
Liebe Leserin, lieber Leser,
wieder halten wir Rückblick auf das vergangene Jahr und wieder ist die Anzahl der Themen, der Ereignisse und Geschehnisse groß. Kaum möglich ist es, alles aufzuzählen, was sich ereignet hat, doch ich wage zu behaupten, dass es insgesamt ein sehr gutes Jahr für unsere Stadt war.
Wie immer, wurden alle Themen, die im Gemeinderat diskutiert wurden, auch in der breiten Öffentlichkeit politisch diskutiert und kommentiert. So hat auch das Jahr 2005 an der alten Tradition unserer Stadt nichts geändert, dass Schopfheim eine sehr »politische« Stadt ist.
Privatisierung des Freibades
Wir haben alle heftig darum gerungen, ob die Privatisierung des Freibades in Schopfheim der richtige Schritt und eine gute Entwicklung ist. Nach wie vor stehe ich voll hinter dieser Entscheidung und behaupte, dass die Privatisierung unseres Bades für eine Attraktivitätssteigerung gesorgt hat, wenn auch in der Preisgestaltung einige Verschiebungen stattgefunden haben.
Kulturelle Highlights 2005
Im kulturellen Bereich können wir für das Jahr 2005 vermerken, dass die Galerie in der Kulturfabrik erstmals offiziell zum 80. Geburtstag von unserem bekannten Bürger und Künstler, Hans Theo Baumann, genutzt und seither regelmäßig für Ausstellungen herangezogen wurde. Eine weitere Ausstellung von großer Bedeutung konnte mit Werken von Fritz Heeg‑Erasmus Ende des Jahres eröffnet werden, die bis Ende März 2006 viele Besucher anlockte.
Sportliche Erfolge
Im sportlichen Bereich hat unsere Stadt an zwei herrlichen Sonnentagen etwas Neues erlebt: Auf dem Marktplatz fand erstmals das Beach‑Volleyball‑Turnier statt, welches einen ausgezeichneten Anklang fand und wohl auch im Jahr 2006 seine Fortsetzung in erweiterter Form finden wird. Ebenso fand der erste Altstadt‑Crosslauf statt, der von jung und alt sehr gut angenommen wurde.
Partnerschaften und Ehrenamt
Die Gelegenheit, in unserer Partnerstadt Ronneby (Schweden) einen Antrittsbesuch absolvieren zu können, begeistert mich noch heute. Die Feier des 300‑jährigen Bestehens des Ronneby‑Brunnsparks hat bei mir bleibende Eindrücke hinterlassen und gezeigt, dass auch in Städten mit über 20.000 Einwohnern das Wort »Ehrenamt« eine besondere Rolle spielt. Dem Ehrenamt war es auch zu verdanken, dass ich im Januar des Jahres von Bundespräsident Köhler die Goldmedaille für das Golddorf Schopfheim‑Gersbach entgegennehmen durfte – für mich persönlich ein ganz besonderes Highlight im Jahre 2005.
Es freut mich, dass die städtepartnerschaftlichen Verbindungen mit Poligny und Kleinmachnow so intensiv sind, dass auch im Jahr 2005 mehrere Besuche aus Poligny in unserer Stadt stattgefunden haben. Auch die Besuche von uns in Kleinmachnow sind immer wieder eine Bereicherung.
Verwaltungs‑ und Naturschutzprojekte
Für die Bevölkerung kaum spürbar wurde die Zusammenlegung der Grundbuchämter von Maulburg, Hausen und Schopfheim vollzogen. Diese Zusammenlegung hat sehr wohl verwaltungsintern für Veränderungen gesorgt, die allesamt jedoch gut gemeistert wurden. Alle drei Gemeinden haben von dieser Zusammenlegung profitiert.
Gefreut hat uns alle, dass Schopfheim nun mit allen Ortsteilen Mitglied im Naturpark Südschwarzwald werden konnte. Damit ist nicht nur für manche Teilorte die Möglichkeit einer Förderung gegeben, sondern nunmehr für die ganze Stadt.
Einzelhandelsgutachten und Bauvorhaben
Die Wellen schlugen hoch beim Thema Einzelhandelsgutachten. Nach monatelangen Diskussionen wurde dieses vom Gemeinderat mit einer Mehrheit beschlossen. Dieser Beschluss wird uns auch in den folgenden Jahren immer wieder beschäftigen. Aus meiner Sicht war dies die absolut richtige Lösung und stärkt in seinem Ergebnis unsere Innenstadt und damit den Einzelhandel.
Einen ganz besonders wichtigen Beschluss hat der Gemeinderat aus meiner Sicht gefasst, indem er dem Kauf des Gebäudes Entegaststraße 1 (Friseur Zimmermann) zugestimmt hat.
Hochwasserschutz und Schlattholz
Im Jahre 2005 standen zwei zukunftsweisende Themen im Fokus: der dringend erforderliche Hochwasserschutz und die Neubebauung des Gebietes »Schlattholz«. Der Hochwasserschutz hat in seiner ersten Phase den Abschluss mit dem sogenannten Planfeststellungsbeschluss gefunden. Damit können sämtliche Maßnahmen – den ersten Abschnitt betreffend – in den kommenden Jahren umgesetzt werden.
Um den städtischen Anteil an der Finanzierung der Gesamtmaßnahme leisten zu können, hat der Gemeinderat die Bebauung des Gebietes »Schlattholz« beschlossen. Dieses ca. 6,5 ha große Gelände wird nun nach einem städtebaulichen Gutachterverfahren weiterverfolgt und soll ab 2007 ff baulich umgesetzt werden. Beide Maßnahmen hängen also untrennbar zusammen.
Sportanlagen und Rathausplanung
Aus den Überlegungen zum Hochwasserschutz ergaben sich mögliche Konsequenzen für das Freibad und für die Sportanlage im Oberfeld. Studien wurden vorgestellt, das Schwimmbad und die Sportanlagen zu verlegen. Die öffentliche Vorstellung für ein gemeinsames Bad im Dezember in unserer Stadthalle hat gezeigt, dass die Kommunen Maulburg, Wehr und Schopfheim durchaus über den Tellerrand hinausblicken können.
Bevor die Sportanlagen im Oberfeld verlegt werden können, müssen noch viele Hürden aus dem Weg geräumt werden – insbesondere finanzielle Fragen und die Kapazitäten der Vereine. Eine Verlagerung wird erst im neuen Jahr entschieden, sobald die Finanzierung gesichert ist.
Die planerischen Überlegungen zum Thema Rathaus finden im Jahre 2006 ihre Fortsetzung und werden konkretisiert. Ob ein neues Rathaus‑Ensemble entsteht, wird sich erst im neuen Jahr zeigen. Gleichzeitig wird das alte Bauhof‑Gebäude neu gestaltet, wobei die Stadtmusik dort ihr neues Domizil finden soll.
Schul‑ und Bauprojekte
Nun zu den durchgeführten baulichen Maßnahmen: Wir konnten die Erweiterung des Theodor‑Heuss‑Gymnasiums feiern ebenso wie den Neuaufbau der Vicemooshalle. Beide Bauwerke stärken unseren Schulstandort und dokumentieren die Aufgeschlossenheit des Gemeinderats gegenüber schulischen Belangen.
Die Erschließung des Neubaugebiets »Hammer‑Nord« wurde gefeiert; sämtliche Bauplätze konnten innerhalb kürzester Zeit veräußert werden. Ebenso freut es mich, dass im Neubaugebiet »Drahtzug« die ersten Familien einziehen konnten – weitere folgen im neuen Jahr.
Tiefbau und regionale Zusammenarbeit
Im Tiefbaubereich hat sich einiges getan. Die jahrzehntelang geforderte Mattenleestraße strebt ihrer Vollendung entgegen; im Frühjahr 2006 soll nur noch der Kreisel bei der Himmelreichstraße fertiggestellt werden. Diese Straße wird die innere Hauptstraße entlasten. Gleichzeitig wurde die Erschließung »Auf der Au« begonnen und wird im neuen Jahr abgeschlossen.
Ein weiteres Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit ist der neue Prospekt unserer Ferienregion »Südwärts«. Alle Gemeinden von Häg‑Ehrsberg bis Steinen und das Kleine Wiesental werben seit 2005 gemeinsam, unter Federführung von Schopfheim, um neue Touristen. Die Zahl der Übernachtungen steigt.
Flurneuordnung und Haushaltskonsolidierung
Für unseren Ortsteil Gersbach hat der Start der Flurneuordnung weitreichende Folgen und wird uns in den nächsten 15 Jahren beschäftigen. Dieses Verfahren ist eines der größten in der Geschichte des Landkreises Lörrach und bindet zahlreiche öffentliche Stellen sowie Privatpersonen.
Über allem stand jedoch im Jahr 2005 das Thema Haushalt und Haushaltskonsolidierung. Vertreter der Fraktionen haben sich das ganze Jahr über mit der Verwaltung zusammengesetzt, um Kostendämpfungs‑Maßnahmen zu finden. Der Prozess wurde begonnen, hat jedoch keinen Abschluss gefunden. Trotzdem bin ich glücklich, dass wir das Jahr finanziell gut überstanden haben.
Ehrenamtliche Leistungen
In Schopfheim und allen Ortsteilen war das Jahr des »Ehrenamtes« nicht nur Wort auf dem Papier, sondern gelebte Praxis. Dafür danke ich Ihnen herzlich. Ohne Ihr Engagement wären viele Städte und Gemeinden, so auch Schopfheim, nicht überlebensfähig. Beispiele sind der Tafelladen, den wir am 16. April einweihten, der Verein zur Förderung der Kleinbauern in Dikome/Kamerun und die vom Land Baden‑Württemberg ausgezeichnete Spielplatz‑Initiative Enkenstein.
Solche Einrichtungen und Initiativen zeigen, dass soziale Verantwortung in unserer Stadt nach wie vor gegeben ist.
Beim Lesen dieses Jahrbuches wünsche ich Ihnen viel Freude.
Christof Nitz, Bürgermeister
01. Januar 2005
Zugunsten der Flut-geschädigten Menschen in Südostasien veranstaltete Bezirkskantor Christoph Bogon am Silvesterabend ein Konzert in der evangelischen Stadtkirche. Der Erlös dieses Konzertes war ursprünglich für kirchenmusikalische Arbeiten vorgesehen, nun aber soll das Geld den Seebeben-Opfern zugute kommen.
03. Januar 2005
Landrat Walter Schneider begrüßt die neuen Mitarbeiter des staatlichen Forstamtes und der Vermessungsdienststelle in Schopfheim. Die 29 Beschäftigten der Schopfheimer Vermessungsdienststelle bleiben zunächst in der Karlstraße. Das Forstamt bleibt mit seinem Leiter und einigen Mitarbeitern ebenfalls in der Schopfheimer Dienststelle. Beide bisher selbstständigen Behörden gehören nun dem Dezernat III des Landratsamtes - »Ländlicher Raum« - an.
Die Müllabfuhr hat eine neue Zeitrechnung eingeläutet. Seit heute fahren neue Müllfahrzeuge und sollen den Hausmüll nach einem neuen System, das im vergangenen Jahr für sehr viel Aufregung gesorgt hat, entsorgen. Noch stehen die Müllbehälter - so die Betreiberfirma - nicht richtig, denn sie müssen aufgereiht wie Soldaten nebeneinander, nicht hintereinander, rechts am Fahrbahnrand, mit dem Pfeil zum Müllfahrzeug und noch viele weitere Details befolgend bereitgestellt werden. Die Mülleimer werden künftig mit einem Greifarm, der am Fahrzeug angebracht ist, aufgenommen. Beim Auftakt des neuen Entsorgungssystems waren noch zwei Männer bei der Abfuhr dabei - künftig soll alles vollautomatisch mit nur einem Fahrer vonstatten gehen. Die Skepsis bleibt - auch in Schopfheim.
04. Januar 2005
Die Sternsinger sind seit einigen Tagen im katholischen Dekanat Wiesental und damit auch in Schopfheim unterwegs. Sie sammeln für Kinderhilfsprojekte in aller Welt und für die Opfer des Seebebens in Südostasien.
05. Januar 2005
Ein neu belebter Initiativkreis Dr. Max Josef Metzger möchte im Frühjahr eine Ausstellung über den Schopfheimer Märtyrer-Priester in der evangelischen Stadtkirche zeigen. Neben dem katholischen Theologen soll aber auch an den evangelischen Geistlichen Pfr. Hugo Specht und den Seelsorger und überzeugten Sozialisten aus dem Kleinen Wiesental, Pfr. Ludwig Simon, erinnert werden.
Die Bürgerliste will beim Haushalt 2005 hart bleiben. Es darf keine höheren Steuern und Abgaben geben. Verwaltungshaushalt und Vermögenshaushalt der Stadt müssen gekürzt werden.
Strahlende Gewinner gab es bei der Auslosung der diesjährigen Weihnachts-Aktion des Gewerbevereins. Den 1. Preis - einen Gutschein von 1 000,- Euro - erhielt Alfons Sander aus Fahrnau.
06. Januar 2005
Die SPD trifft sich zum traditionellen Dreikönigs-Hock mit dem Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger im »Adler«. Vorherrschendes Thema war die Finanzlage bei Bund, Land, insbesondere aber bei den Kommunen. Die SPD-Fraktion in Schopfheim habe freilich gute Gründe gehabt, den städtischen Haushalt abzulehnen, macht Artur Cremans noch einmal für die Fraktion deutlich. Allein durch Einsparungen sei der Haushalt nicht zu sanieren. In den zwei Jahren unter Christof Nitz sei nicht gespart worden. So seien die Stelle für einen Kulturbeauftragten und eine neue Stelle in der Finanzverwaltung geschaffen worden. Auch die Brötchen-Taste sei eingeführt worden. Diese koste der Stadt Geld. »Die SPD akzeptiert Mehrheitsbeschlüsse, was aber nicht heißt, dass wir diese für richtig halten«, meint Cremans. Kritisiert wird vom Fraktionsvorsitzenden auch die plötzlich vorgesehenen Geländeverkäufe, über die bisher im Gemeinderat nie diskutiert wurde. Vom Bürgermeister erwartet die SPD mehr Präsenz. Dies war bei diesem Dreikönigs-Treff deutlich zu vernehmen. Künftig wird es auch kein Küchen-Kabinett mehr geben. Auch die Doppelfunktion von Bürgermeistern und Kreisräten bemängeln die Sozialdemokraten. Artur Cremans meint, dies vertrage sich nicht.
Mit guten Wünschen zum neuen Jahr und einem bunten Programm erfreuten Ortschaftsrat und Eichener Vereine die älteren Bürger des Ortsteils in der Hülschematthalle. Nach begrüßenden Worten des Ortsvorstehers Hans Keller unterhielt der Gesangverein die Gäste mit Volksweisen. In die sportliche Welt des Ringens entführten die Ringer mit einer Power-Point-Präsentation. Sie dokumentierten dabei insbesondere die Jugendarbeit der SG. Für den Humor sorgten dann Episoden, die Fritz Bühler von den »Eiemer Seewicht« vortrug, und die nicht ganz ernst gemeinte Ballett-Tanztruppe der männlichen Dorfjugend.
07. Januar 2005
Am 17. Januar soll erneut über den Haushalt gesprochen werden. Ein Küchen-Kabinett hat getagt. Zehn Punkte mehr Gewerbesteuer soll es nun geben. Die Anhebung der Grundsteuer A soll erfolgen und die Grundsteuer B soll um 10 %-Punkte wieder reduziert werden. Gleichzeitig wird eine pauschale Minderausgabe beschlossen und es werden zwei weitere kleine Beiträge eingespart, darunter 14.000,- Euro für die Galerie in der Kulturfabrik, die im Jahre 2005 zurückgestellt wird.
Gegen 19.15 Uhr betritt in Fahrnau ein bisher Unbekannter den Schlecker-Markt, bedroht die Verkäuferin mit einem Messer und fordert sie auf, die Kasse zu öffnen. Er entnahm laut Polizeibericht eine größere Menge Geldscheine, steckte sie in die Jackentasche und verließ das Geschäft durch die Haupteingangstüre. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnte der Täter bisher nicht festgenommen werden.
08. Januar 2005
Der Kinderchor des Wiechser Gesangvereins sang dieser Tage vor dem ALDI- und dem Hieber-Markt zugunsten von Kindern in der Krebskinderklinik. 250,- Euro konnten dem guten Zweck zugeführt werden.
Sehr groß sei die Spendebereitschaft der Schopfheimer Bürger meinen beide Schopfheimer Banken. Noch nie sei dies dagewesen. Fast jeder zweite Kunde, der zur Zeit die Filialen betrete, spende für die Katastrophenhilfe in Südostasien.
Der 28 m hohe Narrenbaum konnte bei gutem Wetter aufgestellt werden. Es war Schwerstarbeit, bis das Werk vollendet war. Begleitet wurde die große Arbeit von den Klängen der »Bättelsäcke« und der Guggemusik »Die Nameloose«.
Mit der Operette »Pariser Leben« von Jacques Offenbach eröffnet der Kulturring das neue Jahr. Er nutzte dann auch die Festlaune und bat um Spenden für die Flutopfer in Südostasien. 954,80 Euro kamen so spontan zusammen. Diesen Betrag, aufgerundet auf 1.000,- Euro, überweist der Kulturring an die Flutopfer-Hilfe.
Die Fasnachts-Plakette 2005 wird zum Kauf angeboten.
09. Januar 2005
Nach einer Unfallflucht konnte die Polizei auf dem Parkplatz eines Supermarktes eine Kraftfahrerin als Verursacherin ermitteln. Diese stand erkennbar unter Alkoholeinfluss. Ein rekordverdächtiger Wert von 4,12 Promille wurde mit dem Alcomat-Test festgestellt. Der Führerschein war begreiflicherweise weg.
In der Langenauer Halle hat die Ortsverwaltung gemeinsam mit dem Ortsteil Enkenstein zum jährlichen Neujahrsempfang eingeladen. Beide Ortsvorsteher lassen das Jahr Revue passieren und blicken in eine finanziell schwierige Zukunft. Trotz der von allen Rednern beschworenen guten Zusammenarbeit wusste der Enkensteiner Ortsvorsteher Rainer Strittmatter die städtische Investitionspolitik scharf zu attackieren. Bürgermeister Nitz nutzte die Gelegenheit, auf die heftiger werdende Kritik an seinem Führungsstil einzugehen. Er meinte: »Auch wenn Sie es mir nicht glauben - die Arbeit macht mir unheimlich Spaß«.
Im Erholungsort Gersbach hat Ortsvorsteher Ühlin zum Neujahrsempfang eingeladen. Gegen die Blockade-Politik der Behörden lässt er ordentlich Dampf ab, denn dadurch sei der Campingplatz im FFH-Gebiet in Gefahr. Seinen Unmut hat er - so verdeutlicht er - auch dem Landrat und dem Regierungspräsidenten gegenüber schriftlich dargelegt. Er vermisse die Kompromiss-Bereitschaft und auch die Ausschöpfung des Ermessensspielraumes. Ständig seien nur Lippenbekenntnisse der Politik zur Stärkung des ländlichen Raumes zu hören. Von Bürgermeister Nitz - so der Ortsvorsteher weiter - hatte er sich auch mehr Engagement gewünscht, gerade nachdem sich abgezeichnet habe, dass die Gersbacher Interessen nicht berücksichtigt wurden. Daraufhin meinte der Bürgermeister, dass man den Werdegang der Dinge abwarten und nicht gleich die Streitaxt ausgraben sollte. Kritisiert hat Ortsvorsteher Ühlin auch das Vorgehen in puncto Gersbacher Schule. Was einst als Veränderung der Schulorganisation vorgesehen gewesen sei, sei heute nicht mehr erkennbar. Geblieben sei lediglich ein Kostenvoranschlag, Vorschläge von Gersbach konnten sofort umgesetzt werden. Auch kann sich der Ortschaftsrat eine Verlegung des Kindergartens in das Schulgebäude sehr gut vorstellen.
Der Hundesportverein Schopfheim-Fahrnau hat Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Jürgen Hein berichtet über das vergangene Vereinsjahr.
Zum fünften Mal jährt sich das »Plauderstundh«, das die Raitbacher in ihrer Festhalle feiern. Dieses Plauderstundh soll sich bewusst von einem Altennachmittag abheben. Es zeigte sich aber, dass kaum Gäste unter 60 Jahren das Angebot annehmen. Gerda Blank und Hanspeter Schwald würzten den Nachmittag mit drei Sketchen.
12. Januar 2005
In Raitbach plant der Ortschaftsrat, von April bis Oktober jeweils 14-tägig einen Markt abzuhalten.
Der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz wird wieder entfernt. Einige Tage lang - und dies ist sicher ein Novum - standen sich in guter Nachbarschaft Narrenbaum und Weihnachtsbaum gegenüber.
13. Januar 2005
Die GRÜNEN beschäftigen sich mit der Gemeinderatssitzung der kommenden Woche und lassen bereits jetzt verlautbaren, dass sie gegen eine Bebauung des Zirkus-Platzes im Oberfeld sind. Sie meinen, dass der Verkauf nur der Haushaltssanierung diene. Für Carsten Lau kommen die Pläne ohnehin zu schnell auf die Tagesordnung. Er wünscht sich, dass die Bevölkerung früher, z. B. im Rahmen einer Bürgerversammlung, eingebunden wird.
Die IHK Hochrhein-Bodensee hat zum jährlichen Neujahrsempfang in die Schopfheimer Stadthalle eingeladen. Präsident Kurt Grieshaber forderte von den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die Reformen nicht als Bedrohung, sondern als Chance für eine positive Trendwende zu begreifen. Deutschland sollte heraus aus dem Jammern. Er forderte ein einfacheres Steuerrecht, ein effizienteres Sozialsystem, weniger Bürokratie und einen flexiblen Arbeitsmarkt. Gastredner des Abends war der Journalist und Politologe Dr. Franz Alt, der die Zuhörer mit seinen Aussagen über die Erdbebensituation ins Südostasien und über erneuerbare Energien fesselte. In einfache Worte gefasst, meinte er zur erneuerbaren Energie: »Die Sonne schickt ebensowenig wie der Wind jährlich eine Energierechnung«.
14. Januar 2005
Bürgermeister Christof Nitz gibt heute in der BZ ein Interview zur Haushaltssituation. Er meint, dass diese insgesamt positiv zu bewerten sei und ist guter Dinge, dass der Haushalt am kommenden Montag vom Gemeinderat verabschiedet wird Bemerkenswert dabei ist, was er zum Personalabbau sagt betriebsbedingte Kündigungen sollten auf jeden Fall vermieden werden.
In einem Leserbrief gibt Thomas Kirchhofer seinen Unmut über die Erhöhung der Kindergartengebühren bekannt und legt gleichzeitig sein Ehrenamt als Elternbeirat im städtischen Kindergarten am Marktplatz nieder. Er meint auch, dass das Ehrenamt unter der zum Teil massiven Gebührenerhöhung leiden werde.
Gerhard H Rodel schreibt heute zur neuen Müllentsorgung einen Leserbrief in Form einer spielbaren Szene und verweist insbesondere auf die nun in Schopfheim so schone »Situation«, dass die Mülleimer von Samstag bis Montag auf der Straße stehen werden.
Wird das Schopfheimer Rathaus einen Neubau bekommen? Die CDU-Fraktionsvorsitzende Marianne Zabel hatte beim Silvester-Hock davon gesprochen, da es für die Renovierung oder den Neubau eines Rathauses. Fördergelder geben könne »Das ehemalige Bezirksamt, in dem heute das Ordnungsamt, das Grundbuchamt, das Bauamt und das Stadtburo untergebracht sind, konnte veräußert werden«, bestätigt Bürgermeister Christof Nitz. Er sagt, aufgrund der Finanzlage sei es derzeit müßig, dieses Thema in der Tiefe zu diskutieren, meint der Zeitung gegenüber aber auch »Wir haben dies noch nicht diskutiert. Es muss sich mit der Thematik erst der Bau- und Umweltausschuss beschäftigen«.
Landrat Walter Schneider weist die Vorwürfe Gersbachs, dass der Landkreis den Agro-Campingplatz nicht mehr unterstützen wurde, zurück. »Ich unterstütze den Campingplatz«, teilt er mit. Allerdings steht dem von der Ortschaft favorisierten Standort das FFH-Gebiet entgegen.
Ein 11-jähriger Junge stürzt bei der Abfahrt des Zuges in Fahrnau zwischen Zug und Bahnsteig. Der genaue Unfallhergang muss noch geklärt werden - so der Bundesgrenzschutz. Nach Zeugenaussagen haben sich der Elfjährige und ein 13-jähriger Schüler vor der Abfahrt des Zuges verabschiedet. Ob nun freiwillig oder unfreiwillig, sei der 11-Jährige ein Stück mit dem Zug mitgerannt oder mitgeschleift worden, um dann zwischen den Zug und den Bahnsteig zu stürzen.
15. Januar 2005
Eine starke Mannschaftsleistung bot die Wiechser Buurefasnachtsgesellschaft in ihrer Hauptversammlung vor einigen Tagen. In ziemlich genau 33 Minuten wickelte die Wibufa ihre Regularien ab. Sämtliche Amtsinhaber stellten sich bei den Wahlen auch wieder zur Verfügung und wurden gewählt. Die Gesellschaft steht nun für ihre Buurefasnacht in den Startlöchern.
Bei der jüngsten Gemeindeversammlung der evangelischen Kirche in Gersbach ging es auch um die Ausschreibung der zum 1. April vakant werdenden Pfarrstelle. Pfr. Markus Wagenbach wird Hausen-Raitbach und damit auch Gersbach verlassen.
Bei der Jahreshauptversammlung des Mütterzentrums beschäftigten die Finanzen. Ende November wurden diese von zwei Gründungsmitgliedern arg unter Beschuss genommen. Die Vorwürfe waren massiv, aber offenbar unbegründet. Zwar räumten die Vorsitzende Maria Schulz und Rechnerin Anett Richter bei der Versammlung ein, dass Mitte des Jahres die Situation sehr angespannt gewesen sei. Grundsätzlich sehe man die Zukunft jetzt aber positiv. Einstimmig wurden schließlich die bisherige Vorsitzende, Maria Schulz, und die 2. Vorsitzende, Beatrice Ohlsen, wiedergewählt. Deutlich enger geschnürt wurde allerdings das Budget für 2005. Schließlich wurde auch ein Antrag auf Namensänderung genehmigt. Das Mütterzentrum firmiert nun künftig unter dem Namen »Familienzentrum«.
Der fast schon traditionelle Warentauschtag der SPD öffnet in der Fahrnauer Festhalle pünktlich um 13.30 Uhr die Pforten. Die Veranstalter durften schließlich einen Rekordandrang beim nunmehr 12. Tauschtag verzeichnen.
Jahreshauptversammlung bei der Abt. Schopfheim der Freiwilligen Feuerwehr. Der stellvertretende Abteilungskommandant, Jochen Sutter, durfte den Abteilungskommandanten Hanspeter Meyer für 40 Jahre aktiven Dienst, davon mehr als 25 Jahre als Führungskraft, ehren. Beim Gesangverein Raitbach ist Jahreshauptversammlung. Bernd Strittmatter, der auch nach den Wahlen das Vereinsschiff weiterhin lenkt, darf einen Verein mit 210 Mitgliedern, davon 29 aktive Chorsänger, vertreten.
Zum Naturschutz-Wart des Schwarzwaldvereines wird bei der Jahreshauptversammlung einstimmig der Gersbacher Förster Jörg Gempp gewählt. Für zwei weitere Jahre wird der 1. Vorsitzende, Günter Horschig, bestätigt. 2. Vorsitzende bleibt Marita Sütterlin.
Abteilungskommandant Walter Würger der Feuerwehr-Abteilung Langenau lobte die Leistungen seiner Mannschaft während den Einsätzen und den 13 angesetzten Übungen. Die Jugendfeuerwehr hat im vergangenen Jahr eine große Mitgliedersteigerung erfahren. Zu Beginn des Jahres waren es gerade mal sechs Jugendliche, nun konnte die Zahl auf 15 anwachsen. Viele Neuzugänge sind aus Enkenstein zu verzeichnen - denn dort gibt es keine eigene Jugendwehr. Die Langenauer Abteilung besteht derzeit aus 22 Aktiven und neun Alterskameraden. Für 25-jährige Tätigkeit in der Wehr konnte Peter Elsässer geehrt werden.
17. Januar 2005
Im zweiten Anlauf klappt es nun. Bei der ersten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates verabschiedet dieser den Haushaltsplan für das Jahr 2005. Die Grundsteuer wird jedoch auf Antrag der Unabhängigen nicht auf 390 v H, sondern um 20 %-Punkte weniger auf 370 vH erhöht. Die Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke wird ebenfalls nur um 20 %-Punkte auf 325 vH erhöht. Die Gewerbesteuer erfahrt eine Erhöhung um 10 %-Punkte, dies wie vorgesehen auf 360 vH Nunmehr wird der Haushalt mit insgesamt 31 375 500Euro festgesetzt. Das Verwaltungsbudget betragt hiervon 25 402 600,- Euro, das Investitionsbudget wird mit 5 972 900,- Euro festgeschrieben. Der Haushalt wurde schließlich mit 22 Ja- und vier Nein-Stimmen beschlossen. Ein Antrag der Bürgerliste auf pauschale Kürzung wurde mit Stimmenmehr insgesamt abgelehnt. Eine Diskussion fand gar nicht statt Über diesen Antrag der Bürgerliste kam es zu einem kleinen Sprachgefecht zwischen Marcus Walter, CDU, und Jörg Rittweger, Bürgerliste. Der eine warf dem anderen Populismus vor, der andere verteidigte den Populismus als die »Sprache des Volkes«.
Das Thema »Flachennutzungsplan« und damit die Bebauung des Zirkusplatzes im Oberfeld und weitere Bebauungen zwischen Rosengarten und Schwimmbad sowie am Eisweiher wurden vertagt. In der Sitzung waren sehr viele Vater und Mutter mit ihren Kindern aus dem Bereich des Oberfeldes anwesend, um für den Erhalt des dortigen Bolzplatzes zu demonstrieren. Das Thema soll zunächst im Bau- und Umweltausschuss vorbehandelt und danach im Gemeinderat beschlossen werden Vereinbart wurde, dazu eine Bürgerversammlung einzuberufen.
Noch nicht zustimmen konnte der Gemeinderat dem Vorhaben, in Wiechs eine eigene, neue Friedhofskapelle durch eine Bürger-Initiative erstellen zu lassen. Zunächst soll im März grundsätzlich eine Diskussion über die Friedhöfe geführt werden.
18. Januar 2005
Vor einigen Tagen traf sich die Abteilung Wiechs der Feuerwehr Schopfheim zur Jahreshauptversammlung Schriftführer Reinhard Heckendorn ließ die Aktivitäten der Wehr im vergangenen Jahr Revue passieren. Für 25-jährigen Dienst in der Wehr durfte schließlich Karlheinz Strube eine Ehrung entgegennehmen »Funfzehnmal musste die Wehr im vergangenen Jahr ausrücken«, meinte Abteilungskommandant Klaus Dietsche, der derzeit 32 Aktive in seinen Reihen weiß.
Der Unfall von vergangener Woche mit dem 11-jährigen Jungen auf dem Bahnhof in Fahrnau ist nach Mitteilung des Bundesgrenzschutzes durch ein alltägliches Ritual entstanden Wie viele andere Kinder und Jugendliche auch, gaben sich ein 13-Jähriger, der im Zug war und der auf dem Bahnsteig stehende Elfjährige bei der Abfahrt des Zuges die Hand. Dieses Mal ging das gefährliche Spiel schief. Beide hielten die Hand des andern fest. So lief der Junge 35 m den Bahnsteig entlang, ehe er ins Stolpern kam und in die missliche Lage rutschte. Er hatte bei der lebensgefährlichen Aktion Glück im Unglück gehabt. Er wurde nur am Kopf und am Knie leicht verletzt’.
19. Januar 2005
Die vhs stellt ihr neues Programm vor.
20. Januar 2005
In Wiechs hat sich ein Förderverein für die Aussegnungshalle des Ortsteiles gegründet. Vorsitzender dieses neuen Vereines wurde der Ortsvorsteher, Ino Hodapp 2. Vorsitzende wurde Bärbel Hagist. Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, im Spätherbst 2005 zu beginnen und im Jahre 2006 die neue Aussegnungshalle zu vollenden.
21. Januar 2005
Der von den Schopfheimer Narren herausgegebene Motto-Orden (Z’Schopfe isch de Teufel los’) ist nur noch in wenigen Exemplaren erhältlich.
Einen Scheck in Höhe von 350,- Euro darf Christa Merz vom Kinderschutzbund in Empfang nehmen. Der Erlös aus dem fünften Weihnachtsbaum-Verkauf von Jeanette Kipf aus Dossenbach wurde im Beisein des Sparkassen-Chefs, Josef Bogazinski, überreicht 100,- Euro hat die Sparkasse kurzerhand noch dazugegeben.
Gegen eine Erweiterung der Parkplätze beim Gymnasium sprechen sich die GRÜNEN aus.
Vor wenigen Tagen traf sich die Abteilung der Feuerwehr Gersbach zur jährlichen Hauptversammlung. Es wurde über die Grundausbildung und über Gruppenführer-Lehrgänge genauso berichtet wie über die Teilnahme an Atemschutz-Lehrgängen. Den Dank der Ortsverwaltung überbrachte Ortsvorsteher Ralf Ühlin Moniert wurde, dass man nichts mehr in Sachen Gerätehaus und Mannschafts-Transportwagen gehört hat.
Das Amtsgericht Schopfheim verurteilte eine 48-jährige Schopfheimerin aus einem Ortsteil, die beim Hochwasser 1999 den Ortsvorsteher beleidigte. Der Streit erreichte seinen Höhepunkt im Sommer 2003 Dort wurde der Ortsvorsteher dann als Lügner bezeichnet. Dafür muss die Beschuldigte nun 500,- Euro Geldstrafe bezahlen.
»Ganz Deutschland ist im Griff des Euro«, meint heute die Badische Zeitung und erwähnt gleichzeitig »Nicht ganz - einige Orte bieten dem Symbol für Globalisierung, Zins und Spekulation Paroli Ihr Protestmittel ist eine Regional-Währung« Ginge es nach dem Willen von Gabriele und Heinz Rellermeier, gäbe es auch in Schopfheim bald eine Regional-Währung. Bei einem Treff wollen die beiden heute über ihre Idee informieren.
Der Gesangverein Fahrnau trifft sich zur Jahreshauptversammlung. Mit Myrtle Sheller hat der Kinderchor eine neue Dirigentin. Bei der Versammlung befassten sich sowohl der Vorsitzende, Martin Link, als auch der Dirigent, Volker Brenzinger, weniger mit dem Rückblick als vielmehr mit dem Ausblick und kündigten ein unruhiges Jahr an. Nach 40 Jahren im Chorgesang, daneben vielen Jahren im Vorstand, gab Anneliese Hinz ihr Amt als 2. Vorsitzende auf Waltraud Albicker wird ihr auf diesem Posten folgen.
22. Januar 2005
Die Post wurde in Fahrnau gerne einen neuen Post-Service einrichten, meint der Presse gegenüber der Beigeordnete, Ruthard Hirschner Umfangreiche Aktivitäten habe die Post - so stehe es in einem Brief - in die Wege geleitet. Zwei Mitarbeiter vor Ort hatten Akquisition betreiben sollen. Insgesamt neun Betriebe seien auf gesucht worden - keiner habe jedoch Interesse an einer Post-Agentur. Die Post will nun, um in Fahrnau eine solche einrichten zu können, über die Öffentlichkeit und eine Wurfsendung an mögliche Betreiber appellieren.
Der Schopfheimer Michael Bittel hat für die deutsche Forschungsgemeinschaft den legendären Odysseus-Bogen nachgebaut. Heute ist in der Badischen Zeitung zu lesen, dass sich die Pfeilschnur wegen der größten Auffälligkeit des Bogens - einer zweifachen Biegung - nur mit einem Trick befestigen ließ, dieser sich aber dafür mit viel weniger Kraftaufwand spannen lasse als andere Bogen. Offenbar kannten die Griechen auch das Glasfaser-Prinzip, denn der Material-Mix aus Steinbock-Horn, Tierfasern und Fischblasen-Leim mache die Pfeilschnur elastisch und stabil zugleich.
Die Stadthallen-Bühne wird für den ersten Zunftabend der Narrenzunft freigemacht. Ein teuflisches Vergnügen, denn die Narren heizten dem Publikum ganz schon ein. Das Motto »Z’Schopfe isch de Teufel los’« wurde wahrlich mit Leben erfüllt. Nach einem beschwingten Einmarsch der Aruba-Band hatte zunächst Statthalter Mani I us em Lus (Manfred Schnell) seinen großen Auftritt. Er ermahnte den Bürgermeister, aus Spargründen auf die Fahne der Stadt zu verzichten, da sonst die Gemeinderäte nicht mehr wussten, in welchen Wind sie ihr Fähnchen halten sollten’ Mit einem stimmungsvollen Tanz begeistert der Narresome. Auch Daniel Becker brachte mit seinem »Aruba-Night-Fever« das Publikum in Schwung. Kein Blatt vor den Mund nahm erneut Siegfried Schmidt als »Zwuckel vom Buckel« Als himmlische Moderatoren verstanden sich in diesem Jahr Rosi Schmidt und Heidi Walz, die als Engel verkleidet sehen wollten, wo der Teufel in Schopfheim los ist. Die Lenk-Plastik mit den sechs Teufeln war dann natürlich auch auf der Bühne gegenwärtig - nicht in starrer Haltung, sondern mit lebendigen Figuren, die stillhielten, bis einer der Geklonten aus der Soldatenriege meinte: »Ich lass mich doch nicht den ganzen Tag von denen da unten anpobeln«, absprang und das Signal zur Revolution auf der Lenk-Plastik gab Gute Laune verbreiteten die »Zwei vom Park«, Klaus und Peter Strauß Jeannot Weißenberger brillierte - wie immer - in den verschiedensten Rollen, u a auch mit seinem Blodel-Barden Toto Invernale. Als »Mann mit dem Hanger« kam Roland Schwald, einst Statthalter, auf die Bühne und meinte, dass Karl Selz auf der Lenk-Plastik insgeheim als »Wadibeißer« verewigt worden sei. Eine gelungene Premiere feierte das Duo »Extra-X« mit Ralf Schulz und Wolfgang Buhler. Der Bürgermeister stand gar manches Mal im Rampenlicht des Abends, der von Ozume Gerhard Kiefer in der nicht ganz ausverkauften Stadthalle eröffnet wurde.
»Ulrike heißt die erste Frau, die regiert in Langenau«. Die Narren stellten für die neue Regentin den Narrenbaum beim Rathaus auf. Ulrike Leukart, die als Kind schon einmal Fasnachts-Prinzessin war, meinte denn auch: »Wenn ich’s mach, dann numme als Hex« - und so umgaben sie viele kleine Hexen, während die Oberhexe den Besen als Szepter schwang.
Jahreshauptversammlung beim Schäferhundeverein Langenau. Michael Reimann, der Vorsitzende, meint, es werde immer schwieriger, neue Mitglieder zu gewinnen. Zum einen sei nicht jeder Hund für den Sport geeignet, zum andern kämen nur selten Familien mit Kindern auf den Hundeplatz. Der Verein hat derzeit 90 Mitglieder, davon sind 32 aktiv.
Die Fahrnauer Fußballer treffen sich zur Jahreshauptversammlung und besetzen einige Posten bei den Wahlen neu. Nach 13 Jahren scheidet der Jugendleiter Egon Flemming aus. Ihm folgt als neue Jugendleiterin Roswitha Kuri. Zum 2. Vorsitzenden wählte die Versammlung Markus Hörner. Markus Jäckh meinte schließlich als Vorsitzender des Vereines, dass man für Pläne für einen Sportpark in Fahrnau offen sei, obwohl noch keinerlei Konkretes auf dem Tisch liege.
23. Januar 2005
Die katholische Seelsorgeeinheit Mittleres Wiesental präsentiert sich unter einem neuen Logo. Es zeigt ein rotes Kreuz in einem goldgelben Kreis mit blauem Hintergrund und blauen Wellenlinien. Aus insgesamt 40 Vorschlägen ausgewählt, wurde dieses Signet während des Gottesdienstes präsentiert. Es wurde entworfen von David Pfletschinger. Die blauen Linien sollen die Miteinbeziehung der Wiese als verbindendes Element und den Zusammenschluss vieler Ideen zu einem gelungenen Ganzen symbolisieren.
In der Versammlung der evangelischen Kirchengemeinde Fahrnau ging es außer um die Finanzen auch um die Gemeindearbeit und um die Wahl eines neuen Vorsitzenden Harald Sibold wurde von den Kirchenbesuchern dann in einer gut besuchten Versammlung zum neuen Vorsitzenden des Kirchengemeinderates gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Carsten Winter, zog aus Fahrnau weg.
24. Januar 2005
Was für die Stadtverwaltung klare Sache war, behandelte der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik völlig anders. Ein Textilmarkt möchte in das ehemalige Geschäft der Firma Farbenland in Gündenhausen. Ein Textil-Discounter darf jedoch nach dem Bebauungsplan dort nicht etabliert werden, da Einzelhandel untersagt ist. Auch spricht das in Auftrag gegebene Einzelhandeisgutachten eine andere Sprache. Danach müssen Innenstadt-relevante Sortimente auch in die Innenstadt gehen. Trotz erheblicher Bedenken, die Beigeordneter Hirschner als Sitzungsleiter vortrug, wollte Artur Cremans für die SPD diesen Markt ebenso realisiert wissen wie Andreas Gsell von den Unabhängigen Jeannot Weißenberger meinte für die CDU, dass auch diese dem Vorhaben zustimmen werde. Einzig Karl Selz wollte zunächst eine Vertagung, um mit dem Gewerbeverein zu reden Dieser Antrag wurde abgelehnt. Der Ausschuss votierte schließlich für die Ansiedlung des Textilmarktes mit einer klaren Mehrheit.
Der im Oktober 2004 durchgefuhrte Naturpark-Markt war als Pilot-Projekt angesetzt. Nun sollte über die weitere Durchführung gesprochen werden. Die dafür notwendigen finanziellen Aufwendungen der Stadt, die bei etwa 6 000,- Euro hegen, waren dem Gemeinderat zu hoch Man beschloss daher einstimmig, dass der Markt in Schopfheim nicht mehr stattfinden wird Bernhard Kun für die SPD meinte, es könne nicht Aufgabe der Stadt und des Steuerzahlers sein, diejenigen zu subventionieren, die am Markt verdienen Jeannot Weißenberger und Karl Selz meinten, die Veranstaltung eines derartigen Marktes sollte man in private Hände legen. Einzig Walter Volz von der Bürgerliste hielt die Entscheidung gegen die weitere Durchführung des Marktes für falsch.
Die Pläne zur Verbesserung der Parkplatz-Situation beim THG und der Waldorfschule werden nach dem Willen des gemeinderathchen Ausschusses um ein Jahr verschoben Beschlossen wurde allerdings auch, dass es keinen Parkplatz im Vicemoos geben wird.
In der Sitzung des Ausschusses versagte dieser im ehemaligen »Dreikonig« (zuletzt Keilbach) die Einrichtung einer Spielothek Ruthard Hirschner meinte, laut BebauungsVorschriften seien Vergnügungsstätten dort nicht zulässig Dies sei eine 1 A-Lage für Handel und Gewerbe mitten in der Stadt.
25. Januar 2005
Die Gersbacher Chaschuchi ging in andere Hände über Ernst-Frieder Schmidt, der mit seiner Frau 1996 die Gersbacher Käserei aus der Taufe hob, legte die Verantwortung nun in die Hände von Larry Arango. Dieser versicherte: »Es bleibt alles wie es ist«. Interessant zu erfahren ist, dass zu Anfang jährlich 80.000 kg Milch verarbeitet wurden und es jetzt 180.000 kg pro Jahr sind.
Horst Knittel, Vorsitzender des Kaninchenzuchtvereins Schopfheim, konnte bei der Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz ziehen. Allerdings sei sowohl bei der Jungtierschau als auch bei der jährlichen Kaninchen-Schau das knappe Besucherinteresse als nicht gerade ermutigend empfunden worden.
Die vor einigen Tagen stattgefundene Informationsveranstaltung für eine Regional-Währung, die Gabriele und Heinz Rellermeier ins Leben rufen wollen, durfte sich einer guten Resonanz erfreuen. Am 2. März will man sich zu einem Vortrag über Globalisierung und Regional-Währung treffen.
In der jüngsten und ersten öffentlichen Ortschaftsratssitzung beschäftigten sich die Räte um Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald in Raitbach mit der Offenhaltung der Landschaft. Ob man allerdings - wie es der Weideinspektor empfahl - in Raitbach mehr Ziegen zur Landschaftspflege halten kann, wurde von manchen Ortschaftsräten bezweifelt.
26. Januar 2005
Auf die Frage, wie es nun mit dem Textil-Discounter in Gündenhausen weitergehen soll, meinte Beigeordneter Ruthard Hirschner der BZ gegenüber, er sehe wenig Chancen auf behördliche Zustimmung, da es sich um einen rechtswidrigen Beschluss des Ausschusses für Bau, Umwelt und Technik handle. Der Bürgermeister müsste eigentlich Widerspruch gegen den Beschluss einlegen. Der Bürgermeister meint: »Darüber müssen wir sicher noch einmal diskutieren«. Das letzte Wort ist für ihn noch nicht gesprochen. Die politische und die rechtliche Situation widersprächen sich. Nach Prüfung der Rechtssituation schließe er nicht kategorisch aus, dass er förmlich Widerspruch einlegen werde.
In seinem Jahresrückblick meinte Feuerwehr-Abteilungskommandant Andreas Nickel dieser Tage in Kürnberg, dass die Wehr ganz ohne Einsätze ausgekommen sei. Die Kürnberger Abteilung besteht derzeit aus 15 aktiven Feuerwehr-Frauen und -männern, neun Alterskameraden und neun Jugendfeuerwehr-Mitgliedern. Ortsvorsteher Siegfried Schmidt würdigte die Bereitschaft und den Einsatzwillen seiner Feuerwehrleute.
Kurz nach 9 Uhr öffnen sich die Türen des »Tafelladens« in Gündenhausen. Die Vorsitzende des Vereins, Ingrid Steven, war ebenso mit von der Partie wie viele Helferinnen und Helfer. Das teuerste angebotene Produkt kostet 1,- Euro. Einkäufen kann im Laden nur, wer einen Berechtigungsausweis hat. Etwa 30 Personen stellten am ersten Tag einen Antrag auf einen solchen Ausweis. Die Einrichtung müsse sich erst herumsprechen, so das Team, das den Laden betreut, der zweimal pro Woche geöffnet ist.
27. Januar 2005
Stefan Klever und Claus Stockburger haben als Vertreter des Gewerbevereins kein Verständnis für die Entscheidung des BUT vom Montag, auf der Gänsmatt einen Textil-Discounter zuzulassen. Sie empfinden den Beschluss als einen Affront gegen den Gewerbeverein. Claus Stockburger meint: »Der Textil-Markt darf nicht kommen«. Gleichzeitig meint er, falls die Belange des Vereins kein Gehör fänden, stelle sich die Frage, ob sich dieser nicht auflösen sollte. Es bestünde dann nur eine reine Gewerbegemeinschaft.
Total schade findet Claus Stockburger für den Gewerbeverein auch, dass der Naturpark-Markt aus Kostengründen nicht definitiv eingeführt werden soll.
Für Dr. Donato Accocella ist es ein klarer Fall: Im ehemaligen Wohnen & Sparen (Farbenland) in Gündenhausen hat ein Textil-Markt nichts verloren. Bekleidung sei zentral relevant. Wer die Entwicklung der Innenstadt ernst nehmen wolle, so der Gutachter, müsse manchmal schmerzliche Entscheidungen treffen.
28. Januar 2005
Ärger über die neu organisierte Müllabfuhr macht sich in verschiedenen Schopfheimer Straßen und Stadtteilen breit. Am Montag wurde, da ein Fahrer verletzt ausfiel, in sieben Straßen die Müllabfuhr vergessen. Dies sei sehr bedauerlich, meint man bei der Abfallwirtschaft im Landkreis.
Die Turnerschaft Langenau hat mit Stefan Kutz einen neuen Vorsitzenden. Stellvertreter wurde Karl-Heinz Schirmeier. Der bisherige Vorsitzende, Wolfgang Schmidt, durfte in seiner kurzen Amtszeit auf ein ziemlich ereignisreiches Jahr zurückblicken. Um das sportliche Angebot aber noch attraktiver zu gestalten, will der Verein in diesem Jahr eine Beach-Volleyball-Anlage neben der Laufbahn bauen, die in Schopfheim einzigartig wäre. Der Mitgliederstand hat sich leicht erhöht und liegt nun bei 556 Personen. Darunter sind 238 Jugendliche unter 18 Jahren.
Die Ehrung der Vereinsmeister und der Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Skat-Clubs »As raus«. Der Vorsitzende, Helmut Pohl, zeigte sich erfreut und durfte als Überraschung auch mitteilen, dass der Club aus der Geburtstagskasse 686,- Euro für die Opfer der Flutkatastrophe in Sri Lanka zur Verfügung stellt.
In der Fahrnauer Festhalle geht der Vorhang zum ersten Zunftabend dieses Jahres auf. Einmal mehr zur Hochform lief Monika Schmidt aus Kürnberg auf und sorgte für Lachsalven im Saal. An talentiertem Nachwuchs scheint es in Fahrnau nicht zu mangeln. Die Farifa-Kids zauberten einen Tanz auf die Bühne, während die Jung-»Düfzel« ihren Verein auf die Schippe nahmen. Der Fanfarenzug, dem nun auch der Fanfarenzug Maulburg angehört und der nun unter dem Kommando von Roland Mutter steht, war super. Neu in der Bütt überzeugten »Zwei Erntehelferinnen vom Grumbire-Acker«, Christel Basler und Brigitte Möhrle. Verwöhnt wurde das Publikum mit einer gelungenen Tanz-Einlage der »Bättelsäcke«. Auch der Tanz der »Chrattehexe« wurde zur Freude des Publikums. Hanspeter Schwald als »Märtwiib Berta« versuchte, seine Naturkost unters Volk zu bringen, während »Börni« (Bernhard Springmann) auch in diesem Jahr kein Blatt vor den Mund nahm und meinte, der Gemeinderat spare sich selber weg.
Bei der Jahreshauptversammlung des Kirchenchores der katholischen Pfarrgemeinde St. Bernhard überlegt man sich, ob die Chöre der Seelsorgeeinheit zusammengelegt werden könnten. Die Kooperation wird notwendig, da der Schopfheimer Kirchenchor nur sehr schwer junge Sänger findet. Der Vorsitzende, Johannes Nordiek, sieht in der Seelsorgeeinheit eine Chance. Er durfte schließlich Ruth Volz, die seit 65 Jahren im Chor singt, ehren. 40 Jahre singt Irma Kunst im Chor, weitere Chormitglieder wurden für 15, 25 oder 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
29. Januar 2005
Grit Müller, ihre Tochter Marina und Uwe Braun haben den Tsunami über Weihnachten in Sri Lanka überlebt. Sie sind nach Schopfheim zurückgekehrt und starten eine Hilfsaktion, um Menschen in der kleinen Stadt Hikkaduwa, die ihnen während der schlimmen Tage geholfen haben, nun materiell helfen zu können.
Die VR-Bank spendet an den Tafelladen 2.000,- Euro. Der Betrag wurde dieser Tage durch den VR-Vorstand, Günther Heck und Bernhard Schlageter, an die Verantwortlichen des Vereins übergeben.
Kurt Ückert, im Markgräfler Tagblatt als Mundart-Kolumnist - »Uss der Heimet verzeih« - mit weit mehr als 1.000 Beiträgen bekannt, feiert heute in Langenau seinen 70. Geburtstag.
In Schopfheim und in Fahrnau gehen jeweils die zweiten Zunftabende über die Bühne. Die Schopfheimer begrüßen als Gast Peter Lenk, der aus Bodman eigens in die Schopfheimer Stadthalle gekommen ist.
Nun hat Gersbach endgültig die goldene Medaille! Eine 95-köpfige Delegation unter der Leitung von Bürgermeister Christof Nitz und Ortsvorsteher Ralf Ühlin war in Berlin, um aus den Händen von Verbraucherschutz-Ministerin Renate Künast die Auszeichnung in Empfang zu nehmen. »Es war hervorragend, es war ein absolutes Erlebnis für alle, die dabei waren«, meint Orts Vorsteher Ralf Ühlin und gerät ins Schwärmen über die Auszeichnung, die während der Grünen Woche in der Bundeshauptstadt überreicht wurde. Besonders toll sei es, dass bei den Reden »das Golddorf« (Gersbach) hervorgehoben wurde, während alle anderen nur als »Golddörfer« bezeichnet worden seien. Ein ergreifender Moment - so der Ortsvorsteher - sei es gewesen, als von einem 60-köpfigen Orchester zu Ehren der Golddörfer die Nationalhymne gespielt worden sei.
Bei der Generalversammlung des Musikvereins Langenau im »Maien« bat der bisherige 1. Vorsitzende, Hans-Jörg Sprich, um Entlastung. Die Versammlung stimmte zu und wählte erstmals in der Geschichte des Vereins eine Vierer-Spitze, die gleichberechtigt das Vereinsschiff lenken soll. So wurden die aktiven Musiker Hans-Jörg Sprich, Günter Schaffrinna, Roland Kuttier und Sascha Reissner zu den künftigen Vereinslenkern gewählt.
30. Januar 2005
Die Ortschaftsräte von Langenau und Enkenstein haben die Senioren beider Ortsteile in die Langenauer Halle eingeladen. Sowohl Langenaus Ortsvorsteher, Hans Weinbrechtinger, als auch Rainer Strittmatter aus Enkenstein konnten ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm vorstellen.
31. Januar 2005
Beim Tri-Team Hochrhein wurde dieser Tage Hubert Klemm als Nachfolger von Rainer Mayer zum Vorsitzenden gewählt.
Die neuen Vereinsförderrichtlinien, wie sie zusammen mit Vereinen erarbeitet worden sind, fanden nicht den Gefallen im Hauptausschuss des Gemeinderates. Sie sollen noch einmal überarbeitet werden und in einem vom Gemeinderat bekleideten Ausschuss »Kultur und Vereine« besprochen und beraten werden, bevor sie wiederum in den Hauptausschuss gelangen.
Stadtrat Michael Böhler moniert den Schmutz in der Stadthalle und verkündet dies während einer BUT-Sitzung im Rathaus.
01. Februar 2005
Geschichte zum Anfassen - die ehemalige tschechische Zwangsarbeiterin Lisa Mikova war zu Besuch im THG, um den Schülern von ihren persönlichen Erlebnissen in der NS-Zeit zu erzählen. Das Geschichtsprojekt für die Klasse lOd und den Geschichtskurs sollte den Schülern das Leben der 1922 in Prag Geborenen verdeutlichen. Frau Mikova erzählte auch über ihre Erlebnisse in Auschwitz und ihre spätere Arbeit in einer Flugzeugfabrik nahe Dresden. Später war sie dann wieder ins KZ Mauthausen verlegt worden, das sie nur durch Zufall überlebt hat, da das KZ von den US-amerikanischen Streitkräften befreit wurde. Sie machte den Schülern mit ihrer Lebensgeschichte deutlich, dass die Verantwortung um die Zukunft in den Händen der jungen Menschen liegt.
In Rekordzeit ging die Generalversammlung des Krankenunterstützungsvereins Fahrnau über die Bühne. Peter Schiller, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz kandidierte, wird abgelöst von Jürgen Jäckh. Trotz dieser Wahlen und einem leicht erhöhten Kassenbestand und trotz Neuwahl des Schriftführers war die Versammlung nach 30 Minuten zu Ende. Jürgen Jäckh meinte allerdings, die derzeitige Altersstruktur müsse beachtet werden, wenn man die Leistungen des Vereins erhöhen wolle.
02. Februar 2005
Bürgermeister Christof Nitz will doch keinen Widerspruch gegen den Beschluss des Bauausschusses einlegen, der die Ansiedlung des KIK-Marktes im früheren Wohnen & Sparen in Gündenhausen bewilligte. Zuerst soll das Accocella-Gutachten im Gemeinderat diskutiert werden, danach soll der Gemeinderat dann entscheiden, ob der Bebauungsplan geändert werden soll oder nicht, damit der KIK einziehen darf, oder ob die Priorität dieses Einzelhandelsangebotes in der Innenstadt verbleibt. Ende der vergangenen Woche traf sich der TV Wiechs zur Jahreshauptversammlung. Dabei wurde deutlich, dass der Verein im Jahre 2005 das Projekt einer eigenen 75 m-Bahn in Angriff nehmen will. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 15-20.000,- Euro. Zum Ehrenmitglied wurde Willi Gorgos aufgrund seiner zahlreichen Verdienste ernannt. Der Verein mit 467 Mitgliedern, davon 210 Jugendlichen, wählte bei der Versammlung Roland Klingele wiederum als Vorstand.
Eine Neuerung wird es beim Fasnachtsumzug am kommenden Sonntag geben: die Bewertung der einzelnen Fasnachtswagen, die immer wieder Anlass zu Kritik gab, wird neu strukturiert. Die »Stimme des Volkes« soll zur Geltung kommen. Nach dem Umzug kann über das Internet bis Rosenmontag 24 Uhr abgestimmt werden, um den Sieger zu ermitteln.
Die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland stieg erstmals über 5 Mio. - freilich dadurch, dass das Zählverfahren nach Einführung von Hartz IV verändert wurde. Im Landkreis Lörrach liegt die Arbeitslosenquote bei 6 % gegenüber dem Vormonat, der noch 5,7 % verzeichnete. Der Landesdurchschnitt in Baden-Württemberg liegt im Vergleich bei 6,9 % Der Durchschnitt in der Bundesrepublik liegt nun bei 12,1 %.
Auf Einladung des Krankenhaus-Fördervereins kommen Landrat Walter Schneider und der Geschäftsführer der Kliniken GmbH, Dieter Ahlbrecht, nach Schopfheim, um Rede und Antwort zu stehen. Für den Fördervereinsvorsitzenden, Ruthard Hirschner, war klar, dass das Schopfheimer Krankenhaus als Haus der Grundversorgung erhalten werden muss Dazu gehören mindestens die Disziplinen Chirurgie und Innere Medizin Unabdingbar sei es, einmal gefasste Beschlusse unter veränderten Bedingungen erneut zu diskutieren und eventuell anders zu entscheiden, soll der »Lörracher Weg« nicht zu einem teuren Irrweg werden Landrat Schneider hakte hier ein und meinte, der Lörracher Weg sei auch der Schopfheimer Weg. Die Existenz des Hauses in Schopfheim hange vom Wohlergehen der gesamten Kliniken GmbH ab. Es sei nicht möglich, das Krankenhaus Schopfheim mit seinem bisherigen Dienstleistungsangebot zu erhalten »Spezialisierung« heiße das Zauberwort. Der Landkreis strebe eine Arbeitsteilung unter den drei Hausern an U a soll in Schopfheim die diabetische Fußchirurgie, die Behandlung von Hämorrhoiden, die ambulante Chemotherapie und die Decubitus-Chirurgie (Wundliegen) etabliert und das Haus zum ambulanten chirurgischen Zentrum für kleinere Eingriffe ausgebaut werden Geschäftsführer Ahlbrecht erinnert daran, dass man der Vorgabe des Landes, Betten abzubauen, nun gelassen entgegensehen könne, da die GmbH den Abbau bereits weitgehend abgeschlossen habe Schneider wie Ahlbrecht wehrten sich entschieden gegen den Vorwurf, der Kreis sei dabei, das Schopfheimer Krankenhaus systematisch ausbluten zu lassen. Schließlich meint der Schopfheimer Mediziner Dr. Fritz Lenz »Ich glaube, wir sind heute Abend einen kleinen Schritt weitergekommen«.
Im katholischen Gemeindehaus wird der traditionelle Altennachmittag kurzerhand zur Fasnachtsveranstaltung umgemunzt Wunderschöne Kopfbedeckungen wurden schließlich auch prämiert.
03. Februar 2005
In einem gemeinsamen Pressegesprach der Polizei und der Stadtverwaltung als Ordnungsbehorde wird verdeutlicht, dass für gewaltbereite Menschen keine Toleranz geübt wird. Für sieben Personen wurde ein Aufenthalts verbot für die Festhallen und eine darum hegende Bannmeile erteilt Sollten weitere Menschen gewalttätig werden und Fasnachtsveranstaltungen stören wollen, werde - so die Polizei - mit Null Toleranz reagiert - sie wurden aus den Hallen verwiesen und für den Rest der Veranstaltung inhaftiert.
Schmutziger Donnerstag1 Frühmorgens um 8 30 Uhr stehen die Narren bereits im Narrenkeller, begleitet von Musikern und der Statthalter-Mannschaft, um den Dilldapp des Jahres 2005 zu kuren. Kein geringerer als Hermann Wendland, ein gefeierter Star vergangener Fasnachtsjahre, sollte die Würdigung erfahren Ausstaffiert mit seiner legendären Knollennase meinte er zu den Narren »Saget mir ganz ohni Schmuus, sieh ich wie ne Dilldapp uus?«.
Hemdglunki - mit zahllosen Narren, die sich in der Innenstadt und in Fahrnau zusammentun, beginnt die heiße Fasnachtsphase. Mit Nachthemden bekleidet und mit »Saublootere« bewaffnet ziehen sie von der Stadtmusik begleitet durch die Innenstadt zur Stadthalle. Aber auch in Gaststätten und nicht zuletzt im Narrenkeller wird Hemdglunki ausgiebig gefeiert. In Fahrnau treffen sich die Glunki in der Festhalle.
Den Nachmittag nutzten die Seniorinnen und Senioren für ihre Fasnacht in der Stadthalle. Die Fasnachtsoberen aus Schopfheim und Fahrnau ließen es sich nicht nehmen, mit ihnen zu feiern. Eine Rentner-Band heizte die Stimmung so richtig an.
04. Februar 2005
Das Ergebnis der diesjährigen Sternsinger-Aktion lag bei 11.009,- Euro. Das Vorjahresergebnis wurde damit um mehr als 2.500,- Euro überschritten.
05. Februar 2005
Das MT startet am THG eine Umfrage und will von den Schülern wissen, wie sie zu den beabsichtigten Studiengebühren stehen. Ein Schüler meint: »Die Gebühren sind eine Frechheit. Ich würde sehr gerne studieren, am liebsten irgendwo weit weg, aber das kann ich jetzt vergessen. Wie soll ich z. B. 4.000,- Euro für acht Semester bezahlen können?« Ein anderer meint: »Es können nur noch die Leute studieren, deren Eltern Geld haben«. »Die Studiengebühren fördern den Wettbewerb«, meint ein Dritter. So gesehen, habe dies für ihn schon einen Sinn. Die Gebühren sollten jedoch sozial verträglich und nicht zu hoch sein. Die Kluft zwischen Arm und Reich, die dadurch immer größer werde, bemängelt ein weiterer befragter Schüler.
Trotz polizeilicher Auflagen kam es beim Hemdglunki-Ball am Donnerstag zu Auseinandersetzungen in der Stadthalle. »Unser Präventionskonzept mit starker Präsenz vor Ort hat gegriffen«, bilanziert Bernhard Schlachter, Leiter des Polizeireviers. Dennoch gab es ein paar Handgreiflichkeiten und Körperverletzungen kleinerer Art. Schließlich habe die Polizei dann Platzverweise ausgesprochen. Drei Personen, denen im Vorfeld ein Aufenthaltsverbot ausgesprochen wurde, seien trotzdem bei Hemdglunki-Veranstaltungen erschienen. Einer wurde von der Polizei sofort in Haft genommen und hat die Nacht im Notarrest verbracht. Zwei andere seien jedoch untergetaucht.
Vor einigen Tagen versammelte sich der Musikverein Wiechs um den Vorsitzenden Reinhold Hagist zur jährlichen Hauptversammlung. Der seit 20 Jahren mit Vorstandstätigkeiten Betraute ließ sich auch für weitere zwei Jahre bestätigen, denn er ist noch lange nicht amtsmüde.
Fast drei Wochen lang verkaufte die Klasse 6c der Friedrich-Ebert-Schule selbstgebackenen Kuchen. Der Erlös von 226,- Euro geht auf das Spendenkonto »Südbaden hilft«, der gemeinsamen Hilfsaktion der Badischen Zeitung und Caritas Freiburg, um den Flutopfern in Süddostasien zu helfen.
»Unser Dorf soll schöner werden« - dies hat sich auch der Ortschaftsrat Eichen auf die Fahne geschrieben und möchte es Gersbach nachmachen beim nun neu ausgeschriebenen Wettbewerb.
Zum 50. Mal ziehen die Schnitzelbank-Sänger des »Sternen-Zinkens« durch die Wirtschaften. Mit Ironie und spaßigen Attacken haben sie es auch dieses Jahr auf die Stadtprominenz abgesehen.
Hohe Stimmung herrscht in der Fahrnauer Festhalle beim »Guggeball«. Die Fahrnauer Fasnachtsgesellschaft lockt Freunde der Guggemusik an, denn fünf solcher Musikkapellen heizen bei ohnehin warmen Temperaturen den Gästen ordentlich ein.
06. Februar 2005
Bei traumhaft schönem Wetter rollte der Schopfheimer Fasnachtsumzug durch die Innenstadt. Menschen feierten links und rechts der Straße den Narrenwurm und ließen sich von den aufs Korn genommenen Themen begeistern. Die schiefe Haushaltslage, die Privatisierung des Schwimmbades, das Dienstfahrzeug des Bürgermeisters oder - was war anderes zu erwarten - die »teuflische« Lenk-Plastik fanden dabei ihren närrischen Ausdruck. Selbstverständlich spielte die geschlossene Schranke an der Wehrer Straße ebenfalls eine Rolle sowie ein geplantes Sport-Stadion in Fahrnau. In einem überdimensionalen Tennisball präsentierte sich der Statthalter im närrischen Umzug.
Wer dem Fasnachtstrubel ausweichen will, fährt zum Skifahren. So ist der Skilift in Gersbach nicht nur in Betrieb, sondern auch gut besucht.
07. Februar 2005
So wie beim großen Umzug gestern war auch heute herrlichstes Wetter beim Kinderumzug am Rosenmontag, der traditionell in Schopfheim und in Fahrnau getrennt stattfindet. Prinzessinnen, Cowboys, Katzen, Frösche und Fantasiegestalten bevölkerten die anschließenden Kinderbälle in der Stadthalle und in der Fahrnauer Festhalle.
08. Februar 2005
Eine Schrecksekunde gab es offenbar beim närrischen Umzug am Sonntag. Eine »Teufelin« auf dem Wagen des »Schlattholz-Zinkens« ließ wohl sehr viel Textiles fallen. Ozume Gerhard Kiefer meinte, er werde dafür sorgen, dass so etwas nie mehr passiere.
Bei der Jahreshauptversammlung der Naturfreunde durfte der Vorsitzende, Willi Wetzel, als fleißigster Wanderer den »Bergkristall« entgegennehmen. Für 25 Jahre Treue zum Ortsverein zeichnete der Vorsitzende danach Hartmut Heise aus.
»Jetz isch es wieder mol sowitt - vorbei isch’s mit der Fasnachtszitt« dies war der wehklagende Satz der Schopfheimer Narren, die ihren Fasnachtskerli durch die Altstadt begleiteten und am Kronen-Brunnen schließlich in Flammen aufgehen ließen. Die Trauerrede von Martin Reimann spiegelte noch einmal die gesamte 5. Jahreszeit wider, die für die Narren sehr gut verlaufen ist.
09. Februar 2005
Bei der ersten Möglichkeit, übers Internet die besten Fasnachtswagen zu prämieren, stimmten immerhin 300 Personen ab. Das Rennen dabei machten im Grunde die gleichen Wagen wie schon bei der offiziellen Prämierung am Sonntag.
Die BZ führt ein Interview mit Günter Gent. Seine »Wahl-Initiative Arbeit und soziale Gerechtigkeit« will Ernst machen. Bisher ein Verein, beschloss diese Initiative in Göttingen Ende Januar nun, eine Partei zu gründen. Aufgrund dieses Bundesbeschlosses, meint Günter Gent, werde man die WASG an die Parteienlandschaft anpassen. Der Verein sei auch schon dabei, für Lörrach eine Organisation auf Wahlkreisebene auszubauen. Das wichtigste Ziel, so der Schopfheimer Vertreter, sei es, 2005 in den Bundestag einzuziehen.
Vorstandsvorsitzender Josef Bogazinski von der Sparkasse Schopfheim-Zell ehrt langjährige Mitarbeiter. Gertrud Maier, Marianne Schlachter, Simone Telaar und Bernd Sutter gehören dem Unternehmen seit 25 Jahren an. Für 40 Jahre im Öffentlichen Dienst wurde Reinhard Grameispacher die Ehrung zuteil.
Bei der Jahreshauptversammlung des Musikvereines Harmonie Gersbach dankte Ortsvorsteher Ralf Ühlin dem Verein für sein Wirken, insbesondere auch für die Mitarbeit beim Bundeswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden«. Erfreut zeigt sich auch der neue Dirigent, Ronny Langendorf, und schätzt die gute Zusammenarbeit mit dem Vorstandsteam und den Musikern. Die Neuwahlen bestätigten Stefan Deiß im Amt des 1. Vorsitzenden.
Die Narretei 2005 nimmt mit dem Heringsessen im Narrenkeller, das vom »Auma-Zinken« veranstaltet wird, ihr Ende. Oberzunftmeister Gerhard Kiefer zog eine positive Bilanz über die diesjährige Fasnacht und Statthalter Mani I bedankte sich bei allen für die tolle Unterstützung während seiner »Amtszeit«. Klaus Strütt überreichte den Narren im Auftrag von Peter Lenk einen kleinen Kopf Erwin Teufels, um so an das Motto und die Fasnacht 2005 dauerhaft zu erinnern. Schließlich war es dann Bürgermeister Christof Nitz, der zum Wettessen mit dem Statthalter antrat. Natürlich hat der Statthalter - wie immer den Hering schneller verschlungen als der Bürgermeister. Christof Nitz bedankte sich im Namen der Stadt bei allen Fasnächtlern und überreichte dem Statthalter einen geschnitzten Baumstamm, der Mani I und einen Tennisschläger (das Wahrzeichen dieses Statthalters) zeigt. Danach bekam der Bürgermeister die Rathausschlüssel wieder zurück.
10. Februar 2005
Die Firma AFT hat einen 3,8 Mio. Euro-Auftrag von der Uniklinik Freiburg erhalten.
Hemdglunki für die Buurefasnachtszeit. Bei strömendem Regen setzt sich in Wiechs der Hemdglunki-Umzug in Bewegung, um den neuen Prinzen der Wibufa abzuholen. Angeführt vom Präsidenten Fritz Streule zog dann der Narrenstrom zur »Krone«, um Andi I vom Oberrain (Andreas Hauri) ins Amt einzuführen. Nach dem Empfang und seiner traditionellen Regierungserklärung mit der Entmachtung des Ortsvorstehers ging es dann zum fröhlichen Treiben in die Halle, den »Hirschen« oder wieder in die »Krone«.
Der starke Regen beeinträchtigte den Hemdglunki-Umzug in Langenau, denn die meisten Glunki gingen direkt in die Festhalle, um zünftig Fasnacht zu feiern.
11. Februar 2005
»Bis zum Jahre 2020 fehlen in Schopfheim sehr viele Wohnungen. Die Aktivierung von Bauland ist dringlicher geworden«, betont Christof Nitz in einer Vorlage, die der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik behandeln muss.
Der Tourismus-Verein Gersbach e V mit seiner Vorsitzenden, Susanne Haußer-Uhlin, hat Jahreshauptversammlung. Dabei konnte nicht nur über höhere Übernachtungszahlen berichtet, sondern insbesondere auch auf den Erfolg beim Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« zurückgeblickt werden.
12. Februar 2005
Die Firma Otto Meier GmbH Eisenwarenhandlung, die seit mehr als 100 Jahren in Schopfheim ansaßig ist, hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Waldshut-Tiengen bestellt Friedrich Bucheier aus Dachsberg zum Insolvenzverwalter. »Wir haben gekämpft bis zuletzt«, so der Betriebsinhaber, Peter Sänger, der auch daran erinnert, dass das Unternehmen erst vor fünf Jahren aus der Innenstadt in die Wehrer Straße umzog, um bessere Perspektiven zu haben.
Ingo Huber, Vorsitzender des Kulturcafés »Irrlicht«, übergibt George Heist für den Tafelladen 500,- Euro Dieser Betrag wurde bei der diesjährigen Anti-Weihnachtsparty im »Irrlicht« gespendet.
Vertreter des Vorstandes und des Kollegiums der Freien Waldorfschule treffen sich mit dem Vorstand des Pfarrgemeinderates der katholischen Kirchengemeinde St. Bernhard, um über den konfessionellen Unterricht an der Waldorfschule zu sprechen. Sowohl die katholische Kirchengemeinde als auch die Freie Waldorfschule haben Interesse daran, dass konfessioneller Religionsunterricht stattfindet. Die Kirche war bereit, 80 % der finanziellen Mittel für die Lehrkräfte aufzubringen, 20 % hatte die Waldorfschule aufbringen sollen. Diese ist jedoch nicht bereit, mit den Kirchen einen Vertrag zur Finanzierung des Religionsunterrichtes abzuschließen, denn sie versteht sich als bekenntnisfreie Schule. Die katholische Kirchengemeinde St. Bernhard und die Waldorfschule bedauern - so ist heute in der Zeitung zu lesen - ausdrücklich, dass unter den gegenwärtigen Bedingungen kein katholischer und evangelischer Religionsunterricht stattfinden kann.
Die Stimmungswogen schlagen hoch beim Jubiläums-Ratsch-Oobe in der Langenauer Halle. Zum 20. Mal jährt sich diese Veranstaltung. Zu Beginn des Spektakels hatte Mani I vom Lus inmitten einer Schar munterer »Kräuter-Hexen« mit Prinzessin Ulrike I (alias Ulrike Leukart-Zipfler) gut lachen. Die Langenauer Kinder »Klaus und Britta« erwiesen sich als freche Gören, die aus dem Sandkasten scharf auf alles schossen, was aus Schopfheim kam. Auch Mani I und seine Kollegen bekamen dabei das nötige Fett ab, genauso wie Hans Weinbrechtinger als »Napoleon vo der Obermatt«. Helga Roser und Karl-Heinz Opitz hörte und sah man wieder mit ihren Darbietungen auf dem »Rentnerbankh«. Die Wartezeit in einem Bus-Wartehäuschen nutzten Waltraut Sutter und Heidrun Roser, um über das Dorf zu tratschen.
Auch Enkenstein feiert Fasnacht. Das Dorf lädt zum »Enkensteiner Schnader-Hock« in den Maiberg-Saal. Die »Schnaderwiiber«, das »Chaos-Orchester« und die »Drei verrückte Hühner« waren es neben anderen, die das Dorfgeschehen aufs Korn nahmen Ihren narrischen Beitrag lieferten aber auch die Brüder Jürgen und Rainer Strittmatter.
Scheibenfeuer brennen auf den Höhen rund um die Stadt. In Kürnberg musste man tief durch den Schnee stapfen, um beim von den »Schiibechnechte« organisierten Scheibenfeuer mit dabei zu sein.
Die evangelische Studenten-Kantorei Freiburg und das »Ars viva«-Ensemble führen in der evangelischen Stadtkirche die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach auf. Bezirkskantor Christoph Bogon hatte die recht jungen Sänger und Orchester-Mitglieder in die Markgrafenstadt verpflichtet. Dirigiert wurde das Werk von Florian Cramer. Mit glanzvollen Leistungen wussten die Sopranistin Silke Schwarz, die Bassisten Manfred Bittner und Marek Rzepka zu überzeugen.
13. Februar 2005
Es schneit, es schneit trotz Fasnachtszeit! »Schlimmer kann ‘s nicht werden«, waren sich die Wiechser Buurefasnächtler in ihrem Urteil über das Wetter einig. Einmal geriet der Fasnachtstross gar ins Stocken, weil ein Fasnachtswagen auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen geriet. Vor dem Umzug musste gebahnt und gestreut werden. Dass im Dorf immer etwas los ist, wurde auf den einzelnen Wagen im Ortsteil treffend glossiert.
Im Anschluss an den Gottesdienst übergab Belinda Spettl, die Vorsitzende des Gesangvereines Langenau, an den Kirchengemeinderat der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde einen Scheck in Höhe von 300,- Euro. Die Spende stammt aus einem Weihnachtsbaum-Verkauf. Damit soll der Kellerraum im Gemeindehaus eingerichtet werden.
14. Februar 2005
Verkehrsminister Stefan Mappus stattet der Firma Laempe einen Besuch ab. Er interessiert sich dabei vor allem für das neue, umweltfreundliche Verfahren dieser Firma bei der Herstellung von so genannten Gusskernen.
Der Freundeskreis Partnerschaft Übersee, die vhs und die Stadt laden zu einem Benefiz-Abend in die Kulturfabrik. Der Erlös dieses Abends geht an die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien. Leider kamen nur wenige Gäste, die von Sigrid Ehninger vom Freundeskreis und von Michael Herrmann als Kulturbeauftragter der Stadt begrüßt werden konnten.
Einige Schopfheimer nehmen die Gelegenheit auch in diesem Jahr wahr, kurz nach 2 Uhr mit einem Sonderzug nach Basel zum Morgestraich zu fahren.
Der Eichener See zeigt sich wieder. Es hat ja in den vergangenen Wochen sehr viel geregnet. Nun liegt die Stadt aber unter einer Schneedecke.
Auf 50 Jahre Betriebszugehörigkeit blickt Heinrich Bauer bei der Firma Rietschle Thomas zurück. Geschäftsführer Dieter Rietschle hob in seiner Ansprache die Bedeutung Bauers insbesondere für die Gießerei hervor. Der Betriebsrat des Unternehmens, Ralf Kurz, ehrte den Jubilar ebenso wie der Beigeordnete Ruthard Hirschner, der die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg überreichte.
15. Februar 2005
Das neue Jahresprogramm des Förderkreises Ferienzentren e. V. ist eben erschienen. Es bietet Kindern und Jugendlichen von acht bis 17 Jahren Ferienfreizeiten in Frankreich, Spanien, Griechenland, Ungarn, an der Ostsee und im Schwarzwald an.
Die Fahrnauer Vereine haben beschlossen, 2005 kein Dorffest durchzuführen.
Langenaus närrische Weiber lassen die Fasnacht mit einem Frauenrecht im »Hirschen«-Saal ausklingen. Die regierende Prinzessin konnte allerdings krankheitsbedingt nicht dabei sein und wird den Rathausschlüssel dem Dorfoberhaupt später wieder zurückgeben.
16. Februar 2005
Die Firma Rietschle Thomas plant an ihrem Fahrnauer Standort den Bau einer neuen großen Produktionshalle. Das Gebäude soll ein Ausmaß von 100 m Länge und 65 m Breite bei 10 m Höhe aufweisen. Darin soll ein automatisches Hochregal-Lager untergebracht werden. Nach Angaben der Firma werden im Neubau in der Endausbaustufe im Jahr 2008/9 rund 125 Beschäftigte im Dreischicht-Betrieb arbeiten. Allzuviel neue Arbeitsplätze werden aber nicht entstehen. Die meisten Stellen will Rietschle durch innerbetriebliche Umstrukturierungen besetzen. »Es ist ein Segen für unsere Stadt«, begrüßt Bürgermeister Nitz diese Pläne.
Die Freunde der Grundschule Fahrnau haben mit Willi Tholen einen neuen Vorsitzenden. Er tritt die Nachfolge von Renate Maindok an. Neben einigen Veranstaltungen - so war bei der Hauptversammlung zu hören - unterstützte der Verein die Schule mit einem namhaften Betrag für die Computer-Ausstattung. Im Jahre 2005 will sich der Förderverein weiter mit einem Open-Air-Kino, einem Martinsfest und mehreren Vorlese-Nachmittagen sowie einer Theater-Aktion ins Schulleben einbringen.
Der neue Wiesental-Zug »Flirt« wird auf der Strecke Basel-Zell nicht vor August zu sehen sein. Ursprünglich war geplant, dass das erste »Flirt«-Zugpaar ab April auf der Strecke verkehrt.
17. Februar 2005
Der Zeller Ortsteil Riedichen möchte nun in Sachen Wasserversorgung doch eigene Wege gehen. Die interkommunale Zusammenarbeit mit Schopfheim soll, obwohl im September 2004 beschlossen, zugunsten einer eigenen Lösung wieder aufgegeben werden, meint Bürgermeister Rümmele aus Zell.
Das MT weiß zu berichten, dass das Schopfheimer Stadtauto (SAS) wie von Claus Stockburger geplant nun doch nicht realisiert wird. Stockburger sagt den Start seiner Idee, die er in allen Ortsteilen vollmundig und mit wärmester Empfehlung angepriesen hat, ab, meint aber, es sei dies keine endgültige Entscheidung gegen das ursprüngliche Vorhaben.
18. Februar 2005
»Wir sind sehr zufrieden und auch ein bisschen stolz«, verkünden die beiden Vorstände Günther Heck und Bernhard Schlageter von der VR-Bank bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes für 2004. Das Geldinstitut konnte 2004 das Bilanzvolumen um 4 % auf 360 Mio. Euro steigern. Bei den Kundeneinlagen legte die Bank um rd. 6 Mio. Euro zu, dies bedeutet ein Plus von 2,2 % auf 270 Mio. Euro. Das Kreditvolumen konnte um 5,5 Mio. Euro auf 252 Mio. Euro gesteigert werden. Diese Erhöhung bedeutet ein Plus von 2,3 %. Als echter Renner entpuppte sich die Zusammenarbeit mit der Noris-Bank unter dem Namen »easy-Credit«. Es werden Konsum-Kredite angeboten. Dabei wurde das Volumen in einem Jahr praktisch verdoppelt, so Günther Heck.
Die Unabhängigen lehnen eine Bebauung des Zirkus-Platzes im Oberfeld strikte ab und betrachten die Vorlage der Stadtverwaltung zur Bebauung als »nebulöse Pläne«. Karl Selz meint gar, man habe im Rathaus jede Orientierung verloren.
Über den schlechten Service der SBB-Wiesentalbahn beklagt sich heute ein Leserbrief. In den letzten Tagen hatte der Zug nicht nur erhebliche Verspätungen, sondern konnte teilweise zwischen Schopfheim und Steinen überhaupt nicht verkehren. Mit Bussen wurden die Fahrgäste transportiert. Dies gab manchen Verdruss. Am Montagmorgen war der Zugverkehr gleich mehrstündig wegen Pannen am Streckennetz lahmgelegt. Sicher spielten dabei die winterlichen Verhältnisse eine Rolle, zumal das Rollmaterial nicht mehr das jüngste ist und die Streckentechnik auch nicht, da an der Strecke - wie ein SBB-Manager es ausdruckte - 100 Jahre lang fast nichts gemacht worden sei. Außerdem kann man beim elektronischen Stellwerk in Lörrach weiterhin von Start- und Anpassungsproblemen sprechen. Bemängelt wurde auch die nicht oder nur mangelhaft erfolgte Absprache zwischen SBB und DB, damit an den Haltepunkten Durchsagen im Falle von Störungen vorgenommen werden können.
19. Februar 2005
Der Verein zur Förderung der Kleinbauern-Kooperative in Dikome hat nun, nachdem die Schwierigkeiten der vergangenen Monate behoben sind, ein neues Domizil und damit ein Lager auf dem Arlington-Areal in Langenau.
Das Thema »Postversorgung in Fahrnau« beschäftigt die Unabhängigen, denn man müsse auch einmal nach den Bedingungen fragen, unter denen eine solche Agentur arbeiten musste. Die Bürger hatten schließlich einen Anspruch auf Grundversorgung. Die Partei möchte dies auch durchsetzen. Die Unabhängigen und die SPD stellen beide die Frage »Wo bleibt am Montag im Gemeinderat die Diskussion über das Accocella-Gutachten?« Außerdem sagen die Unabhängigen deutlich, dass sie gegen eine Bebauung des Zirkus-Platzes im Oberfeld sind. »Diese Freifläche muss erhalten bleiben«, meinen sie.
Der Langenauer Ortschaftsrat unterstützt die Spielplatz-Initiative Langenauer Eltern und möchte aus dem jährlichen Investitions-Budget einen Betrag von 2 100,- Euro für neue Spielgeräte bereitstellen.
20. Februar 2005
Die evangelische Stadtkirche wird zum Ausstellungsraum. Die Ausstellung »Dem Glauben verpflichtet« zeigt einen Einblick in das Leben und Wirken des katholischen Pfarrers Dr. Max Josef Metzger und der evangelischen Theologen Ludwig Simon und Hugo Specht. Sie ist noch bis zum 11. März zu sehen. »Alle drei haben Bekenntnis und Courage gezeigt«, charakterisiert Heiner A. Baur bei der Ausstellungseröffnung.
die drei Geistlichen. Pfr. Dr. Michael Hoffmann meinte, dass die Ausstellung drei Geistliche zeige, die dem Ungeist widerstanden haben. Den Lebensweg der drei Pfarrer schildert Heiner A. Baur, wobei Roland Kleinbub auf die wichtigsten Stationen des Märtyrer-Priesters Dr. Max Josef Metzger hinwies.
Die Stadthalle wird zum alljährlichen Autosalon.
Der Skiclub Fahrnau ermittelt und kürt seine diesjährigen Vereinsmeister. 112 Skibegeisterte waren am Kirchberg-Lift in Todtmoos, um die Besten zu ermitteln, so der Vorsitzende, Hans Schwietale. Dieser bedankte sich insbesondere bei den Kurssetzern Udo Becker und Gerd Schneider für ihren Einsatz, vor allem aber Hannes Schneider für die Organisation der Vereinsmeisterschaft. Vereinsmeisterin im Snowboard-Fahren wurde Sabine Engelhard, während bei den Alpinen Ulla Friedrich den Sieg errang. Bei den Snowboarder-Herren durfte Arndt Schwietale die Siegertreppe besteigen, Stefan Bauer wurde alpiner Sieger.
Der Kunstverein eröffnet im Museum die diesjährige Frühjahrsausstellung und präsentiert die in Maulburg lebende Elisabeth Römer mit ihren Arbeiten.
Bei der Jahreshauptversammlung im »Kranz« wurde vor einigen Tagen Dr. Eva-Maria Jopski für weitere zwei Jahre an die Spitze der Kantorei Schopfheim gewählt. Wichtigstes Ereignis im abgelaufenen Berichtsjahr war die Aufführung des »Messias« von Georg Friedrich Händel, wurde bei der Versammlung berichtet.
21. Februar 2005
Schopfheim liegt seit mehr als einer Woche unter einer Schneedecke. In Gersbach liegen gar 70 cm Schnee. Es schneit erneut, allerdings sind Straßen und Wege für den Verkehr frei. Ungewohnt ist nur, dass es doch schon über einige Tage kalt und damit schneesicher ist.
Der Haushaltsplan der Stadt für das Jahr 2004 ist – so Bürgermeister Christof Nitz – in der Gemeinderatssitzung genehmigt worden. Allerdings sei der Bescheid mit ein paar mahnenden Worten »garniert«, so das Stadtoberhaupt. Näheres erfahre der Gemeinderat in der nächsten Sitzung.
Der Gemeinderat zeigte sich von der Zeller Entscheidung über die Wasserversorgung in Riedichen verwundert. Noch vor wenigen Monaten wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach Schopfheim bzw. Schlechtbach das Wasser nach Riedichen liefern soll. Über die Presse – so monierten nun die Gemeinderäte – habe man erfahren, dass Zell nun einen eigenen Weg gehen wolle.
Die Feuerwehr Schopfheim erhält einen neuen Einsatzleitwagen, da das 19-jährige bisherige Fahrzeug defekt ist. Der Gemeinderat gab die notwendigen Mittel hierzu frei, wobei der größte Teil aus den nicht benötigten Mitteln des Naturpark-Marktes stammt.
23. Februar 2005
Ruthard Hirschner und Regina Blum dürfen für den Krankenhaus-Förderverein vom Inhaber der Bahnhofs-Apotheke, Roland Katzer, einen Scheck in Höhe von 500,- Euro entgegennehmen.
Die Badische Zeitung schreibt nach einem Gespräch mit Horst Herbig, Leiter des Kommunalamtes beim Landratsamt, zum städtischen Haushalt, dass der Haushalt zwar durch die Rechtsaufsicht nicht beanstandet werde, doch bedeute diese Formulierung nicht automatisch das gleiche, wie wenn das Landratsamt für den städtischen Haushalt »die Gesetzmäßigkeit bestätigen würde«. Die Stadt werde in einem dreiseitigen Schreiben aufgefordert, nach wie vor an ihrem Haushaltssicherungskonzept zu arbeiten, um die Geldströme wieder in die richtige Richtung zu kanalisieren, so der Vertreter des Landratsamtes.
Der Verein zur Förderung der Kleinbauern-Kooperative in Dikome, Kamerun, schließt vor dem Landgericht in Waldshut mit dem ehemaligen Kaffeeröster einen Vergleich. Der Röster muss 40 000,- Euro, also die Hälfte dessen, was er nach Angaben des Vereins demselben schuldet, bezahlen.
24. Februar 2005
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Gesangvereines Langenau, der 116 Mitglieder zählt, wovon 24 Stimmen aktiv im Chor singen, wurde die bisherige Vorsitzende, Belinda Spettl, einstimmig wiedergewählt.
Im SVS-Heim kann Joachim Harder an 60 Jugendliche und Erwachsene das Sportabzeichen in verschiedenen Stufen aushändigen. Dabei gab es Auszeichnungen für bis zu 32-maliges Erringen dieses Abzeichens. Diese herausragende Leistung darf Willi Schäfer für sich in Anspruch nehmen. Karl Schneider bekam das Abzeichen in Gold bereits zum 30. Mal.
25. Februar 2005
Die SPD beantragt, dass im Gemeinderat über erneuerbare Energien gesprochen wird und denkt dabei, wie diese in und auf städtischen Gebäuden nutzbar wären. Überlegungen wie Pellets-Heizung oder Hackschnitzel-Anlage in Gersbach, einen Solar-Park in Wiechs sollen dabei auch besprochen werden.
Es ist weiterhin kalt und in der Stadt, insbesondere auf den umliegenden Höhen, liegt Schnee.
Für 40-jährige Betriebszugehörigkeit wird Günther Ühlin bei der Firma Rüdtlin Lufttechnik GmbH geehrt. Ühlin sei für den Betrieb ein Gewinn, auch habe er Generationen von Auszubildenden geprägt, meint Geschäftsführer Horst Rüdtlin zum Betriebsjubilar.
26. Februar 2005
Im kommenden Monat startet die vhs ein Schwerpunkt-Thema unter dem Motto »Ehrensache – Ehrenamt?« Den Vereinen wird damit eine Plattform geboten, um vor allen Dingen Seniorinnen und Senioren mit ihrem Wissen für das Ehrenamt zu gewinnen.
Im 75. Lebensjahr verstirbt Henny Timmermann, die jahrelang dem Stadtrat der Stadt Schopfheim und dem Ortschaftsrat Langenau angehörte.
Zu einem »Tag der Schulmusik live 05« lädt die Friedrich-Ebert-Schule ein. Damit beweisen die Schüler und die Lehrer einmal mehr, wie lebendig und vielseitig diese Schulgemeinschaft sein kann.
Beim Tennisclub Langenau stellt der Vorsitzende die Erweiterung des Vereinsheimes vor. Die Investitionen mit rd. 65 000,- Euro sind gesichert. Ein Zuschuss des badischen Sportbundes ist ebenfalls eingeplant. Bei den Wahlen wurde Manfred Schnell als Vorsitzender bestätigt, während sein Stellvertreter, Klaus Gorski, den bisherigen Vize, Christoph Bloch, ablöste.
Der TV Fahrnau mit einer Mitgliederzahl von über 500 Personen zieht bei der Jahreshauptversammlung einmal mehr Bilanz. Brigitte Möhrle war es dann auch vorbehalten, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Überrascht war sie, als sie als »Frau Turnverein« geehrt und mit einem Geschenk bedacht wurde. Bei den Wahlen wurde Birgit Schüßler zur neuen 2. Vorsitzenden gewählt.
27. Februar 2005
Es schneit erneut. Nun liegt die Stadt – wie ganz Deutschland – seit Wochen unter einer Schneedecke. Die Polizei mahnt Hauseigentümer, dass aufgrund der eisigen Nachttemperaturen sich an den Gebäuden schwere Eiszapfen bilden, die wenn immer möglich beseitigt werden müssen, da sie zu einer großen Gefahr für Passanten werden können.
Pfr. Matthias Weber und Erika Zeh werden bei der Bezirkssynode der evangelischen Kirche zum einen als Diakonie-Pfarrer, zum andern als Sozialberaterin des Diakonischen Werkes eingeführt.
58 Freunde des Skisports beteiligen sich am Gersbacher Skitag. Werner Koch hat auch heuer dieses Ereignis für die Kleinsten des Dorfes organisiert.
Christoph Bogon spielt an der Voit-Orgel, der Bariton Bernhard Adler aus München gestaltet mit ihm zusammen einen Abend mit Musik der Romantik.
28. Februar 2005
Eine Gruppe von 22 Schülern aus der englischen Stadt Broxbourne ist zu Gast am THG. Sie wird heute durch den Beigeordneten der Stadt, Ruthard Hirschner, im Rathaus empfangen.
Der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik des Gemeinderates beschäftigt sich mit der künftigen Bauentwicklung in der Stadt Schopfheim und beschließt Änderungen, die in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden sollen. Eindeutig gab der Rat den Vorhaben der Verwaltung zur Bebauung des Zirkus-Platzes im Oberfeld eine Absage. »Diese Fläche bleibt für die Bebauung tabu«, war die überwiegende Meinung. Ansonsten wurde der Weg frei, um eine Verlagerung der Sportflächen im Oberfeld nach Fahrnau vorzunehmen und gleichzeitig das gesamte Gebiet vom Rosengarten einschließlich der derzeitigen Sportflächen im Oberfeld für Bauflächen zu überplanen. Eine weitere Überplanung soll am Eisweiher erfolgen, wobei deutlich wurde, dass dies noch kein Signal ist für eine Wohnüberbauung. Die in Frage stehenden Überplanungen seien für die Stadt insgesamt von großer Bedeutung, betonte der SPD-Stadtrat Bernhard Kuri. Die Stadt müsse beim Bau von Wohnungen wieder Gas geben, bekräftigte Bürgermeister Christof Nitz und verwahrte sich gegen den geäußerten Verdacht, die Stadt wolle über die Erschließung von Bauland nur den Haushalt sanieren. Karl Selz, Fraktionschef der Unabhängigen, äußert sich skeptisch über die Umsiedlungspläne für das Sportgelände. »Diese Visionen sind illusionär«, meinte er und regte an, die Gewerbebrache des ehemaligen Areals Burckhardt & Schmidt zur Wohnbebauung zu nutzen.
Ein Schwimmbad für alle Gemeinden des Mittleren Wiesentals – diese Gedanken keimen derzeit, so Bürgermeister Christof Nitz in der Ausschusssitzung. Die Gemeinde Maulburg macht in den nächsten zwei Monaten einen Vorstoß zu einem Gespräch. Ziel sei es, die Gemeinden, die sich für den neuen Tourismusprospekt »Südwärts« erstmals zusammengetan hatten, in Sachen Schwimmbad an einen Tisch zu holen.
Der Bau-, Umwelt- und Technikausschuss sagt Ja zu einem großen Erweiterungsbau, den die Firma Rietschle Thomas im Gewerbegebiet Grienmatt realisieren will. Der Neubau soll der Lagerung von rohen und fertigen Bauteilen in einem automatischen Hochregal-Lager, der Bearbeitung von Bauteilen aus Grauguss, der Montage und Prüfung von Druck- und Vakuumpumpen sowie dem Lackieren, Verpacken und dem Versand von Druck- und Vakuumpumpen dienen. Die Stadt müsse froh sein über Firmen, die investieren, meinte Artur Cremans für die SPD. Auf die Rechte der Anwohner pochte schließlich Wolfgang Bühler von den Freien Wählern und stellte den Antrag, dass die Vorschriften auch den Anwohnern gegenüber eingehalten werden – eine Forderung, die man als selbstverständlich ansah.
01. März 2005
Am vergangenen Wochenende war eine Schopfheimer Delegation zusammen mit Bürgermeister Christof Nitz in Kleinmachnow, um in der Partnerstadt bei der Einweihung des neuen Rathauses mit dabei zu sein. »Es ist einfach sagenhaft«, meinte der Bürgermeister nach seiner Rückkehr aus Kleinmachnow. Das Haus hat 10,3 Mio. Euro gekostet.
Vor einigen Tagen traf sich der Gesangverein Eichen zur Jahreshauptversammlung. 117 Sängerinnen und Sänger in den Chören einschl. der Jugendchöre sind derzeit aktiv. Während sich der Frauenchor verstärkt hat, sorgt man sich langfristig um den Fortbestand des Männerchores. Das Werben um neue Tenor- und Bassstimmen muss Priorität haben. Ungeachtet dessen blickt der Verein auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Bei den anstehenden Wahlen bestätigten die Mitglieder Achim Hottinger als Vorsitzenden. Zu Ehrenmitgliedern durfte dieser dann Max Strub und Georg Meyer neben Bernhard Greiner ernennen. Ortsvorsteher Hans Keller dankte dem Chor für sein kulturelles Wirken im Ortsteil.
Nach dem ersten Jahr in der »Villa Musica« zieht der Musikverein Fahrnau in der Hauptversammlung Bilanz. Neu war im Berichtsjahr ein Kinderkonzert, das der Dirigent Andreas Meier organisierte. »Peter und der Wolf« wurde ebenso zu einem Erfolg wie im Frühjahr ein Big-Band-Festival. Vorsitzender Thomas Hoyer nannte die Jugendarbeit als eines der wichtigsten Ziele des Vereins. So biete der Verein neben der bewahrten Ausbildung auf sämtlichen im Orchester genutzten Instrumenten eine Grundausbildung auf der Blockflöte an. Für 2005 setzt sich der Vorsitzende für den Verein ein neues Ziel: Der Probenbesuch müsse dringend besser werden, um das hohe Niveau des Musikvereins zu erhalten oder noch zu steigern.
Gersbach plant zusammen mit Todtmoos einen Erlebnispfad, der sich den Schanzen, den Glashütten und der Köhlerei widmen soll. Dieses Grenz- und Landkreis-übergreifende Projekt soll 275 000,- Euro kosten, wobei aus dem europäischen Förderprogramm Leader+ bis zu 70% Zuschuss kommen sollen.
Mit klirrender Kälte beginnt der meteorologische Frühling.
02. März 2005
In der Bundesrepublik sind über 5,2 Millionen Menschen ohne Arbeit. Dieser Rekord wirkt sich auch auf die Quote im Landkreis Lörrach aus. In Baden-Württemberg liegt sie bei 7,2%, im Arbeitsamtsbezirk Lörrach hingegen bei 6,1%. Im Vormonat waren es noch 6,0%.
Ein deutliches Minus in der Kasse des Gesangvereines Wiechs wurde bei der Jahreshauptversammlung, die in Rekordzeit absolviert wurde, deutlich. Dirigent Andreas Haun lobte die gute Zusammenarbeit in der Vorstandschaft, wobei der Vorsitzende, Lothar Gisin, meinte, er wünsche sich mehr aktive Mitglieder, besonders bei den Männerstimmen. Bei den Neuwahlen wird er im Amt bestätigt.
Wie geht es weiter mit der Kreismüll-Deponie auf dem Scheinberg? Diese Frage beschäftigt den Betriebsausschuss des Landkreises im Maiberg-Saal in Enkenstein. Eine Fülle von Fragen stellte dann auch Enkensteins Ortsvorsteher Rainer Strittmatter den angereisten Kreisräten. Das Abfallaufkommen, so Landrat Schneider, werde in diesem Jahr auf rd. 58 t zurückgehen, da man beim neuen Abfallsystem die Container direkt in die Verbrennung nach Basel anliefern könne. Klar sei aber auch, dass die Anlage nicht ohne weiteres zugemacht werde. Ab Mitte dieses Jahres werden auf der Deponie nur noch so genannte Inert-Abfälle gelagert, das sind im Wesentlichen verunreinigte Boden und Bauschutt innerhalb der zulässigen Grenzwerte, asbesthaltige Abfälle und einige industrielle Rückstände in Form von Sanden und Schlacken. Vom Jahr 2006 an werde das Abfallaufkommen wieder leicht steigen, da mit größeren Lieferungen kontaminierten Bodens zu rechnen sei.
03. März 2005
Mit 188.571 Ausleihen darf die Stadtbibliothek im Jahre 2004 auf eine stolze Bilanz zurückblicken.
Markus Heege tritt die Nachfolge von Rolf Schmidt als Ortsbeauftragter des THW an. Rolf Schmidt war nahezu acht Jahre lang an der Spitze der Hilfsorganisation. Großer Bahnhof im THW-Heim. Neben Vertretern von Feuerwehr, Polizei, BGS und Autobahn-Polizei kam auch der Landesbeauftragte Dirk Gobe nach Schopfheim. Er zeichnete Rolf Schmidt für seine Verdienste mit dem goldenen Helfer-Abzeichen mit Kranz aus. Zugführer Stefan Rother erhielt aufgrund hervorragender Leistungen ebenfalls das goldene Helfer-Abzeichen.
Über geordnete Verhältnisse kann der Abwasserverband Mittleres Wiesental bei der diesjährigen Verbandsversammlung, die in Häg stattfindet, berichten. Die Verbandsumlage konnte durch günstige Umschuldungen erneut reduziert werden.
04. März 2005
Neuntklässler der Friedrich-Ebert-Schule stellen sieben Bilder, die sie im BK-Kurs Farbe geschaffen haben, in der evangelischen Matthäus-Kirche in Fahrnau aus.
Der diesjährige Weltgebetstag wird von polnischen Frauen aus neun Konfessionen gestaltet. Angesichts Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Missachtung der Menschenrechte und Krieg ist der Wunsch »Gott segne dich« mit besonderer Hoffnung verbunden. In Schopfheim beginnt dieser Tag heute im katholischen Gemeindehaus. Danach wird ein Gottesdienst gefeiert. In Fahrnau treffen sich Männer und Frauen um 19 Uhr in der evangelischen Kirche zum Gebet, in Langenau ist um 19 Uhr ebenfalls im dortigen evangelischen Gemeindehaus Treffpunkt. Auch in Gersbach laden Frauen und Männer zum Gebet ein. Hier beginnt der Weltgebetstag bereits um 15 Uhr mit Kaffee und Informationen. Um 17 Uhr wird dann ebenfalls ein Gottesdienst gefeiert.
Das herrliche Winterwetter nutzen viele Menschen, um den Schnee so richtig zu genießen. Auch »Krone«-Wirt Haun aus Wiechs spannt seine beiden Haflinger vor den Schlitten und fährt mit Gästen über den Dinkelberg. Selbst Nachtfahrten mit Fackelbeleuchtung stehen im Angebot des Gastronomen.
Über einen reichlich gefüllten Aktions- und Aktivitäten-Kalender durfte der MSC bei der Hauptversammlung vom Vorsitzenden, Karl-Heinz Renner, informiert werden. Erfreulich ist auch, dass der Mitgliederstand auf nunmehr 399 Personen angewachsen ist. Sportleiter Thomas Grässlin berichtet darüber, dass 24 Motorsportler des MSC, davon 18 Jugendliche, im Besitz einer Fahrerlizenz sind. Karl-Heinz Renner erhielt bei den Wahlen erneut das Vertrauen.
05. März 2005
In Anerkennung seiner Verdienste für den Kraftsportverein Gersbach wurde Jürgen Blum zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 30 von 281 Mitgliedern konnte die jetzige Vorsitzende, Elisabeth Deiß, bei der Jahreshauptversammlung willkommen heißen. Der Verein bereitet sich auf das im Sommer bevorstehende 50-jährige Bestehen vor.
Margarete Matt, Ehefrau des früheren Ratsschreibers der Stadt Schopfheim, Hermann Matt, feiert im Georg-Reinhardt-Haus heute ihren 103. Geburtstag.
Die Stadtmusik Schopfheim bestätigt bei der Jahreshauptversammlung sowohl Peter Bühler als Vorsitzenden als auch Renate Feuchtmann als seine Stellvertreterin. Die Stadtmusik trat im vergangenen Jahr einige Male als Großveranstalter auf, um den Kassenstand aufzustocken. Sie möchte ihr Musikheim an der Mattenleestraße sanieren. 80.000,- Euro werde diese Gesamtmaßnahme wohl kosten, rechnet Peter Bühler bei der Hauptversammlung vor. Aber auch die Jugendkapelle hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich, wie dies Jens Hagist in seinem Bericht darlegt.
07. März 2005
Es schneit immer noch. In der Nacht wird Schopfheim erneut mit einer 5 cm dicken Schneeschicht bedeckt. Wie ganz Deutschland, hat der Winter auch die Markgrafenstadt fest im Griff.
08. März 2005
Die Ausstellung und Dokumentation über die drei Schopfheimer Geistlichen Dr. Max Josef Metzger, Hugo Specht und Ludwig Simon in der evangelischen Stadtkirche stößt auf große Resonanz. Mit-Initiator Heiner A. Baur vom Initiativ-Kreis Dr. Max Josef Metzger zeigt sich nur erfreut. Er meint: »Wir haben mit so vielen Kleingruppen, Einzelpersonen, Schulklassen aus dem Wiesental und aus Nachbarkreisen nicht gerechnet«.
Erstmals steigen die Temperaturen wieder über Null Grad an. Es regnet leicht. In den nächsten Tagen wird sich das Wetterbild wohl verändern.
09. März 2005
»Da läuft was falsch bei der Bahn« – die IG Pro Schiene meldet sich mit scharfer Kritik an Bahn AG und SBB zurück. Der Fahrgast-Verband, der in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen feiert, will sich wieder stärker bemerkbar machen. Dr. Jost Nöller kündigt an, dass demnächst ein Brief an Landrat Schneider und an die Nahverkehrs-Gesellschaft Baden-Württemberg geschrieben werde, um Verbesserungen anzumahnen. Offenkundige Kommunikationsprobleme innerhalb der Bahn AG einerseits und zwischen Deutscher Bahn und SBB andererseits trügen ihr Übriges zu einer schier unerträglichen Situation bei den Bahnkunden bei, meint Karl Argast. Es gebe zwar schnelle Entschuldigungen, aber keine Konsequenzen.
Im Streit um das ungenehmigte Schwarzwald-Dächli hat das Landratsamt ein Zwangsgeld in Höhe von 4.000,- Euro verhängt. Alle Chancen, das Verfahren auf gütlichem Wege zu beenden, habe die Ladeninhaberin nicht wahrgenommen. Falls die Inhaberin sich weiterhin weigern sollte, das Dach zu entfernen, wird ein noch höheres Zwangsgeld festgesetzt und das Dach auf Kosten der Bauherrin durch das Landratsamt entfernt.
10. März 2005
Ihren Bekanntheitsgrad verbessern möchten die Mitglieder und Verantwortlichen von Kanal Ratte. Dies gaben sie an der ersten Jahreshauptversammlung in den neuen Räumen an der Hauptstraße zu verstehen. Zunächst soll Anfang April ein »Tag der offenen Tür« den Menschen das Schopfheimer Radio näher bringen. Deutlich wurde beim Bericht, dass bereits 2004 der Bekanntheitsgrad aufgrund verstärkter Öffentlichkeitsarbeit erhöht werden konnte. Markus Meßthaler, Manuel Bausch, Bernhard Wehrle und Marko Ehrt wurden bei den Wahlen erneut in ihren Ämtern bestätigt.
Einen Volltreffer landete Fokus Schopfheim mit der Premiere bei Kino Classic. Den Film-Hit »Ludwig II« ließen sich die Leute nicht entgehen. Das Kino war bis auf den letzten Platz besetzt.
11. März 2005
Der Gewerbeverein hat Bertram Paganini und Dr. Donato Accocella in den Kleinen Saal der Stadthalle eingeladen, um über das Accocella-Gutachten und die damit verbundene Gewerbeansiedlung in der Innenstadt – und nicht mehr auf der grünen Wiese – zu diskutieren. Rund 80 Einzelhändler kommen, um sich über das Gutachten und die daraus resultierenden Konsequenzen zu informieren. Bei den Gemeinderatsfraktionen, die bei dieser Sitzung ebenfalls anwesend waren, teilten sich die Meinungen, wobei beim Gewerbeverein aber klar war, dass es keine Ansiedlung auf der grünen Wiese mehr geben darf.
»Andi’s Steakhüsli« eröffnet an diesem Wochenende den neu errichteten Hotel-Komplex. In dem großen Anbau sind 13 Doppelzimmer mit 26 Gästebetten eingerichtet worden.
Rita und Hermann Sutter aus Raitbach geben eine Spende aus verkauften Weihnachtsbäumen an den Verein für krebskranke Kinder in Freiburg weiter. Der Betrag wurde dieser Tage an Eduard Krause vom Förderverein übergeben.
Die Ausstellung und Dokumentation über die drei Theologen Dr. Max Josef Metzger, Hugo Specht und Ludwig Simon wird um eine Woche verlängert.
Ortsvereinsvorsitzender Ruthard Hirschner begrüßte dieser Tage die Aktiven und den Vorstand des DRK-Ortsverbandes Schopfheim bei der jährlichen Mitgliederversammlung. Der langjährige Schatzmeister Friedrich Katzer übergab seine Tätigkeit an Melanie Dittmar, die wie er bei der Finanzverwaltung der Stadt tätig ist. Die Neuwahlen bestätigten Ruthard Hirschner erneut als Vorsitzenden des Ortsverbandes.
12. März 2005
Der Maulburger Kaffeeröster lehnt den Vergleich mit dem Förderverein Dikome nun ab. Es wird zum Rechtsstreit kommen.
Der junge Philipp Schmidt hat seine Südamerika-Tour mit dem Fahrrad begonnen und meldet sich nun beim MT aus Feuerland.
Der US-Industriekonzern Gardner Denver meldet, dass er die Thomas Industries Inc. für 734 Mio. Dollars übernehmen wird. Damit werden die ehemaligen Firmen Rietschle und Demag Wittig unter einem Dach vereint. Bekanntlich wurde das Schopfheimer Unternehmen Werner Rietschle im August 2002 von der US-Firma Thomas Industries Inc. übernommen. Das Unternehmen firmiert seither als Rietschle Thomas. Ganz überraschend kam die Nachricht wohl nicht, denn das Gerücht kursierte schon eine ganze Weile, war aus Belegschaftskreisen der Firma Gardner Denver in Gündenhausen zu hören.
Im Golddorf Gersbach formiert sich Widerstand gegen einen geplanten Campingplatz. Unterschriften, die in den letzten Tagen gesammelt wurden, wenden sich gegen einen Standort Tiergarten. Lothar Schwesyg ist der Initiator dieser Gegenaktion. Er meint, dem Dorf bringe eine solche Einrichtung nichts. Ortsvorsteher Ühlin weiß zwar, dass Unterschriften gesammelt worden sind. Auf ihn sei indes bisher noch niemand zugegangen. Auch seien ihm die Gründe nicht bekannt. Bürgermeister Christof Nitz ist auf der Suche nach Lösungen, um den geplanten Campingplatz am gewünschten Standort Tiergarten doch realisieren zu können. Dazu habe es – so der Bürgermeister – im Regierungspräsidium ein Gespräch unter vier Augen gegeben. Er hofft, dass sich noch Wege finden lassen, um die FFH-Problematik umgehen zu können.
Die Feuerwehr Gesamtstadt hat zur Jahreshauptversammlung in die Langenauer Halle eingeladen. Bernd Schwöble war es dann auch, der die Haushaltskürzungen, die – wie andere – auch die Feuerwehr treffen, scharf kritisierte. Bürgermeister Christof Nitz dankte den Wehrmännern für ihren freiwilligen Dienst, meinte zu Bernd Schwöble aber auch, die Feuerwehr komme angesichts der Finanzsituation immer noch ganz gut weg im Vergleich zu anderen Bereichen. Über ein normales Jahr berichtet Kommandant Bernd Schwöble ebenfalls während der Versammlung. Er kann dabei von 178 Einsätzen, davon 34 kleinere oder mittlere Brände, sprechen. 116-mal wurde technische Hilfe geleistet und zu 14 blinden Alarmen musste die Wehr ausrücken. 13-mal galt es, Personen zu retten. Die Wehr besteht derzeit aus 221 aktiven Mitgliedern, die Jugendwehr zählt insgesamt 81 Mädchen und Jungen. 79 Männer umfasst die Altersmannschaft. 12 Jugendliche konnten bei der Hauptversammlung durch Handschlag in die Reihen der Aktiven aufgenommen werden. Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhält Hanspeter Meyer das Ehrenzeichen des Landes in Gold. Daneben erhalten Rainer Grether, Karl-Heinz Strübe, Peter Elsässer, Uwe Fuhrmann, Dietmar Blum, Martin Freiner, Karl Rehm und Thomas Ühlin die Auszeichnung des Landes in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst.
Jahreshauptversammlung bei der Schützengesellschaft Wiechs. Oberschützenmeister Uwe Kibelka ehrt den neuen Schützenkönig, Andreas Mößner, während der Versammlung. Lob ernteten die Schützen von Ortsvorsteher Ino Hodapp, der sich vor allem für den Aufwärtstrend in der Jugendarbeit bedankte. Dabei hob er die Leistung des Jugendwartes Siegmund Leszkowski hervor, der die Jungschützen trainiert und an die aktive Mannschaft heranführt. Uwe Kibelka betonte während der Hauptversammlung, dass die Schützen – wie andere Wiechser Vereine auch – bereit seien, am Bau der neuen Aussegnungshalle mitzuwirken.
13. März 2005
»Durch die Täler, durch die Auen – Talgeraune« war das Thema der ersten Veranstaltung im Museum unter dem Titel »Museumsgeflüster«. Michael Herrmann und Christa Hoheisel erzählten, musizierten und sorgten für gute Unterhaltung in bestem Ambiente.
14. März 2005
Der Gemeinderat verabschiedet eine Resolution, die der Ortschaftsrat Enkenstein zur Mülldeponie verfasst hat. Darin wendet man sich eindeutig gegen die Absicht des Landkreises, eine Shredder-Anlage auf der Mülldeponie einzurichten. Die Langenauer und Enkensteiner Ortsvorsteher waren denn auch in der Sitzung stocksauer darüber, dass noch vor wenigen Tagen nur von Überlegungen zur Shredder-Anlage die Rede gewesen war, jetzt aber klar wird, dass bereits Gutachten dazu vorliegen und innert weniger Tage – wie Ortsvorsteher Weinbrechtinger meinte – eine Stellungnahme abgegeben werden muss, wie diese Anlage den gesamten Sperrmüll im Landkreis vorbehandeln soll.
Auf die Frage von Stadtrat Artur Cremans meint Bürgermeister Christof Nitz in der Gemeinderatssitzung, dass ein Bewilligungsbescheid des Regierungspräsidiums über die Erweiterung des THG zur Schule mit Ganztagesbetrieb noch nicht vorliege.
Eine neue Idee haben die Unabhängigen mit ihrem Stammtisch ins Leben gerufen. Beim ersten Treffen wurde das Thema »Kindergarten« angesprochen. Die Öffnungszeiten der Kindergärten seien nicht kinderfreundlich. Die Beteiligten waren sich darin einig, dass die bestehende Regelung völlig an den Bedürfnissen der Familien vorbeigeht und dass man eine flexiblere Öffnungszeiten-Lösung finden müsse. Von bürokratischen Denkmustern ist die Rede. Die Stadtverwaltung wird auch an diesem Stammtisch dafür verantwortlich gemacht, dass jahrzehntelange Fehlentwicklungen den Einzelhandel aus der Innenstadt vertreiben. Die Stadt müsse deshalb Voraussetzungen schaffen für die Bedürfnisse des modernen Einzelhandels. Es müsse eine tatsächliche Alternative zur grünen Wiese geboten werden. Gegen den Verkehr in der Innenstadt wendet sich ein weiteres Stammtisch-Thema. Es müssten Anstrengungen unternommen werden, um für den Bürger die Aufenthaltsqualität beim Flanieren, bei Café-Besuchen und als Einzelhandelskunde zu verbessern.
15. März 2005
Die EKATO-Gruppe verlagert die Herstellung von Apparaten und Anlagen von Tochtergesellschaften aus Bremen nach Schopfheim. Dadurch entstehen rund 20 neue Arbeitsplätze in Südbaden. Mit der Verlagerung der Produktion nach Schopfheim unterstreiche die Gruppe ihre Strategie, die Kompetenzen zu bündeln und ein weltweites, dezentrales Vertriebsnetz aufzubauen, ist heute im MT zu lesen.
In der vergangenen Woche feierte Dieter Philipp bei der Firma Rietschle Thomas sein 40-jähriges Betriebsjubiläum. Der gelernte Betriebsschlosser war auch fünf Jahre für das Unternehmen in China tätig. In jüngster Zeit kümmert er sich als Sicherheitsfachkraft um den Umweltschutz und die Arbeitssicherheit im Unternehmen. Geschäftsleiter Ralf Nilges bedankte sich beim Jubilar ebenso wie der Vorsitzende des Betriebsrates. Die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg überreichte Bürgermeister Christof Nitz dem Arbeitsjubilar.
Nachdem seit Sonntag die Sonne kräftig vom Firmament scheint, sind die letzten Schneespuren in der Innenstadt verschwunden, nicht aber auf den Höhen um die Stadt. Am Samstag hatte es noch einmal kräftig geschneit.
750 Personen kommen in die Stadthalle, um bei der Auslosung des PS-Sparens der Sparkasse dabei zu sein. Sparkassenchef Josef Bogazinski freute sich denn auch darüber, dass das PS-Sparen neben der Gewinnausschüttung auch für gemeinnützige Einrichtungen etwas abwirft. Die Gäste waren erfreut über ein buntes und spannendes Unterhaltungsprogramm.
16. März 2005
Am Wochenende traf sich das Harmonika-Orchester Schopfheim zur Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende, Klaus Strauß, durfte neben Ehrenmitgliedern auch viele Mitglieder der Oldie-, Aktiv- und Jugendgruppe begrüßen. Dirigentin Brigitte Weiß fasste ihre Eindrücke des Vereinsjahres zusammen und berichtete, dass zwei komplette neue Gruppen gebildet worden sind. Der 1. Vorsitzende stand in diesem Jahr nicht zur Wahl.
Die Kälte der letzten Wochen ist gewichen – heute werden gar 20 Grad Wärme gemessen.
17. März 2005
Bei der Jahreshauptversammlung der AWO durfte der Vorsitzende, Horst Sutter, eine große Reihe von Ehrungen vornehmen. So konnte er für 50-jährige Mitgliedschaft Gertrud Berger, Anneliese Kammüller, Gertrud Klein, Erich Albat und Kurt Eisenblätter ehren. Ehrungen gab es aber auch für 40- und 25-jährige Mitgliedschaft. Ein besonderer Dank ging an Ruth Sprich, die nach 32 Jahren unermüdlicher Tätigkeit für die Aktion »Essen auf Rädern« eine kleine Ehrung erfahren durfte. Sie, die Begründerin dieser Aktion, möchte nun auch diesen Ruhestand genießen. Über »Essen auf Rädern« – so wurde in der Versammlung deutlich – wurden im vergangenen Jahr 18.608 Essensportionen ausgeteilt.
18. März 2005
Die australische Sopranistin Jacqueline Forster, die auch an der Musikschule Steinen-Schopfheim unterrichtet, und der Pianist Michael Herrmann konzertieren im Rahmen der Schopfheimer Konzerte in St. Agathe.
Der Weide- und Landschaftspflegeverein Gersbach ernennt bei der Jahreshauptversammlung ihren bisherigen Vorsitzenden, Ernst Ühlin, zum Ehren-Vorsitzenden. Er habe den Verein seit der Gründung mit Umsicht und zum Wohle der Landschaft geführt, so sein Stellvertreter, Horst Sutter. Zum Nachfolger wurde durch die Versammlung einstimmig Willi Greiner gewählt. Zuvor aber gab Ühlin in seinem letzten Jahresbericht noch bekannt, dass im Weideverein z. B. für 21 051,- Euro Fronarbeiten durch Dornhecken- und Ginstermahen, Koppel-Herrichten sowie durch Kalkstreuen erbracht worden sind. Ortsvorsteher Ralf Ühlin bezeichnete den geehrten und bisherigen Steuermann des Vereines als »Vorsitzenden mit Herzblut für die Landwirte«.
19. März 2005
Bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Freunde der Kirchenmusik war zu hören, dass die Marktmusik in diesem Jahr nicht mehr in 14-tagigem Rhythmus von Mai bis September stattfindet, sondern wöchentlich von Mai bis zu den Sommerferien. Der Freundeskreis stellt einen Beitrag für die Kosten dieser Veranstaltungen zur Verfügung. Ein neues Layout für Plakate und Faltblätter wurde ebenfalls vorgestellt. Joseph Blomley bleibt auch nach den Wahlen Vorsitzender, ebenso wie sein Stellvertreter, Dr. Laszlo Bethlen.
Drei gleichlautende Briefe der IG Pro Schiene gingen dieser Tage an den Geschäftsführer des Regio-Verkehrsverbundes nach Lörrach, an die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und an Landrat Walter Schneider. Dann ist u. a. zu lesen, dass die DB trotz Warnungen von IG Pro Schiene und anderer kompetenter Stellen das zweite Gleis in den Bahnhöfen von Lörrach-Stetten und Maulburg entfernt hat und auch die Kreuzungsmöglichkeit in Maulburg wegfallen ließ. Deshalb sei in Stetten ein Nadelohr entstanden, das schon bei geringsten Störungen zu Verspätungen oder anderen erheblichen Beeinträchtigungen des gesamten Bahnverkehrs auf der Wiesental-Strecke führe. Nach Ansicht der IG kommen weder DB noch SBB ihren vertraglichen Verpflichtungen in ausreichendem Maße nach, ist in dem Brief zu lesen.
Landrat Walter Schneider meint zur Shredder-Anlage, die zur Vorbehandlung von Sperrmüll auf der Deponie Scheinberg erstellt werden soll, dass noch nichts entschieden sei. Er reagiert damit auf die Vorwürfe der Ortsteile Langenau und Enkenstein. »Die endgültige Entscheidung treffen die zuständigen Kreisgremien«, so der Landrat. Schneider meinte weiter: »Wir nehmen die Sorgen der Anlieger sehr wohl ernst und ermöglichen die Beteiligung der Gemeinden bereits in dieser frühen Phase«. Er geht aber nicht darauf ein, dass er in Enkenstein erst vor wenigen Tagen gesagt hat, es gebe keine Planungen.
Im Gasthaus »Blume« in Schlechtbach trifft sich die Ortsgruppe Gersbach des DRK zur Jahreshauptversammlung. Christian Zimmermann, Ortsvorsitzender, dankte den 18 Aktiven und 13 Jugendlichen für ihren Einsatz im Berichtsjahr. Für 20-jährige Tätigkeit durfte Christine Weiß, für 40 Jahre Tätigkeit Gerhard Deiß eine Auszeichnung entgegennehmen. Deiß war Gründungsmitglied der Gersbacher Ortsgruppe des DRK. Er erhielt zusätzlich die Ehrennadel des Badischen Landesverbandes in Gold. Für die stetige Hilfsbereitschaft dankte dann auch Ortsvorsteher Ralf Ühlin dem Ortsverein.
Sieben Autorinnen und Autoren treffen sich während dreier Tage in Schopfheim, um sich mit der Mundart zu beschäftigen. Die Mundart-Literaten lesen im Museumskeller, der bis auf den letzten Platz besetzt ist. Es ist bereits die fünfte Mundart-Literatur-Werkstatt seit dem Tode von Thomas Burth, der diese internationale Dialekt-Begegnung in Schopfheim ins Leben gerufen hatte.
Bei der Jahreshauptversammlung der Handball-Abteilung im SVS konnte der Abteilungsleiter, Gernot Lay, auf ein sportlich erfolgreiches Jahr zurückblicken. Ein derart sportliches Jahr braucht aber auch ein solides Fundament. Dies – so meinte der – habe aber nicht verbreitert werden können. »Unser Fundament – die ehrenamtlichen Trainer, Betreuer, Vorstandsmitglieder und sonstigen Helfer – war trotz Aufstockung der Spielerdecke eher rückläufig«, so der Vorsitzende. Es werde immer schwieriger, diese Funktionen zu besetzen. Außer mit personellen Problemen kämpft die Abteilung auch mit Platzproblemen – für die vielen Mannschaften steht nicht genügend Hallenplatz zur Verfügung. Dies erleichtert die Trainingsarbeit nicht. Der Mitgliedsbeitrag wird ab 2005 von 16,- auf 20,- Euro erhöht, wobei bereits eine weitere Erhöhung für das folgende Jahr in Aussicht steht.
Das 55-jährige Jubiläum feiert der »Auma-Zinken« bei einer Mitgliederversammlung im Narrenkeller. Zinkenvogt Paul Laukart lobt in seinem Jahresbericht nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit der Narrenzunft. Er sprach auch von einer sehr positiven Fasnachtskampagne. Für die Narrenzunft bedankt sich Ozume Gerhard Kiefer und gratuliert dem Zinken zum Jubiläum. Zum Ehrenmitglied wurde bei diesem kleinen Fest Wolfgang Korloch ernannt.
20. März 2005
Horst Sutter, Präsident des Alemannischen Sängerbundes, kann in der Stadthalle Delegierte und Gäste von fast allen 36 Chören aus dem ASB-Bereich begrüßen. Er betonte dabei vor allem das fordernde Element singender Menschen. Fast 100 Sänger wurden während dieser Veranstaltung geehrt.
Die katholischen Christen feiern Palmsonntag. Seit einigen Jahren wird wieder das Palmenbinden gepflegt. Die gesegneten Zweige sollen Haus und Hof vor Ungemach schützen.
In der evangelischen Kirche in Fahrnau ist eine Premiere: Eine Bläsergruppe des Musikvereins Fahrnau und des Musikvereins Wollbach konzertiert dort. Mal als Tuba-Quartett, mal in voller Besetzung zu acht, mit Posaunen und Hörnern, spielten die jungen Musiker mit viel Freude und Engagement.
In Gersbach verabschieden sich die evangelischen Gläubigen von ihrem Pfarrer, Markus Wagenbach.
21. März 2005
Bei der Jahreshauptversammlung der Museumsgesellschaft vor einigen Tagen freute sich diese insbesondere auch über den Erfolg der Konzertreihe im Technischen Museum. Noch uneinig ist sich die Museumsgesellschaft, ob dem Erfinder der Dauerwelle, Karl Nessler, ein eigener Raum gewidmet werden soll. Die Linotype-Ausstellung konnte im Berichtsjahr um zwei weitere Maschinen erweitert werden. Eine Linotype-Setzmaschine und eine Druckmaschine kamen hinzu.
Der Ausschuss Bau, Umwelt und Technik empfindet das monatelange Warten auf eine Stellungnahme des Landkreises zu Bautätigkeiten in Eichen schlichtweg als eine Frechheit. Wie Beigeordneter Ruthard Hirschner mitteilte, wartet die Stadt seit sechs Monaten auf nähere Informationen der Aufsichtsbehörde, die für Eichen einen generellen Baustopp verhängte. Aus diesem Grunde musste ein Baugesuch abgelehnt werden, das jedoch wieder behandelt werden soll, wenn die Stellungnahme des Landkreises, die nun noch einmal angemahnt wird, vorliegt.
Ein nicht gereinigter Parkplatz an der Hebelstraße bringt Karl Selz während der Sitzung Bau, Umwelt, Technik des Gemeinderates auf die Palme. Er sei stinksauer, dass der Parkplatz trotz zweimaligem Monieren bisher nicht gesäubert worden sei und schießt Verbal-Attacken gegen den Bauhof ab, insbesondere gegen dessen Führung.
22. März 2005
Helfried Heidler und Alt-Bürgermeister Klaus Fleck reisen in der Woche nach Ostern nach Dikome, um die bereits im 25. Jahr bestehende Partnerschaft zu pflegen.
Die SPD fordert Bürgermeister Christof Nitz auf, die Initiative zu ergreifen, um einen kreuzungsfreien Anschluss an die B317 nach einigen Jahren der Pause endlich zu realisieren. SPD-Fraktionschef Artur Cremans meint, das Land Baden-Württemberg habe in diesem Jahr den Höchststand an Geldern des Bundes für Autobahnen und Bundesstraßen erhalten. Es sei nun höchste Zeit für eine Realisierung der »Ohren«.
Der Golfclub übergibt der Museumsgesellschaft für ihre Arbeit einen Scheck in Höhe von 1 000,- Euro.
Frank Hedtke und Claudia Hofmann sollen – so schreibt heute das MT – den Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr wieder organisieren. Zu diesem Ergebnis sei der Gewerbeverein nach kontroverser Diskussion gekommen.
Das Markus-Pflüger-Heim schließt eine Betreuungslücke und eröffnet mit einem »Tag der offenen Tür« in der Schopfheimer Innenstadt zwei offene Wohngruppen. Im ehemaligen Gasthaus »Linde«, dessen Umbau vor einiger Zeit beendet wurde, das aber noch nicht restlos vermietet oder bewohnt ist, werden acht seelisch behinderte Menschen in die hellen Räume einziehen. Sie sollen dort ein selbstständiges Leben führen und ins Leben integriert werden. Dies sagte der Dezernent des Landkreises, Jürgen Kientz, bei der Eröffnung der Außenwohngruppe. Bernd Sevecke, Leiter des Markus-Pflüger-Heimes, freute sich, dass nach Jahren der Diskussion diese Lücke zwischen Heimbewohnern und Betreutem Wohnen nun geschlossen werden kann. Dorothea Roschig und Carola Behringer werden die Außenwohngruppe »Linde« leiten.
23. März 2005
Schopfheims Sozialdemokraten haben Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Dr. Peter Ulrich befürchtet, dass Schopfheim auf dem Sektor »Nutzung alternativer Energien« ins Hintertreffen geraten könnte. Deswegen muss dieses Thema im Gemeinderat behandelt werden. Der Ortsverein zählt derzeit 142 Mitglieder. Allerdings müsse – so der Vorsitzende – etwas gegen die zunehmende Überalterung getan werden. Die Versammlung bestätigte Dr. Peter Ulrich als Vorsitzenden. Gabi Ludwig wurde Stellvertreterin. Neuer 2. Stellvertreter wurde Frank Bill, der Rolf Strohm ablöst. Für ihr soziales Engagement wurde schließlich Ruth Sprich bei dieser Jahreshauptversammlung geehrt. Für 40-jährige Tätigkeit und Mitgliedschaft durfte Robert Zapp eine Ehrung erfahren. Inständig bat Kreisrat Herbert Baier aus Bürchau die Schopfheimer Sozialdemokraten während der Hauptversammlung, sich nicht für eine Privatisierung des Schopfheimer Kreiskrankenhauses stark zu machen. Eine Privatisierung sei nicht der richtige Weg, meinte er.
24. März 2005
Eltern und Erzieherinnen des Kindergartens Wiechs führten dieser Tage das Märchen »Tischlein deck dich« auf. Der Erlös dieser Veranstaltung und des gleichzeitigen Kuchenverkaufes geht mit 600,- Euro an die Unicef zur Unterstützung der Flutopfer in Südostasien.
Kinder und Erzieher-Team des evangelischen Kindergartens im Lus können sich einen langgehegten Traum erfüllen: für eine Gruppe konnte eine komplette Kinderküche eingerichtet werden. Der Erlös von Adventsmärkten u. ä. sowie Elternaktionen haben über lange Zeit hinweg Beträge erwirtschaftet, die nun den Kauf ermöglichten.
Die monatlichen Treffen der »Fröhlichen Ruheständler« in der evangelischen Kirchengemeinde Fahrnau, von Ursula Scheithauer organisiert, feiern das fünfjährige Bestehen.
In der vergangenen Woche besuchte die CDU-Stadtratsfraktion die Friedrich-Ebert-Schule und ließ sich von Schulleiter Wolfgang Gabriel durch das Haus führen. Das Thema »Ganztagesschule« wurde ebenfalls angesprochen. Die Fraktion meinte, sofern sich die Eltern mehrheitlich für eine Schule mit Ganztagesbetrieb aussprächen, werde dies von der Fraktion mit ganzer Kraft unterstützt.
Die Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag nutzen katholische und evangelische Christen, um gemeinsam der Passion Christi zu gedenken. Vorbereitet und gestaltet wurde der Jugend-Kreuzweg von einer Gruppe von Firmandinnen unter Mitwirkung der katholischen Gemeindereferentin Rita Sprich, des evangelischen Pfarrers Andreas Ströble aus Fahrnau und der Musikgruppe »IN-TAKT«.
25. März 2005
Mit Lesungen aus dem Markus-Evangelium und Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert gestalten Bezirkskantor Christoph Bogon an der Orgel, Gabriele Meyer an der Barock-Violine und Barbara Leiterer, Viola da gamba, sowie Gemeinde-Diakonin Renée Moucheboeuf eine geistlich-musikalische Besinnungsstunde zum Karfreitagsgeschehen.
26. März 2005
Bezirkskantor Christoph Bogon führt mit der Kantorei zusammen das Kinder-Musical »Moses« im evangelischen Gemeindehaus auf. Sein Dank galt dabei nicht nur den jungen Darstellerinnen und Darstellern, sondern auch den Eltern, die sich um die Requisiten, das Bühnenbild und die Kostüme bemüht hatten. Der Kinderchor sucht weiter Verstärkung, um noch weitere schöne Aufführungen zu ermöglichen.
Konfirmandinnen und Konfirmanden der St. Michaels-Gemeinde West verkaufen auf dem Wochenmarkt selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Der Erlös soll Kindern aus Dikome zugutekommen und ihren Schulunterricht mitfinanzieren.
Die Forderungen des Vereins zur Förderung der Kleinbauern-Kooperative Dikome an den ehemaligen Kaffee-Röster, die nun vor dem Landgericht verhandelt wurden, führten zu einem Urteil. Der Klage des Vereines wird in vollem Umfang stattgegeben. Der Röster muss demnach 76.000,- Euro an den Verein bezahlen. Er kündigte allerdings an, in Berufung gehen zu wollen.
Hildegard Kaufmann-Gauder wird Nachfolgerin von Carlo Geiger als Konrektorin an der Schopfheimer Hebel-Schule. »Sie unterrichtet seit dem 1. August 1990 an der Schopfheimer Schule und war die Wunsch-Kandidatin des gesamten Kollegiums«, freut sich Schulleiter Johann Tritschler.
Das Markus-Pflüger-Heim und der dort tätige Koch, Thomas Kiefer, freuen sich über die neue Küche. Landrat Walter Schneider durfte das 1,4 Mio.-Euro-teure Projekt zur Nutzung übergeben.
Beigeordneter Ruthard Hirschner ist stinksauer auf das Lörracher Landratsamt, das verkündet hatte, dass in Eichen kein Baustopp verfügt worden sei. Hirschner hat dies in der letzten Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Technik während der Beratung eines Bauantrages gesagt. Der Stadt liege – so der Beigeordnete – eine Aktennotiz des Landratsamtes vor, die lautet: »Das Grundstück liegt am Ortsrand von Eichen. Die Erschließung des Grundstückes ist zwar gesichert. Aufgrund der Hochwassergefahr besteht im Ortsteil Eichen jedoch ein Baustopp«. Hirschner will sich weder direkt noch indirekt als Lügner hingestellt wissen und verlangt die Rücknahme des generellen Baustopps und in jedem Einzelfall die individuelle Prüfung vom Landratsamt.
27. März 2005
Viele Schaulustige finden sich auch auf dem Schulhof in Wiechs ein, um beim Eierspringen dabei zu sein.
Schon lange vor der Veranstaltung ausverkauft war der Schlagerwettbewerb unter der Regie der TSG-Turnabteilung. Thilo Herbster war auch im 23. Jahr der Geschichte dieses Wettbewerbes froh über 16 Interpretinnen und Interpreten, die unters Kupferdach gekommen waren. Sascha Lindemann und Stefan Fleck als Duo aus Lörrach wurden mit den höchsten Noten der Jury und des Publikums belohnt. Michael Mäurer, der im vergangenen Jahr den Wettbewerb gewonnen hatte, landete in diesem Jahr auf Platz 2 vor Alexis Camara aus Schönau.
28. März 2005
30 »Butzimummel« verteidigen 724 rohe Eier gegen ruchlose Diebe. Das war der szenische Hintergrund für das Eierspringen am Eichener See. Erfreulicherweise ging es auch in diesem Jahr wieder ohne größere Blessuren über die Bühne. So durften sich alle »Butzimummel«, Diebe, »Bäbi« und »Bäberich« – das Paar, das die Eier am Ostersonntag einsammelte – auf den anschließenden »Anke-Ball« freuen.
29. März 2005
Der Landkreis Lörrach will Gersbach, das den Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« mit einer Gold-Medaille gewonnen hat, zusätzlich ehren. 3.500,- Euro soll Gersbach für diesen Sieg vom Landkreis erhalten.
30. März 2005
Die SPD hat den Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger zu Gast, um über die Finanzen des Landes zu sprechen. Stickelberger meint zur Wirtschaftspolitik, dass das Land den Mittelstand grob vernachlässige. Auf die klammen Kassen der Kommunen angesprochen, meinte er, es müsse ein Ausgleich gefunden werden.
Eine Spende in Höhe von 500,- Euro zahlen Schüler der Schopfheimer Gewerbeschule für die Opfer der Flutkatastrophe ein. Dieser Betrag wird der Aktion »Deutschlandhilfe« überwiesen.
31. März 2005
Beim Senioren-Tanz in der Stadthalle wird Gerda Strübe für 15-jährige Mitarbeit geehrt und verabschiedet.
Walter Völz, der bei den letzten Gemeinderatswahlen für die Bürgerliste für Schopfheim gewählt wurde, will sein Amt aufgeben. Sein Antrag auf Ausscheiden begründet er damit, dass es ihm aus beruflichen Gründen nicht mehr möglich sei, künftig für längere Zeit an Sitzungen des Gemeinderates und dessen Ausschüssen teilzunehmen. Für ihn nachfolgen wird Andreas Kiefer, ebenfalls von der Bürgerliste für Schopfheim, der früher bereits bei den Unabhängigen im Gemeinderat war.
01. April 2005
Vor fünf Jahren wurde der »West-östliche Diwan« gegründet. Auf diese positive Einrichtung mit ihren ständigen Veranstaltungen blickt heute einer der Gründer, Salem Sammain, der am Schopfheimer Krankenhaus beschäftigt ist, zurück. Als Nächstes plant der »Diwan« zwölf Abende unter der Leitung von Prof. Bernhard Bischoff. Die kunsthistorischen Seminare sollen sich mit der deutschen und mitteleuropäischen Baukunst beschäftigen.
Die SPD will, da sinkende Kinderzahlen auch in Schopfheim zu verzeichnen sind, im Juni eine Diskussion über die Kindergarten auf der Tagesordnung des Hauptausschusses sehen.
Aprilscherze sind heute in beiden Tageszeitungen zu finden.
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Lörrach liegt weiterhin bei 6,1%.
Der Kinderschutzbund Schopfheim feiert seinen 20. Geburtstag. Aus der anfangs kleinen Gruppe von 20 Interessierten entwickelte sich in Schopfheim eine soziale Institution, die heute 180 Mitglieder hat. Christa Merz und Edith Walter erinnern im MT an die Anfänge.
02. April 2005
Die CDU-Fraktion steht voll und ganz hinter dem Einzelhandels-Gutachten von Dr. Accocella. Der Gewerbeverein, so die CDU-Fraktion, habe für seine Aktivität auch ein Kompliment verdient.
Der CDU-Landtagskandidat Ulrich Lusche besuchte den CDU-Ortsverband Schopfheim im Kürnberger »Sternen« und stellt sich als Kandidat vor. »Wir haben einen sehr guten Kandidaten für unseren Wahlkreis und können gut mit ihm ins Rennen gehen«, meinte die stellvertretende CDU-Vorsitzende, Heidi Malnati.
Nach dem Tod des Pontifex der katholischen Kirche in Rom lauteten auch in Schopfheim eine Viertelstunde lang die Totenglocken.
Die Stadtmusik feiert mit vielen Freunden ihr Frühjahrskonzert in der Stadthalle. Als Partnerkapelle wurde in diesem Jahr die Stadtmusik Zell eingeladen. Im ersten Teil glänzte das Blasorchester unter Kapellmeister Max Lehmann mit einem abwechslungsreichen Programm, das von symphonischer Musik des 19. Jahrhunderts bis zu Schlager-, Dixie- und Bluesmelodien des 20. Jahrhunderts reichte Durch das Programm führte kompetent Jörg Wendland. Die Stadtmusik Zell unter Stadtkapellmeister Edgar Kaiser hatte mehrere Stücke ausgewählt, die durch ihren häufigen Taktwechsel hohe Anforderungen an die Ausführenden stellte.
03. April 2005
Die Kinder, die ihre erste heilige Kommunion in der katholischen Pfarrkirche feiern, werden diesen Tag in besonderer Erinnerung behalten, denn die Fahnen vor der Kirche trugen Trauerflor. »Der Papst lebte im Glauben der Auferstehung«, sagte Pfarrer Richard Dressel in seiner Ansprache.
04. April 2005
Auch in der katholischen Pfarrei St. Bernhard in Schopfheim wird am 6. April ein Requiem gehalten, außerdem wird drei Tage lang, von heute bis Mittwoch, täglich um 12 Uhr die Totenglocke erklingen.
Im Gewerbegebiet Lus möchte sich ein Fast-Food-Imbiss namens »Burger Superstar« aus Denzlingen ansiedeln. Der Bauausschuss wird sich am 25. April damit zu beschäftigen haben.
Bei der Jahreshauptversammlung des Jugendtreffs Langenau meint Vorsitzender Walter Geiser, dass für 2005 der Wunsch nach vermehrten betreuten Angeboten innerhalb des Jugendtreffs vorhanden sei.
05. April 2005
Für die Einrichtung der Ganztagesschule am THG ist derzeit offenbar kein Geld vorhanden. Nach Mitteilung des Markgräfler Tagblattes werden zur Zeit im Land nur 159 Projekte gefördert. Die Stadt Schopfheim steht mit ihrem Antrag erst auf Rang 202. Bürgermeister Christof Nitz zeigt sich enttäuscht und ärgerlich darüber. Diese Entscheidung stelle die Stadt vor ziemliche Probleme. Bisher habe sie immer positive Signale vom Oberschulamt erhalten. Groß war die Enttäuschung bei Wolfgang Stocker, THG-Direktor. »Wir steuern auf eine prekäre Situation zu«, erklärte er der Presse gegenüber. Christof Nitz will alle Hebel in Bewegung setzen, um doch noch eine vernünftige Lösung zu erreichen. In seinen Augen ist dies jedoch nur auf politischem Wege, also über Einflussnahme bei der Landesregierung, möglich.
An der Wiese kommt es zu einem Arbeitsunfall. Einem Arbeiter, der an einer Biege-Maschine tätig war, unterlief ein fataler Fehler. Er verlor dabei die Kuppe eines Fingers.
06. April 2005
Nachdem die Stadt offenbar kein Geld für den Ausbau der Ganztagesschule am THG erhalten soll, beschäftigen sich nun die Gemeinderatsfraktionen mit den Pressenachrichten, denn ein offizieller Bescheid liegt der Stadtverwaltung noch nicht vor. Die Stadträte Klein und Kuri von der SPD möchten die Ausschreibungsunterlagen des Ministeriums sehen. Dann müsse klar geregelt sein, nach welchen Kriterien die Antragsstellung zu erfolgen habe. Thomas Gsell verlangt, dass dem Gemeinderat die einzelnen Schritte dokumentiert werden, um den Verlauf des Projektes nachvollziehen zu können. Als Super-Gau empfindet die SPD diese Entscheidung für das THG insgesamt.
Von 12 Ein-Euro-Jobs, die die Stadt in verschiedenen Einrichtungen für gemeinnützige Zwecke anbietet, sind nur zwei besetzt. Von einem Ansturm oder gar einer intensiven Vermittlung durch die Agentur für Arbeit – so Vertreter der Stadt – könne keine Rede sein.
Dirigentenwechsel beim Musikverein Wiechs. Im Oktober 1979 übernahm Max Lehmann dort den Taktstock und leitet somit schon über 25 Jahre die Geschicke des Vereins vom Dinkelberg. Diese Ära geht nun zu Ende. Lehmann übernimmt neben Schopfheim und Rheinfelden nun noch die Stadtmusik in Todtnau. Den Taktstock in Wiechs übernimmt Jörg Wendland, der selbst seit 15 Jahren bei der Wiechser Musik aktiv mitwirkt.
Auch die Waldorfschule Schopfheim hat einen Antrag auf Ausbau zur Ganztagesschule gestellt. Auch sie erhält keine Zuschüsse. Die Entscheidung wird bedauert, trotzdem werde man am pädagogischen Ausbau zur Ganztagesschule weiterarbeiten, so die Schulvertreter.
Bereits zum fünften Mal absolvierten Frauen beim Kinderschutzbund einen Kurs für Tagesmütter. Nun durften 12 neue Teilnehmerinnen das Zertifikat für die Qualifizierung entgegennehmen.
Großer Bahnhof für die Gersbacher. Während einer Kreistagssitzung ehrt Landrat Walter Schneider das Golddorf für dessen überwältigenden Sieg im Dorfverschönerungs-Wettbewerb. »Wir sind stolz auf unser Golddorf Gersbach«, meinte er und überreichte dem Ortsvorsteher Ralf Ühlin einen Scheck in Höhe von 3.500,- Euro sowie eine große Bronze-Plakette. Der Landrat würdigte den außerordentlichen Erfolg als eine Auszeichnung an alle Dorfbewohner, die ihren Anteil daran gehabt haben. »Für den Erfolg gibt es viele Gründe«, meinte Ralf Ühlin in seinen Dankesworten. Neben den Projekten und Konzepten sei es vor allem die Unterstützung der Stadt und des Landkreises, vor allem aber die tatkräftige Mithilfe der Gersbacher Bevölkerung gewesen, die den Erfolg ermöglicht hatten.
Das Schauspiel »Democracy« von Michael Frayn, das die Agentenaffäre Günter Guillaume in der Kanzlerschaft Willy Brandts beleuchtet, wird in der Stadthalle aufgeführt. In der Rolle Willy Brandts war Volkert Kraeft zu sehen, die Rolle von Günter Guillaume verkörperte Carsten Klemm.
An einer Bürgerversammlung im Kleinen Saal der Stadthalle wird über das Sanierungsgebiet Altstadt II, in das 1,4 Mio. Euro Fördergelder fließen sollen, informiert. Bürgermeister Christof Nitz freut sich über das rege Interesse der Bürger. »Die Projekte werden nicht nach dem Windhund-Prinzip bezuschusst«, meint der Bürgermeister. Hausbesitzer im Sanierungsgebiet haben langfristig die Möglichkeit, Gelder aus diesem Landesprogramm zu erhalten und in ihren Gebäuden Außen- oder Innenrenovationen vorzunehmen. Dies wiederum trage zu einer attraktiveren Stadt insgesamt bei.
07. April 2005
Bei der Firma Rietschle Thomas wird das Thema »Berufsausbildung« großgeschrieben. Jüngst haben vier Auszubildende ihre Prüfung zum Industrie-Mechaniker erfolgreich bestanden.
Unmut äußert der Raitbacher Ortschaftsrat über die Pläne der Stadtverwaltung, keine Friedhofserweiterung in Raitbach vorzunehmen und bei kompletter Belegung Bestattungen nur noch in Fahrnau zu erlauben. Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald meint, die Stadt habe zu negative Einschätzungen – der Raitbacher Friedhof reiche noch sehr lange aus.
08. April 2005
Großen Klärungsbedarf sehen die Unabhängigen noch in Zusammenhang mit dem Einzelhandelsgutachten, das am kommenden Montag im Gemeinderat behandelt werden soll. Insbesondere wollen sie wissen, welche konkreten Punkte aus dem Gutachten umgesetzt werden. Außerdem wollen die Unabhängigen wissen, wann die Stadtverwaltung neue Lösungsansätze für die Verkehrsmisere in der Innenstadt vorzulegen gedenkt.
Der Ortschaftsrat Eichen empört sich über die Pläne der Stadt, im Ortsteil keine Friedhofserweiterung vorzunehmen. Nach den Planungen der Stadtverwaltung soll der Friedhof nicht erweitert werden und Bestattungen sollen bei kompletter Belegung dann in Fahrnau oder Schopfheim erfolgen.
Die Unabhängigen sind mit den Friedhofsplänen der Stadtverwaltung sehr unzufrieden und meinen, dass diese ein unsensibles Vorgehen an den Tag gelegt hatte. Bei der Fraktionssitzung waren auch zahlreiche Bürger aus Wiechs, die ihren Unmut äußerten.
Bei der VR-Bank feierte dieser Tage Siegfried Zettler sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Seit 2001 ist Zettler Leiter des Firmenkunden-Geschäftes. Seit kurzem leitet er auch die Abteilung Baufinanzierung. Dem Arbeitsjubilar gratulierten die Bankvorstände Günther Heck und Bernhard Schlageter und dankten ihm für die hervorragende Arbeit und die Treue, die er der Bank gegenüber gehalten habe.
Das von der Stadtverwaltung ausgearbeitete Friedhofskonzept stößt in den Ortsteilen auf Widerstand. Nach diesem Konzept sollen die Friedhöfe in Eichen und Raitbach nicht erweitert werden und keine Grundstücke dazugekauft werden. Der Friedhof in Wiechs soll keine Friedhofskapelle erhalten und aus bodenhygienischen Gründen sollen künftig in Wiechs nur noch Urnenbestattungen zugelassen werden. In der heutigen BZ werden nun Ortsvorsteher zu diesem Thema befragt. Hans Keller aus Eichen meint, ein künftiger Zentralfriedhof in Schopfheim oder Fahrnau könne nicht die Lösung sein. Raitbachs Ortsvorsteher, Karl-Frieder Oswald, meint, dass der Friedhof noch für 15 Jahre ausreichen werde, und Ino Hodapp aus Wiechs ist der Meinung, ein Zentralfriedhof in Fahrnau oder Schopfheim wäre für ältere Menschen zu weit weg. Außerdem werde sich die Zahl der Beisetzungen in Wiechs in Zukunft wegen des Neubaugebietes nach oben bewegen. Er könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass eine Tendenz der Stadtverwaltung bestehe, Einsparungen insbesondere in den Dörfern vorzunehmen.
In der jüngsten Jahreshauptversammlung der Box-Abteilung des SVS wurde Andreas Klein einstimmig zum neuen Abteilungsleiter gewählt.
In der BZ meint heute der Rezensent zum Theaterstück »Democracy«: »Dem Kulturring gebührt fraglos ein Lob für den Mut, dieses Stück in einer Kleinstadt zu zeigen«.
Eine Institution, ein Stück Geschichte der TSG Schopfheim geht zu Ende. Der Stellvertretende Vorsitzende, Lothar Lutz, wirft das Handtuch. Ein Nachfolger war bei der Jahreshauptversammlung nicht in Sicht. Gleichzeitig kündete der Vorsitzende, Gerhard Doll, sein letztes Amtsjahr an. Trotzdem fiel das Fazit der Vereinsführung sportlich, gesellschaftlich sowie finanziell überaus positiv aus. Ein Sorgenkind der Vereinsführung sei und bleibe das Thema »Hallengebühren«, das mit gebotener Aufmerksamkeit weiter beobachtet werde. Die Loyalität der Vereine untereinander halte sich leider in Grenzen, bedauert der Vorsitzende. Als beschämend empfand er die Zahl der Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung. So konnte er von 12 silbernen Ehrennadeln nur Irmgard Greiner persönlich die Ehrung überreichen. Gerhard Doll selbst durfte die Ehrennadel für besondere Verdienste von seinem Stellvertreter, Lothar Lutz, in Empfang nehmen. Weil Lutz seinen Entschluss recht kurzfristig bekannt gegeben habe, bleibe die Nachfolgefrage vorläufig ungeklärt, meint Gerhard Doll. Man werde den Posten jedoch schnellstens wieder besetzen. Lothar Lutz habe sich stets durch hohes Engagement ausgezeichnet. »Wir alle haben von ihm profitiert«, bescheinigt ihm zum Abschied der Vereinsvorsitzende.
09. April 2005
Das Radio Kanal Ratte lädt zu einem »Tag der offenen Tür« in die neuen Studioräume in der Hauptstraße 82 ein. Seit der Gründung war der Radiosender im Gebäude des Café »Irrlicht« in der Bahnhofstraße untergebracht. Die dortigen beengten Verhältnisse sind nun wesentlich verbessert worden.
»Bange machen gilt nicht«, meint Bürgermeister Christof Nitz zur Ablehnung der Förderung der Ganztagesschule am THG. Am Montag will das Stadtoberhaupt im Kultusministerium in Stuttgart vorstellig werden. Er hat dort ein Gespräch mit Staatssekretär Rau vereinbart. Nitz spielt auf ein seltsames Missverhältnis bei der Bezuschussung innerhalb der verschiedenen Regierungsbezirke an. Alle Beteiligten hoffen, dass sich über die politische Schiene doch noch etwas bewegen lässt. Zur Frage, was passiere, wenn trotz aller Klimmzüge keine Zuschüsse mehr fließen, hofft der Bürgermeister, dass dieser Fall nicht eintreten wird. Sollte dies dennoch so sein, müsse man für die Verpflegung der Schüler am THG eben eine andere Lösung suchen.
Die SPD will es genau wissen und fordert Rechenschaft von der Stadtverwaltung in Zusammenhang mit dem Zuschussantrag für die Ganztagesschule am THG.
Das Thema »Ganztagesschule« beschäftigte auch die CDU-Fraktion in ihrer jüngsten Sitzung. Überrascht und entrüstet habe man die Entscheidung, Schopfheim nicht zu berücksichtigen, zur Kenntnis genommen. Marcus Walter meinte, es scheine dies wieder eine der vielen rot-grünen Seifenblasen der Bundesregierung zu sein, welche die Kommunen am Ende in einem finanziellen Scherbenhaufen sitzen lasse.
Der Tafelladen erhält von den Turnerfrauen des TuS Maulburg eine Spende in Höhe von 300,- Euro.
Das MT verändert heute sein Gesicht. Mehr Information soll es über die Region geben. Lesefreundlich und kompakt wird alles in einem Regio-Teil zusammengefasst, um so über Veranstaltungen in der gesamten Region besser informieren zu können.
Unmut äußert heute ein Leserbriefschreiber gegen die Schließung der VR-Zahlstellen, zumal bisher die Schlagzeilen von satten Gewinnen der Bank gesprochen hatten.
In der jüngsten öffentlichen Sitzung meinte der Ortschaftsrat Raitbach, dass der Ortsteil nicht am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« teilnehme. Eventuell könne dies 2013 der Fall sein.
Am Montag soll der Gemeinderat über den Antrag von Walter Völz auf Ausscheiden aus dem Gemeinderat aus wichtigem Grund entscheiden. Die CDU meint, sie werde zwar zustimmen, tue sich aber sehr schwer damit, Andreas Kiefer zu verpflichten, denn dieser schied bereits vor der letzten Kommunalwahl wegen Überlastung in seiner beruflichen Tätigkeit aus dem Gemeinderat aus.
130 Fahrräder stehen zum Verkauf bei der diesjährigen IG-Velo-Börse im Pflughof.
Unter dem Motto »Frühling – Freundschaft – Liebe« gibt der Gesangverein Langenau sein Frühjahrskonzert zusammen mit Gastchören aus Riedichen, Steinen, Steinen-Höllstein und Holzen in der Festhalle des Ortsteiles. Der Langenauer Chor, dirigiert von Georg Diehl, und die übrigen Chöre durften den Applaus der zahlreichen Zuhörer entgegennehmen.
Seinen Rücktritt, den er im vergangenen Jahr angekündigt hatte, macht Gustav Greiner bei der Jahreshauptversammlung des Gesangvereines Kürnberg wahr. Die vorbereitenden Arbeiten waren aber soweit gediehen, dass Claudia Schröder als Nachfolgerin gefunden werden konnte und nun den Verein leiten wird. Mit der neuen Vorsitzenden kann im kommenden Jahr das 130-jährige Jubiläum des Vereins gefeiert werden.
11. April 2005
Die Müll-Entsorgung auf öffentlichen Plätzen sorgt erneut für Diskussionen im Gemeinderat. Nachdem Karl Selz in der letzten Sitzung den Verschmutzungsgrad auf dem Parkplatz an der Hebelstraße monierte, legte nun Artur Cremans von der SPD nach und meinte, dass an der Feldbergstraße der Müll von Silvester und Fasnacht noch liege. Bürgermeister Christof Nitz entgegnete: »Langsam geht mir das wirklich auf den Wecker, diese ständige Kollektiv-Schelte am Bauhof«. Dies, weil die Vorwürfe, die im Rat vorgetragen würden, keineswegs immer stimmten.
»Nur unter schweren Presswehen brachte der Gemeinderat das Einzelhandelsgutachten, das die Innenstadt stärken und damit Grundlage für die weitere Stadtentwicklung sein soll, zur Welt«, – so die BZ. Zäh war die Diskussion, bevor es schließlich zur positiven Abstimmung im Sinne der Vorlage der Stadtverwaltung kam. Die Annahme des Gutachtens – so der Bürgermeister – bedeute vor allem Sicherheit für Investoren in der Innenstadt. Es ist auch Grundlage für weitere Entscheidungen wie z. B. den künftigen Status der Scheffelstraße oder die Verkehrsregelung in der Innenstadt. »Nur das Einzelhandels-Gutachten kann die Stadt nach vorne bringen«, meinte die CDU-Fraktionsvorsitzende, Marianne Zabel. Als »kein Ruhekissen« bezeichnet Wolfgang Bühler von den Freien Wählern das Gutachten. Karl Selz vermisste hingegen klare Aussagen darüber, welche Einzelpunkte aus dem Gutachten umzusetzen seien. Viel nötiger als dieses Gutachten sei ein Stadtentwicklungskonzept, so der Fraktionschef der Unabhängigen. Als Baustein für weitere Konzepte betrachtet Michael Straub, GRÜNE, das beschlossene Gutachten. Als nie zu 100% umsetzbar sieht der SPD-Fraktionschef Artur Cremans das Papier an.
Nach kurzer Amtszeit verlässt Walter Völz von der Bürgerliste für Schopfheim den Gemeinderat aus beruflichen Gründen. Für ihn rückt Andreas Kiefer, der schon einmal für die Unabhängigen im Gemeinderat war, nach. Der Bürgermeister verpflichtet ihn auf sein Amt.
12. April 2005
Die katholischen Gläubigen feiern eine Seelenmesse zu Ehren des verstorbenen Papstes Johannes Paul II.
Das Thema »Campingplatz Gersbach« beherrschte die jüngste Sitzung des Ortschaftsrates, zu der zahlreiche Bürger kamen. Zum einen meinte Arthur Ühlin, man dürfe Camper – so wie dies bereits geschehen sei – nicht als Landschaftsschänder verunglimpfen. Ralf Ühlin meinte zu den Gegnern, es wäre viel angenehmer, von ihnen zu wissen, ob sie den Campingplatz verhindern wollen oder nicht. Zu den Äußerungen der Gegner, die Demokratie sei mit Füßen getreten worden, verweist der Ortschaftsrat darauf, dass das Gremium von den Gersbacher Bürgern in der jetzigen Zusammensetzung gewählt worden sei. Der Ortschaftsrat habe den Campingplatz ohne Gegenstimme in die Vorhabensliste aufgenommen. Die Gegner hätten sich weder mit der Ortsverwaltung noch mit dem Ortschaftsrat je in Verbindung gesetzt, war zu hören.
Bei der Hauptversammlung der SVS-Fußball-Abteilung ehrte der scheidende Vorsitzende, Gerhard Bechtel, Hans Schaubhut und Hans-Peter Acker mit einem Ehrenteller. Acker, der frühere Torwart, zeigte auch als Torwart-Trainer und als Vorstandsmitglied über viele Jahre hinweg außergewöhnliches Engagement. Zu Hans Schaubhut meinte er, dass dieser dem Verein seit 55 Jahren angehöre und als Trainer und Betreuer verschiedener Mannschaften sowie als Leiter der Jugendabteilung sich große Verdienste erworben habe. Die Abteilung Fußball im SVS wählte eine neue Doppel-Spitze. Den bisherigen Vorsitzenden, Gerhard Bechtel und Wolfgang Ziegler, wurde für die geleistete Arbeit gedankt. Nun übernehmen Domenico Garozzo und Thomas Müller die Abteilung. Besonders wichtig wird es sein, einen neuen Trainer für die 1. Mannschaft zu finden, da Thomas Schulz aus beruflichen Gründen sein Amt zum Saisonende abgeben wird. Claus Huber, Vorsitzender des SVS, zollte der Arbeit Respekt und gratulierte dem neuen Team.
Die Kolpingfamilie Schopfheim blickt auf ein aktives Jahr zurück. Der Vorsitzende, Bernhard Fröhlin, informierte, dass nun 85 Mitglieder dem Verein angehören. Helmut Mutter und Hans Rösch durften für 40-jährige Mitgliedschaft vom Vorsitzenden geehrt werden.
Die CDU-Stadtratsfraktion möchte sich bei der nächsten Hauptausschusssitzung mit den Friedhofsplanungen tiefgreifender beschäftigen. So einigte man sich in der jüngsten Fraktionssitzung. Vorgeschlagen wird, in Wiechs eine Bürgerversammlung abzuhalten.
Die Wahlen bei der Sportschützen-Gesellschaft Fahrnau während der Jahreshauptversammlung bringen einen Wechsel im Vorstand. 14 Jahre lang hat Roland Steinebrunner den Verein als Oberschützenmeister geleitet. Siegfried Schmidt überreichte im Namen des Vereins dem scheidenden Vorsitzenden einen großen Präsentkorb und sprach ihm den Dank der Sportschützen-Gesellschaft für seine geleistete Arbeit aus. Heinz Bernauer wurde in der Versammlung schließlich zum neuen Oberschützenmeister gewählt.
13. April 2005
Basiert die Ablehnung der Förderung der Ganztagesschule am THG womöglich auf einem Zahlenfehler? Es stellt sich die Frage: »Wurde der Antrag am 10.8. oder am 8.10.2004 eingereicht?« Das Regierungspräsidium habe mitgeteilt, dass die Stadt einen Anspruch auf Förderung hätte, falls der Antrag tatsächlich am 10. August eingegangen sei, meint Bürgermeister Christof Nitz in der Gemeinderatssitzung vom Montag.
Die Freie Evangelische Schule Lörrach eröffnet im Herbst eine Zweigschule in den Räumen des ehemaligen Oberfeld-Kindergartens in Schopfheim. »Wir finden hier äußerst angenehme, kindgerechte Räume, eine gigantische Spielwiese und eine ruhige Gegend vor«, meint Gottfried Glinski, Mitglied des Trägervereins der FES. Bernhard Ross, der künftige Schopfheimer Schulleiter, freut sich auf seine Aufgabe. Die Schopfheimer Schule soll sich mit ganzer Kraft als CSS (Christliche Schule Schopfheim) engagieren, denn der Titel FES ist in Schopfheim bereits von der Friedrich-Ebert-Schule belegt.
Peter Schneege arbeitet seit 40 Jahren bei der Firma Rietschle Thomas. Seinen beruflichen Werdegang, den er als Dreher in der Zentralen Teilefertigung begonnen hatte, wurde dargestellt. Heute ist der Jubilar in der Qualitätskontrolle tätig. Geschäftsführer Dieter Rietschle betonte, dass die Qualität ein wichtiger Eckpfeiler der Produktion des Unternehmens sei. Die Ehrenurkunde und die Glückwünsche des Landes überreichte Christof Nitz an den Jubilar. Geschäftsführer Klaus-Peter Moeger gratulierte ebenso wie der Betriebsratsvorsitzende, Ralf Kurz.
14. April 2005
Das Gebäude, in dem in Gündenhausen einst der Fachmarkt Wohnen & Sparen untergebracht war, steht für 1,7 Mio. Euro zur Zwangsversteigerung an.
Bei der neuen Vicemoos-Halle haben Schüler der einjährigen Berufsfachschule Holz eine Säulen-Hainbuche gepflanzt. Diese Aktion ist bereits Tradition der Fachschule.
Mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern des Kindergartens am Marktplatz wird der Spielplatz in der Wallstraße, der von diesem Kindergarten mitbenutzt wird, gestaltet.
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe war zu erfahren, dass die Schopfheimer Gruppe einen Stützpunkt in Todtnauberg eröffnen wird. Zahlreiche Ehrungen standen ebenso auf der Tagesordnung.
In einem Leserbrief meint heute Gerd Kerscher, dass der Fortgang der Bauarbeiten am Bahnübergang Wehrer Straße »den Elan einer Wanderdüne« habe.
15. April 2005
Premiere in Raitbach: Zum ersten Wochenmarkt bei der Gemeindehalle kommen nicht nur zahlreiche gespannte Raitbacher, Sattelhöfer und Schweigmatter Bürger – auch Kürnberger und Hausener nutzten die Gelegenheit, sich mit heimischen Produkten einzudecken. Der Arbeitskreis Dorfverschönerung wirtete zu dieser Premiere und verhalf dem neuen Markt so, zu einem Ort der Kommunikation und des zwanglosen Treffens zu werden. Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald meinte zuversichtlich, dass der Markt Bestand haben werde.
Bei der Jahreshauptversammlung des SVS ernennt der Vorsitzende, Claus Huber, Gisela Wolf, Kurt Vollmer und Petra Iwertowski zu Ehrenmitgliedern. Er weiß auch zu berichten, dass von den etwa 1.400 Mitgliedern die Hälfte Jugendliche sind. Aus der Abteilung Fußball ist zu hören, dass dort die wichtigste Aufgabe ist, dem drohenden Abstieg der 1. Herren-Mannschaft entgegenzuwirken und ihn zu verhindern. Der Klassenerhalt sei enorm wichtig für die Abteilung und den Gesamtverein, erläutert Huber. Von der Handball-Abteilung ist von zahlreichen sportlichen Erfolgen und von neuen jungen Mitgliedern die Rede. Vorwiegend gute Berichte gab es ebenfalls aus den Bereichen Tennis und Boxen. Die Zusammenarbeit der Tischtennis-Abteilungen mit Fahrnau habe sich – so der Vorsitzende – bewährt. Schließlich konnten Rolf Zimmermann und Hans Schaubhut für 40 Jahre Mitgliedschaft im Verein geehrt werden. Clemens Fabrizio, Hans-Joachim Krüger und Eugen Lamb wurden gar für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Die geplante Shredder-Anlage auf der Deponie Scheinberg rief die Ortschaftsräte Langenaus und Enkensteins auf den Plan. In einer gemeinsamen Sitzung im Maiberg-Saal votierten sie einstimmig dagegen.
In der Jahresmitgliederversammlung des Kinderschutzbundes, die dieser Tage im »Adler« stattfand, freute man sich über das Interesse anwesender Gemeinderäte der SPD und der FWV. Informationen gab es dabei über das Tagesmütter-Projekt, über die »Nummer gegen Kummer«, über die Raymund Giebel berichtete. Regional gab es eine Steigerung um rund 800 Anrufe. Insgesamt wurden 8.009 Anrufe gezählt. Die Vorstandswahlen bestätigten Christa Merz und Mechthild Rosenkranz weiterhin in ihren Führungspositionen.
Die Bahn-Arbeiten am Übergang Wehrer Straße sollen im Mai beginnen und im Juli beendet werden, meinten Bürgermeister Christof Nitz und Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nitz dementierte damit das in der Stadt kursierende Gerücht, dass der Bahnübergang eventuell dauerhaft geschlossen bleiben werde. »Davon kann keine Rede sein«, meint der Rathauschef.
16. April 2005
Unter der Leitung von Nadine Kiefer führen junge Schauspielerinnen und Schauspieler im Alter von 6 bis 12 Jahren in Gersbach ein Theaterstück auf, das sich mit dem Regenwald beschäftigt.
»Die Stadtverwaltung muss nicht bei jedem Gespräch dabei sein«, meint der Wiechser Ortsvorsteher, Ino Hodapp, und bestätigt das Treffen seiner Ortsvorsteher-Kollegen, bei dem über die Zukunft der Teilorte diskutiert wurde. Das Treffen habe nicht dazu gedient, Dampf abzulassen, sondern vielmehr dem Gedankenaustausch. Allerdings konnten sich die Ortsvorsteher kritische Untertöne zum Verkauf der Ortsteils-Rathäuser nicht verkneifen. Zur Sprache kam dabei auch die jeweilige Ortsteil-Feuerwehr, die Situation der Kindergärten und die aktuelle Debatte über die Friedhöfe in verschiedenen Ortsteilen. Die Wiechser beharren weiterhin auf Erdbestattungen auf ihrem Friedhof und wollen dem Vorschlag der Stadtverwaltung, nur noch Urnenbestattungen zuzulassen, auf gar keinen Fall folgen.
Die SPD prangert die »skandalöse Vergabe-Praxis« zu den Investitionen der Ganztagesschule an. Das Ministerium - so die Partei - habe einen Riesenbock geschossen. Die Mittel seien völlig unkoordiniert im Land vergeben worden. Auch nicht aus der Verantwortung entlassen will der SPD-Vorstand den Schopfheimer Bürgermeister, denn schon seit Dezember 2002 liege ein Antrag der SPD-Fraktion zum Thema »Gesamtschulen« im Rathaus.
Die BZ berichtet erneut über Giuseppe Garozzo, der seit neun Jahren im Wach-Koma liegt und von seinen Eltern gepflegt wird. Kein Verständnis zeigen die Eltern für das Schicksal Terry Schiavos in Amerika, das derzeit durch alle Medien geht. Die beiden Garozzos mit ihren Söhnen wollen die Hoffnung nicht aufgeben, dass ihr Sohn Giuseppe eines Tages aus dem Koma erwachen wird. »Es gab schon Fälle, wo der Patient nach zehn oder gar 20 Jahren aus dem Koma erwachte«, so Vater Agatino Garozzo.
Zum »Tag der offenen Tür« des Tafelladens kommen sehr viele Menschen, die Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz zugunsten einkommensschwacher Mitbürger aussprechen. Bürgermeister Christof Nitz meinte, der Laden sei eine ganz wichtige Einrichtung, und Hans-Peter Sulga, der als Vertreter des Landratsamtes in Schopfheim war, äußerte, es wäre besser, die sozialen Rahmenbedingungen wären so, dass ein Tafelladen gar nicht gebraucht würde. Über das von ihm überreichte Glas-Wappen freute sich die Vorsitzende, Ingrid Steven, und betrachtet dies als Anerkennung der Arbeit von Seiten des Landkreises.
17. April 2005
Nachdem dieser Tage Hubert Probst einen Leserbrief über den starken Verkehr und die Gefährdung der Fußgänger in der Hauptstraße geschrieben hat, meint nun in einem anderen Leserbrief Wolfgang Lenz, dass die Himmelreichstraße nach der Schließung des Bahnüberganges in der Wehrer Straße übermäßig belastet sei und sieht dabei eine erhebliche Gefährdung von Kindern, die die Himmelreichstraße auf ihrem täglichen Schulweg überqueren müssen.
Schweren Herzens stellt sich der bisherige Zinkenvogt der »Enninger«, Jürgen Kupferschmidt, nach vier Jahren bei der Hauptversammlung nicht mehr zur Wahl. Der bisherige 2. Vorsitzende, Gabriel Glatt, wurde dann von der Versammlung zum neuen Zinkenvogt gewählt.
Unter dem Titel »KunsTraum« eröffnet die vhs in den Räumen der Galerie eine Kunstausstellung. Die Künstlerinnen Gabriele Mieschert, Gudrun Kummle und Beatrice Sturm-Kerstan zeigen Bilder und Keramiken.
Im Museum wird eine Ausstellung mit dem Thema »Blickpunkt Lenk« eröffnet. 70 Fotografien der Lenk-Plastik, die von verschiedenen Fotografen bei der Stadt eingereicht wurden, sind dort zu sehen. Fantasievolle Aufnahmen kamen dabei zustande. Die Besucher sollen nun nach eigenem Gutdünken die ihnen am besten gefallenden Aufnahmen ermitteln.
18. April 2005
Im Hauptausschuss kommt es zu Friedhofs-Diskussionen, die stark von Emotionen geprägt sind. Die Ortsvorsteher aus Wiechs, Raitbach und Eichen machen der Stadtverwaltung Vorwürfe über die Planungen, die Friedhöfe in Eichen und Raitbach nicht mehr zu erweitern. Gleichzeitig kommen Vorwürfe aus Wiechs gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung, künftig auf dem Wiechser Friedhof aus Gründen der Bodenbeschaffenheit nur noch Urnenbestattungen zuzulassen. Dies bedeutet auch, dass keine Friedhofskapelle mit Folgekosten gebaut werden sollte. Die Ortsvorsteher plädieren nachdrücklich für den Erhalt und die Erweiterung ihrer Friedhöfe und geben der Stadtverwaltung die Schuld am Scheitern der bisherigen Grundstücksbemühungen. Auch Ortsvorsteher Oswald aus Raitbach zweifelt die Planungen der Stadtverwaltung an und meint, dass in Raitbach noch ausreichend Kapazität für die nächsten 20 Jahre sei. Auch die Gemeinderäte aller Fraktionen verstehen die Planungen der Stadt wenig oder gar nicht. Einzig Hans-Jörg Klein von der SPD war der Ansicht, dass es beim Thema »Sparen« keine Tabu-Zonen geben dürfe. Pfarrer Kai Tilgner setzte sich für die Wiechser dafür ein, dass weiterhin auch Erdbestattungen, unabhängig von Bodenbeschaffenheiten, möglich sein müssen. Er meint, die Leute würden entmündigt, wenn ihnen die Stadtverwaltung vorschreibe, wie sie bestattet werden sollen. Schließlich wird der Tagesordnungspunkt, die Friedhöfe nicht mehr zu erweitern und keine Kapelle in Wiechs zu bauen, bei nur zwei Ja-Stimmen und drei Enthaltungen abgelehnt. Die Ortsvorsteher sollen Grundstücksverhandlungen über mögliche Erweiterungsflächen führen. Mit Wiechs sollen weitere Gespräche über die Zukunftsplanung des Friedhofes geführt werden.
Bürgermeister Christof Nitz informiert den Hauptausschuss über den derzeitigen Stand der Verhandlungen mit Zell. Er betont, dass Schopfheim gerne bereit ist, Wasser zu liefern, wenn die physikalischen und hydraulischen Gegebenheiten geschaffen werden. Wenn das Schopfheimer Wasser ins Riedicher Leitungsnetz eingespeist wird, würde ein Wasserdruck von 12 bar entstehen. Dies sei zu hoch und Zell müsste einen Hochbehälter bauen. Die Entscheidung, wie es weitergehen soll, liegt nun bei Zell.
Die Sengelen soll ein Nutzungskonzept erfahren, damit sie zumindest teilweise als Naherholungsgebiet erhalten bleibt, ist sie doch seit dem Orkan »Lothar« gewaltig ausgelichtet worden und außerdem - seitdem die Vereine dort nicht mehr zugange sind - ziemlich heruntergewirtschaftet. Der Gemeinderat beschloss mit dieser Entscheidung, die Sengelen in Zukunft nicht alleine als Wald zu pflegen.
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Ornithologischen Gesellschaft Schopfheim wurde Friedrich Adolph erneut zum Vorsitzenden gewählt. Sorgen macht sich die Gesellschaft um den Bestand der Mehlschwalben. »Viele Leute stechen die Nester ab«, meint der Vorsitzende. Er informiert auch darüber, dass die Gesellschaft einige künstliche Nester aufgehängt habe. Auch der Zustand der Volière im Stadtpark bereitet Sorgen.
19. April 2005
Am vergangenen Wochenende wurde in Langenau ein Förderverein der Grundschule Langenau gegründet. Ziel ist dabei, der finanziell arg gebeutelten Schule unter die Arme zu greifen, wie dies die derzeitige Schulleiterin Hannelore Kaiser betont. Über die Vereinsgründung zeigt sich Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger erfreut und sagt dem Verein auch die Unterstützung der Ortsverwaltung zu. Zum 1. Vorsitzenden wählte die Versammlung Klaus Brutschin und zu seiner Stellvertreterin Kathleen Hirt.
21. April 2005
Die Modernisierung der Wohnhäuser der Städt. Wohnbau am Wiesenweg geht weiter. Mittlerweile ist schon das fünfte Wohnhaus dort saniert.
Der »Sternen-Zinken« traf sich dieser Tage im »Sternen« zur Jahreshauptversammlung. Zinkenvogt Rainer Greiner ließ dann auch die vergangene Saison Revue passieren. Verschiedene Akteure durften für die geleistete Arbeit Blumengebinde als Dank entgegennehmen.
A.-Jens Koemeda liest in der Stadtbibliothek an der ersten Autoren-Lesung in diesem Jahr. Er liest aus seiner neuesten Veröffentlichung »Die Rivalin«. »Plaudert da ein Psychiater aus seiner Sprechstunde?«, wird nachgefragt. »Teilweise schon«, bestätigt der Autor in der Gesprächsrunde nach der gut besuchten Lesung.
Heimleiter Bernd Sevecke darf 25 Personen für langjähriges Leben im Markus-Pflüger-Heim ehren. Sie sind zwischen 10 und 45 Jahre im Heim. Den Rekord halten Walter Rupp, Heinz-Erich Schmidt und Gerd Schelker, die seit 45 Jahren im Markus-Pflüger-Heim leben.
22. April 2005
Die Wohnanlage »Drahtzug« wächst sichtbar. Seit dem Sommer vergangenen Jahres, beim Spatenstich, sind die meisten Gebäude bereits über das Fundament hinaus entstanden.
In Gersbach wird bei den Ortschaftsratswahlen der schlechte Zustand der Wirtschaftswege nach dem langen Winter reklamiert. Bekannt wird in der Sitzung auch, dass die bunte Kuh, die seit zwei Jahren vor dem Rathaus liegt und von der Expo aus Murten in der Schweiz stammt, nun wieder zurückgegeben werden müsste.
Nach den derzeitigen Plänen sieht es so aus, dass man die Regional-Währung »Schopfheimer/Wiesentäler« gedruckt wohl erst 2006 in Händen halten kann. 2005 soll noch ein Verein gegründet werden. Zur Zeit wird diskutiert, Friedrich Hecker als Namenspatron für diese Regional-Währung heranzuziehen.
Ein Gutachten, das die Stadt Wehr in Auftrag geben wird, soll klären, ob die Trasse der ehemaligen Wehratal-Bahn in Zukunft freigehalten werden soll, um Nutzungen zu ermöglichen. Die Bahn will derzeit Grundstücke verkaufen. Damit wäre die Trasse dann in Kürze zerschlagen, so der Wehrer Bürgermeister, Michael Thater. In Absprache mit den Städten Schopfheim und Bad Säckingen wird nun ein 9.000-Euro-teures Gutachten - eine Studie - in Auftrag gegeben, die sich mit dem Problem beschäftigt.
23. April 2005
Bis zum letzten Platz besetzt ist die Stadthalle, um das Gastspiel von »Mary« alias Georg Preusse unter dem Kupferdach mitzuerleben.
Das MT erinnert heute an das Ende der Nazi-Herrschaft vor 60 Jahren. Am 24. April 1945 zogen die Franzosen in die Markgrafenstadt ein. Offiziell nahm die Arbeit der Besatzungsmacht jedoch erst am 26. April ihren Anfang.
Der Schopfheimer Ralf Kabelitz präsentiert sein jüngstes, preisgekröntes Kochbuch »Die Poesie der vegetarischen Küche«. Sieben Kochbücher hat der 51-Jährige in den vergangenen elf Jahren schon verfasst oder mitverfasst. Der Autor ist Küchenchef im Gäste-Restaurant der Firma Novartis.
Das Schwimmbad kann spätestens zum 15. Mai öffnen. Normalerweise sollte das Bad am 1. Mai geöffnet werden, so der Schwimmbad-Betreiber Christopher Kunz. Bei den restlichen Bädern klappte es auch, allein in Schopfheim wird der Startschuss verschoben, da Renovierungsarbeiten am Beckenboden eine rechtzeitige Eröffnung nicht zulassen.
Die Stadthalle war prall gefüllt beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Fahrnau. Unter der neuen Leitung des jungen Dirigenten Martin Jäckle begann das Zöglings-Orchester gleich schwungvoll den Konzertabend. Das musikalische Motto »Alt und Neu« servierte eine Fülle von Melodien, die Andreas Meier vom Dirigentenpult aus sicher und souverän leitete.
24. April 2005
Die große Halle der Kulturfabrik wird zum Ausstellungsort für Eisenbahn-Liebhaber. Der vhs-Modellbahn-Workshop hat eine fast 60 m lange, im Modul-System installierte Gleisanlage aufgebaut.
Corinne Walter und Frank Zöllner gastieren mit ihrem Kabarett-Programm »Nächsten-Liebe« im Museumskeller. Lang anhaltender Beifall quittierte die Leistung des Kabarettisten-Paares aus Köln.
Eichener Eltern haben in Eigeninitiative einen Spielturm auf dem Kinderspielplatz bei der Hülschenmatt-Halle wieder erstellt. Der Spielturm kam ins Gerede, als er im vergangenen Jahr von der Stadtverwaltung aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste. Die Stadt hat die Materialkosten nun getragen und in rund 100 Stunden haben die Eltern den Turm zusammengestellt und aufgebaut.
Ein verhältnismäßig großes Auditorium erlebt in der evangelischen Stadtkirche einen Konzert- und Rezital-Abend unter dem Thema »Vox humana«. An der Schuke-Orgel spielt Christoph Bogon, Reinhard Seiberlich aus Hausen rezitiert zusammen mit Ina Schabbon u. a. aus den biblischen Schöpfungsberichten. Martin Luther Kings berühmt gewordener Text »I have a dream« vom friedlichen Marsch auf Washington wurde mit verteilten Rollen, manchmal auch mit Echo-Wirkung, vorgetragen. Der Erlös dieses Abends kommt der Renovierung der überholungsbedürftigen Stein-Orgel in der Alten Kirche St. Michael zugute.
Zum 5. Tanzfest »Bal Folk« lädt die vhs in die Hülschenmatt-Halle nach Eichen ein. Zu lockeren Rhythmen der Folklore-Bands »Gradhytt« aus Schopfheim, »Firletanz« aus Freiburg und »Federhut« vom Hotzenwald wurde getanzt.
25. April 2005
Mit einem Duo-Abend wird die Reihe »Schopfheimer Konzerte in St. Agathe« durch die vhs nach fünf Jahren beendet. Margit Jüngerkes und die Leiterin der Musikschule, Susanne Kagerer, als Veranstalterinnen der Reihe, verabschieden sich beim Publikum und meinen, dass diese vom Kulturbeauftragten der Stadt weiterhin betreut werde. Unter dem Motto »Musik, Kunst und Kulinarisches« wollen vhs und Musikschule im Herbst ein Pilotprojekt im Kunstraum der Kulturfabrik starten.
Irritiert und ziemlich sauer reagieren Mitglieder des Ausschusses für Bau, Umwelt und Technik des Gemeinderates, als ihnen Beigeordneter Ruthard Hirschner in der Sitzung eröffnet, dass sich die ersten Beschlussvorlagen zum Energiekonzept entgegen der schriftlichen Darlegung geändert haben. Es ging dabei um die Nutzung von Dachflächen auf öffentlichen Gebäuden für Foto-Voltaik und Nutzung der Sonnenenergie. Die Kehrtwende erfolgte, da nach Verwaltungsmeinung der Aufwand und das geringe Nutzungsentgelt die Nutzung öffentlicher Dächer auch wegen der damit verbundenen Eingriffe nicht rechtfertigt. Stattdessen schlägt die Verwaltung vor, z. B. an anderer Stelle, bei nicht mehr landwirtschaftlich verwertbaren Flächen, größere Solar-Anlagen zu errichten. Die Vorgehensweise der Verwaltung bezeichnet Artur Cremans als »erstaunlich«. »So lassen wir nicht mit uns umspringen«, meint er weiter. Die Kehrtwende der Verwaltung verurteilen auch Marcus Walter für die CDU und Michael Straub für die GRÜNEN. Die Verwaltung solle eine neue Vorlage fertigen und dann ihre Haltung begründen.
Im Alter von 57 Jahren verstirbt der Rektor der Dr. Max-Metzger-Schule, Hermann Egner.
Schopfheims Bau-, Umwelt- und Technikausschuss lehnt den Antrag des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft auf Errichtung einer Shredder-Anlage auf der Deponie Scheinberg eindeutig ab. Gegen das Vorhaben sprechen Umwelt-ökologische Gründe, so sind überflüssiger Verkehr und dadurch mehr Belastungen zu erwarten. Energie-ökologische und Umwelt-ethische Gründe (sinnlose Transporte) hielt Beigeordneter Ruthard Hirschner fest. Auch bauordnungsrechtlich spreche - so der Beigeordnete - nichts zwingend für das Vorhaben.
26. April 2005
Am 12. April 1955 begann Herbert Reichert seine Arbeit als 14-Jähriger bei der Firma Rüdlin Lufttechnik GmbH in Schopfheim und beendet diese Tätigkeit Ende April dieses Jahres. Für 50 Jahre Arbeit im Unternehmen wurde er nun in einer Feierstunde im Betrieb durch Horst Rüdlin geehrt. Dabei lobte der Betriebsinhaber das enorme Fachwissen des Jubilars. Der Geehrte durfte dann auch die Ehren-Urkunde der IHK entgegennehmen.
27. April 2005
»Welt-Religionen - Welt-Frieden - Welt-Ethos« - unter diesem Titel wird im evangelischen Gemeindesaal eine Ausstellung des katholischen Theologen Hans Küng eröffnet. 12 Bildtafeln, auf denen die großen Weltreligionen und die sie verbindenden ethischen Werte dargestellt sind, bilden die Grundlage der Ausstellung. Dargestellt werden das Christentum, das Judentum, der Islam, der Hinduismus, der Buddhismus und die chinesische Religion. Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Mai geöffnet.
In den heutigen Kommentaren der beiden Tageszeitungen wird die Entscheidung um die Errichtung von Foto-Voltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden beleuchtet und kritisiert. Die BZ schreibt: »Es knistert im Gebälk«, und das MT spricht von einem »Tohuwabohu«. »Immerhin«, so meint das MT, »wirft die Vorlage ein Licht darauf, wie es im Rathaus zuzugehen scheint«. Weiter das MT: »Warum ist der Bürgermeister nicht selbst zur Sitzung erschienen, um die Sache selbst in die Hand zu nehmen?«
28. April 2005
Bei der CDU Schopfheim wird eine neue Führungsspitze gewählt. Rolf Kuri tritt vom Amt des Stadtverbandsvorsitzenden zurück und wird von Heidi Malnati abgelöst. An ihrer Seite stehen Marcus Walter und Renate Mayser. Rolf Kuri hatte nicht mehr kandidiert, weil er Jüngeren Platz machen wollte. Zwei Jahre hatte er den Stadtverband geführt und erhielt dafür von der Kreisvorsitzenden Lob. Die neue Vorsitzende hat Erfahrung in parteipolitischen Ämtern - so war sie bisher Vorstandsmitglied im CDU-Wirtschaftsrat und Vorsitzende der Kreis-Frauenunion. Die Fraktionsvorsitzende, Marianne Zabel, ging auf die Haushaltssituation und andere kommunalpolitische Fragen ein und prognostizierte die Fortsetzung eines strikten Sparkurses. »Wir werden auch freiwillige Leistungen streichen müssen«, so Marianne Zabel weiter, »die Privatisierung des Schwimmbades war dabei nur ein Anfang«.
Nach Information des städtischen Tiefbauamtsleiters, Bernhard Springmann, und des Geschäftsführers der Schwimmbad-Betreibergesellschaft, Christopher Kunz, soll das Bad am 15. Mai geöffnet werden und damit erstmals unter privater Regie stehen. Das Baden im Schopfheimer Schwimmbad wird unter der privaten Trägerschaft teilweise teurer.
Vor einigen Tagen las Kathrin Lange im Museumskeller und führte die Zuhörer ins finsterste Mittelalter zurück. Sie las aus ihrem historischen Roman »Jägerin der Zeit«.
Der 84-jährige Clemens Fabrizio veröffentlicht sein neuestes Buch »80 Jahre Leichtathletik-Bezirk Oberrhein«. Das Buch, das vom Leichtathletik-Verband aufgelegt wurde, verfassten neben ihm noch Markus Manfred Jung und Raimund Huber.
Die SPD widerspricht Bürgermeister Christof Nitz, der meinte, er sei in Sachen Energie-Dach-Diskussion der Erste gewesen. Das Erstgeburtsrecht für die Idee, auf öffentlichen Gebäuden Foto-Voltaik-Anlagen zu installieren, lassen die Genossen nicht durchgehen. »Wir waren die ersten«, meldet Fraktionschef Artur Cremans nun Widerspruch an. Als Beweis liefert er einen Brief, den er bereits im Jahre 2002 an die Stadtverwaltung geschrieben hat.
30. April 2005
Fahrnau hat in der Hauptstraße 261 (gegenüber der St. Agathen-Kirche) vom 2. Mai an wieder eine Post-Filiale.
Auf ein erfolgreiches Jahr blickt der »Hexen-Zinken« mit dem Zinkenvogt Thomas Mönk zurück. Der Hexenvogt darf nach den Wahlen nicht nur weiter amtieren, sondern konnte auch Heinz Riegert für 44 Jahre Mitgliedschaft ehren.
Hilde Kaufmann-Gauder, die vor den Osterferien zur neuen Stellvertretenden Schulleiterin an der Johann-Peter-Hebel-Schule ernannt wurde und seit dem 1. August 1990 an dieser Schule auch unterrichtet, wurde nun offiziell in ihr Amt eingeführt. Glückwünsche durfte sie von Schulleiter Johann Tritschler und von Helmut Rüdlin, dem Leitenden Schulaufsichtsbeamten des Landkreises Lörrach, entgegennehmen.
Die Jugendkapelle der Stadtmusik Schopfheim erfreut die Passanten des Wochenmarktes mit frischen Melodien. Damit will sie auch für sich selbst und um neue Mitglieder werben.
01. Mai 2005
Die Feuerwehr Schopfheim muss zu einem Großbrand nach Wehr-Brennet ausrücken.
Mit einem »Tag der offenen Tür« stellt sich der Hof Dinkelberg am Markus-Pflüger-Heim der Öffentlichkeit vor.
02. Mai 2005
Die Zahl der Arbeitslosen ist im April in Schopfheim um 18 gestiegen. Sie beläuft sich nun auf 617 Personen.
Hausens CDU diskutiert derzeit, ob der Schopfheimer Golfplatz um zwei Löcher auf Hausener Gemarkung erweitert werden könnte.
Die Waldorfschule möchte ihr Schulgebäude um einen Speisesaal und einen neuen Rundbau samt Bühne erweitern. Die Entscheidung zwischen zwei Varianten fiel in einer Mitgliederversammlung. Die Kosten für den Neubau betragen rd. 1,6 Mio. Euro. Der Saal bietet zwischen 440 und 485 Personen Platz; die Bühne soll eine Portalbreite von 17,2 m haben. Der neue Speisesaal wird angrenzend zur jetzigen Küche entstehen und soll um einiges geräumiger sein als der derzeitige. Der Neubau bietet außerdem die Option, das Gebäude im Rahmen der geplanten Ganztagesschule um sieben Klassenräume zu erweitern.
03. Mai 2005
Die Schwimmbadgebühren werden nach der Privatisierung für viele Menschen teurer. Ein exakter Preisvergleich liegt dem Gemeinderat nun erstmals vor. Laut Privatisierungsvertrag hat der neue Betreiber die Preisgestaltung im Einvernehmen mit der Stadt zu erstellen und genehmigen zu lassen. Laut Vorlage der Stadtverwaltung hat dies Bürgermeister Christof Nitz im Dezember 2004 getan. Gleichwohl regt sich bei den Gemeinderäten Unmut über die neuen Preise.
Die technische Abnahme des Schwimmbadbeckens, das saniert werden musste, wurde durch das Stadtbauamt vorgenommen. Die Becken wurden abgefräst, gespachtelt und neu beschichtet. Dadurch sind Kosten in Höhe von 109.000,- Euro entstanden.
Die Stadtmusik prüft derzeit, ob sie ihr Musikhaus an der Mattenleestraße aufgeben und dafür Teile des Bauhofes erwerben will, um darin künftig den Musikbetrieb aufzunehmen. Das bisherige Gebäude ist sanierungsbedürftig.
04. Mai 2005
Nicht ganz verstehen kann Bürgermeister Christof Nitz die entflammte Diskussion um die Schwimmbad-Eintrittspreise. »Für manche wird es etwas teurer«, räumt er ein. Auf der andern Seite seien die Dauerkarten auch für andere Bäder der Firma Sport- und Freizeit-Management gültig. Der Betreiber habe seine Preisgestaltung, wie vertraglich vereinbart, der Stadtverwaltung vorgelegt.
Völlig unzufrieden mit dem Verlauf der jüngsten Sitzung des Bau-, Umwelt- und Technik-Ausschusses zeigt sich die SPD. Außerdem kritisiert sie die totale Funkstille im Rathaus zum Thema »Ganztagesschule am THG«. Bernhard Kuri wies darauf hin, dass es in vielen Städten Aktivitäten zum Thema »Alternative Energiegewinnung« gebe. Dieses Thema könne in Schopfheim nicht mehr lange auf die lange Bank geschoben werden.
06. Mai 2005
Die Naturenergie Rheinfelden sponsert Kulturprojekte in der Stadthalle und im Museumskeller jährlich mit 18.000,- Euro. Ein vom Gemeinderat eingesetzter Arbeitskreis soll künftig über die Vergabe dieser Gelder entscheiden.
Diese Woche brachte die Staatssekretärin Marion Caspers-Merk, SPD, österreichisch-finnisches Tourismus-Know-how nach Gersbach. Schopfheims Bürgermeister Christof Nitz und Gersbachs Ortsvorsteher Ralf Ühlin begrüßten die Besucher im Rathaus des Ortsteils.
22 Hobby-Astronomen aus ganz Deutschland waren am vergangenen Wochenende in Gersbach zur Beobachtung von Himmelskörpern. Richtig dunkel wird es allerdings auch in Gersbach nicht, denn über Zürich und Basel ist das Firmament durch die Flughafen-Beleuchtung deutlich aufgehellt. Trotzdem - den Astronomen hat es im Höhenort gefallen.
Die Schopfheimerin Diethild Grüger stellt Arbeiten im Haus Columban aus.
Vor einigen Tagen zog der »Städtli-Zinken« bei der Jahreshauptversammlung Bilanz. Beim Rückblick spielten zahlreiche Fasnachtsveranstaltungen natürlich eine große Rolle. Gerhard Kiefer, Oberzunftmeister, bedankte sich für die vielen, vielen Dienste, insbesondere ging sein Dank an die Wagenbauer Willi Riehm und Kurt Kiefer. Wiedergewählt wurde der Zinkenvogt, Frank Pfeiffer.
Erste Leserbrief-Schreiber beklagen sich über die neuen Schwimmbad-Preise.
Schopfheim gehört jetzt mit sämtlichen Ortsteilen zum Naturpark Südlicher Schwarzwald.
07. Mai 2005
Ist das THG erdbebensicher oder nicht? Zweifel daran kommen auf, denn zwei Experten präsentieren unterschiedliche Ergebnisse. Dies bestätigt Beigeordneter Ruthard Hirschner. Bislang liege keine abschließende Aussage auf dem Tisch, so der Beigeordnete. Ein Bad Säckinger Ingenieur-Büro kommt zum Ergebnis, dass der Altbau, um den es geht, den gesetzlichen Kriterien gerade noch genügt. Ein Karlsruher Prüf-Ingenieur, der im Auftrag des Landratsamtes das THG überwacht, stellt dieses Gutachten nun in Zweifel und meint, dass der Nachweis der Sicherheit nicht ausreichend bzw. nicht zutreffend sei.
Mit der Nordumfahrung der Stadt kann begonnen werden, denn die ehemalige Zimmerei Schneider wurde nun abgebrochen. Dieses Haus war bisher das Nadelöhr bei der Nordumfahrung.
Jede Menge Kritik richtet die Fraktion der Unabhängigen gegen die Rathausspitze. Sie spricht von »unmöglichen Vorgängen« und meint damit die Schwimmbad-Preise. Genauso daneben liege die Stadtverwaltung bei der Kindergartenplanung, meint sie weiter, sonst gäbe es keine langen Wartelisten.
Über 100 Zuhörer kamen im evangelischen Gemeindehaus zum Thema »Weltreligionen« zusammen. Pfr. Matthias Weber meinte, man habe eigentlich mit nur wenigen Besuchern gerechnet und sei nun sehr überrascht über den starken Besuch und das damit verbundene Interesse.
Aufgrund des schlechten Wetters hat der MSC das Jugend-Motocross, das am Wochenende stattfinden sollte, abgesagt.
Den 25. Bericht über das »Sternen-Quartier« in Schopfheim veröffentlicht heute Hans O. Steiger im MT. In seinen Berichten informiert er über die Bewohner dieses Quartiers aus eigener Kenntnis und spannt dabei einen Zeitbogen von 50-60 Jahren.
Mit dem Hochwasserschutz Eichens beschäftigte sich die CDU in ihrer jüngsten Fraktionssitzung. Leider hätten einige Stadträte die Hochwasser-Katastrophen der letzten Jahre bereits vergessen, so die Christdemokraten. Das Thema »Friedhöfe Eichen und Wiechs« beschäftigt die Union ebenso wie die Erweiterung des Friedhofes in Raitbach. Man möchte die Friedhöfe gerne erhalten, wobei Michael Böhler meinte, dass dies auch zum Ziel der CDU, die Schopfheimer Ortsteile zu stärken, gehöre. Zu den Schwimmbad-Preisen meinten die Christdemokraten: »Hier fühlen wir uns über den Tisch gezogen. Dies lassen wir uns so nicht gefallen.«
Leserbriefe zu den Schwimmbad-Preisen werden abgedruckt. Es handelt sich ausschließlich um Kritik.
08. Mai 2005
Beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Harmonie Gersbach wurden Heike Walter und Matthias Zimmermann für 25 Jahre aktives Musizieren geehrt. Das musikalische Programm des Abends erfuhr begeisterten Beifall der zahlreichen Zuhörer.
09. Mai 2005
Am Himmelfahrtstag war in Enkenstein wieder das »Uffert-Bruttli« im Dorf unterwegs. Die beiden kleinen Brautleute kamen mit allerlei Gaben zum Feuerwehrgerätehaus, wo für die Dorfbewohner dann gewirtet wurde.
Auch die Bürgerliste für Schopfheim kritisiert die neuen Schwimmbad-Preise und fühlt sich von der Stadtverwaltung verschaukelt.
Amalie Waßmer, die seit vier Jahren im Georg-Reinhardt-Haus lebt, feiert ihren 100. Geburtstag. Aufgewachsen ist die Jubilarin in Waldmatt-Ehrsberg. Ihre späteren Wohnorte waren Zell und Höllstein, bevor sie nach Schopfheim ins Altersheim umzog.
Passend zu Friedrich Schillers 200. Todestag führte die Freie Waldorfschule die romantische Tragödie »Die Jungfrau von Orléans« auf.
Das Warten hat für die Preisträger des Fotowettbewerbs »Blickpunkt Lenk« ein Ende. Bei 72 ausgestellten Fotos konnte der 15-jährige Schopfheimer Raik Jeltsch den 3. Platz belegen. Der zweitplatzierte Achim Kuhn-Osius kommt aus Bad Driburg. Zum Siegerfoto schließlich kürten die Museumsbesucher das Foto von Eckhard Burgdorf aus Gerlingen.
10. Mai 2005
Die Firma VST und die Firma Böhler-Uddeholm kooperieren künftig noch enger, betonen die beiden Geschäftsführer Joachim Lauff und Jörg Keller von der Schopfheimer Firma in einer gemeinsamen Presseerklärung.
Über eine sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung freut sich Volker Fischer, Vorsitzender des TTC Schopfheim-Fahrnau. Er betont, dass es der Verein endlich geschafft habe, die Vicemoos-Halle als Trainings- und Spiellokalität zu bekommen.
11. Mai 2005
Kindergarteneltern sind auf die Stadt sauer - sie müssen in diesem Jahr für ihre Kleinen höhere Beiträge bezahlen und entgegen der Zusage der Stadt sind die Kindergartengruppen wieder auf die bisherige Größe angewachsen.
Es war wohl kein Zahlendreher beim Antrag auf Zuschuss für die Erweiterung des THG zur Ganztagesschule. Die SPD möchte eine Projektgruppe THG einrichten, in der das weitere Verfahren besprochen wird. Der Eingang ist - so das Oberschulamt - erst am 08.10. und nicht am 10.08. erfolgt. Das Datum 10.08. stimmt zwar, doch dabei handelt es sich um einen unvollständigen Antrag. Bettina Bethlen von den Unabhängigen meint, man sollte sich nicht mehr allzu sehr mit Vergangenheitsbewältigung aufhalten, viel wichtiger sei, dass für das THG eine Kantine gebaut werde. Sie bat die Verwaltung, verschiedene Varianten für eine abgespeckte Lösung zu prüfen.
Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ernährung und Ländlicher Raum war zu Besuch auf dem Hof Dinkelberg in Wiechs. Bürgermeister Christof Nitz und Landrat Walter Schneider ließen sich zusammen mit der Staatssekretärin das Hofgut-Projekt erklären.
12. Mai 2005
Das Flurneuordnungsverfahren in Gersbach geht auf den Weg. Mit der Wahl eines Vorstandes durch die Teilnehmergemeinschaft wurde ein wesentlicher formeller Teil für das über zehn Jahre dauernde Verfahren vorgenommen. 2.410 ha, bestehend aus 2.837 Grundstücken mit etwa 450 Eigentümern, werden vom Verfahren betroffen sein.
Shakespeares »Wintermärchen« wird von der Württembergischen Landesbühne Esslingen in der Schopfheimer Stadthalle im Rahmen des Kulturring-Programmes aufgeführt.
Im Museum wird eine Ausstellung, die wiederum der Schopfheimer Clemens Fabrizio zusammengestellt hat, eröffnet. Die Ausstellung mit dem Thema »Glanzlichter« zeigt eine reichhaltige Schau als Ergebnis der Sammelleidenschaft Fabrizios.
Bereits 130 Berechtigungsausweise für den Tafelladen sind ausgegeben worden, so der Leiter des städtischen Sozialamtes, Oliver Batt. Die Zwischenbilanz falle damit mehr als zufriedenstellend aus, meint er weiter.
Kirchliche Prominenz in der Markgrafenstadt: Der evangelische Landesbischof Dr. Ulrich Fischer und der katholische Erzbischof von Freiburg, Dr. Robert Zollitsch, feierten in der evangelischen Stadtkirche einen gemeinsamen Gottesdienst und erinnerten dabei an mutige Christen aus der Region, die unter der Nazi-Diktatur Widerstand geleistet haben. Erzbischof Zollitsch erinnerte dabei an den Schopfheimer Priester Dr. Max Josef Metzger. Die evangelische Dekanin Gerhild Widdess stellte Ludwig Simon aus Wies vor. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden beide Bischöfe im evangelischen Gemeindehaus herzlich empfangen. Dekanin Gerhild Widdess begrüßte neben den beiden Bischöfen auch eine Delegation von 13 Pfarrerinnen und Pfarrern der lutherischen Kirche Lateinamerikas, die mit ihren Partnern aus Argentinien, Brasilien und Chile angereist waren. Für die Gäste wurde der Gottesdienst zum Teil ins Portugiesische und Spanische übersetzt. Er wurde in Erinnerung an den 8. Mai 1945 gehalten.
13. Mai 2005
Beim Markgräfler Tagblatt gibt es ein Arbeitsjubiläum zu feiern: Harald Pflüger ist seit mehr als 25 Jahren in der Schopfheimer Redaktion beschäftigt. Am 01. Mai 1980 begann er beim Oberbadischen Volksblatt in Lörrach seine Laufbahn. 1989 kam er in die Schopfheimer Redaktion.
14. Mai 2005
Das Höhenfreibad Schweigmatt eröffnet die diesjährige Badesaison.
Der Gewerbeverein startet eine Umfrage und möchte von den Befragten wissen, wie sie sich die Öffnungszeiten des Schopfheimer Handels künftig vorstellen könnten.
Die SPD hofft nun, nachdem kein Geld für den Ganztagesschulbetrieb am THG fließen soll, noch auf die Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Marion Caspers-Merk. Bürgermeister Christof Nitz hatte die Abgeordnete in einem Brief um ihre Unterstützung gebeten.
15. Mai 2005
Die Pforten des Schwimmbades in Schopfheim werden für die neue Badesaison geöffnet.
17. Mai 2005
Die Jahreshauptversammlung der Fasnachtsgesellschaft Fahrnau verzeichnet einen guten Besuch, wie der Präsident, Angelo Turturro, meinte. Neu gestaltet wurde der Fasnachtsauftakt, außerdem sei der Hemdglunki-Ball ein voller Erfolg gewesen. Kopfzerbrechen - so der Präsident - bereiten dem Verein die beiden Zunftabende, bei denen man mehr Zuspruch erwartet hatte. Die Fasnachtsgesellschaft besteht derzeit aus 260 aktiven und passiven Mitgliedern. Die einzelnen Gruppenführer der »Bättelsäcke«, der Bürgerwehr, der »Düfzelgeister«, des Fanfarenzuges, der »Schiibechnechte« und der »Wuhrchnechte« kamen im Verlauf des Abends selbstverständlich auch zu Wort und gaben ihre Berichte. Neu gewählt wurde der Zunftrat.
Verärgert zeigen sich die Schwimmbadbesucher. Sie stehen um 14 Uhr vor verschlossenen Schwimmbadtüren. Da die Temperatur auf 21 Grad kletterte, wurde das Bad später noch geöffnet.
18. Mai 2005
Gegen 17 Uhr wurde ein Mann im Gewann Rebhalde in Eichen von vier freilaufenden Hunden angefallen, als er auf seinem Grundstück arbeitete. Während drei Hunde abgewehrt werden konnten, wurde der 79-Jährige von einem Hund in den Unterschenkel gebissen. Eine Behandlung im Krankenhaus war notwendig.
Heute berichtet das MT von einem Urteil des Schopfheimer Amtsgerichtes. Danach muss ein Schopfheimer Chirurg für die Folgen einer Operation am Mittelfinger der rechten Hand 1.700,- Euro Schmerzensgeld an eine Frau bezahlen. Bei der Beweisaufnahme stand für den Richter zweifelsfrei fest, dass kein ärztlicher Kunstfehler vorlag, sondern ein klarer Fall von Körperverletzung.
19. Mai 2005
Die Fahrnauer Post, die erst vor wenigen Tagen ihre Pforten wiederum geöffnet hatte, ist erneut geschlossen. Stattdessen fährt täglich zwischen 11 und 12 Uhr ein Postauto vor, um Kunden zu bedienen. Grund hierfür ist angeblich der Urlaub des Postbeamten.
Die Sparkasse Schopfheim spendet den Reingewinn aus dem PS-Sparen wieder an viele soziale Einrichtungen. Insgesamt kann Direktor Josef Bogazinski einen Betrag von 7.500,- Euro an Begünstigte überreichen.
20. Mai 2005
Direktor Wolfgang Stocker gibt dem MT ein Interview zum Problem der Ganztagesschule am THG und der Nicht-Bewilligung des Landeszuschusses. Er meint: »Was für die Schule bei einer Schülerzahl von 1.200 dringend notwendig ist, ist eine Kantine, die multifunktional genutzt werden kann, auch als Versammlungsraum«.
21. Mai 2005
Die Badische Zeitung informiert heute darüber, dass vor zwei Wochen das komplette Statthalter-Team der Narrenzunft zurückgetreten ist. Gerhard Kiefer, Oberzunftmeister, bestätigt während der Generalversammlung des »Schlattholz-Zinkens« entsprechende Gerüchte. Es liege ihm ein Schreiben der Ex-Statthalter vor, dass die Gruppierung zurücktrete. Innerhalb der Narrenzunft werde man jedoch an der Figur des Statthalters als Repräsentanten festhalten, meint der Oberzunftmeister. Die Mitglieder des Statthalter-Teams wollen keine Erklärungen zu diesem Schritt abgeben. Betroffen zeigten sich die Mitglieder des Zinkens, brachten ihren Unmut zum Ausdruck und wunderten sich, welche Unstimmigkeiten wohl zu einem solchen Schritt geführt haben mochten. Martin Reimann, Vogt des »Schlattholz-Zinkens«, meinte, gerade die Statthalter hätten große Teile der Schopfheimer Fasnacht mitgestaltet und geprägt. »Das ist unheimlich schade«, meint er weiter.
Der Streit um das Schwarzwald-Dächli ist noch nicht ausgestanden. Nach wie vor weigert sich die Geschäftsführerin, das Dach abmontieren zu lassen, und bezahlte stattdessen lieber das inzwischen verhängte Zwangsgeld in Höhe von 4.000,- Euro. Wenn alles nichts helfe - so das Landratsamt - werde es selbst eine Baufirma beauftragen, die das Dach dann entfernen wird.
Vor dem Amtsgericht Schopfheim wird gegen einen Arzt ermittelt, weil er angeblich falsch abgerechnet hat. Das Verfahren wurde aber bis zu einer Stellungnahme der Bundesärztekammer vertagt.
Dieser Tage feierte Bernhard Kruppa bei der Firma EKATO sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Ruthard Hirschner überreichte ihm als Vertreter der Stadt die Ehrenurkunde des Landes, während EKATO-Geschäftsführer Helmut Gänser den Arbeitsjubilar in einer kleinen Feierstunde würdigte.
22. Mai 2005
In der evangelischen Stadtkirche feiern Frauen und Männer aus der Kernstadt, aus Eichen, Wiechs und Langenau zusammen mit Pfarrer Matthias Weber ihre Goldene Konfirmation.
23. Mai 2005
Der Schopfheimer Stefan Müller beendet nach 12 Jahren als Profi beim SC Freiburg seine Bundesliga-Laufbahn.
Die Antwort von Marion Caspers-Merk, MdB, auf eine Anfrage der Schopfheimer SPD zum Ganztagesschulbetrieb ist ernüchternd. Sie meinte in ihrem Antwortschreiben, dass das Land Baden-Württemberg lange Zeit beharrlich den Bedarf und das Ganztagesschul-Programm blockiert habe. Baden-Württemberg sei das einzige Bundesland, das sich nicht an dem vom Bund zusammen mit der deutschen Kinder- und Jugendstiftung entwickelten Begleitprogramm beteiligt habe. Die ungleiche Verteilung habe allein das Stuttgarter Kultus-Ministerium zu verantworten, so die Staatssekretärin.
24. Mai 2005
Die Zeitungen befragen heute Parteien-Vertreter zu der bevorstehenden vorgezogenen Bundestagswahl, die Bundeskanzler Gerhard Schröder nach dem Wahl-Debakel in Nordrhein-Westfalen ansteuert. Artur Cremans für die SPD meinte, er sei zwar überrascht, dass eine Neuwahl die einzige Möglichkeit sein sollte, auf das Ergebnis in Nordrhein-Westfalen zu reagieren, habe die CDU doch keinerlei Interesse, im Bundesrat mit der SPD zusammenzuarbeiten. Die angekündigte Neuwahl bewertet er als einen politischen Gradmesser, denn die Bürger legten die Richtung fest. Die Wählerschaft habe dadurch Gelegenheit, die Alternativen zu erkennen und sich zu entscheiden. Hoch erfreut ist die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Heidi Malnati, wenngleich die Aussicht, auf die Schnelle einen Wahlkampf zu organisieren, ihr in der Nacht zum Montag den Schlaf geraubt habe. »Wir hatten im Stillen schon damit gerechnet, dass so etwas kommen könnte« - kann sie Schröders Schritt nachvollziehen. »Er hat ja keine andere Wahl, ihm ist jede Unterstützung entzogen worden«, so die Stadtverbandsvorsitzende. Kalt erwischt fühlt sich Ehrenfried Barnet vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Schröders Vorgehen sei Erpressung, ein rein taktisches Manöver, er - Barnet - könne den Schritt nicht nachvollziehen. Wenn tatsächlich sachliche Gründe für eine vorgezogene Neuwahl sprechen würden, hätte es mit dem Koalitionspartner abgesprochen und vor der Landtagswahl angekündigt werden müssen. Peter Neumann, Vorsitzender der F.D.P. Mittleres Wiesental, sieht in der Neuwahl einen Verzweiflungsschritt, der sinnvoll und im Sinne der Bundesrepublik wichtig sei.
Das Schopfheimer Gewerbe bereitet sich auf den Langen Samstag, der mit dem LBS-Beach-Volleyball-Cup auf dem Marktplatz verbunden sein wird, vor. Der Gewerbeverein ist sicher, dass es dadurch einen wahren Run auf die Markgrafenstadt geben wird - nicht nur von Besuchern aus der näheren Region, sondern weit darüber hinaus.
25. Mai 2005
Eine kleine Abordnung von sieben Sportlern der TSG Schopfheim kehrt vom Deutschen Turnfest aus Berlin zurück. Klaus Burger und Karl-Heinz Andris sowie Petra Hauser kehren mit beachtlichen Erfolgen von dieser Großveranstaltung heim.
Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen möglicherweise noch diese Woche die Arbeiten am Bahnübergang Wehrer Straße beginnen. Die Bauzeit ist bis zum 29. Juni vorgesehen.
26. Mai 2005
Die katholische Pfarrgemeinde St. Bernhard feierte erstmals zusammen mit Gläubigen aus Maulburg und anderen Gemeinden der neuen Seelsorge-Einheit das Fronleichnamsfest. Nach dem Gottesdienst führte eine Prozession zum Altar an der Bismarckstraße und von dort wieder zurück über die Adolf-Müller-Straße in den Schulhof der Dr. Max-Metzger-Schule zum zweiten Altar. Vor der Kirche und vor beiden Altären waren schöne Blumenteppiche ausgelegt worden.
27. Mai 2005
Anfang dieser Woche kam es erneut zu Beschädigungen auf Friedhöfen. Von Zeugen war auf dem Fahrnauer Friedhof beobachtet worden, dass an einem Kugel-Ahorn die Rinde großflächig abgeschält worden ist. Der Baum wird dadurch höchstwahrscheinlich eingehen. Auch eine Glasscheibe an der Aussegnungshalle wurde beschädigt.
Ein 19-jähriger Motorradfahrer verliert in einer Linkskurve auf der Strecke nach Gersbach den Halt, kommt von der Fahrbahn ab und prallt gegen einen Baum. Mit dem Rettungshubschrauber wird er nach Basel geflogen.
28. Mai 2005
120 t feinster Sandstrand liegen auf dem Marktplatz, um übers Wochenende die Grundlage für ein Beach-Volleyball-Turnier zu bieten. Urlaubsstimmung am Center Court, auf dem sich die süddeutsche Beach-Volleyball-Elite tummelt, und dies bei herrlichstem Hochsommerwetter. Sieben Spitzen-Teams aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz kamen zum Spektakel, das vom Radio Seefunk übertragen wurde. Sponsoren der Veranstaltung waren die LBS und die Badische Zeitung. Zum Auftakt spielten dann auch gleich Bürgermeister Christof Nitz und Georg Ückert von der Sparkasse gegen Stadtrat Tesfaldet Reda und Sabine Meßmer.
Der Wochenmarkt wird des Beach-Volleyball-Spektakels wegen in die Hauptstraße verlegt. Acht von 24 Marktfahrern kommen jedoch nicht an diesen geänderten Standort.
Feuerwehren aus Schopfheim, Tegernau und Wieslet müssen ausrücken - es brennt auf der Mülldeponie Scheinberg.
Die Kürnberger »Schiibechnechte« ziehen bei der Jahreshauptversammlung Bilanz. Die Vorsitzende, Elke Urban, wird wiedergewählt.
Die Badische Zeitung widmet in einem Interview eine ganze Seite Bürgermeister Christof Nitz und spricht mit ihm über die Kritik an seiner Person und den Diskussionsstil im Gemeinderat.
29. Mai 2005
Hochsommerwetter! Herrlichstes Ambiente beim Beach-Volleyball-Turnier.
Die Feuerwehr lädt zu einem »Tag der offenen Tür« ins Gerätehaus ein. Auch die Jugendfeuerwehr präsentiert sich der Öffentlichkeit und wirbt für sich.
Zahlreiche Tischtennis-Fans kommen in die Friedrich-Ebert-Sporthalle. Der TTC Schopfheim-Fahrnau präsentiert eine Show der beiden tschechischen Top-Spieler Milan Orlowski und Jindrich Pansky.
Der Festakt zur Übergabe des sanierten Hohe-Möhr-Turmes führte zu einem wahren Ansturm auf den Aussichtspunkt. Bei herrlichstem Wetter strömten die Menschen zum Wiesentäler Wahrzeichen.
31. Mai 2005
Die Tiefbauarbeiten in der Mattenleestraße haben begonnen. Nach dem Abbruch der ehemaligen Schreinerei Schneider steht der Nordumfahrung nun nichts mehr im Wege.
Beim ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag wurden 450,- Euro gesammelt, die nun Helfried Heidler für die Schülerhilfe im Dikome in Empfang nehmen durfte. Eine Finanzspritze gab es auch für den Tafelladen. Ingrid Steven konnte ebenfalls 370,- Euro aus einem Benefiz-Konzert von »Jazzpresso« entgegennehmen. Einen weiteren Betrag von 370,- Euro aus dem gleichen Konzert erhielt die evangelische Kirchengemeinde überreicht.
01. Juni 2005
Es geht nicht um den »Großen Knall« - die Ex-Statthalter begründen ihren Rücktritt, wobei heute zu lesen ist, dass sie sich den Schritt nicht leicht gemacht hatten, so Martin Bühler und Wolfgang Lenz während eines Pressegesprächs. Aufgrund der mittlerweile wild ins Kraut schießenden Spekulationen sahen sie sich veranlasst, die Motive für ihren Rücktritt darzulegen, der nicht aus heiterem Himmel erfolgte. Im Vorfeld habe es mehrere Versuche gegeben, mit der Spitze der Narrenzunft ins Gespräch zu kommen. Im Verlaufe der letzten Jahre seien viele einzelne Probleme entstanden, die jetzt das Fass zum Überlaufen gebracht hätten. »Es gibt kein Zurück mehr«, betonen die beiden Sprecher.
»Es war ein ausgezeichneter Erfolg«, zog Bürgermeister Christof Nitz Bilanz über das Beach-Volleyball-Turnier.
»Wir freuen uns über die Kanzler-Kandidatur Angela Merkels« - so die CDU-Stadtverbandsvorsitzende, Heidi Malnati.
In der Ortschaftsratssitzung in Wiechs wird öffentlich beschlossen, dass der Ortsteil auf der Realisierung der Friedhofskapelle beharren wird. Außerdem soll die Friedhofserweiterung nicht auf der bisher vorgesehenen Fläche, sondern auf dem Gelände des Friedhofes des Markus-Pflüger-Heimes erfolgen. Die bisherige Erweiterungsfläche soll als Baufläche verkauft und damit die Erweiterung des Friedhofes und Teilkosten der Friedhofskapelle finanziert werden.
Der Ortschaftsrat Wiechs lehnt auch eine Erweiterung des Flächennutzungsplanes um 2,5 ha im Gewann Hünerboden ab. Es gebe - so die Meinung des Rates - in Wiechs noch genügend Bauflächen.
02. Juni 2005
Der Sportkegelclub Blau-Weiß Schopfheim ermittelt den Stadtmeister - seit dem Brand des Kegelcenters im Oberfeld wie immer in Brombach. Der Vorsitzende, Henrik Steingräber, stellt fest, dass die Beteiligung etwas nachgelassen hat und durfte dann die Stadtmeister in den verschiedensten Disziplinen ehren.
Die ersten Reaktionen auf den Rücktritt der Statthalter-Mannschaft erfolgen über Leserbriefe. Joachim Brokatzky, Ex-Zinkenvogt, meint, die Begründung sei mehr als fadenscheinig.
03. Juni 2005
100 Teilnehmer kamen an die Hülschenmatthalle, um zusammen mit dem Ortschaftsrat und der Arbeitsgemeinschaft »Unser Dorf hat Zukunft« eine Gemarkungsbegehung vorzunehmen.
Die Kleinbauern-Kooperative Dikome/Kamerun und die Stadt Schopfheim feiern 25-jährige Partnerschaft und begrüßen den 69-jährigen Dr. Elias Meboka in der Markgrafenstadt. Klaus Fleck und Helfried Heidler vom Förderverein - und Triebfedern der Partnerschaft - sind mit dem Arzt befreundet. Die Kooperative begeht auf dem Burlington-Areal in Langenau, wo derzeit der Stützpunkt liegt, einen »Tag der offenen Tür« mit vielfältigen Veranstaltungen und wirbt so für die Idee. Helfried Heidler sprach während der Mitgliederversammlung auch davon, dass dies eine tassenweise Entwicklungshilfe sei, in die in Dikome 5.000 Menschen ihre Hoffnung setzten. Der Verein habe 100 Kaffeekunden gewonnen, dies sei aber noch nicht genug. Ziel sei es, 2 t Kaffee pro Monat abzusetzen.
04. Juni 2005
In der Hebelstraße 5 wird die von Rheinfelden nach Schopfheim verlagerte Geschäftsstelle des SKM-Betreuungsvereines eröffnet. Leiter der Schopfheimer Geschäftsstelle ist Andreas Haug.
Die 27. Ausstellung der Fotofreunde in der Sparkasse wird eröffnet. Die diesjährige Schau von Fotografien, die von Sparkassen-Direktor Georg Ückert eröffnet wurde, steht unter dem Thema »Kontraste«. Die 13 Mitglieder der Fotofreunde hatten viel Fantasie aufwenden müssen, um die ausgestellten 49 Aufnahmen zu präsentieren.
Acht junge Sportler erhalten am THG ein Zertifikat, das sie berechtigt, als Schüler-Sportmentoren tätig zu sein.
In einer Zwischenbilanz stellen Vorstand und Fraktion der SPD fest, dass ein gerüttelt Maß an Arbeit wartet und beklagen dabei die hohe Zahl der unerledigten Vorlagen in der Stadt. Sie erwarten ein Konzept zur Solar-Energie. Gefragt wird auch, warum das Gremium der lokalen Agenda mit neu strukturiertem Arbeitskreis nicht wieder aktiviert werden könne.
05. Juni 2005
Die Schwimmbad-Eintrittspreise lassen die Wellen höher schlagen. Während der Bürgermeister die Preise des neuen Betreibers verteidigt, greifen Leserbriefe-Schreiber die Aussagen des Stadtoberhauptes heftig an.
Bei der 50-Jahr-Feier des Kraftsportvereins Gersbach in der Bergkopf-Halle wurde Rückblick gehalten. Das Festbankett, vom Musikverein Harmonie Gersbach eröffnet, erinnerte an sehr viele Gründungsmitglieder. Beigeordneter Ruthard Hirschner dankte den Vereinsmitgliedern und überbrachte die Glückwünsche der Stadt. Ortsvorsteher Ralf Ühlin erwähnte, dass der Kraftsportverein seit seiner Gründung eng in der Dorfgemeinschaft verwurzelt ist. Idealismus und Durchhaltewillen hätten den Verein am Leben erhalten. Carsten Nann und Christfried Weniger präsentierten die von ihnen zusammengestellte Vereinsgeschichte, die die Gründungsversammlung am 22. Mai 1955 im damaligen Gasthaus »Krone« hatte. Max Ühlin war dabei die treibende Kraft.
»Es hätte ruhig etwas besser laufen können«, fasst Stadtmusik-Vorsitzender Peter Bühler das erste zweitägige »Stadtmusik-Spaghetti-Fest« im Festzelt beim Musikhaus am Wiesenweg zusammen.
Die Narrenzunft hatte Generalversammlung, wobei es jedoch keine Diskussionen über den Rücktritt der Statthalter-Mannschaft gab. Eine sachliche Information ohne jede weitere Kommentierung stellte den Wissensdurst der Anwesenden zufrieden. Auf Beschluss des Zunftrates werde man jedoch an der Person des Statthalters als Repräsentanten festhalten, so die Versammlung. Bei dieser Versammlung war es Gerhard Kiefer, Ozume, der einen Rückblick auf das arbeitsreiche Vereinsjahr hielt. Er dankte dabei insbesondere den Zinken und den Wagenbauern. Lob gab es für die Arbeit der Guggemusik »Die Nameloose«. Die verwaiste Position des Zunftmeisters bekleidet nun Ralf Völz. Zunftabendmeister bleibt Jeannot Weißenberger. Für die Pressearbeit wird in den nächsten beiden Jahren Herbert Henkel verantwortlich zeichnen. Mit dem Verbandsorden in Gold wurden Walter Schott und Wilhelm Riehm ausgezeichnet.
Mit einem Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche wird die Opferwoche der Diakonie eröffnet.
Fast 180 Teilnehmer kommen zum Schopfheimer Swim&Run in und ums Schwimmbad. Größtenteils junge Teilnehmer kämpfen um die Plätze. Chef-Organisator Hubert Klemm meinte, dass die Veranstaltung immer mehr zu einer Familienveranstaltung werde, einziger Wermutstropfen hingegen sei der Wechsel des Schwimmbad-Betreibers, mit dem es im Vorfeld einige Missverständnisse gegeben habe. Das Tri-Team als Veranstalter wisse derzeit nicht genau, wie man mit dem privaten Betreiber in Zukunft klarkommen werde, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Über 35 Mannschaften mit einem Teilnehmerfeld von insgesamt über 200 Personen nehmen am Gaudi-Schießen der Wiechser Schützengesellschaft teil. Den Siegern im Mannschaftswettbewerb und in den Einzelwettbewerben winkten am Schluss neben der Ehre auch kleinere Preise. In der Mannschaftswertung landeten die »Strahlrohr-Dompteure« der Freiwilligen Feuerwehr auf dem 1. Platz, während bei den Damen die »Schürebürzler 200« den Sieg davon trugen.
06. Juni 2005
Marcus Walter meint heute in einem Leserbrief, der Rücktritt der Statthalter-Mannschaft sei ein herber Verlust für die Narrenzunft.
Nach den Worten von Bürgermeister Christof Nitz hat der Eigenbetrieb Volkshochschule im vergangenen Jahr hervorragend gearbeitet. Die Einrichtung schließt mit einem Jahresverlust von 6.900,- Euro ab. Ein Problem ist es, dass die Landeszuschüsse zurückgegangen sind und die Stadt im Rahmen der Haushaltskürzungen Zuschussbeträge ebenfalls reduziert hat.
Eine fünfköpfige Delegation kehrt aus der Partnerstadt Ronneby zurück. Gefeiert wurde in der schwedischen Stadt das 300-jährige Jubiläum des Heilbades Ronneby-Brunn. Bürgermeister Christof Nitz, die Fraktionsvorsitzenden Marianne Zabel, Artur Cremans und Wolfgang Bühler sowie von der Stadtverwaltung Klaus Jäckh vertraten die Stadt bei den Feierlichkeiten.
07. Juni 2005
Die BZ macht eine Umfrage bei Schwimmbad-Besuchern und befragt sie zu den neuen Preisen. Die meisten Befragten meinten, sie fänden die Preiserhöhung »nicht so gut«, nur wenige zeigten sich wirklich verärgert.
Das Schwimmbad und seine Preise stand auch im Mittelpunkt der jüngsten Fraktionssitzung der Unabhängigen. Sie kritisieren die Eintrittspreise und empfinden die Pommes-Spende, die als Entschädigung gewährt werden soll, als lächerlich.
08. Juni 2005
Das sechsköpfige Damen-Team, das seit Jahrzehnten die Altennachmittage in Schopfheim gestaltet, will aufhören. Anfang Juli wird im evangelischen Gemeindehaus der letzte Altennachmittag stattfinden, verkündet Dora Wöppel in der Seniorenrunde. Sie ist - wie drei weitere Frauen im Team - seit der Gründung vor 37 Jahren dabei. Neben ihr sind dies Martha Spohn, Ursel Selz, Christa Schulte, Bärbel Rösch und Renate Rozgonyi, die ihre Aufgaben gerne an Jüngere weitergeben würden.
In der Badischen Zeitung ist heute ein Bericht von Monika Bühler aus Wiechs zu lesen, die mit ihrem Pferd im Wald gestürzt war. Das schwer verletzte Pferd hatte zusammen mit der ebenfalls schwer verletzten Reiterin, die zeitweise bewusstlos war, zurück nach Wiechs gefunden. Derzeit sind beide auf dem Wege der Besserung.
Die katholische Kirchengemeinde um Pfarrer Richard Dressel bereitet sich auf das 125-jährige Jubiläum der Kirche vor.
09. Juni 2005
1.000,- Euro spendeten die Unabhängigen an den Schwarzwaldverein zur Renovation des Hohe-Möhr-Turmes.
10. Juni 2005
Die Polizei stellt die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2003/4 vor. Erschreckend daran ist der hohe, über dem Landes- und dem Kreisdurchschnitt liegende Anteil der Jugendlichen, insbesondere der Kinder bis zu 14 Jahren. Eine Erklärung hierfür, so meint der Leiter des Reviers, Bernhard Schlachter, sei kaum möglich.
Die SPD moniert das Vorgehen bei der neuen Preisgestaltung im Schwimmbad. Die Fraktion empfindet es als unverständlich, dass der Gemeinderat zu den Preisen nicht gehört worden ist.
Henrik Steingräber bleibt auch nach der jüngsten Hauptversammlung des Sportkegelclubs Blau-Weiß Vorsitzender. Dafür, dass er bereits 20 Jahre lang als Vorsitzender an der Spitze des Vereines steht, wurde er von seinem Vize, Werner Traichel, geehrt.
11. Juni 2005
Kein Verständnis haben die SPD-Stadträte Artur Cremans und Hans-Jörg Klein für die - wie sie sagen - Endlos-Story beim Bau der zusätzlichen Anbindung an die B317 bei Maulburg. Für eine weitere Überraschung sorgt die Formulierung der Stadtverwaltung, dass sich das Straßenbauamt Bad Säckingen an den Kosten der Hangentwässerung an der B 518 (bei Eichen) nicht beteiligen wolle.
Das Unternehmen Laempe firmiert ab sofort unter dem Namen Laempe und Mössner GmbH. Joachim Laempe und Werner Mössner seien eine strategische Partnerschaft eingegangen, ist heute der BZ zu entnehmen. »Mit dem Eintritt von Werner Mössner hat Joachim Laempe seinen Wunsch-Partner gefunden«, heißt es weiter.
Die im April konfirmierten Jugendlichen überreichten Pfarrer Matthias Weber eine Spende in Höhe von 220,- Euro für ein Projekt in Bagdad.
»Das Glück der Tüchtigen hatten in diesem Jahr die Veranstalter des ,Brunnen-Festes’ in der Altstadt«, so der Bürgermeister. Die Teilnehmerzahl ist inzwischen auf 15 gestiegen. Straßenmusikanten und die Jugendkapelle der Stadtmusik spielten ebenso auf wie das Harmonika-Orchester, Fanfarenzüge und Guggenmusiken.
Die Dinkelberger Landfrauen überreichten dem Schopfheimer Tafelladen eine Spende in Höhe von 1.000,- Euro.
Der Gesangverein Kürnberg feiert mit 100 Sängerinnen und Sängern einen Chorabend in der Ortsteils-Halle. Der Abend selbst wurde durch die Laienbühne mit Sketchen aufgelockert. Zahlreiche Ehrungen nahm der Präsident des Alemannischen Sängerbundes, Horst Sutter, während dieser Veranstaltung vor. Er zeichnete Ernst Reichert aus Kürnberg für 65 Jahre aktiven Chorgesang mit dem Ehrenteller des Deutschen Sängerbundes aus. Für 50 Jahre wurde Walter Keller zum Ehrenmitglied des Badischen Sängerbundes ernannt. Dieselbe Ehrung erfuhr Renate Greiner, die auch noch den Gersbacher Gesangverein dirigiert.
Eine ganze Nacht lang erklang in der evangelischen Stadtkirche Kirchenmusik im Rahmen der »Klingenden Kirche«. Organisiert wurde dies von Christoph Bogon.
12. Juni 2005
Bei herrlichstem Wetter findet die diesjährige Motocross-Veranstaltung auf der Rennstrecke oberhalb der Sengelen statt. Seit 40 Jahren veranstaltet der MSC dieses Rennen und auch dieses Jahr ist wieder eine Menge Spektakel mit dabei.
Martin Schmidt und sein Trio gastieren in der neuen Reihe »Jazz im Museumskeller«. »Ein außergewöhnliches Konzert«, weiß der Rezensent über den Abend zu berichten.
Die Dr. Max-Metzger-Schule feiert im Schulhof ihr diesjähriges Schulfest. Unter dem Motto »Langeweile gibt es nicht« freuen sich Kinder und Eltern über diesen gelungenen Aktionstag.
13. Juni 2005
Der Gemeinderat beschäftigt sich mit den neuen Kindergartengebühren, die der Bürgermeister jedoch verteidigt. Er meinte in einer sehr emotionalen Darstellung auch, dass er sich die Art der Diskussion, wie sie in den letzten Wochen in der Öffentlichkeit geführt worden sei, nicht mehr gefallen lasse. Die Angriffe auf ihn und die Verwaltung, betont er weiter, seien nicht in Ordnung. Er räumt zwar ein, dass er es versäumt habe, den Gemeinderat über die Änderung der Preisstrukturen zu informieren, andererseits stehe es ihm als Bürgermeister zu, über Vertragsdetails selbst zu entscheiden.
Der Bürgermeister ehrt Gemeinderäte und Ortschaftsräte für langjähriges öffentliches Engagement. Seit 35 Jahren ist Karl Selz als Stadtrat tätig, und dies von 1968-1993 und wiederum von 1994 bis heute. Der SPD-Fraktionsvorsitzende, Artur Cremans, wurde für 25 Jahre geehrt, er ist seit 1980 im Stadtrat. Für 25 Jahre Tätigkeit im Ortschaftsrat erhielten Rolf Strohm und Ino Hodapp eine Auszeichnung. Weitere Auszeichnungen erfolgten für 20-jähriges Engagement im Gemeinderat oder Ortschaftsrat.
Während der Gemeinderatssitzung werden Blutspender geehrt. Es gab zahlreiche Ehrungen für 10-maliges Blutspenden, für 25-maliges Blutspenden und gar die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl 50. Diese hohe Ehrung durften Susanne Hagen und Rosemarie Hein aus den Händen des Bürgermeisters und vom DRK-Ortsvorsitzenden, dem Beigeordneten Ruthard Hirschner, entgegennehmen.
14. Juni 2005
130 von 132 Teilnehmern bestanden die Abschlussprüfung an den kaufmännischen Schulen in Schopfheim. Vier Absolventen erhielten einen Preis und 36 wurden belobigt. Dies bezeichnet Schulleiter Bernhard Stockmar als großartige Leistung.
Der Kindergarten in Eichen erhält vom Alemannischen Sängerbund eine Auszeichnung für beispielhafte musikalische Grundausbildung.
Zusammen mit den Autorinnen und Autoren wird das 20. Jahrbuch der Stadt Schopfheim im Rathaus-Saal vorgestellt. Bürgermeister Christof Nitz würdigt das Werk, für das seit 20 Jahren Klaus Strütt verantwortlich ist, und dankt allen Autorinnen und Autoren. Zur Vorstellung wurden auch Autoren des ersten Jahrbuches eingeladen. Markus Manfred Jung sprach dem Jahrbuch bleibenden Wert für künftige Generationen zu, jedenfalls könne man sich Schopfheim als Kulturstadt ohne diese echte Tradition gar nicht vorstellen. Bürgermeister Christof Nitz äußert die Hoffnung, dass das Jahrbuch trotz finanziell schlechter Zeiten weiterhin erscheinen kann.
15. Juni 2005
Vor einigen Tagen las Karl-Heinz Ott zum zweiten Mal in der Buchhandlung Uehlin. Der in Freiburg lebende Autor las aus seinem Buch »Endlich Stille« vor zahlreichem Publikum.
Marlies Jung-Knoblich von der Badischen Zeitung meint heute in ihrem Kommentar: »Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam die Standpauke des Bürgermeisters am Montag an die Gemeinderäte. Von vornehmer Zurückhaltung kann keine Rede mehr sein«. Überraschend sei gewesen, dass der verbale Schuss unbeantwortet geblieben sei, meint sie weiter. »Wie vom Nitz getroffen« hüllten sich die Gemeinderäte trotz der massiven Attacken in Schweigen.
Der erste Storch nächtigt in diesem Jahr auf dem Turm der Alten Kirche St. Michael.
Jahreshauptversammlung beim Kunstverein. Der Vorsitzende, Prof. Hans Theo Baumann, will den Vorsitz noch ein Jahr führen. Ab 2006 wird er dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Erneut beklagt er, dass er sich in seiner Arbeit mehr Unterstützung von der Stadt erhofft habe. Geschäftsführerin Inge Hemberger gibt den Jahresrückblick und verweist insbesondere auf die Ausstellung zum 80. Geburtstag von Hans Theo Baumann in der Kulturfabrik. Sie bedankte sich für die Bereitstellung der Räume durch die Stadt.
16. Juni 2005
Bei der Firma Rietschle Thomas werden langjährige Mitarbeiter geehrt. 10 Mitarbeiter sind 25 Jahre beim Unternehmen. Geschäftsführer Dieter Rietschle meinte, die Jubilare in der Gießerei seien »Männer der ersten Stunde«, die mitgeholfen hätten, die Leichtmetall-Gießerei richtig zum Laufen zu bringen. Es sind dies Hans-Jörg Lenz, Giovanni Olivieri, Paolo Arato, David Muto und Roland Pfeifer. Weiter wurden geehrt Walter Arnold, Karl-Heinz Schleith, Joachim Meier und Klaus Runzi. Der Vorsitzende des Betriebsrates, Ralf Kurz, der sonst immer unter den Gratulanten war, gehörte dieses Mal selbst zu den Jubilaren. Die Glückwünsche des Betriebsrates überbrachte bei dieser Feierstunde der Stellvertretende Vorsitzende, Reinhold Hagist.
17. Juni 2005
Aufatmen in Schopfheims Teilorten: Die Rathäuser sollen nicht mehr verkauft werden, erklärt Bürgermeister Christof Nitz. Allerdings bedarf es noch eines formellen Gemeinderatsbeschlusses hierzu.
In Gersbach ist Bürgerversammlung zum Thema »Campingplatz«. Eine große Zahl von interessierten Gersbacherinnen und Gersbachern kommt, um den Ausführungen von Dr. Winfried Heinzler zuzuhören. Lothar Schwesyg argumentierte in der Versammlung gegen den Campingplatz und sah erhebliche Einschränkungen für den Ort. Bürgermeister Christof Nitz stellte die Vorteile eines Campingplatzes heraus und meinte, eine derartige Einrichtung würde die Infrastruktur des Ortes erheblich stärken.
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch weilt in Schopfheim, um jungen katholischen Christen das Sakrament der Firmung zu spenden. Seit November hatten sich die jungen Menschen auf diesen Tag vorbereitet.
18. Juni 2005
Die Badische Zeitung startet eine Umfrage bei den Fraktionsvorsitzenden nach der deutlichen Kritik des Bürgermeisters an der Diskussionskultur im Gemeinderat. Marianne Zabel findet, dass es notwendig gewesen sei, wie der Bürgermeister reagiert habe, dennoch müsse man zusehen, dass die Wogen wieder geglättet werden. Es müsse ein Konsens gefunden werden, damit eine vernünftige Arbeit zustandekomme, meint sie weiter. Alles hänge vom Ton der Kritik ab, sagt Artur Cremans, SPD, sie müsse sachlich sein und sich am Problem orientieren, dürfe aber Personen nicht verunglimpfen. Die SPD fühle sich von der Kritik nicht betroffen. Der Bürgermeister müsse schon damit rechnen, dass er kritisiert werde, merkte Karl Selz von den Unabhängigen an. Er habe das Thema »Schwimmbad-Preise« schlecht behandelt und am Stadtrat vorbei gearbeitet. In Schopfheim - so der Fraktionsvorsitzende - herrsche ein rauerer Wind als in anderen Kommunen. Zum größten Teil für berechtigt hält Wolfgang Bühler von den Freien Wählern die Nitz’sche Reaktion. Inhaltlich stehe er voll dahinter. Jörg Rittweger von der Bürgerliste meinte, es sei ein verbaler Rundumschlag gewesen und bestätige den Eindruck einer Hinterzimmer-Demokratie, in der nur im kleinsten Kreis entschieden werde. »Wer schimpft, der schimpft sich selber aus«, resümiert Michael Straub von den GRÜNEN.
Der Generalbevollmächtigte der Firma AFT, Gerhard Brutschin, nahm dieser Tage den »Volkswagen Group Award 2005« entgegen. Der Volkswagen-Konzern zeichnete das Unternehmen in der Kategorie »Unternehmerische Leistung« für besonders flexible Zusammenarbeit und für außergewöhnliche Innovationen aus. Bei der Verleihung war auch der VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder neben andern Spitzen-Managern des Unternehmens dabei.
Grundsätzlich zufrieden mit der »Klingenden Kirche«-Nacht zeigt sich Christoph Bogon. Der große organisatorische Aufwand hat sich - so der Kantor - gelohnt. Ausschließen möchte er eine Wiederholung für die Zukunft nicht, obwohl dies sicherlich nicht bereits nächstes Jahr der Fall sein wird.
Die Gersbacher Holz-Tage werden durch Landwirtschaftsminister Peter Hauk in Anwesenheit von Staatssekretärin Marion Caspers-Merk, SPD, des Landtags-Abgeordneten Rainer Stickelberger, ebenfalls SPD, sowie des Landrates eröffnet. Diese Holz-Tage in Gersbach werden von der Wirtschaftsregion Dreiländereck-Hochrhein, der Privatwaldbetriebsgemeinschaft Gersbach und der Gersbacher Ortsverwaltung veranstaltet.
Der Prospekt der Ferienregion »Südwärts« erhielt beim Wettbewerb »Goldene Windrose«, bei dem jährlich etwa 1.000 touristische Neuerscheinungen bewertet werden, einen vielbeachteten 17. Platz und wurde in Hamburg dafür ausgezeichnet.
19. Juni 2005
Freude bei Groß und Klein war zu spüren bei der Dorf-Olympiade der Turnerschaft Langenau im »Löwenzahn-Stadion«. Trampolin-Springen, Bogenschießen, Dreikampf-Parcours und vieles mehr trug zur sportlichen Betätigung und Belustigung bei. Das Volleyball-Feld war ständig umlagert, aber auch Tennis wurde gespielt.
Das Schularten-übergreifende Projekt »La mer«, an dem sich das THG, die Friedrich-Ebert-Schule und die Montfort-Realschule Zell beteiligten, findet viel Beachtung in den Schopfheimer Schulen und bei den Eltern. Die Besucher waren von dem Experimental-Charakter des Projektes ebenso begeistert wie die Initiatorin Birgit Barth, die mit dem Ergebnis sehr zufrieden war.
20. Juni 2005
In den Morgenstunden wird die Stadt durch Hubschrauberlärm geweckt. Die Polizei verfolgt einen Gewalttäter seit Sonntagnacht, der zunächst im Haus am Wiesenweg, später auf seine Freundin im Auto geschossen hatte. Die alarmierte Polizei leitete eine Großfahndung ein und fand den Täter schließlich mit Hilfe des Helikopters vom BGS und einer Wärmebild-Kamera in einem Schuppen in Eichen.
Der Gemeinderat diskutiert in öffentlicher Hauptausschusssitzung über die Kindergarten-Bedarfsplanung und sichert dabei den Kindergarten in Eichen. Obwohl derzeit noch Überbelegungen da sind, beschließt der Gemeinderat, ab 2006 endgültig nur 23 Kinder pro Gruppe aufzunehmen. Trotz vehementen Protests des Waldorf-Kindergartens am Eisweiher wird dessen von Hausen nach Schopfheim verlagerte zweite Kindergartengruppe nicht in die Bedarfsplanung aufgenommen. Kritisch äußert sich auch Langenaus Ortsvorsteher, Hans Weinbrechtinger, weil Kinder aus Langenau im Ortsteil selbst keinen Platz erhalten werden. Bürgermeister Christof Nitz stellte dabei deutlich heraus, dass die Berechnungsgrundlage auf der Basis der Gesamtstadt und nicht von Teilorten oder Wohnbezirken erstellt worden sind. Es sei verständlich, dass Eltern ihre Kinder am liebsten in den nächstgelegenen Kindergarten schicken würden. »Wir können aber deshalb nicht an einem Ort einen Kindergarten neu bauen und an einem andern einen Kindergarten schließen«, so der Bürgermeister weiter. Die Diskussion im Rat wurde von einer großen Zuhörerschaft verfolgt.
21. Juni 2005
In der Bau- und Umweltausschusssitzung des Gemeinderates wird nun beschlossen, was zuerst vertagt worden war. Auf einigen städtischen Gebäuden sollen Foto-Voltaik-Anlagen errichtet werden. Aus diesem Anlass werden verschiedene Firmen ihre Möglichkeiten in der nächsten Sitzung vorstellen. Außerdem wird sich die Stadt mit anderen alternativen Energien noch im Juli in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen und hierzu führende Persönlichkeiten aus dem Land einladen.
Der Kulturring muss das Schauspiel »Der Glöckner von Notre-Dame«, das diese Woche in der Stadthalle aufgeführt werden sollte, absagen. Kulturamtsleiter Klaus Strütt kann es nicht verantworten, dass einem 24-köpfigen Schauspiel-Ensemble nur 50 Besucher gegenüber sitzen.
Ein 19-jähriger Schopfheimer ist dieser Tage beim nächtlichen Bad in einem Kanal im Elsass ertrunken.
22. Juni 2005
Die Schopfheimer Firma EKATO Rühr- und Mischtechnik hat ihren Umsatz von 96 Mio. Euro nicht nur um 20% gegenüber dem Vorjahr gesteigert, sondern ist inzwischen in ihrem Bereich auch Weltmarktführer. Diese Information gaben die Geschäftsführer Helmut Gänser und Dr. Christian Watzelt während einer Regional-Pressekonferenz.
Hochbetrieb herrschte am vergangenen Wochenende beim Schäferhunde-Verein Schopfheim-Langenau. Zufrieden zeigt sich der Vorsitzende, Michael Reimann, mit den gezeigten Leistungen und Prüfungen, denen sich 19 Hundeführer mit ihren Vierbeinern stellten.
23. Juni 2005
Eine frisch gebackene junge Theatertruppe am THG mit dem Namen »Junges Theater Kugelfisch« führt am Wochenende im Musiksaal des Gymnasiums Friedrich Dürrenmatts Komödie »Romulus der Große« auf.
24. Juni 2005
Wegen Platzproblemen wollten die Katholiken ihre Firmung vom vergangenen Wochenende eigentlich in der evangelischen Stadtkirche feiern, ist heute in der BZ zu lesen. Pfr. Richard Dressel erklärte, dass die evangelische Kirchengemeinde auch gastfreundlich gewesen wäre und den katholischen Gläubigen ihre Kirche zur Verfügung gestellt hätte. Doch damit konnte sich die Diözese in Freiburg »aus grundsätzlichen Erwägungen« nicht anfreunden. Aus diesem Grund muss die Firmung nun in mehreren Etappen in Schopfheim, Hollstein und Hausen erfolgen.
Mancher Schopfheimer blickt zum Himmel. Gemütlich zuckelt ein Starr-Luftschiff über die Markgrafenstadt hinweg.
Mit der mündlichen Abitur-Prüfung geht die diesjährige Reifeprüfung am THG zu Ende. Alle 74 Schülerinnen und Schüler haben das Abitur bestanden und die allgemeine Hochschulreife zuerkannt bekommen. Insgesamt 16 haben eine Eins vor dem Komma, der Notendurchschnitt liegt bei 2,3.
In der Gersbacher Ortschaftsratssitzung ist zu erfahren, dass die Kassenärztliche Vereinigung sechs interessierte Ärzte ermittelt hat, die im Ortsteil Sprechstunden abhalten wollen. Dr. Boedeker aus Todtmoos wird am 5. Juli zum ersten Mal eine Sprechstunde halten.
25. Juni 2005
Vor einigen Tagen trafen sich Raitbacher Senioren bei einem Ausflug an den Bodensee mit dem ehemaligen evangelischen Pfarrer von Hausen-Raitbach, Ehemann, der Raitbach von 1968 bis 1976 betreute.
Zwei Forst-Lehrlinge aus Hasel und Weil am Rhein übergaben zusammen mit ihrem Ausbilder dem Raitbacher Ortsvorsteher Karl-Frieder Oswald eine Sitzgruppe aus Douglasienholz für den Platz bei der Festhalle.
Die Stadtverwaltung will - wohl zur Sanierung des Haushaltes - das Hirtenhaus in der Altstadt verkaufen. Das Haus war von 1974 an Heimatmuseum und dient heute dem Museum als Büro und Magazin. 100.000,- Euro will die Stadt dafür mindestens erlösen.
Mit einem »Mittelalter-Erlebnis« gibt das Museum ein Museumsfest und eine Museums-Nacht, die erst nach der Geisterstunde endet. Zahlreiche Besucher kommen, um sich durch das Museum und die dortigen Ausstellungen führen zu lassen. Sehr gut besucht war das Konzert von »Minnest(h)rone« in der Alten Kirche St. Michael, bei dem dieses Ensemble Musik des Mittelalters zur Freude der Zuhörer vortrug. Ein Museumsfest war es, das die Lebendigkeit einer solchen Institution zum Ausdruck bringt. Um Mitternacht zogen zusammen mit Klaus Millmeier, der als Bauer verkleidet und mit Mistgabel und Fackel »bewaffnet« war, 100 Personen durch die dunklen Gassen der Altstadt. Millmeier erzählte unheimliche Geschichten von alten Häusern. 300 Besucher nutzten den Tag, um sich im Museum zu erfreuen.
Junge Fußballer treffen sich auf dem Sportplatz im Oberfeld zu einem Trainingscamp unter der Fahne von Intersport.
26. Juni 2005
Die katholische Pfarrei St. Bernhard feiert mit einem Gottesdienst und einem Empfang das Kirchweihfest. Nach dem festlichen Gottesdienst, in dessen Mittelpunkt Domkapitular Peter Kohl über die »lebendigen Steine« sprach, stand ein Empfang zum 125-jährigen Bestehen von St. Bernhard an. 1880 wurde die Weihe der Pfarrkirche vorgenommen. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ewald Schulz konnte zahlreiche Gäste von Kirche, Schule und Politik sowie Vertreter aus sozialen Einrichtungen begrüßen. Willkommen heißen durfte er Schwester Gerburga von der ehemaligen Schopfheimer Schwesternstation, die auch ihre 40-jährige Profess feierte. Unter den Gästen befand sich auch der frühere Pfarrer der Markgrafenstadt, Felix Baumann. Pfr. Dr. Michael Hoffmann von der evangelischen Kirchengemeinde bestätigte die lebendige Ökumene und meinte, beide Kirchen sprächen mit einer Stimme. Er schenkte Pfarrer Dressel eine Orgelpfeife mit einem E-Ton - das E stehe für Einheit und Einigkeit. Die Kooperation zwischen Stadt und katholischer Kirchengemeinde gestalte sich unproblematisch, erklärte Hans-Jörg Klein in Stellvertretung von Bürgermeister Christof Nitz. Die Grüße der Schulen überbrachte Wolfgang Gabriel als Geschäftsführender Schulleiter.
Bei herrlichstem Sonnenschein, wunderbarem Sommerwetter feiert der Musikverein Fahrnau unter dem Schattendach der Schillerlinde in Fahrnau sein zweitägiges »Waldfest«.
Seit 30 Jahren besteht das evangelische Gemeindezentrum in Langenau. Dies war für die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde ein guter Grund, das Jubiläum mit einem Festgottesdienst und einem Gemeindefest zu feiern. Musik- und Gesangverein des Ortes gestalteten den Gottesdienst. Nach der Predigt wurde der langjährige Kirchengemeinderat und Kirchendiener Rolf Rümmele für seine 50-jährige aktive Mitarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde mit dem goldenen Kronenkreuz der Landeskirche und einer Urkunde ausgezeichnet.
Während des Sonntagsgottesdienstes führten die Kleinsten des Kindergartens im Lus das Musical »Zachäus« in der evangelischen Stadtkirche auf.
29. Juni 2005
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde ehrt Rektor Reinhold Fetscher an der Fahrnauer Grundschule seine Kollegin Wintrud Martensen für 25-jährigen Schuldienst. Über Schömberg bei Rottweil, Neuenburg, Bad Säckingen und Zell-Gresgen kam die Pädagogin 1989 an die Fahrnauer Grundschule, wo sie seither unterrichtet.
In aller Frühe sorgen die Abiturienten bei den restlichen Schülern des THG für Aufregung. Man empfing sie mit einer Abkühlung. Den Wasserschwällen gaben sich die Jüngeren bei der Hitze gerne hin, später spielte eine Band der 13er und der bunte Reigen von Spielen zum Abschluss des Schulalltags, auch mit den Lehrern, begann.
30. Juni 2005
Der Bürgermeister sieht keinen Bedarf für eine Sondersitzung, wie sie von der SPD zur Altstadtsanierung beantragt worden ist. Es gebe noch einige Dinge abzustimmen, so der Bürgermeister, dies könne aber in einer regulären Sitzung erledigt werden.
Gerold Schmidt begrüßte etliche Mitglieder des Fördervereines in Kürnberg. Die Sitzung hatte den Auftrag, den Verein endgültig aufzulösen. Ortsvorsteher Siegfried Schmidt sprach dem Förderverein nochmals ein großes Dankeschön für sein Engagement aus, insbesondere hob er dabei Ursula Flemming hervor. Er bedauerte zwar die Auflösung des Vereines, meinte jedoch, beim Bürgersaal-Bau habe gerade diese Gruppierung sehr viel Initiative gezeigt und für das Dorf gearbeitet.
Anneliese Brändle, die gute Seele des Schopfheimer Senioren-Tanzes, freut sich nicht nur über den guten Besuch, sondern muss auch Erika Weggler, die 15 Jahre lang aktiv mitarbeitete, verabschieden. Frau Weggler erhielt zum Dank neben einem Gedicht-Vortrag einen Blumenstrauß.
01. Juli 2005
Der Kulturring kämpft mit sinkenden Abo- und Zuschauerzahlen. Die vergangene Spielzeit brachte finanzielle Einbußen, da nicht alle geplanten Veranstaltungen durchgeführt werden konnten. Beispielsweise mussten der »Glöckner von Notre-Dame« und der »Raub der Sabinerinnen« abgesagt werden. Außerdem - so der Geschäftsführer des Kulturrings, Klaus Strütt - waren es 1.000 Besucher weniger bei den Veranstaltungen. In der kommenden Spielzeit, deren Spielplan vorgestellt wurde, wird es aus finanziellen Gründen erstmals kein Konzert geben.
Der VR-Bank-Aufsichtsratsvorsitzende, Immo Leisinger, meint bei der Vertreterversammlung: »Seit der Fusion haben wir eine tolle Bilanz«. Alle 117 Vertreter, die in die Stadthalle gekommen waren, genehmigten dann auch einstimmig den Jahresabschluss und den Bilanzgewinn 2004, der sich auf 480.000,- Euro beläuft. Die Bilanzszumme stieg um 1,5 % auf 283,5 Mio. Euro. Die Bank habe ihre Stellung am Markt weiter verbessert, betont der Bankvorstand, Bernhard Schlageter, und Vorstand Günther Heck zeigte sich mit dem Abschluss sehr zufrieden. Mit der silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes wurde Claus Faller geehrt, der nach 24 Jahren aus dem Aufsichtsrat der Bank ausscheidet.
In der nächsten Gemeinderatssitzung soll sich das Gremium mit einer abgespeckten Version der THG-Ganztagesschule beschäftigen. Eine Vorlage hierzu ging dem Rat für die nächste Sitzung zu. Am vergangenen Wochenende sind Inserate in den Tageszeitungen publiziert worden, mit denen die Stadt Schopfheim das ehemalige Museum (Hirtenhaus), das derzeit als Büro und Magazin genutzt wird, zum Verkauf anbietet. Bürgermeister Christof Nitz meinte der BZ gegenüber, es werde entsprechend den Haushaltskonsolidierungen zunächst nur erkundet, ob Interesse für das historische Haus vorhanden sei, um nicht im luftleeren Raum zu diskutieren.
Der Langenauer Tennisclub feiert das Richtfest für sein erweitertes Clubhaus. Zur Richtfest-Feier begrüßte der Vorsitzende, Manfred Schnell, den Schopfheimer Bürgermeister Christof Nitz und den Ortsvorsteher des Ortsteils, Hans Weinbrechtinger.
Wilde Ritterspiele, spektakuläre Szenen zwischen Rittern, Knappen und einer waschechten Amazone mit ihren edlen Rössern sind während einiger Tage in Gündenhausen zu bewundern.
Ein Jahr Mittagsgebet in der Alten Kirche St. Michael. Dieses kleine Jubiläum wird miteinander begangen.
02. Juli 2005
Eine 10-köpfige Delegation aus Kleinmachnow ist derzeit bei der evangelischen Kirchengemeinde in Schopfheim zu Gast.
Aus dem Markgräfler Tagblatt ist heute zu entnehmen, dass Fachbereichsleiter Klaus Strütt im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen möchte und nun im Rathaus bereits intensiv Überlegungen angestellt werden, wie eventuell sogar das gesamte Rathaus neu organisiert werden könnte.
Der 11. Sommermarkt des Gewerbevereines in der Schopfheimer Innenstadt war begleitet von idealstem Wetter - nicht zu heiß, aber dennoch trocken, so Hauptorganisator Wolfgang Lenz. Bis 19 Uhr war die Innenstadt bevölkert von vielen Menschen, die sich die gemütliche Atmosphäre beim Kaufen, Spielen, Sichunterhalten und Essen nicht entgehen lassen wollten.
73 Abiturienten feiern in der Stadthalle ihr Abi-Fest. Direktor Wolfgang Stocker und seine Stellvertreterin, Birgit Müller, durften dann auch an einige Absolventinnen und Absolventen Preise überreichen. So erhielten Lena Schäfer und Sara Schleiferböck eine Auszeichnung für das beste Abi-Zeugnis. Frauke Kleinedler erhielt den Sozialpreis und wiederum Lena Schäfer den Apollinaire-Preis für Französisch, Monika Jantzen im Fach Deutsch den Scheffel-Preis und Michael Volz die Schnabel-Medaille für Geschichte. Marco Stockmar und Leonhard Buchty erhielten einen Preis in Physik und Marco Stockmar zusätzlich noch den Ferry-Porsche-Preis für Mathematik und Naturwissenschaften. Während des Abi-Festes in der Stadthalle mussten die Lehrer noch allerlei Schüler-Schabernack über sich ergehen lassen.
Enkenstein enthüllt bei einem kleinen Dorffest ein neues Wahrzeichen: Am Ortseingang stehen ein Holzstamm und ein Stein. Beide zusammen ergeben den Namen »Enkenstein«. Der neue Blickfang, geschaffen von Bildhauer Dieter Scheurer, sei das schönste Ortsschild im Wiesental, wie ein Bürger aus Enkenstein bemerkte.
Ideales Wetter, hochkarätiger Reitsport und ein fantastisches Rahmenprogramm bestimmen das Reit-Turnier in den Sengelen während dreier Tage. Das Turnier selbst stand unter dem Motto »Schweiz«.
Nach Ende des Sommermarktes geht es mit frohem Feiern und Festen weiter, denn die Stadtmusik hatte den Marktplatz zum Festplatz umgebaut. Zusammen mit Musikern aus vielen Vereinen wird das »Linden-Fest« abgehalten.
Bei herrlichstem Sonnenschein feiern Eltern und Schüler der Grundschule Langenau ihr Sommerfest.
03. Juli 2005
Ideales Wetter und viele Besucher bilden den äußeren Rahmen für ein wunderschönes Sommerfest, das die Bewohner und die Gäste des Markus-Pflüger-Heimes in Wiechs feiern. Auch Landrat Walter Schneider war Gast.
Ein erneutes Traktor-Treffen in Wiechs zieht zahlreiche Freunde alter Zugmaschinen auf den Dinkelberg.
Mit dem ehemaligen Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Schopfheim, Roland Maria Stangier, wird der Orgelsommer in der Stadtkirche eröffnet. Stangier wirkt seit 11 Jahren als Professor für Orgelspiel und Orgel-Improvisation an der Folkwang-Schule in Essen.
Insgesamt 40 Teilnehmer aus sieben Vereinen stellen sich beim Hundesportverein Schopfheim-Fahrnau einem Hundesport-Kreisgruppenturnier. Es gilt dabei einen Vierkampf zu bestehen.
06. Juli 2005
Nach zweijähriger Vorbereitung erhielt das Kreiskrankenhaus Schopfheim heute die Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000. Stolz auf diese Zertifizierung sind neben dem Krankenhausverwalter Joachim Tempel der Personalratsvorsitzende, Peter Kapitz, und die Qualitätsmanagement-Beauftragte, Alexandra Kapitz.
Für das Projekt »Grünes Klassenzimmer« in Wiechs durfte die Grundschule des Ortsteils vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum einen Preis, der zum Thema »Schulgarten und Schulumfeld in Baden-Württemberg« ausgeschrieben worden ist, entgegennehmen. Der 1. Preis in diesem Landeswettbewerb wird in Kürze überreicht.
Eine Ära geht zu Ende: Nach 37 Jahren findet der letzte Altennachmittag, der jeden ersten Mittwoch im Monat wechselweise im evangelischen oder katholischen Gemeindehaus organisiert worden ist, statt. Dora Wöppel, die von Anfang an dabei war, wird mit vier weiteren Kräften verabschiedet. Pfr. Dr. Michael Hoffmann und Pfr. Richard Dressel würdigen mit Worten des Dankes das ehrenamtliche Engagement und äußern die Hoffnung, dass es in Zukunft wieder etwas Ähnliches geben werde. Als wichtige Stütze dieser Nachmittage wird auch Renate Rozgonyi gedankt und verabschiedet. Sie hat in den letzten Jahren mit ihren beiden Kindern Katharina und Christian viele Nachmittage musikalisch begleitet und bereichert.
07. Juli 2005
Soll das Schopfheimer Schwimmbad verlagert werden? Jedenfalls schreibt das MT heute über die Änderungen des Flächennutzungsplanes, die am kommenden Montag im Gemeinderat behandelt werden: »Nach den neuesten Planungen zum Flächennutzungsplan wird im Lus Grünfläche für die Anlage eines Schwimmbades mit Hallenbad ausgewiesen«. Dort soll mit der Nachbargemeinde Maulburg die gemeinsame Realisierung erfolgen. Ob dies allerdings soweit kommt, ist noch völlig unklar. Bürgermeister Christof Nitz betont der Zeitung gegenüber: »Wir wollen einfach grundsätzlich klären, ob so etwas möglich ist. Ob das zukunftsweisende Projekt zu realisieren sein wird, bleibt abzuwarten«. Im Flächennutzungsplan soll die Fläche aber gesichert werden. Ende des Monats fänden auch noch Gespräche mit den Gemeinden der Tourismus-Gemeinschaft »Südwärts« statt, um zu klären, inwieweit alle Gemeinden ins Boot zu holen wären.
23 Schüler der Waldorfschule haben die Reifeprüfung bestanden. Bei zwei Schülern steht eine Eins vor dem Komma. Der Durchschnitt der Reifeprüfung liegt bei 2,7.
Die Unabhängigen lehnen in ihrer Fraktionssitzung Verlagerungspläne für Sportplatz und Schwimmbad ab. Karl Selz warnt die Verwaltungsspitze davor, sich mit solchen »Luftschlössern« zu beschäftigen.
Dieser Tage besuchte der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger, SPD, die vhs in Schopfheim. Er will sich dafür einsetzen, dass die Landeszuschüsse auf fünf bis zehn Jahre hinaus gesichert werden.
Gut besucht war die Last-minute-Lehrstellen-Börse, die die IHK Hochrhein-Bodensee in Schopfheim anbot. IHK-Ausbildungsberater Rainer Reisgies rechnete mit bis zu 200 Lehrstellen-Suchern. Dem stehen noch 105 Ausbildungsplätze gegenüber.
08. Juli 2005
Zum Jubiläumsjahr 2007 soll in Eichen ein Dorfmuseum fertiggestellt sein und zugänglich werden. Ortschaftsrat Hans Schwald, zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises »Unser Dorf hat Zukunft«, berichtet über das weitere Vorgehen und meint, er wäre um ein paar zusätzliche Helfer froh.
Der CDU-Vorstand will über das Thema »Kindergärten« diskutieren. Neues Familienbewusstsein soll geweckt werden. Dabei stellt sich die Frage, was für die Stadt finanziell machbar ist und wie sich die Eltern künftig mit einbringen müssten. Heidi Malnati äußerte die Überzeugung, dass die Stadt etwas für junge Familien tun muss.
09. Juli 2005
Ein gelungenes Debüt feiern die »VokaLiesen« bei der Marktmusik in der Alten Kirche St. Michael.
Unzufrieden zeigt sich erneut Enkensteins Ortsvorsteher Rainer Strittmatter mit einer Entscheidung des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft. Die Ortschaftsräte des Ortsteiles hatten darum gebeten, zunächst eine Momentaufnahme zu machen und dann alle Vierteljahre Bodenproben zu nehmen. Damit sollte geklärt werden, ob die Anlieferung von Schlacke aus Basel problemlos erfolgt. Die Abfallwirtschaft teilte nun mit, dass sämtliche Auflagen erfüllt würden. Zusätzliche Bodenproben seien nicht nötig. Rainer Strittmatter ist davon überzeugt, dass »die einfach nur Angst vor dem haben, was sich aus den Bodenproben ergeben könnte«.
Am Montag wird sich der Gemeinderat mit dem Flächennutzungsplan zu beschäftigen haben. Johannes Kehrn schreibt heute in einem Leserbrief, solche Vorlagen seien eine Zumutung und führt dabei eine in Wiechs vorgesehene Wohngebietserweiterung an.
Während die einen sich darüber mokieren, dass zwischen Maulburg und Schopfheim im Flächennutzungsplan Gelände für ein neues Schwimmbad ausgewiesen wird, meint heute André Hönig in der Badischen Zeitung, dass es sich dabei um einen »Tagtraum mit Weitsicht« handle, und ergänzt, was eigentlich falsch daran sei, eine langfristige Vision zu entwickeln. Auch Maulburgs Bürgermeister Jürgen Multner hält die Idee für eine Option für die Zukunft. Steinens Bürgermeister Rainer König winkte für ein gemeinsames Bad bereits ab; ähnlich sieht es auch Zells Bürgermeister, Rudolf Rümmele. »Bei uns hat mit Sicherheit das eigene Bad Priorität«, führt er aus. Über »Waldorfpädagogik - Chancen und Risiken« diskutieren Teilnehmer der Landestagung des Evangelischen Bundes, Waldorfpädagogen und interessierte Bürger in einer Podiumsdiskussion.
Enkenstein feiert das 5. Dorffest. Am Abend spielt im Maiberg-Saal die Stubenmusik Wieslet auf. Volksmusik mit Gitarren und Akkordeons erwartete das zahlreiche Publikum.
Der Gesangverein Fahrnau unter der Stabführung von Volker Brenzinger führt in der Alten Kirche St. Michael die »Tageszeiten« von Georg Philipp Telemann auf. Der 50-köpfige Chor wurde begleitet von einem Ad hoc-Orchester. Tags darauf wurde das Werk in Wehr noch einmal zu Gehör gebracht. Langer Applaus belohnte den Gesangverein für engagiertes Musizieren.
Einen modernen Anstrich verpasste das Theater »Apfelbaum« dem Dichter Johann Peter Hebel. Die beiden Protagonisten - Sprecher und Sänger Roland Brunner und der Pianist Günther Neubauer - erfreuten das Publikum und auch Hebel hätte nach ihrer Meinung seine wahre Freude am Vortrag gehabt.
10. Juli 2005
40 Schützen treten während einer Woche bei den Stadtmeisterschaften der Sportschützen-Gesellschaft in Fahrnau an.
Während zweier Tage finden die baden-württembergischen Jugendmeisterschaften des Jugend-Motocross beim MSC statt. Mit 19 Fahrern aus den eigenen Reihen ging der Schopfheimer Club an den Start. Ein ganztägiger kräftiger Ostwind erfüllt das Städtli mit den typischen Geräuschen der Motoren. Die jüngsten Teilnehmer, die zwischen sechs und acht Jahren alt waren, starteten auf 50 ccm-Motorrädern mit Automatikgetriebe. Die Kinder zwischen acht und 12 Jahren hatten Maschinen mit bis zu 65 ccm. Ab 11 Jahren kann auch schon in der nächsthöheren Klasse gestartet werden, dort sind Maschinen bis zu 85 ccm zugelassen. Bereits mit 16 Jahren können sich auch Jung-Crosser auf richtigen Rennmaschinen mit 125 ccm auf die Strecke begeben. Rennleiter Thomas Grässlin hatte beide Veranstaltungstage fest im Griff.
Ein großer Tag für kleine Sportler: Das Markgräfler-Hochrhein-Turngau veranstaltet in der Markgrafenstadt das Kinderturnfest. Gastgeber ist die TSG. Sabine Geiger aus Grießen meinte als Sprecherin, dass praktisch alle Meldungen eingehalten worden seien. Es habe zwar viel Arbeit für die Betreuer gegeben, die Veranstaltung sei ein Hoch auf den Breitensport gewesen. Ob Bub oder Mädchen in den Einzeldisziplinen antraten - beim abschließenden Wimpel-Wettbewerb waren noch einmal alle mit Begeisterung dabei. Ein Grundstein für eine Laufbahn in der vielfältigen Welt des Turnens wurde damit gelegt.
Ein kräftiges Gewitter sorgt für einen ungewöhnlichen Auftakt des »Guggeh-Festes« des »Hexen-Zinkens« Gundenhausen. Der zweite Tag des Festes, an dem der Musikverein Langenau das Frühschoppen-Konzert gab und die »Knast-Bruder« mit Christian und Jeannot Weißenberger am Abend unterhielten, wurde vom Wettergott nicht allzu sehr bestraft.
Die evangelische Kirchengemeinde Fahrnau feiert ein gelungenes Gemeindefest Zunächst wurden im Gottesdienst die neuen Konfirmanden eingeführt. Im Gemeindehaus wurden später musikalische Beiträge und Informationen geboten. Auch die Kleinsten hatten bei einem Kasperle-Theater und in der Mal-Ecke die Möglichkeit, sich schöpferisch zu betätigen und den Tag sinnvoll zu gestalten.
11. Juli 2005
Der Gemeinderat beschäftigt sich mit den Änderungen im Flächennutzungsplan. Heftige Diskussionen entwickeln sich um Überlegungen des Bürgermeisters, eine Schwimmbadfläche zwischen den Gemarkungen Maulburg und Schopfheim auszuweisen und eine großzügige Sportplatzplanung in der Grienmatt in Fahrnau planerisch zu manifestieren. Im Gegenzug dazu soll das gesamte Schlattholz einschließlich Schwimmbad und heutigem Sportplatzgelände als Wohnbebauung ausgewiesen werden. Schließlich wurden alle Maßnahmen mit einer Mehrheit von 15:11 Stimmen beschlossen. Christof Nitz meinte in der Diskussion mehrfach, mit dieser Ausweisung sei überhaupt noch nichts endgültig beschlossen. Endgültige Beschlüsse gebe es erst im Bebauungsplanverfahren. Auf keinen Fall - so meint Karl Selz - seien die Unabhängigen mit der Verlegung von Bad und Sportgelände einverstanden. Das sei für die nächsten 50 Jahre unmöglich. Es komme nicht in Frage, dass die Stadt mit ihrem Vermögen die Haushaltslöcher stopfe. Hingegen riet Bernhard Kuri von der SPD, über den Tellerrand hinauszuschauen und das zentral gelegene Areal im Schlattholz, das sich ideal zur Schaffung von Wohnraum anbiete, auszuweisen. Es sei dies allemal sinnvoller, als weiter in die Außenbezirke und in die Teilorte auszuweichen. Michael Straub hingegen stellte für die GRÜNEN die Frage, ob die Stadt überhaupt so viele Bauplätze brauche. Ehrenfried Barnet wollte sogar geprüft wissen, warum man so viele Menschen nach Schopfheim hineinlassen wolle. Das Wohngebiet »An der Halden« in Wiechs, das vom Ortschaftsrat abgelehnt und auch durch Leserbriefe angefeindet wurde, strich der Gemeinderat danach aus der Planung.
Die Ganztagesbetreuung am THG sieht nun wieder grünes Licht. Der Gemeinderat beschloss ein abgespecktes Programm für eine Mensa samt Workshop-Raum und segnete diese Planung, die rd. 1,5 Mio. Euro kosten wird, ab. Die Stadt rechnet mit einer Fachförderung in Höhe von 610.000,- Euro und mit Ausgleichsstockmitteln in Höhe von 345.000,- Euro. An der Stadt selbst wurden in diesem Falle 515.000,- Euro hängen bleiben. Um diese Kosten zu reduzieren, haben sich die Elternvertreter unter der Leitung von Dr. Dieter Raps zusammengetan und möchten zur Realisierung des Workshops 100.000,- Euro sammeln. Dafür gab es ein dickes Lob des Bürgermeisters. Er meinte, dies sei eine tolle Geste und eine Riesenaufgabe zugleich.
In der Gemeinderatssitzung attackiert Stadtrat Jörg Rittweger den Bürgermeister ziemlich hart und wirft ihm skandalösen Umgang mit den Menschen dieser Stadt vor. Andreas Gsell kritisierte dann seinen Stadtratskollegen und meinte, die Auseinandersetzungen dürften nicht in einen Kleinkrieg ausarten. Außerdem sei der angeschlagene Ton seines Kollegen fast schon peinlich.
Sehr positiv beurteilt die CDU-Fraktion die geplante Schwimmbad-Verlegung und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden Maulburg, Wehr und Steinen. »Wir können einer Oberfeld-Bebauung nur dann zustimmen, wenn unser Freibad strategisch verlegt wird«, so Stadtrat Marcus Walter in einer Pressemitteilung.
Das Vereinsspektrum ist erneut größer geworden. Die »Freunde und Förderer des städtischen Kindergartens Wiechs« haben sich formiert. Zur Gründungsversammlung kamen 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger. Zum 1. Vorsitzenden wurde Jens Kröger, zur 2. Vorsitzenden Susanne Blanke gewählt.
12. Juli 2005
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Sparkasse Schopfheim-Zell, Bürgermeister Christof Nitz, meint bei der Gewährträgerversammlung, dass es sich um eine historische Versammlung handle, denn nach einer neuen EU-Vorschrift endet die Gewährträgerhaftung der Kommunen »Für die Kunden ändert sich dadurch aber nichts«, versichert Vorstandsvorsitzender Josef Bogazinski und erläutert das in jeder Hinsicht erfolgreiche Jahr 2004. Die Fusion der beiden Banken habe sich als richtig erwiesen. Die Sparkasse konnte die Bilanzsumme um 1,3 % auf nunmehr 636 Mio. Euro erhöhen. Dies sei ein ehrliches Ergebnis ohne Kosmetik, so der Bankvorstand. Die Bilanzertragslage stieg um 13 % auf knapp 730.000,- Euro. Dies eröffne neuen Spielraum für zusätzliche Kundenkredite, so der Vorsitzende weiter, denn die Eigenkapitaldecke könne damit weiter gestärkt werden Überdurchschnittlich sei auch das Kundenkreditvolumen gewesen, allerdings seien die Kundeneinlagen nicht ganz so stark gestiegen, lediglich von 418 auf 419 Mio. Euro.
13. Juli 2005
Der Begründer der Partnerschaft mit Poligny, Prof. Dr. Andreas Digeser, feiert heute seinen 80. Geburtstag.
Zusammen mit dem Realschullehrer Heiner A. Baur übergibt die Schopfheimerin Susanne Rottel den Stadtarchiv eine Diplomarbeit, die sie geschrieben hat, und die direkt mit der Schopfheimer Stadtgeschichte etwas zu tun. Das Thema »Die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft - eine Alternative zu Abfindung, Sozialplanen und Vorruhestandsregelungen« beleuchtet insbesondere die Situation der Firma Arlington in Langenau.
15. Juli 2005
Das Georg-Reinhardt-Haus feiert im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums sein Sommerfest. Alle Abteilungen des Hauses, von der Verwaltung bis zu den Ehrenamtlichen, waren auf den Beinen, um den Bewohnern ein gelungenes Gartenfest zu bereiten. Geschäftsführer Klaus Haas begrüßte die vielen Anwesenden herzlich. Nach der weiteren Begrüßung durch Edwin Baur ergriff der ehemalige Leiter des psychologischen Dienstes des Landkreises Lörrach, Konrad Hoch, das Wort und brach eine Lanze für das sich stets aufopfernde Personal, dem er dankte, auch dafür, dass seine fast 100-jährige Mutter im Georg-Reinhardt-Haus eine optimale Pflege und Betreuung erhält. Umso bitterer und für ihn unverständlich sei die Mitteilung, dass dem derzeitigen Sozialdienstleiter fristlos gekündigt worden ist.
Das Sommerfest brachte es an den Tag, was schon seit Wochen unter der Hand zu hören war: Dem Sozialdienstleiter des Georg-Reinhardt-Hauses wurde fristlos gekündigt. Die Kündigung sei aus heiterem Himmel gekommen und sorge reihum für Empörung, zumal es sich herausstellte, dass die Entscheidung ohne Einverständnis der Heimleitung erfolgt war. »Dies ist nicht in meinem Sinne«, bestätigte Geschäftsführer Klaus Haas die Kündigung, »doch der Verwaltungsrat hat es so beschlossen«. Edwin Baur, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, bestätigte den Beschluss auf Anfrage des MT. Es habe für die Trennung triftige Gründe gegeben. Er wolle allerdings nicht auf Einzelheiten eingehen. Es gebe keine Vertrauensbasis mehr, betonte er. Mit einer großen Unterschriften-Aktion haben die 160 Mitarbeiter sich mit dem Sozialdienstleiter solidarisiert. Im Verwaltungsrat selbst sowie im Trägerverein gibt es aber auch Stimmen, die die umstrittene Kündigung als sehr bedauerlich bezeichnen. Der gute Ruf des Hauses - so fürchten sie - könnte dadurch Schaden nehmen. Das MT schreibt heute weiter, dass nicht wenige den bösen Verdacht hegten, die Entlassung des Sozialdienstleiters sei nur der erste »Schuss« gewesen und weitere auf andere Mitarbeiter des Hauses könnten folgen.
Die Grundschule Fahrnau und der Gesangverein Fahrnau kooperierten und führten »Peterchens Mondfahrt« auf.
16. Juli 2005
An der Hebelstraße wird heute der neue Kirchenbau der Christengemeinschaft eingeweiht. Mit dem Bau wurde im Oktober 2004 begonnen. Pfarrer Harald L. Andersen freut sich nicht nur über die Rekordbauzeit, sondern auch über die Unterschreitung der vorgesehenen Baukosten um 650.000,- Euro.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger möchte sich beim Landrat für eine zumindest zeitweise Nutzung der großen Halle der Kulturfabrik einsetzen. Diese darf bekanntlich aus baupolizeilichen Gründen nicht genutzt werden.
Gerhard H. Rödel schreibt in einem Leserbrief zur Sozialdienstleiter-Entlassung am Georg-Reinhardt-Haus, dass diese Entscheidung zurückzunehmen sei.
Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Ebert-Hauptschule feiern ihren Jahresabschluss. Wolfgang Gabriel, Rektor der Schule, freut sich über die Leistungen und durfte gleichzeitig an viele Schülerinnen und Schüler Preise verteilen.
Die Vorjahres-Aktion, DM-Beträge nochmals umzutauschen, wird auch in diesem Jahr ein voller Erfolg des Gewerbevereins. Ein Kunde brachte alleine mehr als 2.400 alte DM. Das eingetauschte Geld wurde in Einkaufsgutscheine umgewandelt. Insgesamt konnte der Gewerbeverein 300 Gutscheine im Gesamtwert von 12.000,- Euro ausstellen.
Mit unterschiedlichen Wetterverhältnissen muss der »Städtli-Zinken« beim diesjährigen »Rettich-Fest« vorlieb nehmen. Fröhliche Musikanten wie die »Aruba«-Band oder der Nachwuchs des Musikvereins Langenau heizten die Stimmung während zweier Tage kräftig ein. »Der neue Standort beim Bezirksamt hat sich bestens bewährt«, freut sich der Zinkenvogt, Frank Pfeiffer.
Zwei Fußballer mit großer Wertschätzung werden aus dem Ehrenamt im Fußballbezirk Hochrhein verabschiedet. Heinz Strohm hat sich als Strafsachen-Sachbearbeiter einen derart guten Ruf in einem schwierigen Metier erarbeitet, dass der Ausschuss beschloss, ihn zum Ehren-Strafsachenbearbeiter zu ernennen und ihn auch weiterhin zu Sitzungen einzuladen. Willy Boos, ein Fußballer mit Leib und Seele auf Bezirksund Verbandsebene, habe Unwahrscheinliches geleistet, führt Klaus Denzinger, der Vorsitzende des Verbandes, aus. Viele junge Menschen seien durch seine »Hände« gegangen und erinnert dabei an Nationalspieler wie Sebastian Deisler. Willy Boos appellierte denn auch: »Richtet euer Augenmerk auf die Jugendarbeit, denn dabei kommt am meisten heraus«.
Der Kindergarten Oberfeld feiert sein letztes Sommerfest. Genau vor 20 Jahren wurde er eröffnet; nun zeigt die Geburtenentwicklung erste Reaktionen, indem ein Kindergarten in der Stadt geschlossen wird.
Auf dem Gelände des Fußballvereines in Fahrnau zeigen die Kaninchenzüchter Fahrnau eine Jungtier-Schau. Mit 51 Tieren von sieben Züchtern sei die Schau stark und qualitativ sehr gut besetzt, meint Zuchtwart Christian Binoth.
Gerd Eiletz ist stolz auf ein Zertifikat, das er als Marktleiter des Minimal-Marktes der REWE-Gruppe erhielt. Das Geschäft auf der Gänsmatt in Schopfheim profitiere natürlich nicht alleine davon, sondern auch die 36 Mitarbeiter und die Kunden, meint der Marktleiter. Das Zertifikat für die Qualitätskontrolle sei ein Zeugnis für die Qualität des Hauses. Bürgermeister Christof Nitz durfte bei dieser Gelegenheit einen Scheck für die Dr. Max-Metzger-Schule in Empfang nehmen.
Der Musikverein Langenau feiert mit einem »Maien-Fest« beim Gasthaus »Maien« sein Sommerfest.
18. Juli 2005
»Skandalöse Zustände, der Verwaltungsrat muss zurücktreten«, dies fordert heute Konrad Hoch aus Lörrach zur Entscheidung im Georg-Reinhardt-Haus. Er prangert dabei die wohl hohe Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, die Beschäftigung von Familienmitgliedern des Aufsichtsrates und den Transfer des Vereinsvermögens nach Emmendingen an. Nach diesem Brief soll nach dem Weggang des 2. Vorsitzenden, Edwin Baur, bei der Volksbank Schopfheim das Vereinsvermögen in Millionen-Höhe auf seine neue Stelle an der Volksbank Emmendingen transferiert worden sein. »Eine prächtige Mitgift«, wie Hoch meint. Das Geld müsse schleunigst nach Schopfheim zurück. Auch von Bauaufträgen, die an Mitglieder des Verwaltungsrates vergeben würden, ist die Rede. Diese skandalösen Zustände waren nun nicht mehr unter der Decke zu halten, denn die nächste Kündigung hätte dem Geschäftsführer gegolten. Hoch fordert dazu auf, dass der Verwaltungsrat sofort zurücktreten müsse.
19. Juli 2005
Die fristlose Kündigung des Sozialdienstleiters am Georg-Reinhardt-Haus sorgt weiterhin für Unruhe. Nun hat der Sozialdienstleiter auch noch Hausverbot. Edwin Baur meinte, es gehe nicht an, dass der Sozialdienstleiter Bewohner des Hauses für seine Zwecke instrumentalisiere. Das Wohl des Hauses habe Priorität. Zum Vorwurf, dass der Vorsitzende des Verwaltungsrates seit 22 Jahren ein monatliches Gehalt kassiere, meinte Baur, der Vorsitzende sei hauptamtlich für den Verwaltungsrat tätig und diese Leistung werde bezahlt. Von Ehrenamt könne keine Rede sein.
Erneut beschäftigen sich Leserbriefe mit der Situation am Georg-Reinhardt-Haus und verurteilen einhellig das Vorgehen gegen Fritz Schmidt.
Die Damen-Mannschaft des Tennisclubs Schopfheim sichert sich den Aufstieg in die 2. Bezirksliga.
Vor einigen Tagen belegte Rebecca Trefzger bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Schutterwald in der Konkurrenz »Junge Reiter« den 3. Platz. Die Schopfheimer Pony-Reiterin Kathrin Frech holte in Schutterwald gar den Sieg.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marion Caspers-Merk besucht auf der jährlichen Sommertour das Georg-Reinhardt-Haus. Auch wenn das Haus derzeit negative Schlagzeilen mache, spiele dies bei ihrem Besuch keine Rolle, meint sie. Sie schätze die Kompetenz und das Engagement des Hauses, betont die Abgeordnete, und hoffe, dass in der derzeitigen Diskussion eine baldige vernünftige Lösung gefunden werde.
20. Juli 2005
Am kommenden Montag wird in Gersbach über die künftige Verwendung des Schulhauses diskutiert. Nach dem Willen der Stadtverwaltung soll sich die Schule auf das Obergeschoss zurückziehen. Im Erdgeschoss soll der Kindergarten Platz bekommen und sollen Räume für die Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden. Ein Anbau soll für die Feuerwehr zur Unterbringung der Fahrzeuge erfolgen. Die Feuerwehr Gersbach und der Ortschaftsrat sind jedoch gegen dieses Modell. Die Gersbacher Feuerwehr sieht den Standort als absolut ungeeignet an und plädiert eindeutig für einen Feuerwehrgerätehaus-Neubau. Der BZ gegenüber meint Bürgermeister Christof Nitz zu den Plänen: »Unser Konzept ist nur ein Vorschlag, betoniert ist noch nichts«.
Vor einigen Tagen führte in der Mitgliederversammlung die Anbau-Variante an der Freien Waldorfschule zu Meinungsverschiedenheiten. Bernd Sevecke wollte die im Januar beschlossene 1,6 Mio. -teure Variante nicht mittragen und trat daher als Vorstand der Schule zurück. Thomas Gremm-Roloff trat ebenfalls zurück, stellte sich jedoch in der Ver-Sammlung wieder zur Wahl. Von den anwesenden 48 Mitgliedern wurde dann Thomas Gremm-Roloff mit großer Mehrheit wiedergewählt. Neu im Vorstand sind außerdem Petra Hamprecht-Krause, Franz Lessmann-Schreiber und Oliver Krüger.
»Ich bin empört und traurig«, »Weder christlich noch sozial«, »Hat denn keiner Mut?«, »Ängste als Motiv für Skandale«, »Ehrenamt wird nicht bezahlt« - unter diesen Titeln erscheinen heute mehrere Leserbriefe zum Personal-Entscheid im Georg-Reinhardt-Haus.
Eine herabstürzende Ladung auf der Landstraße zwischen Gündenhausen und Langenau verletzt einen nach dem LKW fahrenden Motorrad-Lenker.
21. Juli 2005
Ein Verein unter dem Namen ITHG, der von Eltern des THG ins Leben gerufen wurde und zur Finanzierung der neuen Mensa beitragen möchte, informiert am kommenden Samstag in einer ersten Info- und Verkaufsaktion. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu 100.000,- Euro an den Neubau beizusteuern, wenn die Bühne mit der Mensa mitgebaut wird.
Die Zeitungen sind wiederum gefüllt mit Leserbriefen zum Georg-Reinhardt-Haus. Auch die Diakonie Baden geht jetzt den Vorwürfen nach. Der Vorstand des Diakonieverbandes bedauert, in welcher Art und Weise im Georg-Reinhardt-Haus mit den Mitarbeitern umgegangen werde. Dies widerspreche einem christlichen Miteinander, wie man es in Kirche und Diakonie erwarten dürfe.
Auch wenn der Bahnübergang in der Wehr er Straße immer noch geschlossen ist, sollen Ende Juli bis einschließlich Mitte September die Bauarbeiten für einen Lift im Schopfheimer Bahnhof begonnen werden. Die Zugverbindungen werden dadurch in der Nacht reduziert.
Seinen Titel als Jugend-Schachmeister konnte Jonas Marqua auch in diesem Jahr verteidigen.
22. Juli 2005
Mit Rita Sutter kann Schwimmmeister Matthias Wüst den 50.000. Badegast in diesem Jahr begrüßen. Das neu errichtete Beach-Volleyball-Feld im Schwimmbad komme schon jetzt sehr gut an, meint der Bademeister. Auch die kostenlose Aqua-Gymnastik am Sonntagvormittag sowie die Kinder- und Jugend-Animationen an den Sonntagnachmittagen erfreuen sich positiver Resonanz.
Im Museum wird eine Ausstellung mit dem Titel »Getupft, gestreift und kunterbunt« eröffnet. Die bis zum September dauernde Schau präsentiert allerlei Einrichtungen, die an die 50er-Jahre erinnern.
Spiel und Spaß waren vereint beim Jugend-Musikfestival in der Friedrich-Ebert-Schule. Die Bläserklasse dieser Schule hat zusammen mit der Stadtmusik und der Musikschule zu einem Konzert eingeladen. In der Jugendkapelle der Stadtmusik waren auch die Jugendorchester der Musikvereine Langenau und Fahrnau vertreten - ein Zusammenwirken verschiedener Verantwortlicher im Sinne der Blasmusik, das zu einem vollen Erfolg wurde. Die 28 Schüler der Bläserklasse, die das Versuchsprojekt vor 12 Monaten gestartet hatten, geben ihr Abschiedskonzert. 25 von ihnen wechseln sogar in Musikvereine.
Heute meldet sich mit Erich Meyer auch ein Mitglied des evangelischen Sozialwerkes in einem Leserbrief zur Entlassung von Fritz Schmidt. Meyer meint, dass die Entlassung mit knapper Mehrheit beschlossen worden sei, und dass das Sozialwerk eine außerordentliche Mitgliederversammlung wünsche, bei der die Entscheidung rückgängig gemacht werden könne. Auch Konrad Hoch meldet sich erneut mit einem Leserbrief zum Georg-Reinhardt-Haus und fordert den stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden zum Rücktritt auf. Die Unabhängigen lehnen jede Zukunftsstrategie des Bürgermeisters sei es die Bebauung des Schlattholzes, die Verlagerung der Sportflächen nach Fahrnau oder die Überlegungen eines gemeinsamen Bades mit Maulburg - rundweg ab. »Die Visionen werden in einem in Schopfheim bekannten Muster durchgeführt«, so die Unabhängigen in der Presse, »die Betonmischer sollen laufen. Wieso können sich Verwaltung und Teile des Gemeinderates keine andere Gestaltungsmöglichkeit vorstellen, als die Baupolitik?«.
23. Juli 2005
Der Bauhof der Stadt Schopfheim schließt mit einem Jahresgewinn von 28.460,- Euro ab und hat eine Bilanzsumme von 3,2 Mio. Euro. Der Gewinn geht zurück in die Stadtkasse.
Die Schopfheimer Parteivorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden begrüßen einmütig die Entscheidung von Bundespräsident Köhler, Neuwahlen für den 18. September anzusetzen.
Nach Meinung von Bürgermeister Christof Nitz ist der Traum eines gemeinsamen Bäder-Zentrums zwischen Schopfheim und Maulburg noch nicht ausgeträumt. Nach einem Gespräch mit andern Bürgermeistern vor zwei Tagen, ist das Stadtoberhaupt guter Dinge, dass das Projekt vorankommen wird.
»Ein großes Ziel ist erreicht« - mit diesen Worten begrüßt Schulleiter Wolfgang Stocker die Gäste am THG zur Einweihungsfeier des Neuund Umbaues. Der 4,1 Mio. Euro -teure Bau müsse nun - so Stocker von Lehrern und Schülern mit Geist erfüllt werden. Bürgermeister Christof Nitz ist der Meinung, dass nun die »hardware« für die Schüler fertig sei, die »software« aber noch durch Lehrer herbeigeführt werden müsse. Am Gebäude selbst wurde auch eine Lichtskulptur in Form verschiedenfarbener Sprechblasen, die Herbert Wentscher in Zusammenarbeit mit den Lehrern und dem Schopfheimer Unternehmer Peter Reuter entworfen hatte, eingeweiht.
Im Alten- und Pflegeheim Haus Columban wird zusammen mit den Bewohnern ein Sommerfest gefeiert.
Der »Tag der offenen Tür« am THG wird mit unzähligen Programmpunkten gestaltet.
24. Juli 2005
Jörg Sczepanski konzertiert im Rahmen des Schopfheimer Orgelsommers in der evangelischen Stadtkirche.
Dass Musizieren schön sein kann, vermittelt der Musikverein Fahrnau am Nachmittag. Die Nachwuchsmusiker stellen sich in der »Villa Musica« vor und werben so für die eigene Sache.
25. Juli 2005
Die Bauarbeiten an der Brücke in der Himmelreichstraße beginnen. Die Straße wird aus diesem Grund bis Ende September gesperrt.
In diesem Jahr übergaben die Schüler des Berufsvorbereitungsjahres an der Gewerbeschule und der Berufsfachschule Holz zum Abschluss neue Holzwegweiser für den Entegast an den Stadtförster, Helmut Bäckert. Die gute Zusammenarbeit von Stadt und Schule wurde dabei besonders betont.
Eine Leserbriefschreiberin meint heute zum Georg-Reinhardt-Haus und der dort seit Tagen andauernden Diskussion: »Warum spricht immer nur der stellvertretende Vorsitzende und nicht Herr Walliser als Vorsitzender über die Vorgänge?«.
Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger freut sich zusammen mit vielen Langenauern über die neu geschaffene Schutzhütte am Dachsgraben. Sie ergänzt den bereits seit ein paar Monaten bestehenden Grillplatz. Der Ortsvorsteher dankt insbesondere den Helfern um Kurt Marqua, die insgesamt 234 Stunden Eigenleistung zur Errichtung des Werkes erbracht haben. Die Maurerarbeiten führte Robert Philipp verantwortlich durch, während Walter Schott und Klaus Müller die Zimmerarbeiten zusammen mit Kurt Marqua ausführten.
Sehr gut besucht war eine öffentliche Hauptausschuss- und Ortschaftsratssitzung in Gersbach. Es sollte dort um die neue Nutzung der bisherigen Gersbacher Schule gehen. Während die Stadtverwaltung die Schule bzw. deren Räume ins Obergeschoss verlegen will, sollen im Erdgeschoss einige Räume dem Kindergarten als neues Domizil zustehen. Außerdem sollte die Feuerwehr zusätzlich mit einem Anbau in diesem Gebäude untergebracht werden. Der Ortschaftsrat wendet sich ganz eindeutig gegen eine Unterbringung der Feuerwehr, auch die Schulräume werden so wie von der Stadtverwaltung geplant nicht akzeptiert. Der Ortschaftsrat präsentierte auch gleich einen Gegenvorschlag zur Stadtverwaltung. Der Hauptausschuss sah sich dann zwischen allen Fronten und außerstande, eine Entscheidung zu treffen. Bürgermeister Nitz wurde beauftragt, Gespräche mit den Betroffenen zu führen, um gemeinsam eine andere Lösung zu finden.
Während zweier Tage platzt der Sengelen-Wald fast aus allen Nähten. Hunderte von Punk-, Reggae- und Rock-Musikliebhabern aus Nah und Fern kommen zum 15. Holzrock-Festival in den Eichenwald.
26. Juli 2005
Der Verwaltungsrat am Georg-Reinhardt-Haus rudert ein Stück zurück: Das evangelische Sozialwerk Schopfheim ist laut einem Pressegespräch, das Edwin Baur gab, bereit, die Kündigung des Sozialdienstleiters aus der Welt zu schaffen, aber nur unter bestimmten Bedingungen.
Die Unabhängigen kritisieren den Bürgermeister und meinen, dass die finanzielle Situation der Stadt nach wie vor katastrophal sei. Dennoch lasse der Bürgermeister eine Hochwasser-U-Bahn quer durchs Tal planen, er wolle ein neues Rathaus bauen, ein neues Sportzentrum errichten und das Schwimmbad an die Gemarkungsgrenze verlegen.
Ein Benefiz-Turnier des Schopfheimer Golf clubs erbringt 1.435,- Euro. Dieser Betrag kommt der Kinderkrebshilfe zugute.
27. Juli 2005
Friedrich Schmidt kann seine Arbeit am Georg-Reinhardt-Haus dann wieder aufnehmen, wenn er eine Erklärung mit Zusatz unterschreibt. Diese verpflichtet ihn, sich an die in der Stellenbeschreibung festgelegten Kompetenzen zu halten. »Ich habe keine Kompetenzen überschritten«, sagt er der BZ gegenüber - außerdem würde er gerne wieder im Georg-Reinhardt-Haus arbeiten, denn er wisse, dass er dort am richtigen Platz sei. Die Erklärung zu diesen zusätzlichen Bedingungen wurde von einem Schreiben des Oberkirchenrates an den Schopfheimer Verantwortlichen begleitet, in dem es heißt, dass die Erklärung kein Schuldeingeständnis sei. Aufgrund dieser Tatsache hat der Verwaltungsrat erneut beraten und stellt nun fest, dass die in Aussicht gestellte Einigung als vorerst gescheitert gilt.
Das silberne Leistungsabzeichen für Feuerwehren errang eine Gruppe der Abteilung Stadt der Feuerwehr.
28. Juli 2005
»Nur mit einer radikalen Satzungsänderung und einem totalen Neuanfang des Verwaltungsrates kann das Vertrauen im Georg-Reinhardt-Haus zurückgewonnen werden« - mit diesem Appell wenden sich Bürgermeister Nitz sowie die Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen jetzt an die Verantwortlichen des Hauses. Es sei dies eine nicht nachvollziehbare personelle Maßnahme. Die negativen Schlagzeilen schadeten dem ausgezeichneten Ruf des Georg-Reinhardt-Hauses und damit der ganzen Stadt.
Erneut beschäftigen sich Menschen in Leserbriefen mit den Vorgängen im Georg-Reinhardt-Haus.
Bei einer Umfrage am THG unter Schülern und Lehrern zur neuen Rechtschreib-Reform, die seit Montag in Kraft ist, ist zu hören: »Das ist alles doch sehr verwirrend«.
Edwin Baur, stellvertretender Verwaltungsrats vorsitzender am Georg-Reinhardt-Haus verwahrt sich gegen jede weitere Einfluss- und Stellungnahme Dritter, die von der Sache nicht betroffen sind. Er finde ein Schreiben der Dekanin Gerhild Widdess wenig hilfreich, betont er dabei.
4 Promille im Blut hatte ein Fahrer eines VWs, den die Polizei an der Kreuzung Roggenbachstraße/Himmelreichstraße ertappte.
Ein zwei Tonnen schwerer Container mit acht Tonnen Inhalt macht sich auf den Weg nach Kamerun. Der Verein zur Förderung der Kleinbauern-Kooperative Dikome/Kamerun hat zusammen mit der Interplast Germany-Sektion Schopfheim den Container mit Hilfsgütern beladen. Darüber freut sich insbesondere der ehemalige Bürgermeister Klaus Fleck zusammen mit vielen Helfern.
29. Juli 2005
Das »Schwarzwald-Lädeli« mit dem bekannten Schwarzwald-Dächli wird bald aus dem Stadtbild verschwinden. Die Betreiberin, Sabine Krug, bestätigte der BZ gegenüber, dass sie aus gesundheitlichen Gründen das Geschäft Ende des nächsten Monats schließen werde.
Vom 01. August bis zum 04. September wird im Freizeitbad Schopfheim ein Animationsprogramm geboten.
Die neue Linkspartei tritt mit dem Schopfheimer Günther Gent als Direktkandidat zur Bundestagswahl an.
Der Gewerbeverein präsentiert das Ergebnis der Umfrage zu den Öffnungszeiten des Schopfheimer Einzelhandels. Diese Öffnungszeiten seien besser als ihr Ruf, so der Gewerbeverein.
Umgerissene Bäume, zerdepperte Dachziegel, überschwemmte Keller und verbeulte Autos - der Hagelsturm, der am Nachmittag in wenigen Minuten über die Stadt tobte, hinterließ eine Spur der Zerstörung. In Langenau fiel ein Baum auf ein Auto. Die Unterführung der Wiechser Straße war überflutet, ein Fahrzeug blieb in den Wassermassen stecken. Die Schopfheimer Feuerwehr war stundenlang im Einsatz. Im Anna-Kym-Park fiel die 150-jährige Linde dem Sturm zum Opfer, ebenso eine große, alte Atlas-Zeder.
30. Juli 2005
Edwin Baur will nach den nicht abreißenden Diskussionen um den gekündigten Sozialdienstleiter sein Amt als stellvertretender Vorsitzender niederlegen. Dies teilt er in einer Presseinformation mit. Er klebe nicht an diesem Stuhl, so die Information.
Die Firma AFT hat für das Werk des VW-Konzerns in Portugal als Generalunternehmer eine neue Fördertechnik realisiert. Sie wird Ende des Jahres für die Endmontage des neuen VW Concept in Palmela, südlich von Lissabon, zum Einsatz kommen.
Ein Juwel seien die modernisierten und sanierten Häuser an der Roggenbachstraße 28-36, so die Baugenossenschaft bei ihrer Generalversammlung vor einigen Tagen. Trotz dieses großen Vorhabens konnte noch ein Bilanzgewinn von 20.000,- Euro vermeldet werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Andreas Pfeil, durfte bei der Hauptversammlung auch Bürgermeister Christof Nitz begrüßen, der dem Vorstand für die geleistete Arbeit schließlich Dank aussprach.
Bürgermeister Christof Nitz schafft den Fassanstich zum Dorffest auf dem Schulhof in Wiechs perfekt. Ortsvorsteher Ino Hodapp hat das große Engagement der Vereine und aller Verantwortlichen gelobt und erwähnt nach den neuerlichen Diskussionen in Gersbach, dass er auf die Hallenwünsche und -pläne im Ortsteil Wiechs hinweise.
01. August 2005
Die Landwirte sind fassungslos - der Hagel vom 29. Juli hat ihnen einen Großteil der Ernte zerstört.
Über 90 Einsätze am Freitag, nach dem Hagelsturm berichtet Hanspeter Meyer, Kommandant der Feuerwehr Stadt. »Es ist ein enormer Schaden entstanden«, meint er und informiert, dass 130 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen seien, beispielsweise in Schärers Au - selbst im Polizeirevier in der Hebelstraße war Wasser im Keller. Umgestürzte Bäume auf der L 131, der L 130 zwischen Dossenbach und Schopfheim machten teilweise die Sperrung der Straßen notwendig. In Wiechs stürzte ein Baum auf eine Stromleitung. Im Stadtgebiet fielen mehrere Bäume auf Autos. Besonders die Hauptstraße war betroffen. Auch eine Tiefgarage in der Himmelreichstraße war überflutet. Am Schulhaus in Fahrnau wurde das Dach arg in Mitleidenschaft gezogen. Umgestürzte Bäume legten in Fahrnau die Wiesental-Bahn für einige Zeit lahm. Weitere Einsatzorte waren auch am Floßkanal und auf dem Altig. Eine vor kurzem sanierte Arzt-Praxis in der Hebelstraße (ehemaliges Post-Gebäude) wurde vom Sturm ebenfalls erheblich beschädigt. Personenschäden entstanden glücklicherweise nicht, so der Stadtkommandant.
Neben der Abteilung der Stadt waren die Wehren aus Enkenstein, Langenau, Wiechs und Raitbach im Einsatz.
02. August 2005
Schopfheim ist überrascht. Der Bahnübergang in der Wehrer Straße ist geöffnet.
Ein neuer Schaden infolge des Unwetters der vergangenen Woche. Die Silberrankstraße in Wiechs ist total unterspult Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann meint nach einer Schadensbilanz, dass daneben auch die Kreisstraße bis zum Erlenweg unterspult worden ist. Die Straße wurde gesperrt, mit den Reparaturen wird umgehend begonnen.
Nicht unwidersprochen bleibt die Stellungnahme Edwin Baurs, der den Eindruck erweckt hatte, als habe es weder Gespräche noch Kontakte zwischen dem Verwaltungsrat und dem Kirchenbezirk Schopfheim gegeben, so Dekanats-Stellvertreter Matthias Geib. Das Gegenteil sei der Fall Dekanin Widdess habe mit Edwin Baur mehrfach und zum Teil ausführlich telefonischen Kontakt gehabt. Auch sei die Dekanin als unmittelbare Dienstvorgesetzte des Sozialdienstleiters bei jenem Gespräch dabei gewesen, in dem ihm Edwin Baur die Kündigung mitgeteilt habe.
Nach einem Jahr intensiver Planungen und Vorbereitungen hat die Langenauer Spielplatz-Initiative am vergangenen Samstag ihr Großprojekt über die Bühne gebracht und einen nigelnagelneuen Spielturm auf dem Spielplatz eingeweiht Annette Lammle, die die Leitung der Initiative übernommen hatte, dankte den übrigen vier Initiatoren des klasse Teams - wie sie meint - für ihre Arbeit Frank Schirmeier, Norbert Zerrer, die sich um die Konstruktion und Errichtung des Turmes kümmerten, waren damit ebenso gemeint wie Barbara Adam und Sabine Bretschneider, die das Einweihungsfest organisierten Dank galt dem THW Schopfheim, das bei der Montage half Hans Weinbrechtinger als Ortsvorsteher lobte das Team und dessen Arbeit.
Mit einem Rehgionspreis des evangelischen Kirchenbezirkes wurde Kevin Marterer an der Johann-Peter-Hebel-Schule für seine Leistungen ausgezeichnet.
03. August 2005
Nun gibt es erneut einen Sinneswandel der Verantwortlichen am Georg-Reinhardt-Haus. Der gekündigte Sozialdienstleiter kann weiterhin arbeiten. So lautet ein Beschluss des Verwaltungsrats, der gestern veröffentlicht wurde. Der Sozialdienstleiter zeigt sich erfreut darüber, dass er wieder eingestellt werden kann. Die Bereitschaft dazu habe er ja bereits signalisiert Reinhold Sylla wendet sich heute in einem Leserbrief dem Georg-Reinhardt-Haus zu und meint »Es mag sein, dass ich meine Kompetenz als Dekan des Kirchenbezirkes Lörrach mit meiner Äußerung zu den Vorgängen überschreite, aber ich tue das gerne. Das Verhalten des Verwaltungsrates bzw derjenigen, die für ihn sprechen, ist weder evangelisch noch christlich. Der Schatten, der auf das Haus und auf das Ansehen der Kirche fallt, ist gewaltig. Es tut lückenlose Aufklärung Not, deshalb ist Einmischung erwünscht, nein gar geboten« - so der Vorsitzende des Diakonieverbandes Lörrach-Schopfheim Sieben Schopfheimer Wirte beteiligen sich an einer Veranstaltung des Gewerbevereins und Fokus Schopfheim mit dem Titel »Erste Life-Night mit Musik, Tanz und Gaumenfreuden«. Am Samstag, 13 August, kann man in der Innenstadt das Tanzbein schwingen und sich kulinarisch verwohnen lassen.
Die Fußballer des SVS müssen nach dem Abstieg aus der Bezirksliga in der kommenden Saison bei der Kreishga A antreten. Auch Trainer Thomas Schulz beendet neben zwei weiteren Akteuren seine Tätigkeit beim SVS Neuer Trainer wird Siegfried Schmitt aus Steinen. Ein konkretes Saisonziel will der neue Coach allerdings nicht ausgeben »Wir müssen uns erst einmal zurechtfinden in der neuen Liga«, macht er klar.
Dem Fußballverein Fahrnau wurde in einer Informationsveranstaltung des Stadtbauamtes erstmals die Planung eines gemeinsamen Sportzentrums vorgestellt. Der Verein halt fest, dass die Klärung wichtiger Detailfragen noch ausstehe. Eine Zustimmung zu den vorgelegten Planungsentwurfen sei noch nicht erteilt worden. Dennoch wird betont, dass der Verein dem Projekt gegenüber weiterhin offen eingestellt ist.
04. August 2005
Die BZ berichtet heute über einen jahrhundertealten Brauch, demzufolge die Gutenberg-Junger nach bestandener Gesellenprüfung gegautscht werden. Zwei junge Druckergesellen der Firma Uehhn ließen so ihre »Taufe« im Lowenbrunnen in Gundenhausen über sich ergehen.
Auch das Nachhaken des Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger, SPD, brachte keinen Stimmungswandel des Landratsamtes zur Nutzung der Kulturfabrik. Der große Hallenbau kann auch weiterhin für größere Veranstaltungen nicht genutzt werden.
Bürgermeister Christof Nitz darf Arbeitsjubilare der Stadt beglückwünschen und ehren. Zum 25-jährigen Jubiläum bei der Stadtverwaltung ehrt er Arno Asal, der zu Beginn dieses Jahres zum Stellvertretenden Kammerer aufruckte Dasselbe gilt für Jochen Sutter, der seit 25 Jahren im Öffentlichen Dienst und davon seit 15 Jahren bei der Stadtverwaltung beschäftigt ist.
Die Gemeinde Hausen gibt das Grundbuch an die Stadt Schopfheim ab Nachdem das Maulburger Grundbuch bereits in Schopfheim geführt wird, wird nun auch dasjenige von Hausen schon zum 15 Oktober 2005 von der Stadt Schopfheim übernommen Bürgermeister Christof Nitz und Bürgermeister Martin Bühler unterzeichnen die Übernahme-Vereinbarung im Beisein des Grundbuch-Ratsschreibers, Jürgen Sänger.
05. August 2005
Dieser Tage erschien über den Schopfheimer Märtyrer-Priester Dr. Max Josef Metzger eine neue Publikation von Hans Lipp mit dem Titel »Max Josef Metzger - ein Heiliger Europas«.
Keine guten Karten hat das Kreiskrankenhaus Schopfheim gemessen am Lagebericht 2004 der Klinken des Landkreises Lörrach. Die Bilanzen sind alles andere als erfreulich »Sollte es nicht gelingen, die finanzielle Situation zu stabilisieren, wird über eine weitgehende Umstrukturierung dieses Hauses nachzudenken sein«, heißt es im Bericht.
06. August 2005
Das Ökologie-Praktikum am Ende der 11. Klasse ist seit langem Tradition an der Schopfheimer Waldorfschule. Während man bisher durch heimische Wiesen und Wälder gegangen war, führten die diesjährige 11. Klasse die Wege jedoch in den hohen Norden. Es ging auf die Hallig Hooge. Zufällig und völlig unerwartet trafen die Schüler bei einer Überfahrt auf die Nachbarinsel Amrum den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Harry-Peter Carstensen. Anschließend gab der Ministerpräsident Autogramme und meinte, er habe sogar schon einmal von Schopfheim gehört.
Großer sportlicher Erfolg an der Friedrich-Ebert-Schule: Die Tischtennis-Mannschaft wurde Landessieger in Baden-Württemberg. Tim Strecker, Philipp Gsell, Mike Schultheiß, Kai Märtz und Sebastian und Patrick Eckert setzten sich ungeschlagen im Oberschulamts-Finale in Furtwangen durch.
08. August 2005
Unlängst feierte der Kindergarten Hintermatt bei strahlendem Sonnenschein sein Sommerfest unter dem Motto »Andere Länder, andere Menschen«.
Eine neue Broschüre informiert über die Stadt Schopfheim und deren Infrastruktur. Es ist dies die 12. Auflage; sie stammt vom Weka-Verlag.
09. August 2005
Heute meldet sich Kurt Härzschel, Mitglied des Verwaltungsrates im Georg-Reinhardt-Haus, mit einem Leserbrief und bedauert die teilweise unsachliche und polemische Art und die pauschale Verurteilung von Vorstand und Verwaltungsrat. Ziel von Georg Reinhardt, dem Gründer des Hauses, sei es gewesen, ein Haus mit christlicher Prägung zu schaffen. »Die Mitglieder sind unabhängige Frauen und Männer, die sich in diesem Sinne engagieren und ihre Aufgabe ernst nehmen«, schreibt er. In einer Anmerkung zur Altersstruktur des Verwaltungsrates meint er, dass er in der geäußerten Kritik eine versteckte Diskriminierung alter Menschen sehe.
Das Kinderferienprogramm der Stadt Schopfheim, von der Stadtjugendpflege organisiert und von den Vereinen durchgeführt, ist in vollem Gang. Dieser Tage haben Kinder zusammen mit den Ornithologen Nistkästen in den Sengelen kontrolliert.
Ute Vogt, SPD-Landesvorsitzende und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, zeigt sich beim Besuch im Tafelladen sehr angetan von dieser Einrichtung. Die Spitzenpolitikerin war in Begleitung von Staatssekretärin Marion Caspers-Merk und des Landtagsabgeordneten der SPD, Rainer Stickelberger. Beeindruckt zeigt sich die Abgeordnete auch vom historischen Rathaus und konnte sich im dortigen Saal schließlich ins Goldene Buch der Stadt Schopfheim eintragen.
Die Polizei ist Tempo-Rasern zwischen Langenau und Enkenstein auf den Fersen. Den Vogel schoss ein Motorradfahrer ab, dem die Polizei völlig verantwortungslose Fahrweise attestierte. Der Grund: er raste mit sage und schreibe 180 km/h durch die Kontrolle. Auf der Landstraße sind 100 km/h zulässig.
10. August 2005
Mit guten und sehr guten Ergebnissen bestanden die Auszubildenden der Schopfheimer Firma Rietschle Thomas ihre Abschlussprüfungen. Tina Dietsche als Jahrgangsbeste darf sogar ein zweimonatiges Praktikum bei Rietschle Thomas in Australien absolvieren.
11. August 2005
Vor einigen Tagen durfte Rektor Reinhold Fetscher 71 Kinder der 4. Klasse der Fahrnauer Grundschule verabschieden. 12 von ihnen wechseln auf die Realschule, 32 auf die Haupt- und Werkrealschule und 27 aufs Gymnasium.
Die Stadt lässt die Hochwasserschäden in der Silberrankstraße für rd. 50.000,- Euro reparieren.
Aufgrund der Turbulenzen um die Entlassung des Sozialdienstleiters am Georg-Reinhardt-Haus findet eine außerordentliche, nichtöffentliche Mitgliederversammlung des evangelischen Sozialwerkes statt. Die Presse meint, dass obwohl man bis Mitternacht getagt habe, man nicht alle Tagesordnungspunkte abhandeln konnte. Mitarbeiter des Hauses versammelten sich und wollten das Ergebnis der Sitzung möglichst rasch erfahren. Sie trugen auch Transparente mit sich mit der Aufschrift »Wir wollen einen Verwaltungsrat als Partner, nicht als Gegner«. Aus der Mitte der Mitgliederversammlung wurde dann ein Antrag gestellt, diese am Freitag, 19. August, weiterzuführen. Weder über die Neuwahl des Verwaltungsrates noch über die Satzungsänderung sei offenkundig geredet worden, meint die BZ später. Die Jahresbilanz oder der Heimaufsichtsbericht seien ganz normale Sitzungsthemen gewesen. Wie das Markgräfler Tagblatt mitteilt, legte jedoch Siegfried Walliser, der selbst bei der Sitzung nicht anwesend war, sein Amt als Vorsitzender des Verwaltungsrates aus gesundheitlichen Gründen nieder.
Kurz vor 21 Uhr kommt es auf der K 6352 zu einem Fahrzeugbrand. Ein Traktorfahrer war mit einem mit Strohballen beladenen Anhänger von Kürnberg in Richtung Gersbach unterwegs. Etwa 1,5 km nach Kürnberg bemerkte der Fahrer, dass auf dem Anhänger ein Brand ausgebrochen war. Die Feuerwehr musste sämtliche Strohballen entsorgen, obwohl der Brand schnell gelöscht worden war. Das Ganze dauerte 3,5 Std.
12. August 2005
Die Kontrahenten in Sachen Umnutzung der Schule Gersbach haben sich offenbar verständigt. Ein gemeinsamer Vorschlag zum Umbau des Gebäudes wurde unter der Leitung von Bürgermeister Nitz Ende der vergangenen Woche erarbeitet.
13. August 2005
»Wir befinden uns nach wie vor in einer wirtschaftlich schwierigen Lage«, betonte der Geschäftsführer der Städt. Wohnbau, Jürgen Sänger, bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2004. Das Minus im Berichtsjahr lag noch bei 15.000,- Euro, wobei dies durch eine Umschichtung der städtischen Zuschüsse und durch die Teilnahme am Sanierungsprogramm »Soziale Stadt« ausgelöst worden ist. Allerdings zeige der Trend - so meint auch die Vorsitzende, Bettina Bethlen - nach oben, falle doch das Minus deutlich geringer aus als noch im Vorjahr (276.000,- Euro). Trotz der angespannten Wirtschaftslage investierte die SWS im vergangenen Jahr mehr als 1,6 Mio. Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungen. Das meiste Geld wurde dabei in die Gebäude am Wiesenweg investiert. Sehr zufrieden über die Zusammenarbeit mit der Wohnbau Lörrach zeigten sich Sänger und Bethlen.
Heiße Rhythmen und eine Superstimmung begleiten die Premiere der ersten Life-Night unter dem Motto »Schopfheim tanzt«, die - vom Gewerbeverein organisiert - zusammen mit verschiedenen Gastronomen in der Innenstadt durchgeführt wurde. Besonders am Kronenbrunnen unter der Lenk-Plastik herrschte Lebensfreude pur.
14. August 2005
Die katholische Pfarrei St. Bernhard hat Besuch von jungen Menschen aus Madrid, die den Weltjugendtag in Köln besuchen wollen. 19 Jugendliche kamen in die Markgrafenstadt und fanden in Gastfamilien Aufnahme.
15. August 2005
16 Paare traten zur Mixed-Meisterschaft des TC Langenau an. Das Finale entschieden Angelika Schnell und Peter Matter für sich und zeichneten sich so als Vereinsmeister aus. Im Autohaus Gottstein trafen sich Handwerker und Bürger mit der CDU und den Landtags- und Bundestagskandidaten Ulrich Lusche und Dorothea Storr-Ritter. Stadtverbandsvorsitzende Heidi Malnati sprach sich für die Lockerung des Kündigungsschutzes und die Einrichtung betrieblicher Bündnisse für Arbeit aus. Auch wenn Störche sich um die Stadt herum in großer Zahl aufhalten, sind sie doch seit einigen Wochen schon wieder gänzlich aus dem Innen-Stadtbereich und insbesondere vom Turm der Michaelskirche verschwunden.
16. August 2005
Die Seelsorgeeinheit Schönau spendet dem Schopfheimer Tafelladen 4.000 kg Lebensmittel. Rund 100 Helfer vom Vorbereitungsteam »Weltjugendtag« sammelten in Schönau, Gschwend, Präg und Wieden die Waren ein, um sie dann nach Schopfheim zu transportieren.
Während des Jubiläums »50 Jahre Freunde des Gymnasiums Schopfheim« wurde der langjährige Vorsitzende, Karl Busch, zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Mit einer Spielerverstärkung setzt sich der Fußballverein Fahrnau ein ehrgeiziges Ziel. Nach drei Jahren in der Kreisliga B möchte der Verein mit seiner 1. Mannschaft wieder in die Kreisliga A aufsteigen.
17. August 2005
Herbert Jochum, Geschäftsführer der August Faller KG, mit Hauptsitz in Waldkirch und Niederlassungen in Binzen, will in die Niederlassung in Gündenhausen eine halbe Mio. Euro in eine neue Druckmaschine investieren. Das Unternehmen hat die Druckerei im Jahre 2002 von Klaus Max Trefzer übernommen. Nach einer firmeninternen Umstrukturierung spielt der Schopfheimer Betrieb mit rund 50 Mitarbeitern im Gesamtunternehmen die Rolle eines »Etikettenzentrums«. Die Firma zählt nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von rund 22% zu den führenden Herstellern von bedruckten Sekundärverpackungen für die Pharmaindustrie in Deutschland.
Ingrid Steven legt den Vorsitz beim Tafelladen, den sie seit der Vereinsgründung innehat, mit sofortiger Wirkung nieder. Sie betont, dass dies aus persönlichen Gründen erfolge. Der Verein hofft, bis zur Mitgliederversammlung im Oktober geeignete Kandidaten für den Vorsitz präsentieren zu können, so Oliver Batt in seiner Funktion als Stellvertreter. Er wird zusammen mit dem weiteren Vorstandsmitglied Wolfgang Gorenflo den Verein kommissarisch leiten.
»Froh über gute Kräfte im Georg-Reinhardt-Haus« sind einige Mitarbeiterinnen, die dies heute in einem Leserbrief zum Ausdruck bringen. Fritz Schmidt ist mit großer Freude von Heimbewohnern und Mitarbeitern wieder empfangen worden. Die Briefschreiberinnen hoffen, dass das Schiff wieder in ruhiges Fahrwasser kommen wird.
18. August 2005
Das MT berichtet über Funde, die der in Eichen lebende Ralf Lachmuth im Gewann Lindenbühl gemacht hat. Der Hobby-Archäologe ist sich sicher, dass er Steinwerkzeuge aus der Steinzeit gefunden hat, und meint außerdem, dass an diesem Ort ein früher Siedlungsplatz gewesen ist. Das Denkmalamt, das bereits vor zwei Jahren eingeschaltet worden war, meint allerdings, dass der Fund Teil eines Drainage-Systems ist und hat ihm weitere Grabungen untersagt. Der Hobby-Archäologe ist überzeugt davon, dass nicht nur im Gewann Lindenbühl, sondern auch im Steinacker riesige alte Siedlungsplätze liegen. Er will sich nicht entmutigen lassen und forscht weiter.
19. August 2005
Der Gewerbeverein gibt sich in der Nachschau sehr zufrieden mit der ersten Life-Night »Schopfheim tanzt«. Schätzungsweise 2.000 Besucher tummelten sich am Samstagabend in der Innenstadt, um sich musikalisch und kulinarisch verwohnen zu lassen, so der Gewerbeverein.
Der Verwaltungsrat des Georg-Reinhardt-Hauses hat eine neue Führungsspitze. Konrad Hesse wurde zum neuen Vorstand gewählt, Gerhard Hafner zum Stellvertreter. Die beiden lösen Siegfried Walliser und Edwin Baur ab, die beide aus gesundheitlichen Gründen aus Vorstand und Verwaltungsrat ausscheiden. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Marianne Zabel und Jürgen Multner. Gleichzeitig hat Helfried Heidler sein Mandat im Verwaltungsrat niedergelegt, da er ohnehin vorhatte, bei den nächsten regulären Wahlen nicht mehr zu kandidieren. Auch Harald Klemm ist aus dem Verwaltungsrat des evangelischen Sozialwerkes ausgeschieden. Der neue Vorsitzende, Konrad Hesse, war Geschäftsführer bei Endress & Hauser. Gerhard Hafner kommt ebenfalls aus der Industrie. Im Georg-Reinhardt-Haus freut man sich über diese Entscheidung.
20. August 2005
Philipp Schmidt, mit dem Fahrrad losgezogen war, um Südamerika zu erkunden, ist in der Markgrafenstadt wieder eingetroffen. Der junge Schopfheimer strampelte von Buenos Aires an die Südspitze des amerikanischen Kontinentes, nach Ushuaia in Patagonien und über Chile und die Anden wieder zurück. 8.000 km in sechs Monaten legte er meist alleine zurück. Einsam hatte sich Philipp Schmidt in den Weiten Südamerikas jedenfalls nie gefühlt, am allerwenigsten, wenn er in der Einöde sein Minizelt aufschlug, doch nun genießt der junge Mann erst einmal das Zusammensein mit seiner Familie.
Hans O Steiger publiziert im MT seinen 40. Beitrag über die Häuser an der Wehrer Straße.
21. August 2005
In den Morgenstunden geht eine Gartenhütte nahe dem Wiechser Schützenhaus in Flammen auf. Trotz sofortigem Einsatz der Wehr brannte die Hütte nieder.
22. August 2005
Ende der vergangenen Woche tagte der Ortschaftsrat Gersbach, um einen Kompromissvorschlag über die Verwendung des Schulhauses zu diskutieren. Der Vorschlag wurde zwischen den Beteiligten und der Stadtverwaltung erarbeitet. Diese Planung hat der Ortschaftsrat mit vier Ja-, 2 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen nur zähneknirschend angenommen, wie es in der Presse heißt.
Die Feuerwehr unter der Leitung von Hanspeter Meyer war in der Hauptstraße (Pflug-Kurve) unterwegs, dort sollte es unangenehm riechen. Es war unerklärlich auch die Suche nach Gas zusammen mit Badenova verlief ergebnislos. Den Feuerwehrmännern blieb nichts anderes übrig, als unverrichteter Dinge wieder abzurücken. Dem Gschmackle kam man nicht auf die Schliche.
Mit den Bauarbeiten am Schopfheimer Bahnhof zum Anheben der Bahnsteige wurde begonnen. Auf diese Weise werden die Voraussetzungen für einen stufenlosen Einstieg in die Fahrzeuge ermöglicht.
23. August 2005
Erneut ist die Ortsdurchfahrt Raitbach wegen Bauarbeiten gesperrt.
24. August 2005
Im Rahmen eines von der EU geförderten Sportprojektes wurden drei TSG-Badmintonspieler zu einem gemeinsamen Lehrgang mit Nachwuchsspielern aus Baden und dem Elsass eingeladen. Sie werden im November in einem Vergleich der Länder antreten. Nominiert wurden Paloma Wich, Laura Wich und Saverio Segreto.
Der Gewerbeverein muss für die Weihnachtsbeleuchtung höhere Kosten an die Stadt abführen. Deswegen ruft er bereits heute seine Mitglieder auf, höhere Beiträge zu entrichten, da er aus eigenen Finanzmitteln die von der Stadt geforderten 5.000,- Euro nicht begleichen kann. Dem Verein ist dies sehr wichtig, denn der Vorstand kann sich nicht vorstellen, dass Schopfheim ohne Weihnachtsbeleuchtung sein sollte.
Das vergangene Wochenende war für die »Krone« in Wiechs nicht nur gastronomisch ein Erfolg - das Haus lud erneut zu einem Sommerfest ein. Dazu kam fast die gesamte Kutscher-Szene der Region. Viele Gespanne - trotz zeitweilig ungastlichem Wetter - fuhren quasi sternförmig in den Dinkelberg-Ortsteil. Rosse und Kutschen waren auf Hochglanz poliert.
In einem Pressegespräch machen Klinik-Vertreter deutlich, dass der Erhalt der kleinen Krankenhäuser der Kliniken-GmbH am Herzen liegt. Daher soll es zu einer Neuordnung der Chirurgie kommen, mit dem Ziel, das Schopfheimer Haus zu erhalten. Chefarzt Dr. Günter Zabel sagte, dafür werde die seit 24 Jahren am Schopfheimer Krankenhaus bestehende Hand- und Plastische Chirurgie weiter ausgebaut. Zum Spektrum der Handchirurgie zählen etwa auch Rheuma- und Sehnenchirurgie sowie die Bereiche Osteosynthese und Periphere Nerven. Am 1. Oktober soll zudem die Oberarztstelle der Fußchirurgie neu besetzt werden. Die Behandlung diabetischer Füße hat in Schopfheim in Zusammenhang mit der Diabetologie einen besonderen Rang. »All das sind Maßnahmen, um die Einbrüche aufzufangen«, meint Dr. Zabel, »wir hoffen, dass wir mit der Schaffung des ambulanten OP-Zentrums wieder positive Erlöse haben werden«. Außerdem sollen rd. 200.000,- Euro in die Neugestaltung des Eingangsbereichs und eines neuen Sekretariates investiert sowie neue Behandlungs- und Untersuchungsräume geschaffen werden. Im Oktober ist Baubeginn, wobei auch neue Räume für operative Eingriffsräume geplant sind. Das ambulante OP- Zentrum soll dann, nach einer Bauzeit von drei Monaten, im neuen Jahr eröffnet werden.
Ein junger Schopfheimer und drei junge Schopfheimerinnen kehren vom Weltjugendtag aus Köln zurück und zeigen sich restlos begeistert. In der Badischen Zeitung schildern sie ihre Eindrücke von der Begegnung mit andern Jugendlichen aus aller Welt.
Bei der Stadtverwaltung laufen die Vorbereitungen für die Bundestagswahl auf Hochtouren, nachdem gestern das Bundesverfassungsgericht die Wahlanfechtung zurückwies.
27. August 2005
Die Gersbacher »Latschi-Clique« feiert das 25-jährige Bestehen. Angst vor dem Hagelunwetter vor zwei Wochen hatte auch der Stadtförster Helmut Bäckert, denn seiner Meinung nach ist der Zustand des Waldes nicht der beste. Die Folgen von »Lothar« und die Stresssituation des trockenen Jahres 2003 sind noch immer unübersehbar, dazu kommt noch der Borkenkäfer, der im Revier, das bis zu 65% aus Laubwald besteht, sein Unwesen treibt. Wenn der Käfer entdeckt wird, wird das Holz sofort aus dem Wald geschleift, bevor Zeit für weitere Generationenbildungen vergeht.
Die Kliniken des Landkreises und damit auch das Schopfheimer Krankenhaus sollen kommunal bleiben, fordert der Gesamtbetriebsratsvorsitzende, Peter Kapitz, in einem Schreiben an die Bundestagskandidaten. Die BZ berichtet heute darüber, dass der Brunnspark in Ronneby zum beliebtesten Park Schwedens des Jahres 2005 gekurt wurde.
Pünktlich zum »Städtli-Fest« trat ein Wetterwechsel ein Die Organisatoren um Heike Zeiher hatten großes Wetterglück. So durfte dann auch Bürgermeister Christof Nitz den Fassanstich unter den Linden bei Sonnenschein vornehmen. 18 Vereine und Gruppierungen waren beim diesjährigen Fest vertreten.
28. August 2005
Kurz vor Antritt seiner Konzert-Tournée in Chile gibt der in Schopfheim aufgewachsene Pianist Wolfram Lorenzen seine traditionelle Sommer-Matinee im Martin-Luther-King-Saal des evangelischen Gemeindehauses. Das begeisterte Publikum durfte ein Konzert auf höchstem pianistischen Niveau erleben.
29. August 2005
Anfang dieses Monates war die Jugendkapelle Schopfheim unter der Leitung von Marion Schimke und Martin Aust für fünf Tage in der Partnerstadt Kleinmachnow. Alle waren sich einig dann, eine sehr schone gemeinsame Woche mit dem Wunsch nach einem Wiedersehen erlebt zu haben.
30. August 2005
»Das,Städtli-Fest’ ist sehr gut gelaufen«, meint Heike Zeiher stellvertretend für alle Beteiligten. Erstmals haben auch alle Veranstalter auf den Ausschank von Alcopops verzichtet. Mit Heike Zeiher haben fast 400 Helfer, die beim Fest tätig gewesen sind, allen Grund zur Freude. Wahre Begeisterungsstürme ruft die Stadtmusik Schopfheim unter dem Dirigat von Stadtkapellmeister Max Lehmann beim »Städtli-Fest« hervor. Auch Poligny ist - wie all die Jahre zuvor - mit Käse und Wein am Fest präsent.
31. August 2005
Mit insgesamt 385 Veranstaltungen präsentiert sich das neue vhs- Herbst/Winter-Programm 2005/2006, das von Margit Jüngerkes und ihrer Stellvertreterin Brigitte Fleck vorgestellt wurde.
Landrat Walter Schneider reagiert auf den Betriebsrat der Kreiskrankenhäuser, der die Bundestagskandidaten zur Stellungnahme zu einer möglichen Privatisierung der Krankenhäuser aufgefordert hatte. Der Landrat betonte: »Es gibt keinen Kontakt der Kliniken GmbH zur privaten Helios-Gruppe im Blick auf eine Beteiligung dieses privaten Klinik-Unternehmens an den Kreiskliniken«. Schneider bekräftigt, dass es solche Gespräche derzeit auch mit keinem andern Krankenhaus- Träger gebe. Ob es sie jemals geben werde, entscheide der Kreistag. Die Türen des Kindergartens im Oberfeld wurden nun endgültig geschlossen. In wenigen Tagen wird die Freie Evangelische Schule Schopfheim mit ihrer Arbeit beginnen und ihre erste Klasse, die in Schopfheim neu eingerichtet wird, eröffnen.
01. September 2005
Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Lörrach ist im August unverändert bei 6,2% geblieben.
Neben vielen andern Aktivitäten waren dieser Tage die Schopfheimer Kinder, die am Ferienprogramm teilnehmen, mit dem Schwarzwaldverein auf dem Hohe-Möhr-Turm. Daneben waren beispielsweise Kinder in der Stadtbibliothek, um lustigen und traurigen Geschichten, u.a. von Paul Mahr, vorgelesen von Bibliothekar Kurt Menter, zuzuhören.
Erstaunt zeigt sich der CDU-Vorstand über das Verhalten der Stadtverwaltung und meint, dass es beim Besuch des Ministerpräsidenten in der Stadthalle keinen Urlaub geben dürfe. Es müsse doch organisierbar sein, beim Besuch einer namhaften Persönlichkeit die Stadthalle zu öffnen, obwohl der eine Hausmeister im Urlaub weile und ein anderer krank sei. »Wir wurden doch zum Wohle der Stadt gewählt und wenn der Ministerpräsident nach Schopfheim kommen möchte, müssen wir die Halle doch öffnen«, so die CDU-Vertreter. Dass die Nutzungsmöglichkeit nun erst nach einem Machtwort des Bürgermeisters von dessen Urlaubsort aus ermöglicht worden ist, findet der CDU-Vorstand mehr als erstaunlich.
Mit dem Abbau des Schwarzwald-Dächlis wurde begonnen.
02. September 2005
56 Mädchen und Buben kommen zum Reiterhof in den Sengelen, um etwas über den Umgang mit Pferden zu erfahren. Das Angebot gestaltete der Reitverein im Rahmen des diesjährigen Kinderferienprogrammes.
Regina Jaekel ist seit gestern Pastoral-Referentin in der katholischen Pfarrgemeinde Schopfheim. Die 43-jährige gebürtige Waldshuterin hat in den vergangenen fünf Jahren im oberbayerischen Penzberg gearbeitet. Ihre Tätigkeit in Schopfheim ist eine 50%-ige Beschäftigung für die gesamte Seelsorgeeinheit mit Schopfheim, Steinen, Hollstein, Maulburg, Hausen und Tegernau.
Die SPD kritisiert die Vorhaben des Landes, Zuschüsse an Gemeinden um weitere 30 Mio. Euro kürzen zu wollen, und fordert den Bürgermeister auf, am Montag an den Ministerpräsidenten bei dessen Besuch kritische Worte zu richten.
03. September 2005
Die bevorstehende Bundestagswahl führt auch die Kandidaten der Parteien in die Markgrafenstadt. Dieser Tage war CDU-Kandidatin Dorothea Störr-Ritter im Mütterzentrum und im Georg-Reinhardt- Haus, um sich vor Ort zu informieren.
Gut besucht ist das Sommerfest der SPD beim »Hexen«-Heim in Gündenhausen. Auch die SPD-Abgeordnete Marion Caspers-Merk ließ es sich nicht nehmen, für ihre Genossen nach Schopfheim zu kommen. Rainer Stickelberger, SPD, MdL, ist ebenso mit von der Partie.
Einen ganz besonderen Besuch darf die Familie de Nadal, Besitzer der Eisdiele »Cortina« in der Hebelstraße, verzeichnen. Der Bischof der Erzdiözese Belluno, Giuseppe Andrich, und sein Sekretär, Christian Mosca, statten ihren Landsleuten einen Besuch ab. Dies kam durch Vermittlung des Vereins »Bellunesi nel mondo«, eine Organisation, die versucht, die ausgewanderten Belluneser in aller Welt zu erreichen, zustande. Man sei sehr stolz auf diesen Besuch, sagte Tochter Paola de Nadal. Auch die Eltern und Besitzer, Bruno und Carolina de Nadal empfanden den Besuch als große Ehre.
05. September 2005
Drei Tage lang war die Gewerbe-Akademie Schopfheim Gastgeber der Ausbilder-Tagung »Bau 2005«. Rund 120 Ausbilder von Unterrichtszentren aus ganz Baden-Württemberg nutzten das umfangreiche Informations- und Austauschprogramm. Alt-Bürgermeister Klaus Fleck referierte während dieser Tagung auch über die Folgen der demographischen Entwicklung. 350 Personen kommen in die Stadthalle, um beim Besuch des Ministerpräsidenten Günther Oettinger, der auf Wahlkampf-Tour auch in der Markgrafenstadt Halt macht, dabei zu sein. »Wir sind stolz auf Angela Merkel wegen ihrer kompetenten Arbeit«, betont der Ministerpräsident. Er geht auch auf das Fernseh-Duell mit Bundeskanzler Schröder ein und meint, dieser sei mürrisch, dünnhäutig und leicht arrogant gewesen. Zunächst hielt jedoch Willi Stächele, Staatsminister, eine kleine Ansprache und betonte, dass ihm die Europa-Politik ein Anliegen sei. Am Beginn der Veranstaltung lag es jedoch bei der Stadtverbandsvorsitzenden, Heidi Malnati, den Ministerpräsidenten und den Staatsminister sowie die zahlreichen Gäste zu begrüßen. Bürgermeister Christof Nitz begrüßte Günther Oettinger ebenfalls und überreichte ihm zur Erinnerung an den Schopfheimer Aufenthalt den Nachguss eines Erwin-Teufel-Kopfes, der im Original an der Lenk-Plastik auf dem Marktplatz angebracht ist.
06. September 2005
Magdalena Schneider zeigt ihr bildnerisches Schaffen in einer Ausstellung im Foyer der IHK.
08. September 2005
Das Gebiet Schlattholz - zwischen der Schlattholzstraße und dem Rosengarten in Fahrnau - soll, wie ja bereits bekannt wurde, künftig als Baugebiet ausgewiesen und nun auch überplant werden. Die Stadtverwaltung will ein gutes städtebauliches Konzept dafür. Aus diesem Grunde haben sich Stadträte und Verwaltung hinter verschlossenen Türen mit der Kommunalkonzept-Sanierung Freiburg zusammengesetzt und über Leitlinien einer Bebauung diskutiert. Das Ergebnis sieht ein Quartier für experimentellen Wohnungsbau und einen Bereich für eine Feng-Shui-Siedlung vor - wobei ein besonderer Schwerpunkt beim experimentellen Wohnungsbau auf Holzbauweise liegt. Weiter soll zum Rosengarten hin ein mehrgeschossig abgestufter Wohnungsbau erfolgen, entlang der Bahnlinie eine Doppelhaus-Bebauung. Nun wird sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen und wenn möglich beschließen, dass drei Planungsbüros sowie drei Universitäten sich dieser Gedanken annehmen und in eine konkrete Planung überführen. Das Tourismus-Büro, allen voran die BA-Studentin Carina Sigg, ist bereits dabei, eine Gäste-Befragung durchzuführen, die mit der Befragung von 1982 verglichen werden soll. Man wird dabei erkennen können, inwieweit heute andere Erwartungen und Vorstellungen vorhanden sind.
Erwin Jost, Alt-Ortsvorsteher in Raitbach, hat eine Dokumentation zum 100. Geburtstag des Raitbacher Friedhofs zusammengestellt. Emerentia (Enzian) Piepenbrink feiert heute ihren 106. Geburtstag. Sie ist die älteste Einwohnerin, die Schopfheim wohl je hatte.
Der Kinderschutzbund bietet erneut einen Qualifizierungskurs für Tagesmütter an.
Die Vorsitzende des Mütterzentrums, Maria Schulz, freut sich über die Spende einer CDU-Kegelrunde, die von Marianne Zabel und Dorothea Kuri in Höhe von 450,- Euro überreicht wurde.
09. September 2005
Mit knapp 80.000 Gästen bleibt die Besucherzahl im Schwimmbad deutlich unter der des Vorjahres. Etwa 6.000 Badegäste weniger waren zu verzeichnen. »Trotz der schrittweisen Entwicklung zu einer Art Erlebnisbad machte das Schwimmbad ein Verlustgeschäft«, so Geschäftsführer Christopher Kunz. Ob aus diesem Grund weitere Erneuerungen wie der geplante Matschbereich für Kinder im nächsten oder erst im übernächsten Jahr gebaut werden, bleibt daher fraglich. »Wir müssen zuerst den Jahresabschluss ab warten«, so der private Betreiber. Die GRÜNEN lehnen eine Bebauung des Gebietes Schlattholz grundsätzlich ab.
Die Stadtverwaltung ist für die Bundestagswahlen am 18 September bestens gerüstet 219 junge Menschen dürfen bei dieser Wahl erstmals an die Urne gehen »Insgesamt sind 13 937 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt«, so der federführende Sachbearbeiter bei der Stadt, Klaus Jackh. In der ehemaligen Seilerei-Halle der Hanf-Union startet am Samstag eine Gemeinschaftsausstellung »SchopfArt« Es präsentieren 12 Kunstler aus der Region ihre Werke. Die lang gezogene, 84 Jahre alte, verwaiste Fabrikhalle hat es diesen Kunstschaffenden angetan - so wollen sie diesen Raum als Ausstellungsflache nutzen 10 Jahre »Zahnef(l)etschereien« werden in der ausverkauften Fahrnauer Festhalle begangen Reinhold Fetscher mit seinen beiden Töchtern lief zur Höchstform auf, wie die Presse meint Als Uberraschungsgaste des Abends traten noch Edi Steinfeider und die »Schnaderente« Monika Schmidt auf.
10. September 2005
Vom 19 September an soll es - so Schulleiter Wolfgang Stocker vom THG - am Gymnasium einen täglichen Mittagstisch geben. Die Küche des Markus-Pfluger-Heimes wird den Versuch zunächst mit 50 täglichen Mahlzeiten starten.
Über konstante Schülerzahlen berichten die Schopfheimer Schulen, wenn es gilt, heute mit einem neuen Schuljahr zu beginnen. An der Grundschule Fahrnau und an der Dr Max-Metzger-Schule wurde aufgrund der zuruckgehenden Schülerzahlen jeweils eine Klasse weniger eingerichtet Lediglich beim Theodor-Heuss-Gymnasium spricht Direktor Stocker davon, dass das Haus mit 1 230 Schülerinnen und Schülern trotz 12 neuer Klassenraume bis unters Dach gefüllt sei. Das 25-jährige Jubiläum feiert die Muettersproch-Gsellschaft im Maiberg- Saal in Enkenstein.
11. September 2005
Zum »Tag der Heimat« halt sich der Hohe-Möhr-Turm vornehm bedeckt Nebelschwaden sorgen dafür Zeitweise verhindert auch der Regen ein gebührendes Feiern, das der Schwarzwaidverein wieder am Turm organisiert 18 Schreiner stellen ihre Gesellenstucke in der Gewerbe-Akademie aus und zeigen so ihr Können.
Nachdem die Mixed-Clubmeisterschaften beim Tennisclub Langenau bereits ausgetragen worden sind, galt es nun, in den übrigen Klassen die Meister zu ermitteln. Bei den Juniorinnen stand Fleur Schnell und bei den Junioren Florian Strütt auf der Siegertreppe. Bei den Herren sicherte sich Thilo Dziergwa den Titel. Das Damen-Doppel entschieden Dons Bannwarth und Gaby Naskrent für sich, wahrend bei den Herren im Doppel Jürgen Hlawatschek und David Kummle siegten.
12. September 2005
Die Bürgerliste wendet sich in einer Fraktionsbesprechung zur Vorbereitung der nächsten Gemeinderatssitzung eindeutig gegen den Hochwasser-Bypass von Eichen zur Wiese. Ausdrücklich lobend anerkennt die Fraktion die Sparanstrengungen der Stadt und unterstützt die Bemühungen zur Überplanung des Schlattholz-Areals.
Die CDU zieht ihren Antrag, die Hauptschule in Gersbach aufzulösen, zurück. Dieser war bekanntlich Ende Juli in einer Sitzung in Gersbach mündlich ausgesprochen worden. Bürgermeister Nitz meint, dass es einen Eingemeindungsvertrag gebe, an den man sich halte.
Der Gemeinderat beschließt eine Änderung bei der Straßenreinigung und beim Winterdienst, damit die Kosten für den Haushalt etwas gesenkt werden können. Es wird demzufolge in den Ortsteilen weniger gereinigt und es gibt Einschränkungen im Winterdienst. Gleichzeitig appellierte der Gemeinderat an die Burger, zumindest die Bürgersteige, wie von der Satzung und vom Gesetz gefordert, zu reinigen, zu streuen und von Unrat zu befreien.
Der Bürgermeister gibt in nichtöffentlicher Sitzung dem Gemeinderat die Abrechnung des Beach-Volleyball-Turniers bekannt. In der öffentlichen Sitzung meint er, dank Sponsoren habe die Stadt keine Mittel aus dem städtischen Haushalt gebraucht.
Die Diskussion um die Schule und den Kindergarten Gersbach beschäftigt erneut den Gemeinderat. Nachdem Bürgermeister Christof Nitz zusammen mit den Beteiligten einen Kompromissvorschlag erarbeitete, soll nun nach einem entsprechenden SPD-Antrag derzeit gar nichts geschehen, es sollen zuerst die Grundstücke, auf denen der Kindergarten steht, zum Kauf angeboten werden Erst wenn Käufer gefunden sind, werden weitere Schritte endgültig beschlossen Artur Cremans meint für die SPD »Mit diesem Vorgehen sind wenigstens die finanziellen Rahmenbedingungen geklärt« In der Zwischenzeit könne über weitere Verbesserungen und Kosteneinsparungen nachgedacht und neue Kompromisse geschlossen werden.
Im Stadtpark wird ein 52-jähriger, wohnsitzloser Mann von drei Schlägern brutal niedergeschlagen.
In öffentlicher Sitzung beschäftigen sich die Damen und Herren des Gemeinderates mit der Bebauung des Schlattholzes zwischen der Königsberger Straße und dem Rosengarten. Gegen die Stimmen der GRÜNEN und der Unabhängigen soll die Planung nun in die nächste Phase eintreten. Im Oktober soll darüber entschieden werden, welche Unternehmen bzw. Büros oder Universitäten mit der Überplanung dieses großen Geländes beauftragt werden sollen. Die meisten Kommunalvertreter sehen in dieser Planung eine wichtige Zukunftsperspektive. Das konsequente Vorgehen sei im Sinne einer Stadtentwicklung zu sehen Einzig Karl Selz kann sich mit der Einbeziehung des Sportgelandes nicht anfreunden, denn die Stadt verkaufe hier nur Gelände, weil sie Geld brauche Marianne Zabel meinte für die CDU »Wir stellen uns der Herausforderung«
Der Gemeinderat verabschiedet den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2004. Der Verwaltung wird sparsames und wirtschaftliches Verhalten durch alle Fraktionen bestätigt. Die Jahresrechnung schließt im Verwaltungshaushalt mit 25 679 243,16 Euro ab Vom Vermögenshaushalt müssen zum Ausgleich des Vermögenshaushaltes diesem 5 170 260,11 Euro zugeführt werden. Die Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes liegen bei 13 092 119,68 Euro Durch die sparsame Wirtschaftsführung mussten gegenüber der Planvorgabe 538 539- Euro weniger zum Ausgleich vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt abgeführt werden. In gleicher Sitzung wurde auch der jährliche Beteiligungsbericht vorgelegt.
13. September 2005
28 Waldbesitzer aus Gersbach sind entsetzt, denn sie wollten entlang der Kreisstraße in Richtung Todtmoos einen Sicherheitshieb vornehmen. Damit sollten Gefährdungen von Verkehrsteilnehmern bei Schneebruch auf ein Minimum herabgesetzt werden. Nun kommt aber der Landkreis als Besitzer der Straße und will eine Kostenubernahme- Erklarung der privaten Waldbesitzer für eventuelle Straßenschaden. Die vorgesehenen Waldhauer-Arbeiten finden nun nicht statt Wie es weitergehen soll, weiß man derzeit nicht.
Der Tennisclub Schopfheim hat zum ersten Mal auf der Anlage im Oberfeld ein Werner-Rietschle-Gedächtnisturnier ausgetragen Gerade noch rechtzeitig stoppt die Polizei einen Racheakt im Schopfheimer Stadtpark. Ein 20-jähriger Turke hatte sich zusammen mit Verstärkung in den Park begeben, um seinen Vater zu rachen, der von einem Unbekannten - vermutlich aus der Stadtpark-Szene - verprügelt wurde. Die Polizei kam noch rechtzeitig, um sich zwischen die bereits zum Angriff bereiten Gruppen zu stellen.
14. September 2005
Während bisher die vhs die Konzertreihe in St Agathe veranstaltete, tritt nun die Stadt selbst als Veranstalter auf Michael Herrmann stellt die Konzertreihe vor, die am 30 September beginnen wird.
15. September 2005
Die Elterninitiative am THG (ITHG) hat in Schopfheim eine groß angelegte Sparschwein-Aktion gestartet, um so das Geld für den Mensa-Erweiterungsbau am Gymnasium mitzufinanzieren 11 Arzte aus dem Landkreis, die selbst ambulant operieren, wenden sich gegen das neue Konzept, das Schopfheimer Krankenhaus zu einem ambulanten OP-Zentrum auszubauen Dieter Ahlbrecht, Geschäftsführer der Kreiskhniken GmbH, sieht indes keinen Anlass, vom Kurs abzuweichen.
Die Firma EKATO Solidmix GmbH weiht das neue Technik-Zentrum ein. Mit dieser Einrichtung schafft das Unternehmen perfekte Versuchsbedingungen für die Chemie, die Lebensmittel- und die pharmazeutische Industrie Geschäftsführer Uwe Schmidt durfte die Einweihung vor zahlreichen Gästen, Kunden und Firmenangehorigen vornehmen 1996 begann die Tochterfirma mit fünf Mitarbeitern. Sie erwirtschaftet derzeit einen Umsatz von 7 Mio Euro und hat gegenwärtig 23 Mitarbeiter beschäftigt.
Heinrich Haasis, Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, besuchte die Sparkasse Schopfheim-Zell.
16. September 2005
Ein Dachs ist in den Morgenstunden gleich Ursache für zwei Unfälle auf der B 317, bei der Abfahrt nach Gündenhausen. Das Tier wurde erst von einem PKW und dann von einem Motorrad überrollt. Der Motorradfahrer stürzte und verletzte sich schwer. Auf der Gegenfahrbahn krachte es, weil ein PKW wegen des Unfalls bremste. Drei Autos fuhren aufeinander. An zweien entstand größerer Sachschaden.
17. September 2005
Der Mietvertrag für den Schnäppchen- und Sonderposten-Kaufmarkt Thomas Philipps in Gündenhausen (Gänsmatt) läuft zum Jahresende aus. Die Leiterin des Marktes, Beate Bauer, meinte, es sei schwer, einen neuen Standort zu finden. Die Arbeitslosigkeit von 20 Mitarbeitern droht zum Ende des Jahres.
Nach Abschluss des 2. Quartals klafft im Stadthaushalt ein Defizit von 300.000,- Euro. Durch Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer und durch die Mai-Steuerschätzung ist dieser Einbruch zustande gekommen.
18. September 2005
Schopfheim wählt den Bundestag. Aber nicht nur dies - auch der verkaufsoffene Sonntag bestimmt das Geschehen in der Stadt. Tausende von Menschen strömen in die Innenstadt, um die Möglichkeit des sonntäglichen Einkaufens zu nutzen. Auch der Kunsthandwerker- Markt, der zeitgleich in der Altstadt stattfindet, findet regen Zuspruch. Während des verkaufsoffenen Sonntags wurde eine »Kunstaktion Stadtverschönerung« des Steps-Wege-Vereins an der Mauer zum Brüderlin- Garten in der Scheffelstraße begonnen. Auf drei Mauerfeldern entsteht dort ein Mosaik.
Die vhs macht beim »Tag der offenen Tür« ihre Räume zugänglich. In Räumen der ehemaligen Hanf-Union wird erstmals eine Kunstausstellung, die Schopf-Art, eröffnet. Die Initiatorin der Ausstellung, Rita Ißleib, freut sich, die Schau zu präsentieren.
Trotz Bundestagswahl treffen sich die Wiechser Kicker zu einem Gaudi- Kick.
19. September 2005
Erste Leserbriefe wenden sich gegen den Beschluss des Gemeinderates, das Schlattholz zu bebauen und den Sportplatz nach Fahrnau zu verlegen.
Wenn es ausschließlich nach den Schopfheimer Wählern gegangen wäre, müsste Rot-Grün die Regierungskoalition fortsetzen, denn in der Markgrafenstadt sind die Mehrheitsverhältnisse eindeutig. Wie bereits 2002, konnte die SPD ihre Spitzenstellung behaupten. Lediglich bei den Zweitstimmen verlor sie 4,12%. Die CDU kommt auf 30,18% gegenüber 31,7% im Jahre 2002. Bei den Erststimmen sind die Ergebnisse eindeutig: Marion Caspers-Merk erhält 47,47% und wird erneut im Bundestag vertreten sein. Dorothea Störr-Ritter von der CDU hat 34,83%. Bei der letzten Wahl hatte sie noch 36,5% erhalten. Die Wahlbeteiligung in Schopfheim lag bei 74,88%, das sind 2,39% Prozentpunkte weniger als bei der letzten Wahl. Marion Caspers-Merk zeigt sich mehr als zufrieden über das Ergebnis ihrer Partei, während Dorothea Störr-Ritter über das Resultat der Wahl enttäuscht ist. Erleichtert hingegen war sie über das Abschneiden der Linken. Sie meinte, für ihre Begriffe sei deren Anteil immer noch viel zu hoch. »Für mich ist das ein Riesenergebnis von über 8% auf Bundesebene«, meint Günther Gent, der Schopfheimer Kandidat für die Linke/PDSFür ihn ist das Resultat auch ein Beweis für die Richtigkeit der linken Politik.
Bürgermeister Christof Nitz informiert in der Bauausschusssitzung darüber, dass Gerhard Brutschin eine neue Linde für den Stadtpark stiften wird. Dort war die 150 Jahre alte Linde neulich einem Sturm zum Opfer gefallen.
Im Bau-, Umwelt- und Technik-Ausschuss wird über die zukünftige Sportanlage in der Grienmatt diskutiert. Die Frage, ob es eine tolle Vision oder eher ein Hirngespinst sei, ob Kosten-verschlingender Unsinn oder zukunftsweisendes Projekt - darüber gingen die Meinungen im Ausschuss auseinander Würde die Vision von Bürgermeister Christof Nitz wahr, gäbe es in der Grienmatt ein Stadion mit Laufbahnen und Leichtathletik-Einrichtungen, sechs Tennisplätze, zwei Großspielfelder, Kleinfelder mit Tartan-Belag, Basket- und Volleyball-Plätze sowie ein Gebäude für Vereine, das auch gleichzeitig als Ersatz für die Fahrnauer Festhalle in der Turnstraße dienen könnte. Damit jedoch nicht genug. Auch die Skater-Anlage soll aus dem Schlattholz in die Grienmatt verlegt werden Kosten dieses Projektes nennt der. Bürgermeister hingegen nicht »Es kann bis zu 22 Millionen kosten, allerdings abhängig von den Wünschen«, meint er Angesichts klammer Kassen rief die Diskussion bei vielen Zuhörern, die zur Sitzung gekommen waren, Kopfschutteln hervor Details sind noch ungeklärt, so bestehen beim Sportverein Schopfheim und beim Fußball-Verein Fahrnau unterschiedliche Vorstellungen, zumal der Fußball-Verein Fahrnau seine bisher im Eigentum befindlichen Sportplätze und das Sportheim einbringen musste. Der Bürgermeister warb für seine Überlegungen und meinte »Machbar ist es nur, wenn die Schlattholz-Bebauung kommt, der Hochwasserschutz verwirklicht wird und die Verlegung der Sportplätze damit verbunden werden kann« Mit den Stimmen von acht Gemeinderaten, vier Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde die Stadtverwaltung schließlich beauftragt, die Planungen weiterzufuhren.
20. September 2005
Der Gewerbeverein zeigte sich mit dem Ergebnis des verkaufsoffenen Sonntags ebenso zufrieden wie Fokus Schopfheim. Auch Frank Hedtke und Claudia Hofmann, die Organisatoren des Kunsthandwerker-Marktes, sind durchweg zufrieden.
Der Kabarettist Ralf Hackler tritt im »Goldenen Löwen« auf. »Wir freuen uns über den Wahlsieg in Schopfheim und das Direktmandat von Marion Caspers-Merk«, betont Gaby Ludwig, stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereines. »Wir hatten mit einer stärkeren Abstrafung gerechnet«, räumt sie ein. Als äußerst spannend beurteilt sie die Regierungsbildung. »Wenn die SPD regieren will, geht das nur über eine Ampel mit GRÜNEN und FDP«, meint sie weiter. Nicht erfreut über den Wahlausgang zeigt sich die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Heidi Malnati. »Schade vor allem, dass es Dorothea Storr- Ritter nicht geschafft hat, das Direktmandat zu gewinnen«, betont sie. Gemischte Gefühle zeigt Peter Neumann von der F.D.P.: »Die Freude über unser gutes Ergebnis ist nicht ungetrübt«, meint er. Zwar seien die Liberalen nun wieder dritte Kraft, doch habe das Wahlergebnis eine komische Situation heraufbeschworen. Für völlig ausgeschlossen hält Neumann eine Ampel-Koalition der SPD, FD.P und der GRÜNEN. »Das darf nicht passieren«, so seine Meinung. Auch eine Jamaica-Koalition (CDU, FD.P, GRÜNE) kann sich Peter Neumann kaum vorstellen. »Dazu müssten sich die GRÜNEN viel zu sehr verbiegen«, fügt er hinzu. Als Achtungserfolg wertet Günther Gent das Abschneiden der Linkspartei. Er geht davon aus, dass die Fraktion aus der Opposition heraus dem Bürger eine Stimme geben wird. Erleichterung bei den GRÜNEN: »Die Wähler sind uns treu geblieben«, freut sich Michael Straub. Natürlich sei die Regierungsbildung jetzt eine schwierige Aufgabe, meint er. An eine große Koalition mag Straub nicht glauben, vielmehr kommt für ihn nur eine Ampel-Koalition von Rot, Grün und FD.P in Frage. Ganz ausschließen möchte der Stadtrat allerdings auch eine Koalition CDU/F.D.P./GRÜNE nicht.
21. September 2005
Annemarie Müller, Rektorin der Grundschule Langenau, geht nach 10 Jahren krankheitsbedingt in den Ruhestand. In einer kleinen Feierstunde im Gemeindezentrum wird die bei Schülern und Eltern beliebte Schulleiterin verabschiedet. Barbara Lindinger vom Fachbereich Schule und Bildung des Landratsamtes Lörrach verabschiedete die Rektorin nicht nur persönlich, sondern auch im Auftrag des Schulamtes, wie die Behörde bisher hieß. Mit Annemarie Müller verliert der Landkreis auch die Leiterin der Kooperation Kindergarten-Grundschule.
22. September 2005
Aufregung herrscht in der Altstadt: Ein Kraftfahrer rast dort herum und gefährdet Fußgänger und andere Autofahrer. Der alkoholisierte Fahrer beschimpfte die Polizeibeamten, die ihn schließlich mit Handschellen gefesselt abführen mussten. Dasselbe geschah mit einem 49-Jährigen, der dem 31-jährigen Fahrer helfen und dessen Festnahme verhindern wollte. Der Autofahrer hatte auch keinen Führerschein.
23. September 2005
Der Kinderchor des Gesangvereines Wiechs sucht junge Stimmen. Seit wenigen Tagen gibt es den Mittagstisch am THG »Am ersten Tag haben wir 45 Menüs verkauft, zwei Tage später 21«, erläutert Heiner Zwickel, der zusammen mit Nicola Winkelbeiner aus der 10. Klasse hauptverantwortlich für die Organisation des Mittagstisches ist. Der in Freiburg lebende Schweizer Schriftsteller Martin Gülich liest aus seinem neuesten Buch »Die Umarmung« in der Buchhandlung Uehlin. Mit einem gemeinsamen Konzert begeistern der Pop- und Gospelchor »Resonance of Life« und der italienische Gospelchor »Spiritual Songs« in der evangelischen Stadtkirche das Publikum.
24. September 2005
Barbara Ittermann arbeitet seit 20 Jahren für die Schopfheimer Sozialstation. Seit 18 Jahren zeichnet sie als Pflegedienstleiterin für diese Einrichtung verantwortlich. »Für mich war es immer ein Traumberuf«, sagte die gelernte Krankenschwester bei einer Feierstunde, bei der ihr der Vereinsvorsitzende, Helfried Heidler, und Pfarrer Dr. Michael Hoffmann gratulierten und Glück wünschten.
Seit 35 Jahren bei der Stadt ist Silvia Fricker. Seit 20 Jahren ist sie im Vorzimmer des Stadtoberhauptes tätig und lenkt dort die Geschicke. Sechs Schopfheimer Pfadfinder des Stammes »Konrad von Rotteln« waren bei einem internationalen Treffen von Pfadfindern aus ganz Europa (Euro-Jam) in England.
Das Bauunternehmen Binder & Blum feiert zusammen mit 160 Gästen aus Politik und Wirtschaft das 25-jährige Betriebsjubiläum. Wilfried Blum, kaufmännischer Leiter, schilderte den Werdegang des Unternehmens und den seines Bruders, Hansjürgen Blum, der 1969 bei August Binder eine Maurer-Lehre begonnen hatte. Nach dem Bauingenieur-Examen übernahm er 1980 die Firma Binder und gründete mit damals 16 Mitarbeitern das Unternehmen. Heute hat das Baugeschäft 120 Mitarbeiter in den Bereichen Bau, Bauträger, Industriebau, Service und Wohnbau. Bürgermeister Christof Nitz gratulierte der Firma und meinte, die Stadt sei stolz auf ein solches Vorzeige-Unternehmen, das schwierige Zeiten nicht nur überlebt, sondern positiv gestaltet habe.
»Mit Vorliebe unter der Gürtellinie«, - so der Rezensent des Abends präsentierte sich das Duo »Mundstuhl« beim Auftritt in der Stadthalle. Das Duo »Liebestöter« eröffnet die Reihe »Kleinkunst« im Museumskeller. Mit skurrilen Liebesliedern unterhalten Klaus Streicher und Gottfried Voigt das Publikum.
Das vierte und letzte Konzert dieser Saison im Technischen Museum in Fahrnau gestaltet das Geschwisterpaar Katharina und Christian Rozgonyi gemeinsam mit Bezirkskantor Christoph Bogon. Der Erlös dieses Konzertabends kommt der Georg-Stein-Orgel in St. Michael zugute.
25. September 2005
Traumhaftes Wetter ist den Gersbachern beim Weidefest beschieden. Die Tierschau, der Bauernmarkt und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm ziehen Tausende von Menschen in den Höhenort.
Der Kinderschutzbund Schopfheim feiert das 20-jährige Bestehen. Bürgermeister Christof Nitz fand es in seiner Begrüßung schade, dass es eine derartige Feier überhaupt geben muss, denn eine Gesellschaft sollte erst gar nicht in die Lage kommen, Kinder schützen zu müssen. Umso dankbarer sei er für den Einsatz des Kinderschutzbundes. Auch Landrat Walter Schneider lobte das Engagement der Schopfheimer. Lore Frowein, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Baden-Württemberg, ließ es sich nicht nehmen, zur Feier in die Markgrafenstadt zu kommen. Den Rückblick auf die letzten 20 Jahre hielt Christa Merz als Vorsitzende des 1985 gegründeten Verbandes.
Landrat Schneider, Christa Merz, Lore Frowein, Christof Nitz.
Die Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde ehrt bei einem Empfang langjährige Chormitglieder und Jubilare. Unter den Geehrten darf Lotte Senn auf 60 Jahre Singen bei der Kantorei zurückblicken. Auch eine Urkunde des Badischen Chorverbandes wird ihr zu diesem Jubiläum noch überreicht.
Bei herrlichem Wetter feiern die Gartenfreunde Bremt ihr 10-jähriges Bestehen. Die Kleingartenanlage umfasst 67 Parzellen.
Zum Saisonauftakt des Kulturrings ist in der Stadthalle »Peer Gynt« von Henrik Ibsen zu sehen. Die Aufführung ist ein Gastspiel des Theaters Greve aus Hamburg.
26. September 2005
Die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung sind für den Gewerbeverein gestiegen. Einige angeschriebene Unternehmen aus Einzelhandel, Gastronomie und anderen Dienstleistungen wollen die Vereinskasse nun zur Sicherung der weihnachtlichen Beleuchtung mit einem Zuschuss unterstützen.
Jörg Rittweger von der Bürgerliste für Schopfheim kritisiert im Hauptausschuss die Kennzeichnung des Bahnüberganges Wehrer Straße. Er meint, zur Sicherung dieses Bahnüberganges werde zu großzügig mit Steuergeldern umgegangen. Es wurden insgesamt 11 Ampeln aufgebaut.
Die Venmeer-Heilpraktiker- und Naturarztschule sowie das Gesundheitszentrum wechseln den Inhaber. Ursula Musik übergibt die Einrichtung an die künftigen Inhaber, das Ehepaar Alfred und Helge Metzenroth.
In der Hauptausschusssitzung informiert Bürgermeister Nitz über eine positive Haushaltsentwicklung. Die Einbrüche bei der Gewerbesteuer sind gestoppt worden und wieder ausgeglichen. Nitz geht davon aus, dass der Schopfheimer Haushalt 2006 wie geplant umgesetzt werden kann.
29. September 2005
Verärgert und verunsichert sind Eltern des THG. Der Grund. Bürgermeister Christof Nitz verkündete in der Hauptausschusssitzung am Montag, dass vom Land eventuell doch noch mit einem Zuschuss für die Ganztagesschule gerechnet werden könne. Es konnten satte Zuschüsse fließen, meinte der. Bürgermeister, aber noch nichts sei klar So viele Leute wie seit Jahren nicht mehr kommen zum Schützenhaus Fahrnau, um beim Grumpel-Schießen dabei zu sein.
Die 1 Mannschaft der Schopfheimer Boule-Spieler ist auf Aufwarts- Kurs. Die Schopfheimer sind derzeit Tabellenführer und können den Aufstieg in die Landeshga klarmachen.
30. September 2005
Der Gemeinderat wird sich in Kürze mit zwei Anträgen der Firma ALDI und der Firma LIDL auf Erweiterung der jetzigen Betriebsflächen zu beschäftigen haben. Beide Firmen wollen über die im jeweiligen Gebiet maximal festgesetzten Verkaufsflächen hinauswachsen. Keine leichte Aufgabe für den Gemeinderat Man darf auch gespannt sein, wie der Gewerbeverein mit diesem Antrag umgehen wird.
Die Naturfreunde Deutschlands feiern ihr 100-jähriges Bestehen Aus diesem Anlass trafen sich die Ortsgruppen Lörrach und Schopfheim sowie Haltingen beim Naturfreundehaus am Gersbacher Hornle und pflanzten dort einen Baum.
Um Mitternacht sah man auf dem Marktplatz zuerst eine Fackel, ihr folgend dann 30 dunkle Gestalten mit spitzen Hüten und langen Umhängen. Die Spukgestalten zogen zur Buchhandlung Uehlin, wo das neue (6 ) Harry-Potter-Buch druckfrisch in den Regalen stand. Mit dem Black Music Festival »Extrem« wurde die Markgrafenstadt Mekka der jungen Generation. Ob sich Stars wie DJ René aus der Münchner Promi-Disco »P 1« die Ehre gaben, das regionale »Sudwest- Trainment« zum Mikrofon griff oder »Joce N Reca« mit deutschem Party-Soul auftrumpfte - mehrere Hundert Fans der jungen Musikszene waren in der Stadthalle dabei.
01. Oktober 2005
In der Badischen Zeitung werden Schopfheimennnen und Schopfheimer zum »Tag der deutschen Einheit« und zum 15 Jahrestag der Wiedervereinigung befragt. Die Antworten reichen von »ablehnend« bis »sehr wichtig«
Vor einem Jahr ist die CDU-NachWuchsorganisation Junge Union in Schopfheim »eingeschlafen« Der CDU-Stadtverband halt eine Wiederauflage und eine Neugrundung für wahrscheinlich.
Zwar ist aus Sicht der Stadtverbandsvorsitzenden Heidi Malnati für die CDU der Wahlkampf in Schopfheim ausgezeichnet gelaufen, dennoch zeigt sich der Stadtverband enttäuscht über den Ausgang der Bundestagswahl. Die Hauptgründe dafür sieht die CDU in der sehr schlechten Vermittlung auf Bundesebene, die schlechten Äußerungen von Ministerpräsident Stoiber über unsere ostdeutschen Landsleute und das Durcheinander um den Steuerexperten Kirchhof Uneingeschränkten Zuspruch findet in der CDU-Stadtratsfraktion die geplante Überbauung des Oberfeldes (Schlattholz). Auch dies teilte Heidi Malnati der Presse mit Katrin Pochert und Angelika Kirsch wenden sich in einem Leserbrief gegen den Sportpark in der Grienmatt, wie er von. Bürgermeister Nitz geplant wird. Die Freie Waldorfschule organisiert einen »Sponsoren-Lauf« Unter dem Strich wurde die Idee mit 20.000,- Euro belohnt. Die Anstrengungen der Schüler um die Schulentwicklung in einem Dorf in Burkina Faso waren ein voller Erfolg.
02. Oktober 2005
In Fahrnau feiert die Metzgerei Stich ihren 10 Metzger-Hock.
04. Oktober 2005
Eine nicht alltägliche Verfolgungsjagd der Polizei endet im Langenfirst- Tunnel in Schopfheim. Auf der A5, zwischen Erfnngen-Kirchen und Weil am Rhein, wurde ein nackter Autofahrer gesichtet und sollte von der Polizei angehalten werden. Der Fahrer fluchtete aber, bis er schließlich im Langenfirst-Tunnel in Schopfheim gestellt werden konnte, bzw der Fluchtende prallte dort gegen einen Streifenwagen. Der Mann stand unter Alkoholeinfluss und war tatsächlich nackt Ihm mache es Spaß, nackt zu fahren, erklärte er laut Polizeibericht.
05. Oktober 2005
Enkensteins Spielplatz-Initiative zahlt in diesem Jahr zu den vom Land ausgezeichneten »Kommunalen Burgeraktionen«
06. Oktober 2005
Helle Aufregung herrscht bei den Verantwortlichen des Kulturcafés »Irrlicht« Nach vielen Vorfällen um dieses Café hat das Landratsamt nun Auflagen zum Betrieb der Gaststatte erteilt, um damit Konflikte zu vermeiden. Die Verantwortlichen sehen damit jedoch bestätigt, dass die Behörden das »Irrlicht« kaputtmachen wollen Vertreter des Landratsamtes und der Stadt meinen hingegen, dass die erteilten Auflagen die üblichen seien, die jeder Gastronom zu erfüllen habe.
07. Oktober 2005
Vor einigen Tagen räumten Schüler der Klasse 6 b der Waldorfschule wieder einmal rund ums Hebelhüsle in den Sengelen den Unrat auf. Am Wochenende zuvor hatten Zeitgenossen dort eine regelrechte Sauerei hinterlassen, wie Klassenlehrerin Ulrike Reichert meint.
Nach einjähriger Bauzeit ist die Hammer-Bebauung mit der Bauträgerin Ruth Suhrn abgeschlossen. Die Bauträgerin übergab die Wohnanlage zusammen mit Bürgermeister Nitz den Planern und Handwerkern. Zu einem außergewöhnlichen Herbstkonzert lädt der Gesangverein Raitbach in die Festhalle ein. Das Außergewöhnliche daran war, dass es zum 25. Mal unter der Leitung von Herbert Maisch stattfand, der allerdings wegen Krankheit am Konzert selbst nicht teilnehmen konnte. Gastchöre aus Ehrsberg, Wiechs und Buch bei Albbruck sorgten weiter für beste Unterhaltung. »Im Himmel voruss« - ein Einakter von Gerhard Jung - setzte dann noch einen pointenreichen Schlussstrich. Der Vorsitzende, Bernd Strittmatter, konnte anlässlich dieses Konzertes auch einige Mitglieder für langjährige Treue ehren. So gehören Hanspeter Meier, Artur Sutter, Erwin Deiß, Ernst Reichert, Albert Eichin, Georg Glünkin, Max Keller, Willi Greiner und Hans Glatt dem Verein zum Teil schon über 50 Jahre an. Zum Ehrenmitglied wird Willi Schreck ernannt, der seit 25 Jahren im Chor mitsingt.
08. Oktober 2005
Gabriele Klein, die bisher am Amtsgericht Schopfheim abgeordnet war, übernimmt nun eine geschaffene Planstelle und ist zuständig für die Zivilverfahren.
Ob auf dem Marktplatz, im Museum, in der Alten Kirche - die Innenstadt ist von Musik erfüllt. Junge Instrumentalisten der Musikschulen aus dem gesamten Bezirk Oberrhein geben sich beim »Regio-Konzert« in Schopfheim ein Stelldichein.
Der Schwarzwaldverein feiert einen gemütlichen Familienabend im Saal des evangelischen Gemeindehauses. Für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Kurt Griesche, Hans Werner und Anneliese Streule eine Urkunde. Weitere Urkunden für 40- und 25-jährige Mitgliedschaft durfte der Vorsitzende Günter Horschig überreichen.
09. Oktober 2005
Gersbach feiert das erste »Kürbis-Fest« gleich mit einem großem Erfolg. Gäste aus der ganzen Region fanden den Weg in den Höhenort.
10. Oktober 2005
Komplett gegen die Planungen des Bürgermeisters zur Bebauung des Schlattholzes wird sich die Bürgerliste wenden. Auch für die Bebauung des Sportzentrums Grienmatt gibt es keinen Blankoscheck. Die Bürgerliste für Schopfheim bezeichnet dies alles als »Gigantomanie«. Aus der Fraktionssitzung der CDU ist zu hören, dass man für das Krankenhaus kämpfen werde. Ehrenvorsitzender Kurt Härzschel meint, dass die CDU dazu die Pflicht habe. Jeannot Weißenberger wundert sich, warum man zuerst so eine Riesengeschichte um ein Einzelhandelsgutachten gemacht hat - jetzt sei es nach wenigen Monaten offenbar egal, was auf der grünen Wiese passiere. Dabei geht es um die Erweiterungspläne von LIDL und ALDI.
Hermann Jacob, der in der BZ mit dem Kürzel »jac« bekannt ist, feiert seine 25-jährige Betriebszugehörigkeit zur Heimatredaktion der Badischen Zeitung in Schopfheim. Bernd Seger aus Freiburg durfte dem Jubilar die Glückwünsche des Verlages überbringen. Jacob, der 1982 nach Schopfheim kam, war zuvor in Zell und in Freiburg tätig. Seit etwa einem Jahr betreut er schwerpunktmäßig das Schopfheimer Umland.
Der Gemeinderat stimmt der Erhöhung neuer Musikschulgebühren zu. Ein Antrag der Unabhängigen zum Krankenhaus wurde in der gleichen Sitzung vertagt, da Bürgermeister Nitz nicht anwesend war und so nicht berichten konnte. Kreisrat Dieter Gebhardt, der über das Krankenhaus berichten wollte, war in der Sitzung verhindert. Ein Schritt in Richtung Bebauung Schlattholz geht mit der Vergabe des Gutachter-Vertrages an das Büro KommunalKonzept Sanierungsgesellschaft mbH nach Freiburg. Damit ist der Beginn für ein Bebauungsplan-Verfahr en, das später in Auftrag gegeben werden soll, gemacht. Das Freiburger Büro soll nun die Bedingungen formulieren, unter denen die Planungsbüros später arbeiten müssen.
Das Figurentheater »September« mit Cecile und Martin Bachmann eröffnet den 13. »Theatermonat für junge Leute«, den der Kulturring mit der finanziellen Unterstützung der Sparkasse Schopfheim-Zell seit Jahren vorbereitet. Insgesamt sechs Veranstaltungen werden bis Anfang November über die Bühne gehen.
Der Gemeinderat beschließt einen Sonderzuschuss für den Kulturring, der in finanzielle Nöte geraten ist, da sich die Produktionen ständig verteuern.
Der Gemeinderatsausschuss spricht sich für die Gersbacher Schule für eine Hackschnitzel-Heizung aus.
11. Oktober 2005
Nach dem Rückzug der bisherigen Vorsitzenden hat der Tafelladen nun eine neue Führung. Bei der gut besuchten Hauptversammlung wird Peter Zorn neuer Vorsitzender. Eine vorgenommene Satzungsänderung ergab auch eine Verschlankung im Vorstand. So wurde der 2. Stellvertretende Vorsitzende als Position abgeschafft. Neue Ladenleiterin wird Monika Herzog.
13. Oktober 2005
Die Stadt wird das Pachtverhältnis für die »Pflug«-Tiefgarage zum Ende dieses Jahres aufgeben. Die Nutzung dieser Parkplätze ist einfach zu gering. Der Eigentümer versuchte nun, eine neue Perspektive zu entwickeln und bietet zunächst 20 Plätze zum Verkauf an. Bis alle Plätze verkauft sind, bleibt das öffentliche Parken aber möglich. Die Stadt hat auch zugesichert, dass sie dort weiterhin Kontrollen durchführt, ohne aber die Flächen selbst zu bewirtschaften.
14. Oktober 2005
In der Nacht von Freitag auf Samstag wird die Polizei auf den Marktplatz gerufen. Etwa 50 Personen hatten sich dort niedergelassen, um ihr Bier zu trinken. Auch soll eine Frau nach Mitternacht aus dieser Personengruppe heraus tätlich angegriffen worden sein. Später, nachdem dann auch Bierflaschen zerbrochen wurden, zog eine Gruppe in die Scheffelstraße, um auch dort Gläser zu zerdeppern. Die Polizei ermittelt.
15. Oktober 2005
Am Montag wird der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik über große Expansionspläne von ALDI und LIDL sprechen, des weiteren über die Ansiedlung eines großen Penny-Markts auf der Gänsmatt. Ein amtliches Aus für den Agro-Campingplatz in Gersbach, der im Gewann Tiergarten entstehen sollte, kam nun vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg. Überraschend war diese Antwort nicht, doch nun muss der Platz frei bleiben, denn die Sorge der Behörden gilt den FFH-Gebieten (Flora-Fauna-Habitat). In diesen Arealen gibt es schützenswerte Pflanzen, Tiere und ausgewiesene Biotope.
Die Unabhängigen werten die Ansiedlungspolitik der Stadtverwaltung in puncto ALDI und LIDL folgendermaßen: »Nur noch witzig«. Unerträglich finden sie, wie vom Bürgermeister Entscheidungen getroffen werden, indem er den Gewerbeverein befinden lässt, was in der Stadt gut sein soll und was nicht. Das richtige Gremium sei der Gemeinderat und der werde am Montag entscheiden.
Mit einem mustergültigen Jubiläumskonzert feiert das Harmonika- Orchester Schopfheim sein 75-jähriges Bestehen. Die Dirigentin, Brigitte Weiß, und der Vorsitzende des Vereins, Klaus Strauß, hatten keine Mühe gescheut, einen denkwürdigen Abend zu gestalten. Nachdem die Harmonika-Jugend unter der Leitung von Donata Grande eröffnet hatte, führten die Harmonika-Oldies das Programm weiter. Die Harmonika-Orchester aus Schopfheim, Schwörstadt und Weitenau- Schlächtenhaus gestalteten das weitere Programm des Jubiläumsabends, ebenso der Musikverein Langenau. Das Riesenensemble wurde dirigiert von Brigitte Weiß. Einen weiteren Höhepunkt der drei musikalischen Blöcke bildete das Harmonika-Orchester zusammen mit dem Gesangverein Weitenau. Im Rahmen des Jubiläumskonzertes konnte Klaus Strauß Adolf Pflüger sowie Wolfgang Böhler zu Ehrenmitgliedern ernennen.
Die Grundschule Fahrnau feierte bei Kürbissuppe und mit viel Kinderspaß ihr Herbstfest, das vom Förderverein der Schule organisiert und durchgeführt wurde.
16. Oktober 2005
Bettina Stietencron eröffnet im Museum ihre Bilderschau im Rahmen einer Ausstellung des Kunstvereins.
17. Oktober 2005
Der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik des Gemeinderates entscheidet sich in allen drei Bauanträgen gegen die Erweiterung von ALDI, LIDL und den Antrag der Ebertz-Gruppe, die auf der Gänsmatt anstelle des Thomas-Philipps-Schnäppchenmarktes einen Tierbedarfsund Lebensmittelmarkt (Penny) bauen will. Artur Cremans meint in der Sitzung: »Wenn man die Empfehlungen der Verwaltung liest, bricht man in schieres Staunen aus«. In einer Erklärung im Namen der Fraktion zum Hickhack um die Anträge, die fast schon etwas den Charakter einer Generalabrechnung hatte, kam Bürgermeister Christof Nitz nicht gut weg. Ebenso schlecht weg kam aber auch der Umgang der Verwaltung mit dem Gewerbeverein und dem Accocella-Gutachten. Jetzt sollte den Flächenerweiterungen großzügig zugestimmt werden, meint Cremans weiter. Man wolle glaubhaft machen, dass ein Tierfuttermarkt entstehen müsse, die SPD fühle sich deshalb regelrecht vorgeführt. Auch Karl Selz brachte den Unmut des Gremiums deutlich zum Ausdruck. Kaum ein halbes Jahr, nachdem der Gemeinderat das Innenstadt-relevante Accocella-Gutachten zur Leitlinie des Handelns erkoren habe, wolle die Verwaltung nun der Ansiedlung und Erweiterung auf der grünen Wiese zustimmen. Ein Vertagungsantrag von Tesfaldet Reda fand beim Sitzungsleitenden Beigeordneten Ruthard Hirschner keine Resonanz. Der Antragsteller zog auf Bitten des Beigeordneten seinen Antrag wieder zurück. Die Ablehnungen wurden schließlich auch denkbar knapp mit 6:5 Stimmen beschlossen.
18. Oktober 2005
Eva Nübel, seit sieben Jahren evangelische Bezirksjugendreferentin, wechselt als Religionslehrerin an die Realschule Zell. Sie übergab dieser Tage ihre bisherige Aufgabe an Iris Feldmann. Nach nun drei Jahren Vakanz hat der Kirchenbezirk mit Kai Tilgner wieder einen neuen Bezirksjugendpfarrer.
19. Oktober 2005
Der Krankenhaus-Förderverein unter dem Vorsitzenden Ruthard Hirschner übergibt der Schopfheimer Klinik zwei Schmerzpumpen im Wert von 4.500,- Euro.
20. Oktober 2005
Bei der Firma Rietschle Thomas feiert Giuseppe Gurgone sein 40-jähriges Betriebsjubiläum. Der Vorsitzende des Betriebsrates, Ralf. Kurz, meinte in einer Feierstunde für den Jubilar, dass Gurgone der erste ausländische Mitarbeiter sei, den das Unternehmen für diese außergewöhnlich lange Betriebszugehörigkeit ehren könne. Die Ehrenurkunde des Landes übergab Bürgermeister Christof Nitz, während Ralf Nilges die Glückwünsche der Geschäftsleitung ebenso überbrachte wie der Betriebsmeister Eugen Sutter.
Der Raitbacher Wochenmarkt kam nach Auskunft von Ortsvorsteher Karl Frieder Oswald sehr positiv an. Am Ende des ersten Jahres ist er zufrieden und meint, dass in dieser Woche der letzte Markt in diesem Jahr stattfinden werde. Im April will man die Markttage wiederum beginnen.
21. Oktober 2005
Drei junge Schopfheimer Judokas kehren erfolgreich von den südbadischen Meisterschaften zurück und haben sich damit mit ihren Medaillen-Siegen für die Landesmeisterschaften qualifiziert. In einer von der Stadt Schopfheim mitfinanzierten Studie über die Wehratal-Bahn ist von der Befürwortung der Reaktivierung der stillgelegten Strecke Schopfheim-Säckingen die Rede. Das Thema soll demnächst im Schopfheimer Gemeinderat behandelt werden. Eine Reaktivierung sei möglich, ja sie dränge sich förmlich auf, meint Bürgermeister Christof Nitz. Der Gemeinderat habe dann zu entscheiden, wie es weiter gehe und - wenn ja - in welcher Form die Stadt Schopfheim das Vorhaben unterstützen würde, meint der Bürgermeister weiter. Die Studie, die der Nahverkehrs-Berater Ulrich Gross erarbeitet hat, geht von einer Realisierung der Maßnahme mit einem Kostenaufwand von 60 Mio. Euro aus.
22. Oktober 2005
Bürgermeister Christof Nitz und Bertram Paganini von der IHK betrachten die zunächst vorgeschlagene Verwaltungslösung Ja zu ALDI und dem Tiernahrungsmarkt und Nein zu PENNY und LIDL als logische Auslegung des Märktekonzeptes. Christof Nitz meinte auch, es sei unerheblich, ob der Beigeordnete oder er selbst eine Sitzung leite. Der Musikverein Wiechs freut sich über eine vollbesetzte Turnhalle beim Herbstkonzert im Ortsteil. Reinhold Hagist wurde als die gute Seele des Musikvereins vom Bezirks vorsitzenden der Blasmusik, Hans Stiegeler, für 40-jährige musikalische Tätigkeit mit der goldenen Verbandsehrennadel ausgezeichnet. Die silberne Verbandsehrennadel erhielten Andreas Reichert und Christian Ruch, die beide 25 Jahre aktiv musizieren. Der Vorsitzende dankte zum Schluss des begeistert aufgenommenen Konzertes dem anwesenden früheren Dirigenten, Max Lehmann, und seinem Nachfolger, Jörg Wendland.
In wenigen Stunden sammeln in einer spontanen Unterschriften-Aktion Helga und Hartmut Beikirch 100 Unterschriften für den Erhalt des Schopfheimer Schwimmbades am jetzigen Standort und gegen eine Verlagerung der Freizeiteinrichtung: »Wir hoffen, dass im Schopfheimer Rathaus und im Gemeinderat die Meinung der Bürgerschaft nicht als lästig angesehen wird«. Gefordert wird sogar ein Bürgerentscheid.
23. Oktober 2005
Ein abwechslungsreiches Programm bietet der Gesangverein Concordia Gersbach den Zuhörern in der Gersbacher Kirche.
24. Oktober 2005
Die von der Stadt angedachte Verlegung der Sportstätten aus dem Oberfeld nach Fahrnau stößt bei der SVS-Tennisabteilung auf Bedenken. Die Motive der Stadt sind nachvollziehbar, aber angesichts möglicher Kosten für den Verein, beschränkter Entwicklungsmöglichkeiten und der in der neuen Sportanlage eventuell geplanten Schießanlage haben nicht wenige Mitglieder Bedenken. Auch die mit einer Verlegung verbundene finanzielle Belastung erzeugt erhebliche Sorgen.
Der vhs-Chor Salto Vocale hat eine neue Leitung: Regina Walz übernimmt sie von Klaus Dürrschnabel.
25. Oktober 2005
Das Kulturcafé »Irrlicht« will seine Kulturveranstaltungen und Konzerte nur noch bis zum Jahresende durchführen und den Café-Betrieb während der Woche einstellen, bis aus Sicht der »Irrlichter« eine akzeptable Lösung für das Haus gefunden worden ist.
Die Flurneuordnung in Gersbach hat einen weiteren Schritt getan. Die gewählten Vorstandsmitglieder und deren Stellvertreter trafen sich, um einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter zu wählen. Zum Vorsitzenden wurde schließlich Ralf Ühlin, Ortsvorsteher, gewählt, zu seinem Stellvertreter Ewald Deiß.
Dieser Tage eröffnete Heiner Harmes in der VR-Bank in Schopfheim eine Ausstellung.
26. Oktober 2005
Gersbach plant eine neue Attraktion: Im kommenden Jahr soll durch einen Holzskulpturen-Wettbewerb und die dauerhafte Präsentation der entstandenen Kunstwerke der Ort für Touristen und andere Interessierte noch attraktiver werden.
Schüler und Eltern an der Friedrich-Ebert-Schule stellen das Bewusstsein für gesunde Ernährung und Lebensführung im Rahmen einer Projektwoche vor.
Erneut sind Unterschriftslisten auf dem Marktplatz ausgelegt, in die sich Menschen während des Wochenmarktes eintragen. Die Unterschriften wenden sich gegen die Verlegung der Sportstätten und des Schwimmbades.
27. Oktober 2005
Am Montag hat der Hauptausschuss weiteren Erweiterungsplänen für das Rathaus grünes Licht gegeben. Der Bürgermeister stellt das ungewöhnliche Konzept der Presse vor und meint: »Was paradox klingt, ist jedoch kein Hirngespinst. Mit einem Neubau können Kosten eingespart werden«. »Die Investoren stehen,Gewehr bei Fuß’, um das Bezirksamt käuflich zu erwerben. Damit wäre der 3,5 Mio.-teure Um- und Neubau des Rathauses ebenso zu finanzieren wie mit dem Landessanierungsprogramm«, so Christof Nitz weiter. Unter dem Strich käme ein Rathausum- und Neubau die Stadt lediglich auf 650.000,- Euro zu stehen, meint das Stadtoberhaupt weiter. Außerdem würden 1.000 qm Fläche, die die Verwaltung bisher nach den Worten des Bürgermeisters zuviel hat, eingespart werden. Dies spare Kosten auf Dauer. Finanziert soll dieses Vorhaben auch mit Grundstückserlösen des Baugebietes Schlattholz.
Dem THG winkt nun doch Geld für Erweiterungspläne. Nachdem die Ganztagesschule bisher nicht möglich war, stellt das Land jetzt Finanzmittel zur Verfügung, die der Bürgermeister umgehend in Anspruch nehmen will.
Nach der Schließung des »Irrlichts« demonstrieren einige Jugendliche, die unglücklich darüber sind, dass ihr dort gegründeter Polit-Treff nun obdachlos ist. Mit Transparenten stehen sie am Marktplatz. Das »Irrlicht« hat bekanntlich seinen Betrieb eingestellt, will aber dennoch bis zum Jahresende an den Wochenenden den Konzertbetrieb aufrechterhalten.
28. Oktober 2005
Der SVS macht bei der Verlegung des Sportparkes in die Grienmatt nach Fahrnau nicht mitFür den Verein kommt eine Verlagerung vorerst nicht in Frage Darüber informiert die Vorstandschaft in einer Pressemitteilung Sowohl der Vorsitzende der Tennis-Abteilung, Gustav Blessing, als auch der SVS-Fußball-Abteilungsleiter, Thomas Muller, meinten, dass die Verlagerung derzeit nicht durchführbar sei, weil weder die Abteilungen noch der Gesamtverein die finanziellen Belastungen tragen konnten.
Zwei Tage lang faszinierte der Zirkus Busch-Roland im Oberfeld das Schopfheimer Publikum.
Mit Jörg Pleva als »Tartuffe« wird das gleichnamige Schauspiel von Molière in der Stadthalle aufgeführt. Der Kulturring darf sich über ein begeistertes Publikum, das der Vorstellung sehr viel Beifall zollte, freuen.
29. Oktober 2005
Seit Wochen herrscht herrliches Oktoberwetter. Bei Temperaturen bis zu 20 Grad und wolkenlosem Himmel zieht es die Menschen hinaus in die Natur, um den goldenen Oktober zu genießen.
Die Tennisfreaks Axel Zimmermann, Patrick Hager und Daniel Roder sind nicht nur Gäste beim Swiss Indoors in Basel, sondern sie arbeiten auch als Linienrichter oder als Helfer mit Wegen zu hoher Heizungskosten wird die evangelische Stadtkirche im Januar und Februar für Gottesdienste geschlossen. Diese sollen dafür im Gemeindehaus stattfinden.
Seinen 50 und letzten Beitrag über das Sternen-Quartier publiziert Hans O Steiger heute im Markgräfler Tagblatt.
Die GRÜNEN lehnen aus Ökologischen und sozialen Gründen die Sportplatz-Verlegungsplane vom Oberfeld nach Fahrnau ab. Die ersten Leserbriefe beschäftigen sich nicht nur mit der Verlegung des Sportzentrums, sondern auch mit einer Änderung der Rathausstruktur und dem Erweiterungsbau für das Rathaus Beides wird abgelehnt.
Vertreter der Spielplatz-Initiative Enkenstein dürfen die Ehrung des Ministerpräsidenten Günther Oettinger für ihr burgerschafthches Engagement im Stuttgarter Neuen Schloss entgegennehmen Stellvertretend für die Initiative darf Bernd Asal die Ehrung empfangen.
30. Oktober 2005
Bei strahlendem Oktober-Sonnenwetter empfängt Bürgermeister Christof Nitz zusammen mit Vertretern der Gemeinderatsfraktionen eine Delegation aus Poligny im Rathaus.
31. Oktober 2005
Partnerschaft und offene Kommunikation sowie Transparenz prägen das Ergebnis der ordentlichen Mitgliederversammlung des Evangelischen Sozialwerkes Schopfheim e. V. Die beiden neuen Vorsitzenden, Konrad Hesse und Gerhard Hafner, erläutern ihre Erkenntnisse und schildern dabei die Aktivitäten seit ihrer Wahl im August.
In einer CDU-Vorstandssitzung in Eichen findet das Gremium die versagte ALDI-Erweiterung fast lächerlich für unsere Stadt. Die Ablehnung von LIDL und Penny-Markt war für die Fraktion jedoch in Ordnung. Die Stadtverbandsvorsitzende, Heidi Malnati, meinte auch, wenn die Ebertz-Gruppe in Schopfheim einen Markt wie »Fressnapf« bauen und ansiedeln möchte, die Stadt dies zulassen sollte.
In einem gemeinsamen Projekt pflanzen Schüler des Berufsvorbereitungsjahres der Gewerbeschule und Zierpflanzengärtner im dritten Ausbildungsjahr bei der Außenanlage der Vicemoos-Sporthalle neue Sträucher und neue Bodendecker.
Dass der Bassist Ivan Rebroff mit seinen 74 Jahren immer noch eine große Verehrerschar anzieht, beweist sein Konzert in der evangelischen Stadtkirche.
01. November 2005
Mit Gräberbesuchen feiern viele Schopfheimer Bürger das Fest Allerheiligen und gedenken ihrer Toten auf den Friedhöfen der Stadt und der Ortsteile.
Auf enorme Resonanz stößt ein »Sternritt« des Reitvereins Wiesental. Rund 150 Reiter aus der Region treffen sich beim Aussichtsturm Hohe Flum.
02. November 2005
In dieser Woche wollen Schopfheimerinnen und Schopfheimer für den Erhalt der Sportanlage im Oberfeld - Schwimmbad, Skater-Anlage und JuZ - eine Bürgerinitiative gründen.
An zwei Wochenenden ist der Eichener Ortschaftsrat um Ortsvorsteher Hans Keller unterwegs, um den Dorfbach zu säubern.
Die Schopfheimer CDU macht Schlagzeilen im »Stern«, weil auf der Homepage des Schopfheimer Stadtverbandes Kritik an Angela Merkel zu lesen war. Heidi Malnati, Vorsitzende des Stadtverbandes, äußert sich, dass der Beitrag nicht gegen Frau Merkel gerichtet sei, sondern nur belege, dass die CDU insgesamt umdenken müsse. Dass die CDU Schopfheim in die Schlagzeilen geraten ist, findet Heidi Malnati schön.
03. November 2005
Artur Cremans, Fraktionsvorsitzender der SPD im Schopfheimer Stadtrat, meint zum Rücktritt des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering: »Das ist ein Schlag für alle, die sich im Wahlkampf für die SPD zerrissen haben«. Es sei für die Basis nicht nachvollziehbar, was sich in Berlin abgespielt habe. Selbst im Ortsverein sei es völlig absehbar gewesen, dass der SPD-Chef den Bettel hinschmeißen werde, falls nicht der Kandidat seiner Wahl als Generalsekretär nominiert würde. Die SPD-Basis müsse in Zusammenhang mit der sich anbahnenden Großen Koalition bereits viele Kröten schlucken, angefangen von einer möglichen Kanzlerin, die man im Wahlkampf noch bekämpft hatte. Der SPD-Fraktionschef aus Schopfheim wirft der Mehrheit im Bundesvorstand denn auch »Lust am Untergang« und »Freude an der Selbstzerfleischung« vor. Der Ortsverein will mit seiner Kritik auch parteiintern nicht hinter dem Berg halten. Man plane, der Landesvorsitzenden Ute Vogt den Unmut der Basis in einem Schreiben kundzutun.
Die Schopfheimer Firma Laempe hat einen großen Auftrag des japanischen Automobil-Herstellers Mazda für ein neues Werk in China erhalten. Das hiesige Unternehmen wird 20 Kernfertigungszentren im Wert von 8,65 Mio. Euro liefern.
Bei der Jahreshauptversammlung der Landfrauen in Gersbach wurde Anita Blum in ihrem Vorsitzenden-Amt bestätigt. 2. Vorsitzende ist Marlies Greiner.
Kontinuität an der Dr. Max-Metzger-Grundschule: Dr. Sabine Schmelzer wird für ein weiteres Jahr als Elternbeiratsvorsitzende gewählt und vertritt nun die Eltern in der Schulkonferenz.
Wie aus der Presse zu entnehmen ist, ist im alten Schulhaus Fahrnau, das vor kurzem privatisiert wurde, zum 01. Juli 2005 das Weiler Speditions- und Logistik-Unternehmen Rhenus-Kleyling mit der Abteilung Euro-Kurier eingezogen.
Der Schopfheimer Michael Bittel hat sich einen Namen als Bogenbauer gemacht. Vor einiger Zeit bekam er den Auftrag, einen Artemis-Bogen nachzubauen, nun soll er einen Novgorod-Bogen und einen speziellen koreanischen Bogen aus dem 16./17. Jahrhundert nachbauen.
04. November 2005
Die palästinensische Friedensaktivistin und Autorin Sumaya Farhat-Naser berichtet von den Lebensumständen im Gaza-Streifen und im Westjordanland. Etwa 200 Zuhörer sind zum »West-östlichen Diwan« gekommen, um der Trägerin des Augsburger Friedenspreises zu lauschen.
Nachdem der Schopfheimer Tafelladen vor kurzem die Urkunde für eine Ehrung im Landkreis entgegennehmen konnte, durfte nun auch der Vorsitzende, Peter Zorn, die Glückwünsche und Ehrungen der Stadt aus den Händen von Bürgermeister Christof Nitz empfangen.
In der Nacht haben Unbekannte versucht, ein Fenster zum Stadtbüro im Rathaus aufzubrechen. Die Einbrecher müssen offenbar gestört worden sein, denn es blieb bei einem Sachschaden am Fenster.
05. November 2005
Der Gersbacher Ortschaftsrat beschäftigt sich mit dem Agro-Campingplatz und kritisiert in diesem Zusammenhang neben dem Landratsamt auch das Regierungspräsidium, da die FFH (Flora, Fauna, Habitat)- Flächen erst ausgewiesen wurden, nachdem das Verfahren um den Campingplatz bereits im Gange war. Aufgrund dieser Flächenausweisung wird nun ein solcher Platz im Gewann Tiergarten nicht mehr ermöglicht.
In der nächsten Gemeinderatssitzung soll eine Polizeiverordnung der Stadt erlassen werden. Dabei wird die Verschmutzung in der Innenstadt und das Konsumieren von Alkohol künftig als Bußgeld-Tatbestand gewertet. Alkoholtrinken an sich wird aber nicht strafbar sein, lediglich dann, wenn das Verweilen im Stadtpark zum überwiegenden oder ausschließlichen Zweck des Alkoholgenusses gedacht ist. Mit dieser Maßnahme soll dem Problem der großen Ansammlung von Alkoholikern im Stadtpark begegnet werden.
Mit einem Informationsstand auf dem Wochenmarkt macht die ITHG auf sich und das Elternprojekt aufmerksam. 100.000,- Euro wollen die Eltern für das Bauprojekt selbst beisteuern. Bisher sind bereits 8.000,- Euro zusammengekommen.
Die Wiechser Buurefasnacht Wibufa feiert mit einem Bunten Abend den Fasnachtsauftakt. Begebenheiten aus dem Dorf, Missgeschicke, Kurioses und Politisches bilden dabei das Narrenfutter.
Der Kaninchenzuchtverein Schopfheim präsentiert im Autohaus Haberbusch 52 Tiere in der Jahresausstellung. Zwar erreicht man mit den ausgestellten Tieren nicht die Zahl der Vorjahre, da immer weniger Züchter vorhanden sind. Vorsitzender Horst Knittel meint, dass die Rahmenbedingungen immer schlechter würden, denn nicht jeder habe heutzutage noch die Möglichkeit, ein Tier zu halten. Dies werde umso deutlicher, je größer eine Ortschaft werde. »Wir kämpfen beim Verein zwar nicht ums Überleben, aber es wird immer schwieriger«, meint der Vereinschef.
06. November 2005
Noch immer hält das wunderschöne Herbstwetter an. Herrlicher Sonnenschein und angenehm warme Temperaturen bestimmen den Alltag.
Mit dem Stück »Igraine Ohnefurcht«, aufgeführt von der Badischen Landesbühne Bruchsal, geht der 13. »Theatermonat für junge Leute«, den der Kulturring zusammen mit der Sparkasse Schopfheim-Zell seit Jahren organisiert, zu Ende.
08. November 2005
Im Grünkern-Laden in der Torstraße stellt dieser Tage Heinz Scholz, Autor aus Schopfheim, sein soeben erschienenes Buch »Richtig einkaufen« vor. Er gibt darin Tipps für einen gesunden Einkauf. Scholz hat bisher mehrere Bücher und Fachartikel zu Themen wie Mineralstoffe, Vitamine, Heilpflanzen, gesunde Ernährung, Naturheilkunde und Kosmetik veröffentlicht.
Die Schopfheimer Bürgerliste lehnt die Vorhaben des Bürgermeisters als »finanzielle Abenteuer« ab. Mit einem Glaspalast als Rathaus- Neubau (Ergänzung) konnte sich niemand anfreunden, zudem ein schlüssiges Nutzungskonzept sowie Kostenschätzungen und eine verbindliche Finanzierungsplanung bisher fehlen.
Über ein aktives Jahr berichtet der Freundeskreis der Friedrich-Ebert- Schule um den Vorsitzenden Reinhard Jaksch. Der Verein zählt derzeit 101 Mitglieder.
Mehr als 60 Kinder aus Langenau, Wiechs, Schopfheim und Fahrnau beteiligen sich im evangelischen Gemeindezentrum Langenau an der Kinder-Bibelwoche. Die Federführung dieses Projektes liegt bei Pfr. Kai Tilgner.
Dr. Dieter Raps ist neuer Elternbeiratsvorsitzender am THG. Er löst den langjährigen Vorsitzenden Jürgen Vetter ab, der gleichzeitig von Direktor Wolfgang Stocker verabschiedet wurde. In einem fairen Dialog soll in den nächsten Jahren mit Überzeugungsarbeit erreicht werden, dass das THG zur rauchfreien Schule wird.
Im Dreisternwerk darf Thomas Krückels langjährige Mitarbeiter im Beisein von IHK-Geschäftsführer Immo Leisinger und Bürgermeister Christof Nitz ehren. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit - so der Betriebschef - beträgt 13,3 Jahre. Damit habe das Werk die richtige Mischung gefunden, um nicht von jedem Windstoß umgeworfen zu werden. Hans Sieler gehört dem Werk seit 40 Jahren an. Neben ihm wurden weitere Mitarbeiter für ihre Betriebstreue geehrt.
Brigitte Born stellt ihr bildnerisches Schaffen in der Kundenhalle der Sparkasse Schopfheim-Zell aus.
09. November 2005
Sowohl die CDU als auch die SPD werden der Überplanung des Schlattholz-Gebietes einschließlich Sportplatz und Schwimmbad zustimmen, ist aus den Fraktionsbesprechungen zu entnehmen. Dabei ist aber davon auszugehen, dass sowohl die Sportplatz- als auch die Schwimmbadverlagerung langfristige Planungsziele darstellen. Die Gegner dieser Bebauung, die sich in einer Bürger-Initiative formieren wollen, sprachen bei der SPD vor, mussten dort jedoch von Stadtrat Hans-Jörg Klein hören, dass die Vermarktung des Geländes im Schlattholz Voraussetzung ist, dass der notwendige Hochwasserschutz mit dem Ausbau des Schlierbaches finanziert werden kann - eine Maßnahme, die dringend notwendig ist. Hans-Jörg Klein meint in der Diskussion denn auch, dass er eine Verlagerung des Schwimmbades frühestens in zehn bis fünfzehn Jahren als Schlusspunkt der Schlattholz-Entwicklung sehe, wenn überhaupt. Die jetzige Planung garantiere den Erhalt der Sportanlagen, meinte Artur Cremans, außerdem sei das Sportheim aus seiner Sicht abrissreif. Der Rasenplatz im Oberfeld könne auch den Interessen des Sports nicht mehr dienen.
Das Stadtbüro bietet den Bürgern unserer Stadt einen neuen Service: Es soll nun keine Mittagspause mehr geben. Das Stadtbüro wird von Montag bis Donnerstag jeweils von 7.30 Uhr bis 16.30 geöffnet bleiben. Auch der Sozialbereich schließt sich diesen Öffnungszeiten an, was eine wesentliche Verbesserung bedeutet. Für die nächsten sechs Monate soll in einer Erprobung festgestellt werden, wie die neuen Öffnungszeiten angenommen werden.
Die CDU ist der Idee einer Umstrukturierung und eines Neubaus beim Rathaus gegenüber offen. Die entsprechende Finanzierung - 50% Zuschuss des Landes und 1 Mio. Euro Verkaufserlös aus dem Bezirksamt - muss aber Voraussetzung sein.
Im Restaurant »Zum Markgrafen« treffen sich 35 Menschen, um eine Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Schlattholzes ins Leben zu rufen. Die Initiative will sich für den Erhalt aller Anlagen stark machen und sich einer Verlagerung an andere Orte widersetzen. Es waren dabei Einwürfe zu hören wie »Planung über die Köpfe der Bürger hinweg«, »Illusionen«, »Luftschlösser«, »Denkmäler«. Zur Gründerversammlung kamen auch die Stadträte Karl Selz und Bettina Bethlen von den Unabhängigen sowie Michael Straub von den GRÜNEN, die alle ihre Sympathie für die Initiative zum Ausdruck brachten. Karl Selz meinte, beim »Pflug« hätten sich leider Kommerz und Dummheit im Stadtrat durchgesetzt, heute drohe Ähnliches wieder. Die Bürger-Initiative hat letztlich nur ein Ziel: ein Bürgerbegehren durchzusetzen. Rolf Leuger sprach sich in der Diskussion für klare Zielsetzungen aus, während Justus Ammann meinte, man müsse vor allem überlegen, wie man taktisch die Pläne der Stadt verhindern könne. Paul Schalley, selbst Anwohner beim Schwimmbad, wollte das Argument, dass der Lärm vom Schwimmbad eine Wohnbebauung behindere, nicht gelten lassen und meinte, er wohne nur 2,78 m von der Liegewiese entfernt und empfinde den gedämpften Geräuschpegel eher als Ausdruck der Lebensfreude.
Die Grundschule Langenau veranstaltet für ihre Kinder einen großen Martinsumzug. Mit Lampions ging es zum »Löwenzahn-Stadion«, wo die Viertklässler ein Martinsspiel vorbereitet hätten. Die Eltern luden die erwachsenen Teilnehmer des Umzugs zu Glühwein ein.
In 10 Minuten wurde an der außerordentlichen Generalversammlung der Stadtmusik Schopfheim ein zukunftsträchtiger Beschluss gefasst: Vorsitzender Peter Bühler erläutert Umzugspläne vom bisherigen Musikhaus in den ehemaligen Bauhof der Stadt. Dieses neue Gebäude ist seiner Meinung nach den Bedürfnissen der Stadtmusik angepasst und zeigt Perspektiven für die Zukunft. Es müssten erhebliche finanzielle Anstrengungen unternommen werden, jedoch müsste auch in das bisherige Haus stark investiert werden. Beigeordneter Ruthard Hirschner meint, dass das neue Haus auch im Sanierungsgebiet liege und vom Land deshalb erhebliche Zuschüsse zu erwarten seien.
10. November 2005
Eine Beteiligung der Stadt Wehr an einem möglichen Allwetter-Bad in Schopfheim ist für Wehrs Bürgermeister Thater nicht gänzlich ausgeschlossen. Man müsse die Möglichkeiten prüfen, meint er. Wehr will von den jährlichen 250.000,- Euro Gesamtkosten herunterkommen. Wenn dies in Wehr beim derzeitigen eigenen Bad nicht gelinge, müsse man andere Möglichkeiten prüfen.
Wenn sich der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik am 21. November mit dem Hochwasserschutz beschäftigen muss, so informiert heute das MT über die Vorlage der Stadtverwaltung. Darin meint Bernhard Springmann als Tiefbauamtsleiter, um den Hochwasserschutz am Schlierbach zu garantieren müssten meterhohe Mauern errichtet werden. Dies könne nicht sein und die Kosten wären utopisch. Es führe kein Weg vorbei am vielfach kritisierten Bypass unter der Königsberger Straße hindurch zur Wiese.
11. November 2005
Nun gibt es auch Postkarten, auf denen die Plastik von Peter Lenk zu sehen ist, die er im Jahre 2004 geschaffen hat. Michael Herrmann stellt die Postkarten und einen Faltprospekt gemeinsam mit dem Fotografen und Autor Achim Kuhn-Osius der Presse vor.
Auf sein 20-jähriges Bestehen blickt das »Theater auf der Au« mit und um Marianne Neininger zurück. Aus diesem Anlass gewährt Marianne Neininger mit ihren jungen Akteuren und Akteurinnen während eines »Tages der offenen Tür« Einblick in ihr Schaffen.
Das freie Radio Kanal Ratte nimmt die Konzertreihe »Akustik in Agathen« wieder auf. Von November bis Januar finden dort drei Konzerte statt.
Neben anderen Martinsumzügen feiert auch der Kindergarten Lus mit einem Martinsspiel im Lichterglanz eines Lagerfeuers und vieler Lampions den Martinstag.
Der Martinsumzug und der Martini-Basar der Freien Waldorfschule waren wiederum ein Anziehungspunkt im Veranstaltungskalender dieser Schule.
Die Schopfheimer Narren haben nicht nur einen neuen Statthalter nein, sie sind sprachlos - mit Angie I vo Gündehuse (Angelika Sütterlin) regiert zum ersten Mal eine Frau als Statthalterin. Damit will man auch auf die erste Kanzlerin, Angela Merkel in Berlin, hinweisen. Die Überraschung an der Fasnachts-Proklamation am Kronenbrunnen war denn auch entsprechend groß. In der Zeitung heißt es, der sonst aufbrandende Jubel sei den meisten im Halse stecken geblieben. Einige sprachen von einer Sensation, nachdem Oberzunftmeister Gerhard Kiefer ein weibliches Wesen aus dem Hut gezaubert hatte.
»Träume darf mer no«, meinten die Fahrnauer Narren um »Düfzel«-Boss Markus Kraft während der Fasnachts-Proklamation auf dem Schulhof. Selbstverständlich konnten es sich die Fahrnauer Narren nicht verkneifen, einen kleinen Seitenhieb auf die Schopfheimer Fasnacht auszuteilen: das sei doch »zum Lache«, man sei froh, »dass mer z’Fahrnau Fasnacht mache!«.
Jörg Kachelmann weiht in Gersbach auf dem Grundstück von Lothar Lenz die sanierte Wetterstation ein.
12. November 2005
Die Schopfheimer Ortsgruppe des BUND spendet 2.800,- Euro an die neue Brücke auf dem Spielplatz im Bremt, um die Kosten von 4.000,- Euro teilweise zu decken. Den Betrag darf der Leiter des Ordnungsamtes, Ralf Schulz, stellvertretend für die Stadt entgegennehmen.
13. November 2005
In ganz Deutschland wird der Volkstrauertag begangen. Bürgermeister Christof Nitz und Vertreter des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge und des VdK legen auf dem Friedhof in Fahrnau symbolisch Kränze nieder.
Die Stars der Volksmusik-Szene, angeführt vom unverwüstlichen Tony Marshall, sind in der Stadthalle zu Gast. Kein Platz bleibt frei bei dieser von der Stadtmusik betreuten Veranstaltung.
Die katholische Kirchengemeinde St. Bernhard hat Pfarrgemeinderatswahlen. 10,8% der Wahlbeteiligten geben ihr Votum ab.
Die Kantorei unter der Leitung von Bezirkskantor Christoph Bogon führt das Oratorium »Elias« von Felix Mendelssohn-Bartholdy in der evangelischen Stadtkirche auf. Der Kantor habe mit der Verpflichtung der Vokal-Solisten einen so guten Griff getan, dass ihm eine ideale Interpretation des Werkes gelungen sei, meint der Rezensent.
14. November 2005
Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse in Frankreich (Autos brennen zu Tausenden während mittlerweile 17 Tagen) soll im JuZ über Gewalt diskutiert werden. Am Donnerstag dieser Woche wird die erste Veranstaltung sein.
Der Gemeinderat beschließt, einen städtebaulichen Wettbewerb für das Schlattholz-Gebiet - von der Bebauung an der Königsberger Straße bis zu den Hochhäusern in Fahrnau - auszuschreiben. Eingeschlossen ist darin das Schwimmbad und das Sportplatzgelände. Klar wird aber, dass bei diesem Wettbewerb keine Automation entstehen darf zur Umsetzung einer Verlagerung des Sport- und Schwimmbadgeländes. Sehr viele Gegner aus der Bürger-Initiative fanden den Weg in den Rathaussaal, um bei der Diskussion mit dabei zu sein. Zu Beginn der Sitzung äußerten sich die Gegner deutlich gegen jede Form der Veränderung. Sie wollen Sportplatz, Schwimmbad, Jugendzentrum und Skater-Anlage auch in Zukunft an dieser Stelle erhalten wissen. Bürgermeister Christof Nitz wies auf die grundsätzliche Bedeutung der Überplanung hin und machte auch deutlich, dass ein Teil des Grundstückserlöses zur Hochwassersicherung verwendet werden müsse. Wenn keine Hochwassersicherung erfolge, werde jede Bautätigkeit südlich der Bahnlinie unmöglich. Dies gelte auch für Gewerbegebiete. Mit dem Wettbewerb wurden vier Büros beauftragt. Die Firma Projekt GmbH in Esslingen, die Stadtplaner Fahle aus Freiburg und die Architekturbüros Kun Bernhard aus Schopfheim und Klemm Harald, ebenfalls aus Schopfheim. Karl Selz meinte während der Diskussion, dass seine Fraktion der Unabhängigen nichts gegen die Bebauung des Schlattholzes einzuwenden habe, jedoch nicht für eine Bebauung der Sportanlage und des Schwimmbad-Geländes zu haben sei. Dass neuer Wohnraum dringend nötig sei, stellte Michael Straub für die GRÜNEN in Frage. »Wir wollen ein qualitatives Wachstum für Schopfheim«, macht Artur Cremans für die SPD bei der Befürwortung der Planung deutlich. Die Stadt brauche Einwohner und deshalb auch Wohnraum. Für die Freien Wähler meinte deren Fraktionsvorsitzender, Wolfgang Bühler, dass die Stadt mit diesem Wettbewerb auf dem richtigen Weg sei. Marcus Walter meinte gar für die CDU, dass die Stadt am Scheideweg stehe, sei doch die Frage, ob sie sich moderat weiter entwickle oder Rückschritte in Kauf nehme, zu klären.
Die Stadt Schopfheim hat ihre Satzungen über das Erschließungsrecht insofern geändert, dass der bei der Stadt bisher verbliebene Eigenanteil von 10% auf 5% reduziert wurde. Dies ist insbesondere notwendig, um größere Bauvorhaben nicht der Allgemeinheit, sondern den direkt Betroffenen anzulasten. In der Vergangenheit hatte dies keine allzu große Bedeutung, da mehr Vorhaben- und Erschließungspläne denn kommunale Erschließungen realisiert wurden. Bei Vorhaben- und Erschließungsplänen müssen die Bauwilligen ohnehin 100% der Kosten tragen.
15. November 2005
Die jungen GRÜNEN des Landkreises setzen sich in einem Brief an den Landrat dafür ein, dass die Auflagen gegen das »Irrlicht« rückgängig gemacht werden.
In der vergangenen Woche übte die Langenauer Feuerwehr, wie im Brandfalle die Schule geräumt werden kann und wie die Schüler dabei in Sicherheit gebracht werden können.
Knapp an einer größeren Katastrophe vorbei führt ein Brand an der Landstraße in Langenau. Der ehemalige Ökonomie-Trakt eines landwirtschaftlichen Anwesens bzw. ein Holzschuppen stand in Flammen. Gegen 6 Uhr wurde Alarm geschlagen. Die Feuerwehren aus Langenau und Schopfheim konnten das Feuer löschen. Allerdings mussten die Feuerwehrleute einen Großteil des Schuppens ausräumen, um Glutnester aufzuspüren. Einsatzleiter Andreas Lenz berichtete, dass 40 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen im Einsatz waren. Ortsvorsteher Hans Weinbrechtinger meinte: »Wir hätten wahnsinniges Glück mit Blick auf die Brandlasten der benachbarten Gebäude«. Verletzte gab es keine, auch der Sachschaden hält sich beim Schuppen in Grenzen.
16. November 2005
Der BUND blickt auf 20 Jahre erfolgreiche Arbeit in Schopfheim zurück. Das kleine Jubiläumsfest in den Räumen der Kleingartenanlage im Bremt ermöglichte einen Rückblick auf die vergangene Zeit und die Arbeit der Ortsgruppe. Langjährige aktive Mitglieder, die sich zum Teil schon vor der Gründung der Ortsgruppe dem Bundesverband angeschlossen hätten, konnten geehrt werden. Klaus Böttger, Vorsitzender, durfte Dr. Ruth Noack, Helga Ruchatz, Michael Straub, Wiltrud Straub- Goetz und Inge Böttger-Fisch ehren. Dr. Ruth Noack lobte auch Klaus Böttger, der dem Verein seit dessen Gründung als einer der beiden Vorsitzenden vorsteht.
17. November 2005
Vergangenes Wochenende beendete der Schäferhunde-Verein Langenau mit der Herbstprüfung seine diesjährige Arbeit. Michael Reimann als Vorsitzender des Vereins war mit den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. Acht von neun Hunden haben die hohen Anforderungen denn auch durchwegs zufriedenstellend gemeistert. Mit insgesamt 281 von 300 möglichen Punkten konnte Helga Schneider aus Waldshut- Tiengen mit ihrem schwarzen Schnauzer »Kion von Elberfeld« den Sieg erringen. Michael Reimann gelang es, mit seinem Vierbeiner mit 259 Punkten Rang 3 zu erreichen.
Wolfgang Dufner, der bekanntlich auch das Schauspiel »Schopfheim 7-5-0« im Jahre 2000 geschrieben hat, liest in der Stadtbibliothek aus seinem neuesten Werk »Der Gesang der Hähne«.
18. November 2005
Die neue Statthalterin Angelika Sütterlin freut sich auf ihre Zeit als erster weiblicher Statthalter und meint: »Es war überfällig, dass die Männer-Bastion an der Spitze der Narretei endlich fällt«. Es sei höchste Zeit für eine Frau gewesen, findet die neue närrische Regentin.
Gleich 11 Beschäftigte können bei der Firma Rietschle Thomas für ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt werden: Eugen Ludin, Uwe Hug, Andreas Hauri, Winfried Schmiedle, Rainer Gebhardt, Maria Grupp, Christel Leibham, Bärbel Hagist, Giovanni Turturro, Massimo Muto und Rainer Kiefer. Ralf Nilges von der Geschäftsleitung würdigt die treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie Ralf Kurz, der Betriebsratsvorsitzende.
Der Ortschaftsrat Langenau würdigt den schnellen Einsatz der Feuerwehr beim Brand vom Dienstag.
»Wir wollen Frohsinn und Heiterkeit bringen, die Kreise zieht«, meinte Monika Schmidt zu ihren Fans, die zur Aufführung der »Schnäderenten« in den Kürnberger Bürgersaal gekommen waren. Das diesjährige Stück «Wo der Bartli de Moscht holt« war denn auch geeignet, zu beweisen, dass Lachen die beste Medizin ist.
Erfolgreich verlief das Vereinsjahr für den Skiclub Fahrnau, wie bei der Hauptversammlung zu hören war. Ein großes Problem war allerdings der Schneemangel, der den Saisonstart zeitlich verzögerte. Auch nach den Wahlen bleibt Hans Schwietale weiterhin 1. Vorsitzender. Um die Finanzlage zu verbessern, erhöhte der Verein den Mitgliedsbeitrag. Für das Jahr 2006 wurde das Ziel angepeilt, die Junioren-Abteilung auf 100 Personen zu erweitern. Auch sollen die Jugendlichen im Verein mehr Verantwortung übernehmen. Eine Reihe von Mitgliedern wurde für 25 Jahre Treue mit der silbernen Vereinsnadel geehrt. Nach 28 Jahren Tätigkeit als Skilehrer verabschiedete sich während der Hauptversammlung Peter Kropf.
19. November 2005
Werner Müller meint heute im MT: »Der Haushalt der Stadt für das Jahr 2006 gibt auf den ersten Blick kein schlechtes Bild ab, der zweite indes sorgt für Ernüchterung. Die positive Entwicklung ist nicht mehr als ein Strohfeuer, denn für 2006 ist erstmals wieder eine positive Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt möglich. Schulden brauchen nicht neu aufgenommen zu werden.«
Vier Bäume an der Einmündung der Himmelreichstraße in die Hauptstraße, darunter eine 139 Jahre alte Linde, wurden gefällt. Anwohner beklagten dies. Gleichzeitig wurde der dortige Brunnen entfernt, denn an dieser Stelle soll ein Kreisel, der künftig die Anbindung an die Nord- Tangente einfacher macht, entstehen. Beigeordneter Ruthard Hirschner und Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann erläutern und begründen die notwendige Maßnahme.
Im JuZ spricht Stadtjugendpfleger Dietmar Hermann mit jungen Menschen über Gewalt. Er zeigt dabei Filme, über die im späteren Verlauf des Abends diskutiert wird.
Petra Hildebrandt löst als Elternbeiratsvorsitzende an der Friedrich- Ebert-Schule die langjährige Vorsitzende Andrea Möhrle ab.
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung blickt der Fanfarenzug Fahrnau auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Am 12. November feierte die Gruppe ihren 33. Geburtstag.
Ein Operetten- und Musical-Abend des Gesangvereins Eichen brachte Jubel in die Hülschenmatthalle. Mit teils heiteren, teils besinnlichen Melodien eroberte der Gesangverein die Herzen der zahlreichen Zuhörer.
Der Musikverein Langenau darf sich beim Jahreskonzert über eine restlos besetzte Langenauer Festhalle freuen. Erwin Lenz, der Dirigent des Orchesters, präsentiert seinen versierten Klangkörper, dem es erneut gelingt, Melodien und Rhythmen präzise wiederzugeben. Vorsitzender Hansjörg Sprich nimmt während des Konzertes Ehrungen für 10-, 15- oder 20-jähriges Mitwirken im Orchester vor. Karlheinz Kiefer und Günther Schaffrinna gehören dem Klangkörper seit jeweils 20 Jahren an.
Gut besucht war die Hobby-Ausstellung, die seit Jahren in der Stadthalle stattfindet.
Karl-Heinz Schmidt wird beim Herbstkonzert des Musikvereines Raitbach für seine langjährigen Verdienste im Verein geehrt.
20. November 2005
Zu einem Abend für Musikliebhaber, Literaturkenner und Freunde heimischen Weines und Käses lädt der Musikverein Fahrnau in die Stadthalle ein. Bereits in den späten Nachmittagsstunden ging es mit einer zünftigen Wein- und Käseprobe los, begleitet von der Big-Band des Fahrnauer Vereines unter der Leitung von Volker Ewert, wobei würzige Gaumenfreuden serviert wurden. Der Konzertteil widmete sich dann Vorträgen in Wort und Musik aus bekannten literarischen Werken, die der Dirigent Andreas Meier ausgewählt hatte. Der Vorsitzende des Musikvereins, Thomas Hoyer, meinte zum Schluss eines erfolgreichen Abends: »Wir werden diese Art Konzert bestimmt wiederholen«.
21. November 2005
Beim Nussknacker-Hock der Unabhängigen am vergangenen Wochenende musste für den 2. Vorsitzenden, Dieter Weiß-Fabrizio, im »Hans Sachs« ein Nachfolger gefunden werden. Die Unabhängigen werden nun vom Vorsitzenden, Horst Lüttner, und von Ulrich Dick geführt. Nach langjähriger Tätigkeit gab aber auch Elisabeth Däumer ihr Amt als Kassiererin ab. Es blieb beim Nussknacker-Hock nicht aus, dass Schelte über die geplante Bauwut erfolgte. Gar von »Hirngespinsten« wurde gesprochen. Karl Selz, Fraktionschef, skizzierte die wichtigsten aktuellen Themen im Gemeinderat und sprach von einer mehr als bescheidenen Bilanz beim Versuch, die Strukturen nachhaltig zu verbessern. Er kritisiert, dass die Stadt alleine im kommenden Jahr 300 000,- Euro für Planungskosten ausgebe. Einige Mitglieder nahmen die Veranstaltung zum Anlass, ihre Gegnerschaft gegen die Bebauung des Oberfeldes zu dokumentieren. »Wollen wir jetzt jeden Quadratmeter zubauen?«, schimpfte Werner Klein und Ino Hodapp rief dazu auf, die Bürger-Initiative nach Kräften zu unterstützen. Es gab aber auch andere Stimmen wie Martin Sütterlin, der meinte, man dürfe nicht alle Zukunftspläne von vornherein negativ sehen. Eine Stadt müsse auch einmal 20 bis 30 Jahre vorausschauen.
Der seit 2000 bei der Stadt Schopfheim beschäftigte Streetworker Wilhelm Grimm ist im Alter von 48 Jahren überraschend verstorben. Bürgermeister Christof Nitz zeigt sich sehr betroffen.
Bürgermeister Christof Nitz zieht im Ausschuss Bau, Umwelt und Technik des Gemeinderates den Antrag der Firma Beisei, im ehemaligen Wohnen & Sparen in Gündenhausen den Philipps-Markt einzurichten, zurück.
Der BUT-Ausschuss diskutiert erneut über den Hochwasserschutz. Ein Ausbau des Schlierbaches ist nicht möglich, da der Querschnitt des Baches und die Lage der Brücken ein 100-jähriges Hochwasser HQ 100 nicht fassen könnte. Es bleibt keine Alternative. Dies stellt Tiefbauamtsleiter Bernhard Springmann mit triftigen Argumenten zur Errichtung des Bypasses dar.
Im Bauausschuss wird ein Mobilfunk-Mast, den Vodaphone beim Bahnhof Hausen-Raitbach erstellen will, abgelehnt. Abgelehnt hat den Standort auch der Ortschaftsrat in Raitbach. Einige Gemeinderäte meinen, auf der Gemarkung Hausen gebe es Standorte, von denen aus die Gemeinde Hausen versorgt werden kann.
22. November 2005
Die vhs erhält, da sie in rote Zahlen abgerutscht ist, einen erhöhten jährlichen Zuschuss von 18.000,- Euro.
23. November 2005
Heute wird bekannt, dass der bisherige Vermieter des Philipps-Marktes auf der Gänsmatt dem Schopfheimer Markt eine Pachtvertragsverlängerung von drei bis fünf Jahren angeboten hat.
Axel Eisenmann aus Schopfheim wendet sich in einem Leserbrief gegen die Baumfäll-Aktion an der Himmelreichstraße/Hauptstraße.
Ellen Schwiers gastiert mit dem Theaterstück »Martha Jellneck« von Beate Langmaack in der Schopfheimer Stadthalle. Sie verkörpert darin eine alte, einsame Frau, die plötzlich mit dem Kriegsschicksals ihres Stiefbruders konfrontiert wird und dadurch einen Kriegsverbrecher entlarvt. Ein mitreißender Theaterabend des Kulturrings.
24. November 2005
Der ehemalige SPD-Fraktionschef und langjährige Gemeinderat Robert Zapp wird heute 65.
Die Schopfheimer Arbeitslosen-Initiative werde von der Hartz-Reform ins Mark getroffen, ist bei der Jahreshauptversammlung zu hören. Die Initiative kämpft ums Überleben, wie Bürgermeister Christof Nitz und Geschäftsführer Oliver Batt verdeutlichen.
Im Museum wird eine Ausstellung mit dem Titel »Eia popeia« gezeigt. Es werden dabei Kinderträume aus vergangenen Tagen - Puppen und Spielzeug vom Ende des 19. Jahrhunderts bis etwa 1950 - präsentiert.
25. November 2005
Die Nacht bringt den ersten Schnee in der Stadt und auf den Höhen. In den frühen Morgenstunden gibt es teilweise ein Verkehrschaos, denn die 10 cm Neuschnee machen dem einen oder andern Kraftfahrer schon erheblich zu schaffen.
Eine Besonderheit lebendiger Archäologie und Geschichtsdokumentation bringen die Schopfheimer Minifossis. Sie schaffen zwei historische Schanzkörbe bzw. diese werden von ihnen in Höhe von 1,8 m und 60 cm Breite aus Weidenruten geflochten.
Die Kunstmaler Udo Großklaus und Mark-Roland Fuchs stellen Werke zum Thema »Landschaft« in den Räumen des ehemaligen Papierhauses Uehlin - später Schwarzwald-Lädeli - aus. Damit erhält dieser Raum, der derzeit leer steht, Bedeutung, denn die beiden Künstler aus Ried und Maulburg schaffen es, mit ihren Arbeiten (alle im gleichen Format für diese Ausstellung geschaffen) große Spannung zu erzeugen.
26. November 2005
Der Gemeinderat beabsichtigt im Rahmen der Haushaltsstruktur- und Sparbemühungen, die Aufwandsentschädigungen der Ortsvorsteher zu kürzen. Dies hat bei den Betroffenen zu Unmut geführt, denn sie bemängeln, dass sie dazu im Gemeinderat nicht gehört worden seien.
Dass auch die Vogelgrippe bzw die Schutzmaßnahmen dagegen Auswirkungen in der Stadt haben, zeigt sich am Beispiel Manfred Friedlins aus Kürnberg, wie die BZ heute berichtet. Manfred Friedlin hält im Freien mehr als 50 Puten. Die naturgemäß freilaufenden Vögel haben jedoch im kleinen Stall keinen Platz. Der Tierhalter musste daher einen großen Teil seiner Tiere notschlachten. Gewichtsprobleme, Kannibalismus und verstörte Tiere seien die Folge der nun angeordneten, unnatürlichen Stallhaltung. Er bemängelt außerdem, dass die Informationen über die Schutzmaßnahmen nur über die Presse und nicht über die Behörden an die Tierhalter gelangt seien.
Das Gersbacher Schulfest steht ganz im Zeichen des Grimm’schen Märchens »Der Rattenfänger von Hameln«. Doch nicht Hameln stand dabei im Mittelpunkt, sondern das Golddorf Gersbach.
27. November 2005
200 Starter aller Altersklassen nehmen am 1. Schopfheimer Altstadt- Crosslauf, den das Tri-Team veranstaltet, teil.
Wie jedes Jahr, feiert die AWO in der Stadthalle den 1. Advent. Dazu sind Senioren und Bewohner der Altenheime zu einem unterhaltsamen Programm eingeladen. Viel Farbe und Bewegung bringen die Tanzschülerinnen von Aurelia Poloczek auf die Bühne. Die ca. 50 jungen Eleven von fünf bis 15 Jahren erfreuten das Publikum. Die älteste Zuschauerin war 96 Jahre alt.
Am 1. Adventssonntag gestaltet das THG schon fast traditionell ein Adventskonzert. Eltern, Lehrer, Schüler und Gast-Musiker glänzen mit ungeahnten stimmlichen und instrumentalen Leistungen. Der Dank des Direktors Wolfgang Stocker ging u. a. auch an die Musiklehrerin Birgit Ullrich.
Den 1. Advent nutzt die evangelische Kirchengemeinde Eichen zum traditionellen Adventsnachmittag. Der evangelische Kindergarten des Ortsteils zeigt mit einem Figurenspiel und mit Orff’schen Klängen den Weg nach Bethlehem auf. Pfr. Matthias Weber nimmt die dargebotene Geschichte »Der Schneck« als Grundlage für seine Adventsbesinnung.
28. November 2005
Der Gemeinderat berät den Haushalt für das Jahr 2006 in einer ersten öffentlichen Sitzung. Es kommt dabei jedoch nicht zu großen Fragen, da offenbar alles hinter verschlossenen Türen geregelt worden ist. Der Haushalt für das kommende Jahr wird wieder eine ordentliche Zuführung an den Vermögenshaushalt ergeben, doch ist dies nur möglich durch eine Kapitalentnahme aus dem Wasserwerk. Die entnommenen rd. 1,6 Mio. Euro müssen im Wasserwerk dann als Darlehen gegenfinanziert werden. Artur Cremans von der SPD bezeichnet dies zwar als zulässig und notwendig, meint aber, es sei dennoch ein Taschenspieler-Trick. Gegen dies verwehrt sich Bürgermeister Christof Nitz, ebenso auch dagegen, dass das Schwimmbad keine 50.000,- Euro Ersparnis gegenüber dem eigenen Betrieb erbracht hat und erbringen wird. Die schlechten Betriebsergebnisse sind durch zusätzliche Abschreibungen für die Beckenboden-Sanierung bedingt. Die Unabhängigen beantragen, für Wiechs eine Planungsrate in Höhe von 20.000,- Euro zur Erweiterung der Halle im Ortsteil einzustellen.
Bewohner von Eichen fordern im Gemeinderat energisch Lärmschutz- Maßnahmen für den Ort. Ein erboster Einwohner meint, wenn Eichen keinen Lärmschutz bekomme, würden die Eichener möglicherweise sogar die B 518 blockieren.
29. November 2005
Wie kann der Förderkreis Fußball des SVS den Fußball besser unterstützen? Das war das zentrale Thema der Hauptversammlung dieser Tage. Für weitere zwei Jahre wurde der bisherige Vorsitzende, Rudolf Becker, wiedergewählt. Mit einem Flyer sollen neue Mitglieder geworben werden.
Ein privater Schneepflug verliert in den Nachmittagsstunden bei Räumarbeiten mehrere Liter Hydrauliköl. Durch den nachmittags gefallenen Regen bedingt, gelangte dieses teilweise in die Oberflächenentwässerung und führte zu einem Ölfilm im Schlierbach. Die Feuerwehr errichtete Ölsperren.
Der CDU-Stadtverband stand dieser Tage Pate bei der Wiederbelebung der CDU-Nachwuchsorganisation. Nun gibt es wiederum eine Junge Union Schopfheim, deren 1. Vorsitzender Patrick Andrae aus Wehr wurde.
30. November 2005
Der SKM - Katholischer Verein für soziale Dienste im Landkreis Lörrach - wirbt mit einem Marktstand und sucht freiwillige Helfer, die bereit sind, eine Betreuung für geistig Behinderte und psychisch Kranke zu übernehmen.
01. Dezember 2005
Die SPD-Abgeordnete und Staatssekretärin Marion Caspers-Merk möchte sich bei der Agentur für Arbeit um die Rettung der Schopfheimer Arbeitslosen-Initiative bemühen.
Vor kurzem trug die Sportschützen-Gesellschaft Fahrnau das traditionelle Karl-Schmid-Gedächtnisschießen aus. Die meisten Ringe erzielten bei den Herren Danny Oswald vom SV Egringen und bei den Damen Sandra Knobloch vom SV Efringen-Kirchen.
Bitter kalt, aber optisch sehr schön präsentiert sich das zweite vom Gewerbeverein veranstaltete Lichterfest. Viele Menschen kommen in die für den Verkehr gesperrte Innenstadt, um zwischen den Geschäften und den Buden zu bummeln. Heiße Getränke und Speisen fanden bei den abendlichen Besuchern bis 22 Uhr Abnehmer.
02. Dezember 2005
Der Landkreis Lörrach will die für die Buslinie Schopfheim-Gersbach jährlich bezahlten Zuschüsse künftig streichen. Dies sieht eine Kreistagsvorlage vor, auf die im Markgräfler Tagblatt heute hingewiesen wird. Die Stadt bezuschusst die Linie mit rund 17.000,- Euro und der Landkreis mit den angegebenen 7.700,- Euro pro Jahr.
Vor einigen Tagen durfte Gerhard Hübbers bei der Firma Rietschle Thomas das 40-jährige Betriebsjubiläum feiern. Als 17-Jähriger hatte der Arbeitsjubilar im Unternehmen seinerzeit als Spritzlackierer begonnen. Heute ist er in der Service-Abteilung Wartung und Reparatur tätig. Diese Leistung würdigte Ralf Nilges von der Geschäftsleitung ebenso wie der Betriebsratsvorsitzende, Ralf Kurz. Ruthard Hirschner, der Beigeordnete der Stadt, überreichte dem Jubilar die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg.
03. Dezember 2005
Die Friedrich-Ebert-Schule macht landesweit Schlagzeilen. In den örtlichen Zeitungen, den Landesteilen, im Rundfunk und gar im Fernsehen wird über kriminelle Energie, die ein 14-jähriger Schüler der Ebert-Schule entwickelt hat, berichtet. Der 14-Jährige sitzt bereits in U-Haft. Über 60 Straftaten, darunter 50 Fälle der räuberischen und versuchten räuberischen Erpressung, kommen hinzu. Die polizeilichen Ermittlungen gegen den Jugendlichen und 16 weitere Schüler sind weitgehend abgeschlossen. Rektor Wolfgang Gabriel zeigt sich »erschlagen« vom Ausmaß der kriminellen Machenschaften - auch darüber, dass sich die Opfer weder ihren Eltern noch den Lehrern gegenüber offenbart haben. Dies gebe ihm zu denken. Ganz im Zeichen von Ehrungen und der Wahl des Motorsportlers des Jahres steht die Abschlussfeier des MSC in der Fahrnauer Festhalle. Ehrennadeln in Bronze und in Gold werden verliehen. Georg Mäder, Norbert Mühlhaupt und Karl-Heinz Renner dürfen die goldene Ehrung entgegennehmen. Horst Wirth wird für seine langjährigen Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Motorsportler des Jahres wird schließlich Björn Lützelschwab aus Minseln.
Im evangelischen Gemeindehaus machen Jungen und Mädchen ihre ersten Erfahrungen als Händler. Die jungen Verkäufer bieten ihre Waren auf dem Kinder-Trödelmarkt an.
Beim »Tag der offenen Tür« anlässlich des 25-jährigen Jubiläums überbringt Beigeordneter Ruthard Hirschner dem Sanitätshaus Schopfheim die herzlichsten Glückwünsche.
04. Dezember 2005
Mit viel Musik, Stimmung und Spaß sorgte der Adventsmarkt rund um St. Agathen in Fahrnau für Freude und regelrechte Begeisterung. Ein dichtes Konzertprogramm in der Agathen-Kirche, ein ausgewogenes Angebot an Kunsthandwerk und die Degustation kulinarischer Genüsse standen im Vordergrund. Bürgermeister Christof Nitz sorgte dann auch an der Drehorgel für einen guten Spendenertrag.
Voller Begeisterung zeigen die Kinder und Jugendlichen ihr Können bei der Weihnachtsfeier der TSG in der Stadthalle.
Partylaune herrscht wiederum beim Restaurant Glöggler am Viehmarktplatz, denn der Gastronom hat auch in diesem Jahr wieder eine Nikolaus-Party organisiert.
Es ist ein Tag des Sportes auf dem Gestüt Sengelen: Rund 80 Reiterinnen und Reiter - Junioren, Senioren, aber auch viele kleine Reitsportler maßen sich bei den Vereinsmeisterschaften in Jugendwettbewerben, E- und A-Dressur sowie in Springprüfungen der Klassen E und A.
Vorweihnachtlich geschmückt war die Halle in Wiechs bei der Nikolaus-Feier des Turnvereins.
05. Dezember 2005
Dieser Tage präsentierte Iris Kühner das Bilanzergebnis der Waldorfschule für das Schuljahr 2004/2005. Die Schülerzahl war im Berichtsjahr um insgesamt 30 angestiegen; die Gesamtzahl der Schüler liegt nun bei 490. Das Kollegium der Lehrer einigte sich, im Schuljahr unentgeltlich 40 zusätzliche Arbeitsstunden pro Woche zu leisten, das entspricht knapp dem Deputat zweier Pädagogen. Bei dieser Sitzung war auch zu vernehmen, dass im kommenden Frühjahr Baubeginn für den Anbau des Schulhauses sein soll, der mit 1,6 Mio. Euro veranschlagt wird.
06. Dezember 2005
Der Bürgermeister steht - dies macht er in einem Pressegespräch deutlich - hinter der Vorgehensweise der Friedrich-Ebert-Schule bei den Fällen räuberischer Erpressung. Es wird auch deutlich, dass eine bessere Vernetzung mit dem Jugendamt notwendig ist und dass das Problem kein Problem nur dieser Schule, sondern ein allgemein gesellschaftliches darstellt.
Während es an den letzten beiden Tagen wieder geregnet hat und der letzte Schnee weggespült wurde, ist heute, zu Beginn des Kalten Marktes, trockenes Wetter angesagt. Weit über 100 Händler zieht es wieder in die Innenstadt, um rund um die Mauern von St. Michael ihre Waren an die Frau oder den Mann zu bringen.
Zwei Schopfheimer Badminton-Spieler standen jüngst im Aufgebot deutscher Mannschaften bei einem Ländervergleich mit Frankreich. Während die Rekord-Nationalspielerin Nicole Grether im A-Team Deutschlands spielte, durfte in einer Jugend-Auswahlmannschaft Saverio Segreto antreten.
07. Dezember 2005
Wenn es auch gestern nicht ganz trocken geblieben war, so freuten sich die Händler des Kalten Marktes dennoch über die guten Umsätze.
Klaus Böttger, BUND, warnt heute in einem Zeitungsbericht in der Badischen Zeitung vor grenzenlosem Bauen und vor dem vorgesehenen Landschaftsverbrauch im Schlattholz.
Wenn am kommenden Montag der Gemeinderat über den Haushalt entscheidet, muss er auch über Einsprüche von Bürgern, die sich gegen die eingesetzten Planungsraten für Neubaumaßnahmen wenden, entscheiden.
08. Dezember 2005
Die Intiativ-Gruppe THG (ITHG) hat es mittlerweile geschafft und hat ein Drittel der 100.000,- Euro für den Erweiterungsbau am THG beisammen.
Wichtigstes Fazit der Studie für ein interkommunales Ganzjahres-Bad, das zwischen Schopfheim und Maulburg erstellt werden könnte, ist, dass dies für die beteiligten Kommunen Schopfheim, Maulburg und Wehr günstiger käme als die Sanierung der bestehenden alten Einrichtungen. Eine überschaubare Zahl von interessierten Bürgern und Gemeinderäten kommen in die Stadthalle, um sich über die Machbarkeitsstudie, die Michael Bäumel und Joachim Bernhard von der Gutachter-Firma GMF erstellt hätten, zu informieren. Die beiden machen dabei auch deutlich, dass die Hallenbäder in Wehr und in Maulburg sowie das Schopfheimer Freibad nicht zukunftsfähig sind. Der jährliche Zuschuss für alle drei Einrichtungen summiere sich auf über 600.000- Euro, wobei ein Neubau, der zwischen 10 und 11 Mio. Euro kosten würde, einen Betriebskostenzuschuss von jährlich 150.000,- Euro erfordere. Alle drei Kommunen würden davon profitieren, so die Meinung der Gutachter.
Jahreshauptversammlung beim Kulturring, wobei der Geschäftsführer nicht nur seinen Rücktritt für das Jahr 2006 ankündigte, sondern insbesondere darauf verwies, dass durch den schlechteren Besuch von Veranstaltungen der Verein finanziell in Nöte geraten ist. Roland Meder und Volker Brenzinger wurden während der Hauptversammlung erneut zum Vorsitzenden und Stellvertreter gewählt. Irmgard Harsch, die treueste Seele des Kulturrings - so wurde sie von Klaus Strütt bezeichnet -, wurde bei der Versammlung gedankt, denn auch sie will 2006 aufhören.
Im hohen Alter von 99 Jahren verstirbt Gertrud Hoch, Ehefrau des Mitbegründers der CDU, Wilhelm Hoch, im Georg-Reinhardt-Haus.
09. Dezember 2005
Bei der jüngsten Turnratssitzung der TSG wurde der langjährige 1. Stellvertreter, Lothar Lutz, durch den Vorsitzenden des Vereins, Gerhard Doll, gewürdigt. Die Verdienste, die sich Lothar Lutz in mehr als 50 Vereinsjahren in mehreren Funktionen in der Vereinsführung erworben hat, wurden als für den Verein prägend verdeutlicht.
Eine 240 qm große Foto-Voltaik-Anlage wird heute auf dem Dach der Sporthalle der Schule Fahrnau eingeweiht. Der Pachtvertrag zur Betreuung dieser Anlage wurde auf 20 Jahre mit den »Solarfreunden Wiechs« abgeschlossen. Der auf dem Dach erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.
Mark Wise, Andi Gisler und Rebekka Dold gastieren im ausverkauften Museumskeller und wussten mit ihren Interpretationen Träume, Sehnsüchte und starke Emotionen rüberzubringen.
10. Dezember 2005
»Eine Hiobsbotschaft trifft den städtischen Haushalt«, so teilt heute das MT mit, denn der Verwaltungsgerichtshof verurteilte die Stadt, knapp eine Million Euro an den Grundstücksbesitzer in der Schleife zurückzuzahlen. Dies ist das Ergebnis eines seit Anfang der 90er-Jahre schwelenden Rechtsstreites. Bürgermeister Christof Nitz versichert, dass dieses Urteil keine Auswirkungen auf den Haushalt 2006 haben werde. Außerdem prüft die Stadt derzeit weitere rechtliche Möglichkeiten.
Zum Weihnachtskonzert lädt die Stadtmusik in die Stadthalle ein. Ein großer Teil des Programmes wird von der Jugendkapelle unter der Leitung von Marion Schünke präsentiert. Im zweiten Teil sorgt die Stadtmusik unter der Stabführung von Stadtkapellmeister Max Lehmann für stimmungsvolle Unterhaltung, wobei das Konzert traditionell mit der »Petersburger Schlittenfahrt« endet.
Während des Jahreskonzertes der Stadtmusik wird Hans Schaubhut zum Ehrenmitglied ernannt.
11. Dezember 2005
Einen unterhaltsamen Nachmittag verbringen Gäste und Familienangehörige mit ihren Kindern bei der Nikolausfeier des Turnvereins Fahrnau in der Festhalle.
Sehr gut besucht war die traditionelle Weihnachtsfeier des Sozialverbandes VdK Schopfheim im katholischen Gemeindehaus.
Der Gemeinderat beschließt in der heutigen Sitzung den Haushaltsplan für das Jahr 2006. Das Verwaltungs-Budget schließt mit einer Summe von 24.527.100,- Euro ab, im Investitions-Budget sind 5.664.100,- Euro vorgesehen. Neben diesen Beträgen wurden die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe Wasser, Abwasser, vhs und Bauhof verabschiedet. Der Wirtschaftsplan der Städtischen Wohnbau wurde zur Kenntnis genommen. Der Haushaltsplan wurde von den drei GRÜNEN-Stadträten und von den beiden Stadträten der Bürgerliste für Schopfheim abgelehnt. Eine Unsicherheit im Haushalt ist in einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofes zu sehen. Dieses Urteil soll jedoch - und dies wird in einem Schreiben der Rechtsaufsicht wohl bestätigt - auf den Haushalt 2006 zunächst keine Auswirkungen haben. Bürgermeister Christof Nitz sprach von einem »Haushalt, der sich sehen lassen kann« und der der Stadt zumindest eine kurze Verschnaufpause einbringe. Wichtig sei, dass die Stadt im kommenden Jahr ohne Steuer- und Gebührenerhöhungen auskomme und außerdem keine neuen Schulden gemacht werden müssten. Trotzdem können einige wichtige Vorhaben wie die Mensa beim THG, der Hochwasserschutz (Bypass), die Sanierung der Schule Gersbach und der Festhalle in Langenau in Angriff genommen werden. Marianne Zabel meint in ihrer Haushaltsrede: »Es hat sich leider nicht viel geändert«, und der Haushalt sei nur durch die Rücknahme von Stammkapital aus den Stadtwerken genehmigungsfähig. In Anbetracht hoher Zuschüsse für vhs, Stadthalle, City-Bus, Bibliothek, Museum und Freibäder müsse man sich - so die Fraktionsvorsitzende - fragen, wie viel Staat sich die Stadt noch leisten könne. Man müsse deshalb versuchen, die laufenden Kosten zu senken. Ein Gewaltmarsch sei notwendig. Artur Cremans von der SPD begrüßt, dass der Hochwasserschutz nun endlich angepackt werden kann, und spricht sich auch für ein qualitatives Wachstum dieser Stadt aus. Kritische Worte richtet er an die Verwaltungsspitze und meint, es blieben zu viele Baustellen unerledigt. Auch zur künftigen Struktur der Verwaltung sieht er noch eine Bringschuld des Bürgermeisters. Weiter meint der Fraktionsvorsitzende: »Es gibt in der nächsten Zeit mit Sicherheit noch einige heilige Kühe zu schlachten«. Karl Selz, Unabhängige, sieht im Haushalt ein recht bescheidenes Ergebnis. Für die Fraktion der Unabhängigen fordert er deshalb eine längst fällige Personal- und Strukturreform. Er meint auch, dass durch den Weggang von Klaus Strütt die Möglichkeit bestehe, die Verwaltungsspitze zu verschlanken. Keine Notwendigkeit sehen die Unabhängigen, das Rathaus mittels eines Glaspalastes hinter dem Rathaus zu erweitern. Als einen Glücksfall bezeichnet Wolfgang Bühler für die Freien Wähler den Haushalt, meint aber: »Nur auf den ersten Blick«. Die Stadt müsse runter von ihren hohen Schulden, wobei der Fraktionsvorsitzende den Bau des Hochwasser-Bypasses und die Überplanung des Schlattholz-Areales als Voraussetzung für eine Weiterentwicklung der Stadt betrachtet. »Kein Geld für Luxusprojekte ausgeben«, meint Michael Straub, GRÜNE, zum Haushalt. Er zählt dazu den Rathaus-Umbau samt Glaspalast ebenso wie ein kommunales Bad oder die Verlegung der Sportanlagen. Jörg Rittweger als Sprecher der Bürgerliste meint, dass der Haushalt zwar besser als in den vergangenen Jahren sei, das finanzielle Desaster der Stadt aber nicht löse. Ein ernsthafter Sparwille sei nicht erkennbar. Dabei prangert er hochfliegende Pläne zur Sportstatten-Verlagerung, zum Schwimmbad und Rathaus-Neubau sowie einen nach seiner Meinung total überzogenen Hochwasserschutz an.
Während seiner Haushaltsrede tut Artur Cremans eine persönliche Bemerkung zu einem Leserbrief-Vielschreiber kund. Er meint, mit sachlicher Kritik müssten Gemeinderäte umgehen, es werde aber bedenklich, wenn Kommunalpolitiker in die Nähe der Korruption gerückt oder gar als kriminell und gewissenlos bezeichnet würden. Die Grenze des Akzeptablen sei damit überschritten.
13. Dezember 2005
Die Wahl-Alternative soziale Gerechtigkeit (WASG) hat in ihrer Mitgliederversammlung in Schopfheim die Bewerber für die badenwürttembergische Landtagswahl im kommenden Jahr nominiert. Manfred Jannikoy aus Lorrach ist Erstbewerber, der Schopfheimer Jörg-Uwe Sanio wurde als Ersatzbewerber nominiert.
Über immer schlechtere Arbeitsbedingungen klagen die Arzte der Inneren Abteilung am Schopfheimer Krankenhaus Allein in dieser Abteilung seien seit Januar drei Stellen vakant. Nicht ein einziges Mal konnte in Vollbesetzung gearbeitet werden, so die Mediziner. Verärgert waren die Ärzte auch darüber, dass sie nicht streiken dürfen, denn mit einem juristischen Trick wolle die Kliniken GmbH diese Maßnahme untersagen.
14. Dezember 2005
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marion Caspers-Merk vermittelt ein Gespräch mit Vertretern der Grundsicherung für Arbeitslose im Landkreis Lörrach. Ziel dieses Gespräches soll es sein, die SAI mit neuen Perspektiven zu versorgen.
Die Grundschule in Wiechs startet ein Präventions-Projekt »Mut tut gut« gegen sexuelle Gewalt. Damit soll das Selbstbewusstsein der Grundschüler gestärkt werden, wie Schulleiterin Rosemarie Jäkel meint.
Im Alter von 87 Jahren verstirbt der frühere Lehrer an der Dr. Max- Metzger-Schule und Kunstmaler Kurt Baumann.
15. Dezember 2005
Zum dritten Mal bietet die evangelische Kirchengemeinde in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Kleinbauern-Kooperative Dikome eine offene Kirche beim Weihnachtsmarkt an. Schüler der Bläserklasse der Friedrich-Ebert-Schule, ein Lehrer-Eltern-Chor des THG, die Wiechser Brassband, der Blockflöten-Spielkreis der Musikschule Steinen-Schopfheim und die Jugendkapelle der Stadtmusik werden die musikalische Gestaltung am Samstag übernehmen. Am Sonntag werden Christoph Bogon, die Bläserklasse der Ebert-Schule, die Glöckler des »Städtli-Zinkens«, das Flöten-Ensemble der Musikschule und der Kirchenchor Maulburg sowie der Gesangverein Fahrnau die Gestaltung übernehmen.
Das Kulturcafé »Irrlicht« lädt zum »Tag der offenen Tür« und zu Gesprächen ein, die die Situation des Kulturcafés beleuchten sollen. Viele Gesprächspartner, auch kommunalpolitisch Interessierte, kamen, um die Probleme, mit denen das Haus zu leben hat, aus erster Hand zu vernehmen.
Sehr verwundert zeigt sich die SPD über den Leiter des Schopfheimer Forstamtes, Dr. Gerhard Rieger, der in seinem Haushaltsbericht meinte, dass die Verwertung von Restholz sich nicht lohne. Die SPD sieht ein Konzept für die Holzhackschnitzel-Heizung in der Gersbacher Schule dadurch von der Forstverwaltung nicht hinreichend unterstützt.
16. Dezember 2005
Die Freie Waldorfschule Schopfheim ist seit 14 Tagen ganz offiziell eine rauchfreie Schule. Das Verbot gilt sowohl für das Schulgebäude als auch für das Außenareal.
Während einer großen Disco-Party in der Stadthalle wird die »Miss Hochrhein« im Ausscheidungs-Wettkampf für die »Miss Germany« gewählt. Dabei kann Nathalie Toth aus Maulburg schließlich den Erfolg für sich verbuchen.
17. Dezember 2005
Es schneit und demzufolge liegt der diesjährige Weihnachtsmarkt in der Altstadt unter einem leichten, weißen Winterkleid. Frank Hedtke und Claudia Hofmann, die den Markt auch in diesem Jahr organisierten, sind zufrieden und werden ihn auch im kommenden wieder durchführen 60 Händler haben den Weg nach Schopfheim gefunden und außerdem wurde in der Alten Kirche St. Michael während beider Markttage viel musiziert.
Ein Betrunkener löst in der Stadthalle Feueralarm aus - gottlob war es nur ein Fehlalarm, denn während zweier Tage waren große Disco- Veranstaltungen bis in die frühen Morgenstunden in der Halle angesagt. Bei der Jahresfeier des Gesangvereines Fahrnau werden langjährige treue Mitglieder geehrt Hermann Kupferschmidt und Liesel Wohlschlag dürfen die Ehrung für 50 Jahre Passiv-Mitgliedschaft entgegennehmen. Mit Manfred Vogt wird - so der Vorsitzende Martin Link - eines der aktivsten Aktiv-Mitglieder für 30-jährige Treue mit der goldenen Ehrennadel des Vereines ausgezeichnet.
Der Gesangverein Wiechs gibt in der Festhalle des Ortsteils das diesjährige Weihnachtskonzert Monika Argast präsentiert dabei ihren Kinderchor und stellt mit einem musikalischen Krippenspiel die Leistung der Kleinsten unter Beweis Neben den musikalischen Beiträgen sorgte der heitere Abschluss des Abends mit der Kriminalkomödie »Kein schlechter Fang« von Werner Richter für zusätzliche Begeisterung der Gäste, die den Chor regelrecht feierten.
Der Gesangverein Langenau stellte sein diesjähriges Weihnachtskonzert in der Festhalle unter das Motto »Sang und Klang aus aller Welt« Georg Diehl eröffnete den Konzertreigen seines Chöres mit einer musikalischen Reise vom Tessin über Capri bis zu Schlagern der 50er-Jahre. Auch Chöre der Umgebung waren zu Gast in der Festhalle, um auf das Weihnachtsfest einzustimmen.
18. Dezember 2005
Eine sechsköpfige Delegation der Schopfheimer Boule-Spielgemeinschaft »Le Cochonnet« weilte zum 11 Weihnachtsmarkt bereits traditionsgemäß in der Partnerstadt Poligny.
19. Dezember 2005
Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereines Krankenhaus zieht der Vorsitzende, Ruthard Hirschner, Bilanz über das vergangene Jahr. Es gelte nach wie vor wachsam zu sein, auch wenn manche Politiker in der Stadt von guten Zeichen sprachen, meint er Geräte im Wert von insgesamt 6 800,- Euro konnten dem Schopfheimer Krankenhaus im vergangenen Jahr vom Forderverein zur Verfügung gestellt werden.
Waldemar Lutz wird für die Dauer von fünf Jahren zum ehrenamtlichen Richter am Landessozialgericht in Stuttgart berufen.
Pfr. Dr. Michael Hoffmann hat sich in Brombach um die dortige Pfarrstelle beworben und will Schopfheim verlassen.
20. Dezember 2005
Die »Alte Stadtmühle« hat wieder einen neuen Betreiber Wolfgang Riedmann aus Graz will den hohen Qualitätsstandard des Restaurants weiter halten.
Zum Ende des Jahres gehen die Lichter in der Bäckerei Bernauer in der Mattenleestraße aus. Bäckermeister Heinz Bernauer hat sich entschlossen, seinen Laden in Fahrnau und die Filiale in Langenau aufzugeben. Geschlossen werden die Geschäfte nicht, sie werden von der Bäckerei Bender übernommen. Heinz Bernauer meint, dass die allgemeine Wirtschaftslage ihn zur Schließung seiner Bäckerei veranlasst habe. Künftig wird er in einer Großbäckerei in der Schweiz arbeiten.
21. Dezember 2005
In Gersbach hat sich dieser Tage ein Förderverein mit dem Namen Gerisbac offiziell gegründet. Der Förderverein hat sich nicht nur zum Unterhalt der hauptsächlich durch das Programm »Leader+« finanzierten Anlagen bereit erklärt, sondern er wird auch der Pflege und Förderung des traditionellen Brauchtums, der Bildung sowie der Pflege der Kultur und des Heimatgedankens dienen. Zum Vorsitzenden wurde Wolfgang Ühlin gewählt, während Ralf Ühlin sein Stellvertreter ist.
Der AFT-Gründer Gerhard Brutschin zieht sich zum 01. Januar 2006 auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen zurück.
Die Polizei bittet heute um Mithilfe bei der Aufklärung eines Einbruches und veröffentlicht Fotos des Tatwerkzeuges, mit dem ein Tresor, der am 09. Dezember aus der ESSO-Tankstelle entwendet worden ist, in einem Waldstück zwischen Nordschwaben und Minseln aufgebrochen wurde.
Heute äußert sich Manfred Greiner wiederum in einem Leserbrief zu den Äußerungen, die Artur Cremans bei der Haushaltsrede im Gemeinderat über ihn gemacht hat.
22. Dezember 2005
»Der nächste Coup« - so schreiben heute die Zeitungen über das Georg-Reinhardt-Haus, denn dem Heimleiter Klaus Haas wurde gekündigt. Die neuen ehrenamtlichen Vorstände Hesse und Hafner begründen in einer knappen Pressemitteilung, Klaus Haas stehe seit fünf Monaten wegen Krankheit nicht mehr zur Verfügung. Dieser Zustand sei nicht länger zumutbar. Zum 01. Januar 2006 wird im Georg-Reinhardt-Haus nun Heike Hengst als Nachfolgerin bestellt. Die 50-Jährige bringt Erfahrung mit, die sie in Pro-Curand-Heimen gesammelt hat.
Im Kleinen Wiesental verdichten sich immer mehr die Anzeichen, dass das Jahr 2006 ein entscheidendes Jahr werden wird, denn die Eigenständigkeit der Talgemeinde steht auf dem Spiel. Die Überlegungen des Regierungspräsidiums Freiburg reichen bei diesem Szenarium bis zur Eingemeindung nach Schopfheim.
23. Dezember 2005
Kinder der Grundschule Langenau übergeben zusammen mit der kommissarischen Schulleiterin, Hannelore Kaiser, an die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Christa Merz, einen Scheck in Höhe von 950,- Euro. Die Schule hatte beim Martinsfest einen guten Umsatz erzielt, sodass der Erlös nun einem sehr guten Zweck zukommen kann.
Die Kinder des Kindergartens am Eisweiher und die Bewohner des Hauses Columban führen als Höhepunkt des weihnachtlichen Miteinanders im Altenheim ein Krippenspiel auf.
Derzeit beginnen Bauarbeiten im Krankenhaus, um den Eingangsbereich neu zu gestalten.
Der katholische Kinderchor singt den Senioren im Pro-Curand-Pflegestift weihnachtliche Lieder.
24. Dezember 2005
Die Badische Zeitung berichtet heute über den Besuchsdienst des Markus-Pflüger-Heimes, der auf eine Initiative der »Grünen Damen« des Krankenhauses Rheinfelden, der CDU-Frauen Schopfheims sowie des Frauenkreises der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Wiechs vor mehr als 20 Jahren zurückzuführen ist. Derzeit besteht der Besuchsdienst aus 12 Frauen.
Es ist Heiligabend - auch in Schopfheim werden traditionell die Gottesdienste der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinden gut besucht. Pfr. Dr. Michael Hoffmann betont in seiner Weihnachtspredigt, dass Weihnachten das Fest der Liebe Gottes sei. Er erinnert an die verheerende Flut-Katastrophe vor einem Jahr: »Da steht sie wieder auf dem Prüfstand, diese Liebe Gottes«. Nicht jedes Leid finde eine Erklärung. Für Naturkatastrophen gebe es Ursachen, aber keinen Grund. Der katholische Pfr. Richard Dressel widmete sich in seiner Weihnachtspredigt dem Wunschzettel, der sich nicht nur aufs Materielle bezieht. Dazu gehörten weniger Armut, weniger Hunger, Grundschulausbildung für alle Kinder, Schluss mit Krankheiten wie AIDS und Malaria.
Zur Tradition geworden ist das Weihnachtskonzert der »Glöckler« in der Alten Kirche St. Michael. Kurt Kiefer durfte mit seiner Gruppe in einer fast schon überfüllten Kirche prächtige Weihnachtsweisen zu Gehör bringen.
25. Dezember 2005
Die Polizei muss zu einem Großeinsatz beim »Irrlicht« ausrücken. Trotz Verbot fand eine Anti-Weihnachtsfeier statt, die in den frühen Morgenstunden ein Großaufgebot an Polizisten erforderte. Bereits im Verlauf der Nacht war das »Irrlicht« in der Bahnhofstraße restlos überfüllt. Zahlreiche, zum großen Teil alkoholisierte Jugendliche und Heranwachsende hielten sich auf der Straße auf. Auch nach Überschreitung der Sperrzeit um 4 Uhr war das Lokal noch immer stark besucht und es wurde weiterhin Alkohol ausgeschenkt, obwohl die Polizei mehrfach darum gebeten hatte, die Musik einzustellen und nach der Sperrzeit die Gäste zum Verlassen des Lokals aufzufordern.
Als sich um 5 Uhr noch immer 50 Personen um das »Irrlicht« aufhielten und stark grölten, entschloss sich die Polizei nach Eintreffen personeller Verstärkung umliegender Reviere und der Bundespolizei, das Lokal und den Vorplatz zu räumen. Bei der gegenüber liegenden VR-Bank kam es dann schließlich noch zu Schmierereien an der Hauswand, die den Besuchern ebenfalls angelastet werden.
Der Gesangverein Raitbach gibt - wie jedes Jahr - sein Weihnachtskonzert in der vollbesetzten Halle des Ortsteils. Für viel Freude sorgte ein Kinderchor, der mit drei Liedbeiträgen das Programm ergänzte und auch gemeinsam mit dem Männerchor auftrat. Dirigent Herbert Maisch hatte auch in diesem Jahr die Fäden immer in der Hand. Die Lacher auf seiner Seite hatte das Stück »So ne Bscheng« von Roland Lederle, das unter der Regie von Karl Friedrich und Claudia Oswald von Mitgliedern des Vereins aufgeführt wurde.
26. Dezember 2005
Auch im Markus-Pflüger-Heim wird Weihnachten gefeiert. Pfr. Richard Dressel brachte den ersten Weihnachtsstern der Sternsinger, während der Chor der Klasse 5 b der Realschule Weil am Rhein die musikalische Umrahmung der Feier bestritt.
27. Dezember 2005
Zu einem Verkehrschaos auf der B 518 tragen mehrere Fahrzeuge bei. Zusammen mit einem quer stehenden Lastwagen blockieren sie, durch die Schneefälle bedingt, die Straße.
Die heftigen Schneefälle bringen auch einen Autofahrer im Stadtgebiet ins Schleudern. Dabei erfasst das Auto drei Frauen, die auf dem Gehweg der Friedrich-Hecker-Straße standen. Die drei angefahrenen Damen konnten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus mit leichten Prellungen wieder verlassen.
28. Dezember 2005
Die Stadt hat noch keine Konsequenzen aus den Vorfällen der Weihnachtsnacht im »Irrlicht« gezogen. In aller Ruhe sollen die Vorfälle analysiert werden. Anfang Januar wird es zu einem Gespräch aller Beteiligten kommen. Danach wird der Gemeinderat am 16. Januar informiert. Die Stadtverwaltung wird hierzu dann Vorschläge unterbreiten. Auch das Landratsamt prüft derzeit mögliche gaststättenrechtliche Konsequenzen.
Ohne Tagesordnungspunkte trafen sich die Freien Wähler dieser Tage zu einem Jahresrückblick. Themen wie die Weiterführung der Kanalisation in Raitbach, die Umfahrung Mattenleestraße, Bypass, THG-Erweiterung wurden positiv beleuchtet und bewertet. Für die weitere Haushaltssituation gelte es, Einsparungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Die Freien Wähler konnten sich vorstellen, dass eine Liste von freiwilligen Leistungen aufgestellt werde und die Bürger dann die Möglichkeit hätten, selbst auszuwählen, worauf sie am ehesten verzichten möchten.
Die Hauptgewinnerin der Weihnachtsaktion des Gewerbevereins Schopfheim heißt Lydia Rach und wohnt in Rickenbach. Von insgesamt 35.000 Losen, die ausgegeben worden sind, kamen rund 22.000 an den Gewerbeverein zurück. Im Knusperhüsli am Marktplatz wurde im Beisein von Notar Klein die Gewinnerschar ermittelt.
29. Dezember 2005
Ein erster Leserbrief eines »Irrlicht«-Besuchers in der Weihnachtsnacht meint heute, erst das Einschreiten der Polizei habe den Konflikt ausgelöst.
Bürgermeister Christof Nitz meint in seinem Neujahrs-Grußwort, das heute in der Badischen Zeitung zitiert wird: »Ich wage zu behaupten, dass es insgesamt ein sehr gutes Jahr für unsere Stadt war«. Er spricht davon, dass auch 2005 sich in Schopfheim an der alten Tradition nichts geändert habe: »Die Stadt ist eine sehr politische Stadt«. Dabei spricht er die Privatisierung des Bades und die Attraktivitätssteigerung, die damit zusammenhängt, an - ebenso die Verleihung der Goldmedaille für Gersbach, Hochwasserschutz und Schlattholz-Bebauung. Die Verlegung der Freibadanlage und die Planung einer Sportanlage bestimmen ebenso seine Grußworte wie die Frage, ob die Vereine die notwendige Kraft und die finanziellen Mittel werden aufbringen können, um eine neue Sportanlage in Fahrnau zu errichten. Dies scheint - so meint er - aus heutiger Sicht fraglich. Christof Nitz sieht es als sehr hilfreich und nützlich an, dass Schopfheim im Landessanierungsprogramm ist und im Programm »Soziale Stadt«. Dass Schopfheim zunächst aus der IZBB- Förderung im Rahmen des Ganztagesschul-Programmes gefallen ist, betrachtet er im Nachhinein nicht als besonders tragisch, es habe dadurch Umplanungen gegeben.
Einen Protest des Personalrates im Georg-Reinhardt-Haus wird es gegen die Entlassung des Heimleiters nicht geben. Der Personalrat habe der Kündigung zugestimmt, ist heute zu lesen.
Die Stadtmusik Schopfheim als Mitveranstalter hat Chor, Ballett und Solisten sowie das Orchester des Marine-Chors der russischen Ostsee- Flotte in die Stadthalle verpflichtet.
30. Dezember 2005
Leserbriefe in beiden Zeitungen beschäftigen sich mit dem »Irrlicht«- Vorfall an Weihnachten und rügen das Vorgehen der Polizei und das Beharren der Behörden auf Gaststätten-rechtlichen Auflagen.
Die CDU trifft sich zum Silvester-Hock im Gasthaus »Löwen« in Gündenhausen. Erstmals waren auch Ortsvereinsvertreter aus Maulburg und Steinen bei diesem Traditions-Treff dabei, bei dem die CDU- Vorsitzende, Heidi Malnati, die Jahresereignisse zusammenfasste. Mit dem Ergebnis der Bundestagswahl könne man zufrieden sein. Sie verteilte unter dem Beifall der Zuhörer Vorschusslorbeeren an die Chefin der Großen Koalition, Angela Merkel. Als besonderen Höhepunkt erwähnte sie den Besuch des Ministerpräsidenten Günther Oettinger und seines Staatsministers Stächele in der Stadthalle. Ebenfalls am Silvester- Hock verteidigte Kreisrat und Bürgermeister i. R. Klaus Fleck die Streichungen des Landkreises z. B. für den Wander-Bus, während Bürgermeister Christof Nitz sich positiv über das ablaufende Jahr 2005 äußerte. Am Ratstisch könne ein gutes Miteinander aller Fraktionen erfreuen und man sei inzwischen auf einem guten Weg in die Zukunft. Das positive Fazit bezog der Bürgermeister ausdrücklich auf die Haushalte 2005 und 2006. Der eine - 2006 - könne erstmals in seiner Amtszeit eine ordentliche Zuführungsrate aus dem Verwaltungs- und dem Vermögenshaushalt verzeichnen, meinte er. Nicht ganz so positiv wertete Christof Nitz den manchmal etwas giftigen Umgangston in der Stadt, der in anderen Kommunen - so das Stadtoberhaupt - nicht üblich sei und die Arbeit in der Verwaltung und in den Fraktionen nicht gerade erleichtere. Gleichzeitig meint er zu den Vorfällen ums »Irrlicht«: »Weder die Betreiber noch ihre Gäste befinden sich in einem rechtsfreien Raum«. Marianne Zabel als Fraktionsvorsitzende nimmt Stellung zu wichtigen Entscheidungen des Gemeinderates und erwähnt dabei insbesondere den Hochwasserschutz und die Bebauung des Schlattholzes.
Uneingeschränkt werde die CDU auch für den Anbau an das Rathaus, der – so Bürgermeister Christof Nitz – vom Denkmalamt bereits positiv beurteilt wurde, einstehen. Die Strukturkommission werde im kommenden Jahr Veränderungen umsetzen müssen, mit denen nicht jeder Bürger dieser Stadt einverstanden sein, geschweige denn davon begeistert sein werde.
31. Dezember 2005
»Burger Superstar« – die Firma, die im Lus ein Grundstück erwerben und ihre Schnellrestaurant-Kette eröffnen wollte, lässt weiter auf sich warten. Im MT wird heute ein Artikel über diese Firma, die zu einer schriftlichen Aussage nicht bereit war, publiziert. Danach wird in »Bild am Sonntag« vor dieser Schnellrestaurant-Kette gewarnt. »Finger weg«, heißt es dort. Bürgermeister Christof Nitz meint dem MT gegenüber: »Wir sind immer noch im Gespräch«. Die Stadt habe der Firma jetzt noch einmal eine Frist gewährt. So lange bleibe das Grundstück reserviert.
Mit einem gut besuchten Silvester-Konzert in der evangelischen Stadtkirche setzen Bezirkskantor Christoph Bogon und der Schopfheimer Markus Goetz einen markanten Schlusspunkt unter ein vielseitiges Jahresprogramm.
Während zum Jahresende in der Stadt der Schnee nach Regenfällen nahezu verschwunden ist, bereitet er in Gersbach reines Wintervergnügen. Bei einer Schneehöhe von bis zu 60 cm ist der Bergbrunnen-Lift ebenso in Betrieb wie die Langlauf-Loipe und der Schlittenhang für Kinder. Erstmals gibt es auf der Loipe in diesem Jahr versuchsweise neben der Classic- auch eine Skating-Spur.
Auch in diesem Jahr verabschieden sich die Menschen dieser Stadt vom vergangenen Jahr mit sehr viel Feuerwerkskörpern, die um Mitternacht den Himmel über Schopfheim farbenfroh leuchten lassen.