
Liebe Leserin, lieber Leser,
es freut mich sehr, dass Sie das Jahrbuch der Stadt Schopfheim über das zurückliegende Jahr 2004 in den Händen halten können. Das Jahrbuch hat sich seit dem 20‑jährigen Bestehen als hervorragender Ratgeber und unerlässliches Nachschlagewerk zu vielen nichtalltäglichen Themen entpuppt. Mit diesen Worten möchte ich gleichzeitig meinem Wunsch Ausdruck verleihen, dass dieses Jahrbuch noch viele Jahre Bestand haben kann.
Das Jahr 2004 in wenigen Worten zusammenzufassen ist gar nicht so leicht. Viele schöne Ereignisse haben dieses Jahr zu einem unvergesslichen gemacht. Aber auch einige negative Höhepunkte musste die Stadt Schopfheim im Jahr 2004 erleben, was hier nicht unerwähnt bleiben darf.
Meine Sicht möchte ich in vier Unterabschnitte aufteilen:
1. Finanzielle Situation
2. Kommunalwahl
3. Infrastruktur
4. Kultur und Tourismus
Finanzielle Situation
Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass sich die Rahmenbedingungen über die Europäische Union, den Bund, das Land für alle Kommunen in unserem Land 2004 verschlechtert haben. So war der Start für die Stadt Schopfheim in das Jahr 2004 durch „finanzielle Klimmzüge“ geprägt, die sich in einem Haushaltsplan niederschlugen, wie er noch nie auf den Weg gebracht werden musste. Durch unsere Steuersystematik sind die hohen Gewerbesteuereinnahmen aus dem Jahre 2002 zu einem großen Negativposten im Jahr 2004 umgeschwenkt. Dadurch haben sich die Finanzzuweisungen von Bund und Land auf der einen, aber die Zahlung der Kreisumlage und anderer Umlagen an das Land Baden‑Württemberg so dramatisch auseinander entwickelt, dass wir aus dem Vermögenshaushalt über 5 Mio. Euro in den Verwaltungshaushalt transferieren mussten.
Eine Entwicklung, die in dieser Art und Weise nicht lange durchgeführt werden kann. Wenn eine Stadt ihr Vermögen veräußert, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten, muss die Situation beim laufenden Betrieb verbessert werden. Diese Aufgabe haben wir jetzt angepackt und ich bin mir sicher, dass sie in den folgenden Jahren zum Erfolg führen wird.
Bei einem Blick in die zurückliegenden 10 Jahre habe ich festgestellt, dass sich auf der Einnahmenseite der Stadt Schopfheim in allen großen Einnahmenpositionen faktisch nichts verändert hat, d. h. die Einnahmen sind in gleicher Höhe geflossen wie bereits im Jahr 1995.
Die Ausgabenseite jedoch hat sich sehr stark verändert, nicht zuletzt durch eine ständige Anhebung der Kreisumlage, da der Landkreis Lörrach sich über die Kreisumlage finanziert und seinerseits die notwendigen Einnahmen ausschließlich über die Kreisumlage erwirtschaften kann. Aber auch die Erhöhung der Gewerbesteuerumlage und eine moderate Anhebung der Personalkosten haben zu dieser Negativschere beigetragen.
Eine Haushaltskonsolidierungskommission sollte gebildet werden. Der Gemeinderat beschloss, dass die Kommission aus dem Hauptausschuss bestehen wird. Dies war im Rückblick sicherlich keine kluge Entscheidung.
Kommunalwahl
Ein weiteres Problem waren im Jahr 2004 die Kommunalwahlen. Vor der Wahl traute sich keiner wirklich, einschneidende Beschlüsse zu fassen. Nach der Kommunalwahl dauerte es zunächst einige Wochen, bis sich das neue Gremium zusammenfinden konnte.
Für die Stadt Schopfheim hat die Gemeinderatswahl eine neue Fraktion hervorgebracht. Nach der Abschaffung der unechten Teilortswahl waren nur noch 26 Sitze zu vergeben, die sich nunmehr auf 6 Fraktionen verteilen: CDU (7 Sitze), SPD (5), Unabhängige (5), Freie Wähler (4), Grüne (3) und die neugebildete Bürgerliste für Schopfheim (2).
Mit dieser Konstellation ist es nicht leicht geworden, Mehrheiten zu erzielen. 14 Gemeinderäte sind ausgeschieden, 8 neue sind eingezogen. Auch die persönliche Zusammenarbeit muss erst gefunden werden.
Als Kreistagskandidat erreichte ich fast 6 000 Stimmen – ein Rekord für Schopfheim – und danke hier herzlich den Wählerinnen und Wählern. Die Aufgabe im Landkreis Lörrach ist jedoch durch zahlreiche Vorgaben von EU, Bund und Land stark eingeschränkt. Besonders die Zukunft der drei Kreiskrankenhäuser, insbesondere des Krankenhauses in Schopfheim, bleibt offen. Die Frage der Privatisierung soll 2005 aktiv angegangen werden, wobei ich mich dafür einsetze, dass das Krankenhaus erhalten bleibt.
Infrastruktur
Im Jahr 2004 konnten wir im Bereich Infrastruktur einiges leisten. Der Abschluss der Schulerweiterung des Theodor‑Heuss‑Gymnasiums mit 12 neuen Klassenzimmern wurde dank Landeszuweisungen und eigener Mittel realisiert; der Altbau wird nun gründlich modernisiert.
Die Sporthalle Vicemoos, nach dem Brand 2002, wurde vollständig neu und ansprechend wieder aufgebaut – ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Landkreis Lörrach und der Waldorfschule.
Das Land Baden‑Württemberg hat die Stadt in zwei Förderprogramme aufgenommen: das Landessanierungsprogramm (Förderrahmen 2,3 Mio. Euro) für die Altstadt und das Programm „Soziale Stadt“ (Fördervolumen 1 Mio. Euro) für den Wiesenweg. Beide Programme stärken die Infrastruktur und ermöglichen privaten Eigentümern, öffentliche Mittel für Verbesserungen zu nutzen.
Die Regio‑S‑Bahn‑Maßnahmen schreiten voran; bis 2006 sollen alle Ausbauarbeiten abgeschlossen sein. Bahnübergänge wurden saniert, der Haltepunkt Schopfheim‑West wartet noch auf Realisierung, und B+R‑ sowie P+R‑Plätze werden weiter geplant.
Weitere bauliche Tätigkeiten an Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden wurden durchgeführt. Das Mittelzentrum gewinnt an Gewicht, und neue Bauplätze wie „Im Drahtzug“ (ca. 60 Wohneinheiten) und „Hammer Nord“ wurden planerisch und vertraglich auf den Weg gebracht.
Kultur und Tourismus
Kulturell hat sich viel bewegt. Der neue Kulturbeauftragte Michael Herrmann trat am 1. April 2004 sein Amt an. Am 3. Oktober wurde die Großplastik „Die Badische Revolution“ von Peter Lenk enthüllt; sie zog tausende Besucher an und erhielt durchweg positive Resonanz.
Am Tag nach der Enthüllung übertrug der Südwest‑Rundfunk eine Live‑Sendung von unserem Marktplatz aus. Kurz darauf wurde in der Stadthalle die Sendung „Fröhliche Alltag“ live übertragen, was rund 1,2 Mio. Zuschauer erreichte und die touristische Attraktivität Schopfheims unterstrich.
Die Übernachtungszahlen stiegen 2004 auf rund 54 000 – ein erfreulicher Trend. Die Gemeinden von Häg‑Ehrsberg bis Steinen haben einen gemeinsamen touristischen Prospekt „Südwärts“ erstellt, der die landschaftlichen und wirtschaftlichen Reize der Region präsentiert.
Gersbach erhielt auf Bundesebene die Goldmedaille im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“. Die Auszeichnung wurde von Bundesministerin Renate Künast überreicht und stärkt die touristischen Säulen unserer Stadt.
Alle traditionellen Feste – verkaufsoffener Sonntag, Dorffeste, Brunnenfest und das Städtlefest – fanden statt. Beim Städtlefest 2004 wurde erstmals ein Weinfassanstich statt eines Bierfassanstichs durchgeführt, was die Besucher amüsierte.
Ein Negativereignis war die Ablehnung des Haushaltsentwurfs für 2005. Nach intensiven Gesprächen am 30. Dezember 2004 wurde ein neuer Entwurf erarbeitet und im Januar beschlossen; er wurde von der Kommunalaufsicht genehmigt.
Ausblick und Dank
Zusammenfassend war 2004 für die Stadt Schopfheim ein ereignisreiches und überwiegend positives Jahr. Die finanzielle Situation bleibt die größte Sorge – es ist leichter zu verteilen, als einzusammeln. Mit der neu gegründeten Haushaltskonsolidierungskommission bin ich zuversichtlich, notwendige Beschlüsse mit breiten Mehrheiten zu fassen und die finanzielle Lage zu stabilisieren.
Ich blicke erwartungsvoll auf das Jahr 2005 und bin sicher, dass wir gemeinsam die anstehenden Probleme meistern und ein erfolgreiches Jahr erleben werden.
Danken möchte ich den vielen Menschen, die mir mit ihrer Unterstützung den Rücken stärken, sowie den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen in unserer Stadt, die in Vereinen, Parteien und Institutionen zum Wohle Schopfheims beitragen.
Es grüßt Sie herzlich mit dem Wunsch auf eine spannende Lektüre
Christof Nitz, Bürgermeister
01. Januar 2004
Seit heute hat die Hirsch-Apotheke eine neue Leitung: Dr. Dagmar Fuchs ist die neue Inhaberin. Sie tritt die Nachfolge von Rudolf Kerscher an, der 38 Jahre lang die Apotheke an der Ecke Hebelstraße/Alte Wehrer Straße geführt hat.
Die Polizei berichtet über den Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit. Gegen 2.20 Uhr am Neujahrsmorgen gab es in einer Diskothek eine Auseinandersetzung, bei der ein 24-jähriger Mann mit einer Flasche verletzt wurde. Der Verletzte wurde vom Notarzt und später im Krankenhaus behandelt. Im Rahmen der Ermittlungen wurde dann ein weiterer, ähnlicher Vorfall bekannt, wobei ein 25-Jähriger am Kopf tiefe Schnittwunden erlitt. Beleidigungen und Diebstähle rundeten das Bild in dieser Diskothek ab.
Zu weiteren Sachbeschädigungen kam es in der Neujahrsnacht. Eine Schaufensterscheibe wurde in der Innenstadt beschädigt, ebenso eine Türe der Sporthalle der Friedrich-Ebert-Schule. Dort wurde eine Glasscheibe eingeschlagen.
02. Januar 2004
Durch die Bank weg positiv ist das Fazit, mit dem die Schopfheimer CDU das Jahr 2003 beim Silvester-Hock abhakte. Den Anfang machte Vorsitzender Rolf Kuri, der daran erinnerte, wie gut das Jahr mit dem Amtsantritt von Bürgermeister Christof Nitz und der Wahl einer neuen Vorstandsriege begonnen hatte. Die Fraktion habe sich inzwischen nun auch an den legeren, lockeren Führungsstil im Rathaus gewöhnt. Wahlversprechen, die Christof Nitz bisher noch nicht einlösen konnte, sollen als nächste Ziele angegangen werden. Das »Pflug«-Areal, die gestörte Nachtruhe durch Innenstadt-Raser, die optimale Auslastung der Stadthalle stünden noch auf dem Arbeitszettel der CDU, die sich auch freue, dass sie die Stelle eines Kulturbeauftragten habe durchsetzen können, mit deren Hilfe es u. a. gelingen soll, das Vereinsparlament in der Stadt wieder zu beleben. Bürgermeister Christof Nitz meinte: »Wir müssen schlechte Zeiten überstehen«, und kündigte eine Haushaltsstrukturkommission an, die aus dem ohnehin schmalen Budget weiteres Geld »herauskitzeln« muss. Leider, so Nitz, habe der Gemeinderat die gebotene Möglichkeit nicht genutzt, sich im Vorfeld von Entscheidungen entscheidend einzubringen. »Die Damen und Herren brauchen einfach vorgefertigte Konzepte, um dann Ja oder Nein dazu zu sagen«, bedauert der Bürgermeister. Zum Thema Krankenhaus habe er sich ganz bewusst öffentlich zurückgehalten, um zu gegebener Zeit Ergebnisse von Gesprächen, die hinter den Kulissen stattgefunden haben, vorstellen zu können.
Kritische Töne an die Adresse der Stadt richtet beim Silvester-Hock der CDU der Schopfheimer Alt-Bürgermeister Klaus Fleck. Die Stadt habe nämlich mit dem Landkreis Verträge über die Grundversorgung durch das Krankenhaus abgeschlossen. Es sei deshalb Aufgabe der Stadt, dafür zu sorgen, dass die Verträge auch eingehalten würden.
Ab diesem Monat sollen nach 22 Uhr im Kreiskrankenhaus in Schopfheim keine Operationen mehr stattfinden. Dies teilt der Geschäftsführer der Kreiskliniken GmbH, Dieter Ahlbrecht, mit. Zur Begründung der jüngsten Sparmaßnahme verweist er auf Vorhaltekosten, die sehr hoch seien in Anbetracht der geringen Zahl von nächtlichen Eingriffen. Man müsse neben dem Arzt auch Pflegepersonal sowie einen Anästhesisten bereit halten. Dies sei bei den geringen Fallzahlen nicht mehr zu verantworten, so der Krankenhaus-Manager.
Um die Zukunft des Schopfheimer und des Rheinfelder Krankenhauses geht es in einer gemeinsamen Sitzung der betroffenen Fördervereine, die am 8. Januar stattfinden soll.
Gleich zum Jahresstart schüttet Frau Holle ihre Betten aus und verschafft der Stadt ein weißes Winterkleid.
03. Januar 2004
»Gräfin Mariza« von Emmerich Kalman beschert dem Kulturring beim ausverkauften Operetten-Abend zum Jahresauftakt erneut viele Freunde. Zu Gast war das Operetten-Tournéetheater Hannover.
04. Januar 2004
Gleich im Doppelpack wird in diesem Jahr Operette pur gespielt: Der Kulturring lud für den heutigen Abend auch das Wiener Operetten-Ensemble in die Stadthalle ein. Gegeben wurde Richard Heubergers »Der Opernball«. Die spritzige Handlung erfreute das Publikum, das jedoch nicht so zahlreich wie am Vortage unter das Kupferdach gekommen ist.
Ein Kellerbrand in Langenau verursacht einen Schaden von 5.000,- Euro.
Für die Senioren fängt das Jahr in Eichen gut an. Ortsvorsteher, Ortschaftsräte und Vereine des Ortsteils haben alle über 60 Jahre alten Eichener in die Hülschenmatthalle zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
05. Januar 2004
Die Lenk-Plastik sorgt bereits zu Beginn des neuen Jahres wieder für Diskussionsstoff. Die Marktfahrer sind sehr skeptisch und meinen, so etwas passe nicht nach Schopfheim.
06. Januar 2004
Traditionell trifft sich die SPD zum Dreikönigs-Hock. Ortsvereinsvorsitzender Dr. Peter Ulrich eröffnet die Diskussion im Gasthaus »Sonne«. Die Umgestaltung der Sozialpolitik sei weitestgehend sozialverträglich gestaltet worden, so der Ortsvereinsvorsitzende. Er erinnert auch an das 100-jährige Jubiläum des Vereins, das man im Vorjahr gefeiert hat. Wie sich Bürgermeister Nitz einbringe, bleibe abzuwarten. Auch, ob die Geschäfte durch die Öffnung der Hauptstraße und der »Pflug«-Tiefgarage tatsächlich gerettet werden können. Nitz müsse neue Ideen einbringen. Hochachtung habe die Partei vor den Leistungen der Schweigmatter Bürger, die das dortige Schwimmbad im vergangenen Jahr betrieben hätten. Nicht ersichtlich sei für die Partei, dass ein Kulturbeauftragter eingestellt werden soll; dies, obwohl in den Schulen viel Nachholbedarf bestehe. Er meint, Kultur sei wichtig, doch finde sie auch ohne Kulturbeauftragten statt. Ein weiteres Thema waren die Personalkosten im städtischen Haushalt, wobei Hans-Jörg Klein meinte, die Stadt komme nicht umhin, Einsparungen in diesem Bereich zu erwirken. Kritisiert hat Hans-Jörg Klein während der Versammlung auch die höheren Forderungen für die nichtstädtischen Kindergärten. Bürgermeister Nitz wurde wegen seiner Äußerungen beim CDU-Silvester-Hock kritisiert. Es könne nicht Aufgabe der auf fünf Jahre gewählten Gemeinderäte sein, zu strukturieren, unterstreicht Hans-Jörg Klein, dies sei Aufgabe des Bürgermeisters. Auch Artur Cremans war der Meinung, dass sich der Bürgermeister nicht aus der Verantwortung stehlen dürfe. »Es ist Aufgabe der Verwaltung, die Dinge auf den Tisch zu bringen und Alternativen und Lösungen aufzuzeigen«, meint er. Der Gemeinderat sei indes aber nicht dazu da, die Dinge abzunicken. Festzuhalten sei, so Cremans, dass die Einarbeitungszeit, die Nitz auf zwei Jahre beziffert habe, zu lang sei. Nitz könnte sich schneller einarbeiten, wenn er in Schopfheim leben und wohnen würde. Denn dann, so Cremans weiter, hätte der Bürgermeister das Ohr mehr am Volk und würde Zwischentöne erkennen. Michael Straub von den GRÜNEN, der beim Dreikönigs-Hock der SPD dabei war, meinte, es sei eine Frechheit, dass Nitz meinte, die Stadträte wollten nur Vorgekautes.
Fröhliche Gesichter begleiten den Volksmusik-Galaabend, zu dem die Stadtmusik eingeladen hat. Mit Maria und Margot Hellwig, den »Königinnen der Volksmusik«, sowie Tony Marshall und anderen, aus Funk und Fernsehen bekannten Volksmusikstars wird der Abend zu sorgloser, schöner Unterhaltung unter dem Kupferdach der Stadthalle.
Ortsvorsteher Ralf Ühlin hat zum Neujahrsempfang in die Bergkopf-Halle nach Gersbach eingeladen. Er zitiert in seiner Rede den Philosophen Arthur Schopenhauer, indem er meint: »Jede Neuerung durchläuft zu ihrer Anerkennung drei Stufen: in der ersten wird die Neuerung lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt sie als selbstverständlich«. Er appelliert an die Selbstverwaltung und meint: »Wenn wir uns nicht entscheiden, wird über uns entschieden«. Im zurückliegenden Jahr sei vor Ort in verschiedenen Arbeitsgruppen und in Eigenleistungen vieles geleistet und verwirklicht worden. Bürgermeister Christof Nitz wünscht den Gersbacher Bürgern bei diesem Anlass ein gesundes und erfolgreiches Jahr. Musikalisch begleitet wurde der Empfang vom Kinder- und Jugendchor der musikalischen Früherziehung unter der Leitung von Gisela Wetzel und Sabine Arango.
07. Januar 2004
Helene Siebold, die im Pflegestift »Haus Edelberg im Bifig« wohnt, feiert heute bei verhältnismäßig guter Gesundheit ihren 101. Geburtstag. Die Jubilarin wohnt seit über vier Jahren im Senioren-Wohnstift.
Im Beisein von Wolfgang Grether, Anja Ellgring, Stefan Klever, Claus Stockburger und Bärbel Weber zog Felix Klever die Gewinner der Weihnachtsaktion des Gewerbevereins. Den 1. Preis erhält Henny Timmermann aus Langenau. Ein 2. Preis geht nach Wiechs und der 3. Preis nach Bürchau.
Glimpflich ging ein Schwelbrand in einem Schopfheimer Industrie-Betrieb aus. Arbeiter wurden um 18 Uhr nach einer Verpuffung in der Filteranlage auf den Schwelbrand aufmerksam. Die Feuerwehr rückte an und musste die Zuleitung zur Filteranlage und diese selbst teilweise demontieren, um den Brand löschen zu können. Ursache war ein Defekt an einem Elektromotor.
08. Januar 2004
Neujahrsempfang der IHK in der Stadthalle. Berufener Gastredner zum Thema »Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Kultur« war der Intendant des Festspielhauses Baden-Baden, Andreas Mölich-Zebhauser. Kurt Grieshaber, der IHK-Präsident, verlieh dem scheidenden Landrat Alois Rübsamen zum Ende dessen Amtszeit die IHK-Ehrenmedaille. Zahlreiche Gäste kamen zu diesem Anlass, bei dem Kurt Grieshaber meinte: »Kultur ist ein Lebensmittel«. Kultur gewinne als Standortfaktor eine immer größere Gewichtung. Auch Kommunen könnten heutzutage potenzielle Investoren nur noch dann anlocken, wenn sie über ein attraktives Kulturangebot verfügten. Bürgermeister Christof Nitz zeigt sich nach der Veranstaltung - wie viele andere - begeistert. Er fühle sich bestätigt; der Weg Schopfheims, einen Kulturbeauftragten einzustellen, sei richtig.
Die Frage nach einer privaten Trägerschaft des Krankenhauses wird bei einer gemeinsamen Sitzung der beiden Krankenhaus-Fördervereine Schopfheim und Rheinfelden gestellt. Es stellt sich für diese auch die Frage, ob der so genannte »Lörracher Weg« der richtige sei. Dabei wird insbesondere auf den Einzugsbereich der beiden Kliniken verwiesen. Beklagt wurde auch, dass die Perspektiven für die Häuser nicht bekannt sind. Dies sei aber wichtig, um Unsicherheiten zu beseitigen. Ruthard Hirschner hätte sich bei der Krankenhausdebatte mehr Engagement seitens der Kommunalpolitiker gewünscht.
In einem Leserbrief spricht sich Karl-Heinz Röttel gegen die Aufstellung der Lenk-Plastik aus, weil er meint, diese sei für Schopfheim zu groß.
09. Januar 2004
Überglücklich sind die Schopfheimer Sternsinger, denn ihr bisheriger Einsatz brachte bereits einen höheren Erlös als im Vorjahr. Das diesjährige Leitwort »Kinder bauen Brücken« und das Beispielland Ruanda motivierte dieses Jahr die jungen Sänger der Pfarrgemeinde St. Bernhard.
10. Januar 2004
Warentauschtag der SPD in der Fahrnauer Festhalle. Wie in den vergangenen Jahren herrscht auch heuer ein Riesenandrang. Organisator Rainar Eidmann meint, besonders groß sei das Angebot an Büchern, Spielsachen und Kleidungsstücken, aber auch an Geschirr. Sportgeräte, Computer-Zubehör und Haushaltsartikel, Accessoires und viel anderes mehr konnte man ebenso auf den reich bestückten Ausstellungstischen finden. Sinn dieser Veranstaltung ist es auch, Dinge vor dem Müllsack zu bewahren und an Menschen weiterzuschenken, die sie noch gebrauchen können. Am Ende waren die Tische weitgehend geräumt. Für Kleidungsstücke, Schuhe und Bücher, die dennoch liegen blieben, findet der Veranstalter eine sinnvolle Verwendung: sie werden für notleidende Menschen in der Ukraine gebraucht.
In der zweiten Hälfte des Monats Januar wird die Kreisstraße zwischen Raitbach und Schweigmatt gesperrt. Holzhauerei-Arbeiten machen diese Sperrung notwendig.
Die vhs stellt das neue Frühjahrs- und Sommersemester mit einer Broschüre in einer Auflage von 9.000 Exemplaren vor. Insgesamt 370 Kurse, Seminare und sonstige Veranstaltungen umfasst das neue Angebot, das Frankreich im Fokus hat.
Ehrungen stehen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Hundesport-Vereins Schopfheim-Fahrnau. Mit der großen Silbernen Nadel des südwestdeutschen Hundesport-Verbandes wurden Fritz Itzin und Max Walter für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Weitere Ehrungen für 25 und für 20 Jahre Mitgliedschaft wurden ebenfalls vorgenommen. Zur Zeit zählt der Verein 115 Mitglieder, davon neun Jugendliche und 14 Ehrenmitglieder.
Über eine Stunde lang mühten sich beim Kraftsportverein Gersbach Mitglieder und Wahlleiter Horst Sutter in Gersbach um eine Nachfolge für den nach 23 Jahren zurücktretenden Vorsitzenden Jürgen Blum. Schließlich wurde Lisa Deiß gewählt, um das Vereinsschiff künftig zu steuern. Der zweite Vorstandssitz wird von Carmen Nann eingenommen, sodass nun zwei Frauen die Geschicke des Vereins leiten. Der Verein zählt derzeit 290 Mitglieder.
Der neue Tischtennis-Verein TTC hält erstmals die Vereinsmeisterschaften in der Halle in Fahrnau ab. Sieger bei den Herren wurde Matthias Schulze-Kadelbach, bei den Damen siegte Eva Abert.
11. Januar 2004
Mehr als 500 Menschen kommen in die evangelische Stadtkirche, um den »Original USA Gospel Singers« zuzuhören. Emotionalität und pure Lebensfreude sowie tiefe Religiosität bestimmen die Vorträge. Das temperamentvolle Auftreten der Sänger, ihre Freude am Gesang und ihre kraftvolle Bühnen-Show ließen rasch den Funken aufs Publikum überspringen. Schließlich überreichten die Sänger einen Scheck in Höhe von 500,- Euro der Badischen Zeitung für deren Aktion »Hilfe zum Helfen«.
»Mit unseren Wünschen haben wir im vergangenen Jahr bei der Stadt nicht viel erreicht«, meint Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger beim Neujahrsempfang in der Langenauer Festhalle, der zusammen mit Enkenstein organisiert und durchgeführt wurde. Ortsvorsteher Rainer Strittmatter aus Enkenstein hat solche Probleme derzeit nicht. Zusammen mit der Feuerwehr, die über 600 Arbeitsstunden investierte, konnte trotz einiger Hindernisse ein Feuerwehrgerätehaus fertiggestellt werden. Bürgermeister Christof Nitz freute sich über die gemeinsame Veranstaltung der beiden Ortsteile. Er erwähnte nach seinen Grußworten auch die städtische Haushaltslage und die Situation des Krankenhauses. Der Diskurs könne so nicht sein, wie das hier ablaufe, meint das Stadtoberhaupt. Er finde jeden Tag in der Zeitung Leserbriefe voller Kritik, aber ohne konstruktive Lösungsvorschläge, ärgert er sich. Der Neujahrsempfang wurde von der Enkensteiner Bläsergruppe musikalisch umrahmt.
12. Januar 2004
Weitere Leserbriefe beschäftigen sich mit dem vorgesehenen Standort der Lenk-Plastik. Zustimmung ist diesen Briefen kaum zu entnehmen.
Nachdem Alt-Bürgermeister Klaus Fleck beim Silvester-Hock der CDU die Stadt zur Krankenhaussituation kritisiert hat, meinen die Unabhängigen nun, dass der Krankenhausvertrag während seiner Amtszeit entstanden sei und dass die regelmäßigen Hinweise, die aus dem Stadtrat wegen der besorgniserregenden Entwicklung kamen, von Klaus Fleck immer als positiv hingestellt worden seien. Zum Standort der Lenk-Plastik, über den im Gemeinderat entschieden werden soll, erinnern die Unabhängigen an ihre Bürgerbefragung. 24 % hatten sich damals für den Bus-Bahnhof ausgesprochen. Der Rathausplatz rangiere erst auf Platz 4. Weiter wollen sie daran erinnern, dass die Einstellung eines Kulturreferenten eine jahrealte Forderung der Unabhängigen gewesen ist.
Die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahr beschäftigt sich u. a. mit der Bebauung des »Drahtzuges«, wobei der Vorhaben- und Erschließungsplan verabschiedet wurde. Nun sind wohl die Wege für die Bebauung nach mehreren Anläufen frei. Jedenfalls erhoffen sich die Vertreter des Gemeinderates dadurch einen positiven Schub in der Bauwirtschaft. Insbesondere Stadtrat Cremans betont, dass es wichtig sei, 20 Mio. Euro zu investieren und diese nicht durch behördliche Verzögerungen zu blockieren. Ein weiterer Punkt war der Standort der Lenk-Plastik. Die Stadtverwaltung hat zusammen mit Peter Lenk vorgeschlagen, die Plastik zunächst einmal probeweise zwei Jahre lang auf dem Marktplatz aufzustellen. Dies führte zu heftigen Diskussionen. Die Diskussion spitzte sich aber nicht nur um den Standort zu, sondern auch darum, wie die Plastik schließlich aussehen sollte. Bekannt ist ja nur, dass sie aus zwei 3,70 m hohen Säulen besteht, verbunden mit einem Figuren tragenden Querband. Lenk zeigt seine Modelle - und dies ist seine Eigenheit - nur kleinen Kreisen (in Schopfheim dem Gemeinderat). Nach längerer Diskussion beschloss der Gemeinderat dann mehrheitlich mit 16 Stimmen gegen 11 Gegenstimmen, dass die Plastik probeweise für die Dauer von zwei Jahren auf dem Marktplatz stehen soll. Der genaue Standort wird noch im Beisein des Künstlers mit den Gemeinderäten und einigen sachkundigen Bürgern abgestimmt.
Von einem Schutzengel begleitet worden sein muss am Abend eine Autofahrerin auf der B 317. Die von Zell kommende Frau überholte kurz vor Fahrnau einen Radfahrer und übersteuerte ihr Auto dabei beim Wiedereinscheren. Das Fahrzeug drehte sich um 180 Grad und prallte gegen einen Baum. Die Fahrerin konnte sich selbst und ihre beiden Kinder aus dem völlig demolierten Auto befreien. Alle Insassen waren angeschnallt gewesen.
Die Foto-Freunde Schopfheim übergaben die am höchsten bewerteten Fotografien der Foto-Ausstellung den glücklichen Gewinnern. Herbert Weniger, Sprecher der Foto-Freunde, freute sich, dass so viele Personen die ausgestellten Fotos bewertet haben. Das beliebteste Bild stammt von Siegfried Stachele. Es ging an Margot Meiner aus Wehr. Auf die Plätze 2 und 3 kamen Bilder von Sabine Würger.
Der Gemeinderat wurde auf Anfrage darüber informiert, dass die »Pflug«-Tiefgarage noch nicht geöffnet ist. Die entsprechende Ausschilderung ist noch nicht vorhanden.
Hubert Probst von den Unabhängigen beklagt die derzeitige Verkehrssituation in der Hauptstraße. Kaum ein Fußgänger könne die Straße heute noch gefahrlos überqueren. Zum Wohlfühl-Gefühl in der Stadt müsse es auch gehören, dass man diese Straße ohne Gefährdung passieren könne. Menschen, die behindert seien, fände man kaum mehr in der Innenstadt. Außerdem beklagt er, dass jeder parke, wo er wolle. Die Stadt wurde aufgefordert, verstärkt Kontrollen vorzunehmen. Hans-Jörg Klein von der SPD rief auf, dass der Einzelhandel möglichst bald Bilanzen zu erstellen habe, damit der Gemeinderat eine Übersicht über die veränderte Entwicklung nach Öffnung der Hauptstraße habe.
13. Januar 2004
Heiner A. Baur möchte eine erneute Initiative für den Märtyrer-Priester Dr. Max Josef Metzger ergreifen und hat den vor vielen Jahren aktiven Arbeitskreis, der sich der Würdigung Metzgers annahm, auf Ende Januar zu einem Gespräch eingeladen.
Der Gewerbeverein will nicht - wie aus dem Klotz-Arbeitskreis abgeleitet - eine Werbegemeinschaft, sondern zunächst einen Kreis, der sich »Wir für Schopfheim« nennt, gründen. Vom Bürger bis zum Firmenchef könne sich jedermann in dieser Gruppierung einbringen, so die Vorstandsmitglieder Klever und Stockburger. Dieser Arbeitskreis soll eine Steigerung der Lebensqualität, eine Strukturverbesserung sowie Erlebnis-orientierte Aktionen mit kulturellen Angeboten in die attraktive Innenstadt bringen. Der Slogan »Schopfe isch fit« soll ersetzt werden. Eine Werbe-Agentur ist derzeit beauftragt, das neue Logo zu entwerfen.
Gestern nahm Bürgermeister Nitz in einem Pressegespräch zu den jüngsten Vorwürfen, er würde für das Krankenhaus zu wenig tun, Stellung. »Das Schweigen ist nicht Ausdruck von Untätigkeit«, so das Stadtoberhaupt. Nur Kritik am Träger des Krankenhauses zu üben, reiche nicht aus, die Stadt müsse ein eigenes Konzept aufstellen. »Daran arbeiten wir«, so der Bürgermeister weiter. In einem Schreiben an den Landrat hat er auf die Einhaltung des Vertrages hingewiesen, wobei er meinte, dass er auf die Antwort gespannt sei. Er will nun die Antwort des Landkreises abwarten, meint aber auch: »Man muss sich eventuell Gedanken machen über völlig geänderte Rahmenbedingungen und andere Lösungen«. Dabei bringt Christof Nitz auch die Überlegung, das Krankenhaus in eine private Trägerschaft zu überführen, ins Gespräch.
Sven Sutter von der Firma BMW Gottstein hat sich als jüngster Kfz-Meister beim Kammerbezirk Freiburg qualifiziert.
Die Stadt lädt zum Neujahrsempfang in die Stadthalle ein. Bürgermeister Nitz darf zahlreiche Bürger, Repräsentantinnen und Repräsentanten des öffentlichen Lebens sowie Gäste aus dem Umland begrüßen. Allen voran begrüßte er den Ehrenbürger Kurt Härzschel. Im Mittelpunkt des Empfangs, der vom Jungphilharmoniker-Orchester der Musikschule begleitet wurde, stand eine Rede der Unternehmensberaterin Brigitte Felden zum Thema »Zukunft gestalten«.
14. Januar 2004
Wolfgang Stocker wird offiziell in das Amt des Direktors am THG eingeführt. In einer Feierstunde, gestaltet von den Schülerinnen und Schülern des THG, besteigt er - wie seine Stellvertreterin Birgit Müller meinte - als Kapitän ein riesengroßes Schiff mit über 1.100 Passagieren und 72 Besatzungsmitgliedern. Für das Oberschulamt zeichnet Direktor Udo Müller den Werdegang des neuen Schulleiters nach und wünschte ihm eine gute Hand bei der Führung des ihm anvertrauten Hauses.
15. Januar 2004
Die Schopfheimerin Nicole Grether ist - wie das MT im Sportteil heute berichtet - so gut wie am Ziel. Sie belegt derzeit Platz 15 in der Weltrangliste, und dies bedeutet für sie die Qualifikation für die Olympischen Spiele.
16. Januar 2004
Kein Kunstwerk ziert den Hohe-Möhr-Turm derzeit - für Sanierungsarbeiten wurde er eingerüstet und mit einer Schutzhülle versehen. Der 110 Jahre alte Turm muss aus Sicherheitsgründen saniert werden, so der Vorsitzende des Schwarzwaldvereines, Günter Horschig. Einer der zehn Ringe, die zur Sicherheit den Turm umgurten, rutschte kürzlich ab, da er verrostet war. Die gesamten Stahl- oder Eisenringe müssen komplett erneuert werden.
Die neueste Fasnachtsplakette wird Auftakt zu einer »Runden Sache«. Wer bis 2009 die Schopfheimer Plaketten sammelt, kann diese puzzleartig zusammenfügen und erhält so eine große Gesamt-Plakette.
Die Firma Müller Stahlbau wird nach der gescheiterten Übernahme durch einen neuen Investor endgültig zerschlagen. Dies bestätigt der Insolvenzverwalter Uwe Kaiser. Die ersten von 29 Mitarbeitern haben bereits die Kündigung erhalten.
Die BZ porträtiert heute das Ehepaar Inka und Michael Schubert, das sich für eine heilpädagogische Schule in Russland seit acht Jahren engagiert.
17. Januar 2004
Schopfheimer Ärzte äußern sich kritisch zur neu eingeführten Praxis-Gebühr. Sie bemängeln, so der Schopfheimer Internist Dr. Fritz Lenz, den zeitraubenden Aufwand für die seit dem 1. Januar vorgesehenen 10,- Euro für den Arztbesuch. In den ersten Tagen führte dieses neue Verfahren, das die Praxen stark belastet, zu langen Warteschlangen. Dennoch lobt der Schopfheimer Arzt die Zahlungsmoral seiner Patienten. Den Schopfheimer Ärzten macht nicht nur die Diskussion über Sinn und Unsinn der Praxisgebühr zu schaffen, insbesondere ist es auch der finanzielle Aufwand, der dazu notwendig ist.
Bei der Jahreshauptversammlung des Musikvereines Langenau, der sich auf das 75-jährige Bestehen vorbereitet, wurde für die nächsten zwei Jahre Sascha Reißner zum 2. Vorsitzenden gewählt. Dirigent Erwin Lenz konnte erfreut feststellen, dass sich die Zöglinge derart gut entwickelt haben, dass einige künftig im Aktivorchester mitwirken können. Schließlich war es Hans Weinbrechtinger als Ortsvorsteher, der dem Musikverein für das Wirken im Dorf dankte.
Während der Jahreshauptversammlung des Turnvereins Wiechs wurde das vergangene Jahr durch den Vorsitzenden, Roland Klingele, beleuchtet. Er berichtete darüber, wieviel von den 472 Mitgliedern, darunter immerhin 212 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, gearbeitet worden ist und welch erstklassige Basis für eine sinnvolle Freizeitgestaltung vom Verein angeboten wird. Die wichtigsten Ereignisse des Vereinsjahres wurden von der Schriftführerin Christel Kessler vorgetragen. Die Wahlen ergaben keine Änderung. Roland Klingele wird weiterhin das Vereinsschiff führen, während Klaus Malnati als Vize bestätigt wurde.
Die Feuerwehr Langenau blickt bei ihrer Jahreshauptversammlung auf die Arbeit der Abteilung zurück. Abteilungskommandant Walter Würger war froh, dass die Ortschaft vor größeren Einsätzen verschont blieb. Froh zeigt er sich auch über den Zuwachs in der Aktiv-Mannschaft. Sechs Jugendfeuerwehrleute wurden in den aktiven Dienst übernommen, erstmals auch eine Frau. Neuer Jugendwart wurde Mike Markstahler.
Die Feuerwehr Gersbach hat Abteilungsversammlung um den Kommandanten Roland Blum. Ein Beispiel von Gleichgültigkeit nennt er den gewollten Brand der Blockhütte am Ortseingang. »Es gab Autofahrer, die an der lichterloh brennenden Hütte vorbeifuhren, ohne einen Notruf abzusetzen«. Erst als sich nach 15 Minuten noch kein Bürger zum Notruf veranlasst sah, löste die Feuerwehr selbst den Alarm aus. Bei den Wahlen wurde Mark Ühlin als stellvertretender Abteilungskommandant für fünf Jahre wiedergewählt.
Etwa 30 Minuten dauerte die Jahreshauptversammlung der Wibufa. Präsident Fritz Streule machte deutlich, wie aktiv die Narren im vergangenen Jahr gewesen sind. Die anstehenden Wahlen verliefen unspektakulär, da Präsident Fritz Streule ebenso wie Zeremonienmeister Lutz Scherzinger und die Schriftführerin Silke Heckendorn für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt wurden.
Martin Link eröffnet als Vorsitzender die Hauptversammlung des Gesangvereins Fahrnau im alten Fahrnauer Rathaus. Während der Versammlung wurde er in seinem Amt einstimmig bestätigt, ebenso schnell wie das Amt des Vorsitzenden waren auch die übrigen Posten im Vorstand vergeben.
19. Januar 2004
Der Bauausschuss des Gemeinderates trifft sich am Pflügerweg, um ein freies Grundstück zu besichtigen. Die Baugenossenschaft Schopfheim will in zweiter Reihe auf diesem Grundstück zwischen Roggenbachstraße und Fahrnauer Straße, zwischen den in den 20er-Jahren erbauten Häusern, ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen errichten. Dass es sinnvoll ist, Baulücken zu schließen, betonte auch Stadtrat Bernhard Kuri bei der Ortsbesichtigung. Dennoch werden die bereits bestehenden Gebäude durch das Planvorhaben erheblich beeinträchtigt. Baurechtlich handelt es sich um eine Baulücke, die dem Ausschuss keinen rechtlichen Spielraum einräumt. Schließlich enthielten sich bei der Abstimmung vier Räte und sieben stimmten für die Bebauung. Da es sich um eine Bauvoranfrage handelte, wird sich der Gemeinderat noch einmal mit dem Thema beschäftigen.
Alt-Ortsvorsteher Erwin Jost erfuhr zu seinem 80. Geburtstag in der Festhalle Raitbach einen »großen Bahnhof«: Zahlreiche Gäste ehrten und beglückwünschten den Jubilar.
Der Skat-Club »As raus« trifft sich zur Jahreshauptversammlung. Immerhin kamen 16 Mitglieder, um die Vereinsbilanz des Vorsitzenden Helmut Pohl zu hören. Ein wichtiger Teil des Jahresberichtes war den Spielergebnissen der 1. Mannschaft in der Regional-Liga gewidmet. Erfolgreiche Spieler wie Roland Räuber, Stefan Janzen, Ralf Bahr und die Spielerin Grit Müller wurden bei der Hauptversammlung geehrt.
20. Januar 2004
Rückblick hielt der Schwarzwaldverein bei seiner Jahreshauptversammlung vor einigen Tagen. Wanderwart Werner Opitz berichtete von einem Rekordjahr mit 51 Wanderungen. Ein wichtiger Aufgabenkreis war auch die Neubeschilderung der Wanderwege. Vorsitzender Günter Horschig überreichte Sigrid Löffler für langjährige Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Bronze. Martha Ziereisen und Anneliese Seick wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für seine Verdienste um das Archivieren der Vereinsgeschichte erhielt Clemens Fabrizio das bronzene Ehrenzeichen des Vereins überreicht.
Trotz des Rekordsommers blickt Abteilungskommandant Klaus Dietsche bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wiechs auf ein ruhiges Jahr zurück. Insgesamt musste die Abteilung zu neun Einsätzen ausrücken. Am Ende des Berichtes bedankte er sich bei seinem Stellvertreter, Michael Waßmer, und bei allen, die im vergangenen Jahr ihre Einsatzbereitschaft und Mitarbeit bei den verschiedensten Arbeitseinsätzen gezeigt haben. Ortsvorsteher Ino Hodapp übermittelte der Wehr den Dank der Bevölkerung. Er richtete die Bitte an die politischen Kräfte, die Diskussion um die Abschaffung der Teilortsfeuerwehren nicht zu unterstützen, sondern sich für deren Erhalt einzusetzen, sie seien wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde schließlich Fritz Streule mit einer Urkunde ausgezeichnet.
21. Januar 2004
Bürgermeister Christof Nitz bringt die Privatisierung sämtlicher Kreiskrankenhäuser ins Spiel. Er hat Kontakt zu der Helios-Kliniken GmbH geknüpft. Dies berichten heute die beiden Tageszeitungen, nachdem der Bürgermeister über entsprechende Gespräche mit dieser Privatklinik, die 17.000 Mitarbeiter hat, berichtete. Für den Schopfheimer Bürgermeister wäre eine solche Lösung absolut vertretbar. Per Fax hatte er gestern den amtierenden und den künftigen Landrat informiert. Die Gemeinderatsfraktionen hat das Stadtoberhaupt bereits gestern über seine Gespräche mit den Helios-Kliniken unterrichtet. Diese hätten, so der Bürgermeister, sehr positiv reagiert. Auch der Betriebsrat des Krankenhauses habe die Überlegungen einer Privatisierung mit Wohlwollen aufgenommen. Der Landrat habe sich gestern Vormittag zunächst verärgert gezeigt, dass er nicht vorab informiert worden war, gleichwohl habe Alois Rübsamen versichert, der Kreis sei für alles offen, betont der Schopfheimer Bürgermeister. Ein Zeitungskommentar beschäftigt sich heute mit den Kliniken und meint: »Heimlich, still und leise hat der Schopfheimer Bürgermeister ein kleines Überraschungspaket geschnürt, das geeignet sein könnte, die Klinikdebatte im Landkreis auf eine völlig neue Ebene zu katapultieren«.
Bei der Abteilungsversammlung der Feuerwehr Raitbach konnte Kommandant Walter Meier neben dem Kreisbrandmeister auch Ortsvorsteher Karl Friedrich Oswald begrüßen. Sechs Einsätze und 12 Proben sowie eine Alarm-Übung bildeten den Berichtshintergrund. Der Abteilung gehören heute 27 aktive Mitglieder an. Thomas Keller wurde bei den Wahlen zum neuen Abteilungskommandanten gewählt. Walter Meier, der die Abteilung 20 Jahre lang führte, gab auch einen Rückblick auf seine Amtszeit. Von den aktiven Kameraden und der Jugendfeuerwehr bekam er einen Reisegutschein. Ortsvorsteher Oswald bedankte sich bei ihm und überreichte ihm ebenfalls ein kleines Geschenk. Für die aktiven Kameraden war es Bernd Strittmatter, der die Dankesworte an den scheidenden Abteilungskommandanten richtete.
In einer Bürgerversammlung in der Hülschenmatthalle in Eichen wollen Eichener Bürger Antwort von Bürgermeister Christof Nitz über mögliche Pläne der Stadt zur Kindergarten-Schließung. Deutlich sagt der Bürgermeister, dass diese Entscheidung erst 2005 anstehe, wobei die vorgetragenen Zahlen und die Geburtenentwicklung deutlich machen, dass ein Überhang an Kindergartenplätzen in der Stadt vorhanden ist. Ob Eichen schließlich geschlossen wird, sei noch völlig offen, so das Stadtoberhaupt.
22. Januar 2004
Landrat Alois Rübsamen reagiert skeptisch auf die Krankenhaus-Initiative von Christof Nitz. Er meint, die Idee der Privatisierung sei nicht neu. Er kritisierte auch das merkwürdige Verfahren, denn er hatte von Presseleuten von den Privatisierungsplänen erfahren. Weiter meint er, das Kreiskrankenhaus Schopfheim hätte unter der Trägerschaft des Landkreises eine weitaus stärkere politische Lobby als unter privater Trägerschaft.
Das Jahr 2003 war das erfolgreichste in der Geschichte der Schopfheimer Stadtbibliothek. Die Gesamtausleihen stiegen um mehr als 7 % auf 189.517. Die Gründe hierfür liegen nicht zuletzt auch in der räumlichen Erweiterung der Bibliothek. Die Bibliotheksbesuche lassen statistisch je Öffnungsstunde einen Besuch von etwa 40 Personen errechnen. Die Ausleihe pro Öffnungsstunde hat sich statistisch von 102 auf 111 Einheiten erhöht.
23. Januar 2004
Zur Kritik des Landrates am Vorgehen der Stadt Schopfheim hat Christof Nitz in einem Brief Stellung genommen. Zur Krankenhaus-Trägerschaft meint er: »Für mich ist eine besonders starke Lobby für unser Kreiskrankenhaus leider nicht zu erkennen«, und zielt dabei auf die Bemerkungen des Landrates, wonach eine ständige Stärkung des Oberzentrums Lörrach-Weil zu einer Reduzierung der Grundversorgung in Schopfheim führe.
Landwirtschaftsminister Willi Stächele, CDU, besuchte Gersbach. Ortsvorsteher Ralf Ühlin servierte ihm kreative Ideen, wie dem permanenten Abbau der Landwirtschaft wirkungsvoll begegnet werden kann. Die Fleischdirektvermarkter berichteten ebenso über die Aktivitäten wie Ernst-Frieder Schmidt, der durch die Chäschuchi führte. Der Minister lobte das Dorf im ländlichen Raum, denn es sei ein Paradebeispiel dafür, dass sich Eigeninitiative lohne, zumal in Zeiten, in denen das Manna nicht vom Himmel falle. Ein Kompliment galt dem vorgestellten Entwicklungskonzept, das Rahmen sprenge und Chancen biete.
In den Morgenstunden sitzen die Wiechser Haushalte auf dem Trockenen. Der städtische Wassermeister umschreibt das Malheur des fehlenden Trinkwassers so: »Ein elektrischer Schieber hat den ,Geist‘ aufgegeben«. Infolgedessen lief der Hochbehälter des Ortsteiles leer. Bis zur Silberrankstraße lagen daraufhin die Wasserleitungen trocken. Der Schaden sei erst gegen 14 Uhr endgültig behoben gewesen, obwohl das Wasser seit den frühen Morgenstunden ausgeblieben war.
24. Januar 2004
Über anrüchige Jagdvergaben des Gemeinderates berichtet heute das Markgräfler Tagblatt. Drei Jäger, die bisher das Jagdrevier um den Entegast hatten und ein gegenüber dem bisherigen Jagdpachtbetrag höheres Angebot abgaben, wurden vom Gemeinderat nicht mehr berücksichtigt. Dafür erhielt die Jagd ein Mitglied des Gemeinderates zum bisherigen Jagdpachtbetrag. Bürgermeister Christof Nitz sieht in der Vergabe-Praxis des Gemeinderates keinen rechtlichen Verstoß.
Die unter der Schneelast zusammengebrochene Traglufthalle ist wieder intakt. Der Halle war nur »die Luft ausgegangen«.
Der Gesangverein Fahrnau spendet für Interplast 500,- Euro. Dr. Günter Zabel und seine Ehefrau Marianne durften den Betrag in Empfang nehmen.
Das Arbeitsamt in Lörrach hat aufgrund der Neustrukturierung nun auch einen neuen Namen. »Agentur für Arbeit« heißt die bisherige Behörde künftig.
Vor dem Rathaus in Langenau steht, von der Feuerwehr aufgerichtet, der diesjährige Narrenbaum. Die Narrenprinzessin des Vorjahres, Helga Roser, konnte mit »Sabine I vom Langacker« (Sabine Kistner) die neue Regentin für die Fasnacht 2004 präsentieren.
Bei der Jahreshauptversammlung des Schäferhundevereines Schopfheim-Langenau freut sich der Vorsitzende, Michael Reimann, über ein erfolgreiches Jahr. Dem seit 25 Jahren im Verein tätigen André Herzog, der auch gleich lang im Dachverband aktiv ist, überreicht der Vorsitzende eine entsprechende Urkunde. Der Verein ist derzeit ohne Zuchtwart, da niemand, der die Voraussetzungen für das Amt mitbringt, sich zur Wahl stellte.
Zügig wird die Jahreshauptversammlung des katholischen Kirchenchores unter dem Vorsitzenden Johannes Nordiek abgehandelt. Pfarrer Dressel dankt dem Chor für dessen Engagement und bezeichnet ihn als Stütze und Pfeiler der Gemeinde. Dem Vorsitzenden war es vorbehalten, eine seltene Ehrung vorzunehmen. Margarete Müller wurde für 65 Jahre aktiven Mitsingens im Chor gewürdigt. Nordiek dankte ihr mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß. Die Wahlen bestätigten den bisherigen Vorsitzenden, während er mit Brigitta Grüner eine neue Stellvertreterin erhielt.
25. Januar 2004
Das Brass-Ensemble »Querblechein« mit Bezirkskantor Christoph Bogon spielt in der evangelischen Stadtkirche. Reizvolle Kontraste erleben die Zuhörer zwischen Blechmusik und Orgelspiel. Die Einnahmen dieser Benefiz-Veranstaltung gehen an ein Musikprojekt für Straßenkinder und AIDS-Waisen in Uganda. Organisatorin dieser Veranstaltung ist Susanne Fink aus Schopfheim.
26. Januar 2004
Die Chäschuchi Gersbach darf jetzt auch an Sonntagen geöffnet haben. Eine entsprechende Genehmigung hat das Regierungspräsidium erteilt.
27. Januar 2004
Die Vorsitzende des Schopfheimer Tierschutzvereines, Gaby Kurz, informiert die Öffentlichkeit darüber, dass derzeit oft eine jüngere Frau mit einem Kinderwagen unterwegs sei und behaupte, für den Tierschutz zu sammeln.
Seit über 15 Jahren operiert der Schopfheimer Chirurg Dr. Thomas Jungeblod in seiner ambulanten Praxis-Klinik. Eine Schließung des Schopfheimer Krankenhauses - so meint heute ein Artikel in der Badischen Zeitung - könnte für den Operateur zu neuen Vorstellungen führen. Denkbar wäre ein ambulantes OP-Zentrum in den leerstehenden Räumlichkeiten einer Klinik.
Gegen 70 Bewerbungen liegen der Stadtverwaltung für die neue Kulturbeauftragten-Stelle vor.
In einer Presseerklärung zur umstrittenen Jagdvergabe am Entegast betont für die SPD der Fraktionsvorsitzende, Artur Cremans: »Die SPD trägt keine Verantwortung für den Verlauf der Angelegenheit«. Das Landratsamt sieht auch noch Klärungsbedarf, denn es muss die Rechtmäßigkeit des Beschlusses überprüfen. Bürgermeister Christof Nitz meint auf die Frage des MT hin, dass sich der Gemeinderat noch einmal mit dem Thema beschäftigen werde, wenn vom Landratsamt ein entsprechendes Schreiben vorliege.
Der Krankenhaus-Förderverein ist sauer, er fühlt sich bei der Diskussion über die künftigen Klinikstrukturen vom Landkreis nach wie vor übergangen. Eine Informationsveranstaltung im Aufsichtsrat der Kliniken in der vergangenen Woche zum Thema »Zukunft der Krankenhäuser« bildet hierzu den Anlass. Die Fördervereine Schopfheim und Rheinfelden wurden hierzu nicht eingeladen, obwohl der Landrat zugesagt hatte, eine frühzeitige Beteiligung von Fördervereinen und Standortgemeinden werde ermöglicht. Ruthard Hirschner als Vorsitzender des Fördervereines verweist weiter auf ein Schreiben des Landrats an den Schopfheimer Bürgermeister, in dem Rübsamen erklärt, dass der Kreis die Sicherstellung der Krankenhausversorgung als öffentliche Aufgabe sehe. Wenn dem so sei, so der Schopfheimer Beigeordnete, gehöre die Struktur-Diskussion unter Beteiligung der Öffentlichkeit geführt und nicht in einem Geheimkabinett namens Aufsichtsrat.
Mit Molières Komödie »Der Geizige« gastiert Jörg Pleva mit seiner Hamburger Schauspiel-Companie Ad hoc auf Einladung des Kulturringes in der Stadthalle und begeistert mit seinem komödiantisch-vital und wirkungsvoll aufgebauten Stück mit viel Situationskomik das zahlreich erschienene Publikum.
28. Januar 2004
Es schneit. Die Stadt liegt unter einer 20 cm dicken Schneedecke. Für den Bauhof und die übrigen Räum-Mannschaften bedeutet die derzeitige Situation Schwersteinsatz.
Der Vorsitzende des Fußballvereines Fahrnau, Markus Jäckh, dankte dem Förderverein Pro Fußball Fahrnau bei dessen Hauptversammlung für die Initiativen und die Arbeit, die er für den Verein leistet. Er unterstrich die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen. Der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Detlev Schuster, wies u. a. darauf hin, dass Jugendliche, die in den Aktiv-Bereich des Fußballvereines Fahrnau wechseln, mit einem Gutschein belohnt werden, der für die Anschaffung von Fußballschuhen verwendet werden kann. Die Wahlen bestätigten Detlev Schuster und seinen Vize, Ralf Völz.
Die Jagdpachtvergabe des Gemeinderates führt nun zu Leserbriefen. Die einen verstehen den Gemeinderat, andere wiederum verurteilen die Vorgehensweise.
Die Schopfheimerin Gabi Hochwald gewann zusammen mit ihrem Freund eine SWR-3-Quizfrage und konnte mit 160 anderen Gewinnern eine Reise an den Polarkreis nach Finnland machen. Sie berichtet nun in der Presse über ein gastfreundliches Land.
29. Januar 2004
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Abteilung Schopfheim berichtet Abteilungskommandant Hanspeter Meyer von einem Personalbestand, der 73 Aktive umfasst. 27 dieser Aktiven ließen sich im Berichtsjahr durch den einen oder anderen Lehrgang fortbilden. 148-mal rückte die Abteilung zu Einsätzen aus, 58-mal wegen Feueralarm, 81-mal zu technischen Hilfeleistungen und zu zwei Notfalleinsätzen. Sieben Einsätze waren sonstiger Art. Kreisbrandmeister und Stadtbrandmeister Bernd Schwöble zeigt sein Unverständnis dafür, dass die Stadt im zweiten Jahr die Haushaltsmittel »gedeckelt« habe. Diese Deckelung sei für die Feuerwehrleute nicht nachvollziehbar. Er befürchtet auch, dass aufgrund der Haushaltslage die Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen noch ein paar Jahre auf sich warten lassen wird.
Frank Hedtke will im März die Marktlandschaft mit einem Abend-Markt bereichern. Als Starttermin hat er bereits den 18. März vorgegeben, obwohl keinerlei Genehmigungsverfahren eingeleitet worden sind. Fachbereichsleiter Klaus Strütt von der Stadtverwaltung sagt der Presse gegenüber, dass dieser Start nicht möglich sei. Zuerst seien entsprechende Voraussetzungen zu erfüllen. Auf keinen Fall - so Strütt - wolle die Stadt sich bestehende Wochenmärkte kaputtmachen lassen. Frank Hedtke meint, es sei schon nervig, wenn solche Initiativen abgewürgt würden.
Am 9. Februar wird sich der Gemeinderat mit der Frage beschäftigen, ob Schopfheim eventuell das Prädikat »Erholungsort« in der Gesamtheit der Gemarkung ansteuern soll.
Die Rechtsaufsicht des Landratsamtes prüft derzeit die Vergabe der Jagdpacht, die vor Tagen für Schlagzeilen gesorgt hat.
30. Januar 2004
Seit drei Tagen hat der städtische Bauhof Großeinsatz: Der Schneefall der letzten Tage, der so stark war wie seit Jahren nicht mehr, erfordert nahezu einen Rundum-Einsatz. In Gersbach liegt soviel Schnee, dass ein Einsatz von Salz - so der Bauhofleiter Stefan Wetzel - keinen Sinn mehr macht. Dort könne nur noch gebahnt werden.
Dekanin Gerhild Widdess möchte Pfarrerin in Dossenbach werden. Wie sie meint, hätte dies keine Auswirkungen auf ihr Amt als Dekanin des Kirchenbezirkes.
Noch immer wartet die »Pflug«-Tiefgarage auf ihre Beschilderung, denn erst dann kann sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Harmonisch verlief vor einigen Tagen auch in diesem Jahr die Generalversammlung beim Musikverein Wiechs. Vorsitzender Reinhold Hagist konnte von einem arbeitsreichen Jahr zusammen mit dem Dirigenten Max Lehmann berichten. Dem Vorsitzenden war es dann auch vorbehalten, dem Stellvertreter Bernd Waßmer zu danken, denn er ist bereits seit 26 Jahren im Amt des 2. Vorsitzenden und hat keine einzige Probe und keinen einzigen Auftritt versäumt. In seinem Ausblick meint Reinhold Hagist, dass es gelte, neue Passiv- und Fördermitglieder zu gewinnen, wobei er hoffe, bald die Zahl 500 erreicht zu haben.
Bei der Jahreshauptversammlung des Gospelchores »Resonance of Life« stellte sich die Chorsprecherin, Renate Maindok, nicht mehr zur Wahl. Neue Chorsprecherin wurde Jutta Leininger, während sich den Vorsitz Nathalie Sonntag und Andreas Bergmann wie bisher teilen. Bezirkskantor Christoph Bogon bedankte sich bei den Sängerinnen und Sängern für ihr Engagement im vergangenen Jahr und lobte die gute Atmosphäre der Chorgemeinschaft.
Der ehemalige Raitbacher Ortsvorsteher Erwin Jost präsentiert ein neues Buch: »Raitbach - ammig und hütt«. Aus einer Fotosammlung hat er sich damit das schönste Geschenk zum 80. Geburtstag gemacht und einen Bildband über sein Dorf veröffentlicht. 200 Seiten stark ist das Bändchen, das 350 Schwarzweiß-Bilder enthält. Ortsvorsteher Karl Friedrich Oswald bedankte sich im Namen des Ortschaftsrates und freute sich über die Arbeit, die den Ortsteil so treffend beleuchtet.
31. Januar 2004
Zwei Männer stehen derzeit vor dem Landgericht Waldshut-Tiengen. Ein Verfahren wegen regen Rauschgifthandels brachte sie vor die Schranken des Gerichts. Die Presse berichtet heute, dass die beiden Angeklagten bereits an 13- und 14-Jährige Rauschmittel verkauft und ihnen diese teilweise sogar in »Kifferrunden« gratis abgegeben haben.
Das Georg-Reinhardt-Haus hat das TÜV-Qualitätsmanagement-Zertifikat erhalten. Das Gütesiegel wurde dieser Tage durch Geschäftsführer Klaus Haas erläutert.
Der SPD geht das Projekt der Ganztagesschule zu langsam. Sie will von Bürgermeister Nitz wissen, was aus ihrem Antrag, den - so Artur Cremans - sie im April des Vorjahres gestellt hat, geworden ist.
Gefreut haben sich vor einigen Tagen die Inhaber des Gasthofes »Krone« in Wiechs, denn der FC-Bayern-Trainer und Lörracher Ottmar Hitzfeld nutzte die Winterpause, um seiner Heimat einen Besuch abzustatten. Bei dieser Gelegenheit war Hitzfeld auch in der Wiechser »Krone« zu Gast.
Nach PISA wurde nun eine Iglu-Studie fertig, die sich mit den Grundschulen beschäftigt. Die Schopfheimer Schulleiterinnen und Schulleiter sind über das Ergebnis dieser Studie zufrieden.
Vor einigen Tagen trafen sich die Mitglieder von Kanal Ratte (der Verein zählt derzeit 35 Mitglieder) zur Jahreshauptversammlung. Johannes Bauer und Matthias Schuler sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Dafür haben Markus Meßthaler und Manuel Bausch die Ämter übernommen. Wichtigstes Detail ist, dass die Kanal-Ratten präsenter werden wollen. Sie gehen auch mit einigen selbst organisierten Konzerten, die sie in der Agathen-Kirche mitveranstalten, aktiv an die Öffentlichkeit.
Personelle und inhaltliche Veränderungen wurden bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Mütterzentrums bekannt gegeben. Zur Zeit beschäftigt das Mütterzentrum drei ausgebildete Erzieherinnen in zwei Gruppen. Seit Dezember 2002 hat der Verein mit Susanne Meier eine Geschäftsführerin. Auch Arbeitskräfte aus dem Programm »Arbeit statt Sozialhilfe« sind im Verein tätig. Die Wahlen ergaben einige Änderungen. Beatrice Ohlsen wurde neue stellvertretende Vorsitzende, Maria Schulz wurde in ihrem Amt als Vereinsvorsitzende bestätigt.
Das 10-jährige Bestehen feiern die Unabhängigen. »Sich einmischen und das kommunale Umfeld aktiv mitgestalten« war die Gründungsdevise der Schopfheimer Wählergemeinschaft. »Es war zehn Jahre Engagement für Schopfheim und zehn Jahre Dienst an der Demokratie«, so Klaus Kochendörfer, der erste Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Beigeordneter Ruthard Hirschner.
Nicht in der gewohnten Form mit Muskelkraft, sondern mit technischer Hilfe durch einen Hebekran wurde der diesjährige Narrenbaum erstellt. Der Statthalter, Ralf I (Ralf Schulz), meinte, nachdem der Baum aufgerichtet war: »De letschti Münggi sieht - es isch so witt, ab hütt isch wieder Fasnachtszitt«. Wie immer haben die »Enninger« den Super-Baum, der in diesem Jahr 26 m misst, für die närrische Zeit aufgerichtet. Da an der Straße trotz einsetzendem Tauwetter noch Schnee lag, wurde aus Sicherheitsgründen auf die Muskelkraft verzichtet und der Narrenbaum mit einem Kran aufgestellt.
Schopfheim etabliert sich für den südbadischen Junioren-Fußball zu einer festen Adresse. Das von Willy Boos organisierte DFB-Stützpunktturnier erfährt immer mehr Anerkennung. Bereits zum zweiten Mal organisiert der Schopfheimer diese sehr gut besuchte Veranstaltung. Allerdings soll die Spielerzahl nicht ausgeweitet werden.
Traditionsgemäß beginnt die Hauptversammlung des Gesangvereins Eichen mit einem Lied. Wenn auch einige Differenzen zu besprechen waren, so überwiegten dennoch die positiven Aspekte, die der Vorsitzende, Achim Hottinger, im Jahresrückblick darlegte. Der Verein zählt derzeit 54 Aktive und 36 Mitglieder im Lollypop- und Cats-Chor. Die Ziele für das kommende Vereinsjahr sehen einen Themenabend »Ungarn« und einen Auftritt in der Schlosskirche auf der Insel Mainau vor. Die Reihe der 18 Ehrenmitglieder wurde um Rainer Jost und Dieter Keller erweitert. Achim Hottinger konnte die neuen Ehrenmitglieder für ihre über 30-jährige Arbeit im Verein ehren.
02. Februar 2004
Die telefonische Bombendrohung vom 4. Januar im Kreiskrankenhaus konnte mittlerweile aufgeklärt werden. Die Polizei teilt mit, dass es sich um eine Frau mittleren Alters aus Rheinfelden handle, die die Tat wohl aus angestautem Frust heraus und auf Grund familiärer Probleme beging. Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft läuft.
03. Februar 2004
Im Pflegestift Bifig feiert heute Josef Gerspacher seinen 102. Geburtstag. Vor einem Jahr zog der aus Zell stammende, frühere Textilarbeiter aus Lörrach ins Pflegeheim.
Einen Scheck in Höhe von 600,- Euro darf Ruthard Hirschner für den Krankenhaus-Förderverein vom Land- und Nutzfahrzeugunternehmen Zettler auf der »Grienmatt« und der Feuerwehr entgegennehmen.
Willi Greiner wird auch bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Bergland e. V. als Vorsitzender bestätigt. Er erinnerte in seinem Rückblick daran, dass die Fleischdirektvermarkter in Gesprächen mit Politikern und bei politischen Veranstaltungen immer wieder gefragt seien. Absatzprobleme kennen die Direktvermarkter derzeit nicht, denn nach wie vor kaufe Jörg Hieber beim Verein ein.
04. Februar 2004
Sämtliche Schopfheimer Parteien arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Listen für die Gemeinderatswahlen zu komplettieren. Die CDU stellt ihre Kandidaten im März öffentlich vor. Von acht amtierenden Rätinnen und Räten kandidieren fünf wieder, erklärt Vorsitzender Rolf Kuri auf entsprechende Anfrage der BZ. Die Freien Wähler werden ihre Kandidaten am 18. Februar nominieren. Die derzeitige Finanzknappheit, so der Vorsitzende, Adolf Winterhalder, mache die Arbeit im Gemeinderat nicht verlockend. Bei den Unabhängigen werden die bisherigen Mandatsträger - so der Vorsitzende, Horst Lüttner - wohl wieder kandidieren. Bis jetzt sei noch keiner abgesprungen. Damit scheint auch das Thema vom Tisch zu sein, dass Unzufriedene unter den Unabhängigen mit einer eigenen Liste ins Rennen gehen. Mühseliger als in den Jahren zuvor sei die Suche und daher noch nicht ganz abgeschlossen, verdeutlicht Michael Straub für das BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Im Pressebericht der BZ über die Wahlen ist allerdings keine Aussage von der SPD zu finden.
Ende der vergangenen Woche hatte der Musikverein Harmonie Gersbach die Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Stefan Deiß war es, der einen Bericht über das vergangene Jahr gab und dabei auch mitteilte, dass mit Ronny Langendorf seit Juni ein neuer Dirigent den Verein führt. Dieser fühle sich in Gersbach wohl und gut aufgenommen. Die Arbeit - so meint der neue Dirigent - mache ihm viel Spaß.
In einem Schreiben an die Stadtverwaltung verlangt das Landratsamt als Aufsichtsbehörde genaue Informationen über die ins Gerede gekommene Jagdvergabe. Der Beschluss sei so nicht in Ordnung, wird im Schreiben der Kommunalaufsicht dargelegt.
Die SPD trifft sich im »Adler« zur Jahreshauptversammlung. Ortsvereinsvorsitzender Dr. Peter Ulrich spricht von einer Zerreißprobe innerhalb der Partei. Die Reformpolitik habe sie in Konflikte gestürzt, dennoch sei klar, dass es ohne schmerzliche Einschnitte nicht mehr weitergehen könne. Allerdings dürfe die SPD nicht am Solidaritätsprinzip rütteln lassen. In seinem Jahresrückblick erwähnte er u. a. kommunalpolitische Seminare und die eindrucksvolle 100-Jahr-Feier. Für die Gemeinderatswahlen suche die Partei nach wie vor Kandidaten. In seinen Worten erinnert er den Schopfheimer Bürgermeister Christof Nitz an dessen Wahlversprechen, seinen Wohnort nach Schopfheim zu verlegen. Ein Bürgermeister sollte am Ort wohnen und hier seinen Lebensmittelpunkt haben. Stadtrat Hans-Jörg Klein bemängelt, dass nach dem ersten Amtsjahr ein echter Sparwille nicht erkennbar sei, ein Umdenken müsse deshalb einsetzen. Das Krankenhaus und seine mögliche Privatisierung spaltet auch die Schopfheimer Genossen. Die öffentliche Diskussion betrachtet Kreisrat Karl Heinz Vogt als zweischneidige Sache und Herbert Baier, Kreistagskollege aus Bürchau, meint, man dürfe die Mehrheitsverhältnisse im Kreisrat nicht außer Acht lassen. Außerdem, so der Bürchauer Bürgermeister, sei es bittere Realität, dass das Krankenhaus in seiner jetzigen Struktur nicht zu halten sei. Dagegen hagelte es Widerspruch. Stadtrat Hans-Jörg Klein monierte, sämtliche negativen Entscheidungen habe in jüngster Zeit die Kliniken GmbH ohne Konsultation der Stadt gefällt. Die stückweise Amputation stehe in klarem Widerspruch zum Vertragswerk zwischen Stadt und Landkreis. Zu allen Möglichkeiten, die auszuloten seien, gehöre auch die Privatisierung. Auch Artur Cremans vermisst den kritischen Funken im Kreistag. Der scheibchenweise Abzug von medizinischen Leistungen widerspreche dem Geist des Übergabevertrages.
05. Februar 2004
Den Erlös des Adventsmarkts in Fahrnau rund um St. Agathe von 1.000,- Euro überreicht Pfr. Andreas Ströble an die Vorsitzende des Aktionskomitees »Kind im Krankenhaus«, Frau Monika Werner.
Ein Tierdrama scheint sich in Langenau zu offenbaren, denn in wenigen Tagen sind im Wohngebiet »Loh« in einem stillgelegten Swimmingpool, in dem noch 40 cm hoch Wasser steht, drei Katzen ertrunken.
Bei ihrer jüngsten Fraktionssitzung war bei den Unabhängigen das Thema »Abendmarkt« vorrangig. Sie kritisierten dabei die Stadtverwaltung und meinen, dass offenbar heute vorhandene Probleme als geregelt dargestellt worden sind. In ähnlicher Weise kritisierte die Fraktion auch das Verhalten der Stadtverwaltung in Sachen Schulhof Dr. Max-Metzger-Schule. Die dritte Interessengruppe betraf das THG. Dabei meinten Räte, es fehlten schon heute Aufenthaltsmöglichkeiten, zudem müsste die Schule für eine Verpflegungsmöglichkeit der Schüler sorgen.
Trotz kleiner Besucherzahl wurde der traditionelle Altennachmittag der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden zu einem schönen Erfolg. Der Nachmittag begann zunächst besinnlich, bevor Tanzlaune aufkam. Die Seniorinnen und Senioren zeigten sich dann auch in bester Fasnachtslaune, denn sie hatten phantasievolle Kopfbedeckungen mitgebracht.
Der gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft tagt. Während der Sitzung referiert Alt-Bürgermeister Klaus Fleck in einem einstündigen Vortrag über die demografische Entwicklung im Verwaltungsraum. »Unser Raum stellt sich positiv dar«, so Bürgermeister Christof Nitz, wichtig sei es jedoch, neue Fläche für Bebauungen zu schaffen.
06. Februar 2004
Michael Segan, der sich 2002 um das Schopfheimer Bürgermeisteramt bewarb, wurde nun im ersten Wahlgang in der schwäbischen Gemeinde Alfdorf Bürgermeister.
In einem Leserbrief äußern sich heute in der BZ zwei Briefschreiber zum Thema »Operationen in der Praxis-Klinik von Dr. Jungeblod«, denn Ende Januar hatte die Zeitung über diese Praxis-Klinik berichtet und dabei auch erwähnt, dass im Krankenhaus freiwerdende Räume von Dr. Jungeblod übernommen werden könnten. Beide Briefschreiber meinen nun, dass Dr. Jungeblod seine eigenen Interessen und nicht die des Krankenhauses oder die der Patienten sehe.
Die Tiefgarage wurde nun für die Öffentlichkeit geöffnet. Im Beisein von Bürgermeister Christof Nitz durchschnitten der Eigentümer und Pächter Volker Trefzger und seine Frau Rita zusammen mit Hausverwalter Gierlich das Einfahrtsband. Mit von der Partie war auch Claus Stockburger für den Gewerbeverein, der die Öffnung als eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses sieht. Er möchte auch den Parktaler wieder aktivieren. Bürgermeister Christof Nitz meinte bei seinen begrüßenden Worten, er freue sich, dass es noch mutige Leute gebe in der Stadt und meinte damit den Eigner, Volker Trefzger, der die Flächen an die Stadt verpachtet hat.
In der »Villa Musica« trifft sich der Musikverein Fahrnau zu seiner Jahreshauptversammlung und erinnert dabei an das, was in diesem Haus innerhalb von zwei Jahren auf die Beine gestellt worden ist. »Es ist bombastisch und kaum noch zu toppen«, meinte der Vorsitzende, Thomas Hoyer. Er begreift die Arbeit als eine reife Leistung des Bauteams des Musikvereins, in dem neben Motor Gustav Blessing die Stunden-Könige Karl-Heinz Wagner, Jürgen Brändle, Klaus Balzer, Wolfgang Brutschin, Stefan Brutschin und Horst Ewert für ihren beispiellosen Einsatz stehen. Der 2. Vorsitzende, Stefan Brutschin, wurde nach den Wahlen von Britta Schroeder abgelöst. Das Vereinsschiff lenkt weiterhin Thomas Hoyer.
07. Februar 2004
Derzeit steht ein junger Schopfheimer vor dem Amtsgericht, der an der Schlägerei vor der Stadthalle am Hemdglunkiball des vergangenen Jahres beteiligt war.
Die Unabhängigen wollen auf dem Schulhof der Dr. Max-Metzger-Schule ein absolutes Alkohol- und Rauchverbot aussprechen. Auch die CDU fordert Sofortmaßnahmen.
Ein Feuerwerk des Humors und der Satire wird abgebrannt beim ersten Zunftabend der Narrenzunft Schopfheim in der Stadthalle. Bewährte und erfolgsgewohnte Akteure beherrschen das Bühnengeschehen, aber auch die Kleinsten wie Andi Gsell mit seinem Sohn Nico mit ihren »Bauernregeln« lassen die Lachmuskeln in Aktion treten. Was wäre der Zunftabend ohne Jeannot Weißenberger, ohne Hermann Wendland und - seit drei Jahren - ohne Salvatore (Toto) Invernale? Aber auch andere Akteure haben den gleichen Stellenwert: Klaus und Peter Strauß und auch die »3 Ex« (Statthalter: Bernhard Springmann, Hans Itzin und Wolfgang Bühler) bringen messerscharfe Pointen. Die Sicht aus der Höhe übernimmt auch in diesem Jahr der »Zwuckel vom Buckel«, Siegfried Schmidt. Durch das Programm führen bestechend und überzeugend Heidi Walz und Rosi Schmidt. Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch die Jüngsten und die Show-Einlage der Tanzgruppe mit der präzisen Choreographie.
Bei der Jahreshauptversammlung im »Maien« in Langenau blickt der dortige Gesangverein auf ein arbeitsintensives Jahr zurück. Der 29 Stimmen zählende Chor wird auch weiterhin von der Vorsitzenden Belinda Spettl geführt. Das Dirigat liegt seit einigen Jahren in den Händen von Georg Diehl. Der bisherige 2. Vorsitzende, Walter Rütschlin, wurde bei den Wahlen durch Jürgen Kilchling abgelöst.
Die Abteilung Enkenstein der Feuerwehr trifft sich zur Jahreshauptversammlung. Ernst Brutschin wird für die Dauer von fünf Jahren erneut zum Abteilungskommandanten gewählt. Zum Ehrenmitglied der Abteilung wird schließlich Ernst Wagner, der jahrzehntelang aktives Mitglied der Wehr war, ernannt.
09. Februar 2004
Bei den Neuwahlen des Gesangvereins Konkordia Gersbach wurde Ernst-Frieder Schmidt zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst damit Ruth Koch im Amt ab.
Der Gemeinderat hat sich nun mit Peter Lenk und vielen Bürgern darauf geeinigt, wo die Plastik über die 48er-Revolution aufgestellt werden soll. Der Künstler vom Bodensee steht ganz im Mittelpunkt einer öffentlichen Gemeinderatssitzung, die zusammen mit ihm auf dem Marktplatz als Anhörung stattfindet. Wenn der Bildhauer sich auch zunächst eindeutig für die Marktplatzfläche als Standort ausgesprochen hatte, ließ er sich hernach umstimmen, die zu schaffende Skulptur an der Ecke Kronenbrunnen/Konrad-von-Rötteln-Straße aufzustellen. Allgemeiner Tenor war: »An dieser Stelle sieht man das Kunstwerk besser«.
Bei der Jagdpacht ändert sich nichts. Der Gemeinderat vergibt den Jagdbogen Entegast, der ins Gerede gekommen war, in einem neuen Beschluss an den 40-jährigen Jäger aus Schopfheim, der für die Freien Wähler im Gemeinderat sitzt. Damit wird auch das Gebot dieses Jägers, das 800,- Euro unter dem Angebot des Konkurrenten liegt, weiter akzeptiert.
In der öffentlichen Gemeinderatssitzung hegen die einzelnen Fraktionen Unmut darüber, warum es mit dem Abendmarkt bis März nicht klappen soll. Einzig Stadtrat Klein hegte Skepsis und meint, es könne nicht sein, dass einer eine Idee habe und von der Stadt verlange, sie umzusetzen. Andererseits missfalle ihm aber auch die Art und Weise der Verwaltung, wie diese mit den Menschen umgehe.
Die Sportgemeinschaft Eichen veranstaltet während des ganzen Wochenendes in der Friedrich-Ebert-Sporthalle die südbadische Jugendmeisterschaft im Ringen - ein Großereignis für einen relativ kleinen Verein um den Vorsitzenden Hans-Dieter Albiez.
Jahreshauptversammlung beim Kaninchenzuchtverein Schopfheim. Vorsitzender Horst Knittel konnte für jahrzehntelange Mitgliedschaft Arnold Ühlin, Dieter Brenneisen und Jürgen Krumbholz zu Ehrenmitgliedern ernennen. Der Vorsitzende berichtete auch darüber, dass die Jungtierschau wegen zu geringer Anmeldungen ausfallen musste. Er rief die Mitglieder auf, die monatlichen Versammlungen besser zu besuchen.
Die Problematik auf dem Schulhof der Dr. Max-Metzger-Schule führt im Gemeinderat zu heftigen Angriffen gegen die Verwaltung. Die Elternbeiräte dieser Schule, allen voran deren Vorsitzende, meinen: »Sollen wir erst als Bürgerwehr auftreten, bevor Abhilfe geschaffen wird?« Die Eltern fordern Rauch- und Alkoholverbot und Schließung des Durchgangs zur Turnhalle. SPD-Fraktionschef Artur Cremans: »Wir müssen das Problem abstellen, so gut es geht«. Er erteilt den Auftrag an Verwaltung und Polizei, entsprechende Regelungen zu treffen. »Wir drehen uns immer im Kreis«, befand Andreas Gsell für die Unabhängigen und fordert, dass die Stadt am Zuge sei und eine Schulhofordnung erlassen müsse. Auch Fraktionschef Karl Selz meint für die Unabhängigen: »Wir brauchen schnell eine Hausordnung«. Bürgermeister Nitz war es dann auch, der versprach, im März eine Hausordnung für alle Schulen vorzulegen.
Bürgermeister Christof Nitz informierte den Gemeinderat, dass die Post am 1. März im Blumenladen Knoll an der Blasistr. 8 eine Post-Agentur eröffne. Stadtrat Jürgen Jäckh hatte diesbezüglich im Gemeinderat immer wieder nachgehakt.
Der Antrag der Verwaltung, ein Anerkennungsverfahren nach dem Kurortegesetz für Schopfheim in die Gänge zu bringen, beschäftigt den Gemeinderat. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, für Schopfheim das Prädikat »Erholungsort« zu erreichen. Dies bezeichnet Hans-Jörg Klein von der SPD als Etikettenschwindel. Auch Artur Cremans sieht darin keinen Sinn. Für Marcus Walter von der CDU ist das Ziel »hochgestochen«. Alle haben Angst, dass es dadurch Nachteile für die Industrie geben könnte. Auf Antrag von Hubert Probst vertagte der Gemeinderat daraufhin die Entscheidung.
10. Februar 2004
Will die Rathaus-Doppelspitze in den Kreistag? Das MT berichtet heute darüber, dass Christof Nitz für die CDU in den Kreistag will und Ruthard Hirschner, der Beigeordnete, sich eine Kandidatur für die Freien Wähler noch offen hält.
Die Bibliothek erweitert ihr Internet-Angebot. Nun kann über das Internet bequem über Titel, Verfasser und den Bibliothekskatalog insgesamt recherchiert werden.
Nachdem die »Pflug«-Tiefgarage für die Öffentlichkeit nutzbar ist, beschäftigt sich heute ein erster Leserbrief aus den Reihen der Eigentümer des »Pflug«-Areals mit dieser Aktion und nennt das Vorgehen »eine Wildwest-Manier«, da mit den Eigentümern überhaupt nicht gesprochen worden sei.
11. Februar 2004
Mit dem Stadtauto vor die Haustür: Claus Stockburger entwickelt ein neues Konzept für den öffentlichen Personennahverkehr innerhalb der Stadt. Er stellt dieses Projekt (SAS) Stadt-Auto-Schopfheim der Presse vor. Er meint, für dieses Nutzer-freundliche Angebot müsse die Stadt auch weniger Zuschüsse bezahlen. Neu an seinem Konzept ist, dass nur noch eine feste Linie fährt. In einer Art Sammel-Taxi können Kunden sich auf telefonische Anmeldung zuhause vor der Haustüre abholen und an den Ort ihrer Wahl bringen lassen, und dies innerhalb von 20 Minuten, verspricht der Unternehmer. Der Clou dabei ist allerdings auch noch, dass nicht nur die Kernstadt, sondern alle Ortsteile ins Konzept eingebunden wären. Im Pflughof plant Stockburger eine Art Stadtauto-Treffpunkt. Nach seinem Kalkül müsste die Stadt deutlich weniger an Zuschuss bezahlen, als das beim bisherigen City-Bus der Fall ist.
Seine 8. Hauptversammlung konnte vor einigen Tagen der Tennisclub Wiechs erstmals im eigenen Clubheim abhalten. Vorsitzender Reinhold Pfuhl referierte über die Bauentwicklung, wobei er von bisher 2.700 Arbeitsstunden berichtete. Stunden-König ist Willi Gorgos mit 900 Stunden. Die Wahlen bestätigten den bisherigen Vorsitzenden, der weiterhin das Vereinsschiff steuern wird.
12. Februar 2004
Während die Schopfheimer sich nach der Premiere der vergangenen Woche auf den 2. Zunftabend vorbereiten, herrscht in Fahrnau noch Premierenfieber. Am Freitag und am Samstag sind im Ortsteil die beiden Zunftabende angesagt.
Der Gesangverein Wiechs hat einen neuen Dirigenten: Heinrich Schweikert gab den Taktstock nach dem Weihnachtskonzert aus Altersgründen ab. 12 Jahre lang hat er den Verein musikalisch geleitet. Mit Andreas Hauri wurde nun ein Nachfolger gefunden. Bei der Hauptversammlung berichtete darüber der Vorsitzende, Lothar Gisin. Der neue Chorleiter möchte auch einen Jugendchor gründen.
Einstimmig bestätigt wurde bei der Jahreshauptversammlung des Turnvereins Fahrnau die Vorsitzende, Brigitte Möhrle. Rudolf Otto, der seit 50 Jahren Mitglied des Turnvereins ist, durfte die Ernennung zum Ehrenmitglied entgegennehmen. Die Goldene Ehrennadel überreichte die Vorsitzende an Gerda Kiefer. Sie leitet seit 1978 die Gymnastik für Frauen und ist auch sonst im Vereinsleben aktiv eingebunden.
Der Gemeinderat Maulburg beschloss, dem Angebot der Stadt Schopfheim näherzutreten und das Grundbuchamt zum 1. Januar 2005 nach Schopfheim abzugeben.
13. Februar 2004
Rundum zufrieden zeigt sich die VR-Bank mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2003. Die beiden Vorstände Günther Heck und Bernhard Schlageter sprechen in einem Pressegespräch von zum Teil zweistelligen Zuwachsraten. Das Schopfheimer Geldinstitut schneidet deutlich besser ab als der Verbandsdurchschnitt. Das Bilanzvolumen konnte auf nunmehr 348 Mio. Euro gesteigert werden. Dies entspricht einem Plus von 2,7 %. Die Kundeneinlagen wurden um 4 Mio. Euro auf insgesamt 265 Mio. Euro gesteigert. Auch das Kreditgeschäft wurde erhöht. Verantwortlich für diese gute Entwicklung sei vor allem die Nachfrage nach Wohnungsbau-Darlehen. Beide Vorstände führen das überdurchschnittlich gute Jahresergebnis dann auch in erster Linie auf die Synergie-Effekte nach der Fusion der einstigen Volksbank Schopfheim und der Raiffeisenbank Maulburg zurück. So konnten beispielsweise die Verwaltungskosten um 160.000,- Euro gesenkt werden.
Vorhang auf! für den ersten Zunftabend der Fahrnauer Narren. Die Akteure verstanden es, ausgelassen zu feiern, aber auch Abschied nehmen hieß es, denn Akteure wie Jörg Meier und Hanspeter Schwald hatten als »Frieda und Adalbert« ihren letzten Auftritt. Flotte Sprüche, kernige Witze und freche Attacken brachten sie über die Rampe der Hallenbühne. Auch die »Düfzelwälder Dreckspatzen« mit Jochen Sutter denken ans Aufhören und gaben ihren letzten Auftritt. Weiter sorgte Monika Schmidt alias »s’Emmele« für noch mehr Unterhaltung auf der Bühne - sie begleitete zusammen mit Alexander Ahrens durch den Abend.
14. Februar 2004
Beim Rauschgift-Prozess gegen zwei Schopfheimer muss Richter Wetz gegen eine Mauer des Schweigens und gegen Einschüchterungen ankämpfen. Schon am ersten Verhandlungstag in Schopfheim kommt es fast zum Eklat: Zwei ca. 20-jährige Besucher wirken auf den Richter auffällig unauffällig. Ein Kommissar des Schopfheimer Polizeireviers, der als Beobachter am Prozess teilnahm, bemerkte, dass die Besucher mit einem Zeugen sprachen und dass dieser dann merklich eingeschüchtert wirkte. Richter Wetz sah dies als Beeinflussung. Die beiden Besucher müssen nun auf ein eigenes Verfahren wegen Bedrohung gefasst sein. Der Richter wollte an den Schopfheimer Verhandlungstagen vor allem aufklären, ob die Angeklagten 13-jährige, strafunmündige Minderjährige dazu angestiftet haben, für sie Drogen aus Basel zu besorgen. Die Frage wird wohl erst beim Plädoyer in der kommenden Woche in Waldshut geklärt werden. Die Staatsanwältin stellt fest: »Dass in Schopfheim soviele 12- und 13-jährige Kids bereits ihren ersten Joint nehmen, ist für eine Kleinstadt schon eine unglaublich hohe Rate«.
Als Vize auf Oberschulamtsebene und damit als südbadische Schul-Handball-Vizemeisterin qualifiziert sich eine Mannschaft des THG mit dem Lehrer und Betreuer Dirk Brandt für das baden-württembergische Landes-Finale.
Vor einigen Tagen überreichte Belinda Spettl, Vorsitzende des Gesangvereines Langenau, dem Vorsitzenden des Langenauer Kirchengemeinderates, Rolf Blank, einen Scheck in Höhe von 300,- Euro für die Einrichtung des neuen Raumes im UG des Gemeindehauses.
Jahreshauptversammlung bei den Naturfreunden. Der bisherige Vorsitzende, Friedhelm Zitlau, wurde durch Willi Wetzel abgelöst. 2. Vorsitzender wurde Hartmut Heise. Bei den Naturfreunden fehle es an jungen Mitgliedern, war zu vernehmen.
Im Mütterzentrum trifft sich der im Jahre 2002 gegründete Verein »Außer der Norm« zur Jahreshauptversammlung. Der Verein hat jetzt 25 Mitglieder und stößt auf wachsendes Interesse. Beate Engeser berichtete für den Vorstand über das abgelaufene Jahr. Der neue Vorstand des Vereines besteht nun aus Anne Klapprott, Stefan Engeser, Beate Engeser und Beate Mannsbart.
Die evangelische Kantorei konnte bei der Jahresversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Vor allem die Johannes-Passion von J.S. Bach und das Weihnachtskonzert mit Werken von Vivaldi und Saint-Saëns wurden zu Erfolgen. Die Vorsitzende, Dr. Eva-Maria Jopski, dankte Spendern, Zuschussgebern, Aktiven und Helfern sowie ganz besonders Bezirkskantor Christoph Bogon für die Arbeit.
Von einem normalen Vereinsjahr spricht Manfred Schnell, Vorsitzender des Tennisclubs Langenau, während der Generalversammlung. Die Mitgliederzahl blieb im Berichtsjahr unverändert. Da immer wieder Beschädigungen auf dem Vereinsgelände zu beklagen waren, wurde die Zaunanlage erweitert, was sich als durchaus positiv auswirkte. Besonders erwähnte der Vorsitzende, dass im Rahmen der Kooperation »Schule und Verein« der Grundschule Langenau über die ganze Saison hinweg die Plätze des Tennisclubs zur Verfügung gestellt worden sind. Die Hitze des vergangenen Sommers hatte dem Platz Probleme bereitet, Feldmarkierungen hatten sich dadurch verformt.
Ehrungen beim zweiten Zunftabend gibt es bei der Fasnachtsgesellschaft Fahrnau. Den Verbandsorden in Silber erhalten für 22 Jahre und mehr aktiver Tätigkeit Peter Wenk, Gründungsmitglied der »Wuhrchnechte«, Susanne Kiefer vom Fanfarenzug und Christian Leisinger von den »Düfzelgeistern«. Den Goldenen Verbandsorden für 33 Jahre gab’s für Christel Drumm, für Hanspeter Schwald und für Werner Hilf.
15. Februar 2004
Die evangelische Studentenkantorei Freiburg gibt ein Konzert in der evangelischen Stadtkirche.
16. Februar 2004
Die Narren bereiten sich auf die heißen närrischen Tage vor. Insbesondere die TSG und die Stadtmusik haben mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen alles getan, um Probleme vor der Halle, wie sie im vergangenen Jahr aufgetreten waren, zu vermeiden. Sie fordern die Narren zu gesichertem und ungestörtem Narrentreiben und Frohsinn auf.
Die Firma Arlington Socks hat als Tochterunternehmen der Kunert AG den Namen geändert. Wie das Pressebüro von Kunert mitteilt, wurde das Wort »Socks« aus dem Namenszug gestrichen.
Der Tennisclub Schopfheim traf sich dieser Tage zur Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Gustav Blessing erhielt mit Dr. Thomas Weiß einen neuen Vize, der den bisherigen 2. Vorsitzenden, Jürgen Strauch ablöst. Im Vordergrund des Jahresberichtes standen die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen im vergangenen Sommer.
Über 60 Teilnehmer zählte der Skiclub Fahrnau bei den Vereinsmeisterschaften in Todtmoos. Gerd Schneider errang den Titel, während bei den Damen Marion Herold den Sieg davon trug. Bei den Snowboardern verteidigte Denis Hinz seinen Titel vom Vorjahr. Sabine Engelhard siegte bei den Frauen.
Beim Altennachmittag der evangelischen Kirchengemeinde Langenau in der vergangenen Woche bedankte sich die Organisatorin Ingelore Kuss bei Hildegard Hollax, die nach 30 Jahren intensiver Mitarbeit nun als Helferin ausscheidet. Ein Blumengesteck unterstrich das herzliche Dankeschön.
Der Umweltausschuss beschäftigt sich mit einem innerstädtischen Leitsystem. Nun sollen wichtige innerörtliche Ziele und die vorhandenen Parkplätze durch das Ordnungsamt beschildert und realisiert werden. Ein weiteres Leitsystem, das auf etwa 20 innerstädtische Ziele hinweisen soll, wurde von zwei Grafik-Büros dargestellt. Beide sollen nun Realisierungsangebote unterbreiten, über die der Gemeinderat dann im April entscheiden wird.
Dr. Ottmar Nübling von den Unabhängigen will im Umweltausschuss wissen, was aus der Verkehrsregelung in der Goethe-/Schlierbachstraße geworden ist. Bekanntlich hatten sich Anwohner über den Busverkehr in den frühen Morgenstunden beklagt. Fachbereichsleiter Strütt informierte über ein Gespräch zwischen allen Beteiligten, wobei die Schulen und die Polizei eine Verlegung der Bus-Haltestelle in die Hebelstraße bzw. an den Busbahnhof ablehnten, damit die Schüler keinen weiteren und damit gefährlicheren Schulweg zurückzulegen haben. Einig waren sich alle dann, dass ein großes Problem im Individualverkehr liegt. Die Schulen wollen einen großen Bus-Bahnhof.
Über bessere Werte im Kanalsystem und insbesondere über das Eindringen von wesentlich weniger Fremdwasser in der Kanalisation in Gersbach wird während der Umweltausschusssitzung berichtet.
Der Umweltausschuss wird über den Zustand der städtischen Brücken informiert. Es stellt sich dabei heraus, dass die Gewerbekanal-Brücke in der Himmelreichstraße in einem kritischen Zustand ist. Die Sanierung wird für das nächste Jahr angepeilt. Besondere Aufmerksamkeit muss den Brücken im Chupferschmiedgässle, in der Friedrichstraße, in der Mühlengasse sowie einer Brücke in der Hauptstraße geschenkt werden, so das städtische Tiefbauamt.
Die Stadtverwaltung informiert über die Gebührenentwicklung bei den Parkschein-Automaten im Januar. Danach liegen die Gebühren wesentlich tiefer gegenüber den Einnahmen aus dem Vorjahr. Die Brötchen-Taste reduziert die Einnahmen außerdem erheblich.
17. Februar 2004
Bei den deutschen Badminton-Jugendmeisterschaften in Lübeck erreichte als einzige baden-württembergische Spielerin Janine Bayer einen Spitzenplatz. In ihrer Altersklasse belegte sie einen hervorragenden 3. Platz.
Alois Rübsamen, Landrat des Landkreises Lörrach, geht in den Ruhestand. Ein großer Bahnhof wurde dem Landrat in der Stadthalle Schopfheim bereitet, wo die Verabschiedung stattfand. Die große Hochachtung, die dem Scheidenden aus der gesamten Region beidseits des Rheins entgegengebracht wurde, zeigte nicht nur die illustre Gästeschar, bestehend aus Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Leben, sondern auch eine lange Rednerliste. Angeführt wurde diese vom baden-württembergischen Innenminister, Dr. Thomas Schäuble, der auch die Laudatio hielt. Alois Rübsamen selbst meinte: »Es hat mir Freude gemacht«.
Die Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin Marion Caspers-Merk, SPD, ist in der Hülschenmatthalle in Eichen, um mit Bürgern über die Reformagenda 2010 zu sprechen. Eines hat die sehr gut besuchte dreistündige Diskussion, an der auch der Bundestagsabgeordnete Peter Dreßen (SPD) aus Emmendingen teilnahm, gezeigt: Es besteht nicht nur Rede-, sondern auch Informationsbedarf und es blieben auch an diesem Abend Fragen unbeantwortet.
18. Februar 2004
»Bitte verwenden Sie den Parktaler« - mit diesem Appell richtet sich der Gewerbeverein an all jene, die diesen Taler offenbar horten. Anders nämlich ist es nicht zu erklären, so Stefan Klever für den Gewerbeverein, dass von insgesamt 30.000 Parktalern immer nur 300 oder 400 im Umlauf sind.
Die Gersbacher Chäschuchi präsentiert sich derzeit wieder an der Muba in Basel.
Horst Starnitzky wendet sich gegen die erneute Jagdvergabe im Entegast mit einem Leserbrief. Er stellt dabei die Frage, warum er nicht als Einheimischer gelte, obwohl er seit exakt 50 Jahren in dieser Stadt wohne. Außerdem könne das Alter doch kein Grund für die Ablehnung einer Jagdpacht sein.
Die Freien Wähler küren in der »Krone« insgesamt 20 Kandidaten für die Gemeinderatswahl. Mit Ausnahme von Fritz Trefzger kandidieren die bisherigen Stadträte wieder. Die Liste wird von Susanne Brangoli angeführt. Bei dieser Sitzung wird auch klar, dass Ruthard Hirschner für den Kreistag kandidiert. Überraschend ist auch die Kandidatur des Gersbacher Ortsvorstehers Ralf Ühlin auf der Liste der FWV für den Kreistag.
19. Februar 2004
Es geht los mit der 5. Jahreszeit! Am frühen Morgen wecken die Narren bereits die Rathäusler, um anschließend den Dilldappen-Orden zu verleihen. Unter dem »musikalischen Feuerwerk« der »Nameloose«-Guggenmusik erhält Klaus Fleck, Alt-Bürgermeister, die diesjährige Auszeichnung des »Dilldappen«. Ozume Gerhard Kiefer freut sich, damit einen Mann zu ehren, der sich in hohem Maße für die Fasnacht in Schopfheim eingesetzt hat. Statthalter Ralf I meint zum neuen Ordensträger spöttelnd, man sehe ihn noch heute öfters durchs Rathaus wetzen. Er riet ihm: »Blib doch eifach do, irgendwo git’s no e frei Büro!« Dann - so meint er weiter - sei Schluss mit dem Schmusekurs - »es lebe der Schlagabtausch!«
Die Glunki in Fahrnau und Schopfheim sind in Fahrt. Viele junge und junggebliebene Narren tummeln sich in ihren weißen Hemden auf der Straße.
Bereits zur Tradition geworden ist der Altennachmittag am Hemdglunki, den Anneliese Brändle bereits seit 20 Jahren auf der Stadthallen-Bühne organisiert. Statthalter Ralf I ließ es sich nicht nehmen, die nicht mehr ganz so jungen Narren und Närrinnen zu besuchen. Aber auch die Akteure der Saalfasnacht von Schopfheim und aus Fahrnau statteten einen Besuch ab und erfreuten sie mit ihren Beiträgen.
20. Februar 2004
Zum ersten Mal auf der Muba in Basel präsentiert sich die Firma Holzbau Kuri. Der Firmeninhaber zeigt sich über die Vielzahl von konkreten Anfragen sehr erfreut.
Der Staatsanwalt fordert mehrere Jahre Haftstrafen für die beiden mutmaßlichen Drogendealer aus Schopfheim.
Die erste Bläserklasse der Friedrich-Ebert-Schule wartete dieser Tage in der Schul-Aula mit einem kurzweiligen Programm auf. Sie spielte sich in die Herzen von 200 Gästen. Musiklehrer Dieter Waibel bedankte sich nachdrücklich bei Eltern und Sponsoren, ohne deren Mithilfe das Projekt Bläserklasse mit all seinen Freuden für Jung und Alt undenkbar wäre.
21. Februar 2004
Am Kreiskrankenhaus Schopfheim ist die Schaffung eines ambulanten OP-Zentrums - so Verwaltungsleiter Joachim Tempel - geplant. Das Krankenhaus ist trotz mancher Fragen, was sich denn nun entwickle, in vollem Betrieb. Nahezu alle chirurgischen Leistungen würden wie bisher erbracht, lediglich die Bauch-Chirurgie werde seit Jahresbeginn nicht mehr ausgeführt. Ein 24-stündiger ärztlicher Not- und Aufnahmedienst ist ebenso gewährleistet. Eingestellt wurde lediglich die operative Therapie ab 22 Uhr. Wenn keine Sofort-OP mit Anästhesie-Personal notwendig sei, werde der Patient stationär versorgt und tags darauf operiert. »Wenn alles klappt«, so meint Verwaltungsleiter Tempel weiter, »wird am 1. Juli dieses Jahres eine Kurzzeitpflege in Betrieb gehen«. Bei den Aufgenommenen handle es sich dann nicht um Patienten, sondern um Gäste, die vom Hausarzt versorgt werden. Die neue Kurzzeitpflege soll im Erdgeschoss eingerichtet werden. »Diese Einrichtung ist ein Teil der Existenzsicherung des Krankenhauses«, unterstreicht der Verwaltungsleiter.
Es gab keine Probleme beim Hemdglunki vor zwei Tagen. Massenschlägereien und Gewaltausbrüche wie vor einem Jahr gab es nicht, es war relativ ruhig - so der Polizeibericht. Die Polizei meint, dass dies vor allem auch Folge der verstärkten Überwachung durch die Polizei sei, denn sie war vor allem in der Stadthalle sehr präsent. Drei Anzeigen mussten dennoch erfolgen.
Wolfgang Schmidt konnte bei der Generalversammlung der Turnerschaft Langenau auf ein arbeits- und ereignisreiches Vereinsjahr zurückblicken. Mit 547 Mitgliedern kann der Verein auf eine stolze Anhängerzahl blicken. Da das 40-jährige Bestehen des Vereins vor der Tür steht, wurde bei der Versammlung ein Festausschuss gebildet.
Die Direktorin des Amtsgerichtes, Margarete Basler, zieht Bilanz und meint, es gebe immer mehr Jugend-Delikte und ein geringes Unrechtsbewusstsein. Während die Zahl der Strafverfahren gegen Erwachsene im vergangenen Jahr etwa gleich geblieben ist, sind die Jugend-Delikte erheblich gestiegen. 147 Kids nahmen auf der Anklagebank Platz, das sind 50% mehr als im Vorjahr. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Diebstähle, Fahren ohne Erlaubnis und Sachbeschädigungen sind die Hauptanklagepunkte. Nur wenige Eltern verfolgen persönlich ein Strafverfahren gegen ihre Kinder vor dem Amtsgericht - ein Eindruck, der auch vom Streetworker Wilhelm Grimm bestätigt wird. Grimm meinte im Übrigen, es wäre sehr sinnvoll, wenn für die jugendlichen Gewalttäter ein Anti-Aggressionstrainings-Programm angeboten werden könnte. Richterin Basler unterstützt dieses Ansinnen und meint, dies wäre ein Novum im ganzen Landkreis.
Viel Beifall bekommen Mona Somm und der Pianist Michael Donkel bei ihrem Liederabend in St. Agathe.
Die Gersbacher feiern ihren Skitag 2004. Bei der Siegerehrung dankte Werner Koch, Organisator des Spektakels, den Helfern und auch den 59 Teilnehmern für deren Mithilfe und den guten sportlichen Erfolg.
Die Sanierung des eingerüsteten Hohe-Möhr-Turmes kann erst beginnen, wenn die Kostenfrage und die Kostenträgerschaft geklärt sind. Momentan tut sich daher nichts. Der Aussichtsturm bleibt aber zugänglich.
22. Februar 2004
Der Wettergott meinte es nicht so richtig gut mit den Narren. Immer wieder ging während des Umzuges Nieselregen nieder. Dies störte aber weder die Aktiven noch die Zuschauer. Gleichwohl dämpfte es natürlich etwas die ausgelassene Stimmung. Ein farbenprächtiger Umzug erfreute die vielen Zuschauer, wobei das Rathaus und die Stadtverwaltung nicht nur den Statthalter stellte, sondern auch zum Themenlieferanten wurde. Über dem Rathaus schwebt der Pleitegeier, den der »Schlattholz-Zinken« gestaltet hat. Fast minutiös nachgebaut haben die Mitglieder des »Städtli-Zinkens« die Alte Kirche St. Michael und ließen die Störche über dem Kirchturm kreisen. Natürlich gab das Schwarzwalddächli genügend Stoff zur Erheiterung und auch die Lenk-Plastik - noch verhüllt - sorgte für Aufmerksamkeit und Heiterkeit. Etwas wörtlich genommen hat der »Sternen-Zinken« die Brötchen-Taste. Frisch gebackene Brötchen kamen aus dem Parkschein-Automaten. Einen »Wiesental-Express«, bei dem die Schweizer Bahn das Thema bestimmte, schufen die »Enninger«. Die Qual der Wahl hatte schließlich die Jury bei der Prämierung, denn ein Riesendrachen des »Hexen-Zinkens« zog schnaubend, fauchend, konfettispeiend und mit leuchtenden Scheinwerfer-Augen durch die Stadt. Bei den Vogt-Wagen landete schließlich der Storchenflug vom »Städtli-Zinken« auf dem 1. Platz, gefolgt vom Pleitegeier. Bei den Zinken-Wagen siegte der Drachen der Gündenhausener »Hexen«, gefolgt von der »Brötchen-Taste« des »Sternen-Zinkens«.
Die Schnitzelbanksänger des »Sternen-Zinkens« zeigen sich wieder in Hochform. Mit Parodien u. a. über die viel zitierte und noch nie gesehene Lenk-Plastik, die aktuelle Krankenhaus-Diskussion und über Missgeschicke einzelner Schopfheimer Bürger verstand das Autoren-Team trefflich zu glossieren. Elf Strophen waren angefüllt mit Ironie und Wortwitz.
Zum jährlichen Großereignis und Mega-Gaudi wird der Guggeball in der Fahrnauer Festhalle. Den Auftakt machen die »Nameloose« aus Schopfheim. Aber auch die »Schlössli-Symphoniker«, die »Rhy-Wehra-Schranzer«, die »Sumpfgumper« und die »Gasserassler« heizen dem Publikum ganz schön ein.
23. Februar 2004
In der Nacht zum Rosenmontag sorgt ein Wintereinbruch für eine weiße Innenstadt.
Trotz winterlicher Temperaturen gehen viele kleine Narren in Fahrnau und in Schopfheim auf die Straße und feiern ihre Straßenfasnacht mit Umzügen. Nach dem Umzug ging es ab zum Narrentreiben in der Festhalle Fahrnau oder in der Stadthalle.
Ein Jahr nach dem letzten größeren Erdbeben bewegt sich die Erde erneut. In Schopfheim waren die Erdstöße, deren Epizentrum bei Besançon lag, zu spüren. Pünktlich um 18.30 Uhr bebte die Erde.
24. Februar 2004
Es ist wieder aus, zumindest für ein Jahr. Die Schopfheimer Narren trauern am Kronenbrunnen der Fasnacht nach. Nach dem Abbau des Narrenbaumes zieht noch ein harter Kern von Fasnachtlern, in Weiß und zum Teil auch in Schwarz gekleidet, von Trauermusik begleitet durchs Städtli. Martin Reimann, Zinkenvogt des »Schlattholz-Zinkens«, hielt dann auch die Trauerrede auf den »Kerli«, der am Kronenbrunnen schließlich in Flammen aufging.
Im Georg-Reinhardt-Haus feiern die Seniorinnen und Senioren zum Abschluss der narrischen Tage auch noch ihre Fasnacht.
25. Februar 2004
Vor einigen Tagen durften ein paar Schülerinnen des THG zur Preisverleihung zum SWR nach Stuttgart fahren. Sie wurden für einen Wettbewerbsbeitrag (Hörspiel) zum Thema »Das erste Mal« ausgezeichnet. Der sehr originelle und kreative Beitrag der Schopfheimer gefiel der Jury, so dass sie sich zu einem Sonderpreis entschloss, den die Schülerinnen nun in Empfang nehmen durften.
Die Narren blicken bei ihrem traditionellen Heringsessen im Narrenkeller auf die vergangenen Wochen zurück. Statthalter Ralf I meinte denn auch, es sei für ihn ein wunderbares Erlebnis gewesen. Seine letzte Amtshandlung galt dem Wettessen mit dem amtierenden Rathauschef Ruthard Hirschner. Selbstverständlich hatte Ralf Schulz den Fisch schneller gegessen als der Beigeordnete. Den Dank der Stadt für eine tolle Fasnacht sprach der Beigeordnete der versammelten Narrenschar aus.
26. Februar 2004
Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen bei der Wibufa. Bernd Häuptli schwingt das Szepter der närrischen Macht im Wibufa-Land. Lutz Scherzinger verkündete zu Beginn der närrischen Wiechser Zeit: »D’Narre sin jetz wieder los, z’Wiechs, do obe uff de Strooß«. Prinz Bernd I vom Schpiegelhof wurde dann auch zum Podium im Dorfzentrum geleitet, wo Ortsvorsteher Ino Hodapp ihm die Rathausschlüssel zu überreichen hatte. Er meinte, er habe derzeit noch Stress im Amt und auch die Fasnacht sei in puncto Kommunalqualen nichts Außergewöhnliches: »Fasnacht isch in Schopfe s’ganz Johr«. Der neue Regent darauf zum Ortsvorsteher: »Umme isch’s jetz mit em Winterschlof, ab jetz, do göhn mer in die Volle«. Nun können die närrischen Tage im Dinkelberg-Ortsteil gefeiert werden.
Ach in Langenau beginnt eine kurze, aber heiße Fasnacht. Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger wurde traditionsgemäß durch Prinzessin Sabine I (Sabine Kistner) entthront. Zunächst wollte er aber seine Macht nicht in andere Hände geben, bis die Regentin entschied: »Ab hütt dien d’Narre do regiere, duesch du des endlich mol kapiere?« Nach dieser Zeremonie des Machtwechsels zog die weiße Hemdglunkischar durchs Dorf, bevor in der Festhalle bis weit in die Nacht hinein gefeiert wurde.
Die Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamtes hat nun in der Schopfheimer Jagdpacht-Vergabe entschieden. »Es gibt nichts zu beanstanden«, ist von der Kommunalaufsicht zu hören. »Die neue Jagdpacht-Vergabe wird von uns nicht beanstandet«, erklärt Horst Herbig für das Landratsamt. Geld allein sei nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Vergabe, meint die Behörde.
Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins der Grundschule Fahrnau ist von der Vorsitzenden, Renate Maindok zu hören, dass der Verein nun 59 Mitglieder zählt.
Die Stadt sucht Menschen, die bereit sind, das Amt eines Schöffen zu übernehmen. Der Gemeinderat wird schließlich über die eingegangenen Bewerbungen entscheiden, bevor die Vorschläge zur Entscheidungsfindung an das Gericht weitergehen.
28. Februar 2004
»Rätsch-Dätsch« heißt es auch dieses Jahr beim »Rätsch-Obe« der Buurefasnacht in Langenau. Helga Rösers schlagfertiges Team verschonte denn auch keinen Langenauer, aber auch keinen Schopfheimer. Den Startschuss zum Spektakel gab Prinzessin Sabine I vom Langacker. Als »Tramps von der Pfalz« waren Frieder Köpfer und Peter Straub auf der Bühne, bevor die fünf »Musiker-Frauen« mit ihrem Rätsch-Auftritt nachhaltig beeindrucken konnten. Ihr Premiereerfolg mit den gesungenen Geschichten war so bereits sicher. Als »Hannes« stieg dann Helga Roser höchstselbst in die Bütt, um nicht nur das Krankenhaus, sondern auch die andern Ortsteile aufs Korn zu nehmen. Die »3 Ex« aus Schopfheim präsentierten dann noch Ausschnitte aus ihrem Zunftabend-Programm. Raffaela Rufs Aerobic-Gruppe war es, die nach der Pause den zweiten Teil eröffnete. Später nahm Helga Roser zusammen mit Karl-Heinz Opitz auf dem traditionellen Rentner-Bänkle Platz, um gekonnt und sehr treffend zu glossieren. Zum Verhältnis Langenaus zu Schopfheim meinte sie: »Lieber chlei und zackig wie groß und dappig!«.
Zu einer abenteuerlichen Fahrerflucht kommt es um 22 Uhr. Ein Schweizer Sattelschlepper fuhr auf dem Parkplatz eines Cafés in der Hauptstraße einen geparkten Opel an. Der Fahrer flüchtete. Auf Haltezeichen der Polizei reagierte er nicht, bis er schließlich in Wehr den Sattelschlepper stehen ließ und zu Fuß weiterflüchtete. Nachdem ihn die Polizei festgenommen hatte, wurde eine Atem-Alkoholkontrolle, die mehr als 2 Promille ergab, festgestellt. Auch die Beifahrerin stand unter Alkoholeinfluss.
Am Bellenbrünnle in Fahrnau und an den Sieben Tannen in Schopfheim brennen heute die Fasnachtsfeuer - ein alter Brauch, der heute aber nicht mehr von allzu vielen Menschen gepflegt wird und für den in Schopfheim der »Sternen-Zinken« zuständig ist. Das Fahrnauer Schiibefüür wird von der Fasnachtsgesellschaft organisiert.
Auf Gersbachs Höhenn brennt das alljährliche Scheibenfeuer.
Auch der zweite Enkensteinener »Schnäder-Hock« war im Maiberg-Saal ausverkauft. Die Enkensteiner feierten gemeinsam ausgelassen Buurefasnacht. Die »Schnäderwiiber« glossierten das Dorfleben. Daneben waren es auch die drei »Verrückten Hühner«, die den Dorfklatsch vor großem Publikum loswerden wollten. Bis früh in die Morgenstunden wurde ausgelassen getanzt und gefeiert.
29. Februar 2004
Der Schaltjahr-Sonntag sollte bei tiefen Temperaturen zum richtigen Hintergrund für ausgelassenes Fasnachtstreiben werden, denn auch die beißende Kälte ließ die Wiechser Wibufa-Narren nicht verdrießlich werden. Fast 450 Umzugsteilnehmer, verteilt auf 26 Cliquen und Zünfte zogen durch das Dorf. Die Wiechser Narren, allen voran Prinz Bernd I vom Schpiegelhof und Cheforganisator Fritz Streule hoffen jetzt nur noch, dass alle Menschen, nicht nur die Fasnachtsbegeisterten, auch den nötigen Humor haben, den hintergründigen, teils deftigen Witz der Schnitzelbänke und Umzugswagen zu verstehen. Natürlich wurde in Wiechs das örtliche Geschehen auf die bekannte, sehr deutliche Art auf die Schippe genommen.
01. März 2004
Die Bahn (DB-Reisezentrum) nimmt im Bahnhof Schopfheim ihren zweiten Verkaufsschalter in Betrieb.
Richter Wetz verkündet vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichtes in Waldshut das Urteil gegen die beiden Schopfheimer. Der 29-jährige Kopf der Schopfheimer Dealer-Bande muss für fünfeinhalb Jahre hinter Gitter, sein 34-jähriger Compagnon vier Jahre und drei Monate. »In der Runde der teils erst 13-jährigen Buben galt es offensichtlich als besonders cool, sich in der Wohnung des Schopfheimer Dealers zu treffen, um dort gemeinsam einen Joint abzufackeln oder eine Ecstasy-Tablette zu schlucken«, so der Richter. Für den Richter soll das Urteil gegen die beiden Schopfheimer auch zeigen, wie gefährlich solche Manipulier-Versuche an minderjährigen Jugendlichen sein können. Deutlich wird aber auch, dass - von Ausnahmen abgesehen - auch die Eltern der kiffenden Kids den Umgang ihrer Kinder mit dem Dealer-Boss ziemlich sorglos zugelassen haben.
Die Wibufa-Narren feiern mit den Kleinen Kinderfasnacht und ziehen in einem Umzug durch das Dorf.
Beigeordneter Ruthard Hirschner ehrt langjährige Mitarbeiter der Stadt; so darf Revierförster Helmut Bäckert auf 20 Jahre im Dienste der Stadt Schopfheim zurückblicken. 30 Jahre ist Ernst Greiner bei der Stadtverwaltung tätig. Derzeit ist er im Ordnungsamt mit Schwerpunkt Landwirtschaft und Naturschutz beschäftigt. Elektromeister Joachim Lange ist ebenfalls seit 30 Jahren im städtischen Bauhof tätig. Seit vielen Jahre ist er daneben noch Personalratsvorsitzender.
Seit heute hat die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde wieder einen Pfarrer. Kai Tilgner nahm seinen Dienst in Wiechs und Langenau auf. Er wird am 14. März in einem Gottesdienst in Langenau offiziell in sein Amt eingeführt. Zuletzt war Kai Tilgner eineinhalb Jahre als Pfarrvikar in Klein-Steinbach, zwischen Karlsruhe und Pforzheim gelegen, tätig. Gebürtig ist der Theologe in Weinheim, aufgewachsen in Mannheim.
02. März 2004
Einen glimpflichen Ausgang nimmt ein Brand im Schopfheimer Gewerbegebiet. Bei der Firma Hülsenfabrik Herbster kommt es gegen 21.30 Uhr zu einer Verpuffung. Die Feuerwehr rückt mit 34 Mann aus. Die Arbeiter des Unternehmens hatten den Brand bereits vor Eintreffen der Polizei und der Feuerwehr selbst versucht zu löschen. Die Abluftanlage und ein Staubturm der Firma wurden durch die starke Hitzeentwicklung erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden wird von der Polizei auf etwa 10.000,- Euro geschätzt. Es kam niemand zu Schaden.
Das DRK, Ortsgruppe Schopfheim, ehrt Frauen und Männer für ihr ehrenamtliches Engagement. Vorsitzender Ruthard Hirschner dankte den Geehrten und meinte, es sei nicht vorstellbar, wieviel Freizeit man in 10, 15 oder 20 Jahren der Mitarbeit geopfert habe. Für 25-jährige Tätigkeit wird Rolf Rümmele geehrt, während Petra Greiner bereits 30 Jahre im Ortsverein tätig ist. Die höchste Auszeichnung erhielten Hans-Dieter Baier, der 45 Jahre dabei ist, und Bruno Mutter, der dem Ortsverband gar 50 Jahre angehört.
03. März 2004
Jede Menge freien Parkplatz gibt es in der nun für die Öffentlichkeit zugänglichen »Pflug«-Tiefgarage. Das MT berichtet heute darüber.
Premiere hatte dieser Tage das Märchen »Die goldene Schale« im »Theater auf der Au«. Das Stück hat die Theaterleiterin, Marianne Neininger, zu Papier gebracht und inszeniert.
Postkunden sind verärgert. Die Postschalter sind geschlossen. Der Grund dafür ist eine Personalversammlung, wobei die Post dringende Dienstleistungen auf die Post-Agentur nach Wiechs verweist.
Beim Schopfheimer Steinmetz-Betrieb Glatt verabschiedet der Betriebsinhaber Gerhard Glatt seinen langjährigen Vorarbeiter Walter Seiler, der 45 Jahre lang im Dienste des Familienbetriebes stand.
04. März 2004
Eine Gruppe von Jugendlichen war in der letzten Ortschaftsratssitzung in Wiechs, um ihrem Wunsch nach einem eigenen Jugendtreff im Ortsteil Nachdruck zu verleihen. Eine kleine Arbeitsgruppe aus den Jugendlichen selbst, aus Elternvereinen und Ortschaftsräten wird sich nun mit dem Thema weiter beschäftigen.
Den Schadensanspruch eines Schopfheimer Baumarktes, der durch das verheerende Hochwasser im Mai 2000 arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat die Stadt - wie Beigeordneter Ruthard Hirschner mitteilt - abgelehnt. Die Stadt spricht davon, dass das Hochwasser einem 250-jährigen Hochwasser entsprochen habe und außerdem höhere Gewalt dabei eine Rolle gespielt habe. Der Eigentümer hingegen hält der Stadt vor, den Floßkanal nicht ordnungsgemäß gemäht und gewartet zu haben.
Die SPD kritisiert die offenbaren Kommunikationsprobleme an der Spitze der Stadtverwaltung. Ein an den Bürgermeister gerichteter Antrag blieb offenbar 14 Arbeitstage lang liegen, bis er auf dem Schreibtisch des Beigeordneten landete. Es geht dabei um den Antrag der Partei, einen Beschluss in der Ortsbauausschusssitzung noch einmal auf die Tagesordnung des Gemeinderates zu setzen.
Während einer kleinen Feierstunde im SVS-Sportheim verlieh die Leichtathletik-Abteilung an eine Reihe von Frauen und Männern das Sportabzeichen in Gold.
Die Fassaden-Probleme am THG scheinen behoben zu sein. Beigeordneter Ruthard Hirschner gibt Entwarnung. Die Sache habe sich geklärt. Zwischenzeitlich wurden nur halb so große Platten eingebaut und ein Teil der Metall-Halteschienen zusätzlich mit einem Korrosionsanstrich versehen.
Kritik an der Haltung der SPD zur Krankenhauspolitik im Landkreis formulieren die Unabhängigen. Die SPD hat im Landkreis beschlossen, am so genannten Lörracher Weg festzuhalten, d. h. die Reduktion des Schopfheimer Krankenhauses als Haus der Grundversorgung vorzunehmen. Die SPD im Kreis spricht sich eindeutig gegen eine Privatisierung der Krankenhäuser aus. Folglich - meinen die Unabhängigen - stelle sich nun die Frage, wo die Fürsorgepflicht für die Bevölkerung des Mittleren und Oberen Wiesentales bleibe. Im Schopfheimer Gemeinderat - so die Unabhängigen weiter - widersprächen die Aussagen der SPD diesem Beschluss der Kreis-SPD.
Der Abwasserverband beschließt den Haushalt des Jahres 2004 und verabschiedet den Rechenschaftsbericht 2003 bei der jährlichen Verbandsversammlung, die in diesem Jahr in Tegernau stattfindet. Erklärtes Ziel ist der Abbau von Schulden.
05. März 2004
Die Baugenossenschaft nimmt Stellung zum Baugesuch an der Statthalterstraße, das von der SPD erneut in den Gemeinderat gebracht wird. Fakten sind allerdings bereits geschaffen, denn die Zustimmung des Bauausschusses liegt dem Landratsamt vor. Ein Schreiben der SPD, den Ortsbauausschuss-Beschluss nicht zu vollziehen, lag anscheinend 14 Tage lang auf dem Schreibtisch des Bürgermeisters und daher war der Antrag auf Aufnahme in den Gemeinderat der Verwaltung nicht bekannt. Die Baugenossenschaft meint nun aber, es sei Wille der Stadt und nicht der Wohnbau, in diesem Geviert ein Wohnhaus zu bauen, denn die Erschließung von Bauland auf der grünen Wiese soll hinter dem Schließen von Baulücken stehen. Zur Frage des »Riesenklotzes« meint der Geschäftsführer, Albert-Josef Zettler, dass zunächst zwei Bauten mit Tiefgarage vorgesehen gewesen seien, dies aber nun auf ein Gebäude reduziert worden sei. Außerdem gefällt der Baugenossenschaft das Pultdach nicht. Ihr wäre ein Satteldach, das jedoch abgelehnt wurde, sympathischer gewesen, zumal die Traufhöhe beim Pultdach über 9 m, beim Satteldach hingegen nur 7,20 m betragen hätte.
Bei der Schopfheimer Dienststelle des staatlichen Vermessungsamtes Lörrach konnten dieser Tage der Lörracher Dienststellenleiter Bernd Seipolt und der Schopfheimer Dienststellenleiter Hans Trinler zwei langjährige Mitarbeiter ehren. Herbert Abert nahm 1985 seinen Dienst beim Vermessungsamt Schopfheim auf, er erhielt, genauso wie Klaus Sauer, der ebenfalls 1985 nach Schopfheim gekommen war, die Urkunde des Landes für 25-jährige Tätigkeit im Öffentlichen Dienst.
Die Stadtmusik bedankt sich bei allen, die zu einer friedlichen Fasnachtsveranstaltung am Rosenmontag beigetragen haben. Insbesondere ging der Dank an die Polizei, die durch ihre Präsenz in der Stadthalle ihre Unterstützung verdeutlicht hatte.
In Langenau wird eine 83-jährige Frau vermisst. Am Abend waren Polizei, Feuerwehr und die Hundestaffel unermüdlich im Sucheinsatz. Gegen 1 Uhr morgens musste die Aktion abgebrochen werden. Am Samstagmorgen ging die Suche dann weiter, aber - so die Einsatzleitung - »So glücklich wie in diesem Fall endet es nicht immer«. Die 83-Jährige wurde - etwas versteckt auf einem Feld zwischen Langenau und Enkenstein - stark unterkühlt gefunden.
Die Freien Wähler küren ihre Listen für den Kreisrat. Wolfram Müller aus Hausen nimmt Platz 1 ein, während Schopfheims Beigeordneter Ruthard Hirschner, Helmut Kima aus Hasel und Martin Bühler, ebenfalls aus Hausen, vor dem Gersbacher Ortsvorsteher Ralf Ühlin die nächsten Plätze einnehmen.
In Langenau stellen die Freien Wähler ihre Kandidatenliste für die Ortschaftsratswahlen auf.
Thema einer Bürgerversammlung in Gersbach war das Projekt des Schulbauernhofes. Rosemarie Wegemann stellte ihr Projekt den Bewohnern des Ortsteils vor. Sie legt ganz starken Wert auf eine Zusammenarbeit mit den Gersbachern, wobei beide Seiten für Ideen offen sein sollten.
06. März 2004
Die BZ befragt verschiedene Bürger, ob der Bürgermeister in Schopfheim wohnen sollte, oder nicht. Von sieben Befragten, deren Namen auch genannt werden, ist es für zwei Personen notwendig, für eine wünschenswert und vier befragte Personen meinen, es sei letztlich egal, wo er wohne, wichtig sei, dass er die Aufgaben für die Stadt wahrnehme.
Von kommender Woche an gibt es im Mutterzentrum auch eine psychologische Beratung. Mitarbeiter der psychologischen Beratungsstelle sind im Zentrum, um in der Kaffeestube als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. So könnten Vorbehalte und Berührungsängste abgebaut werden, meinen die Organisatorinnen.
Chrom und Lack beherrschen für zwei Tage die Stadthalle. 72 glitzernde Automobile warten auf Bewunderinnen und Bewunderer. Das große Publikumsinteresse hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt. Norbert Heuberger, der die Autoschau seit mehr als 20 Jahren organisiert, bestätigt den Trend zu flexiblen, zweckmäßigen Autos mit viel Platz für den täglichen Bedarf. Vor allem die so genannten Vans stünden in der Käufergunst. Überrascht zeigt sich der Veranstaltungsorganisator, dass am Samstag so unerwartet viele Menschen kamen.
In Wiechs brennt seit einigen Jahren das Scheibenfeuer (Fasnachtsfeuer) eine Woche später. Sehr viele Menschen kommen zum Hohe-Flum-Turm, um die glühenden Scheiben ins Tal zu schlagen.
In die faszinierende Musikwelt des Mittelalters entführt das Ensemble »Minnesthrone« das Publikum in der St. Agathen-Kirche, die im Übrigen bis zum letzten Platz belegt war. Die fünf Mitglieder Eva Schindelin, Susanne Fink, Ursula Oberle, Albrecht Barth und Thomas Schindelin haben eine ganz unterschiedliche musikalische Herkunft. Beim 750-Jahr-Stadtjubiläum von Schopfheim hat sich diese Konstellation zum ersten Mal zusammengefunden und sich seither intensiv mit der Musik des 13. und 14. Jahrhunderts beschäftigt.
Die SPD spendet 360,- Euro als Erlös des Warentauschtages an die Fahrnauer Vereine, damit diese das Geld für eine neue Küche in der Festhalle verwenden können.
Über ein äußerst aktives Vereinsjahr unterrichtet Karl-Heinz Renner, Vorsitzender des MSC, die Mitglieder bei der Hauptversammlung. Der Mitgliederstand, so ist zu hören, sei nunmehr auf 360 angewachsen. Nach Angaben des Sportleiters, Thomas Grasslin, sind 19 Motorsportler des MSC, davon 10 Jugendliche, im Besitz einer Fahrerlizenz. Erfolgreichste Fahrer waren einmal mehr Peter Kraft und Markus Lehmann. Die Wahlen bestätigten schließlich Ulrich Hassig als stellvertretenden Vorsitzenden. Auch werden Herbert Henkel als Schriftführer und Horst Ewert als Schatzmeister bestätigt.
Das Hallen-Fußball-Turnier für Betriebs- und Hobby-Mannschaften unter der Regie des Förderkreises Fußball Schopfheim e. V. wird mit 14 Mannschaften ausgetragen.
08. März 2004
Dieser Tage erhielt die Gewerbe-Akademie Schopfheim ein ganz besonderes Auto für ihre Auszubildenden geschenkt. Der BMW-Serviceleiter Tilman König, der Geschäftsführer des Autohauses Gottstein, Dirk Gottstein, und Michael Böhler überreichten das BMW Z 4-Cabrio an den Leiter der Gewerbe-Akademie, Arno Baumann. BMW hat das Gefährt der Akademie für Ausbildungszwecke geschenkt.
Die beiden SPD-Kreisräte Herbert Baier, Burchau, und Karl Heinz Vogt, Hausen, sowie der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Intveen, Grenzach-Wyhlen, verteidigen in einem Leserbrief den Beschluss der Kreistagsfraktion der SPD, die Privatisierung der Kreiskrankenhäuser nicht als Wundermittel anzusehen.
Der Gemeinderat beschäftigt sich mit den kritisierten Zuständen auf dem Hof der Dr. Max-Metzger-Schule. Die Zugänge zum Schulhof sollen nun nach 18 Uhr geschlossen werden. Fehlende Türen und Tore werden ersetzt. Nach 18 Uhr wird das Betreten des Schulhofes für Unbefugte untersagt. Der Schulleiter muss dann bei Zuwiderhandlungen entsprechend eingreifen.
SPD-Fraktionschef Artur Cremans wirft der Rathausspitze Verstöße gegen die Gemeindeordnung und die Hauptsatzung vor. Es geht dabei um einen von der SPD gestellten Antrag, der 14 Tage auf dem Schreibtisch des Bürgermeisters liegen geblieben war. Peter Meßmer für die Freien Wähler meinte, dass die SPD nur Seifenblasen produziere. Diese Reaktion führte dann zu einem heftigen Scharmützel. Bürgermeister Christof Nitz rechtfertigte das Liegenbleiben des Antrages mit dienstlichen Abwesenheiten und mit dringenden Terminen, die ihn gehindert hatten, die e-mail der SPD zu öffnen. Beigeordneter Hirschner wies den Vorwurf, die Verwaltung habe gegen die Satzung verstoßen, ebenfalls entschieden zurück.
Auf den internationalen Frauentag machen drei Frauen mit ihren Liedern und Texten in der Stadtbibliothek aufmerksam. Den Abend moderiert Christa Hoheisel. Sie erzählt aus der Biografie der Liedermacherin Bettina Wegener zusammen mit Christiane Ritzmann, die auch Gedichte vortrug. Musikalisch umrahmt hat den Abend Gisela Pieger.
Der Gemeinderat gibt die Zustimmung zu einem Klimagutachten, das die Grundlage geben soll, das Verfahren zur Prädikatisierung der Stadt Schopfheim als Erholungsort einzuleiten.
Beim Ausbau der Regio-S-Bahn soll der neue Haltepunkt in Gündenhausen nun eingerichtet werden. Als Begleitmaßnahme muss die Stadt auf eigene Kosten PKW-Stellplätze (Park-and-Ride) sowie Fahrradstellplätze anlegen, doch hat sie zur Zeit dafür kein Geld. In nichtöffentlicher Sitzung, dies hat auch Bürgermeister Nitz bestätigt, wird die Schaffung der Infrastruktur zunächst zurückgestellt. Es soll erst die Akzeptanz der Haltestelle abgewartet werden.
Die Stadt beantragt die Aufnahme in das Sanierungsprojekt »Die soziale Stadt« für das Wohngebiet »Am Wiesenweg«.
09. März 2004
Dass die Klotz-Ideen nicht verpufft sind, unterstreicht Bürgermeister Christof Nitz in einem Pressegespräch. Er meint: »Es sind schon einige Dinge auf den Weg gekommen«. Das liege auch daran, dass die Stadt und der Gewerbeverein so gut zusammenarbeiteten. »So kann es weitergehen«, befand das Stadtoberhaupt. Claus Stockburger freut sich, dass bereits 30 Geschäftsleute mit einem monatlichen Beitrag die geplante Aktion der Werbegemeinschaft unterstützen wollen. Die Gemeinschaft möchte nicht nur Plattform für die Geschäftswelt sein. »Wir wollen mehr sein, wir wollen Schopfheim voranbringen, auch kulturell«, unterstreicht für den Verein Stefan Klever.
Im Alter von 91 Jahren verstarb am Wochenende der frühere Bundeschorleiter des Alemannischen Sängerbundes und langjährige Dirigent des Gesangvereins Eichen, Willi Klein. 49 Jahre seiner Tätigkeit als Dirigent leitete er an seinem Geburtsort Eichen den dortigen Männerchor.
In Gersbach tritt eine »Bewegung für Gersbach« bei den Ortschaftsratswahlen im Sommer an. Die Liste wird angeführt von Ortsvorsteher Ralf Ühlin, der vor fünf Jahren noch für die CDU kandidiert hatte.
Der Hauptausschuss des Gemeinderates wählt den 28-jährigen Michael Herrmann zum Kulturbeauftragten der Stadt. Er wird am 1. April seine Stelle antreten. Bürgermeister Christof Nitz meint, mit dem Beschluss über die Halbtagsstelle gehe sein Herzenswunsch in Erfüllung.
Die Württembergische Landesbühne Esslingen gastiert mit der Rock-Oper »Jesus Christ Superstar« von Andrew Lloyd Webber in der Stadthalle und überzeugt ein Publikum, das jedoch nicht allzu zahlreich unter’s Kupferdach gekommen ist.
10. März 2004
Die CDU hat die Kandidaten-Kür für die Kommunal- und Kreistagswahl hinter sich gebracht. Für den Kreistag kandidiert an Platz 1 Bürgermeister Christof Nitz, gefolgt von Alt-Bürgermeister Klaus Fleck und Dr. Günter Zabel. Unter den 26 Kandidatinnen und Kandidaten zur Gemeinderatswahl gibt es einen großen Frauenanteil, so der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes.
Sehr viele kleine und große Zuschauer kommen zum Märchen »Jorinde und Joringel« in den Museumskeller.
11. März 2004
Der SPD-Ortsverein Schopfheim hat in einer Mitgliederversammlung eine Liste für die Kreiswahl zusammengestellt. Um Platz 1 auf der Liste gab es eine Kampfabstimmung, die Rainar Eidmann vor dem amtierenden Kreisrat Karl Heinz Vogt für sich entscheiden konnte.
Der einstige Chefarzt der Inneren Medizin am Schopfheimer Krankenhaus, Dr. med. Carl-Heinz Keller, feiert heute seinen 80. Geburtstag.
12. März 2004
Anwohner der Goethestraße und der Schlierbachstraße treffen sich im Rathaus, um ihrem Unmut darüber Luft zu machen, dass sie sich durch den täglichen Schulbus- und Individualverkehr, der vom und zum Gymnasium und zur Waldorfschule geht, erheblich belästigt fühlen. Fachbereichsleiter Klaus Strütt versprach den Anwohnern, dass sich die Stadt intensiv um eine Lösung des Verkehrsproblems bemühen wird.
13. März 2004
Das Ordnungsamt könne das Übel mit Halteverbotsschildern und Einbahnverkehr in der Goethe- und Schlierbachstraße nur mildern, aber nicht beheben, meint Wolfgang Roth im Kommentar der Badischen Zeitung. Der Gemeinderat sei gefragt, Parkplätze und eine Buszufahrt zu schaffen.
Die Diskussion um Christof Nitz’s Wohnort ist erneut entbrannt. Seit Februar, so meint der Schopfheimer Bürgermeister, habe er sich zusammen mit seiner Frau in Schopfheim mit Hauptwohnsitz angemeldet.
Keine eigene Liste werden Andreas Kiefer und Jörg Rittweger auf die Beine stellen; sie sind wieder bei den Unabhängigen auf der Kandidatenliste vertreten.
Ein begeistertes Publikum lauscht dem alemannischen Abend »Alemannisch do un äne vom Rhy«, den Markus Manfred Jung und Gérard Leser in der Kulturfabrik in Form eines literarischen Dialogs veranstalten.
14. März 2004
Von Dekanin Gerhild Widdess feierlich eingeführt wird in einem sehr gut besuchten Gottesdienst der neue Pfarrer der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, Kai Tilgner. Der gesellige Teil der Einführung wurde in der Festhalle in Wiechs unter der Leitung des Musikvereins weitergeführt. Ortsvorsteher Ino Hodapp überbrachte die Grüße der politischen Gemeinde, ebenso Langenaus Ortsvorsteher, Hans Weinbrechtinger, der den Pfarrer nicht nur begrüßte, sondern sich auch eine gute Zusammenarbeit wünschte.
15. März 2004
Vor einigen Tagen konnte das Diabetes- und Schulungszentrum Schopfheim mit dem Vorsitzenden Dr. Michael Maraun das 10-jährige Bestehen feiern. 150 Mitglieder hat die Gemeinschaft derzeit.
Die Diakonischen Werke Schopfheim und Lörrach wollen zum 1. Januar 2005 fusionieren. Im April soll darüber endgültig beraten werden.
Der Ortsbauausschuss verhindert zunächst, dass in der »Kleinen Schleife« ein Wok-Imbiss eingerichtet werden kann. Aus Sicht der Stadt steht einer Nutzungsänderung nichts im Wege, gleichwohl möchte der Ortsbauausschuss dies nicht genehmigen.
16. März 2004
Das Stoppsignal für die S-Bahn-Haltestelle Schopfheim-West, ist gesetzt worden. Wegen Geldmangels kommt dieser Haltepunkt aber vorerst nicht. Dies bestätigt Wilfried Marx vom Zweckverband. Bei der Stadtverwaltung zeigt man sich ob dieser Hiobsbotschaft überrascht und will noch einmal nachhaken. Ungeschoren kommt trotz der finanziellen Engpässe lediglich der Haltepunkt Fahrnau davon - einfach deswegen, weil dort bereits mit den Arbeiten begonnen worden ist.
Das vhs-Team um seine Leiterin Margit Jüngerkes ist stolz auf das Qualitätszertifikat des vhs-Verbandes Baden-Württemberg, das nach zweijähriger Arbeit nunmehr durch den Qualitätsbeauftragten und stellvertretenden Leiter der vhs Konstanz, Eberhard Dreher, überreicht wurde.
Bodenmechanische Untersuchungen haben ergeben, dass der linksseitige Wiese-Damm in Fahrnau bei Hochwasser nicht ausreichend standsicher ist. Zur Vorbereitung der Dammsanierung wurden dieser Tage eine Reihe von Bäumen gefällt, was bei der Bevölkerung zunächst auf Kritik stieß. Der wasserseitige starke Bewuchs von Bäumen und Gehölzen hatte zur Durchwurzelung des gesamten Dammes geführt, wodurch die Standsicherheit nicht mehr gegeben war.
17. März 2004
Vor wenigen Tagen trafen sich die Mitglieder des Freundeskreises für Kirchenmusik zu ihrer Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende, Joseph Blomley, vermerkte, dass der Freundeskreis mehr als 100 Mitglieder hat. Bezirkskantor Christoph Bogon erwähnte dabei, dass das Orgel- und Glockenprüfamt in Karlsruhe empfehle, an der Orgel eine größere Außenreinigung alle 15 bis 20 Jahre durchzuführen. Die Stein-Orgel in der Alten Kirche St. Michael ist 1971 wiederhergestellt worden. Undichte Stellen an den Windladen und Klappergeräusche der Traktur sowie die Beseitigung von Staub- und Schmutzablagerungen machen eine Reinigung und Reparatur dort notwendig. Sie kosten vermutlich 15-25.000,- Euro. Der Freundeskreis erklärte sich bereit, eine größere Summe als Startfinanzierung aufzubringen, für die eine Spendenaktion ins Leben gerufen werden soll.
18. März 2004
Die Allianz-Agentur von Wolfgang Lenz übergab dieser nach 30 Jahren an seinen Sohn, Andreas Lenz, und an Frank Rotzier.
Bei der Schützengesellschaft Wiechs wurde Roswitha Güdemann zur Schützenkönigin gekürt. Als erste Frau erreichte sie die besten Ergebnisse im Luftgewehr- und Armbrustschießen. Der amtierende Schützenkönig, Helmut Reichert, war es dann auch, der ihr die Kette überreichte.
Der Aarauer Autor Andreas Neeser liest in der Stadtbibliothek aus seinem neuesten Gedichtband »Gras wächst nach innen«.
19. März 2004
Die CDU ist froh über den Stopp der - wie sie sagt - unsinnigen S-Bahn-Haltestelle Schopfheim West. Durch die Verschiebung des Projekts bestehe die letzte Möglichkeit, diesen Haltepunkt an die »einzig sinnvolle Stelle« zu verlegen, nämlich in den Bereich der Gänsmatt bzw. Käppelematt, so die CDU.
Die Berliner Malerin Ulrike Bultmann stellt ihre Werke in einer Ausstellung des Kunstvereins im Museum aus.
Die letzte der Fassaden-Platten, die am Neubau des THG ja alle wieder abgebaut werden mussten, wurde wieder ersetzt. Damit ist die Außenfassade fertiggestellt.
Die Museumsgesellschaft Schopfheim hat Jahreshauptversammlung. Man freut sich insbesondere über die Eröffnung des neuen Technischen Museums im Mai des vergangenen Jahres. Bis Anfang November besuchten rund 280 Menschen das neue Haus. Der erste Vorsitzende, Harald Klemm, wurde ebenso wie sein Stellvertreter, Rudolf Lenzer, einstimmig wiedergewählt.
Bei der Jahreshauptversammlung der TSG kann Vorsitzender Gerhard Doll auch etliche Ehrungen vornehmen. Für 40-jährige Treue zum Verein durften Hilde Bergmann, Siegwart Bergmann, Heinz Strauß sowie Anni und Franz Villringer die Ehrung entgegennehmen. Mit Gold geehrt wurde der 85-jährige Eugen Trefzer, der 1952 erster Abteilungsleiter der damals gegründeten Ringer-Abteilung war. Nahezu 1.500 Mitglieder im Alter zwischen drei und 103 Jahren sind heute unter dem Dach der TSG-Familie vereinigt. Gerhard Doll war es denn auch, der seiner Mannschaft für die Mitarbeit dankte. Er bedankte sich aber auch bei der Polizei und der Stadtverwaltung für die hervorragende Unterstützung bei der Durchführung der Fasnachtsveranstaltungen, die ohne Turbulenzen über die Bühne gingen. Über die Wirtschaftlichkeit des Vereins meinte er, dass diese nicht berauschend, aber stabil sei. So beobachte man im Verein weiterhin das Thema »Hallengebühren« mit der gebotenen Aufmerksamkeit. Der Brand der Vicemoos-Halle hat dem Verein einen Schaden beschert, der wohl nie vollständig ersetzt werden kann. Trotzdem honoriert Gerhard Doll die Bemühungen der Stadt, dem Verein unter die Arme zu greifen, mit Anerkennung und Dank. Schließlich wurde er einstimmig in seinem Amt bestätigt. Er kündigte aber auch an, dass er nach Ablauf der zwei Jahre als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung stehen wird.
20. März 2004
Neue Wege geht der Musikverein Fahrnau, wenn es darum geht, junge Menschen an die Musik heranzuführen. Der Verein lud Kinder ins neue Probelokal »Villa Musica« ein und führte das musikalische Märchen »Peter und der Wolf« auf. Neu im Programm des Fahrnauer Musikvereins ist auch ein Blockflöten-Unterricht für Kinder ab fünf Jahren.
»Es tut uns weh« - mit diesen Worten und gemischten Gefühlen kommentiert Bürgermeister Christof Nitz die Absicht der McDonald’s-Kette, ihre Angebote nicht auf einem städtischen Grundstück im Gewerbegebiet »Lus« anzubieten. Den Fast-Food-Betreiber zieht es auf ein etwas verkehrsgünstiger gelegenes Privatgrundstück neben der Tankstelle.
Silke Radlbeck-Dantona betreut im JuZ seit diesem Jahr den Mädchen-Treff.
Jahreshauptversammlung beim Weideverein in Gersbach. Der Vorsitzende, Ernst Ühlin, berichtet darüber, dass 409 Rinder, 206 Schafe und 90 Ziegen auf den Gemeinschafts- und Einzelweiden betreut worden sind. Bei der Gründung des Vereins wurden noch 85 Stück Fremdvieh betreut. Im Jahre 2000 hingegen waren es noch 30 Stück, was sich auf die finanzielle Seite des Vereins erheblich auswirkte. Bei den Wahlen erhielt der bisherige Vorsitzende weiterhin das Vertrauen.
Bilanz zog die Stadtmusik Schopfheim bei ihrer Generalversammlung im Musikhaus. Den Jahresrückblick hielt der Vorsitzende, Peter Bühler. Er erwähnte vor allem die Besuche in den Partnerstädten Poligny und Kleinmachnow. Bei der anstehenden Wahl wurde Peter Bühler für die nächste Wahlperiode einstimmig wiedergewählt.
Die Ortsgruppe Gersbach im DRK hat im »Waldhüter« Jahreshauptversammlung. Der Vorstand der seit nunmehr 35 Jahren bestehenden Ortsgruppe wurde erstmals auf vier Jahre gewählt. Vorsitzender bleibt Christian Zimmermann, als 2. Vorsitzende löst Birgit Hahn Herbert Sütterlin ab. Die Jugendleitung in Gersbach wechselt von Rainer Sutter zu Sabine Greiner.
In Gersbach trifft sich die Gesamt-Feuerwehr der Stadt zur Jahreshauptversammlung. Stadtbrandmeister Bernd Schwöble berichtet von 181 Einsätzen. Ein Schwerpunkt der vergangenen Jahresarbeit - so der Kommandant - wurde auf die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen gelegt. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die reduzierten Haushaltsmittel, wobei die Ausrüstung durch die Kommune sichergestellt sein müsse. In seinem Bericht verwies Schwöble auch auf die Realisierung eines Feuerwehrhauses in Gersbach sowie Ersatzbeschaffungen der Stützpunkt-Wehr. Wenn die Gemeindevertreter eine Reduzierung der Einsatzmittel verträten, müsse man dem Bürger klar sagen, dass die Einsatzeffizienz der Feuerwehr reduziert würde, so der Kommandant weiter. Bürgermeister Christof Nitz bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen für deren Einsatz und verlangte aufgrund der angespannten Finanzlage von der Feuerwehr Kreativität. Für 25-jährigen ehrenamtlichen Dienst wurden Frank Metzger von der Abteilung Raitbach und Fritz Streule von der Abteilung Wiechs mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. 20 Jahre ist Walter Meier aus Raitbach Abteilungskommandant im Ortsteil. Die gleiche Zeit hat Peter Wagner als Stellvertreter in Enkenstein erbracht. In Anerkennung ihrer Verdienste erhielten die beiden einen Präsentkorb.
22. März 2004
In der vergangenen Woche wurde Bernhard Schlachter erneut zum Vorsitzenden der Schopfheimer Verkehrswacht gewählt. Im kommenden Jahr will jedoch Vize Berthold Dietsche sein Amt niederlegen.
Die Rostgänse sind wieder im Städtli. Heute früh ließen sich vier dieser großen Vögel auf dem Dach von St. Michael nieder und schnatterten sehr lautstark, so dass man auf sie aufmerksam werden musste.
Der Hauptausschuss tagt in der Bergkopf-Halle in Gersbach und lässt sich dort vom Planungsbüro Graubner aus Herrischried das Gutachten über die Zukunftsentwicklung Gersbachs vorstellen. Gersbach ist im europäischen Fördergebiet Leader +. Im Rahmen dieses Fördergebietes wurde das Gutachten in Auftrag gegeben. Es soll die Grundlage für weitere Fördermöglichkeiten bieten. Schwerpunkt der Vorstellung war die Präsentation eines möglichen Schulbauernhofes.
23. März 2004
Oliver Batt, Fachgruppenleiter bei der Stadtverwaltung für den Bereich Soziales, teilt der BZ auf Anfrage mit, dass ab September am Kindergarten in Fahrnau verlängerte Öffnungszeiten eingerichtet werden sollen.
»Furniture 4 Life« heißt die neu eingerichtete Übungsfirma an den kaufmännischen Schulen in Schopfheim. Dieser neue Zweig der Schule wird durch Bürgermeister Nitz, Landrat Schneider, Hermann Josef Wolf vom Oberschulamt und von Schulleiter Stockmar eingeweiht.
24. März 2004
Der Kulturring hat die Theatergastspiele Kempf für die Aufführung des Stückes »Geschlossene Gesellschaft« von Jean-Paul Sartre verpflichtet. Die drei Protagonisten Marion Kracht, Heike Thermes und Nick Neureiter verstehen es, das Publikum in totale Spannung zu versetzen.
25. März 2004
Der Regio-Golfclub hat die Saison 2004 auf dem Golfplatz in Ehner-Fahrnau eröffnet.
26. März 2004
Technische Pannen und organisatorische Unzulänglichkeiten erwiesen sich bei der Kandidaten-Kür für die Gemeinderatsliste der Unabhängigen als Stolperstein. Basisdemokratische Versuche führten zur Problematik bei der Kandidaten-Kür. Es gab zunächst auch Diskussionen, ob der Wahlleiter überhaupt richtig sei, oder ob dieser nicht neutral sein müsste. Für eine weitere Diskussion sorgte Stadtrat Dieter Weiß-Fabrizio mit seiner Forderung nach vorderen Listenplätzen für die »Zugpferde«.
Einmal mehr pflanzen Schüler der Berufsfachklassen Holz der Gewerbeschule einen Baum. Dieses Jahr war es ein Lindenbaum auf dem Gelände der Friedrich-Ebert-Schule.
Im griechischen Lokal in der Altstadt, das vor einigen Wochen die Pforten schloss, wurde nun ein neues Restaurant mit dem Namen »Schiessel-Hof« eröffnet. Betriebsinhaber ist Herbert Eller, der im historischen Gebäude die Produkte, die er in seinem landwirtschaftlichen Betrieb auf dem Hotzenwald erzeugt, anbietet.
Ein volles Haus hat der Ortschaftsrat in Gersbach, denn es wird über die Zukunft der Schule und möglicherweise des Rathauses diskutiert. Nach dem Willen der Stadtverwaltung soll die Schule umgebaut und um die Hälfte des Raumangebotes verringert werden. Die so frei werdende Restfläche der Schule soll den Kindergarten und die Ortsverwaltung aufnehmen. Die Stadtverwaltung will die 7. Klasse aus Gersbach nach Schopfheim verlagern, denn man müsste für zwei Schüler zwei Klassenzimmer vorrätig halten. Das jetzige Rathaus wäre dann eventuell für Vereine nutzbar. Auf jeden Fall will die Stadt auch in Gersbach Kosten einsparen, so Bürgermeister Nitz.
27. März 2004
Die Firma Dreistern will bis 2012 Weltmarktführer für Profiliertechnik werden. Eine konsequente Wachstumsstrategie dank neuer Technologien soll den Standort Schopfheim langfristig sichern. Nach einer jetzt bewilligten überdurchschnittlichen Lohnerhöhung werden die Mitarbeiter gebeten, einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden zuzustimmen. Trotz einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld befindet sich das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs. Derzeit werden in Schopfheim ca. 250 Mitarbeiter beschäftigt, so Geschäftsführer Thomas Krückels.
Die Vorbereitungen für die Schwimmbad-Saison in Schweigmatt laufen auf vollen Touren. Frank Ühlin, Vorsitzender des Schweigmatt-Vereins, gab bekannt, dass dieser Verein auch im kommenden Jahr das Bad betreiben wird.
Nicht nur die Nominierungsverfahren, sondern bereits auch die Vorstellungsrunden der Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahlen laufen auch in allen Ortsteilen auf Hochtouren.
Den Zusammenschluss der Tischtennisspieler aus Schopfheim und Fahrnau wertete die neue Vorsitzende, Helga Isenmann, bei der ersten Hauptversammlung als Erfolg. Da die Tischtennisgemeinschaft nun mehr Spieler und Spielerinnen hat, hätte der Verein auch gerne eine größere Halle zur Verfügung. Die Vicemoos-Halle würde nach Ansicht von Helga Isenmann für das gemeinsame Training die besten Voraussetzungen bieten. Sie ehrte schließlich Jens Kraus für 30-jährige Mitgliedschaft und Edgar Steinfelder, der 25 Jahre dabei ist.
30. März 2004
Die D-Jugend der SVS-Handball-Abteilung wurde Bezirksmeister und freut sich jetzt auf die südbadischen Meisterschaften am Bodensee.
Bei der jüngsten Hauptversammlung der AWO wurden auch die neuesten Zahlen des Aktivpostens der AWO angegeben. 17.788 Essen wurden vom »Essen auf Rädern« von 14 Personen täglich ausgefahren. Dabei wurden 63.000 km mit dem PKW zurückgelegt. Der Vorsitzende, Horst Sutter, dankt dabei Ruth Sprich für ihren unermüdlichen und nun schon seit vielen, vielen Jahren dauernden Einsatz. Für 50 Jahre Treue zur AWO erhielten bei der Versammlung Johanna Staufenberger und Hans Siebold die Goldene Ehrennadel verliehen. Sechs Personen wurden mit der Silbernen Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Die Handball-Abteilung im SVS verzeichnet - so ist während der Mitgliederhauptversammlung zu hören - einen Zuwachs an aktiven Mitgliedern von 10%. Abteilungsleiter Gernot Lay meinte, dass durch diese 21 neuen Mitglieder auch die Zahl der Mannschaften erhöht werden konnte. Wenn es auch Wechsel im Vorstand gegeben hat, wird dennoch Gernot Lay weiterhin das Abteilungsschiff lenken.
Im Kleinen Saal der Stadthalle stellen die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU für die Kommunalwahlen ihre Vorstellungen, die sie mit dem Amt verbinden und für die sie eintreten würden, vor. Ein Kandidat meinte: »Der Marktplatz braucht ein Zugpferd«. Beschlossen wurde aber auch, dass die Partei fünfmal auf dem Wochenmarkt vertreten sein wird und dass ein Video-Portrait von jedem Kandidaten geschaffen wird.
31. März 2004
Die Kinder der Grundschule Wiechs und des städtischen Kindergartens machten andern Kindern eine Freude. Mit einem Kuchenstand vor dem Wiechser Buurelade veranstalteten sie neulich einen Verkauf, der 361,- Euro erbrachte. Dieser Betrag kam dem Aktionskomitee »Kind im Krankenhaus« zugute. Man hat dort Teddys angeschafft, die in Rettungswagen künftig mitfahren werden, um Kindern den Transport ins Krankenhaus etwas weniger trostlos zu gestalten.
An zwei Abenden gastierte das Ensemble TIKK (Theater im kleinen Kreis) mit einem Friedrich-Hollaender-Programm im Museumskeller. Die Akteure Marina Maurer, Jürgen von Tomei, Peter Senn und der Akkordeonist Jörg Müller präsentierten ihr Programm »Spötterdämmerung« vor einem begeisterten Publikum.
Das Sprachenlernen an der Schule macht erhebliche Fortschritte. In der Dr. Max-Metzger-Schule ist heute das »France-Mobil«, ein kleines französisches Institut auf Rädern. Zwei von diesen kleinen Fahrzeugen sind in Baden-Württemberg ständig unterwegs und bringen authentisch französisches Unterrichtsmaterial in die Schulen.
Seit heute sind 23 Schüler aus der Partnerstadt Poligny im Rahmen eines Austauschprogrammes am THG. Bürgermeister Christof Nitz begrüßte die Jugendlichen im Rathaussaal.
Eine Schopfheimer Delegation kehrt von einem Arbeitsbesuch in Kamerun zurück. Allen voran war Alt-Bürgermeister Klaus Fleck erneut im afrikanischen Partnerschaftsdistrikt Dikome.
01. April 2004
Kein Aprilscherz ist der Pleitegeier auf dem Schopfheimer Rathaus, wenngleich in den Zeitungen dies heute in der Früh noch so zu verstehen war. Der zuvor einen Fasnachtswagen zierende Vogel des »Schlattholz-Zinkens« mit gewaltigen Ausmaßen sitzt über dem Dienstzimmer des Bürgermeisters auf dem Dach des Rathauses. Ein Aprilscherz hingegen ist, dass Gersbach zum Luftkurort ernannt wurde und dass dies der Entdeckung von heißen Quellen zu verdanken sein soll.
Kurz vor dem Ende der Spielzeit 2003/04 konnten beim TTC die ersten erhofften sportlichen Synergieeffekte im Sport gefeiert werden. Die 1. Herrenmannschaft im TTC Schopfheim-Fahrnau wurde zwei Spieltage vor Saisonschluss Meister und steigt damit von der Kreisklasse A in die Bezirksklasse auf.
Der neue Kulturbeauftragte der Stadt, Michael Herrmann, beginnt seinen Dienst. Große Erwartungen werden in seine Halbtagstätigkeit gesetzt.
Auch die beiden Altersjubilare bei der Stadt sind kein Aprilscherz! Klaus Strauß und Norbert Rieger wurden für 40 Jahre Tätigkeit bei der Stadt und im Öffentlichen Dienst von Bürgermeister Christof Nitz ausgezeichnet. Er überreichte dazu die Ehrenurkunde des Landes. Während Klaus Strauß seine Lehre vor 40 Jahren bei der Stadtverwaltung begonnen hat und heute im Grundbuchamt beschäftigt ist, fing bei Norbert Rieger die Tätigkeit im Öffentlichen Dienst bei der damals noch selbständigen Gemeindeverwaltung Atzenbach an, bevor er infolge der Eingemeindung von Langenau, wohin er zuvor gewechselt hatte, zur Stadtverwaltung Schopfheim kam. Heute ist Norbert Rieger in der Sozialverwaltung der Stadt tätig.
Kinder des Waldorfkindergartens durchsuchen den Sengelen-Wald nach Müll. Das gesammelte Gut, das in einigen Plastiktüten Platz fand, wurde von den Kleinen dann auf Bollerwagen abtransportiert.
02. April 2004
Auch die SPD hat ihre Kandidaten für die kommenden Kommunalwahlen nominiert. Artur Cremans ist Spitzenkandidat der Genossen.
03. April 2004
Andrea Möhrle und Ingrid Steven haben die Klage gegen die Einführung des obligaten Französisch-Unterrichts an den Grundschulen zurückgenommen. »Die Klage ist jetzt abgeschlossen, wir sehen keine Aussicht auf Erfolg«, sagten die beiden Schopfheimerinnen, »wir werden die Sache aber weiter verfolgen«. So habe man beispielsweise Kontakt zu einer Arbeitsgruppe in Karlsruhe und zu den Landtagsfraktionen.
Vor Tagen traf sich die SG Eichen zur Jahreshauptversammlung in der Hülschenmatthalle. Sportlich erfolgreich, so der Vorsitzende, Hans-Dieter Albiez, doch arg gebeutelt, insbesondere durch den Brand der Vicemoos-Halle sieht sich die SG Eichen. Allein der Verlust der Ringermatte hat dem Verein mit 17.000 Euro zu Buche geschlagen. »Doch die Stadt ließ den Verein nicht im Regen stehen und steuerte ca. 4.000,- Euro bei«, so Albiez weiter. Weniger zufrieden war er allerdings mit dem Besuch der Hauptversammlung, denn gerade mal 30 von 270 Mitgliedern waren gekommen.
Das Frühjahrskonzert der Stadtmusik in der Stadthalle erlebte insofern eine gelungene Premiere als erstmals auch die Stadtmusik Rheinfelden mit von der Partie war. »Mit Musik geht alles besser, auch das Essen«, meint man bei den Verantwortlichen. Nachdem sich die Gäste mit ausgesuchten Gaumenfreuden versorgten, ging es auf der Bühne ins musikalisch Erlesene. Die Stadtmusik freute sich über den großen gemeinsamen Erfolg.
Bürgermeister Christof Nitz half eigenhändig, den Pleitegeier vom Rathausdach wieder auf den Marktplatz zu hieven. Eine als Aprilscherz gedachte Aktion fand damit publikumswirksame Aufmerksamkeit.
In einer öffentlichen Lesung im Museumskeller präsentieren sich die Autoren der 16. Mundart-Literatur-Werkstatt einem viel Beifall spendenden Publikum.
04. April 2004
Bürgermeister Christof Nitz empfängt die Mundart-Autoren im Rathaussaal und wünscht sich ein Weiterbestehen dieses wichtigen Literatur-Angebotes.
Der ehemalige Schuldekan, Richard Kopf, feiert in der evangelischen Stadtkirche während eines festlichen Gottesdienstes das 50-jährige Jubiläum seiner Ordination. Der Gottesdienst wurde auch von Pfr. Dr. Michael Hoffmann mitgestaltet. Der Jubilar wurde am Palmsonntag 1954 in Lahr ordiniert.
06. April 2004
Aus den Händen des Schulleiters Wolfgang Gabriel erhielt dieser Tage der Lehrer Volker Gaebert während einer kleinen Feierstunde die Urkunde für 25-jährigen Schuldienst. Gaebert kam 1993, nachdem er zuvor an der Gewerbeschule unterrichtete, an die Friedrich-Ebert-Hauptschule. Er würde wieder Lehrer werden, wenn er sich für einen Beruf zu entscheiden hätte, meint er.
Beim Einführungsgottesdienst des neuen Pfarrers Kai-Peter Tilgner wurde für die Orgel der Kapelle in Wiechs gesammelt. 1.027,- Euro kamen so für das Musikinstrument zusammen.
Nach einem erfolgreichen ersten Betreiberjahr des Schwimmbades Schweigmatt haben der Vorsitzende des Schweigmatt-Vereins, Frank Ühlin, und Bürgermeister Nitz einen neuen Pachtvertrag für das Höhenbad unterschrieben. Die Stadt beteiligt sich mit einem Zuschuss in Höhe von 8.000,- Euro an den Betriebskosten, ansonsten ist der Vertrag zunächst für drei Jahre abgeschlossen.
Die Württembergische Philharmonie Reutlingen gastiert mit Generalmusikdirektor Norichika Iimori und dem Fagott-Solisten Michael Lauke in der Stadthalle. Das vom Kulturring organisierte Konzert zog ein zahlreiches Publikum in seinen Bann.
07. April 2004
Die Stadt Schopfheim hat Interesse, das Schopfheimer Schwimmbad zu privatisieren. Bürgermeister Nitz verspricht sich davon eine Entlastung des Haushaltes. Am 1. April fand unter Beteiligung der Gemeinden Maulburg und Steinen ein Treff mit dem Geschäftsführer der Sport- und Freizeit-Management GmbH in Hugstetten statt. In etwa vier Wochen soll ein Angebot für die Bädergemeinschaft der drei Orte des Wiesentals vorliegen.
Der Streetworker der Stadt, Wilhelm Grimm, hat nun ein Büro im Gebäude des »Irrlicht« bezogen. Diesen Raum nutzt er zusammen mit dem Arbeitskreis Rauschmittel in Lörrach, der dadurch in Schopfheim feste Ansprechzeiten hat. Von Michaela Groß, die in Schopfheim tätig sein wird, ist zu hören, dass sich im vergangenen Jahr 91 Menschen aus Schopfheim vom AKRM in Lörrach beraten ließen.
50 kleine und große Wanderer der Familiengruppe des Schwarzwaldvereins treffen sich mit dem städtischen Förster, Helmut Bäckert, um im Entegast gemeinsam Esskastanien zu pflanzen. Mit Hacke und Spaten durften die Kleinen dann die Bäumchen setzen, wobei jeder Baum vom pflanzenden Kind mit seinem Namensschild versehen werden durfte.
Als Frühlingsboten engagieren sich die Mitglieder des Gewerbevereins. Im Innenstadtbereich werden wieder 12, dieses Jahr knallrot angemalte und neu bepflanzte Blumenkübel aufgestellt. Gepflegt werden sie - wie in den Vorjahren - von Geschäftsleuten.
08. April 2004
Der Schopfheimer Gastronom Hans Glöggler publiziert eine Broschüre über den Bärlauch.
Schlagzeilen macht derzeit das Thema »Verlängerung der Wochenarbeitszeit«. Nachdem die Beamten der Stadt seit einiger Zeit zur 41-Stunden-Woche zurückkehrten, müssen nun auch demnächst die Arbeiter und Angestellten diese Wochenarbeitszeit erbringen. Bei der Firma Dreisternwerk wird ebenfalls die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ins Auge gefasst. In der Metall- und Elektro-Industrie gilt noch die 35-Stunden-Woche. Kein Thema ist die Arbeitszeitverlängerung bei der Firma Rietschle Thomas, während bei der Firma Laempe, die losgelöst vom Arbeitgeberverband ist, schon immer die 40-Stunden-Woche gegolten hat.
09. April 2004
Nahezu 200 Personen kommen zur Passionsmusik am Karfreitag in die evangelische Stadtkirche. Die aus finanziellen Gründen von der Kirchengemeinde in Frage gestellte Camerata Vocale hat möglicherweise mit diesem Konzert ihren letzten Auftritt. Christoph Bogon, der das aufgeführte Werk »Membra Jesu nostri« von Dietrich Buxtehude einstudierte und leitete, intonierte auch das Choral-Vorspiel »O Haupt voll Blut und Wunden« von J. S. Bach.
10. April 2004
Markus Voeltz, Elternbeiratsvorsitzender des Marktplatz-Kindergartens, will sich von Leuten, die ihm mit Naziparolen einen Drohbrief geschrieben haben, nicht ins Bockshorn jagen lassen. Voeltz hatte sich bekanntlich für einen kleinen türkischen Jungen und dessen Vater eingesetzt, damit die beiden nicht in die Türkei abgeschoben werden. Elternbeiratsaktionen, Marktplatz-Aktionen und ähnliche Aktivitäten sollten den kleinen Ali vor der Abschiebung bewahren. Der nun eingegangene Drohbrief ist unterzeichnet mit IG »Helft deutschen Kindern aus Südbaden«.
Hauskrach bei den Unabhängigen: Ein Rebellen-Sextett zieht seine Kandidatur für den Gemeinderat wieder zurück. Die Gruppe um Jörg Rittweger und Andreas Kiefer will eine eigene »Bürgerliste für Schopfheim« gründen.
Die Enkensteiner wollen auf gar keinen Fall ihr Rathaus aufgeben, obwohl es als Dispositionsmasse beim Verkauf städtischer Grundstücke und Gebäude vorgesehen ist.
Jugendliche der katholischen Pfarrgemeinde St. Bernhard entzünden das Osterfeuer, um gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen das Osterfest zu begehen.
11. April 2004
Seit einigen Wochen war der Schlager-Wettbewerb - der 22. übrigens - in der Stadthalle bereits ausverkauft. Dieser Umstand freut die Organisatoren der TSG insbesondere. Die Schopfheimer Bühne wurde für diesen Abend zum Dschungel-Camp umfunktioniert. Es war wohl äußerst schwierig - so die Presse - einen Sieger zu küren. Michael Mäurer aus Eimeldingen durfte schließlich den Sieg vor Sarah Bosch aus Basel für sich entscheiden.
Bunt gemischt präsentierte der Musikverein Wiechs sein Programm den Besuchern des Osterkonzerts in der Festhalle. Tosend war dann schließlich auch der Applaus, mit dem das Publikum die musikalischen Darbietungen bedachte.
12. April 2004
Wie immer am Ostermontag werden in den verschiedenen Ortsteilen Osterbräuche lebendig. 1.500 Zaungäste kommen zum traditionellen Eierspringen an den Eichener See. Bei herrlichstem Wetter verfolgen die Schaulustigen den spektakulären Kampf zwischen den »Butzimummeln«, Läufern und frechen Dieben. Rund 600 rohe Eier hatten »Babi« und »Baberich« am Vorabend der Veranstaltung im Dorf gesammelt. Das Spektakel klang dann mit einem »Butter- und Anke«-Ball in der Hülschenmatthalle aus.
In Wiechs wird das Eierspringen traditionell auf dem Schulhof durchgeführt. Nachdem die beiden Läufer sich auf den Weg ins Nachbardorf Nordschwaben gemacht hatten, entbrannte auf dem Schulhof gleich der Kampf um die zerbrechlichen Eier.
13. April 2004
Überrascht zeigt sich der Vorsitzende der Unabhängigen über die Ankündigungen Rittwegers und fünf weiterer Mitglieder, eine eigene Liste aufzustellen. »Eine Nachkandidatur wird es nicht geben«, so der Vorsitzende, Karl Selz. Der Aufwand wäre zu groß, man müsste nochmals eine Wahlversammlung einberufen und komplett neu wählen. Er wehrt sich gegen Vorwürfe der neuen Gruppierung, dass die Entscheidung um die Kandidatur nicht basis-demokratisch erfolgt sei.
14. April 2004
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Schopfheimer Kolpingsfamilie wurde Bernhard Frohlin für weitere zwei Jahre als Vorsitzender bestätigt.
Auf ein erfreuliches Jahr blicken die Mitglieder des »Auma-Zinkens« bei der jüngsten Jahreshauptversammlung zurück. Zinkenvogt Paul Laukart lobte seine Mitglieder und meint: »Wir waren eine tolle Gruppe, die wir hoffentlich auch bleiben«. Dank einiger Neuzugänge hat der Zinken momentan 15 Aumännli, 18 Droschflegler und 6 Kanoniere. Uneingeschränkt positiv wird der Raum in der Kulturfabrik gewertet, denn dort können nun Fasnachtswagen ohne Probleme gebaut werden.
In der kommenden Woche beginnt die seit 10 Jahren stattfindende Begegnung »Partnerschaft und Familie« der evangelischen Erwachsenenbildung. Die Themenabende, die im evangelischen Gemeindehaus abgehalten werden, beschäftigen sich mit den folgenden Problemen: »Mädchen sind Quasseltanten, Jungen sind Draufgänger«. Zur Partnerschaftsbeziehung heißt das Thema »Ein Herz und eine Seele«, beim dritten Abend sollen Kinderbücher im Mittelpunkt stehen. Das Thema heißt dann »Der gereimte Unterschied und die ungereimten Folgen«.
Kanal Ratte hat doppelten Grund zu feiern. Die Radio-Mitarbeiter können nach achtjährigem Bestehen auf eine vierjährige Lizenzverlängerung anstoßen. Gleichwohl möchten die Radiomacher, dass dieser Sender künftig von ganz normalen Bürgern gehört wird. Um dies zu erreichen, wollen sie in Kürze mit einem Marktstand, mit Kinowerbung, Flyern, Aufklebern und T-Shirts die Werbetrommel rühren. Das Team um Bernhard Wehrle wird künftig verstärkt durch Johannes Bauer und Sabine Würger.
15. April 2004
Im Bahnhofsbereich laufen derzeit umfangreiche Gleisbau- und Oberleitungsarbeiten, die voraussichtlich bis in die zweite Junihälfte dauern werden. An der Bannmattstraße wird der ganze Gleiskörper erneuert. Im Verlauf der Maßnahme werden Kabelverlegungen für das elektronische Stellwerk vorgenommen.
Der Gemeinderat wird sich am kommenden Montag mit einer Neuverwendung des Gersbacher Schulhauses befassen. Ortsverwaltung und Kindergarten sollen im Erdgeschoss Platz finden, während die Schule sich auf das Obergeschoss zurückziehen soll. Aus diesem Grund soll ab 2005 auch die 7. Klasse der Hauptschule nach Schopfheim gehen. Von diesem Zeitpunkt an wird die Klasse nur noch aus zwei Schülern bestehen. Ortsvorsteher Ralf Ühlin betrachtet die Planung als Gersbacher Bauernopfer. Der Ortschaftsrat sieht keinen Sinn in dieser Maßnahme und will, dass das Thema erst wieder zu den Haushaltsberatungen für das Jahr 2005 auf den Tisch kommt. Die zur Finanzierung von notwendigen Umbaumaßnahmen vorgesehenen Leistungen nennt der Ortsvorsteher »unsolide«.
Breite Zustimmung erhält das Diakonische Werk Schopfheim für eine Initiative zur Etablierung eines »Tafelladens« in Schopfheim. Mit dieser Möglichkeit soll sozial Schwachen ein wirtschaftlich besserer Einkauf ermöglicht werden. Der städtische Beirat für Jugend, Familie und Soziales hat sich ebenfalls hinter das Projekt gestellt. In der kommenden Woche soll in einer öffentlichen Versammlung informiert und beraten werden.
16. April 2004
Das Abstiegsgespenst der 1. Fußball-Mannschaft schwebt bei der Hauptversammlung über dem Sportheim im »Oberfeld«. Die prekäre Situation der 1. Mannschaft war dann auch das beherrschende Thema der Versammlung. Als ganz erfreulich wurde jedoch ein Boom im Jugend-Fußball angesprochen. Nun leitet ein Duo die Fußball-Abteilung. Gerhard Bechtel wird zusammen mit Wolfgang Ziegler die Abteilung lenken. Trotz Trainerwechsels sind alle gefordert, an einem Strang zu ziehen, um das Schlimmste - den Abstieg in die Kreisliga A - zu verhindern. In einem sehr desolaten Zustand sieht die Abteilung die Umkleidemöglichkeiten im Sportheim.
Vor Tagen traf sich die DLRG-Ortsgruppe zur jährlichen Hauptversammlung. Der Vorsitzende, Jürgen Vetter, zog Bilanz und meinte, dass der Wachdienst im Schwimmbad bei der sehr großen Anzahl von Badegästen im vergangenen Jahr eine verantwortungsvolle Aufgabe gewesen sei. Erich Walter, technischer Leiter der DLRG und ehemaliger Schwimmmeister des Bades, informierte, dass 23 Personen insgesamt 315 Wachdienst-Stunden geleistet haben. Insgesamt mussten 45 Erste-Hilfe-Leistungen erbracht werden.
Gersbach rüstet sich für die neue Runde im Dorfverschönerungs-Wettbewerb. Gersbacher und Gersbacherinnen haben deshalb in den letzten Tagen Rosen angepflanzt.
17. April 2004
Eine volle Festhalle kann der Gesangverein Langenau beim Frühjahrskonzert verbuchen. Belinda Spettl freute sich, die Chöre befreundeter Orte begrüßen zu dürfen. Unter der Leitung von Georg Diehl präsentierte sich dann auch der Langenauer Verein dem Publikum. Die Beiträge aller Vereine klangen so recht in die Herzen der Zuhörer.
Zum 60. Todestag des Schopfheimer Märtyrer-Priesters Dr. Max Josef Metzger hat die katholische Pfarrgemeinde zu einer Feierstunde ins Gemeindehaus eingeladen. Während Roland Kleinbub die Gäste begrüßte, hielt Heiner A. Baur einen Rückblick auf das Leben und Wirken des unter der Nazi-Herrschaft hingerichteten Priesters. Beide wiesen auf die immer noch aktuelle Bedeutung des Theologen und Menschen Dr. Max Josef Metzger hin. Heiner A. Baur appellierte dann auch in seiner Rede an die Anwesenden, darüber nachzudenken, im Sinne von Dr. Max Josef Metzger in Schopfheim eine Metzger-Gesellschaft einzurichten.
Klaus Jäckh von der Stadtverwaltung meint zum spektakulären Rückzug einiger Gemeinderatsbewerber aus der Liste der Unabhängigen, dass man in Schopfheim so einen Fall noch nie gehabt habe. Die Angelegenheit führte dann sowohl innerhalb der Stadt als auch bei der Kommunalaufsicht im Landratsamt, beim Gemeindetag sowie im Regierungspräsidium zu angestrengtem Nachdenken. Es scheint nun eine Lösung gefunden worden zu sein, die juristisch trägt. Die Unabhängigen haben die sechs widerstreitenden Bewerber aus der Bewerbungsliste gestrichen und ihnen die ansonsten verbindliche Zustimmungserklärung zurückgegeben. »Wir wollten keinen weiteren Streit«, meinte dann auch Dieter Weiß-Fabrizio von den Unabhängigen, räumt aber auch ein, dass der Auszug der Sechs natürlich eine Schwächung der Unabhängigen darstelle. Auf der Liste nämlich sind nun nicht mehr 26, sondern nur noch 20 Bewerber zu finden.
Der dem Elternbeiratsvorsitzenden des Marktplatz-Kindergartens zugegangene Drohbrief stößt bei allen Parteien auf Abscheu.
Die Entscheidung um die Zukunft des Gersbacher Schulhauses will die CDU vertagt wissen, genauso, wie dies auch der Ortsvorsteher des Ortsteiles sieht. Er wirft der Stadt vor, am falschen Ende zu sparen. Auch die SPD hat Zweifel an der Gersbacher »Radikal-Kur« - wie man es bezeichnet.
Bei der Jahreshauptversammlung der Sportschützen-Gesellschaft Fahrnau erhielt Petra Bühler die Kette der Schützenkönigin. Für 30-jährige aktive Mitgliedschaft erhielt Roland Steinebrunner die Goldene Ehrennadel ebenso wie Hans Kropf, der 45 Jahre bei den Sportschützen ist.
18. April 2004
Für 46 Kinder der katholischen Pfarrgemeinde ist Weißer Sonntag in St. Bernhard.
19. April 2004
Des einen Freud, des andern Leid: Stadtrat Jeannot Weißenberger beklagt sich über die vom Gewerbeverein aufgestellten Blumenkübel. Er meint, dass dadurch bedingt kaum jemand mehr in der Innenstadt parken könne. Artur Cremans trägt in der Sitzung des Gemeinderates den Brief eines Einzelhändlers vor, der sich über den Verkehr in der Innenstadt und das zu schnelle Fahren beklagt.
Der Gemeinderat beschäftigt sich mit der Zukunft der Gersbacher Schule. Während in der Fragestunde einige Gersbacher Bürger sich vehement gegen die Änderungspläne aussprachen und dies auch sehr emotional und ironisch begründeten, wollten die Räte den Punkt vertagen. Aus Gründen der Planungssicherheit für die Eltern wollten Bürgermeister Nitz und Artur Cremans für die Gersbacher eine Entscheidung darüber, wie es mit der 7. Klasse der Hauptschule weitergehen sollte. Schließlich wurde dieser Punkt dann doch diskutiert und beschlossen. Vom Schuljahr 2005 an werden die Gersbacher Siebtklässler nicht mehr in Gersbach unterrichtet, sondern müssen in die Hauptschule nach Schopfheim, wie dies bisher von der 8. Klasse an der Fall ist.
Der Gemeinderat wählt aus einer Vielzahl von Bewerberinnen und Bewerbern 19 Schöffen aus, die nun dem Amtsgericht vorgeschlagen werden.
20. April 2004
Die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Ortrun Schätzle feiert heute ihren 70. Geburtstag.
Heute beginnen für 82 Abiturientinnen und Abiturienten am THG die schriftlichen Prüfungen. Alle Prüflinge nehmen an der schriftlichen Prüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik teil, außerdem muss eine Klausur in einer Fremdsprache abgelegt werden.
Peter Batram von der Geschäftsleitung der Firma Rietschle Thomas meint zu immer wieder vorgetragenen Beschwerden von Anwohnern, dass Klagen über Geruchsbelastungen sehr wohl sehr ernst genommen würden. Ein vereidigter Sachverständiger stelle derzeit eine Expertise mit Vorschlägen auf, wie und was gegen die Geruchsbelastungen, die von der Gießerei ausgehen, getan werden kann. Zur Lärmimmission, wie es von einzelnen Anwohnern auch angesprochen wurde, sieht Batram keine Zukunftsprobleme. Zwei wesentliche Schalldämpfungen wurden eingebaut, eine dritte Maßnahme zur Schallisolierung sei vorgesehen. Man werde, so Batram, künftig nichts mehr hören.
Seit 11 Jahren gibt es nun schon die »Fuurteufel« in Fahrnau, wie Vorsitzender Niels Klemm, der das Zepter vor einem Jahr übernahm, berichtet.
21. April 2004
Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger begrüßt den Leiter der Abfallwirtschaft, Herbert Rudloff, in der Sitzung des Ortschaftsrates und will Auskünfte darüber, was mit der Deponie dann passieren wird, wenn der Müll nach Basel transportiert und dort verbrannt wird. Wer geglaubt habe, dass der Müll-Tourismus durch Langenau sich auf Null reduziere, sehe das heute jedoch etwas anders. Von den 45.000 t Restmüll, die jährlich zur Verbrennung gelangen, kommen 20-25 % zurück in den Landkreis. 9.000 bis 11.500 t Schlacke muss die Kreismülldeponie aufnehmen. Und diese Schlacke ist, so Rudloff, vorsichtig ausgedrückt - mit Schwermetallen belastet. Gerüchte, wonach die Deponie künftig als Zwischenlager und Umschlagplatz genutzt werden soll, versuchte Rudloff jedoch zu entkräften. Ganz ungeschoren komme die Deponie jedoch nicht davon. Kurz- bis mittelfristig werde auch Gewerbe- und Baustellenmüll deponiert. Auf der Deponie dürften außerdem jährlich 3.000 t Sperrmüll landen. Die Belastung durch die durch das Dorf fahrenden LKWs werde sich jedoch nicht erhöhen, so der Abfallchef.
Nach dreijähriger Pause hat das Vereinsparlament Schopfheim seine Arbeit wieder aufgenommen. Es wird nun nicht mehr ehrenamtlich von Klaus Strütt geführt, sondern von der Stadtverwaltung einberufen. Die Leitung und Betreuung des Parlamentes übernimmt der neue Kulturbeauftragte, Michael Herrmann, der sich bei der ersten Sitzung den Vereinen vorstellte. Gleichzeitig wurde ein Arbeitskreis gebildet, der die Vereinsförderrichtlinien überarbeiten soll. Bekanntlich wurden diese Richtlinien im Oktober 2001, nachdem sie einen Mietbeitrag für die Nutzung städtischer Räume vorgesehen hatten, auf Eis gelegt.
Zu einer Informationsveranstaltung hat der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Schopfheim eingeladen. Es soll darüber diskutiert werden, ob in Schopfheim ein Tafelladen, der finanziell Benachteiligten einen besseren Einkauf ermöglichen soll, eingerichtet werden kann. Referiert hat bei dieser Runde, zu der 25 Personen kamen, der Vorsitzende der Lörracher »Tafel«. Am 4. Mai wird im »Kranz« ein erstes »Tafel«-Treffen stattfinden. Ein Vorstand und Mitarbeiter werden gesucht. Weitere Themen sind die Kontaktaufnahme zu den Lebensmittelmärkten und die Suche nach einem Ladenlokal. Ebenso soll ein Sponsor für ein Transportfahrzeug gesucht werden.
22. April 2004
Schopfheimer Tierfreunde sind in Sorge. Ein Bürger aus dem Wohngebiet »Am Schlierbach« in Fahrnau teilte der Polizei mit, dass während einer Woche acht Katzen in diesem Wohngebiet spurlos verschwunden sind. Die Polizei versucht nun herauszufinden, was hinter dieser Angelegenheit stecken könnte. Auch die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Gaby Kurz, kann sich keinen Reim darauf machen.
Über eine positive Resonanz freuen sich Jörg Rittweger und Andreas Kiefer, die heute Abend ihre Nominierungsversammlung, für die sich bereits 14 Kandidaten gemeldet haben, im Nebenzimmer der »Krone« abhalten.
Neben dem Hieber-Markt hat der Circus »Frankello« für einige Tage seine Zelte in Schopfheim aufgeschlagen. Das ca. 40-köpfige Team mit ebenso vielen Tier- und Artisten-Nummern wird das Publikum in den nächsten Tagen begeistern.
Noch sucht die Stadt Wahlhelfer für die Kommunal- und Europawahl am 13. Juni.
Pfr. Matthias Weber von der evangelischen Kirchengemeinde betont, dass die Camerata Vocale nicht wegen finanziellen Problemen aufgelöst wird. Vielmehr gehen die Aufgaben des Bezirkskantors weit über die zulässige Arbeitszeit hinaus. Aus diesem Grund mussten Veränderungen vorgenommen werden. Da die Kantorei als Herzstück und der Kinderchor von großer Bedeutung für die Zukunft sind und der Gospelchor eine wichtige Ergänzung des Angebotes in Richtung Pop-Musik darstellt, fiel die Entscheidung, die Camerata künftig nicht mehr im Deputat der Kantorenstelle zu führen. Es gehe also keineswegs um Kürzungen oder einen finanziellen Rückzug der Kirchengemeinde, so der Geistliche.
23. April 2004
In der künftigen Galerie der Kulturfabrik stellen zwei Kunstmaler aus Poligny ihre Werke aus.
Die Firma Wittig hat mit Friedrich Justen einen neuen Chef. Er löst Peter Köllensperger ab, der viele Jahre lang die Funktion des Geschäftsführers bei Gardner Denver Wittig innehatte. Der 52-jährige promovierte Ingenieur arbeitet seit 1993 für Wittig. »Durch die Umstrukturierung im Konzern wird sich für den Standort Schopfheim nichts ändern«, betonte er.
24. April 2004
Der Gewerbeverein wird am 27. April ein völlig neues Konzept für eine attraktive Stadt vorstellen. Man will mehr als einen Werbering, den man zunächst ins Auge gefasst hatte. Die neue Initiative will eine breite Öffentlichkeit für sich gewinnen.
Die Blech- und Holzbläser des Musikvereins Fahrnau glänzen mit brillanten Solisten beim furiosen Jahreskonzert in der Stadthalle. Ganz schön mutig waren auch die gut 20 Zöglinge mit ihrem Dirigenten Alexander Beer, die ebenfalls zu begeistern wussten. Das ganze Lob durfte schließlich der Dirigent des Fahrnauer Vereins, Andreas Meier, erfahren.
Eine saftige Erhöhung der Müllgebühren steht den Schopfheimerinnen und Schopfheimern ebenso bevor wie allen anderen Einwohnern des Kreisgebietes. Die Entsorgungsfirma und der Leiter der Abfallwirtschaft, Herbert Rudloff, versuchen denn auch, mit den Bürgern während des Wochenmarkts ins Gespräch zu kommen und ihnen die neue Entsorgungs-Technik zu erklären sowie die Gebührensituation verständlich zu machen.
Auf ein gelungenes Vereinsjahr blickt der Sportverein Schopfheim bei der Jahreshauptversammlung zurück. Vorsitzender Claus Huber konkretisierte dabei ein ehrgeiziges Projekt für die nächsten fünf Jahre. Die Errichtung eines neuen Vereinsheimes soll in dieser Zeit realisiert werden. Bürgermeister Christof Nitz bot dem Verein in dieser Sache die Unterstützung der Stadt an. Sollte der Sportbund dem Antrag des Vereins stattgeben, würde auch die Stadt das Projekt mit unterstützen, betont er.
Gerade mal 19 Grad betrug die Wassertemperatur, die die 123 Starter beim 2. Schopfheimer Swim-and-Run erwartete. Der Vorsitzende des Tri-Teams als Veranstalter, Rainer Mayer, dankte am Ende eines schönen Wettbewerbs den über 80 ehrenamtlichen Helfern und der Stadt für die Bereitstellung des Bades.
Bei den »Hexen« in Gündenhausen wird der Zinkenvogt, Tony Schmidt, von Thomas Mönk abgelöst. Mönk hatte das Amt seit einigen Monaten bereits kommissarisch geführt.
Der Gospelchor »Resonance of Life« konzertiert zusammen mit der Band »Jazzpresso« in der evangelischen Stadtkirche.
Die B-Jugend der SVS-Handballer wird in der Bezirksklasse Meister. Obendrein erkämpfte die Mannschaft in der Runde der A-Jugend den 3. Tabellenplatz.
25. April 2004
Der Tennisclub Wiechs hatte übers Wochenende Tennisfreunde aus Poligny zu Gast. Das Wochenende wurde für gemeinsame Wettkämpfe genutzt. Ein Grillfest am Samstagabend stand ganz im Zeichen freundschaftlicher Zweisprachigkeit.
Der Hundesportverein Schopfheim-Fahrnau führt bei sehr guten Wetterbedingungen Qualifikationsprüfungen für Hundeführer mit ihren Vierbeinern durch. Vorsitzender Jürgen Hein und Prüfungsleiter Ernst Schmidt zeigten sich bei der Siegerehrung zufrieden über die sportliche und faire Atmosphäre.
26. April 2004
»Kreuz und Hakenkreuz« - unter diesem Titel plant die evangelische Kirchengemeinde im Mai eine Veranstaltungsreihe.
Rumänische Austauschschüler der 11. Klasse des Sincai-Gymnasiums im transsylvanischen Cluj, dem früheren siebenbürgischen Klausenburg, werden von Bürgermeister Christof Nitz empfangen. Die Schüler sind derzeit am THG zu Gast.
»Alle wollen Schopfheim voran- und aufwärtsbringen« - unter diesem Motto stellt der Gewerbeverein das neue Konzept und das neue Logo vor, die beide zum Ziel haben, die Lebensqualität zu verbessern. Das neue Signet wurde von Frau Susanne Baldus-Spingler im Auftrag des Gewerbevereins entwickelt. Der neue Slogan soll mehr als ein Werbering sein, er soll die Stadt insgesamt voran bringen. Fokus Schopfheim möchte neue Aktionen und Veranstaltungen wie kulturelle Anlässe, Straßenmärkte, Sportereignisse und anderes in die Gänge bringen.
Der Umweltausschuss beschäftigt sich mit der Verkehrssituation in der Goethestraße und Schlierbachstraße und heißt die mit den Anwohnern getroffene Einbahnregelung gut. Allerdings beschließt der Umweltausschuss auch, bei dem 1999 gefassten Grundsatzbeschluss, dass es in der Stadt keine Anwohner-Parkausweise geben wird, zu bleiben. Die Anwohner der genannten Straßen wollten Anwohner-Parkberechtigungen, um zusätzliche Rechte zu haben. Im September wird sich der Umweltausschuss erneut mit dem Thema beschäftigen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Stadt dann alternative Vorschläge, wie die Park-Problematik und das Anfahren der Schulbusse sowie der PKWs im Individualverkehr geregelt werden könnten, machen. Denn dies sind die Hauptprobleme, die die Anwohner des Schulkomplexes bewegen.
27. April 2004
Die Mitgliederversammlung des Gewerbevereins bestätigte das Vorstandsteam mit Anja Ellgring-Ricigliano, Stefan Klever und Claus Stockburger einstimmig für zwei weitere Jahre. Erfreut zeigte sich der Verein darüber, dass die Rolltore in der Tiefgarage im »Pflug« nun endlich geöffnet worden sind. Zufrieden ist Claus Stockburger auch mit der Einführung der Brötchen-Taste, die eine halbe Stunde Gratis-Parken in der Innenstadt ermöglicht. Der Gewerbeverein informiert auch darüber, dass es im Herbst in der Altstadt erstmals einen Naturpark-Markt geben soll. Bürgermeister Christof Nitz zeigt sich erfreut über das vertrauensvolle, positive Miteinander zwischen Stadtverwaltung und Gewerbeverein.
28. April 2004
Der Schopfheimer Fotograf Hans-Martin Koch stellt in der Sparkasse Fotografien vom Dinkelberg aus.
Zwei Jahre lang war die Schüler-Zeitung »Voice of Heuss« am Schopfheimer THG ausgestorben. Nun aber ist einem achtköpfigen Redaktionsteam ein Wiederbelebungsversuch geglückt: Seit gestern wird das brandneue, 52-seitige Exemplar in der Schule angeboten.
In der Stadthalle findet ein Symposium zum Thema »Patientenmanagement zwischen ,Ambulant‘ und ,Stationär‘« statt.
29. April 2004
Die Buurefasnacht in Wiechs bzw. der Narrenumzug hat offenbar ein Nachspiel. Ein Bürger des Ortsteils fühlt sich durch einen Umzugswagen verleumdet und droht nun mit dem Gericht. Angefangen habe alles mit der Schnitzelbank, die nachbarschaftliche Auseinandersetzungen satirisch glossierte. Schon vor dem Umzug habe der jetzige Kläger mit einem Nachspiel gedroht, sollte das Thema in Verbindung mit seiner Person an der Fasnacht ausgespielt werden. Ein Wagen unter dem Motto »Rauchzeichen« - es ging nämlich um ein Kamin - rollte dennoch im Umzug mit. »Etwas närrische Übertreibung gehört dazu«, meint der Wibufa-Präsident. Zwischen dem Wiechser Bürger und den Fasnächtlern fand nun ein Schlichtungsgespräch bei einem neutralen Anwalt statt, der den Kontrahenten eine Einigung empfahl. Eine Erklärung soll nun mit folgendem Wortlaut durch die Buurefasnachtsgesellschaft erfolgen: »Die Wiechser Buurefasnachtsgesellschaft erklärt hiermit nochmals ausdrücklich, dass die in der Schnitzelbank 2004 abgegebene Schilderung eines angeblichen Verhaltens eines Bürgers nicht der Wahrheit entspricht und absolut falsch ist«.
Auf der internationalen Fachmesse für Architektur und Technik »Light + Building« in Frankfurt machte die Schopfheimer Firma Durlum erneut von sich reden. Sie bekam einen Preis für ihr LED-Ausstellungskonzept für die neue Sammlung in der Pinakothek der Moderne in München verliehen. Damit prämierte die Jury die ungewöhnlich konsequente und mutige Lösung einer Ausstellungsgestaltung. Die Firma entwickelte ein abstraktes Raster aus je drei kleinen Quadraten, die an alte Lochkarten und gleichzeitig eine digitale Struktur erinnern lassen. Unterhalb des gestanzten Rasters wurden LEDs angebracht, die - gebrochen durch eine Mattglasscheibe - einen geheimnisvollen, aber auch technischen Lichteffekt erzeugen und die ausgestellten Gegenstände visuell »unter Strom« erscheinen lassen.
Auf Initiative von Jochen Loebbert ist der Diplom-Ingenieur Norbert Honisch im Umkreis der Sparkasse tätig, um Mobilfunk-Messungen vorzunehmen. Vor zwei Jahren wurde schon einmal gemessen. Damals waren die Grenzwerte eingehalten worden. Die neue Messung ist notwendig, da es zwischenzeitlich technische Neuerungen gegeben hat.
Der Gemeindewahlausschuss unter dem Vorsitzenden Klaus Strütt tagt eine halbe Stunde nach Beendigung der Bewerbungsfrist und lässt alle eingereichten Wahlvorschläge und -bewerber für die Kommunalwahlen am 13. Juni zu.
Bürgermeister Christof Nitz steht dem BUND in einer öffentlichen Versammlung Rede und Antwort. Es geht um den Bau von Wohnungen, es geht insbesondere aber auch um die neuen FFH-Schutzgebiete. Dabei meint das Stadtoberhaupt, wie das umgesetzt werde, sei eine Katastrophe. »Was dürfen denn die Bauern noch? Was dürfen sie nicht?« All diese Fragen konnten bis zur Stunde nicht geklärt werden.
Die Mitglieder des Fördervereines Krankenhaus treffen sich zur jährlichen Hauptversammlung. »Es ist wieder ruhig geworden um das Krankenhaus und das ist verdächtig«, lautet das lapidare Fazit des Vorsitzenden Ruthard Hirschner. »Bürger und Interessengruppen müssen weiterhin zusammenhalten und gemeinsam um die Zukunft des Krankenhauses kämpfen«, appellierte dann auch Gemeinderat Karl Selz. Auch Ehrenbürger Kurt Härzschel betonte, dass die momentane Stille nachdenklich mache.
30. April 2004
Die Frage »Ist der Bürokratismus der Totengräber der Höhen-Landwirtschaft?« beschäftigt den Ortschaftsrat Gersbach in der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Der Rat beschäftigt sich mit der neuen Ausweitung der FFH-Schutzgebiete (Flora-Fauna-Habitat). Da Baden-Württemberg bisher zu wenig Fläche an die EU gemeldet hat, sind in Schopfheim nun erheblich mehr Flächen vorgesehen. In Gersbach waren es bisher 300 ha. Diese Fläche wurde nun auf 450 ha erhöht. Geschützt werden soll insbesondere der Borstgras-Rasen (Weidfelder) sowie Mager-, Flach- und Bergland-Mähwiesen. Fragen ergaben sich insbesondere über die Auswirkungen zur Flächenbewirtschaftung, wobei die Antwort von den Behörden bisher nahezu ausgeblieben ist.
Nachdem der Gemeinderat jüngst über die Zulassung einer Wok-Küche in der »Schleife« diskutiert hat, soll es jetzt ein neues gastronomisches Angebot in der Hammerschmiedgasse geben. Ein Investor plant in Fahrnau eine Erlebnis-Gaststätte im »American Dinner Sportsbar-Style«. Eine Cocktail-Bar, ein abgetrennter Billard-Bereich, Unterhaltungs-Automaten und eine nur Erwachsenen zugängliche Spielhalle namens »Tivoli« mit Geldspiel-Automaten soll in die Räume der ehemaligen Comtessa-Wäschefabrik einziehen. Bürgermeister Christof Nitz meint zu dem Vorhaben, dass er dem Investor vorgeschlagen habe, erst einmal das gesamte Gebiet zu überplanen und danach mitzuteilen, was dort schließlich passieren soll. Außerdem sei die Zufahrt zu diesem Gebiet nicht unproblematisch.
Alle Hände voll zu tun hat die Schopfheimer Polizei in der Walpurgisnacht.
01. Mai 2004
Wenn auch seit einigen Wochen die Wanderweg-Beschilderungen auf der Gemarkung Schopfheim fertiggestellt sind, nutzen alle Ortsvorsteher dennoch den 1. Mai, um die Wege und die Wandertafeln, die die Rundwege verdeutlichen, einzuweihen. Am Eichener See trafen sie sich stellvertretend, um das auf der Schopfheimer Gemarkung bestehende Wanderwegenetz von 128 km einzuweihen. Bürgermeister Christof Nitz lobte diese Maßnahme zusammen mit den Ortsvorstehern als großen Erfolg. Nitz erinnerte vor zahlreichen Gästen an die zweijährige Realisierungszeit des Projektes und bedankte sich umso mehr bei Rolf Müller vom Schwarzwaldverein und dessen vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die das Projekt nicht hätte gelingen können. Von einer »gelungenen Sache« sprach auch Eichens Ortsvorsteher Hans Keller, der mit seinen Ortschaftsräten zusammen stellvertretend für alle Ortsteile die Einweihung organisierte. Rolf Müller erhielt dann auch aus den Händen des Eichener Ortsvorstehers ein kleines Geschenk als Dankeschön.
In einer sehr gut besuchten Vorabendmesse gedenken die Katholiken der Kirchengemeinde St. Bernhard des 50-jährigen Bestehens ihrer Filialkirche »Unbefleckte Empfängnis Mariae« in Fahrnau. Als die ehemalige Maschinenfabrik Schanzlin in der Gerberstraße 1953 zum Verkauf anstand, nutzte die katholische Kirchengemeinde die Gelegenheit und gestaltete das Fabrikgebäude um. Am 2. Mai 1954 fand die feierliche Benediktion des Gotteshauses durch Prälat Fischer aus Bühl statt.
Nur Wenige nutzen die Möglichkeit, das Schwimmbad, das seit heute geöffnet ist, zu besuchen.
Beim 20. Sengelen-Cup wurde wieder hochklassiger Badminton-Sport geboten. 137 Spieler aus 34 Vereinen Baden-Württembergs, Frankreichs und Österreichs gingen an den Start. Die TSG Schopfheim stellt in diesem Jubiläumsjahr allein fünf Sieger mit Janine Bayer, Saverio Segreto, Florian Dörflinger sowie Laura und Paloma Wich.
02. Mai 2004
Vanessa Brenzinger (Flöte) und Michael Rauter (Cello) konzertierten im Rahmen einer gut besuchten Matinée, begleitet vom Pianisten Thomas Thüring in der St. Agathen-Kirche in Fahrnau. Das Konzert fand im Forum für junge Musikerinnen und Musiker statt.
03. Mai 2004
Karlheinz Dietzig wird von Bürgermeister Christof Nitz für 25-jährige Tätigkeit bei der Stadt Schopfheim geehrt. Gleichzeitig ehrt der Bürgermeister Frau Hilda Brehm, die 25 Arbeitsjahre beim Abwasserverband Mittleres Wiesental feiert. Der Rathauschef übergab neben den Urkunden des Ministerpräsidenten auch einen Bildband über Schopfheim an die Arbeitsjubilare.
04. Mai 2004
Der Gemeinderat muss sich in der kommenden Woche mit dem Brief des Landratsamtes zum Haushalt der Stadt für das Jahr 2004 beschäftigen. Eine schlechte Haushaltslage wird vom Landratsamt moniert. Die Stadt hat in einem Haushaltssicherungskonzept bis Ende dieses Jahres Hausaufgaben zu erledigen. Außerdem wird die Kreditaufnahme, wie sie vorgesehen war, um 200.000,- Euro gekürzt. Bürgermeister Christof Nitz meint dem MT gegenüber: »Das wirft uns nicht aus der Bahn«. Dieser Bescheid sei schließlich absehbar gewesen. Natürlich sei der Haushalt katastrophal, räumt er ein. Insofern sieht sich die Stadt durch den Prüfbericht in ihrem Vorsatz bestätigt, dass jetzt endlich konkrete Sparbeschlüsse zu fällen sind.
Für 40-jährige Betriebstreue zur Firma Rietschle Thomas werden zwei Mitarbeiter geehrt. Martin Kraft arbeitet seit 1964 im Unternehmen. Werner Marqua kam mit 14 Jahren als Lehrling in die Firma und ist seither ohne Unterbrechung dort tätig. Klaus-Peter Möger, Geschäftsführer bei Rietschle Thomas, dankte den Jubilaren ebenso wie Bürgermeister Christof Nitz, der neben den Glückwünschen auch die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg überreichte.
Der Kunstverein hat die jährliche Hauptversammlung und macht sich dabei auch Gedanken über die künftige Galerie in der Kulturfabrik. Prof. H. Th. Baumann, Vorsitzender des Vereines, findet das städtische Museum in der Altstadt vom Standort her besser geeignet für eine Galerie als die vorgesehene Ausstellungsfläche in der Kulturfabrik. Es sei auch sehr schwer, meint er, die Kulturfabrik zu finden.
Die Idee eines Tafelladens scheint Gestalt anzunehmen. Die Organisatoren des Arbeitstreffs, Wolfgang Gorenflo vom Diakonischen Werk und Oliver Batt vom Beirat Jugend, Familie und Soziales der Stadt, waren angenehm überrascht, als 24 Personen zu diesem Treff kamen. Alle sind bereit, ehrenamtlich mitzuarbeiten. Für den Vorsitz indes meldet sich erst mal keiner, denn niemand weiß, wieviel Arbeit und Verantwortung dieses Amt mit sich bringen wird. Es bildete sich nun ein siebenköpfiges Komitee, das die Kooperationsverhandlungen mit den Lörracher Betreibern des Tafelladens aufnehmen wird. Eine weitere Gruppe wird sich verschiedene leerstehende Ladenlokale in Schopfheim anschauen.
05. Mai 2004
Bei der 45. Generalversammlung des 1959 gegründeten »Schlattholz-Zinkens« schwelgte man in Erinnerungen. Bilder von 1959 bis heute lieferten dazu den richtigen Hintergrund. Bei den anstehenden Wahlen wurde Martin Reimann als Zinkenvogt wiedergewählt. Während der Vorführungen und Erinnerungen steuerte Ehrenvogt Gerhard Zeiher passende Verse bei.
Die Kommunalwahlen bzw. deren Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. In allen Ortsteilen stellen sich bei verschiedenen Veranstaltungen die Kandidaten sowohl für den Gemeinderat als auch für die Ortschaftsräte vor. Das Jahrbuch berichtet nicht über die einzelnen Wahlveranstaltungen.
In wenigen Tagen jährt sich die Marktmusik, die während der Sommermonate in der Alten Kirche St. Michael jeweils jeden zweiten Samstag zu hören ist, zum 20. Mal. Seit dieser Zeit gehört die »Orgelmusik zur Marktzeit« zum Kulturleben der Markgrafenstadt.
Unter dem Titel »Der böse Blick« wird im Museum eine Ausstellung eröffnet, die im Wesentlichen Perlen und Amulette zeigt. Die Ausstellungsstücke stammen von Heide Simons aus Freiburg, die auch während der Ausstellungsdauer über ihre im Senegal entstandene Sammlung berichten wird.
06. Mai 2004
Ingo Zenkner, Leiter der Agentur für Arbeit (ehemals Arbeitsamt), erläutert die Arbeitslosenquote, die im April bei 6,4 % verharrte, damit, dass die Lage angespannt bleibe, dennoch habe er die Hoffnung nicht aufgegeben.
07. Mai 2004
Die Haushaltslage der Stadt stand im Mittelpunkt der jüngsten Fraktionssitzung der Unabhängigen. Es wurde dort die Verfügung des Landratsamtes zum Haushalt 2004 besprochen. Vor dem zu schnellen Vergessen bewahren möchte in diesem Zusammenhang Ino Hodapp den ehemaligen Bürgermeister Klaus Fleck, denn er stehe doch in der Verantwortung für eine jahrelange Schuldenpolitik.
Um soziale Verantwortung in den Unternehmen ging es bei einer Podiumsdiskussion des evangelischen Arbeitskreises der CDU im Restaurant »Markgraf« vor einigen Tagen. An dieser Diskussion nahmen der IHK-Geschäftsführer, Immo Leisinger, Ingo Zenkner von der Agentur für Arbeit, Heidi Malnati für die CDU-Unternehmerinnen und Jakob Reiter, ehemaliger Gewerkschaftssekretär Textil, sowie Bäckermeister Fritz Trefzger als stellvertretender Kreishandwerksmeister teil. »Arbeit muss sich lohnen, aber erdrückende Bürokratie, hohe Zusatzkosten und Schwarzarbeit bereiten dem Handwerk erhebliche Probleme«, meinte Fritz Trefzger. Trotz moderatem Wachstum gebe es weniger Arbeitsplätze. Dies findet Immo Leisinger ebenso bedenklich wie auch den schleichenden Prozess der Betriebsverlagerungen ins Ausland. Die Zwangsabgabe für nicht bereitgestellte Ausbildungsplätze, wie sie bei der geplanten Ausbildungsabgabe vorgesehen ist, bezeichnet der IHK-Geschäftsführer als Eigentor. Viele Betriebe hätten gar nicht die Voraussetzungen zur Ausbildung. Einig waren sich schließlich alle an der Runde Beteiligten darin, dass die Schlüsselfrage die Bildung sei.
Radsportler Jan Ullrich, der mit Jörg Hieber und 70 weiteren Radlern im Rahmen einer »Tour de Hieber« von Binzen über Kandern und Endenburg nach Schopfheim fuhr, wurde von Fans bei der Autogramm-Stunde im Hieber-Markt gefeiert. Der Radsportler, den die Fans auch für die kommende Tour de France aufmunterten, gab bereitwillig viele Autogramme.
Zur zweiten Open-Air-Kino-Aufführung im Schulhof Fahrnau hat der Förderkreis der Freunde der Grundschule Fahrnau eingeladen. Die kleinen und großen Besucher kamen in diesem Jahr mit Wolldecken und warmer Kleidung. Schließlich lief der vor 50 Jahren gedrehte Farbfilm »Emil und die Detektive«. Die Geschichten Erich Kästners haben bis heute nichts von ihrer Beliebtheit verloren. Rektor Reinhold Fetscher versprach dann auch, mit dem Freundeskreis zusammen im nächsten Jahr eine dritte Filmnacht zu organisieren.
08. Mai 2004
»Das Rathaus dreht den Geldhahn zu«, meint heute das Markgräfler Tagblatt. Eine Deckungslücke von 700.000,- Euro tut sich im Haushalt der Stadt auf. Am Montag werden sich die Gemeinderäte mit einer Vorlage der Verwaltung auseinander zu setzen haben, die diese neue Geldnot verdeutlicht. Um die Deckungslücke zu schließen, legte die Verwaltung Ausgabensperren fest. Dies trifft auch die EDV, die Schulen und die Ortsverwaltungen.
Nach dem Willen des Eichener Ortschaftsrates soll das Rathaus auf jeden Fall im Besitz der Stadt bleiben. Die Stadt wollte sich aus Kostengründen von einigen Rathäusern trennen. Gleichzeitig beschloss der Ortschaftsrat aber auch, dass das sich neben dem Rathaus befindliche Ökonomiegebäude erhalten bleibt und darin ein Dorfmuseum eingerichtet werden soll.
Die Kandidatenliste »Bürgerliste für Schopfheim« beschäftigt sich erstmals mit der Tagesordnung für die Gemeinderatssitzung am Montag. Dabei ging es fast ausschließlich um den Haushalt 2004. Die Aufnahme immer neuer Kredite und die Erhöhung von Steuern und Abgaben seien ein unverantwortlicher Weg, hier sei totales Umdenken gefragt, meinten die Kandidatinnen und Kandidaten.
Angelo Turturro berichtet bei der 42. Hauptversammlung der Fasnachtsgesellschaft Fahrnau über das vergangene Jahr. Erhebliche Probleme bei den Veranstaltungen gab es mit der Polizei und der Stadt zu bereden. Sehr viele Gedanken machen sich die Narren auch um den Zuschauerschwund beim 1. Zunftabend. Für 30-jährige Treue zum Verein durfte der Vorsitzende schließlich Herbert Hunsinger ehren.
Der Kabarettist Michail Chaim Langer ist im »Diwan« zu Gast. Mit großem schauspielerischem Einsatz berichtet er von weisen und listigen Rabbinern sowie von Gläubigen, die ihren Rebbe in so mancher verzwickten Situation um Hilfe bitten. Ein Kabarettabend, der die Leute dazu brachte, auch mal über sich selbst zu lachen.
»Die Katze auf dem heißen Blechdach« - das Schauspiel von Tennessee Williams ist auf der Bühne der Stadthalle zu sehen. Die Hauptrollen spielen Michael Lesch und Verena Wengler. Die Rolle des Patriarchen »Big Daddy« verkörperte Harald Dietl.
Zu einem Doppelkonzert, bei dem das Publikum bestens gelaunt war, hat der Langenauer Musikverein zusammen mit dem Musikverein »Heimatklang« Hütten in die Festhalle eingeladen. Angeführt vom Dirigenten Markus Wagner entführte der Hüttener Musikverein in den Wilden Westen, kam über Melodien aus der Oper »Carmen« bis zum Blues und Boogie. Der Musikverein Langenau unter der Stabführung von Erwin Lenz startete mit schwungvoller Filmmusik, um dann ins 19. Jahrhundert zur Marschmusik zu gelangen. Aber auch Rock-‘n-Roll-Klassiker gab der Klangkörper zum Besten.
Mit der 210. Marktmusik in der Alten Kirche war gleichzeitig eine Begegnung mit dem ehemaligen Bezirkskantor, der vor 20 Jahren diese Musikreihe gegründet hatte, verbunden. Inzwischen ist Prof. Dr. Matthias Schneider Musikwissenschaftler an der Universität in Greifswald.
Eigentlich hatte der Musikverein nach Gersbach zum Frühjahrskonzert eingeladen, tatsächlich lag aber vor der Bergkopf-Halle Schnee. Nach dem Willkommensgruß durch den Vorsitzenden des Vereins, Stefan Deiß, eröffnete der Musikverein unter der Stabführung von Ronny Langendorf das Konzert mit einem zünftigen Militärmarsch. Den zweiten Konzertteil gestaltete der Utzenfelder Musikverein unter der Leitung von Lothar Lais.
10. Mai 2004
Die Mitglieder der Minifossi AG an der Friedrich-Ebert-Schule haben aus Rekonstruktionszeichnungen mit Alexander Beichert aus Sallneck zusammen 3-D-Raummodelle der Schanzen geschaffen. Alexander Beichert ist ehemaliger »Minifossi« an der Ebert-Schule und hat nach der Schulzeit Werkzeugmacher gelernt. Die Schanzenmodelle werden in wenigen Wochen in einer Ausstellung im Museum gezeigt werden.
»Wir mussten die Handbremse ziehen«, verteidigt Bürgermeister Christof Nitz im Gemeinderat die von der Verwaltung beschlossenen Sofortmaßnahmen zur Kürzung des städtischen Haushaltes. Die Gewerbesteuereinnahmen sollen um 800.000,- Euro geringer ausfallen, außerdem darf die Kommune 200.000,- Euro weniger Kredit aufnehmen. Von den Sparmaßnahmen ist der gesamte Verwaltungshaushalt einschließlich der Zuschüsse an die vhs betroffen. Karl Selz sprach von einer »Nacht- und Nebelaktion«, Adolf Winterhalder meinte zu den Sperrungen bei den Haushaltsmitteln der Schule: »Das ist so, wie wenn man einem Piloten im Flug sagt, er solle jetzt stoppen«. Ein weiteres Ungemach sieht Nitz in der Mai-Steuerschätzung und in den Konsequenzen der Hartz-Reform.
Der Gemeinderat gibt grünes Licht für die Bebauung des »Hammer Nord«-Gebietes. Nach zwei Jahren wird nun der Weg zum Bau von zehn Reihenhäusern und einem Doppelhaus frei gemacht. Es kam noch zu einer größeren Diskussion, ob die Straße zum Wohngebiet »Bremt« mit einem Poller abgegrenzt und damit der Durchgangsverkehr verhindert werden soll. Schließlich wurde dann aber die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches beschlossen.
Bewohner des Wohngebietes »Lus« fordern ein Nacht-Parkverbot für LKWs, die auf Parkstreifen zwischen dem Wohngebiet und dem Gewerbegebiet »Lus« parken. Wenn Alternativflächen genannt werden können, signalisierte Bürgermeister Nitz ein Einlenken. Im Juni wird das Problem im Umweltausschuss zu beraten sein.
Der Gemeinderat beschäftigt sich mit den neu ausgewiesenen FFH-Flächen (Flora-Fauna-Habitat). Nicht nur, dass in Schopfheim überproportional viele Flächen davon betroffen sind, sondern auch die Art und Weise, wie das Verfahren durchgeführt wird, versteht man nicht. Das gleiche Unverständnis zeigt der Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, Huber. Er meint, dass selbst seine Behörde die Informationen nur über das Internet erhalten habe. Stadtrat Dr. Ottmar Nübling bezeichnet es als ungeheure Zumutung, etwas freizugeben, ohne zu wissen, was mit den Flächen geschehen werde. Er schlug vor, die Stadt sollte aus diesem Grund die Nachmeldung ablehnen. Zuerst müsse man wissen, welche Konsequenzen abzusehen seien. In Gersbach müsse die Stadt darauf drängen, dass die Pflegepläne schnellstens erstellt werden. »Wir sind sicher gute Europäer, aber die Brüsseler Bürokratie macht Angst«, meint schließlich Karl Selz zum Verfahren.
13. Mai 2004
Dieser Tage traf sich der Ortschaftsrat Wiechs traditionsgemäß mit dem Ortschaftsrat aus Nordschwaben im Nachbarort, wo er von der dortigen Ortsvorsteherin, Rita Rübsam, begrüßt wurde.
Die Forstbetriebsgemeinschaft Gersbach spendierte der Ortschaftsverwaltung zwei Sitzgruppen aus Holz, um so auch einen Beitrag zur Dorfverschönerung zu leisten.
14. Mai 2004
Die Schopfheimer SPD stellt die Kandidaten für die Ortschafts-, Gemeinderats- und Kreistagswahlen in ihrer Wahlkampf-Tour in Raitbach vor. Sorge bereitet den Raitbachern die sinkende Einwohnerzahl, Sorge bereitet ihnen aber auch, dass die Weiterführung der Kanalisation nicht realisiert wird. Im Übrigen sei dies noch ein offener Posten aus dem Eingemeindungsvertrag, erklärte Raitbachs Ortsvorsteher Oswald.
15. Mai 2004
Mit sehr viel Beifall bedacht wird das Doppelkonzert mit dem Junior-Orchester aus Poligny und der Jugendkapelle der Stadtmusik in der Wiechser Festhalle. Damit wird das seit sechs Jahren bestehende Freundschaftsverhältnis gefeiert und gefestigt. Andre Bonnet meint: »Es ist eine große Freude, dass Poligny die Gelegenheit hat, die schönen Momente von Musik und Freundschaft zu teilen«. »Ausgeheckt wurde das erste gemeinsame Wochenende der beiden Orchester bei einem Treffen in der Partnerstadt Poligny«, erzählte der Vorsitzende, Peter Bühler, während des Konzertes.
150 Fahrräder stehen bei der Velo-Börse im »Pflug« und warten auf neue Eigentümer. Vor Verkaufsbeginn überprüfen sachkundige Helfer der IG Velo die Qualität der Räder. Die Polizei kontrolliert die Rahmennummern, um den Verkauf von gestohlenen Drahteseln zu verhindern.
Als erste Baumaßnahme des Hochwasserschutz-Konzeptes ist der Damm des Regenrückhaltebeckens Kratten in einer Bauzeit von zehn Monaten von 8,80 m auf 10,30 m erhöht worden. Das Becken hat nun ein Fassungsvermögen von 150.000 Kubikmetern.
Der »Sternen-Zinken« trifft sich im »Sternen« zur Jahreshauptversammlung. »Ihr habt euch übers normale Maß hinaus für unsere heimische Fasnacht eingesetzt«, meinte Oberzunftmeister Gerhard Kiefer, der sich über die Pflege von Traditionen wie das Scheibenfeuer und die Schnitzelbank besonders erfreut zeigte. Der Zinkenvogt, Rainer Grether, meint in seinem Rückblick auf das Vereinsjahr ebenfalls, die Zunft loben zu müssen. Bei den anstehenden Wahlen wurde er für zwei weitere Jahre zum Vogt gewählt.
Die Kühle in der Alten Kirche St. Michael war zwar nicht angenehm, tat aber keinen Abbruch bei den meditativen Harfenklängen, die Frauke Horn bei ihrem Konzert in diesem Raum ertönen ließ. Sie nutzte die dynamischen Klangmöglichkeiten ihrer Pedalharfe, um Klangimpressionen zu vermitteln.
16. Mai 2004
Bei idealen Wettervoraussetzungen wird das 39. Motocross-Spektakel durchgeführt. 2.500 Besucher kommen, um die 110 Fahrer, die u. a. um Punkte für die deutsche Seitenwagen-Meisterschaft ringen, zu sehen. Bürgermeister Christof Nitz lobte Veranstaltung und Veranstalter und meint, dass die Stadt sehr stolz auf dieses Sportereignis sei.
Der Musikverein Fahrnau feiert mit einem Fest im Freien die Einweihung seiner »Villa Musica«. Zu Gast waren auch die Jugendkapelle aus Poligny sowie der Musikverein Langenau und die Hebelmusik aus Hausen.
»Salto vocale« konzertiert in der Alten Kirche St. Michael. In den acht Jahren seines Bestehens hat sich der Chor unter der Leitung von Klaus Dürrschnabel ein beachtliches Repertoire erarbeitet. Dem komplexen, vielstimmigen Gesang des gemischten Chores durfte das Publikum in der gut besetzten Kirche mit Begeisterung zuhören.
Zusammen mit Pfr. Dr. Michael Hoffmann feiern die Konfirmanden des Jahrganges 1954 das Fest der Goldenen Konfirmation in der evangelischen Stadtkirche.
Das 20-jährige Bestehen feiert der Kinderchor des Gesangvereins Fahrnau zusammen mit Chören aus Eichen, Gersbach, Kürnberg, Egringen, Pfaffenberg und Brombach. In seiner Begrüßung in der Festhalle Fahrnau hieß Martin Link zum gemeinsamen Fest alle Gäste herzlich willkommen. In einer kleinen Kinderchor-Historie wurden Claudia und Volker Brenzinger auf die Bühne gebeten. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Chor das Jubiläum feiern kann. Seit 1992 leitete Anja Vogt den Chor, 1999 übernahm Annette Winter die Betreuung der Kleinsten im Gesangverein.
17. Mai 2004
Der Hauptausschuss des Gemeinderates beschließt, den Vertrag mit der Kirchengemeinde Hausen um drei Jahre zu verlängern. Damit wird die Spielstube im Ortsteil Raitbach weiterhin gesichert.
Bürgermeister Nitz gibt im Gemeinderat bekannt, dass er ein Zeichen des Sparens setzen wollte, und daher sein Dienstfahrzeug verkauft habe. Er wird nun auf einen Privat-PKW umsteigen.
18. Mai 2004
Die junge Autorin Franziska Gerstenberg liest in der Buchhandlung Uehlin aus ihrem ersten Buch »Wieviel Vögel«.
Schon weit gediehen sind die Planungen am THG für einen ganztägigen Betrieb nach dem Start des achtjährigen Gymnasiums. Die dafür erforderlichen Umbauarbeiten sollen dem Oberschulamt am 8. Juni vorgelegt werden. In einer eigens zu errichtenden Kantine sollen täglich 250 Schüler verköstigt werden. Bürgermeister Nitz wird das Thema nach der Vorstellung im Oberschulamt dem Gemeinderat vorlegen.
Fast 30 Eltern kommen zur Gründungsversammlung des neuen Vereins »Freunde und Förderer der Grundschule Wiechs«. Zum 1. Vorsitzenden wurde Nils Rodewald gewählt. Schulleiterin Rosemarie Jäkel meinte, der neue Verein könne hilfreiche Unterstützung leisten, er könne Geld einsammeln, aber auch die Zusammengehörigkeit aller Freunde der Schule anstreben und Gemeinsamkeiten entwickeln.
19. Mai 2004
Die Stadt Schopfheim erhält aus Mitteln des Bundes für das Programm »Die soziale Stadt« 1,4 Mio. Euro und kann damit am Wiesenweg Sanierungsmaßnahmen durchführen.
Die veränderte Verkehrsführung in der Goethestraße, die vor Wochen mit Anwohnern diskutiert worden ist, führt nun, nachdem die Schilder aufgestellt wurden, erneut zu Irritationen. In der Presse ist gar zu lesen: »Das ist eine Idiotie hoch Zehn«.
20. Mai 2004
Zum »Tag der offenen Tür« lädt der Kindergarten Eichen ein. Auf dem Platz vor dem Kindergarten spielt die Bläser-Klasse der Friedrich-Ebert-Schule unter der Leitung von Dieter Waibel und unterhält die zahlreichen Gäste. Fakt ist, dass der Kindergarten aus dem Ort nicht wegzudenken ist.
Die ersten Sommerfreuden genießen junge Menschen an der Wiese. Die Felsen des Flussbettes locken zum Sonnenbaden. Doch soll es in den nächsten Tagen wieder kühler werden.
In Enkenstein wird der Brauch des »Uffertbrüttli« seit einigen Jahren nicht nur bewahrt, sondern lebendig fortgeführt. Diesen Uffertbrüttli-Umzug organisierte die Spielgruppe, die sich einmal wöchentlich in Enkenstein trifft.
21. Mai 2004
Bürgermeister Christof Nitz äußert sich in einem Interview mit der BZ über die derzeitige Finanzlage und meint, die Stadt sei am Ende der Finanzkraft.
Ab sofort bietet das Diakonische Werk ein Angebot zur Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung. Monika Schulz-Amar und Erika Zeh werden diese Aufgabe in der Markgrafenstadt erfüllen.
22. Mai 2004
Gersbacher Weißtannen mit insgesamt 300 Festmetern werden kommende Woche nach Weil gefahren. Von dort gelangen sie per Schiff über Rotterdam nach Japan. Die Bäume sind zwischen 150 und 300 Jahre alt.
Die Freunde des Schweigmatter Höhenbades werden sich noch eine Woche gedulden müssen. Die Öffnung des Bades wurde verschoben.
Das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern Günter und Gerda Geschwandtner, die im Lusweg wohnen.
23. Mai 2004
Auf 25 Jahre des Bestehens blickt die ökumenische Frauenrunde in der Bücherei des evangelischen Gemeindehauses zurück. Die Idee kam anno 1979 vom Mutterkreis. Es wurde über Kinder und deren Erziehung, aber auch über die Bibel gesprochen. Schließlich dankte Gisela Postleb Pfarrdiakonin Renée Mouchebœuf für ihre stets geschätzte Unterstützung.
24. Mai 2004
Ein deutlich reduzierter Kassenbestand bereitet derzeit den »Enningern« Sorgen, dies wird bei der vor einigen Tagen stattgefundenen Generalversammlung bekannt. Jugendleiterin Elke Schulz, die derzeit 17 Zöglinge betreut, möchte, dass ein Aufnahmestopp verhängt wird. Die Wahlen brachten nur eine Veränderung. Als neue stellvertretende Jugendleiterin wurde Sabine Reichert gewählt, während Jürgen Kupferschmidt weiterhin die Narren anführt.
Vor einigen Tagen traf sich der Tischtennis-Club Schopfheim-Fahrnau zur Jahreshauptversammlung in der »Sonne«. Erfreut zeigte sich der Vorsitzende, Volker Fischer, auch über die sportliche Bilanz des jungen Vereines. Mit diesem Verein sei der größte Tischtennis-Club im Bezirk Oberrhein entstanden. Geldsorgen hat der TTC derzeit keine. Dafür sorgt die für Außenstehende etwas gewöhnungsbedürftige Struktur des Vereins. Man führe zwar ein eigenständiges Vereinsleben, sei aber nach wie vor Mitglied im TV Fahrnau bzw. im SVS Schopfheim. Die Mitglieder des TTC zahlen ihre Beiträge an die beiden Vereine, aus denen der TTC gewachsen ist, erklärt Pressewart Harald Lipian.
Nach intensiven Proben konzertierte das Orchester der Freien Waldorfschule Schopfheim vor begeistertem Publikum dieser Tage in der Stadthalle. Werke von Bach, Mozart und Schubert standen auf dem Programm.
25. Mai 2004
Das MT hat Schopfheimerinnen und Schopfheimer zur Wahl des neuen Bundespräsidenten befragt. »Ich habe mich über den Wahlsieg von Köhler gefreut«, sagt CDU-Vorsitzende Marianne Zabel. Sie sei auch überzeugt, dass er ein Bundespräsident aller Bürger werde. Auch er hätte Köhler gewählt, meint Peter Neumann, Vorsitzender der FDP Mittleres Wiesental. Er selbst hätte sich gewünscht, dass Gesine Schwan Bundespräsidentin wird, meint der SPD-Vorsitzende Dr. Peter Ulrich. Dass Köhler von Skeptikern als kühler Ökonom abgekanzelt wird, ist für den SPD-Vorsitzenden unverständlich, denn Wirtschaft stehe nicht außerhalb des öffentlichen Lebens. »Eine Frau - das wäre wichtig gewesen«, meint Michael Straub vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wie Köhler sein neues Amt ausfüllen werde, bleibe abzuwarten. Anfangs habe Köhler ihn nicht überzeugt - dann nämlich, als er vom deutschen Patriotismus geredet habe. »Köhler hätte besser Europäer mit deutscher Note sagen sollen«, meint der GRÜNEN-Stadtrat.
Die Schopfheimer Arbeitslosen-Initiative hat Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende, Bürgermeister Christof Nitz, verdeutlicht, dass der Verein nicht wisse, wie es weitergehen könnte, denn die Förderung dieser Initiative durch den Bund und den Landkreis wurde erheblich zurückgefahren. »Das Berichtsjahr ging plus minus Null auf«, wusste Kassenverwalter Klaus Strütt zu berichten. Allerdings ist die Prognose für das Jahr 2004 düster. Geschäftsführer Oliver Batt meinte, dass derzeit nur noch vier Beschäftigte in der SAI seien, wohingegen im vergangenen Jahr 2003 die Zahl während des ganzen Jahres bei 11 Personen gelegen habe.
26. Mai 2004
Einen 2. Platz im Landeswettbewerb »Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg« belegte das Schopfheimer Netzwerk Distrikt Dikome. Diese Platzierung gab es in der Kategorie »Kommunale Entwicklung Zusammenarbeit«, wie Klaus Fleck, der federführend die Vorbereitungen zur Teilnahme am Wettbewerb leitete, der Presse gegenüber erklärte.
Die 3. Klasse der Waldorfschule arbeitet zusammen mit der Klassenlehrerin Magdalene Dycke an der Vollendung einer mongolischen Jurte. Schüler und Eltern haben dieses Projekt angenommen. Dieser Tage wurden nun große Matten aus brauner Schafwolle gefilzt. Es entstanden Flächen von bis zu 12 qm an einem Stück.
Im Stellwerk Schopfheim, beim Bahnübergang Hebelstraße, kam es zu einem Schmorbrand, in dessen Folge vorübergehend der Zugverkehr lahmgelegt wurde. Warum es zum Brand im Relaisraum des Stellwerkes kam, konnte der Sprecher der Deutschen Bahn bisher nicht sagen.
27. Mai 2004
Die Kunstlehrerin und Künstlerin Bettina Bohn stellt im »West-östlichen Diwan« »Weibs Bilder« und Objekte aus.
Der Wiesentaler Tauschring, ein im Jahre 2002 gegründeter Verein, möchte ab Juli im Gelände der Firma Hanf-Union den ersten eigenen Laden eröffnen. Die Ring-Vorsitzende, Heike Becker, meint, dass zunächst einmal wöchentlich geöffnet werde. Währung in diesem Laden ist der selbstgeschaffene »Wiesentaler«. Jeden ersten Samstag im Monat treffen sich die Tauschring-Mitglieder. Es gibt knapp 100 davon und die Hälfte sei aktiv. Aus dem Einzugsbereich von Zell bis Lörrach und Rheinfelden kommen sie nach Schopfheim zum Tausch von unterschiedlichsten Leistungen. Es werden Waren und Dienstleistungen getauscht.
Derzeit sind alle Parteien und Wählervereinigungen unterwegs, um mit den Menschen in der Stadt und in den Ortsteilen zu sprechen, deren Wünsche zu hören und ihnen dabei Gelegenheit zu geben, Bedürfnisse zu artikulieren. Überall in den Ortsteilen sind Wünsche vorhanden, die es zu lösen oder anzugehen gilt.
28. Mai 2004
Die neugegründete Fasnachtsgruppe »Zünsler vo Schopfe« trifft sich zur Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende, Michael Krückels, meint, dass im Vorfeld der Aktivitäten mühselige Arbeit - die Herstellung des Häs - gestanden habe. Die neue Gruppe war dann auch an vielen Fasnachtsveranstaltungen und -umzügen präsent. Nun ist der Verein dabei, die Vorbereitungen für die Eintragung ins Vereinsregister zu treffen. Derzeit hat die Gruppe 21 Mitglieder.
29. Mai 2004
Besondere Badegäste im Schwimmbad: Die Rostgänse, die seit Jahren in Schopfheim, insbesondere in Eichen, zu Gast sind, haben sich nun auch das kühle Nass im Schwimmbad ausgesucht. Eine Rostgans-Mutter mit drei Jungen nutzt das Badebecken zur Abkühlung, nicht nur zur Freude der Badegäste.
Die Traglufthalle als Ersatz für die abgebrannte Vicemoos-Halle wird wahrscheinlich Mitte Juni abgebaut. Beigeordneter Hirschner informiert darüber, dass ein Tennisclub in der Nähe Kölns die Halle vermutlich erwerben wird.
Für die Eichener stehen der Hochwasserschutz, der Erhalt des Kindergartens und des Rathauses sowie die Errichtung eines Museums beim Rathaus als Prioritäten fest. Diese Wünsche werden bei den Kandidaten-Vorstellungen zur Kommunalwahl verdeutlicht.
Zu den aktuellen Sparbeschlüssen der Stadt meint Kommandant Bernd Schwöble von der Feuerwehr in einem Gespräch mit der Badischen Zeitung: »Wir sind nicht auf Rosen gebettet und wir leisten uns keinen Luxus. Beschließt die politische Gemeinde, sich von Fahrzeugen zu trennen, hat das Folgen für die Einsatzfähigkeit, die wir für unsere Bürger leisten«. Schwöble meint in dem Interview, man sollte die Fragestellung anders vornehmen und nicht fragen, was die Feuerwehr koste, sondern was durch die Feuerwehr gespart werde.
Mit einer Ausstellung »Zwischen Kreuz und Hakenkreuz« setzt die evangelische Kirchengemeinde einen vorläufigen Höhepunkt unter die gleichnamige Veranstaltungsreihe. Pfr. Matthias Weber begrüßt zu diesem Anlass den ehemaligen badischen Landesbischof, Prof. Klaus Engelhardt, der in der Markgrafenstadt eine Predigt zum gleichnamigen Thema hält. Die Ausstellung wird die kommenden zwei Wochen im evangelischen Gemeindehaus zu sehen sein und beschäftigt sich mit der zwiegespaltenen Situation der evangelischen Kirche im Dritten Reich.
Die Badesaison beginnt auch im Höhenbad in Schweigmatt.
In dieser Woche trafen sich die Gersbacher zu einer Bürgerversammlung und meinten als Vorbereitung auf die Kommunalwahl, gegenüber der Stadt müsse man mit einer Stimme auftreten. Insgesamt kamen von den 29 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich in Gersbach der Wahl stellen werden, 27 zur Bürgerversammlung.
Zum Auftakt von Pfingsten findet in der Alten Kirche St. Michael eine Abendmusik statt. Das Ensemble »La Stravaganza« mit den in Schopfheim beheimateten Geschwistern Katharina und Christian Rozgonyi konzertiert ebenso wie Christoph Bogon und dessen Frau, Ina Schabbon.
30. Mai 2004
Ernst Baier feiert heute, am Pfingstsonntag, seinen 95. Geburtstag. Der einst agile Vereinsmensch in der TSG und im Roten Kreuz wurde vielfach geehrt. Der Ehrenvorsitzende der TSG ist heute noch täglich bei seinen Spaziergängen im Stadtgebiet anzutreffen.
02. Juni 2004
Der 246 Mitglieder zählende Ortsverband des VdK hat Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Alfons Lienhart kann das Treueabzeichen in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft an Berthold Dietsche, Klaus Dieter Groll und Albert Kiefer überreichen.
Die Sportkegler Blau-Weiß ziehen bei der Jahreshauptversammlung Bilanz. Nach längerer Vakanz konnte das Amt des 2. Vorsitzenden neu besetzt werden. Werner Traichel erhielt ein deutliches Votum. Vorsitzender bleibt Henrik Steingräber.
Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ging es an einer Podiumsdiskussion der Jungen Union Südbaden im Restaurant »Bahnblick« dieser Tage. Das Thema »Kind und Karriere« erwies sich nicht gerade als Straßenfeger, denn der Referent und die Vorstandsmitglieder waren im Nebenzimmer des Restaurants unter sich. Dass man eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung nicht zum Nulltarif haben kann, wurde dabei deutlich. Die Gesprächspartner redeten auch davon, Arbeitgeber mit in die Kostenverantwortung bei der Betreuung von Kindern zu nehmen.
Binnen zehn Minuten muss die Feuerwehr zu elf Einsätzen ausrücken. Heftige Gewitterschauer halten die Floriansjünger auf Trab. Vor allem vollgelaufene Keller und Garagen forderten den Einsatz.
03. Juni 2004
Die in der Schopfheimer Innenstadt gemessenen maximalen D1-Strahlungswerte haben die gesetzlichen Grenzwerte erheblich unterschritten. Dieses Ergebnis ist nach Messungen im April an sechs verschiedenen Punkten festzuhalten. Als Bewertungsgrundlage wurden die Verordnungen und Empfehlungen der Schweiz und des EU-Parlaments herangezogen.
Ein Novum in der Vorbereitungszeit zu den Gemeinderatswahlen. In Eichen treffen sich die Kandidaten der Freien Wähler und der CDU und präsentieren sich gemeinsam. Oberstes Ziel der Eichener ist der Hochwasserschutz.
Vor einigen Tagen besuchte die CDU-Kreistagsfraktion das Dreisternwerk in Schopfheim. Mit von der Partie waren auch Landrat Walter Schneider und der Schopfheimer Bürgermeister.
04. Juni 2004
Rostgänse mit ihren Jungen schwimmen auch auf einem Weiher im Golfplatzgelände.
Einen Monat nach dem offiziellen Start der Initiative »Fokus Schopfheim« ist diese nun im Internet präsent.
Das kommende Wochenende wird zeigen, ob die Schopfheimer Fußballer sich den Klassenerhalt sichern können. Das letzte Spiel gegen Zell dürfte entscheidend sein.
05. Juni 2004
In den Räumen des ehemaligen Hauses Wohnen&Sparen in Gündenhausen ist nun ein Laden mit Geschenken, Teppichen, Lebensmitteln usw. eröffnet worden. Der Inhaber beschreibt sein Geschäft mit »Im- und Export«. Beigeordneter Hirschner meint auf Anfrage des MT, es liege keine baurechtliche Genehmigung oder eine Umnutzungsgenehmigung vor. Im Gewerbegebiet »Käppelematt Nord«, zu dem das Gebäude gehört, ist Einzelhandelsnutzung ausgeschlossen. Innenstadt-relevante Artikel dürfen nicht verkauft werden, doch werden solche dort jetzt angeboten, so der Beigeordnete.
Petra Martin meint heute in ihrer Kolumne im MT: »Ja, es ist Wahlkampf - oder was? Nein, liebe Leser, zumindest nicht mit der Betonung auf ,Kampf‘«, und sie führt dabei weiter aus, dass alle Gruppierungen in allen Ortsteilen wohl alle dasselbe wollen.
06. Juni 2004
Die Enkensteiner Floriansjünger feiern. Das Feuergerätehaus wird - obwohl es schon seit November des vergangenen Jahres bezogen ist - heute eingeweiht. Die Enkensteiner Feuerwehrleute investierten insgesamt 857 Stunden mit Eigenleistungen, informierte Ortsteilskommandant Ernst Brutschin. Der Dank Brutschins galt insbesondere noch Alt-Bürgermeister Klaus Fleck für seinen lobenswerten Einsatz. Bürgermeister Christof Nitz macht kein Hehl daraus, dass es trotz des Enkensteiner Engagements heute kaum mehr möglich wäre, diesen Kraftakt zu wiederholen.
07. Juni 2004
Dieter Scheurer hat ein Holz-Relief, das am Eingang des neuen Enkensteiner Feuerwehrgerätehauses aufgehängt wurde, für die Wehr geschaffen und ihr zum Geschenk gemacht.
Für 25 Jahre Tätigkeit im Öffentlichen Dienst ehrt Bürgermeister Christof Nitz den Bauhofvorarbeiter Siegfried Schmidt. Schmidt ist bekanntlich ja auch Gemeinderat und Ortsvorsteher in Kürnberg.
08. Juni 2004
Der Ehrenbürger der Stadt, Kurt Härzschel, feiert heute seinen 80. Geburtstag. Die Stadt Schopfheim gibt in der Stadthalle einen kleinen Empfang zu diesem festlichen Anlass. Schopfheim sei seit 1953 der Lebensmittelpunkt von Kurt Härzschel - so würdigt Bürgermeister Christof Nitz in seiner Laudatio die Verdienste des ehemaligen Staatssekretärs und langjährigen CDU-Stadtrates. Er skizzierte dabei noch einmal den persönlichen und politischen Werdegang des Jubilars und Ehrenbürgers. Zur Gratulation kam auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß. Auch Alt-Bürgermeister Klaus Fleck war unter den zahlreichen Gratulaten.
Die Spitzenkandidaten zur Gemeinderatswahl stellen sich in einer Diskussion den Schülern der 10. Klasse am THG. Die Schüler dieser Klasse übernahmen dabei die Funktionen der Fraktionssprecher. Als Bürgermeister fungierte ebenfalls ein Schüler.
09. Juni 2004
Die Baugenossenschaft Schopfheim legt ihr im Gemeinderat umstrittenes Neubauprojekt an der Roggenbachstraße zumindest mittelfristig auf Eis. Stattdessen richtet das Unternehmen das Hauptaugenmerk auf die Modernisierung des Wohnungsbestandes. Viel Geld investiert die Genossenschaft derzeit in die Modernisierung der Wohngebäude an der Roggenbachstraße. 2003 wurden rund 250.000,- Euro in die Instandsetzung dieser Gebäude investiert. In diesem Jahr werden es zwischen 600.000,- und 700.000,- Euro sein, so der geschäftsführende Vorstand, Albert-Josef Zettler. Der Schwarzwaldverein Schopfheim durfte dieser Tage von Mountain-Bikern aus Basel eine Spende für den Hohe-Möhr-Turm in Höhe von 200,- Euro entgegennehmen.
Die Biker nutzen den Turm immer wieder als Ziel. Über die Spende freut sich Günter Horschig. Auch die Unabhängigen spendeten dem Schwarzwaldverein 1.000,- Euro zur Renovation des Turms. Die Arbeitsmarktlage hat sich im Kreis Lörrach im Mai nur leicht verbessert. Die Quote sank um 0,2 %.
Ein Initiativkreis möchte sich verstärkt um das Leben und Werk Dr. Max Josef Metzgers kümmern. Anlass dazu war die Gedenkfeier zu seinem 60. Todestag im April. Heiner A. Baur meinte, es gehe dabei um mehr als um das bloße Auflisten von Taten und Werken. Klaus Strütt von der Stadtverwaltung meinte, es müsse eine langfristige Wirkung und nicht nur eine punktuelle Aktivität von Schopfheim ausgehen. Der Gemeinderat ist in Sachen Wald unterwegs. Unter Anleitung von Forstdirektor Dr. Gerhard Rieger werden die Stadtwaldungen besichtigt. Dabei werden die unterschiedlichen Waldbilder angesehen sowie die Schäden, die der Sturm »Lothar« hinterlassen hat, und Gebiete, wo der Borkenkäfer gewütet hat, besichtigt. Fazit der Bereisung war, dass die Stadt Schopfheim bis 2013 ihren Wald stärker nutzen und mehr daraus ernten sollte, als dies bisher der Fall gewesen ist.
Eine positive Botschaft der Forstleute war, dass nachdem der Forst in den letzten 10 Jahren ein Minus von insgesamt 360.000,- Euro erwirtschaftet hat, in den nächsten 10 Jahren durchaus wieder mit schwarzen Zahlen gerechnet werden kann, sofern nicht Naturkatastrophen dies verhindern.
10. Juni 2004
Die katholischen Christen der Pfarrei St. Bernhard feiern das Fronleichnamsfest. In einer kleinen Prozession ziehen die Gläubigen mit Pfr. Dressel zum Altar, der auf dem Brunnen in der Bismarckstraße aufgebaut wurde, und später in den Hof der Dr. Max-Metzger-Schule, wo ein weiterer Altar errichtet wurde. Kleine Blumenteppiche wurden in den Morgenstunden von Gläubigen gefertigt.
11. Juni 2004
Höchst erfreulich ist das Geschäftsjahr der VR-Bank Schopfheim im Jahre 2003. Günther Heck und Bernhard Schlageter führen die erfreuliche Entwicklung zum einen auf die hohe Beratungskompetenz der Mitarbeiter, zum anderen auf die positiven Effekte der Fusion zurück. Den endgültigen Bericht wird die Vertreterversammlung am 16. Juni in Maulburg hören. Mit frischer Farbe und einem Wärmeschutz soll das Bankgebäude an der Bahnhofstraße etwas verändert werden.
Die Eichener wollen ihr Rathaus zu einem Dorfzentrum machen und den ehemaligen Farrenstall in ein Dorfmuseum umwandeln. Auch wenn die Kassen leer sind, wollen doch alle Bürger an einem Strang ziehen, wenn es um die Verwirklichung dieses Projektes geht. So trifft sich bereits regelmäßig ein gutes Dutzend Menschen, eine Gruppe, die aus dem Arbeitskreis »Unser Dorf soll schöner werden« hervorgegangen ist. Ein noch zu gründender Museumsverein soll dann als Träger des Museums die Verantwortung übernehmen.
Beim Vereinspokal-Schießen der Schützengesellschaft Wiechs gewannen die Damen der »Schuureburzler 2004«. Den Wettkampf der Herren konnten die »Strahlrohr-Dompteure« der Feuerwehr für sich entscheiden. Die Ehrenscheibe errang schließlich Dieter Gebhardt. Das Verwaltungsgericht Freiburg sieht keine Gründe, für den viereinhalbjährigen türkischen Jungen Ali, der in den Schopfheimer Ganztags-Kindergarten geht, das Bleiberecht zu ermöglichen.
Die Klage auf Feststellung eines Abschiebungshindernisses wurde jetzt abgewiesen. Die Demonstrationen der Kindergarteneltern sind daher bis jetzt erfolglos verlaufen. Das Wasserkraftwerk an der Wiese in Fahrnau arbeitet seit etwa zwei Wochen nicht mehr. Es gibt technische Probleme.
12. Juni 2004
Kurz vor dem großen Wahltermin teilen die städtischen Wahl-Organisatoren mit, dass alle Vorbereitungen nun getroffen sind. 14.405 Schopfheimerinnen und Schopfheimer können am Sonntag zur Urne gehen. Der Förderverein des Kreiskrankenhauses übergab dieser Tage eine Spezialliege für Fußkranke an das Kreiskrankenhaus Schopfheim. Ruthard Hirschner erinnerte bei der Übergabe an die Aktivitäten des Vereins zur Rettung des Krankenhauses und meinte, auch wenn jetzt verdächtige Ruhe herrsche, sei es nach wie vor im Interesse des Vereins, für Öffentlichkeit zu sorgen. Ziel ist und bleibt es, das Krankenhaus als Haus der Grundversorgung zu erhalten und dafür eventuell mit einem privaten Träger zu verhandeln.
Bei der Jahreshauptversammlung der Narrenzunft Schopfheim wurde die geschickte Hand des Oberzunftmeisters Gerhard Kiefer nicht nur gelobt, sondern als Dank wurde ihm auch für zwei weitere Jahre das Vertrauen geschenkt. Der Verbandsorden in Gold erhielt bei dieser Gelegenheit Gerhard Zeiher, der u. a. bis 1998 Oberzunftmeister gewesen ist. Gesucht wurde bei der Jahreshauptversammlung ein Stellvertreter des Ozume. Als sich niemand aus der Runde für dieses Amt anbot, meldete sich schließlich Waldemar Lutz. Er wollte das Amt für ein Jahr übernehmen. Aber schon war es aus mit der Einigkeit. Zwei Mitglieder waren offen gegen Lutz, 13 enthielten sich der Stimme. Waldemar Lutz zog daraufhin seine Kandidatur zurück.
Die vhs muss - wie andere städtische Einrichtungen auch - sparen. 10 % des Zuschusses der Stadt werden nicht überwiesen. Am Kursangebot soll im Grunde nicht gerüttelt werden, so Margit Jüngerkes. Entschieden habe man sich jedoch für eine moderate Erhöhung der Gebühren für Sprachkurse. Rechtzeitig zum Festauftakt öffnet sich der blaue Himmel über dem 3. »Brunnen-Fest«. Mit schön geschmückten Ständen und einem abwechslungsreichen kulinarischen Angebot werden viele Gäste dieses Festes in der Torstraße bedient.
Das »Theater Total« zeigte eine bemerkenswerte »Kirschgarten«-Inszenierung in der Stadthalle. Dieses Ensemble, in dem auch zwei Schopfheimer Waldorfschülerinnen mitspielen, wurde von der Waldorfschule Schopfheim hierher verpflichtet.
13. Juni 2004
Die Schopfheimerinnen und Schopfheimer und einige Bürger der EU gehen zur Wahl, um das Europa-Parlament, aber auch den Kreistag, den Gemeinderat und in den Ortsteilen den Ortschaftsrat zu wählen.
14. Juni 2004
Die Schulkantine »Garibaldi« des THG zählt zu den 21 Projekten, die sich beim Wettbewerb um den »Goldenen Floh-Förderpreis« beworben haben. In Nürtingen wurde das Projekt nun mit dem 1. Preis und dazu noch mit 1.000,- Euro belohnt. Strahlende Gesichter bei den GRÜNEN, weniger erfreute Mienen bei der SPD - das ist die Bilanz der Europa-Wahl. Die CDU ging trotz Stimmenverlust erneut als Siegerin aus dem Rennen der Europa-Wahl hervor.
Die Union hat mit 36,75 % (1999 41,2 %) die Nase vor der SPD mit 32,6 %. Die GRÜNEN haben einen satten Zuwachs. Vor fünf Jahren lagen sie noch bei 14,3 %, jetzt erhielt diese Partei 19,41 %. Die FDP machte einen Sprung von 3,5 % auf 6,09 %, die Wahlbeteiligung lag in Schopfheim bei 49,2 % Ihr bestes Ergebnis erzielte die CDU traditionell in Gersbach mit 62,3 %, am besten schnitt die SPD in Enkenstein mit 39,4 % ab. Die GRÜNEN hatten ihre Hochburg in Wiechs und erhielten dort 24,4 % bei den Europa-Wahlen.
Bei der Stadtverwaltung stand das vorläufige Endergebnis in insgesamt 23 Auszählungsbezirken bereits um 19.30 Uhr fest. Während die Wahlbezirke am Sonntag noch die Kreistagswahl auszählten, haben die 184 Wahlhelfer die Gemeinderatswahlen und die Ortschaftsratswahlen erst am Montag ausgezählt.
15. Juni 2004
In den Kreistag sind Christof Nitz, Alt-Bürgermeister Klaus Fleck und Dr. Günter Zabel - alle für die CDU - gewählt worden. Für die SPD ist der Alt-Bürgermeister aus Hausen, Karl Heinz Vogt, und für die Unabhängigen der Wiechser Dieter Gebhardt gewählt worden. Die Freien Wähler stellen mit Wolfram Müller aus Hausen ihren Kreisrat. Die Gemeinderatswahlen bringen Überraschungen mit sich. Mit Abstand ist die CDU stärkste Fraktion.
In der weiteren Reihung stehen die SPD, die Unabhängigen, die Freien Wähler, die GRÜNEN und die Bürgerliste für Schopfheim. Die CDU ist die eindeutige Gewinnerin, während die SPD und die Unabhängigen Federn lassen mussten. Als Gewinnerin darf aber auch die erst seit drei Monaten bestehende Bürgerliste gesehen werden, die mit zwei Sitzen auf Anhieb den Sprung in den Gemeinderat schaffte. Die Wahlergebnisse sind in einem gesonderten Beitrag in diesem Jahrbuch enthalten. Den Titel des Stimmenkönigs gab Karl Selz an Marianne Zabel ab, die ihn bei dieser Wahl überflügelte. Acht neue Gesichter werden dem neuen Gemeinderat angehören, sieben wurden nicht mehr gewählt.
Werner Müller beschäftigt sich heute in seinem Kommentar im Markgräfler Tagblatt mit den Kommunalwahlen und meint »Sapperlot! Das Wahlergebnis für den Gemeinderat steckt voller Überraschungen negativer Art für die einen, positiver für die anderen«. »Das ist eine angenehme Überraschung« - so kommentierte Michael Straub das Abschneiden der GRÜNEN bei den Gemeinderatswahlen. Ehrenfried Barnet meint: »Das heißt doch, dass einige Leute gesehen haben, dass die ökologischen Probleme noch nicht vom Tisch sind«.
Mit drei bis fünf Sitzen hatte Adolf Winterhalder für die Freien Wähler gerechnet, vier sind es geworden. »Das ist im Hinblick auf das kleinere Gremium prozentual gleich«, so der Fraktionsvorsitzende. Er sei zufrieden: »Wir haben ganz stark auf die Jungen gesetzt - jetzt haben wir eine Mischung aus Jungen und Erfahrenen im Gemeinderat«. Das Abschneiden von Polit-Neuling Tessy Reda sei hervorragend. Dass er selbst den Sprung in den Stadtrat knapp verpasst habe, sei nicht weiter tragisch. »Wahl ist Wahl - das muss man akzeptieren«.
Für Bürgermeister Christof Nitz war das Ergebnis weniger überraschend: »Vieles von dem, was ich erwartet habe, ist eingetroffen«, meint er dem MT gegenüber. Er habe sich indes gewundert, dass die Wähler nicht mehr jungen Kandidaten die Chance gegeben hatten. Jörg Rittweger freut sich darüber, dass die Bürgerliste auf Anhieb mit zwei Sitzen im neuen Rat vertreten sein wird: »Das ist ein Riesenerfolg«. Hubert Probst meint für die Unabhängigen: »Es war klar, dass die Bürgerliste den Unabhängigen Stimmen wegnimmt«. »Unter den gegenwärtigen Bedingungen sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen«, meint hingegen Artur Cremans für die SPD.
Die künftige Gewichtung im Gemeinderat hange neben den reinen Sitzzahlen auch von der Qualität der Arbeit ab. In Zukunft werde sich zeigen, wer konstruktiv Vorschläge einbringen könne. Schade fand der Fraktionschef die niedrige Wahlbeteiligung. »Die Bürgerliste hat uns sicher nicht geholfen« - mit diesen Worten versucht Karl Selz eine Erklärung für die Einbußen bei den Unabhängigen zu finden. Fünf bis sechs Sitze habe man sich schon als Ziel gesetzt. Noch ganz überwältigt vom sensationellen Sieg der CDU rang die Fraktionsvorsitzende Marianne Zabel um Fassung. Sie meinte: »Mir fehlen die Worte«. Ihr Fraktionskollege Marcus Walter sagt dem MT im gleichen Gespräch, den Zugewinn führe er auf gute Kandidaten zurück. Allerdings - so Walter - werde die Arbeit im Gemeinderat damit nicht einfacher, denn erstens sei es schwer, Mehrheiten zu finden, und zweitens habe die Stadt nach wie vor erhebliche Schulden.
Das erweiterte Kratten-Becken als erste Hochwasser-Schutzmaßnahme mit einem Fassungsvermögen von nunmehr 150.000 Kubikmetern wird eingeweiht. Bürgermeister Nitz gibt Wahlkampfvorschlägen, man solle noch über billigere Alternativen für den Hochwasserschutz nachdenken, eine Abfuhr. Die Entlastungsrohre zur Wiese als weitere Schutzmaßnahme gelte auch bei den Behörden als einzige Möglichkeit, die denkbaren Alternativen seien alle geprüft worden und nicht billiger.
Die Erweiterung des Regenrückhaltebeckens kostete 588.000,- Euro, wobei die Stadt 226.000,- Euro zu finanzieren hat. Das gesamte Hochwasser-Konzept wird 15 Mio. Euro kosten.
Sparkassen-Direktor Josef Bogazinski übergab 7.700,- Euro an zehn Vereine. Das Geld war beim Prämiensparen des vergangenen Jahres als Gewinnsumme zusammengekommen. Aus dem Schopfheimer Raum durften die TSG und die SG Eichen den Betrag für die beim Brand der Vicemoos-Halle verlorenen Geräte ebenso entgegennehmen wie der Tischtennis-Bezirk Oberrhein. Der Gesangverein Eichen und der Waldorfkindergarten »Auenland« zählten ebenfalls zu den in diesem Jahr begünstigten Institutionen.
Ein Jahr nachdem die Stadtwerke Schopfheim die Betriebsführung der Dinkelberger Wasserversorgung übernommen haben, legte der technische Leiter, Bernhard Springmann, der Verbandsversammlung den Geschäftsbericht des Jahres 2003 vor. Für 62.000,- Euro wird von Schopfheim aus die Verwaltungsarbeit erledigt. Der Zweckverband verfügt über drei Brunnen, von denen zwei auf Gemarkung Maulburg und einer auf Gemarkung Wiechs liegen. Gefördert wurden 1,25 Mio. Kubikmeter Trinkwasser. Vom Schopfheimer Netz wurden außerdem 11.666 Kubikmeter in die Dinkelberger Wasserversorgung eingespeist.
16. Juni 2004
Über ein Ausgleichsmandat kommt die Schopfheimerin Dr. Eva-Maria Jopski für die GRÜNEN nun noch in den Kreistag. Trotz teilweise hoher Risiken im Kreditgeschäft zieht die VR-Bank bei ihrer Vertreterversammlung ein positives Fazit des Geschäftsjahres 2003. Die Vertreter der weit mehr als 8.000 Mitglieder erteilten dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung. Aufsichtsratsvorsitzender Immo Leisinger hatte bei der Sitzung in Maulburg ebenso wenig Mühe, drei turnusgemäß ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder neu wählen zu lassen.
18. Juni 2004
Die A-Jugend des Fußballvereines Fahrnau mit ihrem Trainer Egon Flemming holte sich den Meistertitel und darf in die Bezirksstaffel aufsteigen. McDonald’s Deutschland bereitet - so meint heute die BZ - für den Herbst dieses Jahres einen Bauantrag für Schopfheim vor. Die Baugenossenschaft Schopfheim legt durch den Geschäftsführer Albert-Josef Zettler den 91. Geschäftsbericht vor. Der Bilanzgewinn liegt bei knapp 30.000,- Euro, wobei den 460 Mitgliedern eine 4%ige Dividende ausgeschüttet wird. 250.000,- Euro wurden für Instandhaltungen und Modernisierungen ausgegeben.
Der Hauptausschuss des Gemeinderates wird sich in der nächsten Sitzung mit der neuen Form eines Marktes beschäftigen. Die Stadtverwaltung hat ein Konzept für einen »Naturpark-Markt«, der sechsmal jährlich stattfinden soll, ausgearbeitet und zur Diskussion vorgelegt. Mitorganisator des Marktes wird der Gewerbeverein sein. Die Stadtverwaltung will den Toom-Baumarkt in die Schranken weisen, weil dieser u. a. Lebensmittel und Spirituosen verkauft. Dies - so die Stadtverwaltung - sei nicht Baumarkt-spezifisch, es verstoße daher gegen Beschränkungen, die dem Baumarkt über den Bebauungsplan und über privatrechtliche Auflagen der Stadt auferlegt wurden.
19. Juni 2004
Das evangelische Jugendheim in Gersbach feiert den 50. Jahrestag im Besitz der Landeskirche. Seit 1954 liegt die Betreuung des Hauses in den Händen der Kirche. Die für heute geplante Auftakt-Veranstaltung der Initiative »Fokus Schopfheim« ist aufgrund der schlechten Wettersituation abgesagt worden. Die REWE-Zentrale in Köln will die von der Stadt eingereichte Beschwerde zum Sortiment im Toom-Baumarkt noch prüfen lassen. Norbert Scheible feiert sein 40-jähriges Dienstjubiläum bei der Dienststelle des Vermessungsamtes in Schopfheim.
Die Dankesurkunde der Landesregierung überreichten Bernd Seipolt, Leiter des Staatlichen Vermessungsamtes Lörrach, und der Leiter der Schopfheimer Dienststelle, Hans Trinier. Scheible ist seit 1985 Sachbearbeiter für das Gebiet Information und Kommunikation. Die Turnerschaft Langenau feiert das 40-jährige Jubiläum. Mit 53 Mitgliedern und gerade drei Turnabteilungen wurde 1964 begonnen. 40 Jahre später darf der Verein nun auf eine wahre Erfolgsgeschichte zurückschauen, hat er jetzt doch 500 Mitglieder und 17 Sportabteilungen.
Der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Schmidt, durfte während des Festaktes auf die Vereinsgeschichte zurückblicken und vielerlei Dank aussprechen. Auch Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger würdigte die Turnerschaft als Stütze im Dorf. Langjährige Mitglieder standen bei dieser Feier selbstverständlich im Vordergrund.
21. Juni 2004
Eine Initiativgruppe evangelischer und katholischer Christen will vom 1. Juli an in der Alten Kirche St. Michael täglich von Montag bis Samstag um Punkt 12 Uhr ein zehnminutiges Mittagsgebet organisieren. Wenn es angenommen wird, soll es zu einer festen Einrichtung in Schopfheim werden. Die Unabhängigen fordern, um die Anwohner des Luswegs zu entlasten, ein LKW-Parkverbot an dieser Straße. Bürgermeister Christof Nitz, Juwel-Baugeschäftsführerin Ruth Suhrn sowie Architekt Bernhard Kuri nehmen den ersten Spatenstich für die Bebauung des Gebietes »Hammer Nord« vor.
In diesem Gebiet sollen 10 Reihenhäuser und ein Doppelhaus entstehen. »Nach über zwei Jahren ist es endlich soweit«, freut sich Ruth Suhrn und meint, dass 50 % der konzipierten Häuser bereits reserviert seien. Stadtrat Artur Cremans, SPD, will den Nutzen, den die Stadt aus der Mitgliedschaft in der Wirtschaftsregion hat, wissen. Er möchte einen Bericht darüber, was die GmbH für Schopfheim und Umgebung bisher geleistet hat. Bürgermeister Nitz regt an, den neuen Geschäftsführer Ende des Jahres zu einem Bericht einzuladen. Gersbachs Ortsvorsteher Ralf Ühlin erklärte, mit der Wirtschaftsregion gute Erfahrungen gemacht zu haben, und verweist auf die Holz-Tage.
22. Juni 2004
Der im ehemaligen Wohnen & Sparen eröffnete Markt muss wieder schließen. Ein so genanntes Import- und Exportgeschäft hat für die ausgeübte Tätigkeit keine Genehmigung. Es werden innenstadtrelevante Sortimente angeboten, die in diesem Gebiet nicht verkauft werden dürfen. Darauf machen die Stadt und das Landratsamt aufmerksam. Der Betreiber will bis Mitte nächster Woche freiwillig der Anordnung Folge leisten. Ansonsten kommt es zu einer zwangsweisen Schließung durch das Landratsamt.
Das Schwarzwald-Dächli in der Hauptstraße macht wieder von sich reden. Das Landratsamt kündigt jetzt die Verhängung eines Zwangsgeldes an, da die Beseitigungsanordnung bestandskräftig sei. Die Betreiberin des Schwarzwald-Ladelis hat ihrerseits nun einen Anwalt eingeschaltet. Im Kreiskrankenhaus Schopfheim laufen die Umbauarbeiten zur Eröffnung der neuen Kurzzeit-Pflegestation auf Hochtouren. Am 1. Juli soll der Betrieb beginnen. Sigrid Schwalke ist Pflegedienstleiterin, Harald Wollensack ist Heimleiter in der neuen Abteilung der Kurzzeit-Pflege. Insgesamt werden 12 Pflegeplätze eingerichtet.
23. Juni 2004
Nun haben sich der Lärm und die Probleme von der Dr. Max-Metzger-Schule auf den Schulhof in Fahrnau verlagert. Anwohnerbeschwerden werden dem Gemeinderat vorgetragen. Alle 82 Schüler haben am THG das Abitur bestanden. Claudia Volz schloss die Prüfung gar mit der Traumnote 1,0 ab. Insgesamt schafften 27 Abiturienten die Reifeprüfung mit einer Eins vor dem Komma; der Notendurchschnitt aller Schüler beträgt 2,4. Die vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsgebiet »Altstadt II« sollen beginnen.
Das Landessanierungsprogramm ist beim Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in diesem Jahr aufgenommen worden. Nach Vorgaben der Stadtverwaltung erstreckt sich das Sanierungsgebiet größtenteils nördlich der Hauptstraße und östlich der Entegaststraße bis etwa zur Linie »Adler«/Hochhaus Mattenleestraße. Einbezogen ist der alte Bauhof sowie auch das Geschäftshaus Hauptstraße 17 und das Rathaus. Stadtrat Bernhard Kuri erinnert im Gemeinderat an seine Bitte, das Gebiet zwischen der Hebel- und Scheffelstraße mit aufzunehmen.
Der Anna-Kym-Garten beispielsweise sei in keinem guten Zustand. Es würde eine Aufwertung bedeuten, ihn mit einzubinden. Die endgültige Abgrenzung - so Bürgermeister Nitz - erfolge erst nach den vorbereitenden Untersuchungen.
25. Juni 2004
Das Netzwerk Distrikt Dikome - Baloué Schopfheim bekam für herausragendes entwicklungspolitisches Engagement den 2. Preis eines vom Land Baden-Württemberg ausgelobten Wettbewerbes. Das Land würdigt damit das oft ehrenamtliche Engagement vieler Bürger, die sich mit ihrer Tätigkeit für die Linderung der Not und die Förderung der Gerechtigkeit einsetzen. »Ehren Sie mit uns die herausragende lokale und regionale Arbeit der Preisträger und helfen Sie mit, das Thema Nord-Süd-Beziehungen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen«, verlautete es im Grußwort des Veranstalters in der Landeshauptstadt.
Der Gemeinderat hat am vergangenen Montag hinter verschlossenen Türen mehr als eine halbe Mio. Euro für geplante Ausgaben gekappt. Damit wird in Anbetracht der schwierigen Haushaltslage die Notbremse gezogen. Die Spar-Operation betrifft ausschließlich den Vermögenshaushalt. Nahezu alle im Haushalt 2004 vorgesehenen Maßnahmen werden abgestoppt. Die Stadt spart dadurch 550.000,- Euro. »Mehr können wir in diesem Jahr nicht mehr tun«, räumt Bürgermeister Christof Nitz anlässlich einer Bekanntgabe der Sparbeschlüsse der Presse gegenüber ein. Einen traurigen Rekord stellen die Straftaten in Schopfheim auf: Im Jahr 2003 stiegen sie von 1.231 auf 1.454 Fälle an.
Das ist die höchste Zahl seit 10 Jahren. Der Tafelladen nimmt Formen an: In einer erneuten Arbeitssitzung potenzieller Mitarbeiter kristallisiert sich heraus, dass die Tafelrunde das Ziel verfolgt, den Laden im Herbst zu eröffnen. Unter der Flagge des bereits erfolgreich agierenden Lörracher Vereins soll der Schopfheimer Laden eingerichtet werden. Ein eigenständiger Verein - so Wolfgang Gorenflo - komme aus Kostengründen nicht in Frage.
Der größte Vorteil der Kooperation liege darin, dass die in der Kreisstadt vorhandene Infrastruktur mitgenutzt werden könne. Vor allem den Kühlwagen, dessen Anschaffungspreis sehr hoch liege, könnten die Schopfheimer dann nutzen. Lediglich ein Niederlassungsleiter und ein im Laden verantwortlicher Teamleiter mit ehrenamtlichen Helferinnen sowie die Fahrer für den Kühlwagen müssten von Schopfheim aus organisiert werden. Als Lieferanten für die Waren sind laut Gorenflo von der evangelischen Diakonie und Oliver Batt vom städtischen Sozialamt Märkte zwischen Todtnau, Schopfheim und Bad Säckingen bis in den Hotzenwald vorgesehen. Gespräche wurden bereits geführt. Allerdings habe man bei den Räumlichkeiten für den Laden bisher noch nichts Brauchbares ausfindig machen können. Trotz der Konkurrenz von König Fußball, der dieser Tage in den Abendstunden alle Straßen leerfegt, war das zweite diesjährige Konzert im Technischen Museum Fahrnau ein Publikumserfolg, wie die Museumsgesellschaft festhält.
Rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörer kamen zum Auftritt des Klavier-Duos Hella Westendorf und Julia Vogelsänger in das Firmenareal nach Fahrnau.
26. Juni 2004
Zu einem Fest der anderen Art wird ins Schwimmbad eingeladen. Zum Fackelschwimmen - oder besser - zur Beach-Party mit Live-Musik einer Band kommen viele Gäste ins Bad, um mit der DLRG, die diesen Event veranstaltet, zu feiern. Unbekannte öffnen gewaltsam die Vogelvolière im Stadtpark. Etwa 20 Kanarienvögel fehlen seither. Die Polizei ermittelt. Bei schönem Wetter feiert der Musikverein Fahrnau sein diesjähriges Waldfest an der Schillerlinde in Fahrnau.
Der neue Spielgarten beim katholischen Kindergarten in der Adolf-Müller-Straße wird eingeweiht. Eine Elterninitiative investierte 300 Arbeitsstunden zur Realisierung der neuen Spiellandschaft. Die Fahrnauer Grundschüler feiern auf dem Schulhof ihr Schulfest, das insbesondere von den Freunden der Grundschule auf die Beine gestellt wurde. Renate Maindok durfte zahlreiche Gäste begrüßen.
Schulfest auch an der Johann-Peter-Hebel-Schule. Insbesondere fiel auf, dass junge Schüler das Fassadenklettern am Gebäude - natürlich unter fachlicher Anleitung - üben durften. Die Hurlibaus-Kanone geht auf Reisen: Ein Trio des »Auma-Zinkens« hat das Geschütz verladen, um es zu einem Schützenfest in die Nähe von Düsseldorf zu transportieren. Seinen ersten Erfolg in einem internationalen Schach-Turnier für Jugend-Spieler konnte Julian Töpfer von der Schachgesellschaft Schopfheim in Lörrach feiern.
27. Juni 2004
Der katholische Kirchenchor führt die c-moll-Messe KV 427 von W.A. Mozart in der St. Bernhardskirche auf. Der Rezensent des Abends spricht von einer bravourösen Leistung und überzeugenden Solisten.
28. Juni 2004
Deutlich weniger Tote und Verletzte registriert die neueste Unfallstatistik der Polizei für das Jahr 2003. Mit Motorrädern gab es im Berichtsjahr 49 Unfälle zu verzeichnen, gegenüber 70 im Vorjahr. Auch bei den Verletzten gingen die Zahlen zurück. Während es 2002 noch 302 Verletzte gegeben hatte, zählte die Polizei im Jahre 2003 noch deren 253. Die Zahl der Unfälle, die registriert werden mussten, ging insgesamt um 64 zurück. Schopfheim hat eine Première: Klaus Millmeier macht Stadtführungen durch die Altstadt.
Die ersten Touristen und auch Schopfheimer haben sich dazu am vergangenen Samstag eingefunden. Die nächsten Versuche sollen am Sommermarkt am kommenden Wochenende zeigen, wie groß der Bedarf ist.
Dem Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Technik wird von Ralf Schulz, Leiter des Ordnungsamtes, ein Konzept für einen Naturpark-Markt in Schopfheim vorgestellt. Ziel ist es, einen neuen Markt, der seinesgleichen derzeit sucht, in Schopfheim als Ergänzung zum bestehenden Marktangebot zu etablieren. Der Kerngedanke ist dabei, Produkte aus dem Naturpark im Wesentlichen aus der Selbsterzeugung parallel zum Wochenmarkt - allerdings nur sechsmal jährlich - in der Schopfheimer Altstadt anzubieten.
Der Markt soll im Oktober als Pilotprojekt gestartet und danach ab 2005 regelmäßig durchgeführt werden. Sämtliche Gemeinderäte stimmten dem Plan zu. Michael Straub, GRÜNE, wies auf die Verdienste des Bürgerforums hin, das zunächst mit einem Abendmarkt eine zusätzliche Attraktion für Schopfheim liefern wollte. Parkende LKWs wird es künftig am Lusweg nicht mehr geben. Obwohl der Bebauungsplan dies zuließe, hat der Umweltausschuss beschlossen, dass die parkenden Brummis aus diesem Wohngebiet verbannt werden, nachdem die Anwohner massiven Druck gemacht hatten.
Im Bauausschuss wird eine Nutzungsänderung der Kliniken-GmbH für Schopfheim diskutiert. Im Kreiskrankenhaus eröffnet am 1. Juli in ehemaligen Krankenzimmern eine Station für Kurzzeit-Pflege. Artur Cremans erinnert dabei an die verdächtige Ruhe um das Thema Krankenhaus und meint, mit der Einrichtung der Kurzzeitpflege würden aber Weichen gestellt. Es sei jedoch »makaber«, über einen Bauantrag zu diskutieren, ohne das Konzept für die Krankenhauszukunft zu kennen. Beigeordneter Hirschner meinte, es gehe darum, eine Nische zum Überleben des Hauses zu finden.
29. Juni 2004
Mit einer weiteren großen Pflanz-Aktion bereitet sich Gersbach auf den Bundeswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« vor. In der vergangenen Woche fuhren 37 Viertklässler der Dr. Max-Metzger-Schule zur École Victor Hugo in Montbéliard. Es war das erste Treffen der Kinder beider Schulen überhaupt. Die Kontakte wurden über die Französin Adeline Berger, die an der Schopfheimer Grundschule unterrichtet, und die deutsche Lehrerin Annette Franz, die im Rahmen eines internationalen Austausches in Montbéliard arbeitet, geknüpft.
30. Juni 2004
Einen Hauch von 1001 Nacht zauberte das Frauen-Tanzfest der vhs in den katholischen Gemeindesaal. Das orientalische Tanzfest endete mit furiosen Tänzen in einem »ägyptischen Finale«. Die Abiturienten des Jahrganges 2004 feiern am THG.
01. Juli 2004
Für 25-jährige Tätigkeit bei der Stadtverwaltung wird Hanspeter Ziegler, der im Bauhof beschäftigt ist, vom Bürgermeister geehrt.
02. Juli 2004
Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Schopfheim, Klaus Fleck, führt künftig die CDU als Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Die kleine TSG-Skiabteilung um Georg Kötzle traf sich heute im »Kranz« zur Jahreshauptversammlung. Das Skiteam um den Abteilungsleiter Heinz Postleb hatte im vergangenen Jahr wiederum ein attraktives Programm auch außerhalb des Skisportes zu bieten.
03. Juli 2004
Die in Schopfheim lebenden Portugiesen fiebern dem Fußball-Europameisterschafts-Endspiel von morgen entgegen und drücken ihrer Mannschaft die Daumen. Wenn auch recht kühle Luft den Sommermarkt beherrscht, so lassen sich die vielen begeisterten Besucher dennoch nicht verdrießen. Der Gewerbeverein darf sich mit unzähligen Menschen freuen, die sich in Schopfheim die vielen Warenangebote, die Darbietungen auf den verschiedenen Bühnen und die kulinarischen Leckereien, die an den gastronomischen Ständen feilgeboten werden, nicht entgehen lassen. Während des Sommermarktes wird der neue Spielplatz des Kindergartens am Marktplatz eingeweiht.
Die Stadt hat zusammen mit einer aktiven Elterngruppe dieses Ziel erreichen können. Die Eltern haben weit mehr als 300 Stunden in die Realisierung dieses Projektes investiert.
Mit einem Doppel-Konzert des Gesangvereins Fahrnau und Sängerinnen und Sängern aus der Partnerstadt Ronneby präsentieren sich die beiden Chöre in der Alten Kirche St. Michael. 1998 hatte der GV Fahrnau erste Kontakte mit Ronneby geknüpft. Damals war der schwedische Chor erstmals in Schopfheim, erinnerte der Fahrnauer Vorsitzende, Martin Link. Die Fahrnauer erwiderten den Besuch bereits ein Jahr später, um dabei die Kontakte zu vertiefen.
Der Vorsitzende des Gastchores »Decibellerna« betonte, dass Rudolf Quandt es war, der die Freundschaft der beiden Vereine »angezettelt« hatte. Der Markt auf dem Marktplatz war in den Mittagsstunden kaum abgeräumt und schon erschienen die Akteure des Musikvereines, um die Vorbereitungen für das »Linden-Fest«, das erneut viele Menschen unter die schattenspendenden Bäume der Innenstadt locken sollte, voranzutreiben. Der Musikverein, einige Gast-Kapellen und das Wiechser Brass-Quintett sorgten dann während zweier Tage für gute Unterhaltung.
In Wiechs übten die Schopfheimer Jugendwehren an der Schule - eine interessante Aufgabe für die jüngsten Floriansjünger.
04. Juli 2004
»Das Wunder von Bern«, das sich zum 50. Male jährt, nutzt Pfr. Matthias Weber, um über das Wunder an sich zu diskutieren. Er lädt den Zeitzeugen und südbadische Fußball-Legende Martin Reisle ein, um vor dem Altar zu sprechen. Reisle, der 1954 ein junger Mann von 20 Jahren war, erzählte denn auch, wie Schopfheim dieses Fußball-Wunder seinerzeit erlebt hat. 170 alte Traktoren fahren sternförmig nach Wiechs, um beim 17. Bulldog-Treffen des Bulldog-Clubs Wiechs dabei zu sein. Neben den Oldtimer-Freunden kamen aber auch viele Neugierige, um den Schleppern und Maschinen zuzusehen.
Die evangelischen Kirchengemeinden haben nach dem Gottesdienst zu einer gemeinsamen Gemeindeversammlung über die Beratung der Haushalte 2004 und 2005 eingeladen. Da die Kirchensteuer-Einnahmen weiter zurückgehen, kann ein Ausgleich des Haushaltes nur durch Rücklage-Entnahmen erfolgen. Die fast 50 Teilnehmer der Gemeindeversammlung diskutierten auch, wie sich die Kirche in der Öffentlichkeit noch besser als bisher präsentieren kann, wobei Pfr. Dr. Hoffmann meinte, dass die öffentliche Präsenz der Kirche nicht immer konkret darstellbar sei.
In der Begegnung mit Menschen wirke sie eben auch im Verborgenen. Christoph Bogon eröffnet den Schopfheimer Orgelsommer in der evangelischen Stadtkirche. Er intoniert an der Schuke-Orgel ebenso wie an der Voit-Orgel Werke von Muffat, Dandrieu, Bach, Schumann und Franck. Das Markus-Pflüger-Heim feiert das diesjährige Sommerfest, das heuer unter dem Motto »Schopfheims Partnerstadt Poligny zu Gast« steht. Während zweier Tage feiern die Gersbacher ihr Dorffest.
Der Rathausplatz dient als Festplatz, wo auch Musik- und Gesangverein auftreten.
05. Juli 2004
Die Kandidaten der Gersbacher Bürgerliste und der SPD treffen sich zu einer Wahl-Nachlese und meinen: »Es muss über Parteigrenzen hinweg zusammengearbeitet werden«. Bürgermeister Christof Nitz empfängt schwedische Sängerinnen und Sänger, die seit Freitag in der Markgrafenstadt weilen, im Rathaussaal. Unter der Leitung der Dirigentin Sara Höglind gab der Chor aus dem hohen Norden dort zwei Lieder zum Besten.
06. Juli 2004
Die erste Jugend-Trophy im Golfsport wurde auf dem Golfplatz ausgetragen. Die Stadt will am THG ab 2006 den Ganztages-Betrieb einrichten. Der Gemeinderat wird sich in der nächsten Sitzung mit einer Vorlage, die eine Investition von 2,5 Mio. Euro notwendig macht, beschäftigen. Das Konzept soll 2005 und 2006 umgesetzt werden, sodass der Ganztages-Betrieb im Schuljahr 2006/2007 beginnen kann. Während die CDU einen Antrag gestellt hat, die östliche Zufahrt von der Hauptstraße zur Altstadt künftig zu sperren, und der Gemeinderat sich damit in der nächsten Woche beschäftigen wird, schreibt nun Rolf Räuber, Inhaber der Regio-Buchhandlung, dass dieser Entscheid sehr nachteilig für die Ladenbesitzer in der Altstadt wäre.
07. Juli 2004
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Lörrach hat keine besonderen Ereignisse zu bieten, wie Ingo Zenkner, Chef der Agentur für Arbeit, meint. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 6,1 %. »Die Trennung von der CDU hat nicht geschadet,« resümieren die Freien Wähler nach der Kommunalwahl bei ihrer diesjährigen Hauptversammlung. Adolf Winterhalder verteidigte die Abschaffung der undemokratischen Unechten Teilortswahl und die Reduzierung auf 26 Gemeinderäte, wobei er noch einmal verdeutlichte, dass die Freien Wähler 18 oder 22 Ratssitze gewollt hatten.
Für zwei Jahre wurde Adolf Winterhalder erneut zum Vorsitzenden gewählt. Für das kommunalpolitische Engagement brach Winterhalder eine Lanze, indem er meinte: »Der Gemeinderat ist eine interessante Sache - man sieht die Stadt mit anderen Augen und lernt, dass es keine einfachen Lösungen gibt«. Die vier neuen Gemeinderäte, die künftig die Freien Wähler vertreten werden, wählten Wolfgang Bühler zu ihrem künftigen Fraktionschef. »Das Klirren im Walde« - die AG »Minifossi« der Friedrich-Ebert-Schule um ihren Leiter Werner Störk eröffnet im Museum der Stadt Schopfheim eine Ausstellung, die dem grünen Waldglas gewidmet ist.
Im Rahmen dieser Ausstellung wird insbesondere auf die Glashütten und die damit verbundenen Bodenfunde in Gersbach hingewiesen.
08. Juli 2004
Die Schopfheimer Reiter rüsten sich zum großen Reitturnier.
10. Juli 2004
Mitte dieser Woche war eine Delegation mit Bürgermeister Christof Nitz, mehreren Ärzten und Vertretern der Fraktionen in Müllheim, um sich dort aus erster Hand über die im Bau befindliche neue Helios-Klinik zu informieren. Nach dieser Stippvisite war sich die Delegation einig, erneut einen Anlauf zu nehmen und eine ernsthafte Diskussion über die mögliche Privatisierung der Kreiskliniken anzustoßen, so das MT. Für die Besucher war klar, dass eine Schopfheimer Solo-Lösung nicht in Frage kommt. Ins Stocken geraten sind die Vorbereitungen für einen Tafelladen in Schopfheim. »Wir treten etwas auf der Stelle«, räumt Oliver Batt vom Beirat für Jugend und Soziales der Stadt ein. Klar ist auch noch nicht, ob und in welcher Form die angestrebte Kooperation mit dem bereits bestehenden Tafelladen in Lörrach zum Tragen kommt.
Die vor zwei Jahren abgebrannte Vicemoos-Sporthalle konnte in veränderter Form wieder aufgebaut werden. Heute wird die neue Halle eingeweiht. Die drei Eigentümer, vertreten durch Landrat Walter Schneider, Bürgermeister Christof Nitz und für die Waldorfschule Bernd Sevecke, übergeben das neue Gebäude der Nutzung. Landrat Schneider freut sich, ohne großen finanziellen Aufwand ein funktionelles und ansprechendes Bauwerk übergeben zu können. »Für uns alle ist dies ein Freudentag«, resümierte Christof Nitz und lobte die angenehme und motivierende Farbgebung, die das Halleninnere auszeichnet, das - wie er meint - unheimlich gelungen ist.
Das neue Herzstück der Halle ist eine Kletterwand, an der sich auch der Bürgermeister versuchte.
11. Juli 2004
Ein Reiterfest der Spitzenklasse setzte beim internationalen Reitturnier in den »Sengelen« Maßstäbe. Die Veranstaltung geriet zu einem großen sportlichen Erfolg, obwohl das Wetter nicht sommerlich war. Der Gestütschef - Volker Trefzger - war mit der Veranstaltung aus organisatorischer Sicht und von den Zuschauerfrequenzen her zufrieden. Die Resonanz unter den Reitsportlern aus der Region, aber auch darüber hinaus, war enorm. 350 Reiter und Reiterinnen mit über 600 Pferden kamen zur diesjährigen Rekordveranstaltung auf den Dinkelberg. 82 Abiturienten feierten in der Stadthalle ihre Reifeprüfung. Einen wichtigen Teil stellte dabei die Verleihung der Preise für herausragende Leistungen dar. Den Schulpreis für ihr glattes Einser-Abitur erhielt Claudia Volz.
In ihrer Abi-Rede ging die Scheffel-Preisträgerin Kathrin Bauherr kritisch auf das Abitur nach den neuen Regeln der Oberstufe ein. Jana Simon aus Berlin liest in der Stadtbibliothek anlässlich einer Matinée aus ihrem Buch »Alltägliche Abgründe«. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Buchhandlung Uehlin organisiert. In Gündenhausen wird das 43. »Güggeli-Fest« gefeiert. Obwohl das Wetter sehr schlecht ist, ziehen die »Hexen« aus Gündenhausen ein positives Fazit.
Der aus Schottland stammende Organist Douglas Bruce ist Gast beim zweiten Konzert des Orgelsommers 2004. Er konzertiert auf der Schuke- und auf der Voit-Orgel der evangelischen Stadtkirche. Das Gersbacher Maskottchen »Gerlinde« feiert den 1. Geburtstag. Diesen feiern die Gersbacher natürlich mit. Bei dieser Gelegenheit übergab Christian Walter, der die Arbeitsgruppe »Kulturelles und soziales Leben« im Rahmen der Dorfverschönerung leitet, an den Ortsvorsteher einen Scheck in Höhe von 365,- Euro. Damit können Jugendprojekte in Gersbach unterstützt werden.
12. Juli 2004
Der Gemeinderat beschließt mit 14 gegen 12 Stimmen, dass der Hochwasserschutz zwischen Eichen und der Wiese (Bypass) gebaut wird. Damit sollen Eichen, der Schlierbach und der Floß-Kanal bei künftigen Hochwassern entlastet und damit die angrenzenden Wohngebiete gesichert werden. Kontrovers war schließlich die Diskussion, denn die einen meinten, dies sei nur ein bedingter Schutz und man könne auf andere Art und Weise ebenfalls etwas gegen das Hochwasser tun.
Die anderen, die die knappe Mehrheit hatten, erinnern sich an ein den Eichenern gegebenes Versprechen, so schnell als möglich etwas für den Schutz gegen Hochwasser zu unternehmen. Im Wesentlichen votieren die Unabhängigen und die GRÜNEN sowie der Bürgermeister gegen die Sitzungsvorlage. In einer persönlichen Erklärung votierte Nitz dennoch dafür, das Projekt zunächst aus finanziellen Erwägungen um drei Jahre hinauszuschieben.
Auf jeden Fall muss die Stadt die Maßnahme in einem Nachtragshaushalt finanzieren. Darüber wird der Gemeinderat in einer Sondersitzung im August zu entscheiden haben. Ob dieser allerdings durch die Kommunalaufsicht schließlich genehmigt wird, bleibt auch nach diesem Beschluss völlig offen. Die CDU zieht ihren Antrag auf Sperrung des Straßenteilstückes von der Hauptstraße in die Altstadt auf der östlichen Seite zurück.
In der Bürgerfragestunde haben sich sehr viele Gewerbetreibende in der Altstadt gegen diese Maßnahme zur Wehr gesetzt. Beim traditionellen Handwerker-Hock am »Güggeli-Fest« bei den »Gündenhausener Hexen« war noch einmal Einiges zu bewältigen. Die beiden »Knastbrüder«, Jeannot und Christian Weißenberger, waren es dann auch, die die Gäste an diesem Abend musikalisch unterhielten. Die Diskussion um die Ganztagesschule am THG wird, obwohl auf der Tagesordnung im Gemeinderat nicht diskutiert, auf den 26. Juli vertagt.
13. Juli 2004
Für 50-maliges Blutspenden zeichnet dieser Tage Raitbachs Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald Erika und Heinz Metzger aus.
14. Juli 2004
Auf dem Eichener Spielplatz mussten aus technischen Gründen Spielgeräte abgebaut werden. Die Stadt kann aus finanziellen Gründen die fehlenden Geräte nicht mehr aufbauen. Eine Elterninitiative wehrt sich dagegen. Auf dem Gelände der Waldorfschule steht, von Drittklässlern und ihren Eltern unter der Regie der Klassenlehrerin Magdalene Dycke geschaffen, seit einigen Wochen eine Jurte. Am vergangenen Sonntag wurde das Bauwerk im Nachhinein eingeweiht.
Die Bauphase hatte bereits im vergangenen Herbst begonnen. Alleine für das Scherengitter wurden 200 Stangen benötigt; weitere 100 Exemplare waren für die Dachkonstruktion erforderlich. Im Frühjahr stand dann die wichtigste Arbeit, das Filzen, im Vordergrund. Aus 200 kg Schafwolle wurden rd. 90 qm Filzbahnen für die Verkleidung der Wand und der Decke hergestellt.
15. Juli 2004
Das 19. Jahrbuch der Stadt Schopfheim ist fertig und wird von Bürgermeister Christof Nitz und Klaus Strütt der Presse vorgestellt.
16. Juli 2004
Große Freude herrscht beim Tennisclub in Wiechs. Nach über zwei Jahren Bauzeit weihen die Wiechser Tennisfreunde ihr neues Clubheim ein. Der Vorsitzende, Reinhold Pfuhl, freut sich mit den Vereinsmitgliedern und meint: »Zusammen mit unsern drei Sandplätzen haben wir nun eine wunderschöne Anlage in wunderschöner Umgebung«. 110.000,- Euro und jede Menge ehrenamtliche Arbeitsstunden stecken im neuen Clubheim. Pfuhl dankte der Architektin Ursel Frey und dem Statiker Jürgen Bähr für ihre Geduld und die gute Zusammenarbeit. Großen Applaus erhielt der ehrenamtliche Bauleiter Willi Gorgos. Am Wochenende startet der Gewerbeverein auf dem Marktplatz mit »Fokus Schopfheim« eine Informationsreihe rund um diese Aktion.
Der THG-Chor war dieser Tage bei den 15. Baden-Württembergischen Schulchor-Tagen in Schwäbisch Gmünd. Auch das Blechbläser-Ensemble des THG trat bei den Schulorchester-Tagen Baden-Württemberg in diesem Jahr in Emmendingen auf. Vor einigen Tagen organisierte die Langenauer Feuerwehr zum zweiten Mal Gaudi-Fußball im »Löwenzahn-Stadion«. Der Ortsvorsteher ließ es sich bei diesen Spielen, wo in jeder Mannschaft auch eine Frau mitspielen musste, nicht nehmen, die Schiedsrichter-Rolle zu übernehmen.
17. Juli 2004
Ein ganz besonderer Artikel beschäftigt sich heute im MT mit typischen Bauerngärten und präsentiert zwei solcher Gärten von Annemarie und Kurt Kropf in Enkenstein sowie von Meinrad Doll, ebenfalls in Enkenstein. Marianne Zabel hielt vor Tagen einen Dia-Vortrag bei der Senioren-Union über den Einsatz der Interplast-Ärzte. Die Senioren sammelten danach spontan 235,- Euro und spendeten diese dem Ärzte-Team. Mit einem zünftigen »Römer-Fest« überraschte die Grundschule Wiechs bei der Verabschiedung der Viertklässler. Ganz Enkenstein feiert zusammen mit der Spielplatz-Initiative die Fertigstellung des neuen Spielplatzes. Ortsvorsteher Rainer Strittmatter übergibt die selbstgestalteten Spielgeräte zusammen mit Christof Nitz an die Kleinsten des Ortsteiles. »Fokus Schopfheim« verteilt auf dem Marktplatz eine »Fokus-Torte«. Damit soll für die Idee des Gewerbevereines geworben werden. 2.000 Rettiche, reichlich musikalische Unterhaltung sowie ein großer Publikumsandrang bilden auch in diesem Jahr das Erfolgsrezept für das »Rettich-Fest«. Es wurde erstmals an einem neuen Standort - in der Wallstraße - gefeiert, nachdem der bisherige beim Hans-Sachs-Brunnen nicht mehr nutzbar ist. Großes Sommerfest des Raitbacher Musikvereins bei der Festhalle.
Der Verein mit seiner Vorsitzenden, Ursula Meyer, freut sich über die Beteiligung von Gastvereinen. Der Musikverein Wiechs, der Musikverein Willaringen und der Musikverein Marnbach erfreuen das Publikum ebenso wie die Musikvereine Höllstein und Hasel. Aber auch die Stadtmusik Schopfheim zollte dem Ortsteil seine Reverenz. Heute früh verunfallt ein Autofahrer auf der Kreisstraße Richtung Wiechs. Sein Auto kam in einer Kurve von der Straße ab und krachte in die Leitplanke.
18. Juli 2004
Ein zünftiges Sommerfest feiern die Senioren von »Schärers Au«. Der Kürnberger Kinderchor erfreute die Bewohner mit fröhlichen Liedern. Seinen Titel als Jugend-Schachmeister konnte Jonas Marqua auch in diesem Jahr verteidigen. Jugendleiter Franz Hoch überreichte dem siegreichen Schüler Buchpreis und Urkunde des Schach-Clubs Schopfheim. Der Fahrnauer Kaninchenzuchtverein präsentiert 49 Tiere bei der jährlichen Jungtier-Schau im Vereinsheim des Fußballvereins Fahrnau.
Beim dritten Konzert des Schopfheimer Orgelsommers war Prof. Hans Musch aus Freiburg an der Schuke-Orgel der evangelischen Stadtkirche zu hören. Eine Mischung aus Gemeindefest und Musik-Nachmittag außerhalb der Kirche wird im Pfarrgarten der evangelischen Stadtkirche geboten. Unter der Leitung von Christoph Bogon konzertieren der Gospelchor und »Jazzpresso« vor zahlreichem Publikum. Spaß und Sport steht im Vordergrund beim Kinderturnfest des Turnvereins Wiechs. 40 Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren versuchen, in verschiedenen Disziplinen zu siegen.
20. Juli 2004
Das Thema »Erweiterung des Gymnasiums« und die finanziellen Folgen für die Stadt beschäftigte vor einigen Tagen die Fraktion der Unabhängigen. Es ging dabei um die Einführung des achtjährigen Gymnasiums und die Schule mit Ganztagesbetreuung. Die Unabhängigen stellen die Finanzierung des Projektes durch die Stadt in Frage und meinen, dass die städtische Finanzsituation ein Vorhaben dieser Art eigentlich gar nicht mehr zulasse.
Mit dem ersten Spatenstich auf dem »Drahtzug«-Gelände beginnen Giuliano Risorgi, Norbert Stradinger, Wilfried Blum und Christof Nitz die Arbeit an dieser Wohnanlage. Dort sollen bis Ende 2005/Anfang 2006 insgesamt 52 Wohnungen und 8 Reihenhäuser entstehen. Die Firma Stradinger/Risorgi meint, bei der Wohnanlage sei Wert darauf gelegt worden, dass sie sich durch Architektur und Außengestaltung abhebe.
Alle Hände voll zu tun hat die Polizei mit einer rabiaten Frau. Vom Alkohol benebelt, versuchte sie mit ihrem Auto nach Hause zu fahren. Von der Polizei daran gehindert, biss sie einen Beamten in den Arm.
21. Juli 2004
Eine ungenehmigte Baumfäll-Aktion im »Lus« ruft Polizei und städtischen Vollzug auf den Plan. Eine Baufirma hat ihr Erdaushub-Zwischenlager vergrößern wollen und dazu Büsche und Bäume beiseite geschafft. Die Bauarbeiten, denen auch mehrere Mirabellen-Bäume zum Opfer fielen, seien nicht genehmigt gewesen. Das Landratsamt hat die Arbeiten einstellen lassen.
Rund 700 Schüler der Klassen 5 bis 10, aber auch 20 Lehrer am THG nehmen an einem Sponsoren-Lauf teil. Eine Runde war 500 m lang und führte um das Schulgelände. Mit dem Geld, das »erlaufen« wurde, wird zum einen ein Heim für behinderte Jugendliche in Argentinien gefördert, die zweite Hälfte wird zur Finanzierung einer Ausbaustufe der neuen Kletterwand in der Vicemoos-Halle verwendet.
22. Juli 2004
Zum vierten Arbeitstreffen für den geplanten Tafelladen kommen Interessierte zusammen. Die Freie Christengemeinschaft plant den Bau einer Kirche in der Hebelstraße. Das Baugrundstück liegt unmittelbar am Radweg entlang der B 317. Zum Ende des Schuljahres gehen Dietrich Halfmann und Paul Schlageter, die über viele Jahre hinweg das Schulleben am THG mitgestaltet haben, in den Ruhestand. Halfmann kam 1981 ans THG, Paul Schlageter unterrichtet seit 1985 am hiesigen Gymnasium.
Der Sportverein Schopfheim ärgert sich. In über 100 Stunden renovierten freiwillige Helfer die maroden Umkleide- und Duschräume im SVS-Heim. Infolge eines schweren Gewitters in der vorangegangenen Nacht stehen die frisch getünchten und gefliesten Räume nun unter Wasser. Dennoch werden sie heute eingeweiht. Wie auf einem Bauernhof geht es beim Sommerfest des Georg-Reinhardt-Hauses zu. Heimleiter Klaus Haas präsentiert sich dabei als »Haase-Buur«.
23. Juli 2004
Die Hauptversammlung des Kinderschutzbundes moderierte die 1. Vorsitzende, Christa Merz. Aus dem Tätigkeitsbericht war zu vernehmen, dass das Kinder- und Jugendtelefon im Jahre 2003 über 7.000 Anrufe zu verzeichnen hatte. 20 Beraterinnen und Berater standen 1.200 Stunden für den Telefondienst bereit. Erwähnt wurde bei dieser Versammlung auch, dass das Angebot der Tagesmuttervermittlung sehr gefragt ist. Viel zu viele Anmeldungen liegen für das Kinderferienprogramm 2004 vor. Aus diesem Grund müssen die Begünstigten nun im Losverfahren ermittelt werden, so ist von der Stadt-Jugendpflege zu hören.
24. Juli 2004
»Der Schopfheimer Tafelladen rückt nun mit Riesenschritten in die Realisierungsphase«, meint Oliver Batt beim jüngsten Arbeitstreffen der Gruppe. Ein harter Kern von 20 bis 25 freiwilligen Helfern dürfte reichen, um die Aktion in Kürze starten zu können. Die IHK feiert ihr Sommerfest im Park vor dem Kammergebäude. Gleichzeitig wurde das 50-jährige Bestehen der Wirtschaftsjunioren Hochrhein begangen. Wolfgang Oswald mit seinem Team, der Moonlight GmbH aus Wehr, hat den Park mit seinen leuchtenden Kugeln faszinierend illuminiert. Auch beim 21. Holzrock-Festival drohte das »Sengelen«-Wäldchen aus allen Nähten zu platzen.
Die Wiese neben dem »Sengelen« war übersaht von Zelten. Hunderte von Besuchern hatten sich aufgemacht, um im Wald zu rocken, wobei die Bands erstmals bis um 24 Uhr spielen durften.
Weit über 100 Personen kommen, um bei der Einweihung des Langenauer Dichterpfades dabei zu sein. Er fuhrt vom Rütteweg bis zum Grillplatz, vorbei an mehreren Holztafeln Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger freut sich, dass mit Kurt Marqua sich ein Mann gefunden hat, der den Dichterpfad geschaffen hat Verse von Johann-Peter Hebel, Gerhard Jung, Liesel Meier (Breite-Lieseh) und von einem Unbekannten stehen nun in Holz gehauen am Wegrand.
25. Juli 2004
An der Schuke-Orgel konzertierte Rob Nederlof aus Holland beim vierten Konzert des Schopfheimer Orgelsommers in der evangelischen Stadtkirche. Der niederländische Organist erntete frenetischen Beifall.
26. Juli 2004
Der Gemeinderat gibt grünes Licht für die Einrichtung einer Ganztagesschule am THG. Die Pläne zur Realisierung werden einstimmig angenommen. Rund 2,5 Mio. Euro wird das Projekt kosten. Die Stadt wird voraussichtlich 250.000,- Euro als Eigenanteil zu entrichten haben. Bedenken meldet für die Unabhängigen Ino Hodapp an. Er zog in Anbetracht sinkender Kinderzahlen die Prognose für die Schülerzahl in Zweifel. In ein paar Jahren seien nicht mehr als 700 Schüler an diesem Hause, meint er. Er lehne die Ganztagesschule zwar nicht ab, trete aber für ein reduzierteres Konzept ein.
Für die SPD weist Hans-Jörg Klein auf die Folgekosten hin, die die Stadt mit geschätzten 170.000,- Euro jährlich alleine zu tragen hat. Der Hauptausschuss beschäftigt sich mit dem Jugendhilfe-Plan. Beschlossen wurde allerdings, dass sich der neue Gemeinderat zuerst mit dem Konzept befassen soll. Über Einzelmaßnahmen ist noch nicht entschieden worden.
27. Juli 2004
Bei einem Pressegespräch erläutert der SWS-Geschäftsführer, Jürgen Sänger, die diesjährige Bilanz: »Der SWS geht es besser, aber noch nicht gut«, meint er. Im Jahre 2003 erwirtschaftete die Wohnbau-Tochter der Stadt zwar einen leichten Überschuss in Höhe von 58.000,- Euro. Jürgen Sänger: »Aus dem Gröbsten sind wir aber noch lange nicht raus«. Die Modernisierung der Gebäude im Wiesenweg steht auch dieses Jahr bei der SWS auf dem Programm. Oberste Priorität hat daneben die weitere wirtschaftliche Konsolidierung der Gesellschaft. Gleichwohl äußerten sich Sänger und die Aufsichtsratsvorsitzende, Bettina Bethlen, mit dem Geschäftsgang insgesamt zufrieden.
Die Wohnungen sind stets belegt, Leerstände kommen so gut wie nicht vor. Rund 300 Interessenten warten auf eine günstige Wohnung in Schopfheim. Jutta Pelz-Bergt erzählt in der Buchhandlung Uehlin über ihr Überleben im Holocaust. Sie liest aus ihrem Buch »Die ersten Jahre nach dem Holocaust - Odyssee einer Gezeichneten«. Die 1924 in Berlin geborene Schriftstellerin legt in diesem Buch den Schwerpunkt vor allem auf die Jahre danach. Sie beginnt mit dem 2. Mai 1945 - dem Tag der Befreiung aus dem Konzentrationslager bei Neustadt-Glewe. Heute lebt Jutta Pelz-Bergt in Weil am Rhein.
28. Juli 2004
Die Deutsche Post probt den Kahlhieb: Ende August schließt auch die erst vor kurzer Zeit eröffnete Post-Agentur in Fahrnau. Bürgermeister Christof Nitz teilt dies den Gemeinderaten Anfang dieser Woche mit. Das Haus Columban steht unter neuer Leitung. Der langjährige Geschäftsführer Dieter Würth trat in den Ruhestand. Mittlerweile sei man dabei, den einstigen Trägerverein in eine gemeinnützige GmbH umzuwandeln und für das Haus ein neues Konzept zu entwickeln.
Die Stadt legt die millionenteuren Maßnahmen für den Hochwasserschutz aus Geldmangel vorerst auf Eis. Dies betrifft in erster Linie den umstrittenen unterirdischen Bypass, den der Gemeinderat vor erst 14 Tagen mit knapper Mehrheit beschlossen hat. »Daraus wird nun nichts«, meint Bürgermeister Christof Nitz in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Die Kommunalaufsicht habe die Notbremse gezogen. Die Vertreter des Landratsamtes gaben zu erkennen, dass die Behörde nicht gewillt ist, der Stadt eine zusätzliche Verschuldung, wie sie für den 7,5 Mio. Euro teuren Bypass nötig gewesen wäre, zu gewähren. Damit werde eine geplante Sondersitzung für einen Nachtragshaushalt hinfällig, so der Bürgermeister.
29. Juli 2004
Der Waldorfkindergarten am Eisweiher will ein familienfreundliches Konzept verwirklichen. Dabei sollen Kleinkind-Gruppen und Ganztages-Betreuung in den Kindergarten mit eingebunden werden. Das Kutscherhaus beim Haus Columban soll aus diesem Grunde ausgebaut werden. Ziel nach dem Umbau ist ein »Generationen-Haus«.
31. Juli 2004
Wer hat im Gemeinderat künftig das Sagen? Noch bevor das Stadtparlament seine Arbeit aufnimmt, beginnt hinter den Kulissen ein Tauziehen um die künftigen Macht- und Mehrheitsverhältnisse. Nicht entschieden ist, ob die Ausschüsse mit 12 oder mit 14 Mitgliedern besetzt werden. Während Bürgermeister Nitz für 12 Mitglieder plädiert, wollen die SPD und die Unabhängigen 14 Sitze garantiert wissen. Dieser Tage durfte Paolo Castonna als 50.000. Schwimmbadbesucher begrüßt werden. Neben einem Geschenkkorb erhielt er einen Gutschein für eine Saisonkarte im kommenden Jahr. Nach intensiver Vorarbeit hat Gersbach nun eine Dorfbücherei.
Heute steht in der Zeitung »Von Ganghofer bis Pilcher reicht das Leseangebot«. In der Badischen Zeitung wird Bernd Spath aus Gersbach vorgestellt. Er durfte einer der letzten Viehhirten in der ursprünglichen Form sein. Jeden Morgen bringt er die Milchkühe, nachdem sie gemolken worden sind, von verschiedenen Bauernhöfen auf die Weide. Am Abend holt er sie wieder und treibt sie in die Ställe zurück. Die Grund- und Hauptschule Gersbach wird künftig von einem Förderverein unterstützt. Dieser Verein will sich u. a. für den Weiterbestand der Hauptschule und den Fortbestand der geschätzten und bewährten schulischen Veranstaltungen einsetzen. 1. Vorsitzender wurde Horst Unger.
Die Sanierung des Hohe-Möhr-Turmes schreitet voran. Die neuen dreiteiligen Ringe, die die Firma Industrie-Service GmbH Schopfheim angefertigt hat, sind aus wetterfestem, korrosionsstabilem Corten-Stahl gefertigt. Die Verschindelung des Turmes durch die Firma Eichin wird in wenigen Tagen beginnen. Die Schindeln werden aus Alaskazeder hergestellt und versprechen besondere Haltbarkeit. Bei idealem Wetter erlebten die Besucher des 28. Fahrnauer Dorffestes vergnügliche Stunden unter dem Motto »Olympia in Griechenland«.
Mit großem Elan widmet sich Bürgermeister Nitz der Aufgabe, das Freibier anzuzapfen. Der Sprecher des Festkomitees meinte, man habe vorsorglich zwei Zapfhähne angeschafft. Die Fahrnauer konnten so in ihrem Schulhof während zweier Tage ausgiebig feiern. Auch in Wiechs wird das Dorffest veranstaltet - ein lebendiges Element einer lebendigen und wachsenden Dorfgemeinschaft, wie Ortsvorsteher Ino Hodapp beim Fassanstich meinte.
Bei herrlichstem Wetter zog es viele Menschen zum zweiten Flohmarkt in die Altstadt. Das große Angebot reichte vom Weihnachtsschmuck bis zum Motorrad.
01. August 2004
Bestens gelungen war die musikalische Umrahmung des Dorffestes in Wiechs. Nach der Eröffnung spielten die Jugendkapelle der Stadtmusik und der Musikverein des Ortsteils. Am Nachmittag dann war der Musikverein Raitbach zu Gast. Auch das Wiechser Brass Quintett sorgte mit jazzigen Klängen für stimmungsvolle Atmosphäre. Große Sprünge kleiner Leute gibt es beim Mountainbike-Supercross-Turnier auf dem BMX-Gelände des MSC an der Dossenbacher Straße. Ganz ohne Motorenlärm stand ein Dual-Slalom im Mittelpunkt, bei dem neben Geschicklichkeit auch eine gehörige Portion Geschwindigkeit erforderlich war.
Über 80 MTB-Könner gingen an den Start. Wieder einmal nicht zu schlagen war das Herren-Doppel Alexander Naskrent und Peter Natter, denn diese zwei gewannen zum sechsten Mal in Folge die Vereinsmeisterschaft des Tennisclubs Langenau. Bei den Damen setzte sich erwartungsgemäß Doris Bannwarth durch. Yara Lauppe siegte schließlich bei den Juniorinnen. Das Damen-Doppel ging an Regina Lauppe und Angelika Schnell. Eine Rekordbeteiligung mit mehr als 50 Meldungen gab es bei den Herren.
In der Kategorie 40 Plus setzte sich Bernd Schiller durch, während bei den Junioren der alte und neue Titelträger David Kümmle heißt. Der vor einem Jahr gegründete Dorfverschönerungsverein Raitbach trifft sich zum ersten Mal zu einem Bolzplatz-Hock. Die Einweihung des Bolz-Platzes bezeichnet Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald als die Umsetzung einer guten Idee. Er hofft, dass der Platz immer gut genutzt und danach auch immer tipptopp hinterlassen wird.
Das fünfte und letzte Konzert im Rahmen des Schopfheimer Orgelsommers brachte neben Orgelmusik auch Chorsätze des Herdermer Vokalensembles zu Gehör. Hinzu kamen Darbietungen der Mezzosopranistin Ilse Zeuner. Dirigent und Landeskantor Carsten Klomp, der den Chor vor drei Jahren gegründet hat, und Bezirkskantor Christoph Bogon spielten an beiden Orgeln der evangelischen Stadtkirche.
02. August 2004
Die Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk, SPD, informierte sich dieser Tage im Georg-Reinhardt-Haus. Dabei bemängelte Heimleiter Klaus Haas, dass Patienten nach schweren Operationen viel zu schnell wieder ins Heim »abgeschoben« wurden, zumal das Heim die Schwerstpflege nicht leisten könne. Erfahren hat die Staatssekretärin auch, dass das Haus derzeit 228 Betten hat. Etwa 1.100 vorsorglich Angemeldete stehen auf der Warteliste, 165 Pflegekräfte sind beschäftigt. Stolz darf das Georg-Reinhardt-Haus auch auf das eingeführte Qualitätsmanagement und die Zertifizierung sein. Haas forderte eine Entbürokratisierung der Pflege.
03. August 2004
Die Sanierungsarbeiten am Hohe-Möhr-Turm gehen weiter. Die Kosten steigen aber ebenso an wie die Arbeit fortschreitet. Weitere Spenden sind notwendig, um alle Arbeiten finanzieren zu können. 60 Gymnasiasten absolvieren erstmals ein Sozialpraktikum. Die Schülerinnen und Schüler des THG waren in Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Förderschulen und Kindergarten und lernten Arbeitsalltage kennen, die ihnen vorher so nicht bewusst gewesen sind. Tour-Fieber in der Innenstadt. Durch ein Spalier von Menschen, die applaudierten und mit Fähnchen winkten, fuhren etwa 3.000 Radler, die auf der »Tour de Ländle« des SWR unterwegs waren.
Auf dem Marktplatz in Schopfheim wurde Zwischenstation gemacht, um den Durst zu löschen. Einen herzlichen Empfang hatte zuvor Gersbach den Tour-Teilnehmern bereitet, bevor sie ins Tal kamen, um nach der Stärkung wieder in Richtung Lörrach weiterzufahren.
04. August 2004
Die Firma AFT ist nicht zu stoppen. Dem Schopfheimer Spezialisten für Automatisierung und Fördertechnik gelang auch im Jahre 2003 eine fulminante Umsatzsteigerung. Dem Branchentrend zum Trotz wickelte das Unternehmen Geschäfte im Wert von 139 Mio. Euro ab. Das ist knapp die Hälfte mehr als im Jahr zuvor, wie Geschäftsführer Horst-Jürgen Raupp in einem Pressegespräch bekannt gab. Das Senioren-Wohnstift »Haus Edelberg« hat seit Anfang dieses Monats einen neuen Betreiber. Geschäftsführer der Procurand AG ist in Schopfheim Götz Leschonsky. Nach der »Tour de Ländle« ist nun auch die Regio-Tour in Schopfheim.
Rund 120 Rad-Profis fegten von Wehr her kommend durch die Schwarzwald- und Hebelstraße zum Altig, um so Schopfheim wieder zu verlassen. Schopfheim nimmt daran keinen großen Anteil.
05. August 2004
Den Schulförderpreis des BMW-Autohauses Gottstein für herausragende Leistungen bekam in diesem Jahr Martin Schwald aus Gersbach während der Abschlussfeier der Friedrich-Ebert-Schule überreicht.
06. August 2004
Mit Rolf Hugenschmidt und Karin Knüppel hat das Stadthallen-Restaurant »Zum Markgrafen« wieder ein neues Wirtepaar gefunden. In einer Ortschaftsratssitzung vor einigen Tagen informierte Ortsvorsteher Ino Hodapp in Wiechs, dass die Erdaushubdeponie entgegen der Planung nur noch drei bis vier Jahre in Betrieb sein werde. Ein großes Kompliment erhält die Chäschuchi in Gersbach. Der Betrieb der Familie Schmidt zählt zu den 100 besten Hofläden und Direktvermarktern in Südbaden. Zu diesem Urteil kommt jedenfalls Autor Siegfried Teuchert in seiner Broschüre.
07. August 2004
Christof Nitz strebt nach Informationen des Markgräfler Tagblattes eine Rückkehr in den Aufsichtsrat der Stadt-Wohnbau an. Dabei bekommt der Bürgermeister Rückendeckung von der Gemeindeprüfungsanstalt. »Es gibt keine andere Kommune, wo der Bürgermeister nicht im Aufsichtsrat sitzt«, meint das Stadtoberhaupt. »Der Rhein - von Fischern und Goldschürfern und Lachsen« ist Thema einer SWR-Fernsehsendung. Dem Goldwäscher-Team der AG »Minifossi« der Friedrich-Ebert-Schule bot diese Sendung erneut die Gelegenheit, sich in den Medien zu präsentieren.
Das Restaurant »Café Reichert« in Sattelhof feiert das 25-jährige Bestehen. Helga Reichert eröffnete im April 1979 mit ihrem Ehemann Gerhard Reichert in einem 1927 erbauten Gebäude die Gaststätte. Nach dem Tod von Gerhard Reichert und nach seiner Ausbildung in der »Mühle« in Gersbach kam Bernd Reichert in den Familienbetrieb zurück. Mutter und Sohn betreiben heute das Haus und feiern mit einem Lichterfest Geburtstag.
Seit dem 1. Juli gibt es in der Alten Kirche St. Michael das ökumenische Mittagsgebet. 10 bis 15 Teilnehmer nehmen täglich diese Gelegenheit wahr, um zehn Minuten der Besinnung zu erleben. Zu diesem Anlass wird von Dr. Eva-Maria Jopski auch täglich die Glocke geläutet - manuell, versteht sich.
Massenweise versammeln sich Störche auf einer Wiese in Enkenstein. Allerdings kamen sie in diesem Jahr nicht in die Altstadt, um in großer Zahl auf den Dächern die Nachtruhe zu genießen.
Wie schnell aus einem Mittsommerfest ein sommerlicher Dorfhock werden kann, bewies die Sportgemeinschaft Eichen. Da das Sommerfest im Juli wegen schlechten Wetters ausfallen musste, hat man es kurzerhand in den August verlegt. Zahlreiche Gäste kamen zum Sommerhock in und an die Hülschenmatt-Halle, um mit der SG zu feiern.
08. August 2004
Zum ersten Laurentius-Fest hat der Naturfreundehaus-Wirt Jürgen Merz in Gersbach eingeladen. Pfarrer i. R. Adolf Bernhard (ehemals Fahrnau) ging in seiner Ansprache besonders auf die gebotene Bewahrung der Schöpfung, der Umwelt und der Tiere ein. Der Naturfreundehaus-Wirt denkt an eine Neu-Auflage des Festes im kommenden Jahr.
09. August 2004
Schüler der Friedrich-Ebert-Schule bringen Farbe in das Kreiskrankenhaus. Sie stellen ihre Bilder, die sie im Kunstunterricht geschaffen haben, aus. Angeleitet wurden sie zu diesen Arbeiten durch die Lehrerin Nora Jung-Syga, mit der sie großformatige Werke der amerikanischen Künstlerin o’Keeffe kopierten.
Die Wiechser Feuerwehr wird zu einem kleinen Flächenbrand gerufen. In der Kalkofen-Kurve war ein Reisighaufen in Brand geraten. Durch rasches Eingreifen konnte die weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden, was bei der herrschenden Trockenheit durchaus möglich gewesen wäre.
10. August 2004
Der Gemeinderat beschäftigte sich noch vor den Sommerferien im Juli mit einem Jugendhilfe-Plan. Das Ergebnis der Erhebungen der letzten beiden Jahre wurde nun zusammengetragen. Allerdings gibt es keine konkreten Beschlusse, es wird lediglich ein Jugendausschuss gebildet, der sich um die Thematik bemühen soll. Die Autoren des Jugendhilfe-Planes, Prof. Spiegelberg von der Fachhochschule Freiburg sowie Kreisjugend-Referent Holger Ebner haben den Plan und die Ergebnisse dem Gemeinderat vorgestellt. Spiegelberg meinte, Jugendpolitik musse grundsätzlich einen höheren Stellenwert bekommen.
Der Schopfheimer Saxophonist Malte Dürrschnabel geht im Marz 2005 mit dem Bundes-Jazzorchester auf Afnka-Tournée. Er stellte sich zunächst einer National-Auswahl von Jugendlichen, die sich zuvor meist schon bei den Wettbewerben »Jugend jazzt« oder in diversen Landes-Jugendjazzorchestern bewahrt hatten. Malte Dürrschnabel studiert derzeit in Berlin Saxophon. Erste Erfahrungen sammelte der Alt-Saxo-phonist zunächst beim Landes-Jugendjazzorchester und ruckte alsbald ins Bundes-Jugendjazzorchester auf.
11. August 2004
Das Flugzeug der Malaysia Airlines, das vorletzte Woche über dem Schwarzwald Treibstoff abgelassen hatte, flog bei dem Not-Manover eine Route über Schopfheim und Schonau. Diese Information bestätigte Patrick Herr, Pressesprecher der Zurcher Flugüberwachung Sky-Guide auf Anfrage des MT. Die Boeing 777-200 mit 248 Passagieren an Bord habe »östlich von Schopfheim den Bogen gemacht« und danach insgesamt zwei Runden über dem Schwarzwald gedreht, so der Sky-Guide-Sprecher. Der Jet hat rund 70 Tonnen Treibstoff abgelassen. Dieser Vorgang dauere normalerweise bis zu 40 Minuten, deshalb musse das Flugzeug große Schleifen fliegen. Es habe das Wiesental in einer Hohe von 10 000 Fuß (rd 3 050 m) überflogen. Gesundheitliche Gefahren sind nach Angaben von Sky-Guide in den betroffenen Gebieten nicht zu befurchten. »Das Zeug verflüchtigt sich«, so der Sprecher. Beim Landratsamt hatte man - so die Zeitung - von der Kerosin-Entsorgung über dem Wiesental keine Kenntnis. Umwelt-Dezernent Hans-Detlev Müller setzte sich jedoch umgehend mit den zuständigen Stellen in Verbindung und forderte Unterlagen an.
Zu einem schweren Verkehrsunfall kommt es kurz nach 14 Uhr auf der Landstraße zwischen Langenau und Enkenstein, bei der Einfahrt zur Kreis-Mulldeponie. Ein 74-jahnger Autofahrer, der aus Langenau kam und zur Deponie links abbiegen wollte, übersah eine aus Richtung Enkenstein kommende 50-jahnge Autofahrerin. Beide Fahrzeuge prallten ungebremst zusammen. Der in seinem Fahrzeug eingeklemmte Mann musste von der Feuerwehr mit der Rettungsschere befreit werden.
12. August 2004
Die Tragluft-Halle hinter dem THG ist nun endgültig in sich zusammengefallen. Die Stadt hat sie an einen Tennisclub in Köln-Wahn verkaufen können Mitarbeiter der tschechischen Herstellerfirma bauten die luftige Konstruktion ab. »Wir sind sehr zufrieden, dass alles geklappt hat«, freute sich Beigeordneter Hirschner, als er an Ort und Stelle von Vertretern des Kölner Sportvereins die Zahlungsbestatigung fur die Tragluft-Halle überreicht bekam. Hirschner macht kein Hehl daraus, dass die Stadt froh ist, fur das ungewöhnliche Bauwerk, das nach dem Großbrand der Vicemoos-Halle 15 Monate lang als Provisorium fur den Schulsport und den Vereinssport gedient hat, noch einen Kaufer gefunden zu haben. Ein Sturm ließ in der Schwarzwaldstraße Baume Umstürzen und die Feuerwehr ausrucken.
14. August 2004
Der Sommer war bisher wettermäßig durchwachsen, sehr zum Leidwesen des Schwimmbadvereins Schweigmatt. Gleichwohl ziehen Frank Ühlin für den Schweigmatt-Verein und Karl-Frieder Oswald, Ortsvorsteher von Raitbach, trotz des zu erwartenden Defizits eine positive Bilanz. Es kamen bislang gut 6.000 Badegäste - dennoch werden sich die Verantwortlichen nicht abhalten lassen, das bisherige Engagement beizubehalten.
Die Bewertungskommission des Bundeswettbewerbs »Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft« kommt am 5. September nach Gersbach.
Schon am frühen Morgen konnte sich ein Kraftfahrer kaum auf den Beinen halten. Er fiel prompt der Polizei auf. Als ein Alkohol-Test kein Ergebnis brachte, hegten die Beamten Verdacht auf Rauschgift-Konsum. Schließlich musste der Mann den Führerschein abgeben. Mehrere Hinweise auf Kokain-Konsum waren vorhanden.
Mit »Fokus Schopfheim«, der hoch hinaus will, findet ein Luftballon-Wettbewerb statt. Binnen zweier Stunden hatten schon mehr als 300 meist kleine Marktbesucher die luftigen Werbeträger samt Absendekarte in die Höhe steigen lassen.
15. August 2004
Die dritte Auflage erlebte das Gersbacher »Geißen-Fest« in Fetzenbach. Der Erlös dieses Festtages soll der Landschaft und dem weiteren Ausbau der Geißen-Weide zugute kommen.
16. August 2004
Das Kinderferienprogramm, das tagtäglich neue Angebote bietet, läuft auf Volltouren. Dieser Tage war nun auch der Schwarzwaldverein mit 38 Kindern und 25 Erwachsenen von Todtnau aus zur Talstation am Hasenhorn auf den Beinen. Zusammen mit dem Schwarzwaldverein machten sich die Kleinsten dann auch auf die Suche nach dem Zauberstein, der in einer Höhle gefunden werden sollte.
BMX und Motocross stand im Rahmen des Kinderferienprogramms auf der Angebotsseite des MSC Schopfheim. Für 25 Plätze hatten sich 92 Kinder beworben. Auf zwei verschiedenen Parcours konnten die Kleinen dann nach Lust und Laune durch den staubigen Sand fahren.
Bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Raitbach meint Ortsvorsteher Karl-Friedrich Oswald: »Auch wenn im Haushalt kein Geld da ist, dürfen wir doch noch wenigstens etwas wünschen«. Auf der Seele brennt, so der Ortsvorsteher, die Weiterführung der Kanalisation, die Stützmauer beim Friedhof, der gefahrlose Fußgängerweg vom Bahnhof bis zum Übergang über die Bundesstraße nach Hausen, der Ausbau einiger Wege und die Weiterführung der Straßenbeleuchtung.
17. August 2004
Nicole Grether hat im Badminton-Doppel ihr Auftaktspiel bei der Olympiade in Athen gewonnen.
Das Wiese-Kraftwerk in Fahrnau steht seit dem Frühjahr dieses Jahres wegen technischer Probleme immer noch still. Eine defekte Turbine hindert den Kraftwerksbetreiber an der Energieerzeugung.
18. August 2004
Dr. Hans-Joachim Klein ist der schnellste Fünfzigjährige in Baden. Bei den diesjährigen badischen Senioren-Meisterschaften im 100 m-Lauf wurde er mit einer Zeit von 12,59 Sekunden Landesmeister.
Nach 22-jährigem Tauziehen steht dem endgültigen Ausbau der Mattenleestraße und damit der Nordumfahrung der Stadt nichts mehr im Wege. Das Zimmerei-Unternehmen, das bisher den Ausbau verunmöglichte, wird nun in einen Teil des ehemaligen städtischen Bauhofes umziehen. Im Gegenzug kann die Stadt dann die alte Werkstätte abbrechen, um damit Platz für die Straße zu schaffen. Diese Einigung bestätigte der Beigeordnete der Stadt, Ruthard Hirschner. Einig sei sich die Stadt nach den Worten des Beigeordneten auch mit dem östlichen Nachbarn des alten Bauhofes, der Firma Vogelbach, die vor Jahresfrist überraschend ein Vorkaufsrecht auf einen Teil des Bauhofgeländes geltend gemacht hatte. Ein vereinbarter Geländetausch hat dieses Ansinnen erledigt. Die Firma habe nun Platz für eine LKW-Rampe an anderer Stelle.
Das im März gestartete Spenden-Projekt an der Waldorfschule für die Andheri-Hilfe, eine Kindernothilfe- und Hilfsorganisation in Patuca, ist abgeschlossen. Patuca richtet beispielsweise Schulen im honduranischen Urwald ein, um den dort lebenden Kindern eine Grundbildung zu vermitteln. Insgesamt sammelte Veronika Grimm 2.333,33 Euro für diese Aktion.
19. August 2004
Im Land Baden-Württemberg wurden die Wasserpreise verglichen und siehe da - in Schopfheim ist das Wasser zum Schnäppchen-Preis erhältlich. Die Markgrafenstadt zählt zu den günstigsten Städten im Land. Das Seniorenstift »Bifig« soll künftig unter dem Namen »Seniorenstift Max Picard« firmieren, denn seit Anfang dieses Monates steht das Haus unter neuer Regie.
Lichterloh brennt ein Kleinbus bei der Zufahrt zur Deponie zwischen Langenau und Enkenstein. Die Feuerwehr konnte das vollständige Ausbrennen nicht verhindern. Nach Angaben der Polizei hatte der Besitzer des Kleinbusses das Fahrzeug wegen Spritmangels am Abend zuvor stehengelassen. Die Polizei ermittelt, da sich Anhaltspunkte für eine mutwillige Inbrandsetzung zeigen.
Für das Schopfheimer Tafel-Projekt gibt es nun auch einen Trägerverein: Die »Schopfheimer Tafel« hat sich im Beisein von 22 Gründungsmitgliedern gegründet. Zur 1. Vorsitzenden wählten die Gründungsmitglieder Ingrid Steven. Stellvertretende Vorsitzende wurden Wolfgang Gorenflo und Oliver Batt. Das Amt des Schatzmeisters übernahm im neuen Verein Horst Sutter und Jürgen Lauber wird die Aufgabe des Schriftführers ausfüllen. Für die Räumlichkeiten in Gündenhausen, in denen der Laden eingerichtet werden soll, wird noch ein verantwortlicher Leiter gesucht.
20. August 2004
Seit fünf Jahren gibt es die Abonnementreihe der Kammerkonzerte von vhs und Musikschule. Diesen Anlass feierten dieser Tage die vhs-Leiterin, Margit Jüngerkes, und die Musikschulleiterin, Susanne Kagerer. Den Auftakt zur diesjährigen Reihe werden die Abonnenten am 22 Oktober erleben.
Die zuhausegebhebenen Kinder können beim Ferienprogramm der Schopfheimer Vereine, das auf Hochtouren lauft, ihre Urlaubstage sinnvoll gestalten und auch genießen.
21. August 2004
Wird die Lenk-Plastik nun einen neuen Standort erhalten9. Im MT steht heute »Noch ein Schwenk mit der Lenk-Plastik9« Als neuer Standort ist die Ostfassade des Rathauses im Gespräch. Der Gemeinderat jedenfalls, der die Platzierung beim Kronenbrunnen formell beschloss, hat offenbar - so das MT - keine Kenntnis vom Standortwechsel, der vom Bürgermeister so festgelegt wurde.
Zu einem Schwelbrand wird die Feuerwehr in den Morgenstunden in die Dinkelbergstraße nach Wiechs gerufen. Eine am Tag zuvor verlegte Schweißbahn auf einem Flachdach hat vermutlich zu diesem Brand, den es zu loschen galt, geführt.
24. August 2004
Die Wahl-Alternative »Arbeit und soziale Gerechtigkeit«, die sich Anfang Juli 2004 auf Bundesebene aus Protest gegen den Sozialabbau formierte, will nun auch am Hochrhein und südlichen Oberrhein aktiv werden. Die erste Ortsgruppe in dieser Region soll in Schopfheim gegründet werden Gunter Gent, Koordinator fur die Vorbereitung zur Gründung einer Partei, ladt alle Interessierten zu einem Treffen ein.
25. August 2004
Beigeordneter Ruthard Hirschner wehrt sich im Namen der Stadt gegen die beabsichtigte Schließung der Post-Agentur in Fahrnau. In einem Schreiben an die zuständige Poststelle erwähnt er, dass bei einer Schließung 800 Personen unterversorgt waren und beruft sich dabei auf die fur die Post verbindliche Post-Universal-Dienstleistungsverordnung Danach musste die Post diese Agentur aurechterhalten.
26. August 2004
Ortsvorsteher Ralf Uhhn will im Rathaus in Gersbach, um dessen Verkauf durch die Stadt zu verhindern, ein Glas-Wald-Museum einrichten. Das Konzept sei schon sehr weit gediehen. Die Einrichtung soll mit Zuschüssen aus dem EU-Programm Leader+ und privater Geldgeber finanziert werden.
Zum zweiten Mal kam die kleine Villa im Gewerbepark Hofen, die zuletzt als Restaurant »Arte« betrieben wurde, »unter den Hammer«. Ein Schopfheimer Ehepaar bot nun 250 000,- Euro. Die Sparkasse hat als Betreiberin mehr erhofft und beantragt, dass über den Zuschlag noch nicht entschieden wird.
Etwa 20 Teilnehmer kommen in das Nebenzimmer des »Hans Sachs« zur ersten Versammlung der Wahl-Alternative »Arbeit und soziale Gerechtigkeit«. Auch Vertreter der Schopfheimer Burgerhste sind mit dabei und machen ihrem Unmut über Hartz IV Luft. Auch die bei den GRÜNEN ausgetretene Kreisratin Dr Eva-Mana Jopski begrüßte die Schaffung einer linken Alternative. Der Raitbacher Bernd Marterer war schon in Freiburg bei der Wahl-Alternative. Er wolle mitarbeiten, um das Grundgesetz zu verteidigen, um keine Bürokraten- und Techno-kraten-Diktatur zu bekommen. Diese hatten schon die Stadt Schopfheim, die vor dem Ruin stehe, an die Wand gefahren, so der ehemalige Kandidat der Burgerhste.
27. August 2004
Ein neuer Leserbrief setzt sich wieder mit der Lenk-Plastik auseinander, die - wie dieser Tage bekannt wurde - nun nicht über die Straße, auf der Ostseite des Rathauses, sondern langs des Weges in die Altstadt aufgestellt werden soll. Der Leserbriefschreiber meint, dies sei der denkbar ungünstigste Platz.
28. August 2004
Goldene Hochzeit feiern in Gersbach Brigitte und Leo Mertens, die vor Jahren Hauseltern des Naturfreundehauses im Hohenort waren.
Der Wettergott meinte es zunächst sehr gut mit den Veranstaltern und Organisatoren des Schopfheimer »Stadth-Festes«, doch eine Neuerung gab es Bürgermeister Christof Nitz hat nicht - wie sonst üblich - den (Bier)Fassanstich vorgenommen - heuer wurde ein Gutedel-Fass aufgemacht Heike Zeiher, Verantwortliche des Festes, meinte, es sei wohl das einzige und auch das letzte Mal, dass Wein ausgeschenkt werde. In den Abendstunden regnete es dann sintflutartig und auch am folgenden Tag, dem Sonntag, war das Wetter den Veranstaltern nur bedingt hold.
29. August 2004
Schwer verletzt wurde ein 18-jahnger PKW-Fahrer auf der Kreisstraße in Raitbach. In einer langgezogenen Rechtskurve geriet er, nach Pohzei-angaben vermutlich zu schnell bergabwärts fahrend, auf die Gegenfahrbahn und stieß mit einem entgegenkommenden Bagger zusammen. Die Feuerwehr musste den Verunfallten mit der Rettungsschere aus seinem Fahrzeug befreien.
Der Pianist Wolfram Lorenzen konzertiert im Rahmen einer Sommer-Matinee im evangelischen Gemeindehaus.
31. August 2004
Das 32 Schopfheimer »Stadth-Fest« wird bilanziert Alle mitwirkenden 17 Vereine, so die Organisatorin, Heike Zeiher - seien weitgehend zufrieden mit dem Festergebnis.
Nach Mitteilung der Deutschen Bahn bleibt der Bahnübergang Wehrer Straße fur einige Zeit geschlossen. Der Bahnübergang muss auf den Regio-S-Bahnverkehr umgerustet werden, damit dieser wie geplant am 11. Dezember 2004 mit neuem Fahrplan in Betrieb gehen kann. Die Bahnübergänge werden künftig mit einem neuen, elektronischen Stellwerk, das in Lorrach installiert wird, vernetzt.
Nach einem halben Jahr schließt die Post-Service-Stelle in Fahrnau nun ihre Pforten. Die Möglichkeit, Postgeschafte zu erledigen, war erst nach langem Drangen und Bitten in einem Blumenladen in der Blasistraße eingerichtet worden Ute Knoll, die die Einrichtung betrieb, meinte, diese Service-Stelle habe sich nicht ausgezahlt Wenn die Post ein wenig Werbung gemacht hatte, ware das Ganze sicher besser gelaufen Nicht einmal ein gelbes Postschild, das eigentlich versprochen worden war, sei zur Auslieferung gekommen.
01. September 2004
Die vhs stellt ihr neues Herbst/Winter-Programm vor 340 Kurse sind im Angebot Gleichzeitig stellt die Leiterin, Margit Jungerkes, das neue Domizil der vhs-Verwaltung vor, die vom Rathaus in die Kulturfabrik umgezogen ist.
Auch wenn das Schweigmatter Schwimmbad noch mindestens bis zum 5 9 geöffnet bleibt, ist die Zahl der Besucher dennoch wesentlich geringer als im Vorjahr Voraussichtlich wird die Saison mit 6 500 Besuchern enden. Das Rekordjahr 2003 hatte die dreifache Besucherzahl aufzuweisen. Der eingesetzte Schwimmbad- und Wanderbus zwischen Schopfheim, Schweigmatt und Gersbach fand weitaus größeren Zuspruch als in der vergangenen Saison.
Die drittletzte Wanderung des SWR-Wandertreffs fuhrt 255 Wanderer nach Gersbach.
02. September 2004
Gersbach bereitet sich intensiv auf den Bundesentscheid »Unser Dorf soll schöner werden« vor. Am Sonntag wird die Bundeskommission im Bergdorf sein, um das Urteil zu fallen Ortsvorsteher Ralf Uhhn meinte »Wir werden unser Bestes geben. Schon das Erreichen der Bundesebene ist ein Erfolg fur den Ortsteil«. Seit dem Erfolg vor einem Jahr beim Landeswettbewerb haben die Gersbacher hart dafür gearbeitet, dass sich der Ort nun von seiner besten Seite präsentieren kann Insgesamt beteiligen sich 36 Dörfer am Bundeswettbewerb Um in Gersbach rundum zünftig feiern zu können, organisiert die Feuerwehr beim Feuerwehrgeratehaus einen Dorfhock mit Beteiligung des Musik-vereines.
03. September 2004
Die Gemeinderatsfraktionen haben sich offenbar vor der ersten und konstituierenden Sitzung darauf geeinigt, dass es 14 Sitze in beschließenden Ausschüssen geben wird Bekanntlich wollte der Bürgermeister nur deren 12 etablieren.
Der Gemeinderat wird sich am 20 d M mit vier Planvananten fur die Einrichtung von Parkplatzen beim THG beschäftigen müssen. Die Hoffnung besteht, dass damit das leidige Parkplatzproblem gelost werden kann.
Großes Aufräumen auf dem Kinderspielplatz in Langenau. Es treffen sich vormittags Kinder, Eltern, Omas und Opas, um den Spielplatz und die Grünanlage wieder auf Vordermann zu bringen. Die Eltern-Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und der Stadt Schopfheim den Spielplatz zu pflegen, zu verschönern und wieder attraktiver zu machen.
04. September 2004
Fur 25-jahnge Tätigkeit bei der VR-Bank und gleichzeitig fur 25-jahnge Tätigkeit als Geschaftsstellenleiter der Zweigstelle Fahrnau wird Klaus Masuch geehrt.
Beim Minikreisel in der Schwarzwaldstraße/Hebelstraße sorgen jetzt zwei Fußgänger-Überwege für einen leichteren und sichereren Schulweg.
Der Waldorf-Kindergarten steckt in großen Veränderungen. Seit zwei Wochen laufen die Renovierungsarbeiten im Haus bei der Senioren-Wohnstätte Columban. Dort sollen Anfang November 15 Kinder aus der Hausener Waldorf-Kindergartengruppe einziehen. Der Pachtvertrag mit dem Haus Columban wurde unterzeichnet. Damit ist nach Ansicht der Vorstandsmitglieder Claudia Kiefer und Wenke Lindemann auch der erste Schritt für ein geplantes Mehrgenerationen-Haus getan.
Der Gewerbeverein und dessen Vertreter kamen nicht schlecht ins Staunen: Eine Aktion sollte den Eintausch von noch vorhandenen DM-Scheinen in Euro-Scheine ermöglichen. Wolfgang Grether kam vor lauter Stress hingegen kaum zum Staunen, denn mit dem Umtausch der guten, alten Deutschen Mark hat der Gewerbeverein wohl den Vogel abgeschossen. 23.000,- DM kamen am Samstag zwischen 8 und 13 Uhr auf dem Wochenmarkt zusammen. Auch Claus Stockburger vom Gewerbeverein war tief beeindruckt und lobte die Aktion, die erstmals unter dem Zeichen von »Fokus Schopfheim« stand.
05. September 2004
Gersbach zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die Sonne ist dem Höhenort sehr hold beim Besuch der Bewertungskommission der Bundesrepublik Deutschland. Die Kommission wurde vom Musikverein musikalisch begrüßt, bevor Ortsvorsteher Ralf Ühlin, Bürgermeister Christof Nitz und Landrat Walter Schneider die Delegation im Erholungsort willkommen hießen. Der Vorsitzende der Kommission, Dr. Reinhard Kubat, dankte für die herzliche Aufnahme im Dorf.
06. September 2004
Die Presse ist des Lobes voll über die Präsentation des Ortsteiles Gersbach beim Dorfverschönerungs-Wettbewerb. Nun gilt es abzuwarten, mit welchem Ergebnis Gersbach im Bundeswettbewerb abschneiden wird.
07. September 2004
In der Hebelstraße, oberhalb des Hauses Columban, baut sich die Christengemeinschaft eine Kirche. Harald Lörup-Andersen ist Pfarrer dieser Gemeinschaft. Eine halbe Million Euro sollen investiert werden. In der Kirche sollen 100 bis 110 Menschen Platz nehmen können. Im Oktober will die Gemeinschaft mit dem Bau beginnen.
08. September 2004
Emerentia Piepenbrink feiert heute ihren 105. Geburtstag im Georg-Reinhardt-Haus. Sie ist die älteste Einwohnerin der Stadt Schopfheim.
09. September 2004
Keine Chance für die Wiedereinrichtung einer Poststelle in Fahrnau sieht die Deutsche Post AG. Dem Antrag der Stadt auf Einrichtung einer stationären Post-Einrichtung in Fahrnau ist nun mit einem Schreiben vom 31. August eine Absage erteilt worden. Eine ausreichende Versorgung sei sichergestellt, so die Post AG.
Kurz vor Ferienende laufen noch immer die im Kinderferienprogramm angebotenen Aktionen für die Daheimgebliebenen. Sie erfreuen sich Jahr für Jahr größter Beliebtheit.
11. September 2004
Die Schopfheimer »Minifossis« erhalten eine hohe Auszeichnug: Ende November werden sie im Saarbrücker Schloss die Silberne Halbkugel des deutschen Denkmalschutzes erhalten. Damit wird die über 20-jährige Tätigkeit dieser Arbeitsgemeinschaft eine hohe Ehrung und Anerkennung erfahren.
Die Schopfheimer Gruppe der Wahl-Alternative »Arbeit und soziale Gerechtigkeit« will am 20. September auf dem Marktplatz mit der ersten Montags-Demo beginnen.
Drei Tage Spaß haben fußballbegeisterte Jungen und Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren auf dem Sportplatz-Gelände im »Oberfeld«. Unter den Fittichen des SVS-Trainers und von A-Lizenz-Trainer Norbert Brebaum wurde ein Fußball-Camp für die Kleinsten durchgeführt.
12. September 2004
Zum »Tag der Heimat« und gleichzeitig zum »Tag des offenen Denkmals« treffen sich Wandergruppen aus allen Himmelsrichtungen auf dem Hohe-Möhr-Turm. Es kamen auch die »Möhrengeister« aus Zell, um dem Schopfheimer Schwarzwaldverein zur Sanierung des Turms einen Scheck über 600- Euro zu überreichen.
13. September 2004
Das Schwimmbad Schopfheim hat die Pforten für diese Bade-Saison geschlossen. 86.500 Besucher wurden heuer gezählt.
Patrick Steinmann hat sich in Rastatt für die deutsche Boule-Meisterschaft qualifiziert.
In der ersten und konstituierenden Sitzung verpflichtet Bürgermeister Christof Nitz die neugewählten Stadträte, wie dies in der Gemeindeordnung vorgesehen bzw. vorgeschrieben ist. Neu verpflichtet wurden Walter Völz, Bürgerliste; Thomas Gsell, SPD; Tesfaldet Reda, FWV; Michael Böhler, CDU; Bärbel Hagist, CDU; Wolfgang Bühler, FWV; Carsten Lau, GRÜNE und Heinz Anton Stich, CDU. Zum 1. Bürger-meister-Stellvertreter wurde der bisherige Stellvertreter, Artur Cremans, wiedergewählt, obwohl die CDU den Antrag gestellt hatte, Marianne Zabel zur Stellvertreterin zu wählen. Gleich zu Beginn der Sitzung kam es zu einer Überraschung: Die CDU und die FWV waren mit der vor der konstituierenden Sitzung vereinbarten Größe der Beschließenden Ausschüsse nicht einverstanden und wollten diese verkleinert wissen. Wohlgemerkt, es hätte sich dabei das Stimmenverhältnis zugunsten der CDU verlagert. Dieser Antrag wurde dann allerdings mehrheitlich abgelehnt. Bei dieser Gemeinderatssitzung hatte der Bürgermeister dann auch die Pflicht, ausscheidende Gemeinderäte zu verabschieden. Gleich 13 bisherige Räte wurden entweder nicht mehr gewählt oder hatten nicht mehr kandidiert. Die längste Amtszeit hat Roland Meder, der für 33 Jahre als SPD-Stadtrat dann auch den Großen Gold-Dukaten überreicht bekam. Bürgermeister Nitz bestätigte allen ihre Arbeit und den Einsatz zum Wohl der Stadt und erinnerte dabei an die wichtigsten Entscheidungen der vergangenen fünf Jahre. 24 Jahre gehörte Hermann Schmitt aus Langenau dem Rat an. Auch er verließ das Gremium, weil er wie Roland Meder nicht mehr kandidiert hatte. Karl-Heinz Mark-stahler war zwei Jahre, Dieter Weiß-Fabrizio ebenfalls zwei Jahre im Gemeinderat. Dr. Jost Nöller wurde nach fünf Jahren, Wolfgang Potthin ebenfalls nach fünf Jahren verabschiedet. Ebenfalls fünf Jahre lang war Günther Roschig im Gemeinderat. Er fehlte allerdings entschuldigt bei der Verabschiedung. Adolf Winterhalder, der Fraktionssprecher der Freien Wähler, wurde nicht mehr wiedergewählt; er schied nach fünf Jahren aus. Hubert Probst gehörte dem Gremium sieben Jahre lang an, Jürgen Jäckh 10 Jahre, Fritz Trefzger 12 Jahre und Jürgen Blum ebenfalls fünf Jahre. Hans Keller wird aller Voraussicht nach Ortsvorsteher in Eichen bleiben, schied aber dennoch nach 20 Jahren aus dem Gemeinderat aus.
Die Unabhängigen stellen den Antrag, die Sanierung des Schopfheimer Schwimmbades solange zuruckzustellen, bis eine Besichtigung der Anlage durch den Gemeinderat oder einen Ausschuss erfolgt ist.
Das THG nimmt im Neubau den Unterrichtsbetrieb auf. Die Einweihung des Hauses erfolgt aber erst nach weiteren, noch nicht abgeschlossenen Umbaumaßnahmen im Altbau.
14. September 2004
Eine unschöne Überraschung zum Schulbeginn. Der Konrektor der Johann-Peter-Hebel-Schule, Carlo Geiger, verlasst Schopfheim, um an die Carl-Orff-Forderschule nach Sinsheim bei Heidelberg zu wechseln.
Angehende Schreiner präsentieren ihre Prüfungsarbeiten der Gewerbe-Akademie. Seit heute sind 14 der Exponate fur die nächsten Tage in der Schalterhalle der Sparkasse Schopfheim-Zell zu bewundern.
Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger wird in der konstituierenden Sitzung des neuen Langenauer Ortschaftsrates erneut das Vertrauen geschenkt. Er wird fünf weitere Jahre zum Wohle des Ortsteiles wirken. Bei der ersten Sitzung wurden Gottfried Hintner und Hermann Schmitt verabschiedet. Der Zweite gehörte wahrend 24 Jahren dem Ortschaftsrat an und war außerdem von 1984 bis 1994 Ortsvorsteher Neu in den Ortschaftsrat verpflichtet wurden Elke Würger und Eva Wilhelm.
15. September 2004
Die Badische Bauernzeitung hatte vor einem Jahr einen Hofbaum-Wettbewerb ausgeschrieben. Zu den schönsten Baumen beim Hof gehört die etwa 170 Jahre alte und 30 m hohe Linde beim Gasthof und Bauernhof »Blume« in Schlechtbach. In dem ausgeschriebenen Wettbewerb belegten dieses Haus und sein Hofbaum einen 4 Platz Heinz Strutt aus Schlechtbach befestigte die Auszeichnung am Baum zur Kenntnis aller Besucher.
Der »West-osthche Diwan« widmet sich in seinem Herbst-Programm dem Ihema »Friedhöfe und Graberkultur der drei großen Welt-Religionen«. Am kommenden Sonntag wird die Foto-Ausstellung »Jüdische Friedhöfe in Sudbaden« im »Diwan« eröffnet.
16. September 2004
Der frühere Heimleiter des Georg-Reinhardt-Hauses, Erwin Konstanzer, verstirbt im 85 Lebensjahr.
Die Aufmerksamkeit in der Stadt ist groß, denn der Bildhauer Peter Lenk beginnt mit dem Aufbau der Plastik, die am 3 Oktober eingeweiht werden soll Fundamentierungsarbeiten und erste Teile der Großplastik stehen am Abend. Die weiteren Schritte werden aber erst kurz vor der Enthüllung erfolgen Peter Lenk meint dem MT gegenüber »Die Großplastik soll keine verklarte Hecker-Romantik verbreiten. Sie ist hochaktuell«.
Die Wirtschafts-Junioren feiern ihren 50 Geburtstag in der IHK Gegründet wurde die Gruppe von 30 Mannern Einige von ihnen waren nun unter den Gasten. Der jetzige Vorsitzende, Horst Teichmanis, erhielt denn auch eine Gluckwunsch-Urkunde des Landesverbandes, die Bert Christmann überreichte.
Im Raitbacher Ortschaftsrat wird Heinz Metzger nach 29 Jahren verabschiedet Gleichzeitig wurde Karl-Friedrich Oswald als Ortsvorsteher wiedergewahlt. Er hat mit der Erweiterung des Friedhofes und eines kleinen Wohngebietes auch gleich seine Wunsche fur die nächsten Jahre artikuliert Bürgermeister Christof Nitz überreichte dem ausscheidenden Heinz Metzger den Golddukaten der Stadt.
Im Mittelpunkt der Sitzung des Ortschaftsrates in Kurnberg standen die Wahl des Ortsvorstehers und die Verabschiedung des nach 13 Jahren ausscheidenden Georg Blank Um das Amt des Ortsvorstehers bewarben sich Siegfried Schmidt und Martin Gruner. Der bisherige Ortsvorsteher wurde dann in geheimer Wahl erneut gewählt Sein Stellvertreter ist - wie bisher auch - Dietmar Heckendorn.
17. September 2004
Der Gersbacher Kirchengemeinderat beschäftigte sich dieser Tage mit der Frage um die Zukunft des Pfarrhauses. Es ist ein überaus vielschichtiges und mit Emotionen beladenes Thema Will man das Haus im Eigentum behalten, oder soll man sich fur einen Verkauf des Gebäudes entscheiden9 Weitere Untersuchungen stehen vor einer endgültigen Entscheidung noch aus.
Gersbach jubelt’ Der Ort hat im Bundes-Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft« eine Gold-Medaille erhalten. Die Bemühungen des Bergdorfes, sich eine Zukunftsperspektive zu schaffen und sich hervorragend zu präsentieren, wurden damit belohnt 36 Orte hatten sich fur den Bundesentscheid qualifiziert Gersbach gehört zu jenen 12 deutschen Dörfern, die nun - nach drei Jahren der verschiedenen Wettbewerbsstufen - eine Gold-Medaille erhalten werden Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast spricht in einer Pressemitteilung von Vorbildern fur erfolgreiche ländliche Entwicklung. Sie wird es sein, die im Januar 2005 die Auszeichnung in Berlin überreichen wird.
Am Abend feiern die Gersbacher ihre Gold-Party in der Bergkopf-Halle ausgiebig. Im Namen der Stadt gratuliert zunächst Beigeordneter Ruthard Hirschner den Gersbachern und all ihren Projektgruppen Dann war Bürgermeister Christof Nitz im Hohenort und feierte mit den Gersbachern Alt-Burgermeister Klaus Fleck freut sich, dass die so oft verschmähte »Planentis« soviele Punkte im Wettbewerb gebracht hat.
18. September 2004
Die Pianistin Andrea Kauten konzertiert mit Werken von Liszt, Brahms und Schumann im Fahrnauer Technik-Museum Damit geht die diesjährige Konzert-Saison in diesem Museum zu Ende.
Eine gelungene Premiere erlebt der 1 Schopfheimer Kunsthandwerker-Markt in der Altstadt 35 Aussteller präsentieren sich mit einem breiten Angebot Den Markt haben Frank Hedtke und Claudia Hofmann organisiert. Im vergangenen Jahr mussten sie ihr Vorhaben wegen zu geringer Beteiligung noch auf geben.
Die Stadthalle wurde fur eine Nacht zum Nabel der deutschen Hip-Hop-Welt.
Das »Theater auf der Au« führte »Der hebestolle Pantalone« auf, ein Stuck, das Marianne Neininger geschrieben hat Als Auffuhrungsort hatte man den Park des Hauses Columban in der Hebelstraße gewählt.
19. September 2004
Eine Wanderausstellung mit dem Titel »Im Umfeld der Weißen Rose« wird in den Galerieräumen der Kulturfabrik eröffnet. Diese Themenausstellung soll den Widerstand und die Zivilcourage von Jugendlichen beleuchten. Die vhs hat ihr gesamtes Kurs- und Seminarangebot in diese Richtung ausgelegt und ein vielfältiges Abend-Programm mit Klezmer-Musik und jiddischen Liedern, politischen Songs, szenischen Lesungen aus Zeitdokmumenten, Erzâhlcafés und Filmabenden ausgelegt. Die Ausstellung wendet sich nicht nur an Politik- und Geschichtsinteressierte, sondern vor allem auch an jüngere Menschen. Besondere Aktualität erhält sie zusätzlich durch die erheblichen Stimmenzuwächse der NPD in Sachsen und der Rechten in Brandenburg bei den jüngsten Landtagswahlen.
Den »Tag der offenen Tür« bei der vhs nutzten sehr viele Menschen, um sich über das Kursangebot, über die Räume und vieles mehr zu informieren.
20. September 2004
Etwa 20 Personen treffen sich zur ersten Montags-Demo auf dem Marktplatz, zu der die Wahl-Alternative »Arbeit und soziale Gerechtigkeit« (WASG) aufgerufen hatte.
Trotz klammer Kassen gibt die Stadt Schopfheim 106.000,- Euro für die Sanierung des Schwimmbadbeckens aus. So beschloss dies der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik, wie der bisherige Umwelt-, Landwirtschaft- und Technik-Ausschuss nun nach den neuesten Gemeinderatswahlen heißt. Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann wies den Ausschuss, der sich vor Ort informierte, darauf hin, dass der Schwimmbadboden mittlerweile Blasen aufwerfe. Die Gefahr bestehe, dass die Betondecke darunter Schaden nehme und eine spätere Sanierung dann noch teurer zu stehen käme Zweifel an der unbedingten Notwendigkeit hegte Fraktionschef Karl Selz von den Unabhängigen Man könne sicher noch zwei bis drei Jahre warten, meinte er, denn in dieser Zeit passiere nichts Fraktionskollege Andreas Gsell kritisierte die Sanierung sogar als Luxus. Die CDU und die FWV hingegen plädierten fur eine umgehende Sanierung Um größeren Schaden zu vermeiden, werde auch die SPD das Geld zur Verfügung stellen, so Fraktionschef Artur Cremans.
In Wiechs konstituiert sich der neue Ortschaftsrat Hans-Dieter Reif wurde fur langjährige Tätigkeit vom Ortsvorsteher und vom Bürgermeister verabschiedet und mit dem Dukaten der Stadt in Silber ausgezeichnet. Eine klare Sache war die anschließende Wahl des Ortsvorstehers, die durch offene Stimmabgabe erfolgte Ino Hodapp erhielt dabei einstimmig das Vertrauen. Zum Stellvertreter wählte der Ortschaftsrat Gunther Roschig.
Der Ausschuss Bau, Umwelt und Technik beschäftigt sich mit der Parkierungsproblematik beim THG. Eine Parkplatzlosung bei Eichen, deren Kosten bei 800 000,- bis 1,2 Mio Euro hegen durften, kommt fur den Rat - da zu teuer - nicht in Frage Künftig sollen nun nach dem Willen des Ausschusses PKW-Parkplatze bei der Schule eingerichtet werden und die Schulbusse künftig in der Hebelstraße halten, um die Schuler ein- und aussteigen zu lassen.
Der Ausschuss Bau, Umwelt und Technik lehnt derzeit jede Hochwasserschutzmaßnahme in Enkenstein ab, da die Hochwasserschutzmaßnahmen beim Bypass fur die Kernstadt und Eichen auch auf Eis gelegt worden sind Enkenstein kann nicht besser behandelt werden.
21. September 2004
Die Mitglieder des Schopfheimer Tafelladen e V haben mit den Renovierungsarbeiten in ihrem künftigen Laden (ehemaliges Geschäft Zoo-Malnati) begonnen.
Ein sechsjähriger Junge entdeckte im Ernst-Fnednch-Gottschalk-Weg einen Wohnungsbrand Nachdem er das Feuer in den Morgenstunden entdeckt hatte, rannte er sofort zu den Nachbarn, die Feuerwehr und Polizei um Hilfe baten. Die Mutter, die fast zur gleichen Zeit von der Arbeit nach Hause kam, versuchte dann, den Brand zu loschen und zog sich neben einer Rauchvergiftung auch schwere Verbrennungen an den Händen zu. Die Brandursache ist noch unklar - der Schaden belauft sich auf etwa 100 000,- Euro.
Hans Keller bleibt auch nach der konstituierenden Sitzung des neuen Ortschaftsrates Chef im Ortsteil Eichen. Bei der Ortschaftsratssitzung konnte der Ortsvorsteher die ausscheidenden Rate Dieter Albiez und Wolfgang Buhler verabschieden Hans Keller dankte fur das Vertrauen, das ihm als Ortsvorsteher wieder geschenkt wurde, und meinte »Es werden anstrengende fünf Jahre und es werden meine letzten als Ortsvorsteher sein«.
Die Wurttembergische Landesbuhne Esslingen spielt auf der Stadt-hallen-Buhne »Gotz von Berhchingen mit der eisernen Hand« von J W von Goethe, leider nur vor wenigen Zuschauern.
22. September 2004
Er ist ein erschütterndes Dokument, der Briefwechsel zwischen Emil Faller und seiner Frau Frieda aus der Haft der Nationalsozialisten wahrend des Dritten Reiches Christa Hoheisel und Hermann Tittel lesen aus dem Buch »Wir trugen die Last, bis sie zerbrach« in einer Begleitveranstaltung zur Ausstellung in der Kulturfabrik »Jugend im Umfeld der Weißen Rose«.
Die BZ berichtet heute über die Wahlen in Kleinmachnow vom vergangenen Sonntag. Die Landtagswahlen hatten dort eine Beteiligung von 75,4%, wobei die DVU, die im Land erhebliche Stimmen hatte, in Kleinmachnow lediglich 1,7% verbuchen konnte. Die SPD erhielt 33,5%, die CDU 28,3%, die PDS 15,2%, die FDP 5,1% und die GRÜNEN 11,7% der Stimmen.
23. September 2004
Im Beisein zahlreicher Gersbacher Burger bestätigte der neue Ortschaftsrat Ralf Uhhn einstimmig als Ortsvorsteher Seine Stellvertreter sind Wilfried Geiger und Wolfgang Uhhn Wilfried Geiger nahm die Wahl des Ortsvorstehers zum Anlass, den Erfolg des Dorfes aus seiner Sicht darzustellen. Die Arbeit im Ortschaftsrat sei in den letzten Jahren ohne Parteitaktik zum Wohle der Burger erfolgt.
Die Renovierungsarbeiten am Hohe-Mohr-Turm sind abgeschlossen. Das den Turm verhüllende Gerüst wird abgebaut. Das Wahrzeichen des Wiesentales ist nicht nur sicherer geworden, es hat auch einen neuen Schindelmantel, der fur die nächsten Jahrzehnte den Turm schützen soll, erhalten. Das Holz stammt von kanadischen Zedern Stolz ist Gunter Horschig, Vorsitzender der Ortsgruppe des Schopfheimer Schwarzwaidvereins, auch darüber, dass die Mitglieder über 350 Arbeitsstunden bei der Turm-Renovation erbrachten. Allerdings sind die Arbeiten trotz erheblicher Spenden noch nicht finanziert.
Marion Caspers-Merk, SPD-Staatssekretann in Berlin, gratuliert Gers-bach zur Goldmedaille und meint, dass diese fur die weitere Entwicklung Gersbachs von großem Wert sei.
24. September 2004
Die Gewahrtrager der Sparkasse Schopfheim-Zell horten gerne, was die Direktoren des Hauses nach der Fusion in einer vom Zeller Bürgermeister Rudolf Rummele geleiteten Versammlung zu berichten hatten Josef Bogazinski meinte wahrend der Erläuterung des Geschäftsberichtes »Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung zur Fusion getroffen« Hoch zufrieden könne man mit der Entwicklung im ersten gemeinsamen Jahr sein Zwar sei die Bilanzsumme leicht rückläufig, dafür hege der Bilanzgewinn aber um 10,11% hoher als im Vorjahr. Die Bank zahlt heute 105 Mitarbeiter, dazu gesellen sich 26 Teilzeitbeschaftigte 30 Sonstige und 12 Auszubildende runden die Personaldecke ab.
Alexej Buss und Tobias Ritter besprühen am Wochenende als Rahmenprogramm zur Ausstellung »Die Jugend im Umfeld der ,Weißen Rose4« eine Wand in der Kulturfabrik. Das Bild soll sich symbolisch mit Krieg und Tyrannei auseinandersetzen. Die beiden wollen mit dieser Aktion junge Menschen auf die Ausstellung neugierig machen.
25. September 2004
Mit seinem Widerspruch gegen den Gemeinderatsbeschluss zum Eichener Hochwasserschutz fand Stadtrat Jörg Rittweger bei der Kommunalaufsicht kein Gehör. Rittweger meinte, Formfehler zu sehen, beanstandete deswegen den Beschluss und wollte die Aufhebung erreichen. Der damalige Beschluss sei ins Leere gegangen, so die Rechtsaufsicht, habe er doch von vornherein unter der Prämisse gestanden, dass das Projekt überhaupt finanzierbar sei. Mittlerweile hat die Stadt aus Gründen der mangelnden Finanzkraft davon jedoch wieder Abstand genommen. Lediglich wegen eines nicht korrekt behandelten Antrages von Stadtrat Hubert Probst am Schluss der Debatte gab die Kommunalaufsicht dem Stadtrat Recht, obwohl dies keine Auswirkungen auf die Gültigkeit eines Beschlusses habe, so das Landratsamt. Mit dem Musical »Alibaba« sorgten die Schüler des THG erneut für Begeisterungsstürme in der Stadthalle und bescherten der alten Geschichte aus Tausendundeiner Nacht eine unerwartet moderne Verpackung. Alibaba als unerwarteter Glückspilz wurde von Maria Blenich verkörpert und von Zoe Kramer in der Rolle des knallharten Kleinganoven Mustafa ergänzt. Aber auch Jessica Puls, Daniela Schlageter und Sina Weis sowie Anna Greiner brillierten mit dem fast 60 Stimmen starken Unterstufenchor. Das Orchester wurde geleitet von Clemens Barth, dem Musikpädagogen am Gymnasium. Für stimmungsvolle Atmosphäre sorgte auch die Tanzgruppe, deren Choreographie Birgit Fessler einstudierte. Über 160 Akteure waren an der Produktion beteiligt.
26. September 2004
Trotz regnerischem Wetter finden viele Menschen den Weg zum Weidefest in den erst vor Tagen mit dem Bundesgold ausgezeichneten Höhenort Gersbach.
Oberschützenmeister Roland Steinebrunner von der Sportschützen-Gesellschaft Fahrnau zeigte sich über die Teilnahme am Grümpel-schießen im Schützenhaus zwar etwas enttäuscht, dennoch freute er sich mit den Siegern, die bei der Damenklasse I mit dem Dreisternwerk ausgemacht wurden. Bei den Herren siegte die Gruppe »Scharfmacher I«. Beste Einzelschützin wurde erneut Kitty Obst, der beste männliche Schütze war Ralf Geissler. Die Ehrenscheibe sicherte sich Horst Schmidt.
27. September 2004
Ernst Seufert, der letzte Bürgermeister der einst selbständigen Gemeinde Langenau und erster Ortsvorsteher nach der Eingliederung des Ortes, verstarb im Alter von 85 Jahren.
Die Fotofreunde Schopfheim haben ihre diesjährige Ausstellung in der Sparkasse, die dem Thema »Gelb« gewidmet ist, eröffnet. In einem kurzen Abriss erfuhren die Besucher von Herbert Weniger, dem Sprecher der Fotofreunde, einiges über die vielfältige Farbe Gelb. So werde damit im positiven Sinne der Optimismus, das Lustige, die Lebensfreude und die Freundlichkeit assoziiert. Im negativen Sinne seien Eifersucht, Neid, Lüge und Geiz mit dieser Farbe zu verbinden. Die Ausstellung ist bis zum 8. Oktober zu sehen.
29. September 2004
Mit Begeisterung wurde eine Graffiti-Aktion in der Kulturfabrik aufgenommen. Die beiden Künstler sprayten in die Mitte der Wand ein Kriegsbild mit zerstörten Häusern und einem Mädchen mit Blumen als Friedenssymbol. Froh sind auch die Graffiti-Künstler, die die Meinung der Öffentlichkeit über ihre Arbeit durch diese Darstellung durchaus revidieren konnten.
Gottfried Zurbrügg las aus seinem Flößer-Roman »Wellenreiter« in der Buchhandlung Uehlin.
Wie das MT heute berichtet, soll sich der Gemeinderat am Montag hinter verschlossenen Türen mit der Sanierung des Haushaltes beschäftigt haben und habe dabei auch an der Steuerschraube drehen wollen. Grundsteuer und Gewerbesteuer sind im Gespräch, auch Kindergartengebühren sollen steigen. Selbst das Sterben soll mit der Erhöhung der Beerdigungsgebühren teurer werden und - was Bürgermeister Christof Nitz weder bestätigen noch dementieren wollte - bei den Personalausgaben ist von einer Einsparungssumme von einer halben Million Euro die Rede.
Die Einzelhändler in der Altstadt fühlen sich durch Veranstaltungen in der Innenstadt immer mehr von der Zufahrt abgeriegelt. So erfreulich die vielen Aktivitäten in der Innenstadt auch seien, so hätten sie dennoch viele Schattenseiten. Darauf wies Andreas Gsell in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Technik hin. Auf Dauer dürfe man solche Aktivitäten nicht auf dem Rücken der dort ansäßigen Einzelhändler austragen.
In den Morgenstunden ist der Künstler Peter Lenk bereits in Schopfheim, um die Großplastik, die am Sonntag enthüllt wird, aufzubauen. Selbstverständlich bleiben alle Figuren - es sind auf der einen Seite sechs und auf der andern fünf zu erkennen - bis zum Wochenende verhüllt. Der Künstler packt selbst kräftig zu, um die Stahlkonstruktion, die mehrere Tonnen schwer ist, aufzustellen. Viele Menschen stehen ums Rathaus herum und beobachten die Arbeiten während des ganzen Tages. Die Fragen und Antworten lauten: »Was soll das?« »Was ist das?« - bis hin zu »Mein Gott!« oder »Ich find4 das phantastisch«.
In den frühen Morgenstunden wird die Polizei in ein Anwesen am Pflughof gerufen. Dort ist ein Mann viereinhalb Meter vom Balkon in die Tiefe gestürzt. Die Polizei ermittelt. Der Mann musste mit dem Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik nach Freiburg geflogen werden.
Zum 80. Geburtstag von Hans Theo Baumann wird am 24. Oktober in der Kulturfabrik eine Retrospektive seines Wirkens gezeigt.
Die neuen Müllgefäße, die ab Januar zum Einsatz kommen, werden in diesen Tagen verteilt.
In Enkenstein als letztem Ortsteil standen die Verpflichtung der neuen Ortschaftsräte und die Wahl des Ortsvorstehers an. Bürgermeister Nitz verabschiedete zusammen mit Ortsvorsteher Rainer Strittmatter die ausscheidenden Räte Robert Kern und Sven-Martin Ohoven. In der anschließenden Wahl wurde Rainer Strittmatter bei einer Enthaltung einstimmig wiedergewählt.
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wird der ehemalige Bürgermeister und Ortsvorsteher von Langenau, Ernst Seufert, auf dem Friedhof des Ortsteils zu Grabe getragen.
30. September 2004
Zum Thema »Arbeitslosigkeit« ist im evangelischen Gemeindehaus um 18 Uhr ein Treffen angesagt. Es geht darum, Erfahrungen auszutauschen und sich beim Ausfüllen der neuen Fragebogen behilflich zu sein. Das Treffen soll 14-tägig stattfinden.
Nur geringe Resonanz fand das erste Treffen der Selbsthilfegruppe für Arbeitslose. Lediglich zwei Personen fanden den Weg in das evangelische Gemeindehaus, wie Kreisrätin und Mitinitiatorin der Gruppe, Dr. Eva-Maria Jopski, mitteilte.
Von morgen an fährt in der Innenstadt ein City-Bus weniger, als das seit dem Jahre 2001 der Fall war. Auch der Fahrplan nimmt wieder die alten Taktzeiten auf. Grund dafür: Die Stadt muss sparen. Mit dem City-Bus-Betreiber Bernd Deiß einigte man sich - so Bürgermeister Christof Nitz - darauf, den bis 2006 laufenden Vertrag zum 1. Oktober einvernehmlich zu ändern. Es bleibt also dabei, dass Fahrnau, Wiechs und Langenau angefahren werden. Allerdings sind die Taktzeiten wieder wesentlich länger.
01. Oktober 2004
Vor einigen Tagen konzertierte Johannes Michalski in einem beachtenswerten Klavier-Abend in der Hülschenmatt-Halle in Eichen.
Christof Nitz überreicht der Schopfheimer Tafel einen Scheck in Höhe von 260,- Euro als Starthilfe. Ingrid Steven und Wolfgang Gorenflo freuen sich auch über einen Scheck, den sie von der katholischen Kirchengemeinde, vertreten durch Pfr. Richard Dressel, zum Betrieb der Schopfheimer Tafel überreicht erhielten.
Die Waldorfschule feiert im Anna-Kym-Garten einen wunderbaren Abschluss ihrer Aktionswoche, in der sie mit Informationsständen auf die Waldorfpädagogik hingewiesen und informiert hat.
»Klänge - Zeit - Räume« - ist der Titel eines Konzertes mit den Musikern Frank Mehlin und Josch (Johannes) Bauer in der St. Michaels-Kirche. Mit einer beeindruckenden Anzahl von Instrumenten sollte der Beweis geführt werden, dass offenbar jedem Ding der Welt zumindest ein Geräusch entlockt werden kann. Im Kirchenraum war die Ausstellung mit Werken Peter Lenks bereits auf gebaut.
02. Oktober 2004
Die Stadt und die Kirche schaffen die Irritationen der letzten Tage zur Ausstellung in der Alten Kirche St. Michael aus der Welt. Ein Gespräch mit dem Künstler Peter Lenk an Ort und Stelle hat auch die letzten Zweifel genommen.
Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 11. Oktober wird sich dieser mit der Wiedereröffnung der Hauptstraße beschäftigen und dazu eine Umfrage des Gewerbevereines vom August mit berücksichtigen. Der Gewerbeverein spricht von Umsatzsteigerungen seit der Öffnung und zieht daraus das Fazit, dass die Öffnung der Hauptstraße für den Einzelhandel zu einer positiven Entwicklung geführt hat.
Im Magazin der Badischen Zeitung erscheint ein Artikel über Peter Lenk und die morgen zu enthüllende Plastik, wobei die Geheimnisse, die erst gelüftet werden sollen, noch gewahrt bleiben.
03. Oktober 2004
Beim verkaufsoffenen Sonntag verfolgen 2.000-3.000 Menschen die Enthüllung der Plastik von Peter Lenk zur »Badischen Revolution«. Die »Knastbrüder«, Jeannot und Christian Weißenberger, eröffnen mit eigenen Texten die Enthüllungszeremonie. Zu jeder einzelnen Figur, die - in der Reihenfolge Friedrich Hecker, Gustav Struve, Emma Herwegh, Fritz Teufel und schließlich Ministerpräsident Erwin Teufel - enthüllt wird, begleitet ein Trommelwirbel das Steigen- oder Zerplatzenlassen von roten und schwarzen Luftballons. Vor der Enthüllung der einzelnen Figuren verliest Reinhard Seiberlich jeweils einen Text, der von Peter Lenk verfasst worden ist. Erst danach werden die Geheimnisse gelüftet, die zu Überraschungen und emotionalen Äußerungen eine gute Grundlage bieten. Ein Männerchor (aus dem Gesangverein Fahrnau rekrutiert) singt dann aus voller Kehle noch drei Strophen des Hecker-Liedes. Im Anschluss an die Enthüllung wird eine Ausstellung in der Alten Kirche St. Michael mit dem Titel »Die törichten Jungfrauen in St. Michael« eröffnet. Die Kirche war über Stunden hinweg permanent voller Menschen, die diese Ausstellung sehen wollten. Schopfheim hatte so einen verkaufsoffenen Sonntag der besonderen Art.
Zwei Leichtverletzte und Materialschaden gab es bei einem Verkehrsunfall auf der B 518. Bei der Kollision eines PKWs mit einem Traktor brach - so ist heute der Presse zu entnehmen - der Traktor in zwei Teile, ein doch etwas ungewöhnliches Ereignis.
Die Modellfluggruppe Schopfheim feiert das 25-jährige Bestehen. Gestern Abend wurde das Jubiläum in einer kleinen Feierstunde mit zahlreichen Gästen in der Stadthalle begangen. Heute ist die Stadthalle für das Publikum geöffnet; es werden Flugzeugmodelle, Helikopter und andere Fluggeräte gezeigt. Auf dem Boule-Platz neben der Stadthalle finden im Stunden-Takt Flug-Shows statt.
04. Oktober 2004
Bei der Badischen Zeitung ist gar das Titelblatt mit der Plastik zur Badischen Revolution - oder besser - mit der Figur des Ministerpräsidenten Erwin Teufel geziert. Auch auf der Landesseite berichten beide Tageszeitungen über die Schopfheimer Plastik. Das Fernsehen hat ebenfalls Aufnahmen gemacht, die heute in der Landesschau gezeigt werden. Ganze Zeitungsseiten füllt das Spektakel der Enthüllung, wobei der verkaufsoffene Sonntag, der sicherlich mit all seinen Aktivitäten vom großen Zulauf partizipierte, in den Medien etwas zu kurz kommt. Das MT verweist auf der Kulturseite der Gesamtausgabe, also im ganzen Land, ebenso auf die ironisch-hintersinnige Plastik von Peter Lenk und zeigt ein Bild des sechsfach geklonten Ministerpräsidenten.
Schon wieder ist ein Riesenrummel auf dem Marktplatz: Hunderte von Menschen kommen zwischen 12 und 14 Uhr unter die Linden, um der »Wunschmelodie« des SWR 4 live zuzusehen und zuzuhören. Anlass der Präsentation des SWR war das Schließen einer Empfangslücke auf dem Sender Hohe Möhr.
Mit dem Theaterstück »Mini Mutig und das Meer« beginnt der 12. »Theatermonat für junge Leute« des Kulturrings im Museumskeller.
05. Oktober 2004
Der verkaufsoffene Sonntag, eine Kombination von Kunst und Einzelhandel war - so die Einzelhändler - ein Volltreffer. Es gab nur zufriedene Gesichter, ist aus der Bilanzierung von Martin Bühler zu hören. Von 11 bis 17 Uhr sei die Innenstadt immer voller Menschen gewesen. Die kulinarischen Angebote in den Straßenwirtschaften und an den Ständen seien denn auch am Nachmittag weitgehend ausverkauft gewesen, so der Vertreter des Vereins. Welches Potenzial in der Kombination Kunst und Einkaufskultur steckt, bekamen die Organisatoren am Wochenende zu spüren, meldeten sich - nach den Worten Martin Bühlers - doch in letzter Sekunde noch vier Einzelhändler für den verkaufsoffenen Sonntag an. »Wir wollen nächstes Jahr wieder etwas Ähnliches auf die Beine stellen. Natürlich wird es schwer, ein so rundum gelungenes Ereignis zu doppeln«.
Die Presse berichtet über das große Medien-Echo, das die Enthüllung der Lenk-Plastik im Land Baden-Wurttemberg und darüber hinaus ausgelost hat.
Heute übernimmt Margit Jungerkes, Leiterin der vhs, den Vorsitz in der Regional-Konferenz der Volkshochschulen. Bei einer Sitzung in Schopfheim befurchten die vhs-Leiter vor dem Hintergrund anhaltender Sparoperationen in den Kommunen, dass sich die Volkshochschulen künftig noch mehr als bisher über höhere Gebühren finanzieren müssen.
Viel Spaß haben die Kinder bei der ersten Vorlese-Stunde des »Lese-Bars« in der Stadtbibhothek Jeden ersten Dienstag im Monat lesen Vertreter des Kinderschutzbundes in dieser Einrichtung.
An einem Kuchenstand vor dem Wiechser Buurelade wurde neulich fur 361,- Euro Kuchen verkauft. Dieser Erlös kam dem Aktionskomitee »Kind im Krankenhaus« zugute. Es wurden nun Teddys angeschafft, die künftig in Rettungswagen mitfahren werden, um Kindern den Transport etwas tröstlicher zu gestalten.
06. Oktober 2004
Wahrend der Ausstellung »Im Umfeld der Weißen Rose« in der Kulturfabrik entwickelt sich beim ersten Gespräch mit Zeitzeugen im Kulturcafe ein interessanter Nachmittag Regina Blum, Rudolf Schlaf und Dr Ottmar Nubhng erzählen aus ihren Kindheitstagen wahrend des Krieges Viele jungen Leute und auch Altere zeigen reges Interesse an diesem Gespräch.
In der Nacht wurde einem Fischzuchtbesitzer in Enkenstein übel mit-gespielt. Drei Fischteiche werden dort über ein 3 m langes Rohr mit Frischwasser versorgt Unbekannte haben jetzt das Zulaufrohr herausgerissen Durch den Sauerstoffmangel verendeten so nahezu 1000 Fische. Die Polizei ermittelt.
Die Arbeitslosenquote fiel im vergangenen Monat von 6,4 auf 6,3% Der Chef der Agentur fur Arbeit, Ingo Zenkner, warnt jedoch, dass das etwas freundlichere Gesamtbild nicht darüber hinweg tauschen könne, dass sich die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt lediglich in einem jahresubhchen Rahmen bewegen.
07. Oktober 2004
Voller Spannung warten junge Leute auf dem Marktplatz, um ihre Aufgabe im Rahmen des Projektes »72 Stunden ohne Kompromiss« in Empfang zu nehmen. Die vom Bund der deutschen katholischen Jugend initiierte Aktion wird vom SWR 3 und dem Saarländischen Rundfunk unterstützt Dekan Franz Kreutler aus Lorrach freut sich über die große Resonanz und wertet das soziale Projekt als Zeichen des solidarischen Miteinanders.
08. Oktober 2004
Die Weichen fur eine Privatisierung des Schopfheimer Schwimmbades sind offenbar gestellt Nichtöffentlich hat - so die Badische Zeitung -der Hauptausschuss dafür grünes Licht gegeben, allerdings unter der Voraussetzung, dass 30 000,- Euro Ersparnisse pro Jahr im Stadtsackei verbleiben Dies bestätigt nun auch Bürgermeister Christof Nitz.
In der jüngsten Fraktionssitzung der Unabhängigen macht man sich Sorgen um die finanzielle Situation der Stadt Geteilt war die Meinung in der Frage »Soll die Hauptstraße geöffnet bleiben7« Zwar sieht man die Einnahmen des Einzelhandels sehr positiv, das Gegenargument darf aber auch nicht vergessen werden, so ist die Aufenthaltsquahtat fur Fußgänger und Anwohner doch stark eingeschränkt.
Der Kulturring eröffnet in der Stadthalle mit dem Schauspiel »Brisante Erinnerung« von Ben Elton die Spielzeit 2004/2005. In der Hauptrolle glanzt der Schauspieler Jurgen Prochnow, an seiner Seite Magdalena Fitzi Begeisterter Applaus.
Zum traditionellen Famihenabend treffen sich die Freunde und Mitglieder des Schwarzwaidvereines im evangelischen Gemeindehaus. Der Vorsitzende, Gunter Horschig, übernahm die dankbare Aufgabe, langjährige Mitglieder zu ehren Neida Strauss wurde gar fur 65 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Zur Wiederherstellung bzw Sanierung des Mohren-Turms erhielt der Verein auch von den Naturfreunden einen Scheck in Hohe von 300,- Euro.
09. Oktober 2004
Das Ordnungsamt und das Touristik-Buro bereiten derzeit den ersten Naturpark-Markt vor, der am 16 Oktober in der Altstadt stattfinden soll und als Pilotprojekt gedacht ist.
In seinem Kommentar beschäftigt sich Werner Muller heute im MT mit der weiteren Öffnung der Hauptstraße und setzt sich kritisch mit den Äußerungen des Gewerbevereines auseinander. Er meint, dass nichts über eine Umfrage gehe, die als Ergebnis das auswerfe, was man selbst zuvor als Prognose hineingeworfen habe.
Helga und Hartmut Beikirch befurchten in der Privatisierung des Schopfheimer Freibades den ersten Schritt zur Schließung und bemängeln in einem Leserbrief, dass die Vorbeschlusse nichtöffentlich abgelaufen sind.
Der Gewerbeverein will die Organisation des Weihnachtsmarktes wieder in eigene Hande nehmen. Mit »Fokus Schopfheim« hat er neuen Aufwind erfahren. Vor zwei Jahren sprang Frank Hedtke als Organisator ein Eigentlich habe man den Weihnachtsmarkt - so Claus Stock -burger - bereits dieses Jahr wieder übernehmen wollen, doch wird er im Jahre 2004 noch einmal unter der Regie von Frank Hedtke abgehalten.
Gut besucht ist in diesem Jahr auch das Raitbacher Herbstfest in der Festhalle Zugunsten der Sanierung des Hohe-Mohr-Turmes wurde eine Tombola organisiert.
11. Oktober 2004
Die Fraktion der Unabhängigen beantragt in einem Schreiben an den Bürgermeister, das Thema »Krankenhaus« in der nächsten Gemeinderatssitzung zu behandeln.
Das Fischsterben in Enkenstein scheint aufgeklart zu sein. Drei 9-jah-nge Sonderschuler haben das Versorgungsrohr zu den Fischteichen herausgerissen und so das Fischsterben herbeigefuhrt.
Der Gemeinderat tagt im Sitzungssaal der IHK und beschäftigt sich zunächst mit dem Einzelhandelsgutachten, das Dr Donato Accocella vorstellte. Der Gutachter macht deutlich, dass zentrumsrelevante Sortimente auf der Grünen Wiese nicht mehr angeboten werden dürfen Zuviele dieser Artikel seien dort bereits vertreten. Er verdeutlicht dies mit eindrucksvollen grafischen Darstellungen Sein Fazit. Der Innenstadt fehlt ein Magnet, in der Innenstadt sind auch zuviele Leerstande, wobei dies im Wesentlichen kleine Ladengeschäfte betrifft Als Entwicklungsachse sieht der Gutachter die Scheffelstraße und die dort vorhandenen Brachflachen.
In der gleichen Sitzung beschäftigt sich der Gemeinderat mit der Teiloffnung der Hauptstraße vom vergangenen Jahr. Der Gewerbeverein hat die Umsatzzahlen vorgelegt und Steigerungen um bis zu 10% seit Wiederoffnung der Straße erklärt Wesentliche Elemente fehlen allerdings Artur Cremans von der SPD. Er meint, dass weder Verkehrszahlungen noch konkrete Umsatzzahlen zur Prüfung vorgelegt worden seien. Die Öffnung der Hauptstraße jedenfalls benachteilige Fußgänger, insbesondere altere Menschen und Kinder. Auch Dr Ottmar Nubhng von den Unabhängigen bezweifelt, dass die Öffnung der Hauptstraße ursächlich fur eine Umsatzsteigerung verantwortlich ist »Seit Öffnung der Hauptstraße ist wieder mehr Leben in der Innenstadt«, meint Marianne Zabel von der CDU. Schließlich vertagte der Gemeinderat eine Entscheidung über die weitere Nutzung dieses Teilstuckes bis zur nächsten Sitzung. Ein weiterer Hinweis des Gutachters zum Einzel-handelsgutachten war, neben der Scheffelstraße den Marktplatz völlig verkehrsfrei zu gestalten und ihn an den Straßenraum anzugleichen.
Als Privatsache betrachtet Fraktionschef Karl Selz die Klausurtagung der Unabhängigen am Comer See Dies hatte Bürgermeister Christof Nitz bei der Enthüllung der Lenk-Plastik am 3 Oktober betont Selz meint nun, er sei erstaunt über diese Äußerung des Bürgermeisters. Es gehe diesen nichts an, wie die Unabhängigen ihre Freizeit verbrachten. Im Übrigen habe sich die Fraktion über das besagte Wochenende zu einer klassischen Klausurtagung getroffen, um sich dabei u a auch den Kopf über den städtischen Haushalt zu zerbrechen.
Der Kauf eines Kleinlasters fur den Friedhof, den der Bürgermeister im Rahmen einer Ellentscheidung vornahm, wurde im Gemeinderat kritisiert.
Der Gemeinderat verabschiedet ohne große Diskussion die Jahresrechnung 2003 und stellt die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes mit 23 737 772,37 Euro fest. Die Zuführung vom Vermogenshaushalt zum Ausgleich des Verwaltungshaushaltes betragt noch 521 340,05 Euro. Im Vermogenshaushalt wurden 9 735 762,23 Euro ausgegeben. Der Haushalt fallt um rund 1 Mio Euro besser aus, als dies im Haushaltsplan prognostiziert worden war. Dieser Umstand veranlasst Artur Cremans fur die SDP, der Verwaltung dafür zu danken, dass sie eine straffe Haushaltsführung vorgenommen hat.
Der Tod von Hanspeter Weniger, der in Gersbach als Dorf-Chronist gesehen wird, lost bei vielen Gersbachern tiefe Betroffenheit aus. Auf sein historisches Wissen griffen Vereine und Ortsverwaltung sehr gerne zuruck. Hanspeter Weniger verstarb im Alter von erst 60 Jahren.
Der Gemeinderat gibt grünes Licht für die Flurbereinigung in Gersbach. Insgesamt 2.400 ha werden neu geordnet werden, um eine bessere Bewirtschaftung für die Land- und Forstwirtschaft zu erreichen. Das Verfahren wird auf 10 bis 13 Jahre angesetzt. Der Gemeinderat beschloss nicht nur die Teilnahme, sondern auch, dass er einen Höchstsatz für die Aufwendungen je Hektar mit 450 Euro festlegen und den privaten Eigentümern die Hälfte der zu bezahlenden Beiträge als Zuschuss gewähren wird. Dies darf aber insgesamt den Betrag von 193.000,- Euro nicht übersteigen. Nicht zustimmen wollte die Fraktion der Unabhängigen; sie wollte dies auf die Haushaltsberatungen verschieben. Lediglich Dr. Ottmar Nübling plädierte für die Durchführung des Verfahrens. Schließlich wurde dann bei einer Enthaltung dem Beschluss, den die Verwaltung vorlegte, zugestimmt.
12. Oktober 2004
Im Schwarzwalddächli-Streit scheint sich eine Lösung abzuzeichnen. Wie das Baurechtsamt des Landratsamtes mitteilt, will die Geschäftsinhaberin das Dächli bis Mitte Dezember definitiv abbauen. Bis dahin wird über eine mit dem Denkmalamt abgestimmte, akzeptable Nachfolgelösung nachgedacht.
In Kürze wird sich der Hauptausschus mit der künftigen Nutzung von städtischen Gebäuden beschäftigen. So stehen die Rathäuser der Ortsteile für eine andere Nutzung zur Disposition. Desgleichen das Fahrnauer Rathaus, das Fahrnauer Vereine in eigene Regie übernehmen möchten.
Bettina Bethlen wurde bei der Städt. Wohnbau einstimmig als Aufsichtsratsvorsitzende bestätigt. Die Wahlen waren nach den neuerlichen Gemeinderatswahlen und nach der Neukonstituierung des Aufsichtsrates erforderlich. Sie war einzige Kandidatin. Bürgermeister Christof Nitz, dem man Ambitionen auf den Posten nachsagte, verzichtete auf eine Kandidatur. Er ist - nachdem sein Vorgänger nicht mehr im Aufsichtsrat tätig war - vom Gemeinderat in dieses Gremium gewählt worden.
Nahezu 400 Kinder sind in der Stadthalle, um dabei zu sein, wenn das Theater Mimikri den »Froschkönig« aufführt; ein Grimm-Klassiker, der für die Kleinsten sehr frisch und lebendig inszeniert war.
14. Oktober 2004
Die SPD stellt an die Stadt einen Antrag, den Bebauungsplan »Rebacker-Rütteberg« zu ändern, um einen Glas-Container-Standort zu eliminieren.
Die Post will die Briefverteilungszentrale im »Pflug«-Areal aufgeben und mit der Paketzustellung zusammenlegen. Dafür werden neue Räume gesucht. Nur noch der eigentliche Postschalter soll in der Passage beibehalten werden.
Der Kulturring trifft sich zur jährlichen Hauptversammlung und berichtet darüber, dass die vergangene Spielzeit fast 8.000 Besucher aufweisen kann. 460 Abonnenten besuchten das Programm, wobei - nach den Worten des Geschäftsführers Klaus Strütt - diese Zahlen eine stolze Bilanz darstellen, obwohl es in der Spielzeit zwei Absagen gab und die Rockoper »Jesus Christ Superstar« von zu wenigen Besuchern frequentiert wurde. Klar wurde, dass sich der Kulturring aus finanziellen Gründen keine zwei Operetten mehr leisten kann.
15. Oktober 2004
Die beim Krankenhaus stationierte DRK-Rettungswache verfügt seit dem 1. Oktober über ein neues Rettungsfahrzeug, das das neun Jahre alte Vorgängerfahrzeug ablöst. Im neuen Rettungsfahrzeug fährt nachts auch der Notarzt mit, der tagsüber in einem eigenen Notarztwagen zu den Einsätzen unterwegs ist.
Im Anschluss an die Gemeinderatssitzung vom Montag fordert der Gewerbeverein zu einer sachlichen Diskussion in der Frage der Hauptstraßen-Öffnung auf. Er wehrt sich gegen den Vorwurf der Parteinahme und mangelnden Objektivität bei der Umfrage unter ansäßigen Einzelhändlern.
Der Ortschaftsrat Langenau wendet sich gegen den möglichen Verkauf des Rathauses und rechnet dem Gemeinderat vor, dass die erzielten Mieteinnahmen kostendeckend sind.
Werner Müller meint in seinem heutigen Kommentar im MT, dass der Gewerbeverein am Montag in der Gemeinderatssitzung zu Unrecht angegriffen worden sei. Er sei in Sachen Öffnung der Hauptstraße der falsche Prügelknabe, viel mehr wäre es Aufgabe der Verwaltung und des Bürgermeisters gewesen, nicht nur die Umsatzzahlen, sondern auch andere Faktoren wie Verkehrsbelastung u. a. abzuwägen und zu unterbreiten.
Karl-Ernst Geiger, »Carlo«, Konrektor der Johann-Peter-Hebel-Förderschule, wurde auf seinen persönlichen Wunsch hin nach Sinsheim versetzt. Obwohl dies bereits zum Schuljahresbeginn der Fall war, konnte erst jetzt die Abschiedsfeier durchgeführt werden. Geiger habe sich, so Schulleiter Johann Tritschler, sehr um die Schule verdient gemacht und hinterlasse eine große Lücke. 1985 war Geiger an die hiesige Förderschule gekommen und wurde 1995 zum Konrektor ernannt. Ihm sei es auch zu verdanken, dass der Förderverein 1991 neu gegründet worden ist. Sonderschulrat Helmut Rüdlin lobte das Engagement Geigers und meinte als Vertreter des Schulamtes, der Konrektor habe nie zu den Chef-Bedenkenträgern gehört. Wenn er von einer Idee überzeugt gewesen sei, habe er alles daran gesetzt, diese auch umzusetzen. Bürgermeister Christof Nitz bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und das Engagement beim scheidenden Vize.
Das Amt für Flurneuordnung Bad Säckingen hat in Gersbach zur Aufklärungsversammlung im Rahmen der Flurbereinigung eingeladen. Eine sehr große Anzahl von Eigentümern kam in die Bergkopf-Halle, um Herrn Umbreit, der das Verfahren erläuterte, zuzuhören. Bei diesem im Verfahren notwendigen Schritt erklärte auch die Stadt Schopfheim ihre Teilnahme und die Bereitschaft, Zuschüsse an die Privatgrundstückseigentümer zu gewähren.
16. Oktober 2004
Das Markgräfler Tagblatt präsentiert heute eine Schlagzeile »Stadt dreht ein großes Rad«. Nach dem Willen des Bürgermeisters, des Sportvereines und des Fußballvereines Fahrnau kann es künftig eine neue zentrale Sportanlage in der »Grienmatt« in Fahrnau geben. Pläne in dieser Richtung sind Thema von Gesprächen zwischen den Partnern. Seit geraumer Zeit laufen hinter den Kulissen Verhandlungen - dies hat Bürgermeister Christof Nitz bestätigt. Erste Planskizzen sind bereits auf Papier. Ins Boot holen will der Bürgermeister auch die Nachbargemeinde Hausen. Bevor jedoch der Gemeinderat über dieses Vorhaben informiert wird, will der Bürgermeister noch Gespräche mit dem badischen Sportbund führen. Das gesamte »Oberfeld« wäre dann für Wohnbebauung frei.
In der Au, im ehemaligen Herbster-Brauerei-Gelände, ist der Giebel eines Hauses eingestürzt und liegt nun in Nachbars Garten und auf der Straße. Die Straße musste gesperrt werden. Die Behörden haben Anordnungen getroffen.
Dass der Gewerbeverein den Weihnachtsmarkt wieder übernehmen will, wurde in den letzten Tagen immer wieder dargelegt. Nun meldet sich Frank Hedtke, der über drei Jahre hinweg eingesprungen ist, zu Wort und meint, es sei schade, dass ihn niemand im Vorfeld von der Übernahmeabsicht informiert habe. Im Übrigen sei es auch sein gutes Recht, den Markt weiter zu gestalten.
An der Gewerbeschule in Schopfheim werden derzeit nahezu 850 Schüler in über 40 Klassen unterrichtet.
Trotz etwas Wetterpech gelingt die Premiere des ersten Naturpark- Marktes in Schopfheim. Die Torstraße war denn auch mit 17 Direktvermarktern gut bestückt. Die hausgemachten Produkte wurden feilgeboten, aber auch die Schopfheimer Jäger und Gastronomen waren beim Auftakt zu diesem Versuch mit von der Partie. Die Direktvermarkter stammten vom Hotzenwald, vom Hochrhein, aus dem Kleinen Wiesental, dem Oberen Wiesental, aber auch aus der Stadt. Positiv aufgefallen sind die einheitlichen Stände, die die Stadt für dieses Pilot-Projekt angemietet hat. Beigeordneter Hirschner eröffnete den Markt und wünschte ihm für die Zukunft viel Glück. Claus Stockburger, der für den mitveranstaltenden Gewerbeverein sprach, meinte, dass diese erste Veranstaltung nicht die letzte gewesen sein werde.
Die Freunde der Akkordeon-Musik kamen beim Konzert des Harmonika- Orchesters in der Stadthalle voll auf ihre Kosten. Der Höhepunkt des Konzertes, das »Russische Phantasie-Mosaik« von Sergej Simbireff wurde als größte Herausforderung an das Orchester angekündigt. »Es ist unwahrscheinlich, was unsere Dirigentin leistet«, lobte der Vorsitzende, Klaus Strauß, und bestätigte damit Brigitte Weiß die enorme Leistung des Orchesters.
Zusammen mit dem Musikverein Fahrnau konzertiert das Blasorchester Bad Driburg in der Festhalle des Ortsteiles. Der westfälische Musikverein ist seit letztem Jahr mit dem Fahrnauer Orchester befreundet. Das Konzert unter dem Motto »Preußens Gloria« - schmissig, zackig - wurde zu einem vollen Erfolg für den Veranstalter.
17. Oktober 2004
Nach fast 20 Jahren wird in der evangelischen Stadtkirche die Pfarrsekretärin Heide Bürkle verabschiedet. Pfr. Dr. Hoffmann hob hervor, dass sie im Pfarrbüro immer die erste Ansprechpartnerin gewesen sei und lobte ihre verbindliche und freundliche Art.
Uli Ditzen, Sohn von Hans Fallada, liest aus dem Briefwechsel »Mein Vater und sein Sohn« zusammen mit seiner Frau Bruni in der Stadtbibliothek. Der Briefwechsel, den jetzt der 1930 geborene älteste Sohn im Nachlass seiner Mutter, der ersten Frau Falladas, entdeckt und in Auszügen publiziert hat, entstand in den Notzeiten zwischen 1940 und 1946. Uli Ditzen lieh seinem Vater die Stimme, seine Frau Bruni die ihrige dem jungen Sohn.
18. Oktober 2004
Mit einem Leserbrief wendet sich der Kiosk-Betreiber des Schwimmbades an die Öffentlichkeit und plädiert gegen die Privatisierung der Anlage.
Das Thema »Naturpark-Markt« beschäftigt heute beide Zeitungen. Beide berichten von einer gelungenen Premiere in der historischen Schopfheimer Marktstraße.
Für ihre konstante Leistung während der vergangenen 12 Monate wurde im Rahmen der baden-württembergischen Jugendmeisterschaften der Schopfheimer Badminton-Spielerin Janine Bayer eine besondere Ehre zuteil. Sie wurde zur »Sportlerin des Jahres« gekürt.
Bei der BZ gibt es ein neues Mitglied in der Redaktion. Der 31-jährige André Hoenig ist nun in Schopfheim tätig.
In der Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Technik - wie der gemeinderätliche Ausschuss nach den Neuwahlen heißt - wurde über eine Nutzungsänderung im Gewerbegebiet »Lus« gesprochen. Zum ersten Mal lässt die Stadt in ihren Mauern nun eine Spielothek zu. Ein seit Jahren leerstehendes Rondell neben einer Tankstelle soll als solche betrieben werden. Neben Billard-Tischen und einer Bar sind auch 19 Glücksspiel-Automaten mit Gewinnmöglichkeiten geplant.
19. Oktober 2004
Franz Gersbacher bei der Firma Rüdtlin Lufttechnik feierte dieser Tage sein 40-jähriges Arbeitsjubiläum. Geschäftsführer Horst Rüdtlin händigte ihm die Ehrenurkunde der IHK aus und beglückwünschte den Mitarbeiter.
Bei der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes fiel der Bericht des Vorsitzenden, Rolf Kuri, positiv aus. Vor allem die Organisation der Kommunalwahlen, die für die CDU ein gutes Ergebnis gebracht haben, erforderte viel Kraft. Kuri sah in seinem Bericht die derzeitigen Vorgänge in der Parteizentrale durchaus als einen Grund dafür, dass sich junge Menschen zunehmend aus der Partei raushalten. Bürgermeister Christof Nitz spricht über die Privatisierung des Schwimmbades und meint auch zum Krankenhaus, eine Privatisierung sei eine gute Lösung. Gestalterisch in Schopfheim tätig zu sein, sei im Moment wegen der knappen Finanzlage schwierig, so das Stadtoberhaupt. Wichtig, um das Schiff Schopfheim wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen, sei aus seiner Sicht gerade jetzt, da es im Gemeinderat keine klaren Mehrheiten gebe, dass alles nicht immer gleich politisch gesehen werde.
20. Oktober 2004
Ein Ultimatum für das Schwarzwalddächli ist nun bis 15. Dezember gesetzt. Bis dahin muss das ungenehmigte Vordach verschwunden sein, sonst droht ein Bußgeld in Höhe von 4.000,- Euro.
Die Sanierungsarbeiten am Schopfheimer Schwimmbad wurden aufgenommen.
Die Stadthalle hat sich im Inneren verwandelt: Der Südwestrundfunk bereitet für morgen die Sendung »Fröhlicher Alltag« vor. Etwa 50 Mitarbeiter des Senders arbeiten seit Sonntag in der Stadthalle, um sie technisch so auszubauen, dass die Sendung über die Bühne gehen kann.
21. Oktober 2004
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der »Chrattenhexen« wurde Reinhard Geiger einstimmig erneut zum Vorsitzenden gewählt.
Die Stadthalle wird zum Film-Studio: Die Sendung des SWR 3 »Fröhlicher Alltag« wird zweimal auf gezeichnet. Während bei der Nachmittags-Aufzeichnung etwa 350 Personen unter dem Kupferdach waren, war bei der Abend-Aufzeichnung kein einziger Platz frei. Bürgermeister Christof Nitz hatte dabei auch die Möglichkeit, seine Stadt über das Fernsehen im ganzen Land bekannt zu machen. Hans Siebeneicher und »Frau Wäber«, die Hauptakteure des Fernsehabends, der am 29. Oktober ausgestrahlt wird, hatten zahlreiche Gäste wie die »Flippers«, die »Hegel«, Kathrin & Peter, Vivien Lind, die »Grashüpfer«, die »Jungen Tenöre« u. a. mit in die Markgrafenstadt gebracht. Einen großen Auftritt durften während dieser Fernsehsendung auch die Schopfheimer »Minifossis« verbuchen.
Peter Salomon liest Prosa-Texte in der Stadtbibliothek.
22. Oktober 2004
Die Firma VST präsentiert eine Weltneuheit in Hannover. Die so genannte Plus-Plasma-Nitrier-Anlage behandelt die Oberfläche von tonnenschweren Werkzeugen der Autoindustrie und schützt sie optimal gegen Verschleiß.
12 Frauen zwischen 18 und 54 Jahren haben beim Kinderschutzbund Schopfheim den Quahfikationskurs für Tagesmutter erfolgreich absolviert.
Bürgermeister Christof Nitz bleibt in Sachen Schwimmbad auf Kurs und meint, dass dort kein Mitarbeiter entlassen werde. Es habe bereits früher Gespräche zwischen Personalrat, Belegschaft und dem Privatbetreiber gegeben. Der Einzige, der bei der Privatisierung Konsequenzen befurchten müsse, sei der derzeitige Kiosk-Pachter.
Christof Nitz versucht, die von ihm bei der Hauptversammlung der CDU genannten Perspektiven der Stadt Schopfheim ins rechte Licht zu rucken. Er kritisierte heftig undichte Stellen im Gemeinderat oder der Stadtverwaltung, die dafür sorgten, dass Dinge nicht in Ruhe zu Ende diskutiert werden können.
Musik der Renaissance und der Barockzeit auf Laute, Theorbe und Blockflöte erklingt beim Auftakt der Konzertsaison in St Agathe. Die drei Blockflotistinnen Ute Braun-Bocherer, Christiane Daub-Stavnicuk und Mathilde Ohlnch sowie der Lautenist Uh Pfleiderer gestalteten den Musikabend. Mit viel Einfühlungsvermögen interpretiert Ralf Kiefer in der Kulturfabrik Gedichte von Erich Kastner. Der Vortrag bildete den Abschluss der Ausstellung »Wir wollten das Andere - Jugendliche im Umfeld der Weißen Rose«.
23. Oktober 2004
Die Wiechser wollen nun doch eine eigene neue Aussegnungshalle beim Friedhof und nicht mehr die bisher genutzte Friedhofs-Kapelle des Markus-Pfluger-Heimes.
In der traditionellen »Kluft« kehrt nach dreieinhalb Wanderjahren die Schremergeselhn Lena Schary in die Markgrafenstadt zurück. In der BZ von heute schildert sie, wo sie während der ganzen Zeit gewesen ist und berichtet von ihren Erlebnissen, sei es in Südamerika, auf den Kanaren, in Mittelamenka oder auf dem afrikanischen Kontinent.
Offenbar weit mehr als 2 000 Fahrzeuge fahren täglich durch die Hauptstraße. Während Ordnungsamtsleiter Ralf Schulz meint »Wir sollten mehr für die Fußgänger tun« und zugesteht, dass die jetzige Lösung keine Dauerlösung sein könne, meinte der Bürgermeister, eine Gesamtschau der Verkehrsstrome sei notwendig Daher sollten zu einem spateren Zeitpunkt auch exakte Verkehrszahlungen mit Erfassung des Ziel- und Quellverkehrs durchgefuhrt werden.
Die SPD ehrte vor einigen Tagen während ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung verdiente Kommunal-Pohtiker. Für seinen 30-jährigen Einsatz im Gemeinderat durfte Roland Meder den Dank der Fraktion und des Ortsvereines entgegennehmen Heinz Metzger, Hermann Schmitt, Dr. Jost Nöller und Jurgen Jackh gehören ebenso zu den langjährigen Gemeinde- und Ortschaftsraten wie auch Annette Kiefer aus Gersbach, die im Übrigen die erste Frau im Gersbacher Ortschaftsrat war. Die Mitgliederversammlung bot denn auch Gelegenheit, den vakanten Posten im Vorstand durch Erganzungswahlen zu besetzen Gabriele Ludwig wurde 2 Stellvertretende Vorsitzende.
Zusammen mit drei Gastchoren unterhalt der Gesangverein Wiechs in der vollbesetzten Wiechser Halle das Publikum stimmungsvoll und abwechslungsreich. Während des Herbstkonzertes unter dem Dirigat von Andreas Hauri ehrte der Gesangverein dann auch Gerhard Kessler und Heinrich Joachimi für 25-jährigen Chorgesang. Martha Leininger durfte eine Ehrung für 45 Jahre aktiven Singens im Chor entgegennehmen.
24. Oktober 2004
Großer Andrang herrscht in der neuen Galerie in der Kulturfabrik. Prof. Hans Theo Baumann, Designer und Künstler, begeht in den nächsten Tagen seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass wird eine Ausstellung über das Schaffen des Künstlers gezeigt. Als einmalige Künstlerpersönlichkeit bezeichnet die Geschäftsführerin des Kunstvereins, Inge Hemberger, den Schopfheimer Kunstschaffenden. Bürgermeister Christof Nitz eröffnet die erste offizielle Ausstellung in der Kulturfabrik, in der künftig vier bis fünf Ausstellungen jährlich stattfinden sollen.
25. Oktober 2004
Im Hauptausschuss wird über künftige Nutzungsmöglichkeiten der Ortsteilsrathäuser diskutiert. Nach ausgiebiger Debatte resümiert der Sitzungsleiter, Beigeordneter Ruthard Hirschner »Ein Verkauf der Rathäuser steht nicht mehr zur Debatte«. Auf der Grundlage dieser Diskussion und der Nutzungsmöglichkeiten wird der Gemeinderat während der Haushaltsberatungen entscheiden Kritisch mit dieser Konzeption ging indes Hans-Jörg Klein von der SPD ins Gericht. Er meinte, er höre daraus lediglich die Bitte, alles möge so bleiben wie bisher. Dabei müsse man doch versuchen, die Belastungen gerade im Verwaltungshaushalt zu senken.
Artur Cremans erkundigt sich während der Hauptausschusssitzung nach dem Rechtsstreit zwischen der Stadt und dem SWR. Es geht dabei um eine Antennen-Anlage in Gersbach. Der Rechtsstreit - so der Beigeordnete - sei vom Tisch, man habe sich einvernehmlich geeinigt und eine Regelung mit dem SWR getroffen.
Der Hauptausschuss des Gemeinderats beschäftigt sich mit dem Budget- Bericht der Stadtverwaltung bis zum September 2004 Deutlich wird dabei, dass die Steuern nicht in vorgesehener Hohe fließen werden Nicht nur bei den Finanzzuweisungen des Landes, sondern auch bei der Gewerbesteuer muss mit einem Einnahmeausfall gerechnet werden Schopfheim sei dabei - so betonte Friedrich Katzer von der Kammerei - nicht atypisch, vielmehr sei es so, dass die Gewerbesteuer nur in den größeren Städten kräftiger sprudle, in den kleineren, zu denen auch die Markgrafenstadt zahle, jedoch nicht.
27. Oktober 2004
Wie es mit der Hauptstraße weitergehen soll, beschäftigt die Unabhängigen Allein der Kassenstand des Gewerbevereins dürfe nicht die einzige Entscheidungsgrundlage sein, auch die Meinung der Bürger sei gefragt, so die Fraktion. Man müsse Alternativen bedenken, diese durften aber nicht in einem weiteren Gutachten erfolgen Überlegungen, den Marktplatz seines Gruns (Baume) und seiner historischen Abschrankung zu entledigen, konnten nur als kurzsichtig und unausgegoren bezeichnet werden, so die Unabhängigen weiter. Ein Wahrzeichen von Schopfheim zu beseitigen, sei undenkbar. So heißt es denn auch in einem Pressebericht »Finger weg vom Lindenplatz’«.
Der Schopfheimer Künstler und Designer Hans Theo Baumann wird heute 80 Jahre alt. In einem Presseartikel wird sein Verhältnis zur Stadt Schopfheim als stets spannungsvoll bezeichnet. Während andere Städte - so Baumann - immer wieder Interesse bekundeten, ihm zu Ehren sogar ein ganzes Museum einzurichten, warte er auf einen solchen Vorstoß in Schopfheim seit Jahren vergeblich. Im Museum der Stadt gibt es eine ständige Ausstellung mit über 100 seiner Werke, so der Jubilar.
28. Oktober 2004
Die CDU-Senioren haben bei der jüngsten Mitgliederversammlung mit Dieter Lützelschwab einen neuen Vorsitzenden.
29. Oktober 2004
Landrat Walter Schneider will den Standort Schopfheim des Kreiskrankenhauses auch in Zukunft halten. Bei einem Pressegesprach gab er dies gestern bekannt Grundlage hierfür sei jedoch eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen den drei Kreiskliniken. Als Volltreffer für die wirtschaftliche Stabilisierung des Schopfheimer Hauses erwies sich die vor einem halben Jahr eingerichtete Kurzzeit-Pflege Den Standort Schopfheim will der Landrat erhalten, um eine optimale Patientenversorgung, gerade im ländlichen Raum, aufrecht zu erhalten. Dennoch meint er, dass auch der Privatisierungsgedanke noch nicht vom Tisch sei.
Der Gewerbeverein drangt den Gemeinderat, nun Entscheidungen zur Innenstadt zu treffen. Kein einziger Quadratmeter Einzelhandelsflache dürfe mehr auf der Grünen Wiese zugelassen werden, sonst drohe den Einzelhändlern in der Innenstadt langfristig das. Aus.
Knapp 1 500 Besucher sahen die Ausstellung »Wir wollten das Andere - Jugendliche im Umfeld der Weißen Rose« in der Kulturfabrik Margit Jüngerkes zollte den jungen Ausstellungsführern Hanna Salhnger, Tendai Fleck und Stefan Amann ein dickes Lob.
»Unter dem Milchwald«, ein Stück von Dylan Thomas, wird in der Stadthalle im Rahmen des Kulturnng-Programmes aufgefuhrt. Der Kritiker schreibt einige Tage spater »Eine furiose Inszenierung dieses genialen, verrückten Stückes, die in die Zeit passt Schnelllebig, hektisch, verschwenderisch«.
30. Oktober 2004
Die Verwaltung legt dem Gemeinderat ein Sanierungskonzept für den Haushalt 2005 vor. Die Presse »Jetzt kommt’s wirklich knüppeldick« Friedrich Katzer von der städtischen Finanzverwaltung meint gar »So schlecht war‘s noch nie«. Die Schuldenaufnahme sei - so wird verdeutlicht - auf Jahre hinaus tabu, denn die Kommunalaufsicht werde einer weiteren Verschuldung der Stadt nicht zustimmen.
Der Waldkindergarten bekam von den Schopfheimer Jagern eine Spende, die diese beim verkaufsoffenen Sonntag erwirtschaftet hatten Jager und Stadtrat Peter Meßmer übergab den Betrag an Yvonne Sommer, die Leiterin des Waidkindergartens, und an den Erzieher Oleg Stavnicuk, die sich beide für die Kleinen freuen.
Ein gemeinsames Konzert des Musik Vereins Fahrnau und des sein 140-jähriges Bestehen feiernden Gesangvereins Fahrnau in der Stadthalle Schopfheim findet begeisterten Anklang. Unter dem Titel »Fahrnau goes Broadway« fuhren die Dirigenten - Andreas Meier für den Musikverein und Volker Brenzinger für den Gesangverein - beide Klangkörper an äußerste Anforderungen heran Langanhaltender Beifall war dann auch der Lohn für einen künstlerisch sehr guten und gelungenen Abend.
01. November 2004
Das Fest Allerheiligen wird auch in Schopfheim von sehr vielen Menschen zum Anlass genommen, die Gräber verstorbener Angehöriger auf den Friedhöfen zu besuchen. Die Gräber sind frisch geschmückt und Grableuchten stehen darauf - ein Zeichen der Verbundenheit mit den Verstorbenen, Teil eines praktizierten Totenkultes.
Nach einem Sternritt des Reitvereins Wiesental treffen sich rund 150 Reiter mit ihren Pferden auf der Hohen Flum.
02. November 2004
Der Hohe-Möhr-Turm hat nun wieder ein weithin sichtbares neues Gewand bekommen. Der Schwarzwaldverein und die am Bau beteiligten Handwerker feiern zusammen mit dem Planungsbüro die Einweihung.
Prof. Hans Theo Baumann übergab 50 Jahre Design-Geschichte als Schenkung an Florian Hufnagel, den Leiter der neuen Sammlung der Pinakothek in München. Baumann selbst meint zu dieser Situation: »Ich bin sehr zufrieden«.
Einen kaltblütigen und gewalttätigen Diebstahl verübten drei Männer gegen 11.45 Uhr im Burlington-Werksverkauf in Langenau. Die drei füllten einen Einkaufskorb mit Hemden und Pullovern. Unmittelbar darauf sprühte einer der drei Männer Tränengas in den Verkaufsraum und rannte mit seinen Begleitern weg. Die Polizei ermittelt.
03. November 2004
Die Privatwaldbesitzer trafen sich vor einigen Tagen um ihren Vorsitzenden, Jörg Gempp, zur Jahreshauptversammlung. Dabei wird auch bekannt gegeben, dass aufgrund der schwachen Finanzlage der Stadt diese auch weniger Geld für die Wegeunterhaltung zur Verfügung stellen wird. Ein weiteres Thema war die geplante Flurneuordnung, der auch ca. 600 ha Wald unterworfen werden sollen. Schließlich informierte Forstdirektor Dr. Gerhard Rieger darüber, dass das Forstamt Schopfheim zum 01.01.2005 aufgelöst, in das Landratsamt eingegliedert und dann als Forstbezirk weiterexistieren wird.
04. November 2004
Seit 10 Jahren organisiert Hans-Jürgen Baum den Schüleraustausch mit Frankreich. Insgesamt lernten auf diese Weise - so Baum - in den vergangenen 10 Jahren immerhin 2.500 Schüler die Markgrafenstadt und deren nähere Umgebung kennen. Probleme bestehen jedoch derzeit, da zu wenige Gastfamilien zur Aufnahme der französischen Schüler bereit sind.
Die Eberts-Gruppe, die seit einem Jahr das Gebiet auf der »Gänsmatt« mit zusätzlichem Einzelhandel belegen möchte, wartet jetzt auf eine Entscheidung der Stadt, nachdem das Einzelhandelsgutachten von Dr. Accocella vorliegt. Der Gutachter, Vertreter der Kölner Eigentümer, IHK-Vertreter und Vertreter der Stadtverwaltung trafen sich daher zu einem Gespräch. Das Resultat sei, dass Gutachter Accocella einen Vorschlag für weitere Bebauungsmöglichkeiten mache, erklärt Bürgermeister Christof Nitz auf Anfrage der Badischen Zeitung. »Es herrscht Bestandsschutz für die,Gänsmatt‘«, betont der Bürgermeister.
Ein buntes Ferienprogramm erleben diese Woche etwa 90 Kinder im evangelischen Gemeindehaus von Schopfheim. Unter dem Motto »Farben sind das Kleid Gottes« treffen sich die Mädchen und Buben im Grundschulalter. Die Kinder-Bibelwoche geht am Sonntag mit einem Familien-Gottesdienst zu Ende.
05. November 2004
Seit Mitte Oktober speist das Wiese-Kraftwerk in Fahrnau endlich wieder Strom ins Netz. Das Kraftwerk hat monatelang stillgelegen. »Die Arbeiten waren wesentlich umfangreicher als erwartet«, begründet Rolf Hetzel, Leiter der Kleinkraftwerke beim Energiedienst, die lange Zwangspause.
Über positive Erfahrungen mit und während der Lenk-Ausstellung in der Alten Kirche St. Michael berichten heute Elftklässler des THG, die während der gesamten Ausstellungsdauer den Aufsichtsdienst übernommen hatten.
06. November 2004
Michael Bittel, der in Schopfheim einen Indianer-Laden betreibt und als Bogenbauer bekannt ist, soll für die Universität Düsseldorf den Bogen des Odysseus nachbauen, was bisher offenbar niemandem gelungen ist. Bittel meint, dass er bis zum Frühjahr 2005 den schussbereiten Bogen gebaut haben werde.
Die TSG-Turnerfamilie feiert in der Stadthalle mit einem bunten Programm, wobei der Abend von bester Laune bestimmt wird. Im Rahmen dieser Jahresfeier nutzte der Vorsitzende, Gerhard Doll, die Gelegenheit, um zahlreiche engagierte Mitglieder des Vereines zu ehren. Hanspeter Meier, langjähriger Rechner, und Walter Bernauer, der sich vor allem um die Abteilung Badminton bemühte, sowie Hanspeter Wehrer, Karl Selz und Dr. Fritz Lenz, alle lange Jahre im Vorstand aktiv, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Die närrische Zeit kommt zwar erst in einigen Monaten voll in Fahrt, doch die Wibufa feiert die Eröffnung der fünften Jahreszeit bereits jetzt schon kräftig.
Zu einem Wunschkonzert hat der Gesangverein Gersbach die Bevölkerung in die Bergkopf-Halle eingeladen. Den Anfang machte der Jugendchor unter der Leitung von Gisela Wetzel. Der Gemischte Chor Bürchau, der Männerchor Raitbach sowie der Gesangverein Wies bereicherten den Abend zusätzlich. Für den Vorsitzenden des Vereins, Ernst-Frieder Schmidt, war es dann auch eine Freude, Doris Sutter, Brigitte Weniger und Gertrud Weniger zu Ehrenmitgliedern zu ernennen.
08. November 2004
Die CDU-Fraktion des Gemeinderates sieht die Entwicklung des Schopfheimer Krankenhauses mit großer Sorge. Sie wird in der heutigen Gemeinderatssitzung den anwesenden Landrat Walter Schneider bitten, den Betrieb der Kliniken des Landkreises öffentlich auszuschreiben. Der so genannte »Lörracher Weg« ist mit Investitionen von über 30 Mio. Euro, von denen der Landkreis mindestens ein Viertel tragen muss, verbunden. Dies bewirkt eine Erhöhung der Kreisumlage, die - so die CDU - sich für Schopfheim mit jährlich 700 000- Euro auswirken wird. Dies könne die Stadt nicht verkraften, meinen die Gemeinderätinnen und -räte der CDU.
Bürgermeister Christof Nitz ehrt während der öffentlichen Gemeinderatssitzung verdiente Kommunalpolitiker mit der Silbernen Ehrennadel des Gemeindetages Wolfgang Bühler und Hans Keller, beide aus Eichen, Dieter Gebhardt aus Wiechs, Hans Weinbrechtinger aus Langenau und Siegfried Schmidt aus Kürnberg durften die Ehrung für ihre langjährige Tätigkeit in den Ortschaftsraten entgegennehmen.
Landrat Walter Schneider ist im Gemeinderat zu Gast und berichtet über die Zukunft des Schopfheimer Krankenhauses Zunächst meinte Bürgermeister Christof Nitz, dass die Stadt in großer Sorge um das Haus sei. Der Landrat verdeutlichte in seiner Rede noch einmal die Notwendigkeit, sich vom herkömmlichen Klinikbild zu losen. Die Zukunft aller drei Hauser in Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim liege in der Aufgabenteilung und Spezialisierung »Dieser ‘Lörracher Weg‘ ist nicht ein Weg der Stadt Lörrach«, so der Landrat. Er warnte eindringlich und permanent vor dem Schlechtreden und plädierte dafür für ein Miteinander der drei Krankenhäuser. Der Landrat gibt nach Fragen über die Kosten zu erkennen, dass der erste Bauabschnitt rund 20 Mio Euro kosten werde. In einem zweiten Bauabschnitt seien noch einmal 10 Mio Euro notwendig. Der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen, Karl Selz, sprach wohl allen Gemeinderaten aus dem Herzen, als er den Landrat dann über die Stimmungslage in Schopfheim aufklarte »Schopfheim braucht ein Haus der Grundversorgung«, lautet seine Forderung »Das Haus wurde über Jahre hinweg systematisch demontiert, vor allem im Bereich der Allgemein-Chirurgie Schopfheim muss bluten für den,Lörracher Weg‘«, so Selz »Bisher war es immer nur eine Einbahnstraße«, klagte dann auch Regina Blum. Schopfheim habe immer zugunsten anderer Kreiskliniken Abbauten hinnehmen müssen, ohne dass je Ersatz dafür erfolgt sei. Die SPD-Stadtratin meinte »Wir haben abgegeben und nie etwas bekommen« Hans-Jörg Klein, ebenfalls für die SPD, erinnerte den Landrat an den Ubernahmevertrag, laut dem der Landkreis Schopfheim den Fortbestand eines Hauses der Grundversorgung zusagt. In den vergangenen Jahren habe man jedoch im Haus Strukturveränderungen vorgenommen, ohne dass die Stadt vorher darüber auch nur informiert worden sei »Der Kreis hat die Geschaftsgrundlage sukzessive verändert«, so der Stadtrat Dass es zum »Lörracher Weg« durchaus auch kritische Stimmen gibt, betont der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Wolfgang Bühler. Er verwahrte sich denn auch gegen Denk- und Sprechverbote, die - wie er meint - vom Landrat ausgesprochen worden sind.
Bürgermeister Christof Nitz ehrt während der öffentlichen Gemeinderatssitzung Dieter Nübling und Karl-Friedrich Rock für 50-mahges Blutspenden.
Eigentlich sollte der Gemeinderat über ein Haushaltssicherungs-Konzept für das Jahr 2004 entscheiden, doch er beschloss dieses nicht, da dann Grundsteuererhohungen, Kindergartengebührenerhöhungen und Ahnliches vorgesehen waren. »Die Erhöhung von Steuern und Kindergartengebühren ist mit uns nicht zu machen«, meint Hans-Jörg Klein für die SPD. Das belaste Familien, die man eigentlich fördern wolle. Für ihn liegen die Hauptkosten im Personalbereich. Er sprach von einer Struktur der Stadtverwaltung, die mit fünf bis zehn Stellen weniger auskommen müsse. Ähnlich sah es Karl Selz für die Unabhängigen. Die Stadt liege personell mit an der Spitze in Baden-Württemberg. Es müssten Streichungen im Etat vorgenommen werden und dann könne das Haushaltssicherungskonzept beschlossen werden. Die SPD betont, dass Steuererhöhungen und Erhöhungen der Kindergartengebühren nur dann erfolgen, wenn auch das Gewerbe entsprechend höher belastet werde.
09. November 2004
Jörg Hieber vom Hieber’s Frische-Center informiert darüber, dass ab 20. November der Hieber-Markt bis 20 Uhr geöffnet haben wird. Unbeschadet von der Ausweitung hält Hieber auch an seinem zweiten Schopfheimer Standbein, dem Fahrnauer Markt, fest. Entsprechenden Gerüchten möchte er entgegen treten. »Wir haben gerade jetzt einen langfristigen Mietvertrag für Fahrnau unterschrieben«, betont der Unternehmer.
10. November 2004
Der Vinzentius-Verein der katholischen Kirchengemeinde hatte Jahreshauptversammlung. Pfarrer Richard Dressel ist kraft Amtes Vorsitzender, als Nachfolger für den 2. Vorsitzenden, Reinhold Grammeisbacher, wählten die Mitglieder Michael Straub.
11. November 2004
Einen Schlag gegen die Rauschgift-Kriminalität landet die Schopfheimer Polizei.
Martinstag - während einerseits die Fasnachtseröffnung zünftig gefeiert wird, sammeln sich im Stadtpark Kinder zum Martinsumzug und ziehen mit ihren bunten Laternen durch die Stadt.
Zwei lange Laternenzüge gehen durch Fahrnau - der eine vom Wohngebiet »Bremt«, der andere vom Wohngebiet »Hegne« aus. Auf Einladung der Freunde der Grundschule Fahrnau wurden diese Umzüge organisiert. Schließlich trafen sie sich beide im Schulhof, um den Martinstag zu feiern.
Wie jedes Jahr, ist es ein streng gehütetes Geheimnis, wer neuer Statthalter wird. Mit »Manni I« (bürgerlich Manfred Schnell) wird ein neuer Mann für die Kampagne 2004/5, die am 9. Februar schon wieder zu Ende sein wird, gekürt. Das Motto, das die »Städtlifeger«, allen voran Klaus Strauß, verkünden, heißt: »Z’Schopfe isch de Teufel los«, wobei ganz klar auf die Darstellung Erwin Teufels an der Lenk-Plastik gezielt wird. Bürgermeister Christof Nitz gab dann auch gleich ohne Gegenwehr die Rathausschlüssel an den Statthalter ab. Aufgrund der leeren Kassen im Stadtsäckel fiel ihm dies nicht schwer. Zur gleichen Zeit verkünden auch die Fahrnauer »Düfzelgeister« ihr Motto. Düfzelmeister Markus Kraft meint »Jetzt würd glenk(t)« für die nächsten närrischen Wochen.
12. November 2004
Dieser Tage hoben sich Freunde und Förderer des städtischen Kindergartens am Marktplatz als neuen Förderverein aus der Taufe. 1. Vorsitzender wurde Markus Voeltz.
Nachdem die Ausstellung von Peter Lenk am vergangenen Sonntag in der Alten Kirche zu Ende gegangen ist und 3.500 Besucher zu verzeichnen waren, wird die Kirche erneut zum Ausstellungsraum. Albert Staiger und seine Tochter Bérénice Staiger stellen dort bis zum 21. November unter dem Titel »Lichtraum« aus.
Die Unabhängigen haben Jahreshauptversammlung und gleichzeitig Nussknacker-Hock. Keine gravierenden Änderungen gab es an der Spitze der Wählervereinigung. Vorsitzender bleibt auch nach den Wahlen Horst Lüttner. Bei dieser Hauptversammlung sollten die Mitglieder der Wählervereinigung eigentlich den Rausschmiss der Rebellen, die im vergangenen Jahr eine eigene Liste für den Gemeinderat gegründet haben, beschließen. Doch es kam anders - vier der Abweichler hatten nämlich nur wenige Minuten vor der Sitzung schriftlich ihren Austritt erklärt. Den übrigen Abtrünnigen konnte von der Versammlung an diesem Abend aus formellen Gründen auch nicht die rote Karte gezeigt werden. Gleichwohl konnte Horst Lüttner auf andere Aktivitäten verweisen, so auf die Unterschriften-Aktion zum Standort der Lenk-Plastik und zum Erhalt des Schopfheimer Krankenhauses. Hart ins Gericht ging einmal mehr Karl Selz mit der Lenk- Plastik. Dieses »Happening für Spießbürger« verunglimpfe das Andenken an die Menschen, die vor 150 Jahren den Kopf für die Freiheit hingehalten hätten, meinte der Stadtrat. Skeptisch beurteilte er auch die Privatisierungspläne für das Schwimmbad und als unhaltbar bezeichnete Selz die Haushaltslage der Stadt. Die Verwaltung zeige keinerlei Wege auf, wie man aus dem Dilemma herauskommen könne.
Bei der Jahreshauptversammlung der Unabhängigen setzten sich diese auch mit der Forderung des Gewerbevereins, keine Märkte auf der Grünen Wiese zuzulassen, auseinander und meinten, so einfach sei dies nicht. Als billige Suggestion kritisierte Andreas Gsell öffentlich den Gewerbeverein. Er meinte, in seinen Augen sei auch eine gut funktionierende »Gänsmatt« wichtig. Die Unabhängigen wollen als Fernziel auch, dass der Verkehr aus der Innenstadt verschwindet und so eine Fußgängerzone entstehen kann. Dem Gewerbeverein empfehlen sie einen Schaufenster-Beleuchtungswettbewerb, um so die Innenstadt attraktiver zu gestalten.
13. November 2004
Die Schopfheimer Gastronomen planen mit »Fokus Schopfheim« eine gemeinsame Aktion, die am 19. November starten wird. Dabei wollen die Wirte die Gäste kulinarisch und musikalisch verwöhnen.
Die Schopfheimer Wahl-Initiative »Arbeit und soziale Gerechtigkeit« ist mit Flugblättern auf dem Marktplatz. Sie will dabei mit Menschen ins Gespräch kommen.
14. November 2004
Einen Bitt-Gottesdienst für den Frieden gestaltet Pfr. Matthias Weber. Volkstrauertag - auf dem Schopfheimer Friedhof legen Bürgermeister Christof Nitz und VdK-Vorsitzender Alfons Lienhart je einen Kranz zum Gedenken an die Toten beider Weltkriege nieder. »Der Frieden auf der Welt ist nicht näher gerückt« - mit dieser Mahnung richtet Pfr. Dr. Michael Hoffmann in seiner Gedenkansprache den Blick auf die vielen Länder, in denen auch heute noch Krieg und Gewalt an der Tagesordnung sind. Beigeordneter Ruthard Hirschner legte einen Kranz beim Mahnmal für die Opfer der NS-Diktatur nieder.
Der Martini-Basar der Freien Waldorfschule wird wieder zu einem echten Besucher-Magneten. Bernd Sevecke vom Geschäftsführenden Schulvorstand war sehr zufrieden über den neuerlichen Erfolg.
In der Stadthalle ist eine Latino-Nacht angesagt. Mit »Buena Vista Salsa Havanna« gastiert das Television Ballet aus Havanna/Cuba in der Stadthalle. Ein Ensemble aus Tänzern, Sängern und Musikern, geprägt von Dynamik, aber auch von Perfektion, begeistert das Publikum, obwohl der Saal unter dem Kupferdach nicht allzu üppig gefüllt war. Die Show will sich von üblichen Klischées abgrenzen und ein Porträt der modernen cubanischen Gesellschaft vermitteln.
Georg Friedrich Händels Oratorium »Der Messias« wird in der evangelischen Stadtkirche unter der souveränen Leitung des Bezirkskantors Christoph Bogon und unter Mitwirkung der Kantorei aufgeführt. Als Solisten boten die Sopranistin Iris Benesch, die Altistin Sibylle Kamphues, der Tenor Hans-Jörg Mammel und der Bassist Bernhard Adler eine - wie die Presse meint - Klasseleistung dar. Das Publikum zollt den Mitwirkenden in der bis auf den letzten Platz besetzten Stadtkirche reichen Beifall.
15. November 2004
Der Hauptausschuss des Gemeinderates beschäftigt sich mit dem Haushalt 2005. Die von den Räten gemachten Sparvorschläge fallen allerdings mager aus. Bekannt wurde, dass Kindergartengebühren nach oben korrigiert werden sollen. Es wird die Gebühr für Bestattung und für Reihengräber angehoben und außerdem wird die Stadthallenmiete teurer werden. Die Verwaltung hat auch zu prüfen, ob auf einzelne öffentliche Spielplätze verzichtet werden soll. Die Schulen müssen eine Reduktion ihres Budgets verkraften, aber bereits beim Winterdienst schieden sich die Geister. Nach dem Willen der Unabhängigen sollen 60 000,- Euro eingespart werden. Nun hat die Verwaltung den schwarzen Peter, sie sollte dem Gemeinderat ein neues Winterdienst-Konzept vorlegen, wie die 60 000,- Euro eingespart werden können. Dem Jahrbuch wird’s wohl auch an den Kragen gehen. Nach dem Willen von Hans-Jörg Klein, SPD, soll bereits im kommenden Jahr Schluss damit sein. Bürgermeister Nitz bat allerdings darum, wenigstens das 20. Jahrbuch noch zu veröffentlichen. Ob der Naturpark-Markt und damit auch die notwendigen Buden realisiert werden, ist ebenfalls noch offen und wird wohl erst bei der nächsten Runde der Haushaltsberatungen am 29. November entschieden werden.
Im Rahmen der Haushaltsdiskussionen wurde auch die Reduktion des Zuschusses für die vhs um 10% beschlossen, ebenso eine Deckelung der Ausgaben für die Musikschule. Das Gesamt-Defizit von 140 000,- Euro darf nicht überstiegen werden. Die Stadt hat derzeit 56% der Musikschüler.
16. November 2004
Der Verein zur Förderung der Kleinbauern-Kooperative in Dikome hat Finanzsorgen. Der Kaffeeröster aus Maulburg hat seit 2003 die gelieferten Kaffeebohnen nicht mehr bezahlt. Damit der Verein nicht weiter in Schwierigkeiten gerat, wurde nun ein anderer Kaffeeröster - so Klaus Fleck - gefunden Per Gerichtsbeschluss musste auch eine Lieferung, die der bisherige Kaffeeröster noch in Empfang genommen hatte, beschlagnahmt werden Mittlerweile schuldet der Maulburger Kaffeeröster der Kooperative 80 000,- Euro Dies erklärten auf einer Pressekonferenz Klaus Fleck und Gerd Arzet, die Veranworthchen der Kooperative Künftig wollen sie den Vertrieb in Eigenregie übernehmen. Mit ehrenamtlichen Helfern, so haben sich zum Ziel gesetzt, sollen monatlich 1 000 kg Kaffee umgesetzt werden.
Verdiente und langjährige Mitarbeiter werden beim Dreisternwerk für ihre Firmentreue geehrt 40 Jahre gehören Hanspeter Motsch und Jörg Zeiher dem Unternehmen an Weitere Jubilare wurden für 35, 30 bis hin zu 20 Jahren Betriebszugehörigkeit geehrt.
17. November 2004
Bei der jüngsten Ausstellung der Schopfheimer Fotofreunde hatten die Besucher die Möglichkeit, ihr Liebhngsbild auszusuchen. Am höchsten bewertet wurde ein Bild von Dorothea Wenk, daneben je eines von Hans Brandhn und Kann Meiner-Spannagel. Die Bilder durften schließlich Myrtha Lamb, Lutz Soyka und Sabina Meier in Empfang nehmen.
Ohne die Schopfheimer Firma AFT lauft in der Automobil-Industrie fast nichts Jetzt konnte das Unternehmen seine Rolle als wichtiger Zulieferer weiter ausbauen. Nach einer entsprechenden Pressemitteilung sicherte sich das Unternehmen zwei Großauftrage von VW und Volvo in Belgien. Kernstück der AFT-Fördertechnik ist in beiden Werken die so genannte Elektro-Hangebahn, die mit Hilfe von Liften und Weichen einzelne Automobilteile zur Montage transportiert.
Der Ortschaftsrat Gersbach befasste sich in der jüngsten Sitzung mit der Wärmeversorgung der Grund- und Hauptschule sowie der Bergkopf-Halle. Daneben beschloss man, einem Todtmooser Arzt die Abhaltung von zwei Sprechtagen wöchentlich im Gasteraum im Rathaus anzubieten.
18. November 2004
Der Streit um den Kaffee aus Dikome scheint sich auszuweiten. Den vorgestern dargelegten Zahlungsverzug beantwortet der Röster nun damit, dass er behauptet, schlechte Ware geliefert bekommen zu haben, die nicht verwendbar sei. Ganz anders stellt sich jedoch die Sache beim Förderverein dar. Klaus Fleck meint, der beste Beweis für die Qualität sei, dass der Kaffee verkauft worden sei.
Der neue Tafelladen wird erst im Januar öffnen. Dies teilt die Vorsitzende des Schopfheimer Vereins, Ingrid Steven, nach einer Vorstandssitzung mit. Noch im Herbst oder Winter sollte der Laden ursprünglich in Betrieb gehen. Der Verein kann mittlerweile auf einen Stamm von etwa 30 freiwilligen Helfern bauen. Man sucht allerdings noch Fahrer und Fahrerinnen.
Über eine Konstanz der Schülerzahl an der Gewerbeschule wird heute berichtet Derzeit besuchen 840 Schüler die Gewerbeschule, davon 161 in Vollzeit und 679 in Teilzeit 40 Lehrkräfte sind für eine zufriedenstellende Lehrerversorgung vorhanden.
Am Bahnhof Fahrnau wurden zwei 12-jährige Übeltäter von der Polizei ertappt, als sie in den neuen Wartehäuschen beim Bahnhof Sitze beschädigten.
In seiner jüngsten Ortschaftsratssitzung spricht sich dieser in Gersbach gegen eine Ölheizung für die Schule und die Bergkopf-Halle aus und favorisiert nach wie vor die Einrichtung einer Holz-Hackschnitzel- oder Holz-Pellets-Heizanlage.
»King Kong’s Tochter« - ein Theaterstück von Theresia Walser mit nicht alltäglichem Titel führt die Spielbuhne Schopfheim im Museumskeller auf. Bei vielen Zuschauern hinterlässt diese nicht einfache Theaterkost bei der Premiere einen bitteren Nachgeschmack »Es war keine leichte Kost, dies liegt vor allem an dem sehr aktuellen Thema«, meint Regisseur Wolfgang Kunzel.
19. November 2004
Damit Peter Lenk und seine Arbeit, die er am 3 Oktober in Schopfheim der Öffentlichkeit übergab, im Gespräch bleiben, lobt die Stadt nun einen Foto-Wettbewerb aus, der sich an alle Menschen, die fotografieren, wendet, aus Bis zum 15 Marz des nächsten Jahres können Fotos abgegeben werden, die dann spater in einer Ausstellung präsentiert werden.
In einem Interview im MT äußert sich heute Dr. Winfried Faust zu 30 Jahren Schmerz-Ambulanz in Schopfheim. Der frühere Chefarzt am Kreiskrankenhaus ist Gründer und Leiter dieser Einrichtung.
Für ein starkes Engagement bedankt sich bei der Jahreshauptversammlung des Skiclubs Fahrnau Hans Schwietale bei allen Aktiven. Die verschiedenen Aktivitäten des Vereins wurden dann in Einzelberichten beleuchtet. Schließlich galt es auch, verdiente Mitglieder für 25-jährige Zugehörigkeit zu ehren. Evi Schwörer erhielt die bronzene Ehrennadel des Skiverbandes Schwarzwald überreicht.
Übers Wochenende gastiert der Zirkus »Amar« im »Oberfeld«.
20. November 2004
Eine große Ehre widerfährt Georg Diehl: Nach 50-jährigem Wirken wurde dem Dirigenten des Gesangvereins Langenau die Goldene Dirigentennadel des Deutschen Sängerbundes verliehen. Seit 1954 leitet der in Maulburg lebende Diehl verschiedene Chöre der Region. Seit 16 Jahren führt er den Taktstock in Langenau. Der Präsident des Alemannischen Sängerbundes, Horst Sutter, lobte den gut gebildeten Musik-Pädagogen. Während des Jahreskonzertes, das am gleichen Abend in der Festhalle stattfand, wurde Hans-Peter Asal für seine 40-jährige Aktiv-Mitgliedschaft im Gesangverein zum Ehrenmitglied ernannt. Für 50-jähriges Singen im Chor erhielt Rolf Rümmele-Werner eine Auszeichnung.
Über 30 aufmerksame Zuhörer kamen zum ersten Leseabend in die Gersbacher Dorfbücherei im Gästeraum. Heidi Knoblich aus Zell las aus ihrem Buch »Winteräpfel«.
Die Stadt lebt, was das beschäftigte Personal angeht, eher nicht über ihre Verhältnisse, auch wenn dies bei den Haushaltsberatungen anders betont wurde. »Wir liegen im Schnitt«, meint Beigeordneter Ruthard Hirschner dem MT gegenüber. »Wir stehen nicht schlecht und haben deshalb auch nichts zu verheimlichen«, betont er. Natürlich müsse sich eine Verwaltung als Dienstleistungsbetrieb der kritischen Diskussion über ihre Personalausstattung stellen. Andererseits sei jedoch mit pauschalen und holzschnittartigen Parolen niemandem geholfen. Der Bürger als Kunde verlange gute Leistung. Die Gretchenfrage aber bleibt: Wo soll die Stadt denn 700.000,- Euro an Personalkosten einsparen? - so die Zeitung.
Das Schopfheimer Freibad soll im kommenden Jahr unter privater Regie geführt werden. In nichtöffentlicher Gemeinderatssitzung - so die Badische Zeitung - wurde der Vertragsentwurf beraten. Am 29.11. soll er im Gemeinderat endgültig entschieden werden. Die Kosteneinsparungen für den Haushalt liegen bei etwa 50.000,- Euro.
Zu einem ungarischen Abend lädt der Gesangverein Eichen in die Hülschenmatt-Halle ein. Ein mitreißender Abend, der auch von einer guten Regie und hervorragenden gesanglichen Leistungen geprägt war wurde mit frenetischem Beifall des Publikums quittiert.
Nach dem großen Erfolg beim Gründungsauf tritt im Jahre 2001 heimste nun das Big Band-Festival des Musikvereins Fahrnau in der Festhalle des Ortsteils wiederum kräftigsten Beifall ein. Vorsitzender Thomas Hoyer betonte, dass das Orchester an eben diese großen Erfolge anzuknüpfen gedenke, nachdem es eine schöpferische Pause eingelegt habe. Bei einem dreistündigen Programm, an dem auch Gastvereine teilnahmen, konnte das Publikum lebendigen Big Band-Sound im Stile Glenn Millers und Co. erleben.
Der Förderverein der Johann-Peter-Hebel-Schule wählte in seiner Mitgliederversammlung Hildegard Kaufmann-Gauder zur 1. Vorsitzenden, nachdem Carlo Geiger die Schopfheimer Schule verlassen hat.
Der Kabarettist Ralf Hackler zerhackt in der Kultur-Kneipe »Goldener Löwen« so ziemlich alles, was ihm zwischen die Zähne gerät. Um Hart(z)e Zeiten oder um das Arbeitslosengeld gilt es, sich Gedanken zu machen. Er wirft große Brocken in einen Topf, gewürzt mit Zynismus und Ironie.
22. November 2004
Der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik beschäftigt sich mit dem Vermögenshaushalt des Jahres 2005. Dem Rotstift fiel der Ausbau der Scheffelstraße komplett zum Opfer. Unangetastet hingegen bleibt die Erschließung des Wohngebietes »Auf der Au«. Beim Hochwasserschutz werden Einsparungen vorgenommen. Ratsmitglieder, die den Hochwasserschutz vollständig streichen wollten, fanden jedoch keine Mehrheit. Saniert wird im kommenden Jahr auf jeden Fall die desolate Brücke in der Himmelreichstraße.
Obwohl es dringend notwendig wäre, wird das Dach der Langenauer Turnhalle nicht saniert. Die Finanzmittel der Stadt erzwingen einen Aufschub dieser Arbeit in die Zeit nach 2005.
23. November 2004
Landrat Walter Schneider weilt zum offiziellen Antrittsbesuch in der Markgrafenstadt und wird von Bürgermeister Christof Nitz zusammen mit der Verwaltungsspitze und einigen Gemeinderäten herzlich begrüßt. Der Bürgermeister bat um Verständnis für die schwierige Haushaltslage der Stadt, wobei vom Landrat keine Zusagen zum Haushalt kamen. Auch für den Campingplatz Gersbach hatte er keine Lösung mitgebracht, sondern nur sein Verständnis für die Stadt kundgetan Den Besuch von Landrat Schneider nimmt Bürgermeister Christof Nitz zum Anlass, sich auch mit dem Tourismus zu beschäftigen und stellt heraus, dass ein Zusammenschluss mehrer Gemeinden künftig zusammen mit Schopfheim unter dem Titel »Südwärts« firmieren wird. Der Auftritt umfasst das gesamte Kleine Wiesental über Steinen mit allen Ortsteilen, Maulburg, Hasel, Hausen, Zell bis hin nach Hag-Ehrsberg.
24. November 2004
Das Vereinsparlament unter der Leitung von Michael Herrmann beschäftigt sich mit Hallengebühren, die zuvor in einem Arbeitskreis erarbeitet wurden Einig war sich die Runde dann auch dann, Mieten für die Nutzung städtischer Räume und die Sporthallennutzung einzufuhren, wenn die so genannte »Dusch-Gebühr« bei der Benutzung von Sporthallen wegfallen wurde. Außerdem liegt dem Entwurf eine Erhöhung des Zuschusses für Jugendliche zugrunde.
25. November 2004
Mit dem Winterdienst und dem Schneeräumen beschäftigt sich der Ausschuss für den Eigenbetrieb Bauhof, denn nach dem Willen des Gemeinderates sollen 60 000,- Euro dabei eingespart werden. Aus den Einsparungen wird wohl nichts werden, nachdem Bauhofleiter Stefan Wetzel und Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann einige Daten zur Diskussion stellten. Eine Reduktion sei nur möglich, wenn man auf die Touren der Fremdfirmen verzichte. Das hätte aber die Konsequenz, dass die zwei Bauhof-Trupps einzig und allein die wichtigsten Straßen freihalten konnten »Alles andere bleibt dann liegen«, meint der Bauhofleiter. Vor Überlegungen, den Bauhof von seinen Touren zu entbinden und stattdessen ganz auf Private uberzugehen, warnt Bernhard Springmann Dann sei die Stadt auf Gedeih und Verderb auf Dritte angewiesen, meinte er. Von drohenden Entlassungen im Bauhof ganz zu schweigen. In der gleichen Sitzung war auch zu vernehmen, dass die Stadt auf ihre Fahnen, die an Verkehrsknotenpunkten aufgestellt sind, weitgehend verzichten wird. Nur noch die Beflaggung in Fahrnau und im Kreisverkehr beim Friedhof soll bestehen bleiben Jene in Gundenhausen, in der Wehrer Straße, auf dem Marktplatz sowie beim Bus- Bahnhof sollen verschwinden.
»Von drauß‘ vom Walde komm4 ich her « - Historisches und Amusantes über den Nikolaus und die Nikolaus-Brauche sind in einer Ausstellung, die heute im Museum eröffnet wird, zu sehen. Ein Teil der Präsentation beschäftigt sich mit den mürrischen Gehilfen des Nikolaus und ihrer Verbindung zu den Fasnachts-Brauchen.
Jurgen Kettner und Martin Pfister stellen dem Ortschaftsrat Wiechs ein Projekt »Solarpark Wiechs« vor Beide wohnen in Wiechs und haben ihre Hauser mit Solar-Anlagen versehen. Für einen wirtschaftlichen Solarpark bedarf es zunächst größerer Gebäude, am besten mit Dachneigung nach Süden. Die beiden werben nun dafür, dass ein derartiger Solarpark eingerichtet werden kann und suchen Dachbesitzer, die sich in einer Betreibergesellschaft organisieren konnten Ortsvorsteher Ino Hodapp meinte zu anwesenden Vereinsvertretern, dass sie bis Ende Januar klaren sollen, ob sie die Dächer ihrer Vereinshäuser vermieten wollen. Im Februar wurde in der Halle dann eine Info-Veranstaltung zum Thema »Solarpark« erfolgen.
Der Ortschaftsrat Wiechs beschließt, einen Grundsatzbeschluss aus dem Jahre 1997 aufzuheben, der besagt, dass auf eine eigene Aussegnungshalle dann verzichtet werde, wenn die Aussegungshalle vom Landkreis übernommen werden kann. Dieser Beschluss wurde nun einstimmig aufgehoben und gleichzeitig der Beschluss gefasst, eine eigene, neue Friedhofshalle zu bauen. Ein entsprechender Förderverein soll gegründet werden. Die Wiechser Vereine wollen beim Bau einer neuen Halle kräftig mitarbeiten.
Die vhs zehrt von der Substanz. Bei der Versammlung des Betriebsausschusses wird darüber berichtet, dass ein Defizit den Haushalt belastet und ein weiteres den Wirtschaftsplan des kommenden Jahres belasten wird. Zwei negative Jahresergebnisse könne die vhs zwar ausgleichen, dann - so meint Friedrich Katzer, der die kaufmännische Betriebsleitung hat - sei der Überschuss aus vergangenen Jahren aufgebraucht vhs-Leitenn Margit Jüngerkes räumte auch ein, dass sie mit den Kurzungen große Probleme habe. Für höhere Gebühren sehe sie keinen Spielraum mehr.
Bei der Jahreshauptversammlung des Angelsport-Vereins Schopfheim bemängelt der Gewasserwart, dass Kanalabschlage ohne Mitteilung an die Angler erfolgten Diesen nicht durchdachten Aktionen seien viele Lebewesen zum Opfer gefallen. Noch Tage spater hatten die Mitglieder tote Groppen, Kleinfische und Forellen bis 30 cm gefunden 300 kg Forellen haben die Angelsportler im vergangenen Jahr gefangen Klaus Sudholder hat zwei Prachtsforellen mit 51 und 52 cm Lange aus dem Kanal fischen können Berichtet wurde von Gewasserwart Bruno Imbery auch, dass 30 000 Forellen-Bruthnge, 5 000 Vorgestreckte und 1 000 Jährlinge eingesetzt worden sind Robert Pflüger wurde bei der Versammlung für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt.
26. November 2004
In einem offenen Brief an die Waldorfschule beklagt der katholische Pfarrgemeinderat, dass dort seit 2003/04 kein konfessioneller Religionsunterricht mehr stattfindet. Bei zwei Mitgliederversammlungen hatte sich eine breite Mehrheit gegen den Religionsunterricht ausgesprochen, so Theo Holzer, Klassenlehrer an der Waldorfschule. Die Kirchen wollten die einstige finanzielle Vorzugsbehandlung der Waldorfschulen nicht mehr garantieren und dafür für den Unterricht ein Entgelt erhalten. Dem hatten sich die Gremien der Schule widersetzt und den Unterricht vom Stundenplan genommen. Da sich eine Verständigung nach wie vor nicht abzeichnet, geht nun der katholische Pfarrgemeinderat mit diesem Brief in die Offensive und meint, diese Entscheidung werde den Wegfall einer der Säulen christlicher Erziehung an der Schule zur Folge haben. Die Katholiken fordern die Verantwortlichen der Waldorfschule auf, mit den Kirchen baldmöglichst eine Einigung über konfessionellen Religionsunterricht zu erzielen »Wir können das Rad nicht mehr zurückdrehen«, betont Theo Holzer. Schon für das nächste Jahr, so betont er weiter, gebe es in allen Klassenstufen eine Art Kultur- und Religionskunde, allerdings ohne konfessionelle Bindung. In diesem Unterricht sollen die Schüler Grundkenntnisse des Alten und Neuen Testamentes sowie der anderen Weltreligionen erhalten.
Über einen überaus erfolgreichen 12 »Theatermonat für junge Leute« berichtet heute der Kulturring. 1.400 Zuschauer und Zuschauerinnen waren bei den sechs Aufführungen im Museumskeller und in der Stadthalle zu Gast - ein Erfolg, der - wie in den vergangenen Jahren - nur mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Schopfheim-Zell möglich geworden ist.
Unter dem Motto »Einkäufen und gewinnen« lädt die Schopfheimer Geschäftswelt zum Weihnachtseinkauf mit Gewinn-Chancen ein. Insgesamt nehmen 40 Geschäfte an der Aktion teil 24 Gewinne im Gesamtwert von 4 000,- Euro in Form von Einkaufsgutscheinen sind im diesjährigen Glückstopf.
27. November 2004
Ganz im Zeichen von Ehrungen steht die Jahresabschlussfeier des MSC Schopfheim in der Fahrnauer Festhalle Karl-Heinz Renner freute sich darüber, dass die Zuschauerzahl beim Motocross um 50% gesteigert werden konnte. Es wurden Ehrennadeln in Bronze und in Silber vergeben. Die Ehrennadel des Vereines in Gold erhielt Rainer Lauppe für besondere Verdienste. Im organisatorischen Bereich ließ es sich der ADAC nicht nehmen, auch Schopfheimer zu ehren. Die Ewald-Kroth- Medaille in Bronze ging an Hans Kunzelmann und Eugen Gersbacher. In Silber erhielten Ulrich Hassig, Manfred Schauble und Herbert Henkel die Ehrung. Mit der hochsterreichbaren Auszeichnung, der Ewald-Kroth-Medaille in Gold, wurde MSC-Schatzmeister Horst Ewert geehrt. Zum Sportler des Jahres, dessen Wahl mit viel Spannung erwartet wurde, wurde Matthias Schauble gekürt.
Die Fans der Kürnberger »Schnader-Buhni« kamen zahlreich in den Burgersaal nach Kürnberg, um das Stück »Wunderheiler« von Gerhard Jung zu genießen. Das Ensemble um Gerda Blank und Monika Schmidt erntete viel Beifall.
28. November 2004
Bei der Sportschützen-Gesellschaft Fahrnau gewann Oberschützenmeister Roland Steinebrunner das diesjährige Grümpel-Schießen mit 75 Ringen. Die Schopfheimer AWO lädt zur jährlichen Adventsfeier in die Stadthalle ein. Der Vorsitzende, Horst Sutter, darf ein zahlreich erschienenes Publikum herzlich begrüßen. Auch Bürgermeister Christof Nitz und Pfr. Dr. Michael Hoffmann, Pfr Richard Dressel und der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger sind unter den Gasten Traditionell zum Programm gehört das Auftreten der Schopfheimer »Glöckler«.
29. November 2004
Der Gemeinderat spricht sich mehrheitlich für den privaten Betrieb des Schopfheimer Schwimmbades von der kommenden Saison an aus Ausgeklammert beim Beschluss wird - auf Antrag von Stadtrat Hans-Jörg Klein, SPD - lediglich die noch nicht geklarte Personalfrage. Unter dem Strich spart die Stadt nach einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung im ersten Jahr voraussichtlich 50 000,- Euro. Der Vertrag wird auf fünf Jahre abgeschlossen. Die »Bürgerliste für Schopfheim« lehnt die Privatisierung ab.
Der Gemeinderat beschließt zur Verbesserung des Haushaltes höhere Friedhofsgebühren, höhere Stadthallengebühren und höhere Beiträge für die Kindergarten Den größten Einnahmeteil beschert aber eine Erhöhung der Grundsteuer für bebaute Grundstücke Den Antrag der Freien Wähler, auch die unbebauten Grundstücke mit einem höheren Steuersatz zu belegen, wurde abgelehnt Den Gebührenerhöhungen stimmten die SPD und Teile anderer Fraktionen mit der Begründung nicht zu, dass sie nur dann zugestimmt hatten, wenn gleichzeitig eine Gewerbesteuererhohung beschlossen worden ware. Der Haushalt selber wurde im Detail nicht mehr besprochen. Kurz vor Ende der Debatte informierte der Bürgermeister dann noch darüber, dass er 200 000,- Euro an Neueinnahmen für das nächste Jahr sehe Dies war für die Ratsmitglieder zwar erfreulich, die Mitteilung erschien jedoch zum falschen Zeitpunkt, denn sie hatte vor der Gebührenanhebung mitgeteilt werden müssen Hans-Jörg Klein, der sich fragte, ob der Haushalt überhaupt genehmigungsfähig sei, meinte, es gehe ans Eingemachte, es wurden wohl auch Diskussionen über freiwillige Leistungen der Stadt - wie Musikschule, Schwimmbad und vhs - beginnen. Vor diesem Hintergrund ist dem Bürgermeister um die Genehmigungsfähigkeit des Haushaltes nicht allzu bange.
Rainer Strittmatter verdeutlichte im Gemeinderat ein Enkensteiner Anliegen und geriet dabei richtig in Rage Den Grund liefert wieder einmal die Kreismüll-Deponie am Scheinberg. Unter Berufung auf Presseveröffentlichungen monierte er die Planungen der Deponie- Betreiber, die nun jährlich 9 000 t Schlacke zur Ablagerung bringen sollen. Noch mehr Lärm und Verkehr komme damit hinzu, weil die Deponie zu einer Langzeit-Deponie werde und ein Müll-Tourismus aus dem ganzen Land ins Wiesental geplant sei. Außerdem soll eine Shredder-Anlage eingerichtet werden, die ebenfalls Lärm und weiteren LKW-Verkehr verursacht, da der ganze Sperrmüll auf der Deponie gelagert, geschreddert und dann wieder nach Basel zur Verbrennung gefahren werden soll.
Nun beschäftigt sich auch der Gemeinderat mit den Glas-Containern im »Rebacker-Rutteberg«, die den Ortschaftsrat und das Ordnungsamt der Stadt seit Monaten auf Trab halten Artur Cremans wollte für die SPD, dass dieser Standort aufgegeben wird. Er hatte jedoch mit seinem Plädoyer für die Beseitigung auch im Gemeinderat keine Chance - die Glas-Container bleiben.
Im Rahmen der Sparmaßnahmen beschäftigt sich der Gemeinderat mit einem Antrag der CDU, die Zahl der Spielplätze zu reduzieren. Es soll den Kindern und deren Eltern zugemutet werden, nicht 200 m zum nächsten Spielplatz zu gehen, sondern 500 m. Dieser Antrag, der die Schließung von Spielplätzen zur Folge gehabt hatte, wurde jedoch vom Rat mit großer Mehrheit abgelehnt.
Einen Schlagabtausch mit der katholischen Pfarrgemeinde über den Religionsunterricht mochte die Freie Waldorfschule vermeiden. In einem Antwortschreiben beziehen die Vertreter des Trägervereins sich nun auf den rein finanziellen Aspekt ihres Beschlusses Bernd Sevecke meint, die Waldorfschule würde instrumentalisiert »Es heißt nun quasi Schickt eure Kinder nicht in die Waldorfschule, die haben keinen Religionsunterricht«. Ein Brief, der sich allein auf die Falschaussagen in finanzieller Hinsicht beziehe, sei nun an die Pfarrgemeinde gerichtet worden Ende der vergangenen Woche hat der KuK (Kulturverein Kleines Wiesental) den neuen Kalender für das Jahr 2005 mit Bildern des Markgräfler Malers Julius Kibiger in der VR-Bank präsentiert.
In diesem Jahr wird es in Eichen einen »lebendigen« Adventskalender geben Jeden Tag im Dezember wird um 18 Uhr an einem Haus ein Adventsfenster geöffnet Dazu wird eine Geschichte gelesen und ein Lied gesungen. Man hat die Möglichkeit, andere Menschen zu treffen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Adventszeit neu zu erleben. Gegen Abend zeigt eine Kerze vor dem jeweiligen Haus in Eichen an, dass heute hier ein Fenster geöffnet wird. Die geöffneten Fenster sind dann bis Weihnachten jeden Abend von 18 bis 20 Uhr beleuchtet.
Günther Oettinger, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stuttgarter Landtag, besuchte die Markgrafenstadt. Am späten Nachmittag wurde er von Bürgermeister Christof Nitz im Rathaus empfangen, bevor er zur Besprechung mit den Rathaus-Oberen und zwei Fraktionsvorsitzenden in den Rathaussaal ging, besichtigte er die Lenk-Plastik, die den Ministerpräsidenten in sechsfacher Ausfertigung zeigt. Im Rathaussaal waren dann die angesprochenen Themen vielfältig. Sie reichten von der Ganztagesschule über Kindergarten-Betreuung bis zu Hartz IV, aber auch der Campingplatz Gersbach spielte eine wichtige Rolle bei dieser Gesprächsrunde Bürgermeister Christof Nitz sah durch die sach- und fachkundigen Ausführungen die Stadt in ihrem Kurs bestätigt Eineinhalb Stunden nahm sich Günther Oettinger Zeit, um die Themen zu besprechen. Es kamen dabei auch wertvolle Tipps, die bei den weiteren Planungen Schopfheims sicherlich wichtig sein werden, ins Gespräch. Schließlich trug sich der Landespolitiker ins Goldene Buch der Stadt ein Günther Oettinger machte während der Diskussion ganz deutlich, dass er die Bildung und Betreuung als die einzige Wachstumsaufgabe für die nächsten Jahre ansieht. Dabei sollten die Ressourcen vor Ort gesteuert werden. Auch zum Französisch-Unterricht nimmt er Stellung und meint, dass die Entscheidungen bis in einigen Jahren überprüft werden mussten, um deren Effizienz zu erkennen.
30. November 2004
Die Firma EKATO erhalt den Dr. Rudolf-Eberle-Preis des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart überreicht. Die Auszeichnung überreichte Wirtschaftsminister Ernst Pfister im Rahmen der jährlichen Innovationspreis-Vergabe.
Gründerinnen des Schopfheimer Mütterzentrums sparen nicht mit Vorwürfen an die derzeitige Vereinsführung und sehen die Finanzen der Gruppierung nicht geordnet.
Der vom Freundeskreis des THG organisierte Sponsoren-Lauf im Juli hat einen Gesamtbetrag von 24.000- Euro erbracht. THG-Direktor Wolfgang Stocker freut sich über das Engagement von Schülern, Lehrern und Spendern und hat nun den Erlös von 12.000,- Euro an den Verein »Außer der Norm« und den Wehrer Verein »Granja el Seibo« überreicht. Die restlichen 12.000,- Euro verbleiben beim THG.
01. Dezember 2004
Bei den Wahlen des Elternbeirates an der Friedrich-Ebert-Schule wurde Andrea Möhrle noch einmal für zwei Jahre als Vorsitzende gewählt. Nach dem einstimmigen Votum erhielt auch Thomas Maier das gleiche Vertrauen als neugewählter Schriftführer.
Elke Philipp bleibt an der Grundschule Fahrnau Elternbeiratsvorsitzende. Zum neuen Stellvertreter wurde Wilhelm Tholen gewählt.
Herbert Rudloff, Leiter der Abfallwirtschaft in Lörrach, versteht die Aufregung des Enkensteiner Ortsvorstehers nicht »Wir machen uns nur Gedanken, was passieren kann. Mehr ist es nicht«, beteuert er. Auch sei noch nichts entschieden. Er räumt allerdings ein, dass die Lagerung von Schlacke Sinn machen konnte. Aber all das, auch was geschreddert werden musste, seien nur leere Szenarien, die man im Rahmen eines ganz normalen Managements durchspielen müsse.
Die Unabhängigen schließen Jörg Rittweger nun aus ihrer Wählervereinigung aus.
02. Dezember 2004
Mit Ines Feldmann hat das Jugendbüro der evangelischen Kirchengemeinde eine neue Bezirks-Jugendreferentin.
Die Innenstadt ist mit Kerzen erleuchtet. Der Gewerbeverein hat zum ersten Abendeinkauf, der als »Lichterfest« deklariert wurde, eingeladen. Auf Fenstersimsen, an Hauseingangen brennen Kerzen und Lichter Dies gab der Innenstadt einen heimeligen Glanz, den sich sehr viele Besucher in den Abendstunden nicht entgehen lassen wollten. Viele Familien mit Kindern kamen, um beim Lichterglanz einen Weihnachtsbummel zu machen Natürlich gab es auch Kulinarisches Waffeln, Glühwein oder Grillwurste fanden ihre Abnehmer. Der Gewerbeverein war mit der Premiere des Abendverkaufs höchst zufrieden, wie Stefan Klever betonte.
03. Dezember 2004
Der Bahnübergang Wehrer Straße bleibt von heute an für die Dauer von vier Monaten geschlossen. Im Zusammenhang mit dem Umbau der Regio-S-Bahn sind noch Arbeiten an diesem Bahnübergang notwendig. Nach Angaben von Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann sind die Maßnahmen rein bahntechnischer Art, die Stadt habe kein Mitspracherecht. Mit der schier endlosen Sperrung will sich die Stadt aber gleichwohl nicht abfinden Reaktionen zeigten der Gemeinderat und Bürgermeister Nitz nach der Ankündigung durch die Deutsche Bahn »Wir fordern eine wesentlich kürzere Sperrzeit« Hinter vorgehaltener Hand - so die Presse - mutmaßen dennoch einige, die Bahn wolle den Übergang auf diese Weise durch die Hintertür für immer schließen, nachdem solche Pläne nach lautstarkem öffentlichem Protest durch die Stadt nicht weiter verfolgt worden sind.
04. Dezember 2004
Weihnachtliche Stimmung herrscht beim Fahrnauer Adventsmarkt rund um die Agathen-Kirche. Die Veranstalter, verschiedene Fahrnauer Vereine, die Grundschule und die evangelische Kirchengemeinde überlassen alle Einnahmen einem sozialen Zweck. 50% gehen an den Tafelladen, die andere Hälfte erhält die Grundschule Fahrnau für eine Schulhof-Überdachung.
Jörg Wendland, Andrea Menne und Pfarrer Matthias Weber als Organist stimmen in der evangelischen Stadtkirche mit einem Konzert in die Adventszeit ein.
05. Dezember 2004
Hunderte von Menschen kommen zur zweiten Nikolaus-Party, zu der der Schopfheimer Gastronom Hans Glöggler auf den Viehmarktplatz eingeladen hat. Mal klassische, mal poppige Weihnachtsweisen und verlockende Verpflegungsstände erfreuten das ausgesprochen zahlreiche Publikum jeder Altersklasse.
Traditionelle Jahresfeier des TV Fahrnau in der Festhalle mit den Kleinsten und den Jugendlichen. Selbst der Nikolaus hatte in diesem Tohuwabohu mit 150 Akteuren seine liebe Mühe. Im Blitzlichtgewitter und vor zahlreichen laufenden Video-Kameras stolzer Eltern zeigten auch die Kleinsten unter der Leitung der Übungsleiterinnen, was sie im Turnverein gelernt haben.
Auch bei den anderen Turnvereinen wird Nikolaus gefeiert. In der Turnhalle in Wiechs freut sich der Turnernachwuchs des Vereins zusammen mit vielen Besuchern bei sportlichen Darstellungen und über den Besuch des Nikolaus. Mit den akrobatischen Einlagen haben auch die jungen Sportler der TSG Schopfheim anlässlich ihrer Nikolausfeier in der Stadthalle ihr Können demonstriert. Die Demonstration reichte von Karate über Turnen weiter bis zum Aikido. Schließlich kam dann auch hier der Nikolaus, nicht ohne seine Geschenke mitzubringen.
06. Dezember 2004
Der »lebendige Adventskalender« in Eichen – eine Aktion, die vom 1. bis zum 24. Dezember dauert – stößt auf eine, wie die Eichener selbst sagen, tolle Resonanz.
»I have a dream« – die Geschichte Martin Luther Kings wird in einem Schauspiel mit viel Musik in der Stadthalle aufgeführt. In den Hauptrollen waren der Schauspieler und Entertainer Ron Williams als Bürgerrechtler Martin Luther King und der einstige Opern-Weltstar Felicia Weathers als seine Mutter zu sehen. Ein ausverkauftes Haus bedankte sich bei den Künstlerinnen und Künstlern mit Standing Ovations.
07. Dezember 2004
Das vor zwei Jahren von Rheinfelden nach Schopfheim gekommene Bauunternehmen ABG legt seinen Betrieb in Schopfheim still. Rund 90 Mitarbeiter werden dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren. Es gibt im Unternehmen keinen Betriebsrat, es wird auch keinen Sozialplan geben. Nach dem Tod des Firmengründers fasste die Erbengemeinschaft den Entschluss, das Unternehmen nun aufzugeben.
Nun soll der städtische Haushalt doch ohne Neuverschuldung auskommen. Der dem Gemeinderat jetzt vorgelegte Haushaltsplan, dessen Verabschiedung kommende Woche auf der Tagesordnung steht, erfuhr weitere Korrekturen, sodass auf eine Schuldenaufnahme verzichtet werden kann.
Das Wetter ist für den Kalten Markt genau richtig: trocken und kalt. Tausende von Menschen strömen den ganzen Tag bis in die späten Abendstunden in die Altstadt, um an den Marktständen vorbeizuziehen, einzukaufen, stehen zu bleiben, eine Wurst zu essen, einen Glühwein zu trinken oder einfach nur mit Freunden, Bekannten, Nachbarn, die man antrifft, zu plaudern und sich über den Markt, der in Schopfheim wahrhaftig ein Magnet und Treffpunkt ist, zu unterhalten.
08. Dezember 2004
Seit zehn Wochen hat Inge Kreuter-Wendland die Ladenleitung für den Tafelladen Schopfheim übernommen, der nun Anfang des kommenden Jahres den Betrieb aufnehmen soll. Sie koordiniert auch die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, um den Laden dann immer dienstags, donnerstags und freitags öffnen zu können.
Jörg Brügger und seine Partnerin Kerstin Borsig verlassen die »Alte Stadtmühle« in Schopfheim, um im Frühsommer des nächsten Jahres in Binzen den »Ochsen« zu übernehmen.
Zum letzten Altennachmittag in diesem Jahr konnte die Organisationsleiterin Dora Woppel die Zeller Kindertrachtengruppe ins evangelische Gemeindehaus einladen. Am Akkordeon war der Zeller Andreas Klauser. Tanz- und Liedervorführungen sowie weihnachtliche Gedichte begeisterten die Besucher.
Zwei unerfreuliche Polizei-Einsätze gibt es beim Kalten Markt. Ein 15-Jähriger schlägt eine gleichaltrige Jugendliche und verletzt sie. Die Polizei muss hier genauso eingreifen wie bei einem Diebstahl durch einen Schüler.
09. Dezember 2004
Vor einigen Tagen beschloss der Ortschaftsrat in Enkenstein eine Resolution zum »Umschlagplatz Kreismülldeponie«. Diese geht nun an den Schopfheimer Gemeinderat. Man hofft, dass auch dieser die Resolution verabschieden wird. Ortsvorsteher Rainer Strittmatter bemängelt noch einmal die unkorrekte Informationspolitik der Abfallwirtschaft, denn die Scheinberg-Deponie soll künftig Umschlagplatz für Altholz, Sperrmüll und Schlacke samt einer Shredder-Anlage, die dort eingerichtet werden soll, sein. Man befürchtet in Enkenstein mehr Lärm, Gestank, Staub und Verkehr.
Mit dem Fahrplan-Wechsel am Sonntag, den 12. Dezember, bricht für die Wiesental-Bahn eine neue Epoche an. Sie wird zur S-Bahn im engeren Sinne. Die Züge werden künftig zwischen Lörrach und Steinen im Viertelstunden-Takt verkehren. Im kommenden Jahr wird es auch neues Zug-Material geben. Allerdings sind noch nicht alle Bahnhöfe umgebaut. Der Schopfheimer Bahnhof wird im Laufe des Jahres 2005 umgebaut und auf S-Bahn-Standard gebracht. Der Bahnsteig zu den Gleisen 2 und 3 erhält einen Aufzug zur Bahnsteig-Unterführung. Die Realisierung des neuen Haltepunktes Schopfheim West ist erst für 2006 vorgesehen. Der Fahrnauer Bahnsteig geht in voller Länge in Betrieb, auch hat die Stadt eine P+R-Anlage für Fahrräder errichtet. Auch der Bahnsteig in Hausen-Raitbach ist in voller Länge S-Bahn-betriebsbereit, ebenso haben dort die Stadt Schopfheim und die Gemeinde Hausen zusammen eine überdachte P+R-Anlage für Fahrräder hergestellt.
Ein sehr wichtiger Tag für den Ortsteil Gersbach. In einer kleinen Feierstunde in der Bergkopf-Halle nimmt das größte Vorhaben der Gersbacher Geschichte seinen Anfang: Bernd Weiß, Präsident des Landesamtes für Flurneuordnung, überreicht Bürgermeister Christof Nitz und Ortsvorsteher Ralf Ühlin den formellen Anordnungsbeschluss für die Flurbereinigung des Ortes. 2.400 ha, die gesamte Gemarkung, sollen einer Neuordnung unterworfen und damit eine wirtschaftlichere Bewirtschaftung ermöglichen. Das Gersbacher Vorhaben, das sich vermutlich über einen Zeitraum von 13 Jahren erstrecken wird, sprengt den landesüblichen Rahmen. Mit seiner großen Fläche liegt es mehr als doppelt so hoch als im Durchschnitt. Auch das Investitionsvolumen von 5 Mio. Euro liegt weit über gängigen Größen. Ortsvorsteher Ralf Ühlin meinte in seiner Begrüßung: »Wir dürfen über Gersbach keine Käseglocke stülpen, sondern schützen durch nützen«. Der Wunsch zur Flurneuordnung ging – so Ühlin – im Wesentlichen von den Landwirten aus. »Wir wollen Gersbach erhalten«, verkündete auch der Landrat, der ebenfalls zur Feierstunde gekommen war. Er versprach beispielsweise mit Blick auf den Campingplatz und die damit verbundenen Konflikte seine Hilfe. Bürgermeister Christof Nitz meinte, obwohl die Stadt finanziell schwere Zeiten durchmache, werde sie die anteiligen Kosten an diesem zukunftsweisenden Verfahren übernehmen.
Dieser Tage las die in Lörrach lebende Autorin Silvia Végh in der Stadtbibliothek aus ihren lyrischen Texten und Kurzgeschichten.
Zum 25. Mal treffen sich die Senioren zu ihrem monatlichen Senioren-Tanz in der Stadthalle, den Anneliese Brändle seit Anfang plant und durchführt.
10. Dezember 2004
Die Auszubildenden des Minimal-Marktes in Gündenhausen organisierten am 4. Dezember eine Nikolaus-Feier. Dabei gab es eine reich bestückte Tombola, für die Kleinen eine Hüpfburg, Kaffee, Kuchen, Glühwein und anderes. Den Erlös dieser Feier überreichten die Azubis zu gleichen Teilen an die DRK-Gruppe KIT (Krisen-Intervention) Rheinfelden und an den Kindergarten in Langenau mit je 700,- Euro.
11. Dezember 2004
Das Schopfheimer Scala-Kino behauptet sich unter der Regie von Marion und Klaus Wursthorn sehr erfolgreich gegen die Konkurrenz der Multiplex-Filmpaläste und DVDs. Selbstbewusst meint das Pächter-Ehepaar, das das Kino seit nunmehr 11 Jahren betreibt: »Die großen Filmpaläste machen uns nichts aus. Das Kino zeichnet sich durch eine großzügige Inneneinrichtung aus und das begeistert auch die Besucher«.
Ein großer Erfolg war der erste Vorlese-Abend des Fördervereines Freunde der Grundschule Fahrnau, zu dem die Grundschüler in die Schul-Aula eingeladen wurden.
Im MT erscheint derzeit eine Serie von Hans O. Steiger mit Fotos und Erinnerungen an Schopfheim und aus Schopfheim aus den 50er-Jahren.
Beim Weihnachtskonzert der Stadtmusik wurde der Dirigent Max Lehmann für sein 25-jähriges Wirken mit dem Orchester geehrt. Er erhielt die Silberne Ehrennadel des Bundes deutscher Blasmusikverbände aus den Händen des Präsidenten, Helmut Steinmann vom Alemannischen Musikverband, überreicht. Bürgermeister Christof Nitz ehrte den Dirigenten mit dem Großen Silbernen Dukaten der Stadt. Vor dieser Ehrung waren zwei außergewöhnliche Konzertstücke von der Stadtmusik und der Jugendkapelle zu hören. Das Konzert endete – wie alljährlich – im Schein unzähliger Kerzen. An diesem Konzertabend gab es aber noch weitere verdiente Mitglieder zu ehren. Die Silberne Verbandsnadel erhielten Christina Tondar und Renate Feuchtmann. Damit wurde der große Verdienst der beiden Frauen um die Blasmusik im Allgemeinen hervorgehoben. Heidi Detterbeck und Yvonne Moser wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. An weitere Personen gingen Ehrungen für 30- und 40-jährige Vereinszugehörigkeit.
In der vhs treffen sich deutsche und französische Sprachkurs-Teilnehmer aus dem französischen St. Louis und Schopfheim zum Gedankenaustausch.
12. Dezember 2004
Bei kalten, ja eisigen Temperaturen sind sehr viele Menschen auf dem Schopfheimer Weihnachtsmarkt in der Altstadt. Vom Bezirksamt über die Konrad-von-Rötteln-Straße, Teile der Wallstraße und Torstraße zogen sich die Marktstände. Der Markt wurde von Frank Hedtke organisiert.
Den 3. Advent nutzte das THG für ein Weihnachtskonzert in der evangelischen Stadtkirche. Einen überraschenden Einstieg bildete das Blechbläser-Ensemble. Das Programm gestalteten weiter der Chor der 6. Klasse, die Solisten-Gruppe der Chöre, der Chor der 7.–13. Klässler sowie der Eltern- und Lehrerchor. Der finanzielle Erlös geht – so Direktor Wolfgang Stocker – nach Rumänien. Er fließt ein in die Spendenaktion »Weihnachtsfreude in Rumänien« und kommt Straßenkindern zugute.
13. Dezember 2004
Karl Ganz, über den im vergangenen Jahr im Jahrbuch ein kleiner Artikel erschienen ist, erhielt heute für 25 Jahre Tätigkeit als phänologischer Beobachter in Schopfheim eine Ehrung. Michael Gutwein vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart überreichte ihm eine Plakette des Deutschen Wetterdienstes für seine bisherige Arbeit, die Karl Ganz Ende 2005 altersbedingt einstellen möchte.
Der 13. wird im Gemeinderat zu einem historischen Negativ-Tag für die Stadt. Eigentlich hätte der Haushalt für das Jahr 2005 mit 31.554.500,- Euro, davon im Verwaltungshaushalt 25.545.600,- Euro, verabschiedet werden sollen. Verabschiedet werden sollten auch die Grundsteuererhöhung und die Festlegung der Wirtschaftspläne der Stadtwerke, des Eigenbetriebes Abwasser, der vhs und des Eigenbetriebes Bauhof. Doch wurde nichts daraus – der Gemeinderat schmetterte mit 14 Neinstimmen die gesamte Vorlage ab. Nur 12 Gemeinderäte (CDU und FWV sowie der Bürgermeister) haben dem Plan zugestimmt. Ein Stadtrat enthielt sich der Stimme. Zum ersten Mal, soweit sich auch der Chronist erinnern kann, wird ein Haushalt in der Stadt mehrheitlich abgelehnt. Damit tritt zum 1. Januar eine vorläufige Haushaltsführung in Kraft. Für die Ablehnung führten die SPD, die Unabhängigen, die GRÜNEN und die Bürgerliste für Schopfheim mehrere Gründe ins Feld. »Ich werte dies auch als eine Abstimmung gegen meine Person«, erklärte ein – wie die Presse später meint – sichtlich angeschlagener und kurz angebundener Bürgermeister nach der Abstimmungsniederlage. Er betonte auch weiterhin, dass das Hauptproblem die gesunkenen Zuweisungen von Bund und Land seien. Im Übrigen erwarte er von den Fraktionen nun Vorschläge, wie der Haushalt 2005 aussehen könne. »Wir werden nichts Neues erarbeiten«, betonte er weiter. Sollte von den Fraktionen nichts kommen, wird er den gleichen Entwurf im Januar erneut zur Abstimmung vorlegen. Marianne Zabel, die für die CDU die Haushaltsrede hielt und den Haushalt annahm, meinte: »Zu den dringendsten Aufgaben gehört die Einführung der Ganztagesschule am THG, die Realisierung des Hochwasserschutzes und die Fertigstellung der Nordumfahrung der Stadt«. Wolfgang Bühler, dessen Fraktion ebenso den Haushalt bejahte, meinte, weil der Haushalt nun ohne Neuverschuldung auskomme, hätten die Freien Wähler die Kröte der Erhöhung der Grundsteuer B und der Kindergartengebühren geschluckt. Künftig dürften Personalstellen keine heilige Kuh sein und auch der Bauhof werde Thema bleiben. »Wir werden dem Haushalt nicht zustimmen«, meinte Artur Cremans für die SPD und betonte, dass seine Fraktion für den Haushalt 2005 schon mehrfach Duftmarken gesetzt habe und davor warne, dass der jetzt vorgelegte Entwurf die Zustimmung der Rechtsaufsicht nicht erhalten werde. Er erwähnt, dass dem Haushalt durch die Brötchentaste Geld entzogen worden sei, dass auf eine Ausschreibung der Jagdpacht verzichtet worden sei und dass die Einstellung eines Kulturbeauftragten in dieser Zeit in der SPD nie Rückhalt gefunden habe. Karl Selz meinte, dass der Ernst der Lage der Verwaltung und einigen Stadträten noch immer nicht bewusst sei. Er betrachtet es als schlechten Stil, wenn der Bürgermeister in einer Klausurtagung mit der CDU Dinge diskutiert, die der übrige Gemeinderat erst aus der Presse erfahren muss. Die Unabhängigen, so Selz, könnten keine ernsthaften Bemühungen der Verwaltung erkennen, die Finanzmisere in den Griff zu bekommen, und lehnten aus diesem Grunde den Haushalt ab. Für die GRÜNEN hielt Michael Straub in seiner Rede fest, dass er davon ausgehe, dass die Verwaltung die meisten ihrer Ideen durchgebracht habe und der Gemeinderat alle Sparvorschläge beschließen sollte. Danach komme der Bürgermeister und sage, dass es noch zusätzliche Einnahmen gebe. Mit der Bebauung des »Oberfeldes« soll der Haushalt angeblich finanziert werden. »Hier«, so meint Straub, »wird nur versteckt, dass man nicht sparen will«, und lehnt aus diesem Grund den Haushalt ab. Einen erkennbaren Sparwillen seitens der Verwaltungsspitze war für Jörg Rittweger von der Bürgerliste für Schopfheim nicht erkennbar. Im Gegenteil werde die katastrophale Haushaltslage als Druckmittel eingesetzt, um Gebühren- und Steuererhöhungen durchzusetzen. Außerdem bemängelt Rittweger, dass Finanzmittel in letzter Minute dem Küchenkabinett in einem umfrisierten Haushalt präsentiert worden seien, um plötzlich keine genehmigungspflichtigen Teile mehr im Haushalt zu haben. Die beiden Vertreter der Bürgerliste lehnten daher den Haushalt 2005 ab.
Bürgermeister Christof Nitz informiert, dass McDonald’s nun doch nicht nach Schopfheim kommt.
Mit großer Mehrheit beschließt der Gemeinderat das Sanierungsprogramm Altstadt III und gibt damit den Startschuss für ein neues Verfahren.
Bei der Gemeinderatssitzung berichtet der Bürgermeister darüber, dass die Stadt 2005 aus Geldgründen keinen Neujahrsempfang geben wird.
14. Dezember 2004
Nach den Umbauarbeiten des Bahnüberganges Wehrer Straße wird dieser definitiv geöffnet, versichert Willy Pastorini, Leiter des Regionalnetzes der Deutschen Bahn Südbaden, in einem Pressegespräch im Rathaus. Die viermonatige Sperrung sei jedoch nötig, weil sich die alte Technik nicht mit einer neuen vereinbaren lasse. Seit Sonntag ist die Regio-S-Bahn in Betrieb. Alle Weichen und Übergänge werden nun über ein elektronisches Stellwerk in Lörrach ferngesteuert. Die Schopfheimer Schranken lassen sich – da sie bisher von Schopfheim aus gesteuert wurden – noch nicht heben und senken. Die Bahn bemühe sich, die Umstellung bis zum 1. April 2005 zu vollenden, betonte Pastorini. Das Schopfheimer Stellwerk an der Hebelstraße ist stillgelegt worden.
Seit Jahren engagieren sich Schüler der Friedrich-Ebert-Schule für das Projekt Dikome/Kamerun. Beim diesjährigen Schulfest konnte nun ein Betrag von 620,- Euro erwirtschaftet werden, den die Konrektorin Claudia Brenzinger zusammen mit Schülerinnen und Schülern Dekan i. R. Helfried Heidler überreichte.
Dieser Tage erhielten die Landwirte Hubert Haun aus Wiechs und Hans Schwald aus Eichen in Ballrechten-Dottingen aus den Händen des Landwirtschaftsministers Willi Stächele den Silbernen Meisterbrief überreicht.
Die Freien Wähler nutzten ihren Weihnachts-Hock in der »Krone«, um »Dampf abzulassen«. Der neue Fraktionssprecher, Wolfgang Bühler, beklagte sich über die Blockbildung gegen die Verabschiedung des Haushaltes 2005. In der Summe, so meinte er, hätte man dem Haushalt zustimmen können. Man dürfe die Sache – nämlich das Wohl der Stadt – nicht wegen persönlicher Eitelkeiten und Retourkutschen aus den Augen verlieren. Die Ablehnung des Haushaltes sei eine vertane Chance für die Stadt. Mit neuen Projekten könne nun nicht begonnen werden. Tesfaldet Reda regte an, dass sich alle jungen Gemeinderäte aller Fraktionen treffen und beraten sollten. Adolf Winterhalter bilanzierte aus seiner Sicht, dass der Bürgermeister das Ziel dieser Reden gewesen sei. Es gehe nicht an, den ganzen Haushalt zu kippen, nur weil ein kleines Stückchen nicht so passe.
15. Dezember 2004
Den Weihnachtsmarkt haben auch die BZ und das Markgräfler Tagblatt für ihre Weihnachts-Hilfsaktionen genutzt. Während die einen Lose verkauften, gab es bei der anderen Zeitung Glühwein und Linzertorte.
Zur Gemeinderatssitzung vom Montag meint heute die Badische Zeitung, der Bürgermeister habe eine rote Karte für seinen Alleingang bekommen. Werner Müller meint im MT im Kommentar: »Bürgermeister Nitz – nur knapp zwei Jahre nach seinem Amtsantritt vor einem Scherbenhaufen?« Der Schiffbruch des Stadtoberhauptes habe historische Dimensionen, die freilich nicht aus heiterem Himmel gekommen seien. Das Fass zum Überlaufen gebracht habe freilich, dass nach wochenlangem Gefeilsche um Millionen-Löcher und Darlehensaufnahmen den Räten plötzlich ganz andere Zahlen vor den Latz geknallt worden seien und damit die Miesen schwuppdiwupp sich in nichts aufgelöst hätten. Das virtuelle Zahlenspiel habe mit dem berühmten Funken die kritische Ladung zum Explodieren gebracht.
Besorgte Bürger rufen bei der Polizei gegen Mitternacht an und berichten von einem Kleinwagen auf dem Marktplatz, aus dem maskierte Personen mit Gehstöcken ausgestiegen seien. Die Polizei hielt das Fahrzeug in der Hebelstraße an. Zwei junge Männer hatten Gummi-Vollmasken dabei und stritten zunächst ab, die Maskierten gewesen zu sein. Es stellte sich heraus, dass jene beiden Männer Ende August vor einem Altenheim eine Autofahrerin bedrängt hatten. Angeblich drehten sie damals einen Film. Die Polizei ermittelt nun.
Eindrucksvoll demonstrieren hunderte Bürger aus dem Kleinen Wiesental vor der Stadthalle für den Erhalt der hausärztlichen Versorgung auf dem Lande. In der Stadthalle tagen zur gleichen Zeit die Kassenärztliche Vereinigung Südbaden und die niedergelassenen Ärzte aus den umliegenden Dienstbezirken über Notdienstregelungen für das Kleine Wiesental. An der Versammlung war auch Landrat Walter Schneider anwesend.
Kurz vor 20 Uhr muss die Polizei zu einem Großeinsatz ins Asylbewerberheim am Wiesenweg ausrücken. Es kam dort zu einer Messerstecherei, wobei ein 35-jähriger Mann aus Russland und ein 20-jähriger Kameruner Schnittverletzungen davontrugen.
Tesfaldet Reda und Andreas Gsell, beide Geschäftsleute, übergeben dem MT für die Aktion »Hilfe für notleidende Menschen im Kreis Lörrach« 570,- Euro als Erlös eines Glühwein-Standes.
16. Dezember 2004
Dr. Gerhard Rieger, Leiter des Schopfheimer Forstamtes, schraubt am Gebäude an der Karlstraße 11 das Landeswappen Baden-Württemberg und das Schild »Forstamt« ab, denn zum Jahreswechsel verliert dieses – wie viele andere Behörden im Lande – seine Selbständigkeit. Dr. Rieger bleibt allerdings weiterhin Leiter des neuen Forstbezirkes im gleichen Gebäude. Wie lange dies jedoch anhalten wird, vermag er nicht zu sagen.
17. Dezember 2004
Eine Ferienregion hat sich neu formiert: Die Bürgermeister von Häg-Ehrsberg, Zell i.W., Hausen i.W., Hasel, Maulburg, Steinen, Schopfheim und des Kleinen Wiesentals stellen das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit im Rathaussaal der Öffentlichkeit vor. Erstmals präsentieren sich alle diese Gemeinden mit einem gemeinsamen Image-Prospekt, der künftig für die Region werben soll. Unter dem Namen »Südwärts« will sich die Region einen höheren Anteil am Tourismus-Markt sichern. Innerhalb zweier Jahre haben die Gemeinden sich auf dieses gemeinsame Projekt, das den Anfang einer engeren Zusammenarbeit bilden soll, geeinigt. Sämtliche Bürgermeister, die der Präsentation beiwohnten, gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich diese Zusammenarbeit für die gesamte Region auszahlen möge. Eine Art Federführung liegt beim Tourismus in Schopfheim.
Karl Friedrich Katzer wird von Bürgermeister Christof Nitz in den Ruhestand verabschiedet. Katzer war seit 1966 bei der Stadt und leitete zuletzt verantwortungsvoll die Stadtkämmerei. Neben ihm verabschiedete der Bürgermeister auch den langjährigen Wassermeister Adolf Walz, der aber bereits seit zwei Jahren in der Altersteilzeit ist, zuletzt in der sogenannten Freistellungsphase. Mit diesen beiden durfte der Bürgermeister auch zwei langjährige Reinigungskräfte – Frau Johanna Schlageter und Frau Ingeborg Güdemann – in den Ruhestand verabschieden.
In einer kleinen Feierstunde im Rathaussaal übergibt Bürgermeister Jürgen Multner aus Maulburg zusammen mit seinem Hauptamtsleiter Thomas Krause das Maulburger Grundbuch an die Stadt Schopfheim ab. Zum 1. Januar 2005 wird Schopfheim das Grundbuch für Maulburg mit erledigen. Bürgermeister Christof Nitz zeigt sich zusammen mit Fachbereichsleiter Klaus Strütt und Grundbuchratsschreiber Jürgen Sänger sehr zufrieden über diese Lösung. Die Zusammenarbeit – so wird in der kleinen Feier deutlich – könnte Schule machen. Schopfheim wäre in der Lage, weitere Gemeinden zu übernehmen.
18. Dezember 2004
Die Freie evangelische Schule will in Schopfheim mit Beginn des nächsten Schuljahres eine erste Klasse einrichten. Dies bestätigte Michael Basler, Geschäftsführer dieser Schule, gegenüber dem Markgräfler Tagblatt. Auch in anderen Gemeinden des Kreises sollen Klassen eingerichtet werden.
Der Sozialverband VdK traf sich dieser Tage im katholischen Gemeindehaus zu einem Advents-Kaffee. Dabei wurden Alfons Lienhart für 25-jährige Tätigkeit im Vorstand und Berthold Dietsche für seine 25-jährige Tätigkeit als Kassierer geehrt.
Am THG gewann vor Tagen Celina Stockmar als beste Vorleserin einen Vorlese-Wettbewerb der Sechstklässler.
Der Musikverein Langenau beschert seine zahlreichen Mitglieder in der voll besetzten Festhalle in zweifacher Hinsicht. Zunächst präsentierte sich das Zöglingsorchester des Vereins, ebenfalls unter der Führung von Erwin Lenz, bevor die vom Hauptverein dargebotenen Wunschmelodien die Gäste erfreuten. Neben der obligatorischen und reich beschickten Tombola wurden die Zuhörer auch reichlich beschenkt. Erwin Lenz leitet das Orchester nun seit 10 Jahren und meint, er sei stolz auf die Musiker.
19. Dezember 2004
Eine heftige Attacke hatte ein Autofahrer in der Altstadt in den Morgenstunden zu überstehen. Eine offenbar verwirrte Frau zog einen Hammer und schlug auf das Auto des Mannes ein. Schließlich, als der Mann sich zu wehren versuchte, bedrohte ihn die Frau mit einer Spiegelscherbe. Die Polizei ermittelt.
Zur traditionellen Jahresfeier mit dem Kinderchor, dem Gemischten Chor und dem Männerchor versammelt sich der Gesangverein Fahrnau in der Festhalle des Ortsteiles. Die Dirigentin des Kinderchores, Annette Winter, führte zum letzten Mal Regie beim Auftritt ihrer Zöglinge. Die Kleinsten präsentierten dann auch ein herrliches »Fahrnauer Weihnachtsmärchen«. Annette Winter erhielt danach vom Vorsitzenden Martin Link die Silberne Vereinsehrennadel überreicht.
20. Dezember 2004
Ein vierköpfiges Team mit Alt-Bürgermeister Klaus Fleck an der Spitze kehrt aus Dikome zurück. Das Team hat dort u. a. die Wasserleitung repariert und andere technische Anlagen wieder auf Vordermann gebracht. »Die Menschen machten, nachdem das Wasser wieder floss, regelrechte Freudensprünge«, weiß Klaus Fleck zu berichten.
21. Dezember 2004
Der Vorsitzende des Gesangvereines Eichen übergibt an die BZ eine Spende von 200,- Euro für die Aktion »Hilfe zum Helfen«.
Für einige Wochen sind die Spazierwege am Entegast entlang der Wiese gesperrt, denn Waldarbeiten erfordern diese Maßnahme. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende März.
Beim Markus-Pflüger-Heim gibt es eine ganze Reihe von Ehrungen. So durften etliche Mitarbeiterinnen auf 25 Jahre Zugehörigkeit zum Heim zurückblicken.
Die Vorsitzende des Tafelladens, Ingrid Steven, konnte im Beisein des Bürgermeisters zusammen mit Inge Kreuter-Wendland einen Scheck in Höhe von 1.000,- Euro von der Juwel-Bau in Empfang nehmen.
Die breite Palette russischen Temperaments präsentiert der Chor der Schwarzmeer-Flotte in der Stadthalle. Mit Musik und Gesang wurde ein beeindruckender Folklore-Abend auf die Bühne gezaubert. Die Stadtmusik trat als Veranstalter auf.
Der weit über das Wiesental hinaus bekannte Unternehmer und Firmengründer Werner Rietschle verstirbt im Alter von 89 Jahren. Bei der gesamten Schopfheimer Belegschaft seines Unternehmens, ja weltweit, löst sein Tod große Betroffenheit aus.
22. Dezember 2004
Kopfschütteln und Missbilligung herrschen bei der SPD über einen Zeitungsartikel der FWV. Sie meinen, offensichtlich sei es für diese Fraktion gewöhnungsbedürftig, sich bei demokratischen Abstimmungen in der Minderheit wiederzufinden. Die SPD erwartet vom Bürgermeister, in Haushaltsangelegenheiten nun mit eigenen Vorschlägen einen tragfähigen Kompromiss für einen genehmigungsfähigen Haushalt vorzulegen, damit – wie es heißt – verlorenes Vertrauen wieder zurückgewonnen werden könne. Das erfordere einen hohen persönlichen Einsatz des Bürgermeisters, so Artur Cremans.
Vor einigen Tagen traf sich der nun eigenständige Fanfarenzug Fahrnau zu seiner 4. Jahreshauptversammlung. Bei den Neuwahlen wurde Christina Drumm in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt.
Wie jedes Jahr feiern die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft am Wiesenweg zusammen mit der Heimleiterin Petra Mayer Weihnachten. Dieses Mal kamen zu dieser Feier rund 20 Erwachsene und Kinder im evangelischen Gemeindehaus zusammen.
23. Dezember 2004
Das Haus Columban hat zum 1. Januar 2005 einen neuen Betreiber. Die gemeinnützige Alten- und Jugendhilfe Marthashofen (AJG) hat das Haus, das künftig Columban Altenhilfe heißen wird, übernommen. AJG ist eine Tochtergesellschaft des Altenwerkes Marthashofen und Mitglied im Nicodemus-Werk. Neuer Heimleiter ist Hans-Joachim Schlettig.
Wie heute in der Zeitung zu lesen ist, hat die CDU gestern in einer Pressekonferenz eine Gegenoffensive gegen die SPD gestartet und äußerte sich zu der Haushaltssituation der Stadt. Marianne Zabel meint, jenen, die gegen den Haushalt gestimmt hätten, ginge es nicht um die Sache, ihnen ginge es nur um die Person des Bürgermeisters. Dass wichtige Zahlen erst kurz zuvor auf den Tisch gekommen seien, bezeichnet sie als unglücklich, doch als keinen Ablehnungsgrund. Bärbel Hagist meinte gar, dass es einigen nur um ihre persönliche Macht gehe. Die Arbeit im Stadtrat habe sie sich irgendwie anders vorgestellt. Ebenso desillusioniert zeigt sich der Ratsneuling Michael Böhler. »Von Gemeinsamkeit zum Wohle der Stadt merke ich überhaupt nichts«, so seine Äußerung. Um wieder zu Gemeinsamkeiten zu kommen, meinten die CDU-Räte, der Gemeinderat sollte zwei Tage lang in Klausur gehen – und das außerhalb von Schopfheim.
Zum 10. Mal fand am 2. Advent der Weihnachtsmarkt in Poligny statt. Die Boule-Spielgemeinschaft Le Cochonnet, die von Anfang dabei ist, konnte zusammen mit den Franzosen das 10-jährige Marktjubiläum feiern.
Kurz vor Weihnachten ging es bei einer Sitzung der Unabhängigen darum, wie der Haushalt 2005 noch zu beschließen wäre. Erster Punkt der Unabhängigen: Es darf keine Steuererhöhung geben. Die Fraktionen von CDU und FWV legten nach der Ablehnung des Haushaltes »große Aufgeregtheit an den Tag«, so die Unabhängigen. Tatsache sei jedoch, dass die katastrophale Finanzsituation, die nun gescholten werde, die Quittung für jahrelange sorglose Politik sei, die auch der jetzige Bürgermeister weiter betreibe.
24. Dezember 2004
Mit einem Weihnachtsbrief, heute in den Zeitungen veröffentlicht, wünscht Bürgermeister Christof Nitz den Schopfheimerinnen und Schopfheimern eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2005.
Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel ist – so die Badische Zeitung – insgesamt gut verlaufen. Dies bestätigt der Gewerbevereinsvorsitzende Stefan Klever. Zu Euphorie sei zwar kein Grund, zu Zuversicht aber durchaus.
Kinder des katholischen St. Josefs-Kindergartens feiern mit ihren Familien am Nachmittag in der Pfarrkirche St. Bernhard Weihnachten.
Traditionell ist es bereits, dass die »Glöckler« des »Städtli-Zinkens« in der Alten Kirche St. Michael unter der Leitung von Kurt Kiefer Weihnachten »einläuten«. Es gab keinen Sitzplatz mehr in St. Michael. So hat sich dieses Weihnachtsspiel in den letzten Jahren zur Tradition entwickelt.
Im Anschluss an eine Weihnachtsfeier im »Irrlicht« kommt es in der Bahnhofstraße zu Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen junger Leute. Eine der Polizei bekannte Gruppierung hatte die Veranstaltung gestört und die Auseinandersetzungen ausgelöst. Mit Unterstützung von Streifenbesatzungen aus dem ganzen Landkreis konnte die Polizei die Parteien trennen. Zwei 25 und 19 Jahre alte Männer wurden schließlich in Gewahrsam genommen. Ein 27-Jähriger kam in Haft, da er aufgrund eines Haftbefehls gesucht wurde.
Während die Polizei Großeinsatz hat, feiern die Menschen in unserer Stadt ihr Weihnachtsfest. Viele gläubige Protestanten und Katholiken feiern die Geburt Christi in ihrer Kirche. »Immer wieder zur Weihnachtszeit wächst der Glaube an das Gute im Menschen«, meint Pfr. Dr. Michael Hoffmann in seiner Weihnachtspredigt während der Christmette, denn zu dieser Zeit wachse die »Sehnsucht nach Frieden auf Erden«. Leider sei es jedoch eine Tatsache, dass Menschlichkeit nicht angeboren ist, so der evangelische Geistliche. Wie das evangelische wird auch das katholische Gotteshaus von zahlreichen Gläubigen besucht. Diakon Friedrich Itzin zitiert den marxistischen Philosophen Ernst Bloch in seiner Weihnachtspredigt und erzählt die Fabel von Ochs und Esel, die im Vergleich zu Löwe und Pfau nichts zu bieten hatten und dennoch allein würdig waren, an der Krippe zu stehen.
25. Dezember 2004
Wie jedes Jahr entführt der Musikverein Wiechs sein Publikum beim Weihnachtskonzert auf eine musikalische Reise. Während Jörg Wendland durch das Programm führte, war es wie gewohnt Max Lehmann, der sein Orchester bestens eingestimmt hatte und dem begeisterten Publikum facettenreich präsentierte.
Bestens unterhält der Musikverein Raitbach sein Publikum beim Weihnachtskonzert in der Festhalle, die bis auf den letzten Platz besetzt ist. Die »Kleine Bläsergruppe« begrüßte die Zuhörer mit Weihnachtsliedern, bevor der Musikverein dann u. a. auch »Stille Nacht« spielte. Zwei Musiker durfte die Vorsitzende, Ursula Meyer, aufgrund ihrer langen Treue zum Verein zu Ehrenmitgliedern ernennen. Heidi Kuhny musiziert seit 30 Jahren im Verein. Der Posaunist Alfred Bühler ist schon seit 40 Jahren dabei. Beide sind nun Ehrenmitglieder.
27. Dezember 2004
Ein »Gala-Feuerwerk der Volksmusik« mit vielen beliebten Stars gastiert in der Stadthalle auf Einladung der Stadtmusik, die als Veranstalter auftrat.
28. Dezember 2004
Das Seebeben in Südostasien vom 2. Weihnachtsfeiertag, das die Menschen in der Markgrafenstadt auch hier gebannt vor den Fernsehbildschirmen hält und intensivst Nachrichten verfolgen lässt, hat auch Auswirkungen auf Schopfheim. Heute meinte Reisebüro-Inhaber Wolfgang Grether aus der Scheffelstraße: »Wir sind gottfroh, dass wir uns keine Sorgen machen müssen«. Aktuell befinde sich kein einziger seiner Kunden in den Urlaubsregionen Thailand, Indonesien, Sri Lanka oder auf den Malediven. Der Schopfheimer Reisefachmann weiß allerdings, dass sich mit Sicherheit auch Urlauber aus der Region über die Feiertage in diesen Ländern aufhalten.
29. Dezember 2004
Das Autohaus Lehmann spendet an den Tafelladen 1.000,- Euro, die Ingrid Steven, Vorsitzende der Schopfheimer Tafel e. V., gerne entgegennimmt.
Felix Klever sollte als Glücksbringer die Gewinner der Weihnachtsaktion des Gewerbevereines ermitteln. Unter der Aufsicht des Notars Hans-Jörg Klein zog er dann aus insgesamt 36.000 Losen Gewinne im Gesamtwert von 4.100,- Euro. Der 1. Preis – ein Gutschein über 1.000,- Euro – geht an Alfons Sander aus Fahrnau.
Die Feuerwehr muss zu einem Kaminbrand nach Enkenstein ausrücken und diesen zusammen mit den Wehren aus Enkenstein und Langenau löschen.
30. Dezember 2004
Zum Ende dieses Jahres will Ruth Sprich nach 32 Jahren aktivem und großartigem Einsatz für die Arbeiterwohlfahrt ihr »Kind« – »Essen auf Rädern« – in andere Hände abgeben. Sie scheide aus Altersgründen aus, meint die 74-Jährige. Am Anfang dieser Einrichtung wurden 18 Menschen täglich mit warmen Mahlzeiten versorgt, heute sind es bis zu 80 Mahlzeiten, die jeden Tag ausgeliefert werden. Vom 1. Januar 2005 an übernimmt Heidi Spiering die Verantwortung für diese in Schopfheim etablierte Einrichtung.
Wenn das Jahr zu Ende geht, haben Sterndeuter meist Hochkonjunktur. Die Badische Zeitung porträtiert heute die in Gersbach lebende, 40-jährige Petra Maurer, die seit zwei Jahren im Höhenort astrologische Beratungen anbietet. Sie beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Sterndeutung und hat ihre Spezialität in Geburts- und Partnerschafts-Horoskopen. Sie erstellt ihre Horoskope aber nicht nur für Menschen, sondern auch für Pferd-Mensch-Beziehungen.
Wie heute aus der BZ zu entnehmen ist, ist die Schischa (Wasserpfeife aus dem Orient) trendig. Immer mehr Jugendliche in Schopfheim greifen offenbar dazu, so der Presseartikel. Jugendliche formulieren demnach bereits den Wunsch, dass es in Schopfheim ein Café für Freunde der Schischa geben sollte.
31. Dezember 2004
Beide Zeitungen blicken auf das Jahr und seine Ereignisse in Schopfheim zurück.
Mit einem Rückblick auf die Erfolge der aus Schopfheim weltweit operierenden Unternehmen beschäftigt sich die Badische Zeitung. Eine konsequente Wachstumsstrategie hat die Firma Dreistern nicht nur verfolgt, sondern dank neuer Technologien auf dem Markt auch gut Fuß gefasst. Dennoch wurde die 40-Stunden-Woche im Einverständnis mit den Arbeitnehmern eingeführt. Für das Lichtsystem der Münchner Neuen Sammlung (Pinakothek) erhielt die Firma Durlum den Innovationspreis »Architektur und Technik«. Die Firma VST präsentierte sich mit der bisher leistungsstärksten Plus-Plasma-Nitrier-Anlage, einer Weltneuheit. Mit dem Rudolf-Eberle-Preis wurde die Firma EKATO ausgezeichnet, während die Firma AFT Schlagzeilen machte – sie wurde Marktführerin in China. Auch die Firma Würth Elektronik hat sich auf dem Markt behauptet und sich ein Unternehmensziel von 27,3 Mio. Euro gesteckt. Das Unternehmen Rietschle Thomas hat ebenfalls positive Entwicklungen zu verzeichnen.
Das Redaktionsteam der Badischen Zeitung präsentiert sich heute und lässt Ähnlichkeiten mit dem Kunstwerk von Peter Lenk erkennen.
Das MT informiert heute über einen jungen Schopfheimer – Philipp Schmidt, der am 5. Januar mit seinem Fahrrad nach Südamerika starten wird, um dort von Buenos Aires aus per Rad die Südspitze des Kontinentes zu erreichen. In einem halben Jahr will der unternehmungslustige junge Mann wieder zurück in Buenos Aires sein und nach Schopfheim zurückfliegen.
Thomas Spohn leitet vom neuen Jahr an die städtische Finanzverwaltung. Der 39-Jährige absolvierte zunächst eine Lehre bei der Stadtverwaltung, bevor er die Fachhochschule in Kehl besuchte und 1995 wieder zur Stadt Schopfheim zurückkehrte. Spohn übernimmt den Arbeitsplatz des in den Ruhestand gegangenen Frieder Katzer. Zum Stellvertreter von Thomas Spohn wurde der bisherige Stadtkassenleiter Arno Asal durch den Gemeinderat eingesetzt. Asal (42) arbeitet seit 1980 bei der Stadtverwaltung und ist seit 1983 Stadtkassenleiter.
CDU-Fraktionschefin Marianne Zabel fordert Bürgermeister Christof Nitz beim Silvester-Hock auf, seinen Führungsstil zu ändern. Der Bürgermeister meint jedoch, er werde dies nicht tun, er habe immer noch die Hoffnung, dass es im Gemeinderat miteinander gehe und nicht gegeneinander. »Alle Fraktionen sitzen in einem Boot«, meint er. Die CDU-Fraktionschefin meinte, leider werde der lockere und legere Führungsstil des Bürgermeisters, der seit seinem Amtsantritt versuche, mit Diplomatie und Konsens die Fraktionen zusammenzuschweißen, nicht angenommen. Die Fraktionschefin gab bei dem gut besuchten, traditionellen Treff einen Überblick über die Fraktionsarbeit im Jahre 2004. Wenn man sich die Flutkatastrophe in Asien anschaue, frage die CDU sich, ob es sinnvoll sei, auch wenn die Haushaltslage es nicht zulasse, den Hochwasserschutz zurückzustellen. Niemand könne vorhersagen, wann Schopfheim mit dem nächsten Hochwasser rechnen müsse. Die Fraktionschefin meinte, sie könne sich vorstellen, dass jene Fraktionskollegen, die heute dagegen seien, am lautesten protestieren würden. Sie meinte auch, die Bürgerliste trage nicht gerade zu einem besseren Klima im Gemeinderat bei. Der Bürgermeister sollte eine andere Tonart anwenden, denn mit Diplomatie komme er nicht weiter. Auch die Unabhängigen würden alles kritisieren, was von der CDU komme. Für 2005 seien das Krankenhaus, die Ganztagesschule, der Hochwasserschutz und die Nord-Umfahrung die wichtigsten Themen. Der Bürgermeister äußerte sich zur Bitte der Fraktion dahin, dass er sich die Arbeit schon etwas leichter vorgestellt habe. Er räumte auch ein, dass die Haushaltsberatungen für den Haushalt 2005 zu spät begonnen hatten, wies aber darauf hin, dass vieles, was in den Ausschüssen mehrheitlich beschlossen worden sei, im Gemeinderat wieder abgelehnt wurde.
Beim Silvester-Hock sammelte die CDU für die Opfer der Flutkatastrophe.
Alt-Stadtrat und Ehrenbürger Kurt Harzschel sagt beim diesjährigen Silvester-Hock der CDU seine Meinung zu Kommunal- und Bundespolitik. Bei der Kommunalpolitik sei die CDU zwar stärkste Fraktion geworden, sie habe aber keine Mehrheit. Deshalb müsse sie fair sein und mit anderen Fraktionen zusammenarbeiten. Er betont dabei auch die Zusammenarbeit mit der SPD. »Eine Verweigerungs-Koalition können wir uns nicht leisten«, so Harzschel weiter. Er meinte auch, die SPD fühle sich als Nein-Sagerin auf Dauer bestimmt nicht wohl. Zur Affäre Laurenz Meyer meint er weiter, dass darunter die Demokratie leide. Auch stehe die Glaubwürdigkeit der Politik auf dem Spiel.
Nach einer Silvesterparty im Langenauer Jugend-Center musste ein junges Mädchen von der Feuerwehr aus dem Kanal gerettet werden. Ein junger Mann, der sie zu retten versuchte, musste ebenfalls durch die Feuerwehr aus den kalten Fluten geholt werden. Im Polizeibericht heißt es, es sei nicht klar, wie das Mädchen ins Wasser gelangt sei, bisher sei aber sicher, dass sie erheblich Alkohol konsumiert habe.
Nicht nur das Forstamt wird im Rahmen der Verwaltungsreform an das Landratsamt gehen – heute hat auch die Vermessungsdienststelle in Schopfheim ihren letzten eigenständigen Arbeitstag. Die Zuständigkeit und damit alle Mitarbeiter sind vom neuen Jahr an dem Landrat unterstellt.
Die Polizei muss heute, am Silvesterabend, zur Schlichtung von Nachbarschaftsstreitigkeiten ausrücken.
Obwohl Bundesaußenminister Joschka Fischer die Bundesbürger aufgerufen hatte, für die Flutopfer in Südostasien zu spenden und dafür auf Feuerwerk, Böller und Kanonenschläge zu verzichten, stiegen unzählige farbige Silvesterraketen in den Mitternachtshimmel Schopfheims.
Zum Jahresende schreibt der Förderverein des Krankenhauses an seine Mitglieder: »Unsere Sorgen um das Krankenhaus sind nicht geringer geworden«. Mehr als ein Jahr sei vergangen, seit der Verein in einem Schreiben und einem Antrag an Bürgermeister und Gemeinderat Verhandlungen mit einem privaten Träger gefordert habe. Der Landrat halte nach wie vor unverändert am »Lörracher Weg« fest. Landrat Schneider habe sich – so ist in dem Brief weiter zu lesen – bereit erklärt, dem Förderverein in den ersten Monaten des neuen Jahres Rede und Antwort zu stehen.