Forstamt lässt derzeit 500 ha Staatswald mit Kalk berieseln, um die schädlichen Folgen der übersäuerten Böden abzumildern. Per Helikopter wird seit Mitte November an drei Standorten Kalk abgeworfen. 4,5 t Kalk pro ha sind nötig, um den Boden wieder aufzupäppeln.

Die Arbeitslosigkeit im Arbeitsamtsbezirk Lörrach ist im November leicht gestiegen. Am Monatsende waren 6.393 Menschen arbeitslos gemeldet.

06. Dezember 2003

Mit einem Reigen an Ehrungen bedankt sich die Stadtmusik während ihres Weihnachtskonzertes bei verdienten Mitgliedern. Ein besonderer Dank galt Max Lehmann für seine 20-jährige Tätigkeit als Dirigent. Vorsitzender Peter Bühler meinte dazu: »Er ist einfach der richtige Mann am richtigen Ort«. Für ihre 12-jährige Tätigkeit als Dirigentin der Jugendkapelle würdigte die Stadtmusik schließlich Kirsten Lin, die den Taktstock der Jugendkapelle im Sommer an Marion Schlienke übergeben hat. Werner Gerbel wurde für 50-jährige Zugehörigkeit zum Verein zum Ehrenmitglied ernannt.

Amtsgerichtsdirektorin Margarete Basler konnte eine große Anzahl von Gästen im renovierten Sitzungssaal begrüßen. Dieser Saal des Amtsgerichtes wurde nun nach dreimonatiger Umbauzeit, die rd. 50.000,- Euro verschlungen hat, mit Gästen eingeweiht.

Die Deutsche Bahn möbelt den Haltepunkt in Fahrnau auf. Die Bahnsteige werden auf das Niveau der S-Bahn-Triebwagen abgestimmt, damit künftig ein stufenloser Einstieg möglich wird.

Die Stadt will den Bereich Wiesenweg mit den in den 50er-Jahren erbauten Sozialwohnungen ins Förderprogramm »Soziale Stadt« aufnehmen lassen, um Modernisierungs-Maßnahmen zu ermöglichen.

07. Dezember 2003

Viele Menschen kommen am Abend auf den Viehmarktplatz, um bei der ersten Open-Air-Nikolaus-Party, die der Wirt Hans Glöggler veranstaltet, dabei zu sein. Drei Bands spielten auf und unterhielten das Publikum. Einen etwas schwereren Stand als die Bands hatten dann schon der Schulchor der Friedrich-Ebert-Schule und der Lollypop-Chor aus Eichen, die es mit ihren Weihnachtsliedern schwer hatten, sich Gehör zu verschaffen.

Rund um St. Agathe fand in Fahrnau der 7. Adventsmarkt statt.

Auf einem Acker muss ein Segelflugzeug notlanden. Laut Polizeibericht gelang dies dem Piloten mit Bravour und ohne negative Folgen.

Schülerinnen und Schüler des THG präsentierten sich in der evangelischen Stadtkirche mit einer Liederreise durch die Kontinente.

Heidi Knoblich liest in einer Sonntags-Matinée aus ihrem Roman »Winteräpfel« in der Stadtbibliothek.

08. Dezember 2003

Das Schwarzwalddächli in der Hauptstraße beschäftigt erneut den Bauausschuss. Nach der rechtswidrigen Duldung war nun der Ausschuss gezwungen, das Dächli abzulehnen, da ein Einvernehmen mit dem Landratsamt und dem Denkmalamt nicht herzustellen war. Bürgermeister Nitz setzte dann die Modalitäten fest. Die Geschäftsfrau hat das gebaute Dächli wieder zu entfernen. Die Frist hierfür beträgt ein Jahr.

Das Hof-Projekt Markus-Pflüger-Heim, das vom erst vor wenigen Wochen gegründeten Verein Kambium e.V. geplant und durchgeführt werden soll, haben die Verantwortlichen im Bauausschuss vorgestellt. Um es realisieren zu können, plant der Verein die Errichtung eines Aussiedlerhofes.

Die Spieler des Schopfheimer Boule-Clubs »Le cochonnet« begaben sich am zweiten Adventswochenende wieder in die Partnerstadt Poligny, um sich am dortigen Weihnachtsmarkt zu präsentieren. Linzertorten, Weihnachtsplätzchen, Schupfnudeln, Würste, Bier und Glühwein hatten die Schopfheimer im Gepäck. Die Köstlichkeiten fanden reißenden Absatz.

09. Dezember 2003

Vorerst gestorben ist das Vorhaben, im ehemaligen HL-Markt, der am 06. Dezember die Tore geschlossen hat, eine Art Markthalle einzurichten.

Der Polit-Pub des THG hatte dieser Tage den stellvertretenden Referatsleiter des Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, Horst Neumaier, eingeladen. In seinem Vortrag zum Thema »Rechtsextremismus« ging er insbesondere auf die Definition dieses Begriffes, die Erscheinungsformen, die einzelnen Parteien und auf die publizierten Seiten im Internet ein.

Alt-Bürgermeister Klaus Fleck, Dekan i.R. Helfried Heidler und der städtische Elektromeister Joachim Lange waren vom 20. November bis 2. Dezember im Partnerschaftsdistrikt Dikome/Kamerun, um die defekte Wasserversorgung wieder in Stand zu setzen. Zur gleichen Zeit war auch das Interplast-Ärzteteam unter der Leitung von Dr. Günter Zabel zum Operations-Einsatz im Urwald-Hospital Manyemen.

10. Dezember 2003

Die Produktion der ehemaligen Trefzer Druck GmbH wurde jetzt nach Binzen verlegt. Ende Januar 2004 nimmt das Etiketten-Zentrum der August Faller KG in Schopfheim den Betrieb auf. Für den Standort sind damit knapp 50 Arbeitsplätze gesichert.

Beim traditionellen Adventsnachmittag der evangelischen Kirchengemeinde in Wieslet wurde auch darüber gesprochen, wie Enkenstein besser in die Kirche integriert werden könnte. Es soll nun geprüft werden, ob der Enkensteiner Maiberg-Saal ein- bis zweimal im Jahr für kirchliche Anlässe genutzt werden könnte.

20.822 Unterschriften für den Erhalt des Schopfheimer Krankenhauses übergeben die Unabhängigen im Kreistag, der im Markus-Pflüger-Heim tagt, Landrat Alois Rübsamen.

11. Dezember 2003

Das Schopfheimer THW ist bei Flutkatastrophen immer wieder gefragt. Am vergangenen Donnerstag wurde der Schopfheimer Ortsverband von der Freiburger Geschäftsstelle alarmiert. Für die Entscheidung waren zwei Stunden Zeit. Am Freitag setzten sich dann fünf Helfer nach Arles in Südfrankreich in Bewegung, um das Kontingent der Hochwasserhelfer zu verstärken. Voraussichtlich bis Ende dieser Woche sind Michael Monten, Markus Hege, Rainer Geiger, Werner Kuri und Marco Grunwald im Hilfseinsatz.

Der Hohe-Möhr-Turm ist derzeit eingerüstet. Einer der neun wuchtigen Stahlringe, die 1951 aus statischen Gründen am Turm installiert worden sind, ist heruntergefallen.

Die Vorbereitungen für eine Großveranstaltung in der Schopfheimer Friedrich-Ebert-Sporthalle treffen derzeit die Mitglieder der Sportgemeinschaft Eichen. Etwa 500 Ringer werden zu diesem Sport-Event erwartet. Bereits für den 7. und 8. Februar 2004 bereitet der Verein auch die südbadischen Jugend-Meisterschaften vor.

Die SG Eichen hat am kommenden Samstag in der Hülschenmatthalle zwar noch einen Kampf gegen den KSV Rheinfelden zu bestreiten. Trotzdem steht die von Wolf-Rüdiger Wagner und Burim Berisha trainierte Staffel aus dem Ortsteil als Meister der Bezirksliga Oberrhein fest.

13. Dezember 2003

Der Förderverein für das Schopfheimer Krankenhaus schlägt Alarm: »Das Haus wird kein Haus der Grundversorgung mehr sein«, mahnen die beiden Vorsitzenden, Ruthard Hirschner und Regina Blum, im Blick auf immer weitergehende »Geheimpläne« der Kliniken GmbH. So soll schon zum 1. Januar 2004 auch die sogenannte »kleine« Bauch-Chirurgie nach Lörrach abgegeben werden, nachdem bereits seit Anfang des Jahres keine Bauch-Operationen mehr durchgeführt werden dürfen. Damit wird das Haus ausbluten. Beigeordneter Hirschner meint in seiner Eigenschaft als Vorsitzender: »Unser Haus muss als Haus der Grundversorgung für das Kleine, Mittlere und Obere Wiesental erhalten und garantiert werden, denn dies ist im Vertrag mit dem Landkreis abgesichert und geschlossene Verträge hat auch der Landkreis einzuhalten«. Sollte der Kreis die Zusage zum Haus der Grundversorgung nicht machen, müsste die Stadt nach den Vorstellungen des Fördervereins sogar noch einen Schritt weitergehen und eine Rücknahme des Krankenhauses sowie Verhandlungen mit einem andern Krankenhausträger ins Auge fassen.

Die langersehnte und lange diskutierte Brücke über den Schlierbach von der Belchenstraße in den Wohnpark Belchenstraße ist nun endlich fertiggestellt.

In der jüngsten Vorstandssitzung der SPD wird Rückblick auf das 100-jährige Ortsvereinsjubiläum gehalten. Vorsitzender Peter Ulrich erwähnt die vielen positiven Rückmeldungen zum Jubiläumsabend. Mit großer Betroffenheit nimmt der Vorstand laut einer Pressemitteilung die geplante Abschiebung des Schopfheimer Kindergarten-Kindes Ali und seines verwitweten Vaters in die Türkei zur Kenntnis. Weiterhin unterstützt die SPD die Gersbacher Chäschuchi und hat dazu den Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger eingeschaltet, um den Sonntagsverkauf früher als von der Landesregierung geplant zu ermöglichen.

Der Schopfheimer Weihnachtsmarkt in der Altstadt öffnet die Buden und Verkaufsstände für zwei Tage.

Abwechslungsreich gestaltet sich die Jahresfeier des Gesangvereines Fahrnau mit weihnachtlichen Melodien in der Festhalle des Ortsteiles. Fröhlich ging es auch beim Theater- und Singspiel »Der Schweinachtsmann« zu, das der Kinderchor mit seiner Dirigentin Annette Winter einstudiert hatte. Martin Link, der Vorsitzende des Vereins, blickte schließlich auf ein ereignisreiches Jahr und dabei insbesondere auf das »Canto General«-Konzert als Höhepunkt zurück. Es gab auch eine Reihe von Ehrungen. Wolfgang Klemm wurde vom Vorsitzenden für seine 30-jährige Mitgliedschaft die Goldene Ehrennadel verliehen.

14. Dezember 2003

Trotz Regen und Sturm treffen sich viele Menschen in der Altstadt und bummeln über den Weihnachtsmarkt.

Der Skat-Club »As raus« feierte mit Freunden und Mitgliedern das 25-jährige Bestehen.

15. Dezember 2003

Der Gemeinderat einigte sich mit Volker Trefzger und dessen Ehefrau auf einen Vertrag, der die von Trefzger gekauften Parkplätze in der »Pflug«-Tiefgarage für die öffentliche Nutzung zulässt. Bürgermeister Christof Nitz bezeichnet in der Sitzung diesen Beschluss als wichtigen Schritt zur Belebung des Areals und der Innenstadt. Die Parkplätze werden künftig durch die Stadt in die Parkraumbewirtschaftung aufgenommen und kontrolliert. Am Vorabend des Gemeinderatsbeschlusses hat Volker Trefzger, so ist aus der Zeitung zu entnehmen, die Eigentümerversammlung im »Pflug« über die Öffnungsabsichten informiert. Einige Eigner haben Angst und befürchten Nachteile. Volker Trefzger will alles versuchen, um diese Bedenken auszuräumen. Im Januar soll die Öffnung dann starten.

Der Gemeinderat verabschiedet den Haushalt für das Jahr 2004. Einen Haushalt wie diesen wird es nicht mehr geben. Dies war den Worten des Bürgermeisters zu entnehmen. Das Ende der Fahnenstange sei erreicht, so das Stadtoberhaupt. Obwohl die Stadt Vermögen veräußert und die Rücklagen restlos auflöst, müssen mehr als 5,5 Mio. Euro neue Schulden gemacht werden, und dies nicht für den investiven Bereich, sondern größtenteils, um den Verwaltungshaushalt auszugleichen. Der Haushaltsplan wird in den Einnahmen und Ausgaben mit 41.050.700,- Euro festgesetzt. Davon beträgt der Verwaltungshaushalt 26.763.900,- Euro. Investiert werden 14.286.800,- Euro. Die Steuersätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer bleiben unverändert. Die Feststellung der Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe umfasst bei den Stadtwerken 1.525.000,- Euro, im Eigenbetrieb Abwasser 3.446.000,- Euro und bei der vhs 502.000,- Euro. Der Eigenbetrieb Bauhof wird in den Einnahmen und Ausgaben mit 1.977.000,- Euro verabschiedet. Zur Haushaltsverabschiedung meint Fraktionsvorsitzender Artur Cremans (SPD): »Wir haben einen lausigen Haushalt verabschiedet«. Er stellt aber auch selbstkritische Fragen, ob das eine oder andere Projekt unbedingt nötig gewesen sei. Als falsches Signal wertet er die neugeschaffene Halbtagsstelle für einen Kulturbeauftragten, der im Jahre 2004 eingestellt werden soll. Außerdem fordert er den Bürgermeister auf, mit Nachbargemeinden über interkommunale Zusammenarbeit nachzudenken. Fraktionsvorsitzende Marianne Zabel (CDU) meinte in ihrer Haushaltsrede: »Die Stadt wird bald nicht mehr finanzierbar sein«. Der Gemeinderat stehe im nächsten Jahr vor einer schwierigen Aufgabe, müsse er doch ein finanztechnisches Wunder vollbringen und noch einmal Millionen einsparen. Dabei spricht die Fraktionsvorsitzende vom Verkauf städtischer Immobilien, von der Streichung der zweiten City-Bus-Linie, von der Halbierung der Vereinszuschüsse und eventuell höheren Kindergartenbeiträgen sowie der Streichung der S-Bahn-Haltestelle Schopfheim West. »Bürgermeister und Gemeinderat haben zu spät auf das finanzielle Fiasko reagiert«, meint Karl Selz von den Unabhängigen in seiner Haushaltsbetrachtung. Er fordert deshalb, dass die Haushaltsstruktur-Kommission schon im Januar ihre Arbeit aufnimmt und konkrete Vorschläge zur Kostensenkung erarbeitet. Positiv beurteilt er die Einstellung eines Kulturbeauftragten. Allerdings sieht er sehr kritisch die immensen Ausgaben für den Hochwasserschutz. Diese seien im Verhältnis zu ihrem Nutzen kaum nachzuvollziehen. Einen nüchternen Blick auf die Wirklichkeit verlangt Adolf Winterhalder (FWV) bei seiner Rede. Der Gemeinderat sei seiner Verpflichtung zu einer nachhaltigen Ausgaben-Politik nicht in genügendem Umfang nachgekommen. »Wir leben auf Kosten der Zukunft«, so Winterhalder. Dem Rat fehle es schon einige Zeit an politischem Willen zur Gestaltung der Zukunft durch ein schlüssiges Konzept. Für die Zukunft hält er unpopuläre Entscheidungen für notwendig, selbst wenn die Gefahr besteht, dass die Wähler die Gemeinderäte dafür abstrafen. »Dieser Haushalt ist eine Folge der versäumten Möglichkeiten«, so die kritischen Worte des GRÜNEN-Sprechers, Michael Straub. Er bedauert, dass die Stadt kein Geld für die Restaurierung der Alten Stube ausgeben will, stattdessen aber beim Hochwasserschutz für viel zu viel Geld teure Techniker-Ideen realisieren möchte. Bei der Abstimmung über das Zahlenwerk waren die beiden Stadträte der GRÜNEN teilweise gegen den Haushalt, teilweise enthielten sie sich der Stimme.

In der gleichen Gemeinderatssitzung beschäftigt sich dieser mit der örtlichen Bedarfsplanung für die Kindergärten. Da die Zahl der Kinder in den nächsten Jahren deutlich abnehmen wird, ist es erforderlich, über Veränderungen nachzudenken. In den städtischen Kindergärten wird vom kommenden Jahr an die Gruppengröße von 28 auf 23 Kinder reduziert. Um den weiteren Überhang abzubauen, wird der Kindergarten im »Oberfeld« zum Herbst 2005 geschlossen. Gleichzeitig wird aber der 2004 auslaufende Vertrag mit der evangelischen Kirchengemeinde über den Betrieb des Kindergartens in Eichen um zwei Jahre verlängert. Die beiden Waldorf-Kindergärten am Eisweiher und in Fahrnau werden in die örtliche Bedarfsplanung aufgenommen und erhalten ab Januar einen höheren Zuschuss der Stadt.

Ins Bund-Länder-Programm »Die soziale Stadt« will die Stadt Schopfheim mit dem in den 50er-Jahren errichteten Wohngebiet am Wiesenweg aufgenommen werden. Dies beschloss der Gemeinderat ebenfalls.

Während der Gemeinderatssitzung bringt Stadträtin Regina Blum das Thema »Krankenhaus« auf den Tisch. Sie erhielt Schützenhilfe von Karl Selz, der die Frage stellte: »Was tut die Stadt?« Es müsse endlich etwas geschehen, sonst stehe man eines Tages vor vollendeten Tatsachen. Bürgermeister Christof Nitz räumte zwar ein, dass Abwarten alleine nichts nütze, andererseits sei es nicht seine Art, über jeden Schritt etwas verlauten zu lassen. Es helfe wenig, alle paar Tage den Finger zu heben. »Ich bin schon tätig«, betonte er.

16. Dezember 2003

Im Gersbacher Pfarrhaus brennt wieder Licht, so eine Mitteilung der Ortsverwaltung. Allerdings ist kein Pfarrer eingezogen. Die neue Bewohnerin, die mit ihrer Familie nun dort wohnt, will im Gewann »Ebnet« einen Schulbauernhof aufbauen.

Die Aktion »Hilfe zum Helfen« der Badischen Zeitung während des Weihnachtsmarktes brachte einen Erlös von 3.620,- Euro.

17. Dezember 2003

Sechs Schülerinnen und Schüler der Montfort-Realschule Zell übergaben ihre Forschungsarbeit im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft über den Schopfheimer Rechtsanwalt und Politiker Dr. Wilhelm Hoch an die Stadtverwaltung Schopfheim. Fachbereichsleiter Klaus Strütt meinte, es sei wichtig, dass dieser Mann in Schopfheim neben Dr. Max Josef Metzger und Max Picard eine Würdigung erfahre, wobei die CDU und die Stadt gleichermaßen gefordert seien. Die Übergabe der Arbeit erfolgte in einer Feierstunde im Beisein des Sohnes, Franz Hoch, aber auch von Vertretern der CDU und von Karlhermann Ruß, eines Weggefährten von Wilhelm Hoch.

Das Sorbische National-Ensemble aus Bautzen gastiert auf Einladung des Kulturringes in der Stadthalle mit dem szenisch-musikalischen Weihnachtsprogramm »Winterzeit« und stimmt mit viel Gefühl auf die kommenden Festtage ein.

19. Dezember 2003

Die Einführung der Brötchen-Taste klappt nicht; die Technik verhindert es. Die beauftragte Firma hat es nicht geschafft, das Gratisparken zu programmieren. Die Stadt möchte dennoch, dass ab sofort teilweise gratis geparkt werden kann, und hat bis zum Jahresende sämtliche Parkschein-Automaten außer Kraft gesetzt, sodass das Parken mit Parkscheibe grundsätzlich gebührenfrei ist.

Ehrenbürger Walter Flößer verstirbt im Alter von 84 Jahren.

20. Dezember 2003

Das MT veröffentlicht heute ein Interview mit dem Kliniken-Geschäftsführer Dieter Ahlbrecht über die Zukunft des Schopfheimer Krankenhauses. Dieter Ahlbrecht meint: »Das Haus, wie es bisher war, wird es auf Dauer nicht mehr geben«. Er verdeutlicht diesen Satz weiter: »Das muss man hier (in Schopfheim) endlich mal zur Kenntnis nehmen«. Diese Entwicklung sei in den kleinen Häusern schon seit langem vorgezeichnet. Weil dort die Leistungszahlen sehr gering seien, müsse sich auch die Bauch-Chirurgie zurückziehen. Die kleine Bauch-Chirurgie wird ab 1. Januar 2004 nicht mehr in Schopfheim praktiziert.

Der Schopfheimer Motorsportler Markus Lehmann wurde vor wenigen Tagen in Müllheim vom ADAC Südbaden geehrt. Er durfte im Bereich »Rundstreckenmeisterschaft« die Ehrung als bester Motorsportler entgegennehmen.

Beim Weihnachtskonzert des Gesangvereines Langenau sind auch Chöre aus Hasel, Bad Säckingen und Hauingen zu Gast. Ebenso wie die Oldies des Harmonika-Orchesters tragen ihre Beiträge zur Unterhaltung der zahlreichen Gäste bei. Ganz zu seiner Überraschung wurde Erich Schmidt während des Konzertes durch die Vorsitzende Belinda Spettl zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Sehnsucht nach Frieden, Freude und Harmonie beflügelte offensichtlich Dirigent Heinrich Schweikert bei der Programmgestaltung des Weihnachtskonzertes des Gesangvereines Wiechs in der vollbesetzten Festhalle. Vorsitzender Lothar Gisin ernannte Herbert Krumm und Wolfgang Greiner zu Ehrenmitgliedern des Vereins.

21. Dezember 2003

Unter dem Titel »Geistliche Abendmusik im Advent« sang der Eichener Gesangverein in der evangelischen Kirche des Ortsteils. Bei der Lesung ging Pfr. Matthias Weber auf die Frage »Auf was warten Christen im Advent?« ein. Anita Waibel sang aus Johann Sebastian Bachs Weihnachts-Oratorium, bevor im weiteren Verlauf instrumentale Stücke und schließlich auch das Blockflöten-Ensemble der Musikschule Steinen-Schopfheim unter der Leitung von Anita Waibel auftrat.

Kurz vor Weihnachten ist der 73-jährige Sidney Selby, alias »Guitar Crusher«, im »Goldenen Löwen«. Die Blues-Legende heizt dem Publikum zusammen mit dem Schopfheimer Gitarristen Mark Wise und Chris Kloeber am Keyboard sowie Stefan Kloeber an der Rhythmus-Box gehörig ein.

23. Dezember 2003

Landrat Alois Rübsamen unterzeichnete zusammen mit Markus Hurter und Klaus Kruse den Vertrag für den Verein Kambium, der den landwirtschaftlichen Hof beim Markus-Pflüger-Heim auf den 1. Juli 2004 übernehmen wird. Ziel des Vereins, so der Landrat als Vermieter, sei es, die Landwirtschaft und Gärtnerei des Heimes auf eine ökologische Betriebsweise umzustellen und therapeutische Arbeitsmöglichkeiten für die Heimbewohner zu schaffen.

Eine große Trauergemeinde nimmt auf dem Fahrnauer Friedhof Abschied von Ehrenbürger Walter Flößer, der im Alter von 84 verstarb. Pfarrer Andreas Ströble meint, dass Flößer immer wieder einen neuen Anfang gewagt habe, Neues gestaltet und Bestehendes bewahrt habe. Bürgermeister Christof Nitz zollte dem Verstorbenen Respekt und Anerkennung, er habe sich weitblickend und verantwortungsvoll für die Stadt, insbesondere aber für Fahrnau eingesetzt. Der in der Stadt tief verwurzelte Ehrenbürger habe eigentlich große Ehrungen nie gemocht und deshalb auch das Bundesverdienstkreuz abgelehnt. Man werde Walter Flößer in dankbarer Erinnerung behalten, meinte auch der Vorsitzende der Freien Wähler, Adolf Winterhalder, der von seinem politischen Mentor und Freund Abschied nahm. Über ein gewaltiges Lebenswerk spricht ein Vertreter der Ingenieur-Gruppe Flößer, der die Arbeit des Senior-Chefs damit würdigte.

24. Dezember 2003

Den Heiligen Abend läuten traditionsgemäß die »Glöckler« in der Alten Kirche St. Michael ein. Erwartungsfroh gestimmte Menschen sieht man in die Kirche gehen. Mit sicherer Hand führt Kurt Kiefer seine Gruppe und lässt die Glocken-Instrumente zum Klingen bringen.

Die Presse teilt heute mit, dass die Lenk-Plastik, wenn es nach dem Willen der Stadtverwaltung geht, für die Dauer von zwei Jahren auf dem Marktplatz aufgestellt werden soll.

25. Dezember 2003

Musikverein und Gesangverein wechseln sich in Raitbach bekanntlich bei der Gestaltung der Feier am ersten Weihnachtsfeiertag ab. Unter der Leitung von Herbert Maisch sang der Männerchor zum Auftakt Weihnachtslieder, bevor er zu weltlichem Liedgut überging. Zum Höhepunkt wurde das Theaterstück »Der Glücksrausch«. Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald hatte zusammen mit seiner Frau den Text vom Bayrischen ins Alemannische übersetzt.

26. Dezember 2003

Zu tätlichen Auseinandersetzungen kommt es in den frühen Morgenstunden in einer Diskothek in der Johann-Sutter-Straße. Erst mit Unterstützung zusätzlicher Einsatzkräfte gelang es der Polizei, das teilweise tumultartige Geschehen zu beenden.

Bisher unbekannte Täter haben gegen 3 Uhr früh versucht, in den Kiosk des Schwimmbades einzubrechen. Durch das Auslösen der Alarmanlage wurde verhindert, dass Gegenstände entwendet wurden. Allerdings ist erheblicher Sachschaden entstanden.

27. Dezember 2003

Landrat Alois Rübsamen kam ins Krankenhaus Schopfheim, um dort zusammen mit Verwaltungsleiter Joachim Tempel eine kleine Cafeteria zu eröffnen.

30. Dezember 2003

Anfang des kommenden Jahres muss sich der Gemeinderat mit dem Vorhaben- und Erschließungsplan für die »Drahtzug«-Bebauung beschäftigen. 53 Wohnungen sind dort vorgesehen.

Das Vorhaben der Stadt und der Städt. Wohnbau, einen Teil der Bebauung am Wiesenweg in das Landessanierungsprogramm »Soziale Stadt« aufzunehmen, wird auch vom SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger unterstützt.

Am Wiesenweg steht eine Hecke in Flammen. Offensichtlich hat ein brennendes Stück Papier diese in Brand gesetzt. Ob jemand das Papier achtlos wegwarf oder die Hecke absichtlich angezündet hat, konnte die Polizei noch nicht klären.

31. Dezember 2003

Bürgermeister Christof Nitz zieht in einem Gespräch mit dem Markgräfler Tagblatt und der Badischen Zeitung Bilanz seines ersten Amtsjahres und meint, er habe es noch keine Sekunde bereut, nach Schopfheim gekommen zu sein, jedoch funktioniere in Schopfheim alles anders. Was hier anders funktioniere, sei, dass die Politik in den Fraktionen vor den eigentlichen Sitzungen gemacht werde. »Zum Schluss kann man dann im Gemeinderat noch besprechen, was man eh schon weiß. Diesbezüglich musste ich mich schon umstellen. So richtig einleuchtend ist es für mich trotzdem nicht, das muss ich zugeben«, meinte der Rathauschef weiter.

Zum ersten Mal seit Jahren ist die Einwohnerzahl der Stadt Schopfheim nicht gestiegen. Am 29. Dezember zählte das Einwohnermeldeamt 19.379 Einwohner. Am 31.12. des Vorjahres waren es 19.399 Personen.

Gut 150 Personen kommen zum Silvester-Konzert des Bezirkskantors Christoph Bogon in die evangelische Stadtkirche. Eine Improvisation zu »Großer Gott, wir loben dich« beendet als Zugabe dieses Silvester-Geschenk des Kantors an die große Hörerschar.

Die Flötistin Franziska Blessing, die ihre musikalische Karriere beim Musikverein Fahrnau begonnen hat, gab beim Gesamtgottesdienst in der evangelischen Kirche Fahrnau, der vom Musikverein kammermusikalisch umrahmt wurde, ihr letztes Konzert. Vorsitzender Thomas Hoyer bedauert, dass Franziska Blessing ins Ausland geht und dem Orchester künftig nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Mit Silvesterraketen, die den Nachthimmel in eine farbenfrohe Symphonie verwandeln, geht ein Jahr zu Ende.